Der heilige Geist – Gaben des Geistes

Der Heilige GeistDer Heilige Geist
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Der Heilige Geist – Gaben des Geistes Teil 1 / 06.01.2007
Pastor Bayless Conley

Predigt:

Beim Lesen der Apostelgeschichte fällt etwas Erstaunliches und Verblüffendes auf: Es geschehen recht regelmäßig übernatürliche Dinge. Menschen wurden geheilt, der Heilige Geist offenbarte Dinge, die niemand hätte wissen können. Und Menschen lesen das und sagen manchmal: „Oh, hätte ich doch damals gelebt, als die Gaben des Geistes wirkten und Übernatürliches geschah.“ Sie sehnen sich nach der Vergangenheit. Aber wissen Sie was? Wir leben in jenen Tagen. Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit, und derselbe Heilige Geist wirkt wie im Anfang, auch heute in den Gläubigen, treibt sie an und erfüllt sie. Wir werden über die Gaben des Heiligen Geistes und einige dieser übernatürlichen Manifestationen reden, die Gott wirken möchte, um Menschen zu helfen und sie zu segnen. Hosea sagte:

Hosea 4:6

„Mein Volk kommt um aus Mangel an Erkenntnis….“

In Jesaja heißt es:

Jesaja 5:13

„Darum wird mein Volk gefangen wegziehen aus Mangel an Erkenntnis….“

Lernen wir also etwas über die Gaben des Heiligen Geistes. Ich denke, es wird Sie interessieren.

Bitte schlagen Sie Hebräer, Kapitel 2, auf. Wir beginnen heute über die Gaben des Geistes zu sprechen. Wegen der begrenzten Zeit werden wir Ihnen heute und nächste Woche einen kurzen Überblick über die Gaben des Geistes geben. Das hat wirklich Substanz und etliches Beachtens- und Erwägenswertes. Der Herr möge uns heute abend inspirieren. Wenn Sie mehr über die Gaben des Geistes lernen wollen – darüber lehrten wir bereits ausführlich – gibt es eine mehrteilige Serie, die Sie bestellen können. Ich meine, sie heißt ‚Die Gaben des Geistes“. Es gibt sechs Teile. Sie werden heute abend Segen empfangen.

Hebräer 2:2-4

„Denn wenn das durch Engel verkündete Wort fest war und jede Übertretung und jeder Ungehorsam gerechte Vergeltung empfing, wie werden wir entfliehen, wenn wir eine so große Rettung missachten? Sie ist ja, nachdem sie ihren Anfang damit genommen hatte, dass sie durch den Herrn verkündet wurde, uns gegenüber von denen bestätigt worden, die es gehört haben, wobei Gott zugleich Zeugnis gab durch Zeichen und Wunder und mancherlei Machttaten und Austeilungen des Heiligen Geistes nach seinem Willen.“

Erkennen Sie, dass es um die Botschaft der Errettung geht, die gepredigt wurde? Unter anderem wurde sie durch Zeichen und Wunder, Machttaten und Gaben des Heiligen Geistes bestätigt. Mit Gaben und Machttaten des Geistes bestätigt Gott die Botschaft der Errettung. Bevor wir hier weitergehen, möchte ich ein Fundament legen, denn ich denke, dass einige von uns eine Veränderung des Denkens brauchen, was die Manifestationen, das Wirken und die Austeilung der Gaben des Heiligen Geistes betrifft. Das ist ein Schlüssel: Bestätigung der Botschaft der Errettung. Schauen Sie mit mir in den Römerbrief, Kapitel 15. Dies sind nur wenige Verse. Es gibt viele, viele andere, die dieselbe Wahrheit ausdrücken. In Römer 15:18 sagt der Apostel Paulus:

Römer 15:18-19

„Denn ich werde nicht wagen, etwas von dem zu reden, was Christus nicht durch mich gewirkt hat zum Gehorsam der Nationen durch Wort und Werk, in der Kraft der Zeichen und Wunder, in der Kraft des Geistes, so dass ich von Jerusalem und ringsumher bis nach Illyrien das Evangelium des Christus völlig verkündigt habe.“

Beachten Sie: Paulus sagt, dass die völlige Verkündigung des Evangeliums Christi… überall wo er hinging… „in der Kraft der Zeichen und Wunder, in der Kraft des Geistes“ geschah. Diese begleiteten die Verkündigung des Evangeliums. Er trennte die Manifestationen – Zeichen und Wunder, die Gaben des Heiligen Geistes – nicht von der Predigt. Das sollte für uns nicht befremdlich sein; und ich werde Ihnen sagen, warum. Lesen Sie mit mir in Markus, Kapitel 6. Der Apostel Paulus übernahm sein Publikum vom Herrn Jesus. Markus 16:15 – was habe ich getan? Das wird ein langer Abend. Ich lege sonst zwei Dinge nicht so knapp hintereinander. Hoffentlich sind also die Ersten weg. Lassen Sie uns also bitte Lukas… nein, Markus, Kapitel 16 aufschlagen. Markus 16… Jemand sagt: „Der Heilige Geist ist ganz bestimmt nicht hier heute abend! Jedenfalls hilft Er Pastor Bayless nicht!“

Markus 16:15

„Und er sprach zu ihnen: Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung!“

Wie viele glauben das? „Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung.“

Markus 16:16-20

„Wer gläubig geworden und getauft worden ist, wird errettet werden; wer aber ungläubig ist, wird verdammt werden. Diese Zeichen aber werden denen folgen, die glauben: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden, werden Schlangen aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nicht schaden; Schwachen werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden. Der Herr wurde nun, nachdem er mit ihnen geredet hatte, in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes. Jene aber zogen aus und predigten überall, während der Herr mitwirkte und das Wort durch die darauf folgenden Zeichen bestätigte.“ Amen.

Das Wort bestätigen. Welches Wort? Es ist das Wort des Evangeliums, das sie ausgesandt waren, zu predigen, bestätigt durch nachfolgende Zeichen. Ich sage das, weil wir unbewusst ein Denken kultivieren können, dem gemäß diese wundervollen Gaben und Wirkungen des Geistes nur für uns hier drinnen sind. Und wir meinen, dass sie etwas sind, das wir nur innerhalb der Gemeinderäume, während unserer Versammlungen erleben, was sicher seinen Wert hat. Sicher offenbart sich der Heilige Geist in mancher Weise, wenn wir zusammenkommen. Wenn wir aber dem biblischen Muster treu sind, sollten wir die Gaben des Geistes mehr außerhalb als innerhalb der Gemeinde erwarten und erleben. Wir sollten erwarten, es erfahren und vertrauen, dass da draußen mehr passiert als hier; Gott sei Dank für Wunder auch hier. Und Gott wirkt sicher auch hier.

Wir sandten mehrere unserer Geschäftsleute nach Neuseeland zu einer Konferenz, um sich mit einigen Männern zu treffen, die dort Geschäfte zum Wohl des Reiches Gottes machen. Nach der Rückkehr sagte einer: „Pastor, die haben dieses völlig verrückte Ding da in Auckland.“ Es war ein Gebäude seitlich an einem Berg, einer Art mehrstufiger Berg. Eigentlich eine Skipiste in einem Gebäude. Mit all dem Schnee darin. Mitten im Sommer geht man dort rein und fährt Ski. Und zwar in einem Gebäude. Das Ganze ist abgekapselt und drinnen ist es kalt. Man fährt die kurze Abfahrt runter, mit dem Schlepp- oder Sessellift wieder hoch und wieder runter – und das alles in einem Gebäude! Das ist wirklich super. Aber was für eine Tragödie, wenn die Berge draußen unbeachtet blieben! Besonders, wenn man noch nie in Süd Neuseeland war. Nichts anderes kommt den Schweizer Alpen so nahe. Toll, man kann drinnen Ski fahren. Aber das wurde für draußen erfunden. Dank sei Gott für die Gaben, die hier drinnen wirken. Wundervoll. Einige davon sind besonders für Versammlungen geeignet… prophetische Gaben und manche Manifestationen. Aber dennoch! Überwiegend sollten wir die Gaben auf dem Weg von Jerusalem nach Illyrien erwarten, als Bestätigung der Predigt des Evangeliums.

Viele Gemeinden fischen nur in ihrem Taufbecken nach verlorenen Seelen. Sie gehen nicht raus, dorthin, wo die Verlorenen sind. Um die Verlorenen zu gewinnen, müssen wir zu ihnen gehen. Gott hat Interesse an verletzten Menschen, aber bei uns kann sich eine Haltung entwickeln, dass alles Wesentliche innerhalb der Gemeinde passiert und wenn wir nicht aufpassen, entwickeln wir eine „segne mich, damit ich gesegnet bin“ – Haltung, die tief sitzt und unser Leben prägt. Gott will, dass wir rausgehen. Jesus sagte, dass wir in die Welt gehen und das Evangelium predigen sollen. Die Welt ist das Feld und was die Gaben des Geistes angeht, so wird Gott unter uns wirken und wir danken Ihm dafür. Wir werden über die Gaben des Geistes reden und darüber, wie wir sie der verlorenen und sterbenden Menschheit bringen können.

Als junger Gläubiger – ich war vielleicht sechs Monate errettet – gab ich allem Zeugnis, das nur lange genug stehen blieb. Wären Sie in meiner Nähe gewesen, hätte ich Sie angesprochen, egal, ob ich Sie kannte oder nicht. Gott liebte meinen Eifer. Mit der Zeit mäßigte Er mich durch etwas Weisheit. Einige von uns, die etwas weiser wurden, haben ihr Feuer verloren. Das ist bedauerlich. Ich erinnere mich, dass ich einmal in dem Park war, in dem ich selbst errettet wurde, nahe dem Ort, wo ich das Evangelium zuerst hörte. Dort war einer der Männer, die im Park arbeiteten. Er war etwa 25 oder 30 Jahre älter als ich. Ich ging zu ihm und erzählte ihm von Christus. Er war total verschlossen, vernagelt. Er argumentierte gern und debattierte über dies und jenes und darüber, dass Jesus nicht der Sohn Gottes sei. Ich betete still: „Heiliger Geist, bitte gib mit etwas, um diesen Mann zu gewinnen. Gib mir etwas, um ihn zu gewinnen.“ Er redete. Ich sah, wie seine Lippen sich bewegten, hörte ihm aber nicht mehr zu. Ich horchte nach innen. Und der Heilige Geist sprach zu meinem Herzen: „Sein linkes Ohr ist taub.“ Das empfand ich innerlich. Ich wünschte, ich hätte genug Glauben gehabt, um das durchzuziehen, aber ich sagte: „Haben Sie auf einem Ohr Hörprobleme?“ Ich wünschte, ich hätte gesagt: „Ihr linkes Ohr ist taub! Richtig?“ Aber das tat ich nicht. Mir fehlte der Glauben, das zu sagen. Ich sagte: „Haben Sie auf einem Ohr Hörprobleme?“ Er sagte: „Ja, mein linkes Ohr ist taub.“ Ich sagte: „Der Heilige Geist sagte mir das eben. Ich glaube, dass Gott ihr Ohr öffnet, wenn ich für Sie beten darf.“ Er sah seine Frau an und sagte: „Ich muss gehen!“ Und weg war er. Er rannte wirklich vor mir weg. Ich weiß nicht, was aus ihm wurde, aber ich weiß, dass ihm eine unentrinnbare Realität offenbar wurde, denn wie hätte ich sonst von seinem Ohr wissen können.

Wenn wir in den nächsten Wochen über die Gaben des Heiligen Geistes sprechen, dann lassen Sie uns bedenken, dass Gott sie draußen einsetzen möchte. Seien wir erwartungsvoll und dankbar für alles, was Er in unseren Treffen unter uns tut, aber wir wollen dem Heiligen Geist mit Blick auf die Erntefelder vertrauen, durch uns zu wirken, wenn wir das Evangelium den Verlorenen und Sterbenden bringen. Das muss der Grundtenor unseres Handelns sein. Das ist das Motto von Cottonwood Christian Center. Der lebendige Jesus für die sterbende Welt. Wenn unser Tun keine Errettung von Seelen hervorbringt, dann verfehlen wir unser Ziel. Wenn ich das biblische Muster der Geistesgaben betrachte, dann danke ich Gott, dass sie in unseren Versammlungen geschehen, aber noch mehr sehe ich in der Bibel, dass sie draußen geschehen, wo größere Not ist.

Lesen wir 1.Korinther, Kapitel 12 – ja, das ist das richtige Kapitel, die Stelle stimmt.

1.Korinther 12:1

„Was aber die geistlichen Gaben betrifft, Brüder, so will ich nicht, dass ihr ohne Kenntnis seid.“

Von wenigen Dingen in der Bibel sagt Gott, dass Er nicht möchte, dass wir unwissend darüber sind, aber das ist eine davon. Und scheinbar… ich weiß nicht warum, gehen Menschen den Dingen, über die Gott sagte, dass wir darüber nicht in Unkenntnis sein sollen, aus dem Weg und bleiben unwissend.

In Kapitel 12 werden die verschiedenen Gaben genannt und wie Gott sie in Seinem Leib verteilt.

Kapitel 13 beschreibt den Geist oder die Haltung, in der sie ausgeübt werden sollten, in einem Geist oder einer Haltung der Liebe.

Kapitel 14 gibt Richtlinien für Ausübung der Sprachengaben, besonders innerhalb der lokalen Gemeinde.

Also, nicht Kapitel 12 über die Gaben, Kapitel 13 über Liebe. Alle, Kapitel 12, Kapitel 13 und Kapitel 14 handeln von den Gaben des Geistes. Da sind Zusammenhänge. Wenn er in Kapitel 13 fortfährt und jemand sagt: „Sieh doch, die Gaben des Geistes sind vorbei.“, dann sagt er: „Ich zeige euch einen besseren Weg. Jetzt haben wir Liebe.“ Nein, er spricht davon, wie die Gaben des Geistes besser funktionieren können. Er spricht darüber in den ersten Versen: „… wenn ich Glauben habe, so dass ich Berge versetze“, das spricht von der Gabe des Glaubens. Wenn es darum geht, Weisheit zu haben, dann ist das Wort der Weisheit gemeint.

Von den Gaben heißt es im 12. Kapitel:

„Ohne Liebe bin ich eine schallende Zimbel, ein tönendes Erz.“

Sie müssen im Geist der Liebe geschehen. Die Schrift fordert, sogar die Wahrheit in Liebe zu sagen. Manche sagen gern die Wahrheit. Das ist gut, aber die „Isolierung“ muss Liebe sein. Mit einem stromführenden, nicht isolierten Kabel kann man jemanden verletzen. Deshalb isoliert man es. Wer hat jemals ein Kabel mit defekter Isolierung berührt? Man kriegt einen Schlag. Sie können jemanden verletzen, indem Sie die Wahrheit sagen, ohne sie mit Liebe zu „isolieren“. Die Gaben des Geistes müssen in der Haltung und mit den Merkmalen der Liebe gehandhabt werden.

Wir wollen zusammen Vers 7 anschauen.

1.Korinther 12:7

„Jedem aber wird die Offenbarung des Geistes zum Nutzen (aller) gegeben. Und Vers 11.

1.Korinther 12:11

„Dies alles aber wirkt ein und derselbe Geist und teilt jedem besonders aus, wie er will.“

Zwischen Vers 7 und 11 erwähnt er neun Gaben des Geistes, auf die wir gleich näher eingehen. In diesen zwei Versen sehen wir, dass sie zum Nutzen anderer sind. Hauptsächlich sind sie zum Nutzen aller. Dann wirken sie, wie der Geist will. Beachten Sie Vers 11. Dies alles aber wirkt ein und derselbe Geist und teilt jedem besonders aus, wie er will, nicht wie wir wollen.

Jemand fragt vielleicht: „Müssen wir einfach auf Gott warten, bis etwas passiert?“ Ja und nein. Ja, wir müssen auf Gott warten, weil die Gaben des Geistes nicht wie ein Gartenschlauch an- und abgestellt werden können. Sie wirken, wie der Geist will. Und nein, weil wir etwas tun können, um zu kooperieren und verfügbar zu sein. Das Erste, was wir tun können, um kooperativ und für Gott verfügbar zu sein, ist, die richtigen Motive zu haben. Beachten Sie noch mal Vers 7.

1.Korinther 12:7

„Jedem aber wird die Offenbarung des Geistes zum Nutzen (aller) gegeben.

* Nicht zu eigenem Nutzen.

* Nicht, um bekannt zu werden.

* Nicht für die eigene Anerkennung oder um jemand zu werden, sondern zum Nutzen anderer.

So lange wir den Nutzen der anderen und ihren Segen auf dem Herzen haben, sind wir ein Kanal, den Gott gebrauchen kann. Wehe, wenn unsere Motive unrein werden, wenn es gemischte Motive gibt.

Ich habe so ziemlich alles gesehen, was man sich vorstellen kann. Ich war in Versammlungen, wo es mir schien – allein Gott weiß es – als ob alles dazu diente, mehr Geld zu bekommen anstatt Menschen zu dienen. Es geschah, um Leute anzulocken und ein Opfer zu erheben. Ich habe solche Dinge erlebt. Wie gesagt, Gott ist der Richter. Er kennt die Wahrheit. Mir kamen Zweifel bei einigen besuchten Versammlungen.

Das Zweite, was wir beitragen können, ist, Eifer zu haben; das ist sehr wichtig.

In 1.Korinther 12:31 heißt es:

„Eifert aber um die größeren Gnadengaben! Und einen Weg noch weit darüber hinaus zeige ich euch.“

Dieser bessere Weg ist die Ausübung der Gaben in Liebe. Er sagte: „Eifert aber um die größeren Gnadengaben.“

Jemand fragt: „Was sind die größeren Gaben?“ Die, die Sie brauchen. Wenn Sie krank sind, brauchen Sie wohl niemanden, der prophezeit. Sie brauchen die Gabe der Heilung. Die größere Gabe ist die, die Sie gerade brauchen. Aber diese Worte… vielleicht wollen Sie sie unterstreichen… Eifert aber um die größeren Gnadengaben.“

Schauen Sie in 1.Korinther 14:1.

„Strebt nach der Liebe; eifert (da haben wir es wieder) aber nach den geistlichen Gaben, besonders aber, dass ihr weissagt!“

In 1.Korinther 14:12 heißt es:

„So auch ihr, da ihr nach geistlichen Gaben eifert… (jeder sage „eifert“), so strebt danach, dass ihr überreich seid zur Erbauung der Gemeinde.“

Hier haben wir den Teil des Eiferns und Strebens. Es dient der Auferbauung der Gemeinde, nicht der eigenen, sondern der Gemeinde. Er spricht vom Eifer nach geistlichen Gaben und dem Überreich-sein, was bedeutet, dass man Überfluss erstrebt. Ernsthaft begehren, eifrig sein, übertreffen wollen. Schauen Sie mit mir in

1.Korinther 14:39

„Daher, Brüder, eifert danach, zu weissagen, und hindert das Reden in Sprachen nicht!“

Es steht da immer wieder: eifert, eifert, eifert; strebt danach. Hören Sie – das allein ist den Aufwand wert: Die Gaben des Geistes werden weder als Antwort auf Nöte noch aufgrund von Reife gegeben. Der Heilige Geist reagiert auf Begehren. Sie werden weder aufgrund von Not gegeben, noch übt jemand die Gaben des Geistes aus, weil er ein reifer Gläubiger ist. Der Heilige Geist reagiert auf Begehren. Und Gott fordert uns nicht wieder und wieder auf, etwas ernstlich zu begehren, wenn Er nicht willig ist, es auszuteilen oder zu geben.

Wir haben zuhause manches Brennbare. Die Aufschrift besagt: „An einem kühlen Ort aufbewahren.“ Sie würden diese Dinge nie in der Nähe der Heizung aufbewahren oder neben den Kamin stellen, da sie auf Hitze reagieren.

Bezüglich geistlicher Gaben sind manche von uns viel zu kühl. Wie sind zu weit vom Feuer weg. Würden wir aber etwas Feuer vom Altar nehmen und anfangen, Gott eifrig zu suchen und zu beten für die Gaben des Geistes zur Auferbauung der Gemeinde, damit andere gesegnet würden – Gott würde uns nicht lange warten lassen. Wir hätten ein kleines Heilig-Geist-Feuer. Aber einige lagern an einem kühlen, trockenen Ort und unsere Herzen sind fast Eis. Der Heilige Geist reagiert auf Begehren. Ich würde gern ein Feuer der Geistesgaben sehen. Ich glaube – das ist das Evangelium nach Bayless – dass wir überwiegend genauso viel von den Gaben des Geistes hatten, wie wir begehrt hatten – bezogen auf die Kirche allgemein. Ich denke, Gott begegnete uns gemäß dem Grad unseres Begehrens und unseres Suchens. Ich denke, da stehen wir. Ich denke, wenn wir wirklich wollen, dass Gott mehr tut – dass Sie heute abend hier sind, spricht dafür… Sie sind hier, weil sie hungrig sind. Wenn wir unser Begehren ankurbeln und Ihn suchen und tun, was die Bibel sagt, Ihn ernstlich begehren… wann wollten Sie zuletzt ernstlich weissagen? Wann eiferten Sie nach geistlichen Gaben? Oder begehrten die größeren Gaben? Wann haben wir das letzte Mal dafür gebetet? Ich spreche davon, für Gott brauchbar zu werden.

Begehren kann eine erstaunliche Rolle in unserem Leben spielen. Ich denke, Gott hat so viel Raum in uns, wie wir wollen. Den Heiligen Geist und Seine diversen Manifestationen haben wir gemäß unserem Wollen. Denn die Gaben kommen nicht durch Reife, sondern durch Begehren. Jesus sagte, wenn wir hungern und dürsten nach Gerechtigkeit oder einer gesunden Beziehung mit Gott, werden wir gesättigt. Es hat mit Hungern und Dürsten zu tun. In Johannes, Kapitel 7, sagte Er, alle Dürstenden sollen zu Ihm kommen. Denn die Schrift sagt, aus Seinem Innersten werden Ströme lebendigen Wassers fließen. Sind Sie durstig? Sind Sie hungrig? Begehren Sie, dass Gott Dinge tut? Streben Sie nach Geistesgaben! Eifern Sie nach geistlichen Gaben. Gott wird uns nicht hängen lassen.

Wir müssen diese „laisser faire“ Haltung – „es kommt, so wie es kommt“ – loswerden. Sobald wir das ablegen, werden die Gaben des Geistes anfangen zu wirken. Lassen Sie uns doch gemeinsam ein mächtiges Wirken Gottes im Gebet begehren.

Wenige Tage später waren der Hauptpastor, seine Frau und ihre Kinder im Hause eines Freundes. Und der älteste, pardon, der zweitälteste Junge, der Ben heißt, war mit den älteren Jungen oben. Sie spielten im zweiten Stock und die älteren Jungen öffneten dort ein Fenster. Sie gingen raus, krabbelten aus dem Fenster und gingen auf das Dach. Der kleine Junge, der drei oder vier war, entschloss sich, den Größeren zu folgen. Die Mutter war unten. Die Mutter war unten bei der anderen Frau. Sie unterhielten sich beim Abwasch und plötzlich sah sie etwas vom Dach fallen, das wie ein Lappen aussah. Es passierte direkt vor dem Küchenfenster, das zum Hinterhof zeigte. Er verlor das Gleichgewicht, fiel rückwärts aus dem Fenster im zweiten Stock, peng! Er schlug auf. Der Pastor rannte hinaus und sah seinen Sohn bewusstlos mit nach hinten verdrehten Armen dort liegen, wo er hingestürzt war. Er nahm ihn in die Arme und fing an zu weinen. Er sagte mir folgendes: „Bayless, ich hörte dich sagen: ‚Begehrt die Gaben des Geistes.´“ Er sagte: „Ich betete wie nie zuvor und fing einfach an zu rufen: ‚Gott, ich begehre die Gaben des Geistes!´“ Und so schrie er etwa zwei Minuten zum Herrn. „Plötzlich“, sagte er, „traf mich etwas wie ein elektrischer Strom an der Stirn. Es ging runter bis zu den Füßen, wieder hoch zum Kopf, ging hinaus und floss durch meine Arme. Ich spürte, wie es in seinen Körper floss. Er öffnete seine Augen und sagte: ‚Hallo Papa!´ Er sprang runter, ging zurück ins Haus und fing an, mit den anderen Kindern zu spielen.“

Bayless Conley hat einen weltweiten Reisedienst. Er brennt dafür (es ist seine Leidenschaft), der sterbenden Welt einen lebendigen Jesus zu bringen. Treffen Sie ihn persönlich, wenn er an folgenden Orten spricht. Mehr Informationen erhalten Sie auf unserer Web-Seite.

Die heutige Sendung ist Teil der kraftvollen Serie: „Der Heilige Geist“. In diesem Monat möchte Bayless Conley sich für Ihre großzügige Unterstützung des Programms bedanken, indem er Ihnen diese Serie als CD oder DVD schickt. Viel zu viele Christen haben kaum Verständnis vom weltweiten und persönlichen Wirken des Heiligen Geistes. In jeder Botschaft erklärt Bayless, wer der Heilige Geist ist, wie Er das Unmögliche tun kann und betont die Gaben, die unser Gebetsleben und den Dienst verändern können. Diese inspirierende CD oder DVD gehört Ihnen als unser Dank, dass Sie heute zugeschaut haben. Wenn Sie anrufen oder schreiben, bitten Sie um Ihr Exemplar von: „Der Heilige Geist“. Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Spende, die uns hilft, die Versandkosten zu decken.

Der Heilige Geist – Gaben des Geistes – Teil 2 – 13.01.07
Pastor Bayless Conley

Predigt:

Hallo und herzlich willkommen zur heutigen Sendung!

Vorige Woche sprachen wir über die Gaben des Heiligen Geistes, besonders darüber, dass Begehren die Gaben freisetzt. Die Schrift sagt: „Eifert aber um die größeren Gaben. Strebt eifrig nach den Gaben des Geistes.“ Es heißt: „Eifert nach den geistlichen Gaben.“ Sie wirken nicht, weil wir reif sind, sondern wegen unseres Begehrens, wenn wir Hunger und Durst nach Gottes Handeln haben und danach, dass verletzte Menschen übernatürlich berührt und echt verändert werden.

Wir beginnen die Sendung mit einer Geschichte, die mein Freund erlebte, dessen Sohn vom Dach fiel, zwei Stockwerke tief, und Gott tat etwas Außergewöhnliches. Das hatte mit unserem Thema, dem Begehren der Gaben des Geistes, zu tun. Seien Sie nun bereit, denn wir werden mehr über die Gaben des Geistes erfahren und sehen, wie wichtig es ist, sie persönlich zu begehren, um Gott Großes tun zu sehen. – – Ich lehrte – es war wohl 1982 – über die Gaben des Geistes – entweder ´82 oder ´81 – in einer kleinen Gemeinde. Eine Lektion widmete ich nur dem Thema des Begehrens der Geistesgaben, ich hob das stark hervor. – – Wenige Tage später waren der Hauptpastor, seine Frau und ihre Kinder im Hause eines Freundes. Und der älteste, pardon, der zweitälteste Junge, der Ben heißt, war mit den älteren Jungen oben. Sie spielten im zweiten Stock und die älteren Jungen öffneten dort ein Fenster. Sie gingen raus, krabbelten aus dem Fenster und gingen auf das Dach. Der kleine Junge, der drei oder vier war, entschloss sich, den Größeren zu folgen. Die Mutter war unten. Die Mutter war unten bei der anderen Frau. Sie unterhielten sich beim Abwasch und plötzlich sah sie etwas vom Dach fallen, das wie ein Lappen aussah. Es passierte direkt vor dem Küchenfenster, das zum Hinterhof zeigte. Er verlor das Gleichgewicht, fiel rückwärts aus dem Fenster im zweiten Stock, peng! Er schlug auf. Der Pastor rannte hinaus und sah seinen Sohn bewusstlos mit nach hinten verdrehten Armen dort liegen, wo er hingestürzt war. Er nahm ihn in die Arme und fing an zu weinen. Er sagte mir folgendes: „Bayless, ich hörte dich sagen: ‚Begehrt die Gaben des Geistes.´“ Er sagte: „Ich betete wie nie zuvor und fing einfach an zu rufen: ‚Gott, ich begehre die Gaben des Geistes!´“ Und so schrie er etwa zwei Minuten zum Herrn. „Plötzlich“, sagte er, „traf mich etwas wie ein elektrischer Strom an der Stirn. Es ging runter bis zu den Füßen, wieder hoch zum Kopf, ging hinaus und floss durch meine Arme. Ich spürte, wie es in seinen Körper floss. Er öffnete seine Augen und sagte: ‚Hallo Papa!´ Er sprang runter, ging zurück ins Haus und fing an, mit den anderen Kindern zu spielen.“– Begehren!

Bitte gehen Sie mit mir zu Kapitel 12. Wir wollen in der verbleibenden Zeit die Gaben des Geistes ansehen, wenigstens einige.

1.Korinther 12:8-10

„Denn dem einen wird durch den Geist das Wort der Weisheit gegeben, einem anderen aber das Wort der Erkenntnis nach demselben Geist; einem anderen aber Glauben in demselben Geist, einem anderen aber Gnadengaben der Heilungen in dem einen Geist, einem anderen aber Wunderwirkungen, einem anderen aber Weissagung, einem anderen aber Unterscheidungen der Geister, einem anderen verschiedene Arten von Sprachen, einem anderen aber Auslegung der Sprachen.“

Hier werden neun Gaben des Geistes genannt. Um sie besser einordnen und definieren zu können, werden wir sie gruppieren. Aber ihr Wirken ähnelt oft dem der Finger Ihrer Hand, sie wirken zusammen, gemeinsam. Ein Wort der Erkenntnis, eine Heilungsgabe; ein prophetisches Wort und ein Wort der Weisheit. Ihr Wirken ist fließend, wie bei Ebbe und Flut. Aber um sie zu studieren, müssen wir sie unterteilen. Wir sehen uns also drei verschiedene Gruppen von Gaben an. Es gibt drei Gaben, die etwas offenbaren; es gibt drei Gaben, die etwas tun; es gibt drei Gaben, die etwas sagen. Drei Gaben offenbaren etwas, drei Gaben tun etwas und drei Gaben sagen etwas.

Die drei Gaben, die etwas offenbaren, sind Offenbarungsgaben: das Wort der Erkenntnis, das Wort der Weisheit und die Unterscheidung der Geister. Diese drei Gaben offenbaren etwas. Drei Offenbarungs-Gaben: das Wort der Erkenntnis, das Wort der Weisheit und die Unterscheidung der Geister.

Die drei Gaben, die etwas tun, sind Kraftgaben: die Gaben der Heilungen, die Wunderwirkungen und die Gabe des Glaubens. Mit gefällt eine andere Übersetzung, die sie „die Gabe besonderen Glaubens“ nennt.

Das sind die drei Gaben, die etwas tun. Kraftgaben: Gaben der Heilungen, Wunderwirkungen und die Gabe besonderen Glaubens.

Weitere drei Gaben sagen etwas, die Sprachengaben: Weissagung, verschiedene Arten von Sprachen und Auslegung der Sprachen. Das sind die drei Sprachgaben.

Heute abend wollen wir über die Offenbarungsgaben reden. Das Wort der Erkenntnis… Definition: Das Wort der Erkenntnis ist eine übernatürliche Offenbarung des Heiligen Geistes bestimmter Absichten Gottes. Wort der Erkenntnis: Übernatürliche Offenbarung des Heiligen Geistes bestimmter Absichten Gottes. Das kann Gegenwärtiges oder Vergangenes sein, es können Menschen, Orte oder Dinge sein mit einem Bezug zur Gegenwart oder Vergangenheit. Gott ist allwissend, Er weiß alles. Aber Gott sagt Ihnen nicht alles, was Er weiß. Er gibt Ihnen nur ein Wort der Erkenntnis, einen Bruchteil Seines Wissens. Und Er sagt nur, was Er Sie wissen lassen will, nicht, was Sie meinen, wissen zu müssen. Diese Erkenntnis kommt weder durch Bibellesen noch durch Lebenserfahrung zustande. Sie ist ganz und gar übernatürlich.

Samuel, als Saul sich Sorgen um die Esel machte… und so traf er Samuel, den Seher, zum ersten Mal… Samuel sagte ihm: „Die Esel deines Vaters wurden gefunden.“ Woher wusste er das? Das Wort der Erkenntnis, eine übernatürliche Gabe des Geistes.

Joseph war mit Maria verlobt und nachdem das Kind Jesus geboren war, sagte ihm der Herr in einem Traum, dass er nach Jerusalem, oder vielmehr Israel, zurückgehen sollte, denn die dem Kind nach dem Leben trachteten, sind tot. Übernatürliche Offenbarung des Geistes kann durch einen Traum kommen, der Heilige Geist kann etwas in Ihrem Herzen offenbaren, zu Ihnen reden. Aber nochmals, es ist übernatürlich.

Ich habe einen Freund, der im vorigen Jahr verstarb, er war, ich weiß nicht, gute fünfzig Jahre im Dienst. Und früher war er viel unterwegs und missionierte. Einige von Ihnen kennen Brian Houston, er wird dieses Jahr bei uns sein. Brian wird einer unserer Gastsprecher von Hillsong sein, wir sind schon lange befreundet. Und das ist sein Vater Frank.. Frank reiste viel umher und war missionarisch tätig. Er rief immer während der Gottesdienste an. Das Telefonat wurde per Lautsprecher übertragen. Er sagte der Gemeinde Hallo und grüßte sie von seinem Aufenthaltsort aus, ob es die Salomonen waren oder sonst woher. In der Gemeinde wurde eingebrochen. Jemand hatte den Safe aufgebrochen und alles Geld gestohlen. Frank ist am Telefon, von den Salomonen oder irgendwo sonst; die ganze Gemeinde hört es, er sagt: „Übrigens, der Heilige Geist zeigt mir, das gestohlene Geld ist oben, den Gang runter, dort sind Spinde oder etwas Ähnliches, es wurde hinter die Spinde gestopft und so und so, der Ordner, hat es gestohlen. Und so und so war im Gottesdienst. Er bekannte es und das Geld war genau dort, wo Frank sagte… von den Salomonen aus. Woher wusste er das? Die Gaben des Geistes bringen die Furcht Gottes wieder ein bisschen in die Gemeinde zurück, stimmt´s?

Ein Freund von mir evangelisierte mit einigen Teams, um Seelen zu retten, bei der Malibu Rennbahn, da, wo man mit den kleinen Autos Rennen fährt. Einige Personen sitzen Zigarette rauchend auf dem Seitenstreifen und er spürt, dass Gott ihm etwas sagt. Er ging zu ihnen und fragte eins der Mädchen: „Wäre es o.k., wenn ich kurz mit deiner Freundin spreche?“ Die Mädchen sahen sich an und sagten: „Ich denke schon.“ Er setzt sich neben sie – sie rauchte eine Zigarette. Er sagt: „Du hattest vor, dir das Leben zu nehmen, oder?“ Sie brach in Tränen aus und schluchzte. Sie plante, Selbstmord zu begehen. Schließlich führte er sie zu Christus. Eine übernatürliche Gabe des Geistes führte zur Errettung des Mädchens.

Es braucht Glauben, wenn Gott uns etwas gibt. Manches Mal gehen wir mit Furcht und Zittern los. Wir sind uns nicht sicher. Reinhard Bonnke erzählte einmal eine Geschichte. Da war eine Menge von ca. hunderttausend Menschen. Für ihn ist das in Afrika eine kleine Menge. Sonst kommen unglaubliche Mengen. Aber er spürte, dass Gott ihn beauftragte zu fragen, ob jemand namens John im Gottesdienst sei. Man denkt: „Oh Gott! In solch einer riesigen Menge gibt es mindestens achttausend ‚Johns´ im Gottesdienst.“ – Oft braucht es einfach Glauben, um loszugehen, denn man fürchtet sich, töricht zu wirken. Aber er ging zum Mikrofon und sagte: „Ist ein John hier?“ Ein Mann kam. Es waren viel mehr da, aber einer reagierte. Er sagte: „Meine Mutter erzählte mir immer von Jesus Christus. Ich glaubte das nicht. Und ich sagte zu Gott: ‚Gott, wenn Du real bist, muss mich dieser Mann heute mit Namen rufen. Wenn er das tut, glaube ich.“ Gott weiß alles!

Ich glaube, der Heilige Geist will uns helfen, dort draußen bei den Menschen, die Hilfe brauchen.

Einmal gab ich einem Mann Zeugnis, der der jüngere Bruder einer Christin in Oregon war, die ich kannte. Er war gerade in die Stadt gezogen und wohnte bei ihr. Es war eine der Situationen, wo man auf der Stelle tritt. Ich wurde innerlich still. Begehren bringt Resultate – und ich hatte den seltsamen Eindruck, dass er Künstler sei; das spürte ich innerlich. Ich sagte nicht: „Der Heilige Geist sagte mir…“, sondern: „Sie sind Künstler, oder?“ Er sagte: „Ja! Wollen Sie meine Bilder sehen?“ Ich sagte: „Sicher!“ Wir gingen zur Garage. Die halbe Garage seiner Schwester war vollgepackt mit Bildern. Er begann, Hüllen zu entfernen und ich dachte: „Gott, Du hast mehr Glauben an ihn als ich; denn wenn er ein Künstler ist, dann kein besonders guter.“ Er zeigte mir alles, wir saßen dort und redeten eine Weile. Dann fragte er: „Woher weißt du, dass ich male? Hat dir das meine Schwester gesagt?“ Ich sagte: „Nein, als wir hier saßen, hatte ich den Eindruck, dass du Künstler bist. Ich habe den Einruck, Gott hat mir das gesagt.“ Er sagte: „Wirklich?“ Ich sagte: „Ja. Gott muss dich lieben.“ Er darauf: „Ja, muss Er wohl.“ Einige Wochen später gab er sein Leben Christus. Vertrauen wir Gott – draußen bei den Menschen.

Die nächste Gabe aus der Schrift, über die wir sprechen, wird das Wort der Weisheit genannt. Hier geht es um die Zukunft. Er kennt das Ende seit Anbeginn. Gott weiß, was Menschen tun werden, bevor sie es tun. Er weiß von Ereignissen noch bevor sie geschehen. Manchmal offenbart uns Gott einen kleinen Teil Seines Wissens über die Zukunft, um jemandem zu helfen oder uns zu führen. Darum geht es bei der nächsten Geistesgabe. Vielleicht ist dies manchmal die wichtigste Gabe, die im Leben einer Person wirkt, das Wort der Weisheit. Zur Erinnerung, das Begehren dieser Gaben setzt sie frei. Wir werden über das Wort der Weisheit sprechen, das sozusagen ein Bruchteil von Gottes Wissen über die Zukunft ist, den Er uns unter besonderen Umständen offenbart, um uns oder jemandem durch uns zu helfen.

Eine Gabe des Geistes – das Wort der Weisheit: Eine übernatürliche Offenbarung der Absichten, Ziele und des Willens Gottes durch den Heiligen Geist. Das Wort der Weisheit ist eine übernatürliche Offenbarung der Absichten, Ziele und des Willens Gottes. Sie ist bruchstückhaft. Es ist ein Wort der Weisheit. Gott sagt uns nie alles, was Er weiß. Das Wort der Weisheit betrifft die Zukunft. Joseph träumt von Garben, die kommen und sich vor ihm beugen, und von Sonne, Mond und elf Sternen; dies offenbart die Ziele und den Plan Gottes und seine Zukunft; das war ein Wort der Weisheit in Gestalt eines Traumes. Jesus sagte, dass Gott uns durch den Heiligen Geist zukünftige Dinge zeigen wird. Das können wir im Johannesevangelium nachlesen.

Ben Ferrel wollte mich heute telefonisch erreichen. Ben rief mich heute an. Leider konnte ich noch nicht zurückrufen. Ben und seine Frau Kelly hatten geheiratet. Wenig später verlor sie bei einer Fehlgeburt das Kind. Sie waren darüber traurig und auch ein wenig entmutigt. Ich habe einen Freund namens Ray, Pastor einer kleinen Gemeinde. Ich weiß nicht, ob wir darüber sprachen, aber Ray gab mir einen Brief und sagte: „Sende ihn bitte an Ben Ferrel.“ Ich schickte Ben den Brief. Er ruft mich an, da er den Mann nicht kannte. Ich sagte einfach „Okay“ und schickte ihn. Er fragte: „Bayless, was ist das für ein Mann?“ Ich sagte: „Warum, Ben?“ „Nun, er schrieb, dass meine Frau empfangen und binnen eines Jahres ein Kind haben würde, einen Jungen.“ „Was für ein Mann ist das?“ Ich sagte: „Das werden wir in einem Jahr wissen, Ben!“ Wissen Sie was, einen Tag, bevor das Jahr vorbei war, gebar sie ihren Sohn Parker. Es half und ermutigte Menschen in einer Zeit der Entmutigung. Wie wertvoll, wie wertvoll sind diese Gaben? Meine Güte, denken Sie nur!

Nun zur Unterscheidung der Geister. Die Zeit drängt. Diese Gabe gibt Einblick in den geistlichen Bereich. Sie ermöglicht Einblicke in einen Bereich, der den fünf Sinnen verschlossen ist. Dort gibt es nur eine Art von Wesen: Geister. Die Geisterunterscheidung gibt Einblick in den geistlichen Bereich.

Es ist nicht die Gabe der Unterscheidung. Die ‚Gabe der Unterscheidung´ gibt es in der Bibel nicht. Es ist die Unterscheidung der Geister. Ja, Gott gibt Seinen Dienern ein erkennendes Herz, und manche Menschen sind für vieles sehr sensibel, aber das ist keine Geistesgabe. Hier ist die Geister-unterscheidung gemeint. Nicht die Gabe des Fehlerfindens oder des Argwohns. Für diese Gabe braucht man nicht errettet zu sein. Sie funktioniert ohne sogar besser. Es ist keine Gabe zur Dämonenjagd, obwohl Dämonen auch zu ihrem Anwendungsbereich gehören. Enthalten ist die Fähigkeit, Engel zu sehen oder Übereinstimmung mit Gott oder dem Auferstandenen zu erkennen.

Mit dieser Gabe hebt Gott den Vorhang des Natürlichen und erlaubt Ihnen, im geistlichen Bereich das zu sehen, was Er möchte. Wie gesagt – wie der Geist es will – nicht, wie manche Menschen behaupten, ständig Engel zu sehen. Manche Leute sind mir zu skurril. Anders kann ich es nicht sagen.

Ich war einmal im Haus eines älteren Ehepaars; ich war junger Christ. Das alles ist für mich neu. Wir sind zusammen und sprechen über Engel und so. Ich erzählte etwas über Engel, das ich in der Bibel las. Er sagte: „Oh, wir sehen immerzu Engel, Bayless.“ Ich sagte: „Wirklich?“ Es sagte: „Ja, die ganze Zeit! Komm mit raus und ich zeige dir einen.“ Ich sagte: „Okay.“ Wir gingen in den Vorgarten und er sagte: „Da ist er!“ Ich sagte: „Ich sehe nichts.“ „Oh, er ist gerade über´s Dach. Du hast ihn verpasst.“ – Das war das letzte Mal, dass ich bei ihnen war.

Nein, sie wirken, wie der Geist will. Sie werden dadurch nicht skurril. Der Zeck dieser Gabe ist, die Quelle bestimmter geistlicher Aktivität oder die Triebfeder bestimmter Menschen zu erkennen.

Als der Apostel Paulus in seinem Geist ergrimmte, innerlich bewegt und unwillig war über das Mädchen, das ausrief: „Diese Menschen sind Knechte Gottes, des Höchsten, die euch den Weg des Heils verkündigen,“ waren alle Aussagen richtig, genau auf den Punkt getroffen, aber die Bibel sagt, sie hatte einen Wahrsagegeist.

Ich will nicht, dass ein Dämon Werbung für mich macht, Sie etwa? Es war eine verkehrte Motivation dahinter und er drehte sich um… nach ein paar Tagen. Scheinbar hatte er die Offenbarung nicht sofort, und sagte zu dem Geist: „Fahre aus von ihr.“ Die Geistesgaben geben uns Einblick in den geistlichen Bereich.

Vor über 20 Jahren war ich in einer Versammlung in Jukaipa, Kalifornien, und betete am Ende für Menschen. Ich sah einen jungen Mann an, der ungefähr 15 Jahre alt war und vorne rechts mitten im Gang stand. Wir standen, jemand spielte Gitarre und plötzlich sah ich seine Lungen. Ich sah den rechten Lungenflügel und die beste Beschreibung ist, dass es aussah, als hinge ein kleiner schwarzer Affe an seiner Lunge. Er stand dort mit seinen Eltern. Ich sagte: „Du da drüben, du hast ein Problem mit Deiner rechten Lunge, oder? Sein Vater platzte heraus: „Er hat Tuberkulose in der Lunge!“ Ich wusste sofort, was zu tun war. Ich sprach zu dem Geist: „Lass ihn los, in Jesu Namen!“ Ich sah es von ihm abfallen und verschwinden. Ich sagte: „Du wirst gesund.“ Sie waren verwundert, gingen zum Arzt und kamen später zurück. Neun Wochen lang gab es Versammlungen, ich war jede Woche da. Später kamen sie wieder und sagten: „Wir waren beim Arzt; der sagte, dass die Tuberkulose weg sei, spurlos verschwunden.“ Ich sah den jungen Mann jahrelang nicht mehr und vor ca. zwei Jahren war ich bei einem Pastorentreffen in Lake Forest. Er kam zu mir, er ist jetzt Pastor, und sagte: „Erinnern Sie sich an die Versammlung, wo Sie den Geist sahen und ich Lungentuberkulose hatte? Ich wollte Sie wissen lassen, dass ich vor kurzem untersucht wurde und kerngesund bin. Die Tuberkulose kam nie wieder. Ich bin jetzt im Vollzeit-Dienst und diene Gott.“ Gott sei Dank für die Geistesgaben!

Wenn Gott unsere Augen öffnen würde, denke ich, dass wir heute abend hier mehr Engel als Menschen sehen würden. Jesus sagte, dass uns als Kinder Engel begleiten, Schutzengel. Ich denke nicht, dass der Engel Sie verlässt, nur weil Sie heranwachsen. Manche Ihrer Engel mussten Überstunden machen und Verstärkung holen. Manche dachten, sie hätten die gute Idee gehabt, heute zur Kirche zu gehen. Nein, ein großer Engel beugte sich runter und flüsterte in Ihr Ohr: „Fahr nach Cottonwood.“ „Schatz, lass uns in die Gemeinde gehen.“ „Gut.“ Und Sie kamen.

Vieles geschieht und natürlich müssen wir nicht alles sehen. Wir wandeln im Glauben, nicht im Schauen. Ich denke, manchmal will Gott uns die Augen öffnen und uns etwas zeigen, die treibende Kraft hinter Dingen. Wie gesagt, Engel begleiten mich wirklich auf meinen Wegen. Engel begleiten auch Sie. Selbst wenn Sie heute abend hier sind und Christus nicht annahmen, folgen Ihnen Engel. Sie wurden Ihnen vor Grundlegung der Welt zugewiesen und haben die Aufgabe, Sie möglichst zu beeinflussen und lange genug zu bewahren, damit Sie errettet werden. Ich sage Ihnen, es gibt sie wirklich.

Hätten wir mehr Zeit, würden wir weiterkommen. Hören Sie: „Der Heilige Geist… Jesus sagte: „Es ist besser für euch, dass ich weggehe. Wenn ich nicht weggehe, kommt der Heilige Geist nicht.“ Alles, was in der Bibel so viele Kapitel füllt, ist immens wichtig für uns. Wer von Ihnen ist willens, ein paar zusätzliche Gebete zu sprechen, dass die Geistesgaben sich manifestieren? Wer von Ihnen wäre sogar bereit zu beten: „Herr, egal, ob ich sie selbst kriege, einfach irgendwer, damit die Gemeinde auferbaut wird und Menschen gesegnet werden und die Geistesgaben durch Deinen Leib wirken.“

Ich denke, diese Motive gefallen Gott. Ich will diese Dinge sehen, auf dass Jesus Christus die Ehre bekommt und Menschen geholfen wird.

Ich bin jemand, der glaubt, dass jede der Gaben für heute ist. Der Heilige Geist ist derselbe. Und Gott möchte uns Dinge offenbaren, wenn wir

a) die richtigen Motive haben;

b) die Geistesgaben begehren, danach eifern und für sie beten;

c) zur Ruhe kommen, damit Gott zu uns reden kann.

1.Korinther 14:4

„Wer in einer Sprache redet, erbaut sich selbst; wer aber weissagt, erbaut die Versammlung.“

Leitet nicht, sondern erbaut die Gemeinde.

1.Korinther 14:5

„Ich wollte aber, dass ihr alle in Sprachen redet, vielmehr aber, dass ihr weissagt. Wer aber weissagt, ist größer, als wer in Sprachen redet, es sei denn, dass er es auslege, auf dass die Versammlung… (Führung? Nein.) … Erbauung empfange.

Prophetie ist keine Führung. Trotzdem sind manche mit ihren Familien im Land umgezogen… manchmal sogar ins Ausland gezogen. Sie haben sich geschäftlich verpflichtet und manche haben sogar jemanden geheiratet, weil sie durch eine Prophetie, die sie erhielten, dazu angewiesen wurden.

Prophetie dient nicht zur Führung. Das Wort Gottes soll uns führen und der Heilige Geist soll uns führen. Und wenn Sie die Prophetie eines Menschen zur Führung brauchen – „So spricht der Herr: Ziehe in die Antarktis.“ – so nehmen sie die Person besser mit, sonst wissen Sie nicht, wann es zurückgeht.

Vielleicht haben Sie tief in Ihrem Herzen das Verlangen, Gott etwas Großes tun zu sehen, Übernatürliches. Wir haben gute Nachrichten für Sie. Mit dem Törichten verwirrt Gott die Weisen. Er nutzt das Verachtete und das Unedle der Welt, um das Mächtige in der Welt zunichte zu machen. Ich bin ein lebendiger Beweis dafür. Die Gaben des Geistes werden nicht durch Sie fließen, weil Sie ein Pastor, ein Apostel, ein Prophet oder irgendetwas anderes sind, sondern weil Sie möchten, dass Menschen geholfen wird. Ich mag, was Catherine Coolman sagte. Sie war hier vor Jahren eine Dienerin Gottes und ist schon im Himmel. Sie sagte manchmal: „Gott sucht weder goldene Gefäße, noch sucht Er silberne. Er sucht nur hingegebene Gefäße.“

Genau das sucht Gott gerade jetzt. Wenn Sie sehen möchten, wie Gott Menschen hilft – Er sucht nach einem brauchbaren Gefäß. Seien Sie ein Kanal, durch den Gott andere segnen kann. Wenn Sie beten und Gott wirklich suchen, dann kann Gott Sie gebrauchen, um durch etwas Übernatürliches jemandem zu helfen. Beten Sie doch in Jesu Namen.

Die Gaben des Geistes – Teil 3 – 20.01.2007
Pastor Bayless Conley

Predigt:

Ich bin dankbar für den Geschäftssinn, den manche in Gemeinde und Dienst einbringen und für Menschen mit gutem Organisationstalent, aber wissen Sie was? Man kann den Heiligen Geist aus der Gemeinde heraus organisieren. Wir lesen in der Apostelgeschichte, dass Gott Großes tut. Wir sehen Wunder. Wir sehen Manifestationen des Geistes und manche sehnen sich nach den Tagen, als das geschah. Heute sollte es genauso sein. Er ist der gleiche Heilige Geist, der gleiche Jesus. Gott bewahre, dass wir Seinen Geist herausorganisieren. Es geht um die Gaben des Heiligen Geistes. Für das Studium haben wir sie in drei verschiedene Gruppen eingeteilt:

* drei Gaben, die etwas sagen,

* drei Gaben die etwas offenbaren und

* drei Gaben, die etwas tun.

Bedenken Sie beim weiteren Studium, dass diese Gaben für heute sind und Begehren sie freisetzt, weil wir nach ihnen hungern und Gott bitten, sie uns zu geben, um den Nöten einer sterbenden Menschheit zu begegnen. Wir wollen zusammen die Gaben des Heiligen Geistes studieren. Bitte nehmen Sie Ihre Bibel.

1.Korinther, Kapitel 12. Letzte Woche begannen wir, über die Gaben des Heiligen Geistes zu sprechen. Heute Abend machen wir weiter. Es heißt dort:

1.Korinther 12:7-11

„Jedem aber wird die Offenbarung des Geistes zum Nutzen gegeben. Denn dem einen wird durch den Geist das Wort der Weisheit gegeben, einem anderen aber das Wort der Erkenntnis nach demselben Geist; einem anderen aber Glauben in demselben Geist, einem anderen aber Gnadengaben der Heilungen in dem einen Geist, einem anderen aber Wunderwirkungen, einem anderen aber Weissagung, einem anderen aber Unterscheidungen der Geister; einem anderen verschiedene Arten von Sprachen, einem anderen aber Auslegung der Sprachen. Dies alles aber wirkt ein und derselbe Geist und teilt jedem besonders aus, wie er will.“

Achtung: Nicht wie wir wollen; wie Er will! Das möchte ich unterstreichen. Im ersten dieser Verse heißt es: „… die Offenbarung des Geistes…“

Keine dieser Gaben, von denen wir gerade lasen, entstammen dem Willen, dem Intellekt oder der Fähigkeit des Menschen. Sie sind eine Offenbarung des Geistes, eine Äußerung oder Tat, vom Heiligen Geist inspiriert und initiiert; ausgeführt von hingegebenen, fehlbaren menschlichen Gefäßen, aber göttlichen Ursprungs. Das ist nichts, was jemand selbst aus dem Ärmel schütteln kann, sondern es ist gewirkt und getragen vom Heiligen Geist.

Wie bereits gesagt – nur für das Studium teilen wir die Gaben des Geistes in drei verschiedene Gruppen ein. Es gibt drei Gaben, die etwas offenbaren, drei Gaben, die etwas sagen und drei Gaben, die etwas tun. In Wirklichkeit wirken die Gaben des Geistes oft harmonisch zusammen, wie die Finger Ihrer Hand sich zusammen bewegen. Es dient also wirklich nur dem Studium und der Unterscheidung, dass wir sie unterteilen.

Letztes Mal betrachteten wir die drei offenbarenden Gaben, die Offenbarungsgaben:

– Das Wort der Erkenntnis, das Wort der Weisheit und die Geisterunterscheidung.

Mit der Gnade Gottes werden wir heute die nächsten sechs behandeln. Es gibt drei Sprach- oder Äußerungs-Gaben, die etwas sagen, und drei Kraftwirkungen, drei Gaben, die etwas tun.

Ich möchte gleich mit den Sprach-Gaben beginnen, das sind Weissagung, verschiedene Arten von Zungenreden und deren Auslegung. Speziell in dieser Kategorie werde ich nur einen Überblick geben. Ich ermutige Sie: Bestellen Sie die Botschaften über die Gaben des Geistes. Sechs Wochen lang haben wir die Geistesgaben ausführlich studiert. Das wäre für jeden von uns wichtig, denn das Kapitel begann – schauen Sie in Vers 1. Er sagte:

1.Korinther 12:1

„Was aber die geistlichen Gaben betrifft, Brüder, so will ich nicht, dass ihr ohne Kenntnis seid.“

Es würde dem Herrn gefallen, die Unwissenheit über die Geistesgaben in Ihrem Leben zu zerstören. Paulus sagte das nicht von sich aus. Er sagte es unter der Inspiration des Geistes. Gott will nicht, dass wir darüber ohne Kenntnis sind. Das sagt Er uns klar in Seinem Wort. Ich glaube, es würde dem Herrn gefallen, wenn wir über die Geistesgaben studieren und Erkenntnis und Einsicht über sie gewinnen würden. Jetzt also ein Überblick. Bestellen Sie die Serie. Es gibt noch anderes gutes Material, besonders ein Büchlein von Howard Carter – vielleicht ist es auf dem Büchertisch.

Von ihm stammen viele der Definitionen der Gaben des Geistes, die wir benutzen, in moderner Sprache.

Fangen wir mit der ersten der Äußerungsgaben an, der Gabe der Weissagung, einer übernatürlichen Äußerung in einer bekannten Sprache.

Hier die hebräische Definition für Weissagung, wie wir sie im gesamten Alten und Neuen Testament finden: Herausfließen, entspringen, herausfallen, erheben, hervorquellen. Oh, das ist die griechische Definition. Die hebräische Definition ist: im Namen Gottes sprechen. Herausfallen, herausfließen, hervorquellen, herausheben: Weissagung sprudelt aus Ihrem Geist unter der Inspiration des Heiligen Geistes.

Das sind keine Worte, die Sie sich ausdachten oder die Sie einstudierten. Sie sind hauptsächlich spontan. Wenn jemand weissagt, gibt er auf übernatürliche Weise durch den Geist Gottes eine Botschaft Gottes weiter. Weissagung ist insofern die Größte der drei Äußerungsgaben, da Zungenrede und Auslegung der Zungenrede voneinander abhängig sind, Weissagung jedoch nicht. In Kapitel 14 heißt es sogar, dass der größer ist, der weissagt als der, der in Zungen spricht, außer er legt es aus.

Nun der Zweck dieser Geistesgabe, die wir Weissagung nennen. Lassen Sie uns in Kapitel 14 lesen, ab Vers 1.

1.Korinther 14:1-3

„Strebt nach der Liebe; eifert aber nach den geistlichen Gaben, besonders aber, dass ihr weissagt! Denn wer in einer Sprache redet, redet nicht zu Menschen, sondern zu Gott; denn niemand versteht es, im Geist aber redet er Geheimnisse. Wer aber weissagt, redet zu den Menschen zur Erbauung und Ermahnung und Tröstung.“

Der Zweck der Weissagung ist dreifach. Sie vermittelt Erbauung, Ermahnung und Tröstung. Die einfache Gabe der Weissagung enthält keinerlei Offenbarung. Sie dient nicht der Vorhersage. Wir lernten, dass sich das Wort der Weisheit mit der Zukunft beschäftigt. Ein Wort der Weisheit kann mittels einer Weissagung kommen, aber dann ist es nicht mehr nur Weissagung, oder? Zwei Gaben wirken in Einklang oder verbunden miteinander. Aber die einfache Gabe der Weissagung dient zur Erbauung, Ermahnung und Tröstung. Und er spricht zur ganzen Gemeinde: … eifert aber, … dass ihr weissagt. Eine einzelne Weissagung macht Sie nicht zu einem Propheten oder einer Prophetin. Jemand, der in diesem Amt des Propheten steht – das Amt des Propheten ist ein Vollzeit-Dienst, ebenso wie Pastor oder Evangelist – und im Leben eines Propheten würden mehrere dieser Offenbarungsgaben wirken, in den meisten Fällen sind sie auch Lehrer des Wortes Gottes oder Prediger.

Denken Sie nun über diese drei Dinge nach.

Erstens Erbauen:

Weissagung dient der Erbauung. Das heißt auferbauen oder stärken. Nicht rügen oder niederreißen. Weissagung soll Sie nicht unter eine Wolke der Verdammnis bringen, und doch war das bei Einigen so.

Zweitens: Sie ermahnt.

Das heißt – nahe zu Gott rufen. Das bedeutet „ermahnen“: nahe zu Gott rufen. Sie ruft uns nahe zu Gott, nahe zur Heiligkeit. Sie ruft uns zu tieferer Hingabe an Gott, zu mehr Vertrautheit mit Gott. Sie drängt uns, Gott zu nahen und Ihm zu vertrauen. Sie erbaut und ermahnt uns. Das ist der Zweck von Weissagung.

Das Dritte:

Sie bringt Trost. Sie bringt denen göttlichen Trost, die bekümmert, ängstlich oder besorgt sind. Die Welt ist voller zerbrochener Menschen mit zerbrochenen Träumen. Sie sind zerschlagen. Wie sehr brauchen wir übernatürlichen Trost in dieser Welt! Etwas, das sehr, sehr notwendig ist.

Wie gesagt, dies ist nur ein Überblick. Aber eins muss ich erwähnen: Die Gabe der Weissagung dient nicht der Vorhersage und der Leitung. Manche von Ihnen müssen das Folgende hören. Bitte lesen Sie 1.Korinther 14:4. Heißt es dort: „Wer in einer Sprache redet, erbaut sich selbst; wer aber weissagt, „leitet“ die Gemeinde.“? Nein, Vers 4:

1.Korinther 14:4

„Wer in einer Sprache redet, erbaut sich selbst; wer aber weissagt, erbaut die Gemeinde.“

Leitet nicht, sondern erbaut die Gemeinde.

1.Korinther 14:5

„Ich wollte aber, dass ihr alle in Sprachen redetet, vielmehr aber, dass ihr weissagtet. Wer aber weissagt, ist größer, als wer in Sprachen redet, es sei denn, dass er es auslege, auf dass die Versammlung… (Führung? Nein.) … Erbauung empfange.

Weissagung ist keine Führung. Trotzdem sind manche mit ihren Familien im Land umgezogen… manchmal sogar ins Ausland umgezogen. Sie haben sich geschäftlich verpflichtet und manche haben sogar jemanden geheiratet, weil sie durch eine Weissagung, die sie erhielten, dazu angewiesen wurden.

Ich kannte einmal ein Mädchen, als ich in der Bibelschule war. Sie kam ganz bestürzt zu mir. Sie sagte: „Bayless, das ist dieser Junge und er hat mir prophezeit, dass ich ihn heiraten soll. Was denkst du?“ Ich sagte: „Nun, magst du ihn?“ Sie sagte: „Oh, er ist grob!“ Ich sagte: „Es wäre dumm, ihn zu heiraten.“

Die Gaben des Geistes dienen weder der Führung noch der Manipulation. Die Gabe der Weissagung dient der Erbauung, Ermahnung und Tröstung, wie wir in der Schrift sahen.

Wir betrachten als nächstes die Gaben der Sprachenrede und ihrer Auslegung. Sie sind möglicherweise die am häufigsten missverstandenen Gaben im ganzen Neuen Testament. Manche scheinen aufgrund ihres Unwissens über sie ihnen den Kampf angesagt zu haben,. Aber wissen Sie was? Wir müssen diesbezüglich aber nicht unwissend sein. Lassen Sie uns weiter lernen.

Weissagung dient nicht zur Führung. Das Wort Gottes soll uns führen und der Heilige Geist soll uns führen. Und wenn Sie die Weissagung eines Menschen zur Führung brauchen – „So spricht der Herr: Ziehe in die Antarktis.“ – so nehmen sie die Person besser mit, sonst wissen Sie nicht, wann es zurückgeht und Sie wissen nicht, was Sie tun sollen, wenn sie erst einmal dort sind.

Aber hören Sie: Es gibt einige schräge Leute, die möchten, dass Menschen ihnen auf den Leim gehen, um sie durch sogenannte Worte der Weissagung zu manipulieren und sie von sich abhängig zu machen. Freund, bleiben Sie solchen Treffen fern. Nahen Sie sich solchen Leuten nicht. Das ist nicht die neu-testamentliche Gabe der Weissagung. Diese vermittelt Erbauung, Ermahnung und Tröstung. Selbst wenn es um den neu-testamentlichen Dienst eines Propheten geht, so dient er nicht der Führung des Volkes Gottes. Sie finden kein Beispiel, dass dadurch Menschen persönlich Führung gegeben wurde. Selbst als Agabus, der Prophet, jemand, der das Prophetenamt ausübte, Paulus´ Gürtel nahm, sich selbst band und sagte: (nach Apostelgeschichte 21:11) „Dies sagt der Heilige Geist: Dies wird dem Mann, dem dieser Gürtel gehört, widerfahren, wenn er nach Jerusalem geht.“

Gut, das stimmte. Er sagte die Zukunft voraus. Er übte den prophetischen Dienst aus. Aber er sagte Paulus nicht, was er tun sollte. Er sagte nicht: „Geh nicht!“ oder „Geh!“ Da war keine Führung enthalten. Das musste Paulus selbst entscheiden.

Wenn Sie Ihre Führung von anderen Personen erhalten, dann wird es kritisch. Der Herr Jesus Christus soll die Führung haben. Sie haben den kostbaren Heiligen Geist und das Wort Gottes. Dank sei Gott für Weissagung. Sie dient der Erbauung, Ermahnung und Tröstung. Ich weiß, diese Sicht ist für manche völlig neu. Gut!

Fahren wir fort: Verschiedene Arten von Sprachen und deren Auslegung. Verschiedene Arten von Sprachen sind übernatürliche Äußerungen, vom Heiligen Geist gegeben, in Sprachen, die der Redende weder gelernt hat noch versteht; der Hörende versteht sie auch nicht unbedingt. Die Auslegung der Sprachen gibt natürlich in einer bekannten Sprache wieder, was als Sprachenrede gesagt wurde.

Sie müssen verstehen: Verschiedene Arten von Sprachen, so nenne ich sie, weil es so in der Bibel steht: „… einem verschiedene Arten von Sprachen.“ Diese Gabe der verschiedenen Sprachen ist nicht identisch mit der Sprache, die Sie bei der Geistestaufe empfingen. Es gibt zwei Arten in Sprachen zu reden, daher steht hier „verschiedene Arten von Sprachen“. Schauen Sie 1.Korinther 12:28 an:

1.Korinther 12:28

„Und die einen hat Gott in der Gemeinde eingesetzt erstens als Apostel, zweitens andere als Propheten, drittens als Lehrer, sodann Wunderkräfte, sodann Gnadengaben der Heilungen, Hilfeleistungen, Leitungen, Arten von Sprachen.“

Wissen Sie, was „Arten“ bedeutet? … dass es verschiedene Arten gibt! Ein kleiner Abstecher, der sich vielleicht für manche lohnt, deren besonderes Steckenpferd der Heilige Geist und die Sprachenrede ist. Sie sagen: „In der Bibel steht doch die Frage: ´Reden alle in Sprachen?´“ Ja, hier in Vers 29 steht: „Sind etwa alle Apostel?“ Antwort: Nein. „Sind alle Propheten?“ Nein. „Sind alle Lehrer?“ Nein. „Haben alle Wunder-Kräfte?“ Offenbar nicht. „Haben alle Gaben der Heilungen?“ Nein. „Reden alle in Sprachen?“ Nein. „Legen alle aus?“ Nein. Die Antwort ist eindeutig „nein“. Aber wenn Sie das ansehen, geht es hier um einen Dienst in der Gemeinde im Zusammenhang mit der Geistesgabe der Sprachenrede. Jemand redet in einer Sprache und eine Auslegung erfolgt. Nicht jeder wird so gebraucht, genauso wenig wie nicht jeder zu Wunderwirkungen, Gaben der Heilungen oder der Sprachenrede gebraucht wird. Im richtigen Kontext lautet die Antwort eindeutig nein. Aber das Argument: „Das alles mit der Geistestaufe ist nicht für alle.“, ist im Hinblick auf diesen Vers nicht stichhaltig.

Aber es gibt verschiedene Arten der Sprachenrede. Die Sprachenrede ist grundsätzlich gleich, der Gebrauch und der Zweck nicht. Die Sprache, die Sie bei der Erfüllung mit dem Heiligen Geist oder der Geistestaufe empfingen, über die wir in der Apostelgeschichte lesen: „Sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.“, ist vor allem dazu gedacht, uns im Gebet, im Lobpreis und in der Anbetung zu helfen. Wenn sie erfüllt sind mit dem Heiligen Geist, ist die Sprache, die Sie sprechen, dazu da, zu Gott zu reden. Schauen Sie in 1.Korinther 14:2.

1.Korinther 14:2

„Denn wer in einer Sprache redet, redet nicht zu Menschen, (das steht auch in Ihrer Bibel, stimmt´s?) sondern zu Gott; denn niemand versteht es, im Geist aber redet er Geheimnisse.

Rede ich also in Sprachen, rede ich nicht zu Menschen, sondern zu Gott. Wie viele halten es für nützlich, zu Gott zu reden? Ich denke, es lohnt sich. Aber schauen Sie im selben Kapitel den Vers 21 an. Es heißt:

1.Korinther 14:21

„Es steht im Gesetz geschrieben: ´Ich will durch Leute mit fremder Sprache und durch Lippen Fremder zu diesem Volk reden, und auch so werden sie nicht auf mich hören, spricht der Herr.´“

Sie werden sehen, dass es hier um verschiedene Sprachen in der Gemeinde geht. Die Gabe der verschiedenen Arten der Sprachen ist für Menschen bestimmt. Eine richtet sich an Gott, die andere an Menschen. Nach oben oder zu Menschen. Wenn es eine Sprache ist, die ausgelegt werden soll, richtet sie sich an Menschen, da es ja eine Botschaft von Gott an Sein Volk ist. Die Beiden unterscheiden sich also. Und so kann es kommen… dass jemand im Gottesdienst ist, der nicht versteht, dass es sich um eine Gabe des Geistes handelt; derjenige ist im Heiligen Geist getauft, redet in Sprachen, hört, wie eine Sprachenrede im Gottesdienst gebracht wird und denkt sich: „Das kann ich auch.“ Es wird einfach laut in Sprachen geredet, ohne besondere Inspiration, vielleicht sogar in jedem Gottesdienst und bald stört es einige, weil sie es schon auswendig können, verstehen Sie? „Oh ja, es geht wieder los. Jeden Gottesdienst das Gleiche.“ Sie beten wahrscheinlich in ihrer Gebetssprache und haben nie gelernt, dass es einen Unterschied zwischen den beiden gibt.

Manche Menschen denken: „Dieses Thema der Sprachenrede sollte man meiden, es sorgte für Spaltung in der Gemeinde.“ Nein. Engstirnige Menschen haben die Kirche gespalten. Intolerante Männer und Frauen haben dem Leib Christi geschadet. Besserwisser, egal auf welcher Seite sie im Hinblick auf die Gaben stehen, haben Parteiungen und Spaltungen bewirkt. Aber die Gaben selbst, hören Sie das: All diese Gaben, inklusive die der Sprachenrede und die der Auslegung, bringen den Leib Christi zusammen, wenn sie unter der Inspiration des Heiligen Geistes ausgeübt werden. Schauen Sie bitte noch mal 1.Korinther 12:7 an.

1.Korinther 12:7

„Jedem aber wird die Offenbarung des Geistes zum Nutzen gegeben.“

Sie nützt der Gemeinde. Alle diese Gaben nützen der Gemeinde. Suchen Sie danach in Ihrer Konkordanz. Eine Hauptbedeutung des Wortes „nützen“ ist zu sammeln und zusammenzubringen. Die Gaben bringen den Leib zusammen, wenn sie unter der Salbung des Heiligen Geistes ausgeübt werden. Sie einen und erbauen den Leib. Sie trennen den Leib nicht. Engstirnige Menschen, die eine unbeugsame Haltung in einer Sache einnehmen, sind es, die dem Leib Jesu schaden. Wussten Sie, dass sieben der neun Gaben des Geistes unter dem Alten Bund wirkten? Wussten Sie das? Nur zwei beschränken sich auf das jetzige Zeitalter: Verschiedene Arten von Sprachen und Auslegung der Sprachen. Seltsam, dass gerade über diese beiden besonderen Gaben von manchen gesagt wird: „Das brauchen wir nicht. Das ist unwichtig.“ Gott ist das sehr wichtig. Es wäre schwer, viele weitere Themen, die so ausführlich in der Bibel behandelt werden, zu finden.

Wir könnten noch viel mehr über die Gaben lernen, aber wir verschaffen uns nur einen kleinen Überblick. Fahren wir fort. Die Kraftgaben, reden wir über diese.

Erstens: die Gaben der Heilungen.

Definition: Sie dienen der übernatürlichen Heilung von Krankheit und Gebrechen ohne natürliche Hilfsmittel. Ihr Zweck ist, Kranke und Leidende zu befreien, Werke des Teufels im menschlichen Körper zu zerstören.

Manche sagten: „Die Gaben der Heilungen sind Ärzte und Krankenhäuser.“ Wenn das stimmte, sollten sie kostenlos sein. Gut, dass wir einige Ärzte und medizinisches Fachpersonal in unserer Gemeinde haben. Meine Frau ist Krankenschwester. Halleluja. Gott sei Dank, sie bekämpfen denselben Feind. Sie sehen Krankheit als Feind an. Sie ist schlecht. Sie kämpfen dagegen mit natürlichen Mitteln, wir respektieren und unterstützen sie und glauben an sie. Das ist wunderbar. Aber das sind nicht die Gaben der Heilungen. Diese Gabe, wie alle neun, ist übernatürlich, eine Manifestation des Geistes.

Haben Sie den Plural der Gabe bemerkt? Nur diese Gabe wird „Gaben“ – Plural – der „Heilungen – Plural – genannt. Im Urtext und in der Übersetzung steht beides im Plural. Es deutet mehrere Gaben in dieser Gabe an. Viele Trauben an einer Rebe sind wohl ein gutes Bild. Die Gabe steht im Plural, weil es eine Vielzahl von Krankheiten gibt. Vielleicht gibt es so viele Gaben der Heilungen, wie es Arten von Krankheiten gibt: Hautkrankheiten, Nerven- oder Organbeschwerden, Augenkrankheiten usw. Eine Gabe könnte nicht alle Krankheiten abdecken.

Hören Sie: Niemand – außer Jesus – hatte oder hat alle Gaben der Heilungen. Auch in Zukunft wird es keinen geben, außer dem Herrn Jesus Christus. Jesus konnte alle heilen. Es heißt: „Er heilte alle, die zu Ihm kamen,“ weil die Schrift in Johannes 3:34 sagt, Jesus hatte den Geist ohne Maß, was bedeutet, dass Er alle Geistesgaben und Gaben der Heilungen hatte. Gott wird das heute keinem Einzelnen anvertrauen. Vielleicht haben wir als gesamter Leib Christi alle Gaben der Heilungen, aber kein Einzelner wird sie haben. Es steht nicht in der Bibel, vielmehr sehen wir dort auch, dass manche Menschen besonders erfolgreich bei bestimmten Krankheiten sind.

Betrachten Sie Philippus in Samarien. Viele Gelähmte und Lahme wurden geheilt, aber kein Wort über Blinde, die sehen, Taube, die hören, oder Stumme, die reden. Er hatte wohl Erfolg auf einem Gebiet. Wenn Sie heute Menschen ansehen, die Heilungsgaben im Leib Christi haben oder die Kirchengeschichte studieren, sehen sie großen Erfolg in bestimmten Bereichen, bei besonderen Krankheiten und fast keine Erfolge anderswo. Das ist ein wunderschönes Merkmal des Leibes Jesu. Wir sind voneinander abhängig. Weder kann das Auge zum Ohr noch die Hand zum Fuß sagen: „Ich brauche dich nicht.“ Der ganze Leib Jesu ist beteiligt.

Eine gute Frage: Hängt Heilung immer mit den Gaben zusammen? Nein. Jede Heilung ist generell ein Geschenk, aber Heilung kommt nicht immer durch diese Manifestation des Geistes. Viele Wege zur Heilung stehen in der Bibel, dies ist nur einer. Sie selbst können das Gebet des Glaubens zur Heilung beten oder Gott aufgrund einer Verheißung vertrauen.

Explosionen in den natürlichen Bereich – buchstäblich könnte es Explosionen der Allmacht heißen. Beispiele in der Bibel: Sehen Sie Mose in Ägypten an. Wird Ihr Stab zur Schlange, so ist das eine Wunderwirkung. Strecken Sie Ihren Stab aus und das Rote Meer teilt sich, ist das auch eine. Als Elisa das Beil aus Eisen zum Schwimmen brachte, war das eine Wunderwirkung, ein Eingriff in den normalen Lauf der Dinge. Simson trug das Stadttor weg, tötete tausend Mann mit einem Eselskiefer, das sind Wunderwirkungen. Ich sehe Simson nicht als einen Superathleten, ich denke, er sah normal aus, wie ich.

Ich weiß, dass mir jetzt einige zuschauen, die unser Thema neugierig gemacht hat, aber im Endeffekt haben Sie noch keinen Frieden mit Gott. Das Übernatürliche reizte mich. Da musste etwas sein, irgendwo, und ich suchte nach meiner Antwort, leider an lauter falschen Orten. Da wir über das Übernatürliche sprachen, hat es, wie ich bereits sagte, einige neugierig gemacht. Sie sehnen sich nach diesen Dingen, haben aber noch keine persönliche Beziehung zu Gott, die nur dadurch kommt, dass wir Seinen Sohn Jesus Christus annehmen, der am Kreuz für unsere Sünden starb und zu unserer Rechtfertigung auferweckt wurde von den Toten, um uns mit Gott zu versöhnen. Ein sündiger Mensch kann nicht zu einem heiligen Gott kommen, ohne dass die Sünde getilgt würde. Jesus tat das. Öffnen Sie Ihm heute Ihr Herz. Rufen Sie Ihn als Herrn an, Sie werden es nie bereuen.

Gott stärkt oder stürzt Machthaber, Nationen sind für Ihn nur ein Tropfen im Eimer. Wenn es sein muss, kann Gott durch bedeutende Menschen Sein Wort in Ihr Leben bringen. Es tröstet mich, wenn ich diese Geschichte lese, wie Gott das Ganze organisiert und zusammenfügt, hier Leute beeinflusst und dort Dinge bewirkt, damit Sein Wort eintrifft. Freund, Ihr Leben ist Teil dieses großartigen Gobelins, seien Sie ermutigt und getröstet, denn Gott kann Dinge bewegen, auch wenn Sie nicht wissen, wie. Er kann Mächtige der Welt bewegen, um Sein Wort für Sie zu erfüllen.

Die Gaben des Geistes – Teil 4 – 27.01.2007
Pastor Bayless Conley

Hallo und willkommen zur heutigen Sendung. Wir haben über die Gaben des Heiligen Geistes gesprochen. Es ist wundervoll zu wissen, dass Jesus der Herr ist und sich nicht ändert. Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit. Derselbe Heilige Geist, der sich in der Apostelgeschichte bewegte und Menschen beeinflusste und Wunder in der frühen Gemeinde hervorbrachte, ist derselbe Heilige Geist, der auch heute am Wirken ist und Menschen beeinflusst und Manifestationen hervorbringt. Wir fanden heraus, dass die Gaben des Heiligen Geistes nicht wirken, weil wir reif sind oder seit langer Zeit Christen sind. Sie wirken aufgrund von Verlangen. Heute werden wir darüber sprechen, was wir „Gaben der Kraft“ nennen. Wir haben die Gaben für Studienzwecke in verschiedene Kategorien eingeteilt, obgleich sie häufig wie die Finger an Ihrer Hand zusammenwirken und wir werden heute über die Kraftgaben sprechen: die Gaben der Heilungen, die Gabe des Wunderwirkens, die Gabe besonderen Glaubens. Ich glaube, Sie werden dadurch gesegnet werden. Gehen wir also ins Wort und studieren wir die Gaben des Geistes.

Predigt

Ich liebe die Geschichte über die Frau mit dem Blutfluss. Die Bibel sagt, sie drängte sich von hinten an Jesus, ergriff den Saum Seines Gewandes und sagte sich: „Wenn ich nur sein Gewand berühre, werde ich gesund.“ Jesus hielt in der Menge an und die Bibel sagt, die ganze Menschenmenge drängte und berührte Ihn. Aber Er sagte: „Wer hat mich berührt?“ Die Jünger antworteten: „Herr, alle berühren dich.“ Er sagte: „Nein, nein. Das war anders. Jemand hat MICH berührt. Ich spürte Kraft aus mir fließen.“ Die Bibel sagt, Er sah sich um, um zu sehen, wer das getan hatte. Er wusste nicht, wer es war. Er initiierte es nicht. Jesus blickte die Frau an und sagte: „Tochter, dein Glaube hat dich geheilt. Geh hin in Frieden. Sei von deiner Plage geheilt.“ Dein Glaube! Wenn ihr Glaube sie gesund machen konnte, dann ist es auch möglich, dass Ihr Glaube Sie gesund machen kann. Das ist ein Weg zur Heilung, Ihr Vertrauen in die Bibel, in Gottes Wort zu setzen. Wir können auch die Ältesten der Gemeinde zu uns rufen, wie

Jakobus 5:14 sagt:

„Ist jemand krank unter euch? Er rufe die Ältesten der Gemeinde zu sich, und sie mögen über ihm beten und ihn mit Öl salben im Namen des Herrn. Und das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten, und wenn er Sünden begangen hat, wird ihm vergeben.“

Sie können die Ältesten rufen und sich Hände auflegen lassen.

Markus 16:18 sagt:

„Gläubige werden Kranken Hände auflegen und sie werden gesund.“

Wenn Sie ein Gläubiger sind, werden Sie dem Herrn dafür Rechenschaft geben müssen, wenn Sie ein Gläubiger mit Händen sind. Jemand sagt: „Nun, ich glaube das nicht.“ Es ist nicht für Sie. Es ist nur für Gläubige. „Diese Zeichen folgen denen, die glauben.“ Wenn Sie nicht glauben, ist es nicht für Sie.

Ich gebe Ihnen ein Beispiel. Heilung kann durch verschiedene Kanäle kommen. Vor Jahren sprach ich zu Geschäftsleuten in Hemet, Kalifornien. Das war, bevor wir die Cottonwood Gemeinde gründeten. Ich war als Gastredner eingeladen und hatte den Nachmittag über gebetet und bevor das Treffen begann und sie verschiedene Dinge vorbereiteten, hatte ich den Eindruck, dass der Heilige Geist mir zeigte, dass da jemand mit Taubheit in einem Ohr sein würde. Sie baten mich, nach vorne zu kommen und sie stellten mich vor. Als ich zu reden anfing, sagte ich: „Ich habe den Eindruck, dass der Heilige Geist mir gesagt hat, dass jemand hier ist, der auf einem Ohr völlig taub ist.“ Ich fragte: „Wer ist das?“ Zwei Männer hoben ihre Hand. Ich fragte: „Sie sind beide völlig taub auf einem Ohr?“ Sie sagten: „Ja, wir können nichts hören.“ Ich sagte: „Setzen Sie sich doch wieder. Hören Sie mit dem gesunden Ohr die Botschaft, und dann bete ich für Sie am Ende des Treffens.“ An dem Abend predigte ich über Heilung. Als ich die Botschaft über Heilung gepredigt hatte, sagte ich: „Okay, ich will jetzt für die beiden Männer, die auf einem Ohr taub sind, beten.“ Einer der Männer sagte: „Sie müssen nicht für mich beten. Ich hörte, was Sie sagten, und ich entschied mich einfach: Das ist für mich! Und mein Ohr öffnete sich mitten in Ihrer Botschaft!“ Wir ließen ihn das gesunde Ohr zuhalten und er konnte auf dem tauben Ohr hören.

Nun, das war sein Glaube. Als er das Wort Gottes hörte, wurde Glaube lebendig. Es war wie bei dem verkrüppelten Mann, der nie gelaufen war. Die Bibel sagt, er hörte Paulus reden. Als Paulus erkannte, dass er Glauben hatte, geheilt zu werden, sagte er mit lauter Stimme: „Stell dich auf deine Füße!“ Und er sprang auf und lief umher. Woher kriegte er den Glauben, geheilt zu werden? Sie lesen es in den Versen davor: Paulus predigte das Evangelium, die gute Nachricht von Jesus Christus: Jesus rettet, Jesus heilt, Er tauft im Heiligen Geist und Er kommt wieder.

Ich fragte den anderen Mann: „Was ist mit Ihnen?“ Er sagte: „Nein, ich bin noch taub auf dem Ohr.“ Ich sagte: „Kommen Sie.“ Ich legte ihm die Hände auf und Gott öffnete sogleich sein Ohr. Er konnte hören. Einer geheilt durch seinen Glauben, der andere geheilt durch eine Gabe. Heilung kann auf verschiedenen Wegen kommen. Und das ist nur einer davon. Erinnern Sie sich, diese Gaben gelangen durch Verlangen zur Manifestation. Wir sprachen letzte Woche darüber. Auch wenn Gott nicht alle auf diese Weise gebraucht, können wir alle gemäß Markus 16 Kranken Hände auflegen. Wir tun es einfach in Gehorsam und Glauben. Ich glaube, wenn wir nur eifrig Heilung auf dieser Ebene weitergeben, wie uns von Jesus befohlen wurde, werden wir diese Gabe stärker erleben.

Kommen wir als nächstes zur Gabe des Wunderwirkens.

Definition: Ein übernatürlicher Eingriff in den Ablauf der Natur durch die Kraft des Heiligen Geistes, wodurch die Gesetze der Natur aufgehoben oder verändert werden. Durch Wirken von Wundern explodiert das Übernatürliche im Natürlichen. Es lässt sich übersetzen als Explosionen des Allmächtigen.

Beispiele in der Bibel: Schauen Sie Mose in Ägypten an. Wenn Ihr Stab zur Schlange wird, ist es das Wirken von Wundern. Wenn Sie Ihren Stab ausstrecken und das Meer teilt sich, ist es das Wirken von Wundern. Als Elisa den Axtkopf durch ein Holzstück zum schwimmen brachte, war es das Wirken eines Wunders. Es ist ein Eingriff in den gewöhnlichen Lauf der Natur. Bei Simson, der die Stadttore wegtrug, 1000 Männer mit einem Eselsknochen tötete, war es das Wirken von Wundern. Und ich stelle mir Simson nicht wie einen riesigen Bodybuilder vor. Ich glaube, er sah recht normal aus, ähnlich wie ich. Die Bibel sagt, dass der Geist Gottes auf Simson kam. Und die Wundertaten kamen dadurch zustande. Es waren echte Wunder. Jesus nahm Brote und Fische und nährte 5000 mit den paar Broten und Fischen. Er verwandelte Wasser zu Wein. Das sind Wunder.

Ich erinnere mich, wie ich vor Jahren ein Video ansah. Es hieß: „Es lebe Christus, der König.“ Es war wohl eine Gruppe von Leuten aus San Antonio, Texas. Ich weiß nicht mehr genau. Aber es war Texas. Sie gingen über die Grenze in ein Gebiet, wo die Leute im Grunde auf Müllhalden leben. Sie dienten dort den Leuten und nahmen ein wenig Nahrung mit, um es auszuteilen. Sie stellten einen Tisch auf. Und da war jemand mit einer alten Kamera. Es war erstaunlich, die Berichte anzuhören und zu sehen, was geschah. Sie machten 25 Burritos und jemand hatte einen Schinken geschenkt. Auf dem Tisch waren ihre 25 Burritos und der Schinken und die Nachricht von dem Essen verbreitete sich. Es war alles, was sie hatten und mehr als 200 Leute kamen. Sie wussten nicht, was sie tun sollten. Sie hatten nur 25 Burritos, einen Schinken und über 200 Leute in der Schlange. So beteten sie einfach: „Gott, strecke und multipliziere es. Tue etwas.“ Jeder in der Schlange kam dran. Jede Person hatte ein Burrito, jede Person hatte Schinken und es waren Burritos übrig und es war Schinken übrig. Wenn Gott Brote und Fische multiplizieren kann, dann kann Er auch Burritos und Schinken multiplizieren. Ich weiß, einige Gesundheitsbewusste sagen vielleicht: „Gott würde keine Schinken multiplizieren.“ Der Teufel auch nicht, denn das Ergebnis war, dass viele Leute ihre Herzen Christus gaben und die Gläubigen ermutigt wurden.

Kommen wir zur letzten Gabe: Der Gabe des Glaubens – oder wie eine Übersetzung es nennt – der Gabe besonderen Glaubens. Sie wird vom Heiligen Geist dem Gläubigen gegeben, damit er Wunder empfangen kann. Das ist ein wichtiges Wort: „empfangen“. Beim Wunderwirken wird mit der Gabe ein Wunder gewirkt. Da ist eine Handlung. Mit der Gabe des Glaubens wird ein Wunder empfangen. Eine handelt, während die andere empfängt und erwartet. Durch diese Gabe kommt das Geäußerte oder Verlangte in Existenz. Und es ist ein Prozess, der oftmals nicht beobachtbar ist. Durch diese Gabe tut Gott etwas für Sie. Er lässt ein Ereignis geschehen. Er gibt Ihnen Glauben, es zu glauben, anstatt etwas Übernatürliches durch Sie zu wirken.

Jeder Gläubige hat Glauben. Aber das ist nicht dasselbe. Es gibt etwas, was wir rettenden Glauben nennen.

Epheser 2:8 sagt:

„Aus Gnade seid ihr errettet durch Glauben, nicht aus euch selbst. Es ist Gottes Gabe.“

Das ist ein Glaube, der durch Hören kommt und er kann reifen und sich durch Gebrauch entwickeln. „Glaube entsteht durch das Hören des Wortes Gottes.“ Wenn wir unseren Glauben einsetzen, wächst er, wie Paulus den Thessalonichern schrieb: „Euer Glaube wächst außerordentlich.“ Der Glaube, der durch Hören entsteht, durch Hören von Gottes Wort, durch Hören des Evangeliums, der durch Hören der Verheißungen Gottes kommt, kann entwickelt werden. Und unser Glaube sollte sich allezeit entwickeln und wachsen. Aber das ist nicht dasselbe. Diese Gabe des Glaubens, diese Gabe besonderen Glaubens kommt nicht durch Hören. Diese Gabe wird übernatürlich gegeben, wie der Geist es will. Und da ist ein Unterschied zwischen beiden.

Gewöhnlicher Glaube bewahrt und schützt Sie unter normalen Umständen und Bedingungen. Gelangen Sie jedoch in außergewöhnliche Umstände, brauchen Sie einen außergewöhnlichen Glauben. Wenn Sie zum Beispiel 10 Millionen Dollar bis morgen früh 9 Uhr brauchen und Sie haben gerade 27 Dollar – außer Sie haben bereits einen sehr hoch entwickelten Glauben – brauchen Sie hierfür etwas Außergewöhnliches. Sie brauchen etwas darüber hinaus.

Es ist wie… ich angle schon mein ganzes Leben lang. Ich habe kleine Angeln für Forellen und ich habe Angeln fürs Fliegenfischen. Ich nehme meine kleinen Angeln fürs Fliegenfischen und wir fangen damit Forellen, die 15 Zentimeter bis manchmal 35 Zentimeter lang sind. Ist hier ein Fliegenfischer? Sie wissen, wovon ich rede. Einer ist da. Ein weiteres Beispiel. Am Ende der Schnur, die wir an die Fliegenangel legen, ist etwas, was wir Netz nennen. Das ist aus Leder gemacht und hängt am Ende herunter. Sie werden für das Fischen verschiedenster Fische bis 5 Kilo Gewicht verwendet. Es ist ein feines Netzgewebe. Daran bindet man eine kleine Fliege, man wirft es in den Strom und die Forelle denkt, es ist eine Fliege und sie schluckt es. Das funktioniert gut für Fische von 30-40 Zentimeter Länge. Aber wissen Sie was? Sie können nicht dieselbe Angel mit einem Haken für 2 kg Fische nehmen und damit einen 50 kg Fisch fangen. Es wird ihn nicht halten. Es funktioniert nicht, wenn Sie Ihren Glauben nicht entwickelt haben. Sie müssen Ihren Glauben entwickeln. Vertrauen Sie Gott erst einmal für die Rente und die Bezahlung der Stromrechnung oder einen besseren Job mit mehr Gehalt, anstatt zu sagen: „Pastor, ich vertraue Gott für 20 Millionen Dollar für die Kirche.“ Ich liebe Ihre Einstellung. Aber gehen Sie erst einmal mit Ihrer Fliegenfischangel raus und fangen Sie uns einige Forellen. Lassen Sie es sich entwickeln. Sie können eine zunehmend dickere Schnur verwenden. Dann holen Sie sich eine Tiefseeangel mit großer Kurbel. Aber Sie müssen beginnen, wo Sie sind. Denn wenn Sie bis Morgen etwas sehr Außergewöhnliches benötigen, dann besteht die Chance, dass der Glaube, der durch Hören kommt, es nicht erlangen kann. Ich meine nicht, dass Sie nicht durch Ihren Glauben geheilt werden oder vom Heiligen Geist erfüllt oder Gebetsantwort erhalten können. Das können wir gewiss.

Ich rede nur von dem Außergewöhnlichen, das über der Norm liegt. Wenn das geschieht, ist da eine innere, unleugbare Ruhe, eine Gewissheit. Sie wissen einfach, was Gott tun wird, wenn diese Gabe Sie erfasst.

Daniel wurde in die Löwengrube geworfen. Warum wurde er nicht gefressen? Es ist etwas über dem normalen Glauben. Hier wirkte die Gabe des Glaubens. Als Mann denke ich mir: „Weißt du Gott, ich hätte es cooler gefunden, wenn Simson, der Wunder wirkte, in die Löwengrube geworfen worden wäre. Das wäre cooler als mit Daniel gewesen, der einfach ein Wunder empfing. Ich hätte gerne Simson gesehen, wie er „Löwenburger“ produziert hätte. Wir hätten das Material für einen Männerfilm gehabt.

Wissen Sie, dass es nur wenige Dinge in der Bibel gibt, von denen Gott sagt, dass Er uns nicht ohne Kenntnis lassen will? Eines davon sind die Gaben des Geistes. Der Apostel Paulus sagte unter Inspiration des Heiligen Geistes: „Brüder, ich will nicht, dass ihr über Geistesgaben unwissend seid.“ Ich erwähne dies, weil ich mir vorstellen kann, dass einige Leute denken: „Das ist ja nur eine sekundäre Botschaft.“ Nun ja, Jesus Christus ist unsere zentrale Botschaft, um einer sterbenden Welt einen lebendigen Jesus zu bringen, unsere Mission, aber die Gaben des Geistes haben damit zu tun. Wir sehen die Jünger in der Apostelgeschichte nie ohne Kraft predigen. Wir sehen Jesus Seine Botschaft nie ohne die Kraft des Heiligen Geistes predigen. Die Frage ist: Haben wir heute ein kraftloses Evangelium? Freund, wir brauchen die Gaben des Geistes und die Verkündigung des Evangeliums. Das ist der einzige Weg, diese verlorene und sterbende Welt für Christus zu erreichen. Das Studium der Gaben ist so wichtig.

Als ich noch Assistenzpastor war, erhielt ich mal einen Anruf von einem Ehepaar aus der Gemeinde. Sie hatten gerade herausgefunden, dass einer ihrer Söhne einen Unfall und ein sehr schweres Kopftrauma hatte. Sie riefen mich an und sagten: „Wir sind auf dem Weg zum medizinischen Zentrum in Redlands, Kalifornien. Kannst du kommen und uns dort treffen, Pastor Bayless?“ Ich sagte: „Ich komme sofort.“ So fuhr ich hin und ging mit ihnen hinein und ihr Sohn war am Beatmungsgerät. Seine Lungen hatten aufgehört zu arbeiten. Er atmete nicht mehr selbst. Sein Gehirn in seinem Kopf war geschwollen. Wir gingen rein und sahen ihn an und der Arzt sagte: „Kann ich mit Ihnen reden?“ Er nahm den Vater beiseite und lud mich auch dazu ein. Wir gingen ins Nebenzimmer und der Arzt setzte sich hin und sagte: „Hören Sie, wir haben damit ständig zu tun. Ich will ganz ehrlich zu Ihnen sein. Ihr Sohn hat keine große Chance, zu überleben. Das Trauma in seinem Kopf ist so schlimm, dass er fast gar keine, fast null Chance hat, zu überleben. Und wenn er überlebt, wird er den Rest seines Lebens behindert sein. Sie müssen das einfach verstehen. Wegen der Natur dieses Traumas, was wir häufig erleben und was ihr Sohn hat, müssen Sie von Anfang an wissen, woran wir sind.“ Ich saß da und hörte dem Doktor zu, aber etwas war in mir geschehen, als ich dort ankam. Ich kam etwa zur selben Zeit an wie sie. Wir gingen rein und sahen ihn an und wir standen auf dem Gang und begannen zu beten. Wir vertrauten einfach Gott und beteten für ihren Sohn. Und ich machte es genau wie sie, indem ich mein Bestes tat, Gott zu erreichen. Und dann mit einem Mal… ich erwartete nicht, dass es geschah. Ich tat mein Bestes, Gott in dieser schrecklichen Situation zu vertrauen, als mich plötzlich ein Glaube ergriff, der über mich hinausging. Es kam über mich und aller Zweifel verschwand. Und dann kam der Doktor und rief uns in das Zimmer. Und ich saß dort und hörte dem Doktor zu, und dann tat ich etwas, was ich normalerweise nie tun würde. Der Arzt hatte ihnen alles erzählt und ging hinaus und die Mutter weinte und er war gebrochen. Ich rief den Ehemann und die Frau beiseite und sagte: „Hört mal, der Doktor tut nur seinen Job. Aber seht mich an. Schaut mir ins Gesicht. Es ist egal, ob sie den Kopf eures Sohnes abschneiden, es wird ihm gut gehen.“ Das ist, was ich ihnen sagte. Oh ja! Und es schien mir nicht seltsam zu sein, dass ich ihnen so etwas sagte. Ich würde so etwas sonst nie zu jemand sagen. Es ist wörtlich, was ich sagte. Hier sind sie, … ihr Sohn ist am Beatmungsgerät im anderen Raum, sie erhielten gerade schreckliche Nachrichten vom Doktor und ich sagte: „Hört, selbst wenn sie seinen Kopf abschneiden würden, er wird OK sein.“ Es ging über mich hinaus. Aber ich wusste, dass es stimmte. Und wissen Sie was? Seine Lungen arbeiteten wieder, sein Gehirn schrumpfte auf Normalgröße und er wurde aus dem Krankenhaus entlassen. Es war eine Gabe besonderen Glaubens.

Smith Wiggelsworth machte mal eine Aussage, die ich mir aufschrieb, weil manche sicher denken: Warum passiert das nicht öfter? Wie viele würden so was gerne mehr geschehen sehen? Ich selber. Gott weiß es, ich bin wie Sie. Ich tue mein Bestes. Ich versuche Dinge zu verstehen. Ich verstehe nicht, warum manchmal Dinge nicht für Leute passieren. Ich weiß, Gott ist gut. Ich habe nicht alle Antworten. Aber ich weiß, dass wir viel mehr zu lernen haben. Und ich weiß, dass Potenzial ist für uns da, in Gesundheit zu leben, genau so wie das Potenzial da ist, in Heiligkeit zu leben. Die Bibel sagt in

1.Petrus 2:24 über Christus:

„Er selbst trug unsere Sünden an seinem Leib hinauf ans Holz, damit wir, den Sünden gestorben, der Gerechtigkeit leben.“

Beachten Sie, es heißt, wir sollen in Gerechtigkeit leben. Warum? Weil Er unsere Sünden an Seinem Leib ans Kreuz trug. Wegen dem Opfer Christi auf Golgatha wurde die Kraft der Sünde gebrochen, gemäß dem Römerbrief, … und deswegen haben wir das Potenzial, in Heiligkeit und Gerechtigkeit zu leben. Wie viele würden dem zustimmen? Nun gut, ich kenne niemand, der vollkommen ist. Aber wissen Sie was? Das Potenzial ist für mich da, auch wenn ich es nicht immer ausschöpfte. Es gibt Zeiten, wo ich den Herrn enttäuscht habe, wo ich blöde Dinge tat, obwohl ich es besser wusste, wo ich dem Verlangen meines Fleisches nachgab, wo ich ärgerlich wurde oder andere Dinge geschahen, wo ich dachte, „das hätte nicht passieren müssen! Das Potenzial war da: Christi vollendetes Werk. Ich hätte in Heiligkeit leben können, aber ich tat es nicht.“ Kennt das irgendwer? Dank sei Gott für

1. Johannes 1:9

„Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist Er treu und gerecht, dass Er uns unsere Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“

Also, dieser Teil des Verses ist wahr. Der zweite Teil des Verses ist auch wahr: „durch seine Striemen wurden wir geheilt.“ Das ist das vollendete Werk Christi: Durch Seine Striemen wurden wir geheilt. Darum ist das Potenzial für uns da, Gesundheit zu empfangen. Nochmals, ich kenne niemand, der das zu 100 % immer erlebte, aber das Potenzial ist da. Den einzigen Weg, den ich kenne, dahinzugelangen, ist die Dinge zu lehren, die ich gerade lehre und Leute zu ermutigen, tiefer in Gottes Wort zu gehen und Gottes Angesicht mehr zu suchen, weil das Potenzial eben da ist! Es ist keine Frage, dass irgendjemand verurteilt wird. Wir sind keine Versager, wir sind Lernende. Wir sind auf dem Weg und wir haben noch viel Spielraum, wo der Heilige Geist wirken kann. Ich glaube, diese Wunder geschehen oftmals nicht, weil wir nicht den Glauben benutzen, den wir haben, um ihn zu seinem vollsten Potenzial weiterzuentwickeln. Ich denke, manchmal wird Gott zu unserem letzten Rettungsanker, anstatt zu unserer ersten Verteidigungslinie. Nachdem alles versagt hat, sagen wir: „Oh, ich muss beten.“, wo wir zuerst zu Gott hätten gehen sollen, nachdem sich alle menschliche Hilfe erschöpft hat „Oh, was soll ich nur tun? Ich muss mal in die Kirche und beten.“ Und Dank sei Gott dafür. Aber ich glaube nicht, dass wir Gott ehren, wenn Er unser letzter Rettungsanker ist. Er ist immer noch gnädig und hilft uns. Aber ich glaube, wir ehren Ihn, wenn Er unser erster Verteidiger ist und wir unseren Glauben voll einsetzen.

Ich will kurz noch die Worte zitieren, die Smith Wigglesworth sagte. Er wurde von Gott gebraucht, mehrere Tote aufzuerwecken. Und er sagte folgendes, als er die erste Frau von den Toten auferweckte, … und es braucht das Wirken von Wundern und die Gabe besonderen Glaubens, den Geist einer Person in den Körper zurückzurufen, nachdem er gegangen ist. Er sagte: „Ich betete und kam schnell an das Ende meines Glaubens. Und als das geschah, wurde ich mir eines Glaubens bewusst, der mich ergriff, den ich nicht leugnen konnte. Während ich in meinem Glauben betete, schien Gott zu sagen: „Nein, nein.“ Aber als dieser andere Glaube über mich kam, blickte ich direkt in den Himmel und sagte: „Ja, ja!“ Die Gabe des Glaubens.

Ich glaube, wenn wir Schritte tun und den Glauben nutzen, den wir haben und an sein Ende kommen, kann das die Gabe des Glaubens übernehmen. Wenn wir nutzen, was wir haben und wirklich Geistesgaben wollen, wird Gott nicht lange warten, uns zu begegnen. Gott fordert uns nicht auf, Geistesgaben zu erstreben, wenn wir sie nicht haben können. Gott wird nicht die Karotte vor Ihr Gesicht hängen und sagen: „Ich wollte nur sehen, ob du sie haben willst oder nicht.“ Gott wird uns begegnen, und noch mehr, wenn wir unsere Herzen verbünden und gemeinsam um Gottes Handeln bitten.

Wissen Sie was? Die Welt braucht es. Da draußen gibt es falsches Übernatürliches und Leute rennen hin und gehen zu ihrem lokalen Wahrsager. Sie rufen Wahrsager und andere Dinge an, weil sie nicht das echte Übernatürliche erlebt haben. Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit.

Nächste Woche auf Antworten TV

Vor Jahren war ich mit einem Freund namens Ray unterwegs. Wir waren in einem Stadtteil von Los Angeles und suchten neue Anzüge und ich fand einen wundervollen, preiswerten Anzug und so kaufte ich ihn. Ray sagte: „Ich bringe ihn in den Wagen, wenn du willst, dann brauchen wir ihn nicht zu tragen.“ Ich sagte: „Das wäre großartig.“ So lief Ray zum Auto und kam zurück und wir kauften nochmals eine Stunde lang ein. Als wir zurückkamen, hatte jemand das Auto aufgebrochen und meinen neuen Anzug gestohlen. Ich hatte ihn weniger als eine Stunde. Ich trug ihn nicht mal. Ich war ärgerlich. Ich sagte: „Das reicht. Wir evangelisieren.“ Wir nahmen uns Traktate, verließen das Auto und gaben die nächste Stunde jedem Zeugnis, der lange genug anhielt, um uns zuzuhören. Ich dachte: „Teufel, du wirst zweimal nachdenken, bevor du wieder jemand inspirierst, mich zu bestehlen. Es wird teuer für dich, wenn du mich angreifst!“

Schlussworte Bayless Conley

Ich bete, dass die Welt nicht zu falscher Übernatürlichkeit rennen muss, um den inneren Hunger zu stillen, weil sie es nicht in der Kirche finden. Mein Gebet ist, dass die Kirche des Herrn Jesus Christus, dass Ihre Kirche, dass unsere Kirche in der Kraft des Heiligen Geistes aufsteht und dass wir die Dinge geschehen sehen wie in der Apostelgeschichte. Ich bete, dass wir Geistesgaben erstreben und Jesus durch diese Gaben verherrlicht sehen. Warum beten Sie nicht mit mir? Vater, in Jesu Namen stimme ich mit meinem Freund überein, dass Du uns begegnest und dass die übernatürliche Kraft Deines Heiligen Geistes durch unser Leben in unseren Kirchen demonstriert wird. Gebrauche uns als Gefäße, um die verlorene, sterbende Menschheit zu erreichen. In Jesu Namen und zur Ehre Jesu Christi. Ich hoffe, Ihr Herz hat mit mir übereingestimmt. Freund, ich weiß, Gott will uns gebrauchen, weil Er Menschen liebt und weil Er sie erreichen will. Bis zum nächsten Mal bete ich, dass Gottes Bestes in Ihrem Leben sei. Gott segne Sie!

Und, Freund, begehen Sie nicht den Fehler, Gott in eine Box zu tun und zu denken: „Er muss auf diese Weise in meinem Leben wirken, und Gott, wenn Du die Antwort nicht auf diese Weise sendest und in dieser Farbe, dann empfange ich sie nicht.“ Gott hat eine Million Wege, Ihnen die Antwort zu bringen. Ich finde, es ist wundervoll, wie unglaublich Gott ist, wie weise Er ist, wie vielfältig Er ist und Er wirkt die Dinge gemäß Seinem Ratschluss. Nicht gemäß dem Ratschluss Ihres Willens oder meines Willens, sondern gemäß dem Ratschluss Seines Willens. Tun wir Gott also in keine Box.

Das heutige Programm ist Teil einer sechsteiligen Botschaft „Der Heilige Geist.“ Während dieses Monats würde Bayless Conley Ihnen gerne für Ihre großzügige Unterstützung danken, indem er Ihnen diese Lehrreihe auf CD oder DVD schickt. Zu viele Christen missverstehen heutzutage das Werk des Heiligen Geistes in der Welt und in ihrem Leben. In jeder Botschaft erklärt Bayless Conley, wer der Heilige Geist ist, wie Er die Kraft hat, das Unmögliche zu tun und wie die Erkenntnis der Gaben Ihr Gebetsleben und Ihren Dienst revolutionieren können. Diese inspirierende CD oder DVD Reihe gehört Ihnen als unser besonderes Dankeschön, dass Sie das heutige Programm ansahen. Wenn Sie anrufen oder schreiben, bestellen Sie Ihre Kopie von „Der Heilige Geist“. Und vielen Dank im Voraus für Ihre Gabe, die uns hilft, die Portokosten und Verpackung zu bezahlen.

Jule 6. Januar 2007 Keine Kommentare Trackback URI Comments RSS

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