Die Gabe in der Gabe

 

eine Ansprache, in 3 Teile aufgesplittet – auf YouTube

 

Die Gabe in der Gabe                

    Bayless Conley

20.12.2009

Ich bin gerade in einem wunderschönen Park in Stuttgart. Ich bin auf einem kleinen Platz in der Schweiz, in Zürich. Heute ist ein sehr kalter, stürmischer, regnerischer Tag in Berlin. Ich bin hier im Studierzimmer von Zwingli. Im Hintergrund sind die Glocken des Kirchturms zu hören. Wir wollen beten für den Leib Christi in aller Welt. Ich bin jetzt in der Stadt Wiesbaden und diese Reise hat sehr viel Frucht gebracht.

Das Bild, das andere von Ihnen haben, kann durch ein Ereignis entstehen – vielleicht durch eine Ansprache, eine einzelne heldenhafte oder aufopfernde Tat oder durch eine einzige negative oder schlechte Tat. Jemand anders oder Sie selbst können für immer danach beurteilt werden. Der Herr sieht uns nicht so! Vor Ihm zählt jeder unserer Schritte. Gott gebraucht Sie vielleicht, um den Einfluss der Gemeinde zu vergrößern, sodass die Enden der Erde von der Gemeinde hören. Wer sitzt in Ihrem Boot? Erst müssen Sie mit Gott über sie reden und sie dann auf Gott ansprechen. Vertrauen wir darauf, dass Gott uns alle gibt, die mit uns segeln. Es geht nicht um religiöse Rituale oder Zeremonien, sondern darum, mit Gott zu leben und zu reden. Erweitere unseren geistlichen Einfluss, hilf uns, unsere Stadt zu prägen, hilf uns, unser Land zu prägen. Gott, hilf uns, in aller Welt Frucht zu bringen.

Hallo, liebe Zuschauer. Willkommen zur heutigen Sendung. Ich möchte Ihnen frohe Weihnachten wünschen. Ich liebe die Weihnachtszeit. Gott sei Dank für die Geburt unseres Retters. Das können wir wirklich feiern. Jesus kam und rettete die Welt. Er zahlte für unsere Sünden und Gott sei Dank wurde Er von den Toten auferweckt. Wenn wir an Ihn glauben, können wir eine Beziehung zu Gott haben.

Ich möchte am liebsten über Errettung predigen, aber ich werde es im Rahmen der Botschaft „Die Gabe in der Gabe“ tun, die ich gleich bringen werde. Sie sollten sich diese Botschaft nicht entgehen lassen. Ich denke, sie kann Ihr Leben verändern.

Ich stehe gerade in einem wunderbaren Park in Stuttgart. Ich habe hier Versammlungen abgehalten, wie auch in ein paar anderen Städten in diesem großartigen Land. Ich möchte Ihnen vor hier aus einfach frohe Weihnachten wünschen. Wo immer Sie sind, Sie müssen wissen, dass es einen Gott im Himmel gibt, der Ihren Namen kennt. Für Ihn sind Sie keine Zahl auf einer endlosen Liste. Er kennt Sie und er liebt Sie. Und jetzt werden wir uns dem Wort Gottes zuwenden und es uns genau ansehen.

Wenn Sie eine Bibel haben, nehmen Sie sie. Wir werden über „Die Gabe in der Gabe“ sprechen.

Ich möchte ein paar Minuten über einige Gaben Gottes sprechen. Hören Sie einfach zu. Wenn Sie eine Bibel haben, können Sie gerne Epheser, Kapitel 2 aufschlagen, während ich bete.

Vater im Himmel, wir danken Dir für Weihnachten. Wir danken Dir, dass es ein Weihnachtsfest gibt.

Wir danken Dir, dass Christus geboren wurde, auf der Erde lebte, starb und wieder auferstand. Wir danken Dir für Deine überwältigende Liebe, durch die Errettung eine Realität wurde. Ich bitte Dich jetzt, dass Du jedem meiner Zuhörer jetzt den Geist der Weisheit und der Offenbarung gibst. Hilf uns zu sehen, denn, Gott, keiner von uns sieht so, wie er sehen sollte. Niemand versteht die Dinge so, wie wir sie verstehen sollten oder könnten. Hilf uns, mehr zu sehen, hilf uns, mehr Dein unglaubliches Herz und Deine erstaunliche Gabe zu verstehen. Amen.

Epheser 2:4.
Ich werde heute abend nur wenige Minuten sprechen, also hören Sie gut zu. Es heißt: „Gott aber, der reich ist an Barmherzigkeit …“ Epheser 2:4.

Epheser 2:4-5

„Gott aber, der reich ist an Barmherzigkeit, hat um seiner vielen Liebe willen, womit er uns geliebt hat, auch uns, die wir in den Vergehungen tot waren, mit dem Christus lebendig gemacht – durch Gnade seid ihr gerettet!“

Und dann Vers 8 desselben Kapitels.

Epheser 2:8-9

„Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.“

Sagen Sie alle: „Gottes Gabe ist es.“ Errettung ist eine Gabe, eine Gabe Gottes.

Wenn ich Ihnen sagen würde: „Ich habe hier eine wunderbare Bibel mit Ledereinband und möchte Sie Ihnen geben“, würden Sie sagen: „Das ist großartig, Bayless. Es ist eine schöne Bibel. Dafür möchte ich mindestens 25 Dollar geben.“ Ich würde antworten: „Nein, nein, nein, nein, nein. Ich möchte sie Ihnen schenken.“ „Nein, aber 20 möchte ich wenigstens geben. Ich muss Ihnen etwas dafür geben.“

„Nein, es ist ein Geschenk!“ „Lassen Sie mich wenigstens fünf Dollar dafür geben. Es ist eine schöne Bibel. Wenn sie nicht gebunden wäre, hätte ich sie vielleicht genommen, aber sie hat einen Ledereinband. Lassen Sie mich fünf Dollar dafür geben.“ „Nein, es ist ein Geschenk, bitte nehmen Sie es an.“ „Ich möchte einen Dollar geben, nur einen Dollar.“ „Nein.“ „Etwas muss ich doch geben, wenigstens einen Cent!“ „Wenn Sie mir etwas dafür geben, ist es kein Geschenk mehr und Sie bezahlen es.“

Errettung ist ein Geschenk, das nur angenommen werden muss. Vielleicht sagen Sie: „Wenn Sie kein Geld dafür nehmen, dann tue ich etwas für Sie und werde dafür arbeiten. Ich mähe Ihren Rasen.“

„Nein, Sie müssen meinen Rasen nicht mähen. Die Bibel gehört Ihnen, wenn Sie die Hand  ausstrecken und sie nehmen.“ „Nun, ich verspreche, ab jetzt  keine Kraftausdrücke mehr zu gebrauchen. Wenn ich das tue, geben Sie mir dann die Bibel?“ „Nein, Sie müssen nichts dergleichen versprechen. Sie müssen nicht meinen Rasen mähen. Sie müssen mir kein Geld geben. Es ist ein Geschenk. Sie müssen es einfach nur nehmen.“

Und die Bibel sagt, Errettung ist ein Geschenk. Aus Gnade sind wir errettet durch Glauben. Nicht aus uns selbst heraus. Es ist ein Geschenk Gottes, nicht aus Werken, damit niemand sich rühme. Ich liebe die Verse davor. Dort steht: „Gott hat wegen Seiner großen Liebe, mir der Er uns liebte, selbst als wir in den Sünden tot waren, Seinen Sohn gesandt, der dieses Geschenk der Errettung der ganzen Welt gab.“

Ich habe oft über die Aussage nachgedacht: „… als wir in unseren Sünden tot waren“, denn genau das war der Fall. Viele von Ihnen haben mich schon darüber sprechen hören, aber hören Sie doch kurz zu, bevor wir uns ein paar weitere Verse ansehen werden. Alles geht zurück auf Adam und Eva.

Gott, der offensichtlich niemanden braucht – Er ist Gott; Er ist das Leben; Er ist die Quelle des Lebens; Er ist Liebe – aber Er entschloss sich, Menschen nach Seinem Ebenbild zu erschaffen. Er schenkte den Menschen das Leben und gab ihnen etwas besonders machtvolles, nämlich die Willensfreiheit.

Und Gott sagte: „Adam, ich werde mit dir reden und Gemeinschaft haben hier in diesem Garten.

Ich schuf diese wunderbare Welt für dich. Sie gehört dir. Nimm dir, was immer du haben möchtest.

Der Baum des Lebens ist dein. Leben gehört dir. Nur eine Sache beanspruche ich allein, Adam, den Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen, des Richtigen oder des Falschen. Ich entscheide, was Sünde ist und was nicht. Solange du das akzeptierst, ist alles in Ordnung, aber wenn du das jemals missachtest, an dem Tag, an dem du von dieser Frucht isst, wirst du sterben.“

Manche haben gefragt: „Wenn Gott aber wusste, was Adam tun würde, warum ließ Er diese Situation zu? Warum ließ Gott Adam überhaupt die Möglichkeit, sich zu entscheiden, Ihn nicht zu lieben?“ Weil Liebe, Freund, ohne Willensfreiheit keine Liebe ist. Es gibt keine Liebe ohne einen freien Willen. Ohne einen freien Willen wären wir nur Automaten. Wir wären Roboter: „Gott, ich liebe Dich.“ Aber wir haben einen freien Willen, wir haben die Freiheit, Ihn nicht zu lieben. Es war ziemlich gefährlich, was Gott tat. Was für ein Geschenk!

Und wir kennen die Geschichte. Adam traf die Entscheidung: „Gott, ich werde nicht unter Deiner Herrschaft sein. Ich werde selbst entscheiden, was richtig oder falsch, was gut oder böse ist.“ Er aß von der Frucht; Eva aß von der Frucht. Und Gott sagte: „Am dem Tag, an dem ihr das tut, werdet ihr sterben.“

Die direkte Übersetzung des Hebräischen lautet: „Adam, du wirst sterbend sterben.“ Du wirst in zweierlei Hinsicht sterben. Und Adam starb an diesem Tag. Er starb geistlich, war von Gott getrennt, getrennt von demjenigen, der die Quelle des Lebens, die Quelle der Liebe ist. Adam existierte weiterhin, aber er war von Gott getrennt. Das nennt sich geistlicher Tod. Ich möchte Ihnen aus der Message Bible Römer 5 vorlesen. Hören Sie sich diese Verse, die Verse 12-15, an. Sie sollten eingeblendet sein. Römer 5:12-15 nach der Message Bible.

Römer 5:12-15
„Ihr kennt die Geschichte, wie Adam die Misere herbeiführte, in der wir stecken. Erst kam die Sünde, dann der Tod, und niemand kann weder Sünde noch Tod entkommen. Diese Sünde störte jede Beziehung zu Gott in jeder Hinsicht, aber das Ausmaß dieser Störung war niemandem klar, bis Gott es Mose detailliert sagte. Der Tod, diese riesige Kluft der Trennung von Gott, dominierte die Zeitspanne von Adam bis Mose. Selbst jene, die nicht so sündigten wie Adam, indem sie einem konkreten Gebot Gottes nicht gehorchten, mussten diese Abwesenheit von Leben, die Trennung von Gott, erleben. Aber Adam, der uns das eingebracht hat, weist auch auf den hin, der uns herausholen wird. (Vers 15) Doch die erlösende Gabe ist nicht genauso wie die todbringende Sünde. Wenn die Sünde eines Menschen Scharen von Menschen in die Einbahnstraße der Trennung von Gott brachte, bedenkt, was Gottes Gabe, die durch den einen Menschen Jesus Christus kam, bewirken wird!“

Adams Übertretung trennte uns von Gott. Jesus, der in der Bibel der letzte Adam genannt wird, kam und beseitigte die Auswirkungen der Fehler des ersten Adam. Und jetzt sagt Gott aufgrund des Opfers von Jesus Christus… Er zahlte den Preis für unsere Sünde am Kreuz…: Der Preis wurde bezahlt.

Das, was zwischen dir und mir stand, wurde hinweg genommen. Die Barriere existiert nicht mehr.

Und jetzt können Sie gereinigt werden. Sie können eine zweite Chance bekommen. Und Sie müssen nichts dafür tun. Sie können Sie nicht bezahlen… nicht mit dem Versprechen, nie wieder zu fluchen, nicht mit Geld oder guten Werken. Es ist eine Gabe. Sagen Sie alle: „Eine Gabe“. Sie muss einfach nur angenommen werden.

Diese Gabe ist interessant, weil diese Gabe quasi eine weitere Gabe beinhaltet. Wenn Sie eine Bibel haben, schauen Sie sich bitte mit mir den Römerbrief an, den ich gerade zitierte, Kapitel 5 und Vers 17. Diesen Vers möchte ich Ihnen vorlesen. In Römer 5:17 steht.

Römer 5:17

„Denn wenn durch die Übertretung des einen der Tod durch den einen geherrscht hat, so werden viel mehr die, welche den Überfluss der Gnade und der Gabe der Gerechtigkeit empfangen, im Leben herrschen durch den einen, Jesus Christus.“

In dieser Gabe der Errettung steckt etwas, das ich als eine weitere Gabe bezeichne: eine Gabe in der Gabe, in Vers 17 wird es Gabe der Gerechtigkeit genannt. Die Gabe der Unbescholtenheit vor Gott.

Diese Gabe bekommen wir zur Errettung dazu, denn bei der Gabe der Errettung heißt es nicht: „Okay, dir wurde vergeben. Du bist noch dreckig, aber ich werde dich annehmen.“ Nein, in dieser Gabe steckt eine weitere Gabe, die Gabe der Gerechtigkeit oder der Unbescholtenheit vor Gott. Gott sagt: „Weißt du, wenn du die kostenlose Gabe der Errettung annimmst, wirst du noch etwas erleben. Ich bewirke, dass du mir wohlgefällig bist. Ich werde dich reinigen. Ich werde dein Gewissen reinigen und du wirst ohne Schuld und Scham vor Mich kommen können.“ Das beinhaltet die Gabe der Gerechtigkeit. Dadurch werden wir vor Gott gerecht.

Wissen Sie, wir haben Zwillinge, die jetzt 21 sind. Unser Sohn Spencer, einer der Zwillinge, lebte einige Jahre in Hollywood und besuchte eine Musikschule. Vor kurzem zog er wieder nach Hause und mir fiel etwas auf. Die Lebensmittel sind viel schneller alle, seit er wieder zuhause einzog. Er zog ein und aß einfach etwas. Das ist komisch. Er tut es einfach. Er macht keine Kniefälle, er bettelt nicht darum. Er ist wieder zuhause und überfällt den Kühlschrank. Ich gehe manchmal um Mitternacht oder so durchs Haus und er macht sich gerade Pizza im Ofen. Er tut das, weil er zur Familie gehört. Er hat nicht das Empfinden“: Ich gehöre nicht hierher.“ Er hat nicht den Eindruck: „Ich habe kein Recht, das zu tun.“ Wissen Sie, seine Zwillingsschwester Rebekah kann Avocados beängstigend schnell verschwinden lassen. Ich gehe ins Geschäft und kaufe Avocados, suche 24 Stunden später nach einer Avocado und frage:  „Wo sind die Avocados?“ Sie sagt: „Ich hab sie gegessen, Papa.“ Wenn ich eine haben möchte, muss ich meinen Namen einritzen und einen Sprengsatz anbringen und dann ist es immer noch fraglich, ob ich eine bekomme. Aber wenn ich in den Laden gehe und Avocados kaufe, denke ich dabei an Rebekah. Und sie greift einfach zu. Ganz einfach, weil sie meine Kinder sind!

Es steht ihnen zu. Sie haben Zugang. Wenn Rebekah zu mir käme und sagen würde: „Papa, ich weiß, ich bin nicht würdig. Ich bin nur ein schwacher Wurm im Staub, aber vielleicht dürfte ich ja an einer Avocado riechen, um mehr würde ich nie bitten.“ Oder wenn Spencer sagen würde: „Wisst Ihr, Papa und Mama, ich weiß, ich bin nicht würdig. Dass ihr mich im Haus wohnen lasst, ist schon genug.

Vielleicht könnte ich doch die Kruste eures überbackenen Käse-Sandwichs haben. Ich habe solchen Hunger. Bitte!“ Ich würde beide anschauen und sie fragen: „Was ist los mit euch?“ Nein, so verhalten sie sich nicht. Ihr Verhalten zeigt, dass sie dazugehören. Sie erweisen uns Ehre und Respekt, doch sie gehören zur Familie. Und Gerechtigkeit lässt uns Teil der Familie Gottes werden.

Ich weiß noch, als die Kinder klein waren… in meinem Büro…sie kamen herein, ohne Termin. Ich war vielleicht gerade in einem Seelsorgegespräch, wo es um Leben und Tod ging, und sie kamen einfach herein, sagten: „Hallo Papa!“, und spazierten durch mein Büro und nahmen sich, was sie wollten!

Einmal kam ich ins Büro. Die Jungs… ich habe Blasrohre aus Südamerika in meinem Büro. Ich komme in mein Büro, und sie sind im heiligen Büro des Pastors, im Heiligtum. Sie beschießen sich mit Blasrohren… im Büro. Es handelt sich um Pfeile, die so lang sind und die scharfe Spitzen haben. So kann man leicht ein Auge verlieren! Es ging rund, paff, da schoss etwas hinter den Stühlen hervor.

Pfeile stecken in den Stühlen, Pfeile stecken im Boden. Sie beschießen einander und fühlen sich sehr wohl in Papas Büro.

Wissen Sie, ich empfinde gewaltigen Respekt und Ehrfurcht vor meinem Vater im Himmel und mein Verstand und mein Herz können die Größe Seiner Gaben nicht erfassen, diese Gabe der Errettung und dann noch diese andere Gabe. Er sagt: „Du brauchst keinen Termin, Bayless,  du kannst kommen, wann immer du willst. Komm einfach in meine Gegenwart. Du bist mein Sohn. Du gehörst zu Mir.“

Ich kann das nicht erarbeiten, es nicht verdienen oder versprechen, mich zu bessern, um das zu bekommen. Er sagt, es ist eine Gabe. Wir müssen uns nur ausstrecken und sie empfangen.

Wissen Sie, es ist jammerschade, wenn Geschenke nicht geöffnet  werden. Freund, wenn Sie Gottes Gabe der Errettung empfangen, ist die andere Gabe dabei. Manche denken, das ist zu schön, um wahr zu sein und nahen sich Gott wie meine Kinder in den Beispielen, die ich mir ausdachte: „Nun, Vater, ich weiß, dass ich nicht würdig bin. Ich bin nur ein kleiner Wurm, der im Staub umherkriecht.“

Und sie kommen: „Ich habe absolut gar nichts verdient!“ Aber Gott sagt: „Willkommen.“ Er sagt: „Sohn, Familie, kommt!“

Ich werde mit einer Geschichte schließen, die ich vor langer Zeit hörte. Ein junger Mann lebte ein recht wildes und chaotisches Leben, verließ sein Zuhause, brach das Herz seins Vaters, brach das Herz seiner Mutter. Irgendwann änderte sich sein Leben, einige Jahre später. Und er schrieb ihnen folgendes in einem Brief: „Mama und Papa, ich würde gerne nach Hause kommen, wenn es euch recht ist.“ Er sagte: „Ich könnte es total verstehen, wenn Ihr damit nicht einverstanden wärt. Ich komme an diesem Tag mit dem Zug.“ Sie lebten in einer kleinen Stadt auf dem Land. Er schrieb: „Wenn es euch recht ist, dass ich komme, bindet doch eine große rote Schleife an den großen Baum vor dem Bahnhof der Stadt, dann weiß ich, dass ich nach Hause kommen kann. Wenn ich keine rote Schleife am Baum sehe, bleibe ich im Zug, fahre weiter und habe Verständnis.“ Während der Zugfahrt bemerkt ein Mann, der in seiner Nähe sitzt, dass er sehr nervös ist und sagt: „Junger Mann, wenn ich fragen darf, Sie scheinen sehr unruhig zu sein. Stimmt etwas nicht?“ Und er erzählt ihm die ganze Geschichte. Er sagt: „Ich traue mich nicht, nachzusehen. Wir sind nur ein paar Meilen vom Bahnhof entfernt und ich könnte es nicht ertragen, nachzuschauen und keine rote Schleife im Baum zu sehen.

Ich weiß nicht, was ich tun soll!“ Der Mann sagte: Mein Sohn, ich schaue für dich. Du musst nicht selbst schauen, ich sage Bescheid.“ Der junge Mann ließ den Kopf hängen und sie kamen immer näher und näher. Dann schüttelt ihn der Mann neben ihm und sagt: „Sohn, sieh mal, sieh mal!“ Und er sah den Baum an und es war nicht eine Schleife am Baum. Der Baum war voller roter Schleifen.

Hunderte waren es! Rote Schleifen waren an jedem Ast und an jedem Zweig. Man sah kaum etwas anderes, es sah aus wie eine riesige rote Schleife.

Und wissen Sie, genau das hat Gott getan, aber mit dem roten Blut von Jesus Christus. Er sagt: „Herzlich willkommen. Komm nach Hause. Es gibt keinen Grund, dass du draußen bleibst. Der Preis wurde bezahlt. Das ist meine Gabe für dich!“

Neigen Sie doch bitte kurz Ihr Haupt und schließen Sie Ihre Augen. Vielleicht sind Sie heute hier und haben noch nie Gottes unglaubliche Gabe der Errettung angenommen. Das ist die wahre Bedeutung der Weihnachtszeit. Gott sandte Seinen Sohn, der von einer Jungfrau geboren wurde und ein Leben ohne Sünde lebte. Er wirkte Wunder, zeigte Menschen, wie Gott ist, dass Er nicht kühl und distanziert, sondern zugewandt und voller Liebe ist. Dann  ergriffen Ihn Hände voller Neid und Bosheit, Er wurde gnadenlos geschlagen und gekreuzigt. Als Er am Kreuz zwischen Himmel und Erde hing, verdunkelte sich der Himmel und Er rief aus: „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?“ Denn in diesem Moment legte Gott die Sünde der Welt, die Strafe für unsere Sünde, auf Seinen eigenen Sohn. Jesus war bereit, unsere Sünde zu tragen, und Er starb unter dieser Last. Die Bibel sagt, der Lohn der Sünde ist der Tod, aber die Gabe Gottes ist das ewige Leben durch Jesus Christus, Seinen Sohn. Nach drei Tagen und drei Nächten war dem Anspruch Gottes ewiger Gerechtigkeit Genüge getan und Jesus wurde von den Toten auferweckt. Und jetzt wird diese Gabe jedem umsonst angeboten.

Die Bibel sagt: Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet. Sie können sich das nicht erarbeiten oder es verdienen. Wenn Sie versprechen, sich zu bessern, bekommen Sie die Gabe nicht. Sie muss einfach angenommen und empfangen werden. Jesus sagte: „Dies ist das Werk Gottes, dass ihr glaubt.“

Ich möchte heute abend ein einfaches Gebet mit Ihnen beten, ein Gebet, um Gottes Gabe der Errettung anzunehmen. Teil dieser Gabe ist die Gabe der Gerechtigkeit, die Befähigung, in Gottes Gegenwart zu kommen, ohne Scham oder Schuldgefühle… als Teil der Familie.

Vielleicht sind Sie ein verlorener Sohn, eine verlorene Tochter. Sie hatten eine Begegnung mit Jesus, sind aber jetzt fern von Ihm. Was für eine Zeit! Das ist die perfekte Gelegenheit, Ihm Ihr Leben neu zu weihen, Ihr Leben neu dem Retter hinzugeben. Freund, Er ist nicht böse auf Sie. Er wird Sie aufnehmen. Jetzt ist die Zeit, von ganzem Herzen für Ihn zu leben.

Und falls Sie noch nie ein solches Gebet gesprochen haben, Freund, Gott wird Sie nicht abweisen, wenn Sie ehrlichen Herzens beten. Er wird Ihr Gebet annehmen.

Ich werde Sie bitten, etwas Einfaches zu tun, während jedes Haupt geneigt ist und niemand herumschaut, bitte. Als sichtbares Zeichen des Glaubens in Ihrem Herzen, tun Sie folgendes bitte schnell und dann werden wir alle beten. Ich bitte Sie nur darum, weil es Ihnen helfen wird. Wenn Sie jetzt ohne zu zögern oder sich zu schämen sagen würden: „Ich werde das Gebet sprechen. Ich weiß, dass ich es tun muss und ich werde heute abend auf Christus vertrauen, “ heben Sie einfach eine Hand. Heben Sie sie bitte überall im Saal schnell hoch und nehmen Sie sie dann wieder herunter.

Oh, in allen Blöcken werden Hände gehoben. Meine Güte, Gott segne Euch. Beten wir. Legen Sie eine Hand auf Ihr Herz. Ich spreche die Worte vor. Beten Sie sie von ganzem Herzen. Sagen Sie:

Oh Gott, danke für Deine kostbare Gabe. Ich nehme sie heute abend an. Ich weiß, ich könnte sie mir weder erarbeiten oder für sie bezahlen, aber im Glauben nehme ich sie an. Ich glaube, dass Dein Sohn Jesus Christus den Preis für all meine Sünden bezahlt hat. Ich glaube, Er wurde von den Toten auferweckt und ich gebe Ihm heute abend mein Herz. Jesus, komm in mein Leben. Ich bekenne: Du bist mein Herr und mein Retter. Danke, dass Du mich vor dem Vater angenehm gemacht hast. Danke, dass Du mir Zugang zu Seiner Gegenwart ermöglicht hast. Gott, ich komme jetzt ohne Scham und ohne Schuld zu Dir und nenne Dich Vater. Danke, dass Du mich errettet hast. Danke, dass Du mich reingewaschen hast. Ich bete in dem Namen Jesu, amen.

Ich hoffe, dass Sie dieses Gebet zusammen mit uns gebetet haben. Wenn Sie es ehrlichen Herzens taten, hat Gott Ihr Gebet erhört und ich sage Ihnen: Willkommen in der Familie! Aber Sie sind noch nicht am Ziel, sondern erst am Start. Jetzt beginnt ein Abenteuer mit Gott, ein täglicher Wandel mit Ihm und das kennenlernen Seiner Wege. Sie müssen sich eine Bibel besorgen. Sie müssen anfangen, sie zu lesen – beginnen Sie im Neuen Testament. Gott wird durch Sein Wort zu Ihnen reden. Es ist Nahrung für Ihren Geist. Es ist quasi der Fahrplan für Ihr Leben. Nehmen Sie sich jeden Tag Zeit, mit Gott zu sprechen. Das ist Gebet. Wenn Sie Angst haben, sagen Sie Ihm, dass Sie Angst haben. Wenn Sie Bedürfnisse haben, reden Sie mit Ihm über sie. Nehmen Sie sich Zeit, auf Gott zu hören und Gott wird Ihr Herz trösten. Er wird Sie leiten. Kommen Sie mit anderen zusammen, die Jesus lieben – das nennt sich Gemeinschaft. Das ist wichtig. Die Bibel sagt, wir sollen unsere Versammlungen nicht vernachlässigen. Und dann erzählen Sie anderen über Jesus. Erzählen Sie von Ihrem Glauben.

Und noch etwas zum Schluss. Ich würde gerne von Ihnen hören. Schreiben Sie doch kurz. Schreiben Sie mir eine Email oder einen Brief. Erzählen Sie mir von Ihrer Entscheidung oder dass die Sendung ein Segen für Sie war. Das würde mein Herz erfreuen und wir würden gerne Kontakt zu Ihnen halten.

Wissen Sie, meine Zeit ist fast um und ich möchte Ihnen versichern: Gott liebt Sie. Er wird Sie nie verlassen und nie fallen lassen. Seien Sie nächste Woche wieder dabei. Bis dann. Gott segne Sie.

 

 

Jule 20. Dezember 2009 Keine Kommentare Trackback URI Comments RSS

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