Habakuk


Habakuk

Übersicht und thematische Verlinkung der Gedanken – sortiert nach Kapiteln

Thomas 8. August 2009 5 Kommentare Trackback URI Comments RSS

5 Kommentare zu “Habakuk”

  1. Juleam 10. August 2009 um 10:57 Link zum Kommentar

    Habakuk 1 – 3

    Habakuk 1:2-4

    Wie lange, o Jehova, soll ich um Hilfe schreien, und du hörst nicht? [Wie lange] werde ich zu dir [wegen der] Gewalttat um Beistand rufen, und du rettest nicht? 3 Warum läßt du mich Schädliches sehen und schaust ständig auf nichts als Ungemach? Und [warum] sind Verheerung und Gewalttat vor mir, und [warum] entsteht Gezänk, und [warum] wird Streit geführt?

    4 Darum wird das Gesetz kraftlos, und das Recht geht niemals hervor. Denn der Böse umgibt den Gerechten, darum kommt das Recht verdreht hervor.

    Kennen wir das? Denken wir nicht oft selber so? Fragen wir dies nicht auch ab und an unseren Gott?

    Habakuk 1:13

    Du bist zu rein von Augen, um Schlechtes zu sehen; und Ungemach vermagst du nicht anzuschauen. Warum schaust du auf diejenigen, die treulos handeln, schweigst fortwährend, wenn ein Böser einen, der gerechter ist als er, verschlingt?

    Ach ja, warum?

    Habakuk 2:3

    Denn [die] Vision ist noch für die bestimmte Zeit, und sie geht keuchend dem Ende zu, und sie wird keine Lüge mitteilen. Selbst wenn sie säumen sollte, so harre ihrer; denn sie wird sich ganz bestimmt bewahrheiten. Sie wird sich nicht verspäten

    Ja, diese Vision wird ganz bestimmt eintreffen, sie wir sich nicht verspäten! Lassen wir uns nicht einlullen, von wem auch immer. Unser Gott steht zu seinem Wort!

  2. Juleam 10. August 2009 um 10:58 Link zum Kommentar

    Habakuk 2:12

    Wehe dem, der eine Stadt durch Blutvergießen baut und der eine Stadt durch Ungerechtigkeit fest errichtet hat!

    und: “Wehe dem, der sein Leben auf einer Lüge aufbaut, denn Jehova lässt sich nicht täschen!”

  3. Juleam 10. August 2009 um 10:59 Link zum Kommentar


    Habakuk 3:18

    h ich meinerseits will in Jehova frohlocken; ich will jubeln in dem Gott meiner Rettung.

    Ja, vertrauen wir auf unseren Gott. Dann werden wir nicht enttäuscht werden!

  4. Thomasam 3. August 2010 um 14:56 Link zum Kommentar

    Habakuk 1-3
    Zitate von J.N.Darby


    Der Prophet beginnt mit der Klage, daß das Böse, welches sich inmitten des Volkes findet, unerträglich sei.Es ist dies das natürliche Ergebnis der Wirksamkeit des Geistes Gottes in einem Herzen, welches auf die Ehre Gottes eifersüchtig ist und das Böse verabscheut. Das Herz des Propheten hat sich nach der Belehrung gebildet, die es in der Schule des Gesetzes empfangen hat, und es ist vielleicht der Geist des Gesetzes, in welchem es von dem Bösen redet. Der Geist Gottes führt ihn aus dieser Stellung, die einem vor Gott stehenden Propheten zukam, auch nicht heraus. Habakuk beurteilt das Böse in einer heiligen Weise, einem Herzen entsprechend, welches sich treu an die Segnungen Jehovas hielt.

    Darauf offenbart ihm Jehova das schreckliche Gericht, mit dem Er das Volk züchtigen wollte, welches sich derartig dem Bösen hingab. Er würde gegen dasselbe die Chaldäer erwecken, in welchen Stolz und Tatkraft in so hervorragendem Maße ausgeprägt waren, die, in allen ihren Unternehmungen erfolgreich, einzig in der Meinung, die sie von sich selbst hatten, die Befriedigung ihres Ehrgeizes suchten. Ihr Haupt würde den wahren Gott verlassen, welchem sie ihre Stärke verdankten, und würde einen Gott verehren, den es sich selbst gemacht hätte

    Indessen erweckt dieses alles in dem Propheten ein Gefühl, welches sich von dem vorher empfundenen unterscheidet. Hier wird sein Gott von dem Werkzeug, das zur Ausführung der Rache dient, verleugnet und das geliebte Volk von einem, der schlechter ist als es selbst, zu Boden getreten. Der Glaube weiß aber, daß sein Gott, der wahre Gott, der eine und alleinige Herr ist, und daß es Jehova ist, der den Bösen die Macht verliehen hatte, Sein Volk zurechtzubringen. – Sollen dieselben jedoch fortfahren, ihr Netz mit Menschen zu füllen, als ob diese nur Fische wären?

    Im zweiten Kapitel hält der Prophet inne, damit Gott diese Sache zu Seiner Zeit klarmache; er steht, einer Schildwache gleich, auf seiner Warte, um die Antwort zu erlangen, die Gott seiner geängstigten Seele zuteil werden lassen würde. Nun, um Seinen Propheten und Sein ganzes getreues Volk zu trösten, befiehlt ihm Gott, die Antwort so deutlich zu schreiben, daß man sie geläufig lesen könne. Er gedenkt der Gefühle Seines Volkes, Er schätzt sie; denn dieselben werden in Wahrheit in Übereinstimmung mit Seinem eigenen Herzen durch den Heiligen Geist hervorgebracht.

    Er will, noch ehe die Befreiung eintritt, das Herz trösten, welches durch die Empfindungen, die der Glaube selbst hervorbringt, niedergedrückt ist. Wenn es Glaube ist, der die Empfindungen wachruft, dann wird dieser Glaube auch nicht vergeblich auf eine Antwort warten. Die Befreiung stand allerdings noch nicht nahe bevor. Das Gesicht ging noch auf eine bestimmte Zeit; doch die Befreiung seitens Gottes würde sicher kommen. Gott, der den Glauben wertschätzt, würde Selbst einschreiten. Wenn die Befreiung verzog, so sollte der Treue ihrer harren. Sie würde gewißlich kommen und nicht ausbleiben. Dem Herzen des Menschen schien sie zu verziehen. Das Ausharren sollte ein vollkommenes Werk haben. Das Ausharren Gottes war lang und vollkommen gewesen. Die Zeit der Befreiung würde sich keinen Augenblick über die Stunde hinaus verziehen, welche Gott in Seiner Weisheit dafür bestimmt hatte.

    Der Geist des Hochmuts, dessen Ergebnisse das Herz des Propheten ganz überwältigt hatten, war von Gott gerichtet worden. Der Unterdrücker war nicht aufrichtig, aber das Teil des Gerechten war, durch Glauben zu leben; und durch Glauben würde er auch leben. Eine Befreiung für das Volk, welche sozusagen diesen Glauben nicht erforderte, hätte vielleicht begehrenswerter erscheinen können. Gott wollte aber, daß das Herz in dieser Weise geübt werde. Der Gerechte muß durch diese Dinge hindurchgehen und lernen, auf Jehova zu vertrauen, auf Ihn in allen Umständen zu rechnen, zu lernen, was Er in Sich Selbst ist, mag kommen, was da will.

    Obwohl es jedoch Gott zuließ, daß Sein Volk um seiner Sünden willen durch Ungerechtigkeit und Unterdrückung niedergeworfen wurde, so schrie doch die Handlungsweise des Unterdrückers zum Himmel empor und brachte das Gericht auf sein eigenes Haupt herab. Wehe ihm! Denn selbst abgesehen von den Beziehungen Gottes zu Seinem Volke, ist Er es, der die Erde richtet und sie von dem Unterdrücker und dem Gesetzlosen befreit. Sein geschnitztes Bild wird diesem nichts nützen: was kann der schweigende Stein für den Mann tun, der ihn aufgestellt hat? Aber Jehova war an Seiner heiligen Stätte, in Seinem Tempel. Die ganze Erde sollte vor Ihm schweigen. Sie würde voll werden von der Erkenntnis Seiner Herrlichkeit, gleichwie die Wasser den Meeresgrund bedecken. Die Völker der Welt würden sich vergebens abmühen, nur fürs Feuer, und dies würde von Jehova sein; denn Er will die Welt mit der Erkenntnis Seiner Selbst füllen.

    Diese Antwort läßt das Herz des Propheten die erhabene Gegenwart Gottes empfinden und veranlaßt ihn, nach einer Belebung der gnadenvollen Wirksamkeit Gottes inmitten des Volkes auszuschauen; sie führt den Propheten zu den ersten Beweisen der Güte Gottes zurück und erinnert ihn an die ganze Herrlichkeit Jehovas, die sich offenbarte, als Er zu Anfang der Geschichte des Volkes für dasselbe eintrat, als Er von Seinem Orte ausging und jedes Hindernis niederwarf, um Sein Volk in den Besitz des Segens zu setzen.

    Indem der Prophet dieser Offenbarung der göttlichen Macht gedenkt, erzittert er; doch ist er sich dabei bewußt, daß diese Macht die Quelle einer vollkommenen und sicheren Ruhe am Tage der Drangsal ist, wenn der Verwüster heranziehen und das Volk angreifen wird.

    Er schließt seine Weissagungen mit der gesegneten Frucht all dieser kostbaren Belehrungen, nämlich mit dem Ausdruck des vollen Vertrauens auf Jehova. Wenn aller Segen dahinschwinden würde, wollte Er frohlocken und in Ihm fröhlich sein. Jehova Selbst war seine Kraft, seine Zuversicht und seine Hilfe; und Er würde ihn auf die Höhen Seiner Segnungen bringen, indem Er ihm gleichsam Füße der Hindinnen geben würde, um durch Seine Güte da hinaufzugelangen.

    Es gibt nichts Schöneres als diese Darlegung der Gedanken des Geistes Gottes, der Kümmernisse und Beängstigungen, die Er hervorruft, sowie der Antwort, welche Gott erteilt, um Verständnis zu geben und den Glauben zu stärken, damit das Herz in voller Gemeinschaft mit Ihm sei.

    Man wird bemerken, daß hier der dem Götzendienst ergebene Unterdrücker besonders hervortritt, wiewohl der Einfall beschrieben wird, welcher zu jener Zeit geschah; denn derselbe war die unmittelbare Veranlassung zur Besorgnis des Propheten. Daher werden die Chaldäer ausdrücklich genannt. Durch dieses Volk geriet ja, wie wir wissen, das Volk Gottes in Gefangenschaft.

    Fassen wir das Gesagte noch einmal zusammen, so finden wir also bei diesem Propheten die Antwort, welche Gott zum Troste eines treu an Ihm hängenden Herzens gibt – eines Herzens, welches das Volk Gottes liebt, weil es Sein Volk ist, und das darum über die unter demselben herrschende Schlechtigkeit und noch mehr über das Gericht, von welchem es betroffen wird, betrübt ist. In dieser Antwort zeigt Gott dem Glauben Seine Wege sowie die unwandelbare Treue, mit welcher Er an Seinen Verheißungen festhält. Er kennt den Unterdrücker, aber der Gerechte muß durch Glauben leben.

    Im Wachttrum hieß es 1977 :

    Erstaunliche Gerichte Gottes

    DER hebräische Prophet Habakuk war über die in seinen Tagen herrschenden Verhältnisse sehr beunruhigt. Überall, wohin er im Lande Juda blickte, sah er Gewalttat, Unterdrückung, Gezänk, Streit und Ungerechtigkeiten. Das bewog ihn auszurufen: „Wie lange, o Jehova, soll ich um Hilfe schreien, und du hörst nicht? Wie lange werde ich zu dir gegen Gewalttat um Beistand rufen, und du rettest nicht?“ (Hab. 1:1-4). Vielleicht steigen auch bei dir ähnliche Fragen auf, wenn du die Gesetzlosigkeit siehst, die unter denen herrscht, die vorgeben, Gott zu vertreten — die Mitglieder der Kirchen der Christenheit. Die Antwort, die Habakuk erhielt, schien unglaublich (Hab. 1:5). Der Prophet war sogar entsetzt darüber (Hab. 1:13-17). Nicht weniger schockierend wird das Mittel, durch das die Kirchen der Christenheit vernichtet werden, auf die religiösen Empfindungen wirken. DURCH DIE CHALDÄER Der Ausspruch Jehovas durch Habakuk lautete: „Denn siehe, ich erwecke die Chaldäer, die erbitterte und ungestüme Nation, die an die weit offenen Stellen der Erde zieht, um Wohnsitze in Besitz zu nehmen, die ihr nicht gehören. Schrecklich und furchteinflößend ist sie. Von ihr selbst gehen ihr eigenes Recht und ihre eigene Würde aus. Und ihre Rosse haben sich als schneller denn Leoparden erwiesen, und sie haben sich als grimmiger denn Abendwölfe erwiesen. Und ihre Reitpferde haben den Boden gestampft, und von fern her kommen ihre eigenen Reitpferde. Sie fliegen wie der Adler, der zum Fraße eilt. In ihrer Gesamtheit kommt sie für nichts als Gewalttat. Das Zusammenbringen ihrer Angesichter ist wie der Ostwind, und sie sammelt Gefangene wie den Sand. Und ihrerseits verhöhnt sie selbst Könige, und hohe Amtspersonen sind ihr zum Gelächter. Ihrerseits lacht sie sogar über jeden befestigten Platz, und sie schüttet Staub auf [als wenn sie Belagerungswerke baut] und nimmt ihn [den befestigten Platz] ein. Zu jener Zeit wird sie gewißlich daherfahren wie Wind und wird hindurchziehen und wird tatsächlich schuldig werden [wegen ihrer erbarmungslosen Eroberungen]. Diese ihre Kraft ist ihrem Gott zuzuschreiben [offensichtlich ihrer großen Militärmaschinerie, die sie zur Stellung eines Gottes erhebt]“ (Hab. 1:6-11). Ja, nichts würde die Heere der Chaldäer daran hindern, eine Stadt nach der anderen einzunehmen. Das Königreich Juda konnte einfach nicht hoffen, verschont zu bleiben. Habakuk fiel es jedoch schwer, zu verstehen, wie Jehova Gott die götzendienerischen Chaldäer gebrauchen konnte, um sein Gericht zu vollstrecken. Sie waren nicht nur keine Anbeter Jehovas, sondern sie waren auch unbarmherzig und lediglich auf Eroberungen aus. Für sie waren Menschen nur wie Fische und Kriechtiere, die es zu fangen und zu unterwerfen galt. Diese Tatsachen veranlaßten Habakuk zu dem Ausruf: „Warum machst du [Jehova] den Erdenmenschen wie die Fische des Meeres, wie Kriechtiere, über die keiner herrscht? All diese hat er [der Chaldäer] mit einem einfachen Angelhaken heraufgebracht; er schleppt sie fort in seinem Schleppnetz, und er sammelt sie in seinem Fischnetz. Darum freut er sich und frohlockt. Darum opfert er Schlachtopfer seinem Schleppnetz und räuchert seinem Fischnetz; denn durch sie ist sein Anteil gut geölt, und seine Speise ist gesund. Wird er darum sein Schleppnetz ausleeren, und muß er beständig Nationen töten, wobei er kein Mitleid zeigt?“ (Hab. 1:14-17). Da Habakuk Fragen darüber aufgeworfen hat, daß Jehova die unbarmherzigen Chaldäer dazu gebraucht, das Urteil an seinem Volk zu vollstrecken, erkennt er, daß er eine Zurechtweisung verdient. Daher wartet er auf eine Offenbarung von Gott und sagt: „Auf meinem Wachtposten will ich stehenbleiben, und ich will mich fortgesetzt auf dem Bollwerk aufstellen; und ich werde Wache halten, um zu sehen, was er durch mich reden wird und was ich auf meine Zurechtweisung erwidern soll“ (Hab. 2:1). BESTÄTIGUNG UND URTEIL GEGEN BABYLON Die Antwort Jehovas bestätigte, daß sich die Prophezeiung mit Sicherheit erfüllen sollte. Habakuk wurde gesagt: „Schreibe die Vision auf, und lege sie deutlich auf Tafeln dar, damit der davon Vorlesende es geläufig tun könne. Denn die Vision ist noch für die bestimmte Zeit, und sie geht keuchend dem Ende zu, und sie wird keine Lüge mitteilen. Selbst wenn sie säumen sollte, so harre ihrer; denn sie wird sich bestimmt bewahrheiten. Sie wird sich nicht verspäten“ (Hab. 2:2, 3). Es stand außer Frage, daß die Chaldäer das Mittel wären, durch das das Urteil am untreuen Juda vollstreckt werden würde. Das, was Habakuk geoffenbart worden war, strebte „keuchend“ oder eilends seiner Erfüllung zu. Die Chaldäer würden jedoch gemäß ihrem Verlangen handeln und unwissentlich als Gottes Werkzeug zur Vollstreckung des gerechten Gerichts an einem untreuen Volk dienen. Jehova Gott beantwortete Habakuks Einspruch, die Chaldäer betreffend, indem er ihn wissen ließ, daß sie für ihre unbarmherzige Habgier und ihre Blutschuld nicht ungestraft bleiben würden. Er erklärte: „Weil du selbst viele Nationen ausplündertest, werden alle Übriggebliebenen der Völker dich ausplündern, wegen des Vergießens von Menschenblut und der Gewalttat an der Erde, der Stadt und allen, die darin wohnen“ (Hab. 2:8). HABAKUKS PROPHEZEIUNG ERFÜLLT Die Chaldäer rückten gemäß dem an Habakuk ergangenen Wort Jehovas gegen Jerusalem und gegen das Land Juda vor. Aus dem in der Bibel bewahrten Geschichtsbericht erfahren wir, daß Nebukadnezar, der König der Chaldäer, „daranging, ihre jungen Männer mit dem Schwert im Hause ihres Heiligtums zu töten, auch hatte er kein Mitleid mit dem jungen Mann oder der Jungfrau, dem Alten oder Altersschwachen. . . . Ferner führte er die vom Schwerte Übriggebliebenen gefangen nach Babylon hinweg“ (2. Chron. 36:17-20). Keine siebzig Jahre später, im Jahre 539 v. u. Z., war für Babylon der Tag der Abrechnung gekommen. Damals nahm Cyrus, der die Armeen der Meder, Perser und Elamiter kommandierte, die Stadt ein. Er leitete den Euphrat, der durch Babylon floß, um. Dann rückte er mit seinen Streitkräften im Flußbett vor. Die Tore zum Fluß hin waren durch göttliche Vorsehung offengeblieben, so daß die Heere des Cyrus ohne Schwierigkeit in die Stadt gelangen konnten. Schnell stießen sie durch die Straßen vor und brachten jeden um, der ihnen Widerstand leistete. Dann eroberten sie den Palast und töteten Belsazar, den regierenden König. Auf diese Weise fiel Babylon in einer einzigen Nacht. Für alle, die von den Prophezeiungen über Juda und Babylon hörten, waren diese Voraussagen unglaublich, ja schockierend gewesen. Doch das prophetische Wort hatte sich erfüllt. NEUZEITLICHE PARALLELEN Die Bibel läßt erkennen, daß bald ähnliche Ereignisse eintreten werden. Heute besteht große Ähnlichkeit zwischen den Mitgliedern der Kirchen der Christenheit und den Bewohnern Judas zur Zeit Habakuks. Überall .. ist Gesetzlosigkeit und Ungerechtigkeit zu beobachten. Die Menschen sind, was ihre Worte, ihre Einstellung und ihre Handlungsweise betrifft, weitgehend ein Teil der Welt. …

  5. Juleam 8. August 2011 um 12:58 Link zum Kommentar

    ‘DER GERECHTE WIRD AM LEBEN BLEIBEN’
    (Habakuk 1:1 bis 3:19)

    Die ersten beiden Kapitel des Buches Habakuk bestehen aus einem Dialog zwischen Jehova Gott und dem Propheten. Bestürzt über die Geschehnisse in Juda, ruft Habakuk aus: „Warum lässt du mich Schädliches sehen und schaust ständig auf nichts als Ungemach?“ Jehova erwidert: „Ich erwecke die Chaldäer, die erbitterte und ungestüme Nation.“ Der Prophet staunt darüber, dass Gott diejenigen, die „treulos handeln“, benutzt, um Juda zu bestrafen (Habakuk 1:3, 6, 13). Ihm wird versichert, dass der Gerechte am Leben bleibt, der Feind aber nicht ungestraft davonkommt. Darüber hinaus zeichnet Habakuk fünf Wehe auf, die sich gegen den chaldäischen Feind richten (Habakuk 2:4).

    Habakuk betet um Barmherzigkeit und erinnert „in Klageliedern“ an Ehrfurcht gebietende Machttaten Jehovas wie die am Roten Meer, in der Wildnis und in Jericho. Der Prophet sagt weiter voraus, wie Jehova mit vernichtendem Zorn in Harmagedon vorgeht. Das Gebet endet mit den Worten: „Jehova, der Souveräne Herr, ist meine leistungsfähige Kraft; und er wird meine Füße denen der Hindinnen gleichmachen, und auf meine Höhen wird er mich treten lassen“ (Habakuk 3:1, 19).

    Antworten auf biblische Fragen:

    1:5, 6 — Warum erschien es den Juden unglaubhaft, dass Jehova die Chaldäer gegen Jerusalem erwecken würde?
    Zu Beginn der Amtszeit Habakuks befand sich Juda unter dem mächtigen Einfluss Ägyptens (2. Könige 23:29, 30, 34). Die Babylonier wurden zwar immer mächtiger, aber sie hatten Pharao Necho noch nicht besiegt (Jeremia 46:2). Außerdem befand sich der Tempel Jehovas in Jerusalem und die Könige aus dem Herrscherhaus Davids hatten von dieser Stadt aus ununterbrochen regiert. Für die Juden damals war die „Tätigkeit“ Gottes, die darin bestand, Jerusalem von den Chaldäern zerstören zu lassen, undenkbar. So unglaublich ihnen die Worte Habakuks auch vorgekommen sein mögen, die Vision hinsichtlich der Vernichtung Jerusalems durch die Babylonier erfüllte sich unfehlbar im Jahr 607 v. u. Z. (Habakuk 2:3).

    2:5 — Wer ist der ‘kräftige Mann’ und warum wird er „sein Ziel nicht erreichen“?
    Die Babylonier, die mit ihrer Kriegsmaschinerie Nationen besiegten, waren sozusagen ein „kräftiger Mann“. Dieser glich in seinem Siegesrausch jemandem, der sich mit Wein berauscht. Er würde es nicht schaffen, alle Nationen zu sich zu versammeln, denn Jehova würde ihn durch die Meder und Perser stürzen. Der neuzeitliche ‘kräftige Mann’ setzt sich aus politischen Mächten zusammen. Auch er ist trunken, und zwar vor Selbstsicherheit und Selbstherrlichkeit, und hat ein unersättliches Verlangen nach Expansion. Sein Bestreben, „alle Nationen zu sich zu versammeln“, wird ebenfalls scheitern. Nur Gottes Königreich wird die Menschheit vereinen (Matthäus 6:9, 10).

    Lehren für uns:

    1:1-4; 1:12 bis 2:1. Habakuk stellte aufrichtige Fragen und Jehova beantwortete sie. Der wahre Gott erhört die Gebete seiner treuen Diener.

    2:1. Wie Habakuk sollten wir geistig wach bleiben und uns im Dienst Jehovas fleißig einsetzen. Wir sollten „Zurechtweisung“ bereitwillig annehmen und unsere Denkweise entsprechend ändern.

    2:3; 3:16. Während wir den großen Tag Jehovas vertrauensvoll erwarten, dürfen wir das Dringlichkeitsbewusstsein nicht verlieren.

    2:4. Um Jehovas Gerichtstag zu überleben, müssen wir treu ausharren (Hebräer 10:36-38).

    2:6, 7, 9, 12, 15, 19. Wer „üblen Gewinn“ macht, Gewalttat liebt, unsittlich handelt oder Götzen verehrt, muss mit einem „Wehe“ rechnen. Vor alldem müssen wir uns hüten.

    2:11. Wenn wir das Unrecht in der Welt nicht anprangern, wird ‘ein Stein aus der Mauer klagend schreien’. Wir sollten die Königreichsbotschaft weiterhin mutig verkündigen.

    3:6. Es gibt nichts, was Jehova daran hindern könnte, sein Gerichtsurteil zu vollstrecken, nicht einmal menschliche Organisationen, die so beständig zu sein scheinen wie Berge und Hügel.

    3:13. Wir können sicher sein, dass Jehova bei der Vernichtung in Harmagedon selektiv vorgehen wird. Seine treuen Diener wird er retten.

    3:17-19. Selbst wenn wir vor oder in Harmagedon in eine Notlage geraten sollten, können wir Jehova weiterhin freudig dienen und uns voll und ganz darauf verlassen, dass er uns „leistungsfähige Kraft“ geben wird.

    Wt 15.11.2007

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