Tagesarchiv für den 10. September 2011

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Sinnesorgan Auge

Die Funktion des Gesichtssinnes – Sinnesorgan Auge – ist an das Vorhandensein von Licht gebunden das uns die Sonne in Form ihres breit gefächerten Spektrums in Form von elektromagnetischen Wellen liefert.

7% des Sonnenlichtes bestehen aus ultraviolettem Licht UV,45% aus Infrarotstrahlung IR (Wärmestrahlung) und 48% aus weißem sichtbaren Licht.Wir sehen also nur 48% dieses Spektrums.

Das menschliche Auge vermag aus dem weißen Licht der Sonne ein Spektrum von Wellenlängen von 400 nm bis 700 nm wahrzunehmen.Darunter und darüber ist alles schwarz und der Mensch sieht nichts mehr.

Für die Wahrnehmung der Farben sind die Zapfen des Auges zuständig von denen es drei Arten mit jeweils unterschiedlicher Empfindlichkeit für die Farben BLAU (450 nm-480 nm),GRÜN (510 nm-540 nm) und ROT (565 nm-620 nm) gibt.Durch die Wahrnehmung der unterschiedlichen Wellenlängen des reflektierten weißen Sonnenlichtes ergeben sich zahlreiche Wahrnehmungen von Mischfarben.Da dies mit drei Zapfenarten erfolgt spricht man von TRICHROMATISCHEM Sehen.

Vögel vermögen ein wesentlich breiteres Wellenspektrum aus dem Sonnenlicht wahrzunehmen,von 320 nm bis 750 nm (Mensch 400 nm-700 nm) und vermögen daher im UV-Bereich von 320 nm – 420 nm zu sehen und teilweise im IR.Für die Farbe VIOLETT (420 nm) besteht ein extra Rezeptor und die höchste Empfindlichkeit für BLAU liegt bei ihnen bei 460 nm.
Für dieses UV-Licht – und Blaulichtsehen besitzen sie eine vierte Zapfenart,weshalb hier von TETRACHROMATISCHEM Sehen gesprochen wird.Bekannt dafür ist das von der Stockente;und auch Schwäne gehören zu den Entenvögeln!

Diese vierte Zapfenart ermöglicht den Vögeln natürlich wesentlich mehr Mischfarben zu sehen als das trichromatische Sehen des menschlichen Auges dem daher vieles verborgen bleibt was Vögel noch sehen.Das menschliche Auge sieht eben nicht alles was das Vogelauge noch wahrnimmt,da seine drei Zapfen im Vergleich zum Vogelauge nur ein eingeschränktes Lichtspektrum des reflektierten Lichtes wahrnimmt.Nicht umsonst sind Vögel als „Augentiere“ bekannt deren Gesichtssinn besonders ausgeprägt ist und ihre Augen daher im Vergleich zur Körpergröße besonder groß gestaltet sind.

Vögel vermögen noch Farben,Muster,Zeichnung und Textur auf Flächen wahrzunehmen die für das menschliche Auge völlig schwarz oder weiß erscheinen.

Höckerschwäne erscheinen in ihrem ausgefärbten Federkleid dem menschlichen Auge gleichförmig weiß,Männchen wie Weibchen.Es besteht bei ihnen kein Geschlechtsdimorphismus oder Geschlechtsdichroismus wie bei vielen anderen Vogelarten.

Dennoch erkennen sich die Geschlechter,Geschlechtspartner und anderen Höckerschwanindividuen untereinander;ein individuelles ERKENNEN auf dem für das menschliche Auge eintönig weißem Gefieder.

Das Gefieder besteht aus weißen Federn,diese aus Kiel und Federfahnen und diese wiederum aus Federästchen mit feinem Häkchen daran,die wie ein optisches Beugungsgitter wirken und somit zu einer spektralen Auftrennung des auf das weiße Gefieder fallenden Lichtes mit diversen individuellen Mustern führen.

Bekanntlich ist das Schwanengefieder deshalb Schneeweiß weil es aus reinstem Keratin besteht das sämmtliches auftreffendes weißes Sonnenlicht für das Farbspektrum des menschliche Auge wieder reflektiert und nicht absorbiert.

Was jedoch mit dem für die Vögel sichtbaren UV-Anteil des Sonnenspektrums im Schwanengefieder erfolgt,das wissen z.Z. nur die Götter.

Mondlicht besitzt keinen UV-Anteil in seinem Spektrum weshalb die Erkennung der Schwäne untereinander bei heller Nacht hiermit nicht erklärt werden kann.Aber die Natur ist erfinderisch und hat das Vogelauge mit einer weiteren Eigenschaft ausgestattet;der Erkennung von polarisiertem Licht.Davon eventuell einmal später.

CICONIA-Horst

Geschrieben von CICONIA-Horst am 10. September 2011 | Abgelegt unter Schwäne,Weißensee | 3 Kommentare