Tagesarchiv für den 12. Juni 2011

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Baumplan

Hat jemand einen Baumplan bzw. wo bekommt man so eine aktuelle Liste aller Bäume her?

Habe eine interessante Seite vom Senat gefunden – hier ein paar seltene Bäume vom Weißensee:
Mispelblättrige Trauben-Eiche

Im Park am Weißen See ist eine ungewöhnliche Form der Trauben-Eiche anzutreffen, die auch Mispelblättrige Eiche (Quercus petrea var. mespilifolia) genannt wird. Der Baum ist etwa 12 m hoch und hat einen sehr tiefen Kronenansatz. Die Blätter sind besonders schmal und lanzettlich geformt. Die Sorte ist allgemein sehr selten und das Exemplar im Park am Weißen See wahrscheinlich einer der sehr wenigen oder sogar der einzige Vertreter in Berlin.

Schwarznuss

Im Park am Weißen See steht nahe der Albertinenstraße eine bemerkenswerte Schwarznuss (Juglans nigra). Dieser Baum ist 120 Jahre alt und etwa 18 m hoch. Die Heimat des mit der Walnuss verwandten Baumes ist das östliche Nordamerika. Er ist durch seine gefiederten Blätter mit den sehr schmalen Einzelblättchen leicht zu erkennen. Die Früchte sind übrigens keine Nüsse im botanischen Sinne, sondern Steinfrüchte (wie z.B. Kirschen). Das Fruchtfleisch färbt sich während des Reifeprozesses schwarz und löst sich dann vom Kern. Diesen bildet die essbare Schwarznuss, die von Eichhörnchen geradezu geliebt wird. Die Rinde ist sehr dunkel und auch das Holz alter Bäume ist fast schwarz und sehr wertvoll. Der Baum ist in Nordamerika ein wichtiger Forstbaum.

Ein weiterer nordamerikanischer Vertreter der Nussbaum-Familie steht einen Querweg entfernt etwas versteckt am Rande des Parks. Die Weiße Hickorynuss (Carya ovata) ist in Amerika aufgrund ihres wertvollen Nutzholzes und der wohlschmeckenden Frucht sehr beliebt. Auffällig ist die hellgraue Borke, die sich in langen Schuppen ablöst.

Sommer-Linde

Die prächtige 130-jährige Sommer-Linde (Tilia platyphyllos) im Park am Weißensee befindet sich am westlichen Seeufer. Der Umfang des dieses gewaltigen Baumes beträgt etwa 4 m bei einer Höhe von etwa 22 m. Sommer-Linden haben große und lebhaft grüne Blätter mit typischen weißgrauen Achselbärten zwischen den Adern auf der Blattunterseite. In Berlin sind sie – und dann in dieser stattlichen Größe – im Gegensatz zu den Winter-Linden (Tilia cordata) eher selten anzutreffen.

Baum-Hasel

In der Amalienstraße im Pankower Ortsteil Weißensee steht eine Türkische Baum-Hasel (Corylus colurna). Diese Baumart ist in Berlin relativ häufig anzutreffen. Ursprünglich stammt sie aus Südeuropa bis Kleinasien und aus dem Kaukasusgebiet. Es sind robuste nicht zu groß werdende Bäume mit einer sehr guten Stadtklimatoleranz. Man erkennt sie leicht an der rissigen Borke (daher manchmal auch „Rauhfaser-Baum“ genannt) und den in Büscheln sitzenden Nüssen, die als ganzes herunterfallen und essbar sind. In ihrer Heimat liefern diese Bäume wertvolles Nutzholz. Das als Naturdenkmal ausgewiesene Exemplar in der Amalienstraße nahe des Parks am Weißen See ist gut 15 m hoch und hat einen Stammumfang von 1,65 m.

Zerr-Eiche

In der Albertinenstraße im Pankower Ortsteil Weißensee steht gegenüber des Stephanusstifts eine hierzulande seltene Zerr-Eiche (Quercus cerris). Sie stammt aus Süd- bzw. Südosteuropa und ist dort ein wichtiger Waldbaum. In Zentral-Europa ist sie im allgemeinen nur in der Steiermark, im Tessin und in Niederösterreich zu finden.

Die Zerr-Eiche zeichnet sich durch variablen tief gebuchtete und zackig gerandete Blätter aus. Die Frucht ist wie bei anderen Eichen auch von einem typischen Fruchtbecher umhüllt. Jedoch ist er bei der Zerr-Eiche attraktiv mit abstehenden fädigen und gekräuselten Schuppen versehen. Der Baum in der Albertinenstraße ist etwa 120 Jahre alt, hat eine beachtliche Höhe von gut 20 m und einen Umfang von 3,40 m.

Geschrieben von Thomas am 12. Juni 2011 | Abgelegt unter Weißensee | Keine Kommentare