Monatsarchiv für Dezember 2009

Du suchst im Moment im Archiv von Familie Thomas Pape.

Ursache für tödliche Transfusionen

Wieder etwas neues entdeckt.
Ob das Blutverbot der Bibel doch sinnvoll war??

Folgende Meldung kam heute auf n-tv

Neuer Blutbestandteil entdeckt
Blutkonserven sind oft knapp – um den Engpass zu beheben, wollen Mediziner die Altersgrenze für Blutspender abschaffen.

Deutsche Forscher haben nach eigenen Angaben die Ursache für die häufigste tödliche Komplikation bei Bluttransfusionen gefunden. Mediziner der Universität Greifswald und des DRK-Blutspendedienstes in Hagen (Nordrhein-Westfalen) haben ein neues Blutgruppenprotein auf weißen Blutkörperchen entdeckt. An dieses Protein im Körper des Patienten können sich nach einer Transfusionen Antikörper aus dem Blut des Spenders binden, wie der Greifswalder Professor für Transfusionsmedizin Andreas Greinacher sagte.

Die weißen Blutkörperchen des Patienten können dadurch verklumpen und verstopfen die feinen Blutgefäße der Lunge. Dabei werde die Lunge bis hin zu einem Lungenödem geschädigt, sagte Greinacher. Die Entdeckung werde wesentlich dazu beitragen, der schwerwiegenden Lungenschädigung durch diese sogenannten TRALI-Reaktion (Transfusions-assoziierte akute Lungeninsuffizienz) vorzubeugen.

Blutspender werden ausgeschlossen

Mit einfachen Bluttests können potenzielle Spender, die diesen Antikörper tragen, künftig von Blutspenden ausgeschlossen werden. Nach Schätzungen des Transfusionsmediziners kommt es bisher bei ein bis zwei von 10.000 Bluttransfusionen zu einer TRALI-Reaktion. Rund fünf Prozent der Bevölkerung können nach Schwangerschaft – oder wenn sie selbst Bluttransfusionen erhalten haben – diese Antikörper bilden und sind dann laut Greinacher unbemerkt Träger dieses Antikörpers.

“Für den Blutspender selbst, der diese Antikörper gebildet hat, sind diese völlig ungefährlich, er ist gesund. Die Antikörper sind nur gefährlich, wenn sie mit dem Blut auf einen anderen Menschen übertragen werden”, sagte Greinacher. Die Antikörper selbst sind seit Jahrzehnten bekannt, bisher wussten die Mediziner jedoch nicht, wogegen sie gerichtet sind und konnten deshalb Blutspender nicht vorbeugend auf diese gefährlichen Antikörper hin untersuchen. Die Ergebnisse sind im Fachjournal “Nature Medicine” veröffentlicht.

Bluttransfusionsreaktion in Zukunft vermeidbar

Die Greifswalder und Hagener Wissenschaftler haben innerhalb des dreijährigen Forschungsprojektes große Mengen weißer Blutkörperchen aufbereitet und anschließend mit den gefährlichen Antikörpern (HNA- 3a) molekularbiologisch nach möglichen Zielstrukturen gesucht. Aus einer winzigen Menge des Proteins haben die Forscher dann dessen Bausteine identifiziert und mit Hilfe der Daten des Humangenomprojekts von der Reihenfolge der Bausteine auf das entsprechende Gen geschlossen. Künftig sei es möglich, diese Antikörper bei Blutspendern durch einfache automatisierte Tests nachzuweisen, um die tödliche Bluttransfusionsreaktion zu vermeiden.

Geschrieben von Thomas am 28. Dezember 2009 | Abgelegt unter Religion,Wissenschaft | Keine Kommentare

Stromausfall

Heute morgen war der Wecker aus – nanu?
Kein Licht? Alles AUS?
Anrfu bei Vattenfall – j …ganze Teile von Weißensee und Hohenschönhausen waren seit kurz nach 7 für 2 Stunden ohne Strom.
Da geht dann kein Internet, keine Heizung, kein Telefon. richtig ungewöhnlich ruhig. Sogar keine Musik im Haus :(
Na dann hoffen wir mal, dass es für lange Zeit der letzte Stromausfall war ;)

Geschrieben von Thomas am 26. Dezember 2009 | Abgelegt unter Allgemein,Zeitgeschehen | Keine Kommentare

“Sie können gar keine Schmerzen haben…”

“…weil anderen tut das auch nicht weh!” ????

Hirn-Vernetzung verhindert Schmerzen
Individuelle Schmerzempfindlichkeit spiegelt sich in Gehirnfunktion wider

Dass die Vernetzung im Gehirn das subjektive Schmerzempfinden beeinflusst, hat jetzt ein internationales Wissenschaftlerteam gezeigt. Die Ergebnisse der neuen Studie stellt die Fachzeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences“ (PNAS) in ihrer aktuellen Ausgabe vor.

Wie und wie intensiv ein Mensch Schmerzen empfindet, ist in höchstem Maße subjektiv: Der objektiv gleiche Schmerzreiz wird von verschiedenen Menschen und zu unterschiedlichen Zeitpunkten ganz unterschiedlich wahrgenommen.

Markus Ploner und seine Kollegen aus der Klinik für Neurologie am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität (TU) München untersuchten zusammen mit der Universität Oxford nun die Gehirnaktivität, die diesen Unterschieden zugrunde liegt.

Empfänglichkeit für Schmerz untersucht
Die Forscher konnten zeigen, dass die Vernetzung bestimmter Gehirnareale untereinander dafür verantwortlich ist, wie empfänglich jemand für einen voraussichtlichen Schmerzreiz ist. Mit Hilfe der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT) zeichneten sie in ihrer Studie die Gehirnaktivität von Personen auf, die potenziell schmerzhafte Hitzereize empfingen. Sie betrachteten dabei insbesondere die Gehirnaktivität in dem Zeitraum kurz vor dem erwarteten Schmerzreiz.

„Unsere Untersuchung ergab, dass ein Reiz mit geringerer Wahrscheinlichkeit als schmerzhaft empfunden wird, wenn eine bestimmte Region der Hirnrinde und der Hirnstamm kurz vor dem Schmerzreiz enger vernetzt sind. Ist die Vernetzung geringer, ist auch das Schmerzempfinden größer“, erläutert Ploner.

Schmerzpersönlichkeiten identifiziert
Die Forscher konnten zudem zeigen, dass auch individuelle Persönlichkeitsmerkmale wie Ängstlichkeit oder Aufmerksamkeit gegenüber dem Schmerz mit dem Grad der Vernetzung korrespondieren.

Dazu Ploner: „Bei ängstlicheren Personen konnten wir zum Beispiel eine schwächeren Einfluss der Vernetzung in der Phase kurz vor dem Schmerzreiz feststellen. Die Studie belegt somit, dass es unterschiedliche ‚Schmerzpersönlichkeiten‘ gibt und dass sich diese Unterschiede in der funktionellen Vernetzung des Gehirns manifestieren.“

(idw – Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, 02.12.2009 – DLO)

Geschrieben von Thomas am 24. Dezember 2009 | Abgelegt unter Natur,Wissenschaft | Keine Kommentare

Studie bewertet verschiedene Schmerztypen bei Arthrose

Einbildung? Wie mit Schmerzen umgehen?

Gefunden bei der Schmerzakademie

Studie bewertet verschiedene Schmerztypen bei Arthrose
(sra) Bei der Arthrose handelt es sich um eine Gelenkerkrankung, die durch Über- oder Fehlbelastung entsteht. Meist ist ein kleiner Knorpelschaden Auslöser der immer weiter fort-schreitenden Veränderungen am Gelenk. Am häufigsten betroffen sind die Knie, Hüfte und Handgelenke. Nun verursacht die Arthrose unterschiedliche Beschwerden bei den Betroffenen. Der eine klagt über unerträgliche Schmerzen, die sein ganzes Leben bestimmen. Andere kommen ganz gut mit der Belastung klar. Kanadische Wissenschaftler haben versucht, die unterschiedliche Schmerzerfahrung von Arthrosepatienten zu verstehen.

Von den 143 Männern und Frauen im Alter von 47 bis 92 Jahren, die an der Studie teilnahmen, wurden Fragebögen ausgefüllt. Darin beschrieben sie die Art ihrer Schmerzen und bewerteten sie. Die Auswertung ergab, dass Arthrosepatienten es meist mit zwei unterschiedli-chen Schmerztypen zu tun haben. Ein Schmerz ist dumpf, tritt aber ununterbrochen über den ganzen Tag auf. Dieser Schmerz wird mit zunehmendem Krankheitsverlauf immer stärker. Hinzu kommt aber auch ein punktueller spitzer Schmerz, der nur kurz anhält, dafür aber völlig überraschend auftritt.

Genau diese kurzen aber heftigen Schmerzepisoden sind es, die Arthrosepatienten sehr belasten, so das Ergebnis der Untersuchung. Mobilität, Stimmung und Schlaf leiden sehr unter den kurzzeitigen Beschwerden. Weil das Auftreten des Schmerzes nicht vorherzusagen ist, hat er den größten Einfluss auf die Lebensqualität. Bei der schmerztherapeutischen Behandlung von Arthrose sind daher nicht nur langfristig wirksame Medikamente für den Dauerschmerz gefragt. Es muss vor allen Dingen an den kurzfristig wirksamen Mitteln gefeilt werden.

Quelle:
GA Hawker et al.: Understanding the pain experience in hip and knee osteoarthritis ? an OARSI/OMERACT initiative. Osteoarthritis Cartilage (2008) in Druck

Geschrieben von Thomas am 24. Dezember 2009 | Abgelegt unter Wissenschaft | Keine Kommentare

« Vorherige Einträge - Nächste Einträge »

Switch to our mobile site