Ausdrucksformen der Liebe Gottes

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Ausdrucksformen der Liebe Gottes / 04.01.2009
Bayless Conley

Hallo, Freund, willkommen zur heutigen Sendung. Eins der großartigsten Dinge, die ich über Gott herausfand, ist, dass Er sich in und durch uns auf sehr vielfältige und unterschiedliche Art und Weise zeigt. Es ist einfach fantastisch. Ich denke, wir haben manchmal die Vorstellung, dass jeder, der Gott dient, wie ein Ei dem anderen gleicht. Aber das stimmt nicht. Wir werden heute darüber sprechen – über die Ausdrucksformen der Liebe Gottes durch uns.

Römer 5:6-8 und Vers 10
„Denn Christus ist, als wir noch kraftlos waren, zur bestimmten Zeit für Gottlose gestorben. Denn kaum wird jemand für einen Gerechten sterben; denn für den Gütigen möchte vielleicht jemand auch zu sterben wagen. Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus, als wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist.

Vers 10
Denn wenn wir, als wir Feinde waren, mit Gott versöhnt wurden durch den Tod seines Sohnes, so werden wir viel mehr, da wir versöhnt sind, durch sein Leben gerettet werden.“

Hier heißt es, dass sich die Liebe Gottes darin zeigte, dass Christus für Gottlose und Sünder starb.

Christus starb für die Feinde Gottes… nicht für Freunde, für Feinde! Das ist etwas mehr als menschliche Liebe. Folgendes ist interessant. Schauen Sie sich den Vers 5 desselben Kapitels an.

Römer 5:5
„Die Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden, denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist.“

Diese Liebe, die bereit war, für Gottlose, für Sünder und für Feinde zu sterben, wurde ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist. Eine göttliche Liebe, eine Liebe, die menschliche Liebe übersteigt. Deswegen befiehlt uns Jesus in Matthäus 5:44, unsere Feinde zu lieben und jene zu segnen, die uns fluchen, denen Gutes zu tun, die uns hassen und für jene zu beten, die uns beleidigen und verfolgen. Freund, so zeigt sich die Liebe Gottes in unseren Herzen. Das zeigte sich durch Jesu Tod. Er wurde verraten; Er wurde geschlagen; Er war entstellt; Er wurde gefoltert. Und als Er dort am Kreuz hing, sagte Er im Hinblick auf jene, die Ihn schlugen und verspotteten: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ Freund, das ist die Liebe Gottes.

Aber in Apostelgeschichte 7 wird der Jünger Stephanus wegen seines Glaubens zum Märtyrer. Die Menschen, die ihn umbringen, wollen die Wahrheit nicht hören. Sie hielten sich die Ohren zu, um nichts hören zu müssen! Sie nahmen sich Steine und töteten Stephanus und Stephanus betete und sagte: „Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an.“ Das ähnelt dem Gebet Jesu am Kreuz sehr. Die Liebe Gottes zeigte sich durch einen Jünger.

Ich möchte Ihnen etwas über die sechs Ausdrucksformen der Liebe Gottes erzählen, diese Frucht der Liebe, die in uns und durch unser Leben wirkt. Sechs Formen bzw. sechs Eigenschaften dieser Liebe.

Erstens zeigt sie sich dadurch, dass wir denen vergeben, die uns ungerecht behandelt haben. Die Liebe Gottes in uns zeigt sich darin, dass wir jenen vergeben, die uns gegenüber gesündigt, uns ungerecht behandelt oder uns verletzt haben. Schauen Sie sich bitte mit mir Epheser, Kapitel 4, an.

Epheser 4:32 und 5:1-2
„Seid aber zueinander gütig, mitleidig, und vergebt einander, so wie auch Gott in Christus euch vergeben hat! Seid nun Nachahmer Gottes als geliebte Kinder! Und wandelt in Liebe, wie auch der Christus uns geliebt und sich selbst für uns hingegeben hat als Opfergabe und Schlachtopfer, Gott zu einem duftenden Wohlgeruch!“

Gut, wir sollen Gott als geliebte Kinder nachahmen. Wir haben Seine DNA in uns. Der Heilige Geist hat Seine Liebe in uns hineingegossen. Kinder ahmen ihre Eltern tatsächlich nach. Ich sehe manche meiner Eigenarten / Angewohnheiten bei meinen Kindern und weiß nicht genau, was ich davon halten soll. Meine Frau sagt ihnen immer: „Genau wie dein Papa!“

Ich weiß noch, als Harrisson als kleiner Junge im Kindersitz saß. Wir fuhren und ich hatte die Scheibe geöffnet und aus dem Fenster gespuckt. Ich schloss die Scheibe wieder. Er sah mich an, saß in seinem kleinen Kindersitz und spuckte – allerdings war seine Scheibe nicht geöffnet. Dann schaute er mich an: „Ist das nicht toll? Ich bin genau wie du, Papa!“

Nun, hier geht es darum, Gott als geliebte Kinder nachzuahmen und so zu vergeben, wie uns Gott in Christus vergab. Sie werden merken, wenn Sie weiter schmollen, denken Sie, dass Sie die Person, der Sie nicht vergeben haben, gefangen halten. Der einzige Gefangene aber sind Sie selbst. Wenn wir vergeben, lassen wir einen Gefangenen frei. Und der Gefangene sind wir selbst! Das ist so wahr.

Gut, Nummer zwei: Die Liebe Gottes in uns, die Frucht dieser Liebe, äußert sich durch Gehorsam gegenüber Gottes Wort. Schauen Sie bitte mit mir in das Johannesevangelium, Kapitel 14. Sie kommt durch Gehorsam gegenüber Gottes Wort zum Ausdruck. Johannes 14. Wir wollen uns Vers 23 ansehen. Johannes 14:23

Johannes 14:23-24
„Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort halten, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. Wer mich nicht liebt, hält meine Worte nicht; und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein, sondern des Vaters, der mich gesandt hat.“

Johannes 15:9-10
„Wie der Vater mich geliebt hat, habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe! Wenn ihr meine Gebote haltet, so werdet ihr in meiner Liebe bleiben, wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe.“

Liebe zu Gott, diese Liebe Gottes, kommt in unserem Leben zum Ausdruck, indem wir Gottes Wort gehorchen. Damit meine ich nicht eine strenge Gesetzlichkeit, die einige pflegen. Es gibt manche Menschen… Ich weiß, dass sie gläubig sind, aber ich fühle mich in ihrer Gegenwart unwohl… wegen dieser Ausstrahlung: „Halte dich an das Gesetz.“ Sie halten sich daran und wollen sicherstellen, dass niemand die Regeln missachtet.

Es geschieht aus Liebe. Es geht nicht darum: „Wenn ich das nicht tue, kriege ich Ärger mit Gott!“ Oder Er wird mir Seinen Segen vorenthalten. Er wird mich strafen. Nein, es geschieht aus Liebe. Ich möchte es tun. Schauen Sie sich doch bitte 1.Johannes, Kapitel 5, an. Kennt jemand von Ihnen solche gesetzlichen Menschen? Wenn sie neben Ihnen sitzen, verhalten Sie sich ruhig. Die Schrift sagt: Das Gesetz tötet. Der Geist gibt uns Leben. Da gibt es einen Unterschied. Schauen Sie sich 1.Johannes 5:3 an. Da wird es klar gesagt.

1.Johannes 5:3
„Denn dies ist die Liebe Gottes: dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer.“

In der Amplified Bibel steht: „Sie sind nicht ermüdend, belastend, bedrückend oder schwer.“ Sie sind keine Last! Es ist nicht bedrückend, Gott zu gehorchen. Ich will es tun! Wirklich errettete Menschen wollen das wirklich. Wenn Sie nicht den Wunsch haben, Gott zu gehorchen, gehen Sie vielleicht zur Kirche, sind aber noch nicht Jesus begegnet.

Gut, Nummer drei… die dritte Ausdrucksform Seiner Liebe: Sie zeigt sich im Geben. Wir sind im 1.Johannes. Schauen Sie 1.Johannes 3:16 an.

1.Johannes 3:16-18
„Hieran haben wir die Liebe erkannt, dass er für uns sein Leben hingegeben hat; auch wir sind schuldig, für die Brüder das Leben hinzugeben. Wer aber irdischen Besitz hat und sieht seinen Bruder Mangel leiden und verschließt sein Herz vor ihm, wie bleibt die Liebe Gottes in ihm? Kinder, lasst uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern in Tat und Wahrheit!“

Diese Liebe in uns drängt uns, großzügig zu sein. Ein knauseriger Christ ist eine falsche Bezeichnung.

Es passt einfach nicht zusammen.

Ich erzählte diese Geschichte bereits. Manche werden sich erinnern. Ich war Co-Pastor. Eine Frau war in der Gemeinde, die versuchte, zwei Kinder allein zu erziehen. Sie hatte es recht schwer. Sie erlebte in ihrer Ehe Missbrauch. Sie arbeitete in einer LKW-Raststätte und verdiente den Mindestlohn – damals drei Dollar die Stunde. Dort konnte man ein Frühstück für 99 Cents bekommen. Trinkgeld ist da kaum zu erwarten. Sie arbeitet in dieser Raststätte. Sie lebt in einem heruntergekommenen Haus in einer schlechten Gegend und ich weiß, dass Sie harte Zeiten hinter sich hat. Der Hauptpastor kam eines Morgens zu mir und sagte: „Bayless, Gott hat mir aufs Herz gelegt, für diese Frau ein Opfer einzusammeln.“ Sie war immer da, wenn die Tür der Kirche offen war. Sie sang und arbeitete mit.

Sie sang auf der Bühne, meine ich. Und er sagte: „Aber ich spüre, dass wir es anonym tun sollen.“

Er tat es und sagte der Gemeinde: „Jemand aus unserer Gemeinde hat es gerade sehr schwer. Bitte gebt, gebt großzügig oder sogar aufopferungsvoll, wenn Gott euch so führt.“ Es ergab sich, dass ich neben der Frau saß. Ich weiß, wir sollten unsere Augen geschlossen halten, aber ich schaute doch.

Kurzfristig sah man, dass sie zu kämpfen hatte und dann lächelte sie. Sie öffnete ihre Tasche, nahm ihr Portemonnaie heraus und gab alles, was sie hatte. Das ist die Liebe Gottes.

Ich weiß, als ich gerade errettet wurde, drängte mich etwas in mir zur Großzügigkeit. Ich gab immer alles, was ich hatte… fast alles, was ich hatte. Ich weiß, ich brauchte eine Riesenportion von Gottes Weisheit, weil ich manchmal einfach zu viel gab, oder gab, als ich es nicht hätte tun sollen. Aber das, was ich umsonst von Gott bekommen hatte, wollte ich auf jede erdenkliche Weise weitergeben.

Hoffentlich bin ich etwas weiser geworden, aber diese Einstellung wollen wir bewahren.

Paulus schrieb an die Philipper in Philipper 1:9: „Möge Gottes Liebe in euch noch mehr und mehr überströmen in Erkenntnis und allem Urteilsvermögen.“

Eine Übersetzung sagt: „Möge die Liebe Gottes in euch innerhalb der Grenzen der Erkenntnis und des Urteilsvermögens wachsen.“ Mit anderen Worten hat die grenzenlose Liebe Gottes, die in unsere Herzen ausgegossen wurde, gewisse Grenzen. Und zwar Erkenntnis und Urteilsvermögen.

Nehmen wir zum Beispiel die Grenze der Erkenntnis. Die Bibel sagt: „Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen.“ Sie weigern sich, eine Arbeit anzunehmen, wollen aber von anderen durchgefüttert werden. „Aber ich liebe sie.“ Ich auch, aber gib ihnen nichts zu essen. Diese Grenze sollen wir beachten.

Eine ebensolche Grenze ist unser Urteilsvermögen. Wir müssen die Führung Gottes erkennen, weil wir sehr leicht von Gefühlen motiviert werden. Gott sei Dank für Gefühle. Ich bin ein sehr emotionaler Mensch. Fragen Sie meine Tochter. Sie macht sich darüber lustig. Wir gehen ins Kino und ich weine.

Sie erinnert mich immer wieder daran. Ich sitze in einem Kino voller Kinder und weine als einziger bei „Die Schöne und das Biest“. Was halten Sie davon? Aber wenn wir beim Geben nur von unseren Gefühlen geleitet werden, erleiden wir Schaden. Ich denke, die Message Bibel macht den Geist dieses Verses deutlich. Ich will sie Ihnen nochmals zitieren. Es ist Philipper 1:9 aus der Message Bibel:

„Es ist mein Gebet, dass eure Liebe zunimmt und ihr nicht nur intensiv Liebe übt, sondern auf eine gute und angemessene Art. Setzt euren Verstand ein und prüft eure Gefühle.“

Gut, Nummer vier. Sind wir bei Nummer vier? Ihr müsst mir helfen, ich habe einfach zu viel Spaß dabei. Nummer vier, die Liebe Gottes in uns drängt uns, unser Leben für Ihn zu leben. Sie drängt uns, unser Leben für Gott zu leben. Schauen Sie sich mit mir 2.Korinther, Kapitel 5, an. 2.Korinther 5:14.

2.Korinther 5:14-15
„Denn die Liebe Christi drängt uns, zumal wir überzeugt sind, dass, wenn „einer“ für alle gestorben ist, so sind sie „alle“ gestorben. Und er ist darum für alle gestorben, damit, die da leben, hinfort nicht sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferstanden ist.“

Die Liebe Gottes drängt uns, nicht länger für uns selbst zu leben, sondern für Den, der für uns starb und auferstand.

Das Wort ‚drängen‘ bedeutet hier ‚fest zupacken‘. In der Schrift beschreibt es die Mengen, die Jesus bedrängten. Es wird gebraucht, um in Lukas 9 eine Armee zu beschreiben, die Jerusalem einkesselte.

Dasselbe Wort beschreibt die Szene, als Soldaten Jesus festnahmen und Ihn festhielten. Und, Freund, wenn Gott wirklich Ihr Herz ergreift, wenn Gottes Liebe Sie ergreift, drängt sie Sie, nicht nur an Ihre eigenen Pläne zu denken und nicht nur zur Verwirklichung Ihrer Ziele zu leben, sondern ab sofort ewige Ziele anzusteuern und für das Reich Gottes zu leben, an die Ewigkeit zu denken, zu bedenken, was Gott heute in der Welt tut und wie Ihre Talente, Begabungen und Mittel dazu am besten beitragen können.

Ich selbst bin entschlossen, nicht für mich selbst zu leben. Wo immer Er mich hinführt… den längsten Fluss entlang, über den höchsten Berg, in eine heidnische Stadt… ich werde Ihm folgen. Etwas in mir drängt mich, das zu tun, und zwar seitdem ich „ja“ zu Jesus Christus sagte.

Nummer fünf. Danke! Nummer fünf: Die Liebe Gottes in uns, diese Frucht der Liebe, drängt uns, für andere zu leben, selbst wenn uns dafür nichts gegeben wird. Schauen Sie sich mit mir 2.Korinther, Kapitel 14, an… Entschuldigung, Kapitel 12. 2.Korinther, Kapitel 12. Es gibt kein 14. Kapitel. Das wäre schwierig (zu finden). Wir wollen uns den Vers 14 ansehen. 2.Korinther 12:14. Diese Liebe drängt uns, für andere zu leben, selbst wenn wir dafür nichts bekommen. Paulus sagte Folgendes:

2.Korinther 12:14-15
„Siehe, dieses dritte Mal stehe ich bereit, zu euch zu kommen, und werde euch nicht zur Last fallen, denn ich suche nicht das eure, sondern euch. Denn die Kinder sollen nicht für die Eltern Schätze sammeln, sondern die Eltern für die Kinder. Ich will aber sehr gern alles aufwenden und mich aufopfern für eure Seelen. Wenn ich euch also noch mehr liebe, werde ich dann weniger wiedergeliebt?“

Bedenken Sie diese Worte. So empfindet nicht nur der Apostel Paulus. Das sollte die Einstellung aller Gläubigen sein. Ich bin bereit, alles aufzuwenden und mich für euch aufzuopfern, obwohl ihr meine zunehmende Liebe zu euch nicht erwidert.

Vor Jahren las ich einen Artikel über einen Mann, der im Regenwald Brasiliens unter den Ureinwohnern arbeitete und die Bibel übersetzte. Sie hatten keine Schriftsprache. Er musste ihre gesprochene Sprache erlernen und dann eine Schriftsprache entwickeln und sie ihnen dann beibringen. Er verbrachte Jahre mit der Übersetzung, ich denke, es war das Markusevangelium und die Apostelgeschichte, damit sie einen Teil der Bibel in ihrer Sprache haben. Als er ankam, wurde er verachtet und verschmäht; er war nicht willkommen. Ihre einzige frühere Begegnung mit Weißen war sehr negativ. Sie wurden ausgebeutet und missbraucht und nannten ihn „Den weißen Mann.“ Es war eine abfällige Bezeichnung. Aber er blieb dort. Nachdem er einige Zeit dort war, nannten sie ihn „Den ehrenwerten weißen Mann.“ Irgendwann später nannten Sie ihn: „Den weißen Indianer.“ Und danach nannten sie ihn: „Den Mann, den Gott sandte.“ Das geschah eines Tages, nachdem er jahrelang dort war. Er wusch den blutverschmierten Fuß eines Indianerjungen und einer der Eingeborenen sah ihn und sagte: „Welcher weiße Mann würde das tun?“ Danach nannten sie ihn „Den Mann, den Gott sandte.“

An dieser Geschichte packte mich wirklich, dass er am Anfang seiner Zeit dort von jemandem gefragt wurde: „Warum bleiben Sie überhaupt hier? Sie sind hier nicht erwünscht und niemand von jenen liebt sie. Warum bleiben Sie?“ Seine Antwort packte mich. Er sagte: „Ich bleibe, weil Christus für sie starb und weil ich sie liebe… nicht, weil sie mich lieben, sondern weil ich sie liebe und weil Christus für sie starb.“

Das ist die Liebe Gottes in uns. Wir tun das nicht, um davon zu profitieren, Freund. Wir geben und geben und geben immer wieder. Freund, nichts davon ist Gott entgangen. Für all das gibt es eine Belohnung. Manche in diesem Leben… die meisten im künftigen Leben.

Gut, die sechste und letzte Ausdrucksform oder das sechste Merkmal… was ich sagen möchte, ist, dass Glaube und Liebe zusammenwirken. Sie arbeiten Hand in Hand. Vielmehr wirken drei Kräfte zusammen: Glaube, Hoffnung und Liebe. Die Bibel sagt im 1.Korinther 13: „Es bleiben Glaube, Hoffnung und Liebe. Die Größte unter ihnen ist die Liebe.“

Das ist wahr, aber alle drei hängen zusammen. Nehmen Sie Glaube und Hoffnung. Ohne Hoffnung fehlt das, was dem Glaube Substanz verleihen kann. Denn die Bibel sagt, Glaube ist die Substanz des Erhofften, oder Glaube verleiht dem Erhofften Substanz. Ohne Hoffnung kann Glaube nichts mehr Substanz verleihen. Ohne Liebe fehlt dem Glauben der Antrieb. Glaube wirkt durch die Liebe. Ohne Liebe fehlt das, wodurch der Glaube wirkt. Ohne Hoffnung kann der Glaube nichts Substanz verleihen. Ohne Liebe fehlt das, wodurch der Glaube wirkt. Glaube wirkt und handelt durch die Liebe.

Ich denke, wir können vielleicht die größten Glaubens-Niederlagen darauf zurückführen, dass Liebe fehlte.

Bei dem Auto einer ehemaligen Freundin gab es ernste Probleme. Der Motor war nicht in Ordnung.

Ich fragte sie: „Hast du mal nach dem Öl geschaut?“ Ihr Gesichtsausdruck verriet mir, dass die Antwort „Nein“ war. Ich sah auf den Messstab. Er zeigte gar nichts an. Ich goss etwas Öl nach, goss noch mehr Öl nach, goss noch mehr Öl nach, goss noch mehr… fast 5 Liter! Es fehlten fünf Liter.

Es passen nur fünf Liter hinein, okay?

Gut, der Motor ist der Glaube. Er bringt Sie an Ihr Ziel. Aber, Freund, Öl ist das Schmiermittel. Liebe ist das Schmiermittel. Ohne das Schmiermittel geht der Motor fest und bringt uns nirgendwo mehr hin.

Liebe schmiert unseren Glauben und sorgt dafür, dass er weiterhin wirkt. Der Hauptgrund, den Jesus als Hindernis des Glaubens nennt, ist mangelnde Liebe und Unvergebenheit. Ich würde zuerst dort nachschauen, wenn meine Gebete nicht erhört würden.

Ich sprach vor Jahren mit einem Mann. Ich leitete eine Versammlung. Ich sprach insbesondere über Heilung, über die Stelle, wo Jesus der blutflüssigen Frau sagte: „Tochter, geh hin in Frieden, dein Glaube hat dich geheilt.“ Und darüber, dass Er zu anderen sagte: „Dein Glaube hat dich geheilt,“ und

„Dir geschehe, wie du geglaubt hast.“ Ich sprach über den Zusammenhang zwischen Glaube und Empfangen von Gott. Dann sprach ich über einige Hindernisse des Glaubens und wir sprachen lange über Unvergebenheit und mangelnde Liebe. Nach der Versammlung… der Abend war fantastisch… traf ich einen Mann im Flur, der sagte: „Wissen Sie, das ging mir wirklich unter die Haut.“ Er sagte: „Ich bin seit ein paar Jahren gläubig und es fiel mir sehr schwer, Gott zu vertrauen.“ Er sagte: „Immer, wenn ich versuche, Gott zu vertrauen, ist da eine Mauer, eine Blockade. Nach dem, was Sie heute abend sagten, weiß ich, dass die Ursache dafür mein Mangel an Liebe ist. Es ist Unvergebenheit in meinem Herzen.“ Er fragte: „Sehen Sie das?“ Ich konnte das, worauf er deutete, nicht übersehen.

Es war sein Gesicht. Es war schrecklich entstellt. Er erzählte mir eine Geschichte, wie eine Bande… und ich kannte die Bande und einige ihrer Vergehen. Sie richteten ihn so zu mit einer Schaufel… zerschlugen buchstäblich sein Gesicht mit einer Schaufel. Und er sagte: „Als sie das taten, griffen sie auch meinen besten Freund mit einem Hammer an und töteten ihn. Sie töteten meinen besten Freund und entstellten mich für immer. Es geschah vor meiner Errettung.“ Er sagte: „Aber selbst als ich Christ wurde, habe ich an dieser Bitterkeit gegenüber den Männern, die uns das antaten, festgehalten.“ Wir unterhielten uns noch weiter im Flur. Dann nahmen wir uns bei den Händen und er betete und vergab ihnen tatsächlich. Zum ersten Mal in all den Jahren, seit das geschah, vergab er den Männern, die das taten. Freund, dadurch weicht eine riesige Blockade unseres Glaubens. Dadurch wird der feste Motor wieder frei und fängt an zu laufen.

Wie kann diese Liebe in uns zunehmen? Schließlich wurde sie in uns hineingelegt, hineingegossen.

Aber sie wird als Frucht bezeichnet. Frucht wächst. Jesus sagte: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben.“ Frucht wächst an den Reben.

Erstens wächst sie und das Wachstum wird durch unsere Haltung gegenüber dem Wort Gottes gefördert. Im 1.Johannes steht: „Wer aber sein Wort hält, in dem ist wahrhaftig die Liebe Gottes vollendet.“ Das Wort „halten“ bedeutet bewahren und befolgen. Unsere Haltung zur Schrift, unsere Liebe zur Bibel, wird die Liebe Gottes in uns wachsen lassen.

Das Zweite ist Gemeinschaft mit Gott. Ich zitiere nochmals aus Johannes 15. Jesus sagte: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Eine Rebe kann nicht von sich aus Frucht bringen, wenn sie nicht am Weinstock ist.“ Dasselbe Leben, was im Weinstock ist, fließt in die Rebe. Da herrscht enge Gemeinschaft. Die Weiss-Übersetzung sagt: „Jesus sagte ‚Ihr müsst in lebendiger Gemeinschaft mit mir bleiben, um Frucht zu bringen.“ Nochmals im 1.Johannes… viele kennen die Verse…

1.Johannes 4:7-8
„Wer liebt, ist aus Gott geboren und kennt Gott. Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist Liebe.“

Wenn Sie Jesus Christus wirklich begegnet sind und wiedergeboren sind und die Liebe Gottes in Ihnen blockiert ist, liegt das daran, dass Sie Gott nie wirklich durch Gemeinschaft mit Ihm und Anbetung kennen lernten. Manche von Ihnen haben im Hinblick auf Liebe Probleme, weil Sie nicht mehr auf einfache arglose Weise Zeit mit Jesus verbringen, so wie früher. Manche von Ihnen müssen wieder die alte Gitarre hervorholen und sie allein vor Jesus spielen:

„This little light of mine, I’m going to let it shine. This little light of mine, I’m going to let it shine. This little light of mine, I’m going to let it shine. Let it shine, let it shine, let it shine.“

Manche von Ihnen erlebten Großartiges, als Sie einfach anbeteten und zu Jesu Füßen saßen. Sie sangen zu Ihm und verbrachten Zeit mit Ihm. Freund, wenn wir mit Gott zusammen sind… Er ist Liebe. Sie geht auf uns über. Je mehr Sie Ihn kennen lernen, um so mehr werden Sie sein wie Er… je mehr Zeit Sie mit Ihm verbringen.

Ich hoffe, das Wort hat Sie heute gesegnet. Ich bete, dass die Liebe Gottes in Ihnen mehr und mehr zunimmt. Dass diese Ausdrucksformen Seiner Liebe weiter wachsen und in Ihnen zunehmen, dass Sie ein Segen für andere werden und dass Menschen in Ihrer Nähe den Wohlgeruch Gottes wahrnehmen. „Irgendwie ist sie anders?“ „Etwas ist besonders an ihm!“ Und dass Sie im Umgang mit Menschen viele Gelegenheiten haben, von der Liebe Gottes und von dem, was Jesus für Sie tat, zu erzählen. Ich halte es nicht für Zufall, dass Sie jetzt diese Sendung sehen, Freund. Sie müssen wissen, dass Gott Sie liebt. Er hat Pläne für Ihr Leben. Er möchte in Ihnen und durch Sie wirken. Geben Sie sich Ihm noch mehr hin. Ich wünschte, ich hätte mehr Zeit. Meine Zeit ist abgelaufen.

Bis zum nächsten Mal. Möge Gott Sie reichlich segnen

Jule 4. Januar 2009 Keine Kommentare Trackback URI Comments RSS

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