„damit sie sehen, dass ihr so lebt, wie Gott das will“

Also (d. h. so wie die Lampe ) lasset euer Licht leuchten vor den Menschen, damit sie eure guten (O. rechtschaffenen) Werke sehen und euren Vater, der in den Himmeln ist, verherrlichen.
Elberfelder 1871 – Matthäus 5,16

Und genauso lasst eure guten Taten leuchten vor den Menschen, damit alle sie sehen können und euren Vater im Himmel dafür rühmen.
Neues Leben – Bibel 2006 – Matthäus 5,16

Auf dieselbe Weise soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure edlen Taten zu sehen bekommen und eurem Vater Ehre erweisen, der sich in den Himmelswelten befindet.
Gottes Agenda – Das Neue Testament urtextnah ins heutige Deutsch übersetzt von Andreas Eichberger – Mt 5,16

Ebenso laßt euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure vortrefflichen Werke sehen und euren Vater, der in den Himmeln ist, verherrlichen.
neue Welt Übersetzung – Bi12 – Matthäus 5,16

Um den Einfluß, den solche Menschen in der Welt haben, zuveranschaulichen, benutzte Jesus zwei bekannte Bilder: Salz und Licht. Die Anhänger Jesu sollen wie Salz sein und bei anderen den Durst nach weiterer Information wecken. Wenn jemand einen ganz besonderen Menschen sieht, der in bestimmten Bereichen überlegene Qualitäten besitzt, möchte er im allgemeinen herausfinden, was diesen Menschen so anders macht. Eine andere Deutungsmöglichkeit ist, daß das Salz, die Kinder Gottes, als Schutz vor dem Schlimmen in der Gesellschaft wirkt. Welcher Ansicht auch immer man hier zuneigt, entscheidend ist, daß das Salz seine Würze behält. Wenn es nicht mehr salzt, hat es seinen Daseinszweck verloren und wird weggeschüttet.
Die wichtigste Eigenschaft des Lichtes ist es, zu leuchten und den Weg zu weisen. Die in Vers 3-10 beschriebenen Menschen besitzen diese Eigenschaft offensichtlich. Ihr Wirken ist so deutlich erkennbar, wie eine Stadt, die auf einem Berge liegt oder ein Licht auf einem Leuchter. Ein verborgenes Licht, das unter einen Scheffel (ein Tongefäß, mit dem man Getreide abmaß) gesetzt ist, wäre nutzlos. Die Licht verbreitenden Menschen aber leben so, daß andere ihre guten Werke sehen und dafür nicht sie, sondern ihren Vater im Himmel loben.
(In V. 16 spricht Jesus zum ersten Mal von „eurem [oder „unserem“ oder „meinem“] Vater im Himmel“, „eurem himmlischen Vater“ und „eurem Vater“ – eine Wendung die insgesamt fünfzehnmal in der Bergpredigt auftaucht. Vgl. auch V. 45.48; Mt 6,1.4.6.8-9.14-15.18.26.32; 7,11.21. Wer in Gottes Gerechtigkeit steht, weil er an ihn glaubt, hat eine enge geistliche Beziehung zu ihm, wie ein Kind zu einem liebenden Vater.)

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Zweitens sind die gläubigen Überreste, diejenigen, die diese Gerechtigkeit erreichen, auch das Licht der Welt, indem sie geistiges Licht liefern. Sie weisen den Weg aus der geistigen Dunkelheit. Eine Person, die sich in stockdunkler Dunkelheit befindet und plötzlich ein weit entferntes Licht sieht, wird natürlich zu diesem Licht hingezogen. In der Tat, wenn diejenigen, die diese Gerechtigkeit nicht erreicht haben, die Dunkelheit erkennen, in der sie leben und das Licht sehen, werden sie sich dem Licht nähern. Dieses Licht wird durch den gläubigen Überrest bereitgestellt. Wie wird dieses Licht bereitgestellt? In Vers 16 heißt es, wie der Welt Licht gegeben wird: Lass dein Licht trotzdem vor den Menschen scheinen. Wie? Dies wird durch den nächsten Satz erklärt: damit sie deine guten Werke sehen und deinen Vater, der im Himmel ist, verherrlichen. Das Licht ist das gute Werk der Heiligen. Gute Werke haben nie jemanden gerettet, aber diejenigen, die gerettet werden, werden durch diese guten Werke Beweise für ihre Erlösung zeigen. Wenn der Ungläubige diese guten Werke sieht und auf das Licht reagiert, das von diesen guten Werken abgegeben wird, wird er natürlich ans Licht kommen und selbst ein Gläubiger werden und sich dem gläubigen Überrest anschließen. Er wird am Ende tun, was Vers 16 sagt: „Verherrliche deinen Vater, der im Himmel ist.“ Diejenigen, die die vom Gesetz geforderte Gerechtigkeit erreicht haben, sollen dies zeigen. Das Mittel, um es zu zeigen, sind gute Werke. Wiederum sind gute Werke niemals das Mittel zur Errettung; Sie sind der Beweis der Erlösung.

Arnold Fruchtenbaum – Die Sammlung messianischer Bibelstudien