Monatsarchiv für Januar 2010

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und nachdem sie ausgestorben waren…

…haben sie es sich anders überlegt und “weiterentwickelt”? Oder wie kann man sich das erklären??

Bäume rächen sich an Insekten
Feigenbäume und Feigenwespen haben sich im Laufe der Evolution so entwickelt, dass sie sich gegenseitig helfen. Die Wespen legen ihre Eier in die Frucht, wo die Larven in Sicherheit heranwachsen können. Im Gegenzug bestäuben die Wespen die Feigenbäume. Was aber passiert, wenn die Wespe ihre Eier ablegt, die Feige aber nicht befruchtet?

Die Antwort ist erstaunlich: Die Bäume schlagen zurück. Sie lassen die Feigenfrüchte, in denen die Eier abgelegt wurden, fallen. Dabei sterben die Wespenlarven. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Cornell University in Ithaca im US-Bundesstaat New York und des Smithsonian Tropical Research Institute.

Die Beobachtungen weisen darauf hin, dass die Sanktionen dazu dienen, die symbiotische Beziehung zu erhalten, wenn eine der Spezies ihre “Abmachung” nicht einhält.

“Wir wollen wissen, welche Kräfte diese 80 Millionen Jahre alte Symbiose zwischen den Feigenbäumen und den Wespen, die sie befruchten, erhalten”, sagt Charlotte Jandér, eine Leiterin der Studie. “Was würde die Wespen davon abhalten, nur die Vorzüge der Beziehung zu genießen, wenn sie dadurch keinen Nachteil hätten?”
Keine Pollen, kein Nachwuchs

Mehr als je 700 Arten von Feigenbäumen und Wespen haben sich in den Tropen gemeinsam entwickelt, wobei jede Feigenbaumart ihre “eigene” Wespenart hat. Jandér beobachtete für die Studie sechs Paarungen von Feigenbäumen und Wespen. Manche Wespenarten transportieren die Pollen passiv, indem sie an deren Körper kleben. Andere sammeln den Blütenstaub aktiv in speziell dafür vorgesehenen Beuteln.

Die Forscher fanden heraus, dass in den passiv befruchtenden Paarungen die Bäume fast nie ihre Früchte abwarfen. Die Wespen trugen immer den Blütenstaub mit sich. In den aktiv befruchtenden Paarungen allerdings, in denen die Wespe einen zusätzlichen Aufwand betreiben muss, um den Baum zu befruchten, stieß der Baum die Frucht ab, falls das Insekt keine Pollen brachte. So tötete er die Nachkömmlinge der Wespen.

Die Forscher stellten auch fest, dass unter den aktiv befruchteten Feigenarten viel häufiger Wespen ohne Pollen ankamen, wenn die Bäume sich nur schwach revanchierten.

“Sanktionen scheinen eine notwendige Maßnahme zu sein, um diese und andere symbiotische Beziehungen zu erhalten, wenn ein Teil dieser Beziehung einen zusätzlichen Aufwand mit sich bringt”, sagte Jandér. “In unserer Untersuchung haben wir weniger Betrügereien beobachtet, wenn die Bestrafungen härter waren. Ähnliche Beobachtungen wurden auch bei menschlichen Gesellschaften und Insekten, die in einer Gemeinschaft leben, gemacht.”

Geschrieben von Thomas am 28. Januar 2010 | Abgelegt unter Natur,Wissenschaft | Keine Kommentare

Wunderbar gemacht…

da denkt man fast, die Ärzte wüßten alles über den Menschen… und nun wieder eine “Neuentdeckung” was unser Blut betrifft:

Blutplättchen vermehren sich selbst

Forscher entdecken unerwartete Reproduktionsfähigkeit bei Thrombozyten

Die für die Blutgerinnung zuständigen Blutplättchen haben eine bislang unbekannte, überraschende Fähigkeit: Sie können sich vermehren – und das, obwohl sie weder einen Zellkern noch die im Allgemeinen darin enthaltene Erbsubstanz besitzen. Das hat jetzt ein Team aus deutschen, US-amerikanischen und kanadischen Forschern bei der Untersuchung von Blutproben entdeckt. Normalerweise entstehen die auch Thrombozyten genannten Zellen im Knochenmark, wo sie sich von gigantischen Vorläuferzellen abschnüren und dann in den Blutkreislauf eintreten. Sollte sich nun herausstellen, dass sich die Blutplättchen nicht nur im Labor, sondern auch im Körper vermehren, würden sich ganz neue Ansätze für die Bekämpfung von Gerinnungsstörungen aller Art ergeben.

Blutplättchen sind die kleinsten Blutzellen. Sie haben eine Lebenserwartung von neun bis elf Tagen und erfüllen in dieser Zeit vor allem eine Aufgabe: das Verschließen von Wunden. Dazu heften sie sich entweder an die Ränder eines verletzten Bereichs oder lagern sich zusammen, um so sozusagen das Leck zu stopfen. Aufgrund dieser Funktion gelten die Blutplättchen auch als Schlüsselfaktoren bei verschiedenen Blutgerinnungsstörungen: Sind die Thrombozyten zu wenig aktiv oder gibt es zu wenige, können Blutungen auftreten. Nehmen sie hingegen überhand, kann es zu unerwünschten Verklumpungen und damit beispielsweise zu Schlaganfällen kommen.

Da die Plättchen keinen Zellkern und – abgesehen von der Erbsubstanz in ihren Zellkraftwerken, den Mitochondrien – keine DNA besitzen, wurde ihnen bislang die Fähigkeit zur Vermehrung abgesprochen. Als Schwertz und seine Kollegen nun jedoch isolierte Blutplättchen im Labor beobachteten, erlebten sie eine Überraschung: Bereits nach sechs Stunden in der Kulturflasche bildeten etwa fünf Prozent der Plättchen lange, fadenartige Auswüchse, an denen wie Perlen an einer Schnur neue Zellen heranwuchsen. Diese neuen Plättchen unterschieden sich weder in ihrer Größe noch in ihren biochemischen Eigenschaften von den Eltern-Zellen, zeigten weitere Tests. Auch ihre Funktionsfähigkeit schien völlig identisch zu sein. Zudem bildeten sich die neuen Plättchen nicht nur unter den ursprünglichen Laborbedingungen, sondern auch in einer Vollblutkonserve und sogar in bereits länger gelagerten Thrombozytenproben, die für eine Transfusion vorgesehen waren.

Zwar haben die Forscher bisher noch nicht nachweisen können, dass die Plättchen-Vermehrung auch im Blutkreislauf selbst stattfindet. Sie halten das jedoch für sehr wahrscheinlich, da das gleiche Phänomen unter sehr unterschiedlichen Bedingungen auftrat. Zudem würde es erklären, wie die sehr begrenzte Anzahl an blutbildenden Stammzellen im Knochenmark es schafft, die große Thrombozytenpopulation im Blut aufrechtzuerhalten.

Hansjörg Schwertz (University of Utah, Salt Lake City) et al.: Blood, doi: 10.1182/blood-2009-08-239558

ddp/wissenschaft.de – Ilka Lehnen-Beyel

Geschrieben von Thomas am 28. Januar 2010 | Abgelegt unter Wissenschaft | Keine Kommentare

Wieder Neuschnee

Seit einigen Wochen haben wir nun richtig Winter. Als ich vor einigen Minuten zur Arbeit los bin, sagte ich “ist heute richtig warm”, weil es nur -2 C sind, und nicht wie die letzten Nächte – 15 C oder -17 C sind. Dafür fällt aber seit gestern Nachmittag wieder Schnee….und das auf teilweise zu Eis gewordene Schichten. Also schön vorsichtig!

Geschrieben von Thomas am 28. Januar 2010 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

Deutsche erhalten US-Asyl

ein Artikel aus der heutigen taz

Flucht vor der Schulpflicht
Deutsche erhalten US-Asyl

Weil sie ihre fünf Kinder nicht dem deutschen Lehrplan aussetzen wollten, hat eine evangelikale Familie aus dem Ländle Asyl in den USA beantragt. Jetzt wurde ihr Antrag angenommen.

NASHVILLE apn | Ein US-Einwanderungsrichter hat einem deutschen Elternpaar Asyl gewährt, das mit seinen fünf Kindern wegen der allgemeinen Schulpflicht aus Deutschland weggezogen ist. Das gab am Dienstag eine Organisation bekannt, die sich für die Familie eingesetzt hat. Damit können Uwe und Hannelore R. und ihre fünf Kinder in Tennessee bleiben, wo sie seit 2008 leben. Sie unterrichten ihre Kinder zu Hause. Die evangelikalen Christen vertreten die Ansicht, dass der deutsche Lehrplan gegen christliche Werte verstößt.

Ihren Asylantrag begründete die Familie damit, dass sie wegen ihres christlichen Glaubens verfolgt werde. “Während der letzten 10 bis 20 Jahre lief der Lehrplan in öffentlichen Schulen immer mehr christlichen Werten zuwider”, begründete der Familienvater die Entscheidung, die Kinder lieber zu Hause zu unterrichten. In der Schule seien seine ältesten Kinder mit Gewalt, Schikanen und Druck von Gleichaltrigen konfrontiert worden. “Ich halte es für wichtig, dass Eltern die Freiheit der Wahl haben, wie ihre Kinder unterrichtet werden.”
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Im Oktober 2006 hatte die Polizei die Kinder zu Hause abgeholt und zur Schule gebracht. Letztlich ausschlaggebend für die Entscheidung der aus Bietigheim-Bissingen in Baden-Württemberg stammenden Familie, ihre Heimat zu verlassen, war nach Worten des Vaters ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts im November 2007, wonach in schweren Fällen die Sozialämter Eltern ihre Kinder wegnehmen können. Nach diesem Urteil “wussten wir, dass wir das Land verlassen mussten”, erklärte der Vater.

Die US-Regierung kann gegen das am Dienstag Urteil veröffentlichte noch Einspruch einlegen. Ein Sprecher der Einwanderungsbehörde wollte zu dem Urteil zunächst keine Stellung nehmen.

Die Familie wurde in ihrem Asylverfahren von der Organisation Home School Defense Association unterstützt, die sich für das Recht auf Heimunterricht stark macht. Deren Vorsitzender Mike Donelly erklärte, man hoffe, dass das Urteil nun die öffentliche Meinung in Deutschland beeinflusse. Das sei auch ein Teil der Gründe dafür gewesen, der deutschen Familie Rechtsbeistand anzubieten.

Der deutsche Konsul für den Südosten der USA, Lutz Gorgens, ging in einer Erklärung nicht direkt auf das Urteil ein. Er betonte jedoch, Eltern in Deutschland hätten eine große Bandbreite von Bildungsmöglichkeiten für ihre Kinder. Es gebe öffentliche und private Schulen und auch solche mit alternativen Lehrplänen wie Waldorf- und Montessori-Schulen. Die allgemeine Schulpflicht garantiere einen hohen Bildungsstandard für alle Kinder.

Schulbildung wird ja hier nicht abgelehnt, sondern die Ausrichtung der Schule?

Die Schulpflicht wurde ursprünglich (durch den König von Preußen) eingeführt, damit man die Bibel lese.

Geschrieben von Thomas am 27. Januar 2010 | Abgelegt unter Religion,Zeitgeschehen | Keine Kommentare

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