Fahrt fort, zuerst das Königreich und SEINE Gerechtigkeit zu suchen, und alle diese anderen Dinge werden euch hinzugefügt werden (Matthäus 6:33)
Woran denkst du, wenn du den Namen „Israel“ in der Bibel liest? An Isaaks Sohn Jakob, der in „Israel“ umbenannt wurde? Oder an seine Nachkommen, das Volk Israel? Vielleicht denkst du ja auch an das „geistige“ Israel. Spricht die Bibel im übertragenen Sinn von Israel, ist in der Regel das „Israel Gottes“ gemeint, die 144.000, die mit heiligem Geist gesalbt worden sind, um im Himmel Könige und Priester zu werden (Galater 6:16; Offenbarung 7:4; 21:12).
(Galater 6:16) Und alle, die nach dieser Regel des Benehmens ordentlich wandeln werden, über sie komme Frieden und Barmherzigkeit, ja über das Israel Gottes.
(Offenbarung 7:4) Und ich hörte die Zahl derer, die versiegelt waren, hundertvierundvierzigtausend, versiegelt aus jedem Stamm der Söhne Israels:
(Offenbarung 21:12) Sie hatte eine große und hohe Mauer und hatte zwölf Tore und an den Toren zwölf Engel, und Namen waren darauf geschrieben, welche die der zwölf Stämme der Söhne Israels sind.
Aber es gibt da noch einen besonderen Hinweis auf die 12 Stämme Israels. Wir finden ihn in Matthäus 19:28.
2 Jesus sagte: „In der Wiedererschaffung, wenn sich der Menschensohn auf seinen Thron der Herrlichkeit setzt, werdet auch ihr selbst, die ihr mir nachgefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten.“ In diesem Vers stehen die „zwölf Stämme Israels“ für alle, die von Jesu gesalbten Nachfolgern gerichtet werden und ewig im Paradies auf der Erde leben dürfen. Ihnen werden die Priesterdienste der 144.000 zugutekommen.
Fragen zu den Absätzen 1 und 2:
- Wofür steht das „Israel Gottes“, von dem in Galater 6:16 die Rede ist?
- Wofür stehen die „zwölf Stämme Israels“ aus Matthäus 19:28?
3 Wie die Priester und Leviten in alter Zeit, so betrachten auch gesalbte Christen heute ihren Dinest als etwas Kostbares (4. Mose 18:20).
Und Jehova sprach weiter zu Aaron: „In ihrem Land wirst du kein Erbe haben, und kein Anteil in ihrer Mitte wird dein werden. Ich bin dein Anteil und dein Erbe inmitten der Söhne Israels.
Gesalbten Christen ist ebenfalls kein Erbe auf der Erde in Form eines „Landes“ oder Gebiets in Aussicht gestellt worden. Sie erwarten stattdessen, im Himmel mit Jesus Christus als Könige und Priester zu dienen, und weden dort ihren Dienst für Jehova fortsetzen. Das geht aus Offenbarung 4:10,11 hervor, wo sie in ihrer himmlischen Stellung beschrieben werden (Hesekiel 44:28).
(Offenbarung 4:10-11) so fallen die vierundzwanzig Ältesten vor dem nieder, der auf dem Thron sitzt, und beten den an, der da lebt für immer und ewig, und sie werfen ihre Kronen vor den Thron hin und sagen: 11 „Du bist würdig, Jehova, ja du, unser Gott, die Herrlichkeit und die Ehre und die Macht zu empfangen, weil du alle Dinge erschaffen hast, und deines Willens wegen existierten sie und wurden sie erschaffen.“
(Hesekiel 44:28) ‚Und es soll ihnen zum Erbe werden: Ich bin ihr Erbe. Und kein Besitztum solltet ihr ihnen in Israel geben: Ich bin ihr Besitztum.
4 Solange sie noch auf der Erde sind, ist an ihrere Lebensweise zu erkennen, dass Jehova ihr „Anteil“ ist. Absoluten Vorrang geben sie ihrem kostbaren Dienst für Gott. Sie glauben fest an das Loskaufsopfer Jesu Christi und folgen ihm beständig, um so ihre „Berufung und Auserwählung festzumachen“ (2. Petrus 1:10). Nicht alle von ihnen haben die gleichen Umstände und Fähigkeiten. Aber irgendwelche persönlichen Grenzen sind für sie kein Vorwand, sich im Dienst für Gott auf ein Minimum zu beschränken. Im Gegenteil, dieser Dienst hat einen so hohen Stellenwert für sie, dass sie sich darin verausgaben. Damit geben sie allen, die hoffen, im Paradies auf der Erde zu leben, ein gutes Beispiel.
Frage zu Absatz 3 und 4:
Welches gute Beispiel geben gesalbte Christen?
5 Für alle Christen – ob sie im Himmel oder auf der Erde leben werden – gilt Jesu Aussage: „Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme seinen Marterpfahl auf und folge mir beständig“ (Matthäus 16:24). Millionen, die ewiges Leben im Paradies in Aussicht haben, dienen Gott und folgen Christus auf genau diese Weise. Sie geben sich nicht mit ein wenig Einsatz im Dienst für Gott zufrieden, wenn sie wissen, dass sie eigentlich mehr tun könnten. viele haben ihr Leben vereinfacht und sind Pioniere geworden. Andere schaffen es, ein paar Monate im Jahr Pionier zu sein. Und selbst, wer nicht Pionier sein kann, gibt im Dienst sein Bestes. Was all diese Christen tun, erinnert an Maria, die aus Ergebenheit duftendes Öl über Jesus ausgoss. Er sagte dazu: „Sie hat eine vortreffliche Tat an mir getan. … Sie hat getan, was sie konnte“ (Markus 14:6-8). Für uns ist es nicht immer leicht, zu tun, was wir können. Schließlich leben wir in einer vom Teufel beherrschten Welt. Aber wir setzen unsere ganze Kraft ein und verlassen uns auf Jehova. Vier bereiche, in denen sich das deutlich zeigt, möchten wir uns jetzt etwas näher ansehen.
Frage zu Absatz 5:
Wie können alle Christen Jehova als ihren „Anteil“ haben? Warum ist das nicht immer leicht?
Zuerst Gottes Königreich suchen
6 Jesus lehrte seine Nachfolger, sie sollten zuerst das Königreich Gottes und seine Gerechtigkeit suchen. Die meisten Menschen heute stellen eher ihre eigenen Interessen voran. Die Bibel bezeichnet sie als „Menschen dieses Systems der Dinge, deren Anteil in diesem Leben ist“. (Lies Psalm 17:1, 13-15).
(Psalm 17:1) Höre doch, was gerecht ist, o Jehova; merke doch auf meinen inständigen Ruf; Nimm doch zu Ohren mein Gebet von Lippen ohne Trug.
(Psalm 17:13-15) Erheb dich, o Jehova; tritt seinem Angesicht entgegen; Laß ihn sich beugen; sorg doch mit deinem Schwert dafür, daß meine Seele dem Bösen entrinnt, 14 Den Menschen, [durch] deine Hand, o Jehova, Den Menschen [dieses] Systems der Dinge, deren Anteil in [diesem] Leben ist Und deren Bauch du mit deinem verborgenen Schatz füllst, Die gesättigt sind mit Söhnen Und die für ihre Kinder aufbewahren, was sie übriglassen. 15 Was mich betrifft, in Gerechtigkeit werde ich dein Angesicht schauen; Ich werde bestimmt gesättigt werden, wenn ich beim Erwachen deine Gestalt [sehe].
Vielen liegt einfach nichts an ihrem Schöpfer, und so konzentrieren sie sich voll und ganz darauf, ihr Leben möglichst angenehm zu gestalten, Kinder aufzuziehen und ihnen ein Erbe zu hinterlassen. Ihr „Anteil“ ist nur im heutigen Leben. David dagegen wollte sich einen „guten Namen“ bei Jehova machen, wie sein Sohn Salomo später jedem ans Herz legte (Prediger 7:1).
Ein Name ist besser als gutes Öl und der Tag des Todes als der Tag, an dem man geboren wird.
Fußnote
„Ein guter Name“
Genau wie Asaph wusste auch David: Jehova zum Freund zu haben ist das Allerwichtigste im Leben, viel wichtiger als eigene Interessen. Seinen Weg mit Gott zu gehen machte ihm große Freude. Heute gibt es viele Christen, die dem Dienst für Jehova den Vorrang vor ihrer Berufstätigkeit gegeben haben.
Fragen zu Absatz 6
- Woran zeigt sich, dass die meisten ihren „Anteil“ nur im heutigen Leben sehen?
- Warum ist es besser, so zu denken wie David?
7 Ein Beispiel dafür ist Jean-Claude, ein Ältester und Vater von drei Kindern in der Zentralafrikanischen Republik. Arbeit ist in diesem Land nur schwer zu finden, und die meisten, die eine Stelle haben, würden so gut wie alles dafür tun, sie zu behalten. Eines Tages wurde Jean-Claude von seinem Produktionsleiter angewiesen, abn sofort abends ab halb sieben zu arbeiten – und das an sieben Tagen in der Woche. Jean-Claude erklärte ihm, er sei nicht nur dafür verantwortlich, dass seine Familie materiell versorgt ist, sondern auch seelsorgerisch. Außerdem habe er ähnliche Pflichten auch in seiner Gemeinde. Darauf bekam er die Antwort: „Wenn Sie in der glücklichen Lage sind, eine Stelle zu haben, müssen Sie alles andere vergessen, auch Ihre Frau, Ihre Kinder und Ihre Probleme. Sie haben für Ihre Arbeit zu leben – für nichts als Ihre Arbeit. Sie müssen sich entscheiden, was Ihnen wichtiger ist: Ihre Religion oder Ihr Job?“
Was hättest du an Jean-Claudes Stelle getan? Er machte sich bewusst: Verliert er seine Arbeit, dann wird sich Jehova um ihn kümmern. Im Dienst für ihn hätte er mehr als genug zu tun, und er würde ihn dabei unterstützen, seine Familie mit dem Nötigen zu versorgen. Deshalb besuchte er die nächste Zusammenkunft während der Woche. Danach machte er sich fertig für die Arbeit, ohne zu wissen, ob er die Stelle überhaupt noch hatte. Er wollte gerade gehen, da erhielt er einen Anruf: Der Produktionsleiter war entlassen worden – nicht aber unser Bruder!
Frage zu Absatz 7
Wie wurde ein Bruder dafür gesegnet, dass er das Königreich an die erste Stelle setzte?
8 Wer schon einmal in der Situation war, dass er um seinen Arbeitsplatz fürchten musste, hat sich vielleicht gefragt: „Wie soll ich dann meiner Verpflichtung nachkommen, für meine Familie zu sorgen?“ (1. Timotheus 5:8)
Bestimmt hat jemand, der für die Seinigen und besonders für seine Hausgenossen nicht sorgt, den Glauben verleugnet und ist schlimmer als ein Ungläubiger.
Aber selbst, wenn du so etwas noch nie durchmachen musstest, weißt du doch bestimmt eines ganz sicher: Ist Jehova dein „Anteil“ – bedeutet es dir enorm viel, ihm dienen zu dürfen – , dann wirst du von ihm nie enttäuscht werden. Als Jesus seine Jünger aufforderte, zuerst das Königreich zu suchen, versicherte er ihnen: „Alle diese anderen Dinge“ – also Essen, Trinken und Kleidung – „werden euch hinzugefügt werden“ (Matthäus 6:33).
9 Denken wir noch einmal an die Leviten, die ja kein Land als Erbe erhielten. Da sie sich vor allem auf die wahre Anbetung konzentrierten, mussten sie sich darauf verlassen, dass Jehova sie versorgte. Und er hatte ihnen zugesichert: „Ich bin dein Anteil“ (4. Mose 18:20). Wir sind zwar nicht in einem buchstäblichen Tempel tätig wie damals die Priester und Leviten. Aber wir können die gleiche Einstellung haben wie sie und darauf vertrauen, dass sich Jehova um uns kümmern wird. Dieser feste Glaube an seine Macht, für uns zu sorgen, wird immer wichtiger, je näher wir dem Ende kommen (Offenbarung 13:17).
und daß niemand kaufen oder verkaufen könne, ausgenommen jemand, der das Kennzeichen hat, den Namen des wilden Tieres oder die Zahl seines Namens.
Frage zu Absatz 8 und 9
Wie können wir uns an den Priestern und Leviten ein Beispiel nehmen und Jehova als unseren „Anteil“ betrachten?
Zuerst Gottes Gerechtigkeit suchen
10 Jesus hatte seinen Jüngern auch dringend ans Herz gelegt, zuerst Gottes Gerechtigkeit zu suchen (Matthäus 6:33). Das erfordert, sich nicht an menschlichen Maßstäben dafür zu orientieren, was richtig und falsch ist, sondern daran, was Jehova festlegt. (Lies Jesaja 55:8,9)
„Denn eure Gedanken sind nicht meine Gedanken, noch sind meine Wege eure Wege“ ist der Ausspruch Jehovas. 9 „Denn wie die Himmel höher sind als die Erde, so sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.
Nicht wenige haben, als sie die Wahrheit kennen lernten, ihre Arbeitsstelle gewechselt, um sich taufen lassen zu können – weil sie bis dahin beruflich zum Beispiel mit dem Anbau oder Verkauf von Tabak zu tun hatten, mit der Ausbildung von Soldaten oder mit der Herstellung oder dem Verkauf von Waffen (Jesaja 2:4; 2. Korinther 7:1; Galater 5:14).
(Jesaja 2:4) Und er wird gewiß Recht sprechen unter den Nationen und die Dinge richtigstellen hinsichtlich vieler Völker. Und sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen schmieden müssen und ihre Speere zu Winzermessern. Nation wird nicht gegen Nation [das] Schwert erheben, auch werden sie den Krieg nicht mehr lernen.
(2. Korinther 7:1) Da wir also diese Verheißungen haben, Geliebte, so laßt uns uns selbst reinigen von jeder Befleckung des Fleisches und Geistes, indem wir die Heiligkeit in der Furcht Gottes vervollkommnen.
(Galater 5:14) Denn das ganze GESETZ ist in e i n e m Ausspruch erfüllt, nämlich: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“
11 Andrew beispielsweise war sehr stolz auf seinen Beruf, gab ihn aber trotzdem auf. Warum? Er arbeitete für eine Organisation, deren Ziele nicht mit der christlichen Neutralität vereinbar sind. Als seine Frau und er Jehova kennenlernten, reifte in ihnen der Entschluss, ihm zu dienen. Deshalb wollte er unbedingt die Gerechtigkeit Gottes an die erste Stelle in seinem Leben setzen. Bei seinem Ausscheiden stand er erst einmal ohne Einkommen da – mit zwei kleinen Kindern und Ersparnissen, die nur für ein paar Monate reichten.
Aus rein menschlicher Sicht hätte man meinen können, er habe (wie die Leviten) keinen „Erbbesitz“. Aber im Vertrauen auf Jehova machte sich Andrew auf Arbeitssuche. Rückblickend können er und seine Familie die Worte bestätigen: „Die Hand Jehovas ist nicht zu kurz geworden, dass sie nicht retten kann“ (Jesaja 59:1).
Andrew und seine Frau achteten darauf, ein einfaches Leben zu führen, und dadurch war es ihnen sogar möglich, Vollzeitprediger zu sein. Er erzählt: „Geld- und Wohnungssorgen, Krankheiten und das Älterwerden haben uns hin und wieder zu schaffen gemacht. Doch Jehova hat uns immer beigestanden.“ Und fügt hinzu: „Wenn wir unser Leben Revue passieren lassen, können wir voller Überzeugung sagen: Es gibt keine größere Ehre, als Jehova zu dienen. Nichts ist lohnender“ (Prediger 12:13).
Der Abschluß der Sache, nachdem man alles gehört hat, ist: Fürchte den [wahren] Gott, und halte seine Gebote. Denn das ist des Menschen ganze [Pflicht].
den kompletten Lebensbericht von Andrew finden wir im Erwachet vom November 2009
Frage zu Absatz 10 und 11:
Wie haben einige bei der Wahl ihrer Beschäftigung bewiesen, dass sie auf Jehova vertrauen? Kannst du ein Beispiel dafür anführen?
12 Angenommen, du gerätst in Schwierigkeiten, weil du die Gerechtigkeit Gottes an die erste Stelle setzen willst. Was würde dir helfen, es trotzdem zu tun? Jesus sagte zu seinen Jüngern: „Wenn ihr Glauben habt von der Größe eines Senfkorns, werdet ihr zu diesem Berg sagen: ‚Rück bitte von hir nach dort!‘, und er wird wegrücken, und nichts wird euch unmöglich sein“ (Matthäus 17:20).
Falls du dir da nicht so sicher bist: Sprich doch mal mit anderen in der Versammlung darüber. Was sie schon mit Jehova erlebt haben, wird dir bestimmt Mut machen und deinen Glauben stärken.
Frage zu Absatz 12
Welche Eigenschaften brauchen wir, um zuerst Gottes Gerechtigkeit zu suchen? Kennst du persönliche Beispiele, die das beweisen?
Dankbar sein für das, womit Jehova unseren Glauben stark hält
13 Betrachtest du deinen Dienst für Jehova als einen kostbaren Schatz, kannst du absolut sicher sein, dass er für alles sorgt, was du brauchst – wie in alter Zeit für die Leviten. Oder denk an David. Sogar versteckt in seiner Höhle konnte er darauf bauen, dass ihn sein Gott versorgen würde. Genauso können wir uns auf Jehova verlassen, auch wenn uns eine Situation ausweglos erscheint.
Und weißt du noch, wann Asaph geholfen wurde, das, was ihm zu schaffen machte, besser zu verstehen? Als er „in das großartige Heiligtum Gottes kam“ (Psalm 73:17).
Wenden auch wir uns immer an den, der uns mit allem versorgt, was wir für unser gutes Verhältnis zu ihm brauchen! Damit zeigen wir, wie froh und dankbar wir sind, ihm dienen zu dürfen – ganz gleich, wie schwierig unsere Umstände vielleicht sind. Und so erlauben wir Jehova, unser „Anteil“ zu sein.
Frage zu Absatz 13
Worauf können wir uns absolut verlassen, wenn wir uns im Dienst für Jehova verausgaben?
14 Wie berührt es dich, wenn helleres Licht auf „die tiefen Dinge Gottes“ aus der Bibel fällt? Schließlich stammt ja alles Licht der Wahrheit von Jehova (1. Korinther 2:10-13).
Denn uns hat Gott sie durch seinen Geist geoffenbart, denn der Geist erforscht alle Dinge, selbst die tiefen Dinge Gottes.
11 Denn wer unter [den] Menschen kennt die Dinge eines Menschen, ausgenommen der Geist des Menschen, der in ihm ist? Ebenso hat niemand die Dinge Gottes kennengelernt, ausgenommen der Geist Gottes. 12 Nun haben wir nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der von Gott ist, damit wir die Dinge erkennen könnten, die uns Gott gütigerweise gegeben hat. 13 Diese Dinge reden wir auch, nicht mit Worten, die durch menschliche Weisheit gelehrt werden, sondern mit solchen, die durch den Geist gelehrt werden, indem wir geistige [Dinge] mit geistigen [Worten] verbinden.
Der Apostel Petrus ist uns da ein hervorragendes Beispiel. Bei einer Gelegenheit sagte Jesus zu seinen Zuhörern: „Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohnes esst und sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch selbst.“ Viele Jünger nahmen das wörtlich und sagten: „Diese Rede ist anstößig; wer kann sie anhören?“ Deswegen wandten sie sich von ihm ab, „den hinter ihnen liegenden Dingen zu“. Wie aber reagierte Petrus? Er sagte: „Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens“ (Johannes 6:53,60,66,68).
15 Petrus verstand auch nicht, was Jesus hatte sagen wollen. Aber er hatte das Vertrauen, dass Jehova das Licht der Wahrheit heller werden lässt. Wird dieses Licht dann heller, bemühst du dich dann, die Begründung dafür aus der Heiligen Schrift nachzuvollziehen? (Sprüche 4:18).
Aber der Pfad der Gerechten ist wie das glänzende Licht, das heller und heller wird, bis es voller Tag ist.
Über die Beröer im ersten Jahrhundet wird gesagt: „Sie nahmen das Wort mit der größten Bereitwilligkeit auf, indem sie täglich sorgfältig forschten“ (Apostelgeschichte 17:11).
Diese nun waren edler gesinnt als die in Thessalonich, denn sie nahmen das Wort mit der größten Bereitwilligkeit auf, indem sie täglich in den Schriften sorgfältig forschten, ob sich diese Dinge so verhielten.
Nimmst du dir an ihnen ein Beispiel, dann wird deine Dankbarkeit dafür vertieft, Jehova dienen zu dürfen und ihn als deinen Anteil zu haben.
Frage zu Absatz 14 und 15
Wie reagieren wir am besten, wenn bestimmte Bibeltexte genauer erklärt werden, und warum?
Nur im Herrn heiraten
16 Die biblische Anweisung, „nur im Herrn“ zu heiraten, ist ein weiteres Gebiet, auf dem Christen nicht vergessen dürfen, worauf Jehova hinarbeitet (1. Korinther 7:39).
Eine Frau ist während der ganzen Zeit, da ihr Mann lebt, gebunden. Wenn ihr Mann aber [im Tod] entschlafen sollte, so ist sie frei, sich zu verheiraten, mit wem sie will, nur im Herrn.
Viele sind lieber ledig geblieben, als sich über die Anweisung ihres Gottes hinwegzusetzen. Und Jehova kümmert sich liebevoll um sie.
Was tat David, als er einsam war und allem Anschein nach keinen Helfer hatte? Er berichtet: „Vor Jehova schüttete ich unablässig mein Anliegen aus; meine Bedrängnis tat ich weiterhin vor ihm kund, als mein Geist in mir schwach wurde“ (Psalm 142:1-3).
Gefühle dieser Art dürften auch dem Propheten Jeremia nicht fremd gewesen sein, der seinem Gott als Unverheirateter treu diente – und das jahrzehntelang. Vielleicht tut es dir gut, dich etwas intensiver mit seinem Beispiel zu befassen, wie es in Kapitel 8 des Buches „Was Gott uns durch Jeremia sagen lässt“ behandelt wird.
Frage zu Absatz 16
Wie kann Jehova unser „Anteil“ sein, wenn es um das Gebot aus 1. Korinther 7:39 geht?
17 Eine Schwester in den Vereinigten Staaten erzählt: „Ich habe mich nie bewusst dafür entschieden, ledig zu bleiben. Wenn mir der Richtige über den Weg läuft, würde ich schon gern heiraten. Meine Mutter, die keine Zeugin Jehovas ist, wollte mich überreden, einfach irgendjemand zu heiraten. Ich habe sie gefragt, ob sie schuld sein wolle, wenn ich in einer unglücklichen Ehe ende. Mit der Zeit konnte sie sehen, dass ich eine gute Arbeit hatte, gut zurechtkam und glücklich war. Da hat sie aufgehört, auf mich einzureden.“
Es kommt schon ab und zu vor, dass sich diese Schwester einsam fühlt. Was dann? Sie sagt: „Dann vertraue ich ganz besonders auf Jehova. Er lässt mich nie allein.“
Was hat ihr denn geholfen, auf Jehova zu vertrauen? „Durch das Gebet spüre ich, dass Jehova wirklich da ist und ich nie allein bin. Die höchste Person des ganzen Universums hört mir zu – da kann ich gar nicht anders, als mich geeehrt zu fühlen und mich zu freuen!“ Sie ist auch fest davon überzeugt, dass Geben glücklicher macht als Empfangen, und erzählt: „Ich bemühe mich, für andere da zu sein und ihnen zu helfen, ohne selbst etwas dafür zu erwarten. Wenn ich mir überlege: ‚Was kann ich für diesen Menschen tun?‘, dann spüre ich eine tiefe Freude“ (Apostelgeschichte 20:35).
Diese Schwester hat wirklich Jehova als ihren „Anteil“ und freut sich sehr darüber, ihm dienen zu dürfen.
Frage zu Absatz 17
Wie geht eine ledige Schwester damit um, wenn sie sich ab und zu einsam fühlt?
18 Wie auch immer dein Leben gerade aussieht: Jehova kann auch dein „Anteil“ sein. Erlaubst du ihm, für dich da zu sein, dann zählst du zu seinem glücklichen Volk (2. Korinther 6:16,17).
Und welche Übereinkunft besteht zwischen Gottes Tempel und Götzen? Denn wir sind ein Tempel eines lebendigen Gottes, so wie Gott gesagt hat: „Ich werde unter ihnen wohnen und unter [ihnen] wandeln, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein.“ 17 „ ,Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab‘, spricht Jehova, ‚und hört auf, das Unreine anzurühren‘ “; „ ,und ich will euch aufnehmen.‘ “
Und das ebnet den Weg dafür, dass Jehova dich als seinen „Anteil“ (oder seine „Zuteilung“) betrachtet, wie er das schon bei anderen seiner Diener getan hat. (Lies 5. Mose 32:9,10).
Denn Jehovas Teil ist sein Volk;
Jakob ist die Zuteilung, die er ererbt.10 Er fand ihn dann im Lande einer Wildnis
Und in einer öden, heulenden Wüste.
Er begann ihn zu umhegen, auf ihn achtzugeben,
Ihn zu behüten wie die Pupille seines Auges.
So wie Israel Jehovas „Zuteilung“ unter den Nationen wurde, so kann er auch dich auswählen, sein „Anteil“ zu sein, und dich liebevoll umsorgen (Psalm 17:8).
Bewahre mich wie die Pupille des Augapfels,
Im Schatten deiner Flügel mögest du mich verbergen
Frage zu Absatz 18
Wie kann Jehova dich zu seinem „Anteil“ machen?
zur Wiederholung
Wie wird Jehova dein „Anteil“ …
- wenn du zuerst sein Königreich und seine Gerechtigkeit suchst?
- wenn du dankbar bist für die geistige Speise?
- wenn du dich an sein Gebot hälst, nur im Herrn zu heiraten?