Maleachi


Maleachi sieht die Wiederkunft Elias

Übersicht und thematische Verlinkung der Gedanken

Thomas 13. Oktober 2009 12 Kommentare Trackback URI Comments RSS

12 Kommentare zu “Maleachi”

  1. Juleam 14. Oktober 2009 um 11:51 Link zum Kommentar

    Maleachi 1 – 4

    Maleachi 1:1-9

    Ein prophetischer Spruch:

    Das Wort Jehovas über Israel durch Maleạchi:

    2 „Ich habe euch geliebt“, hat Jehova gesprochen.

    Und ihr habt gesagt: „Auf welche Weise hast du uns geliebt?“

    „War nicht Ẹsau der Bruder Jakobs?“ ist der Ausspruch Jehovas. „Aber ich liebte Jakob, 3 und Ẹsau habe ich gehaßt; und ich machte schließlich seine Berge zu einer wüsten Einöde und sein Erbe für die Schakale der Wildnis.“

    4 „Weil Ẹdom ständig spricht: ‚Wir sind zerschlagen worden, aber wir werden zurückkehren und [die] verwüsteten Orte aufbauen‘, hat Jehova der Heerscharen dies gesagt: ‚Sie ihrerseits werden bauen; aber ich meinerseits werde niederreißen. Und man wird sie gewiß „das Gebiet der Bosheit“ und „das Volk, das Jehova bis auf unabsehbare Zeit öffentlich verurteilt hat“ nennen. 5 Und eure eigenen Augen werden [es] sehen, und ihr, ihr werdet sprechen: „Hochgepriesen sei Jehova über dem Gebiet Israels.“ ‘ “

    6 „ ,Ein Sohn seinerseits ehrt einen Vater und ein Knecht seinen großen Herrn. Wenn ich also ein Vater bin, wo ist die Ehre für mich? Und wenn ich ein großer Herr bin, wo ist die Furcht vor mir?‘ hat Jehova der Heerscharen zu euch gesprochen, o Priester, die [ihr] meinen Namen verachtet.

    ,Und ihr habt gesagt: „Auf welche Weise haben wir deinen Namen verachtet?“ ‘

    7 ‚[Indem] auf meinem Altar verunreinigtes Brot dargebracht wird.‘

    ,Und ihr habt gesprochen: „Auf welche Weise haben wir dich verunreinigt?“ ‘

    ,Dadurch, daß ihr sagt: „Der Tisch Jehovas ist etwas Verächtliches.“ 8 Und wenn ihr ein blindes [Tier] zum Opfern darbringt: „Es ist nichts Schlechtes.“ Und wenn ihr ein lahmes [Tier] oder ein krankes darbringt: „Es ist nichts Schlechtes.“ ‘ “

    „Bring es bitte zu deinem Statthalter hin. Wird er Gefallen an dir finden, oder wird er dich freundlich aufnehmen?“ hat Jehova der Heerscharen gesprochen.

    9 „Und nun, bitte, besänftigt das Angesicht Gottes, damit er uns Gunst erweist. Von eurer Hand ist dies geschehen. Wird er irgendeinen von euch freundlich aufnehmen?“ hat Jehova der Heerscharen gesagt.

    wie könnten wir Jehova ein schlechtes Opfer bringen, “ein krankes Tier”?

    Lieben wir Jehova so sehr, dass wir uns danach sehenen, alles so zu tun, dass wir sein Herz erfreuen – oder tu wir es nur aus reinem Pflichtgefühl, aus Angst vor Strafe?

  2. Juleam 14. Oktober 2009 um 11:53 Link zum Kommentar

    Maleachi 1:10

    „Wer ist es auch unter euch, der die Türen schließen wird? Und ihr werdet meinen Altar nicht anstecken — umsonst. Kein Gefallen habe ich an euch“, hat Jehova der Heerscharen gesprochen, „und an der Opfergabe aus eurer Hand habe ich kein Gefallen.“

    wie unser Finchen vorhin so schön sagte: “nur die Gebote Gottes halten, ohne tiefe Liebe zu ihm ist wertlos. Beides muss sich die Waage halten. Das Eine ist nichts ohne das Andere”

    Da hat unser Finchen wirklich Recht. Sie nimmt halt an geistiger Reife zu *ganz stolz guckt*

  3. Juleam 14. Oktober 2009 um 11:55 Link zum Kommentar

    Maleachi 1:12-13

    „Doch ihr entweiht mich, indem ihr sprecht: ‚Der Tisch Jehovas ist etwas Verunreinigtes, und seine Frucht ist etwas zu Verachtendes, seine Speise.‘ 13 Und ihr habt gesagt: ‚Siehe! Welche Mühsal!‘, und ihr habt bewirkt, daß man darüber die Nase rümpft“, hat Jehova der Heerscharen gesprochen. „Und ihr habt etwas Weggerissenes gebracht und das Lahme und das Kranke; ja, ihr habt [es] als Gabe gebracht. Kann ich an dem, [was] aus eurer Hand [kommt], Gefallen haben?“ hat Jehova gesprochen.

    wenn wir Jehova nur der Form halber dienen – so als eine Art Lebensversicherung – und nur mechanisch zur Versammlung und in den Predigtdienst gehen und die Bibel nur um des Lesens Willen lesen, weil wir ein Programm absolvieren wollen, was nützt es uns dann?

    Glauben wir wirklich, dass wir damit unserem Gott gefallen?

    Lieben wir Jehova aus ganzem Herzen oder ist unsere Anbetung nur rein mechanisch, ohne jegliches Gefühl?

  4. Juleam 14. Oktober 2009 um 11:58 Link zum Kommentar

    Maleachi 2:4-7

    Und ihr werdet erkennen müssen, daß ich euch dieses Gebot gesandt habe, damit mein Bund mit Lẹvi weiterbestehe“, hat Jehova der Heerscharen gesagt.

    5 „Was meinen Bund betrifft, er war erwiesenermaßen mit ihm, [ein Bund] des Lebens und des Friedens, und ich gab sie ihm fortgesetzt, mit Furcht. Und er fürchtete mich weiterhin; ja, meines Namens wegen wurde er sogar in Schrecken versetzt. 6 Es erwies sich, daß das Gesetz der Wahrheit selbst in seinem Mund war, und da war keine Ungerechtigkeit auf seinen Lippen zu finden. In Frieden und in Geradheit wandelte er mit mir, und viele waren es, die er von Vergehung zurückbrachte. 7 Denn die Lippen eines Priesters sind es, die Erkenntnis bewahren sollten, und [das] Gesetz sollte man aus seinem Mund suchen; denn er ist der Bote Jehovas der Heerscharen.

    die Aufgabe der Priester – der heutigen Ältesten

    Maleachi 2:10-12

    „Ist es nicht e i n Vater, den wir alle haben? Ist es nicht e i n Gott, der uns erschaffen hat? Warum handeln wir denn treulos miteinander, indem wir den Bund unserer Vorväter entweihen? 11 Juda hat treulos gehandelt, und etwas Verabscheuungswürdiges ist in Israel und in Jerusalem begangen worden; denn Juda hat die Heiligkeit Jehovas entweiht, die ER geliebt hat, und er hat die Tochter eines fremdländischen Gottes als Braut in Besitz genommen. 12 Jehova wird jeden, der das tut, aus den Zelten Jakobs wegtilgen, den, der wacht, und den, der Antwort gibt, und den, der Jehova der Heerscharen eine Opfergabe darbringt.“

    könnte es sein, dass wir treulos miteinander handeln? Wie?

    Was wäre, wenn wir Mißtrauen unter den Brüdern säen - wie würde Jehova uns dann sehen?

    Sehen wir uns als Teil einer weltweiten Bruderschaft und sind daher auch sehr daran interessiert, die Einheit zu wahren und unseren Brüdern Gutes zu tun?

    Oder halten wir uns selbst für besonders wichtig und meinen, die Brüder wären dazu da, um uns Gutes zu tun und um uns zu dienen?

    Wie ist unser ganz persönliches Verhältnis zu unseren Brüdern? Nicht nur zu einigen wenigen, die gerade mit uns auf einer Wellenlänge sind?

    Könnten wir in der Liebe zur Bruderschaft noch “weit werden”?

    Wie?

    Wollen wir das überhaupt?

  5. Juleam 14. Oktober 2009 um 12:01 Link zum Kommentar

    Maleachi 2:13-16

    „Und dies ist das zweite, das ihr tut, [wodurch] der Altar Jehovas mit Tränen bedeckt wird, mit Weinen und Seufzen, so daß es kein Hinwenden mehr gibt zur Opfergabe noch Wohlgefallen am Entgegennehmen [von irgend etwas] aus eurer Hand. 14 Und ihr habt gesagt: ‚Weswegen?‘ Deswegen, weil Jehova selbst Zeugnis abgelegt hat zwischen dir und der Ehefrau deiner Jugend, an der du selbst treulos gehandelt hast, obwohl sie deine Mitgenossin und die Frau deines Bundes ist. 15 Und da war einer, der [es] nicht tat, da er hatte, was von [dem] Geist übrigblieb. Und was suchte jener? Den Samen Gottes. Und ihr sollt euch hinsichtlich eures Geistes hüten, und an der Ehefrau deiner Jugend möge niemand treulos handeln. 16 Denn er hat Ehescheidung gehaßt“, hat Jehova, der Gott Israels, gesprochen; „und den, der sein Gewand mit Gewalttat überdeckt hat“, hat Jehova der Heerscharen gesagt. „Und ihr sollt euch hinsichtlich eures Geistes hüten, und ihr sollt nicht treulos handeln.

    wieder der Punkt Ehebruch und Scheidung: Jehova hasst es aus tiefsten Herzen, wenn Familien auseinander brechen.

    Wir haben im Laufe diesen Jahres sehr viel darüber gelesen, warum Jehova Ehebruch und Scheidung hasst. Da ging es z.B. um die Auswirkungen, die es auf die Kinder hat.

    Teilen wir Jehovas Ansicht über Scheidung?

    Oder meinen wir “in meinem Fall ist dies etwas ganz anderes, immerhin hat ja mein Partner…”

    Teilen wir immer Jehovas Ansicht über Scheidung, oder drücken wir auch mal bei guten Freunden ein Auge zu, denn immerhin können wir die Freundin ja gut verstehen und die Kränkungen gut nachvollziehen, die sie in ihrer Ehe erlitten hat – selbst wenn sie gar keinen Scheidungsgrund und auch keinen der anerkannten Trennungsgründe hat?

    Haben wir gelernt, wie Jehova zu denken und zu fühlen – oder machen uns unsere persönlichen Gefühle noch sehr oft einen Strich durch die Rechnung?

    Sind wir bereit umzudenken, wenn wir merken, dass unser Denken in diesem Punkt nicht mit Jehova übereinstimmt – selbst, wenn es nur einen bestimmten Fall angeht?

  6. Juleam 14. Oktober 2009 um 12:04 Link zum Kommentar

    Maleachi 2:17

    Ihr habt Jehova mit euren Worten ermüdet, und ihr habt gesprochen: ‚Auf welche Weise haben wir [ihn] ermüdet?‘ Dadurch, daß ihr sagt: ‚Jeder, der Schlechtes tut, ist gut in den Augen Jehovas, und an solchen hat er selbst Gefallen gefunden‘ oder: ‚Wo ist der Gott des Rechts?‘ “

    dies möge nie auf uns zutreffen

    Maleachi 3:5-7

    Und ich will mich euch nahen zum Gericht, und ich will ein schneller Zeuge sein gegen die Zauberer und gegen die Ehebrecher und gegen die falsch Schwörenden und gegen diejenigen, die mit dem Lohn eines Lohnarbeiters, mit [der] Witwe und mit [dem] vaterlosen Knaben betrügerisch handeln, und diejenigen, die den ansässigen Fremdling wegweisen, wobei sie mich nicht gefürchtet haben“, hat Jehova der Heerscharen gesprochen.

    6 „Denn ich bin Jehova; ich habe mich nicht geändert. Und ihr seid Söhne Jakobs; ihr seid nicht zu eurem Ende gekommen. 7 Von den Tagen eurer Vorväter her seid ihr von meinen Bestimmungen abgewichen und habt [sie] nicht gehalten. Kehrt um zu mir, so will ich zu euch umkehren“, hat Jehova der Heerscharen gesprochen.

    wieder fordert Jehova uns auf, in uns zu gehen und zu sehen, wie weit wir noch mit seinen Maßstäben übereinstimmen.

    Falls wir bemerken, dass etwas aus diesen Versen auf uns zutrift, dann sollten wir schleunigst zu ihm umkehren!

    Sind wir dazu bereit?

  7. Juleam 14. Oktober 2009 um 12:07 Link zum Kommentar

    Maleachi 3:10

    Bringt alle Zehnten in das Vorratshaus, damit schließlich Speise in meinem Haus ist; und stellt mich bitte darin auf die Probe“, hat Jehova der Heerscharen gesprochen, „ob ich euch nicht die Schleusen der Himmel öffnen und tatsächlich Segen über euch ausschütten werde, bis kein Bedarf mehr ist.“

    ein wunderschöner Vers, der mich schon seit Jahren auf meinem Weg begleitet, dem besten Lebensweg!

    Ein Versprechen Jehovas, das wirklich wahr ist, das sich schon unzählige Male in meinem Leben und auch später im gemeinsamen Leben mit meinem lieben Mann und meiner Familie erfüllt hat.

    Hast auch du schon mal Jehova auf die Probe gestellt – und gesehen, dass er dieses Versprechen hält?

    Falls ja, dann bist du sehr gesegnet

    Wenn nicht: warum es nicht einmal versuchen?
    Wie?

    Hast du vielleicht schon öfter darüber nachgedacht, eventuell mal Hilfspionier zu sein, wenigstens für einen Monat?

    Warum hast du keine Bewerbung abgegeben? Hast du dich nicht getraut, weil du Angst hattest, es doch – aus welchen Gründen auch immer – nicht zu schaffen?

    Warum es nicht einfach wagen?

    Was hast du denn zu verlieren?

    Maleachi 3:12

    „Und alle Nationen werden euch glücklich preisen müssen, denn ihr selbst werdet ein Land des Wohlgefallens werden“, hat Jehova der Heerscharen gesprochen.

  8. Juleam 14. Oktober 2009 um 12:10 Link zum Kommentar

    Maleachi 3:13-18

    13 „Stark sind eure Worte gegen mich gewesen“, hat Jehova gesprochen.

    Und ihr habt gesagt: „Was haben wir miteinander gegen dich geredet?“

    14 „Ihr habt gesagt: ‚Es hat keinen Wert, Gott zu dienen. Und was für ein Gewinn [liegt] darin, daß wir der Verpflichtung ihm gegenüber nachgekommen sind und daß wir Jehovas der Heerscharen wegen betrübt einhergegangen sind? 15 Und gegenwärtig preisen wir die Vermessenen glücklich. Auch sind die Täter der Bosheit erbaut worden. Auch haben sie Gott auf die Probe gestellt und entkommen beständig.‘ “

    16 Zu jener Zeit redeten diejenigen miteinander, die Jehova fürchten, jeder mit seinem Gefährten, und Jehova merkte unablässig auf und hörte zu. Und ein Gedenkbuch begann vor ihm geschrieben zu werden für diejenigen, die Jehova fürchten, und für diejenigen, die an seinen Namen denken.

    17 „Und sie werden gewiß mein werden“, hat Jehova der Heerscharen gesprochen, „an dem Tag, an dem ich ein besonderes Eigentum hervorbringe. Und ich will ihnen Mitleid erweisen, so wie ein Mann seinem Sohn Mitleid erweist, der ihm dient. 18 Und ihr werdet bestimmt wieder [den Unterschied] zwischen einem Gerechten und einem Bösen sehen, zwischen einem, der Gott dient, und einem, der ihm nicht gedient hat.“

    interessant der Vers 16 hier im Zusamenhang.

    Wenn man ihn allein für sich liest, könnte vielleicht der Gedanke aufkommen, dass es reicht, den Namen Jehovas nur zu benutzen oder nur über ihn zu reden, in welcher Form auch immer. Dann kommen wir in sein Gedenkbuch und haben die Eintrittskarte ins Paradies.

    Aber haben wir gesehen, was alles dazu zählte “gegen Jehova zu reden”?

    Lobend werden hier nur diejenigen erwähnt, die Gott fürchten.

    In Vers 18 wir gesagt, dass es eine Zeit geben wird, wo man ganz deutlich den Unterschied sehen wird zwischen dem, der Gott wirklich dient und den Fakes. Weisst du, woran dieser Unterschied zu erkennen ist?

    Zu welchen wird Jehova wohl uns persönlich zählen?

  9. Juleam 14. Oktober 2011 um 23:19 Link zum Kommentar

    Maleachi 1 – die Sache mit dem Opfer

    Hier fällt mir wieder ein Vortrag ein, den ich kürzlich gehört habe, wo der Bruder sagt, dass sie eigentlich nur das opferten, was sie eh nicht mehr verkaufen konnten. Sie gaben ihm also die Reste, die sie eh wegwerfen würden, da sie niemand haben wollte. Dies ist dann aber kein Opfer.

    Im neuen WT vom 15.01.2012 gibt es zwei sehr interessanter Artikel dazu: “Lehren ziehen aus dem Rahmenbau der Wahrheit” und “Jehova mit ganzer Seele Opfer bringen”. In der Kurzbeschreibung zu den beiden Artikeln heißt es:

    Unter dem Gesetz Mose gab es viele Anlässe, die einen Israeliten verpflichteten, Jehova Opfer zu bringen. Christen sind nicht an dieses Gesetz gebunden. Es enthält aber grundlegende Lehren darüber, welche Einstellung sich Jehova heute von seinen Dienern wünscht.

    In dem ersten Artikel “Lehren ziehen aus dem Rahmenbau der Wahrheit” wird der Text aus Maleachi auch angeführt und dort wird dann unter dem Unterthema “Die Einstellung des Opfernden” auszugsweise gesagt:

    Für alle Opfertiere, die Jehova dargebracht wurden, galt die Grundnorm, dass sie “fehlerlos” sein mussten. Blinde, verletzte oder fehlgebildete Tiere durften nicht geopfert werden (3. Mose 22:20-22). Brachten die Israeliten etwas von ihrer Ernte als Opfergabe, sollten es die ersten Früchte sein, und zwar “vom Allerbesten” (4. Mose 18:12,29). Opfer “zweiter Wahl” nahm Jehova nicht an. Mit diesem wichtigen Erfordernis für Tieropfer wurde angedeutet, dass Jesu Opfer “makellos und fleckenlos” wäre. Jehova würde sein Bestes opfern, um die Menschheit zu erlösen (1. Petrus 1:18,19).

    Tiefe Dankbarkeit für all das Gute, was von Jehova kam, hätte einen Israeliten bestimmt dazu gedrängt, von Herzen gern das Allerbeste als Opfer auszusuchen. Was er auch immer opfern wollte – sei es ein Tier, oder etwas anderes -, ihm war klar: Über ein fehlerhaftes Opfer würde Jehova sich nicht freuen. Denn damit hätte der Betreffende verraten, dass er Opfer als bloße Formsache oder sogar als lästige Pflicht empfand (Lies Malachi 1:6-8, 13).

    „ ,Ein Sohn seinerseits ehrt einen Vater und ein Knecht seinen großen Herrn. Wenn ich also ein Vater bin, wo ist die Ehre für mich? Und wenn ich ein großer Herr bin, wo ist die Furcht vor mir?‘ hat Jehova der Heerscharen zu euch gesprochen, o Priester, die [ihr] meinen Namen verachtet. ,Und ihr habt gesagt: „Auf welche Weise haben wir deinen Namen verachtet?“ ‘ 7 ‚[Indem] auf meinem Altar verunreinigtes Brot dargebracht wird.‘ ,Und ihr habt gesprochen: „Auf welche Weise haben wir dich verunreinigt?“ ‘ ,Dadurch, daß ihr sagt: „Der Tisch Jehovas ist etwas Verächtliches.“ 8 Und wenn ihr ein blindes [Tier] zum Opfern darbringt: „Es ist nichts Schlechtes.“ Und wenn ihr ein lahmes [Tier] oder ein krankes darbringt: „Es ist nichts Schlechtes.“ ‘ “ „Bring es bitte zu deinem Statthalter hin. Wird er Gefallen an dir finden, oder wird er dich freundlich aufnehmen?“ hat Jehova der Heerscharen gesprochen.

    Und ihr habt gesagt: ‚Siehe! Welche Mühsal!‘, und ihr habt bewirkt, daß man darüber die Nase rümpft“, hat Jehova der Heerscharen gesprochen. „Und ihr habt etwas Weggerissenes gebracht und das Lahme und das Kranke; ja, ihr habt [es] als Gabe gebracht. Kann ich an dem, [was] aus eurer Hand [kommt], Gefallen haben?“ hat Jehova gesprochen.

    Wäre es da nicht gut, sich zu fragen: “Warum diene ich Jehova? Wie ist es um meinen Dienst bestellt und gebe ich mein Bestes?

    In dem Bibelfilm über Abraham und Isaak kommt eine Szene, wo Abraham seinem Sohn sagt, er solle nun ein Lämmlein opfern. Der Junge überlegt und fragt dann noch mal zaghaft nach, ob ein Opfer nicht bedeuten müsse, dass es ihm persönlich weh täte. Als der Vater bejaht, will der Junge sein geliebtes Lämmchen opfern, das er seit der Geburt hegt und pflegt.

    Diese Szene zeigt sehr deutlich, was es überhaupt bedeutet, Jehova Opfer zu bringen. Wenn wir jede Menge Zeit haben (weil wir vielleicht ehe- und kinderlos sind und zudem keiner Arbeit mehr nachgehen müssen) – ist es dann wirklich noch ein Opfer, wenn wir Hilfpionierdienst ein mal im Jahr machen, obwohl wir uns bester Gesundheit erfreuen?

    Mein Mann hat es mal so veranschaulicht: Man kann das ganze an der Größe des Glases messen, ob es voll ist. Wenn ich nur ein Schnappsglas habe und mache es voll – dann ist es wohl gefüllt und alles ist ok. Wenn ich die Menge, die in ein Schnappsglas passt, aber in ein großes Bierglas schütte, dann ist das Glas nicht voll – und dann ist es auch in Jehovas Augen nicht ok!

    dann geht es im Absatz 10 mit einem Gedanken weiter, der gut zu unserem WT-Studium für diese Woche passt (WT vom 15.08.2011 “Jehova, der Gott, der Frieden gibt”), denn hier geht es auch um Frieden schließen und welche Opfer wir da bringen sollten:

    Nehmen wir an, uns wird bewußt, dass wir ohne böse Absicht einem Bruder weg getan haben, vielleicht aus Gedankenlosigkeit. Oder uns schlägt das Gewissen, weil wir etwas falsch gemacht haben. Da uns so viel daran liegt, Jehova zu gefallen, würden wir doch bestimmt alles Nötige unternehmen, das wieder in Ordnung zu bringen, nicht wahr? Wir würden den gekränkten Bruder aufrichtig um Verzeihung bitten. Und bei einem schwerwiegenden Fehler würden wir liebevolle Älteste um Hilfe bitten.

    Eine Sünde gegen einen Bruder oder Jehova aus der Welt zu schaffen würde uns also etwas kosten. Aber es ist uns das Opfer wert, denn so wird unser gutes Verhältnis zu Jehova und zu unserem Bruder wiederhergestellt. Außerdem haben wir wieder ein gutes Gewissen. Und diese guten Ergebnisse bestärken uns in der Überzeugung, dass Jehova weiß, was für uns das Beste ist.

    Gedanken, die auch bei der Vorbereitung auf den WT aufgekommen sind. Denn immerhin hatte Jakob jede Menge Vieh seinem Bruder entgegen geschickt, damit dieser ihm wieder freundlich gesinnt ist. Als ihm sein Bruder freudig umarmte, hätte ja in ihm der Gedanke aufkommen können, dass er nun sein Vieh völlig umsonst hergegeben hätte. Aber Jakob dachte nicht so. Er war froh, dass wieder Frieden herrschte und das war ihm das Opfer wert.

    Denken wir an Abraham, als es zu Streit zwischen seinen Hirten und denen Lots kam. Großzügig gab er Lot den Vortritt und nahm, was dieser ihm übrig ließ. Er war nicht mal sauer auf ihn, obwohl dieser sich eigentlich wie ein Lümmel verhalten hatte, sondern brachte sich selbst in Gefahr, als Lot kurz darauf entführt wurde. Sofort lief er los, um Lot und seine Familie zu befreien. Dabei hätte er selbst zu Tode kommen können. Warf er dies seinem Neffen vor? Nein – er brachte dieses Opfer gerne, denn ihm lag so viel an einem friedlichen Verhältnis zu seinen Mitmenschen.

    Denken wir an die Begebenheit mit den umliegenden Nationen, die ihm immer wieder die Brunnen wegnahmen, die er und seine Leute gebaut hatten. Er griff die “Diebe” nicht an, sondern zog sich lieber zurück. Er und seine Leute zogen weiter und gruben lieber woanders einen Brunnen und dies nicht nur einmal. Trotzdem machte er dies nicht zum Streitpunkt, sondern schloss gern einen Friedensvertrag mit Abimelech und brachte das Problem erst danach zur Sprache. Ja, er ging sogar noch viel weiter, denn er gab dem König 7 weibliche Schafe als Zeichen für den Bund, den er mit ihm geschlossen hatte. Dabei hätte er selbst sicherlich Anspruch auf eine Entschädigung gehabt, denn er hatte ja viel Mühe mit dem Graben der Brunnen gehabt und dass er so oft weiterziehen musste, nur um des lieben Friedens willen, war sicherlich auch nicht so leicht.

    Aber Abraham und auch Jakob brachten Opfer – wirkliche Opfer. Nicht nur der Form halber, weil sie eingefordert wurden, sondern aus einem reinen Herzen, weil sie einfach Frieden wollten und ein gutes Verhältnis zu ihrem Schöpfer bewahren wollten.

    Und nun denken wir wieder an das Volk zu Maleachis Zeit, die nicht einmal wußten, was sie denn da nun falsch gemacht hätten. Sie hatten ja Jehova Opfer gebracht. Aber: mit welcher Einstellung?

    Was hatten wir im ganz neuen WT dazu gelesen?

    Über ein fehlerhaftes Opfer würde Jehova sich nicht freuen. Denn damit hätte der Betreffende verraten, dass er Opfer als bloße Formsache oder sogar als lästige Pflicht empfand

    wie steht es mit una?

    Welche Opfer bringen wir unserem Gott – und mit welcher Einstellung?

  10. Juleam 16. Oktober 2011 um 10:59 Link zum Kommentar

    Maleachi 2 – Aber warum haßt Jehova Scheidung? Und was sind die Tränen, mit denen sie den Altar füllten?

    Maleachi 2:13-16

    13 „Und dies ist das zweite, das ihr tut, [wodurch] der Altar Jehovas mit Tränen bedeckt wird, mit Weinen und Seufzen, so daß es kein Hinwenden mehr gibt zur Opfergabe noch Wohlgefallen am Entgegennehmen [von irgend etwas] aus eurer Hand. 14 Und ihr habt gesagt: ‚Weswegen?‘ Deswegen, weil Jehova selbst Zeugnis abgelegt hat zwischen dir und der Ehefrau deiner Jugend, an der du selbst treulos gehandelt hast, obwohl sie deine Mitgenossin und die Frau deines Bundes ist. 15 Und da war einer, der [es] nicht tat, da er hatte, was von [dem] Geist übrigblieb. Und was suchte jener? Den Samen Gottes. Und ihr sollt euch hinsichtlich eures Geistes hüten, und an der Ehefrau deiner Jugend möge niemand treulos handeln. 16 Denn er hat Ehescheidung gehaßt“, hat Jehova, der Gott Israels, gesprochen; „und den, der sein Gewand mit Gewalttat überdeckt hat“, hat Jehova der Heerscharen gesagt. „Und ihr sollt euch hinsichtlich eures Geistes hüten, und ihr sollt nicht treulos handeln.

    “ihr bedeckt den Altar Gottes mit Tränen mit Seufzen, aber ER mag das Opfer nicht ansehen, noch etwas Angenehmes empfangen aus euren Armen” (Luther-Bibel)

    Haben wir uns schon mal die Mühe gemacht und hinterfragt, warum Jehova viele Dinge verbietet und andere gebietet? Warum er bestimmte Dinge hasst?

    Jehova hat immer das Wohl seiner Geschöpfe im Auge und alles, was einem anderen schadet, ist in der Regel auch das, was Jehova hasst.

    Aber warum haßt Jehova Scheidung? Und was sind die Tränen, mit denen sie den Altar füllten?

    Jehova hat den Mensch nicht als Einzelkämpfer geschaffen. Wir sind nicht geeiget, um allein zu sein. Auch hat er die Ehe für die Ewigkeit geschaffen, sie sollte nicht beendet sein, wenn es Probleme gibt – sondern erst dann, wenn der Tod uns scheidet. Oftmals bestehen die Bande sogar über den Tod hinaus.

    Da Jehova “in unserem Programm nicht vorgesehen hat”, dass die Ehe geschieden wird, hat er uns auch keine Mechanismen “eingeimpft”, dass wir sie reibungslos und schmerzlos über die Bühne bekommen.

    Eigentlich leiden bei so einer Trennung alle Parteien. Derjenige, der geht, zwar nicht so sehr wie die anderen – denn immerhin hat er sich ja selbst zu dem Schritt entschieden. Aber diejenigen, die vor vollendete Tatsachen gestellt werden, erleiden oftmals einen Schmerz, der weit über den Schmerz über den Tod eines geliebten Menschen hinausgeht.

    Wenn unser Partner stirbt, dann ist er ja in der Regel nicht freiwillig gegangen und wir hoffen auf die Zeit, wo wir ihn nach der Auferstehung wieder in die Arme schließen können. Auch die Kinder haben ähnliche Gefühle, wenn ein Elternteil stirbt. Wenn der Ehepartner einen verläßt, hinterlässt dies einen sehr großen Scherbenhaufen. Wir fühlen uns verraten und wertlos, unser ganzes Leben wird auf den Kopf gestellt. Wir fragen uns, inwieweit wir die Dinge noch glauben können, was die Vergangenheit betrifft, fragen uns, was wir verkehrt gemacht haben, ob wir nicht liebenswert sind. Unser bester Freund hat uns verraten – denn dies sollte unser Ehepartner ja für uns sein! Zu der Trauer kommen Wut und verletzte Gefühle, besonders wenn dann die Scheidung ansteht, wo vor Gericht mit Dreck geworfen wird. Auf einmal hat die ganze lange Zeit unserer Beziehung, von der wir dachten, sie sei glücklich gewesen, keinerlei Bedeutung mehr. Wir haben alles falsch gemacht, denn deshalb musste unser Ehepartner ja gehen. All unsere kleinen Fehler werden uns vorgeworfen und das tut weh. Da kommen viele Tränen zusammen – die sich auch auf den Altar unseres Gottes ergießen.

    Auch die Kinder verlieren einen geliebten Elternteil. Nicht nur, dass sie nicht mehr in einem gemeinsamen Haushalt mit ihm leben und ihn nicht mehr sehen können, wann sie es möchten – sie werden auch in den Scheidungskrieg mit hineingezogen. Oftmals gibt es die Regel der Ausschließlichkeit: “wenn du mich lieb hast, dann hast du kein Interesse mehr an einem Umgang mit deinem Vater, denn das macht mich traurig”. Die Kinder stehen zwischen allen Stühlen. Als ich klein war, gab es mal ein Lied “Und dabei liebe ich euch beide, ich bin doch euer beider Kind. Warum nur muss ich mich entscheiden….?”

    In der Regel gründet der Partner, der gegangen ist, recht bald eine neue Beziehung, in der auch die Kinder mit hinein gezogen werden. Nun haben sie zwei Väter und eventuell auch zwei Mütter. Dürfen sie alle gleich lieb haben? Ist es nicht ein Verrat an dem verlassenen Vater, dass die den neuen Mann der Mutter mögen – oder auch umgekehrt?

    Nichts ist mehr, wie es war, alles ist auf den Kopf gestellt und in der Regel ist kein normaler Umgang mehr möglich. Bei keinem. Weder die Eltern miteinander, noch mit den Kindern. Oft auch nicht mehr bei den Kindern untereinander, denn irgendwie bezieht ja jedes für sich Stellung. “Das ist ja Verrat. Wir wohnen doch bei Mama, da darfst du nicht bei Papa wohnen wollen, Mama braucht uns…” und vieles mehr.

    Soooo viele Tränen, die da vergossen werden.

    Ja, wenn mein Ehepartner stirbt, dann ist dies auch sehr schrecklich und schmerzhaft, aber der Schmerz wird mit der Zeit weniger werden und meine Umgebung wird Verständnis für mich haben, wird mir bestehen und mir Trost spenden. Wenn ich verlassen werde, dann bezieht auch meine Umgebung Stellung, sogar die Brüder meiner Ortsversammlung. Denn der Mensch ist halt neugierig und wißbegierig und so werden sich einige fragen, warum mich mein Partner verlassen hat und ob ich nicht doch dieser schlimme Mensch bin, als den sie mich – zur Rechtfertigung für ihren Schritt – darstellt und so kann es sogar sein, dass mich meine Brüder in dieser schweren Zeit nicht nur allein lassen, sondern sich sogar gegen mich wenden könnten. Sie sehen mich auf einmal in einem anderen Licht. Nicht, weil ich mich geändert habe, sondern weil ich auf einmal so dargestellt werde.

    Und so verliere ich in so einer Situation vielleicht nicht nur meinen Ehepartner, den ich ja liebe und mit dem ich alt werden und das Paradies erleben wollte – ich verliere oftmals auch Freunde und Bekannte, verliere meinen guten Ruf, mein Ansehen sinkt.

    Wie viele Tränen da zusammen kommen!

    Jehova hat sicherlich guten Grund, warum er Ehescheidung hasst!

  11. Juleam 16. Oktober 2011 um 11:21 Link zum Kommentar

    Auch die Sache mit der Größe des Gehirns

    Maleachi 2:15

    15 Und da war einer, der [es] nicht tat, da er hatte, was von [dem] Geist übrigblieb. Und was suchte jener? Den Samen Gottes. Und ihr sollt euch hinsichtlich eures Geistes hüten, und an der Ehefrau deiner Jugend möge niemand treulos handeln.

    “Obwohl sie doch deine Gefährtin ist, die Frau, mit der du einen Bund geschlossen hast. Nicht einer hat das getan, in dem noch ein Rest von Geist war” (Luther-Übersetzung)

    Dies erinnert mich wieder an eine Aussage, die ich vor einigen Tagen in einem Tierfilm gehört habe. Es ging um Dohlen und ihre Verhaltensweisen. Die Forscherin sagte, dass sich durch Beobachtungen herausgestellt hätte, dass Vögel, die in einer lebenslangen Beziehung leben, mehr Intelligenz hätten als die anderen. Vögel, die einen Harem haben, hätten die geringste Intelligenz.

    Warum eigentlich?

    Mein Mann und ich haben einige Zeit über diese Aussage nachgedacht, denn man könnte dies ja auch auf den Menschen ummünzen:

    Menschen, die lebenslang an einer Ehe festhalten, haben mehr Intelligenz und sind kreativer, als diejenigen, die sich schnell trennen

    In der Welt sieht man das ja anders, da sind wir intelligent und kreativ, wenn wir auf uns selbst achten, darauf achten, dass es uns selbst gut geht und wenn die Probleme zu groß werden, dann müssen wir halt gehen, weil die Beziehung uns schadet. Eine Einstellung, die bei vielen Psychologen vorherrscht und in vielen Therapien zum Ausdruck kommt. Dies sage ich nicht nur einfach so, ich kann es belegen. Ich habe unzählige Entlassungsberichte aus Psychatrischen Kliniken (alle vor 2001), wo man mir bescheinigt, dass ich meiner Gesundheit selbst im Wege stehe, da ich mich weigere, mich von meinem Ehemann zu trennen. Da mein Ehemann mir schaden würde, könnte ich nicht gesund werden, solange ich an dieser Ehe festhalte!

    Wer seinen Ehepartner nicht verläßt, der ist einfaltslos, er hält an altem fest, obwohl es ihm nicht gut tut! Dies ist die Meinung der Welt, aber wir wissen ja auch, dass die Weisheit der Welt Torheit bei Gott ist.

    Aber warum wäre eine Person, die lebenslang an ihrem Ehegelöbnis festhält, intelligenter und kreativer? Gibt es dafür Gründe?

    Wie sieht es denn aus, wenn wir Probleme haben? Laufen wir dann vor ihnen weg, gehen ihnen aus dem Weg? Hier ist nicht gemeint, was wir diese Woche im WT-Studium (WT 15.08.2011) behandeln, wo es um den Frieden geht und darum, dass wir Friedensstifter sein sollten. Hier geht es um Konflikte innerhalb der Ehe, wenn wir mit unserem Partner nicht einer Meinung sind, uns schlecht behandelt oder nicht genügend beachtet fühlen. Der Mensch hat einen Fluchtreflex und in der Regel läuft er weg. Das wird uns heute ja auch recht einfach gemacht, denn das Amt sorgt ja “so liebevoll” für uns und wir müssen uns um nichts Sorgen machen. Also nix wie weg!

    Weglaufen kann jeder, das kann jedes kleine Kind! Selbst Tiere fliehen, wenn sie Gefahr wittern.

    Aber sind Probleme in der Ehe wirklich eine Gefahr für uns und unser Wohl? Ist es nicht normal, dass man nicht immer und überall mit seinem Ehepartner gleicher Meinung sein kann?

    Kann ich wirklich von mir behaupten, dass ich mich mit meinem Mann gut verstehe, dass wir eine gute Ehe führen und dass ich ihm respektvollen Gehorsam zolle, wie Jehova das von mir erwartet – wenn ich diese nur in guten Zeiten tue? Habe ich nicht im Eheversprechen versprochen: “in guten wie in schlechten Zeiten”.

    Zeigt sich mein Gehorsam, meine Unterordnung als Frau nicht erst dann, wenn es Probleme gibt? Dann, wenn es eben nicht leicht ist, weil es mir gerade eben eh in den Kram passt? Und verstehe ich mich nur dann gut mit meinem Partner, wenn er das macht, was ich will? Harmoniere ich dann noch gut mit ihm, wenn ich bei Problemen ständig Streit vom Zaum brechen muss?

    Erfordert es nicht viel mehr Intelligenz und Kreativität, wenn wir als Paar auch in schweren Zeiten zusammen halten? Wenn wir Probleme lösen können? Wenn wir Meinungsverschiedenheiten austragen können, ohne den ehelichen Frieden zu gefährden? Benötige ich nicht viel mehr Kreativität, wenn ich gemeinsam mit meinem Partner nach Lösungen suche? Vielleicht muss ein Kompromiss gefunden werden, mit dem wir beide leben können und bei dem wir uns beide weiterhin in Jehovas Liebe bewahren.

    Was ist hier wirklich intelligenter, und was erfordert hier wirklich mehr Kreativität?

    Weglaufen, wenns schwierig wird?

    Oder: sich zusammen reißen, gemeinsam mit dem Partner nach Lösungen suchen, Kompromisse machen, sich selbst auch mal zurücknehmen?

    Welcher Weisheit wollen wir folgen? Der Weisheit der Welt, die Torheit bei Gott ist – oder der Weisheit von oben, die uns eine innige Freundschaft mit unserem Gott ermöglicht?

  12. Juleam 18. Oktober 2011 um 10:41 Link zum Kommentar

    WT 15.12.2007

    Das Wort Jehovas ist lebendig
    Höhepunkte aus dem Buch Maleachi

    ES WAR nun schon über 70 Jahre her, dass der Tempel in Jerusalem wieder aufgebaut worden war, doch das Verhältnis der Juden zu ihrem Gott hatte inzwischen einen Tiefpunkt erreicht. Selbst die Priester waren korrupt geworden. Wer würde ihnen klarmachen, wie es in Wirklichkeit um sie bestellt war, und versuchen, sie geistig wiederzubeleben? Diese Aufgabe übertrug Jehova dem Propheten Maleachi.

    Das gleichnamige letzte Buch der Hebräischen Schriften ist in einem packenden Stil geschrieben und es enthält von Gott inspirierte Prophezeiungen. Wenn wir uns mit diesen prophetischen Worten auseinandersetzen, können wir uns gut auf ‘den großen und furchteinflößenden Tag Jehovas’ vorbereiten, an dem das heutige böse System der Dinge sein Ende finden wird (Maleachi 4:5).

     

    PRIESTER ‘HABEN VIELE VERANLASST ZU STRAUCHELN’
    (Maleachi 1:1 bis 2:17)

    „Ich habe euch geliebt.“ So drückt Jehova seine Empfindungen gegenüber Israel aus. Die Priester hingegen verachten Jehovas Namen. Wodurch tun sie das? Dadurch, dass sie auf seinem ‘Altar verunreinigtes Brot darbringen’ und ihm als Schlachtopfer ein „lahmes Tier oder ein krankes“ anbieten (Maleachi 1:2, 6-8).

    Die Priester haben auch „viele veranlasst, im Gesetz zu straucheln“. Im Volk handelt man „treulos miteinander“. Manche Männer haben nichtisraelitische Frauen geheiratet. Andere haben an der ‘Ehefrau ihrer Jugend’ treulos gehandelt (Maleachi 2:8, 10, 11, 14-16).

     

    Antworten auf biblische Fragen:

    2:2 — In welchem Sinn würde Jehova die „Segnungen“ der eigensinnigen Priester „verfluchen“?
    Ihre Segenssprüche würden sich in einen Fluch verwandeln.

    2:3 — Was ist damit gemeint, dass Jehova auf die Gesichter der Priester ‘Mist streuen’ würde?
    Nach dem Gesetz musste der Mist des Opfertieres außerhalb des Lagers verbrannt werden (3. Mose 16:27). Mist auf die Gesichter der Priester zu streuen bedeutete, dass Jehova die Opfergaben zurückwies und die Opfernden für verachtenswert hielt.

    2:13 — Von wem stammten die Tränen, die den Altar Jehovas bedeckten?
    Es waren die Tränen der Frauen, die Jehova im Tempelheiligtum ihr Herz ausschütteten. Weshalb hatten sie so großen Kummer? Ihre Männer hatten sich von ihnen getrennt und sich ohne legitimen Grund scheiden lassen, wohl um jüngere nichtisraelitische Frauen zu heiraten.

     

    Lehren für uns:

    1:10. Jehova fand kein Gefallen an Opfergaben von habgierigen Priestern, die selbst für einfachste Tempeldienste wie das Schließen der Tore und das Anzünden des Altarfeuers eine Gebühr erhoben. Es ist überaus wichtig, dass wir in unserer Anbetung, wozu auch der Predigtdienst zählt, alles aus selbstloser Liebe zu Gott und zum Nächsten tun — nie aus finanziellen Gründen! (Matthäus 22:37-39; 2. Korinther 11:7).

    1:14; 2:17. Jehova toleriert keine Heuchelei.

    2:7-9. Wer in der Versammlung lehren darf, sollte sichergehen, dass seine Aussagen mit der Heiligen Schrift, dem Wort Gottes, und mit den biblischen Veröffentlichungen des „treuen Verwalters“ übereinstimmen (Lukas 12:42; Jakobus 3:11).

    2:10, 11. Jehova erwartet von seinen Dienern, es ernst damit zu nehmen, „nur im Herrn“ zu heiraten (1. Korinther 7:39).

    2:15, 16. Wer Gott wirklich dienen möchte, hält sich an den Bund der Ehe mit der Frau seiner Jugend.

     

    ‘DER WAHRE HERR WIRD ZU SEINEM TEMPEL KOMMEN’
    (Maleachi 3:1 bis 4:6)

    „Plötzlich wird zu SEINEM Tempel kommen der wahre Herr“, Jehova Gott, und der „Bote des Bundes“, Jesus Christus. Gott wird sich seinem Volk „nahen zum Gericht“ und ein schneller Zeuge sein gegen Übeltäter aller Art. Außerdem wird „ein Gedenkbuch“ geschrieben für diejenigen, die Jehova fürchten (Maleachi 3:1, 3, 5, 16).

    Es wird der Tag kommen, „der brennend ist wie der Ofen“, an dem alle Bösen vertilgt werden. Zuvor wird jedoch ein Prophet beauftragt, ‘das Herz der Väter wieder den Söhnen zuzuwenden und das Herz der Söhne wieder den Vätern’ (Maleachi 4:1, 5, 6).

     

    Antworten auf biblische Fragen:

    3:1-3 — Wann kamen „der wahre Herr“ und „der Bote des Bundes“ zum Tempel?
    Wer wurde ihnen vorausgeschickt? Jehova kam durch seinen Repräsentanten, Jesus, am 10. Nisan 33 u. Z. zu seinem Tempel und reinigte ihn. An diesem Tag warf Jesus alle Käufer und Verkäufer aus dem Tempel hinaus (Markus 11:15). Das war dreieinhalb Jahre, nachdem er als designierter König gesalbt worden war. Nach der Einsetzung Jesu zum König im Himmel vergingen dementsprechend wohl auch dreieinhalb Jahre, bis Jehova gemeinsam mit ihm den geistigen Tempel inspizierte. Dabei stellten sie fest, dass sich das Volk Gottes reinigen musste. So wie im ersten Jahrhundert Johannes der Täufer die Juden auf das Kommen Jesu Christi einstimmen sollte, so wurde auch vor dem Kommen Jehovas zu seinem geistigen Tempel ein Bote geschickt, um den Weg zu bereiten. Schon in den 1880er-Jahren kam eine Gruppe von Erforschern der Bibel wieder auf viele biblische Grundwahrheiten zurück, die sie aufrichtig suchenden Menschen gezielt vermittelten.

    3:10 — Bedeutet „alle Zehnten“ zu bringen, dass wir alles, was wir haben, Jehova übergeben?
    Da das mosaische Gesetz durch den Opfertod Jesu aufgehoben wurde, wird von Christen keine Zehntabgabe verlangt. Doch den Zehnten zu bringen hat eine übertragene Bedeutung (Epheser 2:15). Es bedeutet nicht, dass wir alles, was wir haben, Jehova übergeben. Der Zehnte wurde jedes Jahr erneut abgegeben, wohingegen wir Jehova nur einmal alles übergeben: wenn wir uns ihm hingeben und uns zum Zeichen der Hingabe taufen lassen. Von da an gehört Jehova alles, was wir haben. Wie viel wir davon in seinem Dienst einsetzen, das überlässt er allerdings uns. Wie dieser symbolische Zehnte aussieht, richtet sich nach unseren Umständen und danach, wozu unser Herz uns drängt. Die Opfergaben für Jehova, das sind unsere Zeit, unsere Kraft und unsere Mittel, die wir im Werk des Predigens und Jüngermachens einsetzen. Außerdem gehören dazu der Besuch der Zusammenkünfte, das Sehen nach älteren und kranken Glaubensbrüdern und die finanzielle Unterstützung der wahren Anbetung.

    4:3 — Auf welche Weise wird Jehovas Volk „die Bösen niedertreten“?
    Diener Gottes auf der Erde werden die Bösen nicht buchstäblich niedertreten, sich also nicht an der Ausführung des göttlichen Gerichtsurteils beteiligen. Stattdessen lassen die Worte darauf schließen, dass sie es in übertragenem Sinn tun werden, wenn sie sich von ganzem Herzen an der großen Siegesfeier nach dem Ende von Satans Welt beteiligen (Psalm 145:20; Offenbarung 20:1-3).

    4:4 — Warum sollten wir ‘des Gesetzes Mose gedenken’?
    Das Gesetz ist für Christen nicht bindend, aber es diente als ein „Schatten der künftigen guten Dinge“ (Hebräer 10:1). Uns mit dem mosaischen Gesetz zu befassen, kann uns also erkennen helfen, wie sich darin Geschriebenes erfüllt hat (Lukas 24:44, 45). Zudem enthält das Gesetz ‘sinnbildliche Darstellungen der Dinge in den Himmeln’. Diese zu erforschen ist ein Muss, wenn wir die christliche Lehre und christliches Verhalten verstehen möchten (Hebräer 9:23).

    4:5, 6 — Für wen steht ‘Elia, der Prophet’?
    Es wurde vorhergesagt, dass durch „Elias“ Wiederherstellungswerk die Herzen von Menschen für Gott bereit gemacht würden. Im ersten Jahrhundert wurde Johannes der Täufer von Jesus Christus als „Elia“ identifiziert (Matthäus 11:12-14; Markus 9:11-13). In der Neuzeit erscheint „Elia“ „vor dem Kommen des großen und furchteinflößenden Tages Jehovas“ und ist heute niemand anders als „der treue und verständige Sklave“ (Matthäus 24:45). Diese Klasse gesalbter Christen führt das geistige Wiederherstellungswerk eifrig durch.

     

    Lehren für uns:

    3:10. Wenn wir Jehova nicht unser Bestes geben, bringen wir uns selbst um seinen Segen.

    3:14, 15. Bedingt durch das schlechte Beispiel der Priester verlor der Dienst für Gott bei den Juden zunehmend an Wert. Wer in der Christenversammlung Verantwortung trägt, muss beispielhaft sein (1. Petrus 5:1-3).

    3:16. Jehova führt ein Gedenkbuch für Menschen, die ihn fürchten und ihm treu sind. Er erinnert sich an sie und wird sie beschützen, wenn er Satans böser Welt ein Ende macht. Daher lasst uns in unserer Entschlossenheit nie nachlassen, die Lauterkeit Gott gegenüber zu bewahren (Hiob 27:5).

    4:1. An dem Tag, an dem man sich vor Jehova zu verantworten hat, ergeht es der „Wurzel“ genauso wie dem „Zweig“: Jüngere Kinder erhalten dasselbe Gericht wie ihre Eltern. Eltern minderjähriger Kinder tragen also eine wirklich große Verantwortung. Als Vater oder Mutter bedeutet es für einen Christen harte Arbeit, sich um Gottes Wohlgefallen zu bemühen und den guten Stand vor ihm zu bewahren (1. Korinther 7:14).

     

    „Fürchte den wahren Gott“

    Wer wird während des „großen und furchteinflößenden Tages Jehovas“ gerettet werden? (Maleachi 4:5). Jehova sagt: „Euch, die ihr meinen Namen fürchtet, wird die Sonne der Gerechtigkeit aufleuchten mit Heilung in ihren Flügeln; und ihr werdet tatsächlich ausziehen und den Boden stampfen wie Mastkälber“ (Maleachi 4:2).

    „Die Sonne der Gerechtigkeit“, Jesus Christus, leuchtet auf für Menschen, die Ehrfurcht vor Gottes Namen haben; sie stehen in der Gunst Jehovas (Johannes 8:12). Für sie hat die ‘Sonne Heilung in ihren Flügeln’: Heute schon wird ihr Verhältnis zu Gott wiederhergestellt und in Gottes neuer Welt werden sie körperlich, mental und emotional vollständig geheilt werden (Offenbarung 22:1, 2). Aufgeregt und voller Freude benehmen sie sich „wie Mastkälber“. Mit so schönen Segnungen vor Augen wollen wir uns den Rat König Salomos gern zu Herzen nehmen: „Fürchte den wahren Gott, und halte seine Gebote. Denn das ist des Menschen ganze Pflicht“ (Prediger 12:13).

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