Tagesarchiv für den 6. Mai 2010

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«Das Gedächtnis ist kein Videorecorder»

Für all diejenigen, die Zweifel haben, warum man nicht Dinge weitererzählen sollte, die man nicht selbst lebt hat, und warum man Lügner nicht immer als Lügner erkennt – dem sei der folgende Link ein guter Tip:
Das Vergessen – Einige Forschungsergebnisse zum Erinnern und zum „False-Memory-Syndrome“

Besonders interessant auch die Studien einer Frau – einer Gedächtnisforscherin – Elizabeth Loftus.
In einem Artikel der nzz heißt es auszugsweise:

«Das Gedächtnis ist kein Videorecorder», heisst die Botschaft, die Loftus seit fast drei Jahrzehnten verbreitet. …

Das Gedächtnis ist das Inhaltsverzeichnis unseres Lebens. Wem können wir noch vertrauen, wenn der erste Betrüger schon in unserem Kopf sitzt? Dass wir die Wahrheit ebenso aus Phantasien wie aus Fakten zusammenbauen, würden wir in Abrede stellen; dass wir uns an Dinge erinnern, die nie geschehen sind, geht gegen den gesunden Menschenverstand. Doch es gibt keine Zweifel: Das Gedächtnis hat grosses Talent im Erfinden und Fabulieren, deshalb warnt Loftus davor, ihm bedingungslos zu vertrauen – vor allem, wenn das Schicksal anderer Menschen davon abhängt.
….
Dabei geht es meistens um zwei Behauptungen:
1. Ein Therapeut kann eine traumatische Erinnerung eines Ereignisses, das nie stattgefunden hat, in eine Klientin einpflanzen.
2. Es ist möglich, dass die Erinnerung an einen Missbrauch komplett verdrängt wird und Jahre später in einer Therapie auftaucht.

Loftus versucht, die erste zu belegen und bestreitet die zweite, ihre Gegner machen das Gegenteil.

Das entscheidende Experiment – ein Therapeut, der bewusst versucht, einer Klientin die Erinnerung an einen Missbrauch zu implantieren – kann aus ethischen Gründen nicht durchgeführt werden, doch Loftus hat in einem berühmt gewordenen Versuch gezeigt, dass Erinnerungen an erfundene Erlebnisse tatsächlich ins Gedächtnis geschmuggelt werden können.

Unter dem Vorwand, eine Studie über Kindheitserinnerungen zu machen, legte sie erwachsenen Versuchspersonen Stichwörter von vier Ereignissen aus ihrer Kindheit vor mit dem Auftrag, sich an möglichst viele Details zu erinnern und diese aufzuschreiben. Drei davon hatten wirklich stattgefunden, eines war erfunden: dass sie als Fünfjährige in einem Einkaufszentrum verlorengegangen waren. Einige Tage danach wurden die Versuchspersonen in einem Gespräch noch einmal nach den vier Ereignissen befragt. Dann erhielten sie die Anweisung, nach noch mehr Details zu suchen. Zwei Wochen später kamen sie zu einem weiteren Interview. 6 von 24 Versuchspersonen erinnerten sich schliesslich an den Vorfall im Einkaufszentrum und schmückten die Geschichte mit erfundenen Details aus.

zu welchen Schlussfolgerungen komt Frau Loftus? – einfach mal lesen…und dann die eigene Geschichte anschauen und überlegen inwieweit Erfindung und Wahrheit das eigene Leben und das leben anderer Menschen beeinflußt. Auch gut zu wissen, dass man den Schöpfer nichts vormachen kann. Er weiß genau, was wirklich geschehen ist, und welche Dinge man sich ausgedacht hat und welche Dinge in unserem Kopf uns einen Streich gespielt haben.
Ein guter Schutz gegen diese „Streiche unseres Gehirns“ ist meiner Meinung nach, ein Tagebuch zu führen – und dies geht heute in der Zeit des Internets noch einfacher – ein Blog eingerichtet – und schon kann man selbst nachlesen, was wann geschehen ist.

Geschrieben von Thomas am 6. Mai 2010 | Abgelegt unter Ungerechtigkeit,Wissenschaft | Keine Kommentare

Wofür gibt man Geld aus?

gerade bei n-tv gefunden – und wundere mich, wi eteuer auch kleine Teire sind…. wenn man die kosten dann für mehrere Tiere hochrechnet, wird man schnell zum armen Mann

Was Haustiere kosten

Derzeit leben rund 23,3 Millionen Heimtiere in deutschen Haushalten – meistens Hunde, Katzen, Kleintiere wie Hamster und Meerschweinchen sowie Vögel. Die Zigtausend Zierfische und Terrarientiere sind da noch gar nicht mitgerechnet. All diese Gefährten bringen viel Freude, wollen aber auch gefüttert und gepflegt werden – und da kommt einiges zusammen.
Katzen und Hunde

Ganz oben auf der Beliebtheitsskala stehen Katzen. Die Anschaffungskosten reichen von null Euro bei geschenkten Hofkätzchen über rund 100 Euro Schutzgebühr im Tierheim bis zu 2.000 Euro für eine Rassekatze. Für die Erstausstattung fallen mindestens weitere 150 Euro an. Laufende Kosten für Futter, Streu, Impfung und Entwurmung sowie Tierarzt betragen laut Deutschem Tierschutzbund jährlich etwa 500 Euro. Eine Kastration kostet alleine etwa 90 Euro. Summa summarum kommen bei einer Lebenserwartung von bis zu 15 Jahren bis zu 9000 Euro zusammen, hat die Commerzbank ausgerechnet.

Hunde werden in der Regel nicht ganz so alt, sind mit 10.000 Euro oder mehr jedoch etwas teurer. Auch bei ihnen hängt der Kaufpreis von Rasse und Herkunft ab und reicht von 150 Euro im Tierheim bis zu 500 Euro und mehr für einen Welpen vom Züchter. Für die Grundausstattung kommen mindestens 150 Euro obendrauf. Hundesteuer, Futter, die obligatorische Haftpflichtversicherung, Impfung, Entwurmung und Tierarzt schlagen jährlich mit etwa 700 Euro zu Buche. Achtung: Für sogenannte Kampfhunde und Zweithunde liegt die Hundesteuer in manchen Kommunen extrem hoch – mitunter bei mehreren hundert Euro im Jahr. Weitere Kosten können je nach Rasse und Temperament für Hundefriseur und Hundeschule anfallen.
Je kleiner desto billiger

Günstiger kommen die Halter von Kleintieren davon. So brauchen etwa Kaninchen und Meerschweinchen nur rund 140 Euro im Jahr, sofern sie ohne Tierarztbesuch auskommen, ein Wellensittich bringt es auf rund 100 Euro laufende Kosten. Auch die Unterbringung während eines Urlaubs der Halter ist hier einfacher, weil Kleintiere und Vögel schon eher einmal von Nachbarn kostenlos betreut werden. Eine professionelle Tierpension schlägt dagegen für einen Hund mit mindestens zehn Euro am Tag zu Buche. Normale Zierfische können über den Urlaub hinweg in der Regel mit Futtertabletten versorgt werden und sind auch in der Anschaffung preiswert. Allerdings kommen auf den Halter hier höhere Kosten für Aquarium, Reinigung, Strom und Heizung zu.

Auch das Ende kostet

In Summe geben die Bundesbürger für Heimtiere rund 3,5 Milliarden Euro jährlich aus, wie der Industrieverband Heimtierbedarf ermittelt hat. Und auch nach dem Ableben des Tieres können weitere Kosten entstehen. Immer mehr Menschen wollen ihre vierbeinigen Freunde würdevoll auf einem Tierfriedhof beisetzen. Und da kann für die Verbrennung eines großen Hundes über 300 Euro auf der Rechnung stehen, bei einer Katze etwa 100 Euro. Beisetzung und Grabpflege kommen hinzu.

Geschrieben von Thomas am 6. Mai 2010 | Abgelegt unter Zeitgeschehen | Keine Kommentare