Der Heilige Geist – Bayless Conley

 Der Heilige Geist

Der Heilige Geist

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Der Heilige Geist
12.06.2011
Pastor Bayless Conley

Liebe Freunde, ich bin sehr begeistert über unsere neue Serie über den Heiligen Geist. Heute werden wir darüber sprechen, wie ein geisterfülltes Leben konkret aussieht. Wissen Sie, das ist so reichhaltig und wir können so viel daraus lernen. Wir brauchen das so nötig, um Jesus nachfolgen zu können. Ich hoffe, dass Sie sich entschließen, sich keine der Folgen der Serie über den Heiligen Geist entgehen zu lassen. Es wird ein Segen für Sie sein.

In Epheser 5:18 steht:
„Und berauscht euch nicht mit Wein, woraus ein unordentliches Wesen folgt, sondern werdet voll Geistes.“

Die Aussage „werdet voll Geistes“ ist keine Lehre, über die wir diskutieren sollen. Es ist ein Befehl, dem wir gehorchen sollen. Werdet voll Geistes! Das beinhaltet natürlich die Erfahrung der Erfüllung mit dem Heiligen Geist, geht aber weit darüber hinaus. Es ist keine einmalige Erfahrung. Vielmehr steht hier das Verb im Griechischen in der Verlaufsform. Die Übersetzung „werdet voll Geistes“, könnte auch lauten: „werdet immer wieder vom Geist erfüllt.“ Wissen Sie, die erste Erfüllung mit dem Heiligen Geist wird in Apostelgeschichte, Kapitel 2, beschrieben. Wussten Sie, dass dieselben Menschen in Kapitel 4 erneut erfüllt wurden? Wir sollten immer wieder vom Geist erfüllt werden, immer wieder neu belebt und erfrischt werden vom Heiligen Geist.

Wissen Sie, Jesus verglich den Heiligen Geist mehrmals mit Wasser. In Johannes 4 sagte Er, Errettung bedeutet, dass der Heilige Geist in uns eine Quelle lebendigen Wassers wird. In Johannes 7 sagte Er über die Kraft des Heiligen Geistes, dass sie wie ein Strom aus unserem Innern fließen wird. Erneut der Vergleich mit Wasser. Das bringt mich darauf, dass manche Menschen geistlich ziemlich trocken sind. Manche sind nur ein bisschen nass, andere tummeln sich im tiefen Wasser. Ich denke, Gott ruft uns alle ins tiefe Wasser und möchte, dass wir durchtränkt und von Seinem Heiligen Geist erfüllt werden. Wenn wir erfüllt werden können, können wir auch halb voll oder fast leer sein. Jemand sagt: „Ich wurde 1978 vom Geist erfüllt. Seitdem niemals wieder, aber 1978 wurde ich erfüllt.“

Wie ich bereits am Anfang sagte, möchte ich über konkrete Merkmale eines geisterfüllten Lebens sprechen. Sind Sie bereit?

Nun zum ersten Punkt: Gesang, Freude und ein dankbares Herz. Lesen wir Epheser 5:18.

Epheser 5:18-20 „Und berauscht euch nicht mit Wein, woraus ein unordentliches Wesen folgt, sondern werdet voll Geistes; redet zueinander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern; singt und spielt dem Herrn in eurem Herzen; sagt allezeit Gott, dem Vater, Dank für alles, in dem Namen unseres Herrn Jesus Christus.“

Ein geisterfülltes Leben ist ein Leben voll Gesang und Musik. Jemand sagte einmal: „Ich kann keinen Ton halten, auch nicht, wenn du mir direkt ins Ohr singen würdest.“ Das spielt keine Rolle, Sie können Gott trotzdem einen fröhlichen Lärm bereiten. Wir sollen Ihm spielen – wortwörtlich bedeutet dies, für Gott die Saiten unsers Herzens zu zupfen, während wir Ihm spielen. Wir sollen zueinander mit Psalmen und Lobgesängen reden – das sind alte und neue Anbetungslieder. Ich glaube, mit geistlichen Liedern meint Er Lieder, die der Heilige Geist uns spontan gibt, wenn wir Gott intensiv anbeten.

Es hieß auch, dass wir in jeder Situation Gott allezeit für alles danken sollen, in wirklich jeder Situation. Das sind die Zeichen oder Merkmale eines geisterfüllten Lebens. Mürrische Menschen, die ständig herummeckern, sind nicht geisterfüllt, nicht wahr? Jemand, der wirklich geisterfüllt ist, kann innerlich ein Lied anstimmen und immer etwas finden, wofür er danken kann, egal, wie die Umstände sein mögen. Jemand formulierte einmal folgende weisen Worte: „Kein Tag ist zu öde, keine Nacht zu lang. Jemand, der Jesus wirklich vertraut, findet einen Anlass zu frohem Gesang.“ Das ist so wahr! Wissen Sie, in

1. Thessalonicher 6:1 sagt die Bibel:
„Ihr seid unsere Nachahmer geworden und die des Herrn, indem ihr das Wort in viel Bedrängnis mit Freude des Heiligen Geistes aufgenommen habt.“

Ist es nicht interessant, dass er diese beiden Dinge miteinander verknüpft hat? Ihr empfingt das Wort in großer Bedrängnis und die Freude des Heiligen Geistes. Sie können in großer Bedrängnis voller Freude sein. Sie können mitten in einer Prüfung die Freude des Heiligen Geist erleben. Das hängt nicht von den Umständen ab.

Ich denke, das wirkt sehr anziehend auf unsere Umwelt. Menschen beobachten Sie und wissen, dass bei Ihnen nicht alles rund läuft. Ihre Nachbarn wissen von Schwierigkeiten, aber Sie lächeln dennoch. Sie sind innerlich voller Freude. Sie haben ein Lied auf den Lippen. Und die Leute denken: „Entweder sind sie verrückt oder sie haben etwas, was ich nicht habe. So oder so sind sie besser dran als ich.“ Ich denke, das zieht Menschen zum Evangelium.

Lassen Sie uns kurz die Apostelgeschichte anschauen. Apostelgeschichte, Kapitel 13, Vers 50. Dort steht:

Apostelgeschichte 13:50-52 „Aber die Juden hetzten die gottesfürchtigen Frauen und die Angesehenen und die Vornehmsten der Stadt auf, und sie erregten eine Verfolgung gegen Paulus und Barnabas und vertrieben sie aus ihrem Gebiet. Da schüttelten diese den Staub von ihren Füßen gegen sie und gingen nach Ikonium. Die Jünger aber wurden mit Freude und Heiligem Geist erfüllt.“

Werdet vom Heiligen Geist erfüllt; werdet von Freude erfüllt. Diese Dinge gehen Hand in Hand. Achten Sie wieder einmal auf die Umstände. Die Jünger werden massiv verfolgt und aus dem Gebiet vertrieben und es heißt, dass sie voller Freude waren. Alle, die durch sie Jünger Jesu wurden, erlebten massive Verfolgung! Bedenken Sie, sie kamen gerade erst zum Glauben, wurden erst kürzlich Christen. Und diejenigen, die das Evangelium verkündet und die Gemeinde gegründet und etabliert hatten, wurden verfolgt und mit Schimpf und Schande aus der Stadt gejagt. Was denken nun die frisch Bekehrten? „Wow! Wenn die Gründer so behandelt werden, was passiert dann mit uns? Wenn so mit den Gründern umgesprungen wird, wie wird es erst der Gemeinde gehen, wenn die Gründer weg sein werden?“ Wissen Sie, so dachten sie absolut nicht. Sie wurden von Freude erfüllt – inmitten der massiven Verfolgung. Das sind Merkmale des geisterfüllten Lebens: Dinge finden, für die wir dankbar sein können, einen Grund zur Freude finden, Gott im Herzen singen und spielen.

Ich möchte noch einmal auf diesen Bibelvers eingehen: „Redet zueinander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern.“ Ich glaube, dass sind Lieder, die vom Heiligen Geist inspiriert sind. Wissen Sie, meine Frau und ich nahmen uns eine Auszeit. Mir war gar nicht bewusst, wie müde ich offenbar war. Ich nahm mir viel Zeit, um zu beten und auszuruhen. Ich weiß noch, eines Tages, nach ein paar Wochen, ging ich spazieren. Ich war in einer öden Gegend. Ich lief herum und plötzlich, während ich Gott anbetete, kamen mir lauter spontane Lieder und ich dachte: „Bayless, das hast du schon lange nicht mehr erlebt. Du wurdest nicht neu erfüllt!“ Während ich umherlief, kamen mir diese spontanen Lieder. Und wissen Sie was? Seitdem erlebe ich das jeden Tag. Aber wissen Sie, was passiert, wenn Sie Ihren ganz normalen Alltag bewältigen so wie wir alle? Wenn Sie mit Dingen zu kämpfen haben und Glauben aufbringen müssen, ist das so, als ob Sie Geld von der Bank abheben. Und wenn Sie weniger einzahlen als Sie abheben, entsteht ein Defizit. Ich denke, wir können geistlich ins Minus kommen. Ein geistliches Defizit können Sie unter anderem daran erkennen, dass Ihnen die Lieder ausgehen, Lieder, die der Heilige Geist spontan eingibt. Wissen Sie, Er wird Ihnen Lieder eingeben und Sie werden ganz spontan Lobpreis auf den Lippen haben. Das ist ein Merkmal des geisterfüllten Lebens.

Gut, der zweite Punkt: Wenn Sie vom Geist erfüllt sind, wird Er Sie führen. Es ist viel leichter, Sein Reden und Seine Stimme zu hören. Markieren Sie diese Stelle in der Apostelgeschichte, weil wir darauf zurückkommen werden und schlagen Sie weiter vorne das Johannesevangelium auf. Jesus spricht hier ausführlich über Seinen Weggang. Er verbringt unmittelbar vor Seiner Festnahme und der Kreuzigung Zeit mit Seinen Jüngern. Und das, was Ihm am wichtigsten ist und was Er ihnen unbedingt ans Herz legen möchte, sagt er ihnen jetzt, kurz, bevor Er sie verlassen wird. Er spricht überwiegend über das Kommen und den Dienst des Heiligen Geistes. Bitte schauen Sie sich kurz den Vers 16 aus Kapitel 14 im Johannes-Evangelium an. In Johannes 14:16 sagte Er:

Johannes 14:16-17 „Und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Helfer geben, dass er bei euch sei … bis ihr etwas Schlechtes macht. Dann wird Er weggehen, weil Gott bis in alle Ewigkeit böse auf euch sein wird. Tut mir leid, das ist die falsche Übersetzung. Er wird euch einen anderen Helfer geben, dass er wie lange bei euch sei?

… in Ewigkeit, den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht noch ihn kennt. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird wo sein? in euch.“

Das ist wichtig, weil Jesus von da an viel über den Dienst des Heiligen Geistes redet. Alles, was Er dazu sagte, muss vor diesem Hintergrund verstanden werden. Alle Dinge, die der wunderbare Heilige Geist gemäß dem, was Jesus lehrte, tun würde, wird Er von innen heraus tun. Er ist mit euch und Er wird in euch sein. Dann fängt Jesus an, über das Wirken des Geistes zu sprechen – und das sind Dinge, die Er tut, sobald Er in uns ist. Er sagt, Folgendes wird geschehen, sobald ihr mit dem Geist erfüllt sein werdet. Johannes 16:13.

Johannes 16:13 „Wenn aber der Geist der Wahrheit gekommen ist, wird er euch leiten … natürlich in unserm Innern. Er ist bei euch und Er wird in euch sein.

… er wird euch in die ganze Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.“

Wenn Er kommt, wird Er euch leiten. Denken Sie an Petrus an der Küste. Die Gemeinde bestand zehn Jahre lang ausschließlich aus Juden. Es gab keine nichtjüdischen Gläubigen. Sie glaubten, dass man nur errettet werden kann, indem man sich beschneiden lässt und sich zum Judentum bekennt, dass man nur über das Judentum ein Christ werden konnte. Selbst die zwölf Jünger Jesu glaubten das zehn Jahre lang. Apostelgeschichte 10 ereignet sich zehn Jahre nach Pfingsten. Petrus ist auf dem Dach. Er fastet gerade und sieht in einer Vision ein Tuch aus dem Himmel kommen. Es sind unreine Tiere darin und eine Stimme sagt: „Steh auf, Petrus, schlachte und iss.“ Er sagt: „Nein, Herr, ich habe nie etwas Unreines gegessen. Die Tiere sind unrein. Das ist gegen das mosaische Gesetz. Ich tat das nie und werde es nie tun.“ Das passiert drei Mal und Gott spricht zu ihm: „Was Gott für rein erklärt hat, das erkläre du nicht für unrein!“

Gott machte ihm klar, dass die Juden die Heiden für unrein halten und nichts mit ihnen zu tun haben wollen. All das verändert sich in Christus. Wie gesagt, Pfingsten ist zehn Jahre her. Petrus ist dort oben. In der Zwischenzeit hatte Kornelius, ein heidnischer römischer Hauptmann, eine Begegnung mit einem Engel und ließ Petrus holen nach Gottes Anweisungen. Als die Boten aus dem Haus des Kornelius ankommen, ist Petrus auf dem Dach seines Hauses und fragt sich, was die Vision bedeuten soll. Die Bibel sagt: „Der Heilige Geist sprach: ‚Drei Männer suchen dich. Folge ihnen ohne Bedenken.‘“ Das ist ein Merkmal eines geisterfüllten Lebens. Jesus sagte: „Wenn der Heilige Geist kommt, wird Er zu euch reden. Er wird euch führen, Er wird euch sagen, was in Zukunft geschehen wird.“

Oder Philippus – in der Stadt Samaria war eine große Erweckung im Gange. Ein Engel sprach zu ihm: „Verlasse den Ort der Erweckung. Geh allein in die Wüste.“ Er sagt: „Okay.“ Er geht in die Wüste und sieht unterwegs einen Wagen mit dem großen Gefolge eines Eunuchen der äthiopischen Königin Kandake. Jener ist sehr, sehr einflussreich. Er sitzt in diesem Wagen und liest eine Schriftrolle. Und der Heilige Geist sagte: „Halte dich zu dem Wagen – viele kennen die Geschichte. Er tat es. Der äthiopische Eunuch liest in der Schriftrolle von Jesaja über Jesus und sagt: „Ich begreife das nicht. Von wem ist hier die Rede? Spricht der Prophet von sich selbst oder von jemand anderem?“ Und Philippus fängt an zu reden und predigt über Christus. Er wird errettet und im Wasser getauft. Aber, wie gesagt, es hieß: „Der Geist sprach zu Philippus. In der alten King James Übersetzung heißt es: „Geh und halte dich zu diesem Wagen.“ Führung durch den Heiligen Geist.

Einmal las ich intensiv in der Bibel. Es war ein Freitagabend in unserem Haus. Ich spürte, dass Gott mir wirklich etwas aufs Herz gelegt hatte. Ich ging dem Thema mehr und mehr nach und suchte Gott. Plötzlich klingelt das Telefon. Mein Freund Murray Thom aus Neuseeland versuchte mich zu erreichen. Während das Telefon klingelte, schickte er mir eine SMS. Dort standen genau die Verse, die ich gerade las… ausgerechnet diese! Dann nahm ich den Hörer ab und er sagte: „Ich hatte den Eindruck, dass ich dir das jetzt schicken sollte.“ Ich würde sagen, das kam vom Heiligen Geist.

Ich erinnere mich – ich bereitete mich auf einen Mittwochabend wie heute vor und saß im Büro. Der Gottesdienst sollte in einer halben Stunde beginnen. Ich war dabei, zu beten und Gott zu suchen und hatte vergessen, mein Telefon auszuschalten. Das Telefon klingelt. Ich schaue darauf, möchte es abschalten und sehe, dass Philip Baker aus Perth in Australien anruft. Also sagte ich: „Hallo Philip, gleich fängt der Gottesdienst an, aber ich wollte dich wenigstens kurz sprechen.“ Er sagte: „Das ist super. Ich fühlte mich geleitet, dir Folgendes zu sagen…“ Er zitierte die Anfangsverse meiner Predigt. Ich dachte: „Vielen Dank! Das ist eine sehr gute Bestätigung!“ Der Heilige Geist möchte uns leiten und Er möchte uns führen. Das sind Merkmale eines geisterfüllten Lebens.

George Stormont war ein guter Freund von mir, ein englischer Prediger, der etwa zwanzig Jahre Pastor in den U.S. A. war. Seine Frau und er sind jetzt im Himmel. Früher kam George öfters in unsere Gemeinde. Nach dem Zweiten Weltkrieg – während des Krieges und direkt danach war er Pastor einer Gemeinde in England. Sie brauchten ein Gebäude. Ihr Gemeindegebäude wurde durch Bombenangriffe zerstört. Es war nichts mehr davon übrig. Es wurde völlig zerstört. Er fühlte sich geleitet… an einem Nachmittag war ihm einfach danach, ein Mitglied seiner Gemeinde zu besuchen. Also ging er hin und klopfte an die Tür. Sie sagten: „Oh, Pastor Stormont, komm doch rein!“ Er setzte sich, sie setzten eine Kanne Tee auf und derjenige erwähnte ein Haus, das zum Kauf angeboten wird. Plötzlich spürte George, dass er deswegen gekommen war. Er sagte: „Entschuldigt mich, ich werde den Tee nicht trinken. Ich muss los.“ Er geht raus, läuft die Straße entlang und findet das Haus. Er schaute durch die Fenster hinein und sah sich alles an. Das Haus war schon zu. Ein Polizist kam, um nachzuschauen, wer da herumschnüffelte. Und George sagte: „Ich habe keine bösen Absichten. Ich bin Pastor und hörte, dass dieses Gebäude leer steht.“ Und der Polizist sagte: „Zufällig kenne ich den Besitzer des Hauses. Hier ist seine Adresse.“ Er nahm die Adresse entgegen und ging sofort zu diesem Mann. Noch vor Sonnenuntergang hatte die Gemeinde ein neues Gebäude, weil er den Eindruck hatte, er solle mit jemandem einen Tee trinken.

Ich bin überzeugt, dass Gott uns führen und leiten möchte. Das ist ein Merkmal eines geisterfüllten Lebens. Ich denke, das sollte für uns Gläubige die Norm sein. Manchmal kann es sehr unterschwellig sein: „Keine Ahnung, warum, aber ich denke, ich sollte ihn einfach zum Tee besuchen,“ oder: „Ich soll denjenigen anrufen.“ Oder vielleicht auch: „Ich habe einen Bibelvers auf dem Herzen. Ich werde anrufen und es ihm sagen.“ Kurz bevor ich heute nach vorne kam, musste ich an jemanden denken.

Ich ging heraus. Mein Handy hat hier einen Empfang wie in einer Eishöhle. Nur an zwei Stellen funktioniert es. Also schrieb ich eine SMS, lief schnell an meinen speziellen Ort – und „alles klar, angekommen!“ Dann musste ich schnell zurücklaufen. Ich hatte ein ermutigendes Wort für jemanden und dachte, ich sollte es ihm schicken. Ob das eine große Bedeutung hat oder nicht, keine Ahnung. Ich hatte jedenfalls den Eindruck, dass es vom Heiligen Geist kam. Wir müssen für so etwas offen sein. Je mehr wir vom Heiligen Geist erfüllt sind, umso häufiger wird das passieren.

Und dann heißt es hier am Ende dieser Passage in Johannes 16 sogar, dass Er uns Zukünftiges sagen wird. Gott kennt natürlich die Zukunft. Er wird Ihnen nicht alles sagen, aber Er wird Ihnen das Zukünftige sagen, das Sie wissen müssen. Er möchte Ihnen ein paar zukünftige Dinge zeigen. Ihr Geschäftsleute: Gott möchte Sie führen und Ihnen zukünftige Trends und Entwicklungen zeigen. Sie können Ihrer Zeit voraus sein, wenn Gott Sie leitet – und das wird Er tun! Ich sage Ihnen: Es ist wunderbar, im Geschäftsleben vom Heiligen Geist erfüllt zu sein!

Gut, der dritte Punkt. Schauen Sie sich mit mir Apostelgeschichte, Kapitel 7 an – ein weiteres Merkmal eines geisterfüllten Lebens. Es ist mit dem vorigen Punkt verbunden. Ich möchte es nennen: Vermehrte geistliche Wahrnehmung. Himmlische Dinge erschließen sich Ihnen. Es unterscheidet sich von dem, was ich gerade über Führung sagte. Ich werde Ihnen erläutern, was ich meine – natürlich hängen diese Dinge zusammen. Vermehrte geistliche Wahrnehmung. Himmlische Dinge erschließen sich. Apostelgeschichte 7:55. Es ist die Rede vom einem Jünger des Herrn, der als Märtyrer starb, Stefanus.

Apostelgeschichte 7:55-56 „Da er aber voll Heiligen Geistes war und fest zum Himmel schaute, sah er die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen, und er sprach: ‚Siehe, ich sehe die Himmel geöffnet und den Sohn des Menschen zur Rechten Gottes stehen!'“

Er war voll Heiligen Geistes und sagte: „Ich sehe die Himmel geöffnet.“ Das muss nicht genau so aussehen, wie wir es hier lesen und wie er es erlebte, obwohl das auch passieren kann. Ich glaube, wenn wir mit dem Heiligen Geist erfüllt sind, fällt es uns leichter, Gottes Wirken und verborgene Dinge zu erkennen. Ich wiederhole das: Ich denke, wenn wir mit dem Heiligen Geist erfüllt sind, fällt es uns leichter, Gottes Wirken und verborgene Dinge zu erkennen. Interessanterweise wird das Wort, was hier mit „fest aufschauen“ übersetzt wird: „Er war voll Heiligen Geistes und schaute fest zum Himmel auf,“ nur 14 Mal in der Bibel erwähnt. Und in 11 von 14 Fällen im Zusammenhang mit dem Übernatürlichen. Hochinteressant! Er ist vom Heiligen Geist erfüllt, schaute auf und der Himmel wurde geöffnet. Von den 14 Erwähnungen, in 11 von 14 Fällen… und nur drei Mal steht es im Zusammenhang mit etwas Natürlichem. Im Grunde immer, wenn das Wort „aufschauen“ auch in unterschiedlichen Übersetzungen im Neuen Testament steht, wirkt der Heilige Geist und Dinge fangen an zu geschehen. Ich nenne es den „Heilig-Geist-Blick“.

Wissen Sie, in Apostelgeschichte 3, als Petrus den gelähmten Bettler anschaute, wurde er kurz darauf geheilt. Sie kennen die Geschichte. Sie gehen zur Stunde des Gebets in den Tempel. Dort sitzt ein Bettler. Er ist schon wer weiß wie lange dort. Er war während des gesamten Dienstes von Jesus dort, ohne geheilt zu werden. Und dann ging Petrus zur Stunde des Gebets hin. Die Bibel sagt über Petrus, dass er ihn fest anblickte. Plötzlich blieb sein Blick an diesem gelähmten Bettler hängen. Ich sage Ihnen – hören Sie, dafür hätte sich das Eintrittsgeld heute schon gelohnt: Der Heilige Geist wird Ihre Augen gebrauchen. Manchmal bleibt Ihr Blick an jemandem hängen und Gott zeigt Ihnen die wahren Hintergründe. Der Himmel öffnet sich und Gott fängt an, über die Person oder die Situation zu Ihnen zu reden, weil Gott eingreifen und Menschen helfen möchte.

Petrus sah ihn an und sagte: „Schau uns an.“ Der Mann schaute in der Erwartung auf, etwas zu empfangen. Petrus sagte: „Silber und Gold habe ich nicht, aber was ich habe, gebe ich dir,“ und ergriff ihn bei der Hand. Sofort wurden seine Füße und seine Knöchel stark und er wurde geheilt. Aber vorher schaute er ihn mit diesem Heilig-Geist-Blick an. In Apostelgeschichte 10 sah Kornelius gespannt den Engel an, der ihm erschienen war.

In Apostelgeschichte 11 erwähnte Petrus, als er erzählte, dass ein Tuch herabkam, dass er es gespannt anschaute, woraufhin er Offenbarung von Gott bekam, was ich vorhin sagte. Schauen Sie sich mit mir Apostelgeschichte 14 an. Das ist eine markante Stelle. Apostelgeschichte 14:8.

Apostelgeschichte 14:8-10 „Und ein Mann in Lystra saß da, kraftlos an den Füßen, der niemals umher gegangen war. Dieser hörte Paulus reden. Als der ihn fest anblickte… (genau, das ist unsere Formulierung. Er blickte ihn

fest an. Hier steht dasselbe griechische Wort. Er sah ihn eindringlich an. Er schaute ihn aufmerksam an.)… und sah, dass er Glauben hatte, geheilt zu werden, sprach er mit lauter Stimme: Stell dich gerade hin auf deine Füße! Und er sprang auf und ging umher.“

Ich möchte hier stoppen. Wie kann man jemanden anschauen und wissen, dass derjenige Glauben hat, geheilt zu werden? Welche Farbe hat der Glaube? Wie sieht er aus? In diesem Moment tut der Betreffende nichts. Man könnte sagen: „Sicher, Glaube sieht man an entsprechenden Taten.“ Das stimmt, denn Glaube ist eine Handlung. Aber dieser Mann war noch verkrüppelt. Er ist noch nie gelaufen. Und Paulus schaut ihn an und erkennt seinen Glauben. Es war dieser „Heilig-Geist-Blick“. Plötzlich zeigte Gott ihm etwas. Ich glaube, dass Gott so etwas tun möchte. Ich glaube, solche Dinge sollten Teil des normalen Gemeindelebens sein. Offenbar gibt es einen Zusammenhang zwischen der Erfüllung mit dem Heiligen Geist und dieser Wahrnehmung, einem „Heilig-Geist- Blick“, der uns Geheimnisse des Himmels erschließt.

Wissen Sie, Jesus sagte, es ist förderlich und gut für uns, wenn Er weggeht. Das sagte Er den Jüngern, aber es gilt natürlich auch für uns. Er sagte, es sei gut, dass Er sie verlassen würde, weil der Vater dann die Gabe des Heiligen Geistes senden würde. Jesus sagte: „Ich bin bei euch, Er aber wird in euch sein.“ Jemand, der immer mit uns ist und uns leitet, der uns zunehmend geistliche Erkenntnis gibt.

Ich sprach heute darüber. Ich kann nur sagen: Gott sei Dank für den Heiligen Geist. Liebe Freunde, vielleicht haben Sie den Heiligen Geist noch nicht empfangen. Vielleicht haben Sie bisher wenig über den Heiligen Geist gehört. Ich hoffe wirklich, dass Sie die ganze Serie anschauen werden, weil wir zu phänomenalen Dingen kommen werden, die sehr hilfreich für Ihr Leben mit Gott sein können. Wissen Sie, bevor wir uns wiedersehen, müssen Sie wissen, dass Gott bei Ihnen ist. Er liebt Sie. Er wird Sie niemals verlassen oder im Stich lassen. Vertrauen Sie Ihm immer. Bis zum nächsten Mal.

 

Hallo Freunde, willkommen zur heutigen Sendung. Sie ist Teil einer Serie über den Heiligen Geist. Ich bin sehr begeistert. Es ist ein sehr ergiebiges Thema. Vielleicht haben Sie die vorige Sendung versäumt. Wir werden ein wenig davon wiederholen. Unser Thema ist: Merkmale eines geisterfüllten Lebens. Nehmen Sie doch Ihre Bibel zur Hand. Kommen wir zum Wort Gottes.

Schauen Sie sich mit mir Apostelgeschichte, Kapitel 7 an – ein weiteres Merkmal eines geisterfüllten Lebens. Es ist mit dem vorigen Punkt verbunden. Ich möchte es nennen: Vermehrte geistliche Wahrnehmung. Himmlische Dinge erschließen sich Ihnen. Es unterscheidet sich von dem, was ich gerade über Führung sagte. Ich werde Ihnen erläutern, was ich meine – natürlich hängen diese Dinge zusammen. Vermehrte geistliche Wahrnehmung. Himmlische Dinge erschließen sich. Apostelgeschichte 7:55. Es ist die Rede von einem Jünger des Herrn, der als Märtyrer starb, Stefanus.

Apostelgeschichte 7:55-56 „Da er aber voll Heiligen Geistes war und fest zum Himmel schaute, sah er die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen, und er sprach: ‚Siehe, ich sehe die Himmel geöffnet und den Sohn des Menschen zur Rechten Gottes stehen!'“

Er war voll Heiligen Geistes und sagte: „Ich sehe die Himmel geöffnet.“ Das muss nicht genau so aussehen, wie wir es hier lesen und wie er es erlebte, obwohl das auch passieren kann. Ich glaube, wenn wir mit dem Heiligen Geist erfüllt sind, fällt es uns leichter, Gottes Wirken und verborgene Dinge zu erkennen. Ich wiederhole das: Ich denke, wenn wir mit dem Heiligen Geist erfüllt sind, fällt es uns leichter, Gottes Wirken und verborgene Dinge zu erkennen. Interessanterweise wird das Wort, was hier mit „fest aufschauen“ übersetzt wird: „Er war voll Heiligen Geistes und schaute fest zum Himmel auf“, nur 14 Mal in der Bibel erwähnt. Und in 11 von 14 Fällen im Zusammenhang mit dem Übernatürlichen. Hochinteressant! Er ist vom Heiligen Geist erfüllt, schaute auf und der Himmel wurde geöffnet. Von den 14 Erwähnungen, in 11 von 14 Fällen… und nur drei Mal steht es im Zusammenhang mit etwas Natürlichem. Im Grunde immer, wenn das Wort „aufschauen“ auch in unterschiedlichen Übersetzungen im Neuen Testament steht, wirkt der Heilige Geist und Dinge fangen an zu geschehen. Ich nenne es den „Heilig-Geist-Blick“.

Wissen Sie, in Apostelgeschichte 3, als Petrus den gelähmten Bettler anschaute, wurde er kurz darauf geheilt. Sie kennen die Geschichte. Sie gehen zur Stunde des Gebets in den Tempel. Dort sitzt ein Bettler. Er saß schon wer weiß wie lange da. Er war während des gesamten Dienstes von Jesus dort, ohne geheilt zu werden. Und dann ging Petrus zur Stunde des Gebets hin. Die Bibel sagt über Petrus, dass er ihn fest anblickte. Plötzlich blieb sein Blick an diesem gelähmten Bettler hängen. Ich sage Ihnen – hören Sie, dafür hätte sich das Eintrittsgeld heute schon gelohnt: Der Heilige Geist wird Ihre Augen gebrauchen. Manchmal bleibt Ihr Blick an jemandem hängen und Gott zeigt Ihnen die wahren Hintergründe. Der Himmel öffnet sich und Gott fängt an, über die Person oder die Situation zu Ihnen zu reden, weil Gott eingreifen und Menschen helfen möchte.

Petrus sah ihn an und sagte: „Schau uns an.“ Der Mann schaute in der Erwartung auf, etwas zu empfangen. Petrus sagte: „Silber und Gold habe ich nicht, aber was ich habe, gebe ich dir“, und ergriff ihn. Sofort wurden seine Füße und seine Knöchel stark und er wurde geheilt. Aber vorher schaute er ihn mit diesem Heilig-Geist-Blick an. In Apostelgeschichte 10 sah Kornelius gespannt den Engel an, der ihm erschienen war.

In Apostelgeschichte 11 erwähnte Petrus, als er erzählte, dass ein Tuch herabkam, dass er es gespannt anschaute, woraufhin er Offenbarung von Gott bekam, was ich vorhin sagte. Schauen Sie sich mit mir Apostelgeschichte 14 an. Das ist eine markante Stelle. Apostelgeschichte 14:8.

Apostelgeschichte 14:8-10 „Und ein Mann in Lystra saß da, kraftlos an den Füßen, der niemals umher gegangen war. Dieser hörte Paulus reden. Als der ihn fest anblickte… (genau, das ist unsere Formulierung. Er blickte ihn fest an. Hier steht dasselbe griechische Wort. Er sah ihn eindringlich an. Er schaute ihn aufmerksam an.) … und sah, dass er Glauben hatte, geheilt zu werden, sprach er mit lauter Stimme: Stell dich gerade hin auf deine Füße! Und er sprang auf und ging umher.“

Ich möchte hier stoppen. Wie kann man jemanden anschauen und wissen, dass derjenige Glauben hat, geheilt zu werden? Welche Farbe hat der Glaube? Wie sieht er aus? In diesem Moment tut der Betreffende nichts. Man könnte sagen: „Sicher, Glaube sieht man an entsprechenden Taten.“ Das stimmt, denn Glaube ist eine Handlung. Aber dieser Mann war noch verkrüppelt. Er ist noch nie gelaufen. Und Paulus schaut ihn an und erkennt seinen Glauben. Es war dieser „Heilig-Geist-Blick“.

Plötzlich zeigte Gott ihm etwas. Ich glaube, dass Gott so etwas tun möchte. Ich glaube, solche Dinge sollten Teil des normalen Gemeindelebens sein. Offenbar gibt es einen Zusammenhang zwischen der Erfüllung mit dem Heiligen Geist und dieser Wahrnehmung, einem „Heilig-Geist- Blick“, der uns Geheimnisse des Himmels erschließt.

Folgendes geschah auf unserem kleinen Campus in der Katella Avenue, bevor wir hierher zogen.

Ich predigte an einem Sonntag. Eine Frau war anwesend, die neu in der Gemeinde war. Ich schaute sie an und die restliche Versammlung war wie ausgeblendet. Ich sah sie und hatte eine innere Gewissheit. Keine Ahnung, wie sie zustande kam. Sie war plötzlich da. Ich wusste, was ich tun sollte.

Ich wusste, was geschehen würde. Ich erkannte es. Ich unterbrach die Predigt und sagte: „Junge Frau, stehen Sie auf.“ Sie stand auf und ich sagte: „Empfange den Heiligen Geist.“ Sie brach sofort in Tränen aus, schluchzte und fing an, in anderen Sprachen zu reden. Der Gottesdienst war überaus lebendig an diesem Sonntagmorgen. Gott tat erstaunliche Dinge. Jemand fragte: „Woher wusstest du, dass das geschehen würde?“ Keine Ahnung. Ich konnte nicht mehr von ihr wegschauen und wusste es einfach. Ich sprach hinterher mit ihr und ihrem früheren Chef. Er brachte sie zum Gottesdienst mit.

Sie wurde kurz davor errettet, war noch nicht vom Heiligen Geist erfüllt und wollte einfach mehr. Gott hat eingegriffen, und das tut Er gerne. Ich denke, wenn wir uns dem Heiligen Geist zur Verfügung stellen, werden wir derartige Dinge immer häufiger sehen.

Gut, der vierte Punkt. Es sind nicht viele, vielleicht insgesamt sechs. Schauen wir uns Apostelgeschichte 11 an. Ein weiteres Merkmal geisterfüllten Lebens ist, dass Gläubige ermutigt werden und Menschen zum Herrn finden. Gläubige werden ermutigt und Menschen finden zum Herrn.

Apostelgeschichte 11,20. Dort steht:

Apostelgeschichte 11,20-24 „Aber einige von ihnen, die aus Zypern und Zyrene stammten, kamen nach Antiochia und verkündeten dort auch den Nichtjuden das Evangelium von Jesus, dem Herrn. Gott stand ihnen zur Seite, so dass viele Menschen zum Glauben kamen und Jesus als den Herrn annahmen. Die Gemeinde in Jerusalem hörte davon, und die Apostel schickten Barnabas nach Antiochia. Als er hinkam und sah, was Gott dort gewirkt hatte, freute er sich. Er machte allen Mut und bestärkte sie in ihrem Vorsatz, dem Herrn treu zu bleiben. Denn Barnabas war ein guter Mann, erfüllt mit dem Heiligen Geist und mit Glauben. Gott führte der Gemeinde immer mehr Menschen zu.“

Barnabas war also ein guter Mann, der vom Heiligen Geist erfüllt war. Wir sehen, wozu das führte: er ermutigte andere. Die genaue Wortbedeutung ist: Gläubige wurden gestärkt. Er führte durch seinen Dienst auch Menschen zum Herrn – vielmehr bewirkte Gott das durch seinen Dienst. Sie kamen zu denen hinzu, die gemäß Vers 21 errettet wurden: „Viele Menschen kamen zum Glauben.“ Und in Vers 24 heißt es: „Immer mehr Menschen kamen zum Herrn.“ Viele kamen also zu Gott und dann kam Barnabas. Weil er vom Heiligen Geist erfüllt war, wurden die Gläubigen ermutigt und weitere Menschen kamen zu Glauben. Ein geisterfüllter Mensch wird keine Gemeinde spalten, sondern sie stärken und zum Wachstum beitragen.

Über die Jahre habe ich Menschen erlebt – ich denke, ich habe schon so ziemlich alles gesehen – aber immer, wenn ich das sage, passiert etwas Neues. Jedenfalls gab es Menschen, die im Heiligen Geist getauft waren und die länger, als ich bereits lebe, in neuen Sprachen reden und doch nur Trennung und Subtraktion bewirkten. Menschen wurden nicht ermutigt, sondern entmutigt.

Beachten Sie, dass er sie ermutigte und darin bestärkte, dem Herrn treu zu bleiben. Sagen Sie alle: „treu bleiben“ Wenn Leute nicht mehr in die Gemeinde gehen und keine Gemeinschaft mit Gläubigen suchen, wenn Menschen wegbleiben und sich von anderen zurückziehen, die vom Heiligen Geist erfüllt sind, dann kommt das nicht vom Heiligen Geist. Ein Merkmal von geisterfülltem Leben ist Zuwachs: zahlenmäßiges Wachstum, ermutigte Gläubige, Menschen, die treu bleiben.

Wer von Ihnen ist bereits seit über zehn Jahren Mitglied einer Gemeinde? Ich meine jetzt nicht Cottonwood, sondern ob Sie seit über zehn Jahren zu Gottes Familie gehören. Wer bereits seit über 20 Jahren? Seit über 30 Jahren? Wer hat in dieser langen Zeit bereits eine Gemeindespaltung erlebt?

Einige. Das ist sehr unangenehm, nicht wahr? Viele werden verletzt, stimmt’s? Es führt zu Verlusten in der Gemeinde, nicht wahr? Manche bleiben weg. Bestimmt kennen Sie Menschen so wie ich selbst auch, die eine solche Spaltung erlebt haben und die seit damals Gott nicht mehr dienen und nicht mehr für Ihn brennen, weil die Verletzungen so tief gingen. Weiß jemand, was ich meine? Liebe Freunde, ein Merkmal des geisterfüllten Lebens ist, dass die Gemeinde durch mich wächst und dass Gottes Wirken zunimmt. Ich bestärke Menschen darin, treu zu bleiben. Ich stärke und ermutige andere. Wenn das Gegenteil geschieht, entspricht das nicht Gottes Geist, ob Sie in Sprachen reden oder nicht. Ich nehme an, wie meine Frau mir immer sagt, ich muss mehr lächeln. Ich versuche es.

Ich gebe mir die größte Mühe. Man kann harte Fakten mit einem Lächeln sagen und Menschen nehmen sie an.

Gut, geisterfüllte Menschen sind aufbauend und ermutigend. Sie demoralisieren nicht und verursachen keine Spaltung.

Der fünfte Punkt: Kühnheit. Das ist ein Merkmal geisterfüllten Lebens. Apostelgeschichte 4, Kühnheit.

Apostelgeschichte 4:8. Ich liebe diese Verse. Apostelgeschichte 4:8.

Apostelgeschichte 4:8-13 „Da sprach Petrus, erfüllt (sagen Sie alle: erfüllt) mit Heiligem Geist, zu ihnen: Oberste des Volkes und Älteste! Wenn wir heute über die Wohltat an einem kranken Menschen verhört werden, wodurch dieser geheilt worden ist, so sei euch allen und dem ganzen Volk Israel kund: Im Namen Jesu Christi, des Nazoräers, den ihr gekreuzigt habt, den Gott auferweckt hat aus den Toten – in diesem Namen steht dieser gesund vor euch. Das ist der Stein, der von euch, den Bauleuten, verachtet, der zum Eckstein geworden ist. Und es ist in keinem anderen das Heil; denn auch kein anderer Name unter dem Himmel ist den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden müssen. Als sie aber die Kühnheit des Petrus und Johannes sahen und bemerkten, dass es ungelehrte und ungebildete Leute seien, verwunderten sie sich; und sie erkannten sie, dass sie mit Jesus gewesen waren.“

Wie schön wäre es, wenn Menschen sich wundern und denken würden, wir waren mit Jesus zusammen. Jemand hat das einmal treffend ausgedrückt. Vielleicht kennen Sie das. Sie waren ungelehrte und ungebildete Leute, was das Gesetz angeht. Natürlich sind sie als Juden in der Synagoge aufgewachsen und wussten sehr vieles. Aber im Vergleich zu den Pharisäern und den Gesetzeslehrern und denen, die sie damals musterten, waren sie ungelehrt und ungebildet. Die anderen hatten alle möglichen Titel, Doktortitel und dergleichen. Hinter den Namen Petrus und Johannes stand nur: MJG, mit Jesus gewesen. Das reicht aus. Sie sahen ihre Kühnheit. Petrus war vom Heiligen Geist erfüllt und sie staunten über seine Kühnheit. Apostelgeschichte 4:31: „Und nachdem sie gebetet hatten…“ Sie sind alle miteinander versammelt.

Apostelgeschichte 4:31 „Und als sie gebetet hatten, erbebte die Stätte, wo sie versammelt waren, und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und redeten das Wort Gottes wie? mit Kühnheit.“

Sie redeten kühn über Jesus. Das bedeutet nicht schroff, derb oder laut. Kühnheit bedeutet, sie ließen sich nicht durch die Mienen und Meinungen anderer einschüchtern. Interessanterweise erfahren wir in Johannes 20:19, dass die Jünger aus Angst vor den Juden die Tür hinter sich gut verschlossen hatten. Das sah so aus. Die Auferstehung geschah bereits. Die Jünger versteckten sich hinter verschlossenen Türen aus Angst vor den Juden. Dann werden sie mit dem Heiligen Geist erfüllt.

Was passiert danach? Sie gehen hinaus und reden in anderen Sprachen! Sie feierten auf der Straße weiter! Was wurde aus der Zurückgezogenheit und der Angst? Der Heilige Geist gibt Ihnen Kühnheit, wenn Sie erfüllt sind. Das ist etwas sehr Gutes. Geisterfüllte Menschen sind kühn. Sie merken, Gott gab ihnen keinen Geist der Furcht, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und des gesunden Verstandes.

Ich habe meine Geschichte schon oft erzählt. Ich habe das Evangelium erst gehört, als es mir eines Tages ein zwölfjähriger Junge in einem Park erzählte. Sehr radikal! Er erschütterte mein Gefängnis!

Ich wurde durch die Begegnung mit diesem Zwölfjährigen tiefgreifend verändert, der mir so kühn von Jesus erzählte. Das veränderte meine Welt! Wissen Sie, eines Tages ging ich mit diesem Jungen in ein Krankenhaus – und mit ein paar anderen Leuten. Vielleicht war er damals schon dreizehn. Wir waren im Krankenhaus, um einen Verwandten zu besuchen. Wir besuchten ihn, sprachen mit ihm usw. und plötzlich war der Junge weg. Ich hatte keine Ahnung, wo er war. Er verschwand in diesem Krankenhaus! Ich lief die Gänge entlang, suchte ihn und ein Mann saß auf einer Bank in seinem Krankenhaushemd, das hinten ganz offen war. Er saß dort, barg sein Gesicht in den Händen und heulte hemmungslos. Er schluchzte und schluchzte! Er schluchzte und atmete schwer! Ich ging zu ihm und fragte ihn: „Kann ich Ihnen helfen?“ Er sagte: „Oh dieser Junge!“ Er weinte und weinte. Er sagte:
„Dieser Junge kam in mein Zimmer und erzählte mir von Jesus und von den Striemen auf Seinem Rücken. Ich habe so etwas noch nie gehört. Es ging mir durch und durch.“ Es war dieser Junge! Ich hätte fast gesagt: „Ich weiß, was Sie meinen. Er hat auch mich so berührt!“ Ein Dreizehnjähriger geht in ein Krankenzimmer und dient diesem Mann. Ich sprach mit ihm und fand heraus, dass er vor wenigen Stunden vom Arzt eine total verheerende Diagnose erhalten hatte. Seine Welt brach zusammen. Und plötzlich kommt dieser Botschafter Jesu, ein Dreizehnjähriger, berührt ihn tief und sagt ihm, dass es bei Gott Hoffnung gibt. Kühnheit. Gott möchte uns Kühnheit geben. Es ist ein Merkmal geisterfüllten Lebens.

Gut, ein letzter Punkt, Apostelgeschichte 1: Kraft. Apostelgeschichte 1:4

Apostelgeschichte 1:4-5 „Und als er mit ihnen versammelt war, befahl er ihnen, sich nicht von Jerusalem zu entfernen, sondern auf die Verheißung des Vaters zu warten – die ihr, sagte er, von mir gehört habt; denn Johannes taufte mit Wasser, ihr aber werdet mit Heiligem Geist getauft werden nach diesen wenigen Tagen.“

Verlasst Jerusalem nicht. Gründet keinen Bibelkreis. Macht gar nichts, bis ihr mit Heiligem Geist getauft werdet. Apostelgeschichte 1:8. Schauen Sie, was dort steht: „Aber ihr werdet Kraft empfangen …“ Sagen Sie alle: Kraft.

Apostelgeschichte 1:8 „Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist; und ihr werdet meine Zeugen sein, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde.“

Liebe Freunde, wir müssen die Welt erreichen. Ich bin verrückt genug zu glauben, dass wir unsere Generation verändern können – aber nicht nur in der Nachbarschaft. Ich denke, Gott kann das durch unsere Gemeinde tun – natürlich nicht nur durch unsere Gemeinde. Gott wirkt in Gemeinden auf der ganzen Welt und überall in unserem Land. Gott sei Dank für den wunderbaren Leib Christi und für alle hingegebenen Gläubigen! Aber ich glaube, das, was von hier ausgeht, kann die Welt verändern. Ich glaube, wir können in erstaunlicher Weise in Nationen hineinwirken. Aber wenn wir unser Jerusalem, Judäa, Samaria und die Enden der Erde erreichen wollen, dann brauchen wir unbedingt Kraft. Wir müssen erst einmal vom Geist erfüllt werden. Wir können es nicht durch menschlichen Einfallsreichtum oder das richtige Marketing schaffen. Ich bin sehr dafür, dass wir weise sind und alle neuen Errungenschaften nutzen. Zu Jesu Zeiten wäre ich mit dem Boot hinausgefahren und hätte mir die verstärkenden Eigenschaften des Wassers zunutze gemacht, um zu predigen. Aber jetzt benutze ich ein Mikrofon. Das klappt recht gut. Ich bin dafür, moderne Technik einzusetzen. Manche von Ihnen haben Ihre Bibel auf dem iPod. Das ist der technische Fortschritt. Es ist eine neue Zeit.

Ich bin sehr dafür. Früher musste man von einer Schriftrolle ablesen. Ich lese nicht von einer Rolle ab.

Ich habe heute abend auch keine Kerze dabei. Ich versuche, mit der Technik Schritt zu halten.

Wir wollen tun, was wir können. Ich bin nicht gegen Werbung und gegen moderne Technik. Aber wissen Sie, wir können alle erdenkliche Technik und die beste Werbung einsetzen, unser Bestes geben und eine hervorragende Haltung haben – aber ohne die Kraft des Heiligen Geistes ist all das nur menschliches Bemühen, das keinen Erfolg haben wird. Wenn Gott nicht der Wind in unseren Segeln ist, wenn wir nicht Seine Kraft und Führung erleben, werden wir die Welt nicht für Christus erreichen. Wissen Sie, was noch passieren wird? Wir werden unterwegs ausbrennen. Wir brauchen Seine Kraft.

Ich glaube, hier geht es darum, Seine Zeugen zu sein – Kraft zu haben, um zu predigen und das Evangelium weiterzusagen. Wir lasen, dass Petrus zu Pfingsten predigte und 3000 Menschen errettet wurden. Ich frage mich, wie die Quote heute ist. Dreitausend Predigten, damit einer errettet wird?

Keine Ahnung. Er war jedenfalls von Heiligen Geist erfüllt. Er predigte und das hatte Auswirkungen auf die Menschen. Ihre Herzen wurden ergriffen, weil eine übernatürliche Kraft durch seine Worte wirkte. Es war nicht nur ein Mensch, der aus dem Verstand heraus Menschen intellektuell ansprach.

Es floss aus seinem Herzen, das vom Heiligen Geist inspiriert war und hatte eine tiefgreifende Wirkung auf die Herzen der Zuhörer. Liebe Freunde, wir müssen das Herz der Menschen erreichen.

Menschen glauben mit ihren Herzen. Und wenn der Heilige Geist uns nicht befähigt, werden sich manche vielleicht intellektuell bekehren, aber nicht dabeibleiben. Wir brauchen Herzens-Bekehrungen und Sie müssen Gottes Herz durch Ihr Herz zum Ausdruck bringen, um Menschen wirklich zu erreichen.

Das gilt für Predigten wie diese genauso wie für das Predigen auf der Straße, was nicht jedermanns Sache ist. Ich habe es gemacht. Nicht, weil ich dachte, dass es anderen helfen würde, sondern weil ich wusste, dass es gut für mich wäre, weil ich ein paar Hemmungen hatte. Freunde brachten mich hin und ich predigte an einer Straßenecke. Meine Güte! Ich dachte mir: „Was mache ich hier?“ Ich erhob meine Stimme und predigte. Leute fuhren bis zur Ampel, kurbelten die Scheiben herunter, sahen mich an, kurbelten die Scheiben wieder hoch und fuhren weg. Ich sollte acht Minuten predigen, also predigte ich. Leute, die gegenüber an der Tankstelle ihr Auto betankten, schüttelten den Kopf und suchten das Weite. Dann sagte der Mann, der mich anleitete – ich tat es, wie gesagt, um zu lernen.

Ich weigerte mich einfach, mich der Angst zu beugen. Wie gesagt, es ist nicht jedermanns Sache, aber es war wichtig, dass ich das damals getan habe. Ich tat es nie wieder. Aber er sagte: „Sprich eine Einladung aus.“ Ich sagte: „Hier ist niemand!“ Er sagte: „Mach es!“ Ich sagte: „Wenn du Jesus annehmen möchtest, komm bitte jetzt her.“ Sechs Leute kamen hinter einem Zaun hervor und beteten mit uns. Ich fragte: „Woher kommt ihr denn?“ Sie sagten: „Wir waren hinter dem Zaun und hörten dir zu.“ Alle sechs wurden errettet!

Wissen Sie, obwohl das vielleicht das Letzte ist, was Sie tun wollen, müssen Sie es vielleicht tun wie auch ich, um Ihre Angst zu überwinden. Aber selbst wenn Sie Einzelne ansprechen, brauchen Sie die Kraft des Heiligen Geistes. Selbst die Intellektuellen unter uns – und das ist kein Makel – Sie müssen Ihr Gehirn nicht an der Garderobe abgeben, wenn Sie in die Gemeinde gehen. Wir sollen den Herrn, unseren Gott, mit unserm ganzen Verstand, unserer ganzen Seele und unserem ganzen Herzen lieben. Ich denke, kluge Menschen sind wunderbar! Und Gott wird das gebrauchen. Aber selbst die erhabenste Logik und das scharfsinnigste intellektuelle Argument werden ohne das Wirken des Heiligen Geistes zu keiner Bekehrung führen. Wir brauchen zum Predigen und Lehren die Kraft des Heiligen Geistes, erst recht bei den Geistesgaben, Wundern und Heilungen.

In der Apostelgeschichte war das ganz normal. Es wurde für Menschen gebetet und sie wurden geheilt. Wir schauen uns noch ein oder zwei Stellen an und dann komme ich zum Schluss. Apostelgeschichte 6. Wunderwirkende Kraft. Das Wort, das hier in Apostelgeschichte 1 steht, wo Jesus sagt: „Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch kommen wird.“, ist das griechische Wort „Dynamis“. Daher stammt das deutsche Wort Dynamit. Es bedeutet: wunderwirkende Kraft. Ihr werdet Dynamis empfangen, wunderwirkende Kraft, wenn der Heilige Geist auf euch kommt. Apostelgeschichte 6:5.

Apostelgeschichte 6:5 „Und die Rede gefiel der ganzen Menge; und sie erwählten Stephanus, einen Mann voll Glaubens und voll was? Voll Heiligen Geistes.

Er ist voll Glaubens und voll Heiligen Geistes. Lassen Sie uns nun Vers 8 anschauen.

Apostelgeschichte 6:8 „Und Stephanus, voll Glauben und Kraft… Dynamis! …, tat Wunder und große Zeichen unter dem Volk!

Voll Heiligen Geistes zu sein bedeutet offenbar auch, von dieser wunderwirkenden Kraft erfüllt zu sein. Das zeigte sich durch Zeichen und Wunder, die unter dem Volk geschahen.

Ich nenne nur eine weitere Stelle. Sie können Sie später nachschlagen, wenn Sie wollen. Sie steht in Apostelgeschichte 13. Paulus und seine Begleiter predigen und der Statthalter, dieser Politiker, ist sehr am Evangelium interessiert. Dort ist aber ein Zauberer namens Elymas, der ihnen widersteht und versucht, den Statthalter vom Glauben abzubringen. Wissen Sie, was die Bibel sagt? Paulus, voll Heiligen Geistes, sah ihn an und sprach: Du Sohn des Teufels. Plötzlich kam Dunkel und Finsternis auf ihn und der Zauberer wurde eine Zeit lang blind. Sie mussten ihn an der Hand wegführen. Und der Statthalter sagte: „Ich sollte diese Errettung jetzt annehmen.“ Er war voll Geistes und Wunder geschahen.

Wissen Sie, mit die allerstärksten Dinge lesen wir in der Apostelgeschichte. Dort werden nicht nur vergangene Zeiten beschrieben, mit denen wir nichts zu tun haben. Was der Heilige Geist damals im Leben von Menschen tat, möchte Er heute in unserem Leben tun. Liebe Freunde, ich hoffe, Sie schauen sich die ganze Serie an und machen sich mit dem Wirken des Heiligen Geistes vertraut. Bis zum nächsten Mal.

 

Liebe Freunde, wir beschäftigen uns in dieser Serie mit dem Heiligen Geist – mit Seinem Wirken in uns, an uns und durch uns. Ich hoffe, dass Sie die vorigen Sendungen sahen. Doch falls nicht, so wird Ihnen die heutige Predigt bestimmt gefallen. Treffen Sie doch die Entscheidung, diese komplette Serie zu sehen. Sie werden davon profitieren.

Unser heutiges Thema ist das Reden in anderen Sprachen. Wir werden uns dazu ein paar Bibelstellen ansehen und herausfinden, was die Bibel über dieses Phänomen sagt. Ist es für heute? Ist es für uns? Was bringt es, in Sprachen zu reden? Ist es eine Gabe für Gläubige heute? Oder gibt es das heute nicht mehr? Zu diesem Thema gibt es so viele Fragen. Wissen Sie, die Aussagen der Bibel dazu sind ziemlich eindeutig. Ich hoffe, dass Sie eine Bibel besitzen, die Sie jetzt zur Hand nehmen können und dass Sie sich hinsetzen und mit mir zusammen das Thema der Erfüllung mit dem Heiligen Geist studieren: Der Nutzen, die Anwendung – wenn überhaupt – im heutigen Gemeindeleben. Ich denke, Sie werden davon profitieren und dadurch gesegnet werden. Vater, bitte gib doch jedem Zuschauer, der ein offenes Herz hat, den Geist der Weisheit und der Offenbarung. Möge Gottes Wort heute für sie lebendig werden, in Jesu Namen. Gut, kommen wir zum Wort Gottes.

Vergangene Woche und heute spreche ich über Auswirkungen der Erfüllung mit dem Heiligen Geist, verschiedene Merkmale, die wir im Neuen Testament finden. In

Epheser 5:18 steht:
„Und berauscht euch nicht mit Wein, woraus ein unordentliches Wesen folgt, sondern werdet voll Geistes.“

Die Aussage „werdet voll Geistes“ ist nicht Gegenstand theoretischer Erörterungen, nicht nur eine Verheißung, die wir genießen, sondern ein Gebot, dem wir gehorchen sollen. Werdet voll Geistes.

In der vorigen Woche schauten wir uns einige Merkmale eines geisterfüllten Lebens an. Zunächst sahen wir, dass jemand, der voll Geistes ist, singt, sich freut und dankbar ist. Unmittelbar nach dem Gebot, voll Geistes zu werden, heißt es: „redet zueinander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern; singt und spielt dem Herrn in eurem Herzen“, was eine direkte Folge des Gebots ist, voll Geistes zu werden.

Wir fanden auch heraus, dass jemand, der vom Geist erfüllt ist, vom Geist geführt wird. Jesus war vom Geist erfüllt und Er erlebte Führung. Wir sahen auch, dass die geistliche Wahrnehmung in anderer Weise zunehmen wird. Sie werden in der Lage sein zu erkennen, wie Gott wirkt und zu hören, was Er sagt, wenn Sie voll Geistes sind. Ihnen werden sich Dinge erschließen und Sie werden manches erkennen, was Sie sonst nicht erkennen würden.

Wir entdeckten, wenn jemand voll Geistes ist – am Beispiel von Barnabas in der Bibel – dann kommen durch denjenigen andere Menschen zum Herrn und werden im Glauben gestärkt. Wer vom Geist erfüllt ist, wird nicht Spaltung und Niedergang bewirken, vielmehr wird er Gottes Handeln fördern.

Es heißt, er war voll Geistes und viele Menschen fanden zum Herrn, wurden gestärkt und ermutigt und blieben dem Herrn treu. Das sind Früchte eines geisterfüllten Lebens. Menschen, die mit jemandem zusammen sind, der vom Heiligen Geist erfüllt ist, wollen dem Herrn treu bleiben. Sie wollen Teil einer Gemeinde bleiben und wollen weiter geistlich wachsen. Aber ein Mensch, der von einem anderen Geist erfüllt ist, bewirkt das Gegenteil – Niedergang und Trennung. Menschen fallen ab. Das ist die Frucht eines falschen Geistes.

Wir haben herausgefunden, dass Kühnheit eine Eigenschaft, eine Frucht und ein Merkmal geisterfüllten Lebens ist. In Apostelgeschichte 4 geht es um dieselbe Gruppe, mit der wir uns noch näher beschäftigen werden. Zunächst, in Kapitel 2, wurden sie vom Heiligen Geist erfüllt. In Kapitel 4 wurden sie erneut gefüllt.

Wir sollten immer wieder erfüllt werden. Das Verb in der Aufforderung in Epheser 5:18 steht im Griechischen in der Verlaufsform. Es bedeutet buchstäblich: unaufhörlich immer wieder erfüllt werden.

Wir sollten immer wieder den Heiligen Geist erleben. Wir sollten regelmäßig vom Heiligen Geist erfüllt und erneuert werden. Gott möchte nicht, dass unser Leben öde ist und wir stagnieren. Er möchte, dass wir wachsen. Ich möchte Ihnen sagen: Gott hat noch mehr für Sie, liebe Freunde. Gott hat noch viel mehr. Wir können Ihn noch intensiver und stärker erleben. In Apostelgeschichte 4 beteten sie, dass Gott ihnen Kühnheit geben möge. Es heißt: Sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt und verkündeten das Wort Gottes voller Kühnheit. Das bedeutet nicht, dass Sie aggressiv oder laut werden, sondern dass Sie keine Angst mehr vor Ablehnung und menschlichem Widerspruch haben – dass Sie kühn die Dinge aussprechen, die Gott Ihnen gegeben hat.

Schließlich beschäftigten wir uns mit der Tatsache, dass ein Leben im Heiligen Geist Kraft freisetzt.

Jesus sagte: Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch kommt. Ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem, Judäa, Samaria und bis an die Enden der Erde.

Wissen Sie, die Gemeinde könnte etwas mehr Kraft vertragen – Kraft zum Predigen, Kraft zum Dienst, Kraft im Alltag unter notleidenden Menschen. Gott möchte Sie gebrauchen und Er möchte mich gebrauchen. Wir kommen hier zusammen, um neue Kraft zu tanken, Gott anzubeten, gemeinsam das Wort zu studieren und um daraus zu lernen. Aber unser wahrer Auftrag spielt sich draußen ab, stimmt’s? Dort brauchen wir die Kraft mehr als irgendwo sonst – wo die Menschen Trauer, Not und Tod ausgesetzt sind; worauf wir die Antwort haben, nämlich Jesus Christus.

Ich möchte ein weiteres Merkmal eines geisterfüllten Lebens anschauen, über das sehr viel in der Bibel steht. Es ist das Reden in neuen Sprachen. Darüber werde ich heute früh sprechen. Jesus selbst sagte in Markus, Kapitel 16, Vers 17, innerhalb des Missionsbefehls, Folgendes: „Diese Zeichen aber werden denen folgen, die glauben: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden.“ Jesus selbst sagte, dieses Zeichen würde Gläubigen folgen.

In der Apostelgeschichte ist von fünf Ereignissen die Rede, wo Gläubige erstmals vom Heiligen Geist erfüllt oder im Heiligen Geist getauft werden. Es gibt beide Formulierungen in der Bibel: Mit Heiligem Geist oder in den Geist getauft und vom Heiligen Geist erfüllt werden. Manchmal ist die Rede davon, dass der Heilige Geist empfangen wird. In der Apostelgeschichte wird von fünf Ereignissen berichtet, in denen Menschen erstmals erfüllt werden und die Geistestaufe erleben. Diese wollen wir uns näher anschauen, weil es Gemeinsamkeiten gibt. Apostelgeschichte 2:1.

Apostelgeschichte 2:1-4 „Und als der Tag des Pfingstfestes erfüllt war, waren sie alle einmütig beisammen. Und es entstand plötzlich… Mir gefällt es, wenn Gott plötzlich wirkt! Plötzlich entstand… vom Himmel her ein Brausen wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich zerteilten und sich auf jeden von ihnen setzten. Und sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist es ihnen auszusprechen gab.“

Gut, sie fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist es ihnen eingab. Das geschah als erstes, nachdem sie vom Geist erfüllt waren.

Jemand sagt: „Wozu der Wind und die Feuerzungen? Was hat das denn bloß zu bedeuten?“

Nachdem Jesus von den Toten auferweckt wurde und zum Vater auffuhr, so sagte Er den Gläubigen:
„Ich werde die Verheißung des Vaters senden, von der ich bereits sagte, dass dann der Heilige Geist kommen wird.“

In Johannes 16 erzählte Jesus den Jüngern davon. Können Sie sich vorstellen, mit Jesus im selben Raum zu wohnen, zu essen und zu schlafen – über drei oder dreieinhalb Jahre – die Wunder aus nächster Nähe zu sehen, manchmal sogar selbst aktiven Anteil an den Wundern zu haben – zum Beispiel, als die Fische und die Brote verteilt und die 5000 gespeist wurden? Es war ein fortwährendes Wunder, das durch die Hände der Apostel geschah. Und Jesus sagt Ihnen am Vorabend Seiner Kreuzigung Folgendes: „Männer, es ist gut für euch, dass ich weggehe, denn wenn ich nicht gehe, wird der Heilige Geist nicht kommen. Wenn ich aber gehe, sende ich Ihn zu euch.“

Der Heilige Geist bringt große Vorteile mit sich. Das war für sie sicher schwer zu verkraften. „Jesus, wir finden es hier sehr schön mit Dir. Bleib hier.“ Jesus sagte: „Nein, es ist gut für euch, dass ich weggehe.“ Der Heilige Geist bringt uns wirklich sehr viele Vorteile.

Das ist also die Erfüllung der Verheißung, dass der Heilige Geist erstmalig auf die Erde gesandt wird, um Gläubige zu erfüllen und in ihnen zu wohnen. Wissen Sie, bis zu diesem Zeitpunkt, unter dem Alten Bund, kam der Heilige Geist auf Menschen, wohnte jedoch nicht in ihnen. Er war nur auf den Menschen. Und Gott führte Israel unter dem Alten Bund nachts auf ihrer Wanderung durch die Wüste – am Tag mittels einer Wolkensäule – und wie führte Er sie nachts? Durch eine Feuersäule. Wenn die Wolkensäule sich plötzlich bewegte, brachen sie ihre Zelte ab und sagten: „Gut, Gott führt uns weiter.“

Und sie folgten der Feuersäule.

Ich denke, Feuerzungen kamen deshalb auf jeden, weil Gott damit sagen wollte: „Das ist derselbe Heilige Geist, derselbe Gott, der die Israeliten durch die Wüste führte, derselbe Heilige Geist, der alle Wunder im Alten Testament wirkte. Damals führte Er alle gemeinsam von außen und jetzt jeden Einzelnen von innen heraus.“ Jesus sagte: „Er ist mit euch und Er wird in euch sein.“ Auf jeden kamen die Feuerzungen. Sie wurden mit dem Geist erfüllt. Als erstes fingen sie an, in anderen Sprachen zu reden. Dann gingen sie alle gemeinsam nach draußen auf die Straße. Das waren viele Menschen. Alle redeten in Sprachen – ein bisschen chaotisch. Wissen Sie, ich fand heraus, dass Gott nicht immer sensibel mit Suchenden umgeht.

Man hört oft, dass wir Unkundige nicht vor den Kopf stoßen sollen. Ich denke, das ist gut. Wir sollen mit Menschen, die auf der Suche sind, feinfühlig umgehen. Manchmal verfallen wir in einen bestimmten pfingstlerischen Stil oder in eine kirchliche Gangart und sprechen Kanaanäisch. Dann kommen Menschen zu uns, haben den Eindruck, sie seien auf einem anderen Stern und sagen:
„Ich finde keinen Zugang zu euch!“ Also entwickelte jemand den Ansatz, dass wir Suchenden gegenüber sensibel sein müssen, dass wir Menschen nicht unnötig verärgern oder vor den Kopf stoßen sollen. Das ist schon weise. Aber wissen Sie, Gott geht nicht immer so vor. Wenn ich Gott wäre, hätte ich sie nicht auf die Straße gehen und dort in Sprachen reden lassen. Manche waren verärgert, manche verstanden es nicht, manche hielten sie für betrunken, aber Gott machte das nichts aus. Es war Sein Plan.

Da waren sie also nun – auf der Straße – und Petrus steht auf und fängt an, zu predigen. Hören Sie, was er in Vers 33 sagt, um das Geschehen zu erklären, oder es genauer zu erklären.

Apostelgeschichte 2:33.

Apostelgeschichte 2:33 „Nachdem er nun durch die Rechte Gottes erhöht worden ist und die Verheißung des Heiligen Geistes vom Vater empfangen hat, hat er dieses ausgegossen, was ihr seht und hört.“

Beachten Sie, dass er sagte: „was ihr seht und hört.“ Schauen Sie sich jetzt Vers 38 an, ein paar Verse weiter unten.

Apostelgeschichte 2:38-39 „Petrus aber sprach zu ihnen: Kehrt um, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden! Und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.

Denn euch gilt die Verheißung und euren Kindern und allen, die in der Ferne sind, so viele der Herr, unser Gott, hinzu rufen wird.“

Petrus sagte ihnen: „Dies ist…“ Anfangs sprach er darüber, dass sich jetzt eine Prophetie von Joel erfüllt, usw., und dann sagte er: „Jesus sandte die Verheißung des Vaters, den Heiligen Geist. Das ist es, was ihr jetzt seht und hört.“ Und er sagte: „Diese Verheißung gilt euch, aber nicht nur für diese Generation, sondern auch für eure Kinder. Sie werden das auch erleben, diese Taufe im Heiligen Geist. Und es hört auch nicht mit der Generation eurer Kinder auf.“ Danach sagt er: „Diese Verheißung gilt auch für alle, die in der Ferne sind, so viele der Herr, unser Gott, hinzu rufen wird.“

Ich bin einer von denen, die Pfingsten sehr fern waren… etwa 2000 Jahre entfernt. Aber ich bin jemand, den Gott, der Herr, hinzu gerufen hat und die Verheißung gilt mir und auch allen anderen, die heute leben.

Lesen wir weiter, Apostelgeschichte 10. Ich habe das Argument gehört: „Nun, Gott tat das nur, weil Er Seine Gemeinde in Gang bringen musste. Das war sozusagen die Initialzündung. Es geschah zu Pfingsten, war aber dann vorüber.“ Apostelgeschichte 10 fand zehn Jahre nach Pfingsten statt. Wenn das so wäre, dann hatte Gott Seine Gemeinde bis dahin noch nicht in Gang gebracht. Es liegen zehn Jahre dazwischen. In Apostelgeschichte 10 kam Petrus in das Haus des Cornelius. Er predigt über den auferstandenen, wunderwirkenden Retter. Apostelgeschichte 10:44.

Apostelgeschichte 10:44-45 „Während Petrus noch diese Worte redete, fiel der Heilige Geist auf alle, die das Wort hörten. Und alle Gläubigen aus der Beschneidung, die mit Petrus gekommen waren, gerieten außer sich vor Staunen, dass die Gabe des Heiligen Geistes auch über die Heiden ausgegossen wurde.“

Woher wussten sie das denn?

Apostelgeschichte 10:46 „Denn sie hörten, wie die Menschen in Sprachen redeten und Gott lobten. Da ergriff Petrus das Wort.“

Er sagte: „Wer könnte ihnen jetzt noch die Taufe verweigern, wo sie genau wie wir den Heiligen Geist empfangen haben?“ Später muss Petrus in Jerusalem erklären, warum er Heiden besuchte und erzählt, was passierte. Achten Sie darauf, was er in Vers 15 sagte, als er in Jerusalem davon berichtete.

Apostelgeschichte 11:15-16 „Als ich aber anfing zu reden, fiel der Heilige Geist auf sie ebenso wie am Anfang auf uns. Da dachte ich an das Wort des Herrn, als er sagte: Johannes hat mit Wasser getauft; ihr aber sollt mit dem Heiligen Geist getauft werden.“

Hier werden alle, die im Haus sind, im Heiligen Geist getauft. Woher wussten sie, dass sie vom Heiligen Geist erfüllt wurden? Sie fingen an, in Sprachen zu reden. Sie hörten, dass sie in Sprachen redeten und Gott lobten.

Ich habe auch Folgendes gehört und es ist etwas dran: „Nun, in Jerusalem wurde der Heilige Geist den gläubigen Juden gegeben und hier kam zum ersten Mal eine Gruppe von Nichtjuden zum Glauben an Christus und wurde mit dem Heiligen Geist erfüllt, ohne sich zunächst dem Judentum zuzuwenden.“ Das ist wahr. Aber dann fügte jemand hinzu: „Dann hörte das auf und Gott hörte auf, so zu wirken, weil die Gemeinde jetzt in Gang gekommen ist. Es gab eine Initialzündung für die gläubigen Juden und eine für die gläubigen Heiden. Damals war es Gott wichtig, dass in Sprachen geredet wurde, aber das ist jetzt vorbei.“ Das ist nicht wirklich der Fall. Apostelgeschichte 19 ereignet sich etwa 20 Jahre nach Pfingsten. Die erste Ausgießung des Heiligen Geistes liegt jetzt 20 Jahre zurück. Apostelgeschichte 19:1.

Apostelgeschichte 19:1-2 „Es geschah aber, als Apollos in Korinth war, dass Paulus durch das Hochland zog und nach Ephesus kam und einige Jünger fand. Zu denen sprach er: Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet? Sie sprachen zu ihm: Wir haben noch nie gehört, dass es einen Heiligen Geist gibt.“

Allein diese Frage zeigt mir, dass ich nicht alles vom Heiligen Geist bekomme, was Er zu geben hat, sobald ich Jesus annehme. Ich bin durch den Geist geboren. Der Heilige Geist tut etwas in meinem Innern, was Jesus als eine geistliche Geburt bezeichnet. Ich werde trainiert für den Himmel. Meine Sünden wurden durch das Blut Jesu abgewaschen. Lassen Sie sich nichts einreden, liebe Freunde: Glaube an Christus bringt Sie in den Himmel, Glaube allein. Das steht fest. Aber Paulus fragte:
„Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet?“ Offenbar ging es um ein Wirken des Heiligen Geistes nach der Errettung, denn wenn es automatisch bei der Errettung stattgefunden hätte, hätte er nicht zu fragen brauchen: „Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet?“ Und sie sagten: „Wir haben noch nie gehört, dass es einen Heiligen Geist gibt.“

Lassen Sie uns Vers 6 ansehen.

Apostelgeschichte 19:6 „Und als Paulus ihnen die Hände auflegte, kam der Heilige Geist auf sie, und sie redeten in Sprachen und weissagten.“

Zwanzig Jahre nach Pfingsten. In Apostelgeschichte 2 fiel der Heilige Geist auf sie. Wir lesen in Apostelgeschichte 10: „Der Heilige Geist fiel auf sie.“ Hier empfingen sie den Heiligen Geist durch Handauflegung. Doch sie redeten in Sprachen und empfingen noch eine weitere geistliche Gabe.

Sie fingen an, zu weissagen.

Schauen wir uns nochmals Apostelgeschichte 9 an. Wir lesen hier, was Paulus selbst erlebte. Er war früher ein Mörder und verfolgte die Gemeinde.

Hier stoppe ich kurz. Ich denke, ich sollte Folgendes sagen. Egal, wer Sie sind und was Sie getan haben – wenn Sie denken, dass Gott Sie nicht liebt, Ihnen nicht helfen und Sie nicht freisetzen wird, lieber Freund, ist das nicht wahr. Das Blut Jesu reinigt uns von aller Sünde.

Dieser Mann, Saulus von Tarsus, war ein Mörder. Er ließ Angehörige und Ehepartner ins Gefängnis sperren. Er war ein böser Mensch. Er kämpfte mit aller Macht gegen die Gemeinde. Er tat es zwar aus Unwissenheit, aber die Tatsache bleibt bestehen. Wissen Sie, dann hatte er eine Begegnung mit Jesus Christus, wurde von all seinen Sünden reingewaschen und wurde eins der bedeutendsten Vorbilder, vielleicht sogar das bedeutendste der gesamten Kirchengeschichte. Ich versichere Ihnen: Gott wird Ihnen vergeben und Gott wird Sie gebrauchen. Genial, wie Er unsere Vergangenheit tilgen kann. Es mag sein, dass wir für vergangene Schuld geradestehen müssen, aber in Gottes Buchhaltung bedeckt das Blut Christi unsere Sünde nicht nur, wenn wir an Christus glauben, es beseitigt sie. Wirklich!

Er ist jedenfalls auf dem Weg nach Damaskus, um Christen in einer anderen Stadt zu verfolgen und begegnet Jesus, während er dorthin reitet, wird durch einen Laserstrahl vom Himmel vom Pferd geschossen, fällt zu Boden und Jesus sagt ihm: „Warum schlägst du gegen den Stachel aus?“ Und er fragt: „Wer bist du, Herr?“ Und Er sagt: „Ich bin es, Jesus, den du verfolgst.“ Offenbar nimmt Jesus es persönlich, wenn Menschen, die zu Seiner Gemeinde gehören, verfolgt werden. Er nimmt es persönlich, wenn Sie eine schwere Zeit durchmachen. Er nimmt es persönlich, wenn Sie misshandelt werden. Er achtet auf diese Dinge. Paulus glaubt ab diesem Moment an Christus. Er hat so etwas wie Schuppen auf den Augen, kann nichts sehen und muss in die Stadt geführt werden. Und der Herr sagt: „Warte dort, dir wird gesagt werden, was du tun sollst.“ Gott gibt einem Mann namens Hananias eine Vision. – Solche Dinge sollten öfter in der Gemeinde geschehen! – Hananias hat eine Vision. Der Herr sagt: „Geh zu Saulus von Tarsus und leg ihm Hände auf. Ich möchte, dass du ihm dienst.“ „Herr, er ist schrecklich. Ich weigere mich.“

Der Herr sagte ihm: „Dieser ist mir ein auserwähltes Werkzeug. Du musst hingehen.“ Hananias kommt zu ihm und merkt, dass Saulus von Tarsus bei seiner Begegnung mit Jesus wiedergeboren wurde, denn er nennt ihn Bruder Saul. Er hätte ihn nicht einfach so Bruder genannt. Schauen Sie, was passiert. Apostelgeschichte 9:17.

Apostelgeschichte 9:17-18 „Da machte sich Hananias auf den Weg und ging in jenes Haus. Er legte Saulus die Hände auf und sagte: ‚Saul, mein Bruder! Der Herr selbst – Jesus, der dir auf deiner Reise hierher erschienen ist – hat mich geschickt. Er möchte, dass du wieder sehen kannst und mit dem Heiligen Geist erfüllt wirst. ‘

Im selben Augenblick war es, als würden Schuppen von Saulus‘ Augen fallen: Er konnte wieder sehen! Saulus stand auf und ließ sich taufen.“

Hananias legte ihm die Hände auf, damit er mit dem Heiligen Geist erfüllt wird. Und ganz offensichtlich, obwohl hier nicht steht, dass der Apostel Paulus in Sprachen redete, weissagte oder dergleichen, redete er zweifellos in Sprachen, weil er später Folgendes schrieb – ich zitiere aus

1. Korinther 14:8, seinem Brief an die Gemeinde in Korinth. Diese Gemeinde wollte ständig in Sprachen reden! Das war an sich gut, aber sie übertrieben es. Sie unterbrachen die Predigt mit ihrem Sprachengebet. Sie hatten keine Richtlinien, also schrieb er ihnen 1. Korinther 12:13 und 14, um ihnen einige Richtlinien im Umgang mit den Geistesgaben und dem Sprachengebet innerhalb einer Ortsgemeinde zu geben. Diese Leute redeten extrem häufig in Sprachen und Paulus schrieb ihnen Folgendes:

1. Korinther 14:18
„Ich danke meinem Gott, dass ich mehr in Sprachen rede als ihr alle.“

Er muss viel in Sprachen gebetet haben, um mehr in Sprachen zu beten als diese Gemeinde, denn sie wollten es ständig tun! Und er musste ihnen sagen: „Wenn ihr in der Gemeinde seid, ist es besser, in einer herkömmlichen Sprache zu lehren.“ Scheinbar wollte selbst der Prediger vor der Gemeinde in Sprachen reden, ohne dass jemand etwas davon gehabt hätte. Sie sagten sich: „Es ist bestimmt ein Segen für ihn, aber uns bringt es nichts.“ Ich stelle mir vor, wie der Apostel Paulus auf dem Schiff im Mittelmeer ist, auf einem Esel von Stadt zu Stadt reitet und durch die staubigen Straßen geht und dabei fortwährend in Sprachen betet. „Ich danke meinem Gott, dass ich mehr in Sprachen rede als ihr alle.“ Es heißt hier nicht ausdrücklich, dass er damit anfing, als er vom Heiligen Geist erfüllt wurde.

Wir wissen aber, ob damals oder etwas später, dass er anfing, in Sprachen zu beten. Das ist unbestreitbar.

Nun, ich hoffe, Sie haben gut zugehört, als wir uns die Bibelstellen ansahen, wo Gläubige den Heiligen Geist beziehungsweise die Geistestaufe empfingen. Wir fanden heraus, dass ein Anzeichen – manche sagen: Das erste physische Zeichen der Erfüllung mit dem Heiligen Geist – darin bestand, dass sie in anderen Sprachen redeten, wie der Geist es ihnen auszusprechen gab. Am Schluss ging es um den Apostel Paulus, für den Hananias betete, damit er wieder sehen und vom Heiligen Geist erfüllt werden möge. Wir wissen, dass der Apostel Paulus in anderen Sprachen redete, weil er den Korinthern schrieb: „Ich danke meinem Gott, dass ich mehr in Sprachen rede als ihr alle.“ Er profitierte sehr davon und sein Dienst auch. Er gab den Korinthern bestimmte Richtlinien und Anweisungen für den Gebrauch des Sprachengebetes im Gottesdienst.

Wir werden uns diese Dinge genauer ansehen und ich hoffe, dass Sie wieder dabei sein werden. Aber jetzt möchte ich kurz aus meinem Leben erzählen.

Ich kam vor über 35 Jahren zu Christus. Davor war ich drogenabhängig und trank. Und die Menschen, die dazu beigetragen haben, dass ich zu Christus fand – ich wurde in einer kleinen Missionsstation errettet – waren geisterfüllte Gläubige, die in anderen Sprachen redeten und an die Geistesgaben glaubten. Ich habe das also schon als junger Christ erlebt und wurde vom Heiligen Geist erfüllt.

Ich erlebte die Geistestaufe in derselben Missionsstation, in der ich mein Leben Jesus gegeben hatte.

Das ist über 35 Jahre her und seitdem habe ich über 35 Jahre lang – jeden Tag seit meiner Geistestaufe – in Sprachen geredet. Ich kann Ihnen versichern, es hat mir gut getan. Es hat mich Jesus näher gebracht. Ich bin kein schräger seltsamer Christ geworden. Ich glaube, dass es für jeden ist, der geistlichen Hunger hat. Wir werden das Thema noch eingehender studieren. Liebe Freunde, ich bete, dass Sie mehr erfahren wollen und dabeibleiben. Bis zur nächsten Sendung. Möge Gott Sie reichlich segnen.

 

Allein diese Frage zeigt mir, dass ich nicht alles vom Heiligen Geist bekomme, was Er zu geben hat, sobald ich Jesus annehme. Ich bin durch den Geist geboren. Der Heilige Geist tut etwas in meinem Innern, was Jesus als eine geistliche Geburt bezeichnet. Ich werde trainiert für den Himmel. Meine Sünden wurden durch das Blut Jesu abgewaschen. Lassen Sie sich nichts einreden, liebe Freunde: Glaube an Christus bringt Sie in den Himmel, Glaube allein. Das steht fest. Aber Paulus fragte:

„Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet?“ Offenbar ging es um ein Wirken des Heiligen Geistes nach der Errettung, denn wenn es automatisch bei der Errettung stattgefunden hätte, hätte er nicht zu fragen brauchen: „Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet?“

Und sie sagten: „Wir haben noch nie gehört, dass es einen Heiligen Geist gibt.“

Lassen Sie uns Vers 6 ansehen.

Apostelgeschichte 19:6 „Und als Paulus ihnen die Hände auflegte, kam der Heilige Geist auf sie, und sie redeten in Sprachen und weissagten.“

Ich freue mich sehr, dass Sie heute eingeschaltet haben. Wir sprechen über den Heiligen Geist, über Merkmale eines geisterfüllten Lebens. Eins dieser Merkmale, das wir uns heute unter anderem anschauen wollen, ist das Reden in anderen Sprachen. Ich werde in der Predigt weitere biblische Beispiele anführen, wo Menschen mit dem Heiligen Geist erfüllt wurden und auch ein bisschen von meinen eigenen Erfahrungen und denen meines Vaters sprechen. Ich denke, das wird Sie ermutigen.

Vielleicht sind Ihnen diese Dinge neu. Ich bete, dass Sie Gottes Wort gegenüber offen sind.

Ich traf vor langer Zeit eine Entscheidung, die der Psalmist David so formulierte: „Herr, ich halte deine Ordnungen in jeder Hinsicht für richtig.“ Ob ich sie verstehe oder nicht, ob sie meinem bisherigen Verständnis entsprechen oder nicht – wenn ich in etwas in der Bibel sehe, nehme ich es an. „Gott, wenn Du das gesagt hast, dann stimmt es.“ Ich denke, wir müssen Gottes Wort mit dieser Einstellung lesen. Ich bete, dass Sie unser Bibelstudium heute bereichert. Ich bete, dass Ihr Verlangen nach Gottes Geist und Ihr Hunger, Ihn besser kennen zu lernen, zunimmt – denn Gott stillt unseren Hunger und unseren Durst. Nehmen Sie Ihre Bibel zur Hand, wenden wir uns gemeinsam Gottes Wort zu.

Schauen wir uns nochmals Apostelgeschichte 9 an. Wir lesen hier, was Paulus selbst erlebte. Er war früher ein Mörder und verfolgte die Gemeinde.

Hier stoppe ich kurz. Ich denke, ich sollte Folgendes sagen. Egal, wer Sie sind und was Sie getan haben – wenn Sie denken, dass Gott Sie nicht liebt, Ihnen nicht helfen und Sie nicht freisetzen wird, lieber Freund, ist das nicht wahr. Das Blut Jesu reinigt uns von aller Sünde.

Dieser Mann, Saulus von Tarsus, war ein Mörder. Er ließ Angehörige und Ehepartner ins Gefängnis sperren. Er war ein böser Mensch. Er kämpfte mit aller Macht gegen die Gemeinde. Er tat es zwar aus Unwissenheit, aber die Tatsache bleibt bestehen. Wissen Sie, dann hatte er eine Begegnung mit Jesus Christus, wurde von all seinen Sünden reingewaschen und wurde eins der bedeutendsten Vorbilder, vielleicht sogar das Bedeutendste der gesamten Kirchengeschichte. Ich versichere Ihnen: Gott wird Ihnen vergeben und Gott wird Sie gebrauchen. Genial, wie Er unsere Vergangenheit tilgen kann. Es mag sein, dass wir für vergangene Schuld geradestehen müssen, aber in Gottes Buchhaltung bedeckt das Blut Christi unsere Sünde nicht nur, wenn wir an Christus glauben, es beseitigt sie. Wirklich!

Er ist jedenfalls auf dem Weg nach Damaskus, um Christen in einer anderen Stadt zu verfolgen, und begegnet Jesus, während er dorthin reitet, wird durch einen Laserstrahl vom Himmel vom Pferd geschossen, fällt zu Boden und Jesus sagt ihm: „Warum schlägst du gegen den Stachel aus?“ Und er fragt: „Wer bist du, Herr?“ Und Er sagt: „Ich bin es, Jesus, den du verfolgst.“ Offenbar nimmt Jesus es persönlich, wenn Menschen, die zu Seiner Gemeinde gehören, verfolgt werden. Er nimmt es persönlich, wenn Sie eine schwere Zeit durchmachen. Er nimmt es persönlich, wenn Sie misshandelt werden. Er achtet auf diese Dinge. Paulus glaubt ab diesem Moment an Christus. Er hat so etwas wie Schuppen auf den Augen, kann nichts sehen und muss in die Stadt geführt werden. Und der Herr sagt: „Warte dort, dir wird gesagt werden, was du tun sollst.“ Gott gibt einem Mann namens Hananias eine Vision. – Solche Dinge sollten öfter in der Gemeinde geschehen. – Hananias hat eine Vision. Der Herr sagt: „Geh zu Saulus von Tarsus und leg ihm Hände auf. Ich möchte, dass du ihm dienst.“

„Herr, er ist schrecklich. Ich weigere mich.“ Der Herr sagte ihm: „Dieser ist mir ein auserwähltes Werkzeug. Du musst hingehen.“ Hananias kommt zu ihm und merkt, dass Saulus von Tarsus bei seiner Begegnung mit Jesus wiedergeboren wurde, denn er nennt ihn Bruder Saul. Er hätte ihn nicht einfach so Bruder genannt. Schauen Sie, was passiert. Apostelgeschichte 9:17.

Apostelgeschichte 9:17-18 „Da machte sich Hananias auf den Weg und ging in jenes Haus. Er legte Saulus die Hände auf und sagte: ‚Saul, mein Bruder! Der Herr selbst – Jesus, der dir auf deiner Reise hierher erschienen ist – hat mich geschickt. Er möchte, dass du wieder sehen kannst und mit dem Heiligen Geist erfüllt wirst. ‘

Im selben Augenblick war es, als würden Schuppen von Saulus‘ Augen fallen: Er konnte wieder sehen! Saulus stand auf und ließ sich taufen.“

Hananias legte ihm die Hände auf, damit er mit dem Heiligen Geist erfüllt wird. Und ganz offensichtlich, obwohl hier nicht steht, dass der Apostel Paulus in Sprachen redete, weissagte oder dergleichen, redete er zweifellos in Sprachen, weil er später Folgendes schrieb – ich zitiere aus

1. Korinther 14,8, seinem Brief an die Gemeinde in Korinth. Diese Gemeinde wollte ständig in Sprachen reden! Das war an sich gut, aber sie übertrieben es. Sie unterbrachen die Predigt mit ihrem Sprachengebet. Sie hatten keine Richtlinien, also schrieb er ihnen 1. Korinther 12,13 und 14, um ihnen einige Richtlinien im Umgang mit den Geistesgaben und dem Sprachengebet innerhalb einer Ortsgemeinde zu geben. Diese Leute redeten extrem häufig in Sprachen und Paulus schrieb ihnen Folgendes:

1. Korinther 14:18

„Ich danke meinem Gott, dass ich mehr in Sprachen rede als ihr alle.“ Er muss viel in Sprachen gebetet haben, um mehr in Sprachen zu beten als diese Gemeinde, denn sie wollten es ständig tun!

Und er musste ihnen sagen: „Wenn ihr in der Gemeinde seid, ist es besser, in einer herkömmlichen Sprache zu lehren.“ Scheinbar wollte selbst der Prediger vor der Gemeinde in Sprachen reden, ohne dass jemand etwas davon gehabt hätte. Sie sagten sich: „Es ist bestimmt ein Segen für ihn, aber uns bringt es nichts.“ Ich stelle mir vor, wie der Apostel Paulus auf dem Schiff im Mittelmeer ist, auf einem Esel von Stadt zu Stadt reitet und durch die staubigen Straßen geht und dabei fortwährend in Sprachen betet. „Ich danke meinem Gott, dass ich mehr in Sprachen rede als ihr alle.“ Es heißt hier nicht ausdrücklich, dass er damit anfing, als er vom Heiligen Geist erfüllt wurde. Wir wissen aber, ob damals oder etwas später, dass er anfing, in Sprachen zu beten. Das ist unbestreitbar.

Es gibt noch eine letzte Passage in der Apostelgeschichte, in Kapitel 8, in der Gläubige vom Heiligen Geist erfüllt wurden. Wir lesen ab Vers 5.

Apostelgeschichte 8:5-8 „Und Philippus kam hinab in eine Stadt von Samaria und verkündigte ihnen Christus. Und die Volksmenge achtete einmütig auf das, was Philippus sagte, als sie zuhörten und die Zeichen sahen, die er tat. Denn aus vielen, die unreine Geister hatten, fuhren diese mit großem Geschrei aus; es wurden aber auch viele Gelähmte geheilt und solche, die nicht gehen konnten. Und es war große Freude in jener Stadt.“

Gehen Sie jetzt zu Vers 14.

Apostelgeschichte 8:14-16 „Als aber die Apostel in Jerusalem hörten, dass Samaria das Wort Gottes angenommen hatte, sandten sie Petrus und Johannes zu ihnen. Diese kamen hinab und beteten für sie, dass sie den Heiligen Geist empfingen; denn er war noch auf keinen von ihnen gefallen, sondern sie waren nur getauft auf den Namen des Herrn Jesus.“

Ich möchte hier stoppen und darauf eingehen. Okay – in Jerusalem hören sie davon, dass Samaria das Wort Gottes angenommen hat. Sie kommen zu ihnen, um zu beten, dass sie den Heiligen Geist empfangen, weil sie ihn noch nicht empfangen haben. Offensichtlich empfingen sie Ihn nicht durch den Glauben an Christus. Jemand sagt: „Nein, Petrus und Johannes kamen, damit sie errettet würden.“ Das sehe ich nicht so. So steht es nicht hier. Es heißt, sie hörten, dass Samaria das Wort Gottes angenommen hatte. Die Bibel sagt, wir sind wiedergeboren – nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen durch das lebendige und ewige Wort Gottes. Sie nahmen das Wort an.

Es heißt auch, dass sie getauft wurden, allerdings nur auf den Namen des Herrn Jesus. Gemäß Jesu Worten sind sie bereits gerettet, denn Jesus sagte in Markus 16: „Wer glaubt und getauft ist, wird gerettet werden.“ Kommen Sie, rufen Sie es aus: Gerettet! Sie glaubten also an den Namen Jesus und wurden in Wasser getauft. Doch eine Erfahrung fehlte ihnen offenbar. Also kommen die Apostel, um für sie zu beten, damit sie mit dem Heiligen Geist erfüllt werden bzw. den Heiligen Geist empfangen, da Er bisher auf keinen von ihnen gefallen war. Sie waren nur auf den Namen Jesus getauft worden.

Apostelgeschichte 8:17-21 „Da legten sie ihnen die Hände auf, und sie empfingen den Heiligen Geist. Als aber Simon sah,…

Er war ein verwirrter Zauberer.

Apostelgeschichte 8:18

Als aber Simon sah, dass durch die Handauflegung der Apostel der Heilige Geist gegeben wurde, brachte er ihnen Geld und sprach: Gebt auch mir diese Vollmacht, damit jeder, dem ich die Hände auflege, den Heiligen Geist empfängt! Petrus aber sprach zu ihm: Dein Geld fahre mit dir ins Verderben, weil du meinst, die Gabe Gottes mit Geld erwerben zu können! Du hast weder Anteil noch Anrecht an dieser Sache; denn dein Herz ist nicht aufrichtig vor Gott!“

Petrus und Johannes kamen aus Jerusalem, legten ihnen die Hände auf und sie empfingen den Heiligen Geist. Man merkte es ihnen körperlich an, denn Simon sah, dass der Heilige Geist durch die Handauflegung der Apostel gegeben wurde. Er sah etwas. Erinnern Sie sich, was Petrus vorher in Apostelgeschichte 2 gesagt hatte? Sie haben den Vers laut gelesen. Er sagte: „Was ihr hier seht und hört, ist die Verheißung des Vaters, die Jesus sandte.“ Simon sieht hier, dass der Heilige Geist gegeben wird.

Jemand sagte einmal: „Nun, er sah wohl, dass sie sich freuten.“ Nein, wir lasen in Vers 8, bevor Petrus und Johannes kamen, war große Freude in der Stadt. Das kann es nicht gewesen sein. Sie waren bereits voller Freude. Ist es nicht naheliegend, dass Simon und auch alle anderen aus dem gleichen Grund, der an den anderen Stellen erwähnt wird, wussten, dass sie den Heiligen Geist empfangen hatten? Sie fingen an, in anderen Sprachen zu reden. Und vielleicht gab es noch weitere Geistesgaben. Was Petrus ihm in Vers 21 sagte, spielt auch darauf an. Er sagte: „Du hast weder Anteil noch Erbe an dieser Sache.“ Das Wort „Sache“ bedeutet wortwörtlich „Worte“. Dieses griechische Wort kommt mehrmals im Neuen Testament vor und bedeutet: Kommunikation, Redewendung, Worte, Rede, Sprecher, Vortrag und Äußerung. „Du hast weder Anteil noch Anrecht an diesen Äußerungen, an diesem Reden, was du hier hörst, Simon. Dein Herz ist nicht aufrichtig vor Gott.“

Wissen Sie, vor meiner Errettung war ich schwer drogensüchtig, trank übermäßig und tat andere schlimme Dinge. Ich war tief in östliche Religion verstrickt und in anderes wirres Zeug. Ich wurde in einer kleinen Missionsstation errettet, wirklich radikal errettet! In dieser Stadt kannte ich zwei Gemeinden. In eine gingen alle Hippies… solche wie ich. Alle Langhaarigen mit langen Bärten, die einen ähnlichen Hintergrund hatten wie ich. Und es gab noch eine andere Gemeinde. Es war eine traditionelle Pfingstgemeinde und ich denke, ihre Aufnahmekriterien waren, dass man mindestens hundert Jahre alt sein musste, um Mitglied zu werden. Ich war ganz jung im Glauben und traf mich mit einigen dieser jüngeren Leute. Sie gingen in diese Gemeinde und ich dachte: „In diese Gemeinde möchte ich auch gehen.“ Aber ich spürte, dass Gott in meinem Herzen sagte: „Nein, das möchtest du nicht wirklich.“ Ich kannte sie. Sie waren Christen, rauchten aber immer noch Hasch und schliefen mit Frauen. Sie schliefen miteinander. Ich brauchte eine radikale Dosis Heiligung. Wissen Sie, ich rauchte genug Hasch, um die ganzen USA zuzudröhnen und hatte keine Lust mehr auf dieses Umfeld. Ich hatte keinerlei Ambitionen, unter Menschen zu sein, die nach dem Gottesdienst miteinander ins Bett gingen. Ich hatte den Eindruck, dass Gott mich in die andere kleine Pfingstgemeinde schickt, weil sie die Notwendigkeit von Heiligung betonten. Hören Sie: Das war mir alles neu. Die Hälfte ihres Handelns irritierte mich sehr. Aber sie lehrten aus der Bibel und das liebte ich. Ich war ein ganz junger Christ und sah so aus: Meine Haare waren etwa so lang. Ich trug an einer Seite einen langen Zopf mit einer Feder darin. Ich hatte einen langen roten Bart. Und die Gemeinde war voller älterer Menschen.

Die meisten hatten Angst, mit mir zu sprechen. Wirklich! Die wenigen, die sich trauten, sagten dann Folgendes. Nicht etwa: „Hallo“, oder „Ich heiße …“, oder „Willkommen in unserer Gemeinde“. Die ersten Worte, die ich öfter hörte, waren: „Sagt die Bibel nicht, dass es eine Sünde ist, wenn Männer lange Haare haben?“ Dann drehten sie sich um und gingen. So wurde ich in der Gemeinde begrüßt!

Aber ich ging dennoch hin. Ich sage Ihnen: Der Heilige Geist wirkte, sie beteten für Menschen, ich sah Heilungen und wir beteten Gott an. Damals dachte ich, Gott kennt nur drei Akkorde. Ja – und zwar D, A und G – in jedem Lied. Manche Texte verstand ich nicht. Wir sangen: „Over in Beulah Land“. Ich erinnere mich genau: Wir sangen dieses Lied und ich fragte denjenigen, der neben mir stand: ‚Was bedeutet Beulah Land‘ Er sagte: ‚Keine Ahnung.“ … over in Beulah Land. Kulturell passte ich da nicht wirklich hin, aber wenn man Gott liebt und unbedingt mehr von Jesus und von geistlichen Dingen erfahren möchte, ist das egal. Ich betete Gott an, sang diese Lieder und hob dabei meine Hände.

Das mache ich bis heute so. Ich weine öfters. Meine Tochter macht sich darüber lustig. Wir gehen ins Kino und ich muss weinen. Ich weinte in jedem Gottesdienst. Ich weinte einfach. Ich saß dort, sie lehrten aus der Bibel. Jemand sagte: „Öffnet eure Bibeln“ und ich fing an zu weinen. Ich weiß noch, als ich das erste Mal in einen christlichen Buchladen ging, weinte ich. Ich war errettet! Ich habe so lange nach Jesus gesucht, ohne zu wissen, dass ich Ihn suchte. In dieser Gemeinde wurde viel getanzt. Das war zwar das Letzte, was ich wollte, aber ich dachte mir: „Ich tue es dennoch.“ Ich ging nach vorne und tanzte mit all diesen Leuten. Stellen Sie sich vor: Mein Zopf flog umher und ich tanzte vor dem Herrn. Ja, das tat ich!

In dieser Gemeinde gab es ein paar pfingstliche Gepflogenheiten. Der Heilige Geist wirkte sehr authentisch, aber es gab ein paar traditionelle Elemente, die nicht unbedingt biblisch waren. Ich war vorne, umgeben von vielen Menschen, die beteten und weinte wieder einmal.

Der Pastor schaute mich an und sagte: „Dieser junge Mann braucht den Heiligen Geist!“ „Komm zu uns nach oben.“ Und sie bildeten ein Spalier – ja! Sie formten zwei Reihen von jeweils etwa 12 Leuten und ich musste hindurch laufen. Man geht an einer Seite hinein und wenn man am anderen Ende herauskommt, sollte man vom Heiligen Geist erfüllt sein. Ich ging in das Spalier und sie fingen an zu hüpfen, zu rufen und mir in Sprachen in die Ohren zu schreien. Und das ist die reine Wahrheit: Jemand fing an, mir auf den Rücken zu schlagen und sagte: „Bleib dran! Bleib dran! Bleib dran!“ Inzwischen packte mich jemand von vorne und rief: „Lass los! Lass los! Lass los!“ Jemand anders kitzelte mich am Hals, während mir Leute von beiden Seiten in Sprachen ins Ohr schrieen. Sie setzten mir sehr zu. Ich geriet total in Panik! Dieses Spalier schien endlos zu sein! Es dauerte ewig. Und ich dachte mir: „Die lassen nicht locker, bis ich in Sprachen rede.“ Also fing ich an, Spanisch zu sprechen. Wirklich! Nur, damit sie von mir ablassen. Und der Pastor sagte: „Nein, das ist nicht das Wahre.“ Es ist mir etwas peinlich, es zuzugeben – aber nur, um dort wegzukommen, dachte ich mir etwas aus. Es war nicht vom Heiligen Geist. Ich dachte es mir aus und das war mir völlig klar. Es war ugabugu ugabugubugu. Sie sagten: „Okay“, verfrachteten mich an die Seite der Bühne und beachteten mich nicht mehr.

Trotz dieser Erfahrung hatte ich immer noch Verlangen nach der wirklichen Erfüllung mit dem Heiligen Geist, weil ich sie in der Bibel sah. Ich brannte darauf.

Es gab einen kleinen Gebetsraum an der Seite des Saales. Einmal war ich nachmittags allein in der Gemeinde und ging in diesen Raum. Ich weiß noch, dass eine Frau dort war. Sie kniete, ihr Gesicht war tränenüberströmt und sie betete Gott an. Sie fing an, in Sprachen zu reden und in Sprachen zu singen. Der Raum war von der heiligen Gegenwart Gottes erfüllt. Ich erinnere mich: Ich kniete mich hin und sagte: „Gott, ich habe ein solches Verlangen. Erfüll mich mit Deinem Geist.“ Worte sprudelten aus meinem Innern hervor und ich sprach sie aus. Es waren nur drei oder vier Worte, aber ich blieb treu dran.

Ich ging wieder in die kleine Missionsstation, in der ich errettet worden war – das war vielleicht eine Woche danach – und hatte diese wenigen Worte immer wieder ausgesprochen. Ein paar Leute waren dort. Ich erinnere mich, wir stellten uns im Kreis auf und hielten uns an den Händen und plötzlich war es wie ein Dammbruch und eine Flutwelle des Sprachengebets schoss aus meinem Innern hervor.

Wir alle redeten in Sprachen und priesen gemeinsam Gott. Von da an bis heute – das ist über 33 Jahre her – gab es keinen Tag in meinem Leben, an dem ich nicht in Sprachen geredet habe.

Dreiunddreißig Jahre!

Ich betete für einen Freund um die Erfüllung mit dem Heiligen Geist und nichts passierte. Wir waren jung im Glauben. An diesem Abend fuhr er mit seinem Motorrad durch seine Wohngegend, kam ein paar Tage später zu mir und sagte: „Ich fuhr auf meinem Motorrad umher und plötzlich bekam ich meine Sprache und fing an, in Sprachen zu reden.“

Mein Vater – meine Eltern gehören zu unserer Gemeinde. Ihr kennt meinen Papa. Sie erkennen ihn daran, dass er eine Augenklappe trägt und Süßigkeiten verteilt. Er war früher Zahnarzt, ob Sie es glauben oder nicht. Als ich wieder zu meinen Eltern nach Hause kam, nachdem ich viele Jahre weg gewesen war, war ich voller Eifer für Jesus, hatte allerdings keinerlei Weisheit und versuchte, allen die Botschaft aufzuzwingen. Ich weiß noch, mein Vater schaute mich einmal an und sagte: „Du gefielst mir besser, als du Drogen genommen hast!“ Man muss dazu wissen, wie massiv ich damals vorging. Ich lernte jedenfalls, mich zurückzunehmen, weise zu sein und versuchte, mich vom Heiligen Geist leiten zu lassen. Folgendes passierte kurz darauf. Papa gab sein Leben Jesus und erzählte anderen vom Herrn. Ich hatte bei uns zuhause ein besonderes Erlebnis. Mein Büro war damals in unserem Haus. Ich lag auf dem Boden und pries den Herrn und plötzlich spürte ich, dass Jesus hereinkam. Ich meine damit nicht nur die Gegenwart Gottes. Jesus selbst war da, ohne Zweifel. Ich spürte, dass Er im Raum war. Ich schaute nicht einmal auf. Es war ein absolut heiliger Moment! Mein Gesicht war dem Boden zugewandt, ich weinte und spürte, dass Er mich fragte… ich hörte folgende Worte: „Gibt es etwas, was ich für dich tun könnte?“ Ich habe eine Begegnung mit Jesus Christus! Und Er fragt mich, ob es etwas gibt, was Er für mich tun könnte! Mir fiel absolut nichts ein. Mein Kopf war völlig leer. Mir fiel nur mein Vater ein. Ich lag dort mit meinem Gesicht zum Boden, weinte und sagte: „Herr, ich möchte so gerne, dass mein Papa die Erfüllung empfängt.“ Damit meinte ich die Erfüllung mit dem Heiligen Geist. Mehr sagte ich nicht. Mir war, als würde der Herr sagen: „Okay.“ Plötzlich war Seine Gegenwart nicht mehr spürbar. Ich erzählte niemandem davon. Zwei Wochen später war ich im Haus meiner Eltern. Ich half ihm, einige Sachen in seinen LKW zu laden. Er stieß mir mit dem Ellenbogen in die Rippen und sagte: „Stell Dir vor…“ Ich fragte: „Was?“ Er sagte: „Ich rede in Sprachen.“ Ich weiß nicht, wie das passiert ist. Ich weiß nur, wer es bewirkt hat.

Ich denke wirklich, dass es darum geht, sich hinzugeben. Wissen Sie, der Heiligte Geist ist immer bereit, genau wie hier im Gebäude immer Strom verfügbar ist. Wenn Sie den Schalter umlegen, geht plötzlich das Licht an. So ist der Heilige Geist. Er ist immer bereit, jederzeit. Aber manchmal ist unser Kopf im Weg, unsere frühere religiöse Prägung oder unser mangelndes Verständnis. Vieles kann dazwischen kommen. Deswegen ist es so gut, sich diese Dinge im Wort Gottes anzusehen. Ich weiß, es gibt Menschen, die Jesus von ganzem Herzen lieben, die auf dem Weg zum Himmel sind, die ein Verlangen danach haben, dass andere errettet werden – somit können wir wunderbare Gemeinschaft haben – und doch sehnen sie sich im Innern nach einer tieferen Erfahrung. Sie sehnen sich nach dem Übernatürlichen. Sie brauchen gute Unterweisung. Wichtig ist, wie gesagt, dass wir uns hingeben.

Bei meinem Freund auf dem Motorrad und bei manch anderen geht es wie von selbst. Für manche ist es so leicht, vom Geist erfüllt zu werden. Warum fällt es nicht allen so leicht? Mir fiel es zum Beispiel nicht ganz so leicht. Manch anderer sieht es sich vielleicht nur an und sagt: „Okay“, ohne alles übermäßig analysieren zu müssen. Keine Ahnung – ganz sicher weiß ich jedenfalls, dass unsere Hingabe entscheidend ist.

Wissen Sie, so oft blockiert unser Kopf unser Herz. Selbst wenn es um die Erfahrung der Erfüllung mit dem Heiligen Geist geht, denken manche: „Gott wird einfach die Sache in die Hand nehmen, Er wird es einfach machen, aber das tut Gott nicht. Wir müssen uns Ihm in jeder Hinsicht hingeben, auch hierbei. Ich erinnere mich, ich betete vor vielen Jahren für einen Freund. Ich hatte ihn zum Herrn geführt und betete in seinem Haus dafür, dass er vom Heiligen Geist erfüllt wird. Ich legte ihm die Hände auf, wie es in der Bibel steht. Wir kamen vor Gott und nichts passierte. Er redete nicht in Sprachen, es gab keinerlei Manifestationen. Ich spürte aber, dass er innerlich offen war und glaubte, dass Gott mein Gebet erhört hatte, als ich für seine Geistestaufe betete, obwohl im Sichtbaren nichts passierte. Ich sagte nur: „Weißt du, ich glaube, dass Gottes Wort wahr ist. Vielleicht ist dein Kopf einfach im Weg. Gib dich einfach Gott hin, so gut du kannst.“ Ein paar Tage später fuhr er am Abend Fahrrad und plötzlich sprudelte etwas aus seinem Innern hoch und er fing an, in anderen Sprachen zu reden und zu singen – während er auf dem Fahrrad durch die Nachbarschaft fuhr. Er kam und sagte mir: „Bayless, ich habe in anderen Sprachen geredet.“ Es war wohl wirklich so, dass sein Kopf das Hindernis war. Wir sind so sehr von unserem Denken geprägt. Damit will ich nicht sagen, dass wir unseren Verstand ausschalten und aufhören zu denken – ganz bestimmt nicht! Manchmal möchte uns unser Verstand reinreden, aber die Bibel sagt: „Wer in Sprachen redet, spricht aus seinem Geist heraus zu Gott.“ Ihr Kopf möchte sagen: „Nein, nein! Ich möchte das Sagen haben, ich verstehe das nicht!“ Aber die Bibel sagt auch, dass unser Verstand nicht davon profitiert, wenn wir in Sprachen reden, weil wir aus unserm Geist heraus zu Gott sprechen. Ich bete, falls Sie das Problem haben, dass sich Ihr Verstand immer einmischen will und sagt: „Moment mal, ich behalte das unter meiner Kontrolle“, und so verhindert, dass Sie sich von Herzen Gott hingeben. Fassen Sie den Entschluss:
„Gott, ich gehöre Dir und ich vertraue Dir.“ Jesus versprach, wenn wir um den Heiligen Geist bitten, werden wir keine Schlange und keinen Skorpion bekommen. Gott wird denen, die Ihn bitten, den Heiligen Geist geben. Geben Sie sich Ihm heute hin.

 

Rückblende:

Ich denke wirklich, dass es darum geht, sich hinzugeben. Wissen Sie, der Heilige Geist ist immer bereit, genau wie hier im Gebäude immer Strom verfügbar ist. Wenn Sie den Schalter betätigen, geht plötzlich das Licht an. So ist der Heilige Geist. Er ist immer bereit, jederzeit. Aber manchmal ist unser Kopf im Weg, unsere frühere religiöse Prägung oder unser mangelndes Verständnis. Vieles kann dazwischen kommen. Deswegen ist es so gut, sich diese Dinge im Wort Gottes anzusehen. Ich weiß, es gibt Menschen, die Jesus von ganzem Herzen lieben, die auf dem Weg zum Himmel sind, die ein Verlangen danach haben, dass andere errettet werden – somit können wir wunderbare Gemeinschaft haben – und doch sehnen sie sich im Innern nach einer tieferen Erfahrung. Sie sehnen sich nach dem Übernatürlichen. Sie brauchen gute Unterweisung. Wichtig ist, wie gesagt, dass wir uns hingeben.

Bei meinem Freund auf dem Motorrad und bei manch anderen geht es wie von selbst. Für manche ist es so leicht, vom Geist erfüllt zu werden. Warum fällt es nicht allen so leicht? Mir fiel es zum Beispiel nicht ganz so leicht.

Hallo liebe Freunde, willkommen zur heutigen Sendung. Unser Thema ist der wunderbare Heilige Geist. Gott sei Dank dafür, dass Jesus, nachdem Er in den Himmel auffuhr und sich zur Rechten des Vaters setzte, uns den Heiligen Geist gesandt hat. Ein Zeichen für die Erfüllung mit dem Heiligen Geist oder die Geistestaufe ist das Reden in anderen Sprachen. Wir sprachen bereits darüber und werden heute noch näher darauf eingehen. Ich möchte Ihnen eine Frage stellen, der wir heute unter anderem nachgehen wollen. Wussten Sie, dass im Neuen Testament von drei verschiedenen Taufen die Rede ist? Es gibt die Wassertaufe, die Taufe in den Leib Christi und die Geistestaufe. Bei jeder Taufe gibt es einen Täufer, einen Täufling und ein Element, in das man getauft wird. Auch damit werden wir uns heute beschäftigen. Nehmen Sie doch Ihre Bibel zur Hand, nehmen Sie sich Zeit und lassen Sie uns gemeinsam aus dem Wort Gottes lernen. Gott segne Sie.

Die Geistestaufe ist eine separate Erfahrung nach der Errettung. Lassen Sie uns schnell etwas im Kapitel 4 des Johannesevangeliums lesen. Jesus spricht hier mit der Frau am Jakobsbrunnen über das Thema Errettung. Johannes 4:13.

Johannes 4:13-14 „Jesus gab ihr zur Antwort: ‚Jeder, der von diesem Wasser trinkt, wird wieder Durst bekommen. Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr durstig sein. Das Wasser, das ich ihm gebe, wird in ihm zu einer Quelle werden, die unaufhörlich fließt, bis ins ewige Leben.‘“

Jesus spricht hier über Errettung und vergleicht das Wirken des Heiligen Geistes damit, dass in einer Person eine Quelle zu sprudeln beginnt. Gut, eine Quelle oder ein Brunnen erhält Leben. Er vergleicht das Wasser mit dem lebensspendenden ewigen Leben. Das ist ein echtes Wirken des Heiligen Geistes. Aber schauen Sie sich an, was Er in Johannes 7 beim Laubhüttenfest über denselben Heiligen Geist sagt. Johannes 7:37.

Johannes 7:37-39 „Am letzten Tag, dem größten Tag des Festes, trat Jesus vor die Menge und rief: ‚Wer Durst hat, soll zu mir kommen und trinken! Wenn jemand an mich glaubt, werden aus seinem Inneren, wie es in der Schrift heißt, Ströme von lebendigem Wasser fließen.‘ Er sagte das im Hinblick auf den Heiligen Geist, den die empfangen sollten, die an Jesus glaubten. Der Geist war zu jenem Zeitpunkt noch nicht gekommen, weil Jesus noch nicht in seiner Herrlichkeit offenbart worden war.“

Wieder wird der Heilige Geist mit Wasser verglichen, doch etwas ist anders. Hier spricht Jesus über das Empfangen des Heiligen Geistes. Errettung ist die Quelle, die aus dem Innern eines Menschen hervorgeht und bis ins ewige Leben fließt. Hier fließen Ströme aus ihrem Innern. Ein Strom bringt Kraft hervor. Ein Strom verändert Dinge. Ein Strom bringt Dinge in Bewegung. Und genau das tut der Heilige Geist. Wir werden mit dem Heiligen Geist erfüllt, damit Gott durch uns fließen und anderen helfen kann. Derselbe Heilige Geist, der in Ihnen eine echte Wiedergeburt hervorbringt, erfüllt Sie.

Es ist nur eine weitere Erfahrung, aber derselbe Heilige Geist. Bitte schauen Sie sich mit mir Johannes 1 an. Ich weiß, viele kennen das, aber denken Sie darüber nach. Johannes 1:29.

Johannes 1:29 „Am folgenden Tag sieht er Jesus zu sich kommen und spricht: Seht, das ist Gottes Opferlamm, das die Sünde aller Menschen wegnimmt.“

Wer ist der Meinung, dass Jesus das Lamm Gottes ist, das die Sünden der Menschen wegnimmt?

Wer weiß, wann Er Ihre Sünden wegnahm – wann Sie das erlebt haben? Gut, ich weiß auch, wann das bei mir passiert ist. Schauen wir uns Johannes 1:32 an.

Johannes 1:32-33 „Weiter bezeugte Johannes: Ich sah den Geist Gottes wie eine Taube vom Himmel herabkommen und auf ihm bleiben. Ich kannte ihn bis dahin nicht; aber der, der mich gesandt und mir den Auftrag gegeben hat, mit Wasser zu taufen, hatte zu mir gesagt: ‚Der, auf den du den Geist herabkommen siehst und auf dem er bleiben wird, der ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft.‘“

Ich weiß, wann Jesus meine Sünden wegnahm und ich weiß auch, wann Er mich mit dem Heiligen Geist taufte. Offensichtlich sind das zwei unterschiedliche Erfahrungen, die beide von Jesus gewirkt werden.

Jemand sagt vielleicht: „Aber ich dachte, ich empfing den Heiligen Geist, als ich errettet wurde!“

Natürlich in einem gewissen Maß. Wie gesagt, lässt der Heilige Geist die Wiedergeburt in Ihnen zur Realität werden. Lassen Sie sich nicht einreden, dass Sie nicht in den Himmel kommen, nicht Teil des Leibes Christ oder generell minderwertig sind, weil Sie nicht in Sprachen reden. Ich mag es gar nicht, wenn Menschen so etwas sagen! Wie gesagt, wir kommen allein durch Jesus in den Himmel. Ich denke, die Geistestaufe trägt dazu bei, dass mehr vom Himmel auf die Erde kommt, während wir hier sind.

Lassen Sie uns jetzt 1. Korinther 12 anschauen. Es ist eine Sache, aus dem Geist geboren und etwas anderes, vom Geist erfüllt zu sein. Ich möchte einen vielzitierten Vers anschauen. 1. Korinther 12:13.

1. Korinther 12:13

„Denn wir sind ja alle durch einen Geist in einen Leib hinein getauft worden, ob wir Juden sind oder Griechen, Knechte oder Freie, und wir sind alle getränkt worden mit einem Geist.“

Jemand sagte einmal: „Hier steht, dass ich Teil des Leibes Christi bin, also bin ich im Heiligen Geist getauft.“ Beachten Sie: Es geht hier nicht um die Geistestaufe. Hier steht: in einen Leib hinein getauft.

Schauen Sie bitte zu mir. Ich werde das genau erklären. Im Neuen Testament ist von weiteren Taufen die Rede, aber es gibt im wesentlichen drei Taufen, die für uns Gläubige wichtig sind. Das Neue Testament spricht von drei hauptsächlichen Taufen. Es gibt die Wassertaufe, die Taufe in den Leib Christi und die Geistestaufe. Drei Taufen. Bei jeder Taufe müssen drei Dinge gegeben sein. Es muss einen Täufer geben, einen Täufling und ein Element, in das man getauft wird. Bei der Wassertaufe ist es irgendjemand, ein Prediger oder Ältester oder wer auch immer, der die Taufe durchführt. Jemand, der kürzlich Christus angenommen hat, ist der Täufling. Und das Element, in das man getauft wird, ist Wasser. Man wird völlig untergetaucht. Der Täufling wird untergetaucht und kommt wieder hoch.

Wir sagen damit: „Mein altes Leben ist mit Christus beerdigt worden. Ich komme mit neuem Leben heraus.“ Aber wenn Sie vor der Wassertaufe Jesus nicht Ihr Leben geben, werden Sie nur nass.

Das ist total sinnlos. Aber durch die Wassertaufe sagen Sie Gott, dem Teufel, der ganzen Umgebung, Ihrer Familie und allen, die sich dafür interessieren: „Mein altes Leben ist vorbei und beerdigt und ich habe jetzt ein neues Leben in Christus.“ Die Wassertaufe ist ein Gebot des Herrn, das Sie befolgen sollten. Gut, es gibt eine zweite Taufe, die Taufe in den Leib Christi. Sie vollzieht sich, wenn Sie errettet werden. Der Heilige Geist nimmt Sie, taucht Sie vollständig unter und Sie werden ein Teil des wunderbaren Leibes Christi, der aus Gläubigen in aller Welt besteht. Schauen Sie sich den Vers an, den wir gerade lasen: „Denn wir sind ja alle durch einen Geist in einen Leib hinein getauft worden, ob wir Juden sind oder Griechen.“ Wer ist hier der Täufer? Der Heilige Geist. In was werden Sie getauft?

In den Leib Christi.

In der kleinen Missionsstation, als ich „ja“ zu Jesus gesagt hatte, nahm mich der Heilige Geist und tauchte mich in den Leib Christi – taufte mich in den Leib Christi hinein. Wissen Sie was? Wir wurden miteinander verbunden. Ob Sie mich mögen oder nicht, ich gehöre zum Leib Christi mit allem Eigenartigen und Sonderbaren – wie Weinen im Kino. Dennoch gehöre ich zum Leib, okay?

Und dann die Geistestaufe. Der Täufling ist derjenige, der Verlangen hat und (nach mehr) sucht.

Jesus sagte: Wer durstig ist, der komme zu mir. Das Element, in das hineingetauft wird, ist der Heilige Geist. Und der Täufer ist Jesus. Johannes sagte: „Er nimmt die Sünden der Welt weg und er wird euch im Heiligen Geist taufen.“ Ich möchte alles haben, was Jesus in mir tun möchte. Ich vertraue Ihm völlig – voll und ganz, in jeder Hinsicht.

Ein paar Minuten haben wir noch. Wir sprechen heute über ein bestimmtes Merkmal. Verstehen Sie mich richtig: Das ist nur ein kleiner Teil dessen, was der Heilige Geist in unserem Leben tut und sein möchte. Letzte Woche sahen wir uns sechs Auswirkungen an und diese wollen wir näher betrachten.

Das ist nicht alles, sondern nur ein Teil, okay? Die Frage: Reden alle in Sprachen? Oder können alle in Sprachen reden? Im gleichen Kapitel: 1. Korinther 12:29.

1. Korinther 12:29-30

„Sind etwa alle Apostel? (Die Antwort lautet: natürlich nicht.)

Sind etwa alle Propheten? (Natürlich nicht.)

Sind etwa alle Lehrer? (Nein.)

Haben etwa alle Wunderkräfte? (Offensichtlich nicht.)

Haben alle Gnadengaben der Heilungen? (Nein.)

Reden alle in Sprachen? (Nein.) Können alle auslegen?“

Nein, in diesem Zusammenhang gilt: Nein, absolut nicht. Nicht alle reden in Sprachen. Aber Sie müssen verstehen – bitte folgen Sie meinen Gedanken und hören Sie gut zu: Es gibt zwei Arten der Sprachenrede. Er spricht hier von einer Dienstgabe, die in einer Ortsgemeinde ausgeübt wird. Am vergangenen Mittwoch, falls Sie hier waren, hat jemand in Sprachen geredet, was für alle ausgelegt wurde. Darum geht es hier. Gehen Sie zum Vers 28 zurück. Dort steht:

1. Korinther 12:28

„Und Gott hat in der Gemeinde eingesetzt erstens Apostel, zweitens Propheten, drittens Lehrer.“

Er spricht also von Menschen, die zum Dienst in Ortsgemeinden eingesetzt wurden. Dann fährt er fort und bezeichnet die Einzelnen anhand der Gaben, die ihren Dienst begleiten.

1. Korinther 12:28b

„… sodann Wunderkräfte, sodann Gnadengaben der Heilungen, Hilfeleistungen, Leitungen, Arten von Sprachen.“

Und dann sagt er:

1. Korinther 12:29

„Sind alle Apostel? Sind alle Propheten?“

Nein, nein, nein, nein.

1. Korinther 12:30

„Haben alle Gnadengaben der Heilungen? Reden alle in Sprachen?“

Gut, sind alle in der Gemeinde zum Dienst eingesetzt worden, um in Sprachen zu reden? Nein, offensichtlich nicht! Nicht jeder ist dazu berufen so wie auch nicht jeder ein Apostel ist. In diesem Zusammenhang ist die Antwort also eindeutig nein. Nicht jeder in der Gemeinde ist zu diesem Dienst eingesetzt – einige schon. Es ist ein größeres Maß an Inspiration auf jemandem, der etwas in Sprachen sagt, was ausgelegt werden muss.

Das persönliche Sprachengebet, das jemand bei der Erfüllung mit dem Heiligen Geist empfängt, soll nicht in der Gemeinde ausgelegt werden. Es richtet sich an Gott. Schauen Sie sich 1. Korinther 14:2 an.

1. Korinther 14:2

„Denn wer in Sprachen redet, der redet nicht für Menschen, sondern für Gott; denn niemand versteht es, sondern er redet Geheimnisse im Geist.“

Gut, er spricht zu Gott, nicht zu Menschen. Niemand versteht ihn. Aber bei der Gabe der Sprachenrede und der Auslegung für die Gemeinde versteht es jemand. Der Heilige Geist gibt ihnen die Auslegung. Und wenn Sie die Sprachenrede auslegen, versteht sie jeder. Sie richtet sich an Menschen. Aber hier geht es um die persönliche Sprachenrede, die ich empfange, wenn ich vom Heiligen Geist erfüllt werde, die sich an Gott richtet. Niemand versteht das. Das ist nicht für euch gedacht, das betrifft nur mich und Gott. Da gibt es einen Unterschied. Aber wenn meine Sprachenrede der Gemeinde gilt, dann versteht sie jemand. Wenn derjenige sie dann auslegt, versteht sie jeder.

Der Zweck ist jeweils völlig verschieden. Ihr persönliches Sprachengebet soll in Ihrer eigenen Gebetszeit und im gemeinsamen Sprachengesang in der Anbetung eingesetzt werden – das halte ich für völlig in Ordnung. Wie gesagt, gab Paulus dieser Gemeinde Richtlinien, weil ihr Verhalten sehr unausgewogen war. Aber manche sind so übertrieben vorsichtig, dass sie nicht einmal das Echte haben wollen, das uns gegeben wurde. Paulus sagte am Anfang dieses Abschnitts: „Eifert nach geistlichen Gaben und seid im Hinblick auf geistliche Gaben nicht unwissend.“ Er gebietet uns, in diesem Bereich nicht unwissend zu sein, und doch setzen manche alles daran, bloß nichts darüber zu erfahren. Aber er möchte, dass wir diese Dinge verstehen.

Das bringt uns zu einer weiteren Frage, mit der ich schließen werde. Welche positiven Auswirkungen hat das Sprachengebet? Wozu ist es gut? Was ist der Sinn und Zweck? Eins haben wir bereits gelesen: Wer in Sprachen redet, spricht nicht zu Menschen, sondern zu Gott. Wer meint, es könnte nützlich sein, mit Gott zu reden? Ja, das bringt uns sehr viel. Schauen Sie sich an, was dabei passiert.

1. Korinther 14:4.

1. Korinther 14:4

„Wer in einer Sprache redet, erbaut sich selbst; wer aber weissagt, erbaut die Gemeinde.“

Wenn ich in Sprachen rede, erbaue ich mich selbst – wörtlich: stärke ich mich selbst. Im Deutschen können wir diese Formulierung des Griechischen am besten so wiedergeben: Er lädt sich auf wie eine Batterie oder sie lädt sich auf wie eine Batterie.

Gestern sprach ich mit einem alten Freund. Wir hatten lange nichts voneinander gehört. Ich dachte, es würde zehn Minuten dauern, aber es wurden eineinhalb Stunden daraus. Schließlich schaute ich auf mein Telefon. Ein kleines rotes Dreieck in Form einer Batterie leuchtete immer wieder auf und man sah keinen Balken mehr. Ich sagte: „Lieber Bruder, mein Telefon wird gleich ausgehen. Die Batterie ist fast tot.“ Sie war wirklich tot. Wissen Sie, was ich tat? Ich sagte nicht: „Ich brauche ein neues Telefon. Dieses kann man vergessen.“ Nein, ich holte mein kleines Ladegerät, schloss es an und nach ein paar Stunden war der Akku wieder voll. Und wenn ich in Sprachen bete – und unter anderem habe ich es deswegen in den letzten 33 Jahren jeden Tag getan – werde ich innerlich mit Kraft aufgeladen. Geistliche Kraft fließt in mich hinein. Wer in Sprachen betet, erbaut sich selbst.

Schauen Sie sich 1. Korinther 14:16 an. Hier sehen wir einen weiteren Grund. Er unterweist sie wieder und sagt ihnen, wie es zu handhaben ist. Er sagt: „Denn wenn du mit dem Geist preist…“ Aus dem Zusammenhang der vorigen Verse geht hervor, dass er vom Sprachengebet spricht.

1. Korinther 14:16-17

„Denn wenn du mit dem Geist preist, wie soll der, welcher die Stelle des Unkundigen einnimmt, das Amen sprechen zu deiner Danksagung, da er ja nicht weiß, was du sagst? Denn du sagst wohl gut Dank, aber der andere wird nicht erbaut.“

Gut, wieder geht es darum, zur richtigen Zeit das Richtige zu tun. Sie danken Gott beim Sprachengebet und preisen Ihn, aber jemand anderes sagt: „Das bringt mir absolut nichts.“ Das war eins der Probleme der Gemeinde in Korinth. Sie wollten die ganze Zeit in Sprachen beten. Aber beachten Sie, obwohl er sie korrigierte, sagte er ihnen: „Zugegeben, die Anwesenden verstehen es nicht, aber die Danksagung ist an sich gut.“ Ich kann Gott sehr gut in anderen Sprachen danken.

Wir lasen ja in Apostelgeschichte 10: „Denn sie hörten, dass sie in Zungen redeten und Gott priesen.“

Manchmal ist unser „Halleluja“, „Danke, Jesus“ und „Ich liebe Dich, Gott“ zwar gut, drückt aber nicht das aus, was ich wirklich sagen möchte! Es bringt einfach nicht die Dankbarkeit für all das zum Ausdruck, was Jesus Christus für mich getan hat. Gott sei Dank für die Geistestaufe, denn sie erschließt mir eine ganz andere Ebene. Wenn ich alleine bin, kann ich die Hände heben und anfangen, Gott aus meinem Geist heraus anzubeten und Ihm zu danken und dabei meinen extrem begrenzten Verstand umgehen.

Schauen Sie sich 1. Korinther 14:14 an. Das ist eine weitere positive Auswirkung. Dort steht:

1. Korinther 14:14-15

„Denn wenn ich in anderen Sprache bete, so betet mein Geist, aber mein Verstand ist untätig.

Und dann sagt er: Ich will mit dem Geist beten, ich will aber auch mit dem Verstand beten; ich will mit dem Geist lobsingen, ich will aber auch mit dem Verstand lobsingen.“

Ich glaube, er spricht hier davon, dass Sie eventuell Ihre eigenen Gebete auslegen oder nur in Sprachen beten. Natürlich beinhaltet es auch das Beten in Ihrer Muttersprache. Doch beachten Sie, dass er sagt: „Wenn ich in anderen Sprachen bete, so betet mein Geist. Sagen Sie alle: Mein Geist betet. Mein Geist betet. Ich bin ein geistliches Wesen so wie Sie auch, geschaffen nach Gottes Ebenbild. Dieser Teil von Ihnen wurde wiedergeboren. Wenn ich in anderen Sprachen bete, kommuniziert mein Geist mit Gott. Wer in Sprachen redet, spricht nicht zu Menschen, sondern zu Gott. Die Amplified Bible sagt: „Mein Geist betet durch den in mir wohnenden Heiligen Geist.“

Der Punkt ist: Mein Geist betet. Meine Sensibilität für geistliche Dinge nimmt aus folgendem Grund zu, wenn ich im Heiligen Geist bete: Gott führt mich durch meinen Geist. Wenn Gott zu mir redet, spricht Er zu meinem Geist. Wenn Gott mir Klarheit verschafft, wirkt Er aus meinem Geist heraus. Der Geist des Menschen ist die Leuchte des Herrn, heißt es in den Sprüchen. Wenn ich in Sprachen bete, so hat das Sprachengebet denselben Ursprung wie die Stimme Gottes, die mich führt. Wenn Sie in Sprachen beten, möchte Ihr Verstand gerne dazwischenfunken: „Hör auf damit. Das bringt mir nichts.“

Gut, er sagte, unser Verstand ist untätig. Manchmal muss ich meinem Kopf einfach sagen: „Sei still! Es geht jetzt nicht um dich!“ Ich bete eine Weile und dann kommt mein Verstand zur Ruhe, ich werde ruhig und werde plötzlich sehr sensibel in meinem Innern. Dann ist es sehr angebracht, in der Bibel zu lesen oder einfach still in Gottes Gegenwart zu verharren. Ich glaube, das kann unser Gebetsleben revolutionieren.

Obendrein kann es uns Ruhe und Erfrischung verschaffen. Schauen wir uns 1. Korinther 14:21 an.

Ich bin gleich fertig. Ich weiß, ich habe heute etwas überzogen, aber das müssen Sie erkennen.

Paulus zitiert den Vers 21 aus Jesaja und sagt:

1. Korinther 14:21-22

„Es steht im Gesetz geschrieben: ‚Ich will durch Leute mit fremder Sprache und durch Lippen Fremder zu diesem Volk reden, und auch so werden sie nicht auf mich hören, spricht der Herr.‘ Daher sind die Sprachen zu einem Zeichen…“

Diese Weissagung aus dem Alten Testament, sagt der Apostel Paulus, bezieht sich auf die neutestamentliche Erfahrung des Sprachenredens. Ich möchte Ihnen die komplette Weissagung aus Jesaja vorlesen. Sie steht in

Jesaja 28:11-12
„Ja, Gott wird einmal mit unverständlicher Sprache und mit einer fremden Zunge reden zu diesem Volk,“ der Apostel Paulus sagt, das hier vom Sprachengebet die Rede ist, „der zu ihnen gesagt hat: ‚Das ist die Ruhe; schafft Ruhe den Müden, und das ist die Erquickung!‘ Aber sie wollten nicht hören.“

Ruhe und Erquickung breitet sich in unserem Geist aus, wenn wir uns Zeit nehmen, in anderen Sprachen zu beten.

Ich habe noch jede Menge Notizen, aber keine Zeit mehr. Keiner von uns hat sein Potential in Gott bereits ausgeschöpft und viele wären gerne weiter. Aber Gott sei Dank sind wir schon verändert.

Wir kommen weiter, stimmt’s? Ich lerne ständig dazu. Und wenn Sie heute hier sind und Jesus als Ihren Retter angenommen haben, möchte ich Ihnen sagen: Es gibt eine weitere Erfahrung nach der Errettung. Wir können vom Heiligen Geist erfüllt werden, den Geist empfangen, bzw. im Heiligen Geist getauft werden. Ich möchte mir dafür nur eine Minute Zeit nehmen, okay? Ich werde es so schlicht und einfach wie möglich machen und werde mit der Versammlung beten.

Wenn Sie Jesus nie zum Herrn Ihres Lebens gemacht haben, sage ich Ihnen: Er ist real. Er befreit Drogenabhängige wie ich einer war und auch sonst jeden von allem. Er kann Ihr Leben verändern.

Wir werden gemeinsam ein einfaches Gebet sprechen, um Christus als Retter anzunehmen.

Wenn Sie das nie taten, dann ist das jetzt Ihre Gelegenheit. Sie können sich jetzt von der Sünde abwenden und ein neues Leben beginnen.

Danach werden wir den Herrn in einem schlichten Gebet darum bitten, uns mit dem Heiligen Geist zu erfüllen. Wenn Sie Ihn noch nicht empfangen haben, können Sie das jetzt tun. Wenn Sie noch nicht so weit sind, ist das kein Problem. Ich will Sie in keiner Weise zu irgendetwas drängen. Wenn wir dafür beten werden und Sie denken: „Herr, ich muss mehr darüber erfahren“, dann ist das völlig okay. Ich finde das sogar gut. Seien Sie wie die Beröer. Forschen Sie in den Schriften, ob es sich so verhält.

Aber wenn Sie heute abend bereits so weit sind, möchte ich Sie ermutigen: Wenn wir das Gebet mit einem Amen beendet haben, öffnen Sie einfach Ihren Mund. Falls Worte kommen, sprechen Sie sie aus, und zwar so laut, dass Sie sie hören können. Wir werden das alle gemeinsam tun. Das ist völlig in Ordnung. Jeder weiß, was wir tun und warum wir es tun. Das sollte uns allen klar sein, besonders nach meiner heutigen Predigt.

Ich möchte Sie ermutigen: Wenn wir für die Geistestaufe beten und Sie vom Heiligen Geist erfüllt werden wollen, dann hören Sie auf, Englisch oder Deutsch zu sprechen. Einfach, weil Sie nicht zwei Sprachen gleichzeitig sprechen können. Ich kann Englisch und etwas Spanisch sprechen, aber nicht gleichzeitig. Ich kann nicht auf Englisch „Danke, Jesus, ich liebe Dich, Jesus.“ sagen und gleichzeitig in Sprachen beten. Jedes Mal haben wir gelesen, falls es Ihnen aufgefallen ist: Sie wurden vom Heiligen Geist erfüllt und redeten, was der Heilige Geist ihnen eingab. Mit anderen Worten, der Heilige Geist wirkte auf ihre Sprachorgane ein, aber sie mussten es aussprechen. Sie mussten es aussprechen und der Heilige Geist leitete sie. Er gab es ihnen ein. Noch eine Hilfestellung: Mit geschlossenem Mund können Sie nicht sprechen. Sitzen Sie nicht einfach versteinert da. Öffnen Sie ihren Mund und formen Sie Laute. Im Buch Hiob steht: „Ich werde meinen Mund für den Spätregen weit auftun.“ Der Spätregen ist ein Bild für den Heiligen Geist. Ich möchte Sie ermutigen. Wenn Sie vom Geist erfüllt werden wollen, daran interessiert sind, dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen. Sie können Ihn heute empfangen. Jesus selbst tauft uns im Heiligen Geist. Wir können Ihm vertrauen. Kann jemand Amen sagen?

Bitte stehen Sie auf. Ich werde ein schlichtes Gebet sprechen. Bitte sprechen Sie mir laut nach.

Sagen Sie:

Vater Gott, ich komme zu Dir. Ich danke Dir, dass Du Deinen Sohn Jesus gesandt hast, der am Kreuz starb, um all meine Sünden wegzunehmen. Ich vertraue Ihm allein, dass Er mich befreit und reinigt.

Jesus, ich glaube, dass Dein kostbares Blut das Lösegeld für die Sünden der Welt ist. Ich bekenne Dich als meinen Herrn und Retter. Ich wende mich von meiner Vergangenheit ab. Ich gebe Dir meine Gegenwart und Zukunft. Von diesem Moment an lege ich mein ganzes Leben und all meinen Besitz in Deine Hände, Jesus. Und ich bitte Dich jetzt, Herr, erfülle mich ganz und gar. Erfülle mich mit dem Heiligen Geist. Ich vertraue Dir, Jesus. Und jetzt werde ich mit der Hilfe des Heiligen Geistes meine Stimme erheben und in anderen Sprachen zum Vater reden. Das bete ich in Deinem Namen, Amen.

Ich sage es nochmals: Gott sei Dank für die Gabe des Heiligen Geistes. Wissen Sie, ich würde Gott auch ohne Ihn dienen, aber das muss ich Gott sei Dank nicht. Er gibt mir Kraft, Er ist mein Tröster, Er ist mein Beistand, Er erleuchtet mich. Es ist wunderbar, einfach herrlich, wenn der Heilige Geist in unserem Leben wirkt. Wir haben vorwiegend über das Wirken des Heiligen Geistes durch das Sprachengebet gesprochen. Manche nannten es das erste körperliche Anzeichen der Geistestaufe.

Am Schluss sagten wir, dass unser Geist dadurch zur Ruhe kommt und erfrischt wird. Liebe Freunde, ich weiß aus eigener Erfahrung, dass das wahr ist. Ich hoffe, Sie sahen die vorigen Sendungen. Diese Serie ist noch nicht zu Ende. Wir werden noch mehr über den Heiligen Geist und Sein Wirken in uns, durch uns und für uns sprechen. Ich bete, dass Sie keine Sendung verpassen und möchte Ihnen noch sagen, dass Gott Sie liebt.

 

Hallo und herzlich willkommen, unser Thema ist immer noch der Heilige Geist. Diese Serie war bisher sehr gut. Heute werden wir uns mit Seinem Wirken in unserm Innern beschäftigen, mit manchen Segnungen und mit Dingen, die Er in uns und durch uns tun möchte. Wissen Sie, Er wohnt nicht nur in uns, um uns sozusagen als stiller Beobachter zu begleiten. Der Heilige Geist möchte uns beeinflussen, mit uns kommunizieren, uns führen und leiten. Wir werden uns mit einigen Dingen beschäftigen, die Er in unserm Innern tut. Wenn Sie keine Bibel besitzen, hören Sie einfach zu. Wenn doch, nehmen Sie sie zur Hand und holen Sie sich einen Stift zum Unterstreichen und um vielleicht Notizen zu machen. Ich denke, in der heutigen Predigt werden Sie ein paar Dinge hören, die für Ihr Leben mit dem Herrn hilfreich sein werden. Lernen wir etwas über den Heiligen Geist.

Gut, Johannes Kapitel 14 – schlagen Sie das bitte auf. Johannes, Kapitel 14.

Dies ist der dritte Teil unseres Bibelstudiums über den Heiligen Geist. Johannes, Kapitel 14, wir schauen uns Vers 16 an. Hier fangen wir an.

Johannes 14,16-17

„Und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit, den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht noch ihn kennt. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird – wo sein? – in euch.“

Als Jesus den Jüngern das sagte, begriffen sie, dass alles weitere, was Er über den Heiligen Geist und sein zukünftiges Wirken sagte, überwiegend von innen heraus geschehen würde. Er bleibt bei euch, wird aber in euch sein. Von da an spricht Jesus oft mit ihnen über den Heiligen Geist und über den Dienst des Heiligen Geistes. Er würde ihnen von innen heraus dienen, und anderen Menschen durch sie, auf der Grundlage dessen, was Er in ihnen tun würde. Schauen wir uns näher an, wie der Heilige Geist im Leben von uns Gläubigen wirkt. Schauen Sie sich Vers 26 desselben Kapitels an.

Johannes 14,26-27

„Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch. Euer Herz werde nicht bestürzt, sei auch nicht furchtsam.“

Er redet in diesen Versen über drei Dinge, die der Heilige Geist tut. Wir schauen sie in umgekehrter Reihenfolge an. Ich möchte es jeweils kurz erläutern. Zunächst einmal gibt Er uns Frieden. Jesus spricht in Vers 26 davon, dass der Heilige Geist kommen wird. Er wird kommen, und dann sagt Er: „Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch.“ Diesen Frieden gibt uns Jesus dadurch, dass der Heilige Geist kommt. Das hängt direkt mit seiner Aussage davor zusammen. Der Apostel Paulus sagte in Römer 14,17: „Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geist.“ Das Reich Gottes besteht in Gerechtigkeit, Freude und Frieden im Heiligen Geist. Es ist sein Friede. Er sagte: „Meinen Frieden gebe ich euch.“ Das ist nicht der Friede, den die Welt hat, der instabil und flüchtig, heute vorhanden und morgen zerbrochen ist. Die Umstände sind gut, die Sonne scheint, man bekommt eine Prämie ausgezahlt oder es passieren andere gute Dinge, alles ist im grünen Bereich und Frieden breitet sich aus. Aber wenn sich ein Sturm zusammenbraut, Blitze zucken und es regnet, ist der Friede plötzlich dahin. Das ist nicht der Friede, den Jesus gibt. Der Friede, der vom Heiligen Geist kommt, ist in jeder Hinsicht übernatürlich. Er ist nicht von Umständen abhängig. Er ist unabhängig davon, ob Menschen einen gut oder schlecht behandeln. Ist irgendjemand hier schon einmal schlecht behandelt worden? Sicher!

Wissen Sie, ich erinnere mich – und ich denke, Gottes Friede offenbart sich bei uns auf verschiedene Art und Weise, ich erinnere mich an zwei Erlebnisse, die ich hatte, kurz nachdem ich gläubig wurde. Ich war ein ganz junger Christ, als ich diese sehr außergewöhnlichen und besonderes starken Erfahrungen machte. Kurz davor war ich noch an Drogen und Alkohol gebunden und war mit verrückten Leuten zusammen gewesen und bin das erste Mal Christen begegnet. Ich hatte keine Ahnung, dass es hyper-religiöse böse Christen gibt. Die gibt es! Ich dachte, alle seinen nur wunderbar! Es gab da einen Mann, der hyper-religiös war. Er kannte die Bibel, setzte sie aber als Waffe gegen Menschen ein, die er nicht mochte oder die seine Ansichten nicht teilten. Er schlug damit auf jeden ein. Er wurde bereits aus etlichen Gemeinden der Stadt ausgeschlossen. Später war ich in einer Versammlung, die seinetwegen unterbrochen werden musste. Er wurde raus gebeten, weil er die Versammlung störte. Ich war gerade erst zum Glauben gekommen, all das war mir absolut neu. Ich war völlig ahnungslos, unerfahren im Glauben und dachte nur: „Ist das alles stark! Diese Leute singen zu Jesus!“ Ich bin im Gottesdienst und der Mann nimmt mich auf’s Korn und kommt zu mir. Ich hatte ihn erst einmal nur gesehen. Es war total seltsam aber absolut wunderbar. Ich stand hier und er war drei Schritt entfernt. Ich war wie unter einer Käseglocke. Plötzlich war ich total von Gottes Gegenwart eingehüllt und dachte nur: „Wow, was ist das? Was für ein Frieden!“ Dann kam er und legte los! Er schrie mich ungefähr fünf Minuten lang an. Ich stand nur da und lächelte, nach dem Motto: „Ich verstehe kein Wort. Das ist eine starke Erfahrung!“ Dieser erstaunliche Friede ist unbeschreiblich. Dann dachte er, er sei mit mir fertig, und ging weg. Die Gegenwart Gottes hob sich. Ich weiß noch, dass ich dachte: „Das war seltsam aber absolut klasse!“

Ich erlebte das als junger Christ noch einmal. Jemand, dem ich vorher von Jesus erzählt hatte, kam auf mich zu, als ich gerade in meinem kleinen 63er VW-Bus saß. Ich kurbelte die Scheibe herunter und erlebte wieder diese Käseglocke. Es war wie eine Decke des Friedens und der Gegenwart Gottes. Er schrie mich an. Ich konnte sehen, wie die Adern an seinem Hals hervortraten. Er schrie mich längere Zeit an. Ich lächelte nur. Das provozierte ihn noch mehr. Irgendwann drehte er sich um und ging weg. Es war eine Manifestation des Friedens Gottes. Ich erinnere mich genau daran.

Das erlebte ich nur in diesen Situationen, aber ich habe den Frieden Gottes in tausend Variationen erlebt – manchmal mitten in Drucksituationen, manchmal war ich ganz allein im Gebet und plötzlich umgab mich Gottes Gegenwart und ein stark spürbarer Friede. Man möchte nur weinen und sagen: „Gott, Du bist gut. Du bist gut. Du bist so gut!“

Ich erinnere mich an den Kauf des Grundstücks in der Sausalito Street, wo wir damals bauen wollten. Es war ein riesiges Projekt für uns und wir wollten damals einen Kredit von zwei Millionen Dollar aufnehmen, was für mich eine unermessliche Summe war. ch erinnere mich daran, wie ich zu unserer damaligen Bank ging, mit der stellvertretenden Leiterin sprach, die ich kennen gelernt hatte, und sagte: „Wir würden gerne als Gemeinde einen Kredit aufnehmen.“ Sie sagte: „Wie viel brauchen Sie denn? Das ist kein Problem, Bayless, ihr seid gute Kunden.“ Ich sagte: „Zwei Millionen Dollar.“ Sie wurde kreidebleich und fing an zu stottern, als ich ihr das sagte. Schließlich liehen sie uns die benötigte Summe und wir zahlten sie enorm schnell zurück. Aber ich weiß noch, was ich an dem Abend vor der Unterzeichnung der Dokumente dachte. Ich sagte: „Gott, ich habe wirklich Angst. Wenn das danebengeht – bist Du fein raus – aber meine Adresse haben sie.“ Mir graute einfach davor, die Dokumente zu unterzeichnen. Aber es stand fest, dass ich es am kommenden Morgen tun musste, sonst würde der Deal platzen. Ich betete längere Zeit darüber und war dennoch voller Sorge. Ich schlief ein und wachte am nächsten Morgen auf uns verspürte tief in mir den Frieden Gottes. Es war das Erste, was ich beim Erwachen empfand. Ich sah darin ein Zeichen, dass Gott sagte: „Macht das!“

Wissen Sie warum? Kolosser 3,15 sagt gemäß der Amplified Bible: „Der Friede Christi wirke in euren Herzen als ein Schiedsrichter, der all eure Fragen beurteilt und abschließend klärt.“ Ein Schiedsrichter sagt: „Der Ball ist im Aus; der ist ok; das ist ein Tor; Abseits; spielt weiter; nein, Du musst vom Platz; hier darfst du nicht stehen,“ und der Schiedsrichter hatte eingegriffen. Ich habe die wichtigsten Entscheidungen in meinem Leben aufgrund dieses Friedens, der vom Heiligen Geist kommt, getroffen. Ich denke wirklich, dass ich solche Situationen nicht deswegen immer wieder erlebt habe, weil ich besonders geistlich bin, sondern weil viele für mich beten; aufgrund der Gebete der Gläubigen.

Aber Jesus sagte: „Frieden wird auf euch kommen und das ist das Wirken des Heiligen Geistes.“ Wenn wir Philipper 4,6 gehorchen, dort steht: „Sorget euch um …“ Ausgenommen große Sachen, über die darf man sich Sorgen machen! Nein, dort steht: „Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden!“ Wer kennt diesen Bibelvers? Wer wird momentan durch bestimmte Dinge in seinem Leben versucht, sich Sorgen zu machen? Kommt schon, ich hebe beide Hände. Wenn ich beide Füße heben und hier noch stehen könnte, würde ich es tun. Da gibt es Dinge. Wissen Sie, das ist nicht einmal eine Verheißung, dass Gott unser Gebet erhören wird. Wir wissen, dass Er das tut, weil es woanders versprochen wird. Aber dort steht: „Sorgt euch um nichts, lasst eure Anliegen vor Gott kommen, in Gebet und Flehen mit Danksagung.“ Der nächste Vers sagt Folgendes. Wenn Sie das tun, wird der Heilige Geist dies tun: „Und der Friede Gottes …“ – der übernatürliche Friede Gottes, von dem Jesus sprach – „Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus.“ Wenn Sie mit Gott über die Dinge sprechen, wird Er Ihnen Frieden geben. Wenn Sie sich an Vers 6 halten, hält Er sich an Vers 7.

Und manche, das weiß ich einfach – das ist kein Wort der Erkenntnis, es ergibt sich aus der Anzahl der Anwesenden – manche von Ihnen erleben gerade eine Zerreißprobe. Die Probleme wirken sich körperlich auf Sie aus, auf Ihren Appetit, auf Ihren Schlaf, auf Ihre Leistungsfähigkeit, sie nehmen Ihnen Ihre Lebensfreude. Diese Dinge nehmen Ihnen die Lebensqualität, die Gott Ihnen geben möchte. Vielleicht haben sie auch Einfluss auf das Zusammenleben mit Ihrem Mann, Ihrer Frau oder sogar mit Ihren Kindern. Wissen Sie, Sie müssen mit Jesus darüber sprechen. Gott wird Ihnen Frieden geben. Jesus sagte: „Es ist gut für euch, dass ich weggehe. Wenn ich gehe, wird der Heilige Geist kommen. Er wird euch lehren und bestimmte Dinge tun. Ich gebe euch Frieden – nicht den instabilen, flüchtigen Frieden der Welt, sondern ich gebe euch meinen Frieden.“ Reden Sie gemäß Philipper 4,6 mit Gott. Danken Sie Ihm im Gebet und der Friede Gottes wird Ihr Herz und Ihr Denken bewahren.

Nehmen wir uns etwas Zeit. Das, was Euch gerade bewegt, vertraut es Gott an, liebe Geschwister.

Vater im Himmel, wir kommen in Jesu Namen. Wir haben ganz persönliche Anliegen, Gott. Wir leben in einer gefallenen Welt. Es gibt einen Abtrünnigen, den Teufel, und er ist unser Feind und geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann. Gott, manch einer von uns hat Fehler gemacht. Wir haben Dinge verbockt und bestimmte Dinge belasten uns. Vater, wir wissen, dass Du größer bist als all das. Du bist größer als unsere finanziellen Probleme. Du bist größer als unsere Eheprobleme. Du bist größer als alle Anliegen, die unsere Kinder betreffen. Du bist größer als alle Krankheit, Dir können wir alles anvertrauen. Gott, wir bekennen, dass uns unsere Probleme zu groß sind. Es übersteigt unsere Möglichkeiten, aber wir schauen auf Dich, Gott. Du bist allem gewachsen! Wie der Psalmist sagt: „Unsere Seele wartet nur auf Gott. Nur von Ihm kommt meine Rettung. Von Ihm kommt meine Befreiung.“ Herr, wir schauen jetzt auf Dich und bitten Dich, in unser Leben einzugreifen. Und Vater, während wir uns ganz und gar auf Dich ausrichten – und ich weiß, dass jetzt konkrete Anliegen vor Dich kommen – Herr, wollen wir Dir auch danken. Wir danken Dir von Herzen. Danke, dass Du dieses Gebet erhörst. Danke, dass Du Dich um uns kümmerst. Danke, dass Erhörungen folgen werden, Vater im Himmel. Wir legen jetzt alles in Deine Hände. Alles, was uns innerlich bedrückt, geben wir Dir, o Gott. Wir geben es Dir ganz und gar und geben Dir jeden Stress und jede Sorge. Es soll uns nicht mehr beschäftigen. Gott, vielen Dank jetzt für Deinen Frieden, der durch den Heiligen Geist kommt. Herr, wir wissen vielleicht nicht, wie die Lösungen aussehen, aber wir legen die Dinge in Deine Hände, damit Du sie lösen kannst, in dem mächtigen Namen Jesu.Amen.

Nach dem Gottesdienst kam einmal eine Frau zu mir. Wir hatten als Gemeinde gebetet. Wir sind aufgestanden, haben gemäß Philipper 4,6 gebetet und haben, soweit ich weiß, das Ablegen unserer Sorgen auch physisch zum Ausdruck gebracht. Sie kam dann ein oder zwei Wochen später zu mir. Ich wusste etwas über ihre Situation. Ihr Ehemann war im Ausland im Einsatz und verteidigte unsere Freiheit in einem sehr gefährlichen Umfeld. Falls Angehörige des Militärs oder Veteranen unter uns sind, sollen Sie wissen, dass wir Sie lieben und dass wir Ihren Einsatz schätzen. Gott sei Dank für Euch. Wenn Ihr Mann, Ihre Frau oder Ihre Kinder dort stationiert sind oder dort dienen – selbst wenn Sie administrative Aufgaben haben – wir schätzen unsere Armee. Gott sei Dank für das, was Sie tun. Gott sei Dank! Wir nehmen das nicht leicht, wirklich nicht! Ihr Mann war im Einsatz in einem sehr gefährlichen Gebiet. Viele Soldaten kamen um und sie hatte diese Sorge Gott anvertraut. Sie kam zu mir und erzählte mir, dass er dort ist. Ich wusste davon. Sie sagte: „Pastor, ich kann nicht ruhig schlafen, ich bin unruhig und finde keine Ruhe. Es wirkt sich auf so viele Bereiche aus. Gedanken quälen mich, dass er nicht unversehrt zurückkehren wird. Aber an diesem Sonntag – der entweder ein oder zwei Wochen zurücklag – warf ich diese Sorge auf Ihn. Seither habe ich jede Nacht gut geschlafen und mir nie wieder Sorgen um ihn gemacht. Ich hatte einfach tiefen Frieden.“ Dann sprach sie nicht mehr weiter und ich fragte Sie: „Gut, was ist jetzt Dein Anliegen?“ Sie fragte: „Ist das in Ordnung? Ich fühle mich fast verpflichtet, mir Sorgen zu machen, als ob etwas nicht stimmt, wenn ich mir keine Sorgen mache.“ Und ich sagte: „Das ist absolut in Ordnung!“ Sie genoss einfach den Frieden Gottes und hatte den Eindruck, keine gute Ehefrau zu sein, weil sie sich keine Sorgen mehr machte. Aber sie hatte diese Last Gott abgegeben.

Was immer Sie heute Gott abgegeben haben, machen Sie sich darüber nie wieder Sorgen. Der Teufel mag mit Merkzetteln an Ihrem Fenster vorbeihuschen und sagen: „Schau her, schau her, schau her!“, und versuchen, sie Ihnen anzudrehen. Weigern Sie sich. Sagen Sie einfach: „Teufel, wenn Du unbedingt willst, dann verhandle mit Gott darüber, denn ich habe sie Sache Ihm gegeben. Er hat die Angelegenheit in der Hand, nicht ich.“ Geben Sie nicht einmal in Ihren Gedanken Raum dafür. Sie sollten sich nur dann wieder dieser Sache zuwenden, wenn der Heilige Geist Sie auffordert, in bestimmter Weise nochmals deswegen zu beten, weitere Dinge zu tun, Gott deswegen zu preisen oder dergleichen. Wir sind natürlich offen, Gottes Willen zu tun, wollen uns aber diese Last, die uns fertig macht, nicht wieder aufbürden lassen. Jesus sagte: „Kommt zu mir, die ihr mühselig und beladen seid, und ich gebe euch Ruhe. Nehmt mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig. So werdet ihr Ruhe für eure Seelen finden.“ Jesus trägt unsere Lasten und der kostbare Heilige Geist möchte uns Frieden geben.

Gut, schauen wir uns nochmals Johannes 14 an, Vers 26. Wir gehen von hinten nach vorne. Wir begannen mit Vers 27. Der zweite Teil von Vers 26 lautet:

Johannes 14,26

„Er wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“

Er wird uns an alles erinnern, was Jesus uns gesagt hat. Markieren Sie bitte diese Stelle in Ihren Bibeln, schauen wir uns Apostelgeschichte 11 an. Vor ein paar Monaten habe ich schon einmal darüber gesprochen, aber diese Wahrheit ist so wichtig – leicht zu überlesen, aber sehr wichtig! Petrus hatte eine Vision. Ein großes Tuch voller unreiner Tiere, kam vom Himmel. Gemäß dem Gesetz des Mose waren sie unrein. Juden durften nicht davon essen. Und eine Stimme sagte: „Steh auf, schlachte und iss.“ Und er sagt: „Nein, das werde ich nicht tun, Herr. Nie habe ich etwas Unreines gegessen.“ Das passiert drei Mal. Er fragt sich: „Was sollt das bedeuten?“ Plötzlich klopft jemand an. Männer kamen von dem Haus des Kornelius, weil ein Engel dem römischen Hauptmann Kornelius begegnet war und gesagt hatte: „Lass Petrus holen. Er wird Dir Dinge sagen, die Du hören musst.“ Petrus begleitet sie, kommt zum Haus des Kornelius, predigt über Christus, sie werden errettet, der Heilige Geist fällt auf sie; sie fangen an, in neuen Sprachen zu reden, manche weissagen. Sie taufen sie. Petrus kommt nach Jerusalem zurück und bekommt Schwierigkeiten. Die jüdischen Christen sind sehr böse auf Petrus. Pfingsten ist zehn Jahre her und die Gemeinde besteht zu 100 Prozent aus Juden. Damals gab es keine gläubigen Nichtjuden. Christi Auferstehung lag schon zehn Jahre zurück! Die Apostel und die Jünger dachten, man kann nur über das Judentum zum Glauben an Christus kommen. Man muss beschnitten sein, das Gesetz halten, sich zum Judentum bekehren und konnte nur so gerettet werden. Das war damals absolut radikal: Ein ganzes Haus voller Nichtjuden wurden gerade errettet und im Heiligen Geist getauft. Petrus sagt: „Wer sollte ihnen die Taufe verwehren, da Gott ihnen die Gabe des Heiligen Geistes gab, so wie auch uns. Sie sind nicht weniger errettet als wir.“ Also tauften sie sie auf den Namen Jesus. Er kommt in seine Gemeinde nach Jerusalem zurück und alle sind wütend, besonders manche Gruppierungen.

Apostelgeschichte 11,1-3

„Die Apostel und die Brüder in Judäa hörten, dass auch die Nichtjuden die Botschaft Gottes angenommen hatten. Als nun Petrus nach Jerusalem zurückkehrte, machten sie ihm Vorwürfe: »Du bist zu Leuten gegangen, die nicht zu unserem Volk gehören! Du hast sogar mit ihnen gegessen!“

Sie waren sogar wütend, weil Petrus in ihr Haus hineinging. Wir lesen ab Vers 4 weiter.

Apostelgeschichte 11,4

„Da erzählte ihnen Petrus ausführlich, was geschehen war:“

Er sagt ihnen genau, wie es dazu kam. Wir kommen zu Vers 15, und er schildert die Ereignisse immer noch.

Apostelgeschichte 11,15-18

„‘Ich hatte aber noch kaum begonnen, zu ihnen zu sprechen, da kam der Heilige Geist auf sie herab, genauso wie damals am Anfang auf uns. Mir fiel sofort das Wort ein, … sagen Sie alle: Dann fiel mir ein … das der Herr gesagt hatte: Johannes hat mit Wasser getauft, aber ihr werdet mit dem Geist Gottes getauft werden. Da war mir klar: Gott hatte ihnen das gleiche Geschenk gegeben wie damals uns, als wir zum Glauben an Jesus Christus, den Herrn, gekommen waren. Wie hätte ich mich da Gott in den Weg stellen können?‘

Als die Apostel und die anderen das hörten, gaben sie ihren Widerstand auf. Sie priesen Gott und sagten: ‚Also hat Gott auch den Nichtjuden den Weg eröffnet, zu ihm umzukehren und das wahre Leben zu gewinnen.‘“

Gut, dann haben Sie es begriffen. Sie fanden sich mit der Tatsache ab, dass Heiden allein durch Glauben an Christus gerettet werden können. Das wurde der Gemeinde zum ersten Mal klar. Pfingsten lag zehn Jahre zurück. Petrus sagte, was alles im Haus geschah. „Das ist nicht im Einklang mit meiner Ausbildung und meinen Prinzipien. Das ist mir völlig fremd.“ Er sagt: „Da fiel mir ein …“ Wer ließ ihn in diesem Moment daran denken? Der Heilige Geist. Jesus sagte: „Wenn Er kommt, wird Er euch unter anderem an alles erinnern, das ich euch gesagt habe.“ Das war der krönende Abschluss seiner Argumentation. Und sie nahmen es an. Ich finde es interessant, dass etwas so Wichtiges – es ist mir deshalb wichtig, weil ich einer der Heiden aus einer späteren Generation bin, der errettet wurde. Ich bin froh, dass es nach 2000 Jahren nicht immer noch unklar ist. Das wäre doch schrecklich, nicht wahr? Es ist also eine große Sache. Immerhin hat es Einfluss auf den Rest der Welt.

Und wie gibt Gott Petrus zu verstehen, dass er in dieser extrem wichtigen Frage festen Boden unter den Füßen hat? Was war das entscheidende Argument von Petrus, das alle überzeugte? Ich erinnerte mich. Sie wussten, dass Jesus gesagt hatte: „Der Heilige Geist wird euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“ Ich denke, dass es unter anderem deshalb für uns Gläubige so wichtig ist, Gottes Wort zu verinnerlichen. Wenn Sie es nicht hineinlegen, kann der Heilige Geist es nicht hervorholen. Legen Sie es hinein, wenn Sie es jetzt nicht brauchen, dann wird der Heilige Geist es Ihnen geben, wenn Sie es brauchen. Junge Christen: Verschlingt eure Bibeln! Ältere Christen: Hört nicht auf, sie zu verschlingen! Legen Sie es in Ihr Inneres, dann kann der Heilige Geist Sie daran erinnern, wenn Sie es dringend brauchen. Der Heilige Geist wird mit den Dingen arbeiten, die Sie in Gottes Wort lesen. Die Worte Jesu und andere Dinge, die Gott in seinem Wort sagt, wird der Heilige Geist gebrauchen. Wenn Sie in einer Gemeinde sind, in der Gottes Wort gepredigt wird, wird der Heilige Geist das gebrauchen und Sie daran erinnern.

Ist das nicht erstaunlich? Der Heilige Geist erinnert uns an Dinge. Natürlich können wir uns nicht an Dinge erinnern, die wir noch nie wussten. Es ist unsere Aufgabe, unser Inneres und unser Denken mit Gottes Wort zu füllen. Jemand sagte einmal sehr treffend: „Wenn Sie Ihr Herz mit Gottes Wort füllen, wenn es nicht erforderlich ist, wird der Heilige Geist es aus Ihrem Herzen hervorholen, wenn es erforderlich ist.“ Er erinnert uns an alles, was Jesus uns gesagt hat. Ich bin jedenfalls sehr dankbar für den Dienst des Heiligen Geistes. Er ist ständig bei mir und ebenso auch bei Ihnen. Er wir uns nie verlassen oder im Stich lassen. Wir können uns auf Ihn verlassen, wenn wir unter Druck sind und Hilfe brauchen. Sein Wirken ist ganz real, liebe Freunde. Das ist keine Fantasterei, die ich mir ausgedacht habe. Wir können wirklich mit Gott leben und mit Ihm sprechen, und sein Geist kann uns trösten, uns Klarheit geben, uns führen und stärken. Das hat Hand und Fuß, liebe Freunde. Wir leben und reden mit dem Gott, der das Universum schuf.

Jesus sagte: „Ich lasse euch nicht verwaist zurück, sondern werde kommen und in euch wohnen.“ Er kam zu uns in der Person des Heiligen Geistes. Der Vater und der Sohn leben in uns durch den Heiligen Geist. Gott redet mit uns durch den Heiligen Geist. Er gibt uns Klarheit über Sein Wort, durch den Heiligen Geist. Vielleicht haben Sie den Heiligen Geist noch nicht empfangen, seit Sie gläubig wurden. Natürlich ist die Wiedergeburt vom Heiligen Geist gewirkt, aber liebe Freunde, der Heilige Geist hat mehr für uns. Es ist eine Sache, vom Heiligen Geist berührt worden zu sein, aus dem Geist geboren zu sein, und eine andere, vom Heiligen Geist erfüllt zu sein. Gott möchte, dass Sie erfüllt werden. Bleiben Sie dabei, denn die Serie geht noch weiter. Diese Serie ist wirklich großartig. Gott segne Sie.

 

Hallo liebe Freunde, willkommen zu unserer heutigen Sendung. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, in unserer Gemeinde über den Heiligen Geist zu sprechen, über sein Wirken, seine Gaben, über das, was Er für uns tun möchte und was Er in uns und durch uns tun möchte. Wenn Sie es gehört haben, wissen Sie, dass es ein sehr umfangreiches Thema ist. Falls Sie jetzt erst zugeschaltet haben – wir vertiefen das Thema noch. Nehmen Sie Ihre Bibel zur Hand und setzen Sie sich bitte. Wir haben uns besonders damit beschäftigt, was Jesus über den Heiligen Geist sagt. Wenn Er kommt, erinnert Er uns unter anderem an alles, was Jesus uns lehrte. In der vorigen Sendung erzählte ich ein paar Beispiele, und am Anfang der heutigen Predigt erzähle ich, wie der Sohn eines jungen Mannes durch das Wirken des Heiligen Geistes bei einem tragischen Unfall bewahrt wurde. Das sollten Sie sich nicht entgehen lassen.

Bevor wir unsere Gemeinde gründeten, war ich ein paar Jahre Copastor. Ich lehrte längere Zeit über die Gaben des Heiligen Geistes gemäß 1. Korinther 12,13 und 14. Wir verbrachten damit einige Wochen. Das Hauptthema eines Abends war – es ist mir selbst total ins Herz gefallen – dass die Gaben des Geistes nicht fließen, weil jemand besonders reif ist. Manche setzen das voraus: „Sie hat geweissagt, also ist sie reif. Sie ist eine geistliche Riesin.“ Oder: „Er hat ein Wort der Erkenntnis und der Heilige Geist wirkte.“ Vielleicht legte er jemandem die Hände auf und derjenige wurde geheilt. „Oooo, er ist ja so reif!“ Die Gaben des Geistes wirken nicht, weil Menschen reif sind oder weil jemand den Herrn schon lange kennt. Die Gaben des Geistes wirken, wenn wir Verlangen nach ihnen haben. Verlangen setzt sie frei. Lesen Sie das Kapitel durch, wo der Apostel Paulus unter der Inspiration des Heiligen Geistes über die Gaben des Geistes spricht. Immer wieder sagt er Dinge wie: „Strebet nach den besten Gaben. Brennt darauf, zu weissagen. Seid begierig nach den Gaben des Geistes. Strebt ernstlich danach.“ Dann spricht er nochmals über dieses Verlangen. Das sind die Begriffe, die er im Zusammenhang mit den Geistesgaben gebraucht. Verlangt danach, sucht sie, strebt ernstlich danach, seid begierig. Lasst nicht locker!

Ich predigte, wie gesagt, darüber – und spüre gerade, dass ich das neu betonen muss – dass Gott aufgrund unseres Verlangens wirkt. Das, was wir haben spiegelt unser Verlangen wieder. Ich predigte also: Begehrt die Geistesgaben. Ich wiederholte das immer und immer wieder. Ich spürte ein Drängen, das zu tun. Ich sagte: „Wir müssen die Gaben begehren. Wir müssen die Gaben begehren.“ Ich wohnte eine Zeit lang im Haus des Hauptpastors Dann heirateten Janet und ich und zogen in eine eigene kleine Wohnung. Sie hatten einen kleinen Jungen und ein kleines Mädchen. Und etwa eine Woche nach diesem Abend waren sie bei Freunden zu Besuch und alle Jungen spielten oben in einem Zimmer. Ihr Sohn war damals vielleicht vier Jahre alt. Die älteren Jungen entschlossen sich, ein Fenster zu öffnen und über das Fensterbrett auf das Dach zu klettern. Die größeren Jungen taten das und kletterten über das Fensterbrett auf’s Dach. Die Eltern hatten keine Ahnung davon. Und der kleine Vierjährige folgte ihnen. Es war der Sohn meines Pastors. Er rutschte auf dem Fensterbrett aus und stürzte aus dem zweiten Stock hinab. Die Frau des Pastors war nach dem gemeinsamen Essen gerade dabei, abzuwaschen. Er fiel vor ihren Augen zu Boden. Sie schreit, alle rennen hinaus und er liegt reglos mit nach hinten verdrehten Armen auf dem Boden. Er ist bewusstlos. Mein Pastor Dan sagte: „Bayless, es war kein Lebenszeichen mehr zu spüren.“ Er sagte: „Ich hob meinen Sohn hoch, hielt ihn in meinen Armen und schrie: „Gott, hilf mir!“ Und er sagte: „Ich hörte deine Stimme: ‚Begehrt die Geistesgaben. Begehrt die Geistesgaben.‘“ Und er fing an zu rufen: „O Gott, ich begehre die Gaben des Geistes! Ich begehre die Gaben des Heiligen Geistes!“ Er streckte sich nach Gott aus. Und er sagte: „Etwas traf mich plötzlich am Kopf und floss durch meinen Körper bis hin zu den Füßen.“ Und er sagte: „Ich spürte, wie es wieder hochkam und durch meine Arme in meinen Sohn hineinfloss. Er kam plötzlich zu sich, schaute mich an und sagte: ‚Hallo Papa!‘, löste sich aus meinen Armen und rannte ins Haus.“ Er hörte vielleicht meine Stimme, aber es war das Wirken des wunderbaren Heiligen Geistes. Er erinnert uns an Dinge. Hören Sie: In der Gemeinde zu sein, in einer gesegneten Atmosphäre, in der Bibel zu lesen, Gemeinschaft zu haben und über die Dinge Gottes zu reden ist wichtig, weil der Heilige Geist diese Dinge gebraucht. Und in Krisen und wenn wir Antworten brauchen, erinnert Er uns an diese Dinge – wenn wir es nötig haben. Gott sei Dank in Ewigkeit!

Gut, schauen wir uns nochmals kurz Johannes 14 an. Der dritte Aspekt aus Vers 26. Ich wiederhole:

Johannes 14,26

„Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren.“

Sagen Sie alle: „Er wird mich lehren.“ Der großartige Lehrer wohnt in uns. Das bedeutet natürlich nicht, dass Sie, nur weil Sie den Heiligen Geist haben, auf keinen anderen hören müssen. Denn er wird Sie durch andere lehren und Ihnen Dinge direkt offenbaren. Frage: Was wird Er lehren? Ich zitiere und Sie können sich diese Stelle aufschreiben. 1. Korinther 2,12. Hören Sie gut zu.

1. Korinther 2,12

„Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist, damit wir die Dinge kennen, die uns von Gott geschenkt sind.“ Wir haben nicht den Geist der Welt, sondern den Geist aus Gott empfangen. Wozu? Damit wir die Dinge kennen. Sagen Sie alle: Damit ich die Dinge kenne. Damit ich die Dinge kenne, die mir von Gott geschenkt worden sind. Er wird über die Dinge lehren, die uns durch das Opfer Christi geschenkt worden sind. Wir haben ein gesegnetes Erbe. Zugegeben, der Löwenanteil dieses Erbes bezieht sich auf den Himmel, und doch gehört Ihnen auch hier unten ein gewaltiges Erbe. Es ist nicht gut, davon keine Ahnung zu haben. Hosea sagte: „Mein Volk kommt um aus Mangel an Erkenntnis.“ Jesaja sagte: „Mein Volk kommt in Gefangenschaft, weil sie keine Erkenntnis haben

“ Sicher kennen Sie diese altbekannte aber wahre Geschichte. Ich glaube, es war John Wesley, der eine Frau besuchte, die nicht mehr lange zu leben hatte, um ihr von Jesus zu erzählen. Sie war schon bettlägerig und wohnte in einer schlechten Gegend in einer heruntergekommenen Wohnung. Als er mit ihr sprach, sah er an der Wand ein eingerahmtes Dokument hängen. Er erkundigte sich nach dem Dokument und sie sagte: „Nun, das gehörte der Frau, der ich früher diente.“ Sie war jahrelang Magd einer sehr reichen Frau und diente ihr. Und sie sagte: „Als sie vor vielen Jahren starb, hinterließ sie mir nur dieses Dokument und ich hielt es in Ehren.“ Er sagte: „Hätten Sie etwas dagegen, wenn ich es mir ausleihen und es begutachten lassen würde?“ Sie sagte: „In Ordnung, aber Sie müssen mir versprechen, es wiederzubringen.“ Wahre Geschichte! Er ging und ließ es begutachten. Es war ein Testament. Alle fragten sich, was mit dem Testament der Frau passiert war. Die Sache war die, dass die Magd nicht lesen konnte. Eine große Summe Geld und ein Haus fielen ihr laut der Erbschaft zu. Sie fand es nie heraus. Sie lebte all die Jahre in Armut und war jetzt so alt, dass sie nichts mehr davon hatte. Sie hätte aber ein sehr angenehmes Leben haben können. Aufgrund ihres Mangels an Erkenntnis konnte sie diese Dinge nicht genießen. Der Heilige Geist wird uns unter anderem zeigen, was uns von Gott geschenkt worden ist.

Er vermittelt uns nicht nur Kopfwissen, sondern tiefe innere Gewissheit. Wer von Ihnen weiß, dass es einen Unterschied macht, ob man viel von der Bibel im Kopf oder im Herz hat. Erinnern sie sich – ich glaube es gibt sie noch, ich habe sie nur länger nicht benutzt – solche Zeitungsautomaten …, es muß sie noch geben … Man wirft eine Münze ein und nimmt sich dann die Zeitung heraus. Haben Sie jemals erlebt, daß die Münze nicht hineingefallen ist? Was macht man dann? Wie jeder gute Amerikaner prügelt man auf das Ding ein, oder? Bumm, bumm, bumm, man prügelt darauf ein. Ja wissen Sie, der Groschen muss fallen bevor das Wort seine Kraft entfalten wird. Das größte Problem in der Gemeinde, heute, ist unverdaute Lehre. Der Heilige Geist ist der, der uns dabei hilft die Theologie zu verdauen. Er gibt uns Licht im Hinblick auf das Wort.

Ich sprach einmal mit einem Mann über göttliche Heilung. Er gehörte mit seiner Frau und der ganzen Familie zur Gemeinde. Das war vor vielen Jahren. Es war ihm neu und er fragte sich: „Kann ich das annehmen oder nicht?“ Ich sagte: „Forsche in der Bibel nach. Mach es wie die Beröer. Die Bibel sagt, die Beröer waren edler als die Thessalonicher, weil sie täglich in den Schriften forschten, ob es sich so verhielte.“ Ich sagte: „Durchforsche die Bibel zu dem Thema, dann wird Gott offenbaren, ob es wahr ist oder nicht.“ Er sagte: „Das mache ich, das mache ich.“ Ich hörte länger nichts mehr von ihm, bis er eines Tages in mein Büro kam. Das war zu einer Zeit, als es keine PCs gab. Es gab keine Handys. Damals gab es nichts von alldem. Es gab nur gigantische Computer. Er kommt zu mir ins Büro. Es klopft drei Mal und ich öffne die Tür. Er brachte einen riesigen Computer mit einem riesigen Stapel Papier darauf mit. Er kommt seitwärts herein, schiebt die Tür auf, stellt den Computer ab und hat stapelweise Papier dabei. Er sagt: „Ich habe jeden Vers aus der ganzen Bibel von 1. Mose bis zur Offenbarung ausgedruckt, der etwas mit Krankheit, Heilung oder Heilungsdienst zu tun hat.“ Er sagt: „Es ist wahr, es ist wahr, es steht so in der Bibel! Ich habe es in Gottes Wort entdeckt!“

Er predigte 20 Minuten und ich musste jeden Vers in den Papierbergen nachlesen, die aneinander klebten und die jeden Vers enthielten, in dem die Worte krank oder Krankheit, geheilt, gequält oder alles, was dem nur ähnelte, vorkamen. Ich saß da und er hat diesen riesigen Bildschirm auf meinen Schreibtisch gestellt. Er hat Berge von Ausdrucken und ließ mich alles nachlesen, während er über Heilung predigte. Wissen Sie, was passierte? Er beschäftigte sich mit der Bibel und der Heilige Geist fing an, ihn zu lehren. Es kam von hier nach dort. Liebe Freunde, hier nützt es uns etwas!

Manchen sind diese Gedanken nicht neu. Ich werde den Punkt nicht vertiefen, aber Veränderung ist ein Prozess, in dem der Heilige Geist wirkt. Alles klar? Ich weiß, dass viele diesen Prozess nicht mögen, aber Gott wirkt dadurch. Wir wollen alles sofort haben: „Gott, tu es einfach. Ich muss doch nicht etwa beten? Ich muss Dich doch nicht etwa suchen? Ich will mich nicht ändern und nur immer rufen: ‚Hilfe, Hilfe, Hilfe, Hilfe, Hilfe!‘“ Es ist ein Prozess. Er beginnt mit Information. Sie brauchen Informationen. Die finden Sie in Gottes Buch, okay? Information, Nachsinnen. Dabei fangen Sie an, das Wort in Ihrem Innern von allen Seiten zu beleuchten. Sie lesen es unter Gebet. Sie denken darüber nach. Sie lesen es laut. Sie lesen es immer und immer wieder. Information, Nachsinnen und dann nimmt der Heilige Geist die Dinge, über die wir nachsinnen und gibt uns Offenbarung. Und Offenbarung veranlasst mich zur Tat? Dann folgt die sichtbare Veränderung. Viele Christen wollen direkt von der Information zur Veränderung gelangen: „Ich habe einfach keine Zeit, um lange nachzusinnen und dergleichen. Gott, hilf mir einfach!“ Manchmal hilft uns Gott, weil Er einfach gut ist. Er ist so gut! Aber Er möchte, dass wir erwachsen werden und verstehen, wozu der Prozess gut ist. Im Normalfall wirkt Gott innerhalb dieses Prozesses. Und eine wichtige Aufgabe des Heiligen Geistes ist es, uns zu lehren. Aber Er bringt uns nicht nur Kopfwissen bei, Er lehrt uns im tiefsten Innern. Wir nehmen die Information auf und während wir darüber nachsinnen und es uns innerlich vor Augen führen, gibt uns der Heilige Geist Offenbarung. Daraus ergibt sich ein neues Verhalten. Dieses veränderte Verhalten setzt Veränderungen frei. Gott bewirkt das in unserem Leben. Obwohl der Heilige Geist in alledem wirkt, haben auch wir Anteil daran. Liebt Ihr mich immer noch? Selbst diejenigen, die das Wort „Prozess“ … liebt Ihr mich noch? Das war nicht sehr überschwänglich, aber das ist kein Problem.

Gut, kommen wir noch schnell zu ein paar weiteren Gedanken im Zusammenhang mit dem Heiligen Geist als unserem Lehrer. 1. Johannes, schauen wir uns das Kapitel 2 an. Vielleicht kommen wir zum Johannesevangelium zurück, wenn die Zeit es zulässt. 1. Johannes, Kapitel 2. Noch ein paar Dinge, die sich daraus ergeben, dass der Heilige Geist uns lehrt. Zunächst zeigt Er uns die Dinge, die uns gehören. In diesem Buch wird das, was uns gehört, geoffenbart. Aber es muss von unserem Kopf in unser Herz kommen. Genau das bewirkt der Heilige Geist.

1. Johannes 2,18-19

„Kinder, es ist die letzte Stunde, und wie ihr gehört habt, dass der Antichrist kommt, so sind auch jetzt viele Antichristen aufgetreten; daher wissen wir, dass es die letzte Stunde ist. Von uns sind sie ausgegangen, aber sie waren nicht von uns; denn wenn sie von uns gewesen wären, würden sie wohl bei uns geblieben sein; aber sie blieben nicht, damit sie offenbar würden, dass sie alle nicht von uns sind.“

Hören Sie sich Vers 19 aus der Living Bible an. Es ist ganz einfach. „Die Leute, die jetzt gegen Christus sind, gehörten früher zu unseren Gemeinden, aber wirklich dazugehört haben sie nie, sonst wären sie geblieben.“

1. Johannes 2,20

„Doch ihr habt die Salbung von dem Heiligen und wisst alles.“

1. Johannes 2,27

„Und die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, bleibt (wo?) in euch, und ihr habt es nicht nötig, dass euch jemand lehrt; sondern so, wie euch die Salbung selbst über alles belehrt, ist es wahr und keine Lüge; und so wie sie euch belehrt hat, werdet ihr in ihm bleiben.“ Der Heilige Geist betont, wenn von der Salbung, die wir haben, die Rede ist, Sein eigenes Wirken. Es geht darum, dass der Heilige Geist uns lehrt. In diesem Zusammenhang lehrt uns der Heilige Geist im Hinblick auf die Menschen, die gegen Christus sind, die Antichristen – Menschen, mit einem falschen Geist. Der Heilige Geist warnt uns. Sie tragen kein Schild mit der Aufschrift: „Hallo, ich bin ein falscher Prophet. Wer auf mich hört, dessen Leben endet im Chaos.“ Oder:„Hallo, ich manipuliere Menschen und habe böse Motive. Wenn ich Ihre Sympathie gewinne, mache ich Sie fertig und nehme Sie aus, wie eine Weihnachtsgans.“

Nein, sie sind Wölfe im Schafspelz, sagte Jesus. Sie riechen wie Schafe. Sie sehen aus wie Schafe. Sie blöken wie Schafe. Sie sind mit anderen Schafen zusammen, sind aber Wölfe in Schafspelzen. Und Gott warnt uns unter anderem durch die Salbung des Heiligen Geistes in unserem Innern.

Ich las einmal, was ein Mann mit einem Neubekehrten erlebte. Es geschah hier in L. A. Er ging mit dem Neubekehrten eine Straße entlang und jemand stand an der Straßenecke und predigte, eigentlich ganz prima. Aber der Mann stammte aus einer Sekte. Er war kein Christ. Er gehörte zu keiner christlichen Organisation. Diese Sekte verwendete einige Bibelstellen, war aber alles andere als biblisch. Er predigte und sie standen ein paar Minuten dort und hörten zu. Der Mann war ein Mentor des Neubekehrten und machte sich etwas Sorgen, weil der Mann ihn offenbar faszinierte. Er konnte sehr gut reden und die Predigt war sehr überzeugend. Nachdem sie etwa fünf Minuten zugehört hatten, gingen sie weiter. Als sie weitergingen, fragte er ihn – so stand es in dem Artikel, den ich las: „Was hältst Du von dem Mann?“ Er sagte: „Nun, er kann gut predigen, aber während er redete, sagte etwas in meinem Innern: ‚Lügner, Lügner‘“ Was war das in seinem Innern? Das war der Heilige Geist. Diese Salbung wohnt in jedem von uns. Das ist ein Aspekt Seines Dienstes, um uns zu schützen, damit wir nicht vom Weg abkommen. Es ist nicht die Gabe des Misstrauens. Man muss nicht einmal errettet sein, um diese Gabe zu haben. Ich lasse das mal kurz auf Sie wirken. Wir sollen wirklich nicht misstrauisch werden. Darum geht es absolut nicht. Aber manchmal kommen Sie mit Menschen zusammen und denken: „Keine Ahnung, was los ist, aber mein Geist ist unruhig. Immer, wenn ich denjenigen treffe, empfinde ich etwas Negatives.“ Sie müssen lernen, darauf zu achten.

Vor Jahren kamen Leute zu mir und baten mich, Gemeindegelder in ein bestimmtes Projekt zu investieren. Sie nannten all die anderen, die schon dabei waren, von denen einige Millionen an Spendengeldern investiert hatten. Einige von ihnen kannte ich persönlich, die anderen nur dem Namen nach. Ein Freund von mir hatte viel Geld aus seiner Gemeinde hineingesteckt. Es war ein typischer Fall. Erstens klang es zu gut, um wahr zu sein. Wenn es wirklich zu gut ist, um wahr zu sein, wie sie behaupten, ist wahrscheinlich etwas faul. Während Sie mit mir redeten, wurde ich unruhig. Etwas ging mir innerlich gegen den Strich. Der Mann, der mit mir sprach, war ein Freund von mir, und er sagte: „Bayless, hör zu, das ist alles okay. Ich war in ihrer Firma und habe sie persönlich kennen gelernt. Das ist von Gott. Das ist genau das, was Gott jetzt tut. Und dieser und jener, könnten die sich alle irren?“ Ich dachte mir – vom natürlichen Standpunkt aus betrachtet denkt man: „Ja, das wäre super. Man investiert eine bestimmte Summe und macht innerhalb von 30 Tagen 50 Prozent Gewinn. Es hilft der Gemeinde und die kann es gerade gut brauchen.“ Diese menschlichen Gedanken wollen sich einem aufdrängen, aber ich kam nicht über mein inneres Unbehagen hinweg. Ich sagte: „Wisst ihr, Gott möge jeden segnen, der damit zu tun hat.“ Ich sagte: „Nein, ich habe absolut kein Interesse daran.“ Er war sehr sehr enttäuscht und bearbeitete mich weiter. Ich sagte: „Ich möchte darüber nicht mehr reden. Ich bin nicht interessiert.“ Er schickte sogar noch einen Geschäftsmann zu mir, um mit mir zu reden. Ich sagte: „Nein, Gott segne Sie, aber ohne mich.“ Es stellte sich heraus, dass es ein sehr ausgefeiltes Schneeballsystem war. Die Drahtzieher zogen 68 Millionen Dollar aus Gemeinden und Kirchen im ganzen Land ab und landeten dafür natürlich im Gefängnis.

Aber das ist nur eine Sache, die der Heilige Geist tut. Er hilft uns. Wissen Sie, Sie haben denselben Heiligen Geist wie ich und ich wünschte, ich könnte hier stehen und bezeugen, immer das Richtige getan zu haben. Das ist leider nicht der Fall. Ich möchte nicht, dass Sie meinen, dass wir nur vor negativen Dingen gewarnt werden, denn Er macht sich auch in uns bemerkbar, damit wir mit den richtigen Leuten zusammenkommen. Sind Sie jemals Menschen begegnet und haben sich gedacht: „Ich mag Dich! Ich kenne Dich zwar nicht, aber ich mag Dich.“ Manchmal treffen Sie Leute und sagen: „Keine Ahnung, was es ist, aber Gott ist in besonderer Weise mit dieser Person und ich spüre ein inniges Verlangen, wenn möglich Kontakt zu demjenigen zu haben.“ Vor Jahren war ich in Indiana. Ich war dort in einer Versammlung. Und ich war allein in dem Hotelzimmer, in dem ich untergebracht war. Ich ging hinunter und fand in der Nähe ein Restaurant. Ich saß in dem Restaurant, schaute mich dort um und sah einen Mann und eine Frau – ich nahm an, dass es ein Ehepaar war – die mir im Restaurant gegenüber saßen und etwas aßen. Und als ich sie sah, dachte ich: ‚Wow, ich mag diese Leute!‘ Ich empfand darin Gottes Führung. Ich tue so etwas normalerweise wirklich nicht – mir war nicht ganz wohl dabei. Aber ich stand auf, ging auf die andere Seite und setzte mich auf eine Bank neben den Mann. Ich sagte: „Vielleicht finden Sie das jetzt etwas seltsam.“ Ich sagte: „Ich heiße Bayless“ und ich gab ihnen die Hand. Ich sagte: „Ich saß gegenüber im Restaurant und hatte einfach den Wunsch, Sie kennen zu lernen.“ Und sie sagten: „Ich heiße John und das ist meine Frau Helen.“ Und ich sagte: „Ich besuche hier ein paar Versammlungen.“ Und sie sagten: „Wir sind Pastoren aus Kanada.“ Ich sagte: „Wirklich?“ John und Helen Burns gehören jetzt zu unseren besten Freunden! Manche Dinge, die sie über Kindererziehung lehren, waren für mich besonders hilfreich für die Erziehung unserer Kinder. Das war einfach von Gott. Es liegt etwa 24 Jahre zurück. Es ist sehr lange her und wir sind bis heute befreundet. Sie haben eine großartige Gemeinde in British Columbia und ich denke, der Heilige Geist möchte uns mit Menschen zusammenbringen. Er möchte uns warnen, uns aber auch mit den richtigen Leuten zusammenbringen. Kann jemand dazu Amen sagen?

Ich möchte mit Folgendem schließen. Diese Salbung oder dieses Zeugnis des Heiligen Geistes gibt uns nicht nur Aufschluss über andere, sondern auch über uns selbst. Wir erkennen dadurch auch Dinge in unserem eigenen Leben. Wir sind im 1. Johannes. Schauen wir uns in Kapitel 3 Vers 24 an. Ich bin fast fertig.

1. Johannes 3,24

„Und wer seine Gebote hält, der bleibt in Ihm und Er in ihm; und daran erkennen wir (Sagen Sie alle: wir erkennen), dass Er in uns bleibt: an dem Geist, den Er uns gegeben hat.“

Wir raten oder hoffen es nicht. Wir erkennen es an dem Geist, den Er uns gegeben hat.

Schauen Sie sich 1. Johannes 4,13 an.

1. Johannes 4,13

„Hieran erkennen wir (Sagen Sie alle: wir erkennen), dass wir in ihm bleiben und er in uns, dass er uns von seinem Geist gegeben hat.“

1. Johannes 5,6

„Dieser ist es, der gekommen ist durch Wasser und Blut: Jesus Christus; nicht im Wasser allein, sondern im Wasser und im Blut. Und der Geist ist es, der dies bezeugt, denn der Geist ist die Wahrheit.“

1. Johannes 5,10

„Wer an den Sohn Gottes glaubt, hat das Zeugnis in sich.“

Römer 8,16, hören Sie einfach zu:

„Der Geist selbst bezeugt zusammen mit unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind.“

Meine Errettung hat nichts von einem Ratespiel. Wir sind uns sicher, weil der Heilige Geist in uns wirkt. Warum sollten Sie einem Retter folgen, den Sie nie gesehen haben? Warum wären Sie bereit, für den Glauben an den Gott, dem Sie dienen, ohne ihn je gesehen zu haben, zu sterben? Woher nehmen Sie die Gewissheit? Woher wissen Sie, dass das, was Sie zu wissen meinen, wahr ist? Durch den Heiligen Geist und Sein Wirken in Ihrem Innern. Woher wissen Sie, dass der Himmel real ist? Woher wissen Sie, dass es die Hölle wirklich gibt? Woher wissen Sie etwas über die Ewigkeit? Woher wissen Sie, dass Sie, wenn Sie sterben, nicht einfach tot sind, wie ein Baum, und das nicht alles vorbei ist? Woher? Nun, jeder, der an Jesus glaubt, hat dieselbe Antwort. Weil ich weiß, dass Er real ist. Ich weiß es einfach. Ich habe Ihn erlebt. Wenn Sie es nicht erlebt haben, ist es schwer zu beschreiben. Wenn Sie es erlebt haben, haben Sie einfach eine Gewissheit. Und falls Sie es nicht wissen, mein Freund, sollten Sie für Gewissheit sorgen. Ich denke, wenn der Gott des Universums in Ihnen lebt, werden Sie Gewissheit haben, da Er die Möbel massiv umräumt, wenn Er einzieht. Wir haben Gewissheit. Wir haben eine absolut unerschütterliche Gewissheit.

Ich hatte einen Freund, mit dem ich früher gemeinsam Drogen nahm. Ich war schlimm, er war noch schlimmer. Wir nahmen LSD – wir schluckten es – und er tropfte sich eine bestimmte Säure in die Augen, um schneller high zu werden. Ich hatte Angst, das zu tun, er nicht. Wenn ich voll drauf war, war er noch härter drauf. Ich wurde errettet und wir sahen uns lange nicht mehr. Dann traf ich ihn und erzählte Ihm von Christus. Und er machte sich über mich lustig und wollte nichts davon wissen. Aber ich erzählte ihm von Jesus und sagte, was ich erlebt hatte und erzählte ihm das Evangelium. Er war nicht einmal höflich zu mir. Er grinste und sein ganzer Gesichtsausdruck sagte mir: „Bayless, Du bist ein Idiot.“ Ich machte mir nichts daraus. Etwa sechs Monate später rief er mich an. Er war am Telefon und sagte: „Er ist real! Er ist real! Er ist real!“ Er erlebte irgendeine Krise, nahm sich die Kinderbibel von einem seiner Kinder, fing an, darin zu lesen, betete und bat Jesus, in sein Leben zu kommen. Er kam mich besuchen. Wir saßen zusammen vor unserem Haus und er sagte: „Ich kann es gar nicht fassen, Er ist real! Als ich das Gebet sprach, das in der kleinen Bibel stand, habe ich Ihn erlebt!“ Er sagte mir das immer wieder. „Ich weiß, dass er real ist, das wollte ich Dir neulich klarmachen!“ Er ist real!

Wer bewirkt das? Der Heilige Geist. Ich wurde in einer kleinen Missionsstation in Medford, Oregon, errettet. Wissen Sie, er ist real! Ich weinte unaufhörlich. Ich schluchzte heftig, weil ich plötzlich erkannte, dass er real ist. Der Heilige Geist erwischte mich wie ein riesiger LKW! Ich weiß, es ist nicht bei allen so krass, aber Freunde, eins tut er ganz bestimmt, Er verschafft Ihnen absolute Klarheit. Wir erkennen, dass Er in uns bleibt. Wir erkennen, dass wir in Ihm bleiben. Es ist kein Raten und kein Hoffen. Ich weiß, dass der Himmel auf mich wartet. Ich weiß, dass es die Hölle gibt. Ich weiß, dass die Bibel Gottes Wort ist. Ich weiß, dass Jesus Gottes Sohn ist. Ich weiß es und daran besteht für mich in meinem Innern nicht der geringste Zweifel durch den Heiligen Geist. Gott sei Dank für Ihn!

Schauen Sie sich zum Schluss noch einen Vers an. Johannes 15. Schlagen wir das gemeinsam auf.

Johannes 15,26.

Johannes 16,26-27

„Wenn aber der Beistand kommen wird, den ich euch vom Vater senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, so wird der von mir Zeugnis geben; und auch ihr werdet Zeugnis geben, weil ihr von Anfang an bei mir gewesen seid.“

Gut, der Heilige Geist bezeugt Dinge und auch wir sollen Dinge bezeugen. Wir müssen unter anderem deswegen mit Menschen über Jesus reden, weil der Heilige Geist das bestätigt. Der Heilige Geist bezeugt das. Wir müssen Menschen auf Jesus ansprechen.

Ich hoffe, die heutige Sendung hat Ihnen geholfen. Ich weiß (von Gott), dass einer meiner Zuschauer zwar den Herrn liebt, aber innerlich ausgedörrt ist. Sie lieben den Herrn, sind aber müde geworden. Sie lieben den Herrn, aber etwas in Ihrem Innern sagt Ihnen: „Es muss mehr geben.“ Wissen Sie was? Sie müssen vom Heiligen Geist erfüllt werden, und Jesus ist derjenige, der uns im Heiligen Geist tauft. Er wird Sie in diese Erfahrung hineinführen, dass Sie erfüllt werden und überfließen, wenn Sie Ihn nur suchen. Jesus sagte im siebten Kapitel des Johannes – Evangeliums: „Wer Durst hat, der komme zu mir.Und: „Aus eurem Innern werden Ströme lebendigen Wassers fließen.“

Die Bibel sagt, dass Er das über den Geist sagte, den die empfangen sollten, die an Ihn glauben. Bitten Sie den Herrn, Sie im Heiligen Geist zu taufen und Sie bis zum Überfließen zu erfüllen. Er wird nicht lange zögern, liebe Freunde! Jesus reagiert immer auf unser ehrliches Verlangen. Schalten Sie wieder ein.

Bis dahin.

Jule 12. Juni 2011 Keine Kommentare Comments RSS

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