Der wahre Sinn von Weihnachten – Bayless Conley

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Heute soll es um die Weihnachtsgeschichte gehen und wir werden sie uns aus der Perspektive von jemandem anschauen, aus dessen Sicht man sie normalerweise nicht sieht. Wir werden die Weihnachtsgeschichte aus den Augen des Engels Gabriel betrachten. Er wird sowohl im Alten als auch im Neuen Testament erwähnt und beide Geschichten haben etwas miteinander zu tun. Glauben Sie mir, es wird interessant!

Wenn Sie eine Bibel zur Hand haben, schlagen Sie bitte das Buch Daniel auf, das 9. Kapitel. Daniel, Kapitel 9. Ich möchte mich heute relativ kurz fassen. Ich werde über den wahren Sinn von Weihnachten sprechen, aber wir wollen die Geschichte aus der Sicht des Engels Gabriel betrachten. Er wusste etwas über Weihnachten, das andere nicht wussten. Bitte lesen Sie mit mir

Daniel 9:21

„Und während ich noch redete im Gebet, da, zur Zeit des Abendopfers, rührte mich der Mann Gabriel an, den ich am Anfang in der Vision gesehen hatte.“

Dann lesen wir weiter in Vers 25. Gabriel spricht mit Daniel und Gabriel sagt Folgendes:

Daniel 9:25

„So sollst du denn erkennen und verstehen: Von dem Zeitpunkt an, als das Wort erging, Jerusalem wiederherzustellen und zu bauen, bis zu einem Gesalbten, einem Fürsten, sind es sieben Wochen. Und 62 Wochen lang werden Platz und Stadtgraben wiederhergestellt und gebaut sein, und zwar in der Bedrängnis der Zeiten.“

Gabriel sagt Daniel, wann der Messias kommen wird. Und jede Woche steht für ein Jahr, denn auf Gottes Anweisung hin wurden im Judentum Einheiten von jeweils sieben Jahren gezählt. Jedes siebte Jahr war ein Sabbatjahr. Sechs Jahre lang sollte das Volk das Land bestellen und im siebten Jahr sollte es ausruhen. Die Ernte im sechsten Jahr reichte für drei Jahre und im siebten Jahr herrschte Sabbatruhe.

In unserem Text sind also Sabbateinheiten oder Jahrwochen gemeint. Wenn Daniel von Wochen spricht, stehen sie für Jahrwochen. Die sieben Wochen bedeuten 49 Jahre und die 62 Wochen stehen für 434 Jahre… das ist sehr interessant. Gabriel kommt zu Daniel und nennt ihm diesen Zeitrahmen. Von der Zeit an, wenn das Gebot zum Wiederaufbau Jerusalems gegeben wird, sollten die 49 und die 434 Jahre vergehen. Und tatsächlich kann man diesen Zeitraum historisch nachvollziehen und nachweisen. Und wie sich herausstellte, wurde nach Ablauf dieser Zeit Jesus geboren. Was für ein Zufall! Gabriel sagte das Hunderte Jahre zuvor voraus und erklärte Daniel: „Du kannst die Anzahl von Jahren ausrechnen und in jenem Jahr wird der Messias kommen.“

Natürlich wissen wir, dass es kein Zufall ist. Gott weiß schon am Anfang, wie alles endet und Er teilte der Menschheit exakt das Jahr mit, in dem der Messias kommen würde. Weiter geht es, wenn Sie mitlesen wollen, in Vers 26. Dort heißt es:

Daniel 9:26

„Und nach den 62 Wochen wird ein Gesalbter ausgerottet werden und wird keine Hilfe finden…“

Im weiteren Verlauf des Verses sagt Gabriel etwas voraus, das stattfand, als der römische Kaiser Titus 70 n.Chr. Jerusalem vom Erdboden auslöschte. Auch das ging in Erfüllung. Doch zuerst sagt Gabriel ganz deutlich: „Der Messias kommt. Ab dem Befehl, Jerusalem wieder aufzubauen, kannst du die Jahre zählen, bis der Messias kommt.“ Und dann erklärt Gabriel: „Nach dieser Zeit wird der Messias getötet und keiner wird ihm helfen.“ Danach sagt Gabriel nichts weiter über den Messias, sondern lässt diesen Satz gewissermaßen in der Luft hängen. Und Daniel ist sehr beunruhigt. „Was? Der Messiasfürst wird kommen und anschließend getötet? Und was jetzt?“ Wir wissen, was als Nächstes passiert, denn die meisten Christen sind mit diesem Bibeltext vertraut. In Daniel 10 lesen wir, dass Daniel zu fasten und zu beten beginnt. Er fastet 21 Tage lang. Die „Daniel-Diät“, bei der man nur Gemüse isst, ist inzwischen ziemlich bekannt. Aber der Grund dafür… Daniel fastet, weil der Engel Gabriel ihm den Tod des Messias vorausgesagt, aber nichts weiter dazu erklärt hatte. Also konzentriert Daniel sich ganz darauf, sich auf Gott auszurichten. Er möchte diese Aussage unbedingt verstehen, weil sie so beunruhigend war.

Gabriel verschwand nach seiner Botschaft. „Der Messias wird dann und dann kommen.“ Das Jahr, in dem Jesus geboren werden sollte, konnte man ausrechnen. Und dann: „Der Messias wird vernichtet werden.“

Das hebräische Wort, das wir mit „vernichten“ übersetzen, heißt „karath“, also abschneiden, etwas mit einem Messer abtrennen. Dieses Wort wurde im Alten Testament in bezug auf Tieropfer verwendet und zwar besonders dann, wenn bei einem Tieropfer das Tier getötet und dann halbiert wird. Anhand der zwei Teile traten Menschen in ein Vertragsverhältnis oder einen Bund; sie gingen zwischen den Tierhälften hindurch und erklärten die Bedingungen ihres Vertrages oder Bundes miteinander. Gabriel erklärte Daniel hier also, dass der Messias kommen und getötet werden würde, geschlachtet wie ein Tieropfer zum Bundesschluss. Und dann verschwand Gabriel wieder!

In der Bibel begegnen wir ihm erst wieder in Lukas 1. Dort betritt er erneut die Bühne der Menschheitsgeschichte. Ein Priester namens Zacharias geht im Tempel seinen Pflichten nach. Er und seine Frau Elisabeth sind bereits relativ alt und haben keine Kinder. Doch sie hatten immer wieder um ein eigenes Kind gebetet. Und plötzlich erscheint Gabriel dem Zacharias im Tempel und sagt: „Zacharias, dein Gebet wurde erhört! Deine Frau Elisabeth wird schwanger werden und ihr werdet ein Kind bekommen.“ Und da tut Zacharias etwas Unglaubliches. Er stemmt die Hände in die Hüften, schaut den Engel in seiner strahlenden Herrlichkeit an und sagt: „Kann ich ein Zeichen haben? Woher weiß ich, dass das stimmt?“ Kein besonders schlauer Zug, wenn Gabriel dasteht und mit einem redet. Und offenbar haben Engel ein bisschen Handlungsspielraum, wenn sie einen Auftrag Gottes ausführen. Gabriel ist ein bisschen genervt. Er schaut Zacharias an und sagt: „Hey, weil du mir nicht geglaubt hast, wirst du stumm werden und nicht sprechen können, bis geschieht, was ich vorausgesagt habe.“ Und so kam es. Zacharias kam aus dem Tempel und in der Bibel lesen wir, er machte Handzeichen und alle wussten, dass im Tempel etwas vorgefallen waren. Stellen Sie sich die Szene einmal vor. Er stammelt nur: „Mmmmm, mmmmm, mmmm, mmm, mmm, mmm.“ Irgendwas muss passiert sein! Doch dann wurde seine Frau Elisabeth schwanger und das versprochene Kind war Johannes der Täufer, der Vorläufer, der den Weg für den Herrn vorbereiten sollte.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass Gabriel die vielen hundert Jahre zuvor, als er mit Daniel gesprochen hatte, selbst nicht ganz verstand, was das bedeutete, dass der Messias getötet werden sollte. Das war ein Geheimnis Gottes. Doch er wusste, dass sich die Puzzleteile langsam zusammenfügen, denn jetzt hatte Gott ihn geschickt, um die Geburt des Mannes anzukündigen, der den Weg für den Messias vorbereiten sollte. Und noch bevor Elisabets Kind überhaupt geboren wird, erhält Gabriel einen weiteren Auftrag. Er wird zu einer Jungfrau namens Maria geschickt. Diesen Bericht finden wir ebenfalls in Lukas 1. Bitte schlagen Sie diese Stelle einmal auf, Lukasevangelium, Kapitel 1, Vers 26.

Lukas 1:26-27

„Im sechsten Monat aber wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt von Galiläa mit Namen Nazaret gesandt, zu einer Jungfrau, die einem Mann namens Josef aus dem Haus Davids verlobt war, und der Name der Jungfrau war Maria.“

Okay, Gabriel grüßt sie also, und wir lesen weiter in Lukas 1:31. Gabriel sagt Folgendes zu ihr:

Lukas 1:31-34

„Und siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, und du sollst seinen Namen Jesus nennen. Dieser wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden, und der Herr, Gott, wird ihm den Thron seines Vaters David geben; und er wird über das Haus Jakobs herrschen in Ewigkeit, und seines Königtums wird kein Ende sein. Maria aber sprach zu dem Engel: Wie wird dies zugehen, da ich von keinem Mann weiß?“

Finden Sie auch, dass das eine faire Frage ist? „Ich bin noch Jungfrau. Wie soll das funktionieren?“ Und Gabriels Antwort an Maria ist die gleiche Antwort, die ich Ihnen geben würde, wenn Sie sich in einer unmöglichen Situation befinden und Gott Ihnen ein Versprechen gegeben hat. Was sagte Gabriel

Lukas 1:35-38

„Und der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren werden wird, Sohn Gottes genannt werden. Und siehe, Elisabeth, deine Verwandte, auch sie erwartet einen Sohn in ihrem Alter, und dies ist der sechste Monat bei ihr, die unfruchtbar genannt war. Denn kein Wort, das von Gott kommt, wird kraftlos sein. Maria aber sprach: Siehe, ich bin die Magd des Herrn; es geschehe mir nach deinem Wort. Und der Engel schied von ihr.“

Jetzt brauchen Sie ein bisschen Fantasie: Maria und der Engel Gabriel reden miteinander und sie sagt: „Ich kapier das nicht. Ich bin Jungfrau. Wie soll ich ein Baby bekommen?“ Und er sagt: „Der Heilige Geist wird über dich kommen und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten.“ Während dieses Gespräch stattfindet, sind Jesus und Sein Vater im Himmel, in ungestörter Gemeinschaft, wie es seit Ewigkeiten der Fall ist. Aber an diesem Tag ist etwas anders im Himmel. Alle Engel im Himmel spüren, dass etwas anders ist, aber sie wissen nicht, was. Ich stelle mir vor, wie der Vater auf Seinem Thron sitzt und Jesus beugt sich zu Ihm herüber und sie sprechen mit gedämpfter Stimme über etwas sehr Wichtiges. Und ich stelle mir vor, dass es einen langen Korridor gibt und die Engel stehen stramm und sie werfen sich fragende Blicke zu: „Was ist los? Was geht hier vor? Das ist seltsam? Was ist nur los?“ Aber sie wissen es nicht. Plötzlich nickt Jesus, als hätte Er sich mit einem bestimmten Auftrag abgefunden, und sagt: „Okay.“ Er steht langsam auf und ich stelle mir vor, wie Er den langen Flur entlang an den Engeln vorbeigeht, die sich immer noch fragend anschauen. „Was ist los?“ Da öffnen sich am Ende des Ganges zwei riesige Türen. Er geht darauf zu und dreht sich noch einmal um, so, als wollte Er noch einen letzten Blick auf Seinen Vater werfen.

Inzwischen hat Gabriel auf der Erde gerade sein Gespräch mit Maria beendet und Maria erklärt: „Möge alles geschehen, was du gesagt hast.“ Und genau in diesem Moment, als Jesus sich im Himmel umdreht, verschwindet Er plötzlich. Durch den Heiligen Geist wird Er zu einem Embryo in Marias Leib. Der Sohn Gottes, Gott selbst, wurde Mensch.

Erinnern Sie sich noch, was Gabriel zu Maria sagte? „Maria, du wirst schwanger werden und einen Sohn bekommen. Es wird der Sohn Gottes sein, und er wird herrschen und ein ewiges Königreich haben.“ Fällt Ihnen auf, dass Gabriel etwas ausließ, das er wusste? Er sagte zu Maria: „Du wirst durch den Heiligen Geist schwanger werden. Es wird ein Wunder sein. Dein Sohn wird den Thron seines Vaters David erhalten. Er wird für immer über das Haus Jakobs herrschen. Und sein Königreich wird kein Ende haben.“

Moment mal, Gabriel! Du enthältst Maria etwas vor. Du hast ihr von der Schwangerschaft und Geburt erzählt und dass ihr Sohn herrschen und ein ewiges Königreich haben wird. Aber was passiert dazwischen? Was ist mit dem Teil, dass er vernichtet werden wird? Das hast du Maria nicht gesagt.“

Haben Sie schon einmal erlebt, dass Gott Ihnen etwas aufgetragen hat, aber Ihnen nicht alles gesagt hat, was passieren wird? Gott weiß nämlich, wenn Sie das „Dazwischen“ kennen würden, würden Sie streiken.

Wenn ich auf mein Leben zurückschaue, dann gab es unzählige Situationen, in denen Gott mir etwas aufgetragen hat und dann kam noch eine Menge „dazwischen“. Und hinterher denkt man manchmal: „Gott, das war ziemlich schlau von Dir. Wenn Du mir das alles vorher gesagt hättest, hätte ich bestimmt nicht mitgezogen.“ Im nachhinein bin ich froh, aber ich wusste nicht alles vorher.

Und selbst wenn Gabriel nicht alles genau verstand, wusste er doch, dass der Messias getötet werden würde wie ein Opfertier. Aber er sagte Maria kein Sterbenswörtchen davon, obwohl Gabriel sicher wusste, dass Geburt und Tod des Messias untrennbar miteinander verbunden waren. Eines ohne das andere war nicht möglich. Genau genommen hat Gott durch Gabriel den Tod Jesu angekündigt, bevor er Seine Geburt ankündigte. Er ist das Lamm, das vor Grundlegung der Welt zum Opfer bestimmt war.

Der Philipperbrief sieht beides zusammen, so wie Gabriel beides zusammen gesehen haben muss: Jesu Geburt und Tod und alles, was danach kam. Bitte schlagen Sie mit mir Philipper auf, das 2. Kapitel.

Philipper 2:5-6

„Habt diese Gesinnung in euch, die auch in Christus Jesus war, der in Gestalt Gottes war und es nicht für einen Raub hielt, Gott gleich zu sein.“

Jesus war „in Gestalt Gottes“, Er war Gott gleich. Es heißt, Er hielt es „nicht für einen Raub“. Im Griechischen bedeutet diese Redewendung wörtlich, etwas gierig oder unnachgiebig zu packen oder festzuhalten. Deshalb wurde dieser griechische Ausdruck mit „Raub“ übersetzt: Ein Dieb hält seine Beute fest; er packt sie, hält sie gierig fest und weigert sich loszulassen. Es bedeutet, dass Christus, obwohl Er Gott gleich war, diese Gottesgleichheit nicht als etwas betrachtete, an dem Er unter allen Umständen festhalten musste. Er war bereit, sie loszulassen, wie wir in den folgenden Versen lesen. Vers 7:

Philipper 2:7

„Aber er machte sich selbst zu nichts und nahm Knechtsgestalt an, indem er den Menschen gleich geworden ist.“

Der Ausdruck „er machte sich selbst zu nichts“ bedeutet wörtlich, er ließ seine Vorrechte los. In der Amplified Bible heißt es: „Aber er verzichtete auf alle Privilegien und rechtmäßige Würde.“

Stellen Sie sich das vor! Obwohl Er dem Vater gleich war, verzichtete Er auf Seine gesamte himmlische Würde und Majestät und Macht und Vorrechte und wurde „als Mensch erkannt“. Unfassbar, wenn man darüber nachdenkt. Weiter in

Philipper 2 :8

„Und der Gestalt nach wie ein Mensch befunden, erniedrigte er sich selbst…“

Interessant, dieses Wort „Gestalt“ oder „Erscheinung“. Faszinierend, dass der Heilige Geist Paulus dazu inspirierte, ausgerechnet dieses Wort zu verwenden, als er davon sprach, dass Christus Seine Rechte und Privilegien und Majestät und Herrlichkeit losließ und sich erniedrigte und Mensch wurde. Was wir mit „Erscheinung“ wiedergeben, ist im Griechischen ein ganz spezieller Begriff. Er beschreibt, dass ein König seine königlichen Kleider ablegte und die Kleidung eines Bettlers anzog und sich dann unter sein Volk mischte, um es besser zu verstehen. Genau dafür wird dieses Wort in antiken griechischen Schriften verwendet. Wie passend, dass das, was Christus tut, mit diesem Wort beschrieben wird, denn genau das geschah. Der König legte seine Gewänder und seine Würde, Privilegien, Majestät und Macht ab.

Stellen Sie sich vor, wie sehr sich Gott dazu erniedrigen musste! Er wurde einer von uns. Und die Bibel sagt, Er erlebte alle Versuchungen wie wir auch, nur ohne Sünde. Aber wissen Sie was? Seine Demütigung ging noch weiter. „Sich erniedrigen“ bedeutet, absolut alles Nötige zu tun, um etwas Bestimmtes zu erreichen. Er erniedrigte sich bis zum Tod, heißt es weiter. Und dann wird dieser Punkt noch unterstrichen: „… ja, zum Tod am Kreuz.“

Er wurde gehorsam, demütigte sich selbst. Schauen Sie mit mir in den Text. Er erniedrigte sich selbst, ließ seine himmlischen Privilegien los, seine Rechte und Majestät.

Philipper 2: 8

„… erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja, zum Tod am Kreuz.“

Wenn es hier heißt, „er wurde gehorsam“, ahnen wir, dass Jesus das alles nicht gerade angenehm war. Als Mensch schreckte Er davor zurück. Wir sehen Jesus sogar im Garten Gethsemane, wo Er betet: „Vater, wenn es eine andere Möglichkeit gibt, die Menschheit zu erlösen, dann lass diesen Kelch an mir vorübergehen. Ich will ihn nicht trinken. Doch nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe.“

Christus verstand, was auf Ihn zukam. Er stand unter solcher Anspannung, solchem Druck, dass Sein Schweiß wie Blut wurde.

Mediziner sagen, dass in sehr seltenen Fällen bei einem Menschen, der unter enormem emotionalen Stress steht, kleine Blutgefäße platzen können und das Blut dann durch die Hautporen nach außen dringt. Die meisten Menschen werden so etwas nie erleben.

Warum steht Jesus unter solchem Druck? Weil Er weiß, dass Er vernichtet werden wird. Aber Er ist bereit, das alles durchzumachen, denn Er weiß, wenn Er „abgeschnitten“ wird, können wir eingepflanzt werden. In der Bibel heißt es im Hebräerbrief, Jesus ertrug die Schande des Kreuzes, weil Er sah, was Ihn danach erwartete – nämlich Sie und ich. Und Er wurde gehorsam bis zum Tod, sogar bis zum Tod am Kreuz. Das war die grausamste Form von Strafe, die die Römer kannten. Doch es steckte noch mehr dahinter. Wir könnten die ganze Sendung lang darüber sprechen, wie körperlich grausam eine Kreuzigung war, wie schmerzhaft und schrecklich.

Doch das war nicht alles. In Jesaja 53:8 heißt es, Er wurde vom Land der Lebendigen abgeschnitten. In Vers 10 steht, Sein Leben wurde als Sündopfer dargebracht.

2. Korinther 5:21

„Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm.“

Ich glaube, nicht einmal die Ewigkeit reicht aus, damit wir vollends verstehen, was Jesus Christus auf sich genommen hat, um uns zu erlösen. Am Kreuz schrie Er: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Er war „abgeschnitten“! Doch genau deshalb konnten wir eingepflanzt werden und in Beziehung zu Gott treten. Dann erfahren wir, was das Ergebnis Seines Opfers war. Lesen wir

Philipper 2:9-11

„Darum hat Gott ihn auch hoch erhoben und ihm den Namen verliehen, der über jeden Namen ist, damit in dem Namen Jesu jedes Knie sich beuge der Himmlischen und Irdischen und Unterirdischen, und jede Zunge bekenne, dass Jesus Christus Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.“

Jeder wird eines Tages die Knie beugen und bekennen, dass Christus der Herr ist. Sie können selbst entscheiden, wo Sie das tun wollen. Ich tu es schon auf der Erde, damit ich es eines Tages im Himmel tun kann. Aber wenn ich Gott ablehnen und mich weiter gegen Ihn auflehnen und nie Sein Geschenk annehmen würde, dann müsste ich eines Tages an einem unterirdischen Ort, nämlich in der Hölle, die Knie beugen und Jesus als Herrn anerkennen. Freunde, das will ich lieber freiwillig auf der Erde und im Himmel tun als es in der Hölle tun zu müssen. Es macht mich sprachlos, wenn ich darüber nachdenke, was Gott getan und was Jesus durchgemacht hat, um uns zu retten. Man nennt das den „herrlichen Wechsel“: Jesus starb am Kreuz und wurde am dritten Tag von den Toten auferweckt, um unsere Sünde wegzunehmen und uns Sein Leben und Seine Heiligkeit zu geben. Er nahm unsere Schande, gab uns Seinen Frieden und ließ uns an Seiner Herrlichkeit teilhaben. Der herrliche Wechsel. Er wurde geboren, um zu sterben, damit wir eine Beziehung zu Gott haben können.

Vielleicht haben Sie Dinge getan, von denen Sie hoffen, dass nie jemand davon erfährt. Wenn Ihr Mann oder Ihre Frau oder Ihre Kinder es wüssten, würden Sie sich unendlich schämen. Wissen Sie was? Gott weiß es und Er liebt Sie. Und Jesus ist für jede unserer Sünden gestorben. Und keinen, der zu Ihm kommt, wird Er wegschicken.

Ich möchte Sie einladen, die Hände zu falten, die Augen zu schließen und mit mir zu beten. Es wird kein religiöses Gebet sein, sondern eine einfache Einladung an den Retter, ein Bekenntnis, dass Er Herr ist.

In der Bibel steht, wenn wir im Herzen glauben, dass Gott Jesus von den Toten auferweckt hat und Ihn mit dem Mund als Herrn bekennen, schenkt Gott uns eine lebendige Beziehung mit Ihm. Jesus ist für Sie gestorben. Es geht nicht darum, dass Sie ab heute eine ganze Liste von Dingen nicht mehr tun dürfen und keinen Spaß mehr im Leben haben sollen. Es geht um eine Beziehung, eine lebendige Beziehung mit dem Gott, der Sie erschaffen hat. Danach hat sich Ihre Seele schon Ihr Leben lang gesehnt und Sie werden dieses Loch in Ihrem Inneren mit nichts anderem füllen können. Kein neuer Freund, keine neue Freundin, kein neuer Mann, keine neue Frau, keine neue Droge, kein Alkohol, kein Ritual, Geld oder Besitz kann diese Leere ausfüllen. Sie sind zu einer Beziehung mit Gott erschaffen. Die Sünde hatte uns alle von Gott getrennt, doch Gott tat etwas Unbegreifliches! Er schickte Seinen Sohn und Jesus kam bereitwillig. Gerade haben wir es gelesen: Er gab alles auf und erniedrigte sich und wurde gehorsam bis zum Tod, sogar zum Tod am Kreuz. Jesus hat Sein Leben für Sie geopfert. Am dritten Tag wurde Er von den Toten auferweckt. Heute steht Er mit offenen Armen vor Ihnen. Er wird Sie nicht wegschicken. Ich möchte Sie einladen, mit mir zu beten. Ich werde mit der ganzen Gemeinde beten, ein ganz einfaches Gebet. Und wenn Sie es von Herzen so meinen, wird Gott Ihr Gebet erhören. Beten Sie mit mir, wenn Sie es ernst meinen.

Sagen Sie: Gott, ich komme demütig zu Dir und ich bekenne, dass Jesus der Herr ist. Ich glaube, dass Er von einer Jungfrau geboren wurde und für meine Sünden gestorben ist, damit ich leben kann. Jesus, danke, dass Du mich so sehr liebst, dass Du Dein Leben für mich gegeben hast und für mich gestorben bist. Ab jetzt möchte ich Dir bedingungslos nachfolgen. Mein Leben soll von heute an ganz Dir gehören, jetzt und für immer. Amen.

Der Retter der Welt wurde Weihnachten geboren. Doch Er blieb kein Baby. Er wuchs bei Maria und Josef auf. Er begann öffentlich zu wirken. Er heilte die Kranken. Er predigte Gottes Wort. Unzählige Menschen folgten Ihm nach. Die religiöse Elite wurde neidisch und ließ Ihn kreuzigen. Er starb für unsere Sünde; Er wurde am dritten Tag auferweckt. Wir leben für einen wunderbaren Retter – Jesus Christus, Gottes Sohn.

Jule 25. Dezember 2011 Keine Kommentare Comments RSS

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