Seine Herrlichkeit

Vater, ich möchte, dass die, die du mir gegeben hast, bei mir sind, damit sie meine Herrlichkeit sehen können. Du hast mir die Herrlichkeit geschenkt, weil du mich schon vor Erschaffung der Welt geliebt hast!
Neues Leben – Bibel 2006 – Johannes 17,24

Vater, mein Verlangen ist, daß alle, die du mir gegeben hast, dort mit mir weilen, wo ich bin, damit sie schauen meine Herrlichkeit- (und zwar als wirkliche Teilnehmer (Röm 8,17.29; 2 Tim 2,12)), die ich von dir empfangen; denn du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt.
Ludwig Albrecht – Joh 17,24

Vater, ich will, daß die, welche du mir gegeben hast, auch bei mir seien, wo ich bin, (W. Vater, die (nach and. Les : was) du mir gegeben hast, -ich will, wo ich bin, auch jene bei mir seien) auf daß sie meine Herrlichkeit schauen, die du mir gegeben hast, denn du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt.
Elberfelder 1871 – Johannes 17,24

Wenn Jesus spricht: „Ich will!,“ verliert er die Demut des Sohnes nicht und hört nicht auf, der Bittende zu sein; er hält aber dem Vater seinen festen, klaren Willen in der Gewissheit vor, dass, was er will, auch vom Vater gewollt und getan wird. Darum hat er auch oben nicht nur gesagt: Ich möchte ihnen meine Herrlichkeit geben, sondern: Ich habe sie ihnen gegeben (V 33). Jesus will alle, die durch das Wort der Apostel an ihn glauben, bei sich haben und ihnen seine eigene Herrlichkeit sichtbar machen, die aus der ewigen Liebe Gottes zum Sohn fließt. Das ist der Grund seines Ewigkeitsbewusstseins. Die ewige Liebe Gottes ist ihm gegeben, und es ist seine Freude, dass alle, die an ihn glauben, sehen, was ihm die Liebe Gottes gibt.

Mit dem letzten, dankbaren, Gott preisenden Wort umfasst Jesus alle seine Jünger, die gegenwärtigen und die künftigen, wie immer sie zum Glauben kommen.

Schlatter – Erläuterungen zum Neuen Testament

Jesus betet für die künftigen Jünger
Die Einheit von Vater und Sohn ist Vorbild für die Einheit, die das Volk, in dem sie Wohnung nehmen werden, erfahren soll. Israels Gott ist »Einer«, und diese Einheit spiegelt sich in der Solidarität des Volkes gegenüber den anderen Völkern in einer ihm feindlich gesonnenen Welt. Um genau die gleiche Vorstellung geht es auch in der vorliegenden Passage, allerdings wird hier stärker der Gedanke von der persönlichen Einwohnung Gottes betont, der bereits in Kap. 14 eingeführt wurde (s. vor allem die Ausführungen zu 14,23-24 ). Als Beispiel für das Übergehen der Herrlichkeit auf ein Volk, in dem der Herr verherrlicht wird, siehe Jes 46,13 ; auch die Orte, an denen er wohnte, verherrlichte Gott mit seiner Gegenwart ( 2.Mose 29,43 ). Die Betonung der Einheit war sehr wichtig für die Leser des Johannesevangeliums, die unter ständigen Auseinandersetzungen mit ihren Gegnern in den Synagogen und vielleicht auch mit Abweichlern aus den eigenen Reihen (s. die Einführung zum 1. Johannesbrief) zu leiden hatten; möglicherweise ist hier auch an die ethnische oder kulturelle Einheit – vielleicht unter den (emigrierten) galiläischen und den in Kleinasien ansässigen Lesern des Johannesevangeliums (s. die Einführung ins Johannesevangelium) – gedacht ( 10,16; 11,52; 12,20-23 ). Ganz deutlich arbeitet Johannes den Gedanken der Völkerversöhnung in Christus in Kap. 4 heraus (am Beispiel der Samaritaner). Die Anhänger Christi bilden jedoch auf alle Fälle nur eine Minderheit in einer ihnen feindlich gegenüberstehenden Welt und brauchen einander, um zu überleben. Zur Sorge für kommende Generationen vgl. z. B. Ps 78,3-7 .

Craig Keener – Kommentar zum Umfeld des Neuen Testaments

Hier kommt das letzte Mal „die, welche du mir gegeben hast“ in diesem Gebet vor. Es ist zudem das einzige Mal, daß der Ausdruck in diesem Abschnitt vorkommt, wo der Herr in Gedanken bei allen nachmaligen Bekehrten ist. Es heißt nicht mehr „ich in ihnen“ wie in V.23 (in diesem gegenwärtigen Leben), sondern es geht darum, daß die Gläubigen „da seien, wo ich bin“ (im zukünftigen Leben im Himmel). Mit anderen Worten, die Verheißung „wo ich bin“ (14,3) bezog sich nicht bloß auf die Apostel, sondern auf alle Bekehrten. Die Worte des Paulus stimmen mit dieser Wahrheit überein: „So werden wir allezeit bei dem Herrn sein“ (1Thes4,17). Es wird in mehreren Versen von der Herrlichkeit in der Höhe gesprochen, beispielsweise „in der Offenbarung seiner Herrlichkeit“ (1 Petrus 4,13); „vor seiner Herrlichkeit“ (Judas 1,24). Seine Herrlichkeit (Ihm gegeben gemäß V.22, und zugleich eine Herrlichkeit, die Er von Ewigkeit her besaß, V.5) zu schauen, wird unser ewiges Vorrecht sein. Natürlich wird Er auch eine Herrlichkeit besitzen, die sich in seinem kommenden Reich offenbaren wird. Diese durften die drei Apostel auf dem Berg der Verklärung im voraus sehen (Mt 16,28-17,9; 2 Petrus 1,16-18). Zudem hatten die Apostel während Seines Erdenlebens sowohl Seine sittliche Herrlichkeit und Seine durch die Zeichen manifestierte Herrlichkeit gesehen (1,14; 2,11). Man beachte, wie das Erscheinen der Herrlichkeit des Herrn den geweihten Priestern im AT angekündigt wurde (3Mo 9,4.6.23).

Benedikt Peters – Was die Bibel lehrt

In der Aussage „du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt“ müssen wir das Wort „vor“ gut beachten; es bedeutet, daß auf die Periode vor der Schöpfung, auf den zurückliegenden ewigen Zustand hingewiesen wird. Das Lamm war „zuvorerkannt vor Grundlegung der Welt“ (1 Petrus 1,20), und wir sind in Ihm auserwählt worden „
vor Grundlegung der Welt“ (Eph 1,4). Die Errettung der Glieder der Gemeinde ist daher in den ewigen Ratschlüssen Gottes verankert. Aber Segnungen des kommenden Reiches sind mehr mit der Schöpfung auf der Erde verbunden, weshalb dort das Vorwort von […] an gebraucht wird statt vor: „das Reich, das euch bereitet ist von Grundlegung der Welt an“

Benedikt Peters – Was die Bibel lehrt

Die Worte: »Vater, ich will« (V. 24) drücken ein besonders intensives Verlangen aus. Das »Will« wäre eine Anmaßung, wenn nicht der Wille des Sohnes identisch wäre mit dem Willen des Vaters. Auf dieser Basis tritt kein Widerspruch zum Gethsemanegeschehen ein. Auch dort hat Jesus in schwerster Anfechtung daran festgehalten: »wie du willst, Vater!« (Mt 26,39).

Worauf richtet sich Jesu Sehnsucht? Dass die Jünger »auch dort bei mir sind, wo ich bin«. Er will in Ewigkeit mit ihnen zusammensein. Das war sein Wunsch auch in Joh 12,26.32; 14,3. Der »Himmel« ist für uns Christen in erster Linie nicht ein Ort mit viel Pracht und Glück, sondern das Zusammensein mit Jesus (»bei mir«) und dem Vater. Man könnte fast sagen: Der »Himmel« ist da, wo Jesus ist (»wo ich bin«). Allerdings hat auch dieses Zusammensein einen bestimmten Platz (»dort« – »wo«), selbst wenn wir vom irdischen Standpunkt aus noch nicht sagen können, wie er beschaffen ist.

Es handelt sich also um die Aufnahme in die ewige Gottesgemeinschaft. Was dort geschehen wird, deutet die zweite Hälfte von V. 24 an: »damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast, weil du mich vor Grundlegung der Welt geliebt hast«. Das Schlüsselwort heißt hier »sehen«. Es meint ebenso wenig wie in Joh 3,3 eine Zuschauerrolle, sondern ein aktives Miterleben und Dabeisein. Es tritt also ein, was 1 Joh 3,2 ankündigt: »Wir werden ihn sehen, wie er ist«. Jesus spricht von der »Herrlichkeit, die du mir gegeben hast«. Keine selbsterrungene Herrlichkeit also! Auch nicht, dass sich der Sohn »etwas verdient« hätte durch Gehorsam und Sterben. Sondern seine Herrlichkeit ist eine freie Gabe des Vaters. Das steckt schon in dem Ausdruck »gegeben«. Das wird noch stärker hervorgehoben durch die Bemerkung: »weil du mich vor Grundlegung der Welt geliebt hast«. Also noch vor seinem Opfergang nach Golgatha! Liebe enthüllt sich wie in Joh 14,21ff.und Joh 3,35; 5,20; 10,17; 15,9; 17,23 als das Grundverhältnis von Vater und Sohn. Sie reicht in die »Zeit« vor der Schöpfung zurück (»vor Grundlegung der Welt«). Vgl. Joh 17,5 und die Erklärung dort. Von Joh 17,5 und Joh 17,24 her wird es übrigens deutlich, dass das »Wir« in 1 Mo 1,26 (»Lasset uns Menschen machen« usw.) das »Wir« der Dreieinigkeit ist, ein Gespräch über die Schöpfung zwischen Vater und Sohn. »Herrlichkeit« haben wir in V. 22 als Gottesgemeinschaft erklärt. Auch jetzt können wir in dieser Spur bleiben.
Gerade dieser Gedanke der Gottesgemeinschaft bestimmt die beiden letzten Verse.

Gerhard Maier Edition C

Das ist nichts absolut Neues für die Jünger Jesu! Schon für ihr jetziges Leben gilt 1,14 „Wir schauten seine Herrlichkeit“. Aber was jetzt nur Anfang sein konnte, wird dann volle Erfüllung. Dabei ist die Herrlichkeit Jesu nicht nur ein unbestimmter, strahlender Glanz. Jesus zur Rechten Gottes auf dem Thron der Welt sitzend, Jesus wiederkommend, um seine Gemeinde zu entrücken und zu vollenden (1 Thess 4,13-17), Jesus die antichristliche Weltmacht mit dem Hauch seines Mundes stürzend (2 Thess 2,8;Offb 19,11-16), Jesus mit den Seinen priesterlich regierend (Offb 20,4-6), Jesus das Weltgericht haltend (Offb 20,11-15), Jesus nach der Vollendung seines Werkes dem Vater eine erlöste Schöpfung übergebend (1 Kor 15,28), das alles müssen wir vor Augen haben, wenn Jesus sagt „Meine Herrlichkeit“ A.
A) Vom „Sehen seiner Herrlichkeit“ hatte Gott durch den Propheten Jes in 40,5;66,18 f gesprochen. Der „Ich bin“ („Jahwe“), der durch Jesaja redet, und der „Ich bin“, der in Jesus spricht, ist der eine und selbe Gott.
Doch auch der Sohn hat diese seine Herrlichkeit nicht in sich selbst als eigenen Besitz und will sie so nicht haben. Er hat sie nur als solche, „die du mir gegeben hast“. Der Grund aber für dieses Geben des Vaters liegt in der eigenen Liebe des Vaters: „weil du mich geliebt hast vor Grundlegung der Welt.“ In diesem letzten Gespräch mit dem Vater reicht das Denken des Sohnes zurück bis zu jenem „Anfang“, mit dem das Evangelium in 1,1 selber begann A. In dieser Liebe ist er auch dann noch geborgen, wenn der Schrei der Gottverlassenheit für uns Sünder aus seinem Herzen brechen muss.
A) Wer das als „mythologisch“ ablehnt, muss aufhören, überhaupt noch von Gott zu reden. Die bloße Vokabel „Gott“ sagt nichts. Sie füllt sich mit Inhalt nur durch das, was Gott tut. Die neutestamentlichen Botschaft bezeugt es in aller Klarheit: Gott hat von Anfang an geliebt! Wen? Nicht zuerst die „Welt“, die noch nicht da ist, sondern den Sohn. Und dass dieser Sohn uns liebte, zu uns kam, für uns starb, uns für ewig mit sich verbindet und uns an der Herrlichkeit seines Geliebt- und Beschenktseins teilgibt, das ist Evangelium „nach Johannes“.

Wuppertaler Studienbibel

Das Gebet des Messias über alle Gläubigen – Johannes 17: 20-26 In der dritten Abteilung des Hohepriestergebetes betete Jeschua für alle Gläubigen. In Johannes 17:20 heißt es: Ich bete nicht nur für diese, sondern auch für diejenigen, die durch ihr Wort an mich glauben; … Dies sind nur die elf Apostel, für die er in den Versen 9–14 gebetet hat. Er betete jetzt für diejenigen, die aufgrund des Zeugnisses der elf Apostel glauben würden. Beim Beten für alle Gläubigen betete er speziell für zwei Dinge: für ihre Einheit in den Versen 21–23 und für ihre Verherrlichung in den Versen 24–26. A. Ihre Einheit – Johannes 17: 21-23 … Damit sie alle eins sind; So wie du, Vater, in mir und ich in dir bist, damit sie auch in uns sind: damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast. Und die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben; damit sie eins sind, so wie wir eins sind; Ich in ihnen und du in mir, damit sie zu einem vervollkommnet werden; damit die Welt weiß, dass du mich gesandt und geliebt hast, so wie du mich geliebt hast. 1. Die Anfrage Die erste Bitte, die Jesus an alle Gläubigen richtete, betraf ihre Einheit. Er machte am Ende von Vers 11 eine ähnliche Bitte an die elf Apostel. In Bezug auf die Apostel wurde dieses Gebet beantwortet. Leider wurde dieses Gebet in Bezug auf alle Gläubigen nicht immer beantwortet. In gewisser Hinsicht sind alle Gläubigen im Leib des Messias vereint. In diesem Sinne wurde das Gebet Jeschuas beantwortet, weil jeder Gläubige ein Mitglied des Leibes des Messias ist. Diese Passage geht jedoch über die bloße Einheit der Position hinaus, die alle Gläubigen im Körper haben. Dieses Gebet war auch für eine Einheit der Gemeinschaft unter allen Gläubigen. Leider ist dies nicht immer so gut gelaufen, wie es hätte sein können. In dieser ersten Bitte betete Jesus für die Einheit aller Gläubigen. Einigkeit ist möglich, weil alle Gläubigen vom Heiligen Geist bewohnt sind. Aufgrund dieser Innewohnung ist Einheit möglich. Wenn wir dem Geist gehorchen, der uns innewohnt, werden wir einander lieben. Wir werden Einheit unter uns haben, und diese Einheit wird den Ungläubigen anziehen und ihn zum Herrn bringen. 2. Der Grund für die Anfrage Jesus gab auch einen Grund für diese Bitte an: Durch diese Einheit unter den Gläubigen wird die Welt wissen, dass Jeschua tatsächlich vom Vater gesandt wurde, „damit die Welt glaubt, dass Sie mich gesandt haben“. Zu den größeren Stolpersteinen für Menschen, die kommen, um Jesus als ihren Herrn, Retter und Messias anzuerkennen, gehörten die Uneinigkeit und die Kämpfe unter den Gläubigen sowie die unangemessene und unfaire Kritik, die die Gläubigen gegeneinander haben. Nicht dass jede Kritik falsch wäre. Insbesondere in den Bereichen der kirchlichen Disziplin ist eine gewisse Kritik unbedingt erforderlich. Viele Kritikpunkte sind jedoch nur geringfügige Kritikpunkte, die auf Charakter, Persönlichkeitskonflikten, persönlichen Vorlieben und der mangelnden Bereitschaft beruhen, einen Glaubensgenossen aufgrund seiner Rasse oder seines sozialen Status in der Gesellschaft zu akzeptieren. Jede solche Uneinigkeit ist ein Vorwurf an den Namen Jeschuas, des Messias. Wenn Gläubige eine Einheit in der Gemeinschaft zeigen, kommen die Menschen zum Herrn, weil Ungläubige beeindruckt sind, wenn Gläubige Liebe zueinander zeigen. Aber wenn es Uneinigkeit gegeben hat, hat dies dem Namen Jesu, des Messias, Vorwürfe gemacht und Ungläubige davon abgehalten, sich der Frage des Messias von Jeschua zu stellen. B. Ihre Verherrlichung – Johannes 17: 24-26 Vater, ich wünsche mir, dass auch diejenigen, die du mir gegeben hast, bei mir sind, wo ich bin, damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast: denn du hast mich geliebt, bevor die Welt gegründet wurde. O gerechter Vater, die Welt kannte dich nicht, aber ich kannte dich; und diese wussten, dass du mich geschickt hast; und ich machte ihnen deinen Namen bekannt und werde ihn bekannt machen; damit die Liebe, mit der du mich geliebt hast, in ihnen und ich in ihnen sei. Das zweite, wofür Jeschua in Bezug auf alle Gläubigen gebetet hat, ist, dass letztendlich alle Gläubigen dort sein können, wo er ist. Jesus ist jetzt in Herrlichkeit im Himmel. Sein Gebet ist, dass wir auch in Herrlichkeit im Himmel mit ihm sein werden, und dieses Gebet wird eines Tages beantwortet werden. Wenn wir in Herrlichkeit sind, werden wir auch in der Lage sein, seine Herrlichkeit zu sehen, die der Vater ihm wiederhergestellt hat. Während wir alle mit dem Messias in Herrlichkeit sein werden, wird es einen Gradunterschied zwischen unserer Herrlichkeit und der Herrlichkeit des Messias geben. Die Herrlichkeit, die die Gläubigen haben werden, wird eine reflektierte Herrlichkeit sein; aber die Herrlichkeit, die Jeschua haben wird, wird eine angeborene Herrlichkeit sein, die zu Recht Seine ist. Ein Beispiel dafür ist die Beziehung zwischen Sonne und Mond. Sowohl die Sonne als auch der Mond geben Licht ab. Die Sonne hat jedoch von Natur aus Licht in sich. Der Mond hat auch Licht, aber es ist kein Licht, das von sich selbst stammt. Der Mond reflektiert lediglich das Licht der Sonne. Jesus ist das Licht, und das Licht, das wir in der Herrlichkeit im Himmel haben werden, wird reflektiertes Herrlichkeitslicht sein; Wir werden die Herrlichkeit Jeschuas widerspiegeln (2. Korinther 3:18). Jesus betete für unsere endgültige Verherrlichung, und andere Schriften machen sehr deutlich, dass dieses Gebet beantwortet wird.

Fruchtenbaum – messianische Studien

Schatten in unserem Leben?

Auch wenn ich wanderte im Tale des Todesschattens, fürchte ich nichts Übles, denn du bist bei mir; dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich.
Elberfelder 1871 – Psalm 23,4

Auch wenn ich gehn muß
durch die Todschattenschlucht,
fürchte ich nicht Böses,
denn du bist bei mir,
dein Stab, deine Stütze –
die trösten mich.
Buber Psalm 23,4

Und wenn ich mal keinen Ausweg sehe, mich die Depression packtwie ’ne dunkle Wolke, hab ich dennoch keine Angst. Denn ganz egal, wie verfahren die Situation auch ist, vertrau ich ihm, weil er mich sicher wieder herauszieht. //Und die Krönung ist, er setzt sogar noch einen drauf:
VolxBibel – Psalm 23,4

Auch wenn ich durch (in) das Tal des Todesschattens (das von tödlicher Gefahr überschattete Tal, das extrem finstere Tal) gehe (gehen werde/muss/sollte, gerate ),
fürchte (werde ich fürchten) ich keine Gefahr (Unheil, Übel, Unglück, nichts Böses, das Böse nicht, den Bösen nicht ),
denn du [bist] bei mir.
Deine Keule (Rute, Knüppel, Stock) und dein Stabl {sie} geben mir Zuversicht (trösten/beruhigen mich, werden mir Zuversicht geben) .
Psalm 23,4

Leben wir gerade in einem „finsteren Tal“ – weil wir durch „Covid 19“ eingeschränkt sind? Wohin sind unsere Augen gerichtet? Zu irgendeinem Doctor, Professor, der unserer persönlichen Meinung nach, die Wahrheit gefunden hat? Oder ist unser Auge – unsere Hoffnung auf den allmächtigen Gott gerichtet?

Und wir brauchen vor dem Tod keine Angst zu haben. Im Tal der Todesschatten brauchen wir uns nicht zu fürchten; denn der Hirte ist ganz nah bei uns. Der Stachel des Todes ist die Sünde – die Sünde, die nicht bekannt und vergeben wurde. Aber Christus hat in Bezug auf den Gläubigen dem Tod den Stachel geraubt. Er hat unsere Sünden ein für alle Mal weggenommen. Nun ist das Schlimmste, was uns der Tod antun kann, in Wirklichkeit das Beste für uns! So können wir singen:

O Tod, o Grab, nicht fürcht ’ich eure Macht!
Die Schulden sind gesühnt,
Als Jesus in der finstern Kreuzesnacht
Das trug, war ich verdient.

Margaret L. Carson

Es ist wahr: Christen mögen eine gewisse sorgenvolle Vorahnung von dem Leiden haben, das so oft den Tod begleitet. So hörte jemand, wie ein alter Heiliger sagte: »Mir macht es nichts, wenn der Herr mein Zelt abbricht; aber ich hoffe, er tut es sanft!«
Es ist ebenfalls wahr, dass wir gewöhnlich keine Gnade zum Sterben bekommen, bevor wir sie nötig haben. Doch bleibt die Tatsache, dass der Tod seine Schrecken verloren hat, weil wir wissen: Sterben bedeutet, bei Christus zu sein – und das ist das weitaus Bessere. »Sterben ist Gewinn!«
Der Stecken und der Stab des Hirten sind Quellen des Trostes, des Schutzes und der Führung. Wann immer nötig, kann er den Stecken auch zur Züchtigung verwenden. Die meisten Schafe brauchen diesen Dienst von Zeit zu Zeit.

MacDonald – Kommentar zum Alten Testament

Die vierte Segnung durch die Führung des Herrn ist die Bewahrung. Wer sich im Tal der Finsternis befindet (oder im Todesschatten ), braucht sich nicht zu fürchten. Der Herr ist mit ihm und wird ihn bewahren. Der Hirte ist mit Stecken und Stab ausgerüstet, um die Schafe in derartigen Situationen zu bewahren. David wurde durch die Gegenwart und die Bewahrung des Herrn getröstet. Gläubige befinden sich niemals in Situationen, die der Herr nicht kennt, denn er verläßt sein Volk nicht ( Hebräer 13,5 ).

Walvoord – Die Bibel erklärt und ausgelegt

Schon ein großer Theologe des vorigen Jahrhunderts hat erkannt, dass „die Zuversicht, die hier ausgesprochen wird, nicht die kindliche ist, nicht die eines solchen, der den Schmerzen und Nöten des Lebens, die er noch nicht erfahren hat, mit heiterer Freudigkeit entgegengeht; sie ist die eines erfahrenen Streiters, eines solchen, der aus vielen Trübsalen kommt, der weiß, was es mit ihnen auf sich hat, und wie der Herr in ihnen tröstet und aus ihnen hilft, reichlich erfuhr. Der Preis der Ruhe, welche der Herr gewährt, lässt uns in dem Sänger einen müden Pilgrim erkennen; der Dank für die Erquickung zeigt uns den Erschöpften; das, wenn ich auch wandle im Tale des Todesdunkels usw. einen solchen, der dunkle Lebenswege schon geführt ist und ihnen noch entgegengeht“ 47.
Wie in Palästina die schönsten Weideplätze oder die Wasser der Ruhe gar oft zwischen wilden Schluchten liegen, wo wilde Tiere und Räuberbanden auf ihre Beute warten, so sind die Segnungen und Höhepunkte des Lebens vielfach eingebettet zwischen Gefahren, Prüfungen, Nöte, die nur von Gott beherrscht werden können. Das Geheimnis aber, dass der Glaubende sich wie Joseph auch im Hause eines Potiphar bewährt (1Mo 39,8ff.), dass Mose auch vor der Sprache eines Pharao nicht erschrickt (2Mo 10, 28ff.), dass Luther auch vor dem Reichstag zu Worms zu erscheinen wagt – ist: „denn du bist bei mir“ ! Gott in seiner Gegenwart war aber stets groß genug, auch Fluch in Segen und Tod in Leben zu verwandeln. Pfade, die auch Glaubenden als Untergang erscheinen mussten, erwiesen sich nachher als Wege, die zu ungeahnten Segnungen und Aufgaben führten, weil Gott sie durch seine Gegenwart beherrschte.
Was mich daher auch angesichts der Todestäler „tröstet“, d. h. ruhig sein lässt, das sind „dein Stecken und dein Stab“ . Das war einst die Waffe des morgenländischen Hirten. Gott hatte zu allen Zeiten Waffen genug, um sich der Welt gegenüber zu behaupten. Er beherrschte noch immer Zeitalter, Völker und Geschichte. Will er Israel aus seiner Gefangenschaft erlösen, beruft er sich einen jungen Cyrus zu seinem Knecht. Will er Luthers [Reformation vor dessen Feinden bewahren, stellt er sie unter die Gunst der Fürsten. Gottes Waffen erschöpfen sich nicht, die der Bewahrung derer dienen müssen, die Ihm vertrauen. Daher konnte sich der Glaube oft bis zu der ganz großen Zuversicht eines Paulus erheben: „Wer will uns scheiden von der Liebe Gottes? Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Fährlichkeit oder Schwert?. . . In dem allen überwinden wir weit um deswillen, der uns geliebt hat“ (Röm 8,35ff.).
Weit mehr noch als Täler des Todes können jedoch Menschen drücken, wenn sie dem Menschen zum Feinde werden. Wie stark jedoch unser Sänger in Gott zur Ruhe gekommen ist, zeigt sich ferner in dem, dass er

Kroeker – Ausgewaehlte Psalmen

Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal usw. Wenn auch die Gläubigen sicher unter Gottes Hand wohnen, so sind sie doch von vielen Gefahren umgeben; und auch die allgemeinen Leiden des Lebens legt der Herr ihnen auf, damit sie spüren, wie nötig sie seinen Schutz haben. Darum betont David noch ausdrücklich, dass er auch bei widrigen Zufällen in Gottes Vorsehung ausruhen kann. Er verspricht sich also nicht ununterbrochene Ergötzungen, sondern wappnet sich auch mit Gottes Beistand gegen alles, was da kommen mag, um es tapfer zu erdulden. Auch hier bleibt die Rede im Bilde und vergleicht die Fürsorge, die Gott in der Führung der Gläubigen offenbart, mit dem Stecken und Stab des Hirten: mit diesem Schutz für sein Leben will David zufrieden sein. Wenn ein Schaf durch ein dunkles Tal geht, so gibt die Gegenwart des Hirten ihm allein schon genügende Sicherheit gegen den Angriff wilder Tiere und gegen anderen Schaden. So sagt auch David hier, dass wenn er einmal irgendwie in Gefahr kommen sollte, Gottes Hirtentreue ihm genügenden Schutz gewähren werde. Wir sehen hier, dass er auch in Glück und Glanz niemals vergessen hat, dass er ein Mensch war, sondern dass er schon beizeiten an das Unglück gedacht hat, das ihn vielleicht treffen könnte. Und sicherlich zittern wir deshalb so sehr, wenn Gott uns durchs Kreuz prüft, weil ein jeder, um ruhig zu schlafen, sich in fleischliche Sicherheit einwiegt. Von diesem Schlaf der Starrheit ist die Ruhe des Glaubens sehr verschieden. Ja, da Gott den Glauben durch Unglück prüft, so folgt, dass niemand wahren Glauben hat, der nicht mit unbesiegbarer Standhaftigkeit ausgerüstet ist, um alle Furcht zu besiegen. Doch David rühmt sich nicht, von aller Furcht frei zu sein, sondern nur, dass er allem gewachsen sein werde, sodass er furchtlos überallhin geht, wohin der Hirt ihn führt. Dieses geht aus dem Zusammenhange noch deutlicher hervor. Zuerst sagt er: Ich fürchte kein Unglück. Dann gibt er gleich darauf den Grund hierfür an. Er gesteht offen, dass er sich dadurch von seiner Furcht zu heilen sucht, dass er auf den Stab des Hirten blickt. Denn wozu hätte er Trost nötig, wenn die Furcht ihn nicht beunruhigte? Es ist also festzuhalten, dass David, da er an die Leiden denkt, die ihn treffen können, nur dadurch dieser Versuchung Herr wird, dass er sich der Fürsorge Gottes übergibt. Dies hat er schon vorher, wenn auch dunkler, durch die Worte ausgedrückt: Du bist bei mir. Denn wenn er von Furcht frei gewesen wäre, so hätte er nicht nach Gottes Gegenwart verlangt. Ferner ist zu beachten, dass er den Schutz Gottes nicht nur den gewöhnlichen täglichen Leiden gegenüberstellt, sondern auch solchen Anfechtungen, die durch die Finsternis des Todes den Geist verwirren. David spielt hier auf die dunklen Schlupfwinkel und Höhlen der wilden Tiere an, wo einen jeden gleich beim Eintritt die Todesfurcht überfällt. Da Gott sich uns jetzt in seinem eingeborenen Sohn deutlicher als einst den Vätern unter dem Gesetz als Hirte offenbart hat, so erweisen wir seiner Beschützung nicht die genügende Ehre, wenn wir auf sie nicht unsere Augen richten und so alle Angst mit Füßen treten.

Jean Calvin – Aus dem Psalmenkommentar

ab aufs Abstellgleis?

Verwirf mich nicht zur Zeit des Alters; beim Schwinden meiner Kraft verlaß mich nicht!
Elberfelder Bibel 1905 – Psalm 71,9

Schleudre nimmer fort mich zur Zeit des Alters,
wann meine Kraft dahin ist, verlasse mich nimmer!
Buber – Ps 71,9

Jetzt, wo ich alt geworden bin,
vertreibe mich nicht aus deiner Nähe!
Die Kräfte schwinden mir, verlass mich nicht! (Jesaja 46,3-4)
Gute Nachricht Bibel – Ps 71,9

Jetzt, da ich alt bin und Faltencreme brauch,mich meine Kräfte verlassen und auch mein Lebenshauch:Verlass du mich nicht, sondern bleib bei mir,verstoß du mich nicht, mir geht’s nur gut bei dir.
VolxBibel – Ps 71,9

Wenn das Alter es nicht mehr zuläßt, dass zu tun, was man tun möchte…und dann kommt der Gedanke auf: „ist Gott noch mit mir zufrieden?“ und „mussten nicht die Priester und sogar der Hohepriester ihren Job aufgeben, wenn sie ein bestimmtes Alter hatten?“

Um würdevoll alt zu werden, ist mehr Gnade nötig, als die Natur bieten kann. Das Alter ist eine neue Welt fremdartiger Konflikte und heimlicher Ängste; die Angst, allein gelassen zu werden, die Angst, seinen Lieben eine Last zu werden, die Angst, hilflos und invalide zu werden, die Angst, sich selbst nicht mehr im Griff zu haben, die Angst, deshalb ausgenutzt zu werden. Diese Ängste sind nicht neu. Der Psalmist denkt hier laut darüber nach, um allen Mut zu machen, die im Herbst ihres Lebens stehen .

Daily Notes of the Scripture Union

Verwirf mich nicht in meinem Alter. Weil David bisher etwas davon sagen konnte, dass Gott sein Leben von den ersten Tagen an umfangen, dass er ihn im Knabenalter erhalten und dann während seines ganzen Lebenslaufs gehütet habe, so wirft er sich auch jetzt als ein müder Greis in seinen väterlichen Schoß. Denn je mehr unsere Kräfte schwinden, und also die bittere Notwendigkeit uns treibt, den Herrn zu suchen, umso mehr dürfen wir hoffen, dass er geneigt sein werde, uns zu helfen. Der Hauptinhalt seines Gebets ist der: Herr, der du mich gehalten hast, da ich in der Blüte meiner Kraft war, verlass mich doch jetzt nicht, da ich schon schwach und hinfällig werde; sondern je mehr ich deiner Hilfe bedarf, desto mehr möge mein Mangel dein Erbarmen erregen. Dieser Vers legt die Vermutung nahe, dass der Psalm aus Anlass der Verschwörung Absaloms gedichtet wurde. Welch ein schreckliches und ergreifendes Schauspiel ist es doch, wie nicht bloß das gemeine Volk sondern auch die Vornehmen ihre Augen von David wie von einem Scheusal abwandten, als der Sohn den Vater aus seinem Königtum vertrieben hatte und ihm durch die Wüste nachjagte, um ihm den Tod zu bereiten.

Jean Calvin — Aus dem Psalmenkommentar

Nein – auch wenn die Kraft und der Dienst nachlassen – so bleibt unser Verhältnis zum himmlischen Vater davon unberührt!

wer gibt mir meine Herzenswünsche?

und erquicke dich an IHM,
und deines Herzens Wünsche wird er dir geben.
Buber – Ps 37,4

Vergnüge dich an Jehova, er wird dir geben, was dein Herz wünscht.
van Ess – Psalm 37,4

Deine Herzenswünsche erfüllt dir der Chef, unser Gott.Hey, mach einen Freudensprung, werd vor Freude mal rot!
VolxBibel – Ps 37,4

und ergötze dich an Jehova: so wird er dir geben die Bitten deines Herzens.
Elberfelder 1871 – Psalm 37,4

Habe deine Lust am Herrn.Dieses Ergötzen wird den eitlen und trügerischen irdischen Vergnügungen gegenübergestellt, welche die Kinder dieser Welt so berauschen, dass sie Gottes Segen verachten und von keinem andern Glück etwas wissen, als welches gegenwärtig in die Augen fällt. Dieser Gegensatz zwischen den verkehrten und wahnsinnigen Freuden, durch welche die Welt sich täuscht, und der wahren Ruhe, deren die Gläubigen sich erfreuen, ist wohl im Auge zu behalten. Denn sei es, dass das Glück uns lächelt, sei es, dass Gott uns durch Unglück prüft, so müssen wir immer an dem Grundsatze festhalten, dass, weil Gott unser Teil ist, das Los uns aufs Liebliche gefallen ist, wie wir Ps. 16, 5 f. hörten. Daher müssen wir uns immer wieder sagen, dass es uns nur dann wohl geht, wenn Gott uns geneigt ist, und dass die Freude, die wir aus seiner väterlichen Gunst schöpfen, alle weltlichen Vergnügungen übertrifft. An diesen Befehl wird die Verheißung geknüpft, dass Gott, wenn wir uns so an ihm genügen lassen, uns selbst freigebig alles schenken wird, was wir uns wünschen. Damit soll jedoch nicht gesagt sein, dass die Gläubigen alsbald alles erhalten, was ihnen unbedacht in den Sinn kommt. Es wäre auch nicht gut für sie, wenn Gott in dieser Weise ihren falschen Begierden nachgeben würde. David will nur sagen, dass Leuten, die nicht mit der Welt falschen Trugbildern nachjagen, sondern ihre Sinne allein auf Gott richten, nach seiner Ordnung alles zufallen wird.

Jean Calvin – Aus dem Psalmenkommentar

In diesem ersten Abschnitt des Psalms rief David ungeachtet der Gegenwart der Bösen zum Vertrauen auf. Der Gerechte soll nicht auf die Sünder und ihren Reichtum neidisch sein (vgl. V. 7-8 ; vgl. Sprüche 23,17; 24,1 ), denn sie werden verdorren wie Gras (vgl. Ps 90,5; 102,5.12; 103,15-16; Jes 40,6-8; 1 Petrus 1,24 ) und bald untergehen ( Ps 37,1-2 ). Statt dessen ist Vertrauen auf den Herrn geboten, der das Gebet des Herzens beantworten kann (V. 3-4 ). Die Verheißung er wird dir geben, was dein Herz begehrt hat ihre Grundlage in der Bedingung: Habe deine Lust am HERRN . Wer seine Lust am Herrn hat, der wird gute Wünsche haben. Wer auf den Herrn vertraut (vgl. V. 3 ), den wird Gott wunderbar rechtfertigen (V. 5-6 ).
Deshalb soll der Gerechte den Bösen nicht beneiden oder über ihn zornig werden (vgl. V. 1 ; Sprüche 24,19 ), wenn der Böse Gelingen hat. Entrüstung hat nur das Böse zur Folge, unter anderem den Zorn ( Ps 37,7-8 ).

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Aber stellen Sie sich vor, Sie hätten ein großes Verlangen gehabt, einen bestimmten Dienst für den Herrn zu tun. Sie fühlen vertrauensvoll, dass er Sie geleitet hat, und Ihr einziges Interesse ist, ihn zu verherrlichen. Doch ein mächtiger Widersacher hat dagegen Widerstand geleistet, Ihnen den Weg verstellt und Sie bei jeder Wegbiegung behindert. Was machen Sie in solch einem Fall? Die Antwort ist: »Habe deine Lust an dem HERRN, wobei du weißt, dass er dir zu seiner Zeit geben wird, was dein Herz begehrt.« Sie brauchen nicht zurückzuschlagen. »Denn der Kampf ist nicht eure Sache, sondern Gottes!« (2Chr 20,15). »Der HERR wird für euch kämpfen, ihr aber werdet stille sein« (2. Mose 14,14).

MacDonald – Kommentar zum Alten Testament

Ergötze dich an Jehova: so wird er dir geben die Bitten deines Herzens. Psalm 37,4
Über den Anfang dieses Verses ging ich meist rasch hinweg. Ich erinnerte den Herrn kurz daran, daß ich Ihn ja liebe und mich an Ihm ergötze, und dann folgte eine lange Liste von Anliegen und Seufzern und Bitten meines Herzens. Solch ein intensives Flehen mußte doch Erhörung finden! Aber die Intensität meiner Bitten war nicht die Bedingung für ihre Erfüllung. „Ergötze dich an Jehova!“ Das ist die würdige Beschäftigung für Zeit und Ewigkeit.
Wenn ich mich an dem Herrn Jesus ergötze, verliere ich mich in Seiner Lieblichkeit. Dann bin ich so erfüllt von Seiner Liebe, daß ich will, was immer Er will, und ich erlaube ihm, mich durch Seinen Geist von den Schlacken meiner sündenbefleckten Wünsche zu befreien. Dann möchte ich nur, was Ihm gefällt, und der Geist Gottes bewirkt in mir das Gebet des Glaubens. Ich brauche mich nicht zu bemühen, Sein Wirken zu ergründen. Er hat sich durch Sein Wort gebunden, die Bitten zu erfüllen, die aus der Freude, die ich am Herrn habe, in meinem Herzen aufgekommen sind.
Der Herr „wird kein Gutes vorenthalten denen, die in Lauterkeit wandeln“ (Ps 84,11). Wie habe ich bei Gottes Seite in dieser Verheißung verweilt! „Kein Gutes vorenthalten.“ Kein Gutes! Ich hätte mich mehr darauf konzentrieren sollen, in Lauterkeit zu wandeln! Ich hätte nicht so lange dabei zu verweilen brauchen, Gott an Seine Verheißungen zu erinnern, wenn ich mehr Zeit darauf verwendet hätte, die Bedingungen zu erfüllen – nach Seinem Willen zu wandeln. „Bleibet in mir!“ sagt der Herr. Verwirklichen wir das, nicht nur, wenn wir Wünsche haben, sondern beständig!

Hilfe und Nahrung – 1996

Jehovah ist der einzigste, der alle unsere Wünsche erfüllen kann und auch will! Aber ER erfüllt nur die Wünsche, die SEINEM Willen entsprechen!

„aber ich muß doch…“

 Christus hat uns losgekauft-a- von dem Fluche des Gesetzes, indem Er für uns ein Fluch wurde; denn es steht geschrieben-b-: «Verflucht ist jeder, der am Holze hängt!», -a) Röm 8,3; 2 Kor 5,21; Gal 4,5.   b) 5Mo 21,23.
Abraham Meister – Galater 3,13

Christus hat uns von dem Fluch losgekauft, unter den uns das Gesetz gestellt hatte. Denn er hat an unserer Stelle den Fluch auf sich genommen. Es heißt ja in den Heiligen Schriften: »Wer am Holz hängt, ist von Gott verflucht.«
Gute Nachricht Bibel – Gal 3,13

Christus hat uns losgekauft von dem Fluche des Gesetzes, indem er ein Fluch für uns geworden ist (denn es steht geschrieben: „Verflucht ist jeder, der am Holze hängt!“); (5. Mose 21,23)
Elberfelder 1871 – Gal 3,13

Was muß ich tun, um mit Jehovah befreundet zu sein? Muß ich dazu einen Tag absondern? Muß ich eine bestimmte Gemeinde/Kirche besuchen? Muß ich bestimmte Bücher lesen? Oder mit andern über sein Wort reden? Was muß ich tun, damit ich mit Gott befreundet sein kann?
Die Antwort der Bibel:

Erlösung durch Christus im Vergleich zu dem Fluch, den das Gesetz bringt – Gal 3,10-14
Die Galater, die versuchten das Gesetz zu halten, kamen unter den Fluch Gottes, weil es unmöglich ist, das ganze Gesetz zu halten!!! In Gal 3,10 zitiert Paulus aus dem Gesetz:
Denn alle, die aus Gesetzeswerken sind, die sind unter dem Fluch; denn es steht geschrieben:»Verflucht ist jeder, der nicht bleibt in allem, was im Buch des Gesetzes geschrieben ist, um es zu tun!« (Zitat aus 2 Mose 27,26)
Es gibt aber einen, der das Gesetz vollkommen halten konnte – Jesus! Weil Jesus das Gesetz vollkommen hielt und niemals sündigte, kam kein Fluch auf ihn. Aber er durfte den Fluch auf sich nehmen, den wir verdient haben!
Christus hat uns losgekauft von dem Fluch des Gesetzes, indem er ein Fluch für uns geworden ist – denn es steht geschrieben: «Verflucht ist jeder, der am Holz hängt!» (Gal 3,13, mit Zitat aus 5 Mose 21,23)
Weil Jesus den Fluch auf sich genommen hat, den wir verdienten, sollte niemand versuchen, dem Fluch durch seine Werke zu entfliehen, sondern Jesus vertrauen. Jesus hat den Fluch für die Sünde aller Menschen auf sich genommen.

ERF – Bibelkunde Neues Testament Teil II

Paulus weiß, daß das Gesetz den verflucht, der es nicht vollkommen erfüllt. Aber Gott hat von Anfang an Abraham etwas schenken wollen und ihm deshalb etwas verheißen. Das hat dieser Mann erfaßt. Er hat sich darauf verlassen und ist dadurch zum „Vater des Glaubens“ geworden. Und: Gott hat von einem gesprochen, der am Fluchholz sterben würde. Das ist in Jesus geschehen. Damit hat alle Selbstquälerei ein Ende. Wenn wir uns Jesus glaubend anvertrauen, bekommen wir den Heiligen Geist geschenkt. Wie Abraham vertrauen und gehorchen, darin liegt das Leben.

Bruns – Die Bibel mit Erklärungen: Erklärungen

Das Verhältnis der Arbeit des Messias zum Gesetz In den Versen 13–14 zeigt Paulus dann, wie das Werk des Messias mit dem Gesetz zusammenhängt: Christus hat uns vom Fluch des Gesetzes erlöst und ist zu einem Fluch für uns geworden; denn es steht geschrieben: Verflucht ist jeder, der an einem Baum hängt: damit auf die Heiden der Segen Abrahams in Christus Jesus kommt; damit wir die Verheißung des Geistes durch Glauben empfangen. In Vers 13 ist der Schlüssel die Tatsache, dass der Messias ein Fluch für uns wurde. Das Pronomen us bezieht sich auf jüdische Gläubige, weil es Juden waren, nicht Nichtjuden, die unter dem Gesetz standen. Der Messias wurde ein Fluch für uns jüdische Gläubige; das Wort für im Griechischen bedeutet „an unserer Stelle“. Er wurde ein Fluch an unserer Stelle; Er war der „Vertreter“ an unserer Stelle; Er nahm die Strafe des Gesetzes und erlitt einen Tod. Nichtjuden, die sich unter das Gesetz stellten, wie diese galatianischen Nichtjuden es vorhatten, würden sich wiederum unter einen Fluch stellen, von dem der Messias die Juden bereits befreit hatte. Dann weist er darauf hin, wie der Messias „zum Fluch wurde“. Gemäß Deuteronomium 21: 22-23 steht jeder, der an einem Baum hängt, unter einem Fluch, und dies ist die Art von Tod, bei dem Jeschua starb. Das Versäumnis, das Gesetz einzuhalten, bedeutete den Tod. Nach dem Tod hing am Baum, um den Punkt des Fluches zu zeigen. Natürlich hielt der Messias das Gesetz perfekt und hatte jedes Recht zu leben. Er starb jedoch unter dem Gesetz, aber sein Tod war ein Ersatz und er nahm den Fluch, indem er an einem Baum hing. Auf diese Weise wurden die jüdischen Gläubigen vom Fluch des Gesetzes erlöst. In Vers 14 gibt es zwei Ergebnisse, wenn der Messias den Fluch auf sich nimmt. Erstens erhielten die Heiden den Segen Abrahams im Messias, was durch den Glauben gerechtfertigt ist. Und zweitens erhielten die Juden die Verheißung des Geistes [durch] Glauben. Sie konnten es nicht durch Gesetz bekommen, aber sie konnten es durch Glauben bekommen, was der Inhalt des Versprechens war.

Fruchtenbaum – messianische Bibelstudien

Der Messias hat uns von dem in der Thora ausgesprochenen Fluch erlöst. Diejenigen, die Vertrauen haben und keine Legalisten sind, stehen nicht unter dem Fluch, weil der Messias diejenigen, die ihm vertrauen, von dem in der Thora ausgesprochenen Fluch erlöst hat (5. Mose 27–28). 3:14 In Vereinigung mit ihm könnten die Heiden den Segen erhalten. Der Messias muss unter den Fluch geraten (Vers 13), um die volle Strafe für die Sünde zu zahlen, die von Gottes Gerechtigkeit verlangt wird. Gemäß Vers 14 wurde dies getan, damit die „Heiden den Segen erhalten, der Abraham angekündigt wurde“, versprochen in Gen. 12: 1–3.

Die vollständige jüdische Studienbibel: Notizen

„vom Erdboden bist du“

Im Schweiße deines Angesichts wirst du dein Brot essen, bis du zurückkehrst zur Erde, (Eig zum Erdboden) denn von ihr bist du genommen. Denn Staub bist du, und zum Staube wirst du zurückkehren!
Elberfelder 1871 – Genesis 3,19

Du wirst total viel ins Schwitzen kommen. Nur durch harte Arbeit wirst du Brot und andere Sachen zum Essen kriegen können. Und das wird immer so sein, bis zum Schluss, wenn du tot bist. Und wenn du stirbst, wirst du vergammeln und dich in den gleichen Stoff verwandeln, aus dem du mal gemacht wurdest: Erde.“
VolxBibel} – Gen 3,19

Viel Schweiß musst du vergießen,
um dein tägliches Brot zu bekommen,
bis du zurückkehrst zur Erde,
von der du genommen bist.
Ja, Staub bist du,
und zu Staub musst du wieder werden!« (2,7; Ps 90,3; Koh 3,20–21)
Gute Nachricht – 1.Mose 3,19

Die dritte Bestimmung betraf die harte Arbeit in Genesis 3,19a: Im Schweiße deines Angesichts wirst du Brot essen. Auch hier wird der Arbeit wieder die Mühsal hinzugefügt. Nochmals: Beim Bund von Eden war die Arbeit leicht, ohne Schweiß und Körpergeruch. Beim Bund mit Adam ist die Arbeit hart und mit Schweiß verbunden. Die Ernährungsfähigkeit des Menschen wird auf seiner Arbeitsethik basieren.

Die vierte Bestimmung ist in 1 Mose 3,19b der leibliche Tod: bis du zurückkehrst zum Erdboden. Die harte Arbeit soll bis zu seinem Todestag weitergehen. Der Grund: … denn [vom Erdboden] bist du genommen. Denn Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren. Dasselbe wird in Hiob 34,15, in Psalm 104,29 und in Prediger 12,7 gesagt. Laut Hiob 4,19 und Kapitel 10 Vers 9 sowie Prediger 3,20 ist der Mensch Staub, Ton und Lehm. Das Neue Testament lehrt, dass der leibliche Tod mit Adam seinen Ursprung nahm. Römer 5,12–21 formuliert es so: Durch einen Menschen ist die Sünde in die Welt gekommen und durch die Sünde der Tod. 1 Korinther 5,20–22 sagt: Denn wie in Adam alle sterben.

Laut der rabbinischen Auslegung dieses Abschnitts wurde der Mann mit zehn Flüchen belegt – genau wie die Frau und die Schlange. Erstens sei seine Leibesgröße reduziert worden; zweitens gebe es nach der Ejakulation Schwäche, und darum wolle der Mann nach dem Geschlechtsverkehr einschlafen. Drittens tauchten Dornen und Disteln auf. Viertens erfahre der Mensch nun das Leid, sich den Lebensunterhalt verdienen zu müssen. Fünftens sei die Erde verflucht, sodass sie zur Nahrung des Menschen nur Gras wachsen lasse; als Adam sich jedoch darüber beklagt habe, Gras zu essen, sei der fünfte Fluch mit dem sechsten ersetzt worden. Sechstens müsse der Mann nun bei der Arbeit schwitzen. Siebtens sei die Schönheit nun fortgenommen worden, sodass man ihn anschauen könne; denn zuvor sei er so schön gewesen, dass man ihn nicht habe anschauen können. Achtens seien die Hände und Füße der Schlange abgehackt worden, sodass sie keine nützliche Helferin mehr für den Menschen sein konnte. Neuntens sei der Mensch aus dem Garten ausgeschlossen worden. Zehntens würde der Mensch nun den Tod erleben und im Erdboden begraben werden.

Arnold Fruchtenbaum – Das 1. Buch Mose

Der Mann (Adam) wurde aus dem Staub (adamah) entnommen. Dieses Wortspiel in der Tora spiegelt die geistige Wahrheit der Menschheit Dilemma. Ungehorsam und Sünde haben physische Tod eine Rückkehr zu Staub (adamah) gebracht. Die Trennung des Körpers von der Seele endete Menschen fleischliche Existenz auf der Erde.
Allerdings hielt die jüdische Perspektive immer die Hoffnung auf ein besseres Leben und für die Welt zu kommen. Obwohl der Körper unter dem Fluch des physischen Todes ist, glaubten die Rabbiner , dass jeder Jude auferstehen würde und eine geistige Einheit erfahren. Wie der Schreiber Kohelet (Prediger) auf den Tod reflektiert, stellte er fest , dass „der Staub kehrt zur Erde kam es aus, und der Geist wieder zu Gott, der ihn gegeben“ (Prediger 12: 7).
Die Art und Weise, in der dieser Prozess stattfindet, hat immer ein Rätsel zu den Weisen gewesen. Rabbi Joshua ben Chananiah zusammengefasst die gemeinsame Stimmung: „Wenn sie wieder zum Leben kommen, werden wir über die Sache beraten“ (babylonischen Talmud, Niddah 70b)! Allerdings scheint es in Bezug auf die Realität der Auferstehung der Toten einen Konsens zu sein. Es gibt viele Bibelvers, die die rabbinischen Kommentatoren zu diesem Ergebnis geführt. Sie wurden auch zu dem Schluss geführt, dass es eine Entscheidung war zu kommen, und dass dieses Urteil würde bestimmen, ob die Menschheit der Ewigkeit in Segen oder in Verurteilung verbringen würde. Die Lehren von Olam habah ( „die Welt zu kommen“) und dem kommenden Gericht entfalten zunehmend in den späteren Schriften des Tanach (Hebräische Bibel). Das Buch Daniel gibt einen Überblick von dem, was in der letzten Zeit für Israel transpirieren wird:

Damals Michael, der der große Fürst dein Volk schützt, entstehen. Es wird eine Zeit der Bedrängnis sein, wie von Anfang an den Nationen bis dahin nicht geschehen ist. Aber zu dieser Zeit Ihre Menschen-alle, deren Namen in der geschrieben gefunden wird Buch wird geliefert. Viele, die unter dem Staub der Erde schlafen, werden aufwachen: etliche zum ewigen Leben, andere zu ewiger Schmach und Schande (Daniel 12: 1-2).

Die Rabbiner davon aus, dass nach dem Tod des Körper einer Person zur Erde zurückkehren würde. Da jedoch der Körper geduldig die zukünftige Auferstehung erwartete, würde der Geist an einen Ort namens Hölle hinabsteigen. Diese spirituelle Stätte soll bestehen aus zwei verschiedenen Fächern: ein Ort des Segens, genannt Paradies, und ein Ort des Gerichts, genannt Geyhinnom. Letztere wurde eine schreckliche Schicksal betrachtet, wie im Hintergrund des hebräischen Namen gesehen. Gey-Hinnom bedeutet wörtlich „Hinnomtal“, die eine der Schluchten ist die Stadt Jerusalem umgibt. Das Erstaunliche an dieser Stelle ist, dass es oft als ein Ort der heidnischen serviert (auch Menschen) Opfer und eine brennenden Müllkippe. Für einen Juden im alten Jerusalem, beschwor der Name Geyhinnom denkbar, die schrecklichsten Bild nach oben. Es war sicherlich eine passende Beschreibung für den geistigen Ort des Gerichts. Die Griechen nannten später den Ort Gehenna oder, wie in Englisch, Hölle übersetzt. Dieses Urteil war so schrecklich, dass die talmudischen Rabbiner glaubten, dass ein gläubiger Jude würde seine Angst verschont: „Ganz Israel einen Anteil in der Welt zu kommen“ (Jerusalem Talmud, Sanhedrin 11: 1).
So stark war das rabbinische Theologie in die Konzepte der Welt halten zu kommen und Zukunft Urteil, das Maimonides (Rambam die) enthalten diese Aussage als Teil seiner Dreizehn Prinzipien des jüdischen Glaubens:

Ich glaube mit vollkommenem Glauben, dass es an der Zeit, eine Auferstehung der Toten sein, wenn es gilt, den Schöpfer bitte, gelobt sei sein Name, und erhaben sein die Erinnerung an ihn für immer und ewig (XIII Prinzip wie von Philips übersetzt, tägliche Gebete, p. 167).

Ein messianischen jüdischen Führer zu den biblischen Lebenszyklus und Lifestyle

Furcht und Panik

Als er aber den starken Wind sah, fürchtete er sich; und als er anfing zu sinken, schrie er und sprach: Herr, rette mich! Alsbald aber streckte Jesus die Hand aus, ergriff ihn und spricht zu ihm: Kleingläubiger, warum zweifeltest du?
Elberfelder 1871 – Matthäus 14,30–31

Plötzlich bemerkte Petrus aber die großen Wellen, die um ihn herum waren. Er verlor Jesus aus dem Blick und bekam plötzlich voll die Panik. „Hilfe, Jesus, ich ertrinke!“, schrie er und ging unter. Jesus ging schnell zu ihm hin, packte seine Hand und zog ihn aus dem Wasser raus. Er sagte dann zu Petrus: „Hast du so wenig Vertrauen, Petrus? Ich hab’s dir doch gezeigt! Mir kannst du echt glauben!“
VolxBibel – Matthäus 14,30–31

Petrus stieg aus dem Boot, ging über das Wasser und kam zu Jesus. 30 Als er dann aber die hohen Wellen sah, bekam er Angst. Er begann zu sinken und schrie: »Hilf mir, Herr!« Sofort streckte Jesus seine Hand aus, fasste Petrus und sagte: »Du hast zu wenig Vertrauen! Warum hast du gezweifelt?«† 32 Dann stiegen beide ins Boot, und der Wind legte sich.
Gute Nachricht Bibel – Matthäus 14,29–32

Mt 14,29b-31: Und Petrus stieg aus dem Schiff und ging über das Wasser und kam zu Jesus. Als er aber den Wind sah, erschrak er und fing an zu sinken und schrie: Herr, rette mich! Aber Jesus streckte sofort seine Hand aus, ergriff ihn und sagte zu ihm: Kleingläubiger, wozu hast du gezweifelt?
Als er Jesus vor sich auf dem See stehen sah, wünschte Petrus sich neben ihn zu stellen; als er aber den Sturm sah, vergaß er Jesu Nähe und Befehl und sank, so dass Jesus ihn retten muss. Jesus macht ihm den Grund deutlich, weshalb sein Gang für ihn gefährlich wurde. Er war es für den Kleingläubigen, für den, der des Sturmes wegen das Wort Jesu für schwach hielt und es ihm nicht zutraute, dass er ihn auch jetzt erhalte. Ohne Grund und Nutzen hat er seine Gedanken geteilt, sowohl die Macht des Sturmes als die Macht Jesu erwogen und nicht nur an den Befehl Jesu, sondern auch an die Gefährlichkeit seines Ganges gedacht. Er hätte sich ohne Teilung seines Herzens mit festem Griff an das Wort Jesu halten sollen.
Mt 14,32-33: Und als sie in das Schiff einstiegen, legte sich der Wind. Die aber, die im Schiff waren, warfen sich vor ihm nieder und sagten: Du bist wahrhaftig Gottes Sohn.
In dieser Stunde brachten die Jünger Jesus die Anbetung dar; sie sahen von seinen Taten zu dem Grund seiner Macht empor und wurden gewiss, dass er aus Gott hervorgegangen ist und mit seinem ganzen Leben an ihm hängt.

Schlatter – Erläuterungen zum Neuen Testament


Gleich nach der Speisung der 5000 sandte Jesus die Jünger in einem Boot weg über das Galiläische Meer auf die westliche Seite nach Betsaida. Jesus selbst wollte die Menschenmenge verabschieden und danach allein beten.
Mitten auf dem Meer kamen die Jünger in einen Sturm. Sie hatten Schwierigkeiten beim Rudern, weil der Wind ihnen entgegen kam. Nach mehreren Stunden in diesem Sturm sahen sie um die vierte Nachtwache (zwischen 3:00 Uhr und 6:00 Uhr) eine Gestalt, die ihnen auf dem Meer entgegen kam. Sie erschraken und befürchteten, dass diese Gestalt ein böser Geist sei, der sie angreifen wollte.
Als Jesus sie mit „Fürchtet euch nicht!“ ansprach, waren sie erleichtert. Petrus wollte sogar auf dem Meer zu Jesus gehen, aber obwohl ihm dies anfänglich tatsächlich gelang, bekam er Furcht und begann zu sinken (Mt 14,28-30). Jesus fragte ihn darauf, warum er denn so kleingläubig sei! Als Jesus und Petrus in das Boot stiegen, hörte der Sturm auf. Die Jünger waren erstaunt. „Sie warfen sich vor ihm nieder und sprachen: Wahrhaftig, du bist Gottes Sohn!“ (Mt 14,33). Wie die Speisung der 5000 half dieses Ereignis den Jüngern, Jesus zu vertrauen und für das neue Zeitalter der Gemeinde vorbereitet zu sein. Sie brauchten aber noch viel geistliches Wachstum. Der Grund ihrer Glaubensschwierigkeiten war ihr verhärtetes Herz (6,52).

ERF – Bibelkunde Neues Testament Teil I

In dieser denkwürdigen Nacht des Sturms (6: 15-25), als Jesus über die wilde Oberfläche zu ihnen gegangen war, war Petrus etwas passiert. Es ging nicht so sehr darum, was mit ihm passiert war, sondern vielmehr darum, was sich in ihm abgespielt hatte. Denn an diesem Abend bat der schwanzsichere Sohn des Meeres den Meister des Windes und des Wassers, einen Impuls zu lindern, den die meisten von uns zu der einen oder anderen Zeit gespürt hatten – auf dem Wasser zu gehen. Der Herr befahl ihm: „Komm“, und Simon stürzte sich über die Seite des Schiffes und begann, über die weißen Kappen zu laufen. Es ging ihm auch gut, „aber als er den Wind heftig sah, hatte er Angst; und als er anfing zu sinken, rief er und sprach: Herr, rette mich! “(Matthäus 14:30). Peter, der Mann mit der Entschlossenheit eines Rammbocks, war von dem angreifenden Strom eingeschüchtert. In einem schrecklichen Moment wurde er desorientiert und gefährdet. Sein eisiges Eintauchen ließ seine Sinne in einer Kälte hilfloser Einsamkeit erstarren. Die Fähigkeit des Fischers, seine Situation zu kontrollieren, war ebenso weit außerhalb seiner Reichweite wie die Sicherheit des fernen Ufers. Es war ein zum Scheitern verurteilter Mann, der „Angst“ hatte. Es war ein durch und durch verzweifelter Mann, der über der Explosion des Sturms kreischte: „Herr, rette mich.“ Es war ein anderer Mann, der das Boot wieder betrat, durchnässt, aber befreit. Ein gedämpfter Schüler saß erleichtert und sicher inmitten seiner Mitmenschen. Ja, er würde Blitze des alten Donners und Feuers zeigen und in zukünftigen Tagen sogar versagen, aber in dieser dunklen Nacht tauchte auf verwandelnde Weise ein ertrinkender Fischer in den Händen seines Erretters als Apostel Gottes auf. Passenderweise und mit einer Überzeugung, die nicht aus Beobachtung, sondern aus persönlicher Interaktion geboren wurde, sprach sich Simon Peter aus. „Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast die Worte des ewigen Lebens. Und wir glauben und sind sicher, dass du dieser Christus bist, der Sohn des lebendigen Gottes “(6: 68–69). Es gibt niemanden, zu dem wir gehen können – „Herr, zu wem sollen wir gehen?“ Es gibt sonst niemanden zu hören – „Du hast die Worte des ewigen Lebens.“ Es gibt niemanden, dem man vertrauen kann: „Wir glauben und sind sicher, dass du dieser Christus bist, der Sohn des lebendigen Gottes.“ Dies war ihre Antwort auf das zweite Passahfest des Messias. Diese elf gläubigen jüdischen Herzen artikulierten ihren Glauben an Peters großes Geständnis. Er sprach auch für andere, denn obwohl die Menge abreiste, gab es, wie immer unter den Juden, diesen kostbaren Überrest, der mit nichts weniger als Gottes lebendigem Brot zufrieden sein würde.

Das Evangeliumsministerium der Freunde Israels

Eine siebte Haltung, die wir in der Schrift sehen, ist, dass Petrus betete, während er auf dem Wasser ging (Mat. 14:30). Die meisten von uns werden niemals auf dem Wasser laufen. Aber auch hier sollten wir in einer Situation, in der wir uns in einer einzigartigen Haltung befinden, beispielsweise auf der Seite eines Berges, in der Lage sein, ein Gebetswort auszusprechen. Wir sollten unter allen Umständen mit Gott kommunizieren können.

Fruchtenbaum – Die Sammlung messianischer Bibelstudien

Und wohin schaue ich, wenn ich Angst habe? Auf die Wellen, den Wind, oder zum Schöpfer, der Alles in seiner Hand hat?