uns aber hat Gott es geoffenbart durch seinen Geist, denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen Gottes.
Elberfelder 1871 – 1.Korinther 2,10
Uns hat Gott dieses Geheimnis enthüllt durch seinen Geist, den er uns gegeben hat. Denn der Geist erforscht alles, auch die geheimsten Absichten Gottes.
Gute Nachricht Bibel 2018 – 1.Korinther 2:10
Uns aber hat Gott dieses Geheimnis durch seinen Geist enthüllt – durch den Geist, der alles erforscht, auch die verborgensten Gedanken Gottes.
Neue Genfer Übersetzung 2013 -1.Kor 2,10
Doch uns hat Gott das deutlich vor Augen geführt durch seinen Geist. Denn der Gottesgeist durchforscht alle Dinge, selbst die tiefsten Wirklichkeiten Gottes.
Das Buch – 2009 – 1. Kor 2:10
Uns jedoch hat Gott mittels des Geistes Offenbarung gegeben; der Geist untersucht nämlich dauernd alles, auch die Tiefsinnigkeiten Gottes.
Gottes Agenda – 1. Kor 2,10

Liest du Gottes Wort die Bibel selbst, oder lässt du sie dir erklären?
Dieser Geist ist es, der uns die in Gottes Wort enthaltenen Belehrungen verständlich macht, da er in all die heiligen Geheimnisse dieses Wortes eindringt und sie uns klarmacht. „Denn uns hat es Gott geoffenbart durch seinen Geist, denn der Geist erforscht alle Dinge, selbst die tiefen Dinge Gottes. Nun empfingen wir nicht den Geist der Welt, sondern den Geist, der aus Gott ist, damit wir die Dinge kennen möchten, die Gott uns huldvoll gegeben hat.“ (1 Korinther 2:10, 12, NW) So benötigen wir denn Gottes Geist.
Wachtturm Dezember1951
Wir können aber nicht erwarten, dass der Geist Gottes automatisch auf uns einwirke, um uns innerlich zu ändern und eine Umwandlung unseres Lebens herbeizuführen. Wir müssen hierin etwas tun, um zu zeigen, dass wir wirklich anders werden wollen. Aus dem heiligen Bericht sehen wir, dass Gottes Geist nicht getrennt von seinem Worte wirkt. Wenn wir also wünschen, dass dieser Geist in unserem Leben wirke, müssen wir mit Gottes Wort vertraut werden. Dies ist das einzige, was uns Aufschluss und Unterweisung bietet, die anders ist, als was diese Welt zu bieten vermag. Nur dieses Wort gibt uns eine Vision des wahren Gottes und dessen, was seine anbetungswürdigen Eigenschaften sind und was er zu tun vorhat, um sich von allen gegen ihn erhobenen Anklagen zu reinigen und die Lebensbedingungen zum dauernden Wohl der Menschheit zu ändern. Als wir noch in Unwissenheit waren, dachten und handelten wir gleich wie die übrige Welt. Wir wussten nichts Besseres und befanden uns auf derselben niedrigen Geistesstufe wie sie.
Wenn wir also unsern Sinn neu gestalten möchten, benötigen wir vor allem Gottes Wort in all seiner Fülle und Kraft, unverfälscht durch die religiösen Überlieferungen und menschlichen Philosophien, welche auf Unwissenheit beruhen.
Um also das Wort Gottes wirklich zu verstehen, brauchen wir die Bibel und den heiligen Geist – mehr nicht! – Also lese die Bibel unter Gebet – mit der Bitte um den heiligen Geist Gottes!
ἀπ-ε-κάλυψεν Aor. ἀπο-καλύπτω enthüllen, offenbaren. ἐραυνάω erforschen. βάθος7 Tiefe; τὰ βάθη τοῦ θεοῦ die Tiefen Gottes, d. h. die Unergründbarkeit u. Unermesslichkeit Gottes (Schrage, 1Kor I, S. 257), vgl. Röm 11,33.
Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament
Freilich, damit solche Menschen zustandekommen, die Gott lieben und seine Weisheit im Kreuz verstehen, dazu bedurfte es eines weiteren Handelns und Gebens von Gottes Seite, von dem Paulus nun spricht. Warum können wir erfassen, was auch die größten Geister dieser Welt, ja selbst die „Herrscher dieses Äons“ nicht erkannten? Das ist nicht etwa das Verdienst unserer Frömmigkeit. Nein, „uns hat es Gott ja offenbart durch den Geist“.
Wuppertaler Studienbibel
…
Was hat dieses „Gleichnis“ nun im Blick auf Gott zu sagen? Es ist mehr als ein „Gleichnis“. Es ist ernst damit, daß wir nach dem Bilde Gottes geschaffen sind. Unser menschliches Innenleben spiegelt tatsächlich das innere Leben Gottes wider, auch wenn jetzt bei uns alles durch die Sünde entstellt und verfinstert ist. Darum müssen wir es in aller Ehrfurcht aussprechen: wie wir als Menschen den „Geist“ in uns haben, durch den allein wir wissen, was in uns vor sich geht, so gibt es auch in Gott den „Geist“, durch den Gott um sich selbst weiß. „Denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen Gottes.“ Wie staunen wir schon über den Geist des Menschen, der so viel erforscht, der von der winzigen Erde aus in die Tiefen des Weltalls vorstößt und von Sternenmeeren weiß, die in einer Entfernung von vielen Millionen Lichtjahren ihre Bahn ziehen, und der zugleich in das Allerkleinste, in die Welt der Atome, eindringt und ihren Aufbau zu ergründen sucht. Wie staunen wir über die „Tiefen des Menschen“, wie sie uns die großen Dichter sehen lassen. Wie bewegt und erschrocken stehen wir vor den Abgründen unseres eigenen Herzens. Aber was ist dann erst der Geist Gottes, der „alle Dinge“ erforscht! Welche unerhörten, geheimnisvollen „Tiefen“ sind erst in Gottes Wesen! Aber Gott selbst weiß um die ungeheuren Tiefen Gottes und sieht in seinem Geist in die Gründe seines eigenen Herzens.
Wie kommt es aber zu solcher Lebens-Erkenntnis der göttlichen Weisheit? Wie erkennen wir in Jesus Christus, dem Gekreuzigten, den Herrn der Herrlichkeit? Paulus antwortet so, wie Jesus zu Petrus spricht: »Fleisch und Blut hat dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel« (Mt 16,17). Und so sagt der Apostel: »Uns aber hat es Gott offenbart«; Gott selbst hat »durch seinen Geist« den Korinthern wie jedem Glaubenden seinen Heilswillen enthüllt, das verborgene, verhüllte Geheimnis des göttlichen Liebesplanes (vgl. V. 7) aufgedeckt. Erkenntnis der Weisheit Gottes ist möglich, weil Gott sich zu erkennen gibt, weil er in sein Herz sehen läßt, weil er sich uns Menschen bekannt macht. In Unterscheidung zu allen Religionen wird damit die biblische Grundlinie ausgesprochen: Wir können Gott erkennen, weil er sich zu erkennen gibt, weil er sich offenbart (vgl. 1 Mo 35,7; Ps 98,2; Jes 40,5; Mt 11,25–27; Joh 2,11; 14,21; 17,6; Gal 1,12; 1 Tim 3,16; 1 Petr 1,13, Offb 1,1). Nicht menschliche Erkenntniswege führen zu Gott – wie es die Religionen lehren –, keine Philosophie, Religion oder Weltanschauung kann Gott ergründen. Wir leben vom Wunder: Gott offenbart sich im Sohn. Und der Sohn ist gegenwärtig im Heiligen Geist, der uns ihn bezeugt (vgl. Joh 16,13–15; auch Mk 13,11; Lk 12,12; Joh 3,5; 4,24; 6,63; 14,17; 20,22; Apg 1,5; 2,4; 10,44; Röm 8,9.11; 1 Kor 12,3; 2 Kor 1,22; Gal 5,16–18.22; 2 Tim 1,7; 1 Jo 3,24; 4,13; 5,6; Hebr 6,4; Offb 2,7; 3,6.13.22).
Edition C Bibelkommentar
Der Geist Gottes läßt uns in Gottes Herz sehen. »Der Geist erforscht alle Dinge«, er ergründet selbst die »Tiefen der Gottheit«. Gott kann nur durch Gott erkannt werden: Der Gottesgeist kennt Gott und gibt so Erkenntnis Gottes. Der Gottesgeist offenbart uns das tiefste Wesen Gottes. Was der Mensch nie ersinnen könnte, der Geist Gottes vergewissert es ihm, nämlich daß Gott ihm gnädig und in Liebe zugewandt ist. Das ist das »alles«, was der Gottesgeist »erforscht« (wörtlich: »aufspürt, nachspürt«). Er offenbart den tiefsten Grund Gottes, eben seinen Heilswillen und seine Liebe. Die »Tiefen der Gottheit« sollen nicht Gott wieder ungreifbar machen – obwohl gewiß gilt, daß Gott größer ist als seine Offenbarung und sein Werk –, sondern die »Tiefe Gottes« ist seine Liebe. Das innerste Wesen Gottes zu uns, seine gewisseste Treue, worauf wir uns unverlierbar gründen dürfen, ist seine Liebe im Sohn.
Gott in seiner Souveränität hat diese Dinge durch seinen Geist geoffenbart, der „auch die Tiefen Gottes“ erforscht. Der Geist dringt nicht in die Wunder und innersten Tiefen der göttlichen Ratschlüsse und Absichten ein, um Erkenntnis für sich zu gewinnen, sondern um solche Erkenntnis zu vermitteln. All das zeigt an, daß diese unergründlichen Tiefen weit jenseits des für den Menschen und seine Weisheit Erreichbaren liegen. Wenn nicht der Geist Gottes solche Erkenntnis vermittelt, wird der Mensch in Dunkelheit und Unwissenheit zurückgelassen. Für die göttliche Selbstoffenbarung sollten wir sehr dankbar sein. Man beachte den Ausdruck: „Uns aber hat Gott es geoffenbart“. Das scheint sich auf die Apostel zu beziehen. Die Zeitform des Verbs ist Aorist und die Worte „uns aber“ sind der Betonung wegen an den Anfang des Verses gestellt. Das heißt, daß die Offenbarung speziell den Aposteln galt. Ihnen suchte der Geist diese zu vermitteln.
Benedikt Peters – Was die Bibel lehrt
Neueste Kommentare