„und wer ist ein Fels?“

Gott, (El) -sein Weg ist vollkommen; Jehovas Wort ist geläutert; ein Schild ist er allen, die auf ihn trauen. Denn wer ist Gott, (Eloah) außer Jehova? und wer ein Fels, als nur unser Gott?
Elberfelder 1871 – Ps 18,31–32

Gottes Wege sind ohne Trug, Jehovas Wort geläutert; Schild ist er allen, die ihm vertrauen. Denn wer ist Gott, außer Jehova, und wer ist Hort als unser Gott?
de Wette Bibel – Psalm 18,31–32

Gott – untadelig ist Sein Weg; geläutert ist die Rede Jehovahs, ein Schild ist Er allen, die auf Ihn sich verlassen. Ps 18,3; 12,7; 5Mo 32,4.
Denn wer ist Gott außer Jehovah? Und wer ein Fels ohne unseren Gott? Ps 18,40; Jes 43,11; 44,6.8; 1Sam 2,2.
Tafelbibel mit hinzugefügten Sachparallelstellen – Psalm 18,31–32

Im ersten Teil (V. 31-46 ) dieses Abschnittes des Lobes freute sich David über das Wesen Gottes und über seine Wohltaten an ihm. Der Weg Gottes, so sagte der Psalmist, ist vollkommen und sein Wort lauter (vgl. 12,7 ; Sprüche 30,5 ). Noch einmal ( Ps 18,3 ) sagte er, daß Gott sein Schild (vgl. den Kommentar zu Ps 3,4 ), seine Zuflucht und sein Fels (vgl. 18,47 ) sei. Man kann sich bezüglich seiner Sicherheit und seines Heils auf Gott verlassen.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Gottes Wege sind vollkommen. Gottes Weg bedeutet hier nicht die Lehre, sondern die Handlungsweise Gottes gegen uns. Der Sinn ist also, dass Gott seine Diener nie täuscht, noch im entscheidenden Augenblicke im Stiche lässt. Die Menschen helfen ihren Schutzbefohlenen nur insoweit, als es ihnen selbst nützt; Gott dagegen beschirmt die Seinen, die er einmal in seinen Schutz genommen hat, immer mit treuer Hut. Ferner, da wir in keiner Verbindung mit Gott stehen würden, wenn er sich uns nicht durch sein Wort offenbarte, so fügt David, nachdem er versichert hat, dass Gott für die Seinen ein sicherer Schutz sei, hinzu: seine Reden sind durchläutert. Damit wollen wir allen Zweifel dämpfen und wollen lernen, dass Gott uns tatsächlich in vollem Maße beistehen wird, weil er versprochen hat, der Hort unseres Heils zu sein. Seine Verheißung ist aber sichere Wahrheit. Aus dem folgenden Gliede ist ersichtlich, dass mit der Rede nicht die Gebote, sondern die Verheißungen gemeint sind. David sagt nämlich, dass der Herr ein Schild sei allen, die ihm vertrauen. Das Lob auszusprechen, dass Gottes Wort rein sei von allem Trug und von aller Täuschung wie Silber, das von seinen Schlacken gereinigt ist, – scheint zwar überflüssig, aber unser Unglaube treibt den Herrn dazu, unter diesem Bilde seine Treue herrlich zu empfehlen. Denn wir sind nur zu sehr geneigt, wenn der Ausgang unserer Hoffnung nicht entspricht, unfromme Zweifel an Gottes Wort bei uns aufkommen zu lassen. Was weiter zu sagen wäre, ist schon zu Ps. 12, 7) bemerkt worden.
V. 32. Denn wo ist ein Gott, ohne der Herr? Hier spottet David über die eitlen Lügengebilde der Menschen, die leichten Herzens sich selbst Schutzgötter machen. Damit bestätigt er, was wir schon früher hörten, dass er nie etwas ohne Gottes Leitung und Befehl unternommen habe. Denn wenn er über die Grenzen seiner Berufung hinausgegangen wäre, so hätte er sich nie mit solcher Zuversicht auf Gott berufen dürfen. Dem Wortlaut nach wird einfach der einige wahre Gott allen erdichteten Götzen gegenübergestellt: darin liegt aber zugleich ein verwerfendes Urteil über alle trügerischen Hoffnungen, durch welche die Welt sich umtreiben lässt, weil sie nicht in Gott allein ihre Ruhe suchen will. Um den bloßen Titel Gottes handelt es sich nicht, sondern David verkündet mit Nachdruck, dass man Hilfe nirgend anders als bei Gott suchen soll, der allein Macht besitzt. So hält er allen seinen Feinden mutig den Herrn entgegen, unter dessen Leitung er gekämpft hat. Und er tut dies vor allem auch, um zu bezeugen, dass er nichts willkürlich oder mit schlechtem Gewissen unternommen habe.

Jean Calvin – Aus dem Psalmenkommentar

Also meine Wünsche für das kommende Kalenderjahr? Vertaue auf diesen allmächtigen Gott und lerne IHN richtig kennen, und baue ein persönliches Verhältnis zu IHM auf. Nutze am besten die kommenden Monate – und bleibe dann unter seinem Schild!