Ja ebendeswegen, indem ihr dementsprechend all [euer] ernsthaftes Bemühen beitragt, reicht dar zu eurem Glauben Tugend, zu [eurer] Tugend Erkenntnis, 6 zu [eurer] Erkenntnis Selbstbeherrschung, zu [eurer] Selbstbeherrschung Ausharren, zu [eurem] Ausharren Gottergebenheit, 7 zu [eurer] Gottergebenheit brüderliche Zuneigung, zu [eurer] brüderlichen Zuneigung Liebe.
8 Denn wenn diese Dinge in euch vorhanden sind und überströmen, so werden sie euch daran hindern, entweder untätig oder ohne Frucht zu sein hinsichtlich der genauen Erkenntnis unseres Herrn Jesus Christus.
tun wir alles, um diese Tugenden bei uns zu entwickeln?
2. Petrus 1:9-11
Denn in wem diese Dinge nicht vorhanden sind, der ist blind, verschließt seine Augen [vor dem Licht] und hat die Reinigung von seinen früheren Sünden vergessen. 10 Aus diesem Grund, Brüder, tut um so mehr euer Äußerstes, eure Berufung und Auserwählung festzumachen; denn wenn ihr diese Dinge beständig tut, werdet ihr auf keinen Fall jemals fehlgehen. 11 In der Tat, auf diese Weise wird euch der Eingang in das ewige Königreich unseres Herrn und Retters Jesus Christus reichlich dargereicht werden.
Es gab indes auch falsche Propheten unter dem Volk, wie es auch unter euch falsche Lehrer geben wird. Ebendiese werden unauffällig verderbliche Sekten einführen und werden sogar den Besitzer verleugnen, der sie erkauft hat, wodurch sie schnelle Vernichtung über sich bringen.
2 Ferner werden viele ihren Zügellosigkeiten folgen, und ihretwegen wird vom Weg der Wahrheit lästerlich geredet werden.
3 Auch werden sie euch aus Habsucht mit verfälschten Worten ausbeuten. Was aber sie betrifft, so nimmt das Gericht von alters her keinen langsamen Verlauf, und ihre Vernichtung schlummert nicht.
und er befreite den gerechten Lot, der schwer bedrängt war durch den zügellosen Wandel von Personen, die dem Gesetz trotzten — 8 denn jener Gerechte quälte durch das, was er sah und hörte, während er unter ihnen wohnte, Tag für Tag seine gerechte Seele wegen ihrer gesetzlosen Taten —,
empfinden wir wie Lot – oder fühlen wir uns wohl unter den Gesetzlosen?
Können wir es kaum noch erwarten, dass Jehova bald aufräumt und es endlich wieder “saubere gesunde Luft” gibt?
Zeigen wir dies durch unseren Lebenswadel – in allen Dingen, die wir tun?
Was sagt die Wahl unserer Freunde und dessen, was wir zur Unterhaltung wählen, darüber aus, ob wir dies wirklich so empfinden?
Jehova weiß Menschen von Gottergebenheit aus der Prüfung zu befreien, Ungerechte aber für den Tag des Gerichts zu ihrer Abschneidung aufzubehalten,
wie wohltuend, zu wissen, dass es nicht ewig so weitergehen wird!
2. Petrus 2:10-22
besonders aber diejenigen, die weiterhin dem Fleisch nachgehen mit der Begierde, [es] zu beflecken, und die auf [die] Herrschaft herabblicken.
Verwegen, eigenwillig, zittern sie nicht vor Herrlichen, sondern reden lästerlich, 11 wohingegen Engel, obwohl sie an Stärke und Macht größer sind, keine Anklage in lästerlichen Ausdrücken gegen sie vorbringen, [und sie tun es nicht] aus Respekt vor Jehova.
12 Aber gleich vernunftlosen Tieren, die von Natur aus dazu geboren sind, eingefangen und vernichtet zu werden, werden diese [Menschen] in bezug auf Dinge, über die sie unwissend sind und lästerlich reden, in ihrem eigenen [Lauf] der Vernichtung auch Vernichtung erleiden, 13 indem sie sich als Lohn für Unrechttun selbst Unrecht zufügen.
Sie betrachten ein luxuriöses Leben bei Tag als ein Vergnügen. Sie sind Flecken und Makel, die sich ungehemmt an ihren trügerischen Lehren ergötzen, während sie mit euch Festmahl halten. 14 Sie haben Augen voll Ehebruchs und sind unfähig, von Sünde abzulassen, und sie locken unbefestigte Seelen an. Sie haben ein Herz, das in Habsucht geübt ist. Sie sind Kinder des Fluches.
15 Da sie den geraden Pfad verlassen haben, sind sie irregeführt worden. Sie sind dem Pfad Bileams, [des Sohnes] Beors, gefolgt, der den Lohn des Unrechttuns liebte, 16 aber für seine eigene Verletzung dessen, was recht war, eine Zurechtweisung erhielt. Ein stummes Lasttier, das sich mit der Stimme eines Menschen äußerte, hinderte den Propheten an seinem wahnsinnigen Lauf.
17 Diese sind Quellen ohne Wasser und Nebelschwaden, von heftigem Sturm getrieben, und für sie ist die Schwärze der Finsternis aufbehalten. 18 Denn sie führen geschwollene Reden unnützen Inhalts, und durch die Begierden des Fleisches und durch zügellose Gewohnheiten verlocken sie die, die eben erst Leuten entronnen sind, welche im Irrtum wandeln.
19 Während sie ihnen Freiheit verheißen, führen sie selbst ein Dasein als Sklaven des Verderbens. Denn wer immer von einem anderen überwunden wird, ist diesem versklavt.
20 Wenn sie nämlich, nachdem sie durch eine genaue Erkenntnis des Herrn und Retters Jesus Christus den Befleckungen der Welt entronnen sind, wieder in ebendiese Dinge verwickelt und [davon] überwunden werden, so sind die letzten Zustände für sie schlimmer geworden als die ersten.
21 Denn es wäre für sie besser gewesen, den Pfad der Gerechtigkeit nicht genau erkannt zu haben, als sich, nachdem sie ihn genau erkannt hatten, von dem ihnen überlieferten heiligen Gebot abzuwenden. 22 Es ist ihnen ergangen, wie das wahre Sprichwort sagt: „Der Hund ist zum eigenen Gespei zurückgekehrt und die gebadete Sau zum Wälzen im Schlamm.“
Geliebte, dies ist nun der zweite Brief, den ich euch schreibe, in welchem ich, wie in meinem ersten, durch Erinnerung euer klares Denkvermögen aufwecke, 2 damit ihr der zuvor von den heiligen Propheten geredeten Worte und des durch eure Apostel [mitgeteilten] Gebotes des Herrn und Retters gedenkt.
gehören wir zu den Personen, die unbedingt immer die ersten sein wollen, die Neuigkeiten verbreiten?
Könnte es sein, dass der Drang, durch neue Erkenntnisse, die wir scheinbar haben mögen hervorzuragen und Ehre zu erhalten – dass wir dadurch versäumen, uns mit den Wahrheiten zu beschäftigen, die wir bereits haben?
Auf dem neuen Tagessonderkongress warnt der Bruder wieder mal vor den Gefahren des Internets – vor Foren und Chats, wo sich Brüder über die neuesten Erkenntnisse austauschen, die sie selbst erlangt hätten. Dies würde nur zu Streitigkeiten und Unruhen führen.
Warum ist es ihnen scheinbar so wichtig, unbedingt die ersten zu sein, die neue Erkenntnisse oder Infrmationen zu haben scheinen?
Warum unterhalten sie sich nicht einfach über das, was sie in der Bibel gelesen haben oder was ihnen in den Publikationen aufgefallen ist oder was sie in Vortragen oder auf Kongressen begeistert hat?
Denn dies wißt zuerst, daß in den letzten Tagen Spötter mit ihrem Spott kommen werden, die gemäß ihren eigenen Begierden vorgehen 4 und sagen: „Wo ist diese seine verheißene Gegenwart? Ja, von dem Tag an, da unsere Vorväter [im Tod] entschlafen sind, gehen alle Dinge genauso weiter wie von Anfang der Schöpfung an.“
5 Denn ihrem Wunsch gemäß entgeht diese Tatsache ihrer Kenntnis, daß es von alters her Himmel gab und eine Erde, die kompakt herausstand aus [dem] Wasser und inmitten des Wassers durch das Wort Gottes; 6 und durch diese [Dinge] wurde die damalige Welt vernichtet, als sie mit Wasser überflutet wurde. 7 Aber durch dasselbe Wort sind die Himmel und die Erde, die jetzt sind, aufgespart für das Feuer und sind aufbehalten für den Tag des Gerichts und der Vernichtung der gottlosen Menschen.
8 Indes möge diese e i n e Tatsache eurer Kenntnis nicht entgehen, Geliebte, daß e i n Tag bei Jehova wie tausend Jahre ist und tausend Jahre wie e i n Tag. 9 Jehova ist hinsichtlich seiner Verheißung nicht langsam, wie [es] einige [für] Langsamkeit halten, sondern er ist geduldig mit euch, weil er nicht will, daß irgend jemand vernichtet werde, sondern will, daß alle zur Reue gelangen. 10 Doch Jehovas Tag wird kommen wie ein Dieb, an welchem [Tag] die Himmel mit zischendem Geräusch vergehen werden, die Elemente aber werden vor Gluthitze aufgelöst, und die Erde und die Werke auf ihr werden aufgedeckt werden.
11 Da alle diese Dinge so aufgelöst werden, was für Menschen solltet ihr da sein in heiligen Handlungen des Wandels und Taten der Gottergebenheit, 12 indem ihr die Gegenwart des Tages Jehovas erwartet und fest im Sinn behaltet, durch den [die] Himmel im Feuer aufgelöst werden und [die] Elemente vor Gluthitze zerschmelzen werden! 13 Doch gibt es neue Himmel und eine neue Erde, die wir gemäß seiner Verheißung erwarten, und in diesen wird Gerechtigkeit wohnen.
14 Deshalb, Geliebte, da ihr diese Dinge erwartet, tut euer Äußerstes, um schließlich von ihm fleckenlos und makellos und in Frieden erfunden zu werden. 15 Betrachtet ferner die Geduld unseres Herrn als Rettung, so wie euch unser geliebter Bruder Paulus nach der ihm verliehenen Weisheit ebenfalls schrieb, 16 indem er von diesen Dingen redete, wie er das auch in all [seinen] Briefen tut. Darin sind jedoch einige Dinge schwer zu verstehen, die die Ungelehrten und Unbefestigten verdrehen, wie [sie es] auch, zu ihrer eigenen Vernichtung, mit den übrigen Schriften [tun].
17 Ihr daher, Geliebte, die ihr dies im voraus wißt, hütet euch, damit ihr nicht durch den Irrtum derer, die dem Gesetz trotzen, mit ihnen fortgerissen werdet und aus eurem eigenen festen Stand fallt. 18 Nein, sondern wachst weiterhin in der unverdienten Güte und an Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus. Ihm [sei] die Herrlichkeit sowohl jetzt als auch bis zum Tag der Ewigkeit.
wenn Petrus hier sagt, dass wir an Erkenntnis wachsen sollen, dann meint er nicht, dass wir unbedingt durch neue Erkenntnise glänzen sollten, die uns durch unsere grosse Intelligenz gekommen sind!
Er meinte damit, dass wir nicht damit zufrieden sein solten ein Puzzel zu besitzen, wo die einzelnen Steine noch alle einzeln sind – sondern wir sollten uns daran machen, die Steine nach und nach zusammenzusetzen und uns dann an dem herrllichen Bild erfreuen, dass sich dann ergibt.
„Prophetie wurde niemals durch den Willen eines Menschen hervorgebracht“, schreibt Petrus, „sondern Menschen redeten von Gott aus, wie sie von heiligem Geist getrieben wurden.“ Wer sich auf das prophetische Wort konzentriert, kann sich vor „falschen Lehrern“ und anderen korrupten Personen schützen (2. Pet. 1:21; 2:1-3).
„In den letzten Tagen [werden] Spötter mit ihrem Spott kommen“, warnt Petrus. „Doch Jehovas Tag wird kommen wie ein Dieb.“ Petrus beendet seinen Brief mit vernünftigem Rat für alle, die die Gegenwart jenes Tages erwarten und fest im Sinn behalten (2. Pet. 3:3, 10-12).
Antworten auf biblische Fragen:
1:19 — Wer ist der „Tagesstern“, wann ist er aufgegangen und woran erkennt man das?
Der „Tagesstern“ ist Jesus Christus nach Empfang seiner Königreichsmacht (Offb. 22:16). 1914 „ging“ Jesus als messianischer König vor der ganzen Schöpfung „auf“, was den Anbruch eines neuen Tages ankündigte. Durch die Umgestaltung wurde für eine visionäre Vorschau auf die Herrlichkeit Jesu in Königreichsmacht gesorgt und die Zuverlässigkeit des prophetischen Wortes Gottes unterstrichen. Achten wir auf dieses Wort, wird unser Herz erleuchtet und uns wird bewusst, dass der Tagesstern aufgegangen ist.
2:4 — Was ist der „Tartarus“, und wann wurden die rebellischen Engel dorthinein geworfen?
Mit dem Tartarus ist ein gefängnisähnlicher Zustand gemeint, in dem sich nur Geistgeschöpfe — keine Menschen — befinden. Es handelt sich um einen Zustand völliger Finsternis im Hinblick auf Gottes herrliche Vorsätze. Diejenigen im Tartarus haben keine Zukunftshoffnung. Gott warf die ungehorsamen Engel zur Zeit Noahs in den Tartarus, und in diesem erniedrigten Zustand bleiben sie bis zu ihrer Vernichtung.
3:17 — Was meinte Petrus mit der Wendung „im Voraus wissen“?
Petrus bezog sich damit auf das Vorherwissen oder Vorauswissen künftiger Ereignisse, die ihm oder anderen Bibelschreibern durch Inspiration vermittelt wurden. Da es sich um ein begrenztes Vorherwissen handelte, kannten die Christen damals nicht alle Einzelheiten. Sie erfuhren nur die Grundzüge dessen, was zu erwarten war.
Lehren für uns:
1:2, 5-7. Wenn wir uns ernsthaft bemühen, Glauben, Ausharren und Gottergebenheit zu entwickeln, wird uns das nicht nur helfen, an „genauer Erkenntnis Gottes und Jesu“ zuzunehmen. Wir werden diese Erkenntnis auch umsetzen und dadurch „weder untätig noch unfruchtbar sein“ (2. Pet. 1:8, Fn.).
1:12-15. Damit wir „in der Wahrheit befestigt“ bleiben, brauchen wir immer wieder Erinnerungshilfen. Diese erhalten wir in den Zusammenkünften, durch das persönliche Studium und das Bibellesen.
2:2. Wir müssen unbedingt darauf achten, dass unser Verhalten kein schlechtes Licht auf Jehova und seine Organisation wirft (Röm. 2:24).
2:4-9. Angesichts all der Dinge, die Gott in der Vergangenheit getan hat, sind wir felsenfest überzeugt: „Jehova weiß Menschen von Gottergebenheit aus der Prüfung zu befreien, Ungerechte aber für den Tag des Gerichts zu ihrer Abschneidung aufzubehalten.“
2:10-13. Obwohl „Herrliche“, das heißt die Ältesten, nicht fehlerfrei sind und sich schon mal irren, dürfen wir nicht respektlos von ihnen reden (Heb. 13:7, 17).
3:2-4, 12. Wenn wir aufmerksam auf die „zuvor von den heiligen Propheten geredeten Worte“ achten und auf die „Gebote des Herrn und Retters“, werden wir nicht aus dem Auge verlieren, wie nah der Tag Jehovas ist.
3:11-14. Wer „die Gegenwart des Tages Jehovas“ erwartet und fest im Sinn behält, wird 1. in seinen Handlungen heilig oder rein sein, was den Körper, das Denken, die Moral und die Anbetung angeht; 2. sich fleißig am Predigen und Jüngermachen beteiligen, was „Gottergebenheit“ erkennen lässt; 3. „fleckenlos“ bleiben und nicht zulassen, dass sein Verhalten und seine Persönlichkeit von der Welt beschmutzt wird; 4. „makellos“ bleiben, also alles mit dem richtigen Beweggrund tun; 5. „in Frieden“ sein — mit Gott, seinen Glaubensbrüdern und mit anderen.
Schenkt Gottes prophetischem Wort Aufmerksamkeit!
Höhepunkte aus 2. Petrus
JEHOVAS prophetisches Wort (oder Botschaft) gleicht einer Lampe, die an einem dunklen Ort leuchtet, und wahre Christen müssen ihm völlige Aufmerksamkeit schenken. Das ist nicht leicht, wenn falsche Lehrer versuchen, den Abfall zu fördern. Aber mit Gottes Hilfe ist es möglich. Und wir müssen standhaft an Gottes Wort festhalten, wenn wir den schnell näher rückenden Tag Jehovas überleben wollen.
Der zweite inspirierte Brief des Apostels Petrus kann uns helfen, Gottes prophetischem Wort Aufmerksamkeit zu schenken. Petrus schrieb diesen Brief offenbar um das Jahr 64 u. Z., wie es scheint aus Babylon. Darin verteidigt er Gottes Wahrheit und warnt Mitgläubige vor dem diebesgleichen Kommen des Tages Jehovas, auch hilft er seinen Lesern, nicht durch den Irrtum derer, die dem Gesetz trotzen, fortgerissen zu werden. Da wir an der Schwelle des Tages Jehovas stehen, können wir aus den inspirierten Worten des Petrus großen Nutzen ziehen.
Dem prophetischen Wort vertrauen
Als Christen müssen wir uns verausgaben, um gottgemäße Eigenschaften zu bekunden, und dem prophetischen Wort Aufmerksamkeit schenken (1:1-21). Damit wir nicht untätig werden oder ohne Frucht sind, müssen wir ‘zu unserem Glauben Tugend, Erkenntnis, Selbstbeherrschung, Ausharren, Gottergebenheit, brüderliche Zuneigung und Liebe darreichen’. Als Petrus den umgestalteten Jesus sah und bei dieser Gelegenheit Gottes Äußerung über ihn hörte, wurde das prophetische Wort um so fester gemacht (Markus 9:1-8). Diesem von Gott inspirierten Wort müssen wir Aufmerksamkeit schenken.
Sich vor Abtrünnigen hüten
Wenn wir Gottes prophetischem Wort völlige Aufmerksamkeit schenken, können wir uns vor Abtrünnigen und anderen verdorbenen Menschen hüten (2:1-22). Petrus warnt davor, daß falsche Lehrer in die Versammlung eindringen würden. Doch Jehova wird an diesen Abgefallenen sein Strafgericht vollziehen, genauso wie er die ungehorsamen Engel, die gottlose Welt in den Tagen Noahs sowie die Städte Sodom und Gomorra richtete. Die falschen Lehrer verachten von Gott verliehene Autorität und verleiten die Schwachen, sich ihnen in ihrem unrechten Handeln anzuschließen. Es wäre für solche Abtrünnigen besser gewesen, „den Pfad der Gerechtigkeit nicht genau erkannt zu haben, als sich, nachdem sie ihn genau erkannt hatten, von dem ihnen überlieferten heiligen Gebot abzuwenden“.
Jehovas Tag wird kommen!
Wir, die wir in den letzten Tagen leben und dem prophetischen Wort Aufmerksamkeit schenken, dürfen uns nicht durch Spötter beeinflussen lassen, die über die Botschaft von der Gegenwart Christi spotten (3:1-18). Sie vergessen, daß der Gott, der fest entschlossen ist, das gegenwärtige System der Dinge zu vernichten, bereits die Welt vor der Flut vernichtet hat. Jehovas Geduld darf nicht für Langsamkeit gehalten werden, denn er möchte, daß die Menschen bereuen. Das heutige System wird an „Jehovas Tag“ vernichtet und durch „neue Himmel und eine neue Erde“ ersetzt werden, ‘in denen Gerechtigkeit wohnen wird’. Daher müssen wir unser Äußerstes tun, um „fleckenlos und makellos und in Frieden erfunden zu werden“. Statt uns von falschen Lehrern irreführen zu lassen, wollen wir in der Erkenntnis Jesu Christi wachsen.
Wir sollten uns die Worte des Petrus zu Herzen nehmen und uns jederzeit vor falschen Lehrern hüten, in dem Bewußtsein leben, daß Jehovas Tag bald kommt, und Gottes prophetischem Wort stets unsere Aufmerksamkeit schenken.
[Kasten/Bild auf Seite 31] In den Tartarus geworfen:
Jehova ‘hielt sich nicht davon zurück, die Engel, die gesündigt hatten, zu bestrafen, sondern dadurch, daß er sie in den Tartarus warf, überlieferte er sie Gruben dichter Finsternis, um sie für das Gericht aufzubehalten’ (2. Petrus 2:4). Hierbei handelt es sich nicht um den in Homers Ilias beschriebenen mythologischen Tartarus, wo niedere falsche Götter — Kronos und andere Titanengötter — eingesperrt waren. Der biblische Tartarus ist der gefängnisgleiche Zustand der Erniedrigung, in den Gott die Engel verbannt hat, die in den Tagen Noahs ungehorsam waren (1. Mose 6:1-8; 1. Petrus 3:19, 20; Judas 6). Die ‘dichte Finsternis’ ist die Folge davon, daß Gott sie aus seiner Familie ausgestoßen und von seinem geistigen Licht abgeschnitten hat. Da sie für sein Strafgericht aufbehalten sind, haben sie nur düstere Aussichten. Der Tartarus ist ein Vorzeichen dafür, daß Satan und seine Dämonen vor Beginn der Tausendjahrherrschaft Christi in den Abgrund geschleudert werden. Nach Christi Millenniumsherrschaft wird ihre Vernichtung erfolgen (Matthäus 25:41; Offenbarung 20:1-3, 7-10, 14).
Ich wünsche euch, dass Gottes Gnade und sein Friede euch immer mehr erfüllen. Das wird geschehen, wenn ihr Gott und unseren Herrn Jesus Christus immer besser kennen lernt.
Warum ist dies so? Warum werden wir umso mehr mit dem Frieden Gottes erfüllt, desto mehr wir über ihn und seinen Sohn erfahren?
Wir leben heute wirklich in sehr schwierigen Zeiten, “mit denen man schwer fertig wird”. Auch wir, die wir an Gott glauben und in seinem Wort lesen, bleiben davon nicht verschont. Aber wie kann uns nun hier “die Erkenntnis Gottes” helfen?
Je mehr wir Jehova Gott kennen lernen, umso vertrauter werden wir mit ihm. Wir verstehen mit der Zeit immer besser “wie er tickt” – also: wie er denkt und fühlt und warum er so oder so handelt oder dieses oder jenes von uns “verlangt”. Dies bringt uns unserem Gott nicht nur näher, sondern wir können auch besser damit umgehen, wenn er mal nicht so handelt, wie wir es vielleicht gerade von ihm erwarten.
In den vergangenen Jahren hat es sehr oft den Punkt gegeben, wo ich richtig sauer mit meinem Gott war, zutiefst enttäuscht. Ein Punkt, an dem ich dachte: “das kannst du doch unmöglich zulassen. Jetzt mußt du doch eingreifen!” Aber er hat es nicht getan.
Mit den Jahren, die wir hier schon mit Jehova wandeln, habe ich ihn immer besser kennen gelernt. Ich habe am eigenen Leib erfahren, dass er sehr wohl eine ganze Menge zuläßt – viel mehr, als ich je gedacht hatte. Aber durch das immer wieder neu in der Bibel Lesen habe ich sehr viel verstanden. Bei Berichten, die ich von der ersten Zeit Davids gelesen habe, sagte Jehova dann zu mir:
“sieh hin! Sieh genau hin, was mit David passiert ist. Achte bitte darauf, wie viele Jahre David vor Saul geflohen ist, was er alles erdulden mußte. Sieh, welche Schwierigkeiten er meistern mußte. Aber hast du auch gesehen, dass ich ihn nie allein gelassen habe? Hast du gesehen, wie nahe ich ihm war und dass er seine Freude nicht verloren hat? Hast du seinen Glauben gesehen und wie fest er auf mich vertraut hatte? Hast du bemerkt, dass ich ihn zu keiner Zeit im Stich gelassen, sondern immer gestärkt habe? Hast du gelesen, dass ich ihn deshalb sogar als meinen Freund bezeichnet habe?”
Und wenn ich dann darüber nachdenke, dann hat ER mit uns ganz genau so gehandelt!
Wenn wir Jehova immer besser kennenlernen und ihn immer besser verstehen, dann verschiebt sich irgendwie die Sichtweise. Irgendwann verlieren die äußeren Umstände an Gewicht und das Einzige, was wirklich zählt, ist wie Jehova uns sieht. Und wenn Jehova nicht nur unser Gott, sondern auh noch unser Freund ist; wenn er uns immer wieder versichert, wie sehr ER uns liebt – was zählen dann all die Probleme und Schwierigkeiten?
Diese Erkenntnis gibt uns einen tiefen inneren Frieden, den man ohne Gott niemals haben könnte und der mit der Zeit immer mehr wächst und immer tiefer wird!
Diese falschen Lehrer haben genauso wenig Verstand wie das Vieh, das nur zum Fangen und Schlachten geboren wird. Sie verspotten, was sie gar nicht verstehen, aber ihre Bosheit wird ihnen zum Verhängnis werden. 13 Sie werden für ihren Unglauben und ihre Verdorbenheit bezahlen müssen. Besteht doch ihr ganzes Vergnügen darin, von früh bis spät die üppigsten Gelage zu veranstalten. Ein Schandfleck sind sie in eurer Gemeinde; denn sie verbreiten selbst dann noch ihre betrügerischen Irrlehren, wenn sie mit euch zusammen essen.
14 Ständig machen sie Frauen schöne Augen, die zum Seitensprung bereit sind. Unersättlich geben sie sich der Sünde hin. Sie verführen alle, die leicht zu beeinflussen sind. Habgier hat alles andere aus ihrem Herzen verdrängt. Gottes Fluch wird sie treffen. 15 Den richtigen Weg haben sie verlassen und gehen in die Irre
Sie schwingen große Reden, doch es ist nichts als hohles Geschwätz. Noch schlimmer ist, dass sie mit ihrem zügellosen Leben alle wieder in die Sünde hineinreißen, die gerade erst den falschen Weg verlassen haben und mit knapper Not entkommen sind.
2. Petrus 1 – 3
2. Petrus 1:5-8
tun wir alles, um diese Tugenden bei uns zu entwickeln?
2. Petrus 1:9-11
2. Petrus 2:1-3
mögen diese Worte niemals auf uns zutreffen!
2. Petrus 2:7-8
empfinden wir wie Lot – oder fühlen wir uns wohl unter den Gesetzlosen?
Können wir es kaum noch erwarten, dass Jehova bald aufräumt und es endlich wieder “saubere gesunde Luft” gibt?
Zeigen wir dies durch unseren Lebenswadel – in allen Dingen, die wir tun?
Was sagt die Wahl unserer Freunde und dessen, was wir zur Unterhaltung wählen, darüber aus, ob wir dies wirklich so empfinden?
2. Petrus 2:9
wie wohltuend, zu wissen, dass es nicht ewig so weitergehen wird!
2. Petrus 2:10-22
2. Petrus 3:1-2
gehören wir zu den Personen, die unbedingt immer die ersten sein wollen, die Neuigkeiten verbreiten?
Könnte es sein, dass der Drang, durch neue Erkenntnisse, die wir scheinbar haben mögen hervorzuragen und Ehre zu erhalten – dass wir dadurch versäumen, uns mit den Wahrheiten zu beschäftigen, die wir bereits haben?
Auf dem neuen Tagessonderkongress warnt der Bruder wieder mal vor den Gefahren des Internets – vor Foren und Chats, wo sich Brüder über die neuesten Erkenntnisse austauschen, die sie selbst erlangt hätten. Dies würde nur zu Streitigkeiten und Unruhen führen.
Warum ist es ihnen scheinbar so wichtig, unbedingt die ersten zu sein, die neue Erkenntnisse oder Infrmationen zu haben scheinen?
Warum unterhalten sie sich nicht einfach über das, was sie in der Bibel gelesen haben oder was ihnen in den Publikationen aufgefallen ist oder was sie in Vortragen oder auf Kongressen begeistert hat?
2 Petrus 3:3-18
wenn Petrus hier sagt, dass wir an Erkenntnis wachsen sollen, dann meint er nicht, dass wir unbedingt durch neue Erkenntnise glänzen sollten, die uns durch unsere grosse Intelligenz gekommen sind!
Er meinte damit, dass wir nicht damit zufrieden sein solten ein Puzzel zu besitzen, wo die einzelnen Steine noch alle einzeln sind – sondern wir sollten uns daran machen, die Steine nach und nach zusammenzusetzen und uns dann an dem herrllichen Bild erfreuen, dass sich dann ergibt.
Höhepunkte zum 2. Brief des Petrus
„Jehovas Tag wird kommen“
(2. Pet. 1:1—3:18)
„Prophetie wurde niemals durch den Willen eines Menschen hervorgebracht“, schreibt Petrus, „sondern Menschen redeten von Gott aus, wie sie von heiligem Geist getrieben wurden.“ Wer sich auf das prophetische Wort konzentriert, kann sich vor „falschen Lehrern“ und anderen korrupten Personen schützen (2. Pet. 1:21; 2:1-3).
„In den letzten Tagen [werden] Spötter mit ihrem Spott kommen“, warnt Petrus. „Doch Jehovas Tag wird kommen wie ein Dieb.“ Petrus beendet seinen Brief mit vernünftigem Rat für alle, die die Gegenwart jenes Tages erwarten und fest im Sinn behalten (2. Pet. 3:3, 10-12).
Antworten auf biblische Fragen:
1:19 — Wer ist der „Tagesstern“, wann ist er aufgegangen und woran erkennt man das?
Der „Tagesstern“ ist Jesus Christus nach Empfang seiner Königreichsmacht (Offb. 22:16). 1914 „ging“ Jesus als messianischer König vor der ganzen Schöpfung „auf“, was den Anbruch eines neuen Tages ankündigte. Durch die Umgestaltung wurde für eine visionäre Vorschau auf die Herrlichkeit Jesu in Königreichsmacht gesorgt und die Zuverlässigkeit des prophetischen Wortes Gottes unterstrichen. Achten wir auf dieses Wort, wird unser Herz erleuchtet und uns wird bewusst, dass der Tagesstern aufgegangen ist.
2:4 — Was ist der „Tartarus“, und wann wurden die rebellischen Engel dorthinein geworfen?
Mit dem Tartarus ist ein gefängnisähnlicher Zustand gemeint, in dem sich nur Geistgeschöpfe — keine Menschen — befinden. Es handelt sich um einen Zustand völliger Finsternis im Hinblick auf Gottes herrliche Vorsätze. Diejenigen im Tartarus haben keine Zukunftshoffnung. Gott warf die ungehorsamen Engel zur Zeit Noahs in den Tartarus, und in diesem erniedrigten Zustand bleiben sie bis zu ihrer Vernichtung.
3:17 — Was meinte Petrus mit der Wendung „im Voraus wissen“?
Petrus bezog sich damit auf das Vorherwissen oder Vorauswissen künftiger Ereignisse, die ihm oder anderen Bibelschreibern durch Inspiration vermittelt wurden. Da es sich um ein begrenztes Vorherwissen handelte, kannten die Christen damals nicht alle Einzelheiten. Sie erfuhren nur die Grundzüge dessen, was zu erwarten war.
Lehren für uns:
1:2, 5-7. Wenn wir uns ernsthaft bemühen, Glauben, Ausharren und Gottergebenheit zu entwickeln, wird uns das nicht nur helfen, an „genauer Erkenntnis Gottes und Jesu“ zuzunehmen. Wir werden diese Erkenntnis auch umsetzen und dadurch „weder untätig noch unfruchtbar sein“ (2. Pet. 1:8, Fn.).
1:12-15. Damit wir „in der Wahrheit befestigt“ bleiben, brauchen wir immer wieder Erinnerungshilfen. Diese erhalten wir in den Zusammenkünften, durch das persönliche Studium und das Bibellesen.
2:2. Wir müssen unbedingt darauf achten, dass unser Verhalten kein schlechtes Licht auf Jehova und seine Organisation wirft (Röm. 2:24).
2:4-9. Angesichts all der Dinge, die Gott in der Vergangenheit getan hat, sind wir felsenfest überzeugt: „Jehova weiß Menschen von Gottergebenheit aus der Prüfung zu befreien, Ungerechte aber für den Tag des Gerichts zu ihrer Abschneidung aufzubehalten.“
2:10-13. Obwohl „Herrliche“, das heißt die Ältesten, nicht fehlerfrei sind und sich schon mal irren, dürfen wir nicht respektlos von ihnen reden (Heb. 13:7, 17).
3:2-4, 12. Wenn wir aufmerksam auf die „zuvor von den heiligen Propheten geredeten Worte“ achten und auf die „Gebote des Herrn und Retters“, werden wir nicht aus dem Auge verlieren, wie nah der Tag Jehovas ist.
3:11-14. Wer „die Gegenwart des Tages Jehovas“ erwartet und fest im Sinn behält, wird 1. in seinen Handlungen heilig oder rein sein, was den Körper, das Denken, die Moral und die Anbetung angeht; 2. sich fleißig am Predigen und Jüngermachen beteiligen, was „Gottergebenheit“ erkennen lässt; 3. „fleckenlos“ bleiben und nicht zulassen, dass sein Verhalten und seine Persönlichkeit von der Welt beschmutzt wird; 4. „makellos“ bleiben, also alles mit dem richtigen Beweggrund tun; 5. „in Frieden“ sein — mit Gott, seinen Glaubensbrüdern und mit anderen.
Schenkt Gottes prophetischem Wort Aufmerksamkeit!
Höhepunkte aus 2. Petrus
JEHOVAS prophetisches Wort (oder Botschaft) gleicht einer Lampe, die an einem dunklen Ort leuchtet, und wahre Christen müssen ihm völlige Aufmerksamkeit schenken. Das ist nicht leicht, wenn falsche Lehrer versuchen, den Abfall zu fördern. Aber mit Gottes Hilfe ist es möglich. Und wir müssen standhaft an Gottes Wort festhalten, wenn wir den schnell näher rückenden Tag Jehovas überleben wollen.
Der zweite inspirierte Brief des Apostels Petrus kann uns helfen, Gottes prophetischem Wort Aufmerksamkeit zu schenken. Petrus schrieb diesen Brief offenbar um das Jahr 64 u. Z., wie es scheint aus Babylon. Darin verteidigt er Gottes Wahrheit und warnt Mitgläubige vor dem diebesgleichen Kommen des Tages Jehovas, auch hilft er seinen Lesern, nicht durch den Irrtum derer, die dem Gesetz trotzen, fortgerissen zu werden. Da wir an der Schwelle des Tages Jehovas stehen, können wir aus den inspirierten Worten des Petrus großen Nutzen ziehen.
Dem prophetischen Wort vertrauen
Als Christen müssen wir uns verausgaben, um gottgemäße Eigenschaften zu bekunden, und dem prophetischen Wort Aufmerksamkeit schenken (1:1-21). Damit wir nicht untätig werden oder ohne Frucht sind, müssen wir ‘zu unserem Glauben Tugend, Erkenntnis, Selbstbeherrschung, Ausharren, Gottergebenheit, brüderliche Zuneigung und Liebe darreichen’. Als Petrus den umgestalteten Jesus sah und bei dieser Gelegenheit Gottes Äußerung über ihn hörte, wurde das prophetische Wort um so fester gemacht (Markus 9:1-8). Diesem von Gott inspirierten Wort müssen wir Aufmerksamkeit schenken.
Sich vor Abtrünnigen hüten
Wenn wir Gottes prophetischem Wort völlige Aufmerksamkeit schenken, können wir uns vor Abtrünnigen und anderen verdorbenen Menschen hüten (2:1-22). Petrus warnt davor, daß falsche Lehrer in die Versammlung eindringen würden. Doch Jehova wird an diesen Abgefallenen sein Strafgericht vollziehen, genauso wie er die ungehorsamen Engel, die gottlose Welt in den Tagen Noahs sowie die Städte Sodom und Gomorra richtete. Die falschen Lehrer verachten von Gott verliehene Autorität und verleiten die Schwachen, sich ihnen in ihrem unrechten Handeln anzuschließen. Es wäre für solche Abtrünnigen besser gewesen, „den Pfad der Gerechtigkeit nicht genau erkannt zu haben, als sich, nachdem sie ihn genau erkannt hatten, von dem ihnen überlieferten heiligen Gebot abzuwenden“.
Jehovas Tag wird kommen!
Wir, die wir in den letzten Tagen leben und dem prophetischen Wort Aufmerksamkeit schenken, dürfen uns nicht durch Spötter beeinflussen lassen, die über die Botschaft von der Gegenwart Christi spotten (3:1-18). Sie vergessen, daß der Gott, der fest entschlossen ist, das gegenwärtige System der Dinge zu vernichten, bereits die Welt vor der Flut vernichtet hat. Jehovas Geduld darf nicht für Langsamkeit gehalten werden, denn er möchte, daß die Menschen bereuen. Das heutige System wird an „Jehovas Tag“ vernichtet und durch „neue Himmel und eine neue Erde“ ersetzt werden, ‘in denen Gerechtigkeit wohnen wird’. Daher müssen wir unser Äußerstes tun, um „fleckenlos und makellos und in Frieden erfunden zu werden“. Statt uns von falschen Lehrern irreführen zu lassen, wollen wir in der Erkenntnis Jesu Christi wachsen.
Wir sollten uns die Worte des Petrus zu Herzen nehmen und uns jederzeit vor falschen Lehrern hüten, in dem Bewußtsein leben, daß Jehovas Tag bald kommt, und Gottes prophetischem Wort stets unsere Aufmerksamkeit schenken.
[Kasten/Bild auf Seite 31]
In den Tartarus geworfen:
Jehova ‘hielt sich nicht davon zurück, die Engel, die gesündigt hatten, zu bestrafen, sondern dadurch, daß er sie in den Tartarus warf, überlieferte er sie Gruben dichter Finsternis, um sie für das Gericht aufzubehalten’ (2. Petrus 2:4). Hierbei handelt es sich nicht um den in Homers Ilias beschriebenen mythologischen Tartarus, wo niedere falsche Götter — Kronos und andere Titanengötter — eingesperrt waren. Der biblische Tartarus ist der gefängnisgleiche Zustand der Erniedrigung, in den Gott die Engel verbannt hat, die in den Tagen Noahs ungehorsam waren (1. Mose 6:1-8; 1. Petrus 3:19, 20; Judas 6). Die ‘dichte Finsternis’ ist die Folge davon, daß Gott sie aus seiner Familie ausgestoßen und von seinem geistigen Licht abgeschnitten hat. Da sie für sein Strafgericht aufbehalten sind, haben sie nur düstere Aussichten. Der Tartarus ist ein Vorzeichen dafür, daß Satan und seine Dämonen vor Beginn der Tausendjahrherrschaft Christi in den Abgrund geschleudert werden. Nach Christi Millenniumsherrschaft wird ihre Vernichtung erfolgen (Matthäus 25:41; Offenbarung 20:1-3, 7-10, 14).
2. Petrus 1 – 3
2. Petrus 1:2
Warum ist dies so? Warum werden wir umso mehr mit dem Frieden Gottes erfüllt, desto mehr wir über ihn und seinen Sohn erfahren?
Wir leben heute wirklich in sehr schwierigen Zeiten, “mit denen man schwer fertig wird”. Auch wir, die wir an Gott glauben und in seinem Wort lesen, bleiben davon nicht verschont. Aber wie kann uns nun hier “die Erkenntnis Gottes” helfen?
Je mehr wir Jehova Gott kennen lernen, umso vertrauter werden wir mit ihm. Wir verstehen mit der Zeit immer besser “wie er tickt” – also: wie er denkt und fühlt und warum er so oder so handelt oder dieses oder jenes von uns “verlangt”. Dies bringt uns unserem Gott nicht nur näher, sondern wir können auch besser damit umgehen, wenn er mal nicht so handelt, wie wir es vielleicht gerade von ihm erwarten.
In den vergangenen Jahren hat es sehr oft den Punkt gegeben, wo ich richtig sauer mit meinem Gott war, zutiefst enttäuscht. Ein Punkt, an dem ich dachte: “das kannst du doch unmöglich zulassen. Jetzt mußt du doch eingreifen!” Aber er hat es nicht getan.
Mit den Jahren, die wir hier schon mit Jehova wandeln, habe ich ihn immer besser kennen gelernt. Ich habe am eigenen Leib erfahren, dass er sehr wohl eine ganze Menge zuläßt – viel mehr, als ich je gedacht hatte. Aber durch das immer wieder neu in der Bibel Lesen habe ich sehr viel verstanden. Bei Berichten, die ich von der ersten Zeit Davids gelesen habe, sagte Jehova dann zu mir:
Und wenn ich dann darüber nachdenke, dann hat ER mit uns ganz genau so gehandelt!
Wenn wir Jehova immer besser kennenlernen und ihn immer besser verstehen, dann verschiebt sich irgendwie die Sichtweise. Irgendwann verlieren die äußeren Umstände an Gewicht und das Einzige, was wirklich zählt, ist wie Jehova uns sieht. Und wenn Jehova nicht nur unser Gott, sondern auh noch unser Freund ist; wenn er uns immer wieder versichert, wie sehr ER uns liebt – was zählen dann all die Probleme und Schwierigkeiten?
Diese Erkenntnis gibt uns einen tiefen inneren Frieden, den man ohne Gott niemals haben könnte und der mit der Zeit immer mehr wächst und immer tiefer wird!
2. Petrus 2:12-15, 18