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Glaubenskurs

Starte für alle Interessierten mal einen wirklichen Bibel-Grundkurs:

Geschrieben von Thomas am 15. Februar 2020 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

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Baujahr 1967
Familienvater
Mein Glaube an den Schoepfer bestimmt alle Entscheidungen im Leben.

Jesaja 43:10

Wer spricht in diesem Kapitel der Bibel zu WEM? Wenn wir schon das Kapitel aus dem Zusammenhang der Jesajarolle reißen, so ist der Vers 1 klar: Jehovah spricht zu Jakob und Israel als SEINEM Volk.

Ihr seid meine Zeugen usw. Israel wird angesprochen. Und mein Diener. Der Prophet. Ich bin Er. Dies ist der erhabenste Ausdruck der Einheit Gottes; denn jedes andere Wesen unterscheidet sich von seiner wirklichen Form.14 Vor mir, nach mir. Nach einigen bedeutet „vor mir“ „vor der Offenbarung auf dem Sinai“ und „nach mir“, „nach der Offenbarung“ .15 Es ist jedoch keineswegs notwendig, von der wörtlichen Bedeutung der Worte abzuweichen: „Kein Gott war vor mir, und niemand wird nach mir sein “, weil Gott der Erste und Letzte ist. Der Ausdruck „geformt“ (נוצר) wird hier auf das Wort „Gott“ angewendet, um zu implizieren, dass ein Gott neben ihm nur einer sein kann, der vom Menschen geformt wurde. Kurzsichtige Menschen denken, dass der Ausdruck „geformt“, der in Bezug auf den Schöpfer verwendet wird, aus dem Mund des Propheten gerutscht ist; dies ist aber keineswegs der Fall; solche Kritiker verstehen die wahre Bedeutung des Verses nicht.15a
11. Ich, ich. Das Wort wird wiederholt, als ob ich sagen möchte: „Ich verändere mich nicht wie das Heer des Himmels in Bezug auf sein Zentrum, noch wie irdische Dinge in Bezug auf Substanz und Form; Ich kann daher jederzeit helfen. “
12. Ich habe in Ägypten erklärt, dich zu retten. Und ich habe veranlasst zu hören. Ich habe dich veranlasst, meine Stimme auf dem Sinai zu hören. Es war kein Fremder unter euch. Die Israeliten allein waren dort. Und du bist mein Zeuge. Sie wurden von Ihren Vätern darüber informiert. Und ich bin ständig Gott; comp. „Ich bin der Herr, ich verändere mich nicht“ (Mal. 3: 6).

Der Kommentar von IBN Ezra zu Jesaja

Israels Status als heilige Nation beruhte auf ihrer Wahl. Ein Zweck der Wahl war es, dass Israel ein Königreich der Priester ist. Während Israel einen Priesterstamm hatte, den Stamm Levi, sollte die Nation als Ganzes auch ein Priestertum sein. Die historische Funktion eines Priesters bestand darin, den Menschen vor Gott darzustellen. Der Stamm Levi vertrat Israel vor Gott; und Israel sollte die Nationen der Heiden vor Gott vertreten. Dies war vielleicht der Hauptzweck der nationalen Wahlen in Israel, und alle anderen Gründe sind diesem untergeordnet.
Ein zweiter Grund war, der Empfänger der Offenbarung Gottes zu sein und sie aufzuzeichnen. Aus diesem Grund erhielt Israel das Gesetz Mose (5. Mose 4: 5–8; 6: 6–9; Röm. 3: 1–2).
Ein dritter Grund war, die Lehre des einen Gottes in Jesaja 43: 10-12 zu verbreiten:

Ihr seid meine Zeugen, spricht Jehova, und mein Diener, den ich erwählt habe; damit ihr mich kennt und glaubt und versteht, dass ich er bin; vor mir wurde kein Gott gebildet, und es wird auch keinen nach mir geben. Ich, auch ich, bin Jehova; und außer mir gibt es keinen Retter. Ich habe erklärt, und ich habe gerettet, und ich habe gezeigt; und es war kein fremder Gott unter euch; darum seid ihr meine Zeugen, spricht Jehova, und ich bin Gott.

In dieser Passage wurde Israel ausgewählt, um den Nationen der Heiden zwei Dinge zu verkünden: Erstens, dass Jehova, der Gott Israels, der einzige Gott ist; und zweitens ist er der einzige Retter, und alle, die Erlösung suchen, müssen sie in ihm finden.
Ein vierter Grund war, den Messias hervorzubringen (Röm 9,5; Hebr 2,16-17; 7,13-14).

Fruchtenbaum – Israelologie: das fehlende Glied in der systematischen Theologie

Gott läßt Israel, das noch blind und taub ist (vgl. Jes 42,20; Jes 48,8 ), vor die Nationen bringen. Die Nationen sollen Zeugen aufstellen , um zu beweisen, daß sie die Zukunft vorhersagen können (vgl. Jes 41,21-23 ). Dann sagt er, daß die Israeliten als seine Zeugen (vgl. Jes 43,12; 44,8 ) und sein auserwählter Knecht (vgl. Jes 41,8-9 ) deutlich zeigen, daß er der einzige Gott ist ( Jes 43,10 ). Er war schon da, bevor irgendein Götze gemacht wurde, und er wird auch noch da sein, lange nachdem der letzte Götze vergangen ist.
Die Befreiung Israels durch den Herrn zeigt ebenfalls, daß er der wahre Gott ist. Er ist der einzige Heiland , und niemand kann sich seinen Plänen entgegenstellen. „Heiland“ ist ein anderer Titel Gottes, den Jesaja häufig benutzt (vgl. Jes 17,10; 43,3; 45,15.21; 49,26; 60,16; 62,11; 63,8 ). Gottes Offenbarung seines Planes und die Rettung seines Volkes kann von keinem fremden Gott nachgemacht werden. Israels Existenz ist ein deutliches Zeugnis für die Allmacht und Ewigkeit Gottes. Niemand kann umkehren, was Gott getan hat, oder sich seinen Plänen entgegenstellen (vgl. Hi 42,2 ).

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Ihr aber seid meine Zeugen usw. Nachdem Gott die Heiden und ihre Lügengötzen zunichte gemacht, stellt er seine Zeugen auf und rühmt ihre Wahrhaftigkeit; denn den Juden war hinreichend göttliche Belehrung und Weissagung zu völliger gewisser Sicherheit des Glaubens widerfahren. Und durch die Worte unseres Verses klingt der leise Vorwurf gegen die hindurch, die nicht mit lauter Stimme verkünden, was etwa in ihnen ist, was der Ehre Gottes zu dienen vermag. Wer da schweigt, wo es sich um den Ausweis der wahren Religion handelt, der übt Verrat an der heiligen Sache. Unter dem Knecht Gottes ist nicht Jesaja für sich, sondern die Gesamtheit der Propheten zu verstehen, die Gott vor anderen seine Knechte nennt und zur Bekräftigung seiner Wahrheit ausersehen hat. Doch die Einzahl „Knecht“ weist darauf hin, dass Jesaja vorzüglich an Christum denkt, in dem alle Weissagung beschlossen ist. Ist er nicht der höchste Zeuge, der am gewaltigsten Menschenherzen überwindet? Dabei bleibt aber doch bestehen, dass, wie gesagt, auch die Juden als Zeugen sich mitgetroffen und um ihrer Trägheit und ihres Undanks willen sich beschämt fühlen sollen. Endlich aber gehen die Worte des Propheten auch die von Gott erwählte Gemeinde an, die den Beruf hat, der Wahrheit Zeugnis zu geben, nicht als ob Gott dessen bedürfte, sondern damit die Menschen einen festen Grund hätten, der nicht wankt. In dieser Gemeinde stehen als Knechte Gottes die Lehrer und Diener am Wort an erster Stelle; aber auch den Gläubigen ist es aufgegeben, die Erkenntnis Gottes nicht bei sich zu verbergen, sondern sie frei und offen zu bekennen.
Auf dass ihr wisst und mir glaubt und versteht. Diese Wortfolge zeigt, dass der Glaube dem Bekennen vorausgehen muss. Ist ein Bekenntnis nur Lippenwerk, geht es nicht aus dem Herzen hervor, so ist es nichts nutz und eitel; dergleichen verlangt Gott weder, noch billigt er es. Ferner ist zu beachten, dass der Prophet Wissen und Glauben auseinander hält. Wodurch unterscheidet sich denn das „Verstehen“ oder die Einsicht, die so zu sagen dem Glauben nachfolgt, von diesem „Wissen“? Gott arbeitet schon dadurch, dass sein Wort uns Ehrfurcht abgewinnt, unserem Glauben vor. Denn das Erste muss doch die Demut sein, durch die wir Herz und Sinn Gott gefangen geben; dazu fügt dann Gott weiterhin, damit wir die uns gebotene Wahrheit umso gewisser uns zueignen, die Bestätigung durch die Erfahrung. So berichtet ja Johannes, er und Petrus seien zum Glauben an die Schrift gekommen, nachdem sie im geöffneten Grabe die Anzeichen dafür, dass der Herr auferstanden war, erblickt hätten (Joh. 20, 8), und an anderer Stelle spricht derselbe Evangelist von Menschen, die an Christus glaubten, weil sie das erfüllt sahen, was sie aus seinem Munde gehört (2, 23). Und so sollten auch hier die Juden durch die Bestätigung, die ihr Glaube im Leben und in der Wirklichkeit erfuhr, es innewerden, dass sie den wahrhaftigen Gott verehrten. So unterscheidet sich auch der rechte Glaube von jener Leichtgläubigkeit, die wie von ungefähr den Menschen hinreißt: im Gegensatz dazu schenkt Gott seinen Auserwählten Wissen und Urteil genug, um Wahres und Falsches zu scheiden. Daraus geht dann der Glaube und die sichere Gewissheit hervor, die ohne Wanken den Worten Gottes traut. Und endlich zündet dieser Glaube seinerseits wieder das Licht der Einsicht in den Herzen heller und heller an, so dass je nach dem Maß des Fortschritts immer klarer die Erkenntnis Gottes aufleuchtet. Das alles aber geschieht nicht aus unserer Vernunft und Kraft, sondern durch den heiligen Geist, der uns erleuchtet.
Dass Ich´s bin. Das gehört zum Glauben hinzu, dass wir wissen, wer unser Gott ist, und dass er der ist, den wir verehren, und kein anderer; sonst schweifen wir ab und gehen in die Irre. Das also ist nicht mehr Glauben zu nennen, wenn jemand nach eigenem Gutdünken irgendetwas erdichtet oder sich aufs Geratewohl an die Worte eines anderen hängt, oder wohl gar im Dunkeln tappt. Der rechte Glaube ist in sicherer Gewissheit gegründet und weiß sich im Gehorsam des einen, wahren Gottes gebunden; so kann er alle erträumten Götter von oben herab ansehen und das Herz frei machen von der Furcht, die im Irrwahn zu versinken meint. Hieraus mögen wir ersehen, was davon zu halten ist, wenn bei den Päpstlichen auch stumpfe und einsichtslose Menschen, die kein Wort von dem unbekannten oder ungewissen Gott auch nur zirpen können, Gläubige genannt werden, wenn sie nur bereit sind, anzunehmen, was die Kirche, die heilige Mutter, ihnen vorschreibt. Solch lästerliches Treiben hat Gott nimmermehr gut geheißen, sondern den Glauben mit der Einsicht verbunden, so dass man beide nicht voneinander trennen kann. Überdies ist kein Glaube, ohne dass man ihn bekennt, den Vater unseres Herrn Jesu Christi, der durch die Apostel und Propheten zu uns geredet hat. Und um zu bekräftigen, dass er allein Gott ist, fügt er hinzu: vor mir ist kein Gott gemacht – ein spottender Hinweis darauf, dass alle etwa vorhanden gewesenen Götter von sterblichen Menschen gebildet und hergestellt waren und darum mit dem ewigen Gott nicht verglichen werden dürfen. Unverletzt und unvermindert bleibt seine Herrschaft; er weicht nicht der Entkräftung oder dem Alter. In ihm müssen wir ruhen, wenn unser Glaube der rechte sein soll, an ihm festhalten, dem einigen Gott, der keinen anderen neben sich duldet.
V. 11. Ich, Ich bin der Herr, und ist außer mir kein Heiland. Als Sieger erhebt sich Gott, nachdem er genug gestritten, und nun bestätigt er es: Ich, Ich bin der Herr, und ist außer mir keiner. Wie gefährlich ist es, auf eigenes Gutdünken über Gott dies und jenes zurecht zu reimen; ehe man es sich versieht, hat man ein Götzenbild an seine Stelle gesetzt. Was aber in Wahrheit von ihm kommt, das lasst uns mit Eifer ergreifen und, nachdem er sich uns geoffenbart, zunehmen und wachsen in seiner Erkenntnis! Ich, Ich bin der Herr: nicht nur das ewige Wesen seiner Gottheit, sondern seine Macht und Güte hebt Gott hier hervor; den alleinigen Heiland nennt er sich. Die Welt pflegt ihm nur den leeren Namen zu lassen, aber seine Macht hierhin und dorthin zu verteilen; so geschieht es ja auch im Papsttum. Da nennt man ihn wohl Gott und rühmt sich seiner Verehrung, aber seine Herrlichkeit und das, was er ausrichtet, teilt man dem Petrus, oder Paulus, oder anderen Heiligen zu: so hat man am Ende eben so viel Götter, als Kreaturen. Aber unversehrt und unvermindert will Gott dies alles für sich selbst behalten: und man kann es keinem anderen geben, ohne ihm Schimpf und Lästerung anzutun. Er allein vermag zu schützen, zu erhalten. In ihm ruht unser Heil, und ein vornehmlicher Teil des Gottesdienstes ist der Glaube, der Anfang und Ende des Lebens in ihm geborgen weiß und ihm in allen Stücken die Ehre gibt.
V. 12. Ich habe es verkündigt und habe auch geholfen. Dieser Vers fasst das Vorhergehende zusammen. Ich habe es voraus verkündigt, das bezieht sich auf Gottes Allwissenheit; ich habe auch geholfen, auf seine Allmacht und Güte. So stellt er sich als den einigen Gott hin, der alles weiß und vermag. Und das ist nicht nur den Juden, sondern auch uns gesagt: soviel Weissagungen Gottes wir haben, soviel Denkmäler seiner Macht und seiner Allwissenheit, damit wir lernen, auf ihn zu trauen, allen Aberglauben zu verbannen und ihn allein hoch und herrlich sein lassen. Denn, nachdem er also seine Macht erwiesen und seine Gnade erzeigt, wären wir undankbar, wenn wir nicht in ihm allein uns zufrieden geben wollten.
Da war kein fremder Gott unter euch – zu jener Zeit, als ich öffentlich und im geheimen meine Macht erwies. Dies Wort soll nicht auf ein Lob der Frömmigkeit oder der Religion der Juden hinauslaufen, sondern den alleinigen Schutz Gottes ins Licht stellen: solange Israel keinem fremden Gotte diente, zeigten sich ihm die großen Wunder des Herrn in Hülle und Fülle. Da war kein Zweifel, dass außer ihm kein Gott sei. Zugleich aber deutet der Prophet an, dass unser Unglaube den vollen Erweis der Macht Gottes hindert. Wenden wir vollends unser Herz götzendienerischem Aberglauben zu, so machen wir uns selbst seiner Hilfe und Güte unwürdig. Am Schluss entbietet der Herr abermals seine Zeugen: schnöden Undanks würden sie schuldig sein, wenn sie verhehlen würden, was er ihnen offenbart.

Jean Calvin -Jesaja

So lange es keinen Staat und kein Land Israel gab, dachten viele Ausleger, dass es Jehovah unmöglich sei, seine Verheißungen war zu machen – und bastelten sich deshalb ein „geistiges Israel“ an dem sich dass alles erfüllen könnte. Aber wer sich ernsthaft die Kapitel in Jesaja durchliest, stellt schnell fest, dass es hier um die Kinder Abrahams und Isaaks geht! Siehe dazu auch hier. Ja, ich kann mich anstrengen, und wie ein kleines Kind mir einen „Polizeiausweis“ basteln und dann „Polizei“ spielen – aber ich bin deshalb kein Polizist! Genauso kann ich mir ein Schild basteln und mir den Namen Jehovah drauf schreiben – aber Jehovah hat sein Volk mit Abraham gewählt! Er läßt sich nicht von seinen Geschöpfen vorschreiben, wen ER benutzt und wen er wie segnet.


Spannend in diesem Zusammenhang, ER – Jehovah – sagt, dass er der einzige Retter /Helfer /Heiland ist! Wie würdest du in diesem Zusammenhang Jeschuahs Rolle einordnen?

Geschrieben von Thomas am 3. Juli 2020 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,jehovah-shammah | Keine Kommentare

Auf wen vertraust du wirklich?

Hilf mir, Jehova, mein Gott! Rette mich nach deiner Güte!
Damit sie wissen, daß dies deine Hand ist, daß du, Jehova, es getan hast.

Elberfelder Bibel 1905 – Ps 109,26–27

Hilf mir, o Jehova, mein Gott.
Rette mich durch deine loyale Liebe.
Sie sollen erkennen, dass es durch deine Hand geschieht,
dass du, o Jehova, es getan hast.

neue Welt Übersetzung – 2018 – Psalm 109,26–27

Hilf mir, o Jehova, mein Gott;
Rette mich gemäß deiner liebenden Güte.
Und mögen sie erkennen, daß dies deine Hand ist,
Daß du selbst, o Jehova, es getan hast.

neue Welt Übersetzung – Bi12 . Ps 109,26–27

Stehe mir bei, Jehovah, mein Gott, rette mich nach Deiner Barmherzigkeit.
Und lasse sie wissen, daß das Deine Hand ist, daß Du, Jehovah, es tust.

Tafelbibel . Ps 109,26–27

Stehe mir bei, Jehova, mein Gott! hilf mir nach deiner Gnade,
damit sie erfahren, daß dieses deine Hand, daß du, Jehova, es getan!

de Wette Bibel, Ps 109,26–27

Hilf du mir, Jahwe, mein Gott, / Rette du mich nach deiner Huld!
Dann werden die Leute erkennen, daß dies deine Hand, / Daß du, o Jahwe, es hast getan. (Gottes „Hand“ oder Wirken steht im Gegensatz zu allem sogenannten Zufall oder Menschenwerk. Die Leute in der Umgebung des Psalmisten werden endlich klar erkennen, daß Gott ihm wie einst dem Hiob sein Leiden nur für eine Zeitlang zu seiner Prüfung und Läuterung auferlegt hat. Den Fluch und die Feindschaft der Menschen wird Gott für den Psalmisten schließlich in Segen und Freude wandeln.)

Ludwig Albrecht, Ps 109,26–27

Hilf mir, Jehova, mein Gott! rette mich nach deiner Gnade!
Und lass sie erkennen, dass dieses deine Hand ist, dass du, Jehova! es gethan!

van Ess_1858, Ps 109,26–27

Stehe mir bei, Herr! Der Prophet wiederholt seine Bitte. Denn in demselben Maße, wie Satan uns mit allerlei Anschlägen bekämpft, sollen unser Eifer und unsren Anstrengung wachsen. Sind wir auch überzeugt, dass Gott uns gnädig ist, so kann es doch nicht ausbleiben, dass mancherlei Zweifel sich einschleicht und einnistet, wenn er zögert und die Gottlosen mit ihren Tüfteleien uns reizen. Darum hat es guten Grund, dass David wider derartige Anläufe immer wieder diesen Schild vorhält, dass der Herr in seiner Gnade den Seinen in der Not hilft. Er bittet aber (V. 27), dass Gott ihn nicht in gewöhnlicher Weise, sondern mit ausgezeichneter Kraftwirkung rette, damit der Feind betroffen stillschweige. Wir wissen ja, dass der Herr den Seinen öfters in der Stille hilft; zuweilen streckt er aber auch seinen Arm öffentlich aus, so dass die Gottlosen, selbst wenn sie die Augen schließen, sich gezwungen sehen, ein göttliches Walten zu spüren. Wie also Davids Feinde über Gott sich erhoben hatten, so möchte er wiederum in Gottes Namen über sie triumphieren. Nicht will er für sich selbst den Ruhm kriegerischer Tüchtigkeit erwerben, sondern Gottes Macht soll sich offenbaren, die alles Fleisch demütigt. Bei dem Ausdruck, dass seine Hand solches tut, kann man allerdings nicht bloß an den Ausgang, sondern auch an die Betrübnis selbst denken. Vornehmlich wird aber David wünschen, dass man seine Rettung der Gnade Gottes zuschreibe: denn indem er Gottes Hand dem Glück wie allen menschlichen Mitteln entgegenstellt, will er, dass man allein Gottes Wirken erkenne. Dies sollen wir uns fleißig einprägen: denn wenn auch jedermann durch Gottes Hand gerettet zu werden begehrt, stellt unter hundert doch kaum einer sich das Ziel der Verherrlichung der Ehre Gottes vor Augen. Und doch sollte sie, die tatsächlich an erster Stelle steht, uns mehr gelten als die eigene Rettung. Wer nun wünscht, dass die Gottlosen vom Wirken der Hand Gottes überführt werden, muss noch vielmehr in Bezug auf sich selbst bedenken, dass es Gottes Hilfe war, die er erfuhr. Es wäre doch gar zu verkehrt, andere auf Gottes Hand hinzuweisen, deren Erkenntnis nicht zuerst uns tief ins Herz dränge.

Jean Calvin – Aus dem Psalmenkommentar

Dieser Abschnitt, der von dem, was von Now You, O GOTT, vorausgeht, abgegrenzt ist, zeigt die Gründe auf, warum Gott positiv reagieren sollte. Der Psalmist behauptet nicht, unschuldig zu sein (im Gegensatz dazu z. B. Pss. 7; 17), bietet jedoch eine Vielzahl von Argumenten an, die Gott motivieren sollen. Diese finden sich alle an anderer Stelle in Psalmen und in anderer biblischer Literatur: Gott sollte um seines Namens willen handeln (Vers 21; siehe 23: 3 n.), Um seines „ḥesed“ (Vers 21, 26; siehe 5: 8 n.), Wegen des niedrigen Status des Bittstellers (Vers 22; siehe auch Vers 16) und des Schmerzes (Vers 23–24), und damit die Feinde Gottes Kraft schätzen (Vers 27; siehe z. 1. Sam. 17:46; 2. Könige 19:19; Jes. 41:20).

Die jüdische Studienbibel


Es besteht eine große Gefahr, so assimiliert in diese Welt zu werden, dass es keine Kollision mehr gibt, kein Protest mehr, sondern nur das wimmern der Seele, die bettelt, allein von der allgemeinen Arbeit und der Probleme dieses Alters zu bleiben… Das Gewissen ist eingebrannt; natürliche Zuneigung wurde aufgegeben; und das „Leben“ der Seele wird zu einer reinen Chiffre, ein Phantom, ein Geist… Das ist die Regelung der weltlichen Dialektik, die die menschliche Seele in Leben und sterben für die Sake von purer Eitelkeit. Möge Gott uns helfen, nicht unsere Tage zu verschwenden… Das Gebet der frommer Seele ist immer, „Hilf mir, o Herr, mein Gott! Rette mich nach deiner treuen Liebe“ (Psalm 109:26). Leere unsere Herzen von Eitelkeit, o Herr, und treffen uns mit Hunger und Durst für dich, denn du allein bist das, was wir wirklich brauchen….

hebräisch für Christen

Hier sieht man wieder einen der großen Unterschiede, zwischen Menschen, die behaupten, dass Jehovah „ihr Gott sei“ und derer, deren Gott Jehova ist.
Die einen reden nur über IHN, aber wenn es zu Problemen kommt, haben sie Rechtsanwälte, die weltweit „ihre Rechte einklagen“. Oder noch schlimmer, die sich mit den Regierungen auf „einen Deal einlassen“, damit es ihnen „besser geht“.
Die anderen sind wie der Psalmist und warten darauf, dass Jehovah selbst tätig wird, damit jeder erkennen kann, dass ER gehandelt und befreit hat!

Geschrieben von Thomas am 3. Juli 2020 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,jehovah-shammah | Keine Kommentare

„dass der Auserwählte durch diesen ganzen Dreck durchmuss, damit Gott ihn auch zum Meister über alles, was es gibt, machen kann?“

Und er sprach zu ihnen: O ihr Unverständigen und trägen Herzens, zu glauben an alles, was die Propheten geredet haben! Mußte nicht der Christus dies leiden und in seine Herrlichkeit eingehen?

Elberfelder Bibel 1905 – Lukas 24,25–26

Da sagte er zu ihnen: „Ach, ihr Unverständigen! Wie langsam euer Herz doch darin ist, an all die Aussagen der Propheten zu glauben! Musste der Christus nicht das alles erleiden und in seine Herrlichkeit gelangen?“

neue Welt Übersetzung – 2018 – Lukas 24,25–26

Und er sagte zu ihnen: „Oh ihr Begriffsstutzigen und Langsamen im Herzen, [die ihr unfähig seid], an alles zu glauben, was die Propheten geredet haben! Musste der Gesalbte nicht diese [Dinge] erleiden und in seine Herrlichkeit eintreten?“

Leonberger Bibel – Lk 24,25–26

Da sagte Jesus zu ihnen: »Was seid ihr doch schwer von Begriff! Warum rafft ihr euch nicht endlich auf zu glauben, was die Propheten gesagt haben? Musste der versprochene Retterb nicht dies alles erleiden und auf diesem Weg zu seiner Herrschaft gelangen?« (Apg 14,22)

Gute Nachricht Bibel – Lk 24,25–26

Da sagte er zu ihnen: »O ihr Gedankenlosen, wie ist doch euer Herz so träge (oder: stumpf), um an alles das zu glauben, was die Propheten verkündigt haben! 26 Mußte denn Christus (oder: der Messias) dies nicht leiden und dann in seine Herrlichkeit eingehen?«

Menge – Lk 24,25–26



ὦ vor Vok. m. Affekt (A142). ἀ-νόητος11 unverständig, unvernünftig. βραδύς10 εῖα ύ langsam. τοῦ m. Inf. GenO (zweiten Grades, A51) zu βραδεῖς (H-S § 225a; A281). πιστεύειν Inf.; βραδεῖς τῇ καρδίᾳ (dat. resp., A178) τοῦ πιστεύειν die ihr im Herzen zu träge/stumpf seid zu glauben (vgl. B βραδύς) = etwa wie schwer fällt es euch zu glauben. ἐπί m. Dat. an od. auf Grund von (B II1bγ; BDR § 1872). οἷς für ἅ Attraktion des Rel.-Pron. (A360). ἐ-λάλησαν Aor. λαλέω. Lk 24,26 οὐχί nicht; erwartet als Frageeinleitung eine bejahende Antwort (A320). ἔ-δει Ipf. δεῖ V. 7. παθεῖν Aor. Inf. πάσχω; Präd. des AcI, abhängig v. ἔδει. καί weiterführend (BDR § 4426; vgl. A311,2) und so, und dann. εἰσ-ελθεῖν Aor. Inf. -έρχομαι; Präd. des AcI.

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

Jesus tadelte sie für ihre Begriffsstutzigkeit und ihren Unglauben. Er legte ihnen, angefangen beiMose und den Propheten, alles aus, was von ihm gesagt war. Damit machte er ihnen zugleich klar, daß sie das, was geschehen war, eigentlich aus dem Alten Testament heraus hätten verstehen müssen.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Über dem Lebensgang Jesu liegt volle Klarheit und ganze Übereinstimmung mit der Schrift. Sie verkündigt den Christus, der Gott bis zum Tod gehorsam ist, den, der in die himmlische Herrlichkeit erhöht wird, nicht einen Christus nach dem Herzen Israels; darum wird er von ihm verworfen und bleibt doch, weil er der Bote der Gnade ist, der, der es erlöst. Es gab für die Jünger keinen Glauben an Jesus, solange ihnen das Ende Jesu als ein Widerspruch erschien. Freilich durften sie, wenn sie mit dem Schriftwort den Willen Gottes im Ausgang Jesu erkennen sollten, nicht nur einzelne Worte aus ihm herauslesen, die sie nach ihren Wünschen auswählten; sie mussten alles hören und alles nützen, was die Propheten gesagt hatten. Statt dessen hatten sie ein verdunkeltes Auge, das nichts sah, und ein mattes, gebundenes Herz, das sich mühsam zum Glauben durchringen musste. Darum musste ihnen nun die Schrift als eine neue, ihnen bisher verborgene Botschaft gesagt werden.

2 Lk 4,26: Musste nicht der Christus dieses leiden und in seine Herrlichkeit eingehen?

Was die Jünger soeben von Jesus erzählten, musste der Christus leiden, weil es für ihn so zum voraus in der Schrift geordnet war. Es geschah nicht, damit er darin versinke, sondern damit er so in seine Herrlichkeit eintrete, die er vor Gottes Thron, nicht im Maß des irdischen Lebens empfängt. So standen die Jünger zu ihrer Überraschung vor der Gewissheit, dass Jesus eben deshalb der Christus war, weil er gekreuzigt wurde. Und nun kam Spruch um Spruch an die Reihe, und jeder empfing neues Licht aus der vollbrachten Gottestat.

Lk 24,27-29: Und er fing bei Mose und allen Propheten an und legte in allen Sprüchen aus, was über ihn gesagt ist. Und sie kamen zum Dorf, wohin sie wanderten, und er stellte sich, als ziehe er weiter, und sie drangen in ihn und sagten: Bleibe bei uns; denn der Abend kommt, und der Tag hat sich schon geneigt. Und er trat ein, um bei ihnen zu bleiben.

Jesus erprobte die Jünger. Werden sie ihn ziehen lassen oder ihm für seinen Dienst so dankbar sein, dass sie ihn bei sich behalten möchten? Die Jünger haben sich bewährt.

Erläuterungen zum Neuen Testament -Schlatter

Eine erste Aussage: Wer Gottes Wort nicht kennt, befindet sich im Irrtum. Seine Überlegungen mögen noch so klug sein, es fehlt ihnen die Grundlage.
Die Bibel kennen, aber ihren Aussagen nicht glauben, kommt auf das Gleiche hinaus. Die Sadduzäer kannten das Alte Testament. Aber sie glaubten nicht alles, was darin stand. Ist das nicht auch eine Gefahr für uns heute? Der Herr musste den Emmaus-Jüngern den Vorwurf machen: «O ihr Unverständigen und trägen Herzens, an alles zu glauben, was die Propheten geredet haben!» (Lk 24,25). Die Bibel ist kein Selbstbedienungsladen, in dem wir nehmen können, was uns gefällt, und weglassen können, was uns nicht zusagt. Lasst uns deshalb am ganzen Wort Gottes ohne irgendwelche Abstriche festhalten.

Halte fest 2020

Die Rüge des Herrn floß aus einem Herzen voller Liebe und Barmherzigkeit. Er rügte sie, weil ihre Herzen so träge waren, alles zu glauben, was die Propheten gesprochen hatten. Aus der Anrede „O ihr
Unverständigen“ (im Griechischen mit maskuliner Endung) läßt sich nicht folgern, beide seien Männer gewesen; denn die Endung des Wortes wäre auch dann maskulin gewesen, wenn die Angesprochenen Mann und Frau
gewesen wären. Wir können nur Kleopas als Mann identifizieren, nicht
aber seinen Begleiter. Sie hätten aus den großartigen Weissagungen
Jesajas, Davids und anderer Propheten wissen müssen, daß der
Christus würde leiden müssen. Träge Herzen sind von einer
geistlichen Krankheit befallen; solche bedürfen einer radikalen
Behandlung, die nur der Herr selbst verabreichen kann. Wie
bewunderungswürdig behandelte Er diese trägen Herzen!
  „Mußtenicht der Christus dies leiden“ bedeutet: War es denn nicht notwendig? Paulus gebrauchte ähnliche Worte in Thessalonich, „nämlich, daß derChristus leiden sollte, daß er als Erster durch Totenauferstehung Licht verkündigen sollte…“ (Apg 26,23). Die Worte des Herrn sind eine
Zusammenfassung der großen Wahrheit, daß der Weg zur Herrlichkeit
über das Kreuz führen mußte. Das hatten Herz und Sinn der Jünger noch nicht erfaßt. Petrus lernte es danach, und es wurde sogar das Thema seines ersten Briefes: „die Leiden, die auf den Christus kommensollten, und die Herrlichkeiten danach“ (1 Petrus 1,11). Zum häufigen Hinweis des Lukas auf Dinge, die geschehen „mußten“ vergleiche man die Erörterungen zu den Versen 7-8, wo die entsprechenden Bibelstellen angeführt sind. Wir sollten die Kernaussage nicht übersehen, die darin liegt, daß der erste für die Herzen der Jünger bestimmte Satz die Bedeutung Seiner Leiden hervorhebt. Wenn das Kreuz nicht richtig verstanden wird, kann nichts klar sein.
  27 „Von Moses und von allen Propheten“ kann sich auf das ganze AT beziehen, aber wenn der Begriff „in allen Schriften“ hinzugefügt wird, dann wissen wir, daß Moses der Ausgangspunkt der systematischen Untersuchungen der Schrift war von dem, „was ihn betraf“. Es gibt wohl kaum einen Gläubigen, der diese Worte nicht mit dem Wunsch gelesen hätte, bei diesen Darlegungen dabei gewesen zu sein. Und doch, wir haben den Heiligen Geist, der „von dem Meinen empfangen und euch mitteilen wird“ (Joh 16,15). Dieser Vers gibt uns die autoritative Grundlage zur Überzeugung, daß sich in jedem Buch der Bibel Weissagungen, Verheißungen, Bilder, Schattenbilder und Illustrationen des Herrn Jesus finden.
 In Antiochien in Pisidien predigte Paulus: „Und obschon sie keine Ursache des Todes fanden, baten sie den Pilatus, daß er umgebracht würde. Und
nachdem sie alles vollendet hatten, was über ihn geschrieben ist, nahmen
sie ihn vom Holze herab und legten ihn in eine Gruft. Gott aber hat ihn aus den Toten auferweckt, und er ist mehrere Tage hindurch denen erschienen, die mit ihm hinaufgezogen waren von Galiläa nach Jerusalem, welche jetzt seine Zeugen an das Volk sind“ (Apg 13,28-31). Es besteht ein Zusammenhang zwischen den beiden Ausdrücken „in allen Schriften das, was ihn betraf“ und „alles … was über ihn geschrieben ist“. Letzterer ist durch den Zusammenhang eingeschränkt, ersterer ist uneingeschränkt. In großen Zusammenfassungen von Wahrheiten, wie sie Paulus und in noch höherem Grad der Herr in Seinen Darlegungen „aller Schriften“ machten, finden wir Wahrheiten, die unsere Herzen sättigen und unser Sinnen tagelang erfüllen können. Als Beispiel beachte man die Ausdrücke
„über ihn“, „nahmen … ihn“, „legten ihn“, „ihn … auferweckt“ aus
Apg 13, und es wird auf mindestens drei verschiedene Menschengruppen verwiesen mit dem Fürwort „sie“. Wie viele unendlich kostbare Dinge müssen in die Ohren dieser zwei Wanderer gedrungen sein!

Benedikt Peters – Was die Bibel lehrt

Was ist der ;Mittelpunkt der ganzen heiligen Schrift? Man kann die Bibel unterschiedlich lesen – und je nachdem mein Auge im Focus hat, werde ich den Christus von 1.Mose bis zur Offenbarung ständig sehen – oder halt andere Dinge! Spannend, zu sehen, dass Adam und Eva sich mit IHM unterhielten, und dass in diesem Zusammenhang schon versprochen wurde, dass der Gesalbte eine Wunde erhalten würde. Aber mit dieser Wunde, hatte die Schlange verloren!

Geschrieben von Thomas am 2. Juli 2020 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,jehovah-shammah | Keine Kommentare

Apostelgeschichte 15

Spannend, was die Bibel berichtet, und wie verschiedene Glaubensrichtungen die Verse aus dem Zusammenhang reißen, um ihren „Vatikan“ biblisch zu stützen.
Als erstes wäre zu erwähnen, dass der Saulus von Jesus direkt zum „Apostel“ befürdert wurde, und dass gemäß der Bibel dann Paulus von seiner Heimatgemeinde zum missionieren (und nicht von anderen Aposteln) ausgeschickt wurde. Aber zu diesem Thema vielleicht einen anderen Tag.
Sehen wir uns Apostelgeschichte 15 im Zusammenhang an, stellen wir fest, dass es „Glück“ war, dass Paulus und Barnabas nach Jerusalem geschickt wurden. Denn wenn die in Vers 1 erwähnten „etliche“ aus einem anderen Gebiet gekommen wären, wären Paulus und Barnabas nämlich dort hingeschickt worden, um das von „etlichen“ aufgebaute Problem zu lösen. Ganz im Gegensatz zu heute, wo man sich übers Internet über die Probleme ausläßt, war es unter Christen im 1.Jahrhundert üblich, die Worte Jesu anzuwenden, und den direkten Kontakt zu suchen. So auch in Apg 15 – die Abgesandten werden zu der Stadt geschickt, wo das Problem herkommt: und das ist zum Glück für die vielen Kirchen halt diesmal auch der Ort wo die meisten der Apostel beteten und predigten!
Dann darf man auch nicht vergessen, dass die Apostel nicht als Gruppe zusammen blieben und auch nicht für weitere Beschlüsse zusammen kamen. Die Apostel (und zum Teil sogar „Nichtapostel“), die für das Schreiben der im NT gesammelten Briefe und Berichte verantwortlich zeichen, haben diese Briefe und Berichte unter dem heiligen Geist geschrieben und haben sich dabei NICHT mit den anderen Apostel abgestimmt oder beraten!

Aber nun eine ausführliche Ausführung ( von Fruchtenbaum mit Übersetzungstool):


Dieser große Rat in Jerusalem liegt zwischen der ersten und zweiten Missionsreise von Paulus. Einerseits wurde das Jerusalemer Konzil notwendig, weil sich auf der ersten Missionsreise viele, viele Nichtjuden zur Akzeptanz des Messias wandten, abgesehen vom Gesetz Mose und der Beschneidung. Andererseits wären weitere Missionsaktivitäten von Paulus, wie seine zweite Missionsreise, unmöglich gewesen, bis dieses spezielle Problem ein für alle Mal gelöst worden wäre. Deshalb haben wir an dieser Stelle in der Apostelgeschichte den Jerusalemer Rat.

Der Einfachheit halber wurde diese Studie in vier separate Abschnitte unterteilt: den Anlass, die Erklärungen des Rates, die Entscheidung des Jerusalemer Rates und den Bericht an die Kirche in Antiochia.


I. DIE GELEGENHEIT – AKT 15: 1–5

A. Die Frage der nichtjüdischen Beschneidung – Apostelgeschichte 15: 1

Und bestimmte Männer kamen von Judäa herab und lehrten die Brüder und sprachen: Wenn ihr nicht nach dem Brauch Mose beschnitten werdet, könnt ihr nicht gerettet werden.

In Vers 1 wird das Problem klar dargelegt: Nichtjüdische Beschneidung. Nach der ersten Missionsreise von Paulus und Barnabas, nachdem sie sich bei der Kirche von Antiochia gemeldet und einige Zeit mit der dortigen Kirche verbracht hatten, wurde das Problem aufgeworfen, als: bestimmte Männer aus Judäa herabkamen. Diese Männer waren Mitglieder der Beschneidungspartei, die bereits in Apostelgeschichte 11: 2 erwähnt wurde und Peter herausgefordert hatte, in das Haus eines unbeschnittenen Nichtjuden zu gehen. Diese Männer waren nicht von der Kirche von Jerusalem gesandt worden; Sie kamen einfach von selbst nach Antiochia. Dass sie nicht aus Jerusalem gesandt worden waren, wird in Apostelgeschichte 15:24 deutlich. In Galater 2 bezog sich Paulus auf dasselbe Jerusalemer Konzil, und dies waren dieselben Männer, die in Galater 2: 4 als falsche Brüder beschrieben wurden.

Sie kamen und lehrten die Brüder. Die griechische Zeit bedeutet, dass sie anfingen zu lehren, und sie hielten daran fest; sie begannen entschlossen zu unterrichten. Der Begriff Brüder bezieht sich hier auf die nichtjüdischen Gläubigen, denn sie haben die nichtjüdischen Gläubigen ausgewählt, weil sie nicht beschnitten wurden. Zu diesen nichtjüdischen Gläubigen sagten sie: Wenn ihr nicht nach der Art Moses beschnitten werdet, könnt ihr nicht gerettet werden. Dies war das Diktum, das die Judaisten den Heiden vorlegten: Glaubende Heiden werden erst gerettet, wenn sie beschnitten sind. Dies ist Rettung durch Werke, Rettung durch Ritual. So wie bestimmte Gruppen heute die Gläubigen lehren: „Du bist nicht wirklich gerettet, bis du getauft wurdest“, so gab es eine frühere Häresie: „Du bist nicht gerettet, bis du beschnitten wurdest.“ Beide sind gleichermaßen falsch. Beide beinhalten die Errettung durch Werke, die Errettung durch Rituale.

Die Entscheidung der Kirche von Antiochia – Apostelgeschichte 15: 2

Und als Paulus und Barnabas keine kleine Meinungsverschiedenheit hatten und mit ihnen fragten, ernannten die Brüder, dass Paulus und Barnabas und einige andere von ihnen wegen dieser Frage zu den Aposteln und Ältesten nach Jerusalem gehen sollten.

Die Entscheidung wurde getroffen: als Paulus und Barnabas keine kleine Meinungsverschiedenheit hatten und mit ihnen fragten. Mit anderen Worten, diese beiden Männer, die ihre erste Missionsreise abgeschlossen hatten und unzählige Nichtjuden gerettet hatten, ließen es nicht zu, dass die Nichtjuden von diesen selbsternannten „Hütern der Orthodoxie“ geschlagen wurden. Das Wort für Zwietracht im Griechischen bedeutet „Aufruhr“ oder „Ausbruch“. Das Wort impliziert, dass die Judaisten viel Streit verursacht haben. Sie lösten die schöne Einheit der Kirche von Antiochia auf, die bis zum Ende von Kapitel 14 bestanden hatte.

Also ernannten die Brüder eine offizielle Delegation, darunter Paulus und Barnabas und einige andere von ihnen, die hier nicht genannt werden, aber einer von ihnen war Titus gemäß Galater 2: 1–5. Sie wurden wegen dieser Frage zu den Aposteln und Ältesten geschickt. Die Kirche von Antiochia hat mit Bedacht entschieden, dass dieses Problem durch eine Untersuchung gelöst werden sollte, die an die Führung der Jerusalemer Kirche gerichtet werden soll. Wieder einmal sagt Lukas, nach Jerusalem zu gehen, bedeutet hinaufzugehen.

Es gab zwei Kategorien von Führern der Jerusalemer Kirche: Erstens die Apostel, die innere Gruppe der Zwölf Apostel, die die Autorität hatten, zu binden und zu verlieren, dh entweder zu erlauben oder zu verbieten; und zweitens die Ältesten, die die eigentlichen Herrscher waren und fortfahren würden, nachdem das apostolische Amt mit dem Tod des letzten Apostels aufgehört hatte.

Die Reise nach Jerusalem – Apostelgeschichte 15: 3

Als sie von der Kirche auf ihren Weg gebracht wurden, gingen sie sowohl durch Phönizien als auch durch Samaria und erklärten die Bekehrung der Heiden. Und sie bereiteten allen Brüdern große Freude.

Vers 3 beschreibt die Reise. Sie wurden daher aus den in Vers 2 genannten Gründen: von der Kirche auf ihren Weg gebracht; Mit anderen Worten, sie wurden von der Kirche unter einer Eskorte als Ehrenzeichen ausgesandt. Sie wurden von der Gemeinde großartig abgeschickt.

Sie gingen dann in einer schrittweisen Prozession durch zwei Gebiete: Phönizien, wo es nichtjüdische Kirchen gab; und Samaria, wo sich die samaritanischen Kirchen befanden. Gott hatte die Samariter in Kapitel 8 angenommen und Er hatte die Heiden in Kapitel 10 angenommen. aber jetzt war das Problem der nichtjüdischen Beschneidung aufgetaucht. Auf ihrem Weg nach Jerusalem sammelten sie Unterstützung von anderen nichtjüdischen Kirchen sowie von den samaritanischen Kirchen. Das Thema, das sie in Phönizien und Samaria erklärten, war die Bekehrung der Heiden. Sie erzählten die Geschichten und Erfolge ihrer ersten Missionsreise. Ihr Punkt war, dass diesen Heiden die Erlösung gewährt worden war, ganz abgesehen von der Beschneidung.

Das Ergebnis war, dass sie in den Kirchen allen Brüdern große Freude bereiteten. Die griechische Zeitform bedeutet, dass sie ständig in einem Zustand der Freude waren.

Das Treffen mit der Jerusalemer Kirche – Apostelgeschichte 15: 4–5

Und als sie nach Jerusalem kamen, wurden sie von der Kirche, den Aposteln und den Ältesten empfangen und sie probten alles, was Gott mit ihnen getan hatte. Aber es erhoben sich einige Sekten der Pharisäer, die glaubten und sagten: Es ist notwendig, sie zu beschneiden und sie zu beauftragen, das Gesetz Mose zu halten.

In Vers 4, als sie schließlich in Jerusalem ankamen, wurden sie von der Kirche im Allgemeinen, von den Aposteln und von den Ältesten öffentlich empfangen. Paulus bezieht sich auch in Galater 2: 2 darauf. Sie erzählten dann ihre erste Missionsreise.

Vers 5 berichtet über die Opposition. Diese Leute waren Pharisäer, die tatsächlich Gläubige geworden waren; aber sie blieben immer noch in der pharisäischen Partei. Dies war die Beschneidungspartei der Apostelgeschichte 11: 2.

Ihr Anspruch war zweifach. Erstens: Es ist notwendig, sie zu beschneiden, weil die Beschneidung das Mittel war, sich dem Gesetz Mose zu unterwerfen. und zweitens, sie zu beauftragen, das Gesetz Mose zu halten. Nicht nur, um sich zunächst durch Beschneidung dem Gesetz zu unterwerfen, sondern um weiterhin ein Leben nach dem Gesetz zu führen.

Zu diesem Zeitpunkt ereigneten sich die Ereignisse in Galater 2: 1–10. Nach dieser Passage kamen falsche Brüder aus Jerusalem nach Antiochia und predigten die Beschneidung, aber Paulus und Barnabas widersetzten sich ihnen. Dann beschloss die Kirche von Antiochia, Paulus, Barnabas und andere, wie Titus, zu den Aposteln und Ältesten der Kirche von Jerusalem zu schicken. Den Galatern zufolge ging Paulus durch Offenbarung auf, eine Offenbarung, die von Gott zu ihm kam und die von der Kirche von Antiochia anerkannt wurde. Auf dem Weg nach Jerusalem besuchten sie andere Kirchen; und bei ihrer Ankunft hatten sie einen öffentlichen Empfang, die erste Versammlung der Kirche, auf die in Galater 2: 2 Bezug genommen wird.

Sie hatten dann ein privates Treffen mit Peter, John und James. Paulus überzeugte sie für seine Ansicht über die Freiheit der Heiden vom Gesetz, aber andere legten ihr eigenes Programm für den Umgang mit der Situation fest. Während die Judaisten planten, beschlossen Paulus, Barnabas und die Führer der Jerusalemer Kirche, ihre eigene Strategie und ihr eigenes Programm zu planen, wie sie mit den Judaizern in der öffentlichen Versammlung umgehen sollten. Dann kam die öffentliche Versammlung selbst, die die zweite Versammlung der Kirche war.

Die Versammlung der Kirche – Apostelgeschichte 15: 6

Und die Apostel und die Ältesten versammelten sich, um über diese Angelegenheit nachzudenken.

Die Versammlung der Kirche wurde im Auftrag der Apostel und Ältesten einberufen. Die Führer übernahmen die Angelegenheit, die zweifach war. Erstens die Frage der nichtjüdischen Beschneidung; und zweitens die Frage der Heiden und des Gesetzes von Moses. Dieses entscheidende Treffen erwies sich als Wendepunkt in der Geschichte der Kirche.


Das Zeugnis von Petrus – Apostelgeschichte 15: 7–11

Einleitung – Apostelgeschichte 15: 7a

Und als es viele Fragen gegeben hatte, stand Petrus auf und sprach zu ihnen:

Der Anlass war: als es viele Fragen gegeben hatte. Mit anderen Worten, den Judaisten, der Beschneidungspartei, wurde reichlich Gelegenheit gegeben, ihren Fall darzulegen. Es gab keinen Versuch, die Debatte abzubrechen. Nachdem ihnen genügend Zeit gegeben worden war, stand Petrus auf und sprach zu ihnen:


Peters Ansprache – Apostelgeschichte 15: 7b – 11

Dies ist das letzte Mal, dass Petrus in der Apostelgeschichte erscheint. In seiner letzten Ansprache behandelte er die Heiden in den Versen 7b – 9 und wies auf zwei Dinge hin.


Gottes Wahl – Apostelgeschichte 15: 7b

Brüder, ihr wisst, dass Gott vor einiger Zeit unter euch die Wahl getroffen hat, dass die Heiden durch meinen Mund das Wort des Evangeliums hören und glauben sollen.

Es war Gott, der die Heiden erwählte, und Petrus sprach sie als Glaubensgenossen an: Brüder, ihr wisst, dass vor einiger Zeit unter Bezugnahme auf Kapitel 10 zwischen Kapitel 10 und 15 etwa zehn bis zwölf Jahre vergangen waren. Gott hat damals unter euch die Wahl getroffen; das heißt, Gott wählte aus dem Körper der jüdischen Gläubigen das durch meinen Mund. Mit anderen Worten, Gott wählte Petrus unter den jüdischen Gläubigen aus, um ihn zu den Heiden zu senden, damit sie… das Evangelium hören und glauben sollten. Da Petrus die Schlüssel des Königreichs besaß, musste er sie verwenden, um die Heiden hereinzulassen, wie er es in Kapitel 10 mit Cornelius getan hatte. Daher war Petrus, der Hauptapostel, für den Beginn der Heidenevangelisation verantwortlich. Aber es war Gottes Wahl, nicht die von Petrus, dass die Heiden das Evangelium hören sollten.

Die Authentifizierung des Heiligen Geistes – Apostelgeschichte 15: 8–9

Und Gott, der das Herz kennt, gibt ihnen Zeugnis und gibt ihnen den Heiligen Geist, so wie er es uns getan hat. und er machte keinen Unterschied zwischen uns und ihnen und reinigte ihre Herzen durch Glauben.

In Vers 8 wurde der Heilige Geist den Heiden gegeben, die glaubten. Dies war der Hauptbeweis für die Akzeptanz der Heiden. Petrus hatte diese Beweise bereits zweimal verwendet: in Apostelgeschichte 10: 44–48; und 11: 15–17. Es war die Tatsache, dass diesen Heiden der Heilige Geist gegeben worden war, die zeigte, dass Gott sie durch Gnade durch Glauben angenommen hatte, abgesehen von der Beschneidung und abgesehen von den Werken des Gesetzes, so wie er es uns angetan hatte; das heißt, so wie es bei uns Juden war, so war es auch bei diesen Heiden.

Deshalb gab Gott in Vers 9 den Heiligen Geist durch Gnade, durch Glauben, ohne Unterschied zwischen uns und ihnen. Dies liegt daran, dass sowohl Juden als auch Nichtjuden Sünder sind und sowohl Juden als auch Nichtjuden auf dieselbe Weise gerettet werden: durch Gnade, durch Glauben. Beide empfangen den Geist auf derselben Grundlage. Sie erhielten die Reinigung ihres Herzens durch Glauben, nicht durch Werke, nicht durch Zeremonie, nicht durch Rituale, sondern durch Glauben.


Peters Herausforderung – Apostelgeschichte 15: 10–11

Warum also macht ihr Gott vor Gericht, damit ihr den Jüngern ein Joch auf den Hals legt, das weder unsere Väter noch wir ertragen konnten? Aber wir glauben, dass wir durch die Gnade des Herrn Jesus gerettet werden, genauso wie sie.

Nachdem Petrus dies gesagt hatte, forderte er sie in Vers 10 heraus: Nun also; das heißt, im Lichte dessen, was gerade in früheren Versen gesagt wurde: Warum macht ihr eine Prüfung Gottes? Die heidnische Erlösung herauszufordern bedeutete, Gott vor Gericht zu stellen. Die Prüfung lautete: Ihr sollt den Jüngern ein Joch auf den Hals legen. Das Gesetz war in der Tat ein Joch gemäß Galater 5: 1. Diese Jünger waren nichtjüdische Gläubige, und die Tatsache, dass Petrus das Wort Jünger verwendete, wenn er sich auf sie bezog, zeigte, dass er sie als Glaubensgenossen akzeptierte. Warum sollten sie ein Joch tragen müssen, das selbst die Juden, weder unsere Väter noch wir dieser heutigen Generation, nicht ertragen konnten? Der Punkt, den Petrus machte, war: „Warum diese Heiden zwingen, das zu tun, was wir selbst nicht konnten?“ Das ist in der Tat das, was sie tun würden, indem sie verlangen, dass nichtjüdische Gläubige beschnitten werden. Dies zu fordern hätte zwei Ergebnisse: Erstens würde es Gott auf die Probe stellen; und zweitens würde es die Jünger unter ein unerträgliches Joch bringen.

Schließlich kam Petrus in Vers 11 zu dem Schluss, dass die Erlösung tatsächlich durch die Gnade unseres Herrn Jesus erfolgt. Indem Petrus ihn Herrn nannte, erklärte er, dass Jeschua (Jesus) der Agent der Gnade sei, der das Heil schenkt. Die Juden mussten nur glauben, auf die gleiche Weise gerettet zu werden wie sie. Die Erlösung erfolgte für beide Gruppen durch Gnade durch Glauben.

Um Peters Argument zusammenzufassen: Erstens war es Gottes Entscheidung, dass die Heiden das Evangelium hören sollten; zweitens gab er ihnen den Heiligen Geist ohne Unterschied und ohne Diskriminierung, was der Beweis für ihre Akzeptanz war; und drittens war das Gesetz ein unerträgliches Joch für die Juden. Warum also den Heiden zufügen?

Das Zeugnis von Barnabas und Paulus – Apostelgeschichte 15:12

Und die ganze Menge schwieg; und sie hörten auf Barnabas und Paulus und probten, welche Zeichen und Wunder Gott unter ihnen durch die Heiden gewirkt hatte.

Nachdem Peter seine Argumentation beendet hatte: Die ganze Menge schwieg, einschließlich derer, die die Beschneidung befürworteten, derer, die dagegen waren, und derer, die neutral blieben und sich nicht sicher waren, wie sie sich entscheiden sollten. Sie verstummten nach Peters Rede und sie verstummten infolge von Peters Rede.

Nun hörten sie auf Barnabas und Paulus. Sie hörten mit gespannter Aufmerksamkeit zu, als beide probten, welche Zeichen und Wunder Gott unter ihnen durch die Heiden gewirkt hatte. Der Punkt war, dass Gott sie während ihrer ersten Missionsreise nicht erfolgreich gemacht hätte, wenn er nicht gewollt hätte, dass die Heiden das Evangelium hören. Die Tatsache, dass er wollte, dass sie es hörten, wurde durch die Tatsache belegt, dass er ihnen Wohlstand verschaffte.

Die Überlegungen – Apostelgeschichte 15: 13-18

Und nachdem sie ihren Frieden gehalten hatten, antwortete Jakobus und sprach: Brüder, hört mir zu: Symeon hat geprobt, wie Gott zuerst die Heiden besuchte, um ihnen ein Volk für seinen Namen zu nehmen.

Vers 13a gibt die Einführung. Nachdem Barnabas und Paul ihre Zeugenaussagen und Aussagen beendet hatten, verstummten sie und James antwortete. Er war der Älteste, also sprach er natürlich zuletzt. Als Oberhaupt der Kirche zu dieser Zeit war es seine Verantwortung, eine Lösung anzubieten. Vers 13b offenbart die Adressaten: Brüder, was in diesem Zusammenhang jüdische Glaubensgenossen bedeutet, hören mir zu.

In Vers 14 fasste er Peters Zeugnis zusammen. Er nennt ihn Symeon, die aramäische Form für den hebräischen Simon. Dies ist dieselbe Form, die Petrus in 2 Petrus 1: 1 von sich selbst verwendet hat. Symeon hat geprobt, er gab sein persönliches Zeugnis davon, wie Gott zuerst die Heiden besuchte. Die nichtjüdische Evangelisation wurde zuerst von Petrus begonnen und dann von Paulus fortgesetzt. Gott besuchte durch Petrus die Heiden, um sie zu retten: um ihnen ein Volk für seinen Namen zu nehmen.

Dies ist ein Hauptzweck der nichtjüdischen Erlösung. Gott hatte immer ein Volk für seinen Namen unter den Juden, denn es gibt immer einen gläubigen jüdischen Überrest. Jetzt wird er auch ein Volk unter den Heiden haben; Jetzt wird es auch einen gläubigen nichtjüdischen Überrest geben. Ein zweiter Zweck der nichtjüdischen Errettung ist in Römer 11: 13-14 angegeben: Juden zur Eifersucht zu provozieren, damit auch sie gerettet werden. Nichtjüdische Gläubige werden ermutigt, alles zu tun, um jüdische Missionen finanziell und materiell zu unterstützen. sondern auch als Zeugnis für jüdische Menschen, die sie vielleicht kennen.

Um zu beweisen, dass dies Teil von Gottes Programm war, zitierte Jakobus das Alte Testament in den Versen 15–18: Und dem stimmen die Worte der Propheten zu; Wie geschrieben steht: Nach diesen Dingen werde ich zurückkehren und die Stiftshütte Davids wieder bauen, die gefallen ist. Und ich werde die Ruinen davon wieder aufbauen, und ich werde es aufstellen, damit die Überreste der Menschen nach dem Herrn suchen, und alle Heiden, nach denen mein Name genannt wird, spricht der Herr, der diese Dinge bekannt macht alt.

In Vers 15 führte Jakobus sein Zitat ein, indem er sagte: Dem stimmen die Worte der Propheten zu. Die spezifische Prophezeiung war Amos 9: 11-12. Dies fällt in die Kategorie der wörtlichen Prophezeiung plus Anwendung. Wörtlich spricht Amos 9 vom Königreich, in dem Nichtjuden gerettet werden. Dann wandte er diesen Vers wegen nur eines Punktes der Ähnlichkeit, der Errettung der Heiden, auf ihre gegenwärtige Situation an. Als er sagte: Wie geschrieben steht, wies er darauf hin, dass das Alte Testament tatsächlich die Errettung der Heiden voraussagte.

Dann zitierte er die Verse 16–18: Nach diesen Dingen werde ich zurückkehren und die Stiftshütte Davids wieder aufbauen, die gefallen ist. Amos benutzte eine poetische Redewendung für das Haus und den Thron Davids und beschrieb es als eine heruntergekommene Hütte ohne Macht. Aber das Versprechen war: Und ich werde die Ruinen davon wieder bauen. Das Bild zeigte ein trostloses, gefallenes, abgerissenes Zelt Davids. Aber Gott erklärte: Und ich werde es einrichten. Dies ist ein Versprechen der Wiederherstellung.

Der Grund war: Damit die Überreste der Menschen nach dem Herrn und allen Heiden suchen, nach denen mein Name benannt ist. Dies war der Punkt der Ähnlichkeit und warum diese Prophezeiung in diesem Fall angewendet wurde: Nichtjüdische Erlösung. Diese Sache hat der Herr von alters her gesagt, diese Absicht Gottes ist eine alte; Er hatte immer vor, die Errettung der Heiden zuzulassen, und jetzt machte er dies endlich Wirklichkeit.

Amos 9: 11-12 wurde von den Rabbinern als messianische Passage genommen. Einer der rabbinischen Namen für den Messias ist Bar Naphli, was „Sohn des Gefallenen“ bedeutet und auf dieser Passage basiert. Der Talmud lautet:

„Rabbi Nachman sagte zu Rabbi Isaac:“ Woher hast du Kunst gelehrt, wann Bar Naphli kommen wird? „Er sagte zu ihm:“ Wer ist dieser Bar Naphli? „Der andere antwortete:“ Es ist der Messias; denn es steht geschrieben, in jenen Tagen werde ich die Stiftshütte Davids, die gefallen ist, wieder bauen. “

Nachdem James die alttestamentliche Passage zitiert hat, zieht er zwei Schlussfolgerungen.


In Bezug auf die Heiden – Apostelgeschichte 15: 19–20

Darum ist mein Urteil, dass wir nicht diejenigen belästigen, die sich unter den Heiden an Gott wenden; aber dass wir ihnen schreiben, dass sie sich der Verschmutzung der Götzenbilder und der Unzucht und des Erwürgten und des Blutes enthalten.

James fasste den Fall zusammen. In seiner ersten Schlussfolgerung sagte er ihnen, was sie nicht tun sollten: Deshalb ist mein Urteil. Hier war sein Beschluss zur Annahme durch die Konferenz; Hier ist, was er dieser Kirche in Vers 19 vorschlug: dass wir sie nicht belästigen. Dieses Problem war das Problem der Beschneidung. Mit anderen Worten, sie sollten es diesen nichtjüdischen Gläubigen nicht schwer machen, gerettet zu werden. Diese Heiden, die sich an Gott gewandt hatten, sollten sich nicht über die Forderung nach ihrer Beschneidung ärgern.

In Vers 20 sollten sie jedoch Folgendes tun: Schreiben Sie ihnen einen Brief, in dem sie sich mit zwei Themen befassen sollten: Erstens kommen Nichtjuden allein aufgrund des Glaubens zu Gott; und zweitens, um bestimmte Themen zu behandeln, die die soziale Interaktion zwischen jüdischen und nichtjüdischen Gläubigen kontrollieren würden. Aus Gründen der sozialen Interaktion schlägt James vier nichtjüdische Enthaltungen vor. Erstens sollten sie sich der Verschmutzung von Idolen enthalten. In Vers 29 bedeutet dies, auf Dinge zu verzichten, die Götzenopfern geopfert wurden. Dies war nach dem mosaischen Gesetz verboten (Ex 34:15), aber es war erlaubt, Fleisch zu essen, das Götzen unter Gnade geopfert wurde (1 Kor 8: 1, 4, 7, 10; 10:19). Zweitens sollten sie sich der Unzucht enthalten. Normalerweise wird dieses Wort für sexuelle Unmoral verwendet, aber in diesem Zusammenhang geht es nicht um die eigentliche Sünde, sondern um das Problem, jüdische Gläubige nicht zu beleidigen. Es bezieht sich wahrscheinlich auf rechtswidrige levitische Ehen, wie sie in 3. Mose 18: 6–18 aufgeführt sind, enge Familienehen. Drittens sollten sie auf das verzichten, was erwürgt wird. Dies wäre Fleisch, aus dem das Blut nicht abgelassen worden war, was ebenfalls gesetzlich verboten ist (Lev. 17:13). Und viertens sollten sie auf Blut verzichten; Das heißt, vom Trinken von Blut eine heidnische Praxis, die ebenfalls gesetzlich verboten ist (Lev. 17: 10–14).


In Bezug auf Mose – Apostelgeschichte 15:21

Denn Mose aus alten Generationen hat in jeder Stadt diejenigen, die ihn predigen, die jeden Sabbat in den Synagogen gelesen werden.

James ‚zweite Schlussfolgerung betraf Moses, denn in jeder Stadt gab es jüdische Synagogen, in denen Rabbiner diese Angelegenheiten verkündeten. Nichtjüdische Gläubige, die diese Dinge weiterhin praktizierten, würden sowohl ungläubige Juden als auch gläubige Juden beleidigen, weil Moses jeden Sabbat in ihren Synagogen gelesen wird. Da die nichtjüdischen Gläubigen ohnehin keine Anhänger des Judentums sind, bestand keine Notwendigkeit, ihnen die Anforderungen des Gesetzes aufzuerlegen.

DIE ENTSCHEIDUNG DES JERUSALEM-RATES
Die Auswahl der Abgesandten – Apostelgeschichte 15:22

Dann erschien es den Aposteln und Ältesten mit der ganzen Kirche gut, Männer aus ihrer Gesellschaft auszuwählen und sie mit Paulus und Barnabas nach Antiochia zu schicken; Judas nannte Barsabbas und Silas, die Hauptmänner unter den Brüdern.

Vers 22 berichtet über die Auswahl der Abgesandten. Dann schien es gut, war eine regelmäßige Redewendung für den Beginn vieler Dekrete, da es dem Format eines alten Dekrets folgte. Zu denjenigen, die den Inhalt dieses Dekrets billigten, gehörten: erstens die Apostel, die die Autorität über die gesamte Church Universal hatten; zweitens die Ältesten, die Autorität über die örtliche Kirche von Jerusalem hatten; und drittens die ganze Kirche.

Anscheinend wurde eine Art einstimmige Abstimmung durchgeführt, und es scheint, dass sich die Judaisten der Stimme enthielten, zumindest stimmten sie nicht dagegen. Die ganze Kirche traf diese Entscheidung: Männer aus ihrer Gesellschaft auszuwählen; das heißt, Mitglieder der Kirche von Jerusalem zu wählen, die dann den Bericht derjenigen aus der Kirche von Antiochia wie Paulus und Barnabas authentifizieren würden, ganz zu schweigen von Titus. Ihr Ziel war es, sie mit Paulus und Barnabas nach Antiochia zu schicken, um eines zu tun: die Gültigkeit ihres Berichts zu bezeugen.

Zwei Männer wurden ausgewählt. Der erste erwähnte ist Judas oder Juda, der auch als Barsabbas bekannt war, was „Sohn des Sabbats“ bedeutet. Dies ist das einzige Mal, dass er in der Schrift erwähnt wird, und nichts anderes ist über ihn bekannt. Der zweite Mann war Silas, sein hebräischer Name, über den viel mehr bekannt ist. Er war auch als Silvanus bekannt, was sein römischer Name war. Er wird Paulus ‚Begleiter auf seiner zweiten Missionsreise in Apostelgeschichte 15:40 sein. 16:19, 25, 29; 17: 4, 10, 14–15; und 18: 5. Er wird auch in mehreren Briefen erwähnt (2. Korinther 1:19; 1. Thes. 1: 1; 2. Thes. 1: 1; 1. Pet. 5:12). Er hatte die Gabe der Prophezeiung gemäß Apostelgeschichte 15:32. Diese beiden Männer, die ausgewählt wurden, waren Hauptmänner unter den Brüdern. Sie waren führende Männer in der Kirche von Jerusalem. Dies gab ihnen maßgebliches Ansehen für das, was sie der Kirche von Antiochia zu sagen hatten.


Dieser Abschnitt enthält die Charta oder Magna Carta des nichtjüdischen Christentums.


Die Einleitung – Apostelgeschichte 15:23

und sie schrieben so durch sie: Die Apostel und die Ältesten, Brüder, zu den Brüdern, die von den Heiden in Antiochia und Syrien und Kilikien sind, grüßten.

Die Autoren waren: die Apostel, die Ältesten und die Brüder. Dies bezieht sich auf die Brüder der ganzen Kirche in Vers 22.

Die Empfänger der Charta waren die Brüder der Heiden. Die Tatsache, dass sie die nichtjüdischen Gläubigen als Brüder angesprochen haben, zeigt, dass sie als Glaubensgenossen akzeptiert wurden. Dies waren Nichtjuden, die unbeschnitten blieben, aber dennoch Brüder waren. Die geografischen Standorte dieser nichtjüdischen Kirchen befanden sich in Anthioch, Syrien und Kilikien.

Dann kommt die übliche Art, einen griechischen Brief zu beginnen, da sie hauptsächlich an griechischsprachige Nichtjuden schreiben: Begrüßung.


Die Ablehnung der Judaisten – Apostelgeschichte 15:24

Insofern wir gehört haben, dass bestimmte, die von uns ausgegangen sind, Sie mit Worten beunruhigt und Ihre Seelen untergraben haben; wem wir kein Gebot gegeben haben.

Hier ist eine klare Ablehnung der Judaisten: Einige [diejenigen], die von uns ausgegangen sind, beziehen sich auf bestimmte Männer der Verse 1–2; Sie hatten das Problem von Anfang an ausgelöst. Sie haben dich mit Worten beunruhigt. Der griechische Begriff bedeutet hier „aufregen“; Sie waren durch diese Worte aufgeregt: „Du musst beschnitten werden und das Gesetz Mose halten.“

Das Ergebnis dieser falschen Lehre war, dass sie schuldig waren, die Seelen der nichtjüdischen Gläubigen untergraben zu haben. Das griechische Wort bedeutet „plündern“, „verwüsten“. Im klassischen Griechisch wird es verwendet, um Möbel und Besitztümer von jemandem zu stehlen oder zu entfernen. Das Bild ist ein Bild des totalen Chaos, das durch die Aktivitäten der Judaisten unter den nichtjüdischen Gläubigen verursacht wurde.

Diese Führer der Kirche von Jerusalem beeilen sich, darauf hinzuweisen, wem wir kein solches Gebot gegeben haben. Mit anderen Worten, die Männer der Verse 1–2 wurden weder von der Jerusalemer Kirche ermächtigt, noch hatten sie die Zustimmung, das zu predigen, was sie predigten. Dies war ein vollständiger Haftungsausschluss und eine völlige Ablehnung ihrer Bemühungen, nichtjüdischen Gläubigen das Gesetz Moses aufzuzwingen.

Die Zustimmung von Paulus und Barnabas – Apostelgeschichte 15: 25–26

Es schien uns gut, dass wir uns einig waren, Männer auszuwählen und sie mit unseren geliebten Barnabas und Paulus zu Ihnen zu senden, Männer, die ihr Leben für den Namen unseres Herrn Jesus Christus aufs Spiel gesetzt haben.

In Vers 25 beziehen sie sich erneut auf die Auswahl von Zeugen: Es schien uns gut, eine schriftliche Bestätigung dessen zu sein, was bereits in Vers 22 erklärt worden war. Sie sagen: zu einer Einigung gekommen zu sein; Ihre Entscheidung war einig. Anscheinend beschlossen die Judaisten, nicht gegen die Mehrheit zu stimmen, sondern enthielten sich der Stimme.

Die Entscheidung der Kirchenführer war: Männer auszuwählen und sie mit unseren geliebten Barnabas und Paulus zu Ihnen zu senden. Dieser Ausdruck, unser geliebter Barnabas und Paulus, gilt gleichermaßen für beide, sie wurden beide gleichermaßen anerkannt. Dies stand im Einklang mit dem, was Paulus in Galater 2: 9 schrieb, dass sie die richtigen Hände der Gemeinschaft erhalten haben.

In Vers 26 beschreiben sie die Arbeit von Barnabas und Paulus. Dies war ein Hinweis auf ihre Leiden während der ersten Missionsreise; Sie hatten: ihr Leben für den Namen unseres Herrn Jesus Christus aufs Spiel gesetzt.

Die Ermächtigung von Judas und Silas – Apostelgeschichte 15:27

Wir haben daher Judas und Silas gesandt, die Ihnen auch das Gleiche mündlich sagen werden.

Dann kam die Genehmigung von Judas und Silas, die in der Lage sein würden, den Bericht zu bestätigen, den Barnabas und Paul machen werden. Dies steht im Einklang mit dem alttestamentlichen Motiv von Deuteronomium 19:15, dass „vor dem Mund von zwei oder drei Zeugen eine Angelegenheit festgelegt werden soll“. Paulus und Barnabas werden den Bericht vorlegen und das Urteil der Kirche mündlich aussprechen. Judas und Silas werden die eigentlichen Träger des Briefes sein und dessen Inhalt mündlich bestätigen.

Die Rolle des Heiligen Geistes: Apostelgeschichte – 15: 28–29
Denn es schien dem Heiligen Geist und uns gut, Ihnen keine größere Last als diese notwendigen Dinge aufzuerlegen: dass Sie sich von Dingen enthalten, die Götzenopfern geopfert wurden, und von Blut und von erwürgten Dingen und von Unzucht; von dem, wenn ihr euch haltet, es euch gut gehen wird. Geht es euch gut?

Dieser Abschnitt endet mit dem Abschluss des Heiligen Geistes. Vers 28 offenbart die Rolle des Heiligen Geistes in der ganzen Sache. Denn es schien wieder einmal gut zu sein, dies ist eine Bestätigung dessen, was in Vers 22 und wieder in Vers 25 gesagt wurde. Es schien dem Heiligen Geist gut zu sein; Mit anderen Worten, die Schlussfolgerung, zu der die Jerusalemer Kirche gerade gelangt ist, war das Werk des Heiligen Geistes. Es war daher der Heilige Geist, der auch vorschlug, von diesen vier Dingen als Grundlage für die Gemeinschaft Abstand zu nehmen. Dies bedeutet, dass das Handeln der Kirche von Jerusalem die Führung des Heiligen Geistes war. So schien es dem Heiligen Geist und uns gut zu sein, wie bereits aus den Versen 19–21 hervorgeht. Dies war eine Erfüllung von Johannes 16, 13, wo Jeschua versprach, dass der Heilige Geist „sie in die ganze Wahrheit führen würde“. Dies ist der Fall: Ihnen keine größere Last als diese notwendigen Dinge aufzuerlegen. Sie wurden als notwendig erachtet, nicht zur Errettung, sondern als Grundlage für die Gemeinschaft zwischen nichtjüdischen und jüdischen Gläubigen.

Die vier notwendigen Dinge sind in Vers 29a aufgeführt. Erstens, dass ihr auf Dinge verzichtet, die Götzenopfern geopfert werden; zweitens aus Blut; drittens von erwürgten Dingen; und viertens von der Unzucht.

Dann kam in Vers 29b die Schlussfolgerung: Wenn ihr euch haltet, wird es euch gut gehen. Dieses Zugeständnis der nichtjüdischen Gläubigen wird Frieden zwischen sich und den jüdischen Gläubigen im Leib bringen. Dies war keine Frage des neutestamentlichen Gesetzes, sondern eine Frage der Führung. Sie schlossen ihren Brief mit: Geht es euch gut? Dies ist ein griechisches Wort, das „stark gemacht werden“ oder „gesund bleiben“ bedeutet. Dies war eine übliche Art, griechische Buchstaben zu schließen.

Es gab zwei wichtige Nebenprodukte dieses Jerusalemer Konzils in Form von zwei Briefen: einen von Jakobus und einen von Paulus an die Galater, die jeweils den Platz des Gesetzes im Plan Gottes zeigten.

Geschrieben von Thomas am 1. Juli 2020 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,Religion | Keine Kommentare

das geistige Augenlicht

 Die Lampe des Leibes ist dein Auge; wenn dein Auge einfältig ist, so ist auch dein ganzer Leib licht; wenn es aber böse ist, so ist auch dein Leib finster.

Elberfelder Bibel 1905 – Lk 11,34

 Das Auge ist die Lampe des Körpers. Wenn dein Auge fokussiert ist, dann ist auch dein ganzer Körper voller Licht. Doch wenn es neidisch ist, dann ist auch dein Körper finster.

neue Welt Übersetzung – 2018 – Lukas 11,34

Dein Auge ist das Fenster deines Körpers. Ein klares Auge lässt das Licht bis in deine Seele dringen, doch ein schlechtes Auge sperrt das Licht aus und stürzt dich in Dunkelheit.

Neues Leben – Bibel 2006, – Lk 11,34

Dein Auge vermittelt dir das Licht. Ist dein Auge gut, so bist du ganz von Licht durchdrungen; ist es schlecht, so bist du voller Finsternis.† 35 Gib also Acht, dass das Licht in dir nicht Finsternis ist!†

Gute Nachricht Bibel – Lk 11,34–35

Dein Auge ist wie ein Fenster vor deinem Innersten. Wenn es okay und sauber ist, dann kommt genug Licht in dich rein, und es ist in dir total hell. Wenn es aber versifft und dreckig ist, dann bleibt es auch in dir dunkel, weil kein Licht durchkommen kann.

VolxBibel – Lk 11,34

λύχνος Lampe; hier übertr. Leuchte, Licht; ὁ λύχνος τοῦ σώματός (Präd.-Nom.) ἐστιν ὁ ὀφθαλμός σου (Subj.) das Auge ist die Leuchte des Körpers (d. h. das Auge ist verstanden als Licht od. Spiegel des Innern bzw. der sittl. Einstellung des Menschen, viell. als Lampe, die den menschl. Körper erleuchtet, damit er sich orientieren kann). ἁπλοῦς (H-S § 44c) einfältig, lauter, aufrichtig; bez. hier wohl ein Verhalten, das dem anderen gegenüber freigebig ist (Ggs. πονηρός „böse“ = missgünstig, geizig; EWNT 1, Sp. 297). ᾖ Konj. εἰμί. καί (zweimal) kons. (A311,2) so, dann. φωτεινός hell leuchtend, voll Licht, im Licht (befindlich). [Var. ἔσται V. 30.] ἐπάν V. 22; ἐπὰν πονηρὸς ᾖ sobald/wenn es (dein Auge) böse ist (das böse Auge steht rabbinisch für die missgünstige, neidische, dem anderen Böses gönnende Haltung u. ein entsprechendes Verhalten; vgl. zum Ggs. „böses Auge“ u. „gutes Auge“ Billerbeck I, S. 833–835). σκοτεινός finster, dunkel.

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament


    Das Gleichnis von der angezündeten Lampe (11,33–36)

11,33 Zuerst mögen wir denken, dass zwischen diesen und den vorhergehenden Versen kein Zusammenhang besteht. Wenn wir jedoch genauer hinschauen, sehen wir eine sehr wichtige Verbindung. Jesus erinnert seine Zuhörer daran, dass niemand eine angezündete Lampe in den Keller oder »unter den Scheffel« stellt. Er stellt sie auf ein »Lampengestell«, wo sie gesehen wird und für alle Eintretenden Licht spendet.
Die Anwendung ist folgende: Gott ist derjenige, der die Lampe angezündet hat. In der Person und dem Werk des Herrn Jesus gab Gott uns ein helles Licht zur Erleuchtung der Welt. Wenn jemand dieses Licht nicht sieht, ist das nicht Gottes Schuld. In Kapitel 8 hat der Herr Jesus von der Verantwortung derer gesprochen, die schon Jünger sind, den Glauben weiterzugeben und nicht unter einem Scheffel zu verstecken. Hier in 11,33 stellt er den Unglauben seiner wundersüchtigen Kritiker bloß, der durch ihre Begierde und ihre Angst vor Schande verursacht war.
11,34 Ihr Unglaube war die Folge ihrer falschen Motive. Wenn wir z. B. einen Körper nehmen, ist das »Auge« das Organ, das dem »ganzen Leib« Licht gibt. Wenn das Auge gesund ist, kann der Mensch das Licht sehen. Doch wenn das Auge krank ist und Blindheit vorliegt, dann kann kein Licht hineingelangen.
Genauso ist es im geistlichen Bereich. Wenn ein Mensch ehrlich erkennen will, ob Jesus der Christus Gottes ist, dann wird Gott es ihm offenbaren. Doch wenn seine Beweggründe unecht sind, wenn er an seiner Habgier festhalten will, wenn er immer noch vor dem Gerede der anderen Angst hat, dann ist er gegenüber dem wahren Wert des Heilands verblendet.
11,35 Die Männer, die Jesus anspricht, meinten, dass sie sehr weise seien. Sie dachten, dass sie sehr viel Licht hätten. Doch der Herr Jesus riet ihnen, die Tatsache zu bedenken, dass das »Licht«, das sie hatten, in Wirklichkeit »finster« war. Ihre vermeintliche Weisheit und Überlegenheit hielt sie von ihm fern.
11,36 Der Mensch, dessen Motive rein sind und der sein ganzes Wesen Jesus als dem Licht der Welt öffnet, wird mit geistlicher Erleuchtung durchflutet. Sein Inneres wird von Christus erleuchtet – so wie der Leib erleuchtet wird, wenn er direkt im Lichtstrahl einer Lampe sitzt.

Kommentar zum Neuen Testament . Mac Domald

Vielleicht hat Adolf Schlatter recht, wenn er vermutet, diese Worte seien gegen die Verblendung gerichtet, die Jesus soeben in V. 29-32 beklagen musste.

Vers 33 versetzt uns wohl in die »kleinen, vielfach fensterlosen einräumigen Bauernhäusern« des Israellands (Joachim Jeremias). Dort ist es auch tagsüber so dunkel, dass man froh ist über eine »Lampe«. Diese meint wie in Lk 8,16 das kleine Öllämpchen, das inzwischen unzählige Male ausgegraben wurde (vgl. auch Ps 119,105). »Niemand«, sagt Jesus, und spricht dabei ganz in der Alltagssprache seiner Hörer, »zündet eine Lampe an und stellt sie dann in einen verborgenen Winkel oder unter einen Scheffel« (V. 33). Dort kann sie ja kein Licht geben. Für »Scheffel« könnte man zur Not auch übersetzen »Gefäß«. Gemeint ist ein Behälter für Getreide, der ca 8 3/4 Liter fasste. Der »Scheffel«, im Urtext Modios, ist übrigens ein lateinisches Wort und eine römische Maßeinheit. Kurz und gut: Man stülpt keinen Behälter übers Licht. Davon kommt unser Sprichwort: »Sein Licht nicht unter den Scheffel stellen«. Stattdessen »stellt« man die Lampe »auf den Leuchter«. Schon bei Lk 8,16 sagten wir, dass »Leuchter« eigentlich zu großspurig ist für die Verhältnisse in einem armen Bauernhaus. Gemeint ist hier der normale Stellplatz für Öllampen, also z. B. eine Nische in der Wand. Der Zweck der Lampe ist klar: »damit die, die hineingehen, das Licht sehen«. »Die, die hineingehen« bezieht sich sowohl auf die Bewohner als auch auf die Besucher des Hauses, also auf alle, die dort aus – und eingehen. Aus dem oft grellen Tageslicht kommen sie ins Halbdämmer des Hauses. »Das Licht« hilft ihnen sich zurechtzufinden und gibt ihnen Orientierung.

Die Anwendung dieses Bildes folgt nun sogleich.

Zunächst kommt uns V. 34 ganz rätselhaft vor: »Die Lampe des Leibes ist dein Auge. Wenn dein Auge lauter ist, dann ist dein ganzer Leib licht. Wenn es aber böse ist, dann ist dein Leib finster«. Wir verstehen noch, dass unser »Auge die Lampe des Leibes« ist. Denn es gibt dem Menschen Orientierung in einer Welt, die sonst dunkel bliebe. Es hilft mindestens in einem äußeren Sinne dazu, dass wir uns einigermaßen zurechtfinden.

Aber was ist denn ein »lauteres Auge«? Hier kommt man nur weiter, wenn man begreift, dass in der biblischen Sprache das »Auge« dasjenige Organ ist, das den Kontakt mit anderen Personen, seien es die Mitmenschen oder sei es Gott, vermittelt. So gibt es einen positiven Kontakt mit Gott durch die »erleuchteten Augen des Herzens« (Eph 1,18). So gibt es auch einen verdorbenen Kontakt mit Gott und den Mitmenschen durch »der Augen Lust« (1 Joh 2,16) oder durch »Augen voll Ehebruch« (2 Petrus 2,14). Ist das Auge »böse«, und bringt es mich zu Fall, dann soll es nach den Worten Jesu ausgerissen werden (Mt 5,29; 18,9; Mk 9,47). Ein böses Auge ist vor allem das neidische, missgünstige Auge (Mt 20,15; Mk 7,22). All das ist schon im AT vorgegeben, vor allem in den Weisheitsbüchern (vgl. z. B. Hiob 31,1.7; Ps 25,15; Spr 6,17; 10,10; 30,13.17; Jes 5,15; vgl. auch Sir 14,9ff.; Sir 27,25; Sir 31,14ff.).

Jetzt verstehen wir besser, was Jesus in V. 35 meint. Ist unser Auge auf Gott gerichtet (Ps 25,15; 119,82.123; 123,2; 141,8; 145,15), dann wird es von Gott erleuchtet und »lauter«. Und dieser mit Gott verbindende Kontakt macht unseren »ganzen Leib«, unsere ganze Person »licht«. Ist aber unser Auge von Gott abgewandt, dann wird es »böse«. Dann wird auch unsere ganze Person »finster« sein.

»So schau nun darauf, dass nicht das Licht in dir Finsternis sei!« (V. 35) ruft Jesus Israel zu. Das heißt: »Schau darauf«, dass du mit Gott in Kontakt bleibst! Das kannst du aber nur, wenn du den Messias, der das Licht der Welt ist, annimmst! So wird Lk 11,34ff eine ergreifende Missionspredigt an Israel. Es ist aber ebenso eine ergreifende Missionspredigt an uns moderne Leser, die wir so oft glauben, ohne den Erlöser Jesus leben zu können.

Beachten wir noch, dass Jesus tatsächlich helle, nüchterne Augen will! Er will nicht, dass wir mit Scheuklappen umherlaufen oder die Augen schließen, wenn es um das Thema »glauben« geht. Nein – wer wirklich die Augen aufmacht und ernstlich prüft, kann Gott entdecken. Der kann auch in Jesus den Messias entdecken. Das gilt für damals wie für heute. »Israel, mach die Augen auf!«, lautet Jesu Botschaft.

Für das Verständnis von V. 36 ist bis heute die Auslegung von Johann Albrecht Bengel eine Hilfe. Bengel bezog das erste Stichwort »licht« auf den Menschen, während er das zweite Stichwort »licht« auf den Grad der Helligkeit bezog. So wird es Jesus in der Tat gemeint haben. »Wenn also dein Leib ganz licht ist, ohne einen Teil Finsternis dabei«, bedeutet demnach: Schau, dass du das Licht nicht durch Finsternis -Teile trübst! So wie das Auge schon durch eine Krankheit getrübt wird, auch wenn es an sich noch lichtempfänglich ist, so wird das Glaubensleben schon durch gewisse Einflüsse der »Finsternis« gestört, auch wenn es an sich noch vorhanden ist. Wenn Jesus dazu aufruft, dass wir »ohne einen Teil Finsternis« leben, dann hat er drei Ziele im Auge: a) Er ruft uns zu ganzer Entschiedenheit auf. b) Er hat die Hoffnung, dass die störenden Finsternisse wieder weichen können. c) Er erweckt in uns die Hoffnung, einmal »ganz licht«, einmal ganz rein zu sein. Dahin können wir letzten Endes nur durch das Blut Jesu (Eph 1,7; 1 Joh 1,7) kommen.

Ist kein Teil Finsternis mehr dabei, fährt Jesus fort, »dann wird dein Leib ganz licht sein, wie wenn die Lampe dich mit hellem Schein erleuchtet« (V. 36). Man könnte hier auch übersetzen: »… wie wenn die die Lampe dich mit dem Strahl bescheint«. Wir dürfen jetzt also nicht mehr an ein kleines, funzeliges Öllämpchen denken sondern an den hellen, blitzartigen Strahl des Lichts. So rein, so erleuchtet, so »licht« können wir sein, wenn jede geistliche Finsternis von uns gewichen ist. Unwillkürlich erinnern wir uns an den Glanz von Licht um Gottes Thron (vgl. Hes 1,4ff.; Dan 7,9ff.). Und dieser Glanz soll unsern armen »Leib« erfüllen? Ja, das geschieht tatsächlich einmal, wenn wir als Erlöste auferstehen und mit dem Auferstehungsleib in Gottes Lichte wandeln (Dan 12,3; Mt 13,43; 1 Kor 15,38ff.; Offb 21,23ff.). Jesus weckt also auch im 36. Vers die Hoffnung nach dem neuen Leben im Reiche Gottes. Aber auch schon vorher sollen wir dem Teufel und der Finsternis entschlossen widerstehen und als »Kinder des Lichts« wandeln (Eph 5,8ff.; vgl. Jak 4,7ff und 1 Petrus 5,8ff.).

Fassen wir noch einmal zusammen:

1) Jesus ruft Israel zum Licht. Er selbst ist dieses Licht, und auch die Nachfolge hinter Jesus her bedeutet Licht. Noch ist also Hoffnung für Israel.

2) Er ruft auch uns ins Licht der Jesusnachfolge. Solange wir leben, ist noch Hoffnung für uns. Nicht umsonst betete Bengel an dieser Stelle: »Herr, mein Gott, mache meine Finsternis licht«.

Bibelleser seien noch auf den Zusammenhang zwischen Lk 11,33ff und dem Johannesevangelium (Joh 8,12; 9,1ff.; Joh 9,39ff.; Joh 12,36) sowie dem Epheserbrief (Eph 1,18; 3,9; 4,18; 5,8ff.; Eph 6,11ff.) hingewiesen. Hier zeigt es sich, wie viel die Apostel von Jesus gelernt haben.

Bibelarbeit zu Lukas 11,33-36

Einleitung:

a) Sorgfältig sind die beiden Themen zu unterscheiden, die Jesus hier anspricht: Das missionarische Licht (Zeugnis), das nicht unter den Scheffel gestellt werden darf, und das Licht von Gott, das unser ganzes Leben heilig macht.

b) Wir bringen unsere eigene Lebenserfahrung ein: Wo sind wir in Gefahr, das Licht auszulöschen?

c) Thematisch kann man hier verschieden vorgehen: z. B. »Leuchtturm sein« (ausgehend vom Begriff des Lichts), oder »Wie stehen wir Gott zur Verfügung?« (ausgehend von dem, was Gott in unserem Leben tun will). Wir wählen hier: »Leuchtturm sein«.

Durchführung:

Thema: »Leuchtturm sein«

a) Jesus will durch uns leuchten

Ist unsere Welt nicht Spitze? (Beispiele) – Und doch hat sie so viele Schattenseiten – Durch alle Nächte will Jesus als das »Licht der Welt« hindurchführen – Aber er will auch seine Jünger »anzünden«, dass sie anderen den Weg zum Leben zeigen können – Wozu gibt er seine Liebe und seinen Geist? – Dass wir’s verstecken? – Dass wir trübe Funzeln sind? – Nein, dass wir klar leuchten, unzweideutig reden, ja sogar missionarisch auf andere zugehen.

b) Jesus will in uns leuchten

Licht nehmen wir übers Auge wahr – Ist das Auge nicht in Ordnung, wird dieses Licht trübe oder erlischt sogar – Jesus sagt: Auch in einem geistlichen Sinne kann dein Auge in bösem Zustand sein – Ist dein Auge böse? – Führt es dich zu bösen Gedanken? – Oder ist es lauter = auf Gott gerichtet? Auf Gott eingestellt? – Ist also dein Leib und Leben in diesem Sinne hell oder finster (immer Beispiele bringen!)? – Doch wie kann man erreichen, dass man in diesem Sinne Licht hat und leuchtet (V. 35 !)? – Nur durch Jesus! – Wenn Jesus durch seinen Geist in uns regiert, dann wird das ganze Leben hell – Lassen wir Jesus als »Licht der Welt« in uns leuchten?

Gerhard Maier, Edition C

Jesus belehrte seine Jünger oft in gleichnishafter Rede. Weil sie ihm zugehört hatten, waren sie erleuchtet (V. 36) worden und sollten das Licht, das sie empfangen hatten, nun auch mit anderen teilen (V. 33). Wenn sie Jesu Lehre in sich aufnahmen, wie die Augen das Licht, so würden sie selbst ganz licht (V. 34.36) werden und das auch nach außen widerspiegeln (vgl. den Kommentar zu Lk 8,16-18).

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Wo ist also mein Auge fokussiert? Worauf schaue ich? Das ich anderen gefalle? Oder direkt auf Gottes Wort? Benötige ich einen „Erklärbär“ – oder darf Gottes Geist mir sein Wort „aufschließen“?
Oder bin ich sogar „Augenkrank“ – und mein Auge nimmt sich nur selbst wieder – bzw nur mich selbst? Jehovah möchte, dass wir auf IHN schauen !

Geschrieben von Thomas am 1. Juli 2020 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,jehovah-shammah | Keine Kommentare

Wer ist dein Herr?

wenn du mit deinem Munde Jesum als Herrn bekennen und in deinem Herzen glauben wirst, daß Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, du errettet werden wirst.

Elberfelder Bibel 1905 – Röm 10,9

Denn wenn du mit deinem Mund öffentlich erklärst, dass Jesus Herr ist, und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, wirst du gerettet werden.

neue Welt Übersetzung – 2018 . Römer 10,9

Wenn du dich öffentlich dazu stellst, dass Jesus der Chef vom Ganzen ist, und wenn du in dir drin ganz sicher bist, dass er wirklich existiert und dass Gott ihn wieder lebendig gemacht hat, dann bist du dabei! Dann bist du in Sicherheit!

VolxBibel – Röm 10,9

Röm 10,9 ὅτι denn. ὁμο-λογήσῃς Aor. Konj. -λογέω (vgl. ὁμῶς zusammen, in gleicher Weise + λόγος) übereinstimmen; sich (offen) als etwas od. zu etwas od. jmdm. bekennen; m. AkkO Ἰησοῦν. κύριον Obj.-Präd. (A65) als Herrn. πιστεύσῃς Aor. Konj. ἤγειρεν Aor. ἐγείρω. σωθήσῃ Fut. Pass. σῴζω.

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

Antwort:
Dem Sohn Gottes sind besondere Namen und Titel gegeben:

  1. Jesus . Sein irdisch-menschlicher Name ist Jesus. (Eine griechisch-lateinische Form des hebräischen Jeschua, einer späteren Bildung aus Jehoschua.) Er bedeutet: der Herr ist Heil oder Rettung. Gott gibt seinem Sohn diesen Namen, um damit auszusagen, daß er in diesem Namen Verlorene retten und Sünder selig machen will. Mt 1,21.23 ; Lk 1,31 ; 2,21 ; 4,18 ; 1Tim 1,15 .
  2. Christus . Sein himmlisch-göttlicher Name und Titel (der Christus) lautet: Christus, d. h. Gesalbter (oder Messias), weil er von seinem Vater mit dein Heiligen Geist zu einem ewigen Priester und König gesalbt ist (vgl. Fragen 37 und 40 ). Joh 1,41 ; 4,25 ; Mt 16,16 ; Apg 2,36 ; 10,38 ; Ps 2,2 ; 1Sam 2,10 ; Dan 9,25 .
  3. Sohn des Menschen (Titel), ist als Selbstbezeichnung Jesu zunächst Hinweis auf sein Verhältnis zum menschlichen Geschlecht. Gleichzeitig drückt dieser Titel aber auch seine künftige Würde aus. Mt 8,20 ; 9,6 .; 12,40 ; 16,13 ; Joh 1,51 ; Lk 19,10 ; Mt 19,28 ; 24,30 ; Apg 7,56 ; Offb 1,13 ; 14,14 ; Dan 7,13 .
  4. Sohn Davids (Titel). Dieser Titel drückt sein Verhältnis zu Israel von seiner Abstammung her aus. Gleichzeitig wird damit seine Königswürde angesprochen. Mt 1,1 ; 9,27 ; 21,9 ; Mk 12,35 ; Jes 11,1.2 .
  5. Immanuel heißt: Gott mit uns. Jes 7,14 ; 8,8 ; Mt 1,23 .
  6. Sein Name: Wunderbarer , starker Gott , Vater der Ewigkeit , Friedefürst . Jes 9,6 .
  7. Er ist der HERR (kyrios). Phil 2,11 ; Röm 10,9 ; 1Kor 8,6 ; 2Kor 4,5 .
Dieter Boddenberg, – Arbeitsbuch für den biblischen Unterricht

Danach führt Paulus aus, was es heißt zu glauben. An erster Stelle nennt er das Bekennen mit dem Munde, um in der Reihenfolge des Zitats aus 5Mo 30,14 zu bleiben (Röm 10,8). Dieses Bekenntnis lautet, daß Gott in Jesus Fleisch geworden (vgl. V. 6) und daß Jesus Christus Gott ist. Ebenso wichtig ist der Glaube, daß ihn Gott von den Toten auferweckt hat (vgl. V. 7). Wer das bekennt und glaubt, wird gerettet werden. Vers 10 zeigt dann die wahre Abfolge des Glaubens auf, deren Resultat erst das Bekenntnis ist: Denn wenn man von Herzen glaubt, so wird man gerecht (wörtlich: „dann glaubt man zur Gerechtigkeit“); und wenn man mit dem Munde bekennt, so wird man gerettet (wörtlich: „bekennt man zur Rettung“). Es handelt sich hier nicht um zwei verschiedene Schritte auf dem Weg zur Rettung, sondern sie geschehen gleichzeitig. Die Rettung erfolgt durch das Bekennen vor Gott, daß Christus Gott ist, und durch den Glauben an ihn.
Auch diese These belegt Paulus mit einem Zitat aus Jes 28,16 (V. 11; vgl. Röm 9,33): Gott verleiht jedem, der glaubt, Gerechtigkeit. Paulus erinnert seine Leser nochmals an die Unparteilichkeit Gottes (vgl. Röm 3,22): So wie alle, die sündigen, gerichtet werden, werden alle, die glauben, gerettet und reich gesegnet werden. Er erhärtet das mit einem Zitat aus Joe 3,5: Denn wer den Namen des Herrn anrufen wird, soll gerettet werden. „Den Namen des Herrn anrufen“ bedeutet, ihn im Glauben um die Rettung zu bitten.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar
„Als nun die Pharisäer beieinander waren, fragten sie Jesus: Was denkt ihr von dem Christus? Wessen Sohn ist er? Sie antworteten: Davids. Da fragte er sie: Wie kann ihn dann David durch den Geist Herr nennen, wenn er sagt: »Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde unter deine Füße lege«? Wenn nun David ihn Herr nennt, wie ist er dann sein Sohn? Und niemand konnte ihm ein Wort antworten, auch wagte niemand von dem Tage an, ihn hinfort zu fragen. (Mt 22,41-46)
Das griechische Wort für „Herr“ hat mehrere mögliche Bedeutungen, die vom Kontext her verstanden werden wie „Herr“ als Anrede, „Besitzer“, „Gebieter“, oder gar als eine „Bezeichnung für Gott und Christus“.[1] Diese Bedeutung wird in Joel 3,5 deutlich, eine Stelle die Paulus im Röm 10,9-13 zitiert, um darauf hinzuweisen, dass Menschen Jesus als Herrn anrufen sollen, um gerettet zu werden. Eigentlich ist das Wort für Herr in Joel 3,5 „Jahwe“, ein Name für Gott, der etwa 6000 Mal im Alten Testament vorkommt.
„Denn wenn du mit deinem Munde bekennst, dass Jesus der Herr ist, und in deinem Herzen glaubst, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet. Denn wenn man von Herzen glaubt, so wird man gerecht; und wenn man mit dem Munde bekennt, so wird man gerettet. Denn die Schrift spricht: »Wer an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden.« Es ist hier kein Unterschied zwischen Juden und Griechen; es ist über alle derselbe Herr, reich für alle, die ihn anrufen. Denn »wer den Namen des Herrn als Übersetzung von Jahweh in Joel 3,5 anrufen wird, soll gerettet werden«. (Röm 10,9-13 mit Zitat in Vers 13 aus Joel 3,5)

ERF - Bibelkunde Neues Testament Teil I

(9-10) Warum ist mit dem Satz „das Wort ist dir nahe, in deinem Mund und in deinem Herzen“, das „Wort des Glaubens, das wir predigen?“ Weil es in ihm um Jesus, den „Herrn“ und von Gott „aus den Toten“ Auferweckten geht – und im Bekenntnis zu ihm und im Glauben an ihn das Heil liegt. An ihn wird „mit dem Herzen … geglaubt“, und er wird „mit dem Mund … bekannt“ – das alles „zur Gerechtigkeit“ bzw. „zum Heil“.

(11-13) Dass im Glauben an Jesus Christus das Heil liegt, begründet Paulus mit zwei weiteren Schriftzitaten. Zunächst zitiert er noch einmal Jes 28,16 (9,33) – diesmal mit dem Zusatz „jeder“ (vgl. 10,4: „… führt zur Gerechtigkeit jeden, der glaubt.“)

Paulus im Römerbrief
Jesaja (nach EB)
Jesaja (nach LXX-D)
Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden.
28,16: Darum, so spricht der Herr, HERR: Siehe, ich lege in Zion einen Grundstein, einen bewährten Stein, einen kostbaren Eckstein, felsenfest gegründet. Wer glaubt, wird nicht ängstlich eilen.
28,16: darum sagt der Herr so: Siehe, ich werde in die Fundamente Sions einen kostbaren, ausgewählten Stein einsetzen, einen wertvollen Eckstein in ihre Fundamente, und wer auf ihn vertraut, wird nicht zuschanden werden.

Aus dem Zusatz „jeder“ wird dann eine Schlussfolgerung gezogen: „Denn es ist kein Unterschied zwischen Jude und Grieche, denn er ist Herr über alle, und er ist reich für alle, die ihn anrufen.“ „Wo das Wort in Glaube und Bekenntnis angekommen wird, da ist der heilsgeschichtliche Unterschied zwischen Juden und Heiden aufgehoben (vgl. 3,22f.). Der Kyrios-Jesus, den die Christen bekennen, ist ein und derselbe Herr aller und lässt den Reichtum der endzeitlichen Heilsgüter allen zukommen, die ihn anrufen.“ (Wilckens II, 228)

Das zweite Schriftzitat stammt aus Joel 3,5 und bekräftigt, dass „jeder“ gerettet wird, „der den Namen des Herrn anrufen wird“ (Joel 3,5: „Und es wird geschehen: Jeder, der den Namen des HERRN anruft, wird errettet werden …“).

Mainka – Römerbrief

Hier haben wir also einen Vers, an dem man sich von vielen Seiten stoßen kann. Denn wer behauptet, dass „man sich ersteinmal selber lieben muß“ oder „man so bleiben kann wie man ist“ haben das Problem, dass für sie ja eben Jesus nicht der Herr ihres Lebens ist. Christen sind nicht mehr Herr über ihr eigenes Leben, auch lassen sie sich nicht mehr von der Sünde beherrschen, sondern Jesus Christus beherrscht das Leben – also was die Ziele und Taten an betrifft. Schau dir den Glauben Abrahams an! Dieser war nicht mehr sein eigener Herr, den er lebte im Glauben! Ahme diesen Glauben nach! Sei ein Freund Jehovas – unabhängig von irgendwelchen Gemeinden – den Jesus leitet seine Gemeinde direkt!

Glaubensgerechtigkeit – Römer 10: 6–11

Paulus beginnt mit einer Beschreibung der Glaubensgerechtigkeit in den Versen 6–7: Aber die Gerechtigkeit des Glaubens sagt so: Sprich nicht in deinem Herzen: Wer wird in den Himmel aufsteigen? (das heißt, um Christus zu Fall zu bringen 🙂 oder: Wer wird in den Abgrund hinabsteigen? (das heißt, Christus von den Toten auferwecken.)

In diesen Versen zitiert Paulus aus Deuteronomium 30: 12–13, wo Mose die Nähe der Gerechtigkeit Gottes erklärte. Er sagte, man müsse nicht in den Himmel hinaufsteigen, um ihn niederzureißen, oder in den Abgrund hinabsteigen, um ihn heraufzubringen. Was Mose hier zu Israel sagte, gilt für den Messias. Um diese Gerechtigkeit zu erlangen, muss man weder in den Himmel noch in die Hölle gehen, weil sie vom menschlichen Verdienst getrennt ist. Der Mensch muss die Menschwerdung nicht einleiten, um Christus zu Fall zu bringen, denn dies wurde bereits getan. Der Mensch muss auch nicht die Auferstehung einleiten, um Christus zu erwecken, denn dies wurde bereits getan. Glaubensgerechtigkeit wird nicht durch menschliches Verdienst initiiert.

Dann zitiert Paulus Deuteronomium 30:14, in dem die Mittel der Glaubensgerechtigkeit in Vers 8 dargelegt sind: Aber was sagt es? Das Wort ist nahe bei dir, in deinem Mund und in deinem Herzen: das ist das Wort des Glaubens, das wir predigen.

Das Mittel befindet sich in Ihrem Mund und in Ihrem Herzen und zeigt seine Nähe und Zugänglichkeit. Das Wort des Glaubens ist die Botschaft, und das Thema der Botschaft ist der Glaube. Dies ist die Botschaft oder das Evangelium, das Paulus gepredigt hat.

Paulus erklärt das eine, was für die Errettung wesentlich ist, und das ist der Glaube an die Verse 9–10: Wenn Sie mit Ihrem Mund Jesus als Herrn bekennen und an Ihr Herz glauben, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, werden Sie es sein gerettet: denn mit dem Herzen glaubt der Mensch an die Gerechtigkeit; und mit dem Mund wird das Geständnis zur Erlösung gemacht.

Diese Verse zeigen, wie der Glaube auf natürliche Weise im Bekenntnis zum Ausdruck kommt: Mit dem Mund bekennt man Jesus als Herrn; Mit dem Herzen glaubt er, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat. Mit dem Herzen glaubt der Mensch an die Gerechtigkeit; und mit dem Mund wird das Geständnis zur Erlösung gemacht. Diese chiastische Konstruktion, Mundherz; Mund hören bedeutet, dass Glauben und Bekennen gleichzeitig stattfinden. Beichte ist nichts, was man später tut, um Erlösung zu erlangen. Der Glaube an das Herz bringt Gerechtigkeit und Rechtfertigung. Das Geständnis gilt Gott. Der Inhalt davon ist, dass Jeschua für unsere Sünden starb, begraben wurde und wieder auferstanden ist. Der Inhalt des Glaubens ist, dass Jesus der Retter ist; das ist es, was man in dem Moment gesteht, in dem er glaubt.

Paulus gibt in Vers 11 die einzige Bedingung für die Errettung an: Denn die Schrift sagt: Wer an ihn glaubt, soll nicht beschämt werden.

Paulus zitierte dann aus Jesaja 28:16, um zu beweisen, dass der Glaube die einzige Voraussetzung für die Erlösung ist. Der Punkt seiner Argumentation ist, dass der universelle Weg zur Erlösung durch den Glauben an den Messias, den Kanal der Erlösung, erfolgt.

Fruchtenbaum – Die Sammlung messianischer Bibelstudien

Geschrieben von Thomas am 30. Juni 2020 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,jehovah-shammah | Keine Kommentare

Freuen – worüber?

Freuet euch in dem Herrn allezeit! Wiederum will ich sagen: Freuet euch!

Elberfelder Bibel 1905 – Php 4,4

Freut euch immer im Herrn. Ich sage noch einmal: Freut euch! 5

neue Welt Übersetzung – 2018 Philipper 4,4–5

Freut euch immer (stets) im Herrn! Aufs neue (Nochmals, Wiederum) werde ich sagen: freut euch!

offene Bibe – Php 4,4

Freut euch immerzu, mit der Freude, die vom Herrn kommt! Und noch einmal sage ich: Freut euch

Gute Nachricht Bibel – Php 4,4

Freut euch jeden Tag, dass ihr mit dem Herrn verbunden seid! Ich sage es noch einmal: Freut euch!

Neue evangelistische Übersetzung_2019 – Php 4,4

Phil 4,4 χαίρετε Imp. ἐν κυρίῳ wohl in (Gemeinschaft mit) dem Herrn. ἐρῶ Fut. λέγω; mod. Fut. (H-S § 202b; A247a) ich will (es) sagNeuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testamenten

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

Manchmal machen es die Bedrängnisse und Beschwernisse des Lebens den Menschen beinahe unmöglich, glücklich zu sein. Doch das verlangt Paulus auch gar nicht von seinen Lesern. Er ermutigt sie vielmehr, sich in dem Herrn zu freuen, und wiederholt diese Bitte sogleich noch einmal (vgl. Phil 3,1; 1Thes 5,16). Ihre Freude soll sich auf Christus gründen. Ungeachtet der Tatsache, daß auch Christen natürlich viele Gründe haben, unglücklich zu sein, kann ihr Herr ihnen dennoch jederzeit Anlaß zur Freude geben. Paulus selbst ist ein ausgezeichnetes Beispiel für einen Menschen, der diese innere Freude besitzt, auch wenn die äußeren Umstände – er wurde verfolgt, gefangengenommen und befand sich mehr als einmal in Lebensgefahr – gegen ihn sind.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Der doppelt erfolgende Aufruf zur Freude lässt darauf schließen, dass hier offensichtlich eine Not in der Gemeinde angesprochen wird. Hierbei müssen zwei Dinge berücksichtigt werden. Einmal ruft Paulus dazu auf, sich »allewege zu freuen«. Da möchte man fragen: Kann man das? Danach wird aber hier nicht gefragt. Paulus befiehlt es der Gemeinde. Auch die schwierigen Situationen und Tage, die wir äußerst ungern aus Gottes Hand nehmen, sollen kein Grund sein, die Freude »im Herrn« zu verlieren. Das ist bereits das zweite: Die Freude eines Christenmenschen leitet sich nicht vom Erleben ab, nicht aus den einzelnen Erfahrungen des Alltags, sondern sie hat ihre unversiegbare Quelle in Jesus Christus. Die Aufforderung ist nicht so zu verstehen: »Freuet euch im Glück, freuet euch in der Not, freuet euch bei der Arbeit, freuet euch in der Trauer!«, sondern: »Im Glück, in der Not, bei der Arbeit und in der Trauer freuet euch im Herrn!« Wo Christus der Lebensinhalt wird und die Lebenserfüllung von ihm her gewährleistet ist, lassen sich die Höhen und Tiefen des Lebens sinnvoll bewältigen. Wir stehen in der Gefahr, nicht allein in den Tiefen unsere Freude am Herrn zu verlieren, sondern auch, wenn wir uns unsere Freude von den Dingen dieser vergänglichen Welt, vom »Irdischen« geben lassen. Letzteres ist in unserer heutigen Wohlstandsgesellschaft besonders stark ausgeprägt. Schon der weise Agur weiß davon zu berichten, dass der Wohlstand für den Menschen genauso gefährlich sein kann, wie die Not (Spr 30,8-9). Die Lebensfreude eines Christen ist in dem begründet, was Jesus bereits für uns getan hat und noch tut (Lk 10,20). Ein Leben, das auf diesem Fundament begründet ist, ist besser gewappnet gegen die irdischen Erfolge und irdischen Nöte (vgl. Phil 4,11-13).

Die Liste der einzelnen Anweisungen wird fortgesetzt mit einem Aufruf, sich in doppelter Weise kenntlich zu machen. In Vers 5 geht es um die erste Hälfte. Der Christ soll sich den Menschen zu erkennen geben als einer, der einen »nachsichtigen Lebenswandel führt«. Dies steht hinter dem Wort »Milde«. Luther hat die geniale Übersetzung »Lindigkeit« geschaffen, eine Übersetzung, die in seiner Zeit sicherlich richtig verstanden wurde. Lindigkeit kommt von »lindern« und hängt zusammen mit der »Linde«, deren medizinischer Wert als schmerzlinderndes Mittel seit Urzeiten bekannt ist. »Milde« meint hier also eine Verhaltensweise, die eine lindernde, mildernde Wirkung hat. Das Eigenschaftswort »mild« kommt im NT noch in 1Timotheus 3,3 und Titus 3,2 parallel zu »friedfertig/unstreitbar«, 1Petr us 2,18 parallel zu »gut/gütig« und Jakobus 3,17 parallel zu »friedlich/friedsam« vor. Dies verdeutlicht noch die Bedeutung dieses Wortes. Ein Mensch, der mildernd und lindernd wirkt, hat eine schlichtende Funktion bei Streitigkeiten und Auseinandersetzungen. Dafür sollen Christen unter den Leuten bekannt sein. Wir sollen als Christen unsere Aufgabe darin sehen, diese Milde auszustrahlen.

Der nun folgende Zwischenruf: »Der Herr ist nahe!« dient zur Begründung. Die uns noch zur Verfügung stehende – begrenzte Zeit soll ein Anreiz sein, das zur Erfüllung zu bringen, was Jesus uns aufgetragen hat. Es ist hier aber mehr gemeint, als die in Bälde zu erwartende Wiederkunft Christi. Das hier verwendete Wort für »nahe« (griech. eggys) bringt, stärker noch als eine Zeitvorstellung, eine Raumvorstellung zum Ausdruck. Weil die Wiederkunft Christi in Zeit und Raum geschieht, gehört beides zusammen. Es ist dasselbe Wort, das Jesus in seiner Verkündigung verwendet hat. Die Lehre vom Ziel Gottes mit dieser Welt und vom Ende dieser Weltzeit und dieser Erde kann nur mit dieser spannungsvollen Aussage annähernd erklärt werden: Wie das Reich Gottes, so ist auch Jesus »jetzt schon und doch noch nicht« in unserem Erfahrungsbereich. Einerseits ist er »bei uns alle Tage, bis an der Welt Ende« (Mt 28,20), und zwar durch den Heiligen Geist. Andererseits wird Jesus in der Zukunft in gleicher Art und Weise leibhaftig wiederkommen, wie er diese Erde verlassen hat (Apg 1,11; Lk 21,27). Beides schwingt hier mit. Einmal sollte die räumliche Nähe Jesu Christi uns dazu anregen, dass seine Art auch an uns sichtbar wird, dass wir doch nicht durch unseren Wandel einen Kontrast zu ihm darstellen, sondern seine Art widerspiegeln. Andererseits sollte die zeitliche Nähe der Wiederkunft Jesu Christi, die jederzeit in unsere Zeit hereinbrechen kann, uns anreizen, das in diesem Leben zu verwirklichen, was er in und durch uns verwirklichen will.

Vers 6 erläutert die zweite Hälfte des Bekanntmachens. War es im vorangehenden Vers darum gegangen, bei unseren Mitmenschen für unsere Milde bekannt zu sein, so wird hier betont, dass wir das Notvolle und Beschwerliche unseres Lebens bei Gott bekanntmachen sollen. Wir dürfen und sollen all das, was wir nicht in Milde tragen können, bei Gott abladen. Bei Gott dürfen wir uns »abreagieren«. Mit allem, was wir zu erbitten haben, dürfen wir zu Gott kommen. Natürlich ist auch hier wichtig, wie wir im Vaterunser gelehrt werden, »dein Wille geschehe« in rechter Weise zu beten.

Dieser Vers sagt uns Grundsätzliches über das Beten und über die Art und Weise, in der es verrichtet werden soll. Wir haben hier eine kleine Sammlung der Begriffe für das Gebet: Anbetung, Bittgebet, Flehen/Verlangen und Dankgebet. Jeder dieser aufgeführten Begriffe kann mit »Gebet« wiedergegeben werden. Jedoch hat jeder einzelne Begriff seine besondere Bedeutung. Die Anbetung meint das Gebet, das an Gott in Lob und Preis gerichtet wird. Das Bittgebet meint das Beten, das auch den deutschen Begriff »Gebet« prägt: das Bitten. Das »Flehen« verstärkt diese Form des Betens (das Verbum aiteo bedeutet »fragen«, »erbitten«, »benötigend und »verlangen«) und bringt das Ringen mit Gott im Gebet zum Ausdruck. dass Gebet aber auch »Danksagung« ist, zeigt das letzte Wort. Diese vier sind nicht einfach verschiedene Möglichkeiten, mit Gott zu reden. Vielmehr gehören alle vier Aspekte des Gebetes zusammen, um in geeigneter Weise mit Gott reden zu können.

In der Aufforderung »sorgt euch um nichts« finden wir eine Entsprechung zu »freuet euch allewege« (V. 4). Es sind zwei Seiten einer Mitteilung. In beiden Hälften wird die Ausschließlichkeit betont. Einmal soll die Freude immer vorhanden sein, auf der anderen Seite soll es keine Sache geben, deretwegen der Christ sich sorgt. Auch in diesem zweiten Punkt wird der Grund genannt. Weil wir zu Gott kommen dürfen mit alldem, was uns sonst Sorgen bereiten würde, gibt es keinen Anlass, sich selber Sorgen darüber zu machen. Wenn wir wirklich glauben, dass Gott Gebete erhört und über Bitten und Verstehen tut, dann ist es nur folgerichtig, wenn wir die Sorgen mit den Problemen gleich abgeben. Manchmal tut der Christ so, als ob Gott mit seinen Problemen nicht fertig werden würde. Er sagt ihm zwar seine Nöte, trägt aber weiterhin alle Sorgen mit sich herum. Es ist nicht einfach, die Sorgen loszulassen, geschweige denn, sie »auf Gott zu werfen«. Alles Menschliche und Natürliche in uns wehrt sich dagegen. Und doch will es Gott von uns, dass wir dies lernen

Edition C

Paulus wiederholt nun seine liebste Ermahnung, indem er sich an die gesamte Gemeinde wendet. Das Geheimnis seiner Ermahnungen findet sich in den Worten »im Herrn«. Ganz gleich, wie finster die Lebensumstände sein mögen, es ist für den Christen immer möglich, sich »im Herrn« zu freuen.
Jowett teilt seine Erfahrungen hinsichtlich der christlichen Freude:
Die christliche Freude ist eine Gemütslage, die von unseren unmittelbaren Umständen unabhängig ist. Wäre sie von unserer Umwelt abhängig, dann wäre sie so unsicher wie eine ungeschützte Kerze in einer stürmischen Nacht. Einen Augenblick lang brennt die Kerze klar und hell, und im nächsten Augenblick springt die Flamme bis ans Ende des Dochts, sodass sie wenig oder gar kein Licht mehr gibt. Doch die christliche Freude steht in keinerlei Beziehung zu den vergänglichen Lebensumständen, und deshalb wird sie auch nicht das Opfer dahineilender Tage. Zu bestimmten Zeiten sind meine Umstände wie ein sonniger Junitag, und schon wenig später wie ein trüber Novembertag. An einem Tag besuche ich eine Hochzeit, am nächsten kann ich schon an einem offenen Grab stehen. An einem Tag mag ich durch meinen Dienst für den Herrn zehn Bekehrte gewinnen, und dann wieder bekehrt sich tagelang niemand. Ja, unsere Tage sind so veränderlich wie das Wetter, und doch kann die christliche Freude beständig bleiben. Wo liegt das Geheimnis dieser herrlichen Beständigkeit?
Es liegt hierin begründet: »Siehe, ich bin bei euch alle Tage.« In allen sich wandelnden Tagen »ist er unwandelbar und ermüdet nicht«. Er ist kein Gefährte für die sonnigen Augenblicke des Lebens, der mich verlässt, wenn die Jahre dunkel und kalt werden. Er wählt nicht die Tage aus, wenn es mir gut geht und ich feiern kann, um mich zu verlassen, wenn ich arm bin und Niederlagen einstecken muss. Er zeigt sich nicht nur, wenn ich feierlich bekränzt bin, um sich zu verbergen, wenn ich den Dornenkranz trage. Er ist bei mir »alle Tage« – in den guten Tagen wie in den schlechten, an den Tagen, an denen das Totenglöcklein läutet, und an den Tagen, an denen Hochzeit gefeiert wird. »Alle Tage«. Er ist bei mir am Tag des Lebens, am Tag des Todes und am Tag des Gerichts.21

MacDonald -Kommentar zum Neuen Testament

Wie kann ich also meine Freude bewahren? Indem ich worauf schaue?

Geschrieben von Thomas am 29. Juni 2020 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,jehovah-shammah | Keine Kommentare

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