Glaube, der zum Opfer bereit ist

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wie lustig, diese Ansprache habe ich gerade heute Nacht als mp3 angehört, wo Bayless sie irgendwo in Deutschland hält und er mit Übersetzer arbeitet. Leider finde ich nicht mehr, wo ich es runtergeladen hatte ;-(

 

Glaube, der zum Opfer bereit ist

31.03.2013

Pastor Bayless Conley

 

Haben Sie gewusst, dass wir im Neuen Testament dazu aufgefordert werden, so zu glauben wie Abraham? Er ist ein gutes Beispiel dafür, wie der Glaube an Gott funktioniert. An seinem Leben können wir lernen, wie wir unseren Glauben leben können, wenn wir durch tiefe Täler und Krisen gehen müssen und wenn es so aussieht, als würde Gott Seine Versprechen nicht erfüllen. Abrahams Leben ist voll von Erkenntnissen und Erfahrungen über den Glauben. Deswegen beschäftigen wir uns heute mit Abraham. Sicher werden Sie etwas dabei lernen.

 

Wir beschäftigen uns mit einem Mann, der das Beste hergeben musste, was er hatte. Er war bereit, das Leben seines Sohnes zu opfern. Richtig, hier geht es um Abraham. Im Römerbrief wird uns gesagt, dass wir so glauben sollen, wie Abraham es tat. Schlagen Sie mit mir Ihre Bibel auf, den Hebräerbrief, das 11. Kapitel. Hebräer, Kapitel 11. Ich möchte über die fünf Merkmale von Abrahams Glauben sprechen. Doch wenn Sie es gefunden haben, möchte ich zuerst noch beten.

 

Himmlischer Vater, wir lesen und hören Dein Wort mit großen Erwartungen. Wir wissen, dass es uns stärken, zu uns sprechen und uns führen wird. Wir wissen, dass es unserem Geist Nahrung gibt. Herr, wir wollen nicht nur Hörer, sondern auch Täter sein. Was Du sagst, soll Auswirkungen haben. Wir glauben, dass Dein Wort durch Deinen Namen erhoben und dass es für immer im Himmel festgeschrieben ist. Und wir wollen es auch in unseren Herzen festschreiben. Dein Wort ist unser Wegweiser. In Jesu Namen. Amen.

 

Fünf Merkmale von Abrahams Glauben. Erstens: Wenn wir in der Bibel von seinem Glauben lesen, erfahren wir, dass er einen gehorsamen Glauben hatte. Hebräer 11, Vers 8:

 

Hebräer 11:8

„Durch Glauben war Abraham, als er gerufen wurde, gehorsam, auszuziehen an den Ort, den er zum Erbteil empfangen sollte; und er zog aus ohne zu wissen, wohin er komme.“ Durch Glauben war er gehorsam.

 

Ich weiß noch, als wir einmal als Familie mit Janet und den kleinen Kindern im Urlaub waren. Wir wohnten in einer kleinen Ferienwohnung auf der großen Insel Hawaii. Direkt über uns war das  Zentrum von Jugend mit einer Mission. Junge Leute absolvierten dort Jüngerschaftskurse, bevor sie  für ein Jahr oder auch länger irgendwo aufs Missionsfeld gingen. Einmal wollten wir uns die  Einrichtung anschauen und suchten nach jemandem, der uns herumführen konnte. Wir trafen eine Frau, die uns alles zeigte und alle unsere Fragen beantwortete. Ich fragte sie, was sie dort machte. Und sie erzählte, dass sie eine ziemlich gute Stelle als Chefsekretärin bei einer der größten Firmen   der USA gehabt hatte. Sie hatte einen sicheren Job und verdiente viel Geld und ihr Mann war ein erfolgreicher Ingenieur. Aber beide gaben ihre Karriere und ihre Sicherheit auf, weil Gott sie gerufen hatte. Und jetzt nahmen sie an diesem Jüngerschaftskurs teil. Sie lebten bei irgendjemandem in der Garage und duschten im Garten. Nach dem Kurs wollten sie auf eine kleine Inselgruppe in der Südsee gehen, um den Einheimischen dort das Evangelium zu bringen. Sie hatten vor, ihnen mit ein paar Mikroprojekten zu helfen, um ihren Lebensstandard zu verbessern. Ich fragte sie: „Ihr glaubt an radikale Opfer, oder?“ Darauf sagte sie ohne zu zögern: „Nein, wir glauben nur an radikalen Gehorsam.“ Das werde ich nie vergessen.

 

Durch den Glauben war Abraham gehorsam, als er gerufen wurde. Und er ging, ohne zu wissen, wohin. Gott gibt Ihnen keine Karte. Er sagt Ihnen bloß den ersten Schritt. Und Er will, dass Sie diesen Schritt tun, bevor Er Ihnen den nächsten zeigt. In Psalm 37:23 heißt es: „Vom Herrn her werden eines Mannes Schritte gefestigt.“ Gott zeigt uns Schritte. Er gibt uns keine Karte. Vielleicht wollen Sie wissen, was alles passieren wird. „Gott, wo werde ich landen? Wer soll mich versorgen? Wie soll das alles funktionieren?“ Dann wird Gott Sie aber nur wenig gebrauchen können. Gott sagt: „Geh. Geh du los, ich sorge für den Rest. Geh du los, ich werde dir zeigen, wie es weitergeht.“ Jemand, der alles  von Anfang an wissen muss, wird nicht sehr weit kommen. Aber wenn wir bereit sind, den ersten Schritt zu gehen, wird Gott unvorstellbare Dinge tun. Auch wenn es nach nicht viel aussieht.

 

Ich weiß noch, als ich mal mit den Zwillingen einkaufen war. Sie waren damals noch ziemlich klein. Mittlerweile sind sie 25. Wir waren zu Fuß unterwegs und ich glaube, ich wollte ihnen Kekse kaufen. Und als wir so unterwegs waren, hatte ich plötzlich das Gefühl, dass wir anderswo langgehen sollten. Ich spürte, dass es Gott war, der zu mir sprach. Und ich sagte: „Kinder, kommt, wir gehen hier lang“.

 

Sie sagten: „Aber Dad, wir müssen doch dorthin!“ Und ich sagte: „Los, kommt schon.“ Sie wollten wissen, warum wir woanders langgingen. Und ich musste ihnen sagen, dass ich keine Ahnung hatte. Sie sagten nur so was wie: „Typisch.“ Nach zwei oder drei Minuten hörte ich plötzlich jemanden meinen Namen rufen: „Bayless!“ Ich drehte mich um und sah Pastor Ed Smith mit einer Tasse Kaffee in einem kleinen Café sitzen. Ich fragte: „Ed, was machst du hier?“ Und er sagte: „Ich sitze hier und habe gerade gebetet. Setz dich.“ Also setzte ich mich mit den Zwillingen hin und er sagte: „Weißt du, Vanessa und ich und auch unsere Kirche haben das Gefühl, dass wir in Afrika eine Aufgabe haben. Aber wir kennen keinen einzigen Afrikaner. Kennst du einen Afrikaner? Hast du irgendwas mit Afrika zu tun?“ Und wir hatten genau zu der Zeit einen Gast, Dr. Paul Nueke aus Onicha in Nigeria. Er hatte einen wunderbaren Dienst und ich war auch schon in seiner Stadt und seiner Kirche gewesen und habe dort gepredigt. Er war zu der Zeit gerade Aufseher von 600 Kirchen. Und ich sagte: „Also, Ed, komisch, dass du das fragst.“ Und dann erzählte ich ihm: „Wir haben gerade einen Gast, Dr. Paul Nueke. Ich würde ihn dir gern vorstellen.“ Also machte ich Pastor Ed mit Dr. Nueke bekannt. Und damit öffnete sich für seine Kirche die Tür zu einer großen Aufgabe in Afrika. Aber als ich damals das Gefühl hatte, ich sollte den anderen Weg gehen, hatte ich keine Ahnung, wozu das gut sein sollte.

 

Zweitens hatte Abraham durch den Glauben einen Blick für die Zukunft und das Ewige. In Vers 9 steht:

 

Hebräer 11:9-10

„Durch Glauben siedelte er sich im Land der Verheißung an wie in einem fremden und wohnte in Zelten mit Isaak und Jakob, den Miterben derselben Verheißung; denn er erwartete die Stadt, die Grundlagen hat, deren Baumeister und Schöpfer Gott ist.“

 

Ich habe schon öfter darüber gesprochen. Haben Sie sich schon mal gefragt, warum Gott gerade Abraham auserwählte, der Stammvater Seines Volkes zu werden? Des Volkes, das Jesus Christus, den Retter, hervorbringen würde? Warum hat Gott keinen Südseeinsulaner auserwählt? Warum keinen Asiaten? Warum keinen Europäer? Warum keinen Indianer? Warum keinen Afrikaner? Warum wurde gerade Abraham so geehrt, der Mann aus Ur in Chaldäa im Nahen Osten? Die Antwort darauf gibt uns Gott selbst in der Bibel. Sie steht in 1. Mose 18. Gott sagt: „Denn ich habe ihn erkannt“, also:

„Ich habe ihn auserwählt, damit er seinen Söhnen und seinem Haus nach ihm befehle, dass sie den Weg des Herrn bewahren.“ Gott wählte Abraham, weil er in seinem Handeln und Denken an sein Haus und seine Söhne dachte. Überlegen Sie sich das mal: Er lebt in staubigen Zelten im verheißenen Land und weiß, dass nicht er selbst es erben wird, sondern erst die Generationen nach ihm. Sie werden es erben und seine Bewohner sein. Was er tat, tat er für die Generationen nach ihm.

 

Ich weiß noch, wie ich an der Grenze zwischen Sambia und Simbabwe vor der großen Statue von David Livingston stand. Dieser Mann hat den finsteren Kontinent Afrika für das Evangelium von Jesus geöffnet. Haben Sie gewusst, dass sein Körper zwar in London in Westminster Abbey beerdigt ist,  sein Herz aber in Afrika? Bevor sie seine Leiche von Afrika nach England brachten, nahmen sie sein Herz heraus und begruben es. Sein Herz hing an diesem Kontinent. Ich habe sein Tagebuch gelesen. Und ich erinnere mich an einen Eintrag. Er schreibt davon, wie er in einem großen Gebiet arbeitete, in dem es viele verstreute Dörfer gab. Er hatte Malaria und litt furchtbar und ihm war alles gestohlen worden. Sie hatten gebetet und gearbeitet und gepredigt und gearbeitet und gelitten. Aber nur wenige wurden Christen. In seinem Tagebuch schreibt er über die ganze Arbeit und die Mühe und die vielen Opfer. Er schreibt: „Aber eines Tages – das glaube ich von ganzem Herzen – werden an diesem Ort Tausende zu Christus kommen.“ Fast 100 Jahre später gab es in der Region eine Evangelisation mit Reinhard Bonnke und in weniger als einer Woche kamen 300.000 Afrikaner zum Glauben. Wer hatte den Grundstein dafür gelegt? David Livingston mit seinem Glauben, der zukünftige Generationen im Blick hatte.

 

Aber Abraham hatte durch den Glauben nicht nur einen Blick für die Zukunft, sondern auch für das Ewige. Er verließ Ur in Chaldäa, als Gott ihn rief. Ur war eine der mächtigsten, reichsten und am weitesten entwickelten Städte der Antike. Archäologen haben viel davon ausgegraben. Es gab zweistöckige Steinhäuser mit Gärten, gepflasterte Straßen mit unterirdischen Abwassersystemen und wunderschöne Gebäude und Tempel. Ur war ein Zentrum für Wirtschaft und Handel. Abraham verließ das alles wegen seines Glaubens. Er wurde ein Pilger und lebte in Zelten, um Gott zu gehorchen. In Vers 10 steht, er wartete auf die Stadt, die auf festen Fundamenten steht und deren Gründer und Erbauer Gott selbst ist. Er hatte einen Blick für das Ewige. Er nahm Gottes Willen an und ging Gottes Wege, auch wenn es schwierig und gefährlich war. Denn er wusste, dass er dafür belohnt werden würde, so wie wir, wenn wir das wunderbare Lied „Amazing Grace“ singen. „Durch viele Gefahren, Mühen und Schlingen bin ich schon gekommen. Gnade brachte mich sicher so weit, und Gnade wird mich nach Hause führen.“ Nach Hause – damit ist die ewige Herrlichkeit gemeint. „Wenn wir zehntausend Jahre sind in seiner Herrlichkeit, mein Herz noch von der Gnade singt wie in der ersten Zeit.“

 

Gott belohnt uns auch schon auf der Erde, aber den größten Teil unseres Lohnes bekommen wir in der Ewigkeit. Unser Glaube braucht einen Blick für das Ewige.

 

Wir haben einen Freund, der im Nahen Osten arbeitet. Er ist dort geboren und lebt in einer der gefährlichsten Regionen der Welt. In den letzten Monaten wurden rund um sein Haus Hunderte von Christen getötet. Sein eigener Vater wurde von religiösen Extremisten vor der Kirche umgebracht. Und vor einigen Wochen haben Extremisten seinen Cousin in Bauch und Arm geschossen. Er sagt ganz offen, dass er hin- und hergerissen ist, weil er eine Frau und kleine Kinder hat. Er überlegte, in die  USA oder nach Europa zu gehen, wo er mehr Sicherheit hätte als da, wo er jetzt ist. Aber er bleibt. Denn er meint: „Ich bin hierher gerufen worden und ich liebe diese Menschen. Wenn ich ihnen nicht das Evangelium predige, wer tut es dann?“ Er hat einen Blick für das Ewige. Es geht nicht nur um unser Wohlergehen und Segen hier und jetzt. Es geht darum, Gott zu gehorchen, weil das ewige Bedeutung hat.

 

Das dritte Merkmal von Abrahams Glauben ist, dass durch Glauben Wunder geschehen. Schauen Sie mit mir Vers 11 an. Da steht:

 

Hebräer 11:11-12

„Durch Glauben empfing er auch mit Sara Kraft, obwohl sie unfruchtbar war, Nachkommenschaft zu zeugen, und zwar über die geeignete Zeit des Alters hinaus, weil er den für treu erachtete, der die Verheißung gegeben hatte. Deshalb sind auch von einem, und zwar Gestorbenen, so viele geboren worden wie die Sterne des Himmels an Menge und wie der Sand am Ufer des Meeres, der unzählbar ist.“

 

„Er empfing mit Sara Kraft.“ Das griechische Wort, das hier für „Kraft“ steht, wird sonst im Neuen Testament mit „Wunder“ übersetzt. Es ist das gleiche Wort wie für „Wunder“. Es bedeutet übernatürliche Kraft und meint, dass Gott eingreift. Es besagt, dass etwas Wunderbares passiert. Und es war ein Wunder. Sie war neunzig, Abraham war hundert. Ihr Leib war tot – sie hatte noch nie ein Kind geboren – und Abraham stand mit einem Fuß im Grab. Aber sie bekamen ein Kind, Isaak. Sie erlebten ein Wunder, weil sie dem vertrauten, der es ihnen versprochen hatte. Abraham und Sara glaubten dem Versprechen Gottes und glaubten an die Treue dessen, der das Versprechen gegeben hatte.

 

Lassen Sie mich etwas vorlesen. Hören Sie einfach zu. In Römer 4 steht über Abraham: „Er zweifelte nicht durch Unglauben an der Verheißung Gottes, sondern wurde gestärkt im Glauben, weil er Gott die Ehre gab. Und er war völlig gewiss, dass er, was er verheißen habe, auch zu tun vermöge.“

 

Abraham und Sara erlebten das Wunder, weil sie den für treu erachteten, der ihnen das Versprechen gegeben hatte. Das Wort, das hier mit „erachten“ übersetzt wird, bedeutet eigentlich „sich etwas vor Augen führen“. Also etwas im Kopf behalten und sich immer wieder daran erinnern. König David drückt es in Psalm 37:3 so aus: „Wohne im Land und übe Treue.“ Übe Treue. Das tun Sie, indem Sie Seine Versprechen lesen und sich erinnern, was Er Ihnen schon in der Vergangenheit geschenkt und welche Gebete Er erhört hat. So üben Sie Treue. Und so üben Sie, an Seine Treue zu glauben.

 

Ich habe zwei Enkel. Unser jüngster Enkel, Sawyer, kommt mir manchmal eher vor wie ein kleiner Dinosaurier als wie ein Mensch. Er hat dauernd Hunger. Er spricht noch nicht, aber er macht viel Lärm, besonders wenn er Hunger hat – also eigentlich immer. Harrison und Bethany waren gerade in New York und Janet und ich waren eineinhalb Tage lang bei den Jungs. Freitagabend war ich dort. Janet sagte als Erstes: „Sawyer hat den ganzen Tag lang gegessen!“ Wir kochten etwas. Nebenbei gesagt, für uns wird ja gekocht, wenn wir Gottesdienst haben. Letztes Wochenende waren unsere Enkel dabei und ich hatte schon gegessen. Dann kam Sawyer rein. Das ist ein Kerl! Er aß doppelt so viel wie ich und hatte immer noch Hunger!

 

Wenn Sie Gottes Versprechen so verschlingen, dann wird Glauben kein Problem für Sie sein. Dann glauben Sie so selbstverständlich wie Sie atmen, ohne sich extra Mühe zu geben. Glaube wird selbstverständlich, wenn Sie üben, an Gottes Treue zu glauben.

 

Das vierte Merkmal des Glaubens ist, dass er bereit ist, etwas zu opfern. Lesen Sie mit mir Hebräer 11, Vers 17.

 

Hebräer 11:17-19

„Durch Glauben hat Abraham, als er geprüft wurde, den Isaak dargebracht, und er, der die Verheißungen empfangen hatte, brachte den einzigen Sohn dar, über den gesagt worden war: In  Isaak soll deine Nachkommenschaft genannt werden, indem er dachte, dass Gott auch aus den Toten erwecken könne, von woher er ihn auch im Gleichnis empfing.“

 

Gott stellt Abraham auf die Probe. In der Geschichte in 1. Mose 22 steht, Gott sprach: „Abraham!“ Und er sprach: „Hier bin ich.“ Und er sprach: „Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du lieb hast, den Isaak, und ziehe hin in das Land Morija, und opfere ihn dort als Brandopfer auf einem der Berge, den ich dir nennen werde!“

 

Was für eine Probe für einen alten Mann! Er und Sara hatten 25 Jahre auf diesen Jungen gewartet, den Sohn seiner alten Tage, die Freude seines Herzens. Und nun sagt Gott: „Töte ihn. Und töte ihn nicht nur. Du sollst ihn verbrennen.“ Vielleicht hatte sich der Junge auf den ersten Platz in Abrahams Herz geschlichen. Und Gott fragt: „Bin ich immer noch der Erste, Abraham?“

 

Es gibt hier mehrere Punkte, die nicht auf uns alle anwendbar sind. Dieser Fall ist aus mehreren Gründen einzigartig. Und wir werden sie uns noch alle anschauen. Aber das Prinzip können wir auf  uns alle anwenden. Gott wird jedes Seiner Kinder von Zeit zu Zeit fragen, ob es bereit ist, etwas Wertvolles aufzugeben. Damit testet Er unsere Herzen. Er legt Seinen Finger auf das, was uns viel bedeutet und fragt: „Bist du bereit, dies für mein Reich aufzugeben? Würdest du das opfern, wenn ich dich darum bitten würde?“ Denn es ist nicht gut, wenn unser Besitz uns besitzt. Und ich glaube, Gott will, dass wir bereit sind, Ihm alles zu geben, worauf Er Seinen Finger legt. Wenn wir dem Beispiel von Abrahams Glauben folgen wollen, gehören auch Opfer dazu. Und schließlich hatte sein Glaube auch eine Ahnung von dem, was kommen sollte. Schauen wir uns noch mal die Stelle an, die wir gerade gelesen haben. Da steht, Abraham soll seinen einzigen Sohn opfern, den er lieb hat. Kommt Ihnen   das bekannt vor? Und dann lesen wir in Vers 19, dass Abraham den Isaak zurückbekam, der im übertragenen Sinn von den Toten auferweckt worden war. Fällt Ihnen etwas auf? Wenn Sie die ganze Geschichte in 1. Mose 22 lesen, wird ziemlich schnell klar, dass alles, was Gott von Abraham verlangt, auf Golgatha hinweist. Schauen wir uns das einmal an.

 

Isaaks Geburt war ein Wunder. Seine Mutter war unfruchtbar. Die Geburt von Jesus war ein Wunder. Seine Mutter war eine Jungfrau.

 

Isaak ist Abrahams einziger geliebter Sohn. Jesus ist der einzige geliebte Sohn Gottes.

 

Isaak war etwa 33 Jahre alt, als sein Vater mit ihm den Berg Morija bestieg, um ihn zu opfern. Jesus war 33 Jahre alt, als er auf den Hügel Golgatha stieg, um Sein Leben zu opfern.

 

Isaak trug das Holz, auf dem er verbrannt werden sollte. Jesus trug Sein Kreuz. Isaak wurde gefesselt. Jesus wurde gefesselt.

Isaak gehorchte willig seinem Vater. Jesus gehorchte willig Seinem himmlischen Vater.

 

Manche Historiker glauben, dass der Berg Morija, wo die Geschichte mit Abraham und Isaak geschah, nichts anderes ist als der Hügel Golgatha. Aber auch wenn es nicht derselbe Berg ist, so liegen doch beide Berge in derselben bergigen Gegend. Es geschah also praktisch am gleichen Ort.

 

Wir lesen, dass Isaak am dritten Tag geopfert und zurückgegeben wurde. Jesus wurde am dritten Tag von den Toten auferweckt.

 

Als sie auf den Berg stiegen, sagte Isaak zu seinem Vater: „Vater, ich sehe das Messer und das Holz für das Opfer, aber wo ist das Lamm?“ Und Abraham sagte: „Gott wird für das Lamm sorgen, mein Sohn.“

 

Gerade als Abraham seinen Sohn töten wollte, hielt Gott ihn davon ab und sagte: „Abraham, ich weiß, dass du mir deinen Sohn nicht vorenthalten hast.“ Abraham sah sich um und sah einen Widder, der sich im Gestrüpp verfangen hatte und der Ersatz war gefunden. Auch Gott hat uns Seinen einzigen Sohn nicht vorenthalten. Wir sollten eigentlich für unsere Sünden sterben. Der Lohn für die Sünde ist der Tod. Aber es gab einen Ersatz. Sein Name ist Jesus Christus. Er wurde am Kreuz von Golgatha geopfert, um uns zu befreien. Was für ein wunderbarer Retter!

 

Die Bibel sagt, dass Jesus am dritten Tag auferstand, um uns gerecht zu machen. Wenn Sie das so glauben, wie es in Römer 10:9 steht: „Wenn du mit deinem Mund Jesus als Herrn bekennen und in deinem Herzen glauben wirst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, wirst du gerettet werden.“ Ich möchte Ihnen heute die Möglichkeit dazu geben. Wir werden alle zusammen beten. Und wenn Sie Jesus noch nie zum Herrn Ihres Lebens gemacht haben, dann können Sie das heute tun. Das ist Ihr Tag der Freiheit. Und wissen Sie was? Ich sage Ihnen eines: Es geht hier nicht um religiöse Rituale, es geht nicht um Zeremonien ohne Verstand. Es geht um eine echte, lebendige, alltagstaugliche Beziehung zu Gott. Schließen Sie bitte Ihre Augen und werden Sie still. Wenn Sie Jesus noch nie Ihr Herz gegeben haben, dann sage ich Ihnen: Mit guten Taten, egal wie groß, edel oder zahlreich, kann man sich den Weg zum Himmel nicht verdienen. Kein persönliches Opfer und kein religiöses Ritual, nichts dergleichen kann Sie vor Gott gerecht machen. Nur der Glaube. In der Bibel steht: „Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es.“ Aber eine Gabe muss angenommen werden, wenn sie dem Beschenkten etwas nützen soll. Deswegen müssen Sie „Ja“ sagen und Seine Herrschaft anerkennen. Ich möchte heute nicht nur diejenigen ansprechen, die Jesus noch nie ihr Leben anvertraut haben. Ich meine auch alle verlorenen Söhne und alle verlorenen Töchter, die heute hier sind. Vielleicht streiten Sie nicht ab, dass Jesus der Sohn Gottes ist. Vielleicht haben Sie Ihn schon sehr real erlebt. Aber Sie wissen, dass Ihr Leben nicht dem entspricht, was Sie glauben. Zwischen Ihrem Leben und Ihrem Glauben gibt es große Widersprüche. Die Bibel kennt das. Sie nennt es rückfällig sein. Und ich möchte Sie heute bitten, zu Gott zurückzukommen. Kommen Sie wieder nach Hause. Und wissen Sie was? Gott ist nicht böse auf Sie. Aber bleiben Sie nicht länger da draußen, spielen Sie nicht länger im Land des Bösen. Es ist gefährlich dort. Je länger Sie dort bleiben, desto härter wird Ihr Herz. Kehren Sie um. Kommen Sie nach Hause. Lassen Sie sich heilen. Fangen Sie an, ganze Sache mit Gott zu machen. Legen Sie Ihre Hand auf Ihr Herz und beten Sie mit mir. Bekräftigen Sie die Worte in Ihrem Herzen. Gott möchte, dass wir ehrlich sind. Wir beten.

 

Lieber Gott. Danke, dass Du mich so sehr geliebt hast. Du hast Deinen Sohn an meiner Stelle sterben lassen. Jesus, danke, dass Du Dein Leben am Kreuz für mich gegeben hast. Ich glaube, dass Du von den Toten auferstanden bist. Ich entscheide mich heute, Dir mein Herz zu geben. Ich erkenne Dich als meinen Herrn an. Von jetzt an gehört mein Leben nicht mehr mir. Alles, was ich habe und bin, lege ich in Deine Hände, Jesus. In Deinem Namen. Amen.

 

Großartig! Großartig! Zeigen wir unsere Freude, ja?

 

Ich hoffe, dass Sie dieses Gebet mit der Gemeinde gebetet und Jesus Ihr Leben anvertraut haben.  Das ist die wichtigste Entscheidung Ihres Lebens. Und ich möchte Sie ermutigen. Auch wenn unser geistlicher Zustand das Wichtigste ist, heißt das nicht, dass sich Gott nicht für die anderen Bereiche unseres Lebens interessiert. Gott interessiert sich für die kleinsten Dinge in Ihrem Leben. Er kennt Ihre Nöte. Er weiß, welche Schwierigkeiten Sie durchmachen und Er will Ihnen helfen. Ich habe gerade so ein Gefühl in meinem Herzen, dass mir jemand zuschaut, der total entmutigt ist. Wissen Sie was? Gott sieht Sie. Er will Ihnen helfen. Ich möchte Sie ermutigen: Geben Sie nicht auf. Das spreche ich direkt zu dem Pastor, der jetzt zuschaut und so entmutigt ist. Geben Sie nicht auf. Bleiben Sie dem Herrn treu. Er hat Sie nicht aufgegeben. Gott nimmt Seine Gaben und Seinen Ruf nicht zurück. Er ändert Seine Meinung nicht. Sie haben immer noch eine Zukunft und eine Hoffnung. Leider muss ich jetzt schließen. Ich würde gern von Ihnen hören. Schreiben Sie mir doch. Bis zum nächsten Mal. Möge Gottes reicher Segen mit Ihnen sein.

Jule 30. März 2013 Keine Kommentare Trackback URI Comments RSS

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