Geleitet von Gottes Geist – im ersten Jahrhundert und heute

„Alle diese Wirkungen ruft ein und derselbe Geist hervor“ (1. Korinther 12:11).

DER Pfingsttag des Jahres 33 u.Z. war ein ganz besonderer Tag: Jehova Gott goss seinen heiligen Geist auf seine Diener aus (Apg. 2:1-4). Das war der Auftakt für eine bedeutende Neuerung in der Art und Weise, wie er mit seinem Volk handelte. Im vorigen Artikel haben wir gesehen, wie es Glaubensmenschen in vorchristlicher Zeit durch Gottes Geist ermöglicht wurde, schwierige und oft detailliert vorgegebene Aufgaben zu erfüllen. Worin unterschied sich im Vergleich dazu nun die Wirkungsweise des heiligen Geistes im ersten Jahrhundert? Und wie kommt das Wirken des heiligen Geistes Gottes Christen heute zugute? Wir wollen sehen.

Frage zu Absatz 1:
Worum geht es in diesem Studienartikel

 

M A R I A

„Siehe! Jehovas Sklavin!“

2 Als der heilige Geist wie versprochen auf Jesu Jünger in Jerusalem ausgegossen wurde, befand sich auch Maria in ihrer Mitte (Apg. 1:13,14). Doch schon über 30 Jahre zuvor hatte sie die Wirkung des Geistes Jehovas erlebt – und zwar auf höchst außergewöhnliche Weise: Jehova hatte das Leben seines Sohnes aus dem Himmel auf die Erde übertragen und in den Mutterleib Marias gepflanzt. Die Empfängnis fand statt, während sie noch Jungfrau war. Dieses Leben war „durch heiligen Geist“ in ihr gezeugt worden (Matthäus 1:20). (siehe auch Geist-Buch Kap. 5)

Frage zu Absatz 2:
Wie hatte Maria die Wirkung des heiligen Geistes am eigenen Leib verspürt?

 

3 Warum wohl hat Jehova Maria für diese einzigartige Aufgabe ausgewählt? Achten wir auf ihre Erwiderung, als ihr der Engel erklärte, was Jehova von ihr wünschte; sie rief aus: „Siehe! Jehovas Sklavin! Mir geschehe nach deiner Erklärung“ (Lukas 1:38). Daran zeigte sich eine Herzenseinstellung, mit der sie Jehova positiv aufgefallen war. Ihre spontane Reaktion bewies, wie bereitwillig sie auf seinen Willen in der Sache einging. Sie hätte ja auch erst einmal fragen können, was denn Freunde und Nachbarn von ihr denken sollen, wenn ihre Schwangerschaft bekannt wird. Oder: was aus ihrer Verlobung wird, wenn Joseph davon erfährt. Statt dessen nannte sie sich „Jehovas Sklavin“, seine niedrigste Dienerin, und verriet damit, dass sie zu IHM als ihrem Herrn und Meister vollstes Vertrauen hatte.

 

4 Hast du vielleicht manchmal das Gefühl, mit Aufgaben im Dienst für Jehova ein wenig überfordert zu sein? Da ist es wichtig, in sich zu gehen und sich zu fragen:

„Bin ich voll und ganz davon überzeugt, dass Jehova alles genau so lenkt, wie es seinem Willen entspricht? Arbeite ich bereitwillig daran mit?“

Allen, die mit ganzem Herzen auf ihn vertrauen und ihm als höchstem Herrscher gehorchen, schenkt Jehova Gott seinen heiligen Geist – darauf kannst du dich felsenfest verlassen (Apg. 5:32).

Frage zu Absatz 3 und 4:
Wie war Maria eingestellt – und wie können wir uns an ihr ein Beispiel nehmen?

 

 

P E T R U S

Petrus erhielt Hilfe durch den heiligen Geist

5 Wie Maria hatte auch der Apostel Petrus schon vor Pfingsten 33 u.Z. selbst beobachtet und verspürt, auf welche machtvolle Weise Gottes heiliger Geist wirken kann. Jesus hatte ihm und den anderen Aposteln die Macht verliehen, Dämonen auszutreiben (Markus 3:14-16). Und obwohl in der Bibel nicht im Einzelnen darüber berichtet wird, dürfte Petrus davon Gebrauch gemacht haben. Die Macht Gottes war auch zu beobachten, als Jesus Petrus aufforderte, ihm über das Wasser des Galiläischen Meeres entgegenzugehen, und er tatsächlich dazu in der Lage war.

Lies Matthäus 14:25-29:

25 Aber in der vierten Nachtwache kam er, über das Meer schreitend, auf sie zu. 26 Als sie ihn auf dem Meer schreiten sahen, wurden die Jünger beunruhigt und sprachen: „Es ist eine Erscheinung!“ Und sie schrien vor Furcht. 27 Sogleich aber redete Jesus sie mit den Worten an: „Faßt Mut, ich bin’s; fürchtet euch nicht.“ 28 Petrus antwortete ihm und sprach: „Herr, wenn du es bist, so gebiete mir, über die Wasser zu dir zu kommen.“ 29 Er sagte: „Komm!“ Darauf stieg Petrus vom Boot herab, schritt über die Wasser und ging Jesus entgegen.

Petrus war zu diesen übernatürlichen Taten nur imstande, weil er eindeutig auf den heiligen Geist vertraute. Schon bald sollte dieser Geist über Jesu Nachfolgern auf eine neue Art und Weise wirksam werden.

Frage zu Absatz 5:
Wie hatte Petrus die Wirkungsweise des heiligen Geistes vor Pfingsten 33 u.Z. selbst erleben können?

 

6 Beim Pfingstfest wurde Petrus und den anderen Jüngern die Fähigkeit verliehen, mit Besuchern aus aller Herren Länder in ihrer jeweiligen Muttersprache zu reden. Anschließend ergriff Petrus das Wort und sprach zu der versammelten Menge (Apg. 2:14-36). Dieser Mann, bei dem es schon einmal vorkommen konnte, dass er unüberlegt handelte oder Menschenfurcht zeigte, wurde jetzt mit dem nötigen Mut erfüllt, trotz Drohungen und Verfolgung beherzt für seinen Glauben einzustehen (Apg. 4:18-20, 31).

Er wurde von Gott auf übernatürliche Weise über bestimmte Sachverhalte informiert (Apg. 5:8,9). Ja, ihm wurde sogar die macht verliehen, jemand von den Toten aufzuerwecken (Apg. 9:40).

Frage zu Absatz 6:
Wozu war Petrus an Pfingsten 33 u.Z. und danach dank des Geistes Gottes in der Lage?

 

 

7 Schon vor Pfingsten hatte Petrus viele Wahrheiten verstanden, die Jesus lehrte (Matthäus 16:16,17; Johannes 6:68). Aber mache Facetten davon waren ihm bis dahin nicht klar. Zum Beispiel hatte er weder erkannt, dass Jesus am dritten Tag nach seinem Tod als Geistwesen auferweckt werden sollte, noch dass das Königreich im Himmel aufgerichtet werden würde (Johannes 20:6-10; Apg. 1:6). Die Vorstellung, Menschen könnten als Geistpersonen im himmlischen Königreich regieren, war ihm völlig fremd. Doch nachdem er mit heiligem Geist getauft und für das Leben im Himmel ausgewählt worden war, konnte er diese Lehren Jesu verstehen.

Frage zu Absatz 7:
Welche Lehren Jesu konnte Petrus erst verstehen, nachdem er mit heiligem Geist gesalbt worden war?

 

8 Ab dem Zeitpunkt, wo der heilige Geist ausgegossen wurde, waren viele Informationen und Einblicke für Jesu Jünger überhaupt erst zugänglich. Inspiriert von Gottes Geist erläuterten die Schreiber der Christlichen Griechischen Schriften faszinierende Details darüber, wie Jehovas Vorsatz umgesetzt werden würde (Epheser 3:8-11, 18). Dieses Wissen kommt uns heute sehr zugute, und sowohl die mit heiligem Geist gesalbten Christen als auch die „anderen Schafe“ ernähren sich gemeinsam von diesen biblischen Wahrheiten (Johannes 10:16). Wir dürfen heute so viel aus Gottes Wort wissen und verstehen, dass die Frage bestimmt berechtigt ist:

„Wie dankbar bin ich dafür, dass der heilige Geist mir das alles möglich macht?“

Frage zu Absatz 8:
Welches Wissen und Verständnis steht sowohl geistgesalbten Christen als auch „anderen Schafen“ zur Verfügung?

 

 

 

P A U L U S

Paulus „wurde mit heiligem Geist erfüllt“

 

9 Etwa ein Jahr nach Pfingsten 33 u.Z. erhielt Saulus, später als Paulus bekannt, von Gott das Geschenk des heiligen Geistes. In ihm war der Geist auf eine Weise wirksam, von der wir heute noch sehr profitieren. Er wurde inspiriert, 14 Bücher der Bibel zu schreiben. Wie Petrus versetzte Gottes Geist auch Paulus in die Lage, die Hoffnung auf unvergängliches, unsterbliches Leben im Himmel zu verstehen und klar darzulegen. Und durch heiligen Geist konnte Paulus Kranke heilen, Dämonen austreiben und sogar jemand von den Toten auferwecken. Es gab aber noch einen wichtigeren Zweck, warum ihm der Geist so viel Macht verlieh. Zu genau dem gleichen Zweck erhalten alle Diener Gottes heute ebenfalls Kraft, wenn auch nicht durch ein Wunder.
Frage zu Absatz 9:
Wozu befähigte der heilige Geist den Apostel Paulus?

 

 

10 Auf Zypern wies Paulus, „mit heiligem Geist erfüllt“, mutig einen Zauberer in die Schranken. Beim dortigen Provinzstatthalter, der diesen Wortwechsel mitverfolgte, hinterließ das einen nachhaltigen Eindruck: Er wurde „gläubig, so sehr erstaunt war er über die Lehre Jehovas“ (Apg. 13:8-12).

Paulus war absolut klar: Nur Gottes Geist konnte ihn dazu befähigen, die Wahrheit freimütig zu verkündigen (Matthäus 10:20).

Später bat er die Versammlung in Ephesus, für ihn zu Jehova zu flehen, dass ihm „die Fähigkeit zu reden gegeben werde“ (Epheser 6:18-20).

Frage zu Absatz 10:
Wovon hing die Redefähigkeit des Paulus ab?

 

 

11 Der heilige Geist befähigte Paulus also, zu reden; aber es kam auch vor, dass er ihm direkt untersagte, in bestimmten Gegenden zu predigen. Auf seinen Missionsreisen ließ sich Paulus von Gottes Geist anleiten (Apg. 13:2).

Lies Apostelgeschichte 16:6-10:

6 Außerdem zogen sie durch Phrỵgien und das Land Galatien, weil ihnen vom heiligen Geist verwehrt wurde, das Wort in dem [Bezirk] Asien zu reden. 7 Als sie ferner nach Mỵsien hinabkamen, bemühten sie sich, nach Bithỵnien zu gelangen, aber der Geist Jesu ließ es ihnen nicht zu. 8 Da zogen sie an Mỵsien vorbei und kamen nach Trọas hinab. 9 Und während der Nacht hatte Paulus eine Vision: Ein gewisser mazedọnischer Mann stand da und bat ihn inständig und sprach: „Komm herüber nach Mazedọnien, und hilf uns!“ 10 Sobald er nun die Vision gehabt hatte, suchten wir nach Mazedọnien zu gelangen, da wir folgerten, daß Gott uns gerufen habe, um ihnen die gute Botschaft zu verkündigen.

Um das Predigtwerk heute zu leiten, gebraucht Jehova nach wie vor seinen Geist. Wie Paulus strengen sich alle Diener Jehovas gehorsam an, die Wahrheit freimütig und mit Feuereifer zu predigen. Auch wenn wir heute nicht wie Paulus durch eine Vision angeleitet werden – auf eines können wir uns verlassen:

Jehova sorgt durch seinen heiligen Geist dafür, dass ehrliche Menschen die Wahrheit zu hören bekommen (Johannes 6:44).

Frage zu Absatz 11:
Welche Anleitung erhielt Paulus durch den heiligen Geist?

 

 

 

„Verschiedenheiten von Wirkungen“

 

12 Die Berichte darüber, wie Jehova die Versammlung der Gesalbten im ersten Jahrhundert segnete, sind für uns Diener Gottes heute ganz bestimmt sehr ermutigend. Warum? Das ergibt sich aus dem, was Paulus unter Anleitung Jehovas an die Korinther über die damaligen Wundergaben des heiligen Geistes schrieb:

„Nun gibt es Verschiedenheiten in den Gaben, aber da ist derselbe Geist; und es gibt Verschiedenheiten in den Dienstämter, und doch ist es derselbe Herr; und es gibt Verschiedenheiten von Wirkungen, und doch ist es derselbe Gott, der alle Wirkungen in allen hervorruft“ (1. Korinther 12:4-6, 11).

Demnach kann der heilige Geist zu einem bestimmten Zweck in verschiedenen Dienern Gottes auf unterschiedliche Weise wirken. Zur Verfügung steht er sowohl der „kleinen Herde“ Christi als auch seinen „anderen Schafen“ (Lukas 12:32; Johannes 10:16). Nur hat er nicht in jedem Christen immer die gleiche Wirkung.

 

13 Älteste zum Beispiel werden durch den heiligen Geist ernannt (Apg. 20:28). Aber nicht alle mit Geist gesalbten Christen werden Älteste. Die Schlussfolgerung?

Ganz einfach: Gottes Geist ist in denen, die zur Versammlung gehören, auf unterschiedliche Weise wirksam.

 

14 Derselbe Geist, der in den Gesalbten „einen Geist der Annahme an Sohnes statt“ erzeugt – also bewirkt, dass sie sich Jehova gegenüber als Söhne fühlen –, wurde von ihm dazu gebraucht, seinen einzig gezeugten Sohn von den Toten zu unsterblichem Leben im Himmel aufzuerwecken.

Lies Römer 8:11,15:

Wenn nun der Geist dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird er, der Christus Jesus von den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber durch seinen in euch wohnenden Geist lebendig machen.
Denn ihr habt nicht einen Geist der Sklaverei empfangen, der wiederum Furcht erweckt, sondern ihr habt einen Geist der Annahme an Sohnes Statt empfangen, durch welchen Geist wir ausrufen: „Abba, Vater!“

Durch denselben Geist brachte er das gesamte Universum ins Dasein (1. Mose 1:1-3). Und mit demselben Geist befähigte er Bezalel für die besondere Arbeit an der Stiftshütte, verlieh Simson die Kraft für herausragende Machttaten und ermöglichte es Petrus, auf dem Wasser zu gehen.

Eines dürfen wir deshalb nicht verwechseln: Mit Gottes Geist erfüllt zu sein, ist nicht dasselbe, wie mit seinem Geist gesalbt zu sein!

Letzteres ist nur eine besondere Wirkungsweise des heiligen Geistes. Und Jehova entscheidet darüber, wen er mit seinem Geist salbt.

Frage zu Absatz 12 bis 14:
Wirkt der heilige Geist in allen Dienern Gottes auf die gleiche Weise? Wie würdest du das erklären?

 

 

15 Jehovas heilige, wirksame Kraft hat auf unterschiedlichste Weise auf seine treuen Diener eingewirkt, und das seit ihm Menschen treu dienen – schon Tausende von Jahren, bevor er damit begann, jemand mit heiligem Geist zu salben. Diese neue Wirkungsweise führte er zu Pfingsten 33 u.Z. ein, allerdings nur zeitlich begrenzt. Die Taufe mit heiligem Geist wird es nicht für immer geben. Dass aber heiliger Geist Dienern Gottes hilft, seinen Willen zu tun – das wird nie aufhören!

Frage zu Absatz 15:
Wird es die Taufe mit heiligem Geist für immer geben? Wie würdest du das erklären?

 

 

16 Was wird denn heute vor unseren Augen auf der Erde durch Jehovas heiligen Geist bewirkt? Die Antwort finden wir in Offenbarung 22:17:

„Der Geist und die Braut sagen fortwährend: ‚Komm!’ Und jeder, der es hört, sage: ‚Komm!’ Und jeder, den dürstet, komme; jeder, der wünscht, nehme Wasser des Lebens kostenfrei.“

Motiviert durch Gottes Geist laden Christen heute „jeden, der wünscht“, ein, Wasser des Lebens von Jehova zu erhalten. Dabei gehen die gesalbten Christen mit gutem Beispiel voran, und die „anderen Schafe“ unterstützen sie. Beide Gruppen lassen sich dabei von demselben heiligen Geist leiten.

  • Beide haben sich Jehova hingegeben und sind als Zeichen dafür „im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes“ getauft worden (Matthäus 28:19).
  • Und sie lassen Gottes Geist auf sich einwirken, so dass seine „Frucht“ in ihrem Leben sichtbar wird (Galater 5:22,23).
  • Wie die Gesalbten strengen sich auch die „anderen Schafe“ mit Hilfe des heiligen Geistes sehr an, ein reines Leben zu führen, das Jehova gefällt (2. Korinther 7:1; Offenbarung 7:9,14).

Frage zu Absatz 16:
Was erreichen Jehovas Diener heute dank der Hilfe des heiligen Geistes?

 

 

Nicht aufhören, um heiligen Geist zu bitten

 

17 Ob Jehova dir also ewiges Leben im Himmel in Aussicht gestellt hat oder auf der Erde: Er kann dir „Kraft, die über das Normale hinausgeht“ geben, damit du ihm treu bleiben kannst und deine Belohnung erhältst (2. Korinther 4:7). Gut möglich, dass man dich beschimpft oder verspottet, weil du nicht aufhörst, die gute Botschaft vom Königreich zu predigen. Dann vergiss nicht:

„Wenn ihr um des Namens Christi Willen geschmäht werdet, seid ihr glücklich, weil der Geist der Herrlichkeit, ja der Geist Gottes, auf euch ruht“ (1. Petrus 4:14).

Frage zu Absatz 17:
Was ist auch ein Beweis dafür, dass wir Gottes Geist haben?

 

 

18 Gott schenkt denen großzügig heiligen Geist, die sich ehrlich darum bemühen. Nicht nur unsere Fähigkeiten kann der Geist auf ein höheres Niveau heben – er kann auch den Wunsch in uns fördern, im Dienst für Jehova unser Bestes zu tun:

„Gott ist es, der um seines Wohlgefallens willen beides in euch wirkt: das Wollen und das Handeln.“

Tun wir unseren Teil und klammern uns „mit festem Griff an das Wort des Lebens“, dann ermöglicht er es uns durch das kostbare Geschenk des heiligen Geistes, „mit Furcht und Zittern unsere eigene Rettung zu bewirken“ (Philipper 2:12,13,16).

 

 

19 Verlassen wir uns deshalb hundertprozentig auf Gottes Geist; legen wir unser ganzes Herz in jede Aufgabe, die uns Jehova in seinem Dienst überträgt; versuchen wir, darin immer geschickter zu werden; und bitten wir IHN im Hilfe (Jakobus 1:5).

Er gibt uns immer das, was wir brauchen, um sein Wort zu verstehen, um mit Problemen fertig zu werden und um die gute Botschaft zu predigen.

„Bittet unablässig, und es wird euch gegeben werden; sucht fortwährend, und ihr werdet finden; klopft unaufhörlich an, und es wird euch geöffnet werden“ – ja, wir werden den heiligen Geist erhalten (Lukas 11:9,13).

Bitten wir Jehova weiterhin inständig, dass er uns – genauso wie die Glaubensmenschen in alter Zeit – durch seinen heiligen Geist leitet.

Fragen zu Absatz 18 und 19:

  • Wie hilft uns Jehova, durch seinen heiligen Geist?
  • Was hast du dir vorgenommen?

 

 

 

Was würdest du sagen?

  • Wie war Maria eingestellt, und wie können wir uns an ihr ein Beispiel nehmen?
  • Wie wurde Paulus durch Gottes Geist geleitet?
  • Wie werden Jehovas Diener heute durch seinen Geist geleitet?

Jule 23. Februar 2012 2 Kommentare Trackback URI Comments RSS

2 Kommentare zu “Geleitet von Gottes Geist – im ersten Jahrhundert und heute”

  1. Geist-Bucham 23. Februar 2012 um 10:52 Link zum Kommentar

    hs Kap. 5 S. 83-86

    Der erste, der mit heiligem Geist und Kraft gesalbt wurde

    Wie bewirkte der himmlische Vater dieses Wunder? Wodurch tat er es? Mit Hilfe einer „Frau“. Möglicherweise gab es viele Israelitinnen, besonders aus dem Stamm Juda, die gern die Mutter des verheißenen Messias geworden wären. Doch sie konnten sich dieses Vorrecht nicht selbst erwählen. Nur der himmlische Vater des Messias konnte die Wahl treffen, was er auch tat. Die Frau, die er auswählte, war eine unverheiratete „junge Frau“ (Jesaja 7:14, Einheitsübersetzung). Wäre sie bereits verheiratet gewesen und hätte sie Kinder gehabt, so wären Fragen wegen der Vaterschaft, wegen der Erbansprüche und wegen anderer Rechte aufgetaucht. Darum war die „junge Frau“, die Gott auswählte, eine „Jungfrau“ (Matthäus 1:22, 23). Der „Erstgeborene“ Gottes, der als vollkommener Mensch von Fleisch und Blut geboren wurde, mußte gleichzeitig auch der „Erstgeborene“ der Frau sein, die ihn gebar (Kolosser 1:15; Johannes 3:16, 17).

    13 Die Frau, die ausgewählt wurde, mußte auch von König David, dem Sohn Isais, abstammen. Aufgrund ihrer Verwandtschaft mit König David konnte sie auf ihren erstgeborenen Sohn das natürliche Recht auf das Königtum Davids über die zwölf Stämme des „Hauses Jakob“ (Israel) übertragen. Es war passend, daß sie in „Davids Stadt“, der Stadt Bethlehem in der Provinz Juda, geboren wurde (Lukas 2:11). Zu der Zeit aber, als Gott ihr sagen ließ, daß er ihr besondere Gunst erweisen würde, wohnte sie in Nazareth in Galiläa. Etwa sechs Monate zuvor hatte Gott den Engel Gabriel zu dem Priester Sacharja gesandt, um diesem die Geburt eines Sohnes anzukündigen, der Johannes genannt werden sollte. Und jetzt sandte Gott Gabriel zu der zukünftigen Mutter des Messias, für dessen Erscheinen Johannes Vorbereitungen treffen sollte. Diese Frau war die jüdische Jungfrau Maria, die Tochter Helis aus der königlichen Linie Davids. Gabriel nahm menschliche Gestalt an, um Maria erscheinen zu können. Maria erschrak, als er sie grüßte. Weshalb sagte dieser Besucher, der so unvermittelt auftrat, daß Jehova mit ihr sei? Warum mit ihr?

    14 Er sagte es, weil Jehova sie erwählt hatte, die Mutter des herrlichen messianischen Königs zu werden. Gabriel sagte:

    „Fürchte dich nicht, Maria, denn du hast Gunst bei Gott gefunden; und siehe! du wirst in deinem Schoß empfangen und einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben. Dieser wird groß sein und wird Sohn des Höchsten genannt werden; und Jehova Gott wird ihm den Thron Davids, seines Vaters, geben, und er wird für immer als König über das Haus Jakob regieren, und sein Königreich wird kein Ende haben“
    (Lukas 1:26-33).

    15 Wie sollte dies bei einer unverheirateten „jungen Frau“, einer „Jungfrau“, möglich sein? Diese Frage stellte Maria, und wir hätten wahrscheinlich dasselbe gefragt. Beachten wir daher, was über Maria wirksam werden sollte:

    „Der Engel antwortete ihr und sprach: ,Heiliger Geist wird über dich kommen, und Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Darum wird auch das Geborene heilig, Gottes Sohn, genannt werden‘ “
    (Lukas 1:34, 35).

    16 „Heiliger Geist“ sollte wirksam werden, und das sollte dazu führen, daß etwas „Heiliges“ geboren würde. Es handelte sich dabei um eine Jungfrauengeburt. Für Gott war es nicht unmöglich, dieses Wunder zu wirken, denn der Engel Gabriel schloß sein Gespräch mit Maria mit den Worten ab: „Bei Gott wird keine Erklärung etwas Unmögliches sein“ (Lukas 1:37). Wie reagierte Maria auf all dies? Sie hätte sagen können:

    „Ja, aber ich bin doch schon mit dem Zimmermann Joseph, dem Sohn Jakobs aus dem königlichen Haus Davids, verlobt! Ich bin verpflichtet, die Mutter seiner Kinder zu werden. Ich kann meine Verlobung mit Joseph nicht auflösen. Es tut mir leid, das geht einfach nicht!“

    Es schien also wirklich Probleme zu geben. Doch Gott wußte dies ebenfalls, und darum antwortete Maria dem Engel glaubensvoll: „Siehe! Jehovas Sklavin! Mir geschehe nach deiner Erklärung“ (Lukas 1:38).

    17 Danach kam es bei Maria durch ein Wunder des allmächtigen Gottes zur Empfängnis. Ohne daß Maria davon wußte, verschwand Gottes „Erstgeborener“ plötzlich aus dem Himmel. Seine Lebenskraft wurde in ihren jungfräulichen Leib übertragen. Wir lesen:

    „Als seine Mutter Maria mit Joseph verlobt war, fand es sich, daß sie vor ihrer Vereinigung durch heiligen Geist schwanger war. Doch weil Joseph, ihr Mann, gerecht war und sie nicht öffentlich zur Schau stellen wollte, beabsichtigte er, sie heimlich durch Scheidung zu entlassen. Als er aber über diese Dinge nachgedacht hatte, siehe! da erschien ihm Jehovas Engel im Traum und sprach: ,Joseph, Sohn Davids, scheue dich nicht, Maria, deine Frau, heimzuführen, denn was in ihr gezeugt worden ist, ist durch heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk von ihren Sünden erretten‘ “
    (Matthäus 1:18-21).

    18 Der Name Jesus hat eine prophetische Bedeutung. Es ist die Kurzform von Jehoschua, was „Jehova ist Rettung“ bedeutet. In Übereinstimmung mit dieser Bedeutung sollte der Träger dieses Namens „sein Volk von ihren Sünden erretten“. Er war nicht Josephs Sohn, sondern „Gottes Sohn“, wie Gabriel gesagt hatte.

    19 Der durch ein Wunder gezeugte Erstgeborene Marias war kein neuer Sohn Gottes, sondern es war der Sohn Gottes, der bereits seit langer Zeit existiert hatte und dessen Leben vom Himmel auf die Erde übertragen worden war, wobei Maria als irdische Mutter gedient hatte. Daraus folgt, daß er nicht als „Gottmensch“ bezeichnet werden kann, wie es viele Vertreter der Christenheit tun. Dieser Ausdruck steht nicht in der inspirierten Heiligen Schrift. Im Himmel hatte Gottes „Erstgeborener“ den Titel „Das Wort“ (oder Logos) getragen. Deshalb heißt es in Johannes 1:14: „So wurde das WORT Fleisch und weilte unter uns; und wir schauten seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit, wie sie einem einziggezeugten Sohn vom Vater her gehört.“ Die Geistlichkeit der Christenheit nennt ihn zu Unrecht „Gottmensch“ denn in 1. Timotheus 2:5, 6 wird er als „ein Mensch, Christus Jesus“, bezeichnet. Er behauptete nie, Gott, der Höchste, zu sein, und das hätte er auch nicht mit Recht tun können (Johannes 20:31; Lukas 1:32).

  2. Geist-Bucham 23. Februar 2012 um 11:05 Link zum Kommentar

    hs Kap. 4 S. 57-61

    Wie der heilige Geist über Menschen der alten Zeit wirksam war

    Aus der Bibel selbst erfahren wir, daß die sechsundsechzig kleineren Bücher, aus denen sie besteht, von Menschen geschrieben wurden. Die Bibel berichtet, was für Männer ihre Schreiber waren. Sie zeigt auch, welche unsichtbare Kraft diese Männer zum Schreiben antrieb. Ein Geist beeinflußte sie beim Schreiben ihrer Bücher. Es war aber nicht der Geist Satans, des Teufels, denn Satan hat zu jeder Zeit die gesamte bewohnte Erde irregeführt. Bei dem Geist, der hinter dem Schreiben der Bibel stand, handelt es sich nicht um den Geist, der hinter der gegenwärtigen alten Ordnung der Dinge steht. Um zu erfahren, was für Menschen die Bibel schrieben und was für ein Geist sie zum Schreiben veranlaßte, wollen wir die kurze Erklärung des Apostels Petrus lesen, der als Märtyrer für das wahre Christentum starb:

    4 „So will ich auch jederzeit mein Äußerstes tun, damit ihr nach meinem Weggang [Märtyrertod] imstande seiet, diese Dinge selbst zu erwähnen. Nein, nicht dadurch, daß wir kunstvoll ersonnenen unwahren Geschichten folgten, machten wir euch mit der Macht und Gegenwart unseres Herrn Jesus Christus bekannt, sondern dadurch, daß wir Augenzeugen seiner herrlichen Größe wurden. Denn er empfing von Gott, dem Vater, Ehre und Herrlichkeit, als ihm von der großartigen Herrlichkeit Worte wie diese überbracht wurden: ,Dieser ist mein Sohn, mein geliebter, an dem ich selbst Wohlgefallen gefunden habe.‘ Ja, diese Worte hörten wir vom Himmel her, als wir mit ihm auf dem heiligen Berge waren.

    5 Demzufolge haben wir das prophetische Wort um so fester; und ihr tut wohl, ihm Aufmerksamkeit zu schenken als einer Lampe, die an einem dunklen Ort leuchtet, bis der Tag anbricht und ein Tagesstern aufgeht, in eurem Herzen. Denn das wißt zuerst, daß keine Prophezeiung der Schrift irgendeiner privaten Auslegung entspringt. Denn Prophetie wurde niemals durch den Willen eines Menschen hervorgebracht, sondern Menschen redeten von Gott aus, wie sie von heiligem Geist getragen wurden“
    (2. Petrus 1:15-21).

    6 Petrus selbst war einer von denen, die „von Gott aus schrieben und redeten, so, „wie sie von heiligem Geist getragen wurden“. Aufgrund dieser Tatsache legte Petrus wahrheitsgetreu Zeugnis ab von dem, was er und die Apostel Jakobus und Johannes als Augenzeugen gesehen und gehört hatten, als Jesus Christus vor ihnen auf einem hohen Berg in Palästina umgestaltet wurde. Drei andere Jünger schrieben einen Bericht über diese Umgestaltung Jesu Christi, die sich, einige Monate bevor er außerhalb der Mauern Jerusalems hingerichtet wurde, ereignete (Matthäus 17:1-9; Markus 9:2-9; Lukas 9:28-36). Das Zeugnis des Petrus wird somit von glaubwürdigen Männern bestätigt. Die Bibel enthält zwei Briefe, die seinen Namen tragen und von ihm, einem Menschen, geschrieben wurden; doch diese Tatsache macht seine Briefe nicht zu Schriften menschlichen Ursprungs. Die Briefe des Petrus kamen durch den Einfluß des heiligen Geistes zustande. Sie wurden somit von Jehova Gott, dem Quell des heiligen Geistes, inspiriert.

    7 In seinem zweiten Brief stufte Petrus die Schriften des Apostels Paulus als einen Bestandteil der inspirierten heiligen Schriften ein. Petrus schrieb:

    „Betrachtet ferner die Geduld unseres Herrn als Rettung, so, wie euch unser geliebter Bruder Paulus nach der ihm verliehenen Weisheit ebenfalls schrieb, indem er von diesen Dingen redete, wie er das auch in all seinen Briefen tut. Darin sind jedoch einige Dinge schwer zu verstehen, die die Ungelehrten und Unbefestigten verdrehen, wie sie es auch, zu ihrer eigenen Vernichtung, mit den übrigen Schriften tun“
    (2. Petrus 3:15, 16).

    Heute behaupten Kritiker, diese Briefe seien lediglich von einem Menschen (Paulus) geschrieben worden und daher seien sie menschlichen Ursprungs. Diese Kritiker verdrehen die Schriften „zu ihrer eigenen Vernichtung“.

    8 Über die heiligen Schriften, die von Menschen geschrieben wurden, die „von Gott aus“ schrieben und redeten, hatte der Apostel Paulus folgendes zu sagen:

    „Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert [buchstäblich: gottgehaucht (theópneustos)] und nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes völlig tauglich sei, vollständig ausgerüstet für jedes gute Werk“
    (2. Timotheus 3:16, 17; siehe auch Kingdom Interlinear Translation).

    9 Paulus selbst war solch ein tauglicher „Mensch Gottes“. Er war mit den alten Hebräischen Schriften sehr gut vertraut. Paulus bezog sich immer wieder auf diese inspirierten Schriften und konnte dadurch beweisen, daß das wahre Christentum eine von Gott gegebene Grundlage hat (Apostelgeschichte 17:3).

    10 Es hat einen bestimmten Grund, daß sich biblische Prophezeiungen jederzeit, auch heute, im zwanzigsten Jahrhundert, erfüllt haben. Der Grund dafür ist, daß diese Prophezeiungen keine Voraussagen von Menschen sind, die versucht hätten, den Trend der Weltereignisse persönlich zu deuten. Im Gegenteil! Die Prophezeiungen der Bibel stammen von Gott, und er teilte sie Menschen mit, die ihm ergeben waren. Gott sorgt für die Erfüllung seiner Prophezeiungen, wenn Menschen auch nicht wissen, wie er dies tut. Diesen Gedanken hob Petrus hervor, als er im Tempel von Jerusalem zu einer jüdischen Volksmenge sagte:

    „Auf diese Weise hat Gott das erfüllt, was er durch den Mund aller Propheten zuvor angekündigt hatte, daß sein Christus leiden würde . . ., den allerdings der Himmel bei sich behalten muß bis zu den Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge, von denen Gott durch den Mund seiner heiligen Propheten der alten Zeit geredet hat“
    (Apostelgeschichte 3:18-21).

    Die Bibel enthält die Prophezeiungen des Gottes, der nicht lügt, selbst wenn er durch Propheten spricht.

    11 Da die biblischen Prophezeiungen von Gott stammen und mit Hilfe seines heiligen Geistes übermittelt wurden, müssen sie sich unweigerlich erfüllen. Das betonte auch Petrus, als er zu einer Versammlung von etwa hundertzwanzig Jüngern Christi in Jerusalem sprach:

    „Männer, Brüder, es war notwendig, daß das Schriftwort erfüllt werde, das der heilige Geist durch den Mund Davids über Judas vorhergesagt hatte, der denen, die Jesus festnahmen, zum Wegweiser wurde“
    (Apostelgeschichte 1:15, 16).

    12 Später sprachen Petrus und einige seiner Mitjünger ein Gebet, in dem sie die Erfüllung einer weiteren Prophezeiung Davids erwähnten. In Apostelgeschichte 4:24, 25 heißt es: „Sie [erhoben] ihre Stimme einmütig zu Gott und sprachen: ,Souveräner Herr, du bist der Eine, der den Himmel und die Erde und das Meer und alles, was darin ist, gemacht hat und der durch heiligen Geist durch den Mund unseres Vorvaters David, deines Knechtes, gesagt hat: „Warum brachen die Nationen in Tumulte aus und sannen die Völker auf nichtige Dinge?“ ‘ “ (Psalm 2:1). Diese Christen des ersten Jahrhunderts waren sich somit darüber im klaren, daß die heiligen Hebräischen Schriften ein Produkt des heiligen Geistes Gottes waren, der über Menschen der alten Zeit wirksam war.

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