Buße, Wasser und Feuer – Bayless Conley

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Buße, Wasser und Feuer
23.10.2011
Pastor Bayless Conley

Hallo! Heute predige ich über das Thema „Buße, Wasser und Feuer“. Sie sollten unbedingt dranbleiben – allein der Titel ist schon gut! Wir werden uns mit dem Leben von Johannes dem Täufer beschäftigen. Sie sollten diese Sendung also auf keinen Fall verpassen: „Buße, Wasser und Feuer.“

Okay. Schlagen Sie bitte mit mir das Matthäusevangelium auf, das dritte Kapitel. Matthäus, Kapitel 3. Wir beginnen mit Vers 1: „In jenen Tagen aber kommt Johannes der Täufer und predigt in der Wüste von Judäa und spricht: Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe gekommen. Denn dieser ist der, von dem durch den Propheten Jesaja geredet ist, der spricht: Stimme eines Rufenden in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, macht gerade seine Pfade!“

Was für eine Botschaft! „Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe gekommen.“ Jedes Königreich hat einen König und dieser König ist unserer Verehrung wert. Er ist es wert, dass wir vor Ihm demütig werden und Ihm unser Leben unterordnen. Johannes sagte: „Das Himmelreich ist nahe.“ Das bedeutet auch, dass der König nahe ist. Und Johannes war der Vorbote. Er war derjenige, von dem es in den alttestamentlichen Prophezeiungen hieß, dass er dem kommenden Messias den Weg bereiten sollte. Hier wird aus dem Buch Jesaja zitiert. Lassen Sie uns einmal direkt diese Prophezeiung nachlesen und zwar in Jesaja, Kapitel 40. Bitte schlagen Sie das einmal auf, Jesaja, vierzigstes Kapitel. Wir möchten uns einige dieser Verse anschauen, die erklären, wer Johannes sein würde und was sein Auftrag sein sollte. Das ist sehr wichtig.

Jesaja 40:3

„Eine Stimme ruft: In der Wüste bahnt den Weg des Herrn! Ebnet in der Steppe eine Straße für unseren Gott! Jedes Tal soll erhöht und jeder Berg und Hügel erniedrigt werden! Und das Höckerige soll zur Ebene werden und das Hügelige zur Talebene! Und die Herrlichkeit des Herrn wird sich offenbaren, und alles Fleisch miteinander wird es sehen. Denn der Mund des Herrn hat geredet.“

Wissen Sie, in der Antike gab es tatsächlich Vorboten oder Wegbereiter, die vorausgingen und die Ankunft eines Königs oder Würdenträgers ankündigten. Und in einigen Fällen mussten diese Vorboten, wenn ein König oder eine Königin durch eine bestimmte Gegend zog, schon lange vorher dorthin gehen und verkünden: „Der König kommt!“ Und dann musste er buchstäblich den Weg ebnen. Wenn es noch keine Straßen gab, wurden sie gebaut. Wenn irgendwo eine Schlucht war, wurde sie aufgefüllt oder eine Brücke darüber gebaut. Für den kommenden Würdenträger oder den König oder die Königin wurde ein gerader Weg hergerichtet.

Genau das ist hier gemeint. Das war die Aufgabe, die Johannes hatte. Aber er tat das alles – Wege ebnen, Täler auffüllen, Straßen durch die Wüste bauen – im Leben der Menschen. Und er tat das alles durch seine Botschaft, die Menschen sollten Buße tun – von ihrem bisherigen Leben umkehren.

Wissen Sie, Sünde ist wie eine sehr holprige Straße und Buße ebnet den Weg, sodass der König ins Leben eines Menschen einziehen kann. Umkehr bereitet das Leben eines Menschen für Gott vor. Darum ging es Johannes. Die Menschen waren verbogen und leer und schmutzig und der Weg zu ihrem Herzen war gewissermaßen total vermüllt. Und Johannes zog hinaus in die Wüste der Menschheit und begann Umkehr zu predigen. Das Reich Gottes ist nahe gekommen. Ebnet den Weg für den Herrn. Aber der Weg für den Herrn musste im Innersten der Menschen vorbereitet und geebnet werden. Buße ist eine innerliche Veränderung des Denkens und der Einstellung und sie führt zu einer äußerlichen Richtungsänderung. Und so wird der Weg frei für den Glauben, der rettet. Andernfalls kommt der König nicht herein.

Gehen wir zurück zum Matthäusevangelium. Johannes war nicht der Einzige, der Buße predigte. Jesus selbst tat das auch. Schauen Sie mit mir in

Matthäus 4:17

„Von da an begann Jesus zu predigen und zu sagen: Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe gekommen!“

Das sind genau die Worte, die Johannes vor Ihm gepredigt hatte. Bevor der König einzieht, muss Buße geschehen. Merken Sie sich die Stelle in Matthäus und schlagen Sie Lukas 24 auf. Das ist nach der Auferstehung. Johannes hatte zur Umkehr gerufen, bevor Jesus die Bühne betrat. Als Jesus selbst kam, griff Er Johannes‘ Botschaft auf und predigte: „Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe gekommen!“

Und nun schauen Sie mit mir in Lukas, Kapitel 24. Das ist nach der Auferstehung. Vers 46: „Und er sprach zu ihnen…“ Jesus hat die elf Jünger zusammengeholt und Er sagt zu ihnen…

Lukas 24:46

„Und er sprach zu ihnen: So steht geschrieben, und so musste der Christus leiden und am dritten Tag auferstehen aus den Toten und in seinem Namen Buße und Vergebung der Sünden gepredigt werden allen Nationen, anfangend von Jerusalem.“

Buße und Vergebung der Sünden, so sagt Jesus, sollen allen Nationen gepredigt werden. Aber Buße kommt vor der Sündenvergebung. In der „Amplified Bible“ heißt es da sogar: „Buße ist die Bedingung für Vergebung.“

Der Apostel Paulus hatte die gleiche Botschaft. Schlagen Sie bitte mit mir Apostelgeschichte 20 auf. – Ja, heute werden wir noch viele Bibelstellen aufschlagen. – Apostelgeschichte 20:20. Paulus redet hier mit einer Gruppe von Gemeindeleitern und er sagt Folgendes: „Ich habe euch nichts vorenthalten, was nützlich ist, dass ich’s euch nicht verkündigt und gelehrt hätte, öffentlich und in den Häusern, und habe Juden und Griechen bezeugt die Umkehr zu Gott und den Glauben an unsern Herrn Jesus.“

Umkehr zu Gott, Glauben an den Herrn Jesus Christus. Die Buße geht dem rettenden Glauben voraus. Wussten Sie, dass nach Hebräer 6:1 die Buße und der Glaube an Gott als grundlegende Lehre Jesu Christi gilt?

Wissen Sie, wir können nicht sagen: „Herr, komm rein, komm in mein Leben. Aber beim Hereinkommen solltest Du lieber den Kopf einziehen und dann musst Du um das ganze Gerümpel herumlaufen und über das musst Du drübersteigen und da drüben solltest Du lieber aufpassen. Und hier musst Du drüberklettern und dort musst Du drüberspringen. Ach so, Vorsicht! Duck Dich noch mal. Und übrigens, ich will in den Himmel kommen. Ich will alle Vorteile haben, die ein Leben mit Dir mit sich bringt. Aber das Zeug hier, das will ich alles behalten. Du darfst gern reinkommen, aber nur zu meinen Bedingungen. Und Du musst um mein ganzes Gerümpel einen Slalom laufen und einen Hindernislauf darüber machen. Denn weißt Du, ich habe keine Lust, mich zu ändern. Ich will nichts aufgeben. Ich will einfach nur, dass Du mich segnest und mich in den Himmel holst, wenn ich sterbe.“

Nein. Bevor der König einzieht, muss der Weg freigeräumt werden. Und genau das bewirkt Buße. Damit meine ich nicht, dass man sein Leben erst im Griff haben muss, bevor Jesus kommen kann. Aber die Grundeinstellung muss sich ändern: „Gott, ich will nicht mehr so leben wie bisher. Meine Sünde tut mir leid. Ich will mich ändern und Deinen Weg gehen.“ Und mit dieser neuen Grundeinstellung im Leben wird der Weg für den König geebnet. In der Bibel finden wir kein Beispiel für Rettung ohne Buße. So etwas gibt es nicht.

2. Korinther 7:10

Denn die Betrübnis nach Gottes Sinn bewirkt eine nie zu bereuende Buße zum Heil.“

2. Petrus 3:9 … ich wette, den Vers kennen Sie:

„Gott will nicht, dass jemand verloren gehe, sondern jedermann zur Buße finde.“

Römer 2:4

„Weißt du nicht, dass die Güte Gottes dich zur Buße leitet?“

Und Gott ist gut. Er hat Seinen Sohn geschickt. Er hat uns bedingungslos geliebt. Er hat Seinen Zorn über unsere Sünde auf Seinem Sohn abgeladen, der stellvertretend für uns zum vollkommenen Opfer wurde. Gott ist barmherzig und gnädig und geduldig. Und Seine Güte… wenn ein Mensch begreift, wie gut Gott ist und was Christus getan hat, dann müsste jeder ehrliche Mensch sagen: „Ich möchte mich ändern. Ich möchte nicht mehr auf meinem bisherigen Weg weitergehen. Meine Sünde tut mir leid.“ Und das führt zur Buße und die führt zu Glauben.

Johannes predigte also: „Kehrt um! Das Reich Gottes ist nahe“, das heißt, der König selbst ist nahe. Und wenn der König in unser Leben kommen soll, muss zuerst der Weg geebnet werden. Dazu ist die Buße, die Umkehr nötig.

Kommen wir auf Matthäus 3 zurück. – Hier ist es ein bisschen ruhiger, als ich erwartet hatte, aber okay. –

Matthäus 3:4

„Johannes hatte seine Kleidung von Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Lenden; seine Speise aber waren Heuschrecken und wilder Honig. Da ging zu ihm hinaus Jerusalem und ganz Judäa und die ganze Umgegend des Jordan.“

Jerusalem, die Hauptstadt – Judäa, die Vororte – und die Region rund um den Jordan, das ländliche Gebiet… dies ist eine Botschaft für alle. Für die Stadtbewohner gab es keine andere Botschaft als für den einfachen Landbewohner. Freunde, es gibt nur eine Botschaft für die ganze Welt. Buße und Glauben an Gott sollen allen Nationen und jedem Einzelnen in diesen Nationen gepredigt werden. Aber Johannes tat auch etwas Neues. Er wurde persönlich. Er rief Einzelne zur Umkehr auf. Verstehen Sie, es reichte nicht aus, zum jüdischen Volk zu gehören. Es reichte nicht mehr aus, dass der Hohepriester einmal im Jahr in den Tempel ging und ein Opfertier für die Sünden des ganzen Volkes darbrachte. Das war nicht mehr ausreichend. Selbst wenn man seinen Stammbaum bis auf Abraham zurückführen konnte und wusste, wer wen gezeugt hatte und zu welchem Stamm man gehörte und selbst wenn man der blaublütigste aller Israeliten war – das spielte keine Rolle mehr. Es reichte nicht aus. Johannes rief zur persönlichen Verantwortung auf, zur persönlichen Umkehr, zum persönlichen Glauben. Es reicht nicht, wenn Sie zu einer christlichen Nation gehören oder in eine christliche Kirche gehen oder aus einer christlichen Familie kommen. Selbst wenn alle Ihre Vorfahren Pfarrer wären – das reicht nicht. Sie brauchen eine persönliche Beziehung zu Jesus. Es muss persönlich werden.

Meine Frau und ich wollten einmal ein Auto kaufen. Durch einen gemeinsamen Bekannten hatte ich einen Autohändler kennengelernt. Wir kannten uns persönlich und ich hatte sogar schon für diesen Mann gebetet. Und er hatte gesagt: „Wenn Sie bei uns ein Auto kaufen wollen, dann sagen Sie Bescheid, dass ich Sie geschickt habe.“ Wir gingen also hin, aber es war mir unangenehm zu sagen, dass ich ihn kannte. So etwas ist mir immer unangenehm, auch wenn gar nichts Falsches daran ist. Wir gingen also hin und ich sagte keinen Ton über meine Bekanntschaft mit dem Eigentümer. Wir verhandelten über den Vertrag für das Auto, das wir kaufen wollten. Und der Preis war okay. Aber dann sagte Janet: „Sag schon. Sag es ihnen.“ „Nein, mache ich nicht. Ich will das nicht sagen.“ Sie meinte: „Sag es ihnen!“ Also sagte ich: „Herr XYZ hat gesagt, wir sollen hierher kommen.“ Und der Verkäufer – der Verkaufsleiter in dem Autohaus – sagte: „Was?“ Ich sagte: „Ja, er meinte, wir sollen kommen.“ Und er meint: „Moment mal.“ Er ging in ein anderes Büro und kam mit einer kleinen Karteikarte zurück: „Er hat mir eine Nachricht geschickt, dass Sie kommen würden. Ich kann nicht glauben, dass Sie nichts gesagt haben!“ Und der Preis, der okay war, wurde plötzlich ganz fantastisch. Der Unterschied zwischen dem ersten und dem zweiten Preis war krass. Die persönliche Beziehung spielte eine große Rolle. Und wenn es um Gott geht, ist die persönliche Beziehung alles. Alles!

Vers 7. Lesen wir weiter.

„Als er aber viele der Pharisäer und Sadduzäer zu seiner Taufe kommen sah, sprach er zu ihnen: Otternbrut! Wer hat euch gewiesen, dem kommenden Zorn zu entfliehen? Bringt nun der Buße würdige Frucht; und denkt nicht, bei euch selbst zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater; denn ich sage euch, dass Gott dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken vermag. Schon ist aber die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt; jeder Baum nun, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.“

Finden Sie auch, dass Johannes ein ziemlich direkter Typ war? Und er redet hier nicht davon, den Baum ein klein wenig zu stutzen. Er sagt: „Die Axt ist an die Wurzel gelegt, Leute!“

Die Pharisäer und Sadduzäer waren im Judentum zwei starke religiöse Gruppen. Die Pharisäer sonderten sich gern ab. Sie fanden, dass die jüdische Religion verkommen war, also bildeten sie ihre eigene Gruppe. Der Name „Pharisäer“ kommt übrigens von einem Wort, das „sich absondern“ bedeutet. Sie widmeten sich dem Studium der Heiligen Schrift. Sicher war es am Anfang gut gemeint gewesen, aber es endete nicht gut. Und die Sadduzäer glaubten weder an die Auferstehung noch an Engel oder Dämonen. Und auch sie waren vom Weg abgekommen. Aber beide Gruppen forschten in der Heiligen Schrift. Sie kannten das Gesetz extrem gut. Sie legten größten Wert darauf. Sie kannten den Buchstaben des Gesetzes, aber sie hatten dessen Sinn vergessen. Und Johannes sagte ziemlich deutlich, was er von ihnen hielt: „Otternbrut!“

Wussten Sie, dass Jesus sie genauso betitelte? Und noch schlimmer. Das können Sie in Matthäus 23 nachlesen. Ungefähr 33 Verse lang wettert Jesus gegen sie. Mit den Pharisäern und Sadduzäern hatte Jesus die größten Probleme – und das waren die, die das meiste über Gottes Wort wussten! Sie waren gesetzlich. Sie saßen auf ihrem kleinen Thron und wollten über alle anderen richten. Und Jesus sagte zu ihnen, dass sie durch ihren Stolz, ihre Gesetzlichkeit und ihre religiös verbrämte Bosheit die Menschen, die tatsächlich auf der Suche waren, in Wirklichkeit daran hinderten, ins Reich Gottes zu kommen. Sie kamen selbst nicht hinein und versperrten auch anderen den Weg. Sie benutzten das Gesetz wie eine Keule, mit der sie alle anderen schlugen und von Gott fernhielten. Und Johannes sagte ihnen hier, sie sollten die Frucht echter Buße zeigen. Einen Baum erkennt man an seinen Früchten und echte Buße bringt gute Frucht.

Ich glaube, es ist falsch, wenn wir übereinander richten. Jesus sagte: „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet.“ Und gleich danach sagt Er: „Nach eurem eigenen Maß werdet ihr alles zurückbekommen. Ein gutes Maß, ein gedrücktes und gerütteltes und überfließendes Maß…“ Jesus sagte das in dem Zusammenhang, als es darum ging, wie man andere Menschen entweder liebt oder über sie richtet. Aber – ich denke, es ist in Ordnung, ein „Fruchtkontrolleur“ zu sein. Jesus sagte, einen Baum erkennt man an seinen Früchten. Das stimmt. Wenn jemand immerzu sagt: „Ja, ich liebe Gott. Jesus und ich, wir sind so!“

Gestern Abend habe ich ferngeschaut, und es lief „Crocodile Dundee“. Ich habe mir das fünf Minuten angeschaut und da redet also dieser Kerl mit diesem Mädel und er sagt: „O ja. Gott und ich, wir sind Kumpel.“ So sind wir auch. Ich glaube, viele Leute denken genau so. Wenn das tatsächlich so ist, wird sich das in Ihrem Leben zeigen. Es wird Frucht zu erkennen sein wie bei einem Baum. Wenn es keine oder nur schlechte Frucht gibt, dann besteht die Wurzel vielleicht aus religiösen Ritualen, aber es gibt keine lebendige Beziehung.

Einmal ist mir etwas passiert… diese Geschichte habe ich schon öfter erzählt. Eines Tages war ich beim Training im Fitnessstudio. Das war noch, bevor ich Janet kennenlernte. Und wahrscheinlich hatte ich irgendjemandem dort von Jesus erzählt, denn offenbar wusste einer von den Männern neben mir, dass ich Christ bin. Ich weiß nicht mehr genau, woher er das wusste. Ich war also beim Training beim Hantelnstemmen. Und einer der Männer neben mir erzählte eine ziemlich anzügliche Geschichte. Ich meine, ich war kaum zwei Meter entfernt, also konnte ich nicht vermeiden, zuzuhören. Er erzählt also, dass er am Abend zuvor in einem Nachtklub gewesen war. Er hatte eine junge Frau angemacht. Sie war betrunken. Und dann erzählt er in allen Einzelheiten, wie er im Auto mit ihr Sex hatte. Die beiden Männer lachen und plötzlich sagt der andere: „Halt die Klappe, Mann. Der Typ hier ist Christ.“ Und der Mann, der gerade diese Geschichte erzählte und sich darüber lustig gemacht hatte, dass er mit einer betrunkenen Frau, an deren Namen er sich nicht mal mehr erinnert, in seinem Auto Sex hatte – der sagte tatsächlich: „Ich bin auch Christ!“ Und ich dachte nur: „Du solltest lieber sagen, dass du Atheist bist und Gott nicht kennst.“ Was ist das für eine Frucht? Verstehen Sie, was ich meine?

Okay, es geht also um die Frucht. Hören Sie einmal, wie die Message Bible diese Bibelverse wiedergibt. Das ist dort wirklich gut formuliert: „Als Johannes bemerkte, dass viele Pharisäer und Sadduzäer auftauchten, um auch ein Tauferlebnis zu haben, weil das gerade im Trend lag, explodierte er. Schlangenbrut! Was denkt ihr euch eigentlich dabei, hier so zum Fluss geschlängelt zu kommen? Meint ihr, dass ein bisschen Wasser auf eurer Schlangenhaut irgendwas bewirkt? Euer Leben muss sich verändern, nicht eure Haut. Und meint nicht, ihr könntet euch auf Abraham als euren Vater berufen. Ein Nachkomme Abrahams zu sein bedeutet gar nichts. Nachkommen Abrahams gibt es im Dutzend billiger. Was zählt, ist euer Leben. Ist es grün und blüht es? Denn wenn es bloß trockenes Holz ist, fliegt es ins Feuer.“

Johannes erklärt ihnen also: Wenn ihr wirklich Buße getan habt, wenn sich wirklich euer Innerstes verändert hat, dann wird sich auch euer Leben ändern. Dann wird sich auch Frucht zeigen und beweisen, dass etwas anders geworden ist.

Weiter in Vers 11:

„Ich zwar taufe euch mit Wasser zur Buße; der aber nach mir kommt, ist stärker als ich, dessen Sandalen zu tragen ich nicht würdig bin; er wird euch mit Heiligem Geist und Feuer taufen; seine Worfschaufel ist in seiner Hand; und er wird seine Tenne durch und durch reinigen und seinen Weizen in die Scheune sammeln, die Spreu aber wird er mit unauslöschlichem Feuer verbrennen.“

Und hier beginnt Johannes, von dem zu reden, für den er den Weg vorbereitete. Ist Ihnen aufgefallen, dass in Vers 10 von Feuer die Rede ist? Bäume, die keine gute Frucht tragen, werden gefällt und ins Feuer geworfen. Auch in Vers 11 ist von Feuer die Rede: „Er wird euch mit Heiligem Geist und Feuer taufen.“ Genauso in Vers 12: Die Spreu wird mit unauslöschlichem Feuer verbrannt. So wie in diesen drei Versen vom Feuer die Rede ist, kann es von drei Seiten betrachtet werden, und alle drei treffen zu.

Stellen Sie sich vor, Sie könnten Johannes fragen, welche der drei er meinte. Vielleicht sagt er: „Alle drei.“ Vielleicht sagt er auch: „Eigentlich hatte ich siebzehn im Kopf.“ Aber die drei hier sind auf jeden Fall wahr und zutreffend.

Zunächst spricht er vom Feuer von Gottes Gericht. Das wird klar aus dem, was er in Vers 10 gesagt hat. Diese Bäume können niemals gute Frucht tragen – sie werden gefällt und ins Feuer geworfen. Das bedeutet Gericht.

Dieses Prinzip sehen wir noch einmal in Vers 12, wo vom Kommen des Herrn die Rede ist: „Die Worfschaufel ist in seiner Hand, und er wird die Tenne gründlich reinigen, den Weizen in die Scheune sammeln und die Spreu mit unauslöschlichem Feuer verbrennen.“ Eine Worfschaufel ist eine Getreideschaufel. Damit hat es Folgendes auf sich: Das Getreide wurde auf einer großen, ebenen Fläche gesammelt. Und an einem windigen Tag wurde das Getreide mit einer Schaufel in die Luft geworfen und der Wind wehte die Spreu weg und das Korn fiel zurück auf die Erde. Dieser Vorgang wurde mehrmals wiederholt. So trennte sich allmählich die Spreu vom Weizen und der Wind blies sie weg. Und Johannes sagt, genau so nimmt Jesus diese Trennung vor. So kommt es, dass am Ende einiges gesammelt wird und einiges zerstreut wird und einiges mit unauslöschlichem Feuer verbrannt wird. Dazu wird diese Getreideschaufel gebraucht.

Die Worfschaufel, das ist das, was ich heute tue. Predigen. Das ist diese Getreideschaufel. Wer glaubt und Jesus annimmt, wird zu Ihm geholt; wer Ihn ablehnt, wird weggeblasen und verbrannt. Die gleiche Tätigkeit, nämlich das Predigen, bewirkt beides. Aber alles hängt an der Reaktion der Menschen. In 1. Korinther 1:18 heißt es: „Das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die wir errettet werden, ist es Gottes Kraft.“ Die gleiche Botschaft. Die gleichen Worte. Hier: Unsinn – dort: Gottes Kraft. Spreu und Weizen. Für die einen ist das Evangelium etwas Unsinniges, für die anderen ist es die Kraft Gottes.

Es wäre toll, wenn Sie hier in die Cottonwood-Gemeinde kommen und die ganze Predigt hören könnten. Für unsere Sendungen haben wir leider immer nur eine begrenzte Zeit. Deshalb gibt es auch immer eine zweigeteilte Sendung. Also verpassen Sie bitte nicht die nächste Sendung. Aber kommen Sie uns doch einmal hier in Südkalifornien besuchen, wenn Sie können. Und wenn nicht, dann bete ich darum, dass Gott Sie durch unsere Sendungen segnet. Und wenn Sie das noch nicht getan haben, dann schreiben Sie uns eine E-Mail, wenn unsere Sendung Ihnen geholfen hat. Es würde uns sehr freuen zu hören, was Gott in Ihrem Leben tut. Also bis zum nächsten Mal. Gott segne Sie mit allem Guten, was er zu geben hat. Bis dann!

 

Letzte Woche:

Darum ging es Johannes. Die Menschen waren verbogen und leer und schmutzig und der Weg zu ihrem Herzen war gewissermaßen total vermüllt. Und Johannes zog hinaus in die Wüste der Menschheit und begann, Umkehr zu predigen. Das Reich Gottes ist nahegekommen. Ebnet den Weg für den Herrn. Aber der Weg für den Herrn musste im Innersten der Menschen vorbereitet und geebnet werden. Buße ist eine innerliche Veränderung des Denkens und der Einstellung und sie führt zu einer äußerlichen Richtungsänderung.

Liebe Freunde, wir sind mitten in einer Predigt mit dem Thema „Buße, Wasser und Feuer“. Wenn Sie die letzte Sendung verpasst haben – macht nichts. Die heutige Sendung ist in sich abgeschlossen. Zum Anfang geht es um Feuer. Das sollten Sie nicht verpassen. Und ich muss Sie warnen: Es wird ziemlich heiß!

Weiter in Vers 11:

„Ich zwar taufe euch mit Wasser zur Buße; der aber nach mir kommt, ist stärker als ich, dessen Sandalen zu tragen bin ich nicht würdig; er wird euch mit Heiligem Geist und Feuer taufen; seine Worfschaufel ist in seiner Hand; und er wird seine Tenne durch und durch reinigen und seinen Weizen in die Scheune sammeln, die Spreu aber wird er mit unauslöschlichem Feuer verbrennen.“

Und hier beginnt Johannes, von dem zu reden, für den er den Weg vorbereitete. Ist Ihnen aufgefallen, dass in Vers 10 von Feuer die Rede ist? Bäume, die keine gute Frucht tragen, werden gefällt und ins Feuer geworfen. Auch in Vers 11 ist von Feuer die Rede: „Er wird euch mit Heiligem Geist und Feuer taufen.“

Genauso in Vers 12: Die Spreu wird mit unauslöschlichem Feuer verbrannt. So wie in diesen drei Versen vom Feuer die Rede ist, kann es von drei Seiten betrachtet werden, und alle drei treffen zu. Stellen Sie sich vor, Sie könnten Johannes fragen, welche der drei er meinte. Vielleicht sagt er: „Alle drei.“ Vielleicht sagt er auch: „Eigentlich hatte ich siebzehn im Kopf.“ Aber die drei hier sind auf jeden Fall wahr und zutreffend.

Zunächst spricht er vom Feuer von Gottes Gericht. Das wird klar aus dem, was er in Vers 10 gesagt hat. Diese Bäume können niemals gute Frucht tragen – sie werden gefällt und ins Feuer geworfen. Das bedeutet Gericht. Dieses Prinzip sehen wir noch einmal in Vers 12, wo vom Kommen des Herrn die Rede ist: Die Worfschaufel ist in seiner Hand, und er wird die Tenne gründlich reinigen, den Weizen in die Scheune sammeln und die Spreu mit unauslöschlichem Feuer verbrennen.“

Eine Worfschaufel ist eine Getreideschaufel. Damit hat es Folgendes auf sich: Das Getreide wurde auf einer großen, ebenen Fläche gesammelt. Und an einem windigen Tag wurde das Getreide mit einer Schaufel in die Luft geworfen und der Wind wehte die Spreu weg und das Korn fiel zurück auf die Erde. Dieser Vorgang wurde mehrmals wiederholt. So trennte sich allmählich die Spreu vom Weizen und der Wind blies sie weg. Und Johannes sagt, genau so nimmt Jesus diese Trennung vor. So kommt es, dass am Ende einiges gesammelt wird und einiges zerstreut wird und einiges mit unauslöschlichem Feuer verbrannt wird. Dazu wird diese Getreideschaufel gebraucht.

Die Worfschaufel, das ist das, was ich heute tue. Predigen. Das ist diese Getreideschaufel. Wer glaubt und Jesus annimmt, wird zu ihm geholt; wer ihn ablehnt, wird weggeblasen und verbrannt. Die gleiche Tätigkeit, nämlich das Predigen, bewirkt beides. Aber alles hängt an der Reaktion der Menschen.

In 1. Korinther 1:18 heißt es: „Das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die wir errettet werden, ist es Gottes Kraft.“ Die gleiche Botschaft. Die gleichen Worte. Hier: Unsinn – dort: Gottes Kraft. Spreu und Weizen. Für die einen ist das Evangelium etwas Unsinniges, für die anderen ist es die Kraft Gottes.

Schauen Sie mit mir… merken Sie sich die Stelle hier… in 2. Korinther, Kapitel 2.

In 2. Korinther 2:14 heißt es: „Gott aber sei Dank, der uns allezeit im Triumphzug umherführt in Christus und den Geruch seiner Erkenntnis an jedem Ort durch uns offenbart!“

Durch uns verbreitet Gott den Geruch seiner Erkenntnis. Auch dies ist ein veranschaulichendes Bild für das Predigen. Gotteserkenntnis wird überall verbreitet, indem wir von Christus weitererzählen und lehren und reden und predigen. Lesen wir weiter, Vers 15: „Denn wir sind ein Wohlgeruch Christi für Gott unter denen, die errettet werden, und unter denen, die verloren gehen; den einen ein Geruch vom Tod zum Tode, den anderen aber ein Geruch vom Leben zum Leben. Und wer ist dazu tüchtig?“ Paulus sagt hier, dieser Geruch ist für die einen der Geruch des Todes, der zum Tod führt, und für die anderen der Duft des Lebens, der zum Leben führt. Außerdem sagt Paulus, dass Gott uns in Christus im „Triumphzug umherführt“. Paulus spielt hier auf etwas an, das in der antiken Welt überall bekannt war: ein römischer Triumphzug. Wenn ein römischer General oder Militärführer einen entscheidenden Sieg errungen hatte, veranstaltete man einen Triumphzug. Er zog auf seinem Wagen in die Stadt Rom ein und in den Geschichtsbüchern kann man nachlesen, dass diese Wagen von weißen Pferden gezogen wurden oder manchmal auch von Elefanten oder von Tigern oder von Hirschen. Und in dieser riesigen Prozession wurden auch die gefangenen Feinde und Anführer der feindlichen, unterlegenen Armee in Ketten mitgeführt. Diese Gefangenen wurden später hingerichtet. – Alle sind auf der Straße. Jeder Tempel und Schrein in der gesamten Stadt war offen und überall wurde Weihrauch verbrannt. Die ganze Stadt war vom Geruch des Weihrauchs erfüllt. Und für den General, der den Sieg errungen hatte, und für die zurückkehrenden Truppen war dies der Duft von Leben und Sieg. Aber für die gefangenen Feinde in Ketten war es der Geruch des Todes. Und Paulus sagt: „Durch uns verbreitet Gott überall den Duft seiner Erkenntnis“, nämlich durch das Predigen. Genau das tue ich gerade. Für einige Menschen ist das der Duft des Lebens. Ich habe Jesus mein Leben anvertraut; ich habe ewiges Leben und mich erwartet eine Ewigkeit nach der anderen im Himmel. Es wird einfach immer nur besser. Kein Auge hat je gesehen, kein Ohr hat je gehört, kein Mensch hat sich ausgedacht, was Gott für diejenigen bereithält, die Ihn lieben.

Wissen Sie was? Wenn ich eine Predigt höre, dann denke ich: „Danke, Gott! Das ist nur ein Vorgeschmack auf das, was noch kommt. Das ist herrlich!“

Aber diejenigen, die die Botschaft ablehnen, bleiben in dem Zustand der Trennung von Gott, den man „geistlichen Tod“ nennt. Dieser Tod führt zu dem, was in der Bibel „zweiter Tod“ heißt. Der Feuersee. Und dort brennt ein unauslöschliches Feuer.

Die Verkündigung von Gottes Wort hat zwei verschiedene Auswirkungen. Also, zurück zu dem, was wir in Matthäus gelesen haben. Johannes ist ziemlich direkt. Er sagt: „Hört zu, er kommt. Er wird alles aufräumen, total Tabula rasa machen.“ Und damals meinte er damit sicher in erster Linie Israel. „Bei euch gibt es so viele religiöse Heuchelei. Aber bald wird das wahre Evangelium gepredigt. Der König wird kommen. Und wisst ihr was? Er nimmt die Worfschaufel und es wird eine Trennung geben.“ Und das Bild vom Dreschplatz mag sich zuerst auf Israel beziehen. Aber es gilt genauso auf einer weltweiten Ebene, überall, wo das Evangelium gepredigt wird.

Nun gibt es noch etwas anderes, das mit dem Feuer gemeint sein kann. Schlagen Sie bitte noch einmal Matthäus auf. Erstens kann es sich auf das Gericht beziehen. Zweitens kann aber auch ein reinigendes Feuer gemeint sein, ein Feuer, das von der Sünde reinigt. Schlagen Sie noch ein paar Seiten zurück. Das letzte Buch im Alten Testament ist Maleachi. Und in Maleachi, Kapitel 3, finden wir eine Prophezeiung über Johannes den Täufer und über Jesus. Lesen Sie mit mir ab Vers 1.

Maleachi 3:1-3

„Siehe, ich sende meinen Boten, damit er den Weg vor mir her bereite, und plötzlich kommt zu seinem Tempel der Herr, den ihr sucht, und der Engel des Bundes, den ihr herbeiwünscht, siehe, er kommt, spricht der Herr der Heerscharen. Wer aber kann den Tag seines Kommens ertragen, und wer wird bestehen bei seinem Erscheinen? Denn er wird wie das Feuer eines Schmelzers und wie das Laugensalz von Wäschern sein. Und er wird sitzen und das Silber schmelzen und reinigen, und er wird die Söhne Levi reinigen und sie läutern wie Gold und wie Silber, sodass sie Männer werden, die dem Herrn Opfergaben in Gerechtigkeit darbringen.“

In diesem Abschnitt geht es um Johannes den Täufer und das Kommen von Jesus. Das läuternde Feuer, von dem hier die Rede ist, wird von der Sünde reinigen wie ein Schmelzfeuer und wie Waschlauge. Beides bewirkt eine Reinigung. Das eine beseitigt hartnäckige Flecken, das andere beseitigt harte Rückstände. Ein „Schmelzer“, der mit Gold oder Silber arbeitet, muss das Edelmetall stark erhitzen. Die Schlacke kommt an die Oberfläche und kann entfernt werden. Und der Schmelzer muss dranbleiben und zwar so lange, bis er in das geschmolzene Metall schauen und sein Spiegelbild darin sehen kann. Genau das tut Gott. Er möchte das Bild von Jesus in uns sehen. Und er reinigt uns immer weiter und lässt nicht locker… und wir sollten Gott danken, dass er uns genug liebt, um sich mit uns zu befassen! Die Bibel sagt, wen der Herr liebt, den züchtigt er und weist ihn zurecht. Ich für meinen Teil finde es gut, dass Gott die „Schlacke“ aus meinem Leben beseitigt. Das macht keinen Spaß, aber es ist notwendig.

Als ich ein kleiner Junge war, hatte mein Vater einen Schneidbrenner und eine kleine Zentrifuge. Das war eigentlich mehr oder weniger nur ein rundes Blech, und die Zentrifuge konnte man so aufziehen. Und mein Freund Don und ich haben uns dann den Schneidbrenner geholt und dann haben wir damit Münzen… wer von Ihnen erinnert sich noch an die Zeit, als alle Münzen aus echtem Silber waren? Als ich ein Kind war, waren alle Münzen noch aus Silber. Als Kind habe ich im Geschäft noch mit Silberdollars bezahlt. Das war ganz normal, Geld aus echtem Silber. Also, wir haben die Münzen genommen und dann den Schneidbrenner, wir waren zehn, elf und haben die Münzen eingeschmolzen. Und vorher hatten wir kleine Formen gemacht und in die Zentrifuge montiert. Und dann haben wir das Ding aufgezogen und es drehte sich und das geschmolzene Silber floss in die Formen, das waren Formen für Ringe. Einmal in kaltes Wasser getaucht, und fertig waren die Ringe. Die haben wir dann in der Schule an die Mädchen verkauft. Das war cool. Wir waren cool! Wir haben Ringe gemacht!

Und mit solchem reinigenden Feuer arbeitet Gott an uns. Er möchte die Sünde in uns beseitigen, weil er uns formt. Er gestaltet uns. In der Bibel steht, wir werden in das Bild von Jesus Christus umgestaltet. Es ist nicht so, dass Sie Ihre Persönlichkeit verlieren und ein Roboter werden. Sie werden vielmehr entdecken, wer Sie in Jesus sind und das ist wunderbar! Also denke ich, es ist durchaus möglich, dass Johannes hier mit dem Feuer auch solches reinigendes Feuer meint. Er sagte ja auch: „Er wird euch mit Heiligem Geist und Feuer taufen.“

Im Johannesevangelium berichtet Johannes, der Jünger von Jesus, ebenfalls davon. Dort heißt es: „Jesus wird euch mit dem Heiligen Geist taufen und die Sünde der Welt wegnehmen.“ Er redete nicht von einer Taufe mit Feuer. Er sagte: „Das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt“ und „Er tauft euch mit dem Heiligen Geist“. Wenn man darüber nachdenkt, setzt Johannes offenbar die Taufe mit Feuer mit dem Beseitigen der Sünde gleich. Gott sei Dank, dass Jesus die Sünde beseitigt! Ganz gleich, wie schlecht Sie sind, wie tief Sie gesunken sind – Jesus kann Sie noch heute davon reinigen.

Das Dritte, was mit dem Feuer gemeint sein kann, ist Pfingsten. Jesus tauft mit dem Heiligen Geist und mit Feuer. Davon lesen wir in Apostelgeschichte 2. Am Pfingsttag waren 120 Leute in einem Zimmer versammelt und ich möchte erwähnen, dass Maria, die Mutter von Jesus, auch da war.

Für unsere katholischen Freunde: Maria, die Mutter von Jesus, war dort und wurde wie alle anderen mit dem Heiligen Geist getauft. Sie redete auch in einer fremden Sprache. Sie war mit den anderen zusammen.

Und der Heilige Geist kommt hier auf die Erde, nachdem Jesus in den Himmel aufgefahren war. Der Heilige Geist kam und auf jeden kamen „zerteilte Zungen wie von Feuer“. Er kam in Form eines starken Windes und alle begannen, in fremden Sprachen zu reden, so wie der Heilige Geist es ihnen eingab. Und als sie so auf die Straße gingen und in fremden Sprachen redeten, erregte das ziemliches Aufsehen.

Wenn ich Gott wäre, hätte ich die Kirche so nicht gegründet. Ich wäre mehr auf die Leute eingegangen, die dem Glauben fern stehen und hätte nicht einen Haufen in Zungen redender Leute auf die Welt losgelassen. Aber genau so hat Gott Seine Kirche gegründet. Ich – also, das ist bloß meine Meinung. Warum hat sich der Heilige Geist genau auf diese Art und Weise gezeigt? Und das ist das einzige Mal, dass wir das so in der Bibel lesen. Es hatte etwas mit dem Kommen des Heiligen Geistes zu tun. Und warum zeigten sich über allen Feuerzungen? Meiner Meinung nach bedeutet das Folgendes: Unter dem alten Bund führte Gott Sein Volk aus Ägypten, aus der Gefangenschaft. Das ist ein Bild für die Welt.

Der Pharao ist ein Bild für den Teufel. Das Volk Israel, das das Rote Meer durchquert, ist ein Bild für den Übergang vom Tod zum Leben. Es ist eine Vorausschau auf das, was wir als Christen erleben. Und Gott führte das Volk tagsüber mit einer Wolkensäule. Sie schlugen ihr Lager auf und plötzlich begann die Wolke sich zu bewegen. Dann bauten sie das Lager ab und wussten: „Wir müssen aufbrechen. Gott führt uns.“ Und nachts war Gottes Geist in der Feuersäule anwesend. Und wenn sich die Feuersäule bewegte, wusste das Volk: Jetzt müssen wir weiterziehen.

Ich denke, Gott wollte sagen: „Der gleiche Gott, der euch äußerlich unter dem alten Bund geführt hat, ist gekommen und will in euch wohnen und er wird euch innerlich führen, auch wenn ihr in eurem Leben durch dunkle Zeiten geht.“ Derselbe Gott ist in euer Leben gekommen. Jesus sagte: „Der Heilige Geist ist bei euch, aber er soll in euch sein.“ Und Er führt uns innerlich und Er schenkt uns Licht, das von innen nach außen scheint.

Und das ist das Dritte. Wenn Sie in den Himmel kommen, können Sie Johannes selbst fragen, was genau er meinte. Ich glaube, es gibt noch ein paar mehr, über die wir nicht gesprochen haben. Aber auf jeden Fall tauft Jesus mit dem Heiligen Geist und mit Feuer.

Nur noch ein paar Verse. Schlagen Sie mit mir Matthäus 3, Vers 13, auf. Dort heißt es:

Matthäus 3:13-15

„Dann kommt Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johannes, um sich von ihm taufen zu lassen. Johannes aber wehrte ihm und sprach: Ich habe nötig, von dir getauft zu werden. Und du kommst zu mir? Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: Lass es jetzt so sein; denn so gebührt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen. Dann lässt er es ihm zu.“

Johannes erkannte, dass er selbst mit dem Heiligen Geist und Feuer getauft werden müsste. Er sagt: „Du kommst und willst dich von mir taufen lassen? Ich brauche deine Taufe.“ Und gerade zuvor hatte Johannes davon gesprochen, wie Jesus uns taufen würde. Da stellt sich eine Frage: Warum sollte sich unser sündloser Retter mit einer Taufe für reuige Sünder taufen lassen? Denn genau so war es ja: Die Leute kamen, bekannten ihre Sünden und ließen sich taufen.

Jesus aber war ohne Sünde. Warum sollte sich unser sündloser, reiner, vollkommener Retter mit einer Taufe für reuige Sünder taufen lassen? Dazu ein paar Gedanken.

Erstens: Jesus identifizierte sich mit uns, und er erfüllte die Prophetie des Alten Testaments. In Jesaja 53:12 heißt es, er ließ sich unter die Sünder zählen. Er war keiner von ihnen, aber er wurde zu ihnen gerechnet. Das geschah durch diese Taufe. Jesaja 53:12.

Zweitens: Er bereitete sich auf seine Rolle als Hohepriester vor, der unsere Sünde aus der Welt schaffen sollte. In 2. Mose 30 und 40 können Sie lesen, dass die Priester, bevor sie in den Tempel gingen und das Opfer für die Sünden des Volkes darbrachten, sich gründlich mit Wasser waschen mussten.

Verstehen Sie, Jesus sagte: „Wir müssen alle Gerechtigkeit erfüllen. Das alles wurde vorhergesagt. Ich übernehme meine Rolle als Priester und ich werde für die Sünde der ganzen Welt sühnen.“ Und vielleicht war diese Taufe einfach eine symbolische Handlung dafür.

Okay, lesen wir weiter ab Vers 16:

Matthäus 3:16-17

„Und als Jesus getauft war, stieg er sogleich aus dem Wasser herauf; und siehe, die Himmel wurden ihm geöffnet, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabfahren und auf sich kommen. Und siehe, eine Stimme kommt aus den Himmeln, welche spricht: Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe.“

Ich glaube, hier sehen wir die ganze Dreieinigkeit deutlicher als sonst irgendwo. Wir sehen Jesus. Er kommt aus dem Wasser. Der Heilige Geist kommt in Form einer Taube auf Ihn herab und der Vater spricht aus dem Himmel. Alle drei einzeln und doch alle drei vom Wesen her eins. Hier sehen wir die Einheit der Dreieinigkeit. Nun heißt es hier, der Heilige Geist kam wie eine Taube auf Ihn herab.

Nach dem Gesetz war es so, dass jemand, wenn er sich als Sündopfer im Tempel kein Lamm leisten konnte, stattdessen eine Taube darbringen durfte. Es war eine Hilfe für die Menschen auf der untersten Stufe der Gesellschaft. Und interessanterweise war dies genau das Opfer, das Maria und Josef mitbrachten, als sie Jesus in den Tempel brachten. Das können wir in den Evangelien nachlesen. Offenbar konnten sie sich kein Lamm leisten, und so brachten sie das Armenopfer – eine Taube. Aber im jüdischen Denken stellt eine Taube, genau wie ein Lamm, immer ein Sündopfer dar. Und indem der Geist Gottes in Form einer Taube auf Jesus herabkommt, wird angezeigt, dass Jesus auch für die Ärmsten, die Niedrigsten und die Bedürftigsten sterben wird. Und dazu sagt der Vater: „Das ist mein geliebter Sohn.“ Das ist sehr interessant.

Im alten Bund war es so, dass der Priester das Opfertier nahm – und wenn es auch nur eine Taube war – und es untersuchte. Er schaute nach, ob das Tier irgendeinen Makel oder eine Fehlbildung hatte. Und wenn dem so war, durfte es nicht als Opfer dargebracht werden. Es ist also so, als ob der Vater im Himmel sagte: An Ihm ist kein Makel. Er ist das vollkommene Opfer. Er ist mein Sohn, an dem ich Freude habe. Und Er wird für alle sterben, sogar für die Allerbedürftigsten und Allerärmsten. Er starb für die Reichen, Er starb für die Armen. Er ist Gottes vollkommenes Opfer. Halleluja! Was für ein Retter!

Ich habe heute ein paar sehr deutliche Worte gesagt. Spätestens, wenn man über unauslöschliches Feuer und Buße redet, ist klar, dass man nicht nur Kirche spielt. Ich habe meine eigene Geschichte hier in dieser Gemeinde schon sehr oft erzählt. Ich war drogenabhängig. Ich war Alkoholiker. Ich habe viel Schlimmes getan. Selbst heute werde ich noch rot, wenn ich daran denke. Mit diesen Dingen habe ich mir nicht nur selbst geschadet, sondern auch anderen wehgetan. Und wissen Sie was? In einer kleinen Missionsstation in Medford, Oregon, hat damals jemand das Getreide aufgemischt. Und ich habe die Entscheidung getroffen, dass ich nicht mehr wie bisher weiterleben wollte. In meinem Herzen gab es ein Loch, so groß wie der Grand Canyon. Bei mir waren Dinge kaputt, die ich nicht in Ordnung bringen konnte. Ich brauchte Gott, selbst wenn mir das nicht ganz klar war. Aber Gott wusste es. Ich war bereit, alles aufzugeben, alles zu ändern, jeden Weg zu gehen, alles zu tun, wenn nur mein Herz in Ordnung kam und ich eine Beziehung mit Gott haben konnte.

Ich möchte Ihnen nur sagen: Ganz gleich was in Ihrem Leben los ist – nichts, nichts davon ist es wert, dass Sie daran festhalten, wenn es den König am Hereinkommen hindert. Ebnen Sie den Weg. Ändern Sie Ihre Einstellung. Entscheiden Sie sich für eine Richtungsänderung in Ihrem Leben. Fangen Sie an, für Gott zu leben. Damit meine ich nicht, dass Sie religiös und „seltsam“ werden sollen. Das war ja das Problem der Pharisäer und Sadduzäer. Sie waren religiös und seltsam und gesetzlich geworden und alle hatten Angst vor ihnen und sie hassten alle anderen! Also, das ist damit nicht gemeint. Aber wissen Sie was? Hier sind einige Leute, die umkehren müssen. Schaffen Sie den Schutt von der Straße. Buße macht die krummen Wege gerade und ich sage Ihnen, der König wird zu Ihnen kommen. Und wenn Er kommt, bringt Er den Einfluss Seines Königreichs mit. Mich hat Er an dem Abend augenblicklich verändert. Seitdem bin ich auf dem Weg, aber der Abend vor 35 Jahren in dieser Mission… Mann, ich hatte lange Haare und einen langen Bart. Ich weiß heute noch, welche Klamotten ich an dem Abend anhatte. Aber mein Leben änderte sich radikal. Ich weiß, dass es nicht immer so von jetzt auf gleich geht, aber in jedem Fall macht sich Gott sofort an die Arbeit. Ich wurde damals sofort von den Drogen frei und seit 35 Jahren habe ich keine Drogen mehr genommen. Aber deswegen bin ich nicht zu Gott gekommen. Ich bin zu Gott gekommen, weil ich es nötig hatte.

Und auch für Sie ist der Retter da, der Sie liebt. Er ist für Sie am Kreuz gestorben; Er hat Sein Leben aufgegeben. Er ist einfach unbegreiflich! Und Er lebt. Und wenn Sie bereit sind umzukehren, dann sagen Sie: „Gott, ganz gleich, was nötig ist, worauf immer Du den Finger legst – ich liefere Dir alles aus. Ich will Dich.“ Ich sage Ihnen, der König wird in Ihr Leben kommen.

Ich hoffe, Gott hat Sie durch diese Predigt angesprochen. Und wenn Sie noch keinen Frieden mit Gott geschlossen haben – wäre nicht jetzt ein guter Zeitpunkt dafür? Vielleicht haben Sie ein Drogenproblem. Vielleicht haben Sie eine Beziehung, von der Sie eigentlich wissen, dass sie nicht richtig ist. Vielleicht haben Sie Dinge im Leben, von denen Sie denken: „Wenn ich das nur in Ordnung bringen und aus der Welt schaffen kann, dann kann ich am Ende zu Gott kommen.“ Nein. Sie müssen so kommen, wie Sie sind. Wenn Sie Ihr Leben in Ordnung bringen und alles selbst regeln könnten, dann bräuchten Sie Gott gar nicht. Gott hat Seinen Sohn geschickt, um unser kaputtes Leben in Ordnung zu bringen. In der Bibel steht: „Wer den Namen des Herrn anruft, wird gerettet.“ Jesus sagt: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.“ Gott liebt Sie und wünscht sich eine Beziehung mit Ihnen. Sein Sohn Jesus starb an Ihrer Stelle am Kreuz. Er hat Ihre Sünden weggenommen. Er wurde am dritten Tag von den Toten auferweckt. Vertrauen Sie Ihm Ihr Leben an. Bekennen Sie Ihn als Ihren Herrn. Sie werden es nie bereuen.

Jule 23. Oktober 2011 Keine Kommentare Comments RSS

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