Das Ziel erreichen – Bayless Conley

Das Ziel erreichen

Das Ziel erreichem

und als epub-Datei für eBooks: Das Ziel erreichen

 

 

Das Ziel erreichen
06.11.2011
Pastor Bayless Conley

Hallo Freunde! Viele Menschen machen einen guten Anfang; sie legen einen Blitzstart hin, doch dann lassen sie stark nach. Sie erreichen das Ziel entweder gar nicht oder nicht gut. Heute möchte ich Ihnen vier Gedanken mitgeben, wie Sie Ihren Weg vollenden können – wie Sie das Rennen bis zum Ende durchhalten können. Seien Sie keine Sternschnuppe, die ganz kurz hell aufleuchtet und dann einfach verglüht. Gott wünscht sich, dass wir von Anfang an gut laufen – und wenn wir keinen guten Start hatten, dass wir dann zulegen und das Ziel gut erreichen.

Vielleicht hatten Sie keinen guten Start und bisher lief es auch nicht gut, aber wissen Sie was? Sie können trotzdem das Ziel erreichen. Sie können herausfinden, was Gott mit Ihrem Leben vor hat und dann zielgerichtet weitergehen. Wenn Sie eine Bibel haben, nehmen Sie sie zur Hand und vielleicht etwas zu schreiben. Machen Sie sich Notizen zu den vier Gedanken, wie Sie das Ziel erreichen können.

Heute möchte ich darüber sprechen, wie man das Ziel erreicht – das Rennen bis ans Ende durchhält und das lebt, wozu Gott einen berufen hat. Dazu wollen wir eine Ermahnung lesen, die Paulus einem Mann in Kolossä gibt.

Kolosser 4:17

„Und sagt Archippus: Sieh auf den Dienst, den du im Herrn empfangen hast, dass du ihn erfüllst!“

Das war an ein einzelnes Gemeindemitglied in jener Zeit gerichtet, aber es lässt sich auf jeden von uns anwenden. Denken Sie einmal über diese Worte nach: „Sieh auf den Dienst, den du im Herrn empfangen hast, dass du ihn erfüllst.“

Das New-Life-Testament sagt dafür: „Bemühe dich, die Aufgabe zu erfüllen, die der Herr dir aufgetragen hat.“ Ich glaube, in der Kirche heute gibt es viel unerledigte Arbeit, viele unerledigte Aufgaben. Aber bei Aufträgen an uns ändert Gott nie Seine Meinung. In Römer 11:29 heißt es, dass Gott Seine Gaben und Berufung nicht bereuen kann. Gott ändert Seine Meinung nicht. Er lässt sich nicht etwas Besseres einfallen. Wozu Er uns beruft, worum Er uns bittet, was Er von uns verlangt, dazu steht Er. Und ich möchte Ihnen heute vier Gedanken mitgeben, wie Sie das Ziel gut erreichen können.

Den ersten finden wir in der Apostelgeschichte Kapitel 20. Schlagen Sie das bitte einmal auf. Der Gedanke ist folgender: Um das Ziel zu erreichen und unsere Aufgabe zu erfüllen, brauchen wir völlige Hingabe – völlige Hingabe. In Apostelgeschichte Kapitel 20 sagt Paulus zu einer Gruppe von Gemeindeleitern:

„Und nun siehe, gebunden im Geist, gehe ich nach Jerusalem und weiß nicht, was mir dort begegnen wird, außer dass der Heilige Geist mir von Stadt zu Stadt bezeugt und sagt, dass Fesseln und Bedrängnisse auf mich warten. Aber ich achte mein Leben nicht der Rede wert, damit ich meinen Lauf vollende und den Dienst, den ich von dem Herrn Jesus empfangen habe: das Evangelium der Gnade Gottes zu bezeugen.“

Paulus spricht davon, seinen Lauf zu vollenden – den Auftrag zu Ende zu bringen, den er von Gott bekommen hat. Er sagt hier: „Ich weiß nicht, was die Zukunft bringt, aber ich weiß, dass Gottes Absichten und Pläne mich nach Jerusalem ziehen. Und der Heilige Geist sagt mir, überall, wo ich hinkomme, dass mich Schwierigkeiten erwarten, dass mich Ketten und Gefangenschaft erwarten.“ Paulus sagt: „Aber nichts davon rührt mich und mein Leben ist mir nichts wert. Selbst wenn es mich das Leben kostet, ich gehe voran, wie Gott es will.“

Freunde, wenn Sie sich von Hindernissen und Schwierigkeiten abschrecken und aus der Bahn werfen lassen, werden Sie nie fertig bringen, was Gott von Ihnen will.

Mein Sohn Harrison hat mir eine SMS mit einem Foto von meinem Enkel geschickt, wie er gerade einen Golfball einlocht. Da musste ich an etwas denken, was passiert ist, als ich letzten Monat mit meiner Familie golfen war. In unserer Nähe war ein anderer Golfspieler. Er hatte seine Ausrüstung abgestellt und stand nun mit seinem Schläger da, um einen Ball einzulochen. Inzwischen lief ein Eichhörnchen auf seine Golftasche zu. Offenbar hatte es die Snacks in der Golftasche gerochen. In Null Komma nichts knabberte es ein Loch in die Tasche und holte das Essen raus. Ich rief also: „Hey, ist das Ihre Tasche?“ Er: „Ja.“ Ich: „Ihnen klaut gerade ein Eichhörnchen das Essen!“ Mit dem Schläger in der Hand rannte er zu seiner Tasche, aber das Eichhörnchen griff ihn an. Und er zog ab! Ich konnte es kaum glauben! Dann ging er wieder auf die Tasche zu… das Eichhörnchen stürmte auf ihn zu und der Mann rannte weg! Dreimal griff ihn das Eichhörnchen an. Und obwohl er den Schläger in der Hand hatte, rannte er dreimal weg! Der Mann wartete, bis das Eichhörnchen gerade nicht hinschaute; dann schnappte er sich seine Tasche und machte sich aus dem Staub. Es war urkomisch. Vielleicht hatte er eine Phobie vor kleinen Tieren, keine Ahnung. – Aber wissen Sie, es werden Ihnen schlimmere Dinge begegnen als ein kämpferisches Eichhörnchen, wenn Sie in Ihrem Leben Gottes Willen tun und Seinem Plan folgen. Sie werden einen Entschluss fassen müssen: „Ich werde mich nicht von Hindernissen oder Schwierigkeiten abschrecken lassen. Das soll mich nicht beeinflussen und mein Leben ist mir nichts wert.“

Vor Jahren habe ich einmal eine Geschichte gelesen; ich denke, eine wahre Geschichte. Ein kleiner Junge hatte eine Schwester, die eine Bluttransfusion brauchte. Seine Eltern und der Arzt erklärten ihm die Sache. Die Schwester hatte eine seltene Blutgruppe, die gleiche wie ihr Bruder. Der Arzt sagte: „Wir versuchen, Blut zu bekommen, aber sie braucht sofort eine Transfusion.“ Er erklärte dem Jungen: „Du bekommst eine Nadel in den Arm und es tut ein bisschen weh. Aber deine Schwester braucht das Blut.“ Der Kleine, er war vielleicht fünf Jahre alt, schaute ängstlich, aber er sagte: „Okay.“ Dann setzte er sich hin und bekam die Kanüle in den Arm. Plötzlich schaute er zu dem Arzt hoch und fragte. „Onkel Doktor, wann sterbe ich?“ So hatte der Kleine die Situation verstanden. Er dachte, er soll für seine Schwester sterben. Er dachte, wenn er sein Blut gibt, stirbt er, damit seine Schwester leben kann. Die Erwachsenen waren erschüttert, als sie begriffen, was in seinem kleinen Kopf vorging – umso mehr, als er bereit war, sein Leben für seine Schwester aufzugeben. In der Bibel heißt es in

Offenbarung 12:11

„Sie haben ihn überwunden wegen des Blutes des Lammes und wegen des Wortes ihres Zeugnisses.“

Verstehen Sie, der Feind – und es geht hier um den Feind Ihrer Seele – wird Sie angreifen. Er wird versuchen, Sie vom Weg abzubringen. Wir überwinden ihn nur durch das Blut Jesu und unser Bekenntnis. Aber in diesem Vers heißt es noch weiter: „… und sie haben ihr Leben nicht geliebt bis zum Tod.“ Das heißt, sie waren bereit, ihr Leben aufs Spiel zu setzen, um Gottes Ziel zu erreichen. Völlige Hingabe.

Vor einigen Jahren war ich zum Predigen auf den Philippinen, auf der Insel Mindanao. Zu der Zeit gab es dort viele Kämpfe. Guerillatruppen hatten Touristen als Geiseln genommen. Es hatte einige Morde gegeben und die Regierungstruppen und die Guerillatruppen bekämpften sich heftig. Nicht allzu weit von dem Gelände, wo unsere Veranstaltungen stattfanden, wurde ein Guerillalager von den Regierungstruppen überrannt und viele Menschen verloren ihr Leben. Eine Gruppe war von einer nördlichen Insel aus einer entlegenen Gegend zu uns gekommen. Sie waren drei Tage lang mit einem alten Bus und mit dem Boot und dann noch eine ganze Weile zu Fuß unterwegs gewesen. Drei Tage, nur um zu unserer Veranstaltung zu kommen, von der sie gehört hatten. Und dann begriff ich, dass sie durch das Gebiet mit den schwersten Kämpfen gekommen waren – es war sehr gefährlich, dort unterwegs zu sein. Ich fragte sie: „Warum seid ihr gekommen?“ Und sie sagten: „Wir haben deine CDs gehört. Die Sache mit der Taufe im Heiligen Geist hat uns nicht mehr losgelassen. Wir hatten das Gefühl, dass wir diese Taufe im Heiligen Geist brauchen, um Gottes Willen zu erfüllen. Deswegen sind wir hergekommen.“ Wir beteten für sie und alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt. Es war ein wunderbarer Nachmittag. Und dann kehrten sie um und reisten durch die gleiche Gegend nach Hause. Viele von uns würden das als große Entbehrungen ansehen – allein bei der Reise hatten diese Menschen ihr Leben riskiert. Aber wissen Sie was? Sie waren fröhlich.

Und das erinnert mich an das Nächste, was Paulus hier sagt: „Das alles rührt mich nicht. Mein Leben ist mir nichts wert. Ich will nur Gottes Auftrag erfüllen, und zwar voller Freude.“ Es gibt Hindernisse, es gibt Schwierigkeiten und schwere Zeiten, aber es gibt auch unaussprechliche, grenzenlose Freude. Und das alles hängt nicht von unseren Umständen ab, sondern von unserer Beziehung zu Jesus.

Manchmal wirken Christen so, als wären sie auf ihrer ganzen Lebensreise immer nur seekrank. Das ist so schade! Wir alle machen Schweres durch, aber selbst in den dunkelsten Zeiten können wir noch Freude erleben. Immerhin wissen wir doch, dass wir in den Himmel kommen! Selbst am schlimmsten Tag unseres Lebens sind wir unterwegs zum Himmel! Auf uns warten gute Dinge. Gott verlässt uns nie, Er lässt uns nie im Stich, Er ist immer gut und wir können unseren Weg mit Freude gehen. Paulus redet hier also von Gefangenschaft, von Leiden, und im gleichen Atemzug spricht er von Freude beim Erfüllen seines Auftrags. Völlige Hingabe ist also das Erste. Der zweite Gedanke ist, dass wir wissen müssen, wozu wir berufen sind. Achten Sie einmal auf die Formulierung: „Damit ich meinen Lauf und den Dienst vollende, den ich von dem Herrn Jesus empfangen habe“.

Sehr persönlich, sehr einzigartig. Und ich habe eine Frage für Sie: Was hat Jesus Ihnen aufgetragen? Was haben Sie persönlich von Ihm empfangen? Paulus schreibt an die Korinther: „Ich habe von dem Herrn empfangen, was ich auch euch überliefert habe“.

Ich rede hier nicht von etwas, das Sie aus dritter oder vierter Hand bekommen haben, sondern von etwas, das Gott Ihnen aufgetragen hat. Natürlich kann das von außen bestätigt werden, zum Beispiel durch einen Gottesdienst wie diesen. Gott kann auch durch einen Prediger oder auf ganz andere Weise zu Ihnen sprechen, aber der Heilige Geist arbeitet ganz direkt an Ihrem Inneren. Was wissen Sie ganz sicher? Was ist das, wovon Sie wissen, dass Sie es auf jeden Fall tun sollen?

König David sagte: „Eines begehre ich.“ Der Apostel Paulus sagte: „Dieses Eine tue ich.“ Jesus sagte zu dem reichen jungen Mann: „Eins fehlt dir.“

Ich glaube, manchmal verzetteln wir uns. Wir versuchen, in allem Experte zu sein und konzentrieren unsere Energie nicht auf die ein oder zwei Dinge, die Gott von uns will. Erinnern Sie sich, was Johannes der Täufer gefragt wurde, als er am Jordan taufte? Die Menschen fragten: „Bist du der Prophet?“ oder: „Bist du Elia?“ Und seine Antwort war: „Nein.“ Sie fragten ihn: „Bist du der Christus?“ Er sagte: „Nein“, und sie fragten: „Wer bist du dann? Wer bist du und was sagst du über dich selbst?“ Eine tiefgründige Frage. Und die Antwort war: „Ich bin eine Stimme, die in der Wüste ruft: Ebnet den Weg für den Herrn!“ Johannes wusste, wer er nicht war, aber er wusste auch, wer er war. Er wusste, wozu er berufen war und wozu nicht.

Was, wenn diese Frage Ihnen gelten würde? Wenn Sie in diesem Moment vor Gott treten und für nur eine Sache Rechenschaft ablegen müssten, von der Sie genau wissen, dass Sie sie tun sollen – was wäre das? Es ist wichtig zu wissen, dass ich auf dem richtigen Weg zum Ziel bin. Ihr Ziel wird nicht das gleiche sein wie das der Person, die gerade neben Ihnen sitzt. Es ist sicher etwas anderes. Es gibt verschiedene Phasen im Leben und gewisse Dinge müssen Sie tun und andere sollen Sie nicht tun.

Einmal wollte ich einen Geschäftsmann als Referenten hier in die Gemeinde einladen. Er war in den letzten vier Jahrzehnten in Orange County sehr erfolgreich und hatte enorm viel für den Dienst am Evangelium gespendet. Er war ein Freund eines Gastredners, den wir einmal hier hatten und ich hatte ihn kennengelernt, als er zu der betreffenden Veranstaltung gekommen war. Vor Jahren schrieb ich ihm also und fragte: „Könnten Sie hier einen Vortrag für unsere Geschäftsleute halten?“ Und er schrieb mir einen sehr netten Antwortbrief: „Bayless, es ist mir eine große Ehre, dass Sie mich zu einem Vortrag anfragen. Aber ich bin kein Redner. Dazu hat Gott mich nicht berufen. Gott hat mich dazu berufen, hinter den Kulissen zu arbeiten und Geld für sein Reich zu spenden.“ Ich war ein bisschen enttäuscht, dass er abgesagt hatte, aber anderseits dachte ich: „Das ist ein Mann, der weiß, wer er ist und wer er nicht ist.“ Und das ist sehr, sehr wichtig, denn ansonsten läuft man am Ende womöglich in einem Rennen, das einem gar nicht aufgetragen war.

Jeder von uns ist von Gott berufen, an irgendeiner Stelle in Seinem Königreich zu arbeiten, ob durch Gebet oder Spenden, Predigen, Organisation, technische Unterstützung, Trost und Ermutigung, Besuche bei Menschen in Not oder Kinderarbeit und so weiter. Es gibt sicher einige universelle Dinge, die jeder Christ tun sollte. Aber es gibt auch einige spezielle Dinge, die mit unseren individuellen Gaben zu tun haben und zu denen wir besonders berufen sind.

Vor Kurzem erzählten Freunde meiner Frau – oder meiner Frau und mir zusammen – sie erzählten von ihrem Kind, das sich hier in unserer Gemeinde in einem bestimmten Arbeitsbereich engagiert. Und ihr Kind hatte zu ihnen gesagt: „Ich bin für diese Aufgabe geboren!“ So etwas höre ich unheimlich gern! Jemand tut genau das, wozu Gott ihn begabt und beauftragt hat. Sie haben also eine Aufgabe von Gott bekommen, eine Berufung, und Sie müssen herausfinden, worin die besteht. Vielleicht müssen Sie dazu etwas intensiver Zeit mit Gott verbringen, aber das ist gut investierte Zeit.

Der dritte Gedanke zu diesem Thema ist folgender: Machen Sie sich klar, dass eine Aufgabe in verschiedenen Abschnitten abläuft. Das Rennen, das Sie für Gott laufen, hat mehrere Phasen. Ich habe eine Bibelstelle dazu, 2. Mose 17:1. Dort heißt es in der Message Bible: „Auf Gottes Anweisung hin verließ das ganze Volk Israel die Wüste in mehreren Etappen.“ Auf Gottes Anweisung, in mehreren Etappen. In einer anderen Übersetzung heißt es: „Gott führte Israel Schritt für Schritt.“

Schlagen Sie bitte mit mir Apostelgeschichte, Kapitel 11, auf. Wegen der Verfolgung sind viele Christen aus Jerusalem geflüchtet und in alle Himmelsrichtungen gezogen und nun predigen sie überall. Eine Gruppe von ihnen kam nach Antiochia. Antiochia war nach Rom und Alexandria die dritte große Stadt der Antike. Sie wurde auch das „Auge Asiens“ genannt und war eine wichtige Metropole. Außerdem war es eine durch und durch heidnische Stadt. Sie predigen das Evangelium also vor diesen eingefleischten Heiden, von denen einige Christen werden. Die Gemeinde in Jerusalem hört davon und schickt Barnabas. Er kommt und ist erfreut über die Entwicklung. Er macht den jungen Christen Mut und ermahnt sie, weiter mit Jesus zu leben. Immer mehr Menschen kommen zum Glauben. Und statt nach Jerusalem zurückzugehen und dort Bericht zu erstatten, tut Barnabas etwas Interessantes. Durch Gottes Geist inspiriert geht er nach Tarsus und sucht einen Mann namens Saulus auf – Saulus, der später der Apostel Paulus wird. Saulus war in Damaskus Christ geworden. Man versuchte, ihn umzubringen, also floh er nach Jerusalem, doch auch dort wollte man ihn umbringen. Also schickten Barnabas und die anderen Gemeindeleiter ihn nach Tarsus. Seit zwei Jahren lebt er schon dort. Was er in dieser Zeit getan hat oder was in seinem Leben passiert, wird uns in der Bibel nicht berichtet. Offenbar hat Gott innerlich an ihm gearbeitet. Auch bei uns arbeitet Gott an den Bereichen unseres Lebens, die es nötig haben. Doch Barnabas beschloss, nach Tarsus zu gehen, Saulus zu suchen und ihn nach Antiochia zu holen. Wir lesen ab Apostelgeschichte 11:25.

Apostelgeschichte 11:25-29

„Er zog aber aus nach Tarsus, um Saulus aufzusuchen; und als er ihn gefunden hatte, brachte er ihn nach Antiochia. Es geschah ihnen aber, dass sie ein ganzes Jahr in der Gemeinde zusammenkamen und eine zahlreiche Menge lehrten und dass die Jünger zuerst in Antiochia Christen genannt wurden. In diesen Tagen aber kamen Propheten von Jerusalem nach Antiochia herab. Einer aber von ihnen, mit Namen Agabus, stand auf und zeigte durch den Geist eine große Hungersnot an, die über den ganzen Erdkreis kommen sollte; sie trat auch unter Klaudius ein. Sie beschlossen aber, dass, je nachdem wie einer der Jünger begütert war, jeder von ihnen zur Hilfeleistung den Brüdern, die in Judäa wohnten, etwas senden sollte; das taten sie auch, indem sie es durch die Hand des Barnabas und Saulus an die Ältesten sandten.“

Diese jungen Heidenchristen sammelten also spontan Spenden und schickten sie nach Judäa und Jerusalem, weil die Hungersnot dort sicher am härtesten zuschlagen würde. Weiter

Apostelgeschichte 12:25

„Barnabas aber und Saulus kehrten, nachdem sie den Dienst erfüllt hatten, von Jerusalem zurück und nahmen auch Johannes mit dem Beinamen Markus mit.“

Sie kehrten also nach Antiochia zurück, als sie ihre Aufgabe erfüllt hatten. Moment mal! „Erfüllt“ heißt doch eigentlich vollständig ausgeführt. Aber sie hatten doch noch gar nicht ihre Aufgabe erfüllt?! Ich meine, sie hatten noch keine einzige Missionsreise gemacht! Sie hatten noch keine einzige Gemeinde gegründet. Paulus hatte noch keinen einzigen Brief geschrieben, denn die Gemeinden gab es noch gar nicht. Was heißt das also: Sie hatten ihre Aufgabe erfüllt? – Sie hatten eine Phase ihres Auftrags abgeschlossen. Gott hatte in den zwei Jahren in Tarsus an Paulus gearbeitet. Barnabas hatte die Christen in Antiochia ermutigt und dann Paulus nach Antiochia geholt. Dort haben die beiden die Christen ein ganzes Jahr lang geschult und gelehrt. Und als das alles abgeschlossen war, brachten sie das großzügige Geschenk aus Antiochia zu den Christen in Jerusalem. All das war ein ziemlich langer Abschnitt ihrer Aufgabe, den sie jetzt abgeschlossen hatten. Und nun schauen wir weiter in

Apostelgeschichte 13:1-4

„Es waren aber in Antiochia, in der dortigen Gemeinde, Propheten und Lehrer: Barnabas und Simeon, genannt Niger, und Luzius von Kyrene (Kyrene ist übrigens das heutige Tripolis in Libyen) und Manaën, der mit Herodes, dem Vierfürsten, auferzogen worden war, und Saulus. Während sie aber dem Herrn dienten und fasteten, sprach der Heilige Geist: Sondert mir nun Barnabas und Saulus zu dem Werk aus, zu dem ich sie berufen habe! Da fasteten und beteten sie; und als sie ihnen die Hände aufgelegt hatten, entließen sie sie. Sie nun, ausgesandt von dem Heiligen Geist, gingen hinab nach Seleuzia, und von dort segelten sie nach Zypern.“

Jetzt gingen sie auf die erste Missionsreise. Interessant, dass der Heilige Geist sagt: „Sondert mir nun Barnabas und Saulus zu dem Werk aus, zu dem ich sie berufen habe!“ Doch Apostelgeschichte 13:2 gäbe es nicht ohne das, was wir in Apostelgeschichte 12:25 gelesen haben. Sie haben ihre Aufgabe vollendet. Sie haben den ersten Abschnitt abgeschlossen und dann öffnete sich die Tür für den zweiten Abschnitt, nämlich die erste Missionsreise. Sie wären nie für die neue Aufgabe ausgewählt worden, wenn sie nicht ihre ursprüngliche Aufgabe von Gott ausgeführt hätten.

Wir müssen verstehen, dass das Leben und unsere Arbeit in Phasen verläuft. Viele Menschen wünschen sich, dass Gott ihnen etwas Neues sagt – aber das geschieht nicht, bevor sie nicht erst abgeschlossen haben, was Gott ihnen zuletzt aufgetragen hatte.

Weiter im Text: Die erste Missionsreise ist vorüber. Menschen sind zum Glauben an Christus gekommen, Wunder sind geschehen, Gemeinden wurden gegründet und Menschen ermutigt.

Apostelgeschichte 14:25-26

„Und als sie in Perge das Wort geredet hatten, gingen sie hinab nach Attalia; und von da segelten sie ab nach Antiochia, von wo sie der Gnade Gottes befohlen worden waren zu dem Werk, das sie erfüllt hatten.“

Das ist das gleiche Wort: vollständig ausgeführt, erfüllt. Aber sie haben immer noch nicht den ganzen Auftrag erfüllt, sondern nur einen weiteren Abschnitt. Es kommt noch viel mehr: Paulus wird nach Mazedonien gehen und die ersten Europäer mit Jesus bekannt machen. Er wird eineinhalb Jahre in Korinth verbringen, Menschen für Christus gewinnen und eine Gemeinde gründen. Er wird nach Ephesus gehen und über zwei Jahre in dieser Stadt verbringen. Davon lesen wir in Apostelgeschichte 19. Paulus ist zum zweiten Mal in Ephesus. Wir lesen die Verse 8 bis 10. Dort heißt es, dass er in Ephesus zwei ganze Jahre das Wort Gottes predigte.

Apostelgeschichte 19:10

„Dies aber geschah zwei Jahre lang, so dass alle, die in Asien wohnten, sowohl Juden als auch Griechen, das Wort des Herrn hörten.“

In dieser heidnischen Stadt gibt es eine große Bekehrungswelle. Vers 20 fasst es zusammen: „So wuchs das Wort des Herrn mit Macht und erwies sich kräftig“. Und dann heißt es in Vers 21: „Als dies aber beendet war…“ hier steht wieder das gleiche Wort, das wir in allen anderen Versen bisher gelesen haben.

Als dieses erfüllt und als jenes beendet war…

„… nahm sich Paulus im Geist vor, durch Mazedonien und Achaja zu ziehen und nach Jerusalem zu reisen, und sprach: Wenn ich dort gewesen bin, muss ich auch Rom sehen.“

Er war über zwei Jahre in Ephesus und davor gab es andere Aufgaben. „Als dies aber beendet war…“ ein weiterer Abschnitt in seinem Auftrag, in seinem Rennen, ist abgeschlossen. Und jetzt sagt er: „Ich muss…“ alle zusammen: „Ich muss.“ „Ich muss nach Rom…“ Gottes Auftrag zieht ihn. Erinnern Sie sich noch, Apostelgeschichte 9, wo Paulus mit diesem Superlaser vom Pferd geschossen wurde? Er musste in die Stadt geführt werden, weil er nichts sehen konnte. Und Gott sagt in einer Vision zu einem Mann namens Hananias: „Du musst dich um Saulus von Tarsus kümmern.“ Hananias sagt: „Herr, ich habe von diesem Kerl gehört. Ein ganz schlimmer Typ.“ Gott sagt: „Geh hin! Er ist mein auserwähltes Werkzeug. Er soll meine Botschaft den Völkern bringen und auch dem Volk Israel.“

Paulus hat also bisher alle Aufgaben erfüllt. Doch Gott hatte noch etwas anders zu Hananias gesagt, und übrigens auch zu Paulus: „Er soll meine Botschaft den Königen bringen.“ Dieser Teil seines Auftrags war noch nicht erfüllt. Ein Abschnitt kommt noch. Doch dieser Abschnitt wäre nie eingetreten, wenn er nicht zuerst die anderen Phasen durchlaufen hätte. Er muss also nach Rom und er wird tatsächlich vor König Agrippa stehen und zum Kaiser geschickt werden. Doch das alles verlief in Etappen. Hätte er nicht Phase 1 abgeschlossen, wäre Phase 2 nicht gekommen und so weiter.

Für mich persönlich war es eine monumentale Erkenntnis, dass das Leben – Gottes Plan, unser Weg – in verschiedenen Etappen verläuft. Und man kann nichts davon überspringen. Man muss treu das tun, was im Moment ansteht. Fällt Ihnen etwas ein, das Sie gerade konkret tun sollen? In was für einer Phase befinden Sie sich gerade? Wie sieht diese Phase aus? Vielleicht sagen Sie: „Das ist eine schwere Phase.“ Das mag sein. Vielleicht sollen Sie im Moment Geduld lernen und lernen, Gott zu vertrauen. Auf den holprigen Wegstrecken – in den schwierigen Phasen, wenn es so aussieht, als ob alles schief läuft, wenn nichts zu funktionieren scheint und wenn es Ihnen so vorkommt, als würde Gott gar nicht mehr mit Ihnen reden – genau dann müssen Sie einfach durchhalten. Wissen Sie, es gibt Phasen oder Runden im Rennen, die ganz trübe aussehen, aber sie bilden unseren Charakter. Sie machen uns beharrlicher. Und wenn wir in Schwierigkeiten richtig reagieren, werden wir stärker.

Vielleicht haben Sie das Gefühl, total versagt zu haben. „Warum sollte Gott mich überhaupt wollen?“ Er will Sie. Die Bibel sagt. „Christus starb für uns, als wir Sünder waren. Er liebte uns, als wir Feinde Gottes waren.“ Gott liebt Sie. Er hat Sie nicht verlassen und Er wird Sie nicht im Stich lassen. Er ist Ihnen nahe, auch wenn Sie Seine Gegenwart im Moment überhaupt nicht spüren können. Und ich bete darum, dass Sie tief im Inneren ermutigt werden. Wenn Sie ein entmutigter Pastor sind und gerade zuschauen, dann bete ich darum, dass der Heilige Geist Ihr Herz berührt. Sie sollen wissen, dass Ihre Arbeit für Gott nicht umsonst ist. Halten Sie durch, auch wenn Sie meinen, es sei zu wenig und Sie kaum Ergebnisse sehen. Halten Sie durch. Tun Sie Ihre Arbeit zur Ehre Gottes, tun Sie sie demütig und mit Liebe. Sie wird Früchte tragen. Gott segne Sie. Bis zum nächsten Mal.

 

Heute geht es darum, wie wir unseren Auftrag für Gott vollenden können. Wir haben ganz besonders darüber nachgedacht, dass unser Weg, unser Auftrag, unsere Lebensmission, in Etappen verläuft. Wir müssen jeden Abschnitt zu Ende bringen, bevor wir zum nächsten übergehen. Alle Etappen sind miteinander verbunden und wir können keine davon überspringen. Ich hoffe, dass Sie dieses Thema nicht nur interessant finden, sondern auch aufschlussreich und hilfreich.

Der dritte Gedanke zu diesem Thema ist folgender: Machen Sie sich klar, dass eine Aufgabe in verschiedenen Abschnitten abläuft. Das Rennen, das Sie für Gott laufen, hat mehrere Phasen. Ich habe eine Bibelstelle dazu, 2. Mose 17:1. Dort heißt es in der Message Bible: „Auf Gottes Anweisung hin verließ das ganze Volk Israel die Wüste in mehreren Etappen.“ Auf Gottes Anweisung, in mehreren Etappen. In einer anderen Übersetzung heißt es: „Gott führte Israel Schritt für Schritt.“

Schlagen Sie bitte mit mir Apostelgeschichte Kapitel 11 auf. Wegen der Verfolgung sind viele Christen aus Jerusalem geflüchtet und in alle Himmelsrichtungen gezogen und nun predigen sie überall. Eine Gruppe von ihnen kam nach Antiochia. Antiochia war nach Rom und Alexandria die dritte große Stadt der Antike. Sie wurde auch das „Auge Asiens“ genannt und war eine wichtige Metropole. Außerdem war es eine durch und durch heidnische Stadt. Sie predigen das Evangelium also vor diesen eingefleischten Heiden, von denen einige Christen werden. Die Gemeinde in Jerusalem hört davon und schickt Barnabas. Er kommt und ist erfreut über die Entwicklung. Er macht den jungen Christen Mut und ermahnt sie, weiter mit Jesus zu leben. Immer mehr Menschen kommen zum Glauben. Und statt nach Jerusalem zurückzugehen und dort Bericht zu erstatten, tut Barnabas etwas Interessantes. Durch Gottes Geist inspiriert geht er nach Tarsus und sucht einen Mann namens Saulus auf – Saulus, der später der Apostel Paulus wird. Saulus war in Damaskus Christ geworden. Man versuchte, ihn umzubringen, also floh er nach Jerusalem, doch auch dort wollte man ihn umbringen. Also schickten Barnabas und die anderen Gemeindeleiter ihn nach Tarsus. Seit zwei Jahren lebt er schon dort. Was er in dieser Zeit getan hat oder was in seinem Leben passiert, wird uns in der Bibel nicht berichtet. Offenbar hat Gott innerlich an ihm gearbeitet. Auch bei uns arbeitet Gott an den Bereichen unseres Lebens, die es nötig haben. Doch Barnabas beschloss, nach Tarsus zu gehen, Saulus zu suchen und ihn nach Antiochia zu holen. Wir lesen ab

Apostelgeschichte 11:25-30

„Er zog aber aus nach Tarsus, um Saulus aufzusuchen; und als er ihn gefunden hatte, brachte er ihn nach Antiochia. Es geschah ihnen aber, dass sie ein ganzes Jahr in der Gemeinde zusammenkamen und eine zahlreiche Menge lehrten und dass die Jünger zuerst in Antiochia Christen genannt wurden. In diesen Tagen aber kamen Propheten von Jerusalem nach Antiochia herab. Einer aber von ihnen, mit Namen Agabus, stand auf und zeigte durch den Geist eine große Hungersnot an, die über den ganzen Erdkreis kommen sollte; sie trat auch unter Klaudius ein. Sie beschlossen aber, dass, je nachdem wie einer der Jünger begütert war, jeder von ihnen zur Hilfeleistung den Brüdern, die in Judäa wohnten, etwas senden sollte; das taten sie auch, indem sie es durch die Hand des Barnabas und Saulus an die Ältesten sandten.“

Diese jungen Heidenchristen sammelten also spontan Spenden und schickten sie nach Judäa und Jerusalem, weil die Hungersnot dort sicher am härtesten zuschlagen würde. Weiter

Apostelgeschichte 12:25

„Barnabas aber und Saulus kehrten, nachdem sie den Dienst erfüllt hatten, von Jerusalem zurück und nahmen auch Johannes mit dem Beinamen Markus mit.“

Sie kehrten also nach Antiochia zurück, als sie ihre Aufgabe erfüllt hatten. Moment mal! „Erfüllt“ heißt doch eigentlich vollständig ausgeführt. Aber sie hatten doch noch gar nicht ihre Aufgabe erfüllt?! Ich meine, sie hatten noch keine einzige Missionsreise gemacht! Sie hatten noch keine einzige Gemeinde gegründet. Paulus hatte noch keinen einzigen Brief geschrieben, denn die Gemeinden gab es noch gar nicht. Was heißt das also: Sie hatten ihre Aufgabe erfüllt? – Sie hatten eine Phase ihres Auftrags abgeschlossen. Es geht wohl darum, dass Gott in den zwei Jahren in Tarsus an Paulus gearbeitet hatte. Barnabas hatte die Christen in Antiochia ermutigt und dann Paulus nach Antiochia geholt. Dort haben die beiden die Christen ein ganzes Jahr lang geschult und gelehrt. Und als das alles abgeschlossen war, brachten sie das großzügige Geschenk aus Antiochia zu den Christen in Jerusalem. All das war ein ziemlich langer Abschnitt ihrer Aufgabe, den sie jetzt abgeschlossen hatten. Und nun schauen wir weiter in

Apostelgeschichte 13:1-4

„Es waren aber in Antiochia, in der dortigen Gemeinde, Propheten und Lehrer: Barnabas und Simeon, genannt Niger, und Luzius von Kyrene (Kyrene ist übrigens das heutige Tripolis in Libyen) und Manaën, der mit Herodes, dem Vierfürsten, auferzogen worden war, und Saulus. Während sie aber dem Herrn dienten und fasteten, sprach der Heilige Geist: Sondert mir nun Barnabas und Saulus zu dem Werk aus, zu dem ich sie berufen habe! Da fasteten und beteten sie; und als sie ihnen die Hände aufgelegt hatten, entließen sie sie. Sie nun, ausgesandt von dem Heiligen Geist, gingen hinab nach Seleuzia, und von dort segelten sie nach Zypern.“

Jetzt gingen sie auf die erste Missionsreise. Interessant, dass der Heilige Geist sagt: „Sondert mir nun Barnabas und Saulus zu dem Werk aus, zu dem ich sie berufen habe!“ Doch Apostelgeschichte 13:2 gäbe es nicht ohne das, was wir in Apostelgeschichte 12:25 gelesen haben. Sie haben ihre Aufgabe vollendet. Sie haben den ersten Abschnitt abgeschlossen und dann öffnete sich die Tür für den zweiten Abschnitt, nämlich die erste Missionsreise. Sie wären nie für die neue Aufgabe ausgewählt worden, wenn sie nicht ihre ursprüngliche Aufgabe von Gott ausgeführt hätten.

Wir müssen verstehen, dass das Leben und unsere Arbeit in Phasen verläuft. Viele Menschen wünschen sich, dass Gott ihnen etwas Neues sagt – aber das geschieht nicht, bevor sie nicht erst abgeschlossen haben, was Gott ihnen zuletzt aufgetragen hatte.

Weiter im Text: Die erste Missionsreise ist vorüber. Menschen sind zum Glauben an Christus gekommen, Wunder sind geschehen, Gemeinden wurden gegründet und Menschen ermutigt.

Apostelgeschichte 14:25-26

„Und als sie in Perge das Wort geredet hatten, gingen sie hinab nach Attalia; und von da segelten sie ab nach Antiochia, von wo sie der Gnade Gottes befohlen worden waren zu dem Werk, das sie erfüllt hatten.“

Das ist das gleiche Wort: vollständig ausgeführt, erfüllt. Aber sie haben immer noch nicht den ganzen Auftrag erfüllt, sondern nur einen weiteren Abschnitt. Es kommt noch viel mehr: Paulus wird nach Mazedonien gehen und die ersten Europäer mit Jesus bekannt machen. Er wird eineinhalb Jahre in Korinth verbringen, Menschen für Christus gewinnen und eine Gemeinde gründen. Er wird nach Ephesus gehen und über zwei Jahre in dieser Stadt verbringen. Davon lesen wir in Apostelgeschichte 19. Paulus ist zum zweiten Mal in Ephesus. Wir lesen die Verse 8 bis 10. Dort heißt es, dass er in Ephesus zwei ganze Jahre das Wort Gottes predigte.

Apostelgeschichte 19:10

„Dies aber geschah zwei Jahre lang, so dass alle, die in Asien wohnten, sowohl Juden als auch Griechen, das Wort des Herrn hörten.“

In dieser heidnischen Stadt gibt es eine große Bekehrungswelle. Vers 20 fasst es zusammen: „So wuchs das Wort des Herrn mit Macht und erwies sich kräftig.“ Und dann heißt es in Vers 21: „Als dies aber beendet war…“

Hier steht wieder das gleiche Wort, das wir in allen anderen Versen bisher gelesen haben. Als dieses erfüllt und als jenes beendet war…

„… nahm sich Paulus im Geist vor, durch Mazedonien und Achaja zu ziehen und nach Jerusalem zu reisen, und sprach: Wenn ich dort gewesen bin, muss ich auch Rom sehen.“

Er war über zwei Jahre in Ephesus, und davor gab es andere Aufgaben. „Als dies aber beendet war…“ ein weiterer Abschnitt in seinem Auftrag, in seinem Rennen, ist abgeschlossen. Und jetzt sagt er: „Ich muss…“ alle zusammen: „Ich muss.“ „Ich muss nach Rom…“ Gottes Auftrag zieht ihn.

Erinnern Sie sich noch, Apostelgeschichte 9, wo Paulus mit diesem Superlaser vom Pferd geschossen wurde? Er musste in die Stadt geführt werden, weil er nichts sehen konnte. Und Gott sagt in einer Vision zu einem Mann namens Hananias: „Du musst dich um Saulus von Tarsus kümmern.“ Hananias sagt: „Herr, ich habe von diesem Kerl gehört. Ein ganz schlimmer Typ.“ Gott sagt: „Geh hin! Er ist mein auserwähltes Werkzeug. Er soll meine Botschaft den Völkern bringen und auch dem Volk Israel.“ Paulus hat also bisher alle Aufgaben erfüllt. Doch Gott hatte noch etwas anders zu Hananias gesagt, und übrigens auch zu Paulus: „Er soll meine Botschaft den Königen bringen.“

Dieser Teil seines Auftrags war noch nicht erfüllt. Ein Abschnitt kommt noch. Doch dieser Abschnitt wäre nie eingetreten, wenn er nicht zuerst die anderen Phasen durchlaufen hätte. Er muss also nach Rom und er wird tatsächlich vor König Agrippa stehen und zum Kaiser geschickt werden. Doch das alles verlief in Etappen. Hätte er nicht Phase 1 abgeschlossen, wäre Phase 2 nicht gekommen und so weiter.

Schlagen Sie bitte einmal 2. Timotheus, Kapitel 4 auf. Paulus schreibt hier als alter Mann kurz vor seinem Tod an einen seiner geistlichen Söhne. 2. Timotheus, Kapitel 4, Vers 6.

2. Timotheus 4:6

„Denn ich werde schon als Trankopfer gesprengt, und die Zeit meines Abscheidens steht bevor. Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe den Glauben bewahrt.“

Paulus schaut zurück. Er hat seinen Auftrag vollendet, doch dieser Auftrag hatte verschiedene Phasen, verschiedene Abschnitte. Paulus hatte eine große Berufung, doch es gab verschiedene Phasen und unterschiedliche Aufgaben. All das zusammen bildete sein Lebenswerk. Er hätte nie am Ende sagen können: „Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet“, wenn er nicht jene erste Phase in Antiochia vollendet hätte. Er hätte das auch nicht sagen können, wenn er nicht auf der nächsten Etappe die Missionsreise gemacht hätte und dann in Jerusalem der Gemeinde Bericht erstattet hätte. Dann folgte Ephesus und noch vieles andere und schließlich die letzte Etappe, in der er sogar Königen von Jesus erzählte und die Briefe schrieb, die heute im Neuen Testament stehen. Er sagte: „Ich habe gekämpft, durchgehalten und das Ziel erreicht.“ Aber eins kam nach dem anderen.

Schauen Sie, bei Gott können wir nicht einfach etwas überspringen. Manche Menschen lassen sich jahrelang ablenken und trotzdem kommen sie fast immer wieder zu dem zurück, was sie als Letztes für Gott hatten tun sollen.

Ich habe einen Freund, den ich schon seit meiner Zeit als Junkie kenne. Ich wurde Christ und durfte ihm helfen, Christ zu werden. Einige Jahre lang diente er Gott mit ganzem Einsatz. Schließlich sagte er: „Bayless, ich denke, Gott möchte, dass ich Flugzeugingenieur werde.“ Ich fand das toll. Es ging ihm wirklich gut. Doch dann passierten verschiedene Dinge und er hatte einen Rückfall. Fünfzehn Jahre lang versackte er wieder in Drogen und Alkohol und es folgten jede Menge Entziehungskuren und Krankenhausaufenthalte. In dieser Zeit hörte ich mindestens zehn Jahre nichts von ihm. Ich wusste nicht mal, wo er war. Später erfuhr ich, dass er mit einer ebenfalls drogenabhängigen Frau in Übersee zusammenlebte. Doch er kam zurück zu Gott. Wie der verlorene Sohn kam er wieder zu Verstand und sagte: „Jesus, ich glaube an Dich, und trotzdem habe ich all diese Jahre lang nicht für Dich gelebt.“ Er vertraute Jesus sein Leben ganz neu an. Dann rief er mich an und erklärte: „Bayless, Jesus hat mir etwas gesagt. Er sagte: Barry, dein Freund Bayless hat in Kalifornien eine Gemeinde gegründet. Du musst zurück nach Kalifornien und anfangen, in diese Gemeinde zu gehen.“ Also kam Barry zurück und siehe da, wir hatten inzwischen die Cottonwood-Gemeinde gegründet. Er kam also in die Gemeinde und fragte: „Okay, Herr, und was jetzt?“ Und Gott sagte zu ihm: „Wo waren wir denn stehen geblieben?“ Ach ja, Flugzeugingenieur. Ich musste sogar für Barry bürgen, weil sie ihn mit seiner Vorgeschichte sonst nicht genommen hätten. Ich erklärte: „Er wird es schaffen. Dafür stehe ich gerade.“ Und er blieb dran und schloss die Ausbildung als der beste Absolvent im ganzen Staat Kalifornien ab. Das war fantastisch! Ich glaube, Gott ließ ihn das aus verschiedenen Gründen tun, die Barry damals gar nicht klar waren. Aber dazwischen lagen fünfzehn Jahre. Er kam zurück und fragte: „Okay, Herr, wo machen wir weiter?“ Genau da, wo wir stehen geblieben waren. Bei Gott fällt nichts unter den Tisch.

Zugegebenermaßen haben einige Dinge ein Verfallsdatum. Sie lassen sich nicht ewig aufschieben. Wenn die Zeit dafür vorbei ist, kann man nicht einfach darauf zurückkommen und sie nachholen. Doch die Lektion, die wir damals hätten lernen sollen, müssen wir trotzdem lernen, wenn auch auf andere Art und Weise. Gott wird uns also dahin bringen, dass wir diese Lektion lernen können. Denn wenn wir das nicht tun, sind wir nicht bereit für die nächste Phase. Darum können wir Dinge nicht einfach überspringen. Wenn wir die Lektionen nicht lernen, schaffen wir die nächste Etappe nicht.

Ich weiß nicht, vielleicht machen Sie gerade eine besonders harte Phase durch. Hat noch jemand außer mir Erfahrungen mit schweren Zeiten? Ja. Also, bleiben Sie einfach dran. Lernen Sie das, was Sie lernen sollen.

Vielleicht sollen Sie lernen, dass mitten in der Dunkelheit Gott genug ist und Sie Ihm vertrauen können, wenn Sie sich auf nichts und niemanden sonst verlassen können. Vielleicht befinden Sie sich gerade in dieser Phase.

Vielleicht sind Sie eine junge Mutter mit kleinen Kindern und versuchen einfach, eine gute Mutter zu sein. Sie versuchen, Ihren Kindern die Liebe zu Jesus nahe zu bringen. Das ist wichtig. Bleiben Sie treu bei der Sache.

Vielleicht müssen Sie im Moment einfach bei Ihrer Aufgabe in der Gemeinde durchhalten oder bei einer anderen Sache.

Versuchen Sie nicht, eine Abkürzung zu nehmen. Bleiben Sie dran und lernen Sie, sonst schaffen Sie die nächste Etappe nicht. Und wir wollen doch alle das Ziel erreichen und sagen: „Ich habe gekämpft und durchgehalten.“

Der vierte Gedanke, den ich Ihnen weitergeben möchte, ist Folgender: Es gibt eine Belohnung, wenn wir das Ziel erreichen. In Vers 7 sagt Paulus: „Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe den Glauben bewahrt.“

2. Timotheus 4:8

„Fortan liegt mir bereit der Siegeskranz der Gerechtigkeit, den der Herr, der gerechte Richter, mir als Belohnung geben wird an jenem Tag; nicht allein aber mir, sondern auch allen, die sein Erscheinen lieb gewonnen haben.“

Paulus spricht hier von dem Tag, an dem Jesus wiederkommen wird. An dem Tag wird Paulus seinen Siegeskranz, seine Krone, seine Belohnung bekommen. Dieser Tag ist noch nicht gekommen. Wir alle werden an jenem Tag dabei sein, wenn diejenigen, die gekämpft und durchgehalten und das Ziel erreicht haben, ihre Belohnung erhalten. Paulus sagt hier: „Es geht nicht nur um mich, sondern um alle, die darauf warten, dass Jesus wiederkommt. Es geht um alle, die kämpfen, die ihre Lektionen lernen, die jede Etappe absolvieren, die Gott ihnen aufträgt. Sie alle werden auch ihren Siegeskranz erhalten.“

Eines sollten Sie sich klar machen: Ich möchte, dass Sie es mit eigenen Augen sehen. Jesus hat es zu einer echten Gemeinde gesagt, zu echten Christen wie uns, in Offenbarung 3.

Bitte schlagen Sie mit mir Offenbarung 3, Vers 11, auf. Hier spricht Jesus über Sein Erscheinen, so wie Paulus davon gesprochen hat. In Offenbarung 3:11 sagt Jesus:

Offenbarung 3:11

„Ich komme bald. Halte fest, was du hast, damit niemand deinen Siegeskranz nehme!“

In einer Übersetzung heißt es: „Lass dir von niemandem deine Krone wegnehmen.“ Wie in aller Welt kann mir jemand meine Krone wegnehmen? Nur dann, wenn ich nicht tue, was Gott mir aufgetragen hat. Dann muss Er den Auftrag jemand anderem geben. Die anderen bekommen nur dann meine Belohnung, wenn sie meine Arbeit tun. Und so sehr ich Sie mag, liebe Brüder und Schwestern: Wenn ich in den Himmel komme, will ich Sie nicht mit meiner Krone sehen. Deswegen werde ich kämpfen und mich zum Ziel vorarbeiten. Selbst wenn es dunkle oder schwere Etappen sind, will ich meine Lektionen lernen und tun, was von mir verlangt wird. Selbst wenn es eine langweilige Phase ist. O ja – es gibt langweilige Etappen und in diesen Zeiten lernen wir wichtige Lektionen. Stellen Sie sich vor, Sie sind seit zwei Jahren in Tarsus und fragen sich: „Was mache ich eigentlich hier? Hier ist nichts los! Gott?!“ Aber halten Sie durch in solchen Zeiten. Am Ende kommt Ihr Barnabas, klopft an Ihre Tür und sagt: „Der Heilige Geist hat mich zu dir geführt. Es ist Zeit für eine neue Etappe.“ Aber Sie müssen in solchen Zeiten treu bleiben. Fürs Durchhalten gibt es eine Belohnung.

Weil wir gerade bei Jesus sind: Jesus ist unser größtes Vorbild im Durchhalten. An Seinem Leben können wir auch diese vier Dinge sehen: Absolute Hingabe, bis zum Tod. Wusste Er, wozu Er berufen war? Ich glaube schon. Selbst in den anderen Phasen wusste Er, dass Er den Vater bekannt machen oder Kranke heilen sollte. Er sagte oft: „Aus diesem Grund bin ich gekommen. Kommt, wir müssen auch in anderen Städten predigen. Das ist mein Auftrag. Alle sollen die Botschaft hören.“

In Johannes 4 wird berichtet, wie Jesus die Frau am Jakobsbrunnen trifft und dort heißt es: „Er musste durch Samarien ziehen.“ Die Stadt lag nicht einfach zufällig auf seinem Weg, denn normalerweise mieden die Juden die samaritanischen Städte. Dort war eine Frau, die um Hilfe flehte. Ihr Leben war ein totales Chaos und Jesus kam, um ihr zu helfen. Das war aus verschiedenen Gründen wichtig. Es war wichtig für sie persönlich, aber auch, weil die Juden normalerweise die Samaritaner mieden. Einige Juden waren Mischehen in kanaanitischen Stämmen eingegangen und die anderen Juden betrachteten sie als Menschen zweiter Klasse und „Mischlinge“ und wollten nichts mit ihnen zu tun haben. Jesus war nicht nur dort, um zu zeigen, dass Gott an dieser Frau interessiert war, sondern durch diese Frau wurde ihre ganze Stadt erreicht. So machte Jesus deutlich, dass Gott mit den Samaritanern war, selbst, wenn die Juden sie ausgeschlossen hatten. Das war sehr wichtig. Als die Jünger zurückkamen, nachdem Jesus mit dieser Frau gesprochen hatte, sagten sie: „Jesus, du musst was essen.“ Und Jesus erwiderte. „Ich lebe von einer Nahrung, von der ihr nichts wisst. Meine Nahrung ist, dass ich den Willen Gottes tue, der mich gesandt hat, und sein Werk vollende.“ Jesus absolvierte eine Etappe. Er tat Gottes Werk. Und Jesus sagte: „Ich habe Nahrung, die ihr nicht habt. Es macht mich zufrieden, dass ich tue, was mein Vater von mir möchte, indem ich diese Frau erreiche, die ihre Stadt erreichen wird und damit eine ganze Menschengruppe, die sich andernfalls ausgestoßen und unerwünscht fühlt. Und ich bin zufrieden, weil ich Seinen Willen kenne.“ Und Jesus wusste auch, dass Sein Auftrag verschiedene Abschnitte hatte. – Lesen wir weiter in Johannes 17. Kurz vor Seiner Gefangennahme und Kreuzigung betet Jesus. In Seinem Gebet sagt Er in Vers 4: „Ich habe dich verherrlicht auf der Erde; das Werk habe ich vollbracht, das du mir gegeben hast, dass ich es tun sollte.“

Moment mal, Jesus. Du bist noch nicht fertig. Du bist noch nicht ans Kreuz gegangen. Du bist noch nicht gestorben und auferstanden. Noch ist niemand gerettet. Was soll das heißen, dass Du das Werk des Vaters vollendet hast? – Jesus spricht von einer Etappe. Der Schlüsselsatz ist: „Ich habe dich auf der Erde verherrlicht.“ Er hat den Vater offenbart und Kranke geheilt und vieles andere mehr. Wenn Jesus hier sagt: „Ich habe das Werk vollendet, das du mir gegeben hast“, dann spricht Er vor allem davon, dass Er Seine Jünger gelehrt und ausgebildet hat. Wenn Er sie nämlich nicht ordentlich ausgebildet und gelehrt und Sein ganzes Herz in sie investiert hätte, wäre Seine Botschaft mit Ihm am Kreuz gestorben. Die Welt hätte nie davon erfahren. Schauen Sie einmal, was Jesus als Nächstes sagt. In Vers 6 spricht Er davon, das Werk Gottes zu vollenden.

Johannes 17:6-8

„Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Dein waren sie, und mir hast du sie gegeben, und sie haben dein Wort bewahrt. Jetzt haben sie erkannt, dass alles, was du mir gegeben hast, von dir ist. Denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, und sie haben sie angenommen und wahrhaftig erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin, und haben geglaubt, dass du mich gesandt hast. Vater, sie sind bereit. Ich habe sie vorbereitet. Ich habe das Werk vollendet.“ Und schauen Sie sich Johannes 17:20 an:

Johannes 17:20

„Aber nicht für diese allein bitte ich, sondern auch für die, welche durch ihr Wort an mich glauben.“

Indirekt meint Er damit jeden von uns heute hier und direkt und indirekt ist damit jeder Mensch gemeint, der seit dem Tag Seiner Auferstehung an Jesus Christus geglaubt hat. Das war durch die Arbeit der Jünger möglich, aber Jesus musste sie erst fertig ausbilden.

Die nächste Etappe Seines Weges wird Ihn von der Erde wegführen, oder, wie es in Jesaja 53 heißt: „Denn er wurde abgeschnitten vom Lande der Lebendigen.“ – Schlagen Sie jetzt bitte Johannes 19:30 auf. Jesus hängt am Kreuz.

Johannes 19:30

„Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und er neigte das Haupt und übergab den Geist.“

Die letzte Phase ist vollendet. Er hat alles getan, was Er konnte. Der Rest liegt in den Händen des Vaters. Und das Wort „vollbringen“ bedeutet buchstäblich „eine Schuld bezahlen“. Die Schuld der Menschheit ist bezahlt. Jesus hat den ganzen Weg geschafft. Sind Sie auch so froh, dass Jesus alles erfüllt hat? Gut, dass Er nicht vorher aufgegeben, sondern bis zum Ende durchgehalten hat. Und Seine Belohnung dafür sind – Sie! In Hebräer 12:2 heißt es:

Hebräer 12:2

„Er war bereit, am Kreuz zu sterben, weil er wusste, welche Freude ihn danach erwartete.“

Er schaute hinter den Schmerz und das Leiden am Kreuz und sah Sie: Geheilt, erlöst, gerettet.

Jesus sah einen kalifornischen Jungen, der drogenabhängig und noch Schlimmeres war, wie er gerettet und für Gottes Reich eingesetzt werden würde. Dieser Junge steht heute hier. Ich bin Seine Belohnung. Sie genauso. Er hat es für Sie getan. Gott sei Dank dafür! Er hat durchgehalten – das wollen wir auch tun.

Jesus ist mehr als nur ein Mensch. Er war ein Mensch, wurde als Mensch geboren. Aber Er ist, war und wird immer der Sohn Gottes sein. Das ist schwer zu begreifen, aber Gott hat Sie so sehr geliebt, dass Er selbst Mensch geworden ist. Gott existiert in einer Einheit – in einer Dreieinigkeit – von Vater, Sohn und Heiligem Geist. Und Gott der Sohn verließ die Herrlichkeit des Himmels und kam auf diese Erde – Er wurde Mensch. Er wurde von einer Jungfrau geboren. Er war Gott, aber Er war auch hundertprozentig Mensch. Er war völlig ohne Sünde. Er tat Wunder. Er zeigte uns, wie Gott ist. Er vergab Sündern. Die Menschen liebten Ihn, sie hingen Ihm an den Lippen. Doch die religiösen Führer waren unglaublich neidisch auf Ihn und ließen Ihn kreuzigen. Aber all das gehörte zu Gottes Plan, denn wir Menschen waren durch die Sünde von Gott getrennt. Der heilige Gott und der sündige Mensch können nie zusammenkommen, wenn nicht die Sünde aus der Welt geschafft ist. Deshalb starb Jesus, obwohl Er heilig und sündlos war, als unser Stellvertreter am Kreuz. Die Schuld war bezahlt; Jesus wurde von den Toten auferweckt. Und wer den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden. Tun Sie das noch heute!

Jule 6. November 2011 Keine Kommentare Comments RSS

Einen Kommentar schreiben

Du musst angemeldet sein, um kommentieren zu können.