2.Petrus

Der zweite Brief des Petrus
Petrus 3

hier als mp3 und hier findet ihr die Gedanken, Kommentare und ergänzenden Stoff zu den einzelnen Kapiteln:

sowie weiteren ergänzenden Stoff:

Thomas 17. Dezember 2009 13 Kommentare Trackback URI Comments RSS

13 Kommentare zu “2.Petrus”

  1. Juleam 17. Dezember 2009 um 12:38 Link zum Kommentar

    2. Petrus 1 – 3

    2. Petrus 1:5-8

    Ja ebendeswegen, indem ihr dementsprechend all [euer] ernsthaftes Bemühen beitragt, reicht dar zu eurem Glauben Tugend, zu [eurer] Tugend Erkenntnis, 6 zu [eurer] Erkenntnis Selbstbeherrschung, zu [eurer] Selbstbeherrschung Ausharren, zu [eurem] Ausharren Gottergebenheit, 7 zu [eurer] Gottergebenheit brüderliche Zuneigung, zu [eurer] brüderlichen Zuneigung Liebe.

    8 Denn wenn diese Dinge in euch vorhanden sind und überströmen, so werden sie euch daran hindern, entweder untätig oder ohne Frucht zu sein hinsichtlich der genauen Erkenntnis unseres Herrn Jesus Christus.

    tun wir alles, um diese Tugenden bei uns zu entwickeln?

    2. Petrus 1:9-11

    Denn in wem diese Dinge nicht vorhanden sind, der ist blind, verschließt seine Augen [vor dem Licht] und hat die Reinigung von seinen früheren Sünden vergessen. 10 Aus diesem Grund, Brüder, tut um so mehr euer Äußerstes, eure Berufung und Auserwählung festzumachen; denn wenn ihr diese Dinge beständig tut, werdet ihr auf keinen Fall jemals fehlgehen. 11 In der Tat, auf diese Weise wird euch der Eingang in das ewige Königreich unseres Herrn und Retters Jesus Christus reichlich dargereicht werden.

  2. Juleam 17. Dezember 2009 um 12:44 Link zum Kommentar

    2. Petrus 2:1-3

    Es gab indes auch falsche Propheten unter dem Volk, wie es auch unter euch falsche Lehrer geben wird. Ebendiese werden unauffällig verderbliche Sekten einführen und werden sogar den Besitzer verleugnen, der sie erkauft hat, wodurch sie schnelle Vernichtung über sich bringen.

    2 Ferner werden viele ihren Zügellosigkeiten folgen, und ihretwegen wird vom Weg der Wahrheit lästerlich geredet werden.

    3 Auch werden sie euch aus Habsucht mit verfälschten Worten ausbeuten. Was aber sie betrifft, so nimmt das Gericht von alters her keinen langsamen Verlauf, und ihre Vernichtung schlummert nicht.

    mögen diese Worte niemals auf uns zutreffen!

  3. Juleam 17. Dezember 2009 um 12:46 Link zum Kommentar

    2. Petrus 2:7-8

    und er befreite den gerechten Lot, der schwer bedrängt war durch den zügellosen Wandel von Personen, die dem Gesetz trotzten — 8 denn jener Gerechte quälte durch das, was er sah und hörte, während er unter ihnen wohnte, Tag für Tag seine gerechte Seele wegen ihrer gesetzlosen Taten —,

    empfinden wir wie Lot – oder fühlen wir uns wohl unter den Gesetzlosen?

    Können wir es kaum noch erwarten, dass Jehova bald aufräumt und es endlich wieder „saubere gesunde Luft“ gibt?

    Zeigen wir dies durch unseren Lebenswadel – in allen Dingen, die wir tun?

    Was sagt die Wahl unserer Freunde und dessen, was wir zur Unterhaltung wählen, darüber aus, ob wir dies wirklich so empfinden?

  4. Juleam 17. Dezember 2009 um 12:52 Link zum Kommentar

    2. Petrus 2:9

    Jehova weiß Menschen von Gottergebenheit aus der Prüfung zu befreien, Ungerechte aber für den Tag des Gerichts zu ihrer Abschneidung aufzubehalten,

    wie wohltuend, zu wissen, dass es nicht ewig so weitergehen wird!

    2. Petrus 2:10-22

    besonders aber diejenigen, die weiterhin dem Fleisch nachgehen mit der Begierde, [es] zu beflecken, und die auf [die] Herrschaft herabblicken.

    Verwegen, eigenwillig, zittern sie nicht vor Herrlichen, sondern reden lästerlich, 11 wohingegen Engel, obwohl sie an Stärke und Macht größer sind, keine Anklage in lästerlichen Ausdrücken gegen sie vorbringen, [und sie tun es nicht] aus Respekt vor Jehova.

    12 Aber gleich vernunftlosen Tieren, die von Natur aus dazu geboren sind, eingefangen und vernichtet zu werden, werden diese [Menschen] in bezug auf Dinge, über die sie unwissend sind und lästerlich reden, in ihrem eigenen [Lauf] der Vernichtung auch Vernichtung erleiden, 13 indem sie sich als Lohn für Unrechttun selbst Unrecht zufügen.

    Sie betrachten ein luxuriöses Leben bei Tag als ein Vergnügen. Sie sind Flecken und Makel, die sich ungehemmt an ihren trügerischen Lehren ergötzen, während sie mit euch Festmahl halten. 14 Sie haben Augen voll Ehebruchs und sind unfähig, von Sünde abzulassen, und sie locken unbefestigte Seelen an. Sie haben ein Herz, das in Habsucht geübt ist. Sie sind Kinder des Fluches.

    15 Da sie den geraden Pfad verlassen haben, sind sie irregeführt worden. Sie sind dem Pfad Bileams, [des Sohnes] Beors, gefolgt, der den Lohn des Unrechttuns liebte, 16 aber für seine eigene Verletzung dessen, was recht war, eine Zurechtweisung erhielt. Ein stummes Lasttier, das sich mit der Stimme eines Menschen äußerte, hinderte den Propheten an seinem wahnsinnigen Lauf.

    17 Diese sind Quellen ohne Wasser und Nebelschwaden, von heftigem Sturm getrieben, und für sie ist die Schwärze der Finsternis aufbehalten. 18 Denn sie führen geschwollene Reden unnützen Inhalts, und durch die Begierden des Fleisches und durch zügellose Gewohnheiten verlocken sie die, die eben erst Leuten entronnen sind, welche im Irrtum wandeln.

    19 Während sie ihnen Freiheit verheißen, führen sie selbst ein Dasein als Sklaven des Verderbens. Denn wer immer von einem anderen überwunden wird, ist diesem versklavt.

    20 Wenn sie nämlich, nachdem sie durch eine genaue Erkenntnis des Herrn und Retters Jesus Christus den Befleckungen der Welt entronnen sind, wieder in ebendiese Dinge verwickelt und [davon] überwunden werden, so sind die letzten Zustände für sie schlimmer geworden als die ersten.

    21 Denn es wäre für sie besser gewesen, den Pfad der Gerechtigkeit nicht genau erkannt zu haben, als sich, nachdem sie ihn genau erkannt hatten, von dem ihnen überlieferten heiligen Gebot abzuwenden. 22 Es ist ihnen ergangen, wie das wahre Sprichwort sagt: „Der Hund ist zum eigenen Gespei zurückgekehrt und die gebadete Sau zum Wälzen im Schlamm.“

  5. Juleam 17. Dezember 2009 um 12:56 Link zum Kommentar

    2. Petrus 3:1-2

    Geliebte, dies ist nun der zweite Brief, den ich euch schreibe, in welchem ich, wie in meinem ersten, durch Erinnerung euer klares Denkvermögen aufwecke, 2 damit ihr der zuvor von den heiligen Propheten geredeten Worte und des durch eure Apostel [mitgeteilten] Gebotes des Herrn und Retters gedenkt.

    gehören wir zu den Personen, die unbedingt immer die ersten sein wollen, die Neuigkeiten verbreiten?

    Könnte es sein, dass der Drang, durch neue Erkenntnisse, die wir scheinbar haben mögen hervorzuragen und Ehre zu erhalten – dass wir dadurch versäumen, uns mit den Wahrheiten zu beschäftigen, die wir bereits haben?

    Auf dem neuen Tagessonderkongress warnt der Bruder wieder mal vor den Gefahren des Internets – vor Foren und Chats, wo sich Brüder über die neuesten Erkenntnisse austauschen, die sie selbst erlangt hätten. Dies würde nur zu Streitigkeiten und Unruhen führen.

    Warum ist es ihnen scheinbar so wichtig, unbedingt die ersten zu sein, die neue Erkenntnisse oder Infrmationen zu haben scheinen?

    Warum unterhalten sie sich nicht einfach über das, was sie in der Bibel gelesen haben oder was ihnen in den Publikationen aufgefallen ist oder was sie in Vortragen oder auf Kongressen begeistert hat?

  6. Juleam 17. Dezember 2009 um 12:58 Link zum Kommentar

    2 Petrus 3:3-18

    Denn dies wißt zuerst, daß in den letzten Tagen Spötter mit ihrem Spott kommen werden, die gemäß ihren eigenen Begierden vorgehen 4 und sagen: „Wo ist diese seine verheißene Gegenwart? Ja, von dem Tag an, da unsere Vorväter [im Tod] entschlafen sind, gehen alle Dinge genauso weiter wie von Anfang der Schöpfung an.“

    5 Denn ihrem Wunsch gemäß entgeht diese Tatsache ihrer Kenntnis, daß es von alters her Himmel gab und eine Erde, die kompakt herausstand aus [dem] Wasser und inmitten des Wassers durch das Wort Gottes; 6 und durch diese [Dinge] wurde die damalige Welt vernichtet, als sie mit Wasser überflutet wurde. 7 Aber durch dasselbe Wort sind die Himmel und die Erde, die jetzt sind, aufgespart für das Feuer und sind aufbehalten für den Tag des Gerichts und der Vernichtung der gottlosen Menschen.

    8 Indes möge diese e i n e Tatsache eurer Kenntnis nicht entgehen, Geliebte, daß e i n Tag bei Jehova wie tausend Jahre ist und tausend Jahre wie e i n Tag. 9 Jehova ist hinsichtlich seiner Verheißung nicht langsam, wie [es] einige [für] Langsamkeit halten, sondern er ist geduldig mit euch, weil er nicht will, daß irgend jemand vernichtet werde, sondern will, daß alle zur Reue gelangen. 10 Doch Jehovas Tag wird kommen wie ein Dieb, an welchem [Tag] die Himmel mit zischendem Geräusch vergehen werden, die Elemente aber werden vor Gluthitze aufgelöst, und die Erde und die Werke auf ihr werden aufgedeckt werden.

    11 Da alle diese Dinge so aufgelöst werden, was für Menschen solltet ihr da sein in heiligen Handlungen des Wandels und Taten der Gottergebenheit, 12 indem ihr die Gegenwart des Tages Jehovas erwartet und fest im Sinn behaltet, durch den [die] Himmel im Feuer aufgelöst werden und [die] Elemente vor Gluthitze zerschmelzen werden! 13 Doch gibt es neue Himmel und eine neue Erde, die wir gemäß seiner Verheißung erwarten, und in diesen wird Gerechtigkeit wohnen.

    14 Deshalb, Geliebte, da ihr diese Dinge erwartet, tut euer Äußerstes, um schließlich von ihm fleckenlos und makellos und in Frieden erfunden zu werden. 15 Betrachtet ferner die Geduld unseres Herrn als Rettung, so wie euch unser geliebter Bruder Paulus nach der ihm verliehenen Weisheit ebenfalls schrieb, 16 indem er von diesen Dingen redete, wie er das auch in all [seinen] Briefen tut. Darin sind jedoch einige Dinge schwer zu verstehen, die die Ungelehrten und Unbefestigten verdrehen, wie [sie es] auch, zu ihrer eigenen Vernichtung, mit den übrigen Schriften [tun].

    17 Ihr daher, Geliebte, die ihr dies im voraus wißt, hütet euch, damit ihr nicht durch den Irrtum derer, die dem Gesetz trotzen, mit ihnen fortgerissen werdet und aus eurem eigenen festen Stand fallt. 18 Nein, sondern wachst weiterhin in der unverdienten Güte und an Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus. Ihm [sei] die Herrlichkeit sowohl jetzt als auch bis zum Tag der Ewigkeit.

    wenn Petrus hier sagt, dass wir an Erkenntnis wachsen sollen, dann meint er nicht, dass wir unbedingt durch neue Erkenntnise glänzen sollten, die uns durch unsere grosse Intelligenz gekommen sind!

    Er meinte damit, dass wir nicht damit zufrieden sein solten ein Puzzel zu besitzen, wo die einzelnen Steine noch alle einzeln sind – sondern wir sollten uns daran machen, die Steine nach und nach zusammenzusetzen und uns dann an dem herrllichen Bild erfreuen, dass sich dann ergibt.

  7. WT 15.11.2008am 17. Dezember 2009 um 13:04 Link zum Kommentar

    Höhepunkte zum 2. Brief des Petrus

    „Jehovas Tag wird kommen“
    (2. Pet. 1:1—3:18)

    „Prophetie wurde niemals durch den Willen eines Menschen hervorgebracht“, schreibt Petrus, „sondern Menschen redeten von Gott aus, wie sie von heiligem Geist getrieben wurden.“ Wer sich auf das prophetische Wort konzentriert, kann sich vor „falschen Lehrern“ und anderen korrupten Personen schützen (2. Pet. 1:21; 2:1-3).

    „In den letzten Tagen [werden] Spötter mit ihrem Spott kommen“, warnt Petrus. „Doch Jehovas Tag wird kommen wie ein Dieb.“ Petrus beendet seinen Brief mit vernünftigem Rat für alle, die die Gegenwart jenes Tages erwarten und fest im Sinn behalten (2. Pet. 3:3, 10-12).

    Antworten auf biblische Fragen:

    1:19 — Wer ist der „Tagesstern“, wann ist er aufgegangen und woran erkennt man das?
    Der „Tagesstern“ ist Jesus Christus nach Empfang seiner Königreichsmacht (Offb. 22:16). 1914 „ging“ Jesus als messianischer König vor der ganzen Schöpfung „auf“, was den Anbruch eines neuen Tages ankündigte. Durch die Umgestaltung wurde für eine visionäre Vorschau auf die Herrlichkeit Jesu in Königreichsmacht gesorgt und die Zuverlässigkeit des prophetischen Wortes Gottes unterstrichen. Achten wir auf dieses Wort, wird unser Herz erleuchtet und uns wird bewusst, dass der Tagesstern aufgegangen ist.

    2:4 — Was ist der „Tartarus“, und wann wurden die rebellischen Engel dorthinein geworfen?
    Mit dem Tartarus ist ein gefängnisähnlicher Zustand gemeint, in dem sich nur Geistgeschöpfe — keine Menschen — befinden. Es handelt sich um einen Zustand völliger Finsternis im Hinblick auf Gottes herrliche Vorsätze. Diejenigen im Tartarus haben keine Zukunftshoffnung. Gott warf die ungehorsamen Engel zur Zeit Noahs in den Tartarus, und in diesem erniedrigten Zustand bleiben sie bis zu ihrer Vernichtung.

    3:17 — Was meinte Petrus mit der Wendung „im Voraus wissen“?
    Petrus bezog sich damit auf das Vorherwissen oder Vorauswissen künftiger Ereignisse, die ihm oder anderen Bibelschreibern durch Inspiration vermittelt wurden. Da es sich um ein begrenztes Vorherwissen handelte, kannten die Christen damals nicht alle Einzelheiten. Sie erfuhren nur die Grundzüge dessen, was zu erwarten war.

    Lehren für uns:

    1:2, 5-7. Wenn wir uns ernsthaft bemühen, Glauben, Ausharren und Gottergebenheit zu entwickeln, wird uns das nicht nur helfen, an „genauer Erkenntnis Gottes und Jesu“ zuzunehmen. Wir werden diese Erkenntnis auch umsetzen und dadurch „weder untätig noch unfruchtbar sein“ (2. Pet. 1:8, Fn.).

    1:12-15. Damit wir „in der Wahrheit befestigt“ bleiben, brauchen wir immer wieder Erinnerungshilfen. Diese erhalten wir in den Zusammenkünften, durch das persönliche Studium und das Bibellesen.

    2:2. Wir müssen unbedingt darauf achten, dass unser Verhalten kein schlechtes Licht auf Jehova und seine Organisation wirft (Röm. 2:24).

    2:4-9. Angesichts all der Dinge, die Gott in der Vergangenheit getan hat, sind wir felsenfest überzeugt: „Jehova weiß Menschen von Gottergebenheit aus der Prüfung zu befreien, Ungerechte aber für den Tag des Gerichts zu ihrer Abschneidung aufzubehalten.“

    2:10-13. Obwohl „Herrliche“, das heißt die Ältesten, nicht fehlerfrei sind und sich schon mal irren, dürfen wir nicht respektlos von ihnen reden (Heb. 13:7, 17).

    3:2-4, 12. Wenn wir aufmerksam auf die „zuvor von den heiligen Propheten geredeten Worte“ achten und auf die „Gebote des Herrn und Retters“, werden wir nicht aus dem Auge verlieren, wie nah der Tag Jehovas ist.

    3:11-14. Wer „die Gegenwart des Tages Jehovas“ erwartet und fest im Sinn behält, wird 1. in seinen Handlungen heilig oder rein sein, was den Körper, das Denken, die Moral und die Anbetung angeht; 2. sich fleißig am Predigen und Jüngermachen beteiligen, was „Gottergebenheit“ erkennen lässt; 3. „fleckenlos“ bleiben und nicht zulassen, dass sein Verhalten und seine Persönlichkeit von der Welt beschmutzt wird; 4. „makellos“ bleiben, also alles mit dem richtigen Beweggrund tun; 5. „in Frieden“ sein — mit Gott, seinen Glaubensbrüdern und mit anderen.

  8. WT 15.03.1991am 17. Dezember 2009 um 13:09 Link zum Kommentar

    Schenkt Gottes prophetischem Wort Aufmerksamkeit!
    Höhepunkte aus 2. Petrus

    JEHOVAS prophetisches Wort (oder Botschaft) gleicht einer Lampe, die an einem dunklen Ort leuchtet, und wahre Christen müssen ihm völlige Aufmerksamkeit schenken. Das ist nicht leicht, wenn falsche Lehrer versuchen, den Abfall zu fördern. Aber mit Gottes Hilfe ist es möglich. Und wir müssen standhaft an Gottes Wort festhalten, wenn wir den schnell näher rückenden Tag Jehovas überleben wollen.

    Der zweite inspirierte Brief des Apostels Petrus kann uns helfen, Gottes prophetischem Wort Aufmerksamkeit zu schenken. Petrus schrieb diesen Brief offenbar um das Jahr 64 u. Z., wie es scheint aus Babylon. Darin verteidigt er Gottes Wahrheit und warnt Mitgläubige vor dem diebesgleichen Kommen des Tages Jehovas, auch hilft er seinen Lesern, nicht durch den Irrtum derer, die dem Gesetz trotzen, fortgerissen zu werden. Da wir an der Schwelle des Tages Jehovas stehen, können wir aus den inspirierten Worten des Petrus großen Nutzen ziehen.

    Dem prophetischen Wort vertrauen

    Als Christen müssen wir uns verausgaben, um gottgemäße Eigenschaften zu bekunden, und dem prophetischen Wort Aufmerksamkeit schenken (1:1-21). Damit wir nicht untätig werden oder ohne Frucht sind, müssen wir ‘zu unserem Glauben Tugend, Erkenntnis, Selbstbeherrschung, Ausharren, Gottergebenheit, brüderliche Zuneigung und Liebe darreichen’. Als Petrus den umgestalteten Jesus sah und bei dieser Gelegenheit Gottes Äußerung über ihn hörte, wurde das prophetische Wort um so fester gemacht (Markus 9:1-8). Diesem von Gott inspirierten Wort müssen wir Aufmerksamkeit schenken.

    Sich vor Abtrünnigen hüten

    Wenn wir Gottes prophetischem Wort völlige Aufmerksamkeit schenken, können wir uns vor Abtrünnigen und anderen verdorbenen Menschen hüten (2:1-22). Petrus warnt davor, daß falsche Lehrer in die Versammlung eindringen würden. Doch Jehova wird an diesen Abgefallenen sein Strafgericht vollziehen, genauso wie er die ungehorsamen Engel, die gottlose Welt in den Tagen Noahs sowie die Städte Sodom und Gomorra richtete. Die falschen Lehrer verachten von Gott verliehene Autorität und verleiten die Schwachen, sich ihnen in ihrem unrechten Handeln anzuschließen. Es wäre für solche Abtrünnigen besser gewesen, „den Pfad der Gerechtigkeit nicht genau erkannt zu haben, als sich, nachdem sie ihn genau erkannt hatten, von dem ihnen überlieferten heiligen Gebot abzuwenden“.

    Jehovas Tag wird kommen!

    Wir, die wir in den letzten Tagen leben und dem prophetischen Wort Aufmerksamkeit schenken, dürfen uns nicht durch Spötter beeinflussen lassen, die über die Botschaft von der Gegenwart Christi spotten (3:1-18). Sie vergessen, daß der Gott, der fest entschlossen ist, das gegenwärtige System der Dinge zu vernichten, bereits die Welt vor der Flut vernichtet hat. Jehovas Geduld darf nicht für Langsamkeit gehalten werden, denn er möchte, daß die Menschen bereuen. Das heutige System wird an „Jehovas Tag“ vernichtet und durch „neue Himmel und eine neue Erde“ ersetzt werden, ‘in denen Gerechtigkeit wohnen wird’. Daher müssen wir unser Äußerstes tun, um „fleckenlos und makellos und in Frieden erfunden zu werden“. Statt uns von falschen Lehrern irreführen zu lassen, wollen wir in der Erkenntnis Jesu Christi wachsen.

    Wir sollten uns die Worte des Petrus zu Herzen nehmen und uns jederzeit vor falschen Lehrern hüten, in dem Bewußtsein leben, daß Jehovas Tag bald kommt, und Gottes prophetischem Wort stets unsere Aufmerksamkeit schenken.

    [Kasten/Bild auf Seite 31]
    In den Tartarus geworfen:
    Jehova ‘hielt sich nicht davon zurück, die Engel, die gesündigt hatten, zu bestrafen, sondern dadurch, daß er sie in den Tartarus warf, überlieferte er sie Gruben dichter Finsternis, um sie für das Gericht aufzubehalten’ (2. Petrus 2:4). Hierbei handelt es sich nicht um den in Homers Ilias beschriebenen mythologischen Tartarus, wo niedere falsche Götter — Kronos und andere Titanengötter — eingesperrt waren. Der biblische Tartarus ist der gefängnisgleiche Zustand der Erniedrigung, in den Gott die Engel verbannt hat, die in den Tagen Noahs ungehorsam waren (1. Mose 6:1-8; 1. Petrus 3:19, 20; Judas 6). Die ‘dichte Finsternis’ ist die Folge davon, daß Gott sie aus seiner Familie ausgestoßen und von seinem geistigen Licht abgeschnitten hat. Da sie für sein Strafgericht aufbehalten sind, haben sie nur düstere Aussichten. Der Tartarus ist ein Vorzeichen dafür, daß Satan und seine Dämonen vor Beginn der Tausendjahrherrschaft Christi in den Abgrund geschleudert werden. Nach Christi Millenniumsherrschaft wird ihre Vernichtung erfolgen (Matthäus 25:41; Offenbarung 20:1-3, 7-10, 14).

  9. Juleam 19. Dezember 2011 um 13:45 Link zum Kommentar

    2. Petrus 1 – 3

    2. Petrus 1:2

    Ich wünsche euch, dass Gottes Gnade und sein Friede euch immer mehr erfüllen. Das wird geschehen, wenn ihr Gott und unseren Herrn Jesus Christus immer besser kennen lernt.

    Warum ist dies so? Warum werden wir umso mehr mit dem Frieden Gottes erfüllt, desto mehr wir über ihn und seinen Sohn erfahren?

    Wir leben heute wirklich in sehr schwierigen Zeiten, „mit denen man schwer fertig wird“. Auch wir, die wir an Gott glauben und in seinem Wort lesen, bleiben davon nicht verschont. Aber wie kann uns nun hier „die Erkenntnis Gottes“ helfen?

    Je mehr wir Jehova Gott kennen lernen, umso vertrauter werden wir mit ihm. Wir verstehen mit der Zeit immer besser „wie er tickt“ – also: wie er denkt und fühlt und warum er so oder so handelt oder dieses oder jenes von uns „verlangt“. Dies bringt uns unserem Gott nicht nur näher, sondern wir können auch besser damit umgehen, wenn er mal nicht so handelt, wie wir es vielleicht gerade von ihm erwarten.

    In den vergangenen Jahren hat es sehr oft den Punkt gegeben, wo ich richtig sauer mit meinem Gott war, zutiefst enttäuscht. Ein Punkt, an dem ich dachte: „das kannst du doch unmöglich zulassen. Jetzt mußt du doch eingreifen!“ Aber er hat es nicht getan.

    Mit den Jahren, die wir hier schon mit Jehova wandeln, habe ich ihn immer besser kennen gelernt. Ich habe am eigenen Leib erfahren, dass er sehr wohl eine ganze Menge zuläßt – viel mehr, als ich je gedacht hatte. Aber durch das immer wieder neu in der Bibel Lesen habe ich sehr viel verstanden. Bei Berichten, die ich von der ersten Zeit Davids gelesen habe, sagte Jehova dann zu mir:

    „sieh hin! Sieh genau hin, was mit David passiert ist. Achte bitte darauf, wie viele Jahre David vor Saul geflohen ist, was er alles erdulden mußte. Sieh, welche Schwierigkeiten er meistern mußte. Aber hast du auch gesehen, dass ich ihn nie allein gelassen habe? Hast du gesehen, wie nahe ich ihm war und dass er seine Freude nicht verloren hat? Hast du seinen Glauben gesehen und wie fest er auf mich vertraut hatte? Hast du bemerkt, dass ich ihn zu keiner Zeit im Stich gelassen, sondern immer gestärkt habe? Hast du gelesen, dass ich ihn deshalb sogar als meinen Freund bezeichnet habe?“

    Und wenn ich dann darüber nachdenke, dann hat ER mit uns ganz genau so gehandelt!

    Wenn wir Jehova immer besser kennenlernen und ihn immer besser verstehen, dann verschiebt sich irgendwie die Sichtweise. Irgendwann verlieren die äußeren Umstände an Gewicht und das Einzige, was wirklich zählt, ist wie Jehova uns sieht. Und wenn Jehova nicht nur unser Gott, sondern auh noch unser Freund ist; wenn er uns immer wieder versichert, wie sehr ER uns liebt – was zählen dann all die Probleme und Schwierigkeiten?

    Diese Erkenntnis gibt uns einen tiefen inneren Frieden, den man ohne Gott niemals haben könnte und der mit der Zeit immer mehr wächst und immer tiefer wird!

  10. Juleam 19. Dezember 2011 um 13:47 Link zum Kommentar

    2. Petrus 2:12-15, 18

    Diese falschen Lehrer haben genauso wenig Verstand wie das Vieh, das nur zum Fangen und Schlachten geboren wird. Sie verspotten, was sie gar nicht verstehen, aber ihre Bosheit wird ihnen zum Verhängnis werden. 13 Sie werden für ihren Unglauben und ihre Verdorbenheit bezahlen müssen. Besteht doch ihr ganzes Vergnügen darin, von früh bis spät die üppigsten Gelage zu veranstalten. Ein Schandfleck sind sie in eurer Gemeinde; denn sie verbreiten selbst dann noch ihre betrügerischen Irrlehren, wenn sie mit euch zusammen essen.

    14 Ständig machen sie Frauen schöne Augen, die zum Seitensprung bereit sind. Unersättlich geben sie sich der Sünde hin. Sie verführen alle, die leicht zu beeinflussen sind. Habgier hat alles andere aus ihrem Herzen verdrängt. Gottes Fluch wird sie treffen. 15 Den richtigen Weg haben sie verlassen und gehen in die Irre

    Sie schwingen große Reden, doch es ist nichts als hohles Geschwätz. Noch schlimmer ist, dass sie mit ihrem zügellosen Leben alle wieder in die Sünde hineinreißen, die gerade erst den falschen Weg verlassen haben und mit knapper Not entkommen sind.

  11. Juleam 20. Dezember 2012 um 16:07 Link zum Kommentar

    2. Petrus 1 – 3

    2. Petrus 1 – ist es wichtig, wer uns hier schreibt, wenn es doch von einem der Apostel kommt?

    Absender und Empfänger des Briefes. Segenswunsch

    1 Simeon Petrus, Diener und Apostel Jesu Christi, an alle, die den gleichen kostbaren Glauben empfangen haben wie wir – einen Glauben, der uns aufgrund der Gerechtigkeit unseres Gottes und Retters Jesus Christus geschenkt ist . 2 ´Ich wünsche` euch, dass ihr Gott und unseren Herrn Jesus immer besser kennen lernt und dadurch in immer größerem Maß Gnade und Frieden erfahrt.

    Teilhabe an der göttlichen Natur

    3 In seiner göttlichen Macht hat Jesus uns alles geschenkt, was zu einem Leben in der Ehrfurcht vor ihm nötig ist. Wir haben es dadurch bekommen, dass wir ihn kennen gelernt haben – ihn, der uns in seiner wunderbaren Güte zum Glauben gerufen hat. 4 Inseiner Güte hat er uns auch die größten und kostbarsten Zusagen gegeben. Gestützt auf sie, könnt ihr dem Verderben entfliehen, dem diese Welt aufgrund ihrer Begierden ausgeliefert ist, und könnt Anteil an seiner göttlichen Natur bekommen.

    5 Darum setzt alles daran, dass zu eurem Glauben Charakterfestigkeit hinzukommt und zur Charakterfestigkeit ´geistliche` Erkenntnis, 6 zur Erkenntnis Selbstbeherrschung, zur Selbstbeherrschung Standhaftigkeit, zur Standhaftigkeit Ehrfurcht vor Gott, 7 zur Ehrfurcht vor Gott Liebe zu den Glaubensgeschwistern und darüber hinaus Liebe ´zu allen Menschen`.

    8 Denn wenn das alles bei euch vorhanden ist und ständig zunimmt, wird euer Glaube nicht untätig und nicht unfruchtbar bleiben, und ihr werdet Jesus Christus, unseren Herrn, immer besser kennen lernen . 9 Doch wer das alles nicht hat, der ist so kurzsichtig, dass er wie ein Blinder ´im Dunkeln umhertappt`. Ein solcher Mensch hat vergessen, dass er vom Schmutz seiner früheren Sünden gereinigt wurde.

    10 Deshalb, liebe Geschwister, setzt erst recht alles daran, eure Berufung und Erwählung ´durch ein entsprechendes Leben` zu bestätigen. Wenn ihr das tut, werdet ihr vor jedem Fehltritt bewahrt bleiben , 11 und der Zugang zum ewigen Reich unseres Herrn und Retters Jesus Christus wird euch weit offen stehen .

    Das Vermächtnis des Apostels

    12 Daher werde ich euch immer wieder an diese Dinge erinnern, auch wenn ihr sie bereits kennt und fest auf dem Boden der Wahrheit steht, die euch verkündet wurde . 13 Aber ich halte es für richtig, euch das alles ins Gedächtnis zu rufen und euch auf diese Weise immer wieder wachzurütteln, solange ich noch in meinem jetzigen Körper bin, diesem Zelt, das meine irdische Bleibe ist . 14 Ich weiß nämlich, dass mein Zelt schon bald abgebrochen wird ; Jesus Christus selbst , unser Herr, hat es mir offenbart. 15 Doch ich werde alles daran setzen, dass ihr euch auch nach meinem Tod jederzeit an diese Dinge erinnern könnt.

    Augen- und Ohrenzeugen der Größe und Herrlichkeit von Christus

    16 Denn wir haben uns nicht etwa auf klug ausgedachte Geschichten gestützt, als wir euch ankündigten, dass Jesus Christus, unser Herr, wiederkommen und seine Macht offenbaren wird . Nein, wir haben seine majestätische Größe mit eigenen Augen gesehen. 17 ´Wir waren` nämlich ´dabei,` als er von Gott, dem Vater, geehrt wurde und in himmlischem Glanz erschien ; ´wir waren dabei,` als die Stimme der höchsten Majestät zu ihm sprach und Folgendes verkündete : »Dies ist mein geliebter Sohn; an ihm habe ich Freude.« 18 Wir selbst haben die Stimme gehört, als wir mit ihm auf dem heiligen Berg waren – diese Stimme, die vom Himmel kam.

    19 Darüber hinaus haben wir die Botschaft der Propheten, die durch und durch zuverlässig ist. Ihr tut gut daran, euch an sie zu halten, denn sie ist wie eine Lampe , die an einem dunklen Ort scheint. ´Haltet euch an diese Botschaft,` bis der Tag anbricht und das Licht des Morgensterns es in euren Herzen hell werden lässt .

    20 In diesem Zusammenhang ist es von größter Wichtigkeit, dass ihr Folgendes bedenkt: Keine einzige prophetische Aussage der Schrift ist das Ergebnis eigenmächtiger Überlegungen ´des jeweiligen Propheten`. 21 Anders gesagt: Keine Prophetie hat je ihren Ursprung im Willen eines Menschen gehabt. Vielmehr haben Menschen, vom Heiligen Geist geleitet, im Auftrag Gottes geredet.

    Au weia – jetzt erst „merke ich“, dass dies ja gar keine Briefe des Paulus sind, sondern dass Petrus der Schreiber ist. Wie peinlich!

    Aufgefallen ist es mir erst da wirklich, als Petrus hier davon spricht, dass er und andere Zeugen von Jesu Wirken und seiner Umgestaltung waren. Dies konnte Paulus nicht, da er erst nach Jesu Tod „berufen“ wurde.

    Ist das denn wichtig? Geht es nicht um die Aussage der Briefe? Hatten sie nicht alle ähnliche Gedanken geäußert?

    Petrus sagt hier, dass sie alle den gleichen Glauben an Jesus hätten, die einen mit mehr Erkenntnis – die ja dann die noch Neueren Unwissenden belehren könnten.

    Da bin ich wieder bei einem Gedanken, der mir in diesem Jahr immer wieder durch den Sinn geistert: wir alle denken von uns selbst, wir hätten die einzig richtige Religion und die anderen liegen alle falsch. Manchmal erscheint dies etwas überheblich. Es erinnert mich an die Frage, wer wir eigentlich sind, dass wir unsere Brüder richten? Damit meinen wir dann jeweils „unsere Glaubensbrüder“, diejenigen, die der gleichen Religionsorganisation wie wir angehören.

    Jesus aber sagte, dass alle, die ihm nachfolgen und den Willen seines Vaters tun, seine Brüder seien (Matthäus 12:47-50). Er sagte auch: „die Ernte ist groß, aber der Arbeiter sind wenig“ (Matthäus 9:37).

    Stellen wir uns vor, wir sind an meinem Sommernachmittag auf dem Feld. Ein Unwetter ist angesagt und die Ernte muss noch vorher in die Scheune eingefahren werden, damit sie nicht nass wird und verdirbt. Nun sind auf unserem Hof nicht genügend Leute und wir holen uns aus dem Dorf Arbeiter für den Tag dazu. Diese haben zwar nicht das Wissen, wie wir es als Bauern und Knechte haben, aber sie haben gesunde Hände und wollen gern mit anpacken. Wie werden wir diese „Gastarbeiter“ betrachten?

    Werden wir beim Zusammenpacken und Aufladen des Heus ständig nach rechts und links sehen, um zu gucken, ob die auch alles richtig machen? Haben wir dazu wirklich die Zeit und Energie?

    Worauf kommt es denn jetzt an? Das Heu muss unter ein Dach und dies möglichst schnell. Eile ist geboten und wir können jede Hand gebrauchen. Hier ist es egal, wie rum der Leiharbeiter die Heugabel hält und ob und mit welchem Schwung er das Heu auf den Wagen wirft. Es ist auch egal, welche Farbe das Band hat, mit dem er die Ähren zusammenbindet und wie groß die Bündel sind. All diese Dinge sind jetzt nicht wirklich wichtig. Wichtig ist, dass die Ernte eingebracht wird.

    Genauso empfinde ich es heute: wir sehen viel zu oft nach rechts und links, argwöhnisch beäugen wir die anderen Gruppierungen: Au weia, die haben ja noch ein Kreuz in ihrem Anbetungsraum und Weihnachten feiern die auch noch. Wie schlimm. Die sind ja Babylon die Große. Das weiss man ja, dass Weihnachten ein heidnisches Fest ist…

    Thom sagte heute dazu, dass auch die ersten Bibelforscher noch lange Weihnachten gefeiert hatten. Erst als sie sich die Frage stellten, ob sie damit nicht die Geburt des Nimrod feiern, „das mit dem Tannenbaum kam ja bei dem auch vor …“, also unterliess man es. Es war das Ergebnis einer erweiterten Erkenntnis.

    Die anderen christlichen Gruppierungen haben in den letzten Jahren auch große Wandlungen durchgemacht. Immer mehr rückt das Lesen und Studieren der Bibel in den Vordergrund, man ist bestrebt, ein persönliches Verhältnis zu dem Schöpfer aufzubauen und den Menschen von den Dingen zu erzählen, die man aus der Bibel gelernt hat. Dies erinnert mich auch noch an Aquilla und Apollos – er freute sich über den Eifer des Apollos und verhalf ihm zu einer besseren Erkenntnis. Er sagte nicht, er solle damit aufhören, sondern erkannte dankbar und mit Wertschätzung die helfende Hand an!

    Sicherlich gibt es noch einige Unterschiede zu uns Zeugen Jehovas: so sprechen sie vom Kreuz und wir vom Pfahl. Aber ist es wirklich wichtig, ob Jesus nun am Kreuz oder Pfahl gestorben ist? Wichtig ist, dass er gestorben ist und warum und was dies für uns heute bedeutet.

    Sie glauben, dass sie alle in den Himmel kommen – wir glauben an die irdische Hoffnung, da die Zahl der Gesalbten bereits voll ist. Aber ist der Ort, wo wir dann ewig leben werden, wirklich so wichtig? Ändert er etwas an den Anforderungen, die Jehova an uns stellt? Hindert es sie daran, über das wunderbare Geheimnis des Lösegeldes zu sprechen und alle zu ermuntern, es dankbar anzunehmen und sich als würdig dafür zu erweisen?

    Aber sie alle betrachten die Bibel als Gottes Wort, ermuntern darin zu lesen und es in ihrem täglichen Leben umzusetzen. Sie sagen, dass Sex vor der Ehe, Ehebruch und Homosexualität verkehrt ist und achten auf die Einhaltung dessen.

    Ja, sie feiern noch Weihnachten und Ostern. Aber was ist mit all den Richtern und Königen, die zu Jehova umgekehrt waren und „alles taten, was in Jehovas Augen Recht war. Nur die Höhen ließen sie bestehen„. So weit hatte das Verständnis da noch nicht gereicht. Aber Jehova hatte dennoch Gefallen an ihnen.

    „Ja, aber du regst dich doch selber über ‚die falschen Brüder‘ auf, die sich nicht richtig verhalten“.

    Das ist richtig. Aber ich rede hier von getauften Zeugen Jehovas, die bereits eine Erkenntnis der Wahrheit und der Maßstäbe Jehovas haben und sich daraufhin haben taufen lassen. In der Bibel heißt es: „wenn einer weiss, was zu tun ist und es nicht tut, dann wird es ihm als Sünde angerechnet“. Es ist ein Unterschied, ob ich als getaufter Zeuge Jehovas weiss, wie Jehova über Ehe, Hurerei, Scheidung, Homosexualität, Unterordnung und Respekt denkt und es dennoch nicht tut – oder ob ein Interessierter so handet. Beide üben zwar die gleichen verkehrten Handlungen aus – und dennoch sieht Jehova die Sache bei jedem von ihnen anders: weil die Voraussetzungen anders sind. Aber dies betrachten wir noch im nächsten Kapitel.

    Petrus spricht hier davon, dass sie im Glauben verwandt und verbunden sind. Daher betrachtet er sie als Brüder. Wenn ich mir den Wandel der Chrislichen Gruppierungen im Laufe der Zeit ansehe, dann denke ich, dass wir auch mit den meisten von ihnen im Glauben verbunden sind. Denn sie predigen wie wir das Wort und führen die Menschen zu Jesus und Jehova hin. Ist dies nicht genau das, was Jesus seinen Jüngern als Auftrag gab?

  12. Juleam 20. Dezember 2012 um 16:14 Link zum Kommentar

    2. Petrus 2 – der Unterschied zwischen falschem Handeln aus Unwissenheit und bewusstem Auflehnen gegen Gottes Maßstäbe

    Die Gefährdung der Gemeinde durch Irrlehrer

    1 Allerdings traten in Israel auch falsche Propheten auf, und genauso werden auch unter euch falsche Lehrer auftreten. Heimtückisch werden sie sektiererische Lehren in Umlauf bringen, die ins Verderben führen, und werden sich damit von dem Herrn und Herrscher lossagen, der sie ´sich zum Eigentum` erkauft hat . Auf diese Weise ziehen sie sich selbst ein schnelles Verderben zu. 2 Ihr ausschweifendes Leben wird viele zur Nachahmung verleiten, was dazu führen wird, dass der wahre Glaube in Verruf gerät. 3 In ihrer Habgier werden sie versuchen, euch mit raffinierten Lügen für sich einzunehmen . Doch das Urteil über sie ist längst gesprochen ; ihr Verderben wird nicht auf sich warten lassen.

    4 Gott hat ja auch die Engel nicht verschont, die gesündigt hatten , sondernhat sie in Fesseln gelegt und in den finstersten Abgrund der Unterwelt geworfen , wo sie bis zum ´endgültigen` Gericht in Gewahrsam gehalten werden. 5 Er hat auch die ehemalige Welt nicht verschont. Nur acht Personen hat er bewahrt, als er die große Flut über jene gottlose Welt hereinbrechen ließ – Noah, den Verkündiger der Gerechtigkeit, ´und sieben andere mit ihm`. 6 Auch die Städte Sodom und Gomorra hat er zum Untergang verurteilt; er hat sie in Schutt und Asche gelegtund hat sie damit zu einem warnenden Beispiel für das gemacht, was den Gottlosen bevorsteht . 7 Nur einen hat er gerettet: den rechtschaffenen Lot, der unter dem ausschweifenden Leben jener gewissenlosen Leute litt. 8 Lot lebte ja mitten unter ihnen, und weil er selbst sich nach Gottes Willen richtete, quälte ihn all das Unrecht zutiefst, das er, dieser rechtschaffene Mensch, Tag für Tag mit ansehen und mit anhören musste.

    9 ´Das alles macht deutlich, dass` der Herr diejenigen, die ihn ehren, sehr wohl retten kann, wenn ihr Glaube auf die Probe gestellt ist , und dass er diejenigen, die Unrecht tun, in Gewahrsam hält, bis sie am Tag des Gerichts ihre Strafe bekommen .

    Die Verkommenheit der Irrlehrer

    10 Besonders hart werden die ´falschen Lehrer` bestraft werden, weil sie den schmutzigen Begierden ihrer selbstsüchtigen Natur freien Lauf lassen und sich über die Autorität ´des Herrn` hinwegsetzen.Selbstherrlich und vermessen, wie sie sind, schrecken sie nicht davor zurück, abfällig von überirdischen Mächten zu reden. 11 Dabei gebrauchen nicht einmal Engel, obwohl sie ´diesen Mächten` an Kraft und Stärke weit überlegen sind, abfällige Worte, wenn sie ihnen das Urteil verkünden, das der Herr über sie gesprochen hat.

    12 Die falschen Lehrer jedoch haben nicht mehr Verstand als die vernunftlosen Tiere, deren Schicksal es ist, gejagt und getötet zu werden. Sie äußern sich abfällig über Dinge, von denen sie nichts verstehen, und ihre Verdorbenheit wird sie ins Verderben stürzen . 13 So ernten sie das Unrecht, das sie gesät haben.

    Am helllichten Tag zu schlemmen und zu saufen – das ist ihre Vorstellung von Vergnügen. Schmutzflecken und Schandmale sind sie, die sich diesem verführerischen Schlemmen und Saufen sogar dann hingeben , wenn sie an euren gemeinsamen Mahlzeiten teilnehmen. 14 Lüstern blicken sie jeder Frau hinterher, ständig auf der Suche nach sündigen Abenteuern. Sie ködern Menschen, die ´im Glauben` nicht gefestigt sind, und sind Meister darin, alles an sich zu reißen, wonach ihnen in ihrer Habgier der Sinn steht . Dem Fluch sind sie verfallen! 15 Sie haben den geraden Weg verlassen und einen Irrweg eingeschlagen. Sie haben den Weg gewählt, den Bileam, der Sohn Beors , gegangen ist. Bileam war auf das Geld aus, das er als Lohn für sein unrechtes Tun bekommen sollte. 16 Aber weil er sich damit Gottes Willen widersetzte, wurde ihm eine bittere Lektion erteilt : Ein Lasttier, das doch eigentlich nicht reden kann, sprach mit Menschenstimme und hinderte den Propheten daran, sein wahnwitziges Vorhaben auszuführen.

    17 Wasserlose Quellen sind diese falschen Lehrer, Nebelschwaden, die der Sturm vor sich her treibt . Die tiefste Finsternis ist für sie bestimmt. 18 Denn alles, was sie von sich geben, ist hochtrabendes, leeres Gerede, aber indem sie ein ausschweifendes Leben in Aussicht stellen, das die Begierden der menschlichen Natur befriedigt , ködern sie diejenigen, die gerade erst einem Leben im Irrtum entflohen sind . 19 Sie versprechen ihnen Freiheit und sind doch selbst Sklaven der Verdorbenheit ; denn wovon man sich hat gefangen nehmen lassen, dessen Sklave ist man geworden.

    20 Diese Leute hatten zwar unseren Herrn und Retter Jesus Christus kennen gelernt und waren dadurch von dem schändlichen Treiben dieser Welt losgekommen. Wenn sie sich nun aber von neuem in jene Dinge verstricken und sich von ihnen gefangen nehmen lassen, steht es am Ende schlimmer um sie als am Anfang. 21 Ja, es wäre besser für sie gewesen, sie hätten den richtigen Weg gar nicht erst kennen gelernt, als dass sie sich, nachdem sie ihn erkannt hatten, wieder von der heiligen Lehre abwandten, die ihnen überbracht worden war. 22 Mit ihnen ist genau das geschehen, was das Sprichwort so treffend beschreibt:
    »Der Hund kehrt zu dem zurück, was er erbrochen hat ;
    das Schwein , sauber gewaschen, wälzt sich hinterher doch wieder im Schlamm.«

    Hier finden wir also die biblischen Belege für meine Argumentation von vorhin: wer den Willen Gottes kennt und ihn dennoch nicht tut – aber vorgibt, zu Gottes einzigartigem Volk zu gehören – der wird aufs schärfste von IHM verurteilt!

    Wie gemerkt: es geht nicht um eine Sünde aus Schwäche (wie z.B. bei David und Bathseba), sondern um ganz bewusstes Aufbegehren gegen Jehova, sein Wort und seinen Plan. Ich denke hier an Menschen wie Isebel, die ihre helle Freude daran hatte, all diejenigen zu verfolgen, die sich aufrichtig bemühten, so zu leben, dass sie Jehova Freude bereiten

  13. Juleam 20. Dezember 2012 um 16:23 Link zum Kommentar

    2. Petrus 3 – beachten wir diesen guten Rat und lesen täglich in der Bibel

    Auch wenn manche es nicht wahrhaben wollen: Christus wird wiederkommen

    1 Dies ist nun schon der zweite Brief, liebe Freunde, den ich euch schreibe. Es geht mir in diesen Briefen darum, euch Dinge ins Gedächtnis zu rufen, die euch helfen sollen, wachsam zu bleiben und euer Denken durch nichts Böses beeinflussen zu lassen .

    2 Erinnert euch an das, was die heiligen Propheten vorausgesagt haben, und an die Lehre unseres Herrn und Retters, die euch durch die Apostel, die Gott zu euch schickte, überbracht wurde . 3 Vor allem müsst ihr wissen, dass in den Tagen vor dem Ende Spötter auftreten werden, denen nichts heilig ist und die nur ihren eigenen Begierden folgen. 4 »Wo bleibt denn die Erfüllung seiner Zusage?«, höhnen sie. »Er hat doch versprochen, dass er wiederkommt! Inzwischen sind unsere Väter gestorben, aber geändert hat sich nichts. Alles ist immer noch so , wie es seit der Erschaffung der Welt war.«

    5 Denen, die das behaupten, entgeht freilich , dass es in alter Zeit schon einmal einen Himmel und eine Erde gab, die auf Gottes Wort hin entstanden waren (wobei das Land sich aus dem Wasser erhob und das Wasser dem Land Platz machte ). 6 ´Und es entgeht ihnen, dass` diese damalige Welt vernichtet wurde, und zwar ebenfalls auf Gottes Wort hin und ebenfalls mit Hilfe von Wasser – dem Wasser der großen Flut. 7 Genauso sind auch der jetzige Himmel und die jetzige Erde durch dasselbe göttliche Wort zur Vernichtung bestimmt, allerdings zur Vernichtung durch das Feuer. Sie bleiben nur noch so lange bestehen , bis der Tag des Gerichts da ist und die gottlosen Menschen dem Verderben ausgeliefert werden.

    Gottes Geduld ist unsere Rettung

    8 Eines freilich dürft ihr nicht vergessen, liebe Freunde: Für den Herrn ist ein Tag wie tausend Jahre, und tausend Jahre sind für ihn wie ein Tag. 9 Es ist also keineswegs so, dass der Herr die Erfüllung seiner Zusage hinauszögert, wie einige denken.Was sie für ein Hinauszögern halten, ist in Wirklichkeit ein Ausdruck seiner Geduld mit euch . Denn er möchte nicht, dass irgendjemand verloren geht; er möchte vielmehr, dass alle ´zu ihm` umkehren. 10 Trotzdem: Der Tag des Herrn wird kommen, und er kommt ´so unerwartet` wie ein Dieb. An jenem Tag wird der Himmel mit gewaltigem Krachen vergehen, die Gestirne werden im Feuer verglühen, und über die Erde und alles, was auf ihr getan wurde, wird das Urteil gesprochen werden .

    Ein neuer Himmel und eine neue Erde

    11 Wenn das alles auf diese Weise vergeht , wie wichtig ist es da, dass ihr ein durch und durch geheiligtes Leben führt, ein Leben in der Ehrfurcht vor Gott! 12 Wartet auf den großen Tag Gottes; verhaltet euch so, dass er bald anbrechen kann! Sein Kommen bedeutet zwar, dass der Himmel in Brand geraten und vergehen wird und dass die Gestirne im Feuer zerschmelzen. 13 Doch wir warten auf den neuen Himmel und die neue Erde, die Gott versprochen hat – ´die neue Welt,` in der Gerechtigkeit regiert .

    Aufruf zur Wachsamkeit

    14 Weil ihr also auf diese Dinge wartet, liebe Freunde, setzt alles daran, euch vor dem Herrn als untadelig und ohne Makel zu erweisen, als Menschen, die Frieden mit ihm haben . 15 Begreift doch: Die Geduld, die unser Herr ´mit uns` hat, bedeutet ´unsere` Rettung. So hat es euch ja auch unser lieber Bruder Paulus mit der ihm geschenkten Weisheit geschrieben , 16 und dasselbe sagt er in allen Briefen, wenn er über diese Dinge spricht. Einiges in seinen Briefen ist allerdings schwer zu verstehen, was dazu führt, dass die Unbelehrbaren und Ungefestigten es verdrehen. Aber das tun sie auch mit den übrigen Heiligen Schriften, und sie tun es zu ihrem eigenen Verderben.

    17 Ihr, liebe Freunde, wisst nun schon im Voraus Bescheid. Darum seid auf der Hut und lasst euch nicht von den irrigen Ansichten jener gewissenlosen Leute mitreißen; gebt Acht, dass ihr nicht euren festen Stand verliert und zu Fall kommt! 18 Lasst stattdessen euer Leben immer mehr von der Gnade bestimmen und lernt Jesus Christus, unseren Herrn und Retter, immer besser kennen. Ihm gebührt die Ehre – jetzt, in dieser Zeit, und dann am ´großen` Tag der Ewigkeit. Amen.

    Ja, wir sollten die Bibel immer wieder lesen, damit uns diese Dinge lebendig im Sinn bleiben.

    Zu dem Rat aus den Petrusbriefen passt auch die Ansprache: „Wie man niemals fällt“ und ganz besonders das wundervolle Buch „Wähle den besten Lebensweg“. Hieraus als Appetitanreger für euch mal das 1. Kapitel:

    Kapitel 1
    Die richtige Wahl treffen

    WIE befriedigend kann doch ein wirklich sinnvolles Leben sein — besonders wenn es mit der Aussicht auf eine sichere und glückliche Zukunft verbunden ist! Können wir uns persönlich ein solches Leben wählen? Es gibt vernünftige Gründe, zu glauben, daß dies möglich ist.

    2 Allerdings ist es erforderlich, diese Wahl ohne Zögern zu treffen. Denn erstens dauert unser Leben höchstens ein paar Jahrzehnte, und es ist voller Ungewißheit. Wer kann sich schon darauf verlassen, daß er viele Jahre Zeit haben wird, die eine und die andere Lebensweise auszuprobieren und schließlich den besten Lebensweg zu finden? Jede Wahl mag anfangs gut erscheinen. Doch oft hören wir, daß jemand sagt: „Könnte ich mein Leben nur noch einmal leben!“ Zweitens haben wir Grund, zu glauben, daß die Menschheit als Ganzes nur eine beschränkte Zeit hat, den richtigen Weg zu finden und dann die richtige Wahl zu treffen.

    WAS UNS HILFT, DEN WEG ZU FINDEN

    3 Die Frage ist daher: Wer kann uns sagen, wie wir unser Leben wirklich sinnvoll gestalten können? Wer kann uns einen Weg zeigen, den wir gehen können, ohne es zu bereuen, und der uns eine glückliche, sichere Zukunft garantiert? Sollte es vernünftigerweise nicht der Schöpfer der Menschheit sein? Bestimmt weiß unser Schöpfer, welcher Lebensweg für uns der beste ist. Und er offenbart ihn uns in seinem inspirierten Wort. Aber er zwingt uns nicht, ihn zu gehen. Statt dessen appelliert er liebevoll an Menschen aller Rassen, eine weise Wahl zu treffen.

    4 Vor vielen Jahrhunderten begann er, sich selbstloser, ihm ergebener Männer und Frauen zu bedienen, um an die Menschen zu appellieren. Er unterstützte dies durch sein eigenes Beispiel, indem er großzügig für alles sorgte, was wir zum Leben brauchen. Gott ist an uns — ja an uns allen — wirklich interessiert, und er ist bereit, uns zu helfen. Das geht aus den folgenden inspirierten Worten des Apostels Paulus hervor, die er an Bewohner der Stadt Athen richtete:

    „Der Gott, der die Welt und alles, was darin ist, gemacht hat, dieser Eine, der der Herr des Himmels und der Erde ist, wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind, noch wird er von Menschenhänden bedient, als ob er etwas benötigte, da er selbst allen Personen Leben und Odem und alles gibt. Und er hat aus e i n e m Menschen jede Nation der Menschen gemacht . . ., damit sie Gott suchen, ob sie ihn wohl tastend fühlen und wirklich finden mögen, obwohl er in der Tat einem jeden von uns nicht fern ist. Denn durch ihn haben wir Leben und bewegen uns und existieren, wie auch einige von euren Dichtern gesagt haben: ,Denn wir sind auch sein Geschlecht‘ “ (Apostelgeschichte 17:24-28).

    5 Vor welcher Wahl stehen wir nun alle als das „Geschlecht“, die „Nachkommenschaft“, unseres Schöpfers? Die weiteren Worte der inspirierten Ansprache geben uns die Antwort:

    „Da wir nun Gottes Geschlecht sind, sollten wir nicht meinen, das Göttliche Wesen sei gleich dem Gold oder Silber oder Stein, gleich einem Gebilde der Kunst und Findigkeit des Menschen. Wohl hat Gott über die Zeiten solcher Unwissenheit hinweggesehen, doch läßt er jetzt den Menschen sagen, daß sie alle überall bereuen sollten. Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er die bewohnte Erde in Gerechtigkeit richten will durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat, und er hat allen Menschen eine Gewähr dafür gegeben, indem er ihn von den Toten zur Auferstehung gebracht hat“ (Apostelgeschichte 17:29-31).

    Demgemäß gibt es im Grunde nur zwei Möglichkeiten: Die Menschen können es wählen, sich dem Höchsten zuzuwenden und sich seinem Willen zu unterwerfen, oder sie können es sich erwählen, weiterhin ein Leben zu führen, durch das sie Gott und seine Richtlinien für ein glückliches Leben ignorieren. Was gehört dazu, sich Gott zuzuwenden?

    6 In erster Linie gehört dazu, den anzuerkennen, durch den Gott „die bewohnte Erde in Gerechtigkeit richten will“. Dabei handelt es sich um seinen Sohn, der auf der Erde Jesus hieß (Johannes 5:22, 27). Warum ihn? Weil die Menschen unleugbar der Unvollkommenheit, der Sünde und dem Tod versklavt sind und Jesus der langerwartete Messias oder Christus war, durch den der Höchste die Menschheit von dieser Versklavung befreien will (Jesaja 53:7-12).

    7 Der Bibelbericht zeigt folgendes: Im Frühjahr 33 u. Z. starb Jesus an einem Hinrichtungspfahl. Sein Tod war das Opfer, das zur Sühnung unserer Sünden nötig war (1. Petrus 2:24; 1. Johannes 2:2). Vierzig Tage nach seiner Auferstehung von den Toten fuhr er in den Himmel auf, um dort den Wert seines Opfers dem Vater darzubringen. Von da an mußten die Menschen überall lernen, daß man von Sünde und Tod nur dann frei werden kann, wenn man Jesus als den von Gott bestimmten Retter anerkennt. „Es [gibt] in keinem anderen Rettung, denn es gibt keinen anderen Namen unter dem Himmel, der unter den Menschen gegeben worden ist, durch den wir gerettet werden sollen“ (Apostelgeschichte 4:12). Der wünschenswerte Lebensweg ist somit der, auf dem wir die Anerkennung Gottes als Nachfolger seines Sohnes, ja als echte Christen erlangen können.

    WELCHEN NUTZEN EIN SOLCHES LEBEN MIT SICH BRINGT

    8 Viele hundert Millionen Menschen behaupten heute, Christen zu sein. Bedeutet das, daß sie den besten Lebensweg gefunden haben? Nein, denn das Bekenntnis, Christ zu sein, ist noch keine Gewähr dafür. Tatsächlich sagte Jesus, viele würden ihn als ihren Herrn bezeichnen, er aber werde zu ihnen sagen: „Ich habe euch nie gekannt! Weichet von mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit“ (Matthäus 7:23). Wenn wir uns zum Christentum bekennen, sollten wir uns überprüfen, ob wir wirklich dem Beispiel und der Lehre des Sohnes Gottes entsprechen. Natürlich erhebt sich jetzt die Frage: Was macht denn den christlichen Lebensweg so empfehlenswert, daß man ihn als den besten Lebensweg bezeichnen kann? Die Antwort auf diese Frage ist sehr wichtig, wenn wir ermitteln möchten, welche Gruppe unter den vielen angeblichen Gläubigen die wahre Versammlung Jesu Christi vertritt.

    9 Gottes Sohn sagte: „Daran werden alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe unter euch habt“ (Johannes 13:35). Die wahre Christenversammlung muß daher eine internationale Bruderschaft sein, in der es keine rassischen, nationalen, stammesbedingten, sozialen und wirtschaftlichen Schranken gibt. In dieser Bruderschaft müßten wir, ganz gleich, in welches Land wir gehen, loyale Freunde finden, Personen, auf die wir uns verlassen und denen wir unsere Habe anvertrauen können. Selbst wenn sie uns nicht persönlich kennen, müßten sie größeres Interesse an uns und mehr Zuneigung zu uns haben als manche unserer eigenen Verwandten (Markus 10:29, 30). Für Millionen sogenannte Christen mag es sich unglaublich anhören, daß eine solche internationale Bruderschaft existiert. Aber viele tausend Zeugen Jehovas können bezeugen, daß sie wahre brüderliche Zuneigung gefunden haben.

    10 Wer würde nicht zustimmen, daß ein gutes Verhältnis zu Angehörigen, Nachbarn und Arbeitskollegen sehr zum persönlichen Glück beiträgt? Jesus Christus lehrte den Weg der Liebe und lebte ihn vor. Wer den Weg der Liebe geht, entwickelt ein gutes Verhältnis zu anderen, denn „die Liebe fügt dem Nächsten nichts Böses zu“ (Römer 13:8-10). Und wenn wir andere freundlich, mitfühlend und liebevoll behandeln, fällt es ihnen leichter, uns auf die gleiche wünschenswerte Weise zu behandeln.

    11 Die Richtlinien der Bibel können uns davor bewahren, uns selbst zu schaden. Das sollten wir bestimmt erwarten, wenn es der beste Lebensweg ist. Wenn wir uns an die Sittenmaßstäbe der Bibel halten, werden wir vor dem seelischen Schaden und der Angst geschützt, die unerlaubte Beziehungen unvermeidlich mit sich bringen (Sprüche 5:3-11, 18; Matthäus 5:27, 28; Hebräer 13:4). Ein Leben als ergebene Jünger Jesu Christi gibt uns die nötige Kraft, der Versuchung zu widerstehen, übermäßig zu trinken oder zu essen, Drogen zu mißbrauchen, uns an Glücksspielen zu beteiligen oder anderen Lastern zu verfallen (Sprüche 23:29, 30; Jesaja 65:11; 1. Korinther 6:9-11; 2. Korinther 7:1). Geld, das früher für solche Gewohnheiten verschwendet wurde, kann benutzt werden, um etwas für andere zu tun, und das ist für den ganzherzig Gebenden etwas Beglückendes (Apostelgeschichte 20:35). Der Rat der Bibel, sich vor bitterem Unmut und vor Neid zu hüten, trägt zu besserer Gesundheit bei (Psalm 37:1-5; Sprüche 14:30).

    12 Natürlich passiert es uns allen ab und zu, daß wir nicht so handeln, wie wir eigentlich handeln wollten. Wir mögen andere durch Worte oder Taten verletzen. So wird uns auf schmerzliche Weise vor Augen geführt, daß wir unvollkommene Menschen sind. Doch wenn wir Gott demütig um Vergebung bitten, wird er uns aufgrund unserer echten Reue und unseres Glaubens an die sühnende Kraft des Opfers Christi erhören (1. Johannes 2:1, 2). Deshalb können wir ein reines Gewissen behalten. Wir brauchen keine Angst davor zu haben, Gott in irgendeiner Angelegenheit um Hilfe zu bitten, sondern können zuversichtlich sein, daß er uns durch seinen Geist helfen wird, mit unseren Problemen und Prüfungen fertig zu werden (1. Johannes 3:19-22).

    13 Wie verhält es sich dagegen mit denen, die sich dafür entscheiden, dem Wort des Schöpfers keine Beachtung zu schenken? Sie tragen ihre Probleme und Nöte allein. Abgesehen von der Möglichkeit, sich jetzt einiger Jahre des Lebens zu erfreuen, haben sie keine wirkliche Hoffnung für die Zukunft. Wenn der Tod naht, haben sie oft Angst vor einer möglichen Bestrafung von seiten einer höheren Macht.

    14 Ganz anders verhält es sich dagegen mit den wahren Jüngern Jesu Christi. Sie haben keine Angst vor einem künftigen Tag der Abrechnung. Statt dessen freuen sie sich auf die Zeit, in der Jesus Christus in Herrlichkeit als siegreicher König kommt, sie von aller Ungerechtigkeit und Bedrückung befreit und dann seine Herrschaft über die ganze Erde ausdehnt (2. Thessalonicher 1:6-10; Offenbarung 19:11-16; vergleiche Psalm 72:8). Ja, vor uns liegt eine großartige Zukunft. Was wird sie uns bringen?

    EINE GROSSARTIGE HOFFNUNG FÜR DIE ZUKUNFT

    15 Die Bibel antwortet darauf: „Es [gibt] neue Himmel und eine neue Erde, die wir gemäß seiner Verheißung erwarten, und in diesen wird Gerechtigkeit wohnen“ (2. Petrus 3:13). „[Gott] wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen“ (Offenbarung 21:4). Nicht einmal der Tod kann die Verwirklichung dieser Hoffnung verhindern, denn der Schöpfer des Lebens kann auch die Toten auferwecken. Das wird er durch seinen Sohn tun (Johannes 5:28, 29).

    16 Was kann die Erfüllung der göttlichen Verheißung für dich bedeuten? Stell dir vor, wie es wäre, unter der vollkommenen Herrschaft Jesu Christi unter Menschen zu leben, die wirklich um dich besorgt sind, die gern deine Interessen ihren eigenen voranstellen! Wenn alle dem königlichen Gesetz der Liebe gehorchen, wird es keine Verbrechen, keine Ungerechtigkeit, keine Bedrückung geben. Du wirst weder dich selbst noch andere enttäuschen. Seelische Qualen wegen Ungewißheit oder großer Gefahr werden unbekannt sein. Niedergeschlagenheit, Leere und Einsamkeit, die Millionen das Leben bitter gemacht haben, wird es nicht mehr geben. Niemand wird mehr vor Schmerzen stöhnen. Keiner wird mehr vor Kummer weinen. Sogar den Tod wird es nicht mehr geben, der einen in seiner Tätigkeit unterbricht oder einem die Angehörigen wegreißt (Jesaja 25:6-8; 65:17).

    17 Vergleiche dies mit dem, was die Menschen haben, die zwar vielleicht nicht sittlich verderbt sind, aber dem Schöpfer keinen Platz in ihrem Leben einräumen. Sie mögen die Ehre und die materiellen Besitztümer haben, die sie sich wünschen, und finden möglicherweise eine gewisse Befriedigung darin, Bedürftigen zu helfen, sich kulturell zu betätigen und sich auf vernünftige Weise zu vergnügen. Dennoch müssen sie zugeben, daß nichts in der Welt wirklich von Bestand ist. Niemand ist gegen Unfälle, Krankheit oder Tod gefeit. Besitztümer werden uns weder davor schützen, noch können wir sie mitnehmen, wenn wir sterben (Psalm 49:6-20; Prediger 5:13-15; 8:8). Gutgemeinte Bemühungen, Mitmenschen zu helfen, scheitern oft an ungünstigen Umständen. Wir könnten daher zu Recht fragen: Wie sinnvoll kann ein Leben sein, wenn es lediglich im Grab endet? Kann man es als gut bezeichnen, wenn es in Wirklichkeit einer ewigen Zukunft entgegenwirkt? (Vergleiche Prediger 1:11, 15, 18; 2:10, 11; 9:11, 12.)

    EINE ZEIT DER ENTSCHEIDUNG

    18 Besonders da ein Tag der Abrechnung bevorsteht, müssen sich die Menschen überall entscheiden, welchen Lebensweg sie gehen wollen — einen, der Lohn, oder einen, der Verurteilung mit sich bringt. Diese Entscheidung ist dringend. Wir wissen nicht, was morgen sein wird. Außerdem rückt das Kommen Jesu Christi immer näher, der seine königliche Herrschaft über die ganze Erde ausdehnen wird. Die Menschheit befindet sich heute in der gleichen Lage wie der Patriarch Noah in den Tagen vor der Sintflut. Er hatte zwischen zwei Möglichkeiten zu wählen: 1. die gesetzlose Lebensweise seiner Zeitgenossen anzunehmen oder 2. sich dem Willen Gottes zu unterwerfen. Glücklicherweise traf Noah die richtige Entscheidung. Er baute eine Arche und ging auf Gottes Geheiß mit sieben Angehörigen hinein. Diese acht Glieder der Menschheitsfamilie überlebten die Sintflut, und deshalb sind wir heute am Leben (1. Petrus 3:20).

    19 In ähnlicher Weise besteht eine der Voraussetzungen für das Erlangen des ewigen Lebens darin, daß wir uns verpflichten, Jehova Gott als Jünger Jesu Christi zu dienen. Genauso, wie es außerhalb der Arche keine Rettung gab, gibt es für uns keine Rettung außerhalb der Vorkehrung Gottes durch seinen Sohn Jesus Christus. Der christliche Apostel Petrus bezog sich auf die Rettung der acht Menschen in der Arche und schrieb dann:

    „Das, was diesem entspricht, rettet jetzt auch euch, nämlich die Taufe (nicht das Ablegen der Unsauberkeit des Fleisches, sondern die an Gott gestellte Bitte um ein gutes Gewissen), durch die Auferstehung Jesu Christi. Er ist zur Rechten Gottes, denn er ging hin in den Himmel; und Engel und Gewalten und Mächte wurden ihm unterworfen“ (1. Petrus 3:21, 22).

    20 Es ist nicht die Wassertaufe allein, die zur Rettung führt. Wasser kann zwar Unsauberkeit oder Schmutz abwaschen, doch was zur Rettung führt, ist nicht „das Ablegen der Unsauberkeit des Fleisches“ durch eine feierliche äußere Waschung. Beachte, daß Petrus sagte, die Rettung komme „durch die Auferstehung Jesu Christi“. Der getaufte Christ muß daher anerkennen, daß das ewige Leben nur dadurch möglich ist, daß der Sohn Gottes einen Opfertod starb, am dritten Tag auferweckt und schließlich zur Rechten Gottes erhöht wurde (Römer 10:9, 10).

    21 Außerdem legte der Apostel Petrus auf eine „an Gott gestellte Bitte um ein gutes Gewissen“ Wert. Um ein solch gutes Gewissen zu erlangen, müssen alle, die sich taufen lassen möchten, zunächst ihre frühere verkehrte Handlungsweise bereuen, an die Vorkehrung Gottes zur Erlangung des ewigen Lebens glauben, sich von einem schlechten Wandel abwenden und sich Gott völlig hingeben, das heißt sich verpflichten, seinen Willen zu tun. Die Taufe ist ein öffentliches Symbol dieses inneren Entschlusses. Wenn sich der getaufte Jünger an das hält, was Jehova Gott jetzt von ihm verlangt, bekommt er ein gutes Gewissen Solange er dieses gute Gewissen bewahrt, befindet er sich in einem Zustand der Rettung. Gott wird ihn nicht verurteilen. (Vergleiche Apostelgeschichte 2:38-40; 3:19; 10:34-48.)

    22 Je früher jemand diesen besten Lebensweg wählt, desto eher wird er daraus Nutzen ziehen. Wenn wir uns daher einmal entschieden haben, nach dem Willen Gottes zu leben und uns als Zeichen unserer Verpflichtung oder Hingabe im Wasser taufen zu lassen, haben wir bestimmt den Wunsch, uns treu an diese Entscheidung zu halten. Doch was wird uns helfen, uns stets dafür zu entscheiden, auf diesem Lebensweg zu bleiben? Wie können wir Einflüssen widerstehen, die dazu führen könnten, der gegenwärtigen und der künftigen Segnungen verlustig zu gehen, die damit verbunden sind, ein echter Jünger des Sohnes Gottes zu sein? Vor langer Zeit gab der inspirierte Apostel Petrus ausgezeichnete Antworten auf diese Fragen.

    Seine beiden Briefe bilden die Grundlage für die Darlegungen in dieser Publikation. Es ist zu hoffen, daß wir durch eine Untersuchung dieser Briefe ermuntert werden, den besten Lebensweg als Diener Gottes einzuschlagen und mit noch größerer Freude darauf zu bleiben.

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