Tag: 4. Januar 2026

Und es waren all die Tage des Menschen, die er lebte

Und alle Tage Adams, die er lebte, waren 930 Jahre, und er starb.
Elberfelder 1871 – 1.Mose 5,5

Und es waren all die Tage des Menschen (H. Adam), die er lebte, neunhundert Jahre und dreißig Jahre und er starb.
Tafelbibel mit hinzugefügten Sachparallelstellen – 1.Mose 5:5

Als alle Tage Adams, die er lebte, 930 Jahre waren, starb er.
Rabbiner Samson Raphael Hirsch – Genesis 5,5

ויהיו כל ימי אדם אשר חי תשע מאות שנה ושלשים שנה וימת׃
Der Hebräische Pentateuch der Samaritaner – Gen 5,5

והוון כל יומי חיוי דאדם תשע מאה ותלתין שנין ומית ואתכני׳ מן גוא עלמא׃
Targum Neofiti to the Pentateuch – Gen 5:5

וַהוֹו כֹל יֹומֵי אָדָם דַחיָא תְשַע מְאָה וּתלָתִין שְנִין וּמִית׃
Targum Onqelos to the Pentateuch – Genesis 5:5

Einige alte Kulturen im Nahen Osten hatten eine zyklische Sicht auf die Zeit, in der alles nur Teil eines endlosen Kreislaufs der Natur ist, ohne Anfang, ohne Ende, ohne Bedeutung – aber das Alte Testament sieht Geschichte und Zeit als etwas, das einen Anfang und ein Ende hat. In so einem Zeitrahmen haben die Handlungen einzelner Menschen einen Sinn, eine Richtung, eine Bedeutung. Was wir tun, ist wichtig und macht einen Unterschied in der Welt. Denn jeder Mensch ist ein unwiederholbares Ereignis, und jede Handlung ist einzigartig: Beides ist noch nie genau so passiert und wird auch nie wieder so passieren. Das ist einer der Gründe, warum die Bibel sich mit Genealogien beschäftigt: Wir sind Menschen, die zu einer bedeutenden Geschichte gehören. Hier gibt es keinen kosmischen Fatalismus. Unsere kreativen Handlungen zeigen den Segen Gottes. Unsere Verfehlungen – wie wir in Kapitel 6 genauer sehen werden – bringen uns unter das göttliche Gericht.

NIV Bible Speaks Today: Notes 2020

Adam und Eva werden gleichermaßen „Adam“ genannt, was „Mensch“ bedeutet. Adam ist also sowohl der Name des ersten Menschen als auch der Name seiner Art.

In V. 5 haben wir den Satz „Und er starb“, der in der Genealogie wiederholt verwendet wird, in V. 8, 11, 14, 17, 20, 27 und 31. Der Tod, der in der Geschichte des Menschen in Eden ein Außenseiter war, ist nun unvermeidlich und universell. Er ist nun dem gefallenen Zustand des Menschen inhärent. Wie Paulus uns in Römer 5,14-21 sagt, herrschte der Tod von Adam bis zu Mose und danach, oder „die Sünde hat bis zum Tod geherrscht“ (V. 21), und diese Herrschaft kann nur durch Jesus Christus gebrochen werden. Der „letzte Feind“, der von Christus bei seinem zweiten Kommen vernichtet wird, ist der Tod (1 Korinther 15,26).

Der Zustand der Erde vor der Sintflut war der Langlebigkeit zuträglicher als der Zustand der nachfolgenden Ära. Das Alter der Patriarchen nach der Sintflut nahm stetig ab, bis die Lebensspanne des Menschen die verkürzte wurde, die wir kennen. In Jesaja 65,20 wird uns gesagt, dass, wenn die Sünde zurückgedrängt und die Herrschaft des Messias verlängert wird, auch der Tod zurückgedrängt wird und die Langlebigkeit zurückkehrt.

Rousas John Rushdoony – Kommentare zum Pentateuch

Auf diese Weise erhielt das Menschengeschlecht durch Adam einen unglücklichen Anfang. Wegen seines Ungehorsams traten Sünde, Leid und Tod an die Stelle von Glück und ewigem Leben im Paradies. „Wie durch e i n e n Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod und sich so der Tod zu allen Menschen verbreitet hat, weil sie alle gesündigt hatten . . .“ „Der Tod [regierte] als König von Adam“ an (Rö 5:12-14). Jehova sorgte aber in seiner Weisheit und Liebe für einen „zweiten Menschen“, für den „letzten Adam“, den Herrn Jesus Christus. Durch diesen gehorsamen „Sohn Gottes“ wurde Nachkommen des ungehorsamen „ersten Menschen, Adam“, der Weg zu ewigem Leben im wiederhergestellten Paradies erschlossen und der Kirche oder Versammlung Christi sogar der Weg zu himmlischem Leben. „Denn so, wie in Adam alle sterben, so werden auch in dem Christus alle lebendig gemacht werden“ (Joh 3:16-18; Rö 6:23; 1Korinther 15:22-45, 47).
Nach seiner Vertreibung aus Eden erlebte der Sünder Adam die Ermordung seines eigenen Sohnes, die Verbannung seines Sohnes, der zum Mörder geworden war, den Mißbrauch der Ehevorkehrung und die Entweihung des heiligen Namens Jehovas. Er erlebte auch die Gründung einer Stadt, die Entwicklung von Musikinstrumenten und das Schmieden von Kupfer- und Eisenwerkzeugen. Er sah, wie Henoch, „der siebte in der Linie von Adam her“, ‘beständig mit dem wahren Gott wandelte’, und wurde durch dessen Beispiel verurteilt. Er war sogar noch ein Zeitgenosse Lamechs, der der neunten Generation angehörte und Noahs Vater war. Nach 930 Jahren (im Jahre 3096 v. u. Z.), wovon er die meiste Zeit einem allmählichen Sterbeprozeß unterworfen war, kehrte er schließlich, wie Jehova gesagt hatte, zum Staub zurück, von dem er genommen worden war (1Mo 4:8-26; 5:5-24; Jud 14).

Einsichten über die heilige Schrift

Erhebliche Fortschritte in der Biochemie des Alterns und damit verbundene Studien in der Physik und Astronomie sind aufregend zu beobachten. Dennoch bleibt noch viel mehr zu entdecken und zu verstehen über den komplexen Prozess des Älterwerdens. Jüngste Entdeckungen zeigen deutlich, dass das Altern auf subtile Veränderungen in der Zellchemie zurückzuführen ist. Diese Erkenntnisse geben Forschern Hoffnung und Zuversicht, dass sie in naher Zukunft in der Lage sein werden, den Alterungsprozess zumindest bis zu einem gewissen Grad zu unterbrechen. Direkte Eingriffe durch medikamentöse Behandlung und Genmanipulation könnten die Lebensspanne in naher Zukunft verändern.

Die Erfolge von Biochemikern bei der Verlängerung der Lebensspanne von Modellorganismen im Labor und die sich abzeichnende Möglichkeit, die menschliche Lebenserwartung durch biochemische Manipulation zu erhöhen, verleihen der in Genesis 5 und 11 beschriebenen langen Lebensspanne wissenschaftliche Plausibilität. Die Versuche des Menschen, die Lebensspanne zu verändern, könnten die Fähigkeit des Schöpfers widerspiegeln, dies zu tun.

Veränderungen in der kosmischen Strahlungsumgebung der Erde und die Isolation durch Eruptivgestein haben wahrscheinlich zusammen mit biochemischen Manipulationen die menschliche Lebenserwartung dramatisch beeinflusst. Niemand weiß genau, wie Gott die Lebensspanne der Menschen geregelt hat. Jüngste Entdeckungen in der Astronomie und der Biochemie des Alterns erfüllen jedoch eine wichtige Vorhersage des RTB-Ursprungsmodells für den Menschen und untermauern die Zuverlässigkeit der Heiligen Schrift.

Fazale Rana & Hugh Ross – Wer war Adam?: ein Schöpfungsmodell-Ansatz zum Ursprung des Menschen

Dann hält 5,5 die Gesamtzahl an Jahren fest: Und alle Tage Adams, die er lebte, betrugen 930 Jahre. Der abschließende Aussage zeigt das Ergebnis von Adams Sünde: … dann starb er.

Arnold Fruchtenbaum – Das 1. Buch Mose

Gottes Bild in Adam wurde dann in Set, Adams Sohn, wiedererschaffen. Die Fähigkeiten und Eigenschaften eines Elternteils werden auf sein Kind durch natürliche Fortpflanzung weitergegeben.
Außer der Darstellung der Zeit zwischen Adam und Noah enthält dieses Kapitel ein Leitmotiv, das nicht ausgelassen werden kann, nämlich die Formel: dann starb er (V. 5.8.11.14.17.20.27.31 ). Wenn sich jemand im Zweifel befände, ob der Lohn der Sünde der Tod sei ( Röm 6,23 ), müßte er nur einen Blick in die menschliche Geschichte werfen.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

In 1. Mose 5, wo mit der Erblinie von Seth begonnen wird, liegt die Betonung durchwegs auf dem Lebensende jedes einzelnen genannten Mannes. So endet Vers 5 in Bezug auf Adam mit „und er starb“. Ebenso enden die Verse 8, 11, 14, 17, 20, 27 und 31, wo Seth, Enosch, Kenan, Mahalaleel, Jared, Methusalah und Lamech aufgezählt werden, mit den Worten „und er starb“. Wenn wir diesen Stammbaum verfolgen, werden wir also ständig daran erinnert, dass wir in einer abnormen Welt leben; weil der Mensch sich aufgelehnt hat, sind die Dinge nicht so, wie Gott sie ursprünglich schuf. Doch gibt es erstaunlicherweise eine Ausnahme. Vers 24 berichtet: „Und Henoch wandelte mit Gott und war nicht mehr, weil Gott ihn zu sich genommen hatte.“ Sowohl Vers 22 als auch Vers 24 enthalten den ersten Satzteil und Henoch wandelt mit Gott und bestätigen, dass Henoch in der Tat ein Gottesmann war. Derselbe Ausdruck erscheint auch in 1. Mose 6,9 in Bezug auf Noah. Über Henoch wird aber etwas besonderes angeführt: „Er war nicht mehr, weil Gott ihn zu sich genommen hatte.“

Schaeffer – Genesis in Raum und Zeit: Der Anfang der Biblischen Geschichte und Seine Bedeutung für Unser Welt- und Menschenbild