Aber Gott

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Und dann kommt Gott

20.01.2013

Pastor Bayless Conley

 

In der Bibel gibt es zwei Wörter, die alles verändern können. Sie können Katastrophen und Niederlagen in Siege und Hoffnungslosigkeit in Segen und gute Frucht verwandeln. Heute schauen wir uns diese zwei Wörter an. Sie heißen: „Gott aber“. Schlagen wir die Bibel auf.

Wir beginnen mit Apostelgeschichte 7, Vers 8. Dort lesen wir: Apostelgeschichte 8-10

„Und er gab ihm den Bund der Beschneidung; und so zeugte er den Isaak und beschnitt ihn am achten Tag, und Isaak den Jakob und Jakob die zwölf Patriarchen. Und die Patriarchen, neidisch auf Josef, verkauften ihn nach Ägypten. Gott aber war mit ihm und rettete ihn aus allen seinen Bedrängnissen und gab ihm Gunst und Weisheit vor Pharao, dem König von Ägypten; und er setzte ihn als Regenten über Ägypten und sein ganzes Haus ein.“

 

Josef wurde von seinen Brüdern gehasst. Sie beneideten ihn, weil Gott ihn besonders gesegnet hatte. Sie warfen ihn in eine Grube, verkauften ihn an ein paar vorbeiziehende Händler und die nahmen ihn mit in ein fremdes Land. Ohne Zweifel hatte er Angst. Zuerst dachte er sicher: „Das muss ein Scherz sein. Bestimmt lassen sie mich gleich wieder frei.“ Und als sie das Seil herunterließen und ihn hochzogen, dachte er: „Na also!“ Aber nein, er wurde an diese Händler verkauft. Er wurde gefesselt. Sie schrieen ihn in einer fremden Sprache an. Vielleicht wurde er geschlagen. Dabei ist er erst ein Teenager! Er muss völlig verängstigt gewesen sein. Man brachte ihn nach Ägypten und wieder hörte  er nur laute Stimmen. Ihm wurde klar, dass er auf einer Sklavenauktion war. Sie stellten ihn auf ein Podest, Gebote wurden abgegeben und jemand kaufte ihn. Er muss Angst gehabt haben! Er wurde Eigentum eines Mannes namens Potiphar. Potiphars Ehefrau verliebte sich in Josef und sie wollte mit ihm schlafen. Sicher kennen Sie die Geschichte. Er wollte nicht, also log sie und sagte: „Der hebräische Junge wollte mich vergewaltigen.“ Potiphar war wütend. Er warf Josef ins Gefängnis und Josef blieb einige Jahre dort. Er deutete die Träume vom Mundschenk und vom Bäcker. Aber als der Mundschenk freikam, vergaß er Josef und dass er versprochen hat, sich an ihn zu erinnern. Josef wurde von seiner eigenen Familie verraten. Er hatte sein Leben nicht mehr in der Hand. Er hatte   nichts vor sich als einen sehr schweren Weg. Das einzig Gute sind zwei wunderbare Wörter. Sie stehen in Vers 9. Josef wird nach Ägypten verkauft und dann lesen wir diese zwei Wörter: „Gott aber. Gott aber war mit ihm.“ Alles war gegen ihn, außer Gott. Seine Träume wären niemals wahr geworden ohne Gott. Gott aber rettete ihn aus seinen Nöten und segnete ihn und schenkte ihm Weisheit. Er brachte Josef von ganz unten nach ganz oben. Am Ende der Geschichte, in 1. Mose 50, wird den Brüdern schließlich klar, dass Josef der Statthalter von ganz Ägypten ist. Sie dachten die ganze Zeit, dass er tot wäre, dass sein Blut an ihren Händen klebte. Ihr Gewissen plagte sie jeden Tag. – Im Land herrschte eine Hungersnot und Gott benutzte Josef, um dafür zu sorgen, dass die Ägypter ihr Getreide in riesigen Speichern sammelten. Und so konnte dann in den sieben Jahren Hungersnot praktisch die ganze Welt ernährt werden. Josefs Brüder kamen nach Ägypten, um Getreide zu kaufen. Er gab sich ihnen zu erkennen und sie erschraken. Sie dachten, er würde sie umbringen. Aber Josef sagt in

1. Mose 50:19: „Habt keine Angst. Ihr hattet Böses im Sinn, Gott aber – Gott aber hat es zum Guten gewendet, um ein großes Volk am Leben zu erhalten.“ – Wenn der Teufel Böses im Sinn hat, kann Gott das zum Guten wenden. Vielleicht wurden Sie von Menschen verraten, denen Sie vertraut haben. Oder Sie sind in einer Situation, die Sie nicht in der Hand haben. Vielleicht steht Ihre ganze Welt auf dem Kopf und alles sähe hoffnungslos aus – wenn nicht diese zwei Wörter wären. Sehen Sie, wenn  Sie nicht mit Gott rechnen, sieht die Sache hoffnungslos aus. Aber wenn Sie ihn bewusst mit einbeziehen, ist alles möglich. „Gott aber war mit ihm.“ Ich habe schon oft den Satz gehört: „Herr Pastor, Sie haben keine Ahnung, was Gott im letzten halben Jahr – oder Jahr – in meinem Leben bewirkt hat.“ Diese Menschen waren am Ende. Sie wurden von ihrem Ehepartner betrogen, hatten Schulden, Ängste oder andere Lasten. Und Gott hat so große Dinge in ihrem Leben vollbracht, dass Sie heute nicht glauben würden, dass diese Menschen noch vor einem Jahr in einer so schlimmen Lage waren. Lassen Sie wie Josef nicht zu, dass Sie durch die Umstände bitter werden. Schauen Sie stattdessen auf Gott, auch wenn es im Moment so scheint, als würde Gott nicht viel tun. Wissen Sie,  für Josef muss das auch so gewesen sein. Ich bin sicher, dass er gebetet hat, als er in der Grube saß, aber Gott gab keine Antwort. Bestimmt hat er gebetet, als er gefesselt nach Ägypten gebracht wurde. Sicher hat er gebetet, als er auf dem Podest stand und als Sklave verkauft wurde. Er hat in Potiphars Haus gebetet. Und er hat auch im Gefängnis gebetet. Aber es gibt keinen Hinweis darauf, dass Gott irgendeins dieser Gebete beantwortet, bis Pharao schließlich seine Träume hat und der Mundschenk sich an den in Vergessenheit geratenen Josef erinnert. Er sagt: „Majestät, im Gefängnis gibt’s einen,

 

der deutet Träume.“ Man könnte jetzt fragen: „Gott, wo warst du?“ Aber schauen wir zurück. Wenn seine Brüder ihn nicht an diese Händler verkauft hätten, wäre Josef nie nach Ägypten gekommen.   Und dann wäre er nicht an Potiphar verkauft worden. Und wenn er nicht an Potiphar verkauft worden wäre, hätte Potiphars Frau kein Auge auf ihn geworfen und Josef wäre nie im Gefängnis gelandet.  Und wenn er nicht im Gefängnis gelandet wäre, hätte er niemals den Mundschenk getroffen, durch  den er dann zum Pharao kam. Am Ende wird er durch das Wirken Gottes Statthalter von Ägypten. Wenn das alles nicht passiert wäre, wären Josef und seine ganze Familie verhungert und der Rest der Welt zum großen Teil auch. Wenn wir zurückschauen, sagen wir: „Gott, das ist wunderbar. Aber das  ist nicht unbedingt der Weg, den ich gewählt hätte.“ Vielleicht kommt es manchen so vor, als würde Gott nichts tun. Aber, Freunde, Er tut etwas. Warten Sie ab. Geben Sie nicht auf. Er ist treu. Bleiben Sie dran und am Ende Ihrer Geschichte können Sie sagen: „Es sah schlimm aus, Gott aber…“ Lesen wir weiter in 1. Mose 31. Schlagen Sie es doch mit mir auf. 1. Mose 31. Wir wollen uns Jakob anschauen, den Enkel von Abraham. Ich lese ab Vers 4.

 

1. Mose 31:4-13

„Da sandte Jakob hin und rief Rahel und Lea aufs Feld zu seinen Tieren. Und er sagte zu ihnen: Ich sehe das Gesicht eures Vaters, dass es zu mir nicht wie früher ist; aber der Gott meines Vaters ist mit mir gewesen. Ihr selbst wisst ja, dass ich mit all meiner Kraft eurem Vater gedient habe. Und euer Vater hat mich betrogen und hat meinen Lohn zehnmal verändert; aber Gott hat ihm nicht gestattet, mir Böses zu tun.“ Aber Gott hat ihm nicht gestattet, mir Böses zu tun. „Wenn er so sagte: Die Gesprenkelten sollen dein Lohn sein, dann gebaren alle Tiere Gesprenkelte; und wenn er so sagte: Die Gestreiften sollen dein Lohn sein, dann gebaren alle Tiere Gestreifte. Und Gott hat eurem Vater das Vieh entzogen und mir gegeben. Und es geschah zur Brunstzeit der Tiere, da erhob ich meine Augen und sah im Traum; und siehe, die Böcke, die die Tiere besprangen, waren gestreift, gesprenkelt und scheckig. Und der Engel Gottes sprach im Traum zu mir: Jakob! Und ich sagte: Hier bin ich! Und er sprach: Erheb doch deine Augen und sieh: Alle Böcke, die die Tiere bespringen, sind gestreift, gesprenkelt und scheckig; denn ich habe alles gesehen, was Laban dir antut. Ich bin der  Gott von Bethel, wo du einen Gedenkstein gesalbt, wo du mir ein Gelübde abgelegt hast. Mache dich jetzt auf, zieh aus diesem Land und kehre zurück in das Land deiner Verwandtschaft!“

 

Also, Jakob wurde belogen und betrogen und ungerecht behandelt. Aber wir lesen diese Worte: „Gott aber…” Vielleicht sind Sie in einer ähnlichen Lage und werden an Ihrer Arbeitsstelle ungerecht behandelt. Oder Sie wurden irgendwo betrogen oder irregeführt. Vielleicht haben Sie viel Geld oder   Ihr Zuhause verloren und alles sieht schlecht aus. Doch es gibt die beiden Wörter: „Gott aber…“ Jakob sagte: „Gott aber hat ihm nicht gestattet, mir Böses zu tun.“ Gott schenkte Jakob Wohlstand, obwohl Laban ihn betrügen wollte. Es ist wichtig, dass wir hier zwei sehr wichtige Dinge verstehen. Erstens: Gott hat Jakobs Lage nicht über Nacht verändert. Es war ein Prozess, der mehrere Jahre dauerte. Oft erfahren wir den Segen, die Rettung, den Sieg Gottes in unserem Leben durch einen Prozess und nicht durch ein einzelnes Ereignis. Natürlich freuen wir uns über solche Ereignisse und reden darüber.

Aber meistens handelt Gott doch durch einen längeren Prozess. Es ist herrlich, wenn Gott plötzlich handelt. Ich habe es schon mehrmals erlebt, und auch in unserer Gemeinde ist es schon passiert. Das ist wunderbar! Aber meistens handelt Gott durch einen Prozess und nicht urplötzlich. Wenn wir dann das Ziel erreichen und am Ende des Weges angekommen sind, dann ist in uns etwas passiert. Wir  sind gereift, wir sind gewachsen, wir haben Dinge abgeworfen, die unserem geistlichen Leben schaden. Der Schatz, der bei diesem Prozess in uns entsteht, ist doch viel wertvoller als alles, was wir an äußerlichem Handeln von Gott erwarten. Ich möchte Sie ermutigen: Auch wenn Jakob sagt: „Gott hat ihm nicht gestattet, mir Böses zu tun“, sah es doch so aus, als geschehe ihm Böses, als er in der Situation steckte. Sein eigener Schwiegervater sagte zu ihm: „Hör mal, die Abmachung von letzter Woche – die gilt nicht mehr. Ab jetzt sind nicht mehr die gefleckten Ziegen dein Lohn. Jetzt bekommst du die mit den Streifen.“ Weil die gesamte Herde gefleckte Junge warf. Und Jakob dachte vielleicht:

„Jetzt geht das schon wieder los!“ Und dann am nächsten Tag sagte Laban: „Ja, weißt du, die Abmachung von gestern – die gilt nicht mehr.“ Und dann eine Woche später: „Nein, das gilt jetzt nicht mehr.“ Und eine Woche später: „Nein, das gilt jetzt auch nicht mehr.“ Es muss hart gewesen sein, das durchzumachen. Aber danach schaute Jakob zurück und sagte: „Gott hat ihm nicht gestattet, mir Böses zu tun.“ Es war bestimmt emotional sehr anstrengend für ihn. Sicher war es schwer. Aber er  ließ den Prozess zu. Zweitens, und das ist ganz wichtig: Jakobs „Gott aber“ hing mit etwas sehr Wichtigem zusammen. Als Gott ihm in dem Traum sagt: „Ich habe gesehen, was Laban dir antut“ und das Blatt für Jakob wendete, da knüpfte Gott Sein Handeln an etwas ganz Bestimmtes. Und als Jakob seinen Frauen von dem Traum und Gottes Handeln in seinem Leben erzählte, sah er diesen Zusammenhang ebenfalls. Es ging um das, was geschah, als Jakob einen Stein aufstellte und ihn  Gott weihte und vor Gott ein Gelübde ablegte. Gott knüpfte Seinen Sieg, Seine Hilfe, Sein Handeln in Jakobs Leben an dieses Gelübde. Was war das für ein Gelübde? Schlagen Sie mit mir Kapitel 28 auf.

 

Jakob ist gerade vor seinem Bruder Esau geflohen und hat Angst um sein Leben. In Kapitel 28, Vers 18 steht:

 

1. Mose 28:18-22

„Und Jakob stand früh am Morgen auf und nahm den Stein, den er an sein Kopfende gelegt hatte, und stellte ihn auf als Gedenkstein und goss Öl auf seine Spitze. Und er gab dieser Stätte den Namen Bethel. Im Anfang jedoch war Lus der Name der Stadt. Und Jakob legte ein Gelübde ab und sagte: Wenn Gott mit mir ist und mich behütet auf diesem Weg, den ich gehe, und mir Brot zu essen und Kleidung anzuziehen gibt und ich in Frieden zurückkehre zum Haus meines Vaters, dann soll der Herr mein Gott sein. Und dieser Stein, den ich als Gedenkstein aufgestellt habe, soll ein Haus Gottes werden; und alles, was du mir geben wirst, werde ich dir treu verzehnten.“

 

„Dann soll der Herr mein Gott sein. Und alles, was du mir geben wirst, werde ich dir treu verzehnten.“ Verzehnten heißt, den zehnten Teil von etwas abgeben, den Zehnten geben. Jakob gelobte, das zu tun. Und als Gott mit Jakob über Seine Hilfe sprach und ihn als einen gesegneten Mann nach Hause schickte, sagte Er: „Ich bin der Gott, vor dem du ein Gelübde abgelegt hast.“

 

Ich gebe mittlerweile seit 36 Jahren den Zehnten. Ich gebe mindestens ein Zehntel von allem, was Gott mir gibt, an Ihn zurück. Und meine Frau tut das Gleiche. Das haben wir nie versäumt. Und ich kann Ihnen sagen: Gott ist in den 36 Jahren immer treu gewesen. Gott ist treu gewesen, in guten und in schlechten Zeiten. Und wir tun das nicht, weil Gott es befohlen hat und sonst wütend wäre und uns durch die Mangel drehen würde, wenn wir nicht gehorchen. Darum geht es nicht. Wir machen es, weil unser Herz es uns sagt. Gott steht in unserem Leben an erster Stelle, deshalb geben wir ihm unser Bestes. „Wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein.“ Es ist auch ein Ausdruck unseres Vertrauens darauf, dass Gott uns versorgt. Am Ende des Monats sehe ich nach, wie viel wir noch übrig haben. Und davon gebe ich immer zuerst Gott etwas, um Ihm zu zeigen: „Gott, wir vertrauen Dir.“

 

Es gibt Menschen, die das Ganze sehr gesetzlich sehen. Aber es sollte doch ein Ausdruck unserer Liebe zu Gott und unseres Glaubens sein. In der Bibel steht in Sprüche 3:9, dass wir den Herrn ehren sollen, indem wir Ihm den ersten Teil unseres ganzen Einkommens geben und Er wird uns dafür versorgen. Und, liebe Freunde, Jakob gelobte das nicht, als alles anfing besser zu werden. Er tat es, als er nichts hatte. Er stand da und sagte: „Gott, gib mir doch bitte etwas zu essen und Kleidung und wenn möglich, bring mich doch bitte wieder hierher zurück. Ich werde dir den zehnten Teil von allem geben.“ Und er ehrte Gott auf diese Weise. Er zeigte, dass Gott in seinem Leben an erster Stelle stand. Schlagen Sie bitte Kapitel 32 auf. Schauen wir einmal, was Jakob da sagte. Er ging zurück in das Land seiner Väter und in Vers 10 steht:

 

1. Mose 32:10-11

„Und Jakob sprach: Gott meines Vaters Abraham und Gott meines Vaters Isaak, Herr, der du zu mir geredet hast: ‚Kehre zurück in dein Land und zu deiner Verwandtschaft, und ich will dir Gutes tun!‘ Ich bin zu gering für alle Gnadenerweise und all die Treue, die du deinem Knecht erwiesen hast; denn mit meinem Stab bin ich über diesen Jordan gegangen, und nun bin ich zu zwei Lagern geworden.“

 

Als er sein Gelübde vor Gott ablegte, hatte er nur einen Stab in der Hand. Und was hat Gott alles in seinem Leben getan! Jakob, der nur einen Stab hatte, setzte Gott an erste Stelle und Gott segnete ihn. Gott drehte sogar den Spieß herum, als ihn sein Schwiegervater Laban betrügen wollte.

 

Liebe Freunde, ich sage Ihnen, Gott kann das Blatt wenden. Er kann alles für Sie verändern. Seien Sie treu und ehren Sie Gott, indem Sie Ihm das Erste und das Beste geben, auch wenn Sie durch schwere Zeiten gehen, auch wenn Sie betrogen oder ungerecht behandelt werden. Und ich glaube, dass Sie am Ende sagen können: „Es sah schlecht für mich aus, aber Gott …“ Aber Gott. Schlagen Sie bitte nun mit mir den Philipperbrief im zweiten Kapitel auf, im Neuen Testament. Philipper, Kapitel 2. Paulus schreibt hier an die Kirche in Mazedonien. Wir beginnen mit Vers 25.

 

Philipper 2:25-27

„Ich habe es aber für nötig gehalten, Epaphroditus, meinen Bruder und Mitarbeiter und Mitstreiter, euren Abgesandten und Diener meines Bedarfs, zu euch zu senden; da er ja sehnlich nach euch allen verlangte und er in Unruhe war, weil ihr gehört hattet, dass er krank war. Denn er war auch krank,  dem Tod nahe; Gott aber… Gott aber hat sich über ihn erbarmt, nicht aber nur über ihn, sondern auch über mich, damit ich nicht Traurigkeit auf Traurigkeit hätte.“

 

Krank, dem Tode nahe, Gott aber. Vielleicht sind Sie auch gerade krank. Vielleicht ist einer Ihrer  Lieben krank. Vielleicht ist es nach menschlichem Ermessen zu spät und Sie mussten bereits die Worte hören, die kein Arzt aussprechen will, aber doch manchmal muss: „Wir können nichts mehr für Sie tun.“ Aber wissen Sie was? Es gibt ein paar Worte, die der Arzt nicht gesagt hat, die aber klar und deutlich in der Bibel zu lesen sind: Gott aber. Es mag hoffnungslos sein, Gott aber. Gott aber ist immer noch barmherzig und gnädig. Paulus schreibt, Epaphroditus war sterbenskrank, Gott aber erbarmte sich über ihn. Jesus ist unser treuer und gnädiger Priester, der gestern, heute und in Ewigkeit   derselbe ist. Er heilte die Menschen, auch diejenigen, die von Dämonen besessen waren, denn Gott war mit ihm. Freunde, Er ist der Herr. Er verändert sich nicht. Berechnen Sie Gott in Ihre Lebenssituation mit ein.

 

Mir fällt da eine Frau namens Lily ein. Sie und ihr Mann Carl waren Mitglieder unserer Kirche, sind  aber vor ein paar Jahren in einen anderen Bundesstaat gezogen. Lily war sehbehindert. Auf einem Auge war sie fast ganz blind. Auf dem anderen war es nicht viel besser. Sie hatte noch etwa fünf Prozent Sehkraft. Sie erzählte mir, dass sie schon 14 Operationen hinter sich hatte und dass ihr die Ärzte gesagt hatten: „Lily, irgendwann verlieren Sie das Augenlicht.“ Nun gab es bei uns oft nach dem Gottesdienst die Möglichkeit, Gottes Gegenwart zu suchen und für sich beten zu lassen. Lily erzählte mir die Geschichte später. Sie ging mehrere Wochen hintereinander zum Gebet und bat Gott um eine Antwort. Als sie wieder einmal für sich beten lassen wollte, sagte der Heilige Geist zu ihr: „Lily, du bist geheilt. Du musst nicht nach vorn gehen.“ Sie sagte Okay und setzte sich wieder hin. Nichts hatte sich verändert. Am nächsten Morgen saßen sie und Carl auf der Veranda beim Kaffeetrinken – das war ihre Morgentradition – und sie schaute in die verschwommene Dunkelheit. Und plötzlich kam es ihr vor, als würde ihr jemand ein Fernglas oder ein Teleskop vor die Augen halten. Plötzlich konnte sie die Dachziegel vom Haus gegenüber sehen. Sie schaute hoch. In ihrem Garten stand eine Kiefer. Und   Lily erzählte: „Herr Pastor, ich konnte jede Nadel an dieser Kiefer sehen. Ich drehte mich um und sah Carl in die Augen und sagte: Carl, du hast wunderschöne Augen!“ Und dann lobten sie Gott, gleich da draußen auf ihrer Veranda. Sie ging wieder zum Arzt. Ihre Sehkraft war vollständig wiederhergestellt und der Arzt sagte zu ihr: „Lily, das ist ein absolutes Wunder. Sie müssen das Ihrem Pastor erzählen.“ Also kam sie zu mir und erzählte mir die Geschichte. Es stand fest, dass sie vollständig erblinden würde – Gott aber.

 

Lesen Sie bitte mit mir 1. Korinther 1. Schlagen Sie das mit mir auf, wenn Sie möchten. 1. Korinther, Kapitel 1, Vers 26. 1.Korinther 1, Vers 26.

 

1. Korinther 1:26-29

„Denn seht, eure Berufung, Brüder, dass es nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Edle sind, sondern… “ Können wir das sagen? Sondern… „… sondern das Törichte der Welt hat Gott auserwählt, damit er die Weisen zuschanden mache; und das Schwache der Welt hat Gott auserwählt, damit er das Starke zuschanden mache. Und das Unedle der Welt und das Verachtete hat Gott auserwählt, das, was nicht ist, damit er das, was ist, zuschanden mache, dass sich vor Gott kein Fleisch rühme.“

 

Vielleicht sind Sie der Kleinste und der Letzte und keiner erwartet, dass Sie es im Leben zu etwas bringen. Vielleicht hatten Sie nicht die gleichen Bildungsmöglichkeiten wie andere. Vielleicht hatten   Sie nicht das Geld. Vielleicht hatten Sie nicht die Beziehungen, die Ihnen Türen geöffnet hätten. Ihre Zukunft sieht vielleicht nicht rosig aus. Aber Gott. Gott freut sich, wenn Er den Törichten, den Schwachen, den Verachteten und den Ausgestoßenen helfen und durch ihr Leben große Dinge tun kann. So bekommt Gott die Ehre. Ich stelle mir vor, wie Gott mich vom Himmel aus gesehen hat:   einen jungen Mann mit Drogenproblemen, einem Alkoholproblem und viel Lärm im Kopf. Und Er   sagte: „Ha! Gabriel, schau dir das an. Sehr gut! Damit kann ich etwas anfangen. Wenn da irgendetwas passiert, weiß jeder, dass er das nicht selbst geschafft hat.“ Ich möchte Ihnen zum Schluss noch einen Gedanken mitgeben. Schlagen Sie bitte mit mir den Epheserbrief auf. Epheserbrief, Kapitel 2.   Epheser 2, Vers 1.

 

Epheser 2:1-5

„Auch euch hat er auferweckt, die ihr tot wart in euren Vergehungen und Sünden, in denen ihr einst wandeltet gemäß dem Zeitlauf dieser Welt, gemäß dem Fürsten der Macht der Luft, des Geistes, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt. Unter diesen hatten auch wir einst alle unseren Verkehr  in den Begierden unseres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten und von Natur Kinder des Zorns waren wie auch die anderen.“ Welche zwei Wörter kommen jetzt? „Gott aber, der reich ist an Barmherzigkeit, hat um seiner vielen Liebe willen, womit er uns geliebt hat, auch uns, die wir in den Vergehungen tot waren, mit dem Christus lebendig gemacht – durch Gnade seid ihr

 

gerettet!“

 

Tot in Fehltritten und Schuld, ohne Hoffnung, ohne Gott. Gott aber ist reich an Barmherzigkeit. So wären wir alle, wenn Gott nicht barmherzig und gnädig wäre. Aber Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass Er Seinen eigenen Sohn gesandt hat, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat. Was für ein Retter! Was für ein Herr! Was für ein Gott, der in unser Leben eingreifen will. Und ich bin so froh, dass es dabei nicht um Rituale und Zeremonien, um Regeln und Gebote geht. Es geht um eine Beziehung. – Wenn Sie Jesus noch nicht kennen und keine Beziehung zu Gott haben, dann sage ich Ihnen: Das kann sich ändern. Jesus ist für Sie gestorben. Unsere  Schuld trennt uns von Gott. Wir alle waren an dem Punkt, dass keine Beziehung zu Gott möglich war. Von uns aus gab es keinen Weg, um diese Kluft zu überbrücken, weder durch gute Taten noch durch Opfer. Und Gott, der gerecht ist, musste diese Schuld richten. Er musste sich darum kümmern, sonst wäre keine Beziehung möglich. Er konnte die Schuld nicht ignorieren. Aber weil Er auch Liebe ist, wollte Er auch uns nicht ignorieren. Und Seine Liebe tat etwas sehr Leidenschaftliches. Er schickte Seinen Sohn ans Kreuz, um dort zu sterben. Gott legte die Strafe, die für uns bestimmt war, auf  Seinen eigenen Sohn. Jesus ging freiwillig ans Kreuz. So wurde Gottes Gerechtigkeit Genüge getan. Jesus starb, aber am dritten Tag wurde Er von den Toten auferweckt. Wenn Sie das glauben und Jesus zum Herrn Ihres Lebens machen, dann bedeutet das, dass Er in Zukunft Ihr Chef ist. Sie überlassen Ihm damit das Lenkrad Ihres Lebens. Und dann beginnt Ihre Beziehung zu Gott. Und das heißt, Sie sind gerettet.

 

Bitte schließen Sie einen Moment die Augen. Wir wollen gemeinsam beten. Und ich spreche jetzt alle an, die Jesus noch nicht zum Herrn ihres Lebens gemacht haben. Sie wären heute nicht hier, wenn  Sie keine Sehnsucht nach irgendetwas hätten. Jeder Mensch hat eine Sehnsucht nach etwas Tieferem, einen geistlichen Hunger, der gestillt werden will. In unserem Herzen und Leben gibt es eine Leere, die nur durch eine Beziehung zu Gott ausgefüllt werden kann, eine Beziehung durch Jesus Christus. Wir werden jetzt beten. Vielleicht interessieren Sie sich ganz und gar nicht für Rituale und religiöse Zeremonien. Aber wenn Sie Gott kennenlernen wollen, dann beten Sie mit mir. Beten Sie:

 

„Gott, ich komme mit demütigem Herzen zu Dir und ich will Dir danken. Danke, dass Du mich so sehr liebst, dass Du Deinen eigenen Sohn für mich in den Tod geschickt hast. Ich glaube von ganzem Herzen, dass Jesus an meiner Stelle gestorben ist und dass Er auferstanden ist. Jesus, danke, dass Du ans Kreuz gegangen bist. Ich bitte Dich: Sei Du mein Herr und Retter. Ich gebe Dir mein Leben und ab jetzt werde ich dahin gehen, wohin Du mich führst.“

 

Liebe Freunde, wenn Sie durch eine unserer Sendungen Jesus als Ihren Freund und Herrn gefunden haben oder wenn Gott durch das Wort, das Sie gehört haben, in Ihrem Leben etwas verändert hat, würde ich gern davon erfahren. Schreiben Sie mir doch eine E-Mail oder einen Brief und erzählen Sie mir Ihre Geschichte. Ich freue mich darauf. Gott segne Sie.

Jule 19. Januar 2013 Keine Kommentare Trackback URI Comments RSS

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