Ein Dienst, der Gott gefällt

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Ein Dienst, der Gott gefällt / Teil 1 10.03.2013

Pastor Bayless Conley

 

In der Bibel lesen wir, dass wir Gott auf eine Art und Weise dienen sollen, die Ihm wohlgefällig ist. Das werden wir uns heute näher ansehen. Wenn Sie eine Bibel haben, nehmen Sie sie doch zur Hand.  Die heutige Predigt beinhaltet viele Punkte, die Ihnen in Ihrem Leben von ganz praktischem Nutzen sein werden und darüber hinaus hoffe ich, dass sie Ihnen hilft, unseren fantastischen, wunderbaren Gott noch besser kennenzulernen. Lassen Sie uns zusammen Gottes Wort ansehen.

 

In Hebräer 12:28 heißt es:

„Darum, weil wir ein unerschütterliches Reich empfangen, lasst uns die Gnade festhalten, durch die wir Gott auf wohlgefällige Weise dienen können mit Scheu und Ehrfurcht!“

 

Wir sollen Gott auf eine Weise dienen, die Ihm wohlgefällig ist. Und als Christen sind wir alle von Gott berufen zu dienen. Jeder von uns ist von Gott berufen zu dienen. Und insbesondere dienen wir dem Herrn, indem wir anderen Menschen in und außerhalb der Gemeinde in Seinem Namen dienen. Jesus sagte im Hinblick auf die Ermutigung und die Unterstützung anderer, die in Not sind: „… was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, habt ihr mir getan.“ Wenn wir also anderen Menschen dienen, dienen wir dem Herrn. Es gibt unzählige Möglichkeiten, Gott zu dienen, indem wir anderen Menschen helfen. Aber, ich glaube, unsere besondere Aufmerksamkeit sollte dabei auf Gottes Haus gerichtet sein. Lassen Sie mich dazu einen Vers zitieren.

 

In Galater 6:10 heißt es:

„So lasst uns nun, wo wir Gelegenheit haben, an allen Gutes tun, besonders aber an den Hausgenossen des Glaubens.“

 

Gottes Wort ermutigt uns also, jede Gelegenheit zu ergreifen, um andere zu segnen, ihnen Gutes zu tun, ihnen zu helfen und zu dienen. Aber er betonte: „Achtet besonders darauf, dass ihr in der Gemeinde richtig handelt.“ Und wie ich schon sagte, es gibt so viele Möglichkeiten zu dienen – durch Gebet, durch Spenden, die Arbeit mit Kindern, die Leitung von Teams oder Gruppen, bei der Bewirtung, der Medienarbeit, der Evangelisation, der Korrespondenz, beim Lobpreis und so weiter. Aber wir sollten bedenken, dass sich die Menschen von ganz verschiedenen Bereichen angesprochen fühlen. Manche ärgern sich über andere, weil sie eine bestimmte Sache nicht genauso wichtig  nehmen wie sie. Aber Gott hat uns unterschiedliche Gaben und Interessen gegeben. Den einen begeistert dieser Bereich, während der andere lieber in jenem Bereich dienen will. Es ist völlig in Ordnung, wenn Ihnen etwas, das anderen wichtig erscheint, nicht so wichtig ist. Wir sind Glieder eines Leibes, aber Gott hat uns allen verschiedene Gaben gegeben. Jeder ist anders gestrickt. Ich will Ihnen heute einige der Eigenschaften oder Charakteristiken nennen, die unseren Dienst für Gott wohlgefällig und akzeptabel machen – unabhängig von dem, was wir in Seinem Namen tun.

 

Die erste Eigenschaft, von der unser Dienst für Gott geprägt sein sollte, ist Dankbarkeit. Es ist ein wunderbares Vorrecht, in Gottes Haus dienen zu dürfen. König David sagte: „… ich will lieber an der Schwelle im Haus meines Gottes stehen, als wohnen in den Zelten der Gottlosen!“ Sehen wir uns nochmals Vers 28 an:

 

„Darum, weil wir ein unerschütterliches Reich empfangen, lasst uns die Gnade festhalten, durch die wir Gott auf wohlgefällige Weise dienen können…“

 

Den Teil „lasst uns die Gnade festhalten“ könnte man auch mit „lasst uns dankbar sein“ übersetzen. In der New-American-Standard-Bible heißt es: „Lasst uns Dankbarkeit zeigen“ und die New- International-Version sagt: „Lasst uns dankbar sein, damit wir Gott wohlgefällig dienen.“

 

Dankbar für das, was Er für uns hat: Wir empfangen ein unerschütterliches Reich.

 

Dankbar für das, was Er für uns getan hat: Er hat uns von der Sünde erlöst und unsere Füße auf den Pfad der Gerechtigkeit gestellt.

Dankbar für die Gelegenheit, anderen Menschen dabei zu helfen, in Jesus Leben zu finden. Dankbar. Gut, die zweite Eigenschaft ist Ehrfurcht. Ehrfurcht und Respekt. Nochmals, in dem Vers heißt es: „…

lasst uns dankbar sein“ oder „… lasst uns die Gnade festhalten, durch die wir Gott auf wohlgefällige

 

Weise dienen können mit Scheu und Ehrfurcht! Denn unser Gott ist ein verzehrendes Feuer.“ Es geht nicht nur um Dankbarkeit, sondern auch um Ehrfurcht. Er ist unser Vater, aber Er ist auch ein verzehrendes Feuer und der König des Universums. Wir müssen Ehrfurcht vor Ihm haben. Derselbe Gott, der an Pfingsten Seinen Geist ausgoss, richtete Ananias und Saphira dafür, dass sie den Heiligen Geist belogen hatten und sie fielen tot um. Derselbe Gott, der einen Engel sandte, um Petrus aus dem Gefängnis zu befreien, sorgte dafür, dass Herodes starb, weil er nicht Gott die Ehre gab. Die Bibel sagt, es ist schrecklich, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen! Und hören Sie: Ich bin angenommen und Gott liebt mich mehr als ich es mir vorstellen kann. Und das war nie abhängig von meinen guten Werken und wird es auch nie sein. Ist das nicht wunderbar? Ich bin geliebt. Ich bin angenommen in dem Geliebten. Aber Er ist der König. Seine Majestät, Seine Herrlichkeit, Gerechtigkeit und Schönheit übersteigen unsere kühnsten Vorstellungen.

 

Vor einigen Jahren war ich in Onitsha, Nigeria. Ich predigte dort bei einem Mann namens Paul Nweke von der Grace of God Mission. Damals gehörten um die 600 Gemeinden zu dieser Bewegung und ihre große Muttergemeinde war wirklich beeindruckend. Das war ein wunderbarer Dienst. Auch der Prinz von Onitsha, einer Stadt mit etwa einer Million Einwohnern, kam zu den Veranstaltungen. Und er lud mich und die anderen Sprecher ein, seinen Vater, den König von Onitsha, zu besuchen. So etwas  hatte ich noch nie erlebt. Wir fuhren in einer Autokolonne mit lauter Mercedes und Lexus über den Highway, begleitet von Motorrädern mit Flaggen und Warnblinklichtern. Alle anderen mussten den Highway für uns räumen. Und wer saß in einem der Autos? Ich! Hallo! Das war wirklich einmalig.   Dann kamen wir zu dem Palast. Aber dort sprang ich nicht aus dem Mercedes, ging direkt zum König, der auf dem Thron saß und sagte: „Hey, eure Majestät! Wie ist die Lage?“ Nein, man informierte uns über die königliche Etikette. Wir durften nicht einfach hineinspazieren und den König ansprechen. Sie führten uns in den Thronsaal und da saß er tatsächlich auf einem Thron mit einem Erzengel an jeder Seite. Sie hatten Uzi-Maschinenpistolen in der Hand. Das ist wirklich wahr. Sie sagten: „Bleiben Sie hier stehen. Blicken Sie nicht in seine Richtung und sprechen Sie ihn nicht an.“ Dann ging der Prinz zu seinem Vater und fragte ihn, ob er uns eine Audienz gewähren würde, während wir am anderen Ende des Saals warteten und darauf achteten, nicht in seine Richtung zu sehen. Er bejahte. Dann kam   einer seiner Diener zu uns herüber und gab jedem von uns ein Stück Darm. Das ist ein Zeichen der Akzeptanz. Und wir mussten ihn essen. Ich kann nur sagen, das ist ein ganz besonderer Geschmack. Wenn Sie schon einmal Darm gegessen haben, wissen Sie, was ich meine! Dann durften wir vor den König treten, aber wir durften immer noch nicht mit ihm reden. Er sprach etwa zehn Minuten lang zu uns. Dann durften wir ihm Fragen stellen und mit ihm sprechen. Er erlaubte uns sogar, für ihn zu  beten. Aber es war keine Kleinigkeit, in der Gegenwart dieses Königs zu sein. Und wissen Sie was? Jesus, der Friedefürst, hat mich dem König des Universums, Seinem himmlischen Vater vorgestellt. Und das ist keine Kleinigkeit! Er hat Ihn zu meinem Vater gemacht, aber Er ist auch ein großer König, dem man mit Ehrfurcht und Respekt begegnen muss.

 

Das Dritte, von dem unser Dienst für Gott geprägt sein muss, ist die Milde. Schlagen Sie bitte 2. Timotheus, Kapitel 2 mit mir auf.

 

2. Timotheus 2:24

„Ein Knecht des Herrn aber soll nicht streiten, sondern milde sein gegen jedermann, fähig zu lehren, geduldig …“

 

In der New-Living-Bible heißt es: „Die Diener des Herrn sollen nicht streiten, sondern freundlich zu allen sein. Sie müssen in der Lage sein, effektiv zu lehren und mit schwierigen Menschen geduldig zu sein.“ Schwierige Menschen in der Gemeinde? Ja, sie sind sogar doppelt schwierig, weil sie es besser wissen müssten. Es gibt unhöfliche und unsensible Menschen in der Gemeinde. Es gibt gemeine Christen. Die Bibel sagt, in unserem Dienst für Gott müssen wir milde und freundlich sein und wir müssen geduldig mit schwierigen Menschen sein. Das bedeutet nicht, dass wir nicht direkt sein und niemanden konfrontieren dürfen. Manchmal muss das sein. Aber sehen wir uns an, in welchem Zusammenhang diese Aussage steht.

 

Hier wird darüber gesprochen, dass wir Menschen konfrontieren sollten, die im Irrtum sind, die in  einem Bereich ihres Lebens mit Gott und ihrem Glauben aus der Spur geraten sind. Aber worum es Gott hier geht, ist die Art und Weise, wie wir das tun, denn wenn wir das Richtige in einer falschen Haltung sagen, schlagen wir uns selbst alle Türen zu. Manchmal dienen wir und tun das Richtige, aber wir tun es in einer falschen Haltung. Deshalb sagt die Bibel, wir sollen die Wahrheit sagen, aber wir sollen es in Liebe tun. Eine Wahrheit, die nicht in Liebe und Milde gesagt wird, kann großen Schaden anrichten, ähnlich einer elektrischen Leitung, die nicht isoliert ist. Die Elektrizität, mit der Sie Ihr Haus versorgen und Ihr Essen kochen, kann Sie töten, wenn Sie direkt mit ihr in Kontakt kommen. Wir

 

müssen die Wahrheit in Liebe sagen. Ein Diener des Herrn sollte nicht streiten, sondern milde sein. Milde und Demut haben nichts mit Schwäche zu tun, sondern mit kontrollierter Stärke. Die Bibel sagt:

„Eine sanfte Antwort wendet den Grimm ab“. Deshalb geben Sie nicht Ihrem hitzigen Temperament oder dem Teufel die Schuld für Ihre Härte. Sehen Sie zu, dass Sie sich in den Griff bekommen und handeln Sie gemäß Philipper 4:5, wo es heißt: „Eure Sanftmut lasst alle Menschen erfahren!“

 

Die vierte Eigenschaft, die unseren Dienst für Gott prägen sollte, ist Demut. In Vers 25 geht es immer noch darum, dass wir Gott dienen, indem wir Menschen dienen:

 

Philipper 4:25

„… er soll mit Sanftmut die Widerspenstigen zurechtweisen, ob ihnen Gott nicht noch Buße geben möchte zur Erkenntnis der Wahrheit…“

 

In Apostelgeschichte 20:19 sagte der Apostel Paulus, dass wir dem Herrn mit aller Demut dienen sollen.

 

Vor einigen Jahren las ich eine Geschichte über ein älteres Ehepaar. Sie hatten ein Vermögen gemacht, ich glaube, mit einer Farm. Der Mann besaß viele Kenntnisse, durch die er der Konkurrenz voraus war. Obwohl sie einfache Leute waren, machten sie ein großes Vermögen. Sie hatten keine Kinder, aber sie wollten, dass ihr Name in Erinnerung blieb. So beschlossen sie, einer Universität eine größere Summe zukommen zu lassen. Sie sprachen bei mehreren Universitäten vor, aber man behandelte sie sehr schlecht, weil sie nicht nach Geld aussahen, sondern wie einfache Leute vom Land. Entweder begegnete man ihnen sehr unhöflich oder sie wurden einfach links liegen gelassen. Sie waren sehr entmutigt, aber dann beschlossen sie, es noch bei einer weiteren Universität am anderen Ende der Stadt zu versuchen. Sie waren nicht angemeldet und so gingen sie einfach in das Hauptgebäude, wo die Büros waren und hofften, jemanden zu finden, der hier etwas zu sagen hatte, vielleicht sogar den Leiter der Universität selbst. Als sie hineingingen, trafen sie auf eine Baustelle.  Der Boden war aufgerissen und ein Mann machte sich gerade an den Rohrleitungen zu schaffen. Sie sagten: „Entschuldigen Sie bitte.“ Der über und über mit Schlamm beschmutzte Mann hob den Kopf und sagte: „Ja? Kann ich Ihnen helfen?“ Sie sagten: „Wir haben keinen Termin, aber wäre es wohl möglich, mit dem Direktor oder jemand anderem von der Universitätsleitung zu sprechen?“ Er sagte:

„Ja, ich denke schon. Wenn es Ihnen nichts ausmacht, ein paar Minuten zu warten, hole ich ihn.“ Sie sagten: „Natürlich.“ Er sagte: „Es wird ungefähr zehn Minuten dauern.“ Er stand auf und verschwand durch eine Tür. Zehn Minuten später kam er in einem Anzug wieder herein. Er war der Direktor! Sie fragten: „Sie sind der Direktor? Warum arbeiten Sie an den Rohrleitungen?” Er sagte: „Es musste eben gemacht werden. Sonst hatte niemand Zeit und da ich mit der Rohrzange recht geschickt bin, habe ich eben selbst Hand angelegt.“ Seine Demut berührte sie sehr. Er war nicht nur freundlich zu ihnen gewesen und es war auch nicht unter seiner Würde, selbst an den Rohren zu arbeiten und schmutzig zu werden, obwohl er der Leiter der Universität war. Sie ließen der Universität eine Schenkung in Höhe von mehreren Millionen zukommen und hinterließen damit ein Vermächtnis in der Welt der Bildung.

 

Sehen Sie, eine der wichtigsten Voraussetzungen für Gottes Beförderung ist Demut. Die Bibel sagt:

„Demütigt euch vor dem Herrn, so wird er euch erhöhen.“

 

Gut, die fünfte und für heute letzte Eigenschaft, von der unser Dienst für Gott geprägt sein muss, ist die Freude. Psalm 100:2: „Dient dem Herrn mit Freuden, kommt vor sein Angesicht mit Jubel!“ Freude und Fröhlichkeit machen unseren Dienst angenehm für Gott. In Psalm 144:15 heißt es: „… wohl dem Volk, dessen Gott der Herr ist!“ Und das Großartige an dieser Freude und Fröhlichkeit ist, dass sie nicht von unseren Umständen abhängen. Diese Freude kommt aus unserem Geist. Jesus sagte: „Ich gebe euch meine Freude, und niemand kann sie euch nehmen.“

 

Als junger Christ lebte ich eine Zeit lang in Arizona. Einmal traf ich mich mit ein paar Freunden. Wir verbrachten den Nachmittag zusammen und abends gingen wir bis spät in die Nacht zum Angeln. Das Gebiet, wo wir uns aufhielten, hieß Picacho. Dort gibt es viel unberührtes Land, aber es gibt auch ein Gefängnis dort draußen. Gegen ein Uhr morgens fuhren wir in einem alten, blauen Pick-up zurück.   Am Steuer saß ein Mann namens Raul, neben ihm saß sein Sohn und zwischen ihnen lag ein 22er- Gewehr. Ich saß zusammen mit einem anderen Mann hinten im Truck. Da winkte uns auf dieser verlassenen Straße ein Polizist an die Seite. Als er auf uns zuging, dachte ich: „Er sieht sehr nervös aus.“ Was wir nicht wussten, war, dass an diesem Nachmittag zwei Jungen in einer Kühlbox  abgesägte Schrotflinten in das Picacho-Gefängnis geschmuggelt und damit ihrem Vater zur Flucht verholfen hatten. Dabei waren einige Menschen getötet worden. Die Leiche des Vaters fand man

 

später draußen in der Wüste. Er war dort an Dehydration gestorben. Die Jungen wurden später getötet, als sie versuchten, unter Kugelhagel eine Polizeisperre zu durchbrechen. Das Ereignis wurde später sogar verfilmt. Und all das war passiert, während wir uns ganz in der Nähe aufhielten. Sie flohen in einem Pick-up desselben Modells und in derselben Farbe wie unserer. Die Polizei hatte ihn zur Fahndung ausgeschrieben und als der Polizist den blauen Truck sah, kam er mit der Hand am Anschlag seiner Waffe auf uns zu. Als er sich Raul näherte, sah er das Gewehr zwischen den Sitzen liegen. Innerhalb eines Herzschlags zog er seine Waffe, hielt sie an Rauls Schläfe und schrie in einer ziemlich obszönen Sprache, dass er aussteigen solle. Er schrie und schrie. Dann sah er mich an und sagte: „Raus aus dem Truck!“ Das war eine der Gelegenheiten, bei der ich nicht anders konnte als zu grinsen. Es kam einfach aus meinem Inneren. Ich konnte nicht damit aufhören. Ich saß da, lächelte und fragte: „Wer, ich?“ Er fuchtelte mit der Waffe herum und richtete sie auf mich. Seine Hand zitterte.

„Ja!“ sagte er. „Halten Sie das für witzig? Sie glauben wohl, ich mache hier Spaß, oder?“ Das Gewehr zitterte. Und dann sagte ich etwas, das sich unglaublich dumm angehört haben muss. Er stand direkt vor mir, hielt eine Waffe auf mich gerichtet und war ganz offensichtlich nervös und ich sagte: „Ich liebe Jesus.“ Wir stiegen aus und irgendwie kapierte er dann, dass wir nicht die Männer waren, die sie suchten. Er bot uns ein Bier an und entschuldigte sich.

 

Aber der Punkt ist: Unsere Freude hängt nicht davon ab, was wir durchmachen. Wir sollen dem Herrn mit Freuden dienen. Wenn Sie ständig mürrisch und ärgerlich sind, sagen Sie den Leuten bitte nicht, dass Sie Christ sind, sondern geben Sie sich als Atheist aus!

 

Ein kleiner Junge ging zum ersten Mal mit seinem Vater in den Gottesdienst. Sie hörten sich die Predigt an und danach gingen sie zum Mittagessen nach Hause. Da sagte der Junge: „Daddy?“ Er sagte: „Ja, mein Sohn?“ „Der Mann, der da in der Gemeinde gesprochen hat…“„Ja? Was ist mit ihm?“

„Worüber hat er sich so geärgert?“

 

Wir sollten die Gute Nachricht nicht ärgerlich verkünden. Das passt nicht zusammen! Denn wie wäre es, wenn ich Ihnen in dieser Art sage: „Sie haben in der Lotterie gewonnen! Sie werden nie wieder finanzielle Sorgen haben!“ So überbringt man eine gute Nachricht nicht. Und die Nachricht, die ich heute für Sie habe, ist noch viel besser als ein Lotteriegewinn. Jesus Christus hat Ihre Erlösung gewonnen! Er hat den Teufel besiegt. Er ist von den Toten auferstanden. Er wurde abgelehnt, damit  wir angenommen werden. Wir haben eine Bestimmung und ewiges Leben und das völlig umsonst! Sie müssen nicht mehr tun als zu glauben und Ihm zu vertrauen. Mann, das sind wirklich gute  Nachrichten! Und diese sollen wir nicht ärgerlich, sondern glücklich und froh verkünden. Damit will ich nicht sagen, dass wir in der Gemeinde nicht manchmal mit schwierigen Problemen zu kämpfen haben. Aber Sie wissen, was ich meine. Und wenn wir dieses wunderbare Geschenk Gottes annehmen wollen, sollte sich das zuerst auf unser Herz und unseren Mund auswirken.

 

Römer 10:9-10

„Denn mit dem Herzen glaubt man, um gerecht zu werden, und mit dem Mund bekennt man, um gerettet zu werden…“

 

Viele Menschen glauben, dass Jesus der Sohn Gottes ist. Aber das reicht nicht aus, um gerettet zu werden. Sie müssen Ihn auch zu Ihrem Herrn machen. Wenn Sie Ihn als Herrn bekennen, vertrauen Sie Ihm Ihr Herz und Ihr Leben an und das ist es, woran Gott interessiert ist. Und ich sage Ihnen, Er wird Sie nicht abweisen. Aber das sind die Bedingungen, unter denen Sie zu Ihm kommen können.

 

Bitte beugen Sie Ihren Kopf und schließen Sie für einen Moment die Augen. Ich möchte beten. Vielleicht sind Sie heute zum ersten Mal hier oder Sie waren schon öfter da und sind noch  unschlüssig. Vielleicht hat ein Freund Sie eingeladen. Möglicherweise sind Sie mit Ihrer Familie hier. Ich will Ihnen die wichtigste Frage Ihres Lebens stellen. Wo stehen Sie mit Gott? Es geht hier nicht um Rituale oder Zeremonien, sondern um Ihren Geist, um Ihr wahres Ich.

 

Während der Anbetungszeit heute dachte ich, dass jeder von uns irgendwo die Ewigkeit verbringen wird. Wenn unser Körper stirbt, ist das nicht unser Ende. Wir gehen an einen anderen Ort. Unser Körper ist nur unser Aufenthaltsort auf der Erde. Aber Sie werden irgendwo die Ewigkeit verbringen. Und ich will Ihnen die Wahrheit weitergeben, die mir ein christlicher Exhippie sagte: Es gibt nur einen Weg zu einer Beziehung mit Gott und dieser Weg ist Sein Sohn Jesus. Wir alle haben gesündigt und nicht die Herrlichkeit Gottes erlangt. Wir alle sind schuldig. Die Sünde trennt uns von dem heiligen Gott. Sie muss erst ausgeräumt werden, bevor wir eine Beziehung mit Ihm haben können. Gott hat das Problem der Sünde gelöst, indem Er zuließ, dass Sein Sohn zu unserem Stellvertreter wurde. Er wurde von einer Jungfrau geboren, Er lebte ein sündloses Leben, Er wurde gefangen genommen und

 

einem Scheinprozess unterzogen, ohne Gnade geschlagen und gekreuzigt. Und als Er am Kreuz  hing, legte Gott, der Vater, die Sünde der Welt auf Seinen eigenen Sohn. Er richtete Jesus an unserer Stelle. Er starb am Kreuz. Damit wurde den Forderungen von Gottes ewiger Gerechtigkeit Genüge getan. Jesus wurde nach drei Tagen von den Toten auferweckt. Er hat für Ihre Sünden bezahlt. Der Weg zu einer Beziehung mit Gott ist offen. Er wird Sie nicht abweisen. Es interessiert mich nicht, was Sie getan haben. Gott kennt Sie und Er liebt Sie. Er will Ihnen einen neuen Anfang und ein neues Leben schenken, wenn Sie Ihm Ihr Herz anvertrauen. Das ist die wichtigste Entscheidung, die Sie je treffen werden. Und nochmals: Es geht nicht darum, religiös zu werden und sich an eine endlose Liste von Dingen zu halten, die Sie nicht mehr tun dürfen. Es geht darum, ein überreiches Leben zu haben, mit Gott zu leben und zu reden. Dafür wurden Sie erschaffen. Nur Gott kann diese Leere in Ihrem Herzen ausfüllen. Sie lässt sich nicht mit einem neuen Partner, mit Drogen, Alkohol, Geld, materiellen Dingen oder Ritualen ausfüllen. Dieser Raum ist auf Gott zugeschnitten. Lassen Sie uns beten. Sprechen Sie mir einfach nach:

 

Gott, ich demütige mich jetzt vor Dir. Ich vertraue Dir. Ich glaube, dass Jesus Dein Sohn ist und dass Er mein Leben verändern kann. Jesus, danke, dass Du ans Kreuz gegangen und für mich gestorben bist. Ich treffe heute die Entscheidung, Dich, den Retter der Welt, als meinen Herrn anzunehmen. Ich gebe Dir mein Leben, Jesus. Von diesem Moment an gehöre ich ganz Dir. In Deinem Namen bete ich. Amen.

 

Ich hoffe, dass Sie aus dieser Predigt etwas mitgenommen haben. Und wenn Sie Jesus noch nie Ihr Herz geöffnet und das Gebet am Ende der Predigt nicht mitgebetet haben, warum tun Sie es nicht jetzt? Warum öffnen Sie dem Retter nicht Ihr Herz? Es gibt einen Grund, warum Sie mir jetzt gerade zusehen. Sie hätten auch etwas anderes tun oder das Programm wechseln können. Sie hätten sich einen Comic oder die Nachrichten ansehen können, aber Sie sehen mir zu. Es gibt einen Gott im Himmel, der Ihren Namen kennt. Er ist an Ihnen interessiert und Er will Ihnen sagen, dass Er Sie liebt. Rufen Sie Jesus an. Die Bibel sagt, wer Seinen Namen anruft, wird nicht enttäuscht und nicht beschämt werden. Gott liebt Sie und ich tue es auch. Ich hoffe, dass Sie auch bei der nächsten Sendung wieder mit dabei sind. Gott segne Sie.

 

Ein Dienst, der Gott gefällt / Teil 2 17.03.2013

Pastor Bayless Conley

 

Heute sehen Sie den zweiten Teil dieser Serie. Wenn Sie den ersten Teil nicht gesehen haben, nun, dann haben Sie die Hälfte Ihres Lebens verpasst. Deshalb sollten Sie den zweiten Teil keinesfalls versäumen. Lassen Sie uns zusammen Gottes Wort ansehen. Wir sprechen gerade über Dienen, das angenehm und wohlgefällig für Gott ist. Wir werden uns heute mit einigen interessanten Dingen beschäftigen wie Inständigkeit und Flexibilität. Ich glaube, diese Predigt wird Ihnen in Ihrem Leben mit Gott helfen. Wenn Sie eine Bibel haben, nehmen Sie sie zur Hand und lassen Sie uns zusammen etwas lernen.

 

Bitte schlagen Sie den Hebräerbrief, Kapitel 12 auf. Hebräer, Kapitel 12. Heute werde ich die Predigt vom letzten Mal zu Ende führen. Das ist Teil 2 der Predigt „Ein Dienst, der Gott gefällt“. Hebräer, Kapitel 12. Wir sehen uns Vers 28 an.

 

Hebräer 12:28

“Darum, weil wir ein unerschütterliches Reich empfangen, lasst uns die Gnade festhalten (oder lasst

uns dankbar sein), durch die wir Gott auf wohlgefällige Weise dienen können mit Scheu und Ehrfurcht!“

 

Hier geht es also darum, dass wir Gott so dienen sollen, dass es Ihm wohlgefällig ist. Und die Wahrheit ist, dass wir alle zum Dienen berufen sind. Natürlich dienen wir Gott vor allem, indem wir anderen in und außerhalb der Gemeinde dienen. Jesus sagte im Hinblick auf die Ermutigung und die Unterstützung anderer, die in Not sind: „Was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan!“ Wir dienen also sowohl innerhalb als auch außerhalb der Gemeinde dem Herrn, indem wir uns um andere bemühen, ihnen helfen und dienen. Aber unsere besondere Aufmerksamkeit sollte denjenigen gelten, die zu Gottes Haus gehören. In Galater 6:10 heißt es:

 

Galater 6:10

„So lasst uns nun, wo wir Gelegenheit haben, an allen Gutes tun, besonders aber an den Hausgenossen des Glaubens.“

 

Gott möchte also, dass wir vor allem denjenigen helfen, die zu Seiner Familie gehören, obwohl wir  nicht darauf begrenzt sind. Eine Gemeinde, die darauf begrenzt ist, ist sehr nach innen gerichtet und ungesund. Wir sollten unseren Blick auf die Erntefelder richten. Wir sollten hinausgehen und den verlorenen Menschen helfen. Aber gleichzeitig sollten wir in unserem eigenen Haus dienen. Und wie ich bereits sagte, dafür gibt es unzählige Möglichkeiten. Wir können beten, wir können spenden, wir können mit Kindern arbeiten, bei der Korrespondenz helfen, uns auf dem Parkplatz nützlich machen und so weiter. Aber worüber wir gerade sprechen, sind die Eigenschaften oder die Herzenshaltung,  von denen unser Dienst geprägt sein sollte, ganz gleich, in welcher Form wir dienen. Vielleicht fühlen Sie sich von einem bestimmten Bereich angezogen, weil Sie Ihre Gaben dort einbringen können. Das ist großartig. Manche Menschen haben eine Begabung für eine bestimmte Sache, die andere nicht haben. Aber ganz gleich wie unser Dienst für das Reich Gottes aussieht – diese Herzenshaltung, diese Eigenschaften sollten wir alle haben. Sie sollten unseren Dienst prägen, was immer wir auch tun.

 

Bisher haben wir uns fünf dieser Eigenschaften angesehen: Die erste ist Dankbarkeit, die zweite Ehrfurcht, wie wir hier in Hebräer 12:28 gelesen haben, die dritte ist Milde, die vierte Demut, wie sie in

2. Timotheus 2:24-25 beschrieben wird und die fünfte ist die Freude, wie es in Psalm 100:2 steht.

 

Wir kommen jetzt zur sechsten Eigenschaft, die unseren Dienst prägen sollte und das ist die Liebe. Bitte schlagen Sie mit mir Galater 5 auf. Liebe. Galater 5, Vers 13. Da heißt es…

 

Galater 5:13

„Denn ihr seid zur Freiheit berufen, Brüder; nur macht die Freiheit nicht zu einem Vorwand für das Fleisch, sondern dient einander durch die Liebe. Denn das ganze Gesetz wird in einem Wort erfüllt, in dem: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“

 

Wir sollen einander also durch die Liebe dienen.

 

Vor einiger Zeit habe ich schon einmal die Geschichte von einem unserer Bekannten erzählt. Dieser Mann diente vor vielen Jahren hier in der Gemeinde. Vielleicht ist er noch am Leben, ich weiß es

 

nicht. Aber dann wäre er schon ziemlich alt. In den späten Vierziger- oder Anfang der Fünfzigerjahre hatte er einen Dienst für die Indianer. Er verbrachte viel Zeit in den Reservaten Arizonas und New Mexicos. Vor allem arbeitete er mit den Apachen. Und er erzählte, wie Gott ihn dazu anleitete, in seinem alten Pick-up durch die Wüste zu fahren, wo es nicht einmal eine Straße gab, und ihn zu einer kleinen Enklave von Apachen führte, die außerhalb der Reservate lebte. Sie hatten sich weit draußen in einer entlegenen Gegend von New Mexico niedergelassen. Aber er fand sie. Und er sagte, der Heilige Geist habe ihn zu ihnen geführt. Es wusste kaum jemand, dass diese kleine Gruppe überhaupt existierte. Er spürte, dass Gott ihn dazu berufen hatte, ihnen das Evangelium zu verkünden. Als er in das Dorf kam, traf er auf einen zehnjährigen Jungen, der Alkoholiker war. Er sprach sowohl Englisch als auch die Sprache der Apachen und so fungierte er als sein Dolmetscher. Von da an fuhr er mehrmals pro Woche mit seinem Truck hinaus in die Wüste und erzählte den Menschen dort vom Evangelium und der kleine Junge dolmetschte für ihn. Aber er erreichte absolut nichts. Ganz im Gegenteil – nach einiger Zeit gingen sie sehr unhöflich und grob mit ihm um. Sie waren sogar regelrecht gemein zu ihm. Es schien ihm, als würden sie keine Mühe scheuen, um ihn zu provozieren und ihm grausame Dinge anzutun. Aber er ging trotzdem weiterhin zu ihnen. Und er sagte, danach  fuhr er immer in die Wüste hinaus und sagte im Licht der untergehenden Sonne zu Gott: „Gott, ich schaffe das nicht mehr. Ich habe noch nie so rüpelhafte Menschen getroffen. Sie sind grausam zu mir. Ich will dort nicht mehr hingehen, Gott.“ Da flüsterte ihm der Heilige Geist in sein Herz: „Sohn, du musst weitermachen. Schütte mir dein Herz aus, erzähle mir von deinem Kummer, aber sorge dafür, dass sie dich nie so sehen. Geh weiter zu ihnen und liebe sie.“ So besuchte er sie weiterhin, Woche  für Woche, Monat für Monat, und teilte die Liebe Christi und das Evangelium mit ihnen und sie waren weiterhin grausam und gemein zu ihm. Nach etwa sechs Monaten rief ihn der Anführer der kleinen Gruppe, also ihr Häuptling, an den Ort, wo sie ihren Rat abhielten. Er sagte, es war eine Art provisorisches Zelt mit einem Boden aus festgetretener Erde. Sie setzten sich auf Holzklötze und wiesen ihn durch den kleinen Dolmetscher an, sich auf den Klotz in der Mitte zu setzen. Und alle Ältesten saßen um ihn herum. Da richtete der Anführer einen Finger auf ihn und begann zu weinen. Dann richtete er seinen Finger nach oben, ging auf die Knie und weinte noch mehr. Auch einige andere gingen auf die Knie und sagten etwas, das er nicht verstand. Er fragte seinen kleinen Dolmetscher, was hier los war. Der kleine Junge sagte: „Ich durfte es dir nicht sagen, aber sie haben dich geprüft. Als du kamst und von Jesus Christus und Seiner Liebe erzählt hast, sagten sie, das sei eine Lüge. Niemand könne so lieben. Und so beschloss die Gruppe, grausam und böse zu dir zu sein. Der ganze Stamm hat versucht, so gemein wie möglich zu dir zu sein, um dir zu beweisen, dass man nicht so lieben kann. Und eben haben sie gesagt: Wir haben gesehen, dass du uns trotzdem liebst  und dass der Gott, von dem du predigst, real sein muss. Sie wollen diesen Jesus, von dem du  sprichst, annehmen.“ Und an diesem Tag wurden sie alle, ich glaube, es waren um die 200  Menschen, gerettet. Die ganze Gruppe nahm Jesus an. Und was zu ihnen durchdrang, war die Liebe. Dienen Sie durch die Liebe.

 

In 1. Korinther 16:14 heißt es: „Lasst alles bei euch in Liebe geschehen!“ Alles!

 

Es können erstaunliche Dinge geschehen, wenn wir mit einem liebevollen Herzen dienen. Sie können dienen und es hassen, Sie können gemein sein und eine schlechte Einstellung dabei haben. Aber wenn Ihr Dienst von Liebe durchdrungen ist, kann keiner dieser Liebe entkommen. Es ist entwaffnend, wenn die Leute erkennen, dass Sie ihnen wahre Liebe entgegenbringen und nur ihr Bestes im Sinn haben.

 

In 1. Petrus 4:8 heißt es, die Liebe deckt Sünde zu.

 

1. Petrus 3:8: Die Liebe ist barmherzig.

 

Römer 12:10: Die Liebe setzt den anderen an die erste Stelle.

 

Und in 1. Korinther, Kapitel 13 ist die Rede von der Liebe und wie man sie definieren kann. Das ist aus der Amplified Bible. Lesen Sie bitte mit. Hören Sie zu:

 

„Die Liebe ist langmütig und geduldig und freundlich; die Liebe ist nie neidisch, sie schäumt nicht vor Eifersucht, sie ist nicht prahlerisch oder aufgeblasen, sie stellt sich nicht hochmütig dar. Sie ist nicht eingebildet, arrogant oder stolz; sie ist nicht grob oder ohne Benehmen und handelt nicht ungehörig. Die Liebe, Gottes Liebe in uns, besteht nicht auf ihrem Recht oder ihrem Willen, denn sie sucht nicht das Ihre; sie ist nicht empfindlich oder gereizt und lässt sich nicht erbittern; sie rechnet Böses nicht zu und schenkt erlittenem Unrecht keine Beachtung. Sie freut sich nicht über Ungerechtigkeit, doch sie freut sich, wenn Recht und Wahrheit die Oberhand gewinnen. Sie erträgt alles, sie ist immer bereit,

 

von jedem das Beste zu glauben, sie hat unter allen Umständen eine unvergängliche Hoffnung und sie duldet alles, ohne zu ermüden.“ Und im nächsten Vers heißt es selbstverständlich: „Die Liebe versagt nie.“

 

Machen wir weiter. Die siebte Eigenschaft, von der unser Dienst für Gott geprägt sein sollte… Römer, Kapitel 12… ist das Feuer. In Römer 12:10 heißt es:

 

Römer 12:10-11

„In der Bruderliebe seid herzlich gegeneinander; in der Ehrerbietung komme einer dem anderen zuvor! Im Eifer lasst nicht nach, seid brennend im Geist, dient dem Herrn!“

 

Dient dem Herrn brennend im Geist. Wir sollen für den Herrn brennen, in unserem Geist soll Feuer sein. Wörtlich: kochend heiß. Begeistert, enthusiastisch. Sicher haben Sie schon gehört, was enthusiastisch bedeutet. Dieses Wort gibt es erst, seit es das Christentum gibt. Die frühen griechischen Philosophen hatten kein Wort in ihrer Sprache, mit dem sich die Spontaneität, das Brennen und die Begeisterung der Christen über ihr Leben mit Jesus, ihre Gemeinde und das gegenseitige Dienen beschreiben ließ und so erschufen sie dafür ein neues Wort: Enthusiasmus. Dieses Wort kommt von „in theos“, also „in Gott“. Enthusiasmus bedeutet wörtlich, in Gott lebendig sein. Und wissen Sie was? Das ist ansteckend. In 2. Korinther 9:2 heißt es: „… euer Eifer hat viele angespornt.“ Es ist etwas Wunderbares, wenn jemand brennend im Geist ist. Dann handelt er stets voller Leidenschaft und Enthusiasmus.

 

Ich koche gern, aber die Kochsendungen im Fernsehen mag ich nicht besonders. Ich sehe mir nur ganz selten mal eine an. Aber als ich eines Tages durch die Programme zappte, blieb ich bei einer Kochshow hängen. Der Mann war so enthusiastisch. Er war ein Spanier und erklärte gerade, wie man Tintenfisch zubereitet. Dann sagte er: „Okay, lassen Sie uns jetzt aufs Boot gehen.“ Ich war sofort dabei. Und sie gingen auf ein Boot und fingen einen Tintenfisch. Er schlitterte über das Deck, bis der Mann ihn packte und aufhob und während er über ihn sprach, schlang sich der Tintenfisch um seinen Arm. Und dann kochte er ein wunderbares Gericht mit gebackenem Tintenfisch und Empanadas mit Meeresfrüchten. Und der Mann war so begeistert davon, was er tat. Ich dachte: „Dieser Mann ist großartig. Wer ist er? Warum habe ich noch nie von ihm gehört?“ Seine Begeisterung färbte auf mich ab. Ich war regelrecht gefangen von seinem Enthusiasmus.

 

Wir müssen brennen. Gott sucht nach einem begeisterten, brennenden Geist. Warum fehlt manchen Menschen dieses Feuer? Warum mangelt es manchen Christen an Enthusiasmus, wenn sie dienen? Nun, vielleicht ist ihnen die Realität ihrer eigenen Rettung durch den Herrn irgendwie abhanden gekommen. Vielleicht haben sie vergessen, wo sie hergekommen sind. Vielleicht ist die Erinnerung an ihre eigene Erlösung zu weit in die Ferne gerückt. Ich habe nicht vergessen, wo ich hergekommen bin. Und ich denke, es ist gefährlich, wenn wir uns zu weit von dort wegbewegen und anfangen, die Dinge als selbstverständlich anzusehen, in die auch die Engel hineinzuschauen begehren. Manche haben vielleicht noch nie gründlich darüber nachgedacht, wie kurz das Leben und wie lang die Ewigkeit ist und wie riesig der Lohn derjenigen sein wird, die treu dienen. Und manche sind vielleicht einfach am falschen Ort. Sie dienen, aber sie sind nicht enthusiastisch, weil sie nicht in einem Bereich dienen, der ihnen wirklich liegt. Sie sollten einfach etwas Neues ausprobieren. Das ist nicht schlimm. Wenn etwas nicht zu Ihnen passt, finden Sie etwas, das Sie begeistert.

 

Die achte Eigenschaft, über die ich mit Ihnen sprechen will – es sind insgesamt nur neun – ist Flexibilität oder Anpassungsfähigkeit. Sehen wir uns zusammen 1. Korinther 9 an. 1. Korinther, das 9. Kapitel. Dieser Punkt gilt vor allem für diejenigen, die außerhalb des Reichs, außerhalb von Gottes Haus dienen. Flexibilität. 1. Korinther 9:19. Beachten Sie dabei das Wort Knecht, denn darum geht es hier. Vers 19:

 

1. Korinther 9:19-23

„Denn obwohl ich frei bin von allen, habe ich mich doch allen zum Knecht gemacht, um desto mehr [Menschen] zu gewinnen. Den Juden bin ich wie ein Jude geworden, damit ich die Juden gewinne; denen, die unter dem Gesetz sind, bin ich geworden, als wäre ich unter dem Gesetz, damit ich die unter dem Gesetz gewinne; denen, die ohne Gesetz sind, bin ich geworden, als wäre ich ohne Gesetz

– obwohl ich vor Gott nicht ohne Gesetz bin, sondern Christus gesetzmäßig unterworfen -, damit ich die gewinne, die ohne Gesetz sind. Den Schwachen bin ich wie ein Schwacher geworden, damit ich die Schwachen gewinne; ich bin allen alles geworden, damit ich auf alle Weise etliche rette. Dies aber tue ich um des Evangeliums willen, um an ihm teilzuhaben.“

 

Er sagt also, dass wir flexibel und anpassungsfähig sein und anderen dienen sollen, damit wir sie für Christus gewinnen können. Hier ist ein Teil von Vers 22 aus der Living Bible. Er sagt: „Wie auch immer ein Mensch ist, versuche ich, eine gemeinsame Ebene mit ihm zu finden, damit ich ihm von Christus erzählen und er gerettet werden kann.“ Sagen Sie alle: gemeinsame Ebene. Das ist wichtig. Versuchen Sie mit allen Menschen eine gemeinsame Ebene zu finden, auf der Sie ihnen vom Evangelium erzählen können. Die Botschaft der Bibel ist wirklich gut. Er sagt: „Ich bin in ihre Welt eingetreten und habe versucht, die Dinge aus ihrem Blickwinkel zu sehen.“ Es ist sehr wichtig, dass wir in die Welt anderer Menschen eintreten. Aber dafür müssen wir flexibel sein.

 

Manche Menschen sind sehr stur und unflexibel und wenn andere nicht in ihre kleine Welt oder zu ihren engstirnigen Vorstellungen passen, gibt es keinen Mittelweg, auf dem sie sich begegnen   können. Gott möchte, dass wir anpassungsfähig sind. Lernen Sie Neues. Wachsen Sie in Ihrer Persönlichkeit. Seien Sie anpassungsfähig. Es überrascht mich immer wieder, wie viele  Gelegenheiten sich mir beim Angeln oder beim Golfspielen bieten, vom Evangelium zu erzählen. Es gibt viele Menschen, die gerne angeln und wenn ich dabei mit ihnen reden kann, ist das okay. Dann merken sie, dass ich ein ganz normaler Mensch bin, obwohl ich Pastor bin. Genauso ist es beim Golfspielen. Ich trete in die Welt anderer ein. Es kann auch das Kochen sein, das uns zusammenführt oder klassische Musik, Malerei, Antiquitäten, das Fahrradfahren oder die Begeisterung für Harleys.  Wir sollten uns öffnen und nicht so engstirnig und stur sein. Sonst können wir den Menschen, die nicht in unsere kleine Welt passen, weder vom Evangelium erzählen noch ihnen dienen, damit sie Jesus kennenlernen. Das ist es nicht, wonach Gott sucht. Gott sucht nach Menschen, die wachsen und lernen wollen und sagen: „Ich möchte Dich besser kennenlernen. Ich möchte in Deine Welt eintreten und eine gemeinsame Ebene mit Dir finden. Ich liebe Dich und ich möchte Dir dienen.“ Das ist die Herzenshaltung, die Gott sucht und die Er in allen Seinen Kindern vorfinden sollte, wenn es um das Dienen geht. Wir sollten flexibel und anpassungsfähig sein.

 

Die letzte Eigenschaft, die wir besitzen sollten, ist Bereitschaft. Nummer neun ist die Bereitschaft. Lukasevangelium, Kapitel 12, Vers 37.

 

Lukas 12:37-40

„Glückselig sind jene Knechte, die der Herr, wenn er kommt, wachend finden wird! Wahrlich, ich sage euch: Er wird sich schürzen und sie zu Tisch führen und hinzutreten und sie bedienen. Und wenn er in der zweiten Nachtwache kommt oder in der dritten Nachtwache kommt und sie so findet, glückselig sind jene Knechte! Das aber erkennt: Wenn der Hausherr wüsste, zu welcher Stunde der Dieb käme, so würde er wachen und nicht in sein Haus einbrechen lassen. Darum seid auch ihr bereit! (Sagen Sie alle: bereit.) Denn der Sohn des Menschen kommt zu einer Stunde, da ihr es nicht meint.“

 

Viele Menschen sagen, sie wüssten, wann Jesus wiederkommt. Ich weiß es ganz genau und aus  einer zuverlässigen Quelle, der Bibel, von den Lippen Jesu selbst. Er kommt zu einer Stunde, wo Sie es nicht erwarten. Jesus sagte: „Seid bereit.“ Er sprach über das Dienen und nur wenn unser Herz  und unser Geist bereit sind, ist uns bewusst: „Jesus, Du könntest heute Nacht wiederkommen. Deshalb halte ich mein Leben rein. Ich will keiner Sünde nachgeben und kein Leben leben, für das ich mich schämen müsste, wenn Du wiederkommst.“

 

Ist Ihr Leben rein? Sind Sie bereit? Bitte beugen Sie doch Ihren Kopf und schließen Sie die Augen. Niemand sieht umher. Vielleicht sind Sie noch nicht bereit, aber Sie können es werden. Sie brauchen nur Ihr Herz neu auszurichten und Ja zu Gott sagen. Vielleicht sind Sie allein oder in Begleitung hier und haben gerade keinen Frieden mit Gott. Gott bewahre, dass das geschieht, aber wenn Ihre Lungen den letzten Atemzug getan haben, dann wird Ihr wahres Ich, das in Ihrem Körper lebt, das hofft und träumt und nachdenkt, das Ich, das weint und trauert, lacht und liebt, dieses Ich wird irgendwo die Ewigkeit verbringen. Wenn Sie noch keinen Frieden mit Gott geschlossen haben, hören Sie: Gott ist nicht ärgerlich auf Sie. Er hat Seinen Sohn gesandt, damit Er für die Sünde der Welt starb. Der Preis wurde bezahlt. Unsere Sünden trennten uns von Gott, sagt die Bibel und Sünde musste gerichtet werden, bevor sündige Menschen und ein heiliger Gott zusammenkommen konnten. Und das hat Gott getan, indem Er Seinen eigenen Sohn zu unserem Stellvertreter werden ließ. Jesus hing am Kreuz, aber in den Augen Gottes waren Sie es. Jesus wurde verurteilt und starb unter der Last dieser  Sünden, aber in Gottes Augen waren Sie es, weil Er Ihr Stellvertreter war. Das tat Er freiwillig für Sie. Damit waren die Forderungen von Gottes Gerechtigkeit erfüllt und am dritten Tag wurde Er durch die Kraft des Heiligen Geistes von den Toten auferweckt. Und die Bibel sagt, wenn Sie das glauben,   wenn Sie Ihm Ihr Leben geben und Ihn zu Ihrem Herrn machen, bringt Gott Sie in eine Beziehung zu Ihm hinein, die man Erlösung nennt. Dann ist die Person in Ihrem Inneren, von der ich gesprochen habe, mit Gott verbunden. Es geht nicht um Rituale und Zeremonien. Es geht darum, unseren

 

Schöpfer zu kennen, mit Ihm zu leben und zu reden. Ich möchte mit der ganzen Gemeinde und allen verlorenen Söhnen und Töchtern, die heute hier sind, beten. Wenn Sie wissen, dass Sie nicht bereit sind und sich schämen würden, wenn Jesus jetzt käme, ist es an der Zeit, Ihm Ihr Leben wieder ganz neu hinzugeben und sich bereit zu machen.

Legen Sie Ihre Hand auf Ihr Herz und lassen Sie uns beten. Gott sucht nach Aufrichtigkeit. Sagen Sie: Gott, ich komme jetzt zu Dir und ich meine es ernst. Ich kann mich nicht selbst retten. Ich sehe nicht

auf meine Werke oder auf andere Personen. Ich sehe allein auf Dich und Deinen Sohn Jesus Christus. Jesus, danke, dass Du für mich ans Kreuz gegangen bist. Danke, dass Du den Preis für meine Sünden bezahlt hast. Ich glaube, dass Du von den Toten auferweckt wurdest. Ich werde heute eine Entscheidung treffen, die mein Leben verändern wird. Ich gebe Dir mein Herz und ich bitte Dich, mein Herr zu sein. Ich setze mein Vertrauen auf Dich. Ich will mit Dir leben, Jesus. Und wenn dieses Leben vorüber ist, hole mich bitte in den Himmel. Von diesem Moment an gehört mein Leben nicht mehr mir. Ich lege alles, was ich bin und habe, in Deine Hände, Jesus. In Deinem Namen bete ich. Amen. – Hey. Fantastisch!

 

Ich hoffe, dass Sie aus der heutigen Predigt etwas mitgenommen haben. Es erstaunt mich immer wieder, wie uns das Wort Gottes neue Einsichten schenkt, die uns ganz praktisch in unserem täglichen Leben helfen und uns auf die Ewigkeit vorbereiten. Ich will Sie ermutigen, dem Wort Gottes nicht nur zuzuhören und Ihm zu applaudieren, sondern es auch zu tun. Setzen Sie das, was Sie hören, in die Praxis um. Sollte die Predigt nur einen Punkt beinhaltet haben, den Sie anwenden können – tun Sie es. Es wird Ihr Leben bereichern. Das einzige Wort Gottes, das wir wirklich kennen, ist das Wort Gottes, das wir tun. Das einzige Wort Gottes, das uns wirklich verändert, ist das Wort Gottes, nach dem wir auch handeln. Deshalb machen Sie Sein Wort zum Teil Ihres Lebens. Machen Sie etwas aus dem, was Sie gehört haben. Und wenn Sie Zeit haben, würde ich mich über eine Nachricht von Ihnen freuen. Bis zum nächsten Mal. Gott segne Sie.

 

Jule 9. März 2013 Keine Kommentare Trackback URI Comments RSS

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