Obadja


Obadja

Übersicht und thematische Verlinkung der Gedanken – sortiert nach Kapiteln

Thomas 8. August 2009 7 Kommentare Trackback URI Comments RSS

7 Kommentare zu “Obadja”

  1. Juleam 11. August 2009 um 12:31 Link zum Kommentar

    Obadja

    Obadja 2-4

    „Siehe! Klein habe ich dich unter den Nationen gemacht. Du bist sehr verachtet. 3 Die Vermessenheit deines Herzens, sie hat dich getäuscht, der du in den Schlupfwinkeln des zerklüfteten Felsens weilst, der Höhe, wo er wohnt, indem er in seinem Herzen spricht: ‚Wer wird mich zur Erde herunterholen?‘ 4 Wenn du deine Stellung hoch machen solltest wie der Adler oder wenn dein Nest zwischen die Sterne gesetzt würde, herunterholen von dort würde ich dich“ ist der Ausspruch Jehovas.

    Also seien wir uns nicht zu sicher.

    Auch wenn Jehova unser schlechtes Tun eine ganze Weile geduldet hat – bald geht es uns an den Kragen.

    Wie wir sehen, nutzt es uns auch nicht viel, wenn wir uns verstecken

    Nutzen wir lieber die verbleibene Zeit, um noch rechtzeitig von unserem verkehrten Weg umzukehren. Nur dann kann uns Jehova Barherzigkkeit erweisen!

  2. Juleam 11. August 2009 um 12:33 Link zum Kommentar

    Obadja 11-15

    An dem Tag, an dem du abseits standest, an dem Tag, an dem Fremde seine Streitmacht in Gefangenschaft führten und [an dem] sogar Ausländer sein Tor betraten und sie über Jerusalem Lose warfen, warst auch du wie einer von ihnen.

    12 Und du hättest nicht nach dem spähen sollen, was am Tag deines Bruders zu sehen war, am Tag seines Mißgeschicks; und du hättest dich nicht freuen sollen über die Söhne Judas an dem Tag, an dem sie umkamen; und du hättest nicht ein großes Maul führen sollen am Tag [ihrer] Bedrängnis. 13 Du hättest nicht in das Tor meines Volkes kommen sollen am Tag seines Unheils. Du, ja du, hättest nicht nach seinem Unglück spähen sollen am Tag seines Unheils; und du hättest nicht die Hand ausstrecken sollen nach seinem Vermögen am Tag seines Unheils. 14 Und du hättest nicht am Scheideweg stehen sollen, um seine Entronnenen wegzutilgen; und du hättest seine Überlebenden nicht ausliefern sollen am Tag der Bedrängnis. 15 Denn der Tag Jehovas gegen alle Nationen ist nahe. So, wie du getan hast, wird dir getan werden. Die Art deiner Behandlung wird auf dein eigenes Haupt zurückkommen.

    mahnende Worte

    Noch ist Zeit zur Umkehr.

    Versäumen wir nicht die Gelegeneit.

    Handeln wir jetzt!

  3. Thomasam 4. August 2010 um 15:10 Link zum Kommentar

    Obadja
    Zitate von J.N.Darby

    Von Edom ist in den Propheten oft die Rede. Der Vater dieses Volkes war Esau. Es stammte also, ebensowohl wie Jakob, von Isaak ab, hegte aber gegen die Nachkommen des jüngeren Sohnes, denen die Begünstigung zuteil geworden war, das Volk des HERRN zu sein, einen tief eingewurzelten Hass. ….

    Augenscheinlich bezieht sich die Weissagung Obadjas noch auf andere Ereignisse. Jerusalem wird wieder von den Nationen angegriffen werden, die ihren Hass gegen die Stadt des HERRN befriedigen und ihre ehrgeizigen Pläne verwirklichen möchten. Edom spielt bei dieser Gelegenheit eine traurige Rolle. Der Größe seiner Sünde entspricht auch das Gericht. Das Volk wird gänzlich ausgerottet werden. Wenn die übrige Welt voller Freude ist, dann wird die Verwüstung Edoms vollständig sein. Es war die Absicht Edoms gewesen, den Angriff der Nationen auf Jerusalem auszunutzen, um selbst das Land in Besitz zu nehmen; es hatte sich mit ihnen zum gemeinsamen Angriff verbunden, wobei es (wie es der Natur eines Volkes entsprach, das nach den Gewohnheiten der Araberstämme lebte) sich in den Hinterhalt legte, um den Flüchtlingen den Rückzug abzuschneiden, womöglich nach ihrem Vermögen die Hand auszustrecken und sie selbst ihren Feinden auszuliefern. Die Männer von Edom wussten nicht, dass der Tag des HERRN über alle Nationen nahe war und dass ihr Verhalten nur einen besonderen Fluch auf ihre Häupter bringen würde. Das Strafgericht, welches über sie kommt, wird folgendermassen geschildert: Gott beraubt sie ihrer Weisheit; ihr Übermut verführt sie; ihre Kraft entschwindet ihnen, damit sie gänzlich vertilgt werden.

    Wir haben bereits gesehen, dass sie sich dem letzten Bündnis gegen Jerusalem anschließen und sich an der Zerstörung jener Stadt beteiligen. Allein sie werden, wie aus Vers 7 hervorgeht, von ihren Bundesgenossen betrogen. Edom wird somit seitens seiner früheren Verbündeten schlecht behandelt und wird infolgedessen „klein unter den Nationen“ (V. 1. 2). Demnach bedient sich der HERR zur Ausführung seiner Rache zuerst der Nationen. Indessen knüpft sich an den Namen Edom (oder Idumäa) noch ein anderes, furchtbareres Ereignis, das dem HERRN Gelegenheit gibt, sein Strafurteil an diesem Volke zu vollstrecken. In Edom werden sich nämlich die Heere der Nationen in den letzten Tagen versammeln. Den Bericht hierüber finden wir in Jesaja 34 und Jesaja 63. Hier, in den Versen 5 und 6, namentlich aber in dem Rest des erstgenannten Kapitels (Jes 34) wird die Verwüstung, von welcher Edom betroffen werden wird, in Ausdrücken geschildert, wie sie nicht stärker sein können. Jesaja 63 zeigt uns, wie der HERR selbst zurückkehrt, nachdem er das Gericht vollzogen und die Kelter allein getreten hat. Von den Völkern waren keine bei ihm.

    Schließlich wird Israel selbst in der Hand des Herrn als Werkzeug dienen, um das Gericht an Edom zu vollführen (V. 18). Die Vernichtung, von welcher bei Jesaja die Rede ist, betrifft besonders die Heere der Nationen, die sich in Edom zusammengezogen haben. Der Anteil an der Vollstreckung des Gerichts, welcher Israel zufällt, hat es mit dem Volk im allgemeinen zu tun; jedoch bin ich der Meinung, dass derselbe erst nachher zur Ausführung kommt, wenn Christus als Messias an der Spitze Israels stehen wird (vgl. Vers 17 und 18). Für diese Auffassung der Stelle spricht auch Jesaja 11,14. Jedenfalls wird in jenem Augenblick Israel seiner Segnung bereits teilhaftig geworden sein.

    Dass von Edom niemand übrigbleiben wird, geht auch aus den Versen 5, 6, 9 und 18 unseres Propheten sowie aus Jeremia 49,9; 10-22 hervor. Man wird ferner bemerken, dass bezüglich dieses Volkes nicht von Wiederherstellung eines Überrestes die Rede ist wie bei Elam und anderen Völkern. Die zuletzt erwähnte Weissagung enthält einen Abschnitt, in welchem dieselben Tatsachen wie bei Obdaja, und zwar mit fast genau denselben Worten, angekündigt werden. …

    Am Schluss der Weissagung Obadjas zeigt Gott klar, was die Frucht von seinem Aufruf zur Buße sowie von seinem treuen, unerschütterlichen Festhalten an seinen Verheißungen und seiner nie ermüdenden Liebe sein wird. Kraft und Macht gegen jene furchtbaren Feinde sollen Israel gegeben werden, und es wird das Gebiet, in welches seine Feinde eingedrungen waren, in Frieden besitzen. Auf dem Berg Zion wird Errettung sein; von dort aus wird das Gebirge Esaus gerichtet werden, und das Reich wird dem HERRN gehören. So, wie in Babel die in Verderben geratene Macht gerichtet wurde, so wird in Edom der Hass gegen das Volk Gottes gerichtet.

    Im Jahr 1981 stand im Wachtturm:

    Obadjas Botschaft — Warnung und Trost von Gott
    „DIE Vision Obadjas“ — mit diesen Worten beginnt das kürzeste Buch der inspirierten Hebräischen Schriften. Es enthält sowohl eine Warnung vor einem Unheil, das dem Land und dem Volk Edom (südöstlich des Toten Meeres) drohte, als auch eine tröstende Botschaft für Gottes Diener. Die weiteren einleitenden Worte lauten: „Dies ist, was der Herr Jehova über Edom gesagt hat: ,Da ist ein Bericht, den wir von Jehova gehört haben, und da ist ein Sendbote, der unter die Nationen gesandt worden ist: „Macht euch auf, und laßt uns wider dasselbe aufstehen zur Schlacht“ ‘ “ (Obad. 1). Der Name „Obadja“ bedeutet „Diener Jahs [Jehovas]“, und das ist alles, was wir über den Schreiber dieses prophetischen Buches wissen. Doch das Buch Obadja ist für Anbeter Gottes heute wirklich von Nutzen. Jehovas Verfahrensweise mit Edom, wie Obadja sie schildert, ist ein warnendes Beispiel dafür, wie der Schöpfer eines Tages die Erde von all denjenigen säubern wird, die Gott und sein Volk hassen. Obadja erfreut Anbeter Gottes aber nicht nur mit der Verheißung der Freiheit von Unterdrückung, sondern auch mit der Verheißung endloser Wohlfahrt. Obadjas Botschaft wird passenderweise als eine „Vision“ bezeichnet (Obad. 1). In der Bibel werden Propheten häufig „Seher“ genannt (1. Sam. 9:9; 2. Sam. 15:27; 1. Chron. 9:22). Selbst wenn sie das, was sie zu übermitteln hatten, nicht gesehen hatten, bezeichnete man ihre prophetischen Mitteilungen oft als Visionen (Dan. 9:24; Nah. 1:1).

    DAS HOCHMÜTIGE EDOM ERNIEDRIGT
    Wie Obadja sagte, würde Gott Nationen erwecken, um gegen die Edomiter einen vernichtenden Krieg zu führen. Da Obadjas Bericht darüber von dem „[Souveränen] Herrn Jehova“ stammte, würde er sich mit Sicherheit erfüllen. Die Edomiter waren vielleicht geneigt, über das für ihre Nation vorhergesagte Unheil zu spotten. Das Land Edom war gebirgig. Frühere Siedler, die sich in diesem Gebiet niedergelassen hatten, wurden „Choriter“ genannt, was Höhlenbewohner bedeutet (1. Mose 14:6; 5. Mose 2:12, 22). Da sich die Edomiter hoch in den Bergen befanden, die schwer zugänglich waren, fühlten sie sich vor einem feindlichen Angriff mehr als sicher. Deshalb ließ Gott durch Obadja erklären: „ ,Siehe! Klein habe ich dich unter den Nationen gemacht. Du bist sehr verachtet. Die Vermessenheit deines Herzens, sie hat dich betrogen, der du in den Schlupfwinkeln des zerklüfteten Felsens weilst, der Höhe, wo er wohnt, indem er in seinem Herzen spricht: „Wer wird mich zur Erde herunterholen?“ Wenn du deine Stellung hoch machen solltest wie der Adler oder wenn dein Nest zwischen die Sterne gesetzt würde, herunterholen von dort würde ich dich‘ ist der Ausspruch Jehovas“ (Obad. 2-4). Die vermessenen Edomiter sollten, was ihre Zahl und ihre Würde betraf, „klein“ gemacht werden. Gott würde sie verderben, ungeachtet wie hoch sie ihre Wohnungen anlegen würden oder wie abgelegen diese wären.

    GRÜNDLICH „DURCHFORSCHT“
    Als nächstes deutete Jehova an, wie gründlich Edom als Nation von seinen Feinden verwüstet werden würde: „Wenn es Diebe wären, die zu dir hereinkämen, wenn Verheerer hereinkämen bei Nacht, in welchem Maße wärest du zum Schweigen gebracht worden? Würden sie nicht stehlen, soviel sie wollten? Oder wenn es Traubenleser wären, die zu dir hereinkämen, würden sie nicht etwas Nachlese übriglassen?“ (Obad. 5). Gewöhnlich stehlen Diebe nur, ‘soviel sie wollen’, und räumen ein Haus nicht völlig aus. Desgleichen würden Traubenleser stets einige Trauben zurücklassen. Doch im Falle Edoms sollte es anders sein. Obadja erklärte: „O in welchem Maß die von Esau durchforscht worden sind! Wie seine verborgenen Schätze aufgespürt worden sind!“ (Obad. 6). Feinde der Edomiter sollten jede Höhle und jeden verborgenen Schlupfwinkel durchkämmen. Sie würden keine verborgenen Schätze zurücklassen.

    KEINE HILFE FÜR EDOM
    Sobald feindliche Nationen einen Krieg gegen Edom vorbereiten würden, würde Edom natürlich Hilfe bei Völkern suchen, die vorgaben, enge Verbündete zu sein. Doch wenn die Edomiter Boten aussenden würden, um Hilfe und Schutz vor eindringenden Streitkräften zu erbitten, würden diese Boten „bis zur Grenze“ der Länder gesandt werden, bei denen sie Hilfe gesucht hatten. Man würde sie ohne Beistandsversprechen außer Landes geleiten. Dasselbe könnten Edomiter erwarten, die versuchten, über die Grenzen benachbarter Länder zu fliehen, um dem Tod zu entrinnen. Man würde ihnen entweder verwehren, das Land zu betreten, oder sie wieder ausweisen (Obad. 7). Niemand unter den Edomitern würde weise oder mächtig genug sein, das Unheil abzuwenden (Obad. 8, 9).

    DER GRUND
    Warum Edom dieses Unheil drohte, geht aus folgenden Worten hervor: „Wegen der Gewalttat an deinem Bruder Jakob wird Schande dich bedecken, und du wirst weggetilgt werden müssen auf unabsehbare Zeit. An dem Tage, da du abseits standest, an dem Tage, da Fremde seine Streitmacht in Gefangenschaft führten und da selbst Ausländer sein Tor betraten und sie über Jerusalem Lose warfen, warst auch du wie einer von ihnen“ (Obad. 10, 11). Die Israeliten stammten von Jakob ab und die Edomiter von seinem Zwillingsbruder Esau. Da Jakob von Esau das Erstgeburtsrecht erworben hatte, begann sein Bruder einen tödlichen Haß gegen ihn zu nähren (1. Mose 25:27-34; 27:30-45). Die ganze Geschichte der Edomiter zeichnet sich durch diesen Haß gegen Israel aus (4. Mose 20:14-21; 2. Kö. 8:20 bis 22; 2. Chron. 21:8-10; 28:16 bis 20; Ps. 83:4-8). Im 9. Jahrhundert v. u. Z. rügte Jehova Edom durch den Propheten Amos, „weil er [Edom] seinem eigenen Bruder mit dem Schwert nachjagte und weil er seine eigenen Eigenschaften des Erbarmens verdarb und weil sein Zorn unablässig für immer zerreißt; und sein überwallender Zorn — er hat ihn dauernd bewahrt“ (Amos 1:11). Mehr als zwei Jahrhunderte danach zeigte sich dieser Haß besonders heimtückisch, als die Babylonier unter König Nebukadnezar die Stadt Jerusalem und ihren Tempel zerstörten. Auf dieses Ereignis zurückblickend, schrieb der Psalmist: „Gedenke, o Jehova, hinsichtlich der Söhne Edoms des Tages Jerusalems, die sprachen: ,Lege es bloß! Lege es bloß bis auf den Grund darin!‘ “ (Ps. 137:7). Durch Obadja rügte Gott Edom wegen dieser feindseligen Gesinnung mit den Worten: „Und du hättest nicht nach dem spähen sollen, was am Tage deines Bruders zu sehen war, am Tage seines Mißgeschicks; und du hättest dich nicht freuen sollen über die Söhne Judas an dem Tage, da sie umkamen . . . Und du hättest nicht am Scheideweg stehen sollen, um seine Entronnenen wegzutilgen; und du hättest seine Überlebenden nicht ausliefern sollen am Tage der Bedrängnis“ (Obad. 12-14). Die Treulosigkeit der Edomiter gegenüber Israel ging so weit, daß sie auf einzelne Israeliten, die um ihr Leben rannten, Jagd machten und sie dem Feind auslieferten. Doch durch diese Handlungsweise zeigten die Edomiter, daß sie eine wichtige Tatsache außer acht ließen. Welche?

    ‘DER TAG JEHOVAS IST NAHE’
    Jehova sagte weiter: „Denn der Tag Jehovas wider alle Nationen ist nahe. So, wie du getan hast, wird dir getan werden. Die Art deiner Behandlung wird auf dein eigenes Haupt zurückkommen. Denn so, wie ihr auf meinem heiligen Berg getrunken habt, werden alle Nationen fortan beständig trinken. Und sie werden gewißlich trinken und hinunterschlucken und so werden, als ob sie nie gewesen wären“ (Obad. 15, 16). Auf lärmenden Festen feierten die Edomiter mit den Feinden des Volkes Gottes die Niederlage und Plünderung Israels. Nun waren sie an der Reihe, den Becher des Zornes Gottes zu trinken. Nicht nur die Edomiter, sondern alle Nationen, die Feinde des auserwählten Volkes Gottes waren, sollten eines Tages „so werden, als ob sie nie gewesen wären“.

    EDOM WIRD WIE „STOPPELN“
    Jehova hatte verheißen, daß die Nachkommen Abrahams, Isaaks und Jakobs das Land besitzen sollten, das später Palästina genannt wurde (1. Mose 15:7, 17-21). Sie nahmen es in Besitz, doch sie wurden von den Babyloniern ins Exil weggeführt und mußten das Land als eine wüste Einöde zurücklassen. Jehova garantierte den Israeliten durch Obadja, daß sie das Land wieder besitzen würden, indem er durch den Propheten sagte: „Und auf dem Berg Zion, da werden bestimmt die Entronnenen sein, und er soll etwas Heiliges werden; und das Haus Jakob soll die Dinge in Besitz nehmen, die sie besitzen sollen. Und das Haus Jakob soll ein Feuer werden und das Haus Josephs eine Flamme und das Haus Esaus zu Stoppeln; und sie sollen sie in Brand setzen und sie verzehren. Und es wird für das Haus Esaus kein Überlebender dasein; denn Jehova selbst hat es geredet“ (Obad. 17, 18). Israel sollte nicht mehr in das Zweistämmereich, das aus Juda und Benjamin (in der Bibel manchmal „Jakob“ genannt) bestand, und in das Nord- oder Zehnstämmereich (manchmal „das Haus Josephs“ genannt) geteilt sein. Mit diesen Worten wurde eine Wiederherstellung der Einheit aller 12 Stämme Israels vorhergesagt. Edom hingegen sollte verschwinden. Die Israeliten sollten diese Nachkommen Esaus vernichten, wie ein Feuer Stoppeln verzehrt. Wurde eine derartige Verwüstung Edoms tatsächlich herbeigeführt? Ja, und zwar waren an der Erfüllung der durch Obadja geredeten Worte Gottes sowohl Heiden (Vers 1) als auch Israeliten (Vers 18) beteiligt. Betrachten wir einige Tatsachen, die die Erfüllung dessen bestätigen, was vorhergesagt worden war. Alte Inschriften berichten von der Eroberung Edoms durch die babylonischen Streitkräfte unter König Nebukadnezar im 6. Jahrhundert v. u. Z. Gemäß C. J. Gadd, einem Gelehrten für babylonische Geschichte und Literatur, gehörten zu den Truppen Nabonids, die Edom und Tema eroberten, auch jüdische Soldaten. Dazu schreibt John Lindsay in einem Artikel, betitelt „Die babylonischen Könige und Edom“: „So erfüllten sich zumindest teilweise die Worte des Propheten, der von Jahwe schrieb: ,Ich will mich an Edom rächen durch mein Volk Israel‘ (Hes. 25:14). Es gibt auch eine teilweise Erfüllung der Worte Obadjas, der sagte, daß die ,Verbündeten‘, ,Bundesgenossen‘, ,vertrauten Freunde‘ der Edomiter diese ,betrügen‘, ,überwältigen‘ und ihnen ,eine Falle stellen‘ würden. Hier können wir eine Bezugnahme auf die Babylonier sehen, die zwar in den Tagen Nebukadrezars bereit waren, die Edomiter an der Plünderung Judas teilhaben zu lassen, doch unter Nabonid den Geschäfts- und Handelsbestrebungen Edoms ein für allemal Zügel anlegten (vergl. Obad. 1 und 7)“ (Palestine Exploration Quarterly, Januar—Juni 1976, Seite 39). Das ist im Einklang mit den biblischen Hinweisen auf die Zeit des Sturzes Edoms. Wie bereits bemerkt, war Edom eine unabhängige Nation, als Jerusalem durch die Streitkräfte Nebukadnezars fiel. Im Buch Maleachi, das um die Mitte des 5. Jahrhunderts v. u. Z. (etwa 100 Jahre nach Nabonids Einfall in Edom) geschrieben wurde, wird berichtet, daß Gott bereits Edoms „Berge zur wüsten Einöde [gemacht hatte] und sein Erbe für die Schakale der Wildnis“ (Mal. 1:3).

    „UND DAS KÖNIGTUM SOLL JEHOVAS WERDEN“
    Die Israeliten sollten das Land, aus dem sie in das Exil nach Babylon weggetrieben worden waren, wieder in Besitz nehmen. Außerdem ist im Buch Obadja die Rede von einer Ausdehnung des Gebietes für die Israeliten in alle Richtungen. Sie sollten sich im Süden bis in den Negeb ausbreiten, im Osten bis in die frühere Heimat Edoms und im Westen bis in die Schephela und das Land der Philister. Die Ausdehnung in nordwestlicher Richtung sollte sich an der phönizischen Küste im Norden bis nach Sarepta erstrecken, das zwischen Tyrus und Sidon lag. Nordöstlich sollten sie sich über das ganze Gebiet ausdehnen, das früher vom Zehnstämmereich Israel eingenommen worden war, einschließlich Ephraims, Samarias und des Gebietes Gileads östlich des Jordan. Statt in einem weit entfernten fremden Land in Gefangenschaft zu sein, sollten Weggeführte Jerusalems sogar aus Sepharad (man nimmt an, daß es in Kleinasien lag) zurückkehren und Land als Erbe in Besitz nehmen, das sich im Süden bis in den Negeb erstrecken sollte, wo sich früher die Edomiter widerrechtlich Land angeeignet hatten (Obad. 19, 20). Das Buch Obadja endet mit der ermutigenden Bemerkung: „Und Retter werden gewißlich auf den Berg Zion hinaufziehen, um die Berggegend von Esau zu richten; und das Königtum soll Jehovas werden“ (Obad. 21). In der Zeit nach dem Tode Josuas hatte Gott Richter erweckt, um Israel aus der Bedrückung zu „retten“ und um Land zurückzugewinnen, das von Feinden eingenommen worden war. Obadja stellt die in ihre Heimat zurückgeführten Israeliten so dar, als handelten sie in einer ähnlichen Eigenschaft (Ri. 2:16). Wir können uns freuen, daß diese Prophezeiung in erweitertem Sinne eine Gewähr dafür ist, daß eines Tages alle Feinde Gottes vernichtet werden und seine Herrschaft über die ganze Erde ausgedehnt werden wird (Ps. 22:27, 28).

  4. Juleam 8. August 2011 um 13:08 Link zum Kommentar

    Das Wort Jehovas ist lebendig
    Höhepunkte aus dem Buch Obadja

    „DIE Vision Obadjas“ (Obadja 1). Mit diesen Worten beginnt das gleichnamige Bibelbuch. Abgesehen von dem Namen erwähnt der Prophet in seinem Buch nichts über sich selbst. Obadja stellte seine Aufzeichnung im Jahr 607 v. u. Z. fertig. Mehr als 200 Jahre früher schrieb der Prophet Jona ein Buch. Er berichtet darin offen, was er in Verbindung mit seinem Missionardienst erlebte. In die Zeit zwischen dem Prophetendienst Obadjas und Jonas fallen die 60 Jahre des Dienstes Michas, von 777 bis 717 v. u. Z. Micha berichtet von sich nur, dass er aus der Stadt Morescheth stammt und dass das Wort Jehovas „in den Tagen des Jotham, Ahas, Hiskia, der Könige von Juda“, an ihn erging (Micha 1:1). Er war mit dem Landleben vertraut, was die Veranschaulichungen zeigen, durch die er die einzelnen Punkte seiner Botschaft hervorhebt.

    EDOM WIRD „WEGGETILGT WERDEN MÜSSEN AUF UNABSEHBARE ZEIT“
    (Obadja 1-21)

    Über Edom sagt Obadja: „Wegen der Gewalttat an deinem Bruder Jakob wird Schande dich bedecken, und du wirst weggetilgt werden müssen auf unabsehbare Zeit.“ Dem Propheten ist noch frisch im Sinn, wie gewalttätig sich die Edomiter gegenüber den Söhnen Jakobs, den Israeliten, verhalten haben. Im Jahr 607 v. u. Z., als Jerusalem von den Babyloniern zerstört worden ist, ‘stand Edom abseits’ und verbündete sich mit den einfallenden „Ausländern“ (Obadja 10, 11).

    Im Gegensatz zu Edom steht dem Haus Jakob eine Wiederherstellung bevor. Obadjas Prophezeiung lautet: „Auf dem Berg Zion, da werden bestimmt die Entronnenen sein, und er soll etwas Heiliges werden“ (Obadja 17).

    Antworten auf biblische Fragen:

    5-8 — Was soll dadurch hervorgehoben werden, dass die Vernichtung Edoms dem Kommen von nächtlichen Plünderern und Traubenlesern gegenübergestellt wird?
    Wenn Diebe nach Edom gekommen wären, hätten sie nur so viel genommen, wie sie wollten. Wären Traubenleser gekommen, hätten sie etwas für die Nachlese übrig gelassen. Beim Sturz Edoms wird man jedoch gründlich nach seinen Schätzen suchen und „die Männer, die im Bund mit . . . [Edom] sind“, die verbündeten Babylonier, werden es vollständig plündern (Jeremia 49:9, 10).

    10 — Wie wurde Edom „weggetilgt . . . auf unabsehbare Zeit“?
    Wie vorausgesagt verschwand der edomitische Staat samt Regierung und Bevölkerung aus einem bestimmten geografischen Gebiet. Edom wurde um die Mitte des 6. Jahrhunderts v. u. Z. von dem babylonischen König Nabonid erobert. Im 4. Jahrhundert v. u. Z. bewohnten die Nabatäer das edomitische Gebiet; die Edomiter mussten sich im südlichen Teil Judas niederlassen, und zwar im Negeb, einem Gebiet, das man später Idumäa nannte. Nach der Zerstörung Jerusalems durch die Römer im Jahr 70 u. Z. hörten die Edomiter als Volk zu bestehen auf.

    Lehren für uns:

    3, 4. Die Edomiter wohnten in einem Gebiet zerklüfteter Felsen, hoher Berge und tiefer Schluchten. Aufgrund dieser strategisch ausgezeichneten Lage fühlten sie sich in ihrer Vermessenheit wohl absolut sicher. Aber sie irrten sich, denn Strafgerichten Jehovas kann man nicht entgehen.

    8, 9, 15. Menschliche Weisheit und Macht bieten am „Tag Jehovas“ keinen Schutz (Jeremia 49:7, 22).

    12-14. Die Edomiter sind ein warnendes Beispiel für alle, die Schadenfreude über Probleme von Dienern Gottes empfinden. Für Jehova ist eine schlechte Behandlung seines Volkes nichts Unbedeutendes.

    17-20. Diese Wiederherstellungsprophezeiung begann sich an den Söhnen Jakobs zu erfüllen, als 537 v. u. Z. eine Anzahl Juden aus Babylon nach Jerusalem zurückkehrten. Was Jehova sagt, trifft immer ein. Auf seine Zusagen können wir uneingeschränkt vertrauen.

    Wt 01.11.2007

  5. Juleam 7. August 2012 um 09:46 Link zum Kommentar

    Obadja

    Obadja 1-15 Gottes Strafe trifft die Edomiter

    1 Dies ist die Vision Obadjas: Gott, der Herr, hat uns gezeigt, welches Urteil er über Edom gefällt hat. Er sendet einen Boten zu den Völkern, der ruft: »Kommt, wir führen Krieg gegen die Edomiter! Zieht in den Kampf!«

    2 So spricht der Herr zu Edom: »Ich mache dich zu einem kleinen und unbedeutenden Volk, das von den anderen Völkern verachtet wird. 3 Durch deinen Stolz hast du dich selbst betrogen. Hoch oben im Bergland wohnst du, in unzugänglichen Tälern hast du dich niedergelassen und meinst: ›Von hier kann mich niemand hinunterstürzen!‹ 4 Aber ich werfe dich doch in die Tiefe, auch wenn du dein Nest so hoch bauen könntest wie der Adler, ja, selbst wenn du es zwischen die Sterne am Himmel setzen würdest! Darauf gebe ich, der Herr, mein Wort!

    5 Wenn Diebe im Schutz der Nacht einbrechen, nehmen sie nur mit, so viel sie tragen können. Wenn die Winzer den Weinberg abernten, lassen sie eine Nachlese übrig. Du aber bist rettungslos verloren! 6 Die Feinde werden dein ganzes Land ausplündern und jeden Schlupfwinkel aufspüren. 7 Die Völker, mit denen du verbündet warst, jagen dich aus deinem Land, deine eigenen Freunde treiben ein falsches Spiel mit dir und fallen dir in den Rücken. Die vorher noch am selben Tisch mit dir saßen, stellen dir eine Falle und sagen: ›Die Edomiter merken es ja doch nicht!‹ 8 Es kommt der Tag, an dem für euch kluge Leute im Bergland von Edom die letzte Stunde schlägt. Dafür sorge ich, der Herr! Dann seid ihr mit eurer Weisheit am Ende! 9 Eure mutigen Soldaten in der Festung Teman werden vor Angst zittern, denn auch der letzte Nachkomme Edoms wird ermordet.

    10 Ihr Edomiter habt euer Brudervolk, die Nachkommen Jakobs, grausam misshandelt. Diese Schande lastet auf euch, und darum werdet ihr für immer vernichtet. 11 Als fremde Truppen durch die Tore von Jerusalem eindrangen, als sie die Einwohner durch das Los unter sich verteilten und ihr Hab und Gut wegschleppten, da tatet ihr so, als ginge euch das gar nichts an. Ja, ihr habt sogar mit den Feinden gemeinsame Sache gemacht! 12 Ihr hättet damals nicht so schadenfroh das Unglück der Judäer mit ansehen dürfen! Warum habt ihr euch über ihr Leid lustig gemacht und gespottet, als sie in Not waren und getötet wurden? 13 An diesem Tag seid ihr auch noch in die eroberte Stadt eingedrungen und habt euch angesehen, wie sie litten! Den letzten Besitz meines Volkes habt ihr an euch gerissen. 14 Und wenn einige von ihnen fliehen konnten, habt ihr ihnen heimtückisch an Wegkreuzungen und Engpässen aufgelauert, um sie an ihre Verfolger auszuliefern! 15 Der Tag, an dem ich, der Herr, allen Völkern ihr Urteil spreche, steht schon vor der Tür. Dann ziehe ich auch euch Edomiter zur Rechenschaft. Man wird euch genau das antun, was ihr euren Brüdern von Juda angetan habt!«

    Warum hatte Edom so eine harte Strafe verdient? Könnten wir heute ihnen gleichen? Wie?

    Was kann ich für mich daraus lernen?

    Wenn Feinde mich bedrücken und ich mir Befreiung aus diesem Zustand der Bedrückung wünsche, dann darf ich darüber mit meinem Gott Jehova reden. Ich darf ihn um Hilfe bitten, ihn darum bitten, dass er den Bedrücker zur Rechenschaft zieht. Für hartgesottene Feinde der Diener Jehovas bedeutet dies am Tage Jehovas endgültige Vernichtung. Etwas, worum ich ja dann in gewisser Form bitte.

    Aber: Jehova hat keinen Gefallen am Tod des Bösen und dies sollte ich auch nicht haben. Im Gegenteil: Jehova wünscht sich, dass der schadenstiftende Mann von seinen Bösen Wegen zu IHM umkehrt. Dies sollte ich mir ebenso wünschen, wenn ich wirklich meinen Schöpfer nachahmen will. Müßte ich mein Gebet dann vielleicht anders formulieren?

    Jehova verurteilt hier die Edomiter nicht nur dafür, dass sie SEINEM Volk Schaden zugefügt haben, sondern auch dafür, dass sie Freude daran hatten, dass es einem anderen schlecht ging.

    Nun geht es ja hier darum, dass die Edomiter Feinde des Volkes Gottes waren und sich freuten, dass es SEINEM Volk schlecht erging. Wenn ich Schadenfreude empfinde, wenn mein Bedrücker die gerechte Strafe erhält – das ist ja dann etwas anderes? Nein! Denn Jesus sagte, wir sollten sogar unsere Feinde lieben. Daher ist es sicherlich nicht richtig, freudestrahlend laut zu applaudieren, wenn es dann soweit ist.

    Sicherlich wird es eine Erleichterung sein, wenn der Bedrücker uns nicht mehr schaden kann. Aber ehrlich gesagt, möchte ich nicht dabei sein, wenn es soweit ist. Ich möchte es nicht sehen müssen.

    Irgendwie bin ich da auch immer zweigeteilt: in einigen Ländern gibt es noch die Todesstrafe. Bei manchen Gewalttaten denke ich oft, es wäre besser, wenn dies auch bei uns so wäre, dann könnte derjenige niemanden mehr schaden. Auf der anderen Seite werden auch immer wieder Leute unschuldig berurteilt und oftmals lesen wir, dass zig Jahre nach dem Tod auf dem elektrischen Stuhl ein DNA-Test beweist, dass der Verurteilte es überhaupt nicht war. Wie furchtbar.

    Aber gehen wir mal davon aus, er sei ein Mörder, der bei der Tat von zig Menschen gesehen worden ist. Er wurde sogar dabei gefilmt, die Schuld ist eindeutig, nun bekommt er die Todesstrafe und die Öffentlichkeit „darf“ dabei zusehen. Würden wir dann dahin gehen? In einigen Ländern soll es Realityshows geben, die die letzten Stunden mit jemanden in der Todeszelle bis zum Schluß gehen. Diese Shows sollen unglaubliche Zuschauerzahlen haben. Ein für mich sehr gruseliger Gedanke! Selbst wenn derjenige es verdient hätte – bei seinem Tod zusehen? Unvorstellbar! Würde ich mich hinterher darüber freuen, wenn ich davon höre? Ich weiss nicht

    Sich über das Unglück eines anderen freuen? Nicht schön. Aber wenn derjenige über Jahre alles daran gesetzt hätte, mir das Leben zur Hölle zu machen – würde ich mich dann über sein Unglück freuen?

    Vor einiger Zeit ging eine Story durch die Presse, die mich sehr aufgewühlt hatte: eine junge hübsche Frau wurde von ihrem eifersüchtigen Exfreund durch einen Säureangriff im Gesicht schlimm entstellt. Sie hat über Jahre das Recht erstritten, ihm im Gegenzug Säure ins Auge zu träufeln. Es war ein muslimisches Land und hier galt noch der Grundsatz aus dem mosaischen Gesetz „Auge um Auge“. Ich fand den Gedanken ganz furchtbar. Wollte sie dies wirklich tun? Wo sie doch aus Erfahrung wußte, wie schmerzhaft dies ist? Na gut, er sollte dabei betäubt werden, aber trotzdem! Sie bekam nach langem Rechtsstreit das Recht und der Termin rückte immer näher – für mich ein schrecklicher Gedanke.

    Als der Tag dann kam, verzichtete sie in letzter Minute auf ihr Recht. Sie habe es nie wirklich vorgehabt, dem Täter längst vergeben. Aber sie war der Meinung, dass es erst dann wahre Vergebung sei, wenn sie die Möglichkeit gehabt hätte, sich zu rächen.

    Wie würden wir in so einer Situation fühlen?

  6. Juleam 7. August 2012 um 09:47 Link zum Kommentar

    Obadja 16-21 Das Volk Gottes findet Rettung!

    16 »Ihr Einwohner von Jerusalem musstet auf meinem heiligen Berg aus dem Becher meines Zorns trinken. Genauso werden die anderen Völker daraus trinken, und sie werden ihn bis zur Neige leeren müssen. Nach ihrem Untergang wird nichts mehr an sie erinnern.

    17 Aber auf dem Berg Zion findet man Rettung, denn dort wohne ich, der Herr!
    Die Nachkommen Jakobs werden das Land wieder in Besitz nehmen. 18 Wie loderndes Feuer Stroh verzehrt, so werden die Judäer und Israeliten die Edomiter vernichten. Keiner von den Nachkommen Esaus wird mit dem Leben davonkommen. So habe ich, der Herr, es beschlossen!

    19 Die Judäer aus der Steppe im Süden werden das edomitische Bergland erobern, die aus dem westlichen Hügelland das Gebiet der Philister und die Übrigen das Gebiet von Ephraim und die Gegend um Samaria. Der Stamm Benjamin nimmt das Bergland von Gilead in Besitz. 20 Den Verschleppten aus Israel wird das Land der Kanaaniter bis nach Zarpat im Norden gehören, während die Einwohner Jerusalems, die nach Sefarad verbannt wurden, die Städte im Süden Judas einnehmen werden.

    21 Befreier werden nach Jerusalem auf den Berg Zion kommen und über das Bergland der Edomiter herrschen. Ich, der Herr, aber werde König sein!«

    Hier sind ja ganz detaillierte Voraussagen: wer wann wo welche Stadt einnimmt…

    Aber Jehova kann sich das leisten, denn wenn er etwas voraussagt, dann trifft es auch ein!

  7. Juleam 13. September 2013 um 11:42 Link zum Kommentar

    Obadja – wann genau ist der Hass zwischen Jakob und Esau derart eskaliert, hatten sie sich nicht wieder versöhnt?

    1 Dies ist die Offenbarung an Obadja: So spricht Gott , der Herr , über Edom:

    Wir haben eine Botschaft gehört vom Herrn , und ein Bote wurde damit an die Völker entsandt: »Auf, lasst uns aufbrechen zum Krieg gegen sie!«

    2 Siehe, ich habe dich klein gemacht unter den Völkern; sehr verachtet bist du. 3 Der Hochmut deines Herzens hat dich verführt, weil du an Felshängen wohnst, in der Höhe thronst und in deinem Herzen sprichst: »Wer wird mich zur Erde hinunterstoßen?« 4 Wenn du aber auch dein Nest in der Höhe bautest wie der Adler und es zwischen den Sternen anlegtest, so würde ich dich doch von dort hinunterstürzen!, spricht der Herr .

    5 Wenn Diebe zu dir kämen, nächtliche Räuber – wie bist du untergegangen! -, würden sie nicht nur so viel stehlen, bis sie genug haben? Wenn Winzer zu dir kämen, würden sie nicht eine Nachlese übrig lassen? 6 Wie ist [aber] Esau durchsucht, wie sind seine verborgenen Schätze ausfindig gemacht worden!

    7 Alle deine Bundesgenossen haben dich an die Grenze zurückgeschickt; getäuscht , überwältigt haben dich die Männer, mit denen du Frieden hieltest; die dein Brot aßen, haben dir Schlingen gelegt: »Es ist keine Einsicht in ihm!«

    8 Werde ich, spricht der Herr , an jenem Tag nicht die Weisen aus Edom vertilgen und die Einsicht vom Gebirge Esaus? 9 Und deine Helden, Teman , sollen den Mut verlieren, damit jedermann ausgerottet wird bei dem Gemetzel auf dem Gebirge Esaus.

    10 Wegen der Grausamkeit gegen deinen Bruder Jakob soll dich Schande bedecken, und du sollst auf ewig ausgerottet werden! 11 An jenem Tag, als du dabeistandest, an dem Tag, da Fremde sein Hab und Gut wegführten und Ausländer zu seinen Toren einzogen und das Los über Jerusalem warfen, da warst du auch wie einer von ihnen! 12 Du sollst aber deine Lust nicht sehen am Tag deines Bruders, am Tag seines Unheils, und sollst dich nicht freuen über die Kinder Judas am Tag ihres Untergangs und nicht dein Maul aufreißen am Tag der Drangsal. 13 Du sollst auch nicht zum Tor meines Volkes einziehen am Tag ihres Unglücks und auch nicht dich weiden an seinem Unheil an seinem Schicksalstag, noch deine Hand ausstrecken nach seinem Hab und Gut am Tag seines Unglücks. 14 Du sollst dich auch nicht beim Scheideweg aufstellen, um seine Flüchtlinge niederzumachen, und sollst seine Entkommenen nicht ausliefern am Tag der Drangsal

    15 Denn nahe ist der Tag des Herrn über alle Heidenvölker; wie du gehandelt hast, so wird man dir gegenüber handeln; dein Tun fällt auf deinen Kopf zurück!

    16 Denn gleichwie ihr auf meinem heiligen Berg getrunken habt, so sollen alle Heidenvölker beständig trinken; sie sollen trinken und schlürfen und sein, als wären sie nie gewesen. 17 Aber auf dem Berg Zion wird Errettung sein, und er wird heilig sein; und die vom Haus Jakob werden ihre Besitzungen wieder einnehmen. 18 Und das Haus Jakob wird ein Feuer sein und das Haus Joseph eine Flamme; aber das Haus Esau wird zu Stoppeln werden; und jene werden sie anzünden und verzehren, sodass dem Haus Esau kein Überlebender übrig bleibt; denn der Herr hat es gesagt !

    19 Und die im Negev werden das Gebirge Esaus in Besitz nehmen und die in der Schephela das Philisterland ; auch werden sie das Gebiet von Ephraim und das Gebiet von Samaria in Besitz nehmen, und Benjamin [das Gebiet von] Gilead . 20 Und die Weggeführten werden diesen Befestigungswall für die Kinder Israels [in Besitz nehmen]: nämlich was den Kanaanitern gehört bis nach Zarpat hin, und die Weggeführten Jerusalems, die in Sepharad sind, die Städte des Negev . 21 Und es werden Befreier auf den Berg Zion hinaufziehen, um das Gebirge Esaus zu richten . Und die Königsherrschaft wird dem Herrn gehören!

    Wir werden ernten, was wir gesät haben (Galater 6:7) und wir sollten andere so behandeln, wie wir gern von ihnen behandelt werden wollen (Matthäus 7:12). „Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus“ und „wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein“!

    Aber viel interessanter für mich ist, wann genau dieser Hass so eskaliert ist?

    Hatten sich denn nicht Jakob und Esau wieder versöhnt, als Jakob wieder nach Hause kam? Hatte ihn sein Bruder nicht aufgefordert, mit ihm in sein Land zu ziehen und gemeinsam dort zu wohnen?

    Wo ist das ganze wieder gekippt und warum?

    Ging es darum, dass Jakob gesagt hatte: „geh schon mal vor, ich komme nach“ – und es nicht getan hatte? Oder hatte es mit der Hungersnot zu tun – dass Joseph seinen Vater und die Brüder und ihre Familien nachkommen ließ, und Esau und seine Sippe nicht? Hätte er gern selbst so feudal im Land des Pharaos gelebt?

    Oder ging es einfach generell nur um die Feindschaft, von der Isaak beim Segen sprach und das Friedensangebot von Esau war nur geheuchelt und er wollte Jakob in sein Land locken, um dann dort über ihn herzufallen?

    Oder hatte das Eingreifen Jehovas seinerzeit seinen Hass nur verstärkt? Er wollte Jakob platt machen, durfte es aber nicht, weil Jehova ihn nicht ließ. War er dem nur widerwillig gefolgt und hat danach seinem Hass nicht nur freien Lauf gelassen – sondern dieses Eingreifen, hatte es noch Öl in das Feuer seines Hasses gegossen?

    Haben wir eigentlich in der Zeit nach dem Treffen der beiden Brüder und dem Zeitpunkt, wo sich die Edomiter weigern, das Volk Israel durch ihr Land ziehen zu lassen, irgendwas von Esau und dem Stamm Edom gehört (gelesen)?

    Hier finden wir einige Gedanken aus den Vorjahren dazu:

    .

    weiter geht es mit Jeremia

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