Brunnenquell des Lebens

Denn bei dir ist der Quell des Lebens, in deinem Lichte werden wir das Licht sehen.
Elberfelder 1871 – Ps 36,10

bei dir ist der Brunnquell des Lebens, in deinem Lichte sehen wir das Licht.
Bruns 2013 – Psalm 36,10

Denn bei Dir ist des Lebens Born, in Deinem Lichte sehen wir Licht.
Tafelbibel – Ps 36,10

Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, (Wo Gottes Gnade waltet, da ist das wahre Leben.) / In deinem Lichte schauen wir das Licht. (Von Gott erleuchtet, empfangen wir wahre Erkenntnis. Vgl. „Leben und Licht“ im Evangelium nach Johannes (z.B. 1,4).)
Ludwig Albrecht – Psalm 36,10

Das Ergebnis dieser Einstellung ist der Segen für den Gläubigen (vgl. das Ergebnis der Lebenseinstellung eines gottlosen Menschen, V. 3-5 ). Die treue Liebe Gottes (vgl. V. 6.11 ) ist kostbar, denn der Mensch kann seine Zuflucht zum Herrn nehmen, wie die Küken unter den Flügeln ihrer Mutter Schutz suchen (V. 8 ; vgl. Ps 17,8; 57,2; 61,5; 63,8; 91,4 ). Anschließend gebrauchte der Psalmist das Bild des Tempels, um auszudrücken, daß der Gläubige im Haus Gottes ( Ps 36,9 ) versorgt wird. Darüber hinaus wird im folgenden auf den Garten Eden und die Schöpfung angespielt: Das Trinken aus dem Quell der Wonne („Wonne“ bedeutet im Hebr. „Eden“) und Leben und Licht (d. h. Verständnis, Freude und Leben) kommen von Gott, der Quelle aller Dinge. So wird also das Leben eines Gläubigen der Verdorbenheit des Gottlosen gegenübergestellt und durch die Sicherheit im Herrn, die überreiche Versorgung, das Leben und das Verständnis in der Gegenwart Gottes charakterisiert.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Denn bei dir ist die Quelle des Lebens. Dieser Satz bestätigt den vorhergehenden Gedanken, dessen Erkenntnis für uns so nützlich ist, dass es gar nicht mit Worten ausgedrückt werden kann. Denn da die Ungläubigen auch die besten Gaben Gottes durch ihren gottlosen Missbrauch entheiligen, so würde es für uns, falls wir den oben beschriebenen Unterschied nicht beachten, besser sein, hundertmal in Mangel unterzugehen, als reichlich durch die Wohltätigkeit Gottes genährt zu werden. Da die Ungläubigen es also durchaus nicht anerkennen, dass sie in Gott leben, weben und sind, sondern sich vielmehr einbilden, durch eigene Kraft zu bestehen, so versichert David hier im Sinne der Frommen und gleichsam in ihrem Namen, dass in Gott die Quelle des Lebens ist. Damit gibt er eben zu verstehen, dass wir außer ihm auch nicht das geringste Leben finden können, denn alles Leben fließt aus seiner Gnade. Das Bild vom Licht hat besonderen Nachdruck. Es erinnert uns daran, dass die Menschen des Lichts entbehren, wenn Gott es ihnen nicht strahlen lässt. Wenn dies schon von dem Lichte des gegenwärtigen Lebens gilt, wie sollten wir dann das himmlische Leben schauen können, wenn Gott uns nicht erleuchtet? Es ist nämlich wohl zu beachten, dass die Menschen von Natur wenig Einsicht besitzen, so dass, obgleich das Licht in die Finsternis hineinleuchtet, die Finsternis es doch nicht begreift. Wenn wir daher erleuchtet werden, so ist dies eine übernatürliche Gabe. Indessen merken es nur die Gläubigen, dass die Menschen das Licht von Gott entlehnen müssen, wenn sie nicht in dichter Finsternis bleiben wollen.

Jean Calvin – Aus dem Psalmenkommentar

Denn bei dir ist der Brunnen des Lebens; In deinem Licht sehen wir Licht. ADONAI ist die Quelle allen Lebens und er beleuchtet das Leben der Menschen, damit sie in Fülle gelebt werden können. Dieser Vers wird zitiert, wenn der Tallit (Gebetsschal) als Teil der täglichen Gebete angelegt wird.

Die vollständige jüdische Studienbibel: Notizen