Die große Wolke von Zeugen

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Die große Wolke von Zeugen
Pastor Bayless Conley

Hallo, ich heiße Sie zur heutigen Sendung willkommen. Was immer Sie gerade tun, ob Sie gerade den Abwasch machen, eine Zigarre rauchen oder eine Dose Bier in der Hand haben, machen Sie eine Pause und investieren Sie ein wenig in Ihr geistliches Leben. Ich habe Ihnen heute etwas mitzuteilen, das Sie ermutigen wird, vielleicht sogar strecken und ein wenig herausfordern. Ich werde zu Ihnen über Hebräer, Kapitel 11 sprechen, über die große Wolke von Zeugen. Vielleicht bedeutet es, was Sie denken, das es bedeutet, vielleicht aber auch nicht. Ich denke, es ist eine der Botschaften, die ich kürzlich gepredigt habe und die unsere Gemeinde auf starke Weise beeinflusst hat. Gott gebrauchte die Botschaft und ich vertraue darauf, dass Er sie auch in Ihrem Leben gebrauchen wird. Wir sind umgeben von einer großen Wolke von Zeugen. Wir werden darüber sprechen, was das bedeutet, was unser Rennen ist und wie wir ehrenhaft ans Ziel gelangen.

Ich möchte heute über etwas sprechen, worüber ich vor einigen Monaten in einem unserer Gottesdienste sprach. Ich will über die große Wolke der Zeugen sprechen. In Hebräer, Kapitel 11 finden wir, was einige die Ruhmeshalle der Glaubenshelden nennen. Es ist eine Liste von Männern und Frauen, die ihren Glauben bewahrten und den Willen Gottes angesichts von Schwierigkeiten, Hindernissen und manchmal unmöglich scheinenden Umständen taten, indem sie Gott vertrauten und ihren Glauben an Gott und Seine Verheißungen auf verschiedene Weisen ausdrückten. Sie vollendeten ihr Rennen und taten, was Gott von ihnen in ihrer Generation wollte. Ich will einige aus dieser Liste kurz anführen und über sie sprechen.

Hebräer 11:4 „Durch Glauben brachte Abel Gott ein besseres Opfer als Kain…“

Das Wort „besseres“ meint eine bessere Qualität. Durch Glauben brachte Abel eine bessere Qualität von Opfer für Gott als sein Bruder Kain. Wenn Sie den Bericht in 1.Mose 4 lesen, sehen Sie, dass Kain ein nicht näher beschriebenes Opfer brachte, etwas von den Früchten der Erde. Aber vom Opfer von Abel heißt es, dass Abel seine besten Erstlingsfrüchte Gott gab. Es braucht Glauben, Gott Ihr Erstes und Bestes zu geben. Jeder kann Gott Reste geben und es braucht keinen Glauben, Reste zu geben. Aber am Anfang des Monats, bevor Sie wissen, wie sich der Monat entwickelt und was passiert, Gott Ihr Erstes und Bestes zu geben, ist Ausdruck von Glauben. Und so war es bei Abel.

In Vers 5 ist als Nächstes die Rede von Henoch.

Hebräer 11:5
„Durch Glauben wurde Henoch entrückt, so dass er den Tod nicht sah, und er wurde nicht gefunden, weil Gott ihn entrückt hatte…“

Im 1. Buch Mose heißt es:
„Henoch wandelte mit Gott, und er war nicht mehr, weil Gott ihr wegnahm.“

Ich habe viel über Henoch nachgedacht. Er sah Gott nicht mehr, als Sie oder ich Gott sehen. Und sicher fühlte er Gott nicht mehr, als Sie oder ich Gott fühlen. Er tat, was er tat, durch Glauben, sagt die Bibel. Und Glaube ist die Substanz erhoffter Dinge und die Überzeugung von Unsichtbarem. Als Henoch Gott nicht fühlen oder sehen konnte, hob er seine Hände und betete Ihn an. Er sprach mit Ihm, als wäre Gott da. Er horchte und erwartete, dass Gott zu ihm spricht, als er keine Gefühle oder Eindrücke hatte, die darauf hinwiesen, dass Gott da ist.

Und danach erwähnt er Abraham. Abraham zog in ein Land, das ihm als Erbe versprochen worden war. Und er zog los, ohne zu wissen, wo er hingeht. Gott gab ihm keine Karte und zeigte ihm nichts, sondern sagte: „Gehe und ich führe dich!“ Und einige von Ihnen müssen das hören, weil Sie sagen:

„Gott, führe mich und ich gehe los.“ Gott zeigt Ihnen in der Regel nicht das Ende des Weges… das tut Er selten. Er gibt Ihnen nur ein wenig Licht und sagt: „Laufe darin und ich zeige dir mehr!“ Und Abraham lebte in der Stadt Ur der Chaldäer. Archäologen gruben die Stätte aus, wo er lebte: Straßen aus Pflastersteinen, unterirdische Abwasserkanäle, zweistöckige Häuser, ein Zentrum des Welthandels. Und er verließ all das, was ihm vertraut war und wurde ein Reisender, der nicht wusste, wohin es geht, weil Gott gesagt hatte, er solle gehen. Und mir gefällt Mose.
Es heißt in Vers 24:

Hebräer 11:24-25 „Durch Glauben weigerte sich Mose, als er groß geworden war, ein Sohn der Tochter Pharaos zu heißen, und zog es vor, lieber zusammen mit dem Volk Gottes geplagt zu werden, als den zeitlichen Genuss der Sünde zu haben.“ – Und schauen Sie in Vers 27:

Hebräer 11:27 „Durch Glauben verließ er Ägypten und fürchtete die Wut des Königs nicht, denn er hielt standhaft aus, als sähe er den Unsichtbaren.“

Moses Glaube wurde durch seine Entscheidungen ausgedrückt, wenn er etwas verweigerte und aufgab. Glaube verlangt manchmal Entscheidungen von Ihnen, einige Dinge aufzugeben. Sicher dachte Pharao: „Mose, du bist ein Narr. Du bist ein Tor. Das Königreich liegt dir zu Füßen. Dein Name kann auf jedem Gebäude Ägyptens stehen. Reichtum, Macht und jede Frau des Reiches, die du willst, kannst du haben. Du könntest einen ganzen Harem haben. Und du gibst das auf. Du gibst all das auf, um mit den erbärmlichen Israeliten in die Wüste zu ziehen. Mose, du bist ein Narr.“

Ich stelle Ihnen eine Frage: Seit 4.000 Jahren brennt Pharao im Höllenfeuer und Mose ist bei Gott. Sagen Sie mir, wer der Narr ist? Aber Mose traf Entscheidungen durch Glauben. Er spricht von dieser großen Wolke von Zeugen, die uns umgibt und bezieht sich auf die, die er erwähnte und nicht erwähnte, im Kapitel davor. All die Helden und Heldinnen des Glaubens, die zu Lebzeiten – trotz ihrer Fehler und Rückschläge – all die Lasten und Sünden ablegten, um ihren Lauf gut zu vollenden. Sie beendeten ihren Lauf für Gott und er sagte „jetzt seid ihr dran!“
Aber er sagte auch „wir sind umgeben…“

Dieses Wort „umgeben“ ist im Griechischen ein zusammengesetztes Wort. Der erste Teil des Wortes bedeutet, völlig von etwas umschlossen zu sein. Das zweite Wort bedeutet, etwas niederlegen. Werden sie zu einem Wort zusammengefügt, dann bedeutet es, völlig von etwas eingeschlossen zu sein, das auf jeder Seite hochragt. Er bezieht sich auf die Beispiele dieser Männer und Frauen, die treu ihren Lauf vollendeten und deren Beispiele an allen Seiten hoch aufragen. Und er bezieht sich auf die antiken olympischen Spiele, als wären wir in einem großen Stadion, wo die Sitzplätze auf allen Seiten hochragen und alle unserem Lauf zuschauen. Sie schauen uns zu und feuern uns an. Interessant ist: Er nannte sie eine große Wolke von Zeugen. Auch das Wort „Wolke“ bezieht sich auf dieselbe Sache. Im klassischen Griechisch bezeichnete man als Wolke die höchsten Sitzplätze im Stadion.

Vor einigen Jahren war Los Angeles Gastgeber der Olympiade. Wir waren in Long Beach und sahen beim Volleyball zu. Ich vergesse nie, wie die USA gegen die Brasilianer Volleyball spielte. Es war wirklich sehenswert. Ein großartiges Spiel, aber die Brasilianer übertönten uns alle in dem Hallenstadion. Es waren hundertmal mehr Amerikaner da, aber die Brasilianer schrieen lauter… schwenkten brasilianische Fahnen und schrieen. Sie waren lauter als wir. Ich vergesse das nie. Es ist in mein Gedächtnis eingebrannt. Und das ist das Bild, das ich von den hohen Sitzreihen aller Generationen der Heiligen habe. Sie sind alle dort und schreien.

David sagt: „Hey, du hast Riesen in deinem Leben? Es scheint, als würdest du die Hindernisse nie überwinden? Gehe einfach vorwärts mit Gottes Wort in deiner Hand und deine Riesen fallen!“

Und Noah sagt: „Hey, sei geduldig! Manchmal dauert es eine Weile, bis der Wille Gottes in deinem Leben eintrifft.“

Und Petrus steht dort rufend: „Hey, ich sehe dich fallen. Du fühlst dich gerade recht mies. Hast Fehler gemacht. Habe ich auch erlebt. Ich verleugnete ihn, stand aber wieder auf und lief weiter. Und seine Gnade währt ewig, also steh auf und laufe weiter!“

Abraham steht dort rufend: „Hey, bist du gerade etwas verwirrt? Du weißt nicht, was als Nächstes kommt? Gehe einfach in dem Licht, das Gott dir gab und Er wird dich führen. Gehe einfach weiter. Laufe weiter.“ Und sie rufen dort oben und jubeln, während sie uns bei unserem Lauf zusehen.

Ich bin überzeugt, es sind nicht nur die biblischen Heiligen, sondern viele andere. Ich glaube, einige von Ihnen haben einen Großvater oder Großmutter, die Sie in Gottes Reich betete. Sie rufen aus voller Kraft, weil Sie gerettet wurden und den geraden, schmalen Weg gehen.

Jahre nach meiner Errettung fand ich heraus, dass mein Urgroßvater Methodistenpastor war. Ich entdeckte, dass es Methodistenprediger zu Pferd in meiner Familie gab. Wir hatten auch einige Kriminelle, aber eben auch einige Prediger. Ich sehe vor meinem inneren Auge einen dieser Prediger vor 150 Jahren, wie er sein Pferd unter einem Baum anbindet, auf seine Knie fällt und unter Tränen für seine Kinder, seine Enkelkinder, Urenkel und Ururenkel betet: „Gott, erhalte eine Segenslinie in meiner Familie. Erreiche meine Kinder. Erreiche ihre Kinder. Erreiche ihre Kinder. Berufe Prediger.

Trainiere diejenigen, die Worte der Wahrheit ihrer Generation mitteilen.“ Und ich glaube, sie stehen dort mit Ihren Urgroßeltern und schwenken Banner mit ihrem Namen drauf und sehen Ihrem Lauf zu.

Dort sind unzählige Menschen auf diesen Plätzen, die Unmögliches überwanden, Unvorstellbares vollbrachten, weil sie auf das Unsichtbare sahen und glaubten. Und jeder von ihnen feuert Sie an und ruft: „Gib deinen Glauben nicht auf. Laufe dein Rennen weiter.“

Und dieses Rennen ist zweifältig. Erstens: Es ist der Lauf, den alle Christen laufen müssen, indem wir für Gott leben und Ihn bezeugen. Und das muss öffentlich und privat getan werden. Und der private Teil ist schwieriger als der öffentliche Teil. Es ist recht leicht, richtig zu laufen, wenn Augen auf Sie gerichtet sind und jemand zusieht. Aber unser wahrer Charakter, wer wir wirklich sind, unsere wahre Beziehung zu Gott, offenbart sich im Privaten, wenn niemand uns zusieht als nur Gott allein. Wir alle sind zu diesem Lauf berufen, aufrichtig für Gott zu leben, öffentlich und privat.

Es erstaunt mich immer, wenn ich mir vorstelle, dass die vor uns, die ihren Lauf bereits vollendet haben, sich dessen bewusst sind, was wir tun und uns ermutigen, unseren Teil des Staffellaufs zu vollenden. Ich denke nicht nur an Mose und David und die großen Glaubenshelden der Bibel und Leute wie meinen Ururgroßvater, den Methodistenpastor. Ich denke auch an Leute, die ihr Leben für das Evangelium aufgaben und regelrecht ihr Blut vergossen und die uns zusehen und rufen: „Laufe! Laufe dein Rennen! Gib alles!“ Denn, Freund, es dauert nicht lange und es ist vorüber. Unser Leben ist wie ein Hauch, der kurze Zeit erscheint und wieder verschwindet. Im Leben gibt es so viele Ablenkungen und Stimmen, aber wir können es uns nicht leisten, von unserem Lauf abgelenkt zu werden. Gehen wir zurück zur Botschaft.

Der zweite Aspekt des Rennens ist unsere individuelle Rolle in Gottes großem Plan. Beachten Sie, dass er in Vers 1 von Kapitel 12 folgendes sagte: „Lasst uns mit Ausdauer den vor uns liegenden Wettlauf laufen.“

Das Wort „vor uns liegend“ bedeutet „abgesteckt“. Und jeder von uns hat eine abgesteckte Route zu laufen und wir müssen zur Ehre Gottes laufen und auf Seine Kraft vertrauen, uns zu erhalten. Aber wir müssen in unserer Bahn bleiben. Es gibt Dinge, die mit meiner individuellen Berufung zu tun haben, für die Sie nicht begabt oder berufen sind. Aber es gibt Dinge, für die Sie von Gott begabt und berufen sind, wo Gott eine Route abgesteckt hat, die ich nicht laufen muss.

Auch in unserem Leben in der Welt oder im Privaten als Christen hat jeder eine bestimmte Aufgabe.

Keiner von uns ist durch Zufall in dieser Generation. Jeder von uns hat Dinge, für die wir eines Tages vor Gott Rechenschaft ablegen müssen und wir müssen dieses Rennen laufen. Und ich will Sie ermutigen: Während Ihres Rennens beschließen Sie nicht zu verblassen, zu erschöpfen, aufzugeben oder stolz zu werden.

Verblassen Sie nicht: Wie viele Christen kenne ich, die einmal feurig für Gott waren und dann sind sie verblasst. Einst sah man sie mit ganzem Herzen und ganzer Seele laufen, ihr Auge auf das Ziel gerichtet, aber sie wurden abgelenkt. Jetzt sind sie nur noch am umherwandern.

Zweitens, erlauben Sie sich nicht, erschöpft zu werden: Es gibt nichts Schlimmeres als einen zynischen Christen.

Drittens, geben Sie nicht auf: Lassen Sie nichts und niemand Sie überzeugen, aufzugeben. Seien Sie nicht mutlos und geben Sie nicht auf. Stürme des Lebens kommen zu allen. Einige meinen, sie seien gerade in der Mutter aller Stürme. Hören Sie nicht auf, Ihr Rennen zu laufen. Erlauben Sie keinen Zweiflern, Sie zum stehenbleiben zu überreden.

Und viertens, gestatten Sie sich keine Aufgeblasenheit. Werden Sie nicht stolz und meinen, Sie seien etwas Besonderes. Stolz kommt vor dem Fall.

Wie laufen Sie Ihr Rennen? Wie können Sie es vollenden? Er nennt uns drei Dinge. Das erste ist in Hebräer 12:1: „Wir müssen jede Bürde ablegen…“ was wieder ein Vergleich mit Läufern ist.

Als Zweites sagt er: „Lege nicht nur jede Bürde ab, sondern die so leicht umstrickende Sünde.“

Er meint Gewohnheitssünden, in die wir öfters fallen. Ganz gleich, ob es mit Umständen, Beziehungen oder Neigungen zu tun hat, wir müssen diese Sünden ablegen.

Und als drittes sagt er, dass wir auf Jesus schauen sollen. In Vers 2 „indem wir hinschauen auf Jesus“ und am Anfang von Vers 3 sagt er: „Denn betrachtet ihn, der so großen Widerspruch von Sündern gegen sich erduldet hat, damit ihr nicht ermüdet und in euren Seelen ermattet.“

Schauen Sie auf Jesus, den Anfänger, den Vollender, den Entwickler, den Belohner unseres Glaubens.

Ich glaube nicht, dass ein menschliches Herz je die Fülle erfassen kann, was Jesus für uns getan hat.

Ich glaube, die Ewigkeit wird nicht ausreichen, die Tiefe Seines Opfers zu verstehen. Dennoch müssen wir auf Ihn schauen. Jesaja 53 sagt, Seine Seele wurde ein Opfer für Sünde.

2.Korinther 5:21 sagt:
„den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht.“

Etwas so Finsteres und Schreckliches geschah auf Golgatha. Ich glaube, wir wissen nie, was unsere Sünde Ihn kostete. Kurz vor Seiner Verhaftung und Kreuzigung ist Jesus im Garten Gethsemane und Er leidet und betet zum Vater: „Vater, wenn es möglich ist, so gehe dieser Kelch an mir vorüber. Ich will das nicht tun! Aber dennoch, nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe.“

Als Er sich die Trennung von der herrlichen Gegenwart des Vaters vorstellte, da schrie Er sogar am Kreuz „Mein Gott! Mein Gott! Warum hast du mich verlassen?“, als der ganze Zorn Gottes über unsere Sünde auf Ihn gegossen wurde. Und Er malte das Kreuz rot mit Seinem Blut. Und die Erde wurde mit Seinem Blut getränkt. Ich glaube, wir erahnen nie die Tiefen, die Er durchlitt.

Und warum ertrug Er das Kreuz? Die Bibel sagt, dass Er das Kreuz ertrug, Schande verachtete und sich zur Rechten Gottes setzte, weil Er auf die Freude schaute, die vor Ihm lag. Er schaute durch das Kreuz, durch die Schande, durch den Schmerz, durch die Tiefe Seiner Identifikation mit unserer Sünde auf die andere Seite. Da lag Freude vor Ihm. Es war nicht das Sitzen zur Rechten Gottes. Er hatte das zuvor erlebt, als Er im Himmel lebte. Die Freude, die Ihm vor Augen war, waren Sie! Er sah hindurch und sah Sie auf der anderen Seite erlöst und befreit von Sünde, mit einer Zukunft.

Er blickte hindurch und sah Bayless, der von Drogen zerstört wurde und geplagt war, und Er sah mich glücklich und frei, mit einem Lebenszweck. Und das ließ Ihn weitergehen. Darum ertrug Er das alles, weil Er uns sah. Und ich will Ihnen sagen: Es gibt einen Lohn für Vollendung. Sein Lohn war, uns zu sehen. Unser Lohn wird sein, Ihn zu sehen.

Hoffentlich hören wir die Worte: „Gut getan, guter und treuer Diener.“ Aber wenn ich an diesen Tag denke, muss ich gestehen: Wenn Er es mir erlaubt, will ich auf mein Angesicht fallen und diese nageldurchbohrten Füße küssen. Aber ich bin nicht sicher, dass ich in Seine Augen blicken will. Wenn ich daran denke, laufe ich lieber weg. Ich weiß nicht, ob ich es ertragen kann, wenn ich bedenke, was ich Ihn gekostet habe. Wenn ich bedenke, wie heilig und rein und lieblich Er ist, bin ich nicht sicher, dass ich in diese Augen blicken kann. Ich habe Furcht, was Er vielleicht sieht.

Ich habe eine Frage für Sie: Diese große Wolke von Zeugen, die uns anfeuert… ich denke, wenn Sie horchen, können Sie ihre Stimmen hören.

Sie können David hören, Rut, Rahab… ich glaube, sie ist laut. Vielleicht Charles Finney, Charles Spurgeon, Wesley, Brunners, Tom Seymour, Maria Woodworth Edder, meinen Urgroßvater, alle Heiligen, die vor uns waren und die Sie in Gottes Reich beteten.

Wenn Sie zuhören, hören Sie sie vielleicht anfeuern und rufen. Hier ist meine Frage: Warum sind sie so an unserem Lauf interessiert? Warum ist ihnen das so wichtig? Sie haben doch vollendet, was Sie zu tun hatten. Sie beendeten ihren Lauf. Warum das Interesse? Warum schauen sie uns von den Emporen aus zu? Ich zeige Ihnen, warum. Schauen wir in Vers 39 von Kapitel 11.

Hebräer 11:39-40
„Und diese alle, die durch den Glauben ein Zeugnis erhielten, haben die Verheißung nicht erlangt, da Gott für uns etwas Besseres vorgesehen hat, damit sie nicht ohne uns vollendet werden sollten.“

Die New Living Übersetzung sagt: „Denn sie können den Preis nicht empfangen, bis wir das Rennen abgeschlossen haben.“

Es ist nämlich ein Staffelrennen, von dem er hier spricht. Es ist nicht vorbei. Und die Staffel wurde uns übergeben. Das ist der Grund, warum sie schreien. Wir laufen im selben Rennen wie sie. Sie gaben die Staffel an die nächste Generation, die sie der nächsten Generation gab, die sie der nächsten Generation gab und es kann sein, dass wir Läufer der Schlussrunde sind. Gewöhnlich platziert man den schnellsten Läufer für die Schlussrunde. Und wenn das Team zurückfällt, kann er aufholen. Und ich sehe sie auf den Füßen stehen, jubeln und klatschen und Sachen werfen: „Laufe, laufe! Erreiche die Nationen! Gehe vorwärts! Sei nicht abgelenkt. Sei nicht zynisch. Ist dir klar, worum es geht?

Laufe, laufe, laufe!“

Wir sind vielleicht die letzte Generation. Es gibt vielleicht keine weitere Generation, der wir die Staffel übergeben. Wir sind vielleicht der Schlussläufer im Rennen. Darum sind sie so begeistert, weil der Preis nicht kommt und Christus nicht wiederkommt, bevor das Rennen beendet ist.

Es kommt ein Tag, Freund. Er war noch nicht da. Die Siegerkrone wurde noch nicht verliehen.

Paulus spricht von einem bestimmten Tag. An dem Tag wird Abraham da sein, Mose wird da sein

und Elia und Elisa werden da sein, und Ruth, Rebekka, Sara und Naomi und alle Heiligen und alle Generationen bis heute werden da sein. Und die Belohnungen werden an dem Tag verteilt werden.

Ich glaube, Autorität und Position werden für die Ewigkeit verteilt, gemäß dem, wie wir unser Rennen liefen. Vergessen Sie nie die Kürze dieses irdischen Lebens im Vergleich mit der ungeheuren Ewigkeit, mein Freund. Was für ein Tag wird das sein! Ich will nicht abgelenkt werden. Ich will nicht zynisch werden. Ich will nicht entmutigt werden und aufgeben. Ich will meinen Lauf vollenden.

Paulus sagte: „Ich habe meinen Lauf vollendet.“ Er gab die Staffel weiter an Timotheus und Titus und Onesimus und seine anderen Söhne und Töchter des Glaubens und sagte: „Lauft jetzt.“ Und die Staffel wurde an uns übergeben. Wir haben eine Aufgabe. Wir sind berufen, für Christus zu leben, und haben individuelle Aufgaben. Und es kann sehr bald sein, dass Jesus wiederkommt und dass der Tag kommt.

Ich möchte noch einen Moment für Sie beten. Noch besser, mit Ihnen beten. Würden Sie mit mir beten? Wenn ich jetzt in Ihr Heim kommen und in Ihrer Küche einen Tee oder Kaffee mit Ihnen trinken könnte und Ihre Hände nehmen und mit Ihnen beten könnte, würde ich es tun. Aber dies ist das nächst Beste. Dies ist meine Weise, in Ihr Heim und Leben zu kommen und hoffentlich etwas in Ihr Herz zu geben, das Ihnen hilft.

Ich weiß, einige schauen mir jetzt zu und Sie sind sehr entmutigt. Einige Dinge sind in Ihrem Leben passiert und Sie wollen nicht mal aufstehen. Sie sind auf Ihrer Bahn gefallen und wollen Ihren Lauf gar nicht vollenden. Ich bete jetzt einfach im Namen Jesu Christi, dass Sie Ermutigung finden. Ich bete, dass der Heilige Geist Ihnen dient und Sie innerlich hochhebt, weil Sie noch einige Dinge zu tun haben. Gottes Gnade und Seine Hand sind auf Ihnen. Er wird Sie nie verlassen noch versäumen. Und ich bete, wenn Sie Ihr Haupt erheben, dass Sie frische Kraft finden, einen Fuß vor den anderen zu tun und Ihren Lauf für Gott zu vollenden. Sie werden froh sein, dass Sie es taten. Mein Freund, Jesus Christus liebt sie.

Jule 16. September 2007 Keine Kommentare Trackback URI Comments RSS

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