„ein Retter“ oder „der Retter“

denn euch ist heute, ein Erretter (O. Heiland) geboren, in Davids Stadt, welcher ist Christus, der Herr
Elberfelder 1871 – Lk 2,11

Heute ist nämlich in Davids Heimatstadt für euch ein Retter geboren worden, der Christus, der Herr, ist.
neue Welt Übersetzung – 2018 – Lukas 2,11

denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher der Christus ist, der Herr, in der Stadt Davids. (1) als ursprüngliche L. statt „der Christus, der Herr“ hat man vermutet: „der Gesalbte des Herrn“ – wie V. 26 (a) Jes 9:6
Zürcher 1931 – Lukas 2,11

Heute Nacht ist der Mensch geboren worden, der euch alle aus eurem Dreck rausholen wird! Das ist in der gleichen Stadt passiert, wo auch der ehemalige Präsident David herkommt.
VolxBibel – Lk 2,11

2:11 „Es wurde für dich ein Befreier geboren.“ „Befreier“ oder „Retter“ auf Hebräisch ist Maschiach (Aramäisch, Messias), eine andere Form des Wortes Hoshia (Mt 21,9) und mit Jeschuas eigenem Namen verwandt (Mt 1,21).

Die vollständige jüdische Studienbibel: Notizen

Der siebte Name für den Messias ist Herr. Das griechische Wort für Lord ist kurios und wird auf zwei Arten verwendet. Erstens wird es als Titel des Respekts verwendet. Manchmal wird Jeschua nur im Sinne eines respektvollen Titels „Herr“ genannt. Diese Verwendung von Kurios wird sowohl auf Gott als auch auf den Menschen angewendet. Die zweite Verwendung ist die des Eigentums daran, dass man ein Herr ist, weil er etwas besitzt. Zum Beispiel ist er „Herr des Hauses“, weil er ein Haus besitzt, oder er ist „Herr eines Sklaven“, weil er einen Sklaven besitzt. Der Name kurios, Herr, wird bei dieser Verwendung auch von Gott und vom Menschen verwendet. Es gibt jedoch eine dritte Verwendung des Begriffs Kurios, die nur von Gott verwendet wird, niemals vom Menschen. Diese Verwendung betont die Gottheit. Manchmal wird Jeschua als Kurios oder Herr angesprochen, um seine Gottheit zu betonen. Beispiele für diese Verwendung im Neuen Testament sind: Matthäus 8: 2, 20:33, 22: 43–45; Lukas 2:11; Apostelgeschichte 2:36, 20:28; Philipper 2:11; und Offenbarung 19:16. Manchmal wird Jesus eindeutig als Herr bezeichnet, nicht nur als Titel des Respekts und nicht nur, um sein Eigentum an etwas zu betonen, sondern auch, um seine Gottheit zu betonen. In diesem Fall wird Kurios ein eindeutiger Name von Yeshua.

Der fünfte Titel des Messias ist Retter. Dieser besondere Titel betont sein Heilswerk darin, dass er derjenige ist, der rettet. Als Person des Messias kann er retten; Durch das Vergießen seines Blutes hat er die Grundlage der Erlösung geschaffen. Er wird im gesamten Neuen Testament als Erlöser angesehen: Lukas 2:11; Johannes 4:42; Apostelgeschichte 5:31; Epheser 5:22; 1. Timotheus 1: 1; Titus 2:13; 2. Petrus 1: 1, 2:20, 3: 2 und 18.

Die Sammlung messianischer Bibelstudien

Ein Name bezeichnet die Individualität einer Person, es ist der Ausdruck, der Amt oder Dienst anzeigt, und derselbe Titel kann auf eine Anzahl verschiedener Personen angewandt werden König ist ein Titel, er bezeichnet königliche Wurde und kam David, Josia, Nebukadnezar und all denen zu, die dieses Amt innehatten. David jedoch war der Name des gesalbten Sohnes von Isai. Es gab viele Könige in Israel, die Anrecht auf diesen Titel hatten, aber nur einer hieß David.
Der Name gehört also persönlich dem, der ihn trägt, und wenn er von Gott gegeben wurde, paßte er genau zu ihm: der Herr sagte deshalb zu einem der Apostel: „Du bist Petrus“. Der Name ist der Ausdruck dessen, was eine Person ist; der Titel beschreibt das, was eine Person tut. „Erretter“ ist ein Titel des Herrn: „Denn euch ist heute, in Davids Stadt, ein Erretter geboren“ (Lk 2,11). Aber Sein persönlicher Name ist „Jesus“, d. h. Jehova ist Rettung (Mt 1. 21). Der Gedanke der Rettung liegt sowohl in dem Namen wie in dem Titel, aber der Titel „Erretter“ beschreibt das Werk Dessen, Der kam, auf daß die Welt durch Ihn errettet würde, während „Jesus“ ausdrückt, wer diese Person ist, die Menschengestalt angenommen hat – Jehova, der Retter. In diesem Sinne rühmt Mose im Lied die Rettung Israels: „Jehova ist ein Kriegsmann, Jehova sein Name“ (2 Mose 15,3).
Es wird nun in dem Sprachgebrauch der Schrift sichtbar, daß der Ausdruck „Sohn Gottes“ als Name bezeugt wird, und nicht als Titel. „Sohn“ weist auf Den hin, Der diese gesegnete Person im Wesen ist, dieser Eine, Den die Liebe des Vaters umfing, ehe die Welt war. Wenn „Sohn“ nur ein vermittelndes Amt etwa zu einer bestimmten Zeit in den Haushaltungen der Zeitalter bedeutet, dann würde „Sohn Gottes“ ein Titel sein. Aber die Schrift bestätigt solch einen Gedanken nicht, wenngleich sie uns wiederholt und nachdrücklich sagt, daß Derjenige, Der die hohe Mittlerfunktion zwischen Gott und Menschen übernommen hat, der Sohn Gottes ist; z. B. zeigt uns die Schrift in Hebräer 5,5, daß Der, Der jetzt zum Hohenpriester im Himmel gemacht wurde, der Sohn Gottes ist.

Hilfe und Nahrung – 1973

Die Krippe ist das Bild der Menschlichkeit, der Niedrigkeit, der Ohnmacht, der Selbstentäußerung. In diese stieg Jesus.
Jesu Geschichte beginnt in der Krippe. Er entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward gleich wie ein anderer Mensch und an Gebärden wie ein Mensch erfunden. Wer konnte ahnen, dass der, den alle Himmel nicht fassen können, Raum in einer Krippe habe? Wer konnte ahnen, dass das größte weltgeschichtliche Ereignis, die Welterlösung, in der Krippe ihren geschichtlichen Anfang nehmen würde?
Wohl erwarteten die Gläubigen in Israel auf den neuen Durchbruch des Reiches Gottes aus Erden, auf das Kommen des Gesalbten für den leeren Thron Davids, auf die so sehnsüchtig erwartete Erquickungszeit vom Angesichte des Herrn. Wohl schaute man da und dort – auch unter den Nationen – aus nach dem aufgehenden Stern aus dem Hause Israel, nach dem Manne der Gerechtigkeit, unter dessen Zepter auch die seufzenden Nationen Heil und Rettung finden würden. Niemand ahnte aber und niemand erwartete den Anbruch dieser neuen Heilszeit in der Krippe.
Wohl in Jerusalem, aber nicht im Stalle zu Bethlehem, suchten die Weisen aus dem Morgenlande den neugeborenen König der Juden, dessen Stern sie gesehen hatten. In ihrem Suchen spiegelte sich das Suchen der ganzen alten Welt wieder. Es ist bezeichnend auch für unser Suchen.
Nur eine kleine Schar unter dem Volke Gottes sah in dem Kindelein von Bethlehem den Eingeborenen des Vaters voller Gnade und Wahrheit. Und auch diese kleine Schar hätte der Heiland der Welt und Messias Israels nie in der Krippe gesucht, wenn sie nicht durch das Licht von oben darauf wäre aufmerksam gemacht worden, was in Bethlehem geschehen sei.
Auch ihr wäre die große göttliche Tat, Gott geoffenbart im Fleisch, ein Geheimnis geblieben, wenn es ihr nicht zur rechten Stunde vom Herrn wäre enthüllt worden.
Aber während die Welt nichts ahnte von dem großen Ereignis.
das in Bethlehem geschah, und schweigend an ihrem Retter vorüberging, da schaute diese kleine, gläubige Schar bereits den Heiland der Welt, den Messias Israels, den König der Völker, und betete Ihn an als den, der gekommen war, die Welt zu erlösen von ihren Sünden.
Und selig jene kleine Schar, die auch in unseren Tagen von Gott erleuchtete Augen hat, und mitten in den Ereignissen der Zeit das große Werden und Wachsen des Reiches Gottes sieht, das immer als Kind erscheint, am Kreuze Gerichtet wird und doch berufen ist, zum Heil der Welt dereinst die Krone zu tragen.

Jakob Kroeker – ER sprach zu mir