2.Samuel

nach der griechischen Septuaginta
Das zweite Buch der Könige
das Königreich Davids

thematische Verlinkung der Gedanken und des ergänzendem Stoffes – sortiert nach Kapiteln

Thomas 2. Juni 2009 104 Kommentare Trackback URI Comments RSS

104 Kommentare zu “2.Samuel”

  1. Juleam 4. April 2009 um 02:31 Link zum Kommentar

    2. Samuel 1 – 4

    ein Widerspruch?
    2. Samuel 1:8-10
    hier sagt der Amalekiter, er habe Saul auf dessen Bitte vollends zu Tode gebracht. In 1. Samuel 31:4-6 heisst es aber, dass der Waffenträger sich weigerte, “denn er fürchtete sich sehr”, so dass sich Saul selbst in sein eigenes Schwert stürzte. Als der Waffenträger sah, dass Saul tot war, machte er es ihm nach und verstarb auch.

    Wie also konnte hinterher ein Mann auftauchen, der behauptet, Saul zu Tode gebracht zu haben? Wollte er Anerkennung und Ehre? Dann hat er sich wohl geirrt, denn sein Lohn war der Tod, weil er seine Hand an den Gesalbten Jehovas gelegt hatte.

    Interessant auch der Punkt, wie David auf die Todesnachricht reagierte:
    2. Samuel 1:11,12

    Darauf faßte David seine Kleider und zerriß sie, und desgleichen taten alle Männer, die bei ihm waren. 12 Und sie klagten und weinten und fasteten dann bis zum Abend um Saul und um seinen Sohn Jonathan und um das Volk Jehovas und um das Haus Israel, weil sie durch das Schwert gefallen waren.

    sie alle trauerten um Jonathan und Saul!

    Wenn wir bedenken, dass Saul David viele Jahre lang mit seinem Hass verfolgt hatte und nur noch darauf aus war, David zu Tode zu bringen – und nun trauert David nicht nur um seinen Freund Jonathan, sondern auch um seinen Verfolger.

    Was für eine menschliche Größe!

    Wie hätte ich reagiert? Hätte ich getrauert? Oder wäre ich nicht in erster Linie erleichtert gewesen, dass mein ärgster Fein nun tot ist und ich endlich zur Ruhe kommen könnte? Hätte ich nicht Genugtuung empfunden, dass Saul nun endlich seine gerechte Strafe bekommen hat?

    Warum empfand David Trauer über Sauls Tod?

    Saul war immer noch der Gesalbte Jehovas und ausserdem ist es in Jehovas Augen ok, wenn wir das falsche Verhalten von Personen hassen – nicht aber die Person selbst. Daher konnte David um die Person Sauls, die Jehova mal zum König gesalbt hat, trauern – und gleichzeitig froh sein, dass dieses zerstörerische Verhalten von Saul ein Ende hatte.

    Was für ein Mann, dieser David. Er ist wirklich ein sehr gutes Vorbild für uns!

    Auch in anderer Hinsicht ist uns David ein Vorbild: schon vor Jahren (als Jehova Saul verwarf) hatte Jehova David zu seinem neuen König salben lassen. Eigentlich hätte David nun einfach so Anspruch auf den Thron erheben können. Wäre einfach in die Stadt Saul’s gegangen und hätte gesagt “hier bin ich. Jehova hat mich schon vor Jahren als König über euch gesalbt und drum nehm ich mir mal schnell, was mir zusteht.” Aber das tat David nicht!

    David befragte erst mal Jehova, was er tun und wohin er gehen sollte und befolgte dann Jehovas Anweisung. Was für eine Demut!

    Armer David. Wenn er gedacht hatte, dass nun endlich Ruhe und Frieden in sein Leben einkehren würde, so hatte er sich geirrt, denn er herrschte nur über Juda. Über alle anderen Stämme herrschten Abkömmlinge von Saul und der Krieg ging weiter. In 2. Samuel 2:11 wird gesagt, dass dies auch noch mal 7 1/2 Jahre so ging. Ich hätte nicht mit ihm tauschen wollen.

  2. Juleam 5. April 2009 um 02:35 Link zum Kommentar

    2. Samuel 5 – 8

    Bezeichnend für David ist, dass er stets Jehova befragt, was er tun solle, z.B. 2. Samuel 5:22-25

    Später kamen die Philister nochmals herauf und streiften in der Tiefebene Rephaïm umher. 23 Darauf befragte David Jehova, doch sagte er: “Du sollst nicht hinaufziehen. Umgehe sie im Rücken, und du sollst vor den Baka-Sträuchern gegen sie kommen. 24 Und es geschehe, wenn du das Geräusch eines Einherschreitens in den Wipfeln der Baka-Sträucher hörst, daß du zu jener Zeit entschieden handeln sollst, denn zu jener Zeit wird Jehova vor dir her ausgezogen sein, um das Lager der Philister niederzuschlagen.” 25 Demgemäß tat David nach der Weise, wie es Jehova ihm geboten hatte, und er schlug dann die Philister von Geba bis nach Geser hin.

    Kapitel 6
    Die Bundeslade kommt nach Jerusalem. Leider machen die Israeliten wieder Fehler beim Transport.

    Das fängt schon damit an, dass sie die Lade auf einen Wagen packen, obwohl Jehova festgelegt hatte, dass nur ganz bestimmte von den Leviten die Lade tragen durften. Extra fùr diesen Zweck hatte die Lade Stäbe an den Seiten!

    Dann fasste Usa die Lade auch noch an! Was für ein Frevel. Zwar tat er es aus guten Beweggründen, er wollte sie daran hindern, dass sie vom Wagen fiel – trotzdem entbrannte Jehovas Zorn gegen ihn und er brachte Usa zu Tode.

    Leider scheint David das Problem nicht ganz verstanden zu haben, denn “David geriet an diesem Tag in Furcht vor Jehova” und wollte die Lade nun nicht mehr haben. Er hatte Angst, hatte wohl nicht den Grund für Jehovas Zorn verstanden. Und so blieb die Bundeslade erst mal für einige Monate dort, wo sie war.

    Aber dann findet sich doch noch eine Möglichkeit und die Bundeslade wird in großem Triumpfzug nach Jerusalem gebracht. David ist so froh und glücklich darüber, dass er seine Königswürde vergisst und sich einfach aus ganzem Herzen freut und dies auch durch einen ausgelassenen Tanz zum Ausdruck bringt.

  3. Juleam 5. April 2009 um 02:37 Link zum Kommentar

    Dies ist Anlass für seine Frau Michal, ihn in ihrem Herzen zu verachten (Vers 16). In Vers 20 schleudert sie ihrem Mann und König ihre Verachtung entgegen.

    Wie sah Jehova Michal und ihr Verhalten an?

    2. Samuel 6:23

    Was nun Michal, Sauls Tochter, betrifft, sie bekam bis zum Tag ihres Todes kein Kind.

    Warum so eine harte Strafe?

    Jehova erwartet von seinen Anbetern Respekt. Aber nicht nur IHM selbst gegenüber, sondern auch vor Amtspersonen. David war ja nicht nur Michals Ehemann, dem sie sich respektvoll unterzuordnen hatte, sondern er war auch der von Jehova eingesetzte König – und so war sie ihm Achtung und Repekt schuldig. Es war eine Ungeheuerlichkeit für Jehova, dass sie ihn nicht nur verachtete, sondern ihm auch noch den Respekt schudig blieb.

    Was heißt das für mich heute?

    Auch wenn es mal Gelegenheiten geben könnte, wo mein Ehemann vielleicht etwas tut, was meiner Meinung nicht so ganz richtig ist, so habe ich doch kein Recht, ihn zu verachten oder respektlos zu behandeln.

    Selbst David blieb Saul nicht den erforderlichen Respekt schuldig, obwohl dieser ganz offensichtlich gegen Gottes Maßstäbe verstoßen hatte!

    Also setzen wir alles daran, unseren Ehepartner im richtigen Licht zu sehen und ihn nicht in unserem Herzen zu verachten. Denn “aus der Fülle des Herzens redet der Mund”, der Grund, warum Michal dann auch noch respektlos zu ihrem Ehemann und König redete…

  4. Juleam 5. April 2009 um 02:38 Link zum Kommentar

    Kapitel 7
    David möchte Jehova aus Dankbarkeit ein Haus bauen. Aber Jehova lässt ihm über den Propheten Nathan mitteilen, dass nicht er ihm ein Haus bauen solle, sondern einer seiner noch nicht geborenen Söhne.

    Wie reagiert David auf diese Absage?

    Ist er gekränkt und entmutigt? “Wer nicht will, der hat schon! Dann eben nicht!”?

    David erkennt Jehovas Wort an und dankt ihm für die liebende Güte, die er Gottes Volk, aber auch ihm persönlich erwiesen hat. Ausserdem wissen wir, dass er die weitere Zeit nutzte, um schon mal die Materialien für den Tempel anzuschaffen und zur Seite zu legen (2. Samuel 8:11).

  5. Juleam 6. April 2009 um 09:00 Link zum Kommentar

    2. Samuel 9 – 12

    2. Samuel 10:12
    “Gott wird tun, was gut ist in seinen Augen.” Gut, wenn auch wir das vertrauensvoll sagen können. Wenn wir voller Zuversicht beten können, dass Gottes Wille geschieht – und wenn wir dann auch damit zufrieden sind, auch wenn das nicht unbedingt unseren eigenen Erwartungen entspricht.

    Kapitel 11 und 12 – David und Bathseba, ein Moment der Schwäche? Wie dachte Jehova darüber?
    2. Samuel 12:1-12

    Und Jehova sandte dann Nathan zu David. So kam er zu ihm herein und sprach zu ihm: “Da waren zwei Männer, die sich in derselben Stadt befanden, der eine reich und der andere minderbemittelt. 2 Der Reiche nun hatte sehr viele Schafe und Rinder; 3 der Minderbemittelte aber hatte nichts als ein einziges weibliches Lamm, ein kleines, das er gekauft hatte. Und er erhielt es am Leben, und es wuchs bei ihm und bei seinen Söhnen, allen zusammen, auf. Von seinem Bissen pflegte es zu essen, und aus seinem Becher pflegte es zu trinken, und an seinem Busen pflegte es zu liegen, und es wurde ihm wie eine Tochter. 4 Nach einiger Zeit kam ein Besucher zu dem reichen Mann, aber er ersparte es sich, von seinen eigenen Schafen und seinen eigenen Rindern zu nehmen, um solche für den Reisenden zu bereiten, der zu ihm hereingekommen war. So nahm er das weibliche Lamm des minderbemittelten Mannes und bereitete es für den Mann, der zu ihm hereingekommen war.”

    5 Hierauf erfaßte David ein sehr heißer Zorn gegen den Mann, so daß er zu Nathan sagte: “So wahr Jehova lebt, der Mann, der dies tut, verdient zu sterben! 6 Und für das weibliche Lamm sollte er vierfachen Ersatz leisten dafür, daß er diese Sache getan hat, und dafür, daß er kein Mitleid gehabt hat.”

    7 Dann sprach Nathan zu David: “Du selbst bist der Mann! Dies ist, was Jehova, der Gott Israels, gesagt hat: ‘Ich selbst habe dich zum König über Israel gesalbt, und ich selbst habe dich aus der Hand Sauls befreit. 8 Und ich wollte dir das Haus deines Herrn und die Frauen deines Herrn an deinen Busen geben und dir das Haus Israel und Juda geben. Und wenn es nicht genug gewesen wäre, wollte ich dir Dinge gleich diesen hinzufügen und noch andere Dinge. 9 Warum hast du das Wort Jehovas verachtet, indem du tust, was böse ist in seinen Augen? Uria, den Hethiter, hast du mit dem Schwert niedergeschlagen, und seine Frau hast du dir zur Frau genommen, und ihn hast du mit dem Schwert der Söhne Ammons getötet. 10 Und nun wird [das] Schwert bis auf unabsehbare Zeit nicht von deinem eigenen Hause weichen zufolge der Tatsache, daß du mich verachtet hast, so daß du die Frau Urias, des Hethiters, genommen hast, damit sie deine Frau werde.’ 11 Dies ist, was Jehova gesprochen hat: ‘Siehe, ich erwecke Unglück gegen dich aus deinem eigenen Hause; und ich will deine Frauen vor deinen eigenen Augen nehmen und sie deinem Mitmenschen geben, und er wird bestimmt unter den Augen dieser Sonne bei deinen Frauen liegen. 12 Während du selbst im geheimen gehandelt hast, werde ich für meinen Teil diese Sache vor ganz Israel und vor der Sonne tun.’ “

    Wie reagierte David auf die Zurechtweisung des Propheten?
    Vers 13

    David sagte nun zu Nathan: “Ich habe gegen Jehova gesündigt.” Darauf sprach Nathan zu David: “Jehova seinerseits läßt sicherlich deine Sünde vorübergehen. Du wirst nicht sterben.

    Aber wie Jehova schon damals zu Moses sagte, ist er barmherzig und gnädig und verzeiht Sünden. Aber er wird keineswegs Straffreiheit gewähren – und so zieht Jehova auch hier Konsequenzen und die Frucht der Sünde (wegen der Uria sterben musste) stirbt ebenfalls. Sicherlich ein sehr harter Schlag für David und Bathseba.

    Wie wir sehen, hat unrechtes Verhalten Konsequenzen von der Seite Jehovas aus, auch wenn wir alles Mögliche und Unmögliche unternehmen, um es zu verheimlichen und zu vertuschen. Jehova lässt sich eben nicht verhöhnen.

    Sollte sich das Wissen darum nicht auf unser Verhalten auswirken? Wäre es da nicht besser, gleich zu dem zu stehen, was wir getan haben – ohne noch alle möglichen andere Menschen in Mitleidenschaft zu ziehen? Menschen, die garnichts mit unserem Fehlverhalten zu tun haben?

    Sicherlich hätte Jehova David nicht ganz so hart gestraft, wenn er nicht einen Mann (Uria) hätte sterben lassen, um zu vertuschen, was er getan hat.

    Was ist mit uns heute?

    Was, wenn wir uns ebenfalls etwas haben zu schulden kommen lassen? Was, wenn wir schon alles Mögliche getan haben, um es zu vertuschen und andere unschuldige Personen in Mitleidenschaft gezogen haben? Ist dann schon alles egal? “Wir können es ja eh nicht mehr ändern” – also lassen wir es dabei und machen mit unserem verkehrten Tun und dem Vertuschen auf Kosten anderer weiter?

    Wie war das mit David? Jehova hatte ihn ja hart bestraft, obwohl er seine Sünde bekannt und bereut hatte. Lohnt es sich also nicht, unsere Sünden zu bereuen und zu bekennen?

    Nun, was wäre wohl passiert, wenn David zu Nathan gesagt hätte “du spinnst wohl”? “Das geht dich garnichts an, was ich mache, immerhin bin ich der König, du hast mir garnichts zu sagen”?

    Hätte Jehova ihm dann auch vergeben? Hätte Jehova weiterhin mit ihm gehandelt? Hätte er wieder ein gutes Verhältnis zu Jehova haben können? Wäre der Messias aus ihm und Bathseba hervor gegangen?

    “Ja, aber Jehova hat David immerhin hart gestraft. Das erste Kind von David und Bathseba musste sterben, obwohl es garnichts dafür konnte und auch der Unfrieden innerhalb seines eigenen Hauses….”

    Denken wir vielleicht, David wäre besser, billiger davon gekommen, wenn seine Sünde weiterhin geheim geblieben wäre? Wenn er sie nicht bekannt und bereut hätte? “Immerhin ging das Unglück ja erst los, als Nathan mit David gesprochen hatte…”

    Auch wenn so ein verkehrtes Verhalten eine Weile gut zu gehen scheint, so gibt es dennoch nichts, was vor Jehovas Augen verborgen ist. Und es gibt nichts, was Jehova daran hindern kann, unser Verhalten zu seiner Zeit zu strafen.

    Also: was sollten wir denn dann tun?

    Noch ist die gelegene Zeit, unsere Angelegenheiten mit Jehova ins Reine zu bringen. Warten wir nicht zu lange damit!

    Wie ging es nun mit David und Bathseba weiter? Verzweifelten sie an der harten Strafe? “Es macht doch eh alles keinen Sinn mehr, Jehova hat uns verworfen”?

    Nein, sie nahmen die Strafe demütig an, weil sie wussten, dass sie sie verdient hatten.

    2. Samuel 12:24

    Und David begann Bathseba, seine Frau, zu trösten. Auch kam er zu ihr herein und lag bei ihr. Im Laufe der Zeit gebar sie einen Sohn, und man gab ihm den Namen Salomo. Und Jehova selbst liebte ihn.

    Ihr Verhalten (aufrichtig bereuen und die Strafe als gerecht anzunehmen) bewirkte, dass Jehova die beiden nicht nur mit einem weiteren Sohn (Salomo) segnete, sondern diesen auch als Zweig benutzte, aus dem der Messias hervorgehen sollte.

    Die Geschichte mit David und Bathseba lehrt uns also eine ganze Menge:

    Sie zeigt, dass selbst ein Mensch mit einem guten Verhältnis zum Schöpfer mal Fehler macht. Manchmal gehen Menschen sogar soweit, dass sie bereit sind, unschuldige Personen zu vernichten, um ihr Fehlverhalten zu vertuschen. Jehova sieht, was wir tun, selbst, wenn es uns gelingt, anderen Menschen Sand in die Augen zu streuen. Wenn wir wollen, dass Jehova uns vergiebt, müssen wir aufrichtig bereuen, unsere Sünden bekennen, mit dem verkehrten Handeln aufhören und alles uns Mögliche tun, um den entstandenen Schaden wieder gut zu machen.

    Wenn wir das tun, dann können wir wieder in ein gutes Verhältnis zu unserem Schöpfer gelangen, vielleicht wird er sich sogar unserer bedienen, um seinen Vorsatz zu verwirklichen.

    Aber unser Verhalten hat auch Konsequenzen und diese müssen wir demütig anerkennen. Aber auch, wenn es uns eine Weile gelingt, alles zu vertuschen, so wird die Strafe uns irgendwann doch treffen.

    Also: seien wir klug und handeln wir richtig – bevor es zu spät ist!

  6. Juleam 7. April 2009 um 03:07 Link zum Kommentar

    2. Samuel 13 – 15

    Kapitel 13
    Amnon und Tamar – die Probleme innerhalb des Königshauses gehen los

    Kapitel 14 und 15
    Absalom – was war das bloss für ein Mann? Erst rächt er seine Schwester Tamar, die von ihrem Bruder Amnon geschändet worden ist und nimmt dafür Unannehmlicheiten in Kauf und sehnt sich danach, seinem Vater – König David – wieder unter die Augen treten zu dürfen. Und dann wendet er sich auf einmal gegen seinen Vater und versucht durch Intrigen, das Volk auf seine Seite zu ziehen. Was soll das???

  7. Juleam 9. April 2009 um 09:02 Link zum Kommentar

    david

    David als König

  8. Juleam 9. April 2009 um 09:09 Link zum Kommentar

    2. Samuel 19-21

    Kapitel 19 - David ist nicht nachtragend denen gegenüber, die Übles auf ihn herabgerufen haben. Ihm reicht es völlig aus, dass Jehova ihm zu seinem Recht verholfen hat. Sicherlich eine sehr demùtige Einstellung, nicht auf Vergeltung zu sinnen..

    2. Samuel 20:1,2

    Nun befand sich dort zufällig ein nichtsnutziger Mann, dessen Name war Scheba, der Sohn Bichris, ein Benjaminiter; und er ging daran, das Horn zu blasen und zu sprechen: “Wir haben keinen Teil an David, und wir haben kein Erbe am Sohn Isaïs. Jeder zu seinen Göttern, o Israel!” 2 Darauf begannen alle Männer von Israel aus Davids Gefolgschaft weg hinaufzuziehen, um Scheba, dem Sohn Bichris, zu folgen; was aber die Männer von Juda betrifft, sie hielten fest zu ihrem König, vom Jordan bis nach Jerusalem.

    einer legt die Richtung fest und alle folgen nach??

    Gerade eben noch waren die Israeliten ungehalten, dass die vom Stamm Juda “sich vorgedrängelt haben” und den König über den Jordan begleitet haben. Schliesslich stand das ihnen zu, sie hatten ja 10 Teile am König und die vom Volke Juda nur 2! So eine Frechheit, sich da einfach in den Vordergrund zu spielen, also neeee!

    Und dann braucht nur ein nichtsnutziger Mann zu kommen und Blödsinn zu reden – und schwupps: sind sie alle weg, laufen ihm und anderen Göttern nach. Was für Helden.

    Die Männer vom Stamm Juda jedoch halten treu am König und damit auch an Jehova fest. Was für ein Unterschied!

    Wenn wir damals gelebt hätten und dabei gewesen wären: auf welcher Seite hätten wir gestanden?

    2. Samuel 20:3

    Schließlich kam David in sein Haus nach Jerusalem. Dann nahm der König die zehn Frauen, die Nebenfrauen, die er zurückgelassen hatte, damit sie das Haus besorgten, und er setzte sie in ein Haus der Verwahrung, doch versorgte er sie weiterhin mit Nahrung. Und er hatte keine Beziehungen mit ihnen, sondern sie blieben eingeschlossen bis zum Tag ihres Todes, im Witwenstand bei Lebzeiten [des Ehemanns].

    Was passiert denn hier gerade? Wieso handelt David derart hart mit seinen Frauen und Nebenfrauen? Was hatten sie getan?

    Tja, das waren die Frauen, mit denen sein Sohn Absalom vor den Augen des ganzen Volkes Beziehungen gehbat hatte – drum…

  9. Juleam 10. April 2009 um 09:11 Link zum Kommentar

    2. Samuel 22 – 24

    2. Samuel 22:18-27

    Er befreite mich von meinem starken Feind,
    Von denen, die mich hassen; denn sie waren stärker als ich.

    19 Sie traten mir ständig entgegen am Tag meines Unheils,
    Aber Jehova wurde meine Stütze.

    20 Und er führte mich dann hinaus in einen weiten Raum;
    Er befreite mich, denn er hatte Gefallen an mir gefunden.

    21 Jehova belohnt mich gemäß meiner Gerechtigkeit;
    Gemäß der Reinheit meiner Hände vergilt er mir.

    22 Denn ich habe mich an die Wege Jehovas gehalten,
    Und ich bin nicht böswillig von meinem Gott abgewichen.

    23 Denn alle seine richterlichen Entscheidungen sind vor mir;
    Und was seine Satzungen betrifft, ich werde nicht davon weichen.

    24 Und ich werde mich ihm gegenüber als untadelig erweisen,
    Und ich will mich von Vergehen meinerseits zurückhalten.

    25 Und möge Jehova mir vergelten gemäß meiner Gerechtigkeit,
    Gemäß meiner Reinheit vor seinen Augen.

    26 Mit einem Loyalgesinnten wirst du loyal handeln;
    Mit dem untadeligen Starken wirst du untadelig verfahren;
    27 Gegenüber dem, der sich rein hält, wirst du dich rein erzeigen,
    Und gegenüber dem Verkehrten wirst du wie närrisch handeln.

    dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen – oder?

  10. Juleam 4. April 2010 um 02:30 Link zum Kommentar

    2. Samuel 1 – 4

    Kapitel 1: Sterbehilfe damals schon verpönt?

    Wieso verurteilt David den jungen Mann?

    Hatte nicht der König selbst ihn um Sterbehilfe gebeten?

    War der junge Mann nicht einfach nur gehorsam gewesen, indem er dem königlichen Wunsch nach kam?

    Wieso diese harte Verurteilung?

  11. Thomasam 4. April 2010 um 15:34 Link zum Kommentar

    2.Samuel 1-4
    Zitate von J.N.Darby


    David läßt den Mann töten, der, durch Selbstsucht geblendet, sich als ohne jede Furcht vor Jehova und jedes gute und großmütige Empfinden erwies. Denn David fürchtet Gott; und der Gesalbte Jehovas ist kostbar in seinen Augen. Darum gießt er sein Herz vor Gott in rührenden Worten der Trauer aus, in ernster und ergreifender Sprache ruft er alles ins Gedächtnis zurück, was Saul erhöhen könnte, und er bringt die zärtlichen und liebevollen Erinnerungen zum Ausdruck, die ihm sein Herz eingibt. Holdselige Entfaltung der Früchte des Geistes Gottes! David ist nicht im mindesten entmutigt, denn sein Glaube ist in Tätigkeit. Wenn dieses Unglück ihn betrübt, so gibt es ihm auch die Gelegenheit, sich vor einem ähnlichen Unheil zu schützen. Er befahl, daß man die Kinder Juda den Gebrauch des Bogens lehrte, mit welcher Waffe Saul getötet worden war. Immer noch demütig, geht David gut voran. Er befragt Jehova, ob er nach Juda hinaufziehen und an welchen Ort er gehen soll, und Jehova weist ihn an. David bezeugt auch den Männern von Jabes-Gilead seine Befriedigung wegen ihres Verhaltens in bezug auf Saul.

    Nichtsdestoweniger hatte der Krieg noch nicht aufgehört; wenngleich nicht gegen äußere Feinde, wird er gegen innere Feinde geführt. Das, was mit Sauls fleischlicher Wichtigkeit zusammenhing, kann David nicht unterstützen. Alles aber hat sich jetzt verändert, denn Isboseth ist nicht Jehovas Gesalbter, und ihn zum König zu machen bedeutet tatsächliche Empörung gegen Gott. David bekriegt ihn mit seinem Heerobersten.

    Wehe! die Geschichte dieses Zeitabschnitts führt uns in die Wege des Menschen. Es ist nicht mehr länger David, der auf dem Pfade des Glaubens wandelt. Es ist Joab, ein kluger, ehrgeiziger, nach Blut dürstender und herzloser Mann. Es ist Abner, ein dem Joab moralisch überlegener Mann, der aber nach fleischlichen Grundsätzen und parteiisch gegen den von Gott erwählten König kämpft. Abner ist ebenso verwandt mit Isboseth, wie Joab mit David. Als sein Stolz verletzt worden war, wendet er sich den Interessen Davids zu, und Joab tötet ihn sowohl aus Eifersucht, als auch um den Tod seines Bruders zu rächen. Worin sind nun die Tapferkeit und der Mut der Häupter von Benjamin und Juda auf diesem „Felde der starken Männer” kundgeworden? Indem sie einander erschlugen. Die Philister waren vergessen. Die Familie Sauls war aber ganz im Unrecht. Es war bei ihnen das Natürliche, das sich mit seinen angeblichen Rechten Gott und Seinem Willen nicht beugen wollte.

    Doch ist es gut, sich zu merken, daß David in diesem allem nicht in Erscheinung tritt. Joab ist der Täter, und nach den angegebenen Einzelheiten scheint es mir, daß das Böse schon begonnen hatte. Ich sehe nicht, daß David den Rat Jehovas gesucht hätte, und Joab hatte das gewiß nicht getan, denn er war nichts mehr als ein gottloser Mann, der verstand, daß es klüger ist, Gott zu ehren und sich nicht zu weit von Ihm zu entfernen, bloß um seinen Gelüsten zu frönen; das bewahrte ihn aber nicht davor, schließlich seinen eigenen Berechnungen ins Netz zu gehen. Und schließlich ist es nicht die Energie Joabs, die das Königreich in die Hände Davids legt, sondern der verletzte Stolz Abners, des Hauptes der Partei Isboseths, der damit endet, daß er von der Hand der Menschen erntet, was er gesät hatte. Alles dieses ist aber sehr traurig.

    Durch die Mittel Seiner Vorsehung erfüllt Gott Seine Vorsätze, und David hat Erfolg. In seinen Kämpfen und in seiner Erhöhung während dieser Zeitspanne stellt er im allgemeinen im Bilde den Herrn Jesum vor. … In der Angelegenheit des Todes des Isboseth bewahrt David seine Rechtschaffenheit, und in bezug auf die Ermordung Abners offenbart er für einen Mann Gottes geziemende Gefühle.

    Nichtsdestoweniger zeigt Kapitel 3, 39 die Schwachheit des Menschen als des Werkzeugs der Regierung Gottes. David beruft sich auf den Gott des Gerichts. Die Erwählung eines solchen, in dem sich die Ratschlüsse Gottes vollziehen, muß notwendigerweise stattfinden, bevor es an dem von Jehova bestimmten Orte eingesetzt wird.

    Ereignisse in der Anfangszeit der Regierung Davids (1:1—4:12). Nach dem Tod Sauls auf dem Berg Gilboa eilt ein amalekitischer Flüchtling aus der Schlacht mit dem Bericht zu David nach Ziklag. In der Hoffnung, sich bei David einschmeicheln zu können, erfindet er die Geschichte, er selbst habe Saul das Leben genommen. Statt Lob erhält der Amalekiter als Lohn nur den Tod, denn er hat sich selbst verurteilt, indem er bezeugt hat, den „Gesalbten Jehovas“ erschlagen zu haben (1:16). Der neue König, David, komponiert nun ein Klagelied, „Den Bogen“, worin er den Tod Sauls und Jonathans beklagt. Dieses schwillt mit seinem ergreifenden Ausdruck der überströmenden Liebe gegenüber Jonathan zu einem schönen Höhepunkt an: „Ich bin bekümmert deinetwegen, mein Bruder Jonathan, sehr angenehm warst du mir. Wunderbarer war mir deine Liebe als die Liebe von Frauen. Wie sind die Starken gefallen und die Waffen des Krieges zugrunde gegangen!“ (1:17, 18, 26, 27).

    2:1 – David befragte Jehova, bevor er nach Hebron umsiedelte und bevor er gegen seine Feinde vorging. Auch wir sollten vor Entscheidungen, die unser Verhältnis zu Jehova beeinflussen, bei ihm Anleitung suchen.

  12. Juleam 5. April 2010 um 02:40 Link zum Kommentar

    2. Samuel 5 – 8

    Kapitel 6: die Bundeslade – Segen oder Fluch?

    David ist verwirrt und bekommt Angst, als Jehova Usa für sein Eingreifen vernichtet.

    Er kann nicht verstehen, wieso eine gute Tat aus guten Beweggründen bestraft wird. Vor lauter Angst entledigt er sich der Bundeslade und stellt sie erst mal bei einem Mann unter.

    Wieso wird der denn nun gesegnet? War denn die Bundeslade nicht verflucht?

    Er braucht eine ganze Weile, bis er dahinter kommt, dass bereits die Art und Weise des Transports verkehrt war.

    Aber ist die Strafe, die Usa trifft, nicht zu hart?

  13. Juleam 5. April 2010 um 02:46 Link zum Kommentar

    2. Samuel 6:16

    Und es geschah, als die Lade Jehovas in die Stadt Davids kam, daß Michal selbst, Sauls Tochter, durchs Fenster hinabblickte und König David hüpfen und sich vor Jehova im Tanz drehen sah; und sie begann ihn in ihrem Herzen zu verachten.

    Michal verachtete ihren Mann David, als sie ihn vor der Bundeslade her tanzen sah – warum?

    Könnte dies vielleicht damit zusammenhängen, dass ihr Vater sie vor vielen Jahren einem anderen Mann gegeben hatte? Was mag Saul ihr über David erzählt haben und welchen Grund mag er für ihre Neuverheiratung genannt haben?

    War sie vielleicht mit ihrem “Zweitmann” glücklich gewesen und nur widerwillig zu David zurück gekehrt, weil sie keine andere Wahl hatte? Immerhin ist ihr dieser Ehemann noch sehr lange auf ihrem Weg zu David gefolgt und mußte weggeschickt werden – er schien sehr an Michal zu hängen. Vielleicht ja auch sie an ihm?

    2. Samuel 3:13-16

    Darauf sprach er: “Gut! Ich selbst werde einen Bund mit dir schließen. Nur eine Sache erbitte ich von dir, indem [ich] sage: ‘Du darfst mein Angesicht nicht sehen, es sei denn, du bringst erst Michal, Sauls Tochter, wenn du kommst, um mein Angesicht zu sehen.’ ” 14 Ferner sandte David Boten zu Isch-Boscheth, dem Sohn Sauls, und ließ sagen: “Gib doch meine Frau Michal her, die ich mir für hundert Philistervorhäute anverlobt habe.” 15 Da sandte Isch-Boscheth hin und ließ sie von ihrem Mann, von Paltiël, dem Sohn Lajischs, holen. 16 Ihr Mann aber ging unentwegt mit ihr [und] weinte, während er hinter ihr herging bis nach Bahurim. Dann sprach Abner zu ihm: “Geh, kehre um!” Darauf kehrte er um.

    Erinnern wir uns an den Rat, der uns vom treuen und verständigen Sklaven gegeben wird, falls unser Herz auf Abwege gerät?

    Wir werden immer wieder auf die Gefahr aufmerksam gemacht, dass wir unseren Ehepartner dann in einem ganz anderen Licht sehen würden – indem wir überkritisch werden. Immerhin steht uns unser Ehepartner dann ja im Wege, denn wir meinen, wir könnten nur mit dem anderen glücklich werden.

    Ob dies der Grund für Michals Ablehnung und Verachtung gewesen ist?

    Sehnte sie sich vielleicht zu dem anderen Mann zurück, mit dem sie viele Jahre glücklich gewesen war?

  14. Juleam 5. April 2010 um 02:55 Link zum Kommentar

    Kapitel 7
    David hat demütig Wertschätzung für alles, was Jehova für ihn getan hat

    2. Samuel 7:18-29

    Danach ging König David hinein und setzte sich vor Jehova nieder und sprach: “Wer bin ich, o Souveräner Herr Jehova? Und was ist mein Haus, daß du mich bis hierher gebracht hast? 19 Als ob dies noch etwas Geringes wäre in deinen Augen, o Souveräner Herr Jehova, doch redest du auch hinsichtlich des Hauses deines Knechtes bis auf ferne Zukunft hin; und das ist das für die Menschheit gegebene Gesetz, o Souveräner Herr Jehova. 20 Und was kann David sonst noch hinzufügen und zu dir reden, da du selbst deinen Knecht so gut kennst, o Souveräner Herr Jehova? 21 Um deines Wortes willen und in Übereinstimmung mit deinem eigenen Herzen hast du alle diese großen Dinge getan, um sie deinen Knecht wissen zu lassen. 22 Darum bist du wirklich groß, o Souveräner Herr Jehova; denn da ist kein anderer wie du, und da ist kein Gott außer dir unter allen, von denen wir mit unseren Ohren gehört haben. 23 Und welche einzige Nation auf der Erde ist wie dein Volk Israel, dessentwegen Gott hingegangen ist, es sich zum Volk zu erlösen und sich einen Namen beizulegen und große und furchteinflößende Dinge für sie zu tun – die Nationen und ihre Götter auszutreiben wegen deines Volkes, das du dir aus Ägypten erlöst hast? 24 Und du hast dir dann dein Volk Israel bis auf unabsehbare Zeit als dein Volk befestigt; und du selbst, o Jehova, bist ihr Gott geworden.

    25 Und nun, Jehova Gott, das Wort, das du über deinen Knecht und über sein Haus geredet hast, führ [es] bis auf unabsehbare Zeit aus, und tu so, wie du geredet hast. 26 Und möge dein eigener Name groß werden bis auf unabsehbare Zeit, indem [man] sage: ‘Jehova der Heerscharen ist Gott über Israel’, und das Haus deines Knechtes David möge vor dir befestigt werden. 27 Denn du, Jehova der Heerscharen, Gott Israels, du hast dem Ohr deines Knechtes eine Offenbarung gegeben und gesagt: ‘Ein Haus werde ich dir bauen.’ Deshalb hat sich dein Knecht ein Herz gefaßt, mit diesem Gebet zu dir zu beten. 28 Und nun, o Souveräner Herr Jehova, du bist der [wahre] Gott; und was deine Worte betrifft, mögen sie sich als Wahrheit erweisen, da du deinem Knecht dieses Gute verheißt. 29 Und nun entschließ dich, und segne das Haus deines Knechtes, damit [es] auf unabsehbare Zeit vor dir besteht; denn du selbst, o Souveräner Herr Jehova, hast es verheißen, und durch deinen Segen möge das Haus deines Knechtes gesegnet werden auf unabsehbare Zeit.”

  15. Thomasam 5. April 2010 um 15:35 Link zum Kommentar

    2.Samuel 5-8
    Zitate von J.N.Darby


    David, der während siebeneinhalb Jahren zu Hebron König von Juda ist, wird nach dem Tode Isboseths König von ganz Israel. Und nun ist David nicht mehr der Mann des Glaubens, der selbst als das Haupt der Heerscharen Israels in Abhängigkeit von Gott wandelnd, die Unternehmungen leitete, die die Umstände Israels vom Glauben forderten, sondern er ist ein König, der erhöhen kann wen er will. Der Mann erscheint sehr bald, der energische Mann, aber nicht der Mann Gottes. „Wer … an die Wasserleitung gelangt”, sagte der König, sollte belohnt werden (Kap. 5, 8), „er … soll Haupt und Oberster werden” (1.Chr 11, 6). Joab zieht herauf, und er hat natürliche Ansprüche auf David.

    Nichtsdestoweniger wird David in der Hauptsache von Gott geleitet, und er nimmt die Stadt ein, die Gott für Seinen Thron auf Erden erwählt hatte. Um dieser Ursache willen konnte er von denjenigen sagen, in deren Besitz sie war: „ … welche der Seele Davids verhaßt sind …”; denn tatsächlich sind die, die den wahren Sitz der Macht Gottes, den Ort, den Er liebt, besitzen, und die ihrer natürlichen Kraft vertrauend sich dem von Gott erwählten König widersetzen und ihn verspotten, die verhaßtesten von allen Menschen, und sie werden von denjenigen gehaßt, die den Geist des Herrn, der Seinen Thron auf Erden aufrichtet, besitzen.

    David läßt sich in Zion nieder; er wird von einigen aus den Nationen anerkannt, die ihm freundlich gesinnt sind; er ist sich auch dessen bewußt, daß Gott es ist, der ihn zum König gemacht hat. Doch zeigt sich bald das natürliche Herz. Durch Jehova in seinem Reiche befestigt, tut er, was ihm beliebt, und er folgt seinem eigenen Willen (vgl. 5.Mo 17, 17).

    Nichtsdestoweniger zerstört die Festigung seiner Macht nicht die Hoffnungen seiner früheren Feinde, es fordert ihre Eifersucht heraus. Sie kennen weder den Arm seiner Macht, noch den Vorsatz Jehovas, der ihn erhöht hat. Sie stürzen dem Verderben entgegen. Jetzt aber, als die Gefahr ihn weckt, finden wir wieder den Mann Gottes, das Vorbild vom Herrn Jesum, der Jehova befragt und Seinem Worte gehorsam ist. Er erringt hervorragende Siege unter der ausdrücklichen Führung Gottes, dessen Kraft vor ihm hergeht und seine Feinde in die Flucht schlägt. Dementsprechend gibt er Gott die Ehre.

    Obwohl Gott einen König in Macht aufgerichtet hat, der gleichzeitig auch der siegreiche Führer Seines Volkes ist, so sind die Bande des Bundes doch noch nicht wiederhergestellt. Die Lade befindet sich immer noch dort, wo die Gottseligkeit einzelner sie behütete, als Gott gezwungen war, der Hüter Seiner eigenen Herrlichkeit zu sein. David möchte sie an den Ort bringen, wo sein Thron nun gefestigt ist. Er möchte, daß Jehova der Heerscharen, der zwischen den Cherubim thront, Ehre erwiesen werde, und daß Er gleichzeitig die Herrlichkeit des Thrones des Königs von Israel sein sollte. In seinen Gedanken sind sie miteinander verbunden. Das Reich Melchisedeks wirkte noch nicht, nicht einmal im Vorbilde, denn Melchisedek ist König von Salem (d. h. König des Friedens). Gott hielt immer noch Seine eigene Herrlichkeit aufrecht. Er konnte David, den erwählten und gesalbten König, segnen, doch die Ordnung der Dinge, die alles unter der Macht des Königs vereinigte, war noch nicht in Kraft. Sie sollte später unter Salomo aufgerichtet werden.

    Israel hätte die Ordnung Gottes anerkennen sollen. Doch selbst während David bestrebt ist, Gott Ehre zu erweisen, denkt er an sich, und schließlich ergibt sich nur eine fehlerhafte Nachahmung dessen, was die Priester der Philister unter der Einwirkung der Furcht Jehovas getan hatten. Das Ergebnis war unglücklich. Das, was der Mensch getan hatte, sucht er zu bewahren; aber dabei berührt er die Herrlichkeit Jehovas und fällt vor Seiner Majestät. Jehova verteidigt Seine Herrlichkeit. Er wohnt noch nicht inmitten Seines Volkes.

    Zugleich schmerzlich berührt und beunruhigt – mit Schmerzen, weil sein Herz wahrhaftig die Herrlichkeit Jehovas suchte, obwohl er ihre Höhe nicht verstand und die Majestät Dessen vergessen hatte, den sein Herz näher bei sich haben wollte – läßt David die Lade im Hause Obed-Edoms; dort zeigt Jehova, daß es Seine Natur ist zu segnen, wann immer Seine Majestät nicht so vergessen ist, daß Menschen nach ihrem Gutdünken mit Ihm verfahren. Wenn wir Seine Herrlichkeit schmälern, hält Er sie aufrecht; und Er tut auch kund, was Er ist, indem Er Segen schenkt. Das Herz und die Zuneigungen Davids werden wiederhergestellt; er läßt die Lade aus dem Hause Obed-Edoms heraufbringen, und er stellt sie in dem Zelte auf, das er für sie aufgeschlagen hatte. Hier sehen wir nur David, und wir sehen ihn mit dem Ephod bekleidet. Er ist das Haupt seines Volkes, wenn er die Beziehung zwischen ihnen und seinem Gott wieder herstellt. Dies wird mit Freuden, mit Schlachtopfern und mit Triumphgesang getan. Er ist es auch, der das Volk segnet, denn in diesem allem ist er ein bemerkenswertes Vorbild von Jesu und von dem, was Er in den letzten Tagen in Israel ausführen wird.

    Indem er eifrig die Herrlichkeit Jehovas sucht, ist David besorgt, daß er in einem Hause von Zedern wohnt, während Jehova unter Teppichen wohnt. Er wünscht Ihm ein Haus zu bauen – ein gutes Begehren, aber eines, das Gott nicht erfüllen konnte. Das Werk des Erbauens des Tempels gehörte dem Friedefürsten an. Dann kehrt er sozusagen in seine eigene persönliche Stellung zurück, in der Gott ihn in einer besonderen Weise segnete…. Das Fortbestehen des Reiches über Israel ist in seiner Familie festgesetzt, das Gott, wenn nötig, züchtigen aber nicht abschneiden wird. Sein Sohn wird das Haus bauen. Schon zur Zeit des Auszuges begehrte der Mann, in dem der Geist war, Jehova eine Wohnung zu machen. Bis dahin war Israel ein Wanderer, und Gott war mit ihm.

    Die folgenden sind die Hauptgegenstände der dem David gegebenen Offenbarung und seiner Antwort: die unumschränkte Berufung Gottes; das, was Gott für David getan hatte; die Gewißheit der zukünftigen Ruhe für Israel, die Befestigung des Hauses Davids seitens Gottes; sein Sohn soll der Sohn Gottes sein und das Haus bauen; der Thron seines Sohnes soll auf ewig aufgerichtet werden.

    Der erste Gedanke Davids – und es ist immer so, wenn der Geist Gottes wirkt – war nicht, sich zu freuen, sondern Gott zu preisen. Dies sind die auffallenden Wesenszüge des Dankgebets: er steht in Frieden und Freiheit vor Gott; er geht hinein und sitzt vor Ihm nieder; gleichzeitig bekennt er seine eigene Nichtigkeit, und wie unwürdig er alles dessen war, was Gott schon getan hatte. Dies war aber nur ein Geringes in den Augen Gottes, der ihm die zukünftigen Herrlichkeiten seines Hauses kundgemacht hatte. Es war Gott, es war nicht nach Menschenweise. Was konnte er noch mehr sagen? Gott kannte ihn; darin lagen sein Vertrauen und seine Freude. Er erkannte an, daß Gott es wahrhaftig getan hatte, und zwar „nach seinem eigenen Herzen”. Es war Gnade, es Seinem Knechte kundzutun. Die Auswirkung alles dessen war, David die Vorzüglichkeit Gottes erkennen zu lassen. Es gab keinen, der Ihm gleich war, und deshalb gab es auf Erden nichts, was mit Seinem auserwählten Volke verglichen werden könnte, die Er Sich zum Volke zu erlösen hinging, und die Er Sich nun bestätigt hatte, daß Israel auf ewig Sein Volk und auf daß Er Selbst ihr Gott sein möchte. Die erhabenste Art des Gebets ist nicht die, die dem Empfinden der Not entspringt, sondern dem Begehren und der Erkenntnis, die durch die Offenbarung der Vorsätze Gottes erzeugt werden – Vorsätze, die Er in Liebe zu Seinem Volke und zur Herrlichkeit Christi erfüllen wird. Zum Schluß bittet er, daß sein Haus der Ort des Segens Gottes sein möchte. Mit einem Wort – er begehrt, daß die Vorsätze Gottes, die all seine Zuneigungen erweckt hatten, durch Jehova Selbst, der sie Seinem Knecht geoffenbart hatte, vollendet werden möchten.

    Indem er von den Empörungen des Volkes völlig befreit ist, übt David seine Macht aus, um sich seine Feinde zu unterwerfen. Die im Lande Israel wohnenden Philister werden unterworfen. Metheg-Amma bedeutet: „Zaum der Hauptstadt”. David hielt den Schlüssel der Macht. Moab wurde unterworfen und tributpflichtig gemacht. Schließlich werden die äußeren Feinde, die Syrer, auch entweder besiegt, oder sie unterwerfen sich. Die Edomiter werden David zu Knechten, und Jehova bewahrt David überall, wohin er geht.

    Auf Jehovas Anweisung ziehen nun David und seine Männer mit ihren Hausgemeinschaften nach Hebron, das im Gebiet von Juda liegt. Hierher kommen die Ältesten des Stammes im Jahre 1077 v. u. Z., um David zu ihrem König zu salben. Der Heerführer Joab wird der bekannteste Unterstützer Davids. Abner, der Heeroberste, salbt jedoch als Konkurrenten für das Königtum über die Nation Isch-Boscheth, einen Sohn Sauls, zum König. Zwischen den beiden gegnerischen Streitkräften kommt es regelmäßig zu Zusammenstößen, und Abner tötet einen Bruder Joabs. Schließlich läuft Abner in das Lager Davids über. Er bringt David Sauls Tochter Michal mit, für die David vor langer Zeit das Heiratsgeld bezahlt hat. Joab findet jedoch eine Gelegenheit, Abner umzubringen und sich an ihm zu rächen, weil er seinen Bruder getötet hat. David ist darüber zutiefst betrübt und lehnt jede Verantwortung dafür ab. Bald darauf wird Isch-Boscheth selbst ermordet, ‘während er seine Mittagsruhe hält’ (4:5).
    David, König in Jerusalem (5:1—6:23). David hat zwar schon sieben Jahre und sechs Monate lang in Juda als König geherrscht, aber nun wird er zum unbestrittenen Herrscher; und Vertreter der Stämme salben ihn zum König über ganz Israel. Das ist seine dritte Salbung (1070 v. u. Z.). Eine der ersten Taten Davids als Herrscher des gesamten Königreiches ist die Eroberung der Feste Zion in Jerusalem, wobei er die Jebusiter überrascht, als er durch den Wassertunnel in die Feste eindringt. Dann macht David Jerusalem zu seiner Hauptstadt. Jehova der Heerscharen segnet David und läßt ihn immer mächtiger werden. Sogar Hiram, der reiche König von Tyrus, sendet David wertvolle Zedern und auch Arbeiter zum Errichten eines Hauses für den König. Davids Familie wächst, und Jehova läßt seine Herrschaft gedeihen. Mit den kriegerischen Philistern kommt es zu zwei weiteren Gefechten. In dem ersten durchbricht Jehova in Baal-Perazim für David die feindlichen Reihen und gibt ihm den Sieg. In dem zweiten vollbringt Jehova ein weiteres Wunder, indem er ein „Geräusch eines Einherschreitens in den Wipfeln der Baka-Sträucher“ bewirkt, was anzeigt, daß Jehova vor Israel her auszieht, um die Heere der Philister zu schlagen (5:24). Ein weiterer hervorragender Sieg für Jehovas Streitkräfte!
    David nimmt 30 000 Mann mit sich und macht sich auf, um die Bundeslade von Baale-Juda (Kirjath-Jearim) nach Jerusalem zu bringen. Als sie mit viel Musik und großer Freude dahin gebracht wird, gerät der Wagen, auf dem sie gefahren wird, ins Wanken, und Usa, der nebenhergeht, streckt die Hand aus, um die heilige Lade festzuhalten. „Darauf entbrannte Jehovas Zorn gegen Usa, und der wahre Gott schlug ihn dort wegen der unehrerbietigen Tat nieder“ (6:7). Die Lade kommt zum Haus Obed-Edoms und bleibt dort, und in den nächsten drei Monaten segnet Jehova die Hausgemeinschaft Obed-Edoms sehr. Nach drei Monaten kommt David, um die Lade auf dem Rest des Weges richtig zu befördern. Mit Freudenrufen, fröhlicher Musik und Tanz wird die Lade in Davids Hauptstadt gebracht. David läßt seiner großen Freude freien Lauf, indem er vor Jehova tanzt, aber seine Frau Michal nimmt daran Anstoß. David betont: „Vor Jehova will ich den Anlaß feiern“ (6:21). Für Michal hat es zur Folge, daß sie bis zu ihrem Tod kinderlos bleibt.
    Gottes Bund mit David (7:1-29). Nun kommen wir zu einem der wichtigsten Ereignisse im Leben Davids, einem Ereignis, das unmittelbar mit dem Hauptthema der Bibel verbunden ist: die Heiligung des Namens Jehovas durch das Königreich unter dem verheißenen Samen. Dieses Ereignis rührt von Davids Wunsch her, für die Lade Gottes ein Haus zu bauen. Da er selbst in einem schönen Haus aus Zedern wohnt, trägt er Nathan den Wunsch vor, für Jehovas Lade des Bundes ein Haus zu bauen. Durch Nathan bestätigt Jehova David seine liebende Güte gegenüber Israel und errichtet mit ihm einen Bund, der für alle Zeiten bestehen bleiben wird. Jedoch wird es nicht David, sondern sein Same sein, der das Haus für Jehovas Namen bauen wird. Außerdem verheißt Jehova ihm liebevoll folgendes: „Und dein Haus und dein Königtum werden gewiß bis auf unabsehbare Zeit vor dir beständig sein; ja dein Thron wird bis auf unabsehbare Zeit gefestigt werden“ (7:16).
    Überwältigt von Jehovas Güte, die durch diesen Königreichsbund zum Ausdruck kommt, bedankt sich David für die liebende Güte Gottes mit den Worten: „Welche einzige Nation auf der Erde ist wie dein Volk Israel, dessentwegen Gott hingegangen ist, es sich zum Volk zu erlösen und sich einen Namen beizulegen und große und furchteinflößende Dinge für sie zu tun . . .? Und du . . . selbst, o Jehova, bist ihr Gott geworden“ (7:23, 24). Inbrünstig betet er um die Heiligung des Namens Jehovas und darum, daß das Haus Davids fest vor Jehova errichtet werde.
    David dehnt Israels Herrschaftsgebiet aus (8:1 bis 10:19). Man läßt David jedoch nicht in Frieden herrschen. Es sind noch Kriege zu führen. David geht daran, die Philister, die Moabiter, die Zobaiter, die Syrer und die Edomiter niederzuschlagen, wodurch Israel bis zu seinen von Gott verordneten Grenzen ausgedehnt wird (2. Sam. 8:1-5, 13-15; 5. Mo. 11:24). Dann wendet er seine Aufmerksamkeit dem Hause Sauls zu, um gegenüber irgendwelchen Übriggebliebenen um Jonathans willen liebende Güte zum Ausdruck zu bringen. Ziba, ein Diener Sauls, macht ihn auf einen Sohn Jonathans, Mephiboscheth, aufmerksam, der an den Füßen lahm ist. Sofort verlangt David, daß alle Habe Sauls Mephiboscheth übergeben werde und daß sein Land von Ziba und seinen Dienern bebaut werde, um Mephiboscheths Haus mit Nahrung zu versorgen. Mephiboscheth selbst soll jedoch am Tisch Davids essen.

    5:1, 2 — Wie lange nach Isch-Boscheths Ermordung ernannte man David zum König über ganz Israel? Es scheint vernünftig, anzunehmen, dass Isch-Boscheth die zweijährige Herrschaft als König kurz nach dem Tod Sauls antrat, etwa zur gleichen Zeit, als David in Hebron zu regieren begann. David regierte siebeneinhalb Jahre von Hebron aus über Juda. Bald nachdem er König über ganz Israel geworden war, verlegte er seine Hauptstadt nach Jerusalem. Bevor David nach Isch-Boscheths Tod über ganz Israel herrschte, vergingen daher etwa fünf Jahre

    6:1-7. David hatte gute Absichten, doch der Versuch, die Bundeslade auf einem Wagen zu transportieren, verstieß gegen Gottes Gesetz und führte zu einem Unglück (2. Mose 25:13, 14; 4. Mose 4:15, 19; 7:7-9). Auch als Usa die Bundeslade anfasste, wurde deutlich, dass gute Absichten nichts an Gottes Anforderungen ändern.

    6:8, 9. Als ein Unglück passierte, wurde David erst zornig und bekam dann Angst — vielleicht gab er sogar Jehova die Schuld an dem Unglück. Wir sollten uns davor hüten, Jehova für Schwierigkeiten verantwortlich zu machen, die sich aus der Missachtung seiner Gebote ergeben.

  16. Juleam 6. April 2010 um 10:10 Link zum Kommentar

    “Haltet euren Sinn auf die Dinge droben gerichtet”

    der erste Punkt in diesem biblischen Drama ist, wie man überhaupt in die Lage kommt, so zu sündigen, wie das David mit Bathseba tat

    * Denken wir über die schönen Seiten einer sündigen Handlung nach?
    * Sind wir es gewohnt, immer an die äußersten Grenzen zu gehen?
    * Denken wir: “Wenn ich die Gelegenheit dazu hätte und ich wüsste, dass ich ganz sicher nicht erwischt werde, dann würde ich es tun”?

    Besonders interessant für mich der Gedanke:
    Was wird wohl Uria empfinden, wenn er wieder auferweckt wird und erfährt, was damals wirklich passiert ist? Dass der Mann der ihm die Frau weggenommen und ihn hat zu Tode bringen lassen – dass dieser mit seiner Frau den Samen hervorgebracht hat, der zum Messias führt?

    Musste David nicht wissen, dass sein Handeln verkehrt ist? Wieso merkt er erst, als Nathan ihn darauf hinweist, dass er eine schwere Sünde begangen hatte?

    Musste er es als König nicht besser wissen?

    Immerhin musste er als König das ganze Gesetz mit der Hand abschreiben und sollte jeden Tag darin lesen! Muss ihm dann nicht bewusst gewesen sein, dass Jehova Ehebruch hasst? Immerhin steht bereits in den 10 Geboten, dass man nicht die Frau seines Mitmenschen begehren sollte und das mosaische Gesetz sah vor, dass Ehebrecher zu Tode gesteinigt werden sollten

  17. Thomasam 6. April 2010 um 15:35 Link zum Kommentar

    2.Samuel 9-12
    Zitate von J.N.Darby


    David heiligt die Beute dem Jehova. Er regiert über ganz Israel, und er übt Recht und Gerechtigkeit an seinem ganzen Volke aus. Die Genossen seines Pilgerpfades nehmen an der Herrlichkeit seines Reiches teil…

    Er handelt auch in Gnade gegenüber dem demütigen Überrest des Hauses Sauls; und wenn Mephiboseth nicht mit der Herrlichkeit seines Reiches verbunden ist, so genießt er das Vorrecht der Tafel des Königs, der ihm Güte erweist, obwohl Mephiboseth zur Familie seines Feindes und Verfolgers gehört, gleichzeitig aber auch zu jenem kleinen Überrest, den der von Gott erwählte König begünstigte (und selbst deswegen von den Mächtigen gehaßt wurde). Er genießt auch das ganze Erbteil seiner Familie.


    Darauf folgt die Geschichte von David und dem Weibe Urijas. David handelt nicht mehr im Glauben im Dienste Gottes. Als die Zeit kommt, wo die Könige zum Streit ausziehen, bleibt er bequem zu Hause und sendet an seiner Statt andere hin, um die Kämpfe Jehovas auszutragen. In seiner Trägheit und Bequemlichkeit fällt er leicht in Sünde, wie es der Fall war, als er unter den Philistern Ruhe suchte. Er stand nicht mehr durch den Glauben.

    Je näher David Gott war, desto wirkungsloser waren seine Anstrengungen, seine Sünde zu verbergen. Während er für die Zeit der Zucht sich selbst überlassen war, fügt er noch eine Übertretung zur ersten hinzu; er vollendet sie und genießt ihre Frucht, da die Beseitigung jedes Hindernisses seinem Handeln einen Anschein von Rechtmäßigkeit verleiht. Welch eine traurige Geschichte! Wie unwürdig! Er vergißt seine Stellung als König, als ein König von Gott. War das ein Regieren in Gerechtigkeit, seine königliche Macht so zu mißbrauchen, um Urija zu übervorteilen? Er macht sich zum Sklaven des elenden Joab dadurch, daß er ihn zum Mitschuldigen an seinem Verbrechen macht. Wie erniedrigend! Wieviel glücklicher war er, als er, wie ein Rebhuhn auf den Bergen gejagt, doch einen lebendigen Glauben und ein gutes Gewissen besaß! Wer kann aber das Auge Gottes meiden? Gott, der ihn kennt und liebt, unterläßt es also nicht, seine Sünde heimzusuchen.

    Dies war eine sehr große Sünde: David vollbrachte sie heimlich; Gott straft ihn aber vor den Augen ganz Israels. Wenn David es nicht verstand, Gott zu verherrlichen, noch – während er in Seinem Namen regierte – ein wahres Zeugnis über das Wesen des Reiches Gottes aufrechtzuerhalten, wenn er im Gegenteil sein Wesen verfälscht hatte, so wußte Gott Selbst vor den Augen aller Menschen seine Wesenszüge wieder aufzuzeichnen, und zwar durch die Züchtigung, die Er dem Manne zuteil werden lassen würde, der Ihn so verunehrt hatte, der das einzige Zeugnis über Seine Regierung, die Gott vor den Augen der Menschen aufgerichtet hatte, hinwegtat.

    Diese Geschichte zeigt uns, wie weit die Sünde das Herz mit Blindheit schlagen kann, selbst während das moralische Urteilsvermögen gesund bleibt; sie zeigt aber auch die Macht des treuen Wortes Gottes. Gleichzeitig erweist Gott die Unumschränktheit Seiner Gnade; denn obwohl Er David durch den Tod des Kindes züchtigte, so ist es ein anderer Sohn der Bathseba, der der Auserwählte Gottes war, der König und Haupt der königlichen Familie wurde, der Mann des Friedens und des Segens, der Geliebte Jehovas. David unterwirft sich der Hand Gottes, in der Tiefe seiner Zuneigungen beugt sich sein Herz vor ihr. Obwohl er schuldiger ist als seine Knechte, versteht er es besser als sie. Er handelt geziemend, geistlicher Einsicht gemäß. Es waren Vertrauen zu Gott und innige Beziehungen zu Ihm; deshalb kann David den zartesten Teil seines Herzens Gott erschließen, den Teil, an dem Gott ihn verwundet hatte, doch wo der Wille Gottes offenbar ist, unterwirft er sich völlig.

    Hier sehen wir das augenscheinliche Werk des Geistes. Es ist derselbe Geist, der in Jesu in Gethsemane wirkte, obwohl sowohl der Anlaß als auch das Ausmaß des Leidens nicht nur anders waren, sondern eine viel größere Bedeutung hatten; das Herz ist aber Gott völlig erschlossen, und die Unterwerfung ist vollständig, sobald der Wille Gottes erkannt wird.

    Die Sünde Davids ist äußerst groß gewesen; wir können aber in ihm das kostbare Werk des Geistes deutlich sehen. Bestürzt durch die einfältige Treue Urijas, kann er der Hand Gottes nicht entrinnen! David wird vergeben, weil er seine Sünde bekennt; was aber Seine Regierung betrifft, so zeigt Sich Gott als unbeugsam, und während er den König verschont – er hatte ja den Tod verdient – tut Er ihm kund, daß das Schwert von seinem Hause ewiglich nicht weichen wird. Wir haben einen ähnlichen Fall in der Untreue Jakobs gesehen. Die Strafe Davids entspricht auch seinen Sünden (vergleiche die Verse 10 und 12 mit der Geschichte Absaloms). Was die Liebe Davids anbetrifft, so lag die Züchtigung in dem Tode des Kindes, eine Züchtigung, die ihm sehr naheging; und die öffentliche Regierung Gottes wurde durch das erwiesen, was, nach Seinem Worte, vor ganz Israel und vor der Sonne getan wurde.

    Es ist möglich, daß die Kinder Ammon ein strenges Gericht verdienten und daß diese Periode die Zeit ihres Gerichts war; sie waren die dreisten Feinde des Königs, den Gott erweckt hatte und der ihnen seine gütigen Gefühle bewiesen hatte. Was aber seinen persönlichen Zustand betrifft, weiß ich nicht, ob er so mit seinen Feinden verfahren hätte, wenn er auf dem schmalen Pfade des Glaubens gewandelt wäre. Im Vorbild erinnert dieses Gericht an das gerechte Gericht des Messias und an die schrecklichen Folgen davon, daß man Ihn, selbst in Seiner Herrlichkeit, verachtet und beschimpft hatte. Wir lernen auch daraus, daß, wenn ein Volk fürs Gericht reif ist, Gott es über sie verhängen wird, sogar wenn andere sich darum bemühen sollten, in Gnade zu handeln.

    Als der König von Ammon stirbt, sendet David zu dessen Sohn Hanun Abgesandte mit Äußerungen liebender Güte. Hanuns Ratgeber beschuldigen David jedoch, sie geschickt zu haben, damit sie das Land auskundschaften, und daher demütigen sie sie und senden sie halb nackt zurück. Aus Zorn über diese Beleidigung schickt David Joab mit seinem Heer, um wegen des Unrechts Vergeltung zu üben. Er teilt seine Streitkräfte und schlägt mühelos die Ammoniter und die Syrer, die heraufgekommen waren, den Ammonitern zu helfen. Die Syrer gruppieren ihre Streitkräfte um, werden jedoch noch einmal von den Heeren Jehovas unter dem Befehl Davids besiegt, und sie haben einen Verlust von 700 Wagenlenkern und 40 000 Reitern. Hierdurch wird weiterhin bewiesen, daß die Gunst und der Segen Jehovas auf David ruhen.
    David sündigt gegen Jehova (11:1—12:31).
    Im folgenden Frühjahr schickt David Joab wieder nach Ammon, damit er Rabba belagere, während er selbst in Jerusalem bleibt. Eines Abends beobachtet er zufällig von seinem Dach aus die schöne Bathseba, die Frau Urias, des Hethiters, beim Baden. Er holt sie in sein Haus, hat Beziehungen mit ihr, und sie wird schwanger. David versucht das zu vertuschen, indem er Uria vom Kampf bei Rabba zurückholt und ihn in sein Haus schickt, damit er sich erfrische. Uria weigert sich jedoch, in sein Haus zu gehen und Beziehungen mit seiner Frau zu haben, während die Lade und das Heer „in Hütten“ wohnen. Aus Verzweiflung schickt David Uria zu Joab mit einem Brief zurück, in dem es heißt: „Stellt Uria vor den heftigsten Ansturm der Schlacht hin, und ihr sollt euch hinter ihm zurückziehen, und er soll niedergeschlagen werden und sterben“ (11:11, 15). Auf diese Weise stirbt Uria. Nachdem Bathsebas Trauerzeit vorüber ist, nimmt David sie sofort in sein Haus, wo sie seine Frau wird, und das Kind der beiden, ein Sohn, wird geboren.
    Das ist böse in Jehovas Augen. Er sendet den Propheten Nathan mit einer Gerichtsbotschaft zu David. Nathan erzählt David von einem reichen Mann und einem minderbemittelten Mann. Der eine hatte viele Herden, der andere aber hatte ein einziges weibliches Lamm, das in der Familie ein Lieblingstier und „ihm wie eine Tochter“ war. Als es jedoch dazu kam, ein Fest zu veranstalten, nahm der reiche Mann nicht ein Schaf aus seinen Herden, sondern das weibliche Lamm des armen Mannes. David ist erzürnt, als er das hört, und ruft aus: „So wahr Jehova lebt, der Mann, der dies tut, verdient zu sterben!“ Nathan erwidert ihm darauf: „Du selbst bist der Mann!“ (12:3, 5, 7). Dann verkündet er das prophetische Urteil, daß Davids Frauen öffentlich von einem anderen Mann geschändet würden, daß sein Haus von innerem Krieg geplagt würde und sein Kind von Bathseba sterben werde.
    In aufrichtiger Betrübnis und Reue gesteht David offen: „Ich habe gegen Jehova gesündigt“ (12:13). Gemäß Jehovas Wort stirbt der Nachkomme aus der ehebrecherischen Verbindung nach siebentägiger Krankheit. (Später hat David einen weiteren Sohn von Bathseba; diesen nennen sie Salomo — ein Name, der auf eine Wurzel zurückgeht, die „Frieden“ bedeutet. Jehova teilt jedoch durch Nathan mit, daß er auch Jedidjah genannt werde, was „Geliebter [Liebling] Jahs“ bedeutet.) Nach dieser erschütternden Erfahrung wird David von Joab nach Rabba gerufen, wo gerade der Schlußangriff vorbereitet wird. Joab hat die Wasserversorgung der Stadt erobert und überläßt ehrerbietig dem König die Ehre, die Stadt selbst einzunehmen.

  18. Juleam 7. April 2010 um 03:04 Link zum Kommentar

    Kapitel 14 – David und Absalom

    David lässt Absalom wieder nach Hause kommen, aber er darf das Angesicht des Königs nicht mehr sehen. Warum ließ er ihn dann überhaupt wieder zurück kommen?

    Kann ich nach einer Ehekrise sagen “wir versuchen es noch mal miteinander” aber “komm mir ja nicht zu nahe”?

    Kann ich, wenn mich ein Bruder um Vergebung bittet sagen “ich verzeihe dir”, gehe ihm dann aber aus dem Weg?

    Wo ist da der Sinn dahinter?

    Hatte David seinen Sohn zurück kommen lassen, weil er das, was die Witwe ihm sagte verstanden hatte und auf sich bezog? Warum dann so abweisend zu seinem Sohn?

    Tun wir etwas, von dem wir wissen dass Jehova es von uns erwartet – widerwillig?

    “Ich mach das nur, weil Jehova will, dass ich nicht hassen soll und mit meinen Brüdern Frieden halte und sie liebe – aber dich kann ich echt nicht leiden. Du gehst mir sowas von auf den Keks, dass es schon weh tut, also bleibe mir bitte vom Leib!”?

    Habe ich dann Jehovas Willen erfüllt?

    Wie denkt Jehova da wohl von mir?

  19. Juleam 7. April 2010 um 03:05 Link zum Kommentar

    Joab und Absalom

    warum reagierte Joab nicht auf den Ruf von Absalom?

    Warum ignorierte er ihn völlig?

  20. Thomasam 7. April 2010 um 15:35 Link zum Kommentar

    2.Samuel 13-15
    Zitate von J.N.Darby


    Als David zeigte, daß er Gott vergessen und in seiner ganzen Abhängigkeit von Ihm versagt hatte, brachen die Übel in seinem Hause bald aus. Er hatte die Zahl seiner Weiber vermehrt. Die Wurzel der Bitterkeit knospt und erzeugt bittere Früchte.

    Obwohl das Herz Davids im ganzen vor Gott aufrichtig war und ihn zutiefst verehrte, so wurde doch, sobald er einmal den durch Glauben und das Bewußtsein der Gegenwart Gottes erzeugten Pfad demütiger Abhängigkeit verließ, der Rest seiner Tage dadurch recht bitter, daß er inmitten seiner Segnungen seinem Eigenwillen folgte. Es war Sünde in seinem Hause, Zorn wegen der Sünde, und Wankelmütigkeit wegen der Vorliebe zu Absalom. Joab erscheint auf dem Schauplatz, wie es jedesmal der Fall ist, wo sich diese Intrigen und Bosheiten in der Geschichte wiederholen. Dies ist alles, was man über die traurige Geschichte Ammons und Absaloms zu sagen braucht.

    Die Vorliebe Davids für Absalom ergab noch andere und schmerzlichere Folgen und schwere Züchtigungen. Es ist schmerzlich zu sehen, wie der Sieger über Goliath durch seinen geliebten Sohn von seinem Hause und seinem Throne getrieben wird, und dies unter der Hand Gottes. Denn wenn Gott es nicht zugelassen hätte, wer hätte den Auserwählten Gottes von dem königlichen Sitz, auf den Jehova ihn gesetzt hatte, vertreiben können? Das Schwert war in seinem Hause: das Wort Gottes – schärfer als ein zweischneidiges Schwert. Wie gerecht ist Jehova! Doch wen Er liebt, den züchtigt Er. Während alles dieses also ein Kundmachen der gerechten Regierungen Gottes ist, ist es für David eine Gelegenheit zu tiefer Herzensübung und zu einer echteren und intimeren Erkenntnis Gottes; denn sein Herz war wahrhaftig und ewig mit Gott verbunden, so daß alle seine Leiden Frucht brachten, obwohl sie durch seine Verfehlungen verursacht wurden.

    Davids Familienschwierigkeiten beginnen, als sich Amnon, einer der Söhne Davids, leidenschaftlich in Tamar, die Schwester seines Halbbruders Absalom, verliebt. Amnon stellt sich krank und bittet darum, daß die schöne Tamar geschickt wird, um für ihn zu sorgen. Er schändet sie und beginnt dann, sie heftig zu hassen, so daß er sie in Erniedrigung wegsendet. Absalom sinnt auf Rache und wartet auf den rechten Zeitpunkt. Ungefähr zwei Jahre später bereitet er ein Fest, zu dem Amnon und alle anderen Söhne des Königs eingeladen werden. Als Amnons Herz vom Wein in froher Stimmung ist und er nicht auf der Hut ist, überrascht man ihn und bringt ihn auf Absaloms Befehl zu Tode.
    Aus Angst vor dem Unwillen des Königs flieht Absalom nach Geschur, wo er drei Jahre lang in Halbverbannung lebt. Inzwischen plant Joab, der Oberste der Streitkräfte Davids, eine Versöhnung zwischen David und Absalom herbeizuführen. Er sorgt dafür, daß eine weise Frau aus Tekoa vor dem König eine erdachte Situation im Hinblick auf Vergeltung, Verbannung und Strafe schildert. Als der König ein Urteil fällt, verrät die Frau den wahren Grund ihres Erscheinens, daß nämlich des Königs eigener Sohn Absalom in Geschur in Verbannung ist. David erkennt zwar, daß Joab hinter der Sache steckt, aber er erlaubt seinem Sohn, nach Jerusalem zurückzukehren. Es dauert indessen noch zwei weitere Jahre, bis der König einwilligt, Absalom von Angesicht zu Angesicht zu sehen.
    Trotz Davids liebender Güte organisiert Absalom bald eine Verschwörung, um seinem Vater den Thron wegzunehmen. Absalom ist unter allen tapferen Männern Israels auffallend schön, und das macht ihn noch ehrgeiziger und stolzer. Sein Haarwuchs ist so üppig, daß das Haar, das ihm jährlich abgeschnitten wird, ungefähr 2,3 kg wiegt (2. Sam. 14:26, Fußnote). Durch verschiedene listige Manöver beginnt Absalom, das Herz der Männer Israels zu stehlen. Schließlich tritt die Verschwörung offen zutage. Da er die Erlaubnis seines Vaters erlangt, nach Hebron zu gehen, macht er dort sein aufrührerisches Vorhaben bekannt und fordert ganz Israel auf, ihn bei seinem Aufstand gegen David zu unterstützen. Als sich große Mengen auf der Seite des rebellischen Sohnes versammeln, flieht David aus Jerusalem mit einigen Unterstützern, die so loyal sind wie Ittai, der Gathiter, der erklärt: „So wahr Jehova lebt und so wahr mein Herr und König lebt, an dem Ort, wo mein Herr und König sein wird, ob zum Tod oder zum Leben, dort wird auch dein Knecht sein!“ (15:21).
    Auf seiner Flucht aus Jerusalem erfährt David vom Verrat Ahithophels, eines seiner vertrautesten Berater. Er betet: „Verkehre bitte, o Jehova, den Rat Ahithophels in Torheit!“ (15:31). Zadok und Abjathar, David ergebene Priester, und Huschai, der Arkiter, werden nach Jerusalem zurückgesandt, um über Absaloms Tätigkeit zu wachen und zu berichten. Inzwischen trifft David in der Wildnis Mephiboscheths Diener Ziba, der berichtet, daß sein Herr jetzt erwarte, daß das Königreich zum Hause Sauls zurückkehre. Als David weitergeht, verflucht Schimei, der vom Hause Sauls ist, David und wirft Steine nach ihm, aber David hält seine Männer davor zurück, Rache zu nehmen.

  21. Thomasam 8. April 2010 um 15:36 Link zum Kommentar

    2.Samuel 16-18

    In Jerusalem hat der Thronräuber Absalom auf Ahithophels Anregung „vor den Augen von ganz Israel“ Beziehungen mit den Nebenfrauen seines Vaters. Das geschieht in Erfüllung des prophetischen Urteils Nathans (16:22; 12:11). Auch rät Ahithophel Absalom, eine Streitmacht von 12 000 Mann zu nehmen und David in der Wildnis zu stellen. Huschai jedoch, der es geschafft hat, das Vertrauen Absaloms zu gewinnen, empfiehlt ein anderes Vorgehen. Und wie David gebetet hat, so wird der Rat Ahithophels vereitelt. Wie ein Judas geht der enttäuschte Ahithophel nach Hause und erdrosselt sich. Huschai berichtet Absaloms Pläne heimlich den Priestern Zadok und Abjathar, die wiederum die Botschaft David in der Wildnis übermitteln lassen.
    Das ermöglicht es David, den Jordan zu überqueren und den Kampfplatz im Wald bei Mahanajim zu wählen. Dort läßt er seine Streitkräfte aufmarschieren und gebietet ihnen, mit Absalom schonend umzugehen. Die Aufrührer erleiden eine vernichtende Niederlage. Als Absalom auf einem Maultier durch den dichten Wald flieht, verfängt sich sein Haupt im unteren Geäst eines mächtigen Baumes, und dort hängt er in der Luft. Joab findet ihn in dieser mißlichen Lage und tötet ihn in völliger Mißachtung des Gebotes des Königs. Davids großer Kummer über die Nachricht vom Tod seines Sohnes spiegelt sich in seiner Wehklage wider: „Mein Sohn Absalom, mein Sohn, mein Sohn Absalom! O daß ich, ja ich, statt deiner gestorben wäre, Absalom, mein Sohn, mein Sohn!“ (18:33).

  22. Thomasam 9. April 2010 um 15:36 Link zum Kommentar

    2.Samuel 19-21
    Zitate von J.N.Darby


    Manche Einzelheiten werden vom Geiste Gottes hinzugefügt. Zu allererst wird die Regierung Gottes, der nichts vergißt und bei dem alles sein Ergebnis hat, dem David und seinem Volke mittels der Gibeoniter ins Gedächtnis gerufen. Für die Gründung der Haushaltung Gottes ist es nicht mehr länger erforderlich, daß David das Haus Sauls verfolgen sollte. Es gibt ein gerechtes Gericht, einen moralischen Grundsatz Gottes, die über allen Haushaltungen stehen.

    In seinem formellen und fleischlichen Eifer hatte Saul, obwohl für Gott, aber nicht in der Furcht Gottes gehandelt. Dies ist es, was einen gottseligen Eifer von einem Eifer für die äußerlichen Interessen Seines Reiches besonders unterscheidet. Saul vergißt die Eide, die Israel den Gibeonitern geschworen hatte. Gott erinnert daran, und Er verachtet nicht die armen Gibeoniter. David erkennt auch diese Verpflichtung an; nachdem er Jehova wegen der dreimal wiederholten Züchtigung Israels befragt hätte, beugt er sich der Forderung der Gibeoniter. Das ganze Haus Sauls kommt um, außer einem kleinen Überrest, der David anhängt. In bezug auf letzteren erwecken die Umstände von Rizpas ergreifender und treuer Liebe im Herzen Davids die Erinnerung an lichtere Augenblicke in der Laufbahn des armen Saul, und er erweist die letzten Ehrungen zu seinem Gedächtnis. Danach ließ Sich Gott für das Land erbitten.

    Wenn der Glaube seine Feinde mit einer Schleuder und einem Stein überwältigen kann, so versagt das Fleisch vor ihren Angriffen. Wie wir deutlich gesehen haben, ergab sich David als König mehr seinen Lüsten und seinem Willen als der leidende David.

    Nichtsdestoweniger ist es schön zu sehen, daß da, wo der Glaube inmitten des Verfalls des Volkes gewirkt hatte, dies viele andere Werkzeuge erweckt hat, die, durch seinen Erfolg beseelt und ermutigt, furchtlos in derselben Kraft handeln, weiche die erste Befreiung bewirkt hatte. Es ist aber gut zu beachten, daß es etwas ganz anderes ist, tapfere Feinde zu besiegen wie da, als ganz Israel vom Erfolg begeistert war und die Hände der Helden stärkte, als der Glaube, der auf Gott rechnet, wo Kraft und Erfolg auf der Seite des Feindes sind und das Volk vor ihm flieht. Das letztere war der Fall Davids bei Goliath, das erstere der Fall der Männer, die die übrigen Riesen erschlugen.

    Indem er den Gibeonitern nachgab, beriet sich David aber nicht mit Jehova darüber, was er tun sollte. Wir sehen die Regierung Gottes in bezug auf das Haus Sauls und das Handeln Sauls denen gegenüber, mit denen er ungerecht verfahren hatte; obwohl es im großen ganzen gerecht und lauter war – hätte er sich bei Jehova Rat geholt, wäre vielleicht ein glücklicherer Weg, gerecht zu sein, gefunden worden.

    David trauert weiterhin bitterlich, bis Joab ihn drängt, seine rechtmäßige Stellung als König wieder einzunehmen. Nun ernennt er Amasa zum Führer über das Heer anstelle von Joab. Als David zurückkehrt, wird er vom Volk willkommen geheißen, auch von Schimei, dessen Leben er verschont. Auch Mephiboscheth kommt, um seinen Fall zu erörtern, und David gibt ihm ein gleich großes Erbteil wie Ziba. Wieder einmal sind ganz Israel und Juda unter David vereint.
    Es stehen jedoch weitere Schwierigkeiten bevor. Scheba, ein Benjaminiter, erklärt sich selbst zum König und macht viele von David abspenstig. Amasa, dem David aufgetragen hat, Leute zu sammeln, um den Aufruhr niederzuschlagen, trifft auf Joab und wird hinterlistig ermordet. Dann übernimmt Joab das Heer und folgt Scheba nach Abel von Beth-Maacha und belagert die Stadt. Auf den Rat einer weisen Frau dieser Stadt richten die Einwohner Scheba hin, und Joab zieht sich zurück. Weil Saul Gibeoniter getötet hatte und die Blutschuld noch ungerächt war, kommt über Israel eine dreijährige Hungersnot. Um die Blutschuld zu beseitigen, werden sieben Söhne der Hausgemeinschaft Sauls hingerichtet. Später wird in einer Schlacht gegen die Philister Davids Leben von Abischai, seinem Neffen, gerade noch gerettet. Davids Männer schwören, daß er nicht mehr mit ihnen in den Kampf ausziehen soll, ‘damit er die Leuchte Israels nicht auslöscht’ (21:17). Drei seiner mächtigen Männer treten dann in hervorragender Weise auf, indem sie einige Philisterriesen niederstrecken.

    21:9, 10 — Wie lange bewachte Rizpa ihre zwei Söhne und die fünf Enkel Sauls, die von den Gibeonitern getötet worden waren? Man hatte die sieben im März oder April, „in den ersten Tagen der Ernte“, gehängt. Ihre Leichname wurden auf einem Berg unbegraben liegen gelassen. Rizpa bewachte sie Tag und Nacht, bis Jehova durch das Beenden der Dürre zu erkennen gab, dass sich sein Zorn gelegt hatte. Vor dem Abschluss der Ernte, Ende Oktober, wäre jeder starke Regenguss unwahrscheinlich gewesen. Rizpa hielt daher womöglich fünf, sechs Monate Wache. Danach ließ David die Gebeine der Männer begraben.

  23. Thomasam 10. April 2010 um 15:36 Link zum Kommentar

    2.Samuel 22-24
    Zitate von J.N.Darby


    Die darauf folgenden Lieder enthalten tief interessante Unterweisungen. In Kapitel 22 kommt David aus seinen Leiden und seiner Bedrängnis mit einem Liede des Triumphes und des Lobes hervor. In seinen Leiden hatte er gelernt, was Gott ist. Er rühmt alles, was Gott für ihn gewesen war, alles, als was Er Sich in seinen Nöten und Gefahren erwiesen hatte, die Wirkung der Kraft Gottes ihm zugunsten, und das herrliche und gepriesene Ergebnis dieser Kraft. Alles dieses wird in einem Liede wiedergegeben, dessen Ausdruck sich nur in Christo Selbst völlig erfüllen wird.

    In Kapitel 23 rühmt er sein Wohlergehen. Aber welcher Unterschied! Es ist wahr, daß er erklärt, was Christus, wenn Er regiert, sein wird, und er tut das in Worten anziehendster Schönheit, einer Schönheit, die den Verstand gefangennimmt und ihn in die glückselige Herrschaft Christi entrückt, in dieses gesegnete „zukünftige Zeitalter, von welchem wir reden. Dann aber kommt dieser traurige Gedanke – „obwohl mein Haus nicht also ist”.

    Wenn Gott David ehrt und verherrlicht, vergißt Er diejenigen nicht, die die Energie des Glaubens Davids um ihn versammelt hatte. Der Heilige Geist zählt die mächtigen Helden Davids auf und berichtet über ihre Taten der Tapferkeit und Ergebenheit – Taten, die ihnen einen Namen und Platz erringen, wenn Gott das Volk verzeichnen wird (Ps 87). Joab ist nicht unter ihnen.

    Kapitel 24 führt uns in einen Gegenstand ein, der besondere Aufmerksamkeit erfordert. Der Zorn Jehovas ist erneut wider Israel entbrannt. Es liegt nicht im Sinne des Geistes, uns wissen zu lassen, bei welcher Gelegenheit dies geschah, sondern um Gottes Handeln sowohl in der Regierung als auch in Gnade offenbar zu machen. In dem vorhergehenden Kapitel „verzeichnet” Gott die mächtigen Helden, die die Genossen des wahren David in Herrlichkeit im Bilde darstellen. Hier ist es Seine Gnade, indem Er Seinen Zorn zurückhält und Seinen Segen herbeiführt.

    Gott bestraft die Hoffart und den Aufruhr Israels, indem Er sie den Folgen des Antriebs des natürlichen Herzens Davids überläßt. Die gewohnte Klugheit und Vernunft Joabs ließen ihn dessen Torheit erkennen. Das Fleisch, wenn es in einem anderen ist, wird leicht erkannt. Joab fühlte, daß es sich nicht lohnte, Gott zu verachten, wenn dadurch nichts zu gewinnen war; denn nur auf diese Weise findet das Fleisch Gott. Die Sache war aber von Jehova, und Satan findet seinen Vorteil.

    Wann kann sich denn eigentlich der gesunde Menschenverstand in Opposition wider den Willen Gottes in Zucht und gegen die Bosheit Satans behaupten? Es ist etwas Schreckliches, seiner Macht anheimzufallen. Neun Monate der Sünde auf seiten Davids und der Geduld auf Gottes Seite zeigen uns den verhängnisvollen Einfluß des Feindes; aber die vollendete Sünde erweckt nur das Gewissen Davids. Der Genuß der Früchte unserer Sünde deckt den Betrug auf. Es ist das Bestreben der Sünde, unsere Herzen zu verführen. Wenn es Satan gelungen ist, die Kinder Gottes dazu zu verführen, daß sie die Sünde tun, mit der er sie versucht, dann kümmert er sich nicht mehr darum, ihre Hohlheit und Torheit zu verbergen. Da, wo aber Leben vorhanden ist, gewinnt das Gewissen glücklicherweise in einem solchen Falle seine Kraft zurück.

    Nichtsdestoweniger muß Züchtigung auf die Sünde folgen, die trotz so vieler Langmut ausgeführt wurde. Gott aber, der das Gewissen Seines Knechtes erreicht, setzt die aufrichtigen Zuneigungen in Bewegung, und zwar um Seinen eigenen unumschränkten Vorsatz auszuführen. David bringt das niemals versagende Merkmal eines Herzens, das den Herrn kennt, zum Ausdruck – Vertrauen zu Gott über allem, was es auch kosten mag. „Mögen wir doch in die Hand Jehovas fallen.” Süßer und kostbarer Gedanke, was der Herr Seinem Volke ist, und Er weiß das Herz so gut mit jener Gewißheit zu füllen, daß Er sein Vertrauen verdient. Selbst während Er züchtigt, liebt Gott mehr, ist Er treuer und des Vertrauens würdiger als jeder andere. Die Pest bricht aus; aber inmitten des Gerichts gedenkt Jehova des Erbarmens, und wo der zerstörende Engel Jerusalem erreicht, befiehlt Er ihm, seine Hand abzuziehen. Es ist Jerusalem, die Stadt Seiner Zuneigungen, die Seine Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Gott erwählte es als den Ort, wo Sein Altar gebaut und Seine Gnade erzeigt werden soll – Sein festgesetzter Gnadenstuhl. Dort ist es, wo Sein wider Israel gerecht entbrannter Zorn aufhört, und die Sünde bietet die Gelegenheit, den Ort und das Werk aufzurichten, wo Er und Sein Volk zusammentreffen werden, und zwar jener Gnade gemäß, die die Sünde hinweggetan hat. Das kennzeichnet das Kreuz Christi; dies wird der Pest in Israel Einhalt gebieten und die Herrschaft des wahren Friedefürsten einführen. David stand in dem Riß, um das Volk zu befreien, und auf eigene Kosten (V.17) bringt er im Bilde das Schlachtopfer der Versöhnung nach den Ratschlüssen Gottes dar.

    An dieser Stelle unterbricht der Schreiber den Bericht mit einem Lied Davids für Jehova, das dem 18. Psalm entspricht und Danksagungen für die Befreiung „aus der Faust all seiner Feinde und aus der Faust Sauls“ zum Ausdruck bringt. Freudig erklärt David: „Jehova ist meine Felsenkluft und meine Feste und der für mein Entrinnen Sorgende . . . der große Taten der Rettung tut für seinen König und liebende Güte übt gegenüber seinem Gesalbten, an David und an seinem Samen bis auf unabsehbare Zeit“ (22:1, 2, 51). Es folgt das letzte Lied Davids, in dem er anerkennt: „Der Geist Jehovas war es, der durch mich redete, und sein Wort war auf meiner Zunge“ (23:2).
    Zum geschichtlichen Bericht zurückkommend, finden wir die mächtigen Männer verzeichnet, die David angehören, von denen drei hervorragend sind. Diese sind in einen Vorfall verwickelt, der sich ereignet, als ein Vorposten der Philister in Bethlehem, Davids Heimatstadt, errichtet worden ist. David drückt den Wunsch aus: „O daß ich doch aus der Zisterne von Bethlehem, die am Tor ist, einen Trunk Wasser hätte!“ (23:15). Daraufhin erzwingen sich die drei mächtigen Männer den Weg ins Lager der Philister, schöpfen Wasser aus der Zisterne und bringen es zurück zu David. Aber David weigert sich, es zu trinken. Statt dessen schüttet er es auf den Erdboden und sagt: „Es ist für mich undenkbar, o Jehova, daß ich dies tun sollte! Soll ich das Blut der Männer trinken, die unter Einsatz ihrer Seele hingegangen sind?“ (23:17). Für ihn ist das Wasser der Gegenwert des Lebens, das sie dafür aufs Spiel gesetzt haben. Die 30 mächtigsten Männer seines Heeres und ihre Heldentaten werden als nächstes verzeichnet.
    Schließlich sündigt David, indem er das Volk zählt. Er bittet Gott um Barmherzigkeit und darf zwischen drei Strafen wählen: sieben Jahre Hungersnot, drei Monate militärische Niederlagen oder drei Tage Pest im Land. David erwidert: „Laß uns bitte in die Hand Jehovas fallen, denn viele sind seiner Erbarmungen; aber in die Hand von Menschen laß mich nicht fallen“ (24:14). An der landesweiten Pest sterben 70 000 Personen, und sie wird nur aufgehalten, als David nach Jehovas Anweisung durch Gad handelt und die Dreschtenne Araunas kauft, wo er Jehova Brand- und Gemeinschaftsschlachtopfer darbringt.

    24:1 — Warum beging David eine schwere Sünde, als er das Volk zählen ließ? Eine Volkszählung war nach dem Gesetz an sich nicht verboten (4. Mose 1:1-3; 26:1-4). Die Bibel sagt nicht, warum David das Volk zählen ließ. Wie man jedoch aus 1. Chronika 21:1 erkennen kann, reizte Satan David dazu auf. Der Heeroberste Joab wusste jedenfalls, dass diese Entscheidung Davids falsch war, und suchte ihn davon abzuhalten.

  24. Juleam 5. April 2011 um 21:57 Link zum Kommentar

    2. Samuel 1 – 4

    2. Samuel 1:16

    David sprach dann zu ihm: „Deine Blutschuld sei auf deinem eigenen Haupt, denn dein eigener Mund hat gegen dich gezeugt, indem [du] sagtest: ‚Ich selbst habe den Gesalbten Jehovas vollends zu Tode gebracht.‘ “

    Dumm gelaufen – er erhält die Todesstrafe für etwas, was er gar nicht getan hat.

    Aber selbst schuld, er selbst ist es, der ein falsches “Geständnis” abgibt. Warum tat er das?

    Weil er Ruhm und Ehre wollte und sich nicht zu schade war, dafür auch “ein wenig zu flunkern”.

    Was lernen wir für uns daraus?

  25. Juleam 5. April 2011 um 21:59 Link zum Kommentar

    2. Samuel 1:10

    So stellte ich mich neben ihn und brachte ihn vollends zu Tode, denn ich wußte, daß er, nachdem er gefallen war, nicht leben konnte. Dann nahm ich das Diadem, das auf seinem Haupt war, und die Armspange, die an seinem Arm war, um sie hierher zu meinem Herrn zu bringen.“

    “Um sie hierher, zu meinem Herrn, zu bringen”

    Woher wußte er, dass David Sauls Nachfolger sein würde?

    David ging doch sicherlich nicht damit hausieren. Er erhob nicht einmal Anspruch auf den Thron, als Saul tot war. Also woher wußten so viele, dass David der nächste König sein würde?

  26. Juleam 5. April 2011 um 22:02 Link zum Kommentar

    2. Samuel 2:14-16

    Schließlich sprach Abner zu Joab: „Laß die jungen Männer bitte aufstehen, und laß sie vor uns ein Kampfspiel aufführen.“ Darauf sagte Joab: „Sie sollen aufstehen.“ 15 Da standen sie auf und gingen hinüber nach der Zahl, zwölf, die Benjamin und Isch-Boscheth, dem Sohn Sauls, angehörten, und zwölf von den Knechten Davids. 16 Und sie begannen sich gegenseitig beim Kopf zu packen, wobei das Schwert eines jeden in die Seite des anderen [stieß], so daß sie miteinander fielen. Und jener Ort wurde Helkath-Hazzurim genannt, welcher in Gibeon ist.

    “Ein Kampfspiel” – Was war das denn für ein Unsinn?

    Hatten sie solche Langeweile, dass sie sich nun gegenseitig, ihre eigenen Brüder hinschlachten mußten?

  27. Juleam 5. April 2011 um 22:07 Link zum Kommentar

    2. Samuel 3:25

    Du kennst doch Abner, den Sohn Ners, daß er gekommen ist, um dich zu betören und um dein Hinausgehen und dein Hineingehen und alles, was du tust, zu erfahren.“

    “Du kennst doch Abner” – Wer war Abner eigentlich? Warum hätte David ihn kennen müssen?

    Dies habe ich auszugsweise dazu im Einsichtenbuch gefunden:

    (Abner) [Vater ist Leuchte].

    Der Sohn Ners aus dem Stamm Benjamin. Nach 1. Samuel 14:50, 51 war Abner offenbar der „Onkel Sauls“. Im Hebräischen kann sich diese Bezeichnung aber sowohl auf Abner als auch auf Ner, seinen Vater, beziehen. Josephus bezeichnet Abner als Sauls Vetter, und die Väter der beiden, Ner und Kisch, als Brüder (Jüdische Altertümer, 6. Buch, Kap. 6, Abs. 6). Der inspirierte Geschichtsbericht nach 1. Chronika 8:33 und 9:39 scheint jedoch eher dafür zu sprechen, daß Kisch der Sohn Ners und daher der Bruder Abners war. In diesem Fall wäre Abner der Onkel Sauls. (Siehe auch die Ahnentafel unter ABIEL Nr. 1.)

    Abner diente Saul als Heeroberster, und seine Streitmacht war mitunter über 200 000 Mann stark (1Sa 15:4). Bei besonderen Anlässen saß er an der Festtafel neben dem König (1Sa 20:25). So stark und tapfer Abner auch war, so wurde er doch von David getadelt, als dieser sich auf der Flucht in der Wildnis Siph aufhielt, weil Abner nicht richtig über Saul, seinen Herrn und den „Gesalbten Jehovas“, gewacht hatte (1Sa 26:14-16).

    Nach Sauls Tod in der mit einer vernichtenden Niederlage endenden Schlacht gegen die Philister zog sich Abner über den Jordan zurück nach Mahanajim in Gilead, wo er Sauls Sohn Isch-Boscheth, den er mitgenommen hatte, zum Gegenkönig Davids machte, der in Hebron bereits zum König über den Stamm Juda ausgerufen worden war. Abner war offensichtlich die einflußreiche Stütze des Thrones, und mit der Zeit gelang es ihm, außer Juda alle Stämme auf die Seite Isch-Boscheths zu ziehen (2Sa 2:8-10).

    Schließlich begegneten sich die Heere der beiden gegnerischen Könige zu einer Kraftprobe am Teich von Gibeon im Gebiet Benjamins, etwa ein Drittel des Weges zwischen Hebron und Mahanajim. Nachdem die beiden Heere gegenseitig ihre Stärke festgestellt hatten, schlug Abner ein Kampfspiel zwischen je 12 jungen Kriegern der beiden Seiten vor. Die eine Partei war genauso stark wie die andere, und sie töteten sich gegenseitig. Das löste einen heftigen Kampf zwischen den beiden Heeren aus. Abner verlor 18mal mehr Soldaten als Joab, und so zog er sich auf dem Weg nach der Wildnis zurück (2Sa 2:12-17, 30, 31).

    Abner, der von Joabs schnellfüßigem Bruder Asahel verfolgt wurde, bat diesen wiederholt, sich woanders hinzuwenden und eine Begegnung mit ihm, die ihm das Leben kosten könnte, zu vermeiden. Als Asahel sich weigerte umzukehren, stieß Abner schließlich das stumpfe Ende seines Speers kräftig nach hinten und tötete Asahel, indem er seinen Unterleib durchbohrte (2Sa 2:18-23). Auf Abners Mahnung hin befahl Joab schließlich beim Sonnenuntergang, die Verfolgung einzustellen. Darauf traten die beiden Heere den Rückmarsch in ihre jeweilige Hauptstadt an. Ihr Durchhaltevermögen ist daran zu ermessen, daß Abners Streitkräfte mindestens 80 km bis zur Jordansenke zurücklegten, den Fluß durchwateten und dann das Jordantal hinaufzogen bis zu den Hügeln Gileads, wo Mahanajim lag. Joabs Männer marschierten, nachdem sie (wahrscheinlich am darauffolgenden Tag) Asahel in Bethlehem begraben hatten, die ganze Nacht hindurch über 22 km durch das Gebirge nach Hebron (2Sa 2:29-32).

    Abner unterstützte Isch-Boscheths dem Untergang entgegengehende Herrschaft, stärkte aber gleichzeitig seine eigene Position, wahrscheinlich in der Absicht, selbst König zu werden, denn letzten Endes war er der Bruder des Vaters Sauls. Als er von Isch-Boscheth zur Rechenschaft gezogen wurde, weil er mit einer Nebenfrau Sauls Beziehungen gehabt hatte (etwas, was nur dem Erben des verstorbenen Königs erlaubt war), wurde er zornig und deutete an, daß er künftig David unterstützen werde (2Sa 3:6-11). Er suchte Verbindung mit David, wobei er so tat, als wäre er der eigentliche Herrscher der Stämme Israels, abgesehen vom Stamm Juda. Nachdem er Davids Forderung, daß ihm seine Frau Michal zurückgegeben werde, erfüllt hatte, wandte er sich persönlich an die Häupter der elf Stämme, um sie für David, den von Jehova ernannten König, zu gewinnen (2Sa 3:12-19). Daraufhin wurde er von David in seiner Residenz in Hebron herzlich empfangen. Noch am selben Tag machte er sich auf, um alle Stämme zu bewegen, mit David einen Bund zu schließen. Joab aber, der gerade von einem Streifzug heimgekommen war, prangerte Abner als heimlichen Spitzel an. Er ließ ihn zurückrufen und lockte ihn dann an einen Ort, an dem er ihn töten konnte (2Sa 3:20-27).

    Mit Abners Tod schwand für Isch-Boscheth jede Hoffnung auf Unterstützung, und er wurde kurze Zeit später von Verrätern ermordet. Damit endete die Herrschaft des Hauses Sauls (2Sa 4:1-3, 5-12).

  28. Juleam 5. April 2011 um 22:12 Link zum Kommentar

    2. Samuel 4:5-8

    Und die Söhne Rimmons, des Beërothiters, Rechab und Baana, gingen dann und kamen um die Zeit, als der Tag heiß geworden war, zum Haus Isch-Boscheths, während er seine Mittagsruhe hielt. 6 Und hier kamen sie mitten ins Haus als Männer, die Weizen holten, und schlugen ihn dann in den Unterleib; und Rechab und Baana, sein Bruder, selbst entkamen, ohne entdeckt zu werden. 7 Als sie ins Haus kamen, lag er in seinem inneren Schlafgemach auf seinem Ruhebett, und dann schlugen sie ihn, so daß sie ihn zu Tode brachten, wonach sie seinen Kopf abhieben und seinen Kopf nahmen und auf dem Weg zur Araba die ganze Nacht hindurch wanderten. 8 Schließlich brachten sie den Kopf Isch-Boscheths zu David nach Hebron und sprachen zum König: „Hier ist der Kopf Isch-Boscheths, des Sohnes Sauls, deines Feindes, der dir nach der Seele trachtete; aber Jehova gewährt meinem Herrn und König an diesem Tag Rache an Saul und seinen Nachkommen.“

    Sauls Sohn wird ermordet – warum?

    Wo war der Sinn dahinter?

  29. Juleam 5. April 2011 um 22:15 Link zum Kommentar

    2. Samuel 5 – 8

    2. Samuel 5:13-16

    Unterdessen nahm David dann weitere Nebenfrauen und Frauen aus Jerusalem, nachdem er von Hebron gekommen war; und es wurden David weitere Söhne und Töchter geboren. 14 Und dies sind die Namen derer, die ihm in Jerusalem geboren wurden: Schammua und Schobab und Nathan und Salomo 15 und Jibhar und Elischua und Nepheg und Japhia 16 und Elischama und Eljada und Eliphelet.

    “David fuhr fort, weitere Frauen und Nebenfrauen zu nehmen”

    Ich dachte, dass jede Frau neben der ersten eine Nebenfrau wäre?

    Warum nahm er sich so viele Frauen – wo war der Sinn dahinter?

  30. Juleam 5. April 2011 um 22:19 Link zum Kommentar

    2. Samuel 6:3

    Indes ließ man die Lade des [wahren] Gottes auf einem neuen Wagen fahren, um sie aus dem Haus Abinadabs, das auf dem Hügel war, wegzutragen; und Usa und Achjo, die Söhne Abinadabs, führten den neuen Wagen.

    “und Usa und Achjo, die Söhne Adinadabs”

    Handelte Usa vielleicht deshalb in Jehovas Augen vermessen, als er die Lade stützen wollte? Weil sich die Lade die ganzen Jahre im Hause seines Vaters befunden hatte, als alle Angst wegen ihr hatten – ihnen aber nichts passiert war?

    Ich hatte in den letzten Wochen eine ältere Dienstansprache von einem Behelbruder gehört, wo er nebenbei Usa erwähnt und in dem Zusammenhang sinngemäß sagte:

    “Usa handelte vermessen. Er wollte sich hervortun, sich einen großen Namen machen, in die Geschichte eingehen”

    Vor diesem Hintergrund und dass sich die Lade jahrelang “gefahrlos” in seinem Vaterhaus befunden hatte, könnte er auch sinngemäß gedacht haben:

    “Ich zeig euch mal, dass die Bundeslade gar nicht gefährlich ist. Ich weiss das, denn sie hat sich jahrelang in unserem Haus befunden und uns ist nichts passiert. Aber vielleicht liegt das daran, dass meine Familie den ganz besonderen Segen Jehovas hat. Ich weiss nicht, warum ihr so eine Angst habt, seht her, es passiert doch nichts”

    Nun, wo mir beim Lesen auffällt, wer Usa eigentlich war, macht die Aussage des Bethelredners erst richtig Sinn. Beim Anhören vom Vortrag war ich eher irritiert und hatte mich gefragt, wie er darauf käme. Da er es nur am Rande erwähnt hatte, hat er es natürlich auch nicht ausführlich erklärt.

    Na klar, der Bruder wußte, wer Usa eigentlich war. Immerhin “müssen” die Betheliten die Bibel einmal im Jahr lesen und wer weiß, wie oft der Bruder das getan haben mag. Wir tun dies nun erst das dritte Jahr in Folge und ich bin immer wieder erstaunt, wie viel Neues mir jedes Jahr wieder auffällt

    Aber genau in dieser Tatsache scheint begründet zu sein, warum sich Usa nicht scheute, die Bundeslade anzufassen und warum Jehova dann auch so heftig reagierte

  31. Juleam 5. April 2011 um 22:22 Link zum Kommentar

    2. Samuel 6:6-7

    Und sie kamen allmählich bis zur Dreschtenne Nachons, und Usa streckte nun [seine Hand] nach der Lade des [wahren] Gottes aus und packte sie, denn die Rinder verursachten nahezu ein Umkippen. 7 Darauf entbrannte Jehovas Zorn gegen Usa, und der [wahre] Gott schlug ihn dort wegen der unehrerbietigen Tat nieder, so daß er dort starb, dicht bei der Lade des [wahren] Gottes.

    In der Lutherbibel lautet ein Kommentar dazu sinngemäß,

    dass Usa scheinbar die Achtung und Wertschätzung für die Lade verloren haben könnte.

    Dadurch, dass sich diese lange Zeit im Hause seines Vaters befunden hatte, könnte sie für ihn etwas normales, selbstverständliches geworden sein. So könnte er die Heiligkeit der Lade aus den Augen verloren haben.

    Außerdem würden heilige Dinge nicht unsere Hilfe benötigen, auch nicht, wenn wir einen guten Beweggrund hätten

  32. Juleam 5. April 2011 um 22:25 Link zum Kommentar

    2. Samuel 6:8-9

    8 Und David wurde zornig wegen der Tatsache, daß Jehova in einem Bruch gegen Usa durchgebrochen war, und jener Ort wurde Perez-Usa genannt bis auf diesen Tag. 9 Und David geriet an jenem Tag in Furcht vor Jehova und begann zu sprechen: „Wie wird die Lade Jehovas zu mir kommen?“

    “David wurde zornig wegen dem Bruch, mit dem Jehova gegen Usa durch gebrochen war”

    David verstand das Ganze ebenso wenig wirklich, wie ich die ganzen Jahre. Ob ihm wohl bekannt war, wer Usa war und dass er der Sohn dessen war, der die Bundeslade jahrelang beherbergt hatte?

    Er war zornig und aufgebracht über die “harte Strafe” Jehovas, die er nicht so ganz verstehen konnte. Es dauerte eine Weile, bis er durch Nachsinnen heraus bekam, warum Jehova hier so hart war.

    Wie reagieren wir, wenn wir etwas nicht verstehen, was Jehova tut?

    Wenden wir uns dann von IHM ab, oder versuchen wir, dahinter zu kommen, warum Jehova so handelt?

    Forschen wir in der Bibel nach? Wissen wir überhaupt, wie wir Antworten finden können? Nutzen wir alle Möglichkeiten, bleiben wir am Ball, bis wir es wirklich verstehen?

    Zeigen wir unseren Kindern, wie sie Antworten von Jehova finden können?

  33. Juleam 5. April 2011 um 22:30 Link zum Kommentar

    2. Samuel 6:16

    Und es geschah, als die Lade Jehovas in die Stadt Davids kam, daß Michal selbst, Sauls Tochter, durchs Fenster hinabblickte und König David hüpfen und sich vor Jehova im Tanz drehen sah; und sie begann ihn in ihrem Herzen zu verachten.

    Wir hatten ja im vergangenen Jahr die Vermutung angestellt, dass Michal deshalb so von David gedacht haben könnte, weil sie lieber wieder bei dem Mann gewesen wäre, mit dem sie die letzten Jahre verheiratet gewesen war.

    In 2. Samuel 3:13-16 lesen wir, dass David die Anweisung gegeben hatte, seine Frau Michal nun zu ihm zu holen. War ihm da bekannt, dass sie bereits von ihrem Vater anderweitig verheiratet worden war?

    es sei denn, du bringst erst Michal, Sauls Tochter, wenn du kommst, um mein Angesicht zu sehen.‘ “ 14 Ferner sandte David Boten zu Isch-Boscheth, dem Sohn Sauls, und ließ sagen: „Gib doch meine Frau Michal her, die ich mir für hundert Philistervorhäute anverlobt habe.“ 15 Da sandte Isch-Boscheth hin und ließ sie von ihrem Mann, von Paltiël, dem Sohn Lajischs, holen. 16 Ihr Mann aber ging unentwegt mit ihr [und] weinte, während er hinter ihr herging bis nach Bahurim. Dann sprach Abner zu ihm: „Geh, kehre um!“ Darauf kehrte er um.

    Warum ließ er sie holen? Hatte er nicht genug Frauen? Warum ließ er sie nicht bei ihrem “Mann”?

  34. Juleam 5. April 2011 um 22:39 Link zum Kommentar

    2. Samuel 8:4

    Und David konnte von ihm eintausendsiebenhundert Reiter und zwanzigtausend Mann Fußvolk gefangennehmen; und David durchschnitt dann allen Wagenpferden die Sehnen, doch ließ er hundert Wagenpferde von ihnen übrig

    “Den Wagenpferden die Sehne durchzuschneiden”

    Was ist damit gemeint? Ist es nicht besonders grausam, Pferde so zu verstümmeln? Heute werden Pferde eingeschläfert, wenn sie lahmen

    Thom hat letztens die Vermutung geäußert, dass damit nicht Sehnen an den Füßen oder Beinen gemeint wären – sondern es könne auch bedeuten, dass die Pferde entmannt wurden und so nicht weiter zur Zucht genutzt werden konnten.

    Könnte dies gemeint sein?

    Ein Querverweis über mehrere Ecken hierzu finden wir in
    5. Mose 17:16:

    Nur sollte er sich die Pferde nicht mehren noch das Volk nach Ägypten zurückgehen lassen, um sich die Pferde zu mehren, da doch Jehova zu euch gesagt hat: ‚Ihr sollt nie wieder auf diesem Weg zurückkehren.‘

    dieser Text unterstützt die Vermutung, dass es um eine Kastration ging und nicht darum, ihnen die Beine unbrauchbar zu machen

    auf der anderen Seite heißt es im Einsichtenbuch auszugsweise:

    Durchschneiden der Sehnen:

    Bei Säugetieren ist die Achillessehne die hintere Sehne über dem Sprunggelenk der Hinterbeine. Durch das Durchschneiden dieser Sehne wird das Tier gelähmt und für die Arbeit oder den Krieg unbrauchbar. Simeon und Levi, die Söhne Jakobs, zeigten ihren Mutwillen, indem sie Stieren die Sehnen durchschnitten — wahrscheinlich als sie Rache an den in Sichem wohnenden Hiwitern übten (1Mo 49:5, 6).

    Wenn die Israeliten Krieg führten, durchschnitten sie den erbeuteten Pferden die Sehnen; einmal befahl Jehova Josua ausdrücklich, das zu tun (Jos 11:6, 9; 2Sa 8:3, 4; 1Ch 18:3, 4). Das war die einfachste Methode, Pferde kampfunfähig zu machen, und nachdem sie so untauglich geworden waren, wurden sie zweifellos getötet und beseitigt wie auch die Kriegswagen. Dadurch, daß sich die Israeliten die Pferde ihrer Feinde nicht aneigneten, um sie für den Krieg zu gebrauchen, wurden sie vor der Schlinge bewahrt, sich auf Pferde zu verlassen, anstatt bei Jehova Schutz zu suchen. (Vgl. 5Mo 17:16; Jes 31:1, 3.)

    hmmm….

  35. Juleam 6. April 2011 um 22:43 Link zum Kommentar

    2. Samuel 9 – 12

    2. Samuel 11:15

    So schrieb er im Brief und sagte: „Stellt Uria vor den heftigsten Ansturm der Schlacht hin, und ihr sollt euch hinter ihm zurückziehen, und er soll niedergeschlagen werden und sterben.“

    “Stell Uria an vorderster Front und lass ihn da allein auf sich gestellt” – War dies nicht ein Auftrag zum Mord?

    Warum spielte der Heeroberste dabei wortlos mit?

  36. Juleam 6. April 2011 um 22:45 Link zum Kommentar

    2. Samuel 12:14

    Dessenungeachtet wird, weil du durch diese Sache ohne Zweifel Jehova gegenüber respektlos gehandelt hast, auch der Sohn, der dir eben geboren worden ist, ganz bestimmt sterben.“

    “Darum muss das Kind, dass Bathseba von dir erwartet, sterben”

    Auge um Auge, Zahn um Zahn und Leben für Leben. Aber warum mußte das ungeborene Kind für etwas leiden, wofür es gar nicht kann?

  37. Juleam 7. April 2011 um 22:49 Link zum Kommentar

    2. Samuel 13 – 15

    Kapitel 13: Tamar und Amnon – eine Liebesgeschichte?

    2. Samuel 13:3

    Nun hatte Amnon einen Gefährten, dessen Name Jonadab war, den Sohn Schimeas, des Bruders Davids; und Jonadab war ein sehr weiser Mann.

    “Der Gefährte war sehr weise” – war er das wirklich?

    Beschwor er nicht mit seinem “weisen Rat” jede Menge Unheil herauf? Bereitete er damit nicht den Weg zu einer Vergewaltigung oder im günstigsten Fall zu Hurerei?

    Was war dies für ein “weiser Mann”?

    In der Luther-Bibel heißt es, er sei “ein sehr erfahrener Mann”, was schon eher zutrifft. Er wußte wohl, wie man eine Frau dazu bekommt, sich zu ihm zu legen. Aber weise war sein Rat wahrlich nicht. Zu schrecklich sind hinterher die Folgen.

    Ob sich Jonadab später schuldig fühlt, als er sieht, welches Leid daraus resultierte?

  38. Juleam 7. April 2011 um 22:53 Link zum Kommentar

    2. Samuel 13:12-13

    12 Sie aber sagte zu ihm: „Nein, mein Bruder! Erniedrige mich nicht; denn so zu tun, ist man in Israel nicht gewohnt. Tu doch diese schändliche Torheit nicht. 13 Und ich — wohin soll ich meine Schmach gehen lassen? Und du — du wirst einem der Unverständigen in Israel gleich werden. Und nun rede bitte zum König; denn er wird mich dir nicht verweigern.“

    Tamar bittet ihren Bruder, den richtigen, den gottgefälligen Weg zu gehen. Warum tut er dies nicht?

    Zu Anfang des Kapitels heißt es, er würde seine Schwester Tamar aus tiefsten Herzen lieben und könne ihr nichts zu leide tun. Da die beiden “nur” Halbgeschwister waren, hätte David ihnen und ihrer Ehe seinen Segen gegeben und alles wäre seinen richtigen Lauf gegangen, alles hätte seine Ordnung gehabt.

    Warum ging Amnon nicht darauf ein?

    Und er wollte nicht auf ihre Stimme hören, sondern überwältigte sie und erniedrigte sie und lag bei ihr.

    Könnte man daraus schließen, dass er Tamar nie wirklich geliebt hatte, sondern nur seinen Sexualtrieb befriedigen wollte?

    Hoppla, was lese ich denn da in den Querverweisen?:

    3. Mose 18:9
    Was die Blöße deiner Schwester, der Tochter deines Vaters oder der Tochter deiner Mutter, betrifft, ob in derselben Hausgemeinschaft oder außerhalb derselben geboren, du sollst ihre Blöße nicht aufdecken.

    3. Mose 18:29
    Falls irgend jemand irgendwelche von all diesen Abscheulichkeiten tut, dann sollen die Seelen, die sie tun, von den Reihen ihres Volkes abgeschnitten werden.

    ok, er hätte keine Chance bei seinem Vater gehabt, denn sie alle hatten David als Vater…

  39. Juleam 7. April 2011 um 22:58 Link zum Kommentar

    2. Samuel 13:9-17

    aber Amnon weigerte sich zu essen und sprach: „Laßt jedermann von mir hinausgehen!“ Dann ging jedermann von ihm hinaus.

    10 Amnon sagte nun zu Tamar: „Bring das Brot der Tröstung in die Innenkammer, damit ich als Kranker es aus deiner Hand nehme.“ Da nahm Tamar die herzförmigen Kuchen, die sie gemacht hatte, und brachte sie zu ihrem Bruder Amnon hinein in die Innenkammer. 11 Als sie nahe zu ihm herankam, damit er esse, packte er sie sogleich und sprach zu ihr: „Komm, leg dich zu mir, meine Schwester.“ 12 Sie aber sagte zu ihm: „Nein, mein Bruder! Erniedrige mich nicht; denn so zu tun, ist man in Israel nicht gewohnt. Tu doch diese schändliche Torheit nicht. 13 Und ich — wohin soll ich meine Schmach gehen lassen? Und du — du wirst einem der Unverständigen in Israel gleich werden. Und nun rede bitte zum König; denn er wird mich dir nicht verweigern.“ 14 Und er wollte nicht auf ihre Stimme hören, sondern überwältigte sie und erniedrigte sie und lag bei ihr. 15 Und Amnon begann sie mit sehr großem Haß zu hassen, denn der Haß, mit dem er sie haßte, war größer als die Liebe, mit der er sie geliebt hatte, so daß Amnon zu ihr sprach: „Steh auf, geh weg!“ 16 Darauf sagte sie zu ihm: „Nein, mein Bruder, denn diese Schlechtigkeit, mich wegzusenden, ist größer als die andere, die du mir angetan hast!“ Und er wollte nicht auf sie hören.

    17 Darauf rief er seinen Bediensteten, der ihm aufwartete, und sprach: „Sende bitte diese Person von mir weg, nach draußen, und verschließ die Tür hinter ihr.“

    Ähnlichkeiten zwischen Amnon und seinem Vater David sind durchaus erkennbar:

    David sah Bathseba zufällig beim Baden und entbrannte in “sinnloser” Leidenschaft. Denn auch er trachtete nur danach, die Leidenschaft zu ihr zu befriedigen – ohne einen Gedanken an das Danach zu verschwenden. Er wußte bereits, bevor er den Befehl erteilte, sie holen zu lassen, dass sie die Frau eines anderen war und als König von Gottes Volk wußte er sehr wohl, dass Jehova Ehebruch hasst.

    In dem Drama “Haltet euren Sinn auf die Dinge droben gerichtet” beginnt das ganze damit, dass er selbst sich darüber aufregt, dass zwei aus seinem Volk Ehebruch begangen haben. In seiner gerechten Entrüstung sagt er, es sei Recht, dass sie für dieses Vergehen zu Tode gesteinigt worden sind. Während er noch mit seinem Diener redet, sieht er Bathseba beim Bade und entflammt vor Leidenschaft. Auf seine Nachfrage erfährt er sofort, dass sie verheiratet ist, aber er muss einfach haben und nimmt sie sich letztendlich. Ob die Frau das ebenso wie er gewollt hat, sagt die Bibel nicht. In dem Drama benötigt er eine Menge an Überredungskunst. Er muss sie einfach haben. Danach scheint auch er die Frau weggeschickt zu haben, denn als nächstes erfahren wir, dass sie zu ihm kommt in sein Haus und ihm mitteilt, dass sie schwanger Sie. Erst jetzt scheint er sich Gedanken zu machen, was er eigentlich getan hat und überlegt erst einmal, wie er sich aus der Affäre ziehen kann.

    Hierin gleichen sich wohl Vater und Sohn. Nur das Ende ist etwas anderes, denn David der Vater steht zu seiner Verantwortung und heiratet die Frau und später heißt es sogar, dass er sie liebt.

    Ist es da wirklich verwunderlich, was Amnon tat? Immerhin hatte sich die Sache mit David und Bathseba letztendlich doch zum Guten gewandt – oder?

  40. Juleam 7. April 2011 um 23:07 Link zum Kommentar

    Ebenso wie bei Davids Hurerei mit Bathseba hat das Fehlverhalten von Amnon auch fatale Folgen:

    Er selbst hasst die Frau, die er zuvor noch mit großer Innigkeit geliebt hatte, so sehr, dass er liebes krank war.

    2. Samuel 13:15

    15 Und Amnon begann sie mit sehr großem Haß zu hassen, denn der Haß, mit dem er sie haßte, war größer als die Liebe, mit der er sie geliebt hatte, so daß Amnon zu ihr sprach: „Steh auf, geh weg!“

    Tamar zerbricht an der Schmach. Ob sie ihren Bruder ebenfalls liebte und nun deshalb an seiner Zurückweisung zerbricht, der ob es die Demütigung ist, weil sie sich mißbraucht fühlte, wird nicht gesagt. Nur, dass sie letztendlich daran zerbrochen ist.

    2. Samuel 13:19-20

    Da tat Tamar Asche auf ihr Haupt, und das gestreifte lange Gewand, das sie anhatte, zerriß sie; und ihre Hände hielt sie auf ihren Kopf gelegt und ging dann davon und schrie, während sie ging.

    20 Darauf sagte Absalom, ihr Bruder, zu ihr: „Ist etwa Amnon, dein Bruder, bei dir gewesen? Und nun, meine Schwester, schweig still. Er ist dein Bruder. Richte dein Herz nicht auf diese Sache.“ Und Tamar begann im Haus Absaloms, ihres Bruders, zu wohnen, während sie vom Umgang [mit anderen] ferngehalten wurde.

    Ihr Bruder Absalom ist entsetzt über das, was Amnon seiner Schwester angetan hat und bringt den Mann um, der seine Schwester geschändet hatte.

    2. Samuel 13:28-29

    Dann gebot Absalom seinen Bediensteten, indem [er] sprach: „Seht bitte zu, sobald Amnons Herz vom Wein in froher Stimmung ist und ich gewiß zu euch sagen werde: ‚Schlagt Amnon nieder!‘, daß ihr ihn dann bestimmt zu Tode bringt. Fürchtet euch nicht. Habe nicht ich selbst es euch geboten? Seid stark, und erweist euch als tapfere Männer.“ 29 Und Absaloms Bedienstete gingen daran, mit Amnon so zu tun, wie es Absalom geboten hatte; und alle anderen Söhne des Königs begannen sich zu erheben und jeder sein Maultier zu besteigen und die Flucht zu ergreifen.

    Eigentlich eine wohl verdiente Strafe. Wir erinnern uns?: im Gesetz ist für so einen Fall vorgesehen, dass der Mann die Frau heiraten und ihr Leben lang für diese sorgen soll. Wäre sie bereits einem anderen versprochen gewesen, hätte er die Todesstrafe erhalten.

    David verstösst Absalom, weil dieser seinen Bruder umgebracht hat. Wußte der Vater, was Amnon seiner Schwester angetan hatte und warum Absalom so heftig reagiert hatte?

    2. Samuel 13:37-38

    Was Absalom betrifft, so eilte er weg, um zu Talmai, dem Sohn Ammihuds, dem König von Geschur, zu gehen. Und [David] trauerte weiter um seinen Sohn alle Tage. 38 Was Absalom betrifft, er eilte weg und begab sich nach Geschur; und er blieb drei Jahre dort.

    Letztendlich macht Absalom seinem Vater den Thron streitig und kommt später deshalb selbst zu Tode.

    Alles Ereignisse, die aus diesem Mißbrauch heraus resultierten!

    Wie schade, dass Amnon nicht aus dem Fehler seines Vaters mit Bathseba gelernt hatte – wobei dieser ja auch falsch handelte, obwohl er direkt davor einen anderen wegen der gleichen Sache verurteilt hatte.

    Was lernen wir daraus?

    Unterschätzen wir niemals die geschlechtliche Anziehungskraft!

  41. Juleam 7. April 2011 um 23:11 Link zum Kommentar

    2. Samuel 13:33-36

    Amnon allein ist es, der gestorben ist.“

    34 Inzwischen eilte Absalom weg. Später erhob der junge Mann, der Wächter, seine Augen und sah, und siehe, es kamen viele Leute vom Weg her hinter ihm an der Seite des Berges. 35 Da sprach Jonadab zum König: „Siehe! Die Söhne des Königs sind hereingekommen. Übereinstimmend mit dem Wort deines Knechtes, so ist es geschehen.“ 36 Und es geschah, sobald er ausgeredet hatte, siehe, da kamen die Söhne des Königs ihrerseits herein, und sie begannen ihre Stimme zu erheben und zu weinen; und auch der König und alle seine Diener brachen in sehr großes Weinen aus.

    “Und der König und alle weinten”

    Wenn ihnen doch bekannt war, warum Amnon zu Tode gekommen war (Vers 33), warum dann die große Trauer um ihn?

    Jonadab jedoch, der Sohn Schimeas, des Bruders Davids, antwortete und sprach: „Mein Herr denke nicht, daß sie alle jungen Männer, die Söhne des Königs, zu Tode gebracht haben, denn Amnon allein ist gestorben, denn auf den Befehl Absaloms hin ist es geschehen als etwas, was seit dem Tag bestimmt ist, an dem er seine Schwester Tamar erniedrigt hat.

    Im Gegensatz dazu wird bei Tamar nur von David und Absalom gesagt, dass er entsetzt war. Warum dieser Unterschied hier?

    Jonadab sagte doch dem Vater, dass der Tod Amnons nur eine Frage der Zeit gewesen war, seit dieser seine Schwester erniedrigt hatte. Darüber wußten doch scheinbar alle aus der Familie Bescheid.

    Warum dann tiefe Trauer und nicht die Reaktion, dass nun der Schwester Genugtuung widerfahren sei?

  42. Juleam 7. April 2011 um 23:13 Link zum Kommentar

    2. Samuel 14:27

    Und es wurden Absalom drei Söhne und eine Tochter geboren, deren Name war Tamar. Sie wurde eine Frau von überaus schönem Aussehen.

    Die Tochter Absaloms wurde Tamar genannt – ein Zufall?

    War dies damals ein gängiger Name, wie heute in katholischen Landstrichen der Name “Maria”?

    Oder wollte er damit ein Zeichen setzen und seiner geliebten Schwester Ehre erweisen, die er als Verbannter nicht sehen durfte und die er schmerzlich vermißte?

  43. Juleam 7. April 2011 um 23:20 Link zum Kommentar

    2. Samuel 14:21-24

    Darauf sprach der König zu Joab: „Sieh nun, ich werde diese Sache bestimmt tun. Geh also, bring den jungen Mann Absalom zurück.“ 22 Darauf fiel Joab auf sein Angesicht zur Erde und verneigte sich und segnete den König; und Joab sagte weiter: „Heute erkennt dein Knecht wirklich, daß ich Gunst in deinen Augen gefunden habe, o mein Herr und König, weil der König auf das Wort seines Knechtes hin gehandelt hat.“ 23 Damit erhob sich Joab und ging nach Geschur und brachte Absalom nach Jerusalem. 24 Indes sprach der König: „Er wende sich zu seinem eigenen Haus, doch mein Angesicht darf er nicht sehen.“ Da wandte sich Absalom zu seinem eigenen Haus, und das Angesicht des Königs sah er nicht.

    Absalom versuchte jahrelang, seinen Vater, den König zu sehen. Immer wieder vergebens.

    2. Samuel 14:28-29, 32

    28 Und Absalom wohnte zwei volle Jahre ununterbrochen in Jerusalem, und das Angesicht des Königs sah er nicht. 29 Da sandte Absalom hin zu Joab, um ihn zum König zu senden, und er wollte nicht zu ihm kommen.

    Da sprach Absalom zu Joab: „Siehe! Ich sandte zu dir und ließ sagen: ‚Komm hierher, und laß mich dich zum König senden und sagen: „Warum bin ich von Geschur hergekommen? Es wäre für mich besser, daß ich noch dort wäre. Und jetzt, laß mich das Angesicht des Königs sehen, und wenn irgendein Vergehen an mir ist, dann soll er mich zu Tode bringen.“ ‘ “

    Ob dies der Grund war, warum er seinem Vater später den Thron streitig macht?

    Immerhin muss ihm das Verhalten seines Vaters sehr ungerecht vorgekommen sein

  44. Juleam 7. April 2011 um 23:22 Link zum Kommentar

    2. Samuel 15:2-6

    Und Absalom machte sich früh auf und stellte sich an die Seite des Weges zum Tor. Und es geschah, wenn irgendein Mann einen Rechtsfall hatte, der zum König vor Gericht kommen sollte, so rief Absalom ihn jeweils und sprach dann: „Aus welcher Stadt bist du?“, und er sagte gewöhnlich: „Aus einem der Stämme Israels ist dein Knecht.“ 3 Und Absalom sprach jeweils zu ihm: „Siehe, deine Sachen sind gut und gerade; aber da ist keiner von der Seite des Königs, der dir Gehör schenkt.“ 4 Und gewöhnlich sagte Absalom weiter: „O daß ich zum Richter eingesetzt wäre im Land, damit jedermann zu mir kommen könnte, der einen Rechtsfall oder eine Rechtssache hat! Dann würde ich ihm bestimmt zum Recht verhelfen.“

    5 Auch geschah es, wenn ein Mann herantrat, um sich vor ihm niederzubeugen, daß er seine Hand ausstreckte und ihn ergriff und ihn küßte. 6 Und Absalom tat desgleichen fortgesetzt an allen Israeliten, die jeweils zum König vor Gericht kamen; und Absalom stahl fortwährend das Herz der Männer Israels.

    Absalom wirbt die Leute ab. Wir erleben ihn hier als eifersüchtig und intrigant. Wir sollen ein negatives Gefühl für ihn bekommen.

    Aber ist sein Verhalten nicht auch verständlich, nach allen Ungerechtigkeiten, die er die Jahre zuvor erlebt hatte?

    Sicherlich gibt uns solches Erleben nicht das Recht, nun ebenfalls Böses mit Bösen zu vergelten – aber verständlich ist sein Verhalten schon

  45. EW 08.06.1985am 7. April 2011 um 23:26 Link zum Kommentar

    Junge Leute fragen sich:
    Können ein Junge und ein Mädchen „einfach nur Freunde“ sein?

    SCOTT und Kelly behaupten, in ihrer Freundschaft würde Verliebtheit keine Rolle spielen. Kelly, ein junges Mädchen, meint: „Scott ist entschieden mein bester Freund — mit ihm will ich meine Zeit verbringen, und ihm kann ich vertrauen. Ich erzähle ihm Dinge, die mir wichtig sind.“

    Freundschaften zwischen einem Jungen und einem Mädchen sind ganz und gar nicht ungewöhnlich. Die Zeitschrift Seventeen führte unlängst eine Umfrage durch, bei der 65 Prozent der befragten Mädchen sagten, sie seien mit einem Jungen befreundet. Eine andere Umfrage ergab, daß 625 Teenager es für wichtiger hielten, „mit jemandem vom anderen Geschlecht befreundet zu sein“, als „mit jemandem zu gehen“.

    Warum sind Freundschaften zwischen einem Jungen und einem Mädchen „in“? Das Buch Adolescence erklärt: „Im frühen Stadium der Pubertät schließen Jungen und Mädchen eher Freundschaften mit ihresgleichen. Doch wenn sie die körperlichen Veränderungen, die die Geschlechtsreife mit sich bringt, bewältigt haben und sicherer werden, suchen sie sich Freunde beiderlei Geschlechts.“

    Einige Jugendliche gehen allerdings einen Schritt weiter. Sie sind nicht nur nett und freundlich zum anderen Geschlecht, sondern sie schließen enge Freundschaften, die, wie sie oft behaupten, rein „platonisch“ sind. Wie kommt das? Der 17jährige Gregory behauptet: „Es ist für mich leichter, mit Mädchen zu sprechen, weil sie im allgemeinen mitfühlender und sensibler sind. Wenn sie eine Schwäche an einem entdecken, hacken sie nicht auf einem herum.“ Die 17jährige Cyndi spricht ähnlich von ihrem Freund: „Ich kann ihm alles sagen. Einer Freundin kann man vieles erzählen, aber irgendwie finden die andern heraus, was man ihr anvertraut hat.“ Andere Jugendliche behaupten, solche Freundschaften würden ihnen helfen, eine ausgewogenere Persönlichkeit zu entwickeln.

    Ist aber der Wunsch nach einer ausgewogenen Persönlichkeit oder nach einer Vertrauensperson der Hauptgrund, warum Freundschaften zwischen Jungen und Mädchen geschlossen werden?

    „Verräterischer als sonst irgend etwas“

    Die Bibel sagt in Jeremia 17:9: „Das Herz ist verräterischer als sonst irgend etwas und ist heillos. Wer kann es kennen?“ Ja, es ist oft schwer, die eigenen Gefühle wirklich zu verstehen und zu wissen, warum man etwas Bestimmtes tut. Jugendliche behaupten vielleicht, daß ihre enge Freundschaft zu jemandem vom anderen Geschlecht harmlos sei, doch offensichtlich erkennen sie oft selbst nicht die wahren Beweggründe. „Wenn ich Probleme habe“, gibt ein junges Mädchen namens Birgit zu, „habe ich wirklich den Wunsch, mich an einer Schulter auszuweinen, bei jemandem, der mich anders versteht als meine Eltern und mit dem ich Körperkontakt haben kann.“ „Für mich ist es wichtig, jemand zu haben, mit dem ich mich eng verbunden fühle“, sagt der 17jährige Scott. „Das gibt mir das Gefühl, daß sich jemand um mich kümmert“, erklärt Debbie. Und ein junger Mann sagt: „Alle haben jemand, nur ich fühle mich allein.“

    Hinter vielen sogenannten Freundschaften steckt daher in Wirklichkeit Verliebtheit oder der Wunsch, von einem Jungen oder einem Mädchen beachtet zu werden, ohne eine Verpflichtung einzugehen.

    Ist es denn falsch, Freunde zu haben?

    Das nicht. In Sprüche 18:24 heißt es: „Es gibt Gefährten, die bereit sind, einander zu zerschlagen, aber da ist ein Freund, der anhänglicher ist als ein Bruder.“ Das hebräische Wort, das hier mit „Gefährte“ wiedergegeben wird, kann sich auf einen persönlichen Freund beziehen, dem man Vertrauliches mitteilt und mit dem man sich verbunden fühlt. Kein Wunder, daß die Bibel sagt: „Ein wahrer Gefährte liebt allezeit und ist ein Bruder, der für die Zeit der Bedrängnis geboren ist“ (Sprüche 17:17).

    Haben Gottes Diener in biblischer Zeit aber unter dem anderen Geschlecht nach solchen Gefährten gesucht? Denke an die Tochter Jephthas. Hat sie sich an der Schulter eines engen Freundes ausgeweint, als sie wegen des Gelübdes, das ihr Vater abgelegt hatte, traurig war? Ganz im Gegenteil! Sie sagte zu ihrem Vater: „Laß mich gehen . . ., und laß mich meine Jungfrauschaft beweinen, ich und meine Gefährtinnen“ (Richter 11:37). Beachte auch Jesu Gleichnis von der verlorenen Drachme. Mit wem würde die Hausfrau ihre Freude teilen, wenn sie die Münze schließlich finden würde? Jesus sagte: „Und wenn sie sie gefunden hat, ruft sie ihre Freundinnen“ (Lukas 15:9). König David ist ein weiteres Beispiel. Ein Mann namens Chuschai war als „Davids Gefährte“ bekannt (2. Samuel 15:37).

    Das soll nicht heißen, daß Freundschaften mit dem anderen Geschlecht verboten waren. Der Apostel Paulus zum Beispiel, ein unverheirateter Mann, war mit einigen Christinnen befreundet. (Siehe Römer 16:1, 3, 6, 12.) Als er an die Philipper schrieb, erwähnte er zwei Frauen, ‘die für die gute Botschaft Seite an Seite mit ihm gestritten haben’ (Philipper 4:3). Auch Jesus Christus war in dieser Hinsicht ausgeglichen und pflegte Freundschaften mit dem anderen Geschlecht, die zuträglich waren. Die Bibel sagt in Johannes 11:5: „Jesus nun liebte Martha und ihre Schwester.“ Bei zahlreichen Gelegenheiten freute er sich über die Gastfreundschaft dieser Frauen und unterhielt sich gern mit ihnen (Lukas 10:38, 39).

    Kannst du dir aber vorstellen, daß Jesus lange, romantische Spaziergänge mit Maria oder Martha machte? Bestimmt nicht. Obwohl zwischen Jesus und diesen Frauen echte Zuneigung bestand, wahrten sie Distanz. Zudem waren Jesus und Paulus Erwachsene, die ihre Gefühle und Emotionen beherrschen konnten. Sie waren keine gefährdeten Jugendlichen, die jemand brauchten, um vor einem Fehler bewahrt zu werden.

    „Mit vielen Problemen belastet“

    In dem Buch The Challenge of Being Single wird behauptet: „Entgegen der populären Mythologie sind platonische Freundschaften in der Tat möglich.“ Natürlich ist es auch „möglich“, einen Flugzeugabsturz zu überleben. Die Frage ist: Wie zuträglich oder weise ist es, eine enge Freundschaft mit jemandem vom anderen Geschlecht zu schließen? Weise ist es bestimmt nicht. Eine in der Sowjetunion durchgeführte Studie ergab, daß Freundschaften mit dem anderen Geschlecht „mit vielen Problemen belastet sind“. Warum?

    Zum einen ist der Geschlechtstrieb sehr stark. Als junger Mensch lernst du gerade erst, ihn zu beherrschen. Es kann sein, daß der Sex zur Zeit in einer Freundschaft zwischen einem Jungen und einem Mädchen keine Rolle spielt. Doch wird das auch später der Fall sein? Interessanterweise wurden bei der obenerwähnten Studie die Jugendlichen gefragt: „Ist deiner Meinung nach eine Freundschaft zwischen einem Jungen und einem Mädchen möglich, ohne daß sie ineinander verliebt sind?“ Mit Ja antworteten 75 Prozent. „Mit den Jahren jedoch“, so stellten die Forscher fest, „mehren sich die Zweifel in dieser Hinsicht, denn mehr als die Hälfte der . . . [älteren Jungen] verneinten die Frage.“ Vielleicht können einige Jugendliche die weisen Worte aus Sprüche 6:27 aus eigener Erfahrung bestätigen: „Kann ein Mann Feuer in seinem Busen zusammenscharren, ohne daß seine Kleider verbrannt werden?“

    Ein Jugendlicher namens Wayne erklärt zum Beispiel: „Einige Jugendliche, die ich kenne, haben ,Ausgeh‘-Partner. Sie können gut zusammen tanzen oder geben ein schönes Paar ab. Es beginnt damit, daß sie gute Freunde sind, die Vertrauen zueinander haben. Aber dann fangen sie an, immer mehr Zeit gemeinsam zu verbringen. Andere schließen daraus, daß sie ,miteinander gehen‘, und schließlich tun sie das auch.“ Doch „miteinander zu gehen“, wenn man noch nicht reif für die Ehe ist, ist ein sicherer Weg, sich zu „verbrennen“. Es können starke Gefühle und Wünsche geweckt werden, die nicht befriedigt werden können. Die Folge? Frustration oder Unsittlichkeit.

    Andere Jugendliche „verbrennen“ sich, wenn die Verliebtheit nur einseitig besteht. Die Bibel spricht von einem jungen Mann namens Amnon, der sich in seine Halbschwester Tamar „verliebte“, wohingegen sie seine Gefühle nicht erwiderte. Die Bibel sagt: „Und Amnon war in einer solchen Bedrängnis, daß er sich Tamars, seiner Schwester, wegen krank fühlte“ (2. Samuel 13:1, 2). Es gibt keinen Hinweis darauf, daß Tamar Amnon in irgendeiner Hinsicht ermutigte. Möchtest du aber für einen solchen Aufruhr der Gefühle verantwortlich sein oder ihn durchmachen? Eine zu enge Freundschaft zwischen einem Jungen und einem Mädchen kann verhängnisvolle Folgen haben.

    ‘Entferne Verdruß’

    Salomo riet jungen Leuten: „Entferne . . . Verdruß aus deinem Herzen, und halte dir Unglück vom Fleische fern“ (Prediger 11:10). Sei freundlich zum anderen Geschlecht, aber laß gebührende Vorsicht walten. Beschränke solche Freundschaften auf ein vernünftiges Maß. Sonst kann es zu Verdruß kommen.

  46. Juleam 8. April 2011 um 12:36 Link zum Kommentar

    hab ich noch zu Tamar und warum sie vielleicht so genannt wurde, im Einsichtenbuch gefunden:

    2. Eine schöne Tochter König Davids und eine Schwester Absaloms (1Ch 3:9; 2Sa 13:1).
    Amnon, ihr ältester Halbbruder, verliebte sich in sie, und durch eine List gelang es ihm, sie zu vergewaltigen, obwohl sie sich wehrte. Absalom tröstete sie und nahm sie in sein Haus auf. Zwei Jahre später rächte er Tamar, indem er Amnon ermorden ließ (2Sa 13:1-33).

    3. Tochter Absaloms, wahrscheinlich nach ihrer Tante (Nr. 2) benannt (2Sa 14:27).
    Sie war — wie ihr Vater — von anziehender Erscheinung. Vielleicht hat sie Uriel geheiratet, dann wäre sie die Mutter Maachas, der Lieblingsfrau Rehabeams gewesen (2Ch 11:20, 21; 13:1, 2).

  47. Juleam 8. April 2011 um 22:19 Link zum Kommentar

    2. Samuel 16 – 18

    2. Samuel 16:10-11

    Aber der König sprach: „Was habe ich mit euch zu schaffen, ihr Söhne der Zeruja? So laßt ihn Übles herabrufen, denn Jehova selbst hat zu ihm gesagt: ‚Rufe Übles auf David herab!‘ Wer also sollte sagen: ‚Warum hast du so getan?‘?“ 11 Und David sprach weiter zu Abischai und all seinen Dienern: „Seht, mein eigener Sohn, der aus meinem eigenen Innern hervorgegangen ist, trachtet mir nach der Seele; und wieviel mehr jetzt ein Benjaminiter! Laßt ihn, damit er Übles herabruft, denn Jehova hat so zu ihm gesprochen!

    Davids Reaktion auf die Beschimpfungen: Hier hört er sich sehr entmutigt an. Er ist ins tiefste Mark getroffen, weil ihm Personen, die ihm nahe stehen, in den Rücken fallen. Damit hatte er nicht gerechnet.

    Eine verständliche Reaktion, denn eigentlich rechnet niemand mit Feindschaft und Verrat aus der eigenen Familie.

    Leider ist es heute oftmals ebenso, z.B. wenn Frauen ihren Mann verlassen, um sich selbst zu verwirklichen, “denn Jesus sagte, ich solle meinen Nächsten lieben, dazu muss ich erstmal mich selbst lieben”. Damit nicht genug wird ein Scheidungskrieg angezettelt, es werden Argumente an den Haaren herbei gezogen, warum der Ex die Kinder nicht mehr sehen darf und zum Schluß wollen diese nichts mehr mit dem Vater zu tun haben, weil in ihrem neuen Zuhause Stimmung gegen ihn gemacht wird. Dies ganze geht natürlich auch andersherum: der Mann verliebt sich in eine jüngere hübschere Frau und verläßt die Familie und ist in der neuen Beziehung so eingespannt, dass er die Kinder darüber vernachlässigt.

    Wie mögen sich hier der verlassene Ehemann oder die betrogene Ehefrau fühlen? Wie geborgen und geliebt wohl die Kinder – in beiden Fällen?

    Interessant, was am Anfang im alten Familienbuch dazu gesagt wird:

    Über die Bedeutung der Familieneinrichtung lesen wir in dem Werk The World Book Encyclopedia (1973):

    „Die Familie ist die älteste Institution des Menschen. In vieler Hinsicht ist sie die wichtigste. Sie ist die grundlegendste Einheit der Gesellschaft. Ganze Zivilisationen haben überlebt oder sind verschwunden, je nachdem, ob die Familien stark oder schwach waren.“

    weiter heißt es dort über die Geschichte der Menschheit:

    Was die Geschichte über die Bedeutung der Familie lehrt, verdient ernsthafte Beachtung. Im zweiten Band seiner Geschichte der Zivilisation beschreibt der Historiker Will Durant den Zusammenbruch der Familie im alten Griechenland und sagt, daß „der Hauptgrund der Eroberung Griechenlands durch Rom der Zerfall der griechischen Zivilisation von innen war“ (1947, S. 760). Er zeigt dann weiter, daß die Stärke Roms die Familie war, doch als die Familieneinrichtung wegen sexueller Unmoral und Perversion zugrunde ging, ging auch das Reich zugrunde.

    Wenn wir uns näher mit Jehovas Ansicht über Familie und Ehe beschäftigen, kommen wir zu dem Punkt, dass Personen die so handeln, wie eine Frau, die sich einfach trennt oder ein untreuer Ehemann, der sich eine jüngere sucht, nicht mehr das Wohlgefallen Jehovas haben. Die Erfahrung zeigt, dass die Trennung, ebenso wie der Ehebruch, nur ein äußeres Symptom dessen ist, dass derjenige sich bereits seit einiger Zeit von Jehova abgewandt hat.

    Ebenso wie Davids Sohn Absalom eine längere Entwicklung durchmachte. Im Einsichtenbuch heißt es, er habe sich seit der Sache mit Tamar in einem Hass gegen seinen Bruder Amnon reingesteigert, der sich in dem Mord Luft machte. Aber es war nicht genug, denn sein Herz war durch diesen Hass nach und nach vergiftet worden, er hat hinterher nicht mehr klar und vernünftig sehen können und daher wohl dann auch seine Auflehnung gegen seinen Vater.

    Auch wenn David wusste, dass die Auflehung seines Sohnes gegen ihn auch gleichzeitig eine Auflehung gegen Jehova war, so war dies sicherlich nicht sonderlich tröstlich in diesem Moment.

    Ebenso, wie Eltern tiefen Schmerz empfinden, wenn sich Kinder von ihnen und Jehova abwenden. Es ist nicht wirklich tröstlich zu wissen, dass sie sich in Wirklichkeit gegen Jehova auflehnen, denn dies hat ja noch viel größere Konsequenzen – denn ihr Verhältnis zu Jehova und somit ihr Geistiggesinntsein und ihr ewiges Leben ist in Gefahr. Dies alles ist um vieles Schlimmer, als dass die Kindern sich von ihnen als Eltern, als Person abwenden

  48. Juleam 8. April 2011 um 22:41 Link zum Kommentar

    2. Samuel 16:17

    Darauf sprach Absalom zu Huschai: „Ist das deine liebende Güte gegenüber deinem Gefährten? Warum bist du nicht mit deinem Gefährten gegangen?“

    “Warum bist du nicht?”

    Die Antwort ist sehr aufschlußreich:

    Da sprach Huschai zu Absalom: „Nein; sondern wen Jehova erwählt hat und auch dieses Volk und alle Männer Israels, dem werde ich gehören, und bei ihm werde ich wohnen.

    Huschei lässt sich durch die Stimmungsmache nicht beeinflussen. Er hält sich ganz eng an die Maßstäbe Jehovas.

    Er lässt sich nicht manipulieren und selbst, wenn er vielleicht die Argumente und das Handeln Absaloms gut verstehen und auch nachvollziehen kann, so ist ihm in erster Linie wichtig, wie Jehova darüber denkt. Und in dieser Hinsicht ist die Sache ganz klar:

    Jehova hatte David als König eingesetzt und solange Jehova dies nicht ändert, bleibt David für ihn der König und solange wird er ihm auch den nötigen Respekt erweisen.

    Ein sehr gutes Beispiel für uns heute!

    Wie reagieren wir, wenn wir sehen, dass eine Schwester ihren Mann verläßt? Sie mag für sich selbst gute Gründe haben, vielleicht fühlte sie sich vernachlässigt und wir können sie ja so gut verstehen, denn wir wissen selbst, wie schmerzhaft sowas sein kann. Wie reagieren wir nun? Ist uns klar, dass dies kein Grund für Jehova ist und dass sie Jehova mit ihrem Verhalten kränkt und sein Wohlgefallen verliert, wenn sie nicht wieder zu ihrem Mann zurückkehrt?

    Wie reagieren wir, wenn ein Jugendlicher sich lautstark über seine Eltern aufregt, weil diese ihm etwas verwehren, was er selbst unbedingt will? Wir können ihn ja nur zu gut verstehen, denn auch wir würden lieber die Schule abbrechen, wenn uns das Lernen grad schwert fällt, weil wir einen Freund haben, obwohl wir nicht einmal im heirratsfähigen Alter sind und diese Beziehung unsere ganze Kraft und Aufmerksamkeit fordert. Ja, wir können ihn so gut verstehen – aber ist sein Handeln deshalb richtig? Würden wir ihn in dem verkehrten Tun unterstützen?

    In beiden Fällen gibt es Maßstäbe Jehovas:

    Jehova hat den Mann als Haupt seiner Frau eingesetzt und die Ehe ist heilig. Es gibt nur einen einzigen Scheidungsgrund: Hurerei. Bei der Schwester ist nicht einmal Leben oder ihr Geistiggesinntsein in Gefahr. Im Gegenteil: sie selbst bringt beides vor Jehova in Gefahr!

    Auch bei dem Jugendlichen ist es ähnlich: Jehova hat die Eltern über die Kinder gesetzt. Sie sollen die Entscheidungen treffen, die weitreichende Auswirkungen haben. Der Jugendliche muss seinen Eltern in dieser Hinsicht gehorchen und da es nicht gegen die Maßstäbe Jehovas verstößt, die Schule mit Abitur zu beenden, wie es zuvor aus gutem Grund von Eltern und Kind gemeinsam geplant war (siehe dazu auch EW vom November 2010, S. 26-29), ist der Fall eindeutig.

    Auch der Jugendliche müßte sich hier eher überlegen, ob nicht er selbst sein Verhältnis zu Jehova gefährdet. Denn wenn sein plötzlicher Wunsch der Tatsache entspringt, dass er nun durch eine Beziehung abgelenkt ist, die er eigentlich noch gar nicht haben sollte, oder wenn er meint, er müsse nun ganz schnell eine Arbeit annehmen, damit er doch ganz schnell die Voraussetzungen für die Ehe erfüllt – dann ist sein Denken verkehrt und er zäumt sein Pferd von hinten auf. Er hat damit keinesfalls das Wohlgefallen Jehovas!

    Und nun sind wir wieder bei Huschai, der sich nicht durch Gefühle beeinflussen lässt. Er überlegt, wie Jehova denkt und da er gelernt hat, zu lieben was Jehova liebt und zu hassen, was Jehova hasst – darum ist der ihn der Fall klar:

    David ist der von Jehova eingesetzte König und daher wird er ihm auch weiterhin den nötigen Respekt zollen. So wie David dies bis zum Schluß bei Saul getan hat.

    Die Ehe ist für Jehova ehrbar und er hasst Scheidung. Kinder müssen ihren Eltern in Gemeinschaft mit dem Herrn gehorchen.

    Gelten diese Massstaebe auch für uns – oder nur dann, wenn es uns gerade in den Kram passt?

    Wir sehen, was Jehova von uns erwartet und wenn wir Jehova wirklich aus ganzem Herzen lieben und ihm wirklich dienen wollen …

  49. Juleam 8. April 2011 um 22:44 Link zum Kommentar

    2. Samuel 17:1

    Und Ahithophel sprach dann zu Absalom: „Laß mich bitte zwölftausend Mann auswählen und mich aufmachen und David heute nacht nachjagen.

    “Lass mich heute Nacht David nach jagen”

    Ahitophel, der eigentlich Davids engster Vertrauter gewesen ist, ist also nicht nur zu Absalom übergelaufen, weil er nichts von dem Ärger abbekommen wollte – er war bereit, aktiv gegen seinen Herrn und einstigen guten Freund vorzugehen?

    Warum hasst jemand seinen ehemals engsten Freund, Mitarbeiter oder seine Familie, in die er sich jahrelang sicher, geliebt und geborgen gefühlt hat?

    Was ist da passiert? Was hat sich bei solchen Personen geändert?

    Wir sehen, dass es auch bei David so war: nicht er hatte sich geändert, sondern die Einstellung Ahitophels!

    Es muss also bei ihm eine Änderung stattgefunden haben, Nur: welche?

  50. Juleam 8. April 2011 um 22:54 Link zum Kommentar

    2. Samuel 17:5-6

    5 Indes sagte Absalom: „Rufe bitte auch Huschai, den Arkiter, und laß uns hören, was in seinem, ja in seinem Munde ist.“ 6 So kam Huschai zu Absalom herein. Dann sprach Absalom zu ihm: „Gemäß diesem Wort hat Ahithophel geredet. Sollen wir nach seinem Wort handeln? Wenn nicht, rede du selbst.“

    Huschai und Ahitophel – warum befragt Absalom auch noch Huschai, wenn er ihm doch gerade erst erklärt hat, dass er loyal zum König – also zu David stehen würde?

    Würden wir jemand um Rat fragen, von dem wir wissen, dass er unser Verhalten verurteilt?

    Was hatte sich Absalom davon erhofft und warum ist er dem Rat von Huschai gefolgt?

    Im Einsichtenbuch heißt es zu dieser Frage auszugsweise:

    David schlug ihm vor, in die Stadt zurückzukehren, Absalom gegenüber loyale Ergebenheit vorzutäuschen, zu versuchen, Ahithophels Rat zu vereiteln, und ihn, David, durch die Priester Zadok und Abjathar auf dem laufenden zu halten. Huschai ging auf diesen Vorschlag ein (2Sa 15:30, 32-37).

    Zuerst war Absalom mißtrauisch, doch dann gelang es Huschai, sein Vertrauen zu gewinnen (2Sa 16:16-19). Als Absalom Huschai fragte, welches seiner Meinung nach die beste Strategie sei, empfahl ihm Huschai ein Vorgehen, das im Gegensatz zu Ahithophels Rat stand und in Wirklichkeit David Zeit gab, sich vorzubereiten. Huschai legte seine Idee so dar, daß Absalom und seine Unterstützer sie für besser hielten als Ahithophels Rat, unverzüglich zum Angriff überzugehen.

  51. Juleam 8. April 2011 um 23:03 Link zum Kommentar

    2. Samuel 17:23

    Was Ahithophel betrifft, er sah, daß man nicht nach seinem Rat gehandelt hatte, und er sattelte dann einen Esel und machte sich auf und ging weg zu seinem Haus in seine eigene Stadt. Dann erteilte er seiner Hausgemeinschaft Befehle und erdrosselte sich und starb so

    Ahitophel ist sauer, weil es nicht sein Rat war, den Absalom befolgt hatte. Letztenlich bringt er sich um – warum?

    Nur, weil ausnahmsweise mal nicht sein Rat befolgt wurde? Oder schämte er sich vielleicht, weil er gegen den König geredet hatte?

    Immerhin hatte Absalom Huschais Rat gefolgt und so konnte David entkommen. Sah Ahitophel darin vielleicht die Hand Gottes und erkannte so, dass er selbst gegen Jehova gesündigt hatte und glaubte, für ihn würde es keine Vergebung geben?

    Hier auszugsweise einige Querverweise zu diesem Text:

    Sprüche 16:18
    Stolz geht einem Sturz voraus und ein hochmütiger Geist dem Straucheln.

    1. Samuel 31:4
    Da sprach Saul zu seinem Waffenträger: „Zieh dein Schwert, und erstich mich damit, daß nicht diese Unbeschnittenen kommen und mich tatsächlich erstechen und schimpflich behandeln.“ Und sein Waffenträger wollte nicht, denn er fürchtete sich sehr. Da nahm Saul das Schwert und stürzte sich hinein.
    (vielleicht hatte er Angst davor, welche Konsequenzen das für ihn haben würde? Würde er Ansehen und Ehre der anderen verlieren, weil sein Rat nicht befolgt wurde? Würde er eine harte Strafe zu erwarten haben, weil er versucht hatte, sich an dem Sturz Davids zu beteiligen?)

    1. Könige 16:18
    Und es geschah, sobald Simri sah, daß die Stadt eingenommen worden war, daß er dann in den Wohnturm des Königshauses kam und über sich das Königshaus mit Feuer verbrannte, so daß er starb
    (auch Simri richtete sich lieber selbst, als in die Hände des Feindes zu fallen und wegen der Schmach an Ansehen zu verlieren)

    Matthäus 27:5
    Da warf er die Silberstücke in den Tempel und zog sich zurück und ging hin und erhängte sich.

    Apostelgeschichte 1:18
    (Dieser nun erwarb sich mit dem Lohn für Ungerechtigkeit ein Feld, und kopfüber stürzend, barst er krachend mitten entzwei, und alle seine Eingeweide wurden verschüttet.
    (Judas töte sich selbst, weil er Angst vor den Konsequenzen hatte)

    Psalm 5:10
    Gott wird sie bestimmt für schuldig befinden; Sie werden fallen zufolge ihrer eigenen Ratschläge. In der Menge ihrer Übertretungen mögen sie versprengt werden, Denn sie haben gegen dich rebelliert.

    Psalm 55:23
    Du selbst aber, o Gott, wirst sie hinabstürzen in die tiefste Grube. Was mit Blutschuld beladene und trügerische Männer betrifft, sie werden nicht die Hälfte ihrer Tage erleben. Was aber mich betrifft, ich werde auf dich vertrauen.

    Wie reagieren wir, wenn wir merken, dass wir auf dem falschen Dampfer sind?

    Haben wir genügend Demut, um von unserem verkehrten Tun umzukehren und denjenigen um Vergebung zu bitten, gegen den wir uns versündigt haben, dem wir mit unserem Tun geschadet haben?

  52. Juleam 8. April 2011 um 23:09 Link zum Kommentar

    2. Samuel 18:8

    Und die Schlacht breitete sich dort über das ganze Land aus, so weit man sah. Ferner fraß der Wald mehr vom Volk weg, als das Schwert an jenem Tag von ihnen wegfraß.

    “schließlich fraß der Wald mehr vom Volk, als es das Schwert tat”

    hab ich hier was nicht mitbekommen? Wieso gab es durch den Wald mehr Tote als durch den Krieg?

    Diese Frage wurde im WT vom 15.03.1987 in “Fragen von Lesern” beantwortet:

    Wie ist 2. Samuel 18:8 zu verstehen, wo gesagt wird, daß ‘der Wald mehr vom Volk wegfraß als das Schwert’?

    König Davids gutaussehender Sohn Absalom riß den Thron an sich und zwang seinen Vater zur Flucht aus Jerusalem. Kurz darauf kam es im Wald von Ephraim (vielleicht östlich des Jordan) zu einer Schlacht zwischen Absaloms Heer und den Männern, die loyal zu David, Jehovas gesalbtem König, standen. In dem Bericht aus 2. Samuel 18:6, 7 ist davon die Rede, daß Davids Männer in dem erbitterten Kampf 20 000 Rebellen hinschlachteten. Im nächsten Vers heißt es auszugsweise: „Ferner fraß der Wald mehr vom Volk weg, als das Schwert an jenem Tag von ihnen wegfraß.“

    Einige haben vermutet, daß sich das auf rebellische Soldaten bezieht, die von den im Wald lebenden wilden Tieren gefressen wurden (1. Samuel 17:36; 2. Könige 2:24). Aber der Text muß nicht besagen, daß sie buchstäblich von Tieren gefressen wurden, ebensowenig wie die im Kampf Erschlagenen buchstäblich vom „Schwert“ gefressen wurden. In Wirklichkeit breitete sich die Schlacht „über das ganze Land aus, so weit man sah“. Wahrscheinlich war es eher so, daß die besiegten Männer Absaloms, die panikartig durch den gebirgigen Wald flüchteten, in Gruben und versteckte Schluchten stürzten oder sich im dichten Unterholz verfingen.

    Interessanterweise heißt es in dem Bericht weiter, daß Absalom selbst ein Opfer des Waldes wurde. Sein Kopf verfing sich in einem großen Baum — offensichtlich wegen seiner Haarfülle —, so daß er hilflos einem tödlichen Angriff Joabs und seiner Männer ausgeliefert war. Absaloms Leichnam wurde ‘im Wald in eine große Höhlung geworfen, und ein sehr großer Steinhaufen wurde über ihm errichtet’ (2. Samuel 18:9-17).

  53. Juleam 8. April 2011 um 23:17 Link zum Kommentar

    2. Samuel 18:19-23

    Was nun Ahimaaz, den Sohn Zadoks, betrifft, so sprach er: „Laß mich bitte laufen und die Nachricht dem König eröffnen, denn Jehova hat ihm Recht verschafft, [um ihn zu befreien] von der Hand seiner Feinde.“ 20 Joab aber sagte zu ihm: „Du bist kein Mann für eine Botschaft an diesem Tag, und du sollst die Botschaft an einem anderen Tag eröffnen; doch an diesem Tag sollst du die Botschaft nicht eröffnen, gerade aus dem Grund, daß des Königs eigener Sohn gestorben ist.“ 21 Dann sprach Joab zu dem Kuschiten: „Geh, teil dem König mit, was du gesehen hast.“ Darauf verbeugte sich der Kuschit vor Joab und begann zu laufen. 22 Ahimaaz, der Sohn Zadoks, sagte nun noch einmal zu Joab: „Geschehe nun, was da will, laß bitte auch mich laufen, hinter dem Kuschiten her.“ Joab aber sprach: „Warum mußt du selbst laufen, mein Sohn, wenn sich doch keine Botschaft für dich findet?“ 23 [Dennoch sagte er:] „Geschehe nun, was da will, laß mich laufen.“ Da sprach er zu ihm: „Lauf!“ Und Ahimaaz begann auf dem Weg des „Bezirks“ zu laufen

    Ahimaaz – warum musste er unbedingt auch laufen? Reichte es nicht, dass Joab sagte, “heute nicht”?

  54. Juleam 9. April 2011 um 09:54 Link zum Kommentar

    2. Samuel 19 – 21

    2. Samuel 19:4

    Und der König selbst verhüllte sein Angesicht, und der König fuhr fort, mit lauter Stimme zu schreien: „Mein Sohn Absalom! Absalom, mein Sohn, mein Sohn!“

    Warum trauerte David so heftig um Absalom?

    Im WT vom 01.09.1977 habe ich auszugsweise folgendes gefunden:

    Weshalb trauerten Gottes Diener in all diesen Fällen nicht, oder weshalb sollten sie jene Personen, die ihr Leben verloren hatten, nicht betrauern? Weil Jehova Gott an diesen Menschen sein Urteil vollstreckt hatte. Sie zu betrauern hätte praktisch bedeutet, etwas an der Vollstreckung der gerechten Gerichte Jehovas zu bemängeln zu haben. Daher wurde Jeremia geboten, nicht über das Unheil zu trauern, das über die Abtrünnigen seines Volkes Israel kommen sollte. Und in der Offenbarung lesen wir davon, daß Babylon die Große zwar von ihren politischen und kommerziellen Liebhabern betrauert werde, doch die Heere des Himmels würden sich über ihre Vernichtung freuen (Jer. 15:4-7; Offb. 18:9-20).

    Mit vollem Recht wurde daher König David, der den Tod seines ehrgeizigen, treulosen und unmoralischen Sohnes Absalom sehr betrauerte, von seinem General Joab zurechtgewiesen (2. Sam. 19:1-8). Als David den Tod des untreuen Königs Saul betrauerte, erhielt er jedoch keine Zurechtweisung (2. Sam. 1:17-27). Weshalb nicht? König Saul war Jehovas Gesalbter. Daher war Davids Trauer ein Ausdruck seiner Loyalität gegenüber der Stellung des Gesalbten, die Saul eingenommen hatte. (Siehe Wachtturm vom 1. November 1938, S. 329.) Außerdem wollte David nicht den Verdacht aufkommen lassen, er freue sich über den Tod seines Feindes (Spr. 24:17).

    All das dient in der heutigen Zeit des Endes des bösen Systems der Dinge zu unserer Belehrung und Unterweisung und zu unserem Trost (Röm. 15:4; 1. Kor. 10:11). In naher Zukunft wird diese Generation die vorhergesagte „große Drangsal“ erleben, in der das gegenwärtige böse System sein Ende finden wird (Matth. 24:21). Zu dieser Zeit wird keiner der treuen Diener Jehovas — die einzigen, die überleben werden — über die Vernichtung der Bösen trauern. Sie werden sich im Gegenteil freuen, wie Moses und die Israeliten sich über die Vernichtung Pharaos und seines Heeres freuten.

    im Einsichtenbuch heißt es dazu auszugsweise:

    Nur die freimütigen, unverblümten Worte und Argumente Joabs rissen David aus seinem großen Kummer über das tragische Ende dieses so gut aussehenden und einfallsreichen jungen Mannes, dessen brennender Ehrgeiz ihn nicht nur veranlaßt hatte, gegen Gottes Gesalbten zu kämpfen, sondern ihn auch ins Verderben gestürzt hatte (2Sa 19:1-8; vgl. Spr 24:21, 22).

    hier wird eigentlich nur gesagt, dass die Trauer um den Sohn verkehrt war, da er sich nicht nur gegen ihn, sondern damit auch gegen den Gesalbten Jehovas und somit gegen Jehova aufgelehnt hatte. Aber warum er so große Trauer empfand, ist mir immer noch schleierhaft…

  55. Juleam 9. April 2011 um 09:58 Link zum Kommentar

    2. Samuel 19:11-12

    Was König David betrifft, er sandte zu Zadok und Abjathar, den Priestern, und ließ sagen: „Redet zu den älteren Männern Judas, indem [ihr] sprecht: ‚Warum solltet ihr die letzten werden, den König in sein Haus zurückzuführen, wenn das Wort von ganz Israel zum König in sein Haus gekommen ist? 12 Meine Brüder seid ihr; mein Bein und mein Fleisch seid ihr. Warum also solltet ihr die letzten werden, den König zurückzuführen?‘

    David spricht zu den Priestern, höre ich da Frust und Enttäuschung raus?

  56. Juleam 9. April 2011 um 10:06 Link zum Kommentar

    2. Samuel 19:13

    und zu Amasa solltet ihr sagen: ‚Bist du nicht mein Bein und mein Fleisch? So möge Gott mir tun und so möge er hinzufügen, wenn du nicht für alle Zeit der Heeroberste vor mir werden wirst an Joabs Statt.‘ “

    Wieso sollte Joab durch Amasa ersetzt werden? War er nicht all die Jahre seinem König treu?

    hierzu einige Querverweise zu diesem Text:

    2. Samuel 17:25
    Und Amasa war es, den Absalom an Stelle Joabs über das Heer setzte; und Amasa war der Sohn eines Mannes, dessen Name Jithra war, der Israelit, der mit Abigail, der Tochter Nahaschs, der Schwester der Zeruja, der Mutter Joabs, Beziehungen hatte.

    1. Samuel 3:17
    Und er sprach weiter: „Was ist das Wort, das er zu dir geredet hat? Verhehle es mir bitte nicht. So möge Gott dir tun und so möge er hinzufügen, wenn du mir ein Wort des ganzen Wortes verhehlen solltest, das er zu dir geredet hat.“

    2. Samuel 8:16
    Und Joab, der Sohn der Zeruja, war über das Heer [gesetzt]; und Josaphat, der Sohn Ahiluds, war Geschichtsschreiber.

    2. Samuel 18:5
    Und der König fuhr fort, Joab und Abischai und Ittai zu gebieten, indem [er] sagte: „Verfahrt um meinetwillen sanft mit dem jungen Mann, [mit] Absalom.“ Und alles Volk seinerseits hörte [es], als der König allen Obersten Absaloms wegen gebot.

    2. Samuel 18:14
    Hierauf sprach Joab: „Laß mich nicht auf diese Weise vor dir aufgehalten werden!“ Damit nahm er drei Speerschäfte in seine Faust und trieb sie dann Absalom durchs Herz, während er im Herzen des großen Baumes noch lebte.

    hm, schon irgendwie merkwürdig, oder?

    Joab war David all die Jahre treu, wohingegen Amasa sich von Absalom für seine Zwecke hat einspannen lassen und damit ja auch gegen David vorgegangen war.

    Ok, Joab hatte sich Davids ausdrücklicher Anweisung widersetzt und seinen Sohn nicht geschont, aber ist dies wirklich Grund, ihn durch einen Mann zu ersetzen, der sich zuvor gegen uns gewandt hatte?

    Im Einsichtenbuch heißt es hierzu auszugsweise:

    Als sich Amasa Jahre später an Absaloms Aufstand gegen David beteiligte, machte ihn Absalom anstelle Joabs zu seinem Heerführer (2Sa 17:25). Der Aufstand wurde niedergeschlagen, Davids Sohn Absalom wurde von Joab getötet, und Amasa bekam Joabs Stellung als Oberbefehlshaber des Heeres Davids angeboten, denn er war, wie David sagte, „mein Bein und mein Fleisch“ (2Sa 18:9-15; 19:13).

  57. Juleam 9. April 2011 um 10:12 Link zum Kommentar

    2. Samuel 19:18-20

    Was Schimeï, den Sohn Geras, betrifft, er fiel vor dem König nieder, als er im Begriff war, über den Jordan zu setzen. 19 Er sprach nun zum König: „Mein Herr möge mir [das] Vergehen nicht anrechnen, und gedenke nicht des Unrechts, das dein Knecht an dem Tag tat, an dem mein Herr und König aus Jerusalem auszog, so daß es sich der König zu Herzen nehme. 20 Denn dein Knecht weiß wohl, daß ich es bin, der sündigte; und hier bin ich somit heute als erster vom ganzen Hause Joseph gekommen, um herabzuziehen, meinem Herrn und König entgegen.“

    Schimei zieht David entgegen und entschuldigt sich demütig. Was genau hatte er angestellt, dass ihn die anderen zu Tode bringen wollten?

    2. Samuel 16:5

    Und König David kam bis nach Bahurim, und siehe, von dort kam ein Mann von der Familie des Hauses Sauls heraus, und sein Name war Schimeï, der Sohn Geras, er kam heraus, und während er herauskam, rief er Übles [auf ihn] herab.

    wie gut, dass wir die vielen Querverweise haben.

    Nutzen wir sie? Wissen wir die viele Arbeit zu schätzen, die es unseren Brüdern einst bereitet hatte, diese alle zusammenzustellen? Sind wir dankbar dafür, dass sie sie uns zur Verfügung stellen und uns an den Früchten ihres Studiums teilhaben lassen?

    Sind wir ebenso wie sie bestrebt, die tiefen Dinge Gottes zu erforschen – und lassen auch wir unsere Brüder daran teilhaben? Teilen auch wir freigiebig?

  58. Juleam 9. April 2011 um 10:15 Link zum Kommentar

    2. Samuel 19:24

    Was Mephiboscheth, den Enkel Sauls, betrifft, er kam herab, dem König entgegen; und er hatte seine Füße nicht gepflegt, noch hatte er seinen Schnurrbart gepflegt, noch hatte er seine Kleider gewaschen seit dem Tag, da der König fortgegangen war, bis zu dem Tag, an dem er in Frieden einzog.

    Mephiboschet – hatte sich nicht gepflegt, seit David weg ist. Wie ungepflegt mag er wohl ausgesehen haben?

  59. Juleam 9. April 2011 um 12:11 Link zum Kommentar

    2. Samuel 19:25-27

    Und es geschah, als er nach Jerusalem kam, dem König entgegen, daß der König dann zu ihm sprach: „Warum bist du nicht mit mir gezogen, Mephiboscheth?“ 26 Darauf sagte er: „Mein Herr und König, mein Diener war es, der mich hinterging. Denn dein Knecht hatte gesagt: ‚Ich will mir die Eselin satteln lassen, damit ich darauf reite und mit dem König ziehe‘, denn dein Knecht ist lahm. 27 Da verleumdete er deinen Knecht bei meinem Herrn und König. Aber mein Herr und König ist wie ein Engel des [wahren] Gottes, und so tu, was gut ist in deinen Augen.

    Mephiboschet – von seinem Diener hintergangen

    Was genau war da los gewesen?

    Und wieso sprach David ihn darauf an, dass er nicht mitgekommen war? Hatte er erwartet, dass jemand, der nicht laufen kann, mit ihm ziehen würde?

    im WT vom 15.02.2002 heißt es auszugsweise

    11 Mephiboscheth musste später mit einem weiteren Dorn im Fleisch fertig werden. Sein Diener Ziba verleumdete ihn bei König David, als dieser wegen der Rebellion seines Sohnes Absalom aus Jerusalem fliehen musste. Ziba sagte, Mephiboscheth sei in verräterischer Absicht in Jerusalem zurückgeblieben, weil er hoffe, selbst das Königtum zu erlangen.

    Solch ein ehrgeiziger Plan wäre für einen dankbaren, demütigen Mann wie Mephiboscheth völlig untypisch gewesen. Zweifellos wusste er von der Treue seines Vaters Jonathan. Dieser hatte, obwohl ein Sohn König Sauls, demütig anerkannt, dass David der von Jehova designierte König über Israel war (1. Samuel 20:12-17). Als gottesfürchtiger Vater und als loyaler Freund Davids hatte Jonathan seinen jungen Sohn Mephiboscheth bestimmt nicht gelehrt, nach königlicher Macht zu streben.

    David glaubte Zibas Verleumdung und übergab dem Lügner Mephiboscheths gesamten Besitz (2. Samuel 16:1-4).

    im Einsichtenbuch heißt es hierzu auszugsweise:

    Zum Ausdruck tiefen Kummers, großer Schmach oder Erniedrigung mochte sich jemand Haare aus dem Bart raufen, oder er ließ seinen Bart oder Schnurrbart ungepflegt (Esr 9:3). An dem ungepflegten Bart Mephiboscheths, des Sohnes Jonathans, mag David erkannt haben, daß er die Wahrheit sagte, als er behauptete, sein Diener Ziba habe ihn, Mephiboscheth, verleumdet, und daß er — entgegen dem Bericht Zibas — tatsächlich in der Zeit getrauert hatte, als sich David vor Absalom auf der Flucht befand (2Sa 16:3; 19:24-30). Das Abscheren des Bartes versinnbildlichte Unheil oder große Trauer infolge von Unheil (Jes 7:20; 15:2; Jer 48:37; Hes 5:1).

    interessant, was ich dazu im WT vom 01.01.1980 gefunden habe:

    Ziba befolgte den Befehl Davids, doch hielt er anscheinend nach einer Gelegenheit Ausschau, Mephiboscheths Grundstück selbst in Besitz zu nehmen. Diese Gelegenheit bot sich ihm während des Aufstandes Absaloms, des Sohnes Davids. Als David aus Jerusalem geflohen war, brachte ihm Ziba den notwendigen Proviant. Auf die Frage, wo Mephiboscheth sei, antwortete Ziba verleumderisch: „Dort wohnt er, in Jerusalem; denn er hat gesagt: ,Heute wird mir das Haus Israel die Königsherrschaft meines Vaters zurückgeben‘ “ (2. Sam. 16:3). Traurigerweise schenkte David der Verleumdung bedenkenlos Glauben. Von seinem eigenen Sohn Absalom verfolgt zu werden hatte David offensichtlich so verwirrt, daß er annahm, Mephiboscheth sei ihm untreu geworden. So versprach David Ziba Mephiboscheths Land.

  60. Juleam 9. April 2011 um 12:26 Link zum Kommentar

    2. Samuel 19:42-43

    Darauf antworteten alle Männer von Juda den Männern von Israel: „Weil uns der König nahe verwandt ist; und warum bist du wegen dieser Sache zornig geworden? Haben wir etwa auf Kosten des Königs gegessen, oder ist uns eine Gabe zugetragen worden?“

    43 Die Männer von Israel jedoch antworteten den Männern von Juda und sprachen: „Wir haben zehn Teile am König, so daß wir auch an David mehr haben als du. Warum denn hast du uns mit Verachtung behandelt, und warum wurde es nicht zuerst unsere Sache, ja unsere, unseren König zurückzuführen?“ Aber das Wort der Männer von Juda war strenger als das Wort der Männer von Israel.

    “Warum bist du wegen dieser Sache zornig geworden?”

    Was waren das für Eifersüchteleien?

  61. Juleam 9. April 2011 um 12:31 Link zum Kommentar

    2. Samuel 20:1-2

    Nun befand sich dort zufällig ein nichtsnutziger Mann, dessen Name war Scheba, der Sohn Bichris, ein Benjaminiter; und er ging daran, das Horn zu blasen und zu sprechen: „Wir haben keinen Teil an David, und wir haben kein Erbe am Sohn Isaïs. Jeder zu seinen Göttern, o Israel!“ 2 Darauf begannen alle Männer von Israel aus Davids Gefolgschaft weg hinaufzuziehen, um Scheba, dem Sohn Bichris, zu folgen; was aber die Männer von Juda betrifft, sie hielten fest zu ihrem König, vom Jordan bis nach Jerusalem.

    Wieso konnte Scheba das ganze Volk aufwiegeln?

    Womit?

    Welchen Sinn sollte das haben?

    im Einsichtenbuch heißt es hierzu auszugsweise:

    Der Sohn Bichris, ein Benjaminiter, der bei einem Aufstand gegen David sein Leben verlor (2Sa 20:1, 2). Als David nach Absaloms Rebellion nach Jerusalem zurückkehrte, bemerkte Scheba, „ein nichtsnutziger Mann“, daß die zehn Stämme gegen die Männer von Juda, gegen Davids Stamm, einen Groll hegten (2Sa 19:40-43). Scheba schürte diese Verbitterung, indem er sagte, die anderen Stämme hätten keinen „Teil an David“, und sie aufforderte: „Jeder zu seinen Göttern.“ Die Männer von Juda hielten fest zum König, aber „alle Männer von Israel“ verließen David und folgten Scheba. Ein Grund für diese Rebellion war möglicherweise, daß man das Ansehen des Stammes Benjamin, das er unter König Saul gehabt hatte, bis zu einem gewissen Grad wiederherstellen wollte.

    David wies seinen Feldherrn Amasa an, die Männer von Juda innerhalb von drei Tagen zur Schlacht zusammenzubringen, um Schebas Aufstand niederzuschlagen. Als Amasa nicht rechtzeitig erschien, sandte König David Abischai hinter dem flüchtenden Scheba her (obwohl es scheint, daß in Wirklichkeit Abischais Bruder Joab die Jagd anführte). Scheba und seine Verwandten, die ihn unterstützten, flohen Richtung N nach Abel von Beth-Maacha, einer befestigten Stadt Naphtalis. Die Verfolger belagerten die Stadt und begannen, die Mauer zu untergraben. Daraufhin sprach eine weise Frau der Stadt zu Joab und bat um Frieden. Joab erwiderte, das Heer werde sich zurückziehen, falls die Stadt den Rebellen Scheba ausliefere. Als das Volk der Stadt dies hörte, hieb man Schebas Kopf ab und warf ihn Joab über die Stadtmauer zu (2Sa 20:1-8, 13-22).

  62. Juleam 15. April 2011 um 10:33 Link zum Kommentar

    2. Samuel 20:3

    Schließlich kam David in sein Haus nach Jerusalem. Dann nahm der König die zehn Frauen, die Nebenfrauen, die er zurückgelassen hatte, damit sie das Haus besorgten, und er setzte sie in ein Haus der Verwahrung, doch versorgte er sie weiterhin mit Nahrung. Und er hatte keine Beziehungen mit ihnen, sondern sie blieben eingeschlossen bis zum Tag ihres Todes, im Witwenstand bei Lebzeiten [des Ehemanns].

    Die zehn Frauen – Warum strafte David? Konnten sie für das, was passiert war? Könnte man nicht eher annehmen, dass sie mißbraucht worden waren? Traf sie dann Schuld?

    Was bedeutet es, dass er sie einschloss? Hatten sie wirklich wie Gefangene den Rest ihres Lebens verbracht?

    Oder bedeutet es nur, dass er keine Beziehungen mehr mit ihnen hatte? Warum? Weil sie von einem anderen Mann geschändet worden waren?

    Vielleicht eine gute Ausrede für ihn, damit er keinerlei Beziehungen mehr mit ihnen haben mußte?

  63. Juleam 15. April 2011 um 10:41 Link zum Kommentar

    2. Samuel 20:6

    Dann sagte David zu Abischai: „Jetzt wird Scheba, der Sohn Bichris, für uns schlimmer sein als Absalom. Nimm du selbst die Knechte deines Herrn, und jage ihm nach, damit er ja nicht befestigte Städte für sich findet und vor unseren Augen entrinnt.“

    “Jetzt wird Scheba für uns schlimmer sein, als Absalom” – Hatte er sich Absaloms Stellung angeeignet?

    Wer war Scheba und was wollte er?

    Wie kam er darauf, er könne David das Königtum streitig machen?

    Im Einsichtenbuch heißt es zu Scheba:

    Der Sohn Bichris, ein Benjaminiter, der bei einem Aufstand gegen David sein Leben verlor (2Sa 20:1, 2). Als David nach Absaloms Rebellion nach Jerusalem zurückkehrte, bemerkte Scheba, „ein nichtsnutziger Mann“, daß die zehn Stämme gegen die Männer von Juda, gegen Davids Stamm, einen Groll hegten (2Sa 19:40-43). Scheba schürte diese Verbitterung, indem er sagte, die anderen Stämme hätten keinen „Teil an David“, und sie aufforderte: „Jeder zu seinen Göttern.“ Die Männer von Juda hielten fest zum König, aber „alle Männer von Israel“ verließen David und folgten Scheba. Ein Grund für diese Rebellion war möglicherweise, daß man das Ansehen des Stammes Benjamin, das er unter König Saul gehabt hatte, bis zu einem gewissen Grad wiederherstellen wollte.

    David wies seinen Feldherrn Amasa an, die Männer von Juda innerhalb von drei Tagen zur Schlacht zusammenzubringen, um Schebas Aufstand niederzuschlagen. Als Amasa nicht rechtzeitig erschien, sandte König David Abischai hinter dem flüchtenden Scheba her (obwohl es scheint, daß in Wirklichkeit Abischais Bruder Joab die Jagd anführte). Scheba und seine Verwandten, die ihn unterstützten, flohen Richtung N nach Abel von Beth-Maacha, einer befestigten Stadt Naphtalis. Die Verfolger belagerten die Stadt und begannen, die Mauer zu untergraben. Daraufhin sprach eine weise Frau der Stadt zu Joab und bat um Frieden. Joab erwiderte, das Heer werde sich zurückziehen, falls die Stadt den Rebellen Scheba ausliefere. Als das Volk der Stadt dies hörte, hieb man Schebas Kopf ab und warf ihn Joab über die Stadtmauer zu (2Sa 20:1-8, 13-22).

    Im Inspiriertbuch finden wir zu Scheba folgendes:

    Es stehen jedoch weitere Schwierigkeiten bevor. Scheba, ein Benjaminiter, erklärt sich selbst zum König und macht viele von David abspenstig. Amasa, dem David aufgetragen hat, Leute zu sammeln, um den Aufruhr niederzuschlagen, trifft auf Joab und wird hinterlistig ermordet. Dann übernimmt Joab das Heer und folgt Scheba nach Abel von Beth-Maacha und belagert die Stadt. Auf den Rat einer weisen Frau dieser Stadt richten die Einwohner Scheba hin, und Joab zieht sich zurück. Weil Saul Gibeoniter getötet hatte und die Blutschuld noch ungerächt war, kommt über Israel eine dreijährige Hungersnot. Um die Blutschuld zu beseitigen, werden sieben Söhne der Hausgemeinschaft Sauls hingerichtet. Später wird in einer Schlacht gegen die Philister Davids Leben von Abischai, seinem Neffen, gerade noch gerettet. Davids Männer schwören, daß er nicht mehr mit ihnen in den Kampf ausziehen soll, ‘damit er die Leuchte Israels nicht auslöscht’ (21:17). Drei seiner mächtigen Männer treten dann in hervorragender Weise auf, indem sie einige Philisterriesen niederstrecken.

  64. Juleam 15. April 2011 um 10:45 Link zum Kommentar

    2. Samuel 20:9-10

    Und Joab sprach dann zu Amasa: „Steht es gut mit dir, mein Bruder?“ Da ergriff Joab mit der rechten Hand Amasa beim Bart, um ihn zu küssen. 10 Was Amasa betrifft, er war nicht auf der Hut vor dem Schwert, das in Joabs Hand war, so daß er ihn damit in den Unterleib schlug, und seine Eingeweide ergossen sich auf die Erde, und er brauchte es ihm nicht noch einmal zu tun. So starb er.

    Wieso tötet Joab Amasa? Weil er wußte, dass dieser sein Nachfolger werden sollte?

    Im Einsichtenbuch heißt es hierzu:

    Als ihnen schließlich der Nachzügler Amasa begegnete, tat Joab so, als wollte er ihn herzlich küssen, faßte ihn mit der einen Hand beim Bart und schlitzte ihm mit dem Schwert, das er in seiner anderen Hand hatte, den Unterleib auf (2Sa 20:4-12). Das mag zwar die verdiente Vergeltung dafür gewesen sein, daß Amasa zu Absalom gehalten hatte, aber bestimmt kam sie nicht von der richtigen Seite. David gebot daher Salomo, Joab zu töten, um Amasa zu rächen (1Kö 2:5, 32).

  65. Juleam 15. April 2011 um 10:54 Link zum Kommentar

    2. Samuel 21:7

    Der König fühlte jedoch Mitleid mit Mephiboscheth, dem Sohn Jonathans, des Sohnes Sauls, wegen des Eides Jehovas, der zwischen ihnen bestand, zwischen David und Jonathan, dem Sohn Sauls.

    “David verspürt Mitleid wegen Mephiboschets” und er gedachte seines Bundes vor Jehova

    Da er einen Bund vor Jehova mit Mephiboschet geschlossen hatte – mußte er ihn dann nicht eh verschonen, auch wenn er kein Mitleid mit ihm gehabt hätte?

  66. Juleam 15. April 2011 um 10:58 Link zum Kommentar

    2. Samuel 21:5-6

    Da sprachen sie zum König: „Der Mann, der uns ausgerottet und der Pläne geschmiedet hat, uns zu vertilgen, daß wir in keinem Gebiet Israels mehr bestehen sollten, 6 von seinen Söhnen gebe man uns sieben Männer; und wir müssen sie vor Jehova im Gibea Sauls, des Erwählten Jehovas, aussetzen.“ Demgemäß sagte der König: „Ich selbst werde sie geben.“

    Wieso mußten überhaupt Männer sterben, die persönlich überhaupt nichts für das konnten, was Saul getan hatte?

    Das Einsichtenbuch sagt hierzu auszugsweise:

    Deswegen brachten sie, erst als David sie weiter befragte, die Bitte vor, ihnen sieben „Söhne“ Sauls auszuhändigen. Die Tatsache, daß sowohl auf Saul als auch auf seiner Hausgemeinschaft Blutschuld lastete — wenn auch Saul wahrscheinlich jene blutige Aktion geleitet hatte —, läßt darauf schließen, daß die „Söhne“ Sauls direkt oder indirekt daran beteiligt gewesen waren (2Sa 21:1-9). In diesem Fall handelte es sich nicht darum, daß Söhne für die Sünden ihrer Väter starben (5Mo 24:16), sondern um eine ausgleichende Gerechtigkeit im Einklang mit dem Gesetz ‘Seele um Seele’ (5Mo 19:21).

  67. Juleam 18. April 2011 um 09:19 Link zum Kommentar

    2. Samuel 21:13-14

    13 Und er ging daran, die Gebeine Sauls und die Gebeine Jonathans, seines Sohnes, von dort heraufzubringen; ferner sammelten sie die Gebeine der Ausgesetzten. 14 Dann begruben sie die Gebeine Sauls und Jonathans, seines Sohnes, im Land Benjamin, in Zela, in der Grabstätte Kischs, seines Vaters, um alles zu tun, was der König geboten hatte. Und Gott ließ sich nach diesem für das Land erbitten.

    Saul und Jonathan wurden umgebettet- so viele Jahre nach ihrem Tod?

    Warum?

  68. Juleam 18. April 2011 um 09:22 Link zum Kommentar

    2. Samuel 21:20

    20 Und wiederum kam es zu einem Krieg, bei Gath, als gerade ein Mann von außergewöhnlicher Größe da war, der sechs Finger an jeder seiner Hände und sechs Zehen an jedem seiner Füße hatte, vierundzwanzig an Zahl; und auch er war den Rephaïm geboren worden.

    Ein außergewöhnlich großer Mann, “dem Rephaim geboren”

    Was sagt uns dies?

    Warum war das wichtig und warum war er so missgestaltet?

  69. WT 15.05.2005am 18. April 2011 um 09:41 Link zum Kommentar

    Das Wort Jehovas ist lebendig

    Höhepunkte aus 2. Samuel

    ERFORDERT das Anerkennen der Souveränität Jehovas vollkommenen Gehorsam? Handelt jemand, der sich durch Lauterkeit auszeichnet, in Gottes Augen immer richtig? Wen betrachtet der wahre Gott als „seinem Herzen angenehm“? (1. Samuel 13:14). Das Bibelbuch 2. Samuel gibt befriedigende Antworten auf diese Fragen.

    Das Buch 2. Samuel wurde von den Propheten Gad und Nathan geschrieben, die dem israelitischen König David sehr nahe standen.* Es wurde um das Jahr 1040 v. u. Z. gegen Ende der vierzigjährigen Herrschaft Davids vollendet und handelt hauptsächlich von David und seinem Verhältnis zu Jehova. Dieser spannende Bericht schildert, wie eine zerstrittene Nation unter einem tapferen König zu einem blühenden vereinten Königreich wird. Das packende Drama ist voll tief empfundener Gefühle.

    Obwohl Samuel an dem Buch nicht beteiligt war, trägt es seinen Namen, da die beiden Bücher Samuel im hebräischen Kanon ursprünglich eine Rolle bildeten. Samuel schrieb einen Großteil von 1. Samuel.

    David wird größer und größer
    (2. Samuel 1:1 bis 10:19)

    Davids Reaktion auf die Nachricht vom Tod Sauls und Jonathans verrät seine Empfindungen für sie und für Jehova. David wird in Hebron als König über den Stamm Juda eingesetzt. Sauls Sohn Isch-Boscheth ernennt man zum König über die übrigen Stämme Israels. David wird fortwährend „größer und größer“ und etwa siebeneinhalb Jahre später salbt man ihn zum König über ganz Israel (2. Samuel 5:10).

    David erobert das von den Jebusitern bewohnte Jerusalem und macht es zur Reichshauptstadt. Sein erster Versuch, die Bundeslade nach Jerusalem zu bringen, führt zu einem Unglück. Der zweite Versuch jedoch gelingt und vor Freude tanzt David. Jehova schließt mit ihm einen Bund für ein Königreich. David unterwirft seine Feinde und Gott ist weiterhin mit ihm.

    Antworten auf biblische Fragen:

    2:18 — Warum werden Joab und seine zwei Brüder als die drei Söhne der Zeruja bezeichnet?
    In den Geschlechtsregistern der Hebräischen Schriften wurde gewöhnlich der Vater angeführt. Zerujas Mann könnte frühzeitig gestorben sein oder man hielt ihn nicht für würdig, in der Heiligen Schrift aufgeführt zu werden. Möglicherweise wurde ihr Name genannt, weil sie Davids Schwester oder Halbschwester war (1. Chronika 2:15, 16). Der einzige Hinweis auf den Vater der drei Brüder findet sich in Verbindung mit seiner Grabstätte in Bethlehem (2. Samuel 2:32).

    3:29 — Was bedeutet die Aussage „ein Mann, der nach der sich drehenden Spindel fasst“?
    Üblicherweise waren Frauen mit dem Weben von Tuch beschäftigt. Diese Aussage könnte sich somit auf wehrdienstuntaugliche Männer beziehen, die Frauenarbeit verrichten mussten.

    5:1, 2 — Wie lange nach Isch-Boscheths Ermordung ernannte man David zum König über ganz Israel?
    Es scheint vernünftig, anzunehmen, dass Isch-Boscheth die zweijährige Herrschaft als König kurz nach dem Tod Sauls antrat, etwa zur gleichen Zeit, als David in Hebron zu regieren begann. David regierte siebeneinhalb Jahre von Hebron aus über Juda. Bald nachdem er König über ganz Israel geworden war, verlegte er seine Hauptstadt nach Jerusalem. Bevor David nach Isch-Boscheths Tod über ganz Israel herrschte, vergingen daher etwa fünf Jahre (2. Samuel 2:3, 4, 8–11; 5:4, 5).

    8:2 — Wie viele Moabiter wurden nach Israels Krieg gegen Moab getötet?
    Die Zahl könnte eher durch Abmessen als durch Zählen entschieden worden sein. Anscheinend befahl David den Moabitern, sich einer neben dem anderen in einer Reihe auf die Erde zu legen. Als Nächstes maß er die Reihe mit einem Seil oder einer Schnur ab. Offenbar wurden je zwei Schnurlängen oder insgesamt zwei Drittel der Moabiter getötet und je eine Schnurlänge oder insgesamt ein Drittel der Moabiter verschont.

    Lehren für uns:

    2:1; 5:19, 23. David befragte Jehova, bevor er nach Hebron umsiedelte und bevor er gegen seine Feinde vorging. Auch wir sollten vor Entscheidungen, die unser Verhältnis zu Jehova beeinflussen, bei ihm Anleitung suchen.

    3:26–30. Rache zieht traurige Folgen nach sich (Römer 12:17–19).

    3:31–34; 4:9–12. David war ein Vorbild darin, weder rachsüchtig noch böswillig zu sein.

    5:12. Vergessen wir nie: Jehova hat uns in seinen Wegen erzogen und uns ein gutes Verhältnis zu ihm ermöglicht.

    6:1–7. David hatte gute Absichten, doch der Versuch, die Bundeslade auf einem Wagen zu transportieren, verstieß gegen Gottes Gesetz und führte zu einem Unglück (2. Mose 25:13, 14; 4. Mose 4:15, 19; 7:7–9). Auch als Usa die Bundeslade anfasste, wurde deutlich, dass gute Absichten nichts an Gottes Anforderungen ändern.

    6:8, 9. Als ein Unglück passierte, wurde David erst zornig und bekam dann Angst — vielleicht gab er sogar Jehova die Schuld an dem Unglück. Wir sollten uns davor hüten, Jehova für Schwierigkeiten verantwortlich zu machen, die sich aus der Missachtung seiner Gebote ergeben.

    7:18, 22, 23, 26. Davids Demut, seine ausschließliche Ergebenheit gegenüber Jehova und sein Interesse daran, Gottes Namen zu erheben, sind nachahmenswert.

    8:2. Eine ungefähr 400 Jahre zuvor geäußerte Prophezeiung ging in Erfüllung (4. Mose 24:17). Jehovas Wort bewahrheitet sich immer.

    9:1, 6, 7. David hielt sein Versprechen. Wir sollten uns ebenfalls anstrengen, unser Wort zu halten.

    Jehova erweckt Unglück gegen seinen Gesalbten
    (2. Samuel 11:1 bis 20:26)

    Jehova sagt zu David: „Siehe, ich erwecke Unglück gegen dich aus deinem eigenen Hause; und ich will deine Frauen vor deinen eigenen Augen nehmen und sie deinem Mitmenschen geben, und er wird bestimmt unter den Augen dieser Sonne bei deinen Frauen liegen“ (2. Samuel 12:11). Was ist der Grund für diese Ankündigung? Davids Sünde mit Bathseba. Dem reumütigen David wird vergeben, doch die Folgen seiner Sünde bleiben ihm nicht erspart.

    Zuerst stirbt das Kind von Bathseba. Dann wird Davids jungfräuliche Tochter Tamar von ihrem Halbbruder Amnon vergewaltigt. Absalom, ihr Bruder, tötet Amnon aus Rache. Später verschwört sich Absalom gegen seinen eigenen Vater und lässt sich in Hebron zum König ausrufen. David muss aus Jerusalem fliehen. Absalom hat Beziehungen mit zehn Nebenfrauen seines Vaters. Sie waren zurückgelassen worden, um auf das Haus zu achten. Erst nach Absaloms Tod kehrt David in sein Königtum zurück. Der Aufstand des Benjaminiters Scheba endet mit dessen Tod.

    Antworten auf biblische Fragen:

    14:7 — Was wird durch die „Kohlenglut“ versinnbildlicht?
    Mit der glühenden Holzkohle wurde auf lebende Nachkommen angespielt.

    19:29 — Wie ist Davids Reaktion auf Mephiboscheths Erklärung zu verstehen?
    Als David Mephiboscheth zuhörte, erkannte er sicher, wie falsch es gewesen war, Ziba zu glauben (2. Samuel 16:1–4; 19:24–28). Davon irritiert, wollte er sehr wahrscheinlich nichts mehr darüber hören.

    Lehren für uns:

    11:2–15. Der freimütige Bericht über Davids Fehler bestätigt die Glaubwürdigkeit der Bibel, des inspirierten Wortes Gottes.

    11:16–27. Eine schwere Sünde sollten wir nicht wie David vertuschen wollen. Wir sollten sie vielmehr Jehova bekennen und die Ältesten der Versammlung um Hilfe bitten (Sprüche 28:13; Jakobus 5:13-16).

    12:1–14. Nathan ist ein gutes Vorbild für Versammlungsälteste. Sie helfen Sündern, sich zu ändern, und müssen dieser Verantwortung geschickt nachkommen.

    12:15–23. David sah das, was ihm widerfuhr, aus dem rechten Blickwinkel. Dadurch fiel es ihm leichter, richtig darauf zu reagieren.

    15:12; 16:15, 21, 23. Als es so aussah, als käme Absalom auf den Thron, wurde der brillante Ratgeber Ahithophel aus Stolz und Ehrgeiz zum Verräter. Intelligenz ohne Demut und Loyalität kann jemand zu Fall bringen.

    19:24, 30. Mephiboscheth wusste Davids liebende Güte wirklich zu schätzen. Er beugte sich bereitwillig der Entscheidung des Königs in Verbindung mit Ziba. Wertschätzung für Jehova und seine Organisation sollte uns dazu veranlassen, gehorsam zu sein.

    20:21, 22. Ein Weiser kann verhindern, dass viele ein Unglück erleiden (Prediger 9:14, 15).

    Lasst uns “in die Hand Jehovas fallen”
    (2. Samuel 21:1 bis 24:25)

    Drei Jahre lang herrscht Hungersnot, weil Saul durch das Töten von Gibeonitern Blutschuld auf sich lud (Josua 9:15). Aus Rache für diese Bluttat bitten die Gibeoniter darum, dass ihnen sieben Söhne Sauls zur Hinrichtung übergeben werden. David erfüllt diese Bitte und schließlich beendet ein Regenguss die Dürre. Vier Philisterriesen ‘fallen durch die Hand Davids und durch die Hand seiner Knechte’ (2. Samuel 21:22).

    David ordnet eine unerlaubte Volkszählung an und sündigt dadurch schwer. Er bereut und sucht sich als Strafe dafür aus, „in die Hand Jehovas“ zu fallen (2. Samuel 24:14). Daraufhin sterben 70 000 an der Pest. David tut, wie Jehova ihm gebietet, und die Plage wird beendet.

    Antworten auf biblische Fragen:

    21:8 — Wieso kann gesagt werden, dass Sauls Tochter Michal fünf Söhne hatte, da es doch in 2. Samuel 6:23 heißt, sie sei kinderlos gestorben?
    Allgemein geht man davon aus, dass es sich um die Söhne von Michals Schwester Merab handelte, der Frau von Adriel. Merab starb wahrscheinlich früh und die kinderlose Michal zog die Söhne auf.

    21:9, 10 — Wie lange bewachte Rizpa ihre zwei Söhne und die fünf Enkel Sauls, die von den Gibeonitern getötet worden waren?
    Man hatte die sieben im März oder April, „in den ersten Tagen der Ernte“, gehängt. Ihre Leichname wurden auf einem Berg unbegraben liegen gelassen. Rizpa bewachte sie Tag und Nacht, bis Jehova durch das Beenden der Dürre zu erkennen gab, dass sich sein Zorn gelegt hatte. Vor dem Abschluss der Ernte, Ende Oktober, wäre jeder starke Regenguss unwahrscheinlich gewesen. Rizpa hielt daher womöglich fünf, sechs Monate Wache. Danach ließ David die Gebeine der Männer begraben.

    24:1 — Warum beging David eine schwere Sünde, als er das Volk zählen ließ?
    Eine Volkszählung war nach dem Gesetz an sich nicht verboten (4. Mose 1:1–3; 26:1–4). Die Bibel sagt nicht, warum David das Volk zählen ließ. Wie man jedoch aus 1. Chronika 21:1 erkennen kann, reizte Satan David dazu auf. Der Heeroberste Joab wusste jedenfalls, dass diese Entscheidung Davids falsch war, und suchte ihn davon abzuhalten.

    Lehren für uns:

    22:2–51. Wie schön Jehova doch in Davids Lied als der wahre Gott beschrieben wird, der unser uneingeschränktes Vertrauen verdient!

    23:15–17. Davids Hochachtung vor Gottes Gesetz über das Leben und das Blut hielt ihn damals sogar davon ab, dieses Gesetz auch nur im Entferntesten zu übertreten. Wir müssen Wert darauf legen, allen Geboten Gottes gegenüber so eingestellt zu sein.

    24:10. Davids Gewissen veranlasste ihn zur Reue. Ist unser Gewissen genauso empfindsam?

    24:14. David wusste genau: Jehova ist barmherziger als Menschen. Ist das auch unsere Überzeugung?

    24:17. David bedauerte, dass das ganze Volk wegen seiner Sünde leiden musste. Einem reumütigen Sünder sollte es Leid tun, dass er durch seine Handlung vielleicht Schmach auf die Versammlung gebracht hat.

    Wir können ‘dem Herzen Gottes angenehm’ sein

    Der zweite König Israels erwies sich als ‘ein Mann, der dem Herzen Jehovas angenehm war’ (1. Samuel 13:14). David stellte Jehovas gerechte Maßstäbe niemals infrage und er wollte nie unabhängig von Gott leben. Er bekannte sich immer zu seinen Sünden, ließ sich zurechtweisen und änderte sich. David zeichnete sich durch Lauterkeit aus. Können wir uns, besonders wenn wir gesündigt haben, nicht ein Beispiel an ihm nehmen?

    Wie uns Davids Lebensgeschichte lebendig vor Augen führt, besteht die Anerkennung der Souveränität Jehovas darin, dass wir seine Maßstäbe für Gut und Böse annehmen und uns bemühen, in Lauterkeit danach zu leben. Das ist uns möglich. Wie dankbar wir doch für das sein können, was wir aus dem Bibelbuch 2. Samuel lernen! Seine Botschaft ist lebendig und übt Macht aus (Hebräer 4:12).

    Quelle: Wachtturm – 15. Mai 2005, Seite 16 – 19

  70. Juleam 6. April 2012 um 12:52 Link zum Kommentar

    2. Samuel 1 – 4

    2. Samuel 1:17-27

    Davids Klagelied

    17 David dichtete ein Klagelied über Sauls und Jonatans Tod. 18 Er ordnete an, dass alle Bewohner von Juda es auswendig lernen sollten. Es wird das »Bogenlied« genannt und steht im »Buch des Rechtschaffenen«:

    19 Ach, Israel, erschlagen liegen sie auf deinen Hügeln, die Soldaten, die dein ganzer Stolz und deine Freude waren! Deine Helden sind tot, im Kampf gefallen.

    20 Verheimlicht es den Städten Gat und Aschkelon, verkündet diese Nachricht nicht in ihren Gassen! Die Mädchen der Philister sollen keine Freudenlieder singen, die Frauen dieser Heiden keine Reigen tanzen.

    21 Ihr Berge von Gilboa, kein Tau soll euch bedecken und kein Regen fallen, nie mehr soll Korn auf euren Äckern wachsen, weil dort die blutverschmierten Schilde liegen, die einst unseren besten Soldaten gehörten. Sauls Schild hat seinen Glanz verloren, sein Leder wird nicht mehr mit Öl gepflegt.

    22 Die Pfeile Jonatans verfehlten nie das Ziel, nie schlug das Schwert von König Saul daneben. Stets trieften ihre Waffen vom Blut der Durchbohrten, sie glänzten vom Fett der erstochenen Helden.

    23 Saul und Jonatan – jeder liebte und verehrte sie! Unzertrennlich waren sie im Leben, und nun sind sie auch im Tod vereint. Sie waren schneller noch als Adler, stärker als der stärkste Löwe.

    24 Ihr Frauen von Israel, trauert und weint um König Saul, der euch Kleider aus Purpur gab und euch mit goldenem Schmuck beschenkte!

    25 Die Helden sind tot, im Kampf gefallen. Durchbohrt liegt Jonatan auf deinen Bergen, Israel.

    26 Mein Bruder Jonatan, wie schmerzt mich dein Verlust! Du warst mir lieber als der größte Schatz der Welt. Niemals kann die Liebe einer Frau ersetzen, was deine Freundschaft mir bedeutet hat.

    27 Die Helden sind tot, im Kampf gefallen, unsere besten Männer haben wir verloren.

    Ob die Israeliten heute noch dieses Lied auswendig können?

  71. Juleam 6. April 2012 um 12:55 Link zum Kommentar

    2. Samuel 1:26

    Mein Bruder Jonatan, wie schmerzt mich dein Verlust! Du warst mir lieber als der größte Schatz der Welt. Niemals kann die Liebe einer Frau ersetzen, was deine Freundschaft mir bedeutet hat.

    Ein Lob an die Übersetzer der Hoffnung für alle – sie nehmen denen mit der schmutzigen Phantasie den Wind aus den Segeln!

    Es gibt ja Menschen, die diesen Text als Beweis dafür anführen, dass David und Jonathan eine homosexuelle Beziehung hatten – weil einige diesen Vers so übersetzen:

    Wunderbarer war mir deine Liebe als die Liebe von Frauen.

    von den Querverweisen zu diesem Vers gefiel mir am Besten dieser:

    (Sprüche 17:17)
    Ein wahrer Gefährte liebt allezeit und ist ein Bruder, der für die [Zeit der] Bedrängnis geboren ist.

    Hier wird von Anfang an klar gemacht, worum es wirklich ging: um wahre Freundschaft

  72. Juleam 6. April 2012 um 12:57 Link zum Kommentar

    2. Samuel 2:17-23

    Nun kam es zwischen den Truppen zum erbitterten Kampf. Abner und seine israelitischen Soldaten unterlagen dem Heer Davids und ergriffen die Flucht. 18 Auch Joabs Brüder Abischai und Asaël, die Söhne von Davids Schwester Zeruja, nahmen an der Schlacht teil. Asaël war schnell und flink wie eine Gazelle. 19 Er jagte dem fliehenden Abner nach und ließ sich durch niemanden aufhalten. 20 Plötzlich drehte Abner sich um und rief: »Bist du es, Asaël?« »Ja, ich bin es«, antwortete er.

    21 Abner schrie: »Hör auf, mich zu verfolgen! Kämpf doch lieber mit einem der jungen Soldaten, an denen du vorbeigerannt bist. Ihm kannst du Rüstung und Waffen abnehmen.«
    Aber Asaël ließ sich nicht umstimmen und lief weiter. 22 »Ich warne dich!«, drohte Abner. »Verfolge mich nicht länger, sonst zwingst du mich, dich zu töten. Wie könnte ich dann deinem Bruder Joab noch in die Augen sehen?« 23 Doch Asaël hörte nicht auf ihn. Da stieß Abner ihm das hintere Ende seines Speeres mit solcher Wucht in den Bauch, dass es am Rücken wieder herauskam. Asaël brach zusammen und starb. Jeder, der vorbeikam und ihn dort liegen sah, blieb entsetzt stehen.

    Wieso war es Abner so wichtig, dass er Joab in die Augen sehen könne?

    Standen sie nicht auf unterschiedlichen Seiten? Waren sie nicht jeder Heerführer bei einem der beiden verfeindeten Könige?

  73. Juleam 6. April 2012 um 13:01 Link zum Kommentar

    2. Samuel 3:14-16Z

    ugleich sandte David Boten zu Sauls Sohn Isch-Boschet mit der Forderung: »Gib mir meine Frau Michal zurück! Ich habe für sie einen Brautpreis bezahlt: die Vorhäute von hundert Philistern.« 15 Isch-Boschet ließ Michal von ihrem zweiten Mann Paltiël, einem Sohn Lajischs, wegholen. 16 Der Mann konnte sich aber nicht von ihr trennen. Weinend lief er ihr nach bis Bahurim. Schließlich fuhr Abner ihn an: »Geh endlich zurück!« Da erst kehrte er um.

    Nanu? Hier ist schon die Geschichte mit Michal und ihrem zweiten Mann. Wo ist denn der Stoff, den ich im letzten Jahr dazu herausgesucht habe?

  74. Juleam 6. April 2012 um 13:07 Link zum Kommentar

    Abner und Joab – zwei respektlose Männer

    Wenn wir daran denken, mit wieviel Achtung und Respekt David Saul behandelt hat – weil er der Gesalbte Jehovas war. Aber diese beiden Männer scheinen keinen Respekt vor ihrem König gehabt zu haben, wenn man hier “hört”, wie sie mit ihrem König reden:

    2. Samuel 3:24-25

    Sofort lief Joab zum König und rief: »Was habe ich da gehört? Abner war hier, und du hast ihn einfach wieder gehen lassen? 25 Du kennst ihn doch, er heuchelt dir nur etwas vor! In Wirklichkeit wollte er ausspionieren, was du tust und vorhast.«

    Wenn wir bedenken, dass David der Gesalbte Jehovas ist und ihm hier einer seiner Angestellten heftige Vorwürfe macht! Wenn ich mir vorstelle, ich hätte als Kind so mit meinem Vater geredet…

    Aber auch Abner hat kurz zuvor mit seinem König in ähnlicher Weise geredet:

    2. Samuel 3:8-9

    Abner wurde wütend und beschimpfte Isch-Boschet: »Was denkst du eigentlich, wer ich bin? Ein Verräter, der zum Stamm Juda hält? Die ganze Zeit schon kämpfe ich mit aller Kraft für das Königshaus deines Vaters, ich helfe seinen Verwandten und Freunden. Dich habe ich beschützt, damit du David nicht in die Hände fällst. Und was ist der Dank? Wegen einer Frauengeschichte führst du dich nun so auf! 9-10 Ich habe genug von dir! Von jetzt an unterstütze ich David.

    Shocking!

    Auf der anderen Seite waren beide Männer emotional sehr aufgeregt und wie reagieren wir denn, wenn wir wütend sind?

    Schließlich ist ja mein Ehemann auch mein Haupt – von Gott dazu eingesetzt – und wenn ich richtig in Rage bin, dann keife ich auch rum. Wo bleibt dann mein Respekt? Nicht umsonst wird uns geraten, dann erst mal auf Abstand zu gehen, bis die ersten heftigen Gefühle etwas weniger geworden sind und erst dann das Gespräch zu suchen. Das hat etwas mit Selbstbeherrschung zu tun, was auch zur Frucht des Geistes gehört.

    Wir sehen: es reicht nicht aus, die von Jehova eingesetzte Autorität anzuerkennen – sondern wir müssen auch an der Frucht des Geistes arbeiten.

    Was war bei David anders?

    Zum einen denke ich, dass er beide Male ja nicht unbedingt wütend auf Saul war, also keine momentane heftige emotionale Erregung hatte. Auf der anderen Seite hatte David ein sehr enges Verhältnis zu Jehova und sicherlich ständig mit IHM in engem Kontakt gestanden. Sicherlich hat er Jehova um Hilfe gebeten. Etwas, was uns in dem Programmpunkt auf dem BZK auch ans Herz gelegt wurde: in so einem Moment wenigstens ein kurzes Stoßgebet zu Jehova zu schicken.

    Und hier sind wir dann wieder bei der Frucht des Geistes und an dem Punkt, dass Jehova uns nur dann seinen Geist schenkt, wenn wir uns aufrichtig bemühen, so zu leben, dass wir SEIN Herz erfreuen. Dann schenkt uns Jehova seinen Geist und dann ist es uns möglich, auch in heftigen Momenten Ruhe zu bewahren und trotzdem respektvoll zu sein

  75. Juleam 7. April 2012 um 08:29 Link zum Kommentar

    2. Samuel 4:1

    Als Isch-Boschet, der Sohn Sauls, hörte, dass Abner in Hebron ermordet worden war, verlor er jeden Mut. Auch das ganze Volk war entsetzt

    Wieso trauert der König um Abner?

    Hatte ihm dieser nicht kurz zuvor alles vor die Füße geworfen und ihm gesagt, dass er künftig David dienen wolle?

    Auf der anderen Seite dürfen wir nicht vergessen, dass sie beide miteinander verwandt gewesen waren

  76. Juleam 7. April 2012 um 08:33 Link zum Kommentar

    2. Samuel 4:5-8

    Eines Tages nun kamen Rechab und Baana, die Söhne Rimmons aus Beerot, am Mittag zu Isch-Boschets Haus. Es war sehr heiß, und Isch-Boschet hatte sich zum Schlafen hingelegt.

    6-7 Die beiden gingen ins Haus, unter dem Vorwand, sie wollten einen Sack Weizen aus der Vorratskammer holen. Sie schlichen sich in Isch-Boschets Zimmer und erstachen den Schlafenden auf seinem Bett. Dann schlugen sie ihm den Kopf ab und machten sich damit auf und davon.
    Die ganze Nacht durchquerten sie die Jordanebene, 8 bis sie schließlich in Hebron ankamen. Dort zeigten sie König David den Kopf und sagten: »Hier bringen wir dir den Kopf Isch-Boschets, dessen Vater Saul dein Feind war und dir nach dem Leben trachtete. Heute nun hat sich der Herr für dich an Saul und an seiner Familie gerächt.«

    Was soll das denn für eine Heldentat sein? Wieso bringen sie ihren eigenen Verwandten und zudem ihren Arbeitgeber und König um? Soll David das nun toll finden?

    Vers 9-12

    David bestraft die Mörder

    9 Aber David antwortete den Söhnen Rimmons, Rechab und Baana, aus Beerot: »So wahr der Herr lebt, der mir in allen Schwierigkeiten geholfen hat: 10 Der Mann, der mir damals in Ziklag Sauls Tod meldete, glaubte auch, er würde mir eine gute Nachricht bringen. Aber ich richtete ihn hin – so bekam er den verdienten Lohn. 11 Wie viel schlimmer noch ist euer Verbrechen: Ihr gottlosen Mörder habt einen rechtschaffenen Mann zu Hause in seinem Bett ermordet. Ist es da nicht erst recht meine Pflicht, euch für diese Bluttat zu bestrafen? Mit dem Tod sollt ihr dafür büßen!«

    12 David befahl, die beiden hinzurichten.

    Dass manche Leute auch einfach nichts dazu lernen!

    Wie David hier zu ihnen sagt, hatte er bereits den Mann hinrichten lassen, der behauptet hatte, Saul getötet zu haben. Wie konnten sie da auf die Idee kommen, dass David sie dafür loben würde?

    War David nicht gerade besonders dafür bekannt gewesen, dass er die Sache mit Saul in Jehovas Hand gelegt hatte? Und das, obwohl dieser ihn über so viele Jahre mit seinem Hass verfolgt hatte und sein Leben in Gefahr war.

    Welchen Sinn hatte “diese Heldentat’ dann?

  77. Juleam 7. April 2012 um 08:37 Link zum Kommentar

    2. Samuel 5 – 8

    2. Samuel 5:9

    Nach der Eroberung machte David die Festung zu seiner Residenz und nannte sie »Stadt Davids«. Ringsum baute er die Stadt weiter aus. Er begann damit bei den Verteidigungsanlagen und ging dann nach innen vor bis zur Festung.

    Interessante “kleine Nebensächlichkeit”:

    Eigentlich würde ich annehmen, dass die Israeliten ihre Städte alle selbst gegründet und aufgebaut hätten. Wenn wir aber den Bericht in der Bibel aufmerksam lesen, dann fällt auf, dass sie ja jahrhundetelang ein Nomadenvolk waren, das in Zelten lebte. Erst, als Jehova sie ins verheißene Land ziehen ließ, fingen sie an, in Städten zu leben. Sie sollten die Bewohner in Gottes Auftrag austreiben und dann die Städte übernehmen. So waren die ersten Städte, die sie bewohnten, nicht von ihnen selbst gebaut, sondern quasi Kriegsbeute.

    Wie wir hier sehen, gilt dies auch für Jerusalem: auch Jerusalem war eine eroberte Stadt, die dann von David ausgebaut und erweitert wurde.

    Die Formulierung, dass Jerusalem “die Stadt Davids” war, ist in dieser Hinsicht etwas irreführend, denn sie lässt den Gedanken aufkommen, dass er sie selbst erbaut hat – oder doch zumindest geplant und ins Leben gerufen, wie später “den Tempel Davids”

  78. Juleam 7. April 2012 um 08:39 Link zum Kommentar

    2. Samuel 5:11

    Eines Tages schickte König Hiram von Tyrus eine Gesandtschaft zu David. Es waren Maurer und Zimmerleute dabei, sie brachten Zedernholz mit und bauten David einen Palast.

    Welches Interesse hatte der König von Thyrus daran, David einen Palast zu bauen oder dabei ungefragt zu helfen?

    Mein erster Gedanke war, dass er einer der Könige Israels sei, also im Glauben verwandt. Aber dann fiel mir ein, dass ja David seit einiger Zeit der alleinige König über Israel ist und außerdem war der andere König, der davor einen großen Teil des Reiches regierte, ja sein Feind!

    Also welchen Grund hat hier ein völlig fremder König, Material für den Palast zu sponsern und freiwillige Arbeiter zu schicken?

    Oder liegt es an der Übersetzung und gemeint ist, dass David Material und Arbeiter angefordert und auch bezahlt hat?

  79. Juleam 7. April 2012 um 08:41 Link zum Kommentar

    2. Samuel 5:17

    Als die Philister hörten, dass David zum König von Israel gekrönt worden war, zogen sie mit ihrem Heer nach Israel, um ihn gefangen zu nehmen.

    Wieder die Frage: “Warum?”

    Die ganze Zeit war er ihnen egal, auch die anderen Könige waren ihnen egal – aber nun wollen sie David als Gefangenen?

    Warum ausgerechnet ihn und warum jetzt?

  80. Juleam 7. April 2012 um 08:43 Link zum Kommentar

    2. Samuel 5:21

    Auf der Flucht ließen die Philister ihre Götzenfiguren zurück. David und seine Soldaten nahmen sie als Beute mit.

    Was wollten sie mit diesen Götzen?

    David war doch ein loyaler Anbeter Jehovas, was für ein Interesse kann er dann an solchen Figuren haben? Um sie zu verkaufen und den Gewinn für den Tempel zu nehmen?

    Mit den Götzen habe ich die ganze Zeit so meine Probleme: Abrahams Vater besaß Götzenfiguren, ebenso Laban. Wir erinnern uns noch daran, dass Jakobs Frauen die Hausgötter ihres Vaters mitnahmen und dass sich Rahel auf der Suche auf sie setzte und sich damit rausredete, sie könne nicht aufstehen, weil sie gerade ihre Tage habe?

    Die Israeliten brachten Aaron dazu, ihnen einen Götzen zu fertigen, der vor ihnen her gehen sollte usw.

    Warum besteht eigentlich so ein großes Interesse an derartigen Figuren? Und warum auch bei Personen aus Gottes Volk?

  81. Juleam 7. April 2012 um 08:44 Link zum Kommentar

    2. Samuel 6:1-5

    Noch einmal ließ David alle führenden Männer Israels zusammenkommen, es waren 30 000 Mann. 2 Gemeinsam mit ihnen zog er nach Baala im Stammesgebiet von Juda, um die Bundeslade von dort nach Jerusalem zu bringen. Sie war dem Herrn geweiht, dem allmächtigen Gott, der über den beiden Cherub-Engeln thronte. 3-4 Man holte sie aus dem Haus Abinadabs auf dem Hügel und lud sie auf einen neuen Wagen, der von Rindern gezogen wurde. Die beiden Söhne Abinadabs, Usa und Achjo, lenkten ihn. Achjo ging vor dem Gespann, 5 David und alle Israeliten liefen hinterher.

    David hatte doch so ein enges Verhältnis zu Jehova. Warum dann dieser Patzer hier?

    Lag es vielleicht daran, dass er so lange wegen Saul von Gottes Volk getrennt war und daher all die Jahre nicht anwesend war, als das Gesetz vorgelesen wurde? Denn eigentlich mußte er doch wissen, wie die Bundeslade transportiert werden sollte. Auch hatte er sich ja als König eine eigene Abschrift des Gesetzes gemacht.

    Kann es sein, dass er diesem Punkt kaum noch Aufmerksamkeit geschenkt hatte, weil sie ja nicht mehr umherzogen und daher die Lade die ganze Zeit nicht mehr bewegt wurde?

  82. Juleam 7. April 2012 um 08:46 Link zum Kommentar

    2. Samuel 6:20-21

    Er war noch nicht im Palast, als ihm Michal schon entgegenkam. »Ach, wie würdevoll ist heute der Herr König vor seinem Volk aufgetreten!«, spottete sie. »Bei deiner halb nackten Tanzerei hast du dich vor den Sklavinnen deiner Hofbeamten schamlos entblößt. So etwas tut sonst nur das Gesindel!«

    Falls sich der König tatsächlich entblößt haben sollte, wäre dies sicherlich wirklich Grund zur Scham gewesen.

    Aber wir haben gerade einige Verse vorher gelesen, dass er mit einer Art Leinenschurz gekleidet war, die die Priester zu tragen pflegten (Vers 14)

    Er war nur mit einem leichten Leinenschurz bekleidet, wie ihn sonst die Priester trugen.

    Wenn diese Kleidung also für einen Priester angebracht war – wie konnte sie dann für einen König schamlos sein?

  83. Juleam 7. April 2012 um 08:48 Link zum Kommentar

    2. Samuel 7:2

    Eines Tages sagte David zu dem Propheten Nathan:

    Wann genau ist eigentlich Nathan auf den Plan getreten?

    Mir ist so, als habe es mit Samuels Tod keinen neuen Propheten gegeben. Wo kommt dieser Nathan hier auf einmal her?

    Oder wurden die anderen Propheten und Nathan nicht erwähnt, weil nichts herausragendes passiert war?

    Aber wenn es tatsächlich auch nach Samuels Tod weitere Propheten gab – wie konnte dann der Patzer mit der Bundeslade passieren? Hätte ein Prophet nicht gesagt, wie man sie hätte richtig transportieren müssen – und David auf den Fehler hingewiesen, als dieser Angst vor der Lade bekam? Und warum hatte David ihn nicht von sich aus gefragt?

    Wer war dieser Nathan und wo kam er auf einmal her?

  84. Juleam 7. April 2012 um 08:49 Link zum Kommentar

    2. Samuel 7:15

    Doch nie werde ich meine Güte von ihm abwenden, wie ich es bei Saul getan habe. Ihn habe ich damals abgesetzt und dir an seiner Stelle die Herrschaft anvertraut.

    Wie ist diese Aussage hier gemeint?

    Jehova hatte zwar David zum König gesalbt, als er Saul verwarf – allerdings hatte dieser die Herrschaft ja erst nach dessen Tod erhalten

  85. Juleam 7. April 2012 um 08:51 Link zum Kommentar

    2. Samuel 7:17-29

    Davids Dankgebet

    17 (1. Chronik 17, 15-27)
    Nathan berichtete David alles, was der Herr ihm in der Nacht gesagt hatte.

    18 Da ging David in das heilige Zelt, kniete vor dem Herrn nieder und begann zu beten:
    »Gott, mein Herr, wer bin ich, dass du gerade mich und meine Familie so weit gebracht hast? Ich bin es nicht wert. 19 Und nun willst du mir sogar noch mehr schenken, mein Herr und mein Gott! Du hast mir ein Versprechen gegeben, das bis in die ferne Zukunft reicht. Deine große Güte habe ich doch gar nicht verdient!20 Doch was soll ich weiter davon reden? Ich weiß, dass du mich, deinen Diener, auch ohne Worte verstehst. 21 Weil du es versprochen hast und weil du es so wolltest, hast du all dies Große getan und hast es mich erkennen lassen.

    22 Herr, mein Gott, wie mächtig bist du! Keiner ist dir gleich. Nach allem, was wir gehört haben, sind wir überzeugt: Es gibt keinen Gott außer dir. 23 Welches Volk auf der Erde hat solche Wunder erlebt wie wir? Ist je ein anderes Volk von seinem Gott aus der Sklaverei befreit worden, weil er es zu seinem Volk machen wollte? Große und furchterregende Dinge hast du für Israel getan, und so wurde dein Name überall berühmt. Du hast uns von der Unterdrückung der Ägypter befreit. Andere Völker und ihre Götter hast du unseretwegen vertrieben. 24 Für alle Zeiten hast du Israel zu deinem Volk gemacht; und du selbst, Herr, bist sein Gott geworden. 25 So bitte ich dich nun, Herr, mein Gott: Lass deine Zusage für mich und meine Familie ewig gelten, und löse dein Versprechen ein! 26 So wird dein Name für alle Zeiten berühmt sein, und man wird bekennen: ›Der Herr, der allmächtige Gott, ist Israels Gott.‹ Dann wird auch mein Königshaus für ewig bestehen.

    27 Du, der allmächtige Herr und Gott Israels, hast zu mir gesprochen. Du hast mir zugesagt: ›Ich werde deinem Königshaus Bestand geben.‹ Nur darum habe ich es gewagt, so zu dir zu beten. 28 Herr, du bist der wahre Gott, auf dein Wort kann man sich verlassen. Du hast mir, deinem Diener, so viel Gutes verheißen.

    29 Bitte segne mich und mein Königshaus. Lass für alle Zeiten einen meiner Nachkommen König sein. Herr, mein Gott, weil du meine Familie gesegnet hast, wird sie in Ewigkeit gesegnet sein, denn du selbst hast es mir versprochen.«

    Und wie sehen unsere Gebete aus?

    Bestehen sie hauptsächlich aus Bitten, was Gott alles für uns tun soll? Oder sprudeln wir wie David gerade dann über, wenn unser Herz von Dank erfüllt ist?

  86. Juleam 7. April 2012 um 08:52 Link zum Kommentar

    2. Samuel 8:4

    Davids Heer nahm 1 700 Reiter und 20 000 Fußsoldaten gefangen. Von den Zugpferden der Streitwagen behielt David 100 für sich, allen anderen ließ er die Fußsehnen durchschneiden.

    Diese Übersetzung stützt den Gedanken, dass er die Pferde tatsächlich lahm machte – und dass es hier um keine Kastration ging

  87. Juleam 9. April 2012 um 08:26 Link zum Kommentar

    2. Samuel 9 – 12

    2. Samuel 11:2-4

    Eines Nachmittags, als David seine Mittagsruhe beendet hatte, ging er auf dem flachen Dach seines Palasts spazieren. Da fiel sein Blick auf eine Frau, die im Hof eines Nachbarhauses ein Bad nahm. Sie war sehr schön. 3 David wollte unbedingt wissen, wer sie war, und schickte einen Diener los, der es herausfinden sollte. Man berichtete ihm: »Die Frau heißt Batseba. Sie ist eine Tochter Eliams und verheiratet mit Uria, einem Hetiter.« 4 David sandte Boten zu ihr und ließ sie holen. Batseba kam, und er schlief mit ihr. Danach kehrte sie in ihr Haus zurück.

    Es war also eine ganz bewußte Sünde!

    David hatte vorher gefragt, wer sie ist und sie trotzdem holen lassen – obwohl er wußte, dass sie verheiratet war!

    Ich habe mich oft gefragt, was dabei wohl in Bathseba vorgegangen sein mag?

    In dem biblischen Film, den wir haben, sieht das Ganze so aus, als sei sie zumindest nicht abgeneigt. Sie wendet zwar ein, dass sie verheiratet ist, aber es sieht für mich eher halbherzig aus.

    Warum?

    Thom sagt, man dürfe nicht vergessen, dass David der von Jehova eingesetzte König war, dem sie gehorchen musste. Aber Ehebruch stand unter dem GESETZ unter Todesstrafe und da steht nicht “ausser, wenn es der König ist”.

    Ich meine, sie hätte ebenso entschlossen ablehnen können, wie seinerzeit Joseph. Sicherlich war ihr ja seine Geschichte auch bekannt.

    Daher wird es wohl auch in dem Film so dargestellt, als sei sie nicht ganz abgeneigt gewesen. Sicherlich traf David mehr Schuld.

    Vielleicht ist es auch in gewissem Maße verständlich: sie war eine wunderschöne attraktive Frau und David ein stattlicher und angesehener Mann. Aus Erfahrung weiss ich selbst, wie stark die geschlechtliche Anziehungskraft ist und dass es oftmals gar nicht so leicht ist, dem zu widerstehen. Trotzdem war und ist das Handeln der beiden verkehrt!

  88. Juleam 9. April 2012 um 08:29 Link zum Kommentar

    2. Samuel 11:15-16

    Darin befahl er seinem Heerführer: »Stell Uria an die vorderste Front, wo der Kampf am härtesten tobt! Keiner von euch soll ihm Deckung geben. Zieht euch mitten in der Schlacht von ihm zurück, damit er getroffen wird und stirbt.«

    16 Joab hatte die Feinde in der belagerten Stadt schon länger beobachtet, und so wusste er, wo ihre gefährlichsten Leute standen. Genau dort setzte er nun Uria ein

    Wenn man bedenkt, dass sowohl David als auch Joab Anbeter Jehovas sind, frage ich mich, wie sie so skrupellos sein können?

    David hat Angst vor Entdeckung, das kann ich in gewisser Hinsicht auch verstehen. Er wusste, dass auf Ehebruch die Todesstrafe steht und niemand will wirklich gern sterben.

    Aber warum ist Joab so skrupellos? Will er seinem König gefallen? Ist er einfach ein gehorsamer Ausführer von Befehlen – ohne nachzudenken?

  89. Juleam 9. April 2012 um 08:30 Link zum Kommentar

    2. Samuel 11:18-21

    Joab ließ David über den Ablauf des Kampfes genau unterrichten. 19 Er sagte dem Boten, der die Nachricht überbringen sollte: »Wenn du dem König über das Geschehene berichtest, 20 wird er vielleicht zornig und hält dir vor: ›Warum seid ihr so nah an die Stadtmauer herangerückt? Habt ihr denn nicht daran gedacht, dass die Feinde von der Mauer aus auf euch schießen würden? 21 Wisst ihr nicht mehr, wie es damals in Tebez Gideons Sohn Abimelech erging? Von einer Frau wurde er umgebracht! Sie warf von der Mauer der Festung einen Mühlstein und erschlug ihn damit. Warum also habt ihr so nahe an der Stadtmauer gekämpft?‹ Wenn David dir solche Vorwürfe macht, dann erwidere ihm, dass auch der Hetiter Uria gefallen ist.«

    Ob das dem Boten nicht komisch vorgekommen ist? Hat Joab ihn damit nicht zum Mitwisser über diesen Mord gemacht?

  90. Juleam 9. April 2012 um 08:32 Link zum Kommentar

    2. Samuel 11:27

    Gleich nach der Trauerzeit ließ David sie zu sich in den Palast holen und heiratete sie.

    Alles gut gegangen? Keiner hat was gemerkt und jeder denkt, dass das Kind in der Ehe gezeugt wurde?

    Bald darauf brachte sie einen Sohn zur Welt.
    Der Herr aber verabscheute, was David getan hatte.

    Ja, Jehova war angeekelt von dem, was David getan hatte. Vor allen Dingen sicherlich auch darüber, dass er es auf so eine schäbige Weise vertuscht hatte.

    Trotzdem vergibt er ihm später, als er aufrichtig bereut.

    Auch heute könnten wir geneigt sein, solche Sünden zu vertuschen. Zwar steht auf Ehebruch heute keine Todesstrafe und so ist der Ehebrecher nicht mehr in der Verlegenheit, den rechtmäßigen Ehemann zu ermorden. Außerdem können wir ja heute verhüten, zur Not mit der Pille danach. Aber auch wenn der Ehebruch keine Schwangerschaft zur Folge gehabt hat, so könnten wir uns trotzdem für Jehova stinkend machen.

    Oder was denken wir, wie Jehova uns sieht, wenn wir alles abstreiten, so tun, als sei alles rein platonisch, das Verhältnis weiter führen und später die Frechheit besitzen, eine Hochzeitsansprache im Saal in Anspruch zu nehmen, die nur für diejenigen gedacht ist, die einen guten Ruf haben?

    Vielleicht gelingt uns dieses Kunststück sogar, weil wir die Menschen um uns herum täuschen können. Aber wie mag wohl Jehova darüber denken?

  91. Juleam 9. April 2012 um 08:34 Link zum Kommentar

    2. Samuel 12:7-10

    Der Herr, der Gott Israels, lässt dir sagen: ›Ich habe dich zum König von Israel erwählt und dich beschützt, als Saul dich umbringen wollte. 8 Den gesamten Reichtum Sauls und auch seine Frauen habe ich dir gegeben. Ganz Israel und Juda gehören dir. Und sollte dir das noch zu wenig sein, würde ich dir sogar noch mehr schenken. 9 Warum also missachtest du meinen Willen? Warum hast du getan, was ich verabscheue? Den Hetiter Uria hast du ermordet und dann seine Frau geheiratet. Ja, du, David, bist der Mörder Urias, denn du hast angeordnet, dass Uria im Kampf gegen die Ammoniter fallen sollte! 10 Von mir hast du dich abgewandt und Uria die Frau weggenommen.

    Wie sieht Jehova mich, wenn ich heute eine Ehe zerstöre – vielleicht sogar eine ganze Familie, weil Kinder da sind?

    Kann ich dann noch annehmen, dass ich Jehovas Wohlgefallen und seinen Segen habe?

    Würde dies nicht Jehovas Persönlichkeit widersprechen? Jehova ist absolut gerecht und liebevoll. Er kann nichts und niemand segnen, der anderen schadet. Auch dann nicht, wenn ich mir das einrede!

  92. Juleam 9. April 2012 um 08:37 Link zum Kommentar

    2. Samuel 12:13-14

    Da bekannte David: »Ich habe gegen den Herrn gesündigt.« Nathan erwiderte: »Der Herr hat dir vergeben, du wirst nicht sterben. 14 Doch wegen deiner Tat spotten die Feinde Gottes noch mehr über ihn. Darum muss der Sohn, den Batseba dir geboren hat, sterben.«

    Genau das ist der Punkt: selbst, wenn wir kein Mitleid mit dem betrogenen Ehepartner hätten – so müßten wir und doch trotzdem schämen!

    Denn hier geht es ja nicht um uns, ob wir den damals noch anderwertig verheirateten Ehepartner attraktiv und begehrenswert finden oder ob wir meinen, wir passen besser zu ihm und könnten ihn glücklicher machen als der Ex. Hier geht es auch nicht darum, ob wir selbst damals vielleicht nicht glücklich in unserer Ehe waren und nun mit dem anderen endlich unser Glück gefunden haben.

    Hier geht es doch um Jehova und die universelle Streitfrage.

    Stellen wir uns ur einmal vor, wie triumphierend der Widersacher Jehova das ins Gesicht schleudern wird: “das hast du dir so gedacht, dass dir die Menschen treu bleiben und dir trotzdem auch weiterhin treu gehorchen und dienen, weil sie dich lieben. Sieh nur her: der/die war sich selbst der/die Nächste. Um ihr eigenes Glück zu erhalten tritt sie dich und deine Maßstäbe mit Füßen!”

    Stellen wir uns vor, wie der Ruf Jehovas und seiner Organisation unter so einem Verhalten leiden:

    Noch vor Jahren konnte man im Brustton der Überzeugung sahen “Ehebruch, Scheidung usw gibt es unter Zeugen Jehovas nicht”. Heute stimmt das so nicht mehr. Heute gibt es so etwas auch und wenn es ein Problem gibt mit den Ältesten, dann behaupten einige ganz frech, sie hätten einen biblischen Scheidungsgrund.

    Was meinen wir wohl, wie unsere Familie (die vielleicht nicht in der Wahrheit ist) darüber denkt, wenn sie mitbekommt, dass wir unseren Ehepartner wegen einem anderen verlassen? Können sie uns und unsere Religion dann noch ernst nehmen?

    Wie mögen wohl Nachbarn und Bekannte denken, die monatelang mitbekommen haben, wie wir uns heimlich mit dem anderen getroffen haben? Wie mögen Interessierte denken, die so etwas sehen?

    Hier meine ich insbesondere die Situation, wenn wir es vertuschen und uns den Anschein geben, dass wir so leben wie es Gott gefällt.

    Ich persönlich kenne einige Interessierte, die wegen so etwas der Wahrheit den Rücken gekehrt haben, nur weil sie es beobachtet haben. Die eine war schon ungetaufte Verkündigerin und stand kurz vor der Taufe. Der andere hatte auch schon gute Fortschritte gemacht und hat dann leider auf der Arbeit mit jemand Kontakt bekommen, der zwar ein Zeuge Jehovas war, das auch immer wieder betonte, aber nicht danach lebte. So hat der Interessierte sich angewidert abgewandt, weil “Zeugen Jehovas sind auch nicht besser als andere, sie tun auch nicht das, was Jehova will”. Einige Zeit später ging seine Ehe in die Brüche und auch seine damalige Ehefrau hat später der Wahrheit den Rücken gekehrt.

    Auch schon oft habe ich den entsetzten Ausspruch gehört “sind das wirklich beide Zeugen Jehovas? Wie können die dann so etwas tun?”

    Wir sollten niemals vergessen, dass die Dinge die wir unterlassen oder die wir tun, nicht nur Auswirkungen auf unser eigenes Leben und auf unser Verhältnis zu Jehova haben – sondern sie können auch Jehova und seinen Namen in den Dreck ziehen!

    Genau dies wirft Nathan David hier vor.

    Denken wir immer daran und leben wir so, dass sich unser Gott nicht schämen muss, dass wir im Zusammenhang mit seinem Namen genannt werden

  93. Juleam 9. April 2012 um 08:43 Link zum Kommentar

    2. Samuel 13 – 15

    2. Samuel 13:1-22

    Tamar wird vergewaltigt

    1 Absalom, einer der Söhne Davids, hatte eine schöne Schwester namens Tamar. Eines Tages verliebte sich ihr Halbbruder Amnon in sie. Er war Davids ältester Sohn. 2 Amnon begehrte Tamar so sehr, dass er krank wurde. Er sah keine Möglichkeit, an sie heranzukommen, denn die unverheirateten Töchter des Königs wurden gut behütet.

    3 Amnon war mit Jonadab befreundet, einem Sohn von Davids Bruder Schamma. Jonadab war ein sehr schlauer Mann. 4 Er fragte Amnon: »Was ist los mit dir, Königssohn? Jeden Morgen siehst du trauriger aus! Willst du es mir nicht sagen?« Da gestand Amnon: »Ich habe mich in Absaloms Schwester Tamar verliebt.« 5 Jonadab riet seinem Freund: »Leg dich doch ins Bett, und stell dich krank! Wenn dein Vater dich besucht, dann frag ihn, ob nicht deine Schwester Tamar dir etwas zu essen bringen könnte. Sag ihm: ›Wenn ich zuschauen kann, wie sie mir etwas Gutes kocht, dann bekomme ich bestimmt wieder Appetit und esse etwas. Sie selbst soll es mir reichen.‹«

    6 So legte Amnon sich ins Bett und stellte sich krank. Als der König kam, um nach ihm zu sehen, bat Amnon: »Könnte nicht meine Schwester Tamar zu mir kommen? Sie soll vor meinen Augen zwei Kuchen in der Pfanne backen und sie mir bringen.«

    7 Sofort schickte David einen Diener zu dem Haus, wo Tamar wohnte, und ließ ihr sagen: »Dein Bruder Amnon ist krank. Geh doch zu ihm, und mach ihm etwas zu essen!« 8 Tamar kam zu Amnon. Während sie einen Teig knetete, die Kuchen formte und sie in der Pfanne backte, lag er da und schaute ihr zu. 9 Als sie ihm die fertigen Kuchen bringen wollte, weigerte Amnon sich zu essen. Stattdessen befahl er: »Alle Diener sollen das Zimmer verlassen!« Danach 10 sagte er zu Tamar: »Ich will nur von dir bedient werden! Bring mir das Essen ins Schlafzimmer!« Tamar nahm die Kuchen und brachte sie ihrem Bruder ans Bett.

    11 Als sie ihm das Essen reichen wollte, packte er sie und sagte: »Komm, meine Schwester, leg dich doch zu mir!« 12 Sie rief: »Nein, Amnon, zwing mich nicht zu so etwas. Das ist in Israel doch verboten. Ein solches Verbrechen darfst du nicht begehen! 13 Was soll dann aus mir werden? Denk doch, welche Schande das für mich wäre! Und du würdest in ganz Israel als gewissenloser Kerl dastehen. Warum redest du nicht mit dem König? Bestimmt erlaubt er dir, mich zu heiraten.« 14 Doch Amnon wollte nicht auf sie hören. Er stürzte sich auf sie und vergewaltigte sie.

    15 Aber dann schlug seine große Liebe in glühenden Hass um. Ja, er hasste Tamar nun mehr, als er sie vorher geliebt hatte. »Mach, dass du fortkommst!«, schrie er sie an. 16 »Nein«, flehte sie, »tu das nicht! Wenn du mich jetzt wegjagst, ist das noch viel schlimmer als das, was du mir vorhin angetan hast.« Aber auch jetzt ließ er sich nichts von ihr sagen. 17 Er rief seinen Kammerdiener und befahl: »Jag die da hinaus, und verriegle die Tür hinter ihr!«

    18 Der Diener warf sie hinaus und verschloss die Tür.
    Tamar trug ein weites Gewand mit langen Ärmeln. So kleideten sich die Töchter des Königs, die noch Jungfrauen waren. 19 In ihrer Verzweiflung zerriss sie ihr Gewand, streute sich Asche auf den Kopf und legte die Hand darauf. Laut weinend lief sie davon. 20 Zu Hause fragte Absalom sie: »Hat dieser Amnon dich belästigt? Sag niemandem etwas davon, denn er ist dein Bruder. Nimm die Sache nicht zu schwer!« Von da an wohnte Tamar einsam im Haus ihres Bruders Absalom.

    21 Als König David davon erfuhr, wurde er sehr zornig. Doch er brachte es nicht übers Herz, Amnon zu bestrafen, denn er war sein ältester Sohn, und David liebte ihn besonders. 22 Absalom sprach kein Wort mehr mit Amnon, er machte ihm keine Vorwürfe, aber er grüßte ihn auch nicht. Er hasste seinen Bruder, weil er seine Schwester Tamar vergewaltigt hatte.

  94. Juleam 9. April 2012 um 08:48 Link zum Kommentar

    2. Samuel 13:37-38

    David trauerte noch lange um seinen ältesten Sohn. Absalom aber floh zum König von Geschur, zu Talmai, dem Sohn Ammihuds. 38 Dort blieb er drei Jahre lang.

    Hier an diesem Punkt bin ich erst mal für einen ganzen Tag ins Stocken geraten, denn es war ein vager verschwommener Gedanke da, der mir aber sehr wichtig erschien. Ich konnte ihn nur nicht greifen. Daher mußte ich erst mal eine längere Pause machen, um den Gedanken aus der Tiefe wieder hervor zu locken:

    Ich weiss nicht mehr genau, in welchem Zusammenhang das war, ob es beim WT-Studium, in einem Vortrag oder auf einem Kongress war. Vor einiger Zeit hatten wir einen sehr wichtigen Gedanken zu dem Thema, wie gefährlich der falsche Umgang in einer Situation ist, in der wir uns geschwächt fühlen. Es wurden zwei Beispiele genannt und eins davon war die Sache hier mit Absalom:

    Er befindet sich hier in einem schwachen Zustand, weil er Probleme m seinem Vater hat. Er fühlt sich falsch verstanden, immerhin hat er die Vergewaltigung seiner Schwester gerächt. Eigentlich müßte man ihn loben, aber er weiss, dass sein Vater die Tat nicht gutheissen wird. So ist er sauer auf seinen Vater.

    In dieser Situation flieht er zu einem entfernten Verwandten, der kein Anbeter Jehovas ist. Der Bruder ging davon aus, dass dieser schlechte Umgang hier später dazu führt, dass sich Absalom gegen seinen Vater auflehnt. Vielleicht hat der Onkel ihn ja bestärkt, wenn er sich wegen seinem Vater ausgeheult hat. Vielleicht hat er ihm gesagt, dass er im Recht sei und sein Vater ein Weichei, weil er wegen seiner Liebe zu Amnon keine Konsequenzen gezogen hatte. So jemand ist eigentlich kein guter Führer. Könnte so jemand wirklich zum König taugen?

    Behalten wir im Sinn, dass Absalom ganze 3 Jahre hier verbringt und dies reichlich Gelegenheit gibt, den Neffen negativ zu beeinflussen.

    Hm, in welchem Zusammenhang hatten wir nur diesen Gedanken? Ich bin mir sicher, dass ich dazu auch was gebloggt hatte…

  95. Juleam 9. April 2012 um 09:02 Link zum Kommentar

    2. Samuel 14:29-32

    Da ließ er eines Tages Joab zu sich rufen. Der sollte beim König ein gutes Wort für ihn einlegen. Doch Joab weigerte sich zu kommen. Absalom bat ihn ein zweites Mal zu sich, aber wieder erschien er nicht. 30 Da befahl Absalom seinen Knechten: »Los, geht zu Joabs Gerstenfeld, das an mein Land angrenzt, und steckt es in Brand!«

    31 Als das Feld in Flammen stand, eilte Joab zu Absalom und stellte ihn zur Rede: »Warum haben deine Knechte mein Gerstenfeld angezündet?« 32 »Weil du nicht gekommen bist, als ich dich rufen ließ«,

    Hier zeigen sich wohl schon die ersten negativen Auswirkungen von dem schlechten Umgang:

    Bloß, weil Joab auf seinen Ruf nicht antwortet, steckt er sein Feld an und schadet ihm.

    Ist Absalom hier bereits so von sich überzeugt und davon, dass er im Recht ist und alle anderen ihm nur Böses wollen?

    Er versucht hier, sein Recht zu erzwingen. Es steht ihm zu und wer es ihm nicht freiwillig gibt, der wird gestraft und gezwungen, es ihm doch noch zu geben. Denn nun kommt Joab zu ihm, weil er wissen will, was das soll. Ein sehr unschöner Zug von Absalom!

    Wie reagieren wir, wenn wir nicht damit klar kommen, wie andere mit uns umgehen? Tappen wir vielleicht in die gleiche Falle wie Absalom? Suchen wir uns Freunde unter denen, die uns in unserer Enttäuschung Recht geben? Die uns “helfen”, uns noch mehr reinzusteigern? Freunde, die uns sagen, dass wir uns nicht alles gefallen lassen müßten, dass wir das nicht verdient hätten?

    Vorsicht, denn so kann aus Enttäuschung Wut und Zorn werden, die sich dann Raum verschaffen. Auf einmal haben wir das Gefühl, dass wir das so nicht mehr aushalten und den anderen dafür strafen müssen. Und dann tun wir vielleicht etwas, was uns vorher überhaupt nicht in den Sinn gekommen wäre. Vielleicht auch etwas, was uns später mal sehr leid tun könnte.

    Und noch viel schlimmer: wir könnten dadurch etwas tun, was unser Verhältnis zu Jehova gefährdet und wo wir so schnell nicht wieder raus kommen. Denn wenn wir erst einmal den Bogen überspannt haben, können wir nicht so schnell wieder zurückrudern.

    Wenn wir von einem anderen enttäuscht worden sind, dann achten wir bitte besonders gut darauf, mit wem wir Umgang haben und wo wir uns ausheulen.

    Sicherlich tut es uns in so einer Lage gut, wenn uns andere die Ohren kitzeln – aber das ist nicht wirklich gut. Besser wäre, uns bei Menschen Halt zu suchen, die ein wirklich enges Verhältnis zu Jehova haben und die dies bereits hinreichend bewiesen haben, indem sie die Interessen Jehovas ihren eigenen immer voran gestellt haben und es noch tun!

    Sicherlich ist es nicht besonders toll, wenn uns dann so jemand vorsichtig darauf hinweist, dass wir uns gerade auf gefährliches Glatteis begeben. Wir wollen hören, dass wir Recht haben und der andere böse ist. Das liegt so in unserer unvollkommenen Natur. Aber ein wahrer Freund hat unser Wohlergehen im Auge. Und da er so denkt, wie Jehova denkt – so wird er uns sagen, wie Jehova die Dinge sieht. Er wird unser Augenmerk auf das Wesentliche lenken.

    Das ist in dem Moment sicherlich nicht sonderlich toll für uns, wenn uns unser Freund liebevoll darauf hinweist, dass auch wir einen gewissen Anteil daran haben, dass etwas schief gelaufen ist und dass wir unsere Einstellung und unser Tun ändern müßten. Aber es wird uns wirklich helfen. Oftmals reicht es schon, wenn man sich in den anderen hinein versetzt, sich überlegt, warum er so gehandelt hat. Dann tut es uns oftmals schon leid.

    Wenn wir erst einmal in diese Spirale der Vorwürfe und des Selbstmitleids hinein gerutscht sind, dann geht es uns vielleicht bald so wie hier Absalom und wir versuchen mit allen Mitteln unser “Recht” einzufordern (Vers 32).

    »Du solltest für mich zum König gehen und ihn fragen, warum man mich überhaupt aus Geschur geholt hat. Ich hätte lieber dort bleiben sollen. Entweder der König empfängt mich jetzt endlich, oder er lässt mich hinrichten, falls er mich immer noch für schuldig hält!«

    Vielleicht gelingt uns das sogar und wir können uns erzwingen, was wir so sehr begehren. Aber wird uns dies wirklich glücklich machen? Wir würden den Segen und die Freundschaft unseres Gottes verlieren. Wer die einmal hatte, der wird es kaum verwinden, dass er sie verloren hat. Es gibt sogar Menschen, die unter dieser Last richtiggehend krank geworden sind.

    Schlimm, wenn sie sich dann immer noch “im Dunstkreis der falschen Freunde” befinden, denn diese werden uns dann einreden, dass der andere Schuld daran ist, dass es uns so schlecht geht. Sehr schlimm, wenn wir dies glauben, denn es hindert uns dann daran, zu erkennen, woran es wirklich liegt. Unser Herz wird vielleicht verstockt und da wir uns der Lage nicht wirklich bewußt sind – dass es uns so schlecht geht, da wir uns aufgrund unseres verkehrten Verhaltens in Wirklichkeit von Jehova abgewandt haben – erkennen wir ja auch nicht die Notwendigkeit, umzudrehen und wieder auf Jehova zuzugehen, indem wir das tun, was ER von uns erwartet!

    Aus Erfahrung weiss ich, dass nichts im Leben so schlimm ist, wie von Jehova entfernt zu sein. Egal, was wir auch alles erleiden und erdulden müßten, egal auf was wir alles verzichten müßten – solange wir nur die Gewißheit haben, dass unser Gott uns ganz nah ist – solange können und dürfen wir wirklich glücklich sein. Paulus sagte sogar, dass er die “zurück gelassenen Dinge” als “eine Menge Kehrricht” betrachtet.

    Ja, was hat Absalom davon? Ja, er zwingt Joab, zu ihm zu kommen und ihn und seine Klagen anzuhören – aber was ändert das?

    Ja, er sticht später seinen Vater beim Volk aus, er entreisst ihm die Herrschaft und zwingt ihn zur Flucht. Aber was bringt ihm all das? Genugtuung? Macht es ihn wirklich glücklich?

    Erinnern wir uns noch an ‘den bösen Geist Jehovas‘ der immer über Saul kam? Erinnern wir uns noch daran, was damit gemeint war?

    Wo kam der her?: Saul hatte sich von Jehova abgewandt und war Zeit seines Lebens von Hass zerfressen. Auch er machte den Fehler, die Schuld bei anderen zu suchen. Ja, dieser David, der war Schuld. Wegen dem war Jehova von ihm gewichen. Und den verfolgte er sein ganzes Leben lang.

    Saul war von seinem Hass auf David völlig zerfressen, er beherrschte sein ganzes Leben. Er konnte an nichts anderes mehr denken. Er fühlte sich sogar genervt, dass er von der Verfolgung Davids ablassen mußte, um das Volk von den Philistern zu befreien – was ja seine eigentliche Aufgabe als König war.

    Hätte er nur auf Samuel gehört. Samuel war ein Mann Gottes und er hatte ihm gesagt, woran es lag, dass Jehova ihn verworfen hatte. Er hätte zu Jehova umkehren können.

    Ja, auch Absalom ist hier auf dem verkehrten Weg, hier ist er schon soweit, sein Recht zu erzwingen. Dafür würde er sogar über Leichen gehen.

    Selbst, wenn wir wirklich Unrecht erleiden müßten – so ist ein Verhalten wie das hier von Absalom nicht gerechtfertigt. Besser ist es dann, die Dinge vertrauensvoll in Jehovas Hand zu legen und sie dann auch dort zu belassen!

    Damit ändern wir zwar die Situation nicht und wir müssen vielleicht auch weiterhin auf unser “Recht” verzichten – vielleicht sogar bis zum Tag Jehovas. Aber wir haben dann das gute Gefühl, dass wir auch weiterhin noch in Gottes Liebe sind.

    Es gibt nichts wertvolleres auf dieser Welt!

  96. Juleam 9. April 2012 um 14:20 Link zum Kommentar

    2. Samuel 15:2-6

    Er stellte sich jeden Morgen in aller Frühe an das Tor zum Palast. Alle, die mit einer Streitsache kamen, um sie dem König als oberstem Richter vorzulegen, fragte er nach ihrer Heimatstadt. Wenn jemand zu einem der Nordstämme Israels gehörte, 3 sagte Absalom zu ihm: »Zweifellos würdest du den Prozess gewinnen, denn du bist im Recht. Aber man wird dich gar nicht erst bis zum König vorlassen.« 4 Und er fügte noch hinzu: »Ach, wäre doch ich der oberste Richter in unserem Land! Ich würde mir Zeit nehmen für jeden, der mit seinem Fall zu mir kommt. Allen würde ich zu ihrem Recht verhelfen.« 5 Wenn der andere sich dann voller Ehrfurcht vor Absalom zu Boden werfen wollte, kam der ihm zuvor, umarmte und küsste ihn. 6 So verhielt Absalom sich gegenüber allen Leuten aus Israel, die mit ihren Streitigkeiten zum König nach Jerusalem kamen. Dadurch machte er sich bei ihnen beliebt.

    So kann man auch Leute miteinander entzweien:

    Man stellt einfache eine Behauptung über einen anderen auf, die ihn in ein schlechtes Licht stellt und rückt sich damit selbst in ein besonders gutes Licht.

    Passenderweise wird ihm einfach geglaubt, ohne nachzufragen, ob das wirklich so ist. Durch die Behauptung von Absalom versuchen die Leute gar nicht erst, ihr Anliegen vor den König zu bringen und so weiß der gar nichts davon und hat gar keine Chance, die Dinge richtig zu stellen. Als er es dann bemerkt, ist es schon zu spät – alle glauben den Lügen und der König ist unten durch. Und all dies, ohne dass er selbst sich irgendetwas hat zuschulden kommen lassen!

    Gauben wir vielleicht auch einfach alles ohne nachzuharken?

    Was, wenn jemand uns über eine Person, der wir bisher vertraut haben, ungeheuerliche Sachen erzählt? Glauben wir das dann – oder fragen wir denjenigen selbst? Geben wir ihm die Gelegenheit, sich dazu zu äußern?

    Oder wenden wir uns kommentarlos von ihm ab, da wir nun erfahren haben “was für ein Monster” derjenige ist?

    Erinnern wir uns noch an die Begebenheit mit Eva? Satan stellt eine Behauptung über Jehova auf und sie glaubt es, ohne Jehova danach zu fragen. Das Ergebnis?: die ganze Menschheit hat bis heute darunter zu leiden!

    Erinnern wir uns das nächste Mal bitte daran, wenn uns jemand über einen anderen Schlechtes erzählt!

  97. Juleam 9. April 2012 um 14:23 Link zum Kommentar

    2. Samuel 15:14

    »Dann gibt es für uns nur eines: fliehen, damit wir ihm nicht in die Hände fallen«, sagte David zu seinen Anhängern. »Wir müssen sofort aufbrechen, beeilt euch! Sonst überwältigt er uns hier in der Stadt, und dann sind wir und alle Einwohner verloren. Denn bestimmt würde er ein großes Blutbad anrichten.«

    Und wieder flieht David aus einer Stadt, um die Bewohner vor Schaden zu bewahren. Wir erinnern uns noch?

    Auch hier würde Absalom mit seinen Truppen die Stadt ja nur stürmen, um David, den König, zu vernichten. Wenn er nicht in der Stadt wäre, gäbe es ja keinen Grund mehr, die Stadt anzugreifen.

    Wie wir sehen, hat sich David in diesem Punkt nicht geändert: er stellt die Interessen der anderen über seine eigenen.

    Wie steht es da mit uns?

  98. Juleam 11. April 2012 um 13:36 Link zum Kommentar

    2. Samuel 16 – 18

    2. Samuel 16:3-4

    »Und wo ist Mefi-Boschet, der Enkel deines früheren Herrn?«, fragte der König. Ziba antwortete: »Der wollte in Jerusalem bleiben. Er hat behauptet: ›Heute werden mich die Israeliten zum König von Israel krönen, denn ich bin der Nachkomme Sauls.‹« 4 Da erwiderte David: »Ab sofort gehört dir, Ziba, der ganze Besitz Mefi-Boschets!«

    Gerade erst selbst Opfer von Verleumdungen geworden, fällt David selbst auf so etwas herein!

    Auch er prüft nicht erst, ob das Gesagte stimmt, sondern er handelt so übereilt, wie sein Volk, dass auf Absaloms Lügen herein gefallen ist

  99. Juleam 11. April 2012 um 13:37 Link zum Kommentar

    2. Samuel 16:7-8

    Dabei fluchte er und schrie: »Verschwinde, du Verbrecher, du Mörder! 8 Ja, du bist schuld daran, dass Saul und seine Familie umgekommen sind, du hast die Herrschaft einfach an dich gerissen! Jetzt aber straft dich der Herr für das unschuldig vergossene Blut: Er hat deinen Sohn Absalom an deiner Stelle zum König gemacht und dich ins Unglück gestürzt. Etwas Besseres hast du auch nicht verdient, du Mörder!«

    So unterschiedlich kann man die Dinge sehen:

    Schimi ist felsenfest davon überzeugt, dass David die Schuld an allem trifft und dass dessen eigene schlimme Lage jetzt die Strafe von Jehova sei. Aus seinem Blickwinkel hat er vielleicht sogar Recht. Aber wir kennen durch den Bericht in der Bibel die wahren Abläufe und dass David auch weiterhin Jehovas Wohlgefallen hat.

    Lassen auch wir uns vom äußeren Anschein täuschen?

  100. Juleam 11. April 2012 um 13:40 Link zum Kommentar

    2. Samuel 18:5

    Den drei Heerführern Joab, Abischai und Ittai schärfte er ein: »Sorgt dafür, dass meinem Sohn Absalom nichts zustößt!«

    Eine interessante Einstellung zu seinem Sohn hat er hier:

    Erst verbannt er ihn für viele Jahre, weil er seinen Bruder Amnon getötet hat. Dann darf er wieder nach Jerusalem kommen, aber er darf über all die Jahre sein Angesicht nicht sehen – und nun darf ihm niemand ein Haar krümmen. Als er später doch getötet wird, kriegt sich David vor Trauer nicht mehr ein. Wo ist da die Logik?

    Wenn er seinen Sohn so sehr liebt, dass er unbedingt geschont werden muss, obwohl der seinem Vater nach dem Leben trachtet – warum ist er vorher so hart mit ihm?

    Kann es sein, dass er Absalom deswegen schonen will, weil er sich schuldig fühlt? Dass auch er auf die Idee gekommen ist, dass Absalom deshalb gegen seinen Vater rebelliert, weil er sich ungerecht behandelt fühlt?

    Oder ist dies nur ein Wesenszug von ihm? Er hatte ja auch Amnon nicht für die Vergewaltigung von Tamar zur Rechenschaft gezogen. War er also nur ein sehr weichherziger Mensch?

    Vielleicht resultiert dies ja aus seinem eigenen Fehltritt. Er hatte ja bei sich selbst gesehen, wie schnell ein Mensch vom rechten Weg abkommen kann und er war ja von Herzen froh, dass Jehova ihm vergeben und eine zweite Chance gegeben hat. Vielleicht ist er deshalb mit seinen Söhnen so nachsichtig, weil ja Jehova auch bei ihm Nachsicht geübt hatte.

    Auf der Anderen Seite hatte Jehova ihm ja auch erst vergeben, als er sein Handeln bereute und wir lesen nirgends, dass Amnon leid tat, was er Tamar angetan hatte. Auch Absalom war ja noch mitten drin im Schlechtestun.

    Wir wissen nicht, warum David so gehandelt hat. Aber wir können ihn ja fragen, wenn er nach Harmagedon wieder aufersteht

  101. Juleam 11. April 2012 um 13:43 Link zum Kommentar

    2. Samuel 18:8

    Die Kämpfe breiteten sich über das ganze umliegende Gebiet aus. Der Wald dort aber war so unwegsam und gefährlich, dass er noch mehr Opfer forderte als die Schlacht selbst.

    Interessant, was schon eine andere Übersetzung ausmacht:

    Im letzten Jahr hatte ich lange nachgeforscht, wieso der Wald mehr “fraß als das Schwert”. Denn auch die Luther-Übersetzung gibt diese Passage so wieder.

    Diese hier in der Hoffnung für Alle übersetzt diesen Teil genau so, wie es in den Publikationen erklärt wurde.

    Dies ist mir in der letzten Zeit schon öfters aufgefallen und es zeigt, dass auch die anderen Bibel-Übersetzer sehr sorgfältig vorgegangen sind. Das finde ich persönlich sehr schön

  102. Juleam 11. April 2012 um 13:44 Link zum Kommentar

    2. Samuel 18:11-13

    Joab rief: »Was, du hast ihn gesehen und ihn nicht auf der Stelle umgebracht? Ich hätte dir zehn Silberstücke und einen wertvollen Gürtel dafür gegeben!« 12 Doch der Mann entgegnete: »Auch wenn du mir tausend Silberstücke bieten würdest – dem Sohn des Königs könnte ich nichts antun. Ich habe doch genau gehört, wie der König dir, Abischai und Ittai befohlen hat: ›Sorgt dafür, dass meinem Sohn Absalom nichts zustößt!‹ 13 Und wenn ich ihn unbemerkt getötet hätte – dem König wäre sowieso zu Ohren gekommen, wer es war, denn früher oder später erfährt er doch alles. Dann würdest du mir bestimmt keine Rückendeckung geben!«

    Zwei Männer – zwei unterschiedliche Reaktionen auf ein und dieselbe Sache.

    Warum weigert sich der Soldat, das Gebot des Königs zu unterlaufen, der Heeroberste aber nicht? Hatte er nur Angst, oder ist es nicht eher Respekt?

    Aber warum fehlt dieser dem Obersten völlig?

  103. Juleam 11. April 2012 um 13:48 Link zum Kommentar

    2. Samuel 22 – 24

    2. Samuel 22:22-24

    Denn ich war ihm gehorsam, nie habe ich meinem Gott die Treue gebrochen.

    23 Seine Gebote hielt ich mir immer vor Augen, und seine Befehle schlug ich nicht in den Wind.

    24 Ich lebte so, dass er mir nichts vorwerfen konnte, und mied das Unrecht wie die Pest.

    Wie konnrte er dies von sich sagen? Immerhin hatte er mit Bathseba Ehebruch begangen und zur Vertuschung dieser Sünde ihren Mann ermorden lassen. Hatte er das vergessen?

    Ok, Jehova hatte ihm vergeben, als er bereute und seine Sünde eingestand. Und Jehova sagt ja, dass er in so einem Fall unsere Sünden hinter sich wirft und ihrer nicht mehr gedenkt.

    Bedeutet das, dass wir dann ganz sündenfrei sind, weil Jehova sie ausradiert hat und dass wir dann zu Recht von uns sagen könnten, wir hätten nie gesündigt?

    Oder wie ist diese Aussage hier gemeint?

  104. Juleam 11. April 2012 um 13:49 Link zum Kommentar

    2. Samuel 24:1

    Der Herr wurde zornig über die Israeliten. Darum verleitete er David dazu, sie ins Unglück zu stürzen. Er brachte den König auf den Gedanken, eine Volkszählung durchzuführen.

    Wieso das jetzt?

    Ich dachte, die Volkszählung sei Ungehorsam gegenüber Jehova gewesen und ER habe das Volk mit einer Plage deswegen bestraft? (Vers 10)

    Doch nun bereute David, was er getan hatte. Er betete zum Herrn: »Meine Schuld ist groß. Bitte, Herr, vergib mir! Ich habe einen schweren Fehler begangen.«

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