Tagesarchiv für den 3. Februar 2010

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Werteverfall

Wunderst du dich auch darüber, wie die Werte unserer Gesellschaft immer mehr „den Bach heruntergeht“? Oder ist es völlig normal, dass Familie, Ehe, Ehrlichkeit, Glaube usw. nichts mehr wert zu sein scheinen.
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Mitschuldig am Werteverfall
Patriarch wettert gegen EKD

Der russisch-orthodoxe Patriarch Kirill I. hat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) eine Mitschuld am Werteverfall in der Gesellschaft vorgeworfen. „Viele Protestanten versuchen nicht einmal, die christlichen Werte in der weltlichen Gesellschaft zu predigen, sondern passen ihre Standards an“, sagte Kirill nach Angaben der Agentur Interfax in Moskau. Das Oberhaupt der größten orthodoxen Kirche kritisierte erneut die Wahl der geschiedenen Bischöfin Margot Käßmann zur ersten weiblichen EKD-Vorsitzenden. Zugleich lobte Kirill Papst Benedikt XVI. als Kämpfer für die christlichen Werte.

Die russisch-orthodoxe Kirche hatte nach der Wahl Käßmanns im vergangenen Jahr gedroht, die Kontakte zur EKD abzubrechen. Kirill beklagte, dass die von den Protestanten „angestrebte Liberalisierung“ die Kluft zwischen den Glaubensrichtungen immer weiter vertiefe. Im Streben um die Aufrechterhaltung der „traditionellen Moral“ fühle sich die russisch-orthodoxe Kirche den Katholiken näher als anderen.

Kirill machte auch deutlich, dass der Dialog mit der EKD unabhängig von den Differenzen fortgesetzt werden müsse. Es gebe auch viele andere Themen jenseits der Einheit im Glauben, die eine Zusammenarbeit etwa bei der Wahrung des Friedens und der Gerechtigkeit ermöglichten. Wegen des Streits um Käßmann will der Leiter des kirchlichen Außenamtes in Moskau, Erzbischof Ilarion, im Frühjahr für Gespräche nach Deutschland reisen.

dpa

Wie sieht es mit unserem persönlichen Glauben aus? Passen wir uns immer mehr der aktuellen Situation an, oder bleiben wir persönlich bei den Maßstäben die Gott festgelegt hat?

Geschrieben von Thomas am 3. Februar 2010 | Abgelegt unter Religion,Zeitgeschehen | Keine Kommentare

Wozu ist Tabak gut?

Viele lehnen Gebrauch von Tabak ab, da dieser gesundheitlichen Schaden verursacht. Und wer sich seiner Verantwortung zum Schöpfer bewusst ist, wird keine Dinge zu sich nehmen die den Körper zerstören.
Aber warum gibt es dann überhaupt Tabakpflanzen? Nur zur Düngung oder als Pestizid?
Aber Tabak kann auch Krankheiten heilen, wie folgende Meldung beweist:

Pflanze produziert Infektionsschutz

Tabak stellt Antikörper gegen das West-Nil-Virus her

Gegen das sich weltweit ausbreitende West-Nil-Virus war bisher kein Kraut gewachsen: Eine wirksame Behandlung der sogar Hirnhautentzündung auslösenden Infektion gilt als unmöglich. US-Forscher schüren nun die Hoffnungen auf eine Eindämmung der Gefahr: Sie haben den von Mäusen stammenden Antikörper E16 gegen die Infektionskrankheit in der Tabakpflanze Nicotiana benthamiana produziert. Im Test bei Mäusen hat der pflanzliche Wirkstoff die tödliche Infektion erfolgreich abgewehrt. Durch die großangelegte Produktion der Tabakpflanze in Plantagen dürfte sich eine kostengünstige Therapie auf Basis von E16 entwickeln lassen.

Das vor über 70 Jahren erstmals in Uganda bei Menschen nachgewiesene West-Nil-Virus wird heute in Afrika, Europa sowie Süd- und Nordamerika durch Stechmücken verbreitet. Da auch Tiere wie beispielweise Vögel oder Pferde erkranken, gilt die Infektion in Deutschland zudem als Tierseuche. Meist verläuft die Krankheitbeim Menschen grippeähnlich, allerdings treten vor allem bei Personen ab 50 Jahren auch Gehirn- und Hirnhautentzündungen mit tödlichem Ausgang auf. Den einzigen wirksamen Antikörper hatten Wissenschaftler bisher bei Mäusen extrahiert: Er verhindert das Andocken des Virus an der Wirtszelle. Allerdings ist das Herstellungsverfahren für die Massenproduktion über tierische Zellen zu teuer.

Um eine kostengünstige Produktion zu inszenieren, schleuste die US-Forschergruppe um Huafang Lai von der Arizona State University in Tempe das Gen für den Wirkstoff in das Erbgut der Tabakpflanze Nicotiana benthamiana ein. Sie produzierte schon acht Tage später im Gewächshaus beim Wachsen das neue Protein mit. Aus einem Kilogramm der genveränderte Pflanze extrahierten die Wissenschaftler 0,8 Gramm des Antikörpers, der sich als Impfstoff und Medikament verwenden lässt.

Da sich der pflanzliche Antikörper Hu-E16 minimal von dem Mäuse-Antikörper unterscheidet, überprüften die Wissenschaftler seine Wirksamkeit im Experiment. Dazu wurden Mäuse im Labor mit einer tödlichen Virenrate infiziert und in zwei Gruppen aufgeteilt. Die erste wurde mit den Antikörpern aus der Pflanzenproduktion behandelt, die zweite mit dem tierischen Virenschutz. Schon eine tägliche Dosis von zehn Mikrogramm der Tabakantikörper bewahrte über 80 Prozent der Versuchstiere vor dem Ableben, bei 500 Mikrogramm waren es 90 Prozent. Sogar noch vier Tage nach der Infektion blockierte das Pflanzenprotein erfolgreich die Vermehrung des tödlichen Virus. Beim Vergleich der Ergebnisse mit den konventionell behandelten Mäusen der zweiten Gruppe konnten keine Unterschiede festgestellt werden.

Die Studie belegt nach Ansicht der Wissenschaftler, dass sich der pflanzliche Antikörper Hu-E16 für eine Therapie gegen das West-Nil-Fieber eignet. Die Produktion durch die Tabakpflanze sei kosteneffizient und lasse sich leicht steigern, was vor allem für Entwicklungsländer entscheidend sei. Außerdem könne das Verfahren leicht für die Herstellung weiterer antiviraler Antikörper gegen aufkommende Infektionskrankheiten angewandt werden.

Huafang Lai (Arizona State University, Tempe) et al.: PNAS, doi: 10.1073/pnas.0914503107

ddp/wissenschaft.de – Rochus Rademacher

Geschrieben von Thomas am 3. Februar 2010 | Abgelegt unter Natur,Wissenschaft | Keine Kommentare