Die Riesen sind in Chile
Schaut mal.. nun sind die beiden in Chile und haben dort ein ähnliches Programm, wie sie es in Berlin absolviert hatten. Na dann Grüße nach Santiago de Chile
Schaut mal.. nun sind die beiden in Chile und haben dort ein ähnliches Programm, wie sie es in Berlin absolviert hatten. Na dann Grüße nach Santiago de Chile
auf n-tv gefunden:
na dann werden wohl einige Menschen die ich kenne nur “für sich selbst, aber noch nie für andere gebetet haben” – oder?
Sind Gebete nur Selbstgespräche ohne Auswirkung?
Die Wirkung des Gebetsvon Fabian Maysenhölder
Über das Gebet wird viel spekuliert. Wirkt es oder ist es reines Selbstgespräch? Ein US-Forscherteam hat nun einen Aspekt des Betens untersucht – mit erstaunlichem Ergebnis.Die Psychologen wollten wissen, ob Gebete Auswirkungen auf unser Verhalten gegenüber Mitmenschen haben. Das Team um Nathaniel Lambert von der Florida State University untersuchte, ob es einen Zusammenhang zwischen Gebet und dem Willen zur Vergebung gibt. Ist es möglich, dass zielgerichtete Gebete für diejenigen, die uns Schaden zugefügt haben, die Bereitschaft zur Vergebung in uns aufkeimen lässt? Oder macht es keinen Unterschied, ob ich “nur” positiv über eine Person nachdenke oder ob ich für sie bete?
Lambert und seine Kollegen untersuchten dies durch zwei verschiedene wissenschaftliche Experimente, die im US-Magazin “Psychological Science” veröffentlicht wurden. “Für die Versuche wurden nur Probanden akzeptiert, die vorher angegeben hatten, zumindest gelegentlich zu beten”, sagt Lambert.
Gebet für Lebenspartner
Im ersten Versuch betete eine Gruppe von Männern und Frauen ein einzelnes Gebet für das Wohlbefinden ihres jeweiligen Lebenspartners. Die Probanten der Kontrollgruppe beteten nicht, sondern sprachen lediglich eine emotionale Beschreibung ihres jeweiligen Partners auf Tonband. Dabei mussten sie möglichst positiv von ihm reden, als beschrieben sie ihn einem imaginären Elternteil.
Daraufhin untersuchten die Wissenschaftler die Bereitschaft der Teilnehmer, ihrem Partner zu vergeben. “Vergebung” definierten sie dabei als die Abnahme der anfänglich negativen Gefühle, die die Probanden gegenüber ihren Lebenspartnern hatten. Ihre Ergebnisse zeigten, dass diejenigen, die für ihren Partner gebetet hatten, weniger rachsüchtige Gedanken und Gefühle hegten. Sie waren eher bereit, zu vergeben, als die Probanden der Kontrollgruppe.
Dauerhaftes Gebet
Wenn ein einzelnes Gebet eine solche Veränderung in den Gefühlen hervorrufen kann, was kann Gebet über einen längeren Zeitraum für eine Beziehung bewirken? Die Forscher starteten einen zweiten Versuch. Dieses Mal wiesen die Wissenschaftler eine Gruppe von Männern und Frauen an, vier Wochen lang täglich für einen guten Freund zu beten.
Es gab zwei Kontrollgruppen: Die erste sollte ebenfalls einmal täglich beten – allerdings nur für allgemeine Dinge, nicht zielgerichtet. Die zweite Gruppe sollte einmal täglich eine Zeit lang positiv über ihren Freund nachdenken. Das Ergebnis war auch hier eindeutig. Diejenigen, die gezielt für ihren Freund beteten, waren danach eher bereit, dieser Person zu vergeben, als die Probanden der beiden Kontrollgruppen.Zudem stellten die Forscher fest, dass die Gruppe, die gezielt für einen Freund betete, nach den Gebeten mehr Selbstlosigkeit empfand. Die Probanden in dieser Gruppe machten sich also mehr um andere Menschen Sorgen. Dies trug wiederum zu deren Vergebungsbereitschaft bei.
Gebet setzt Fokus
Doch wie lässt sich dieses Phänomen erklären? Die Psychologen äußern eine Vermutung: Die meiste Zeit verfolgen Paare gemeinsame Ziele. Aber wenn sie Schwierigkeiten in ihrer Beziehung begegnen, treten Gefühle wie Ärger oder gar Rache als neue Ziele zwischen sie. Diese Ziele, die auf Gegensätzen beruhen, verschieben den Gedankenfokus hin zu dem eigenen Ich.
Lambert und sein Team kommen zu dem Schluss, dass das gezielte Gebet die Aufmerksamkeit vom eigenen Ich offenbar wieder zurück zu anderen legt. Und zwar in einem größeren Ausmaß als allgemeines Gebet oder nur “positives Denken”.
also gibt es klare Unterschiede, zwischen Menschen, die Beten und Menschen die sich “nur Gedanken machen”. Als Jesus also betete, dachte er nicht nur nach, sondern war in einem Zwiegespräch mit seinem Vater!
Nachdem wir dieses Jahr unser Bibelleseprogramm wieder “neugestartet” haben, sind wir in 2.Mose angekommen.
Aber rückblickend auf Hiob, das wir gerade beendet haben, stellen sich für mich viele Fragen:
Was passiert heute, wenn ein gottesfürchtiger Mensch “an einem Tag alles verliert”?
Wer steht einer solchen Person heute bei?
Ist es nicht leichter, wegzuschauen, still dazustehen und abzuwarten?
Gibt es heute nicht noch mehr “liebe Freunde” die einen “runterreißen” anstatt “aufzubauen”?
Was ist, wenn Ehepartner weglaufen? Geht man dem betrogenen nicht aus dem Weg, “weil irgendwas muss ja dran sein” – anstatt zu trösten und aufzubauen? Nimmt man den betrogenen Ehepartner nicht oft sogar Vorrechte weg, “weil da muss erst einmal Gras drüber wachsen”? Oft verhält man sich heute wohl genauso schäbig wie es die drei Gefährten Hiobs getan haben.
ABER wir lesen, das der Allmächtige diese Leute verurteilte, und diese nur dann zum Allmächtigen ein Verhältnis aufbauen konnten, wenn Hiob für sie bei Gott eintreten würde. Ob der Allmächtige sich auch in diesem Punkt nicht geändert hat? Wenn er sich nicht geändert hat, dann haben wohl viele heute ein großes Problem ….
Wie – welchem Gott ich folge? – heute glaubt man doch nicht mehr an einen Gott – oder?
Nun ja, scheinbar haben sich viele ihre kleinen Götter gemacht und dazu noch viele Menschen die auf das Podest gestellt werden.
Dazu einen interessanten Artikel gefunden, der interessante Gedanken enthält und die Frage aufwirft, welchem Gott man wirklich folgt.
Obama & Co – Moderne Götter
von Samira Lazarovic
Ikonen aus Politik und Wirtschaft wie US-Präsident Obama, Apple-Chef Jobs und Fed-Chef Bernanke müssen hohe Erwartungen erfüllen. Wenn sie darüber stolpern, liegt es möglicherweise daran, dass das Podest, das wir ihnen gebaut haben, zu hoch ist.Es war eine pralle Woche: US-Präsident Barack Obama sprach zur Nation, Apple-Chef hatte noch “one more thing” in der Tasche und während die Wirtschaftsbosse in Davos die Köpfe zusammensteckten, schaffte es Ben Bernanke gerade noch so, sich eine weitere Amtszeit bei der US-Notenbank zu sichern. Jedes dieser Ereignisse vollzog sich im grellen Rampenlicht und jedes Mal bauten sich die Erwartungen schon im Vorfeld zu so riesigen Türmen auf, dass sie selbst im Idealfall einstürzen mussten. Denn diese Hoffnungen waren an Menschen gerichtet, nicht an Götter.
Wie hoch man von einem Podest fallen kann, bekommt derzeit vor allem US-Präsident Barack Obama zu spüren. Vor einem Jahr trat er sein Amt an und sollte nicht weniger tun, als die Welt retten. Zur Sicherheit wurde er mit reichlich Vorschusslorbeeren umkränzt und den Friedensnobelpreis gab es oben drauf. Nun ist die Enttäuschung groß: Der Afghanistan-Einsatz nimmt kein Ende, die Gesundheitsreform kommt nicht voran, von Guantanamo gar nicht erst zu reden. Glühende “Barack”-Fans wie Hollywood-Star und Vorzeigedemokratin Susan Sarandon wenden sich enttäuscht ab, das republikanische Lager frohlockt. Und die Welt-Börsen? Die reagieren mehr als verschnupft, weil Obama droht, der Bankenwelt Fesseln anzulegen.
Die Banker wiederum zeigen zwar auf ihrem Klassentreffen im Schweizer Nobelort Davos Einsicht, wollen aber auch nicht mehr gescholten werden. “Wir sollten mit den Schuldzuweisungen aufhören”, fordert etwa Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann und appelliert gleichzeitig an die Branche, sich das Vertrauen der Öffentlichkeit zurückzuholen. Die Absicht ist gut, doch gleichzeitig fragt man sich, was vermessener ist: Der Glaube der Manager, in den Schweizer Bergen die Lösung für die Finanzkrise zu finden, oder unsere Erwartungen, dass sie das überhaupt können.
Schwieriges Erbe
Glück hatte Obama in dieser Woche immerhin mit der Personalie Ben Bernanke. Nur knapp vor dem Ablauf seiner ersten Amtszeit konnte sich der Wirtschaftsprofessor eine zweite Amtszeit als US-Notenbankchef sichern und ersparte damit dem US-Präsidenten eine Blamage, denn Obama hatte ihn bereits vor Monaten für weitere vier Jahre als Fed-Chef nominiert. Leichter wird die zweite Amtszeit nicht werden, denn die Erwartungen sind hoch, und die Kritiker sind angespitzt: Weitere Rettungsaktionen, wie für den angeschlagenen Versicherungsriesen AIG, wird Bernanke wohl nicht mehr durchsetzen können, obwohl gerade die AIG-Rettung zusammen mit der beherzten Senkung der Leitzinses ihm von seinen Befürwortern und der “Times” den Titel “Person of the Year” einbrachte.
Im Grunde ist es auch egal, wie der 56-Jährige in den kommenden Jahren agieren wird, gegen einen tiefer liegenden Grund der Enttäuschung ist er machtlos: Die heimliche Wut auf seinen Vorgänger Alan Greenspan. Der alte Börsenzauberer war eine Ikone der Wirtschaftswelt. Sein Greenspanesisch klingt noch heute in den Wall-Street-Ohren und keine andere Aktentasche war so beredt wie seine. Doch seine laxe Geldpolitik war eine der Hauptursachen der Finanzkrise, denn das billige Zentralbankgeld wandelte sich in reines Gift um. Die Enttäuschung an dem mittlerweile 83-Jährigen auszulassen, ist den meisten Verehrern jedoch unmöglich und so muss eben sein Nachfolger herhalten.
Religiöser Apfel-Kult
Eine bessere Woche als Bernanke hatte da Apple-Chef Steve Jobs: Er hatte es dabei, das “next big thing”, den langersehnten “iPad”. Macianer brachen wie erwartet in Ekstase aus, Apple-Gegner nörgelten und alle Erwartungen an eine Apple-Veranstaltung wurden erfüllt, mussten erfüllt werden – so ist das bei einem Kult. “Ja, ich glaube, sie haben es wieder geschafft”, erklärte ein leicht verunsicherter Analyst, während seine Kollegen bereits das Ende des Gutenberg-Zeitalters ausriefen. Was werden soll, wenn der gesundheitlich angeschlagene Steve Jobs nicht mehr mitspielen kann, weiß keiner – und wenn man es sich vorzustellen versucht, brechen die Aktienkurse weltweit ein. Denn auf den schmal gewordenen Schultern ruhen Erwartungen, die in der Branche und den Medien nur noch Vergleiche mit dem Heiland standhalten.
Und die Moral von der Geschicht? Wir sollten die Erwartungen an unsere Ikonen korrigieren. Sicher, mancher Manager oder Politiker kann mit einer Rede, einem Mausklick mehr bewegen, als andere im ganzen Leben. Doch ganz alleine können weder Bernanke, noch Jobs noch Obama die Welt verändern. Nicht zufällig benutzte Barack Obama in seiner Antrittsrede den Plural, nicht den Singular: “Wir werden die Herausforderungen, vor denen wir stehen weder mühelos noch in kurzer Zeit bewältigen.” Oder um es mit Konfuzius zu sagen: “Fordere viel von Dir selbst und erwarte wenig von den anderen. So wird Dir Ärger erspart bleiben.”
Und – fühlst du dich “erwischt” weil dir eingige Gedanken auch schon so gekommen sind – und du Menschen nachfolgst – und diese in deinen Gedanken zu Göttern oder zum Messias geworden sind?