Gnade über Gnade

als epub-Datei für eBooks: Gnade über Gnade

 

Gnade über Gnade – 1. Woche                                                                                   18.01.2009

Pastor Bayless Conley

Hallo, mein Freund, willkommen zur heutigen Sendung. Wir werden über etwas sprechen, was ich erstaunlich finde – über die vielen Aspekte der Gnade Gottes. Sie sollten sich keine Minute davon entgehen lassen, weil Sie herausfinden werden, dass manche Dinge nur im Zusammenhang mit der Gnade Gottes genannt werden. Sie werden erstaunt sein.

Ich möchte heute Morgen über die Gnade Gottes sprechen. Hier in 1. Petrus 4:10 steht:

1.Petrus 4:10
„Wie jeder eine Gnadengabe empfangen hat, so dient damit einander als gute Verwalter der verschiedenartigen Gnade Gottes!“

Hier ist nicht nur von Verwaltern, sondern von Verwaltern der mannigfaltigen, vielseitigen, facettenreichen Gnade Gottes die Rede. Diese Gnade zeigt sich auf vielfältige Weise. Gottes Gnade hat nicht nur eine Erscheinungsform. Gottes Gnade ist per Definition Gunst, die uns reichlich zuteil wird… oder auch Gottes Bereitschaft, zu segnen und unverdiente Gunst zu erweisen. Das hebräische Wort bedeutet, dass sich ein Überlegener einem Geringeren zuwendet und demjenigen Gunst erweist.

Diesen Gedanken finden wir im Neuen Testament wieder. Das griechische Wort hat im Grunde dieselbe Aussage. Es beinhaltet all das, was Gott in Christus für uns getan hat. Alles, was wir jemals von Gott empfangen können… sei es geistlich, emotional, physisch oder materiell… ist in diesem Wort „Gnade“ enthalten. Sie ist facettenreich und mannigfaltig. Schauen wir uns das erste Kapitel des Johannesevangeliums an. Dort kommt es klar zum Ausdruck. Johannes 1:16. Das wollen wir uns ansehen. Es heißt:

Johannes 1:16
„Denn aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, und zwar Gnade um Gnade.“

Wortwörtlich bedeutet das: „übereinander geschichtete Gnade.“ Andere Übersetzungen sagen: „Gnade über Gnade.“ Die Gnade Gottes ist und bedeutet nicht nur eine Sache. Aber wir haben aus Seiner Fülle empfangen: Eine Schicht der Gnade nach der anderen. Die Amplified Übersetzung sagt: „Gnade auf Gnade, ein geistlicher Segen nach dem anderen und sogar Gunst auf Gunst und ein Geschenk nach dem anderen.“ Schauen Sie, was der nächste Vers sagt, Johannes 1:17.

Johannes 1:17
„Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben; die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden.“

Das steht in der Vergangenheit. Diese Gnade über Gnade, diese facettenreiche Gnade Gottes, die sich in vielfältigen Lebensbereichen zeigt, kam durch Jesus Christus. Sie wurde durch Seinen Opfertod, Sein Begräbnis, Seine Auferstehung und Seinen Sieg über die Mächte der Finsternis erwirkt. Die Gnade Gottes wurde gegeben.

Ich möchte jetzt über verschiedene Bereiche sprechen, in denen sich diese Gnade Gottes zeigt und erweist. Heute und wahrscheinlich noch am kommenden Wochenende werden wir über Gottes Gnade in der Errettung, im Dienst, die Gnade der Gesundheit, der Versorgung und der Kraft sprechen. Bitte schauen Sie sich mit mir zuerst Epheser, Kapitel 2, an. Wir werden über die Gnade der Errettung sprechen. Die Gnade der Errettung. Epheser 2:8.

Epheser 2:8-9
„Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.“

Gute Werke werden uns niemals vor Gott gerecht machen. Gute Werke werden uns niemals Zugang zum Himmel verschaffen. Wir können die Errettung nicht verdienen. Sie kommt aus Gnade. Sie wird uns reichlich aus Gnade durch Glauben gegeben, nicht durch Werke. Sehen Sie sich bitte die tiefen weitreichenden Auswirkungen davon an. Gehen Sie bitte zurück zum ersten Vers des zweiten Kapitels.

Epheser 2:1-3
„Auch euch hat er auferweckt, die ihr tot wart in euren Vergehungen und Sünden, in denen ihr einst wandeltet gemäß dem Zeitlauf dieser Welt, gemäß dem Fürsten der Macht der Luft, des Geistes, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt. Unter diesen hatten auch wir einst alle unseren Verkehr in den Begierden unseres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten und von Natur Kinder des Zorns waren wie auch die anderen.“

Bitte beachten Sie, dass wir von Natur aus Kinder des Zorns waren. Wir lebten früher gemäß dem Zeitlauf dieser Welt, des Systems dieser Welt, gemäß dem Fürsten der Macht in der Luft. Das bezieht sich auf den Teufel und stimmt mit dem überein, was Johannes im 1. Johannes, Kapitel 5, sagt: Die ganze Welt ist der Macht des Bösen unterworfen. Es zeigt uns die Menschheit, uns alle, gefangen im Reich der Finsternis… unter dem Einfluss… ohne es zu wissen… von geistlichen Kräften… in der Finsternis wandelnd, geistlich tot und von Gott getrennt. Von Natur aus… buchstäblich von Natur aus!

Etwas in uns ist gegen Gott, etwas in uns kämpft gegen Gott. Von Natur aus sind wir Kinder des Zorns, wie auch die anderen. Ich liebe die nächsten zwei Worte in Vers 4: „Gott aber…“ Sind das nicht wunderbare Worte?

Epheser 2:4-5
„Gott aber, der reich ist an Barmherzigkeit, hat um seiner vielen Liebe willen, womit er uns geliebt hat, auch uns, die wir in den Vergehungen tot waren, mit dem Christus lebendig gemacht – durch Gnade seid ihr gerettet!“

Halleluja! Sehen Sie, das Christentum ist keine Religion, in der Menschen versuchen, sich zu bessern, Kontakt zu Gott oder eine gewisse Erleuchtung zu erlangen. Im Christentum hat Gott sich zu uns Menschen gebeugt und Männer und Frauen erlöst, die sich selbst nie hätten erlösen können.

Gott selbst hat Männer und Frauen verändert, die sich selbst nie hätten verändern können, weil sie von Natur aus ein Problem hatten… Etwas im Innern, das nicht durch einen Entschluss am Jahresbeginn verändert werden kann. Es kann nicht durch äußerliche Handlungen verändert werden, auch nicht durch Zeremonien oder Disziplin. Es liegt am inneren Wesen.

Wir könnten zur Rennbahn hinüber gehen. Dort gibt es Quarter-Horses. Sie könnten dort einen Maulesel hinbringen, ihn striegeln, die langen Ohren beschneiden, ihm den besten Hafer und das beste Korn vorsetzen und ihn mit den Quarter-Horses an den Start stellen. Und, Freund, wenn der Schuss fällt und die Pferde anfangen zu laufen, ist es immer noch ein Maulesel! Man kann den Maulesel nur zu einem Quarter-Horse machen, wenn man ihn von innen heraus verändert und sein Wesen verändert. Denn es wird immer ein Maulesel bleiben, egal was Sie äußerlich anstellen. So ist es auch bei Menschen, wenn Sie die Analogie verstehen können – von Natur aus Kinder des Zorns.

Gott aber!

– In Übertretungen und Sünden tot, aber Gott!
– Von Ihm getrennt, aber Gott!
– Wir wandelten gemäß dem Fürsten der Macht der Luft… Gott aber, reich an Barmherzigkeit,
schenkte uns Seine Gnade und veränderte uns.

Die Bibel sagt, alle haben gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren. Und das kennen wir. Das ist Römer 3:23. Aber der nächste Vers sagt, dass wir ohne Verdienst gerechtfertigt werden durch Seine Gnade aufgrund der Erlösung, die in Christus Jesus ist. Er ließ uns nicht einfach in diesem Zustand der Trennung, der Rebellion und Entfremdung zurück. Er tat etwas dagegen. Freund, Er tat es durch Seine Gnade. Das ist eine Geschichte der Gnade Gottes. Darum geht es im Evangelium.

D. L. Moody erzählt, dass in einer seiner Versammlungen ein älterer Herr aufstand und sagte: „Ich möchte etwas sagen.“ Er sagte: „Ich habe 42 Jahre gebraucht, um drei Dinge zu verstehen und ich würde sie gerne weitergeben.“ Moody dachte: „In den folgenden drei Minuten zu lernen, was er in 42 Jahren lernte, würde mir gefallen!“ Er sagte: „Bitte sehr, mein Herr.“ Der ältere Herr sagte: „Erstens habe ich gelernt, dass ich nichts zu meiner eigenen Errettung beitragen kann. Zweitens fand ich heraus, dass Gott nicht verlangt, dass ich etwas tue. Und drittens fand ich heraus, dass Jesus Christus alles getan hat und dass die Errettung vollbracht ist und ich sie nur annehmen muss.“

Freund, das ist Gnade. Errettung kommt nur so zustande. Selbst unzählige gute Werke und gute menschliche Taten können Sie nicht für das Reich Gottes tauglich machen. Es geht nur durch Gnade aus Glauben. Durch Gnade aus Glauben, nichts weiter! Nicht durch Werke!

Ich weiß, dass manche Menschen brüllen werden: „Was du predigst, gibt Menschen die Freiheit zu sündigen! Sie werden denken, dass sie gefahrlos leben können, wie sie wollen.“

Wissen Sie, der Apostel Paulus hatte auch damit zu kämpfen. Das wurde ihm vorgeworfen. Freund, Tatsache ist, dass die Gnade Gottes, wenn Sie sie geschmeckt haben, Sie im Innern verändert und gute Werke hervorbringt. Gute Werke, gute Taten, bewirken keine Errettung. Sie sind das Resultat der Errettung. Ich glaube an gute Werke. Ich glaube an einen neuen Lebensstil, aber aus einem veränderten Herzen heraus. Es ist nicht der Weg zu einem veränderten Herzen, sondern der Ausfluss eines veränderten Herzen. Und wenn ein Herz wirklich durch das Blut Christi gereinigt wurde, prägt Sünde nicht mehr den Lebensstil dieses Menschen, sondern er wird davor fliehen.

Titus 2:12 sagt:
„Die heilbringende Gnade Gottes unterweist uns.“

Und diese Gnade unterweist uns, Gottlosigkeit und weltliche Begierden zu verleugnen und besonnen, gerecht und gottesfürchtig in dieser Welt zu leben. Dieselbe Gnade Gottes, die uns in Sein Reich brachte, wirkt in unseren Herzen und drängt uns, für Ihn zu leben.

Ich sage andererseits auch nicht, dass Gläubige nie danebenliegen und sündigen. Das wäre unsinnig.

Wir tun es. Ich sage aber, dass Sünde als normaler Lebensstil aufhört, wenn ein Mann oder eine Frau, ein Junge oder ein Mädchen tatsächlich Jesus Christus begegnet. Der Lebensstil verändert sich.

Wenn manchmal gesündigt wird,

1.Johannes 1:9:
„Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit.“

Punkt, Schluss, aus. Ebenfalls Gnade. Wir können es nicht erarbeiten.

Ich erinnere mich an die Worte eines Predigers, eines älteren Herrn. Er sagte gute Dinge, sagte aber auch Folgendes: „Wenn ich jemals sündige, muss ich erst vier oder fünf Tage korrekt leben, bevor ich mich wieder vor Gott in Ordnung fühle und wieder mit Ihm sprechen und Gebetserhörungen erleben kann.“ Er demonstrierte Demut, aber auch Unwissenheit – Unwissenheit bezüglich der Gnade Gottes.

Sie basiert nicht auf unserem Verdienst. Wir können dem, was Gott tat, nichts hinzufügen. Die Gnade sagt: „Es ist vollbracht und ich strecke mich aus und empfange es. Ich verdiene es nicht, erarbeite es nicht und habe es nicht verdient. Aber ich werde es empfangen.

Ein Mann wollte ein Bild des verlorenen Sohnes malen. Er war davon sehr inspiriert und besuchte alle sogenannten Irrenhäuser, wo Menschen mit mentalen Problemen lebten. Er ging durch die Straßen, sah sich Bettler an und interviewte sie. Er besuchte Armenhäuser, um jemanden zu finden, der ihn für dieses Bild inspirieren könnte, das er vom verlorenen Sohn malen wollte. Eines Tages traf er auf der Straße einen Bettler und dachte: „Der Mann ist perfekt.“ Er war verwahrlost, hatte einen leeren Blick und er dachte: „Er ist perfekt.“ Also sprach er ihn an und sagte: „Ich möchte ein Portrait von Ihnen malen.“ Er sagte: „Kommen Sie morgen früh um 10 Uhr in mein Atelier? Ich bezahle etwas, wenn Sie kommen.“ Und der Mann sagte: „Ja.“ Um 10 Uhr klopfte es an der Tür, der Künstler macht auf und der Mann sagt: „Ich bin heute mit Ihnen verabredet.“ Er sagt: „Ich habe Sie nie im Leben gesehen.“ Er sagt: „Nein, nein, nein! Wir sind heute um 10 verabredet.“ Er sagt: „Nein, ich bin heute um 10 mit einem Bettler verabredet, den ich auf der Straße traf.“ Er sagte: „Das bin ich.“ Er sagte: „Das können Sie nicht sein!“ Er sagte: „Nun, ich dachte, ich wasche mich gründlich, bevor ich komme und Sie mein Portrait malen.“ Der Künstler schaute ihn an und sagte: „Ich kann Sie nicht mehr gebrauchen,“ und schickte ihn weg.

Freund, sobald wir zu Gott kommen und denken: „Ich muss mich erst zurechtmachen, dann kann ich zu Gott kommen,“ sagt Gott: „Tut mir leid, so kann ich dich nicht annehmen. Du versuchst, eine Gegenleistung zu bringen und meinem Werk etwas hinzuzufügen.“ Sie können sich nicht herausputzen und dann zu Gott kommen. Sie können nicht selbst ein paar Flecken entfernen und dann zu Gott kommen. Selbst wenn Sie gesündigt haben: „Gut, Gott, ich werde etwas ins Opfer legen, ich werde den Hund nicht treten, ich werde etwas zur Rettung der Wale geben, ich werde zur Nachbarin nett sein, ich werde ihren Rasen mähen und dann…“ Und Gott sagt: „Tut mir leid, so kann ich dich nicht annehmen.“ Solange Sie im Vertrauen auf eigene Werke kommen: „Ich habe ein Opfer gegeben, ich habe diese Woche mehr gebetet,“ sagt Gott: „Tut mir leid, ich muss dich abweisen.“ Durch Gnade aus Glauben, nichts weiter! Nichts! Sie können nichts hinzufügen.

Die Bibel sagt, dass Gottes Güte Menschen zur Umkehr leitet. Er ist erstaunlich gut! Er ist so gut, ich kann es nicht fassen. Er ist so gut… ich sitze einfach nur da… mir kommen fast jeden Tag die Tränen, wenn ich darüber nachdenke, wie gut Gott ist und wie wunderbar Seine Gnade tatsächlich ist. Wir können nichts dazu beitragen. Wenn Sie zu Gott kamen und dachten: „Ich weiß, Gott wird mich nicht erhören. Nicht, bis ich mehr bete und jeden Gottesdienst besuche…“ und wir möchten, dass Sie zu den Gottesdiensten kommen. Wir wollen nicht, dass Sie die Gottesdienste schwänzen. Aber hören Sie: Sie empfangen von Gott nichts auf der Grundlage Ihres Gottesdienstbesuches. Natürlich passieren hier Dinge, die für Sie wichtig sind, wenn Sie zum Haus Gottes kommen. Und wer gepflanzt ist im Hause Gottes, wird gedeihen. Aber sobald Sie meinen, sich für Ihren Gottesdienstbesuch bei Gott Pluspunkte zu verdienen, die bei Gott zählen würden, werden Sie nichts von Ihm bekommen.

Gut, sehen Sie sich bitte mit mir Epheser, Kapitel 3, an. Wir werden über einen weiteren Bereich sprechen, in dem Gottes Gnade zum Ausdruck kommt. Es hat mit Berufung und Ausrüstung zum Dienst zu tun. Wir alle sind berufen, Gott auf die eine oder andere Art zu dienen, indem wir Menschen dienen. Der Dienst und die Berufung des Paulus hatte viel mit Predigen zu tun. Schauen Sie, was er über seine Begabung und Berufung sagt. Epheser 3:7… lesen Sie auch die letzten zwei Worte aus Vers 6, um den Kontext zu verstehen:

Epheser 3: 6-8
„… das Evangelium, dessen Diener ich geworden bin nach der Gabe der Gnade Gottes, die mir nach der Wirksamkeit seiner Kraft gegeben ist. Mir, dem allergeringsten von allen Heiligen, ist diese Gnade gegeben worden, den Nationen den unausforschlichen Reichtum des Christus zu verkündigen.“

Paulus sprach von einer Gnadengabe, die ihm gegeben wurde und die ihn durch das starke Wirken der Kraft Gottes zu einem Prediger machte. Mit anderen Worten, der Heilige Geist wirkte in ihm gemäß der Gnade, die ihm gegeben wurde und machte dementsprechend einen Prediger aus ihm.

Er nannte es Gnade. Er hat sich nicht selbst erwählt, sich nicht selbst berufen oder befähigt. Gott tat das. Diese Gnadengabe muss vorhanden sein, bevor man ein Diener Gottes oder Prediger werden kann, wie Paulus ihn beschreibt. Sie können zum besten Seminar der Welt gehen, die besten Lehrer der Welt hören und viel beten, aber dadurch werden Sie kein Geistlicher, kein Prediger. Wenn die Gnadengabe nicht vorhanden ist, kann der Heilige Geist damit nicht arbeiten. Ich bete und studiere viel, aber mir ist auch klar, dass etwas in mir ist, was Gott in mich legte.

Manchmal fragen Leute: „Wie kommen sie auf all diese Gedanken? Woher haben sie das alles?“

Antwort: keine Ahnung. Es ist wie beim Atmen, ich weiß es nicht, es ist einfach da. Was soll ich sagen? Es ist da. Natürlich müssen wir mitarbeiten und es entwickeln, aber der Heilige Geist arbeitet mit etwas, was Gott in mich legte. Warum hat Gott das getan? Mir fällt dazu nur ein, dass Gott gerne törichte Dinge gebraucht, wenigstens in meinem Fall. Aber hören Sie: Jeder von Ihnen… Sie mögen vielleicht nicht zum Vollzeit-Predigtdienst berufen sein… aber in jeden von Ihnen wurde Gnade hineingelegt. Sie haben eine Gnadengabe in Ihrem Leben, die nicht weniger wichtig ist. Der Heilige Geist ist bereit, damit zu arbeiten und aus Ihnen etwas zu machen. Sie müssen mitarbeiten, alles tun, um sie zu entwickeln. Aber in Ihnen steckt etwas vom Himmel, von Gott aus Gnade in Sie hineingelegt, was Sie niemals allein durch menschliche Anstrengungen bewirken könnten.

Schauen Sie sich bitte mit mir Epheser 4:7 an.

Epheser 4:7
„Jedem Einzelnen von uns aber ist die Gnade nach dem Maß der Gabe Christi gegeben worden.“

Jedem von uns! Schauen Sie sich mit mir Römer, Kapitel 12, an. Hier listet er einige der Gnadengaben und ihre Wirkung auf. Ich denke wirklich, dass jede von diesen mehrere Auswirkungen hat, fast wie mehrere Trauben an einer Rebe. Hier nennt er uns wenigstens den Rahmen. Römer 12:3 … das ist so wichtig! Römer 12:3.

Römer 12:3-6
„Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben wurde, jedem, der unter euch ist, nicht höher von sich zu denken, als zu denken sich gebührt, sondern darauf bedacht zu sein, dass er besonnen sei, wie Gott einem jeden das Maß des Glaubens zugeteilt hat. Denn wie wir in einem Leib viele Glieder haben, aber die Glieder nicht alle dieselbe Tätigkeit haben, so sind wir, die vielen, ein Leib in Christus, einzeln aber Glieder voneinander. Da wir aber verschiedene Gnadengaben haben nach der uns gegebenen Gnade…“

Stopp mal. Ist Ihnen klar, was er sagt? Zuerst sagt er: „Werdet nicht stolz. Es ist eine Gnadengabe.“

(Denkt nicht höher von euch als zu denken sich gebührt.) Jeder von uns hat eine andere Berufung, verschiedene Gaben nach der Gnade, die uns gegeben wurde. Die Gnade, die Gott in Ihr Leben gelegt hat – in der Weise, wie wir es gerade besprechen – sieht anders aus als die Gnade Gottes in meinem Leben. Gott hat in Sie etwas Besonderes gelegt. In den Psalmen heißt es: „Gott schaut vom Himmel auf alle Bewohner der Erde. Er formt jedes Herz individuell.“ Bedenken Sie das! Jedes Herz ist ganz speziell geformt. Und der Rest, die zweite Hälfte dieses Verses, sagt, dass Er all ihre Werke anschaut. Das bedeutet, dass unsere Werke und die Art und Weise, wie wir leben, aus diesem besonders geformten Herzen hervorgehen sollen. Aus diesem individuellen Depot, was Gott in uns legte, sollte unser Leben und unsere Arbeit hervorgehen. Wieder zurück an die Stelle von vorhin, Römer 12:6.

Römer 12:6
„Da wir aber verschiedene Gnadengaben haben nach der uns gegebenen Gnade, so lasst sie uns gebrauchen: Es sei Weissagung, in der Entsprechung zum Glauben.“

Manche haben eine prophetische Gnadengabe in ihrem Leben. Oder…

Römer 12:7
„… es sei Dienst, im Dienen…“

Das bedeutet, Menschen durch praktische Dienste zu helfen. Das sind jene, die von Herzen und tatkräftig das Evangelium praktisch weitergeben. Das ist mehr als ein Handwerk zu lernen; mehr, als jemandem praktisch zu helfen. Bestimmte Einsicht ist damit verbunden. Eine bestimmte Salbung geht damit einher. Etwas Himmlisches schwingt mit und öffnet Menschen die Augen für die Güte Jesu Christi. Manchen Menschen entspricht das total. Herz und Hände werden eins, sie lieben es einfach, praktisch zu dienen. Und Jesus wird darin sichtbar, wie gesagt. Machen wir weiter.

Römer 12:7b
„… es sei, der lehrt, in der Lehre.“

Manche haben eine Gnadengabe im Bereich von Lehre.

Römer 12:8a
„… es sei, der ermahnt, in der Ermahnung; der abgibt, in Einfalt…“

Manche haben eine Gnadengabe, ganz speziell um zu geben. Ich denke, damit geht einher, dass sie fähig sind, das Geld oder die Mittel, die sie geben wollen, zu bekommen.

Neulich sprach ich mit einem Freund. Er ist ein sehr erfolgreicher Geschäftsmann. Ich begreife es einfach nicht. Er tut erstaunliche Dinge und verdient dabei haufenweise Geld. Er selbst sagt nur: „Nun ja, Bayless.“ Und ich denke: „Ich kann nicht begreifen, was er tut.“ Aber für ihn ist das so einfach wie das Atmen. Er arbeitet hart. Nicht, dass er nicht arbeiten, Hand anlegen oder beten würde und das alles. Aber es ist so… er sieht Dinge, die ich nicht sehe und setzt sie um.

Aber hier sitzen Menschen, die eine Gnadengabe Gottes in ihrem Leben haben. Sie haben ein Händchen fürs Geschäft, für Finanzen oder etwas anderes und Gott möchte Sie gebrauchen, um Sein Reich zu fördern. Alle diese Gaben sind dazu da, das Reich Gottes voranzubringen. Wir kommen in den Genuss, persönlich dadurch gesegnet zu werden – was es auch sein mag – aber das, was Er uns gegeben hat, ist hauptsächlich dazu da, anderen Menschen zu helfen. Können Sie dazu amen sagen?

Es geht weiter.

Römer 12b
„… wer vorsteht, mit Fleiß…“

Hier sind organisatorische Fähigkeiten gemeint. Die Living Bible sagt: „Wenn Gott euch administrative Fähigkeiten gab und euch Verantwortung über andere gab, nehmt diese Verantwortung ernst.“

Römer 12:8b
„… der Barmherzigkeit übt, mit Freudigkeit.“

Solche mit der Gnadengabe der Barmherzigkeit haben Mitgefühl. Sie dienen den Trauernden, den Bedrückten und Entrechteten voller Barmherzigkeit. Da entsteht einfach eine Beziehung. Und sie bringen dabei etwas vom Himmel mit.

Ich habe einen Freund. Krankenhausbesuche bauen ihn mehr auf als alles andere. Das, was er mitbringt, selbst angesichts großer Trauer oder Bedrückung, erhellt den Raum. Meistens geht damit eine Gabe der Heilung einher, die vielleicht ein Bestandteil dieser Gnadengabe ist, der Gabe der Barmherzigkeit.

Das trifft vielleicht auf Sie zu. Natürlich gibt es auch andere Dinge. Vielleicht ist es eine Ausprägung einer dieser Dinge. Aber ich halte es für wichtig… nehmen Sie sich das bitte zu Herzen, bevor ich den letzten Punkt für heute anspreche… was Gott auch in uns hineingelegt hat, ob es eine Gnade ist, wie sie der Apostel Paulus nannte, die ihn zu einem Mann Gottes, der predigen konnte, machte; ob es eine Gnadengabe ist, die mit Geben, Geschäften, Lehre, Erweisen von Barmherzigkeit, Organisation oder anderen genannten Dingen zu tun hat, wir müssen uns davor hüten, uns auf unsere Stärken und unsere Weisheit zu verlassen. Ich denke, diese Gefahr besteht. Menschen, selbst gute Leute, leben tendenziell aus eigener Kraft. Sie bitten Gott nicht um Weisheit und beten nicht über Dinge, sondern haben gelernt, bestimmte Dinge zu tun, ohne sich auf diese Gnadengabe zu verlassen. Sie leben in der Kraft des Fleisches, sie verlassen sich auf den Arm des Fleisches statt auf die Hand des Geistes Gottes… dass Gott sie leitet und stärkt und kräftigt und ihnen neue Horizonte eröffnet. Sollten Sie entdeckt haben, dass Dinge durch Sie fließen, die Gott in Sie hineinlegte – Freund, lassen Sie sich nicht dazu verleiten, sich auf die Kraft Ihres Fleisches zu verlassen. Vertrauen Sie in allem, was Sie tun, auf Gott.

Ich hoffe, diese Sendung hat Ihnen etwas gebracht. Besonders jenen unter Ihnen, die in bestimmten Dingen besonders gut sind und wissen, wie man sie tut. Wenn wir in einem Bereich begabt sind, verlassen wir uns leicht auf diese Begabung und bitten Gott nicht um Seine Hilfe, um Seine Salbung und Seine Führung. Freund, Gott kann uns viel weiter führen als wir aus eigener Kraft kämen. Und zwar durch Gnade. Sie sollten die nächste Woche nicht verpassen, weil wir diese Serie ‚Gnade über Gnade‘ fortsetzen werden. Wir werden uns mit weiteren Facetten der Gnade Gottes beschäftigen.

Diese Facetten sind faszinierend und auch freisetzend. Hören Sie, ich bete, dass Gott Sie segnet.

Besuchen Sie uns bei answersbc.org und wir sehen uns nächste Woche, wenn wir über Gnade sprechen.
Gnade über Gnade – 2. Woche                                                                                   25.01.2009

Hallo, Freund, wir sprechen in dieser Sendung über die Gnade Gottes und befassen uns in der Botschaft besonders mit dem Thema Gesundheit und damit, was die Gnade Gottes mit Heilung und Gesundheit zu tun hat. Jeder hat das Verlangen, gesund zu sein. Tatsache ist, dass Gott sich für Ihren Körper interessiert. Die Bibel sagt: „Der Leib aber ist für den Herrn und der Herr für den Leib.“

Jesus nahm Striemen auf Seinem Rücken auf sich und die Bibel sagt: „Durch Seine Striemen sind wir geheilt.“ Ich denke, es wird ein Segen für Sie sein. Lassen Sie uns gemeinsam zum Wort Gottes kommen.

Wir wollen über eine weitere Facette der Gnade Gottes sprechen, und zwar im Zusammenhang mit Gesundheit. Errettung, Dienst und Nummer drei ist Gesundheit oder körperliche Heilung. Bedenken Sie Folgendes doch einmal. Ich möchte Ihnen diese Stelle… Epheser 2:8… aus einem etwas anderen Blickwinkel zu Bedenken geben.

Epheser 2:8-9
„Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.“

Das griechische Wort für ‚gerettet‘, in Vers 8, ist das Wort ‚sozo‘, s o z o. Dieses Wort wird im Neuen Testament immer und immer und immer wieder mit geheilt, gesund gemacht und Gesundheit übersetzt. Dort steht das gleiche griechische Wort.

Die Frau mit dem Blutfluss, die 12 Jahre litt, der es schlimmer statt besser ging, die ihr ganzes Vermögen für Ärzte ausgab und nicht geheilt wurde, drängte sich von hinten an Ihn heran und rührte Jesu Gewand an. Jesus spürte, dass Kraft von Ihm ausging. Die Frau wurde sofort geheilt. Jesus stoppte die Prozession, ließ sie erzählen und sagte: „Tochter, geh hin in Frieden. Dein Glaube hat dich geheilt.“ Sozo – genau dieses Wort steht hier.

Die zehn Aussätzigen, die von ihrem Aussatz geheilt wurden… einer kam zurück, um Gott die Ehre zu geben. Jesus fragte: „Wurden nicht zehn gereinigt? Aber wo sind die Neun?“ Er sah ihn an und sagt: „Geh deines Weges. Dein Glaube hat dich gesund gemacht.“ Sozo – dasselbe griechische Wort.

Bedenken Sie diesen Vers einmal aus diesem Blickwinkel. „Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.“

Heilung hängt genauso mit der Gnade Gottes zusammen wie Sündenvergebung. Weder Vergebung noch Heilung können Sie durch Werke oder eigene Leistung bekommen. „Aber ich habe Geld gespendet.“ Super, es ist gut, großzügig zu sein. Aber das erwirkt Ihnen keine Heilung. „Aber ich arbeite in der Gemeinde mit.“ Das ist gewaltig. Sie sollten in der Gemeinde aktiv sein. Wir sind berufen, zu dienen. Aber dadurch können Sie sich Ihre Heilung nicht verdienen. „Aber ich besuche jeden Gottesdienst.“ Wunderbar. Das ist gut. Aber das bringt Ihnen keine Punkte. Aus Gnade durch Glauben plus nichts. Schauen Sie sich bitte mit mir Apostelgeschichte 14 an. Apostelgeschichte Kapitel 14. Denken Sie darüber nach. Apostelgeschichte 14:6.

Apostelgeschichte 14:6
„… entflohen sie, als sie es bemerkten, in die Städte von Lykaonien, Lystra und Derbe und die Umgegend; und dort verkündigten sie das Evangelium.“

Was predigten sie dort? Das Evangelium, die gute Nachricht von Jesus Christus, wo es natürlich hauptsächlich um Sündenvergebung und Gerechtigkeit vor Gott geht. Aber zum Evangelium gehört weit mehr, Freund. Das Evangelium ist: Jesus rettet, Jesus heilt, Jesus tauft im Heiligen Geist und Jesus kommt wieder. Das Evangelium beinhaltet mehr als die Vergebung. Lassen Sie mich einmal Paulus aus dem Römerbrief zitieren. Er spricht über das Predigen des Evangeliums. Hören Sie, was er sagt.

Römer 15:19
„in der Kraft der Zeichen und Wunder, in der Kraft des Geistes, so dass ich von Jerusalem und ringsumher bis nach Illyrien das Evangelium des Christus völlig verkündigt habe.“

Für den Apostel war Heilung ein Bestandteil der vollständigen Verkündigung des Evangeliums. Eine Übersetzung sagt: „Ich habe nichts ausgelassen. Ich habe es vollständig verkündigt.“ Nach Paulus waren Zeichen, Wunder und Heilungen ein unverzichtbarer Bestandteil davon. Hier sehen wir ihn, er verkündigt das Evangelium. Vers 8.

Apostelgeschichte 14:8
„Und ein Mann in Lystra saß da, kraftlos an den Füßen, lahm von seiner Mutter Leib an, der niemals umhergegangen war. Dieser hörte Paulus reden; als der ihn fest anblickte und sah, dass er Glauben hatte, geheilt zu werden, sprach er mit lauter Stimme: Stelle dich gerade hin auf deine Füße! Und er sprang auf und ging umher.“

Ich habe eine Frage: Paulus sieht den Mann an und sieht, dass er Glauben hat, geheilt zu werden.

Woher kam der Glaube, geheilt zu werden?

Römer 10:17
„Demnach kommt der Glaube aus dem Gehörten, das Gehörte aber durch Gottes Wort.“

Er hatte Glauben, geheilt zu werden, weil die Verkündigung des Paulus Jesus den Heiler mit einbezog, nicht nur Jesus den Retter. Ich bin überrascht, dass wir heute in den Gemeinden so viele Heilungen erleben, obwohl so wenig darüber gepredigt wird. Wenn Sie es nicht hören, können Sie keinen Glauben dafür haben. Paulus sprach im Hinblick auf den Glauben zur Rettung und Rechtfertigung vor Gott: „Wie können sie an den glauben, von dem sie nichts gehört haben?“ Wie können sie hören ohne einen Prediger? Wie können sie predigen, wenn sie nicht gesandt sind? Wie lieblich sind die Füße derer, die die gute Nachricht verkündigen? Das trifft auch auf Heilung zu. Wie können sie an einen Heiler glauben, von dem sie nichts gehört haben? Manche Leute haben zum Thema Heilung nur Folgendes gehört: „Pass bloß auf!“ Freund, das bringt keinen Glauben zustande.

Paulus sah, dass er Glauben hatte, geheilt zu werden. Ich zitierte diese Geschichte aus folgendem Grund: Bei der Aussage von Paulus in Vers 9, wo er sieht, dass er Glauben hat, geheilt zu werden, steht unser Wort sozo. Es ist das gleiche Wort wie in Epheser 2:8 „Aus Gnade seid ihr errettet… sozo … durch Glauben.“ Paulus erkannte, dass der Mann Glauben hatte. Gemäß Römer 5:2 haben wir Zugang zu dieser Gnade Gottes, in der wir stehen, durch Glauben. Römer 5:2, wir haben Zugang zur Gnade Gottes durch Glauben. Glaube ist die Hand, die nimmt, was Gott uns umsonst gibt und was wir uns nie verdienen könnten – durch Seine Gnade. Die Bibel ist ein Buch der Gnade Gottes. Schauen Sie sich Apostelgeschichte 14:3 an.

Apostelgeschichte 14:3
„Sie verweilten nun lange Zeit und sprachen freimütig in dem Herrn, der dem Wort seiner Gnade Zeugnis gab, indem er Zeichen und Wunder geschehen ließ durch ihre Hände.“

Es heißt das Wort Seiner Gnade. Das Evangelium ist die Geschichte eines gnädigen, barmherzigen, immens geduldigen, gütigen, segnenden Gottes, der sich herabneigt und Menschen wie mir und Ihnen, die es nicht verdienen, Gunst erweist.

Und wenn wir von diesem gütigen, gnädigen, barmherzigen Vater hören, der langsam zum Zorn und reich an Güte ist, der sich herabneigt und Menschen unverdiente Güte erweist, wächst Glaube in unseren Herzen.

Schauen Sie sich doch einmal mit mir Apostelgeschichte, Kapitel 3, an. Wir werden uns gleich ein paar Verse dort anschauen. Vielleicht haben Sie dieses alte Lied gehört, als Menschen nach einem Aufruf bei einer Evangelisation zum Altar strömten. Die Band spielt und jemand singt: „ Just As I Am without one plea“. Kennt jemand die Melodie? Das Lied ist so treffend, wenn Menschen nach vorne kommen, um Vergebung zu empfangen. Wir können es auch gut singen, wenn wir Heilung empfangen. Wir können auf keiner anderen Grundlage zu Gott kommen und erwarten, Heilung zu empfangen. Denken Sie nur nicht, dass Sie etwas tun müssten, um Gott zufrieden zu stellen und um zu empfangen. Jesus sagte: „Das ist das Werk Gottes, dass ihr glaubt.“

Vor vielen Jahren erzählte mir ein Pastor von zwei Familien in seiner Gemeinde. Eine Familie war eine echte Säule. Sie waren bei jeder Veranstaltung anwesend. Ihre Kinder waren in der Gemeinde aktiv und dienten. Der Vater war im Finanzausschuss und diente als Ordner. Die Mutter diente im musikalischen Bereich. Sie waren einfach treu. Sie waren Geber, halfen, wo sie konnten, waren aber ständig von Krankheit geplagt. Jedes Mal, wenn die Kinder die Grippe oder Masern kriegten oder jemand krank wurde, mussten sie durchgehen. Es nahm seinen normalen Verlauf. Soweit sie wussten, gab es kein einziges göttliches Eingreifen, keine übernatürliche Heilung, keine Berührung Gottes. Eines Tages kam das Ehepaar zum Pastor. Sie waren sauer und sagten: „Pastor, du kennst uns. Wir sind schon lange in der Gemeinde. So weit wir wissen, obwohl wir oft um Gebet baten und selbst beteten, hat Gott nie eins unserer Gebete um Heilung erhört. Wenn jemand krank wurde, nahm es den natürlichen Verlauf.“ Ich denke, er hatte einige Rückenprobleme. „Meine Frau hat Arthritis und wir haben keinerlei Besserung erfahren.“ Und der Pastor sagt: „Okay, aber ich verstehe eure Frage nicht.“ Er sagte: „Wir sind hier, weil… du kennst diese andere Familie in der Gemeinde…“ Und sie nannten eine andere Familie. Diese Familie war keine Säule. Sie sagten: „Wir wollen nicht negativ über sie reden, aber wir verstehen es einfach nicht. Sie kommen nur sporadisch zur Gemeinde. Ich bin im Finanzausschuss und habe bestimmte Einblicke. Ich weiß, dass sie nicht sehr oft und nicht viel geben. Aber wir wissen auch… es ist sogar so, Pastor, dass sie kein gutes Beispiel abgeben. Ich hörte, wie er neulich auf dem Parkplatz der Gemeinde nach dem Gottesdienst fluchte. Wir wissen aber… auch, jedes Mal, wenn sie oder ihre Kinder krank wurden, nach vorne kamen und von den Ältesten unter Gebet mit Öl gesalbt wurden, empfingen sie, so weit wir wissen, Heilung von Gott. So weit wir wissen, wurden sie immer erhört. Das verstehen wir nicht.“ Und der Pastor sagte: „Ihr glaubt also, dass ihr es mehr verdient als sie.“ „Genau, Pastor, das stimmt.“ Er sagte: „Ich denke, das ist euer Problem. Sie wissen, dass sie es nicht verdienen und kommen nicht aufgrund von Werken so wie ihr.“ Sie nahmen es zu Herzen und beteten darüber und ich denke, es war eine Woche später, dass für sie gebetet wurde und entweder einer von ihnen oder beide geheilt wurden. Ich erinnere mich nicht ganz genau. Und der Pastor fragte sie:  „Was hat sich verändert?“ Sie sagten: „Weißt du, wir erkannten, dass wir auf der Grundlage unserer Werke zu Gott kamen… unserer Gottesdienstbesuche und unseres Gebens. Wir entschieden uns, Heilung genauso zu empfangen wie wir unsere Sündenvergebung empfingen, im ausschließlichen Vertrauen auf Gottes Gnade. Das ist der Unterschied!“

Zwei Geschichten in der Bibel: der römische Hauptmann und die Syrophönizierin. Beide sind Heiden und erlebten Heilung… der Hauptmann bei seinem Knecht, die Syrophönizierin bei ihrer Tochter. Das sind die einzigen Fälle in den Evangelien, wo Jesus sagte: „Dein Glaube ist groß.“ Ihr Glaube an Christus brachte Heilung in ihren Situationen.

Das sind die einzigen beiden Male, wo Jesus jemandem sagte, er habe großen Glauben. Eins haben sie gemeinsam… sogar mehr als das. Etwas fällt aber auf, das auf beide zutrifft: Sie waren beide Heiden. Beide waren nicht unter dem Gesetz. Alle Juden, die zu Jesus kamen, waren vom Gesetz geprägt. Sie lebten in einer Kultur des Gesetzes. Man musste das Gesetz halten. Und die Pharisäer und Sadduzäer allemal! „Ihr müsst auch von der Minze, dem Anis und euren Gewürzen im Schrank den Zehnten geben!“ Da war diese Einstellung: „Lass uns nur keinen Fehler machen!“ Sie gingen am Sabbat nicht weit. Sie durften am Sabbat nur eine bestimmte Anzahl Schritte gehen. Mehr war zu viel und galt als Arbeit, als Belastung und würde Gottes Zorn nach sich ziehen. Die einzigen beiden, von denen Jesus sagte, sie haben großen Glauben, hatten keine Ahnung vom Gesetz. Sie waren nicht auf das Gesetz ausgerichtet, sondern nur auf Jesus. Ich frage mich, ob wir, wenn wir zu Ihm kommen, auf das Gesetz ausgerichtet sind:

– „Ich habe zu wenig gebetet.“
– „Ich habe zu wenig getan.“
– „Meine guten Werke reichen nicht aus.“

Sind wir auf das Gesetz oder auf Jesus ausgerichtet? Beides geht nicht.

Wie gesagt, das ist kein Freibrief, nach Belieben zu handeln. Wenn die Gnade Gottes unser Herz berührt hat, werden wir innerlich gedrängt, Gott zu dienen. Es ist Gottes Güte, die uns zur Umkehr bringt.

Egal, über welchen Aspekt der Gnade Gottes wir sprechen, es dreht sich um Gnade, die wir weder verdienen noch erarbeiten können. In Apostelgeschichte 3 wird der Mann an der schönen Pforte des Tempels geheilt. Alle staunen. Petrus sagt daraufhin: „Hey, seht nicht auf uns! Es geschah nicht, weil wir gut oder heilig sind. Jesus tat es. Wir haben es nicht erarbeitet oder verdient. Wir haben es nur angeliefert, sonst nichts!“ Dann wurden sie in Gewahrsam genommen. In Vers 7 von Kapitel 4 stehen sie vor den religiösen Leitern. Apostelgeschichte 4:7.

Apostelgeschichte 4:7-12
„Und nachdem sie sie in die Mitte gestellt hatten, fragten sie: In welcher Kraft oder in welchem Namen habt ihr dies getan? Da sprach Petrus, erfüllt mit Heiligem Geist, zu ihnen: Oberste des Volkes und Älteste! Wenn wir heute über die Wohltat an einem kranken Menschen verhört werden, wodurch dieser geheilt worden ist, – raten Sie mal, welches Wort dort steht – sozo – so sei euch allen und dem ganzen Volk Israel kund: Im Namen Jesu Christi, des Nazoräers, den ihr gekreuzigt habt, – das musste er auch noch loswerden – den Gott auferweckt hat aus den Toten – in diesem Namen steht dieser gesund vor euch. Das ist der Stein, der von euch, den Bauleuten, verachtet, der zum Eckstein geworden ist. Und es ist in keinem anderen das Heil; denn auch kein anderer Name unter dem Himmel ist den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden müssen.“

Gehen Sie zu Vers 14.

Apostelgeschichte 4:14
„Und da sie den Menschen, der geheilt worden war, bei ihnen stehen sahen, konnten sie nichts dagegen sagen.“

Dieser ganze Abschnitt, die ganze Geschichte, das Ganze und alle Nachfragen drehten sich um die Heilung dieses Mannes. „Durch welchen Namen und in welcher Kraft habt ihr das getan?“ „Wenn wir heute über die Wohltat an einem kranken Menschen verhört werden, wodurch dieser geheilt worden ist, so sei euch allen kund: Im Namen Jesu Christi.“ Und dann sagt Petrus Folgendes: „Und es ist in keinem anderen das Heil; denn auch kein anderer Name unter dem Himmel ist den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden müssen.“

Das habe ich auch schon gepredigt und werde es weiter tun. Aber, Freund, wenn Sie in den Himmel kommen wollen, wenn Sie Vergebung für Ihre Sünden und Reinigung haben wollen, gibt es unter dem Himmel keinen anderen Namen außer dem Namen Jesus, in dem Sie errettet werden können. Das geschieht allein aus Gnade. Sie können nichts dafür tun. Sie müssen es einfach annehmen. Wenden Sie sich von Ihren Sünden ab und kommen Sie zu Ihm. Wer kann das bestätigen?

Gut, es ist wahr. Es ist wahr. Aber das war nicht das Thema von Petrus. Es gibt keinen anderen Namen unter dem Himmel, in dem wir sozo – geheilt – werden müssen. Der Kontext, das Thema, worum sich alles dreht, die Fragen – alles bezog sich auf die Heilung dieses Mannes, der von Geburt an lahm war. Petrus sagte: „Ihr wollt wissen, wodurch dieser Mann gesund wurde (sozo)? Ich sage es euch: Jesus Christus tat es. Kein anderer Name unter dem Himmel ist den Menschen gegeben, durch den wir errettet werden müssen und in keinem anderen ist Errettung (sozo)… in keinem anderen Namen ist Heilung, dieses Wort hat im Griechischen dieselbe Wurzel.

Vorhin haben alle geklatscht, als ich darüber sprach, dass es aus Gnade geschieht und dass uns kein anderer Name reinwaschen kann. Trauen wir uns, es hier in diesem Kontext anzunehmen und ebenso kühn zu empfangen und fest zu glauben, dass kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben wurde, in dem wir geheilt werden müssen? Und dass es aus Gnade durch Glauben, nicht aus Werken geschieht? Genau darum geht es hier.

Und, Freund, wenn wir einen Aspekt der Rettung Gottes beanspruchen und verhandeln: „Herr, diese Woche betete ich mehr als sonst; Herr, ich gab viel in dieses besondere Opfer. (Ich hoffe, dass sie das tun). „Ich habe die Kinder diese Woche nicht einmal angeschrien, Gott!“ Dann sagt Gott: „Nein, du kannst es nicht kaufen, alles wurde bereits bezahlt. Du kannst nichts hinzufügen.“ „Was soll ich tun?“

„Bitte darum.“ „Das ist alles?“ „So ist es!“

Bitte neigen Sie ihr Haupt und schließen Sie Ihre Augen. Halleluja!

Wir nehmen uns etwas Zeit…

Vater, wir bitten Dich zunächst: Hilf uns, auf Dich zu sehen und nicht auf unsere eigene Kraft, Stärke oder Weisheit, sondern uns Deiner bewusst zu sein und uns auf Deine Gnade zu verlassen. Hilf uns dabei, die Gnadengabe zu erkennen und sie mit Deiner Hilfe zu entwickeln, die Du in jeden von uns gelegt hast. Herr, wir wissen, dass wir zum Dienst gerufen sind und wir wollen es in Deiner Kraft und Befähigung tun. Vater, wir erkennen an, dass Du etwas in uns gelegt hast. Herr, wir wollen Deiner Führung folgen und sagen: „Tu Dein Werk in uns.“

Bitte schauen Sie nicht herum. Wenn Sie heute allein herkamen, mit einem Familienmitglied oder einem Freund und noch keinen Frieden mit Gott haben, haben Sie sicher der heutigen Botschaft entnommen, dass Sie Frieden nicht erarbeiten können. Er kann weder errungen noch verdient werden. Sie können nichts anderes tun, als ihn zu empfangen. Aber Sie müssen bereit sein, das zu tun.

Jesus hing am Kreuz und bezahlte für unsere Sünden. Das Werk ist vollbracht. Es ist abgeschlossen. Die Bibel sagt: „So viele ihn aber aufnahmen, denen gab er die Vollmacht, Söhne Gottes zu werden.“

Freund, Sie haben jetzt die Gelegenheit, das großartigste Geschenk der Welt zu empfangen, den Sohn Gottes selbst. Die Bibel sagt, wenn du im Herzen glaubst, dass Gott Ihn von den Toten auferweckt hat und Ihn mit deinem Mund als Herrn bekennst, wirst du errettet werden. Ich möchte Ihnen gleich ein ganz einfaches Gebet vorsprechen. Wenn Sie es von Herzen sprechen, wird Gott Ihr Gebet annehmen, wenn Sie aufrichtig sind.

Falls Sie ein verlorener Sohn, eine verlorene Tochter sind, eine Begegnung mit Jesus hatten, aber heute… Sie wissen es und Gott auch… ist Ihr Herz wie Eis. Sie machen vielleicht alles mit, gehen zur Kirche, geben vielleicht noch den Zehnten, aber Ihr Herz ist Lichtjahre von Gott entfernt. Sie haben kein echtes geistliches Feuer, keine Dynamik und kein Leben mehr in Ihrem Wandel. In mancher Hinsicht leben Sie fast so, als würde Gott nicht existieren, nachdem der Gottesdienst vorbei ist. Sie studieren nicht in der Schrift, haben keine liebevolle Gemeinschaft mit Ihm durch das Wort. Sie nehmen sich keine Zeit, Gott im Gebet ernsthaft zu suchen. Sie haben Ihre Bestimmung sozusagen beiseitegelegt. Ich möchte Ihnen sagen: Sie sollten sich jetzt entscheiden, wieder von ganzem Herzen zu Ihm zurückzukommen. Die großartige Nachricht ist: Gott ist nicht böse. Er erwartet nicht Werke der Buße, sondern Glauben. Ich möchte Sie herausfordern: Geben Sie Ihr Leben neu dem Retter hin.

Legen Sie los! Leben Sie ab jetzt mit der Leidenschaft für Ihn, wie Sie eigentlich sollten.

Gut, wir werden beten. Gott sucht nach einem aufrichtigen Herzen. Ich möchte bei diesem Gebet Heilung einschließen. Wenn Sie körperlich krank sind, warum sollten Sie jetzt nicht in der gleichen Weise kommen und mit demselben Glauben das annehmen, was Jesus, der Sohn Gottes, anbietet.

Gemeinde, wir wollen beten. Sagen Sie:

Oh Gott, ich komme heute zu Dir. Ich bringe nichts mit. Ich komme nicht auf der Grundlage meiner guten Werke. Ich komme allein aufgrund Deiner Gnade zu Dir. Jesus, ich glaube, dass Du alles vollbracht hast. Du trugst die Dornenkrone. Du ertrugst Striemen auf Deinem Rücken. Du starbst am Kreuz für meine Sünde. Und Du wurdest von den Toten auferweckt. Dein Werk ist vollbracht. Jesus, ich bitte Dich jetzt, Herr meines Lebens zu werden. Ich vertraue auf Dich. Reinige mich von jeder Sünde. Ich empfange das Geschenk der Errettung. Ich nehme Deine Vergebung an. Und, Herr, ich strecke mich aus und nehme von Kopf bis Fuß Heilung in Anspruch. Ich danke Dir auch für diese Gnade. Ich weiß, ich kann sie mir nicht erarbeiten und könnte sie nie erlangen. In Demut und Dankbarkeit empfange ich sie in dem kostbaren Namen Jesu. Amen.

Freund, ich möchte Sie ermutigen. Wenn Sie Ihr Herz, Ihr Leben, noch nie völlig hingegeben haben, warum tun Sie es nicht heute? Sie sind keine anonyme Person in der Menge. Sie sind keine Nummer auf Seiner endlosen Liste. Gott hat Sie ganz genau vor Augen und Sie sind Ihm wichtig. Er liebt Sie.

Ich hatte in meinem Herzen gerade den Eindruck, dass mir einige geistliche Leiter zuschauen. Sie sind wirklich entmutigt. Sie haben gepredigt und nur wenige Resultate gesehen. Wir müssen gehorsam sein. Die Resultate sind Gott überlassen. Ja, wir können immer Dinge verändern und korrigieren, aber wir müssen uns dafür öffnen. Doch wenn wir treu dabei bleiben, die Menschen zu lieben, die Gott uns über den Weg schickt, treu die Samen des Wortes Gottes aussäen und das Evangelium kühn predigen, wird Gott vielleicht jemand anders segnen und ihn diese Samen bewässern lassen. Vielleicht hat jemand anders das Vorrecht, die Sichel anzulegen. Vielleicht lässt Gott uns das alles tun. Lassen Sie uns die uns bevorstehenden Aufgaben treu erfüllen. Mein Bruder, meine Schwester, schöpfen Sie neuen Mut. Seien Sie in dem treu, was Gott Ihnen gibt und seien Sie offen, falls Gott Sie führt, Dinge zu verändern und zu korrigieren. Wir können immer von anderen lernen, aber säen Sie die Samen des Evangeliums. Falls Sie noch nie unsere Webseite besuchten, schauen Sie doch mal rein. answersbc.org. Wir würden gerne von Ihnen hören. Bis zum nächsten Mal. Gott segne Sie.

Gnade über Gnade – 3. Woche / 01.02.2009

Pastor Bayless Conley

Hallo Freund, willkommen zur heutigen Sendung. Wir werden weiter über verschiedene Facetten der Gnade Gottes sprechen. Wir werden uns heute anschauen, wie wir durch Gnade Kraft bekommen – Kraft im Innern in Prüfungen. Und noch etwas Interessantes – materielle Versorgung – das, was wir nicht aus uns selbst heraus tun können. Übernatürliche Türen, die nur Gott öffnen kann, um unserer Not zu begegnen. Die Bibel bezeichnet das als Gnade. Entdecken wir, wie wir Anteil daran haben können.

… genau wie bei Vergebung ist bei Heilung Gnade maßgeblich. Wir können sie nicht verdienen oder erarbeiten und erhalten sie aus Gnade durch Glauben, wie auch Vergebung.

Bei unserer Fortsetzung heute morgen möchte ich über Gnade für Kraft und Gnade für Versorgung sprechen. Lassen Sie uns zuerst Römer 5:1 ansehen. Es heißt:

Römer 5:1-2
„Da wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus, durch den wir im Glauben auch Zugang erhalten haben zu dieser Gnade, in der wir stehen, und rühmen uns aufgrund der Hoffnung der Herrlichkeit Gottes.“

Bitte beachten Sie: Wir haben nur durch Glauben Zugang zur Gnade Gottes. Das gilt für jeden Aspekt und jede Facette der Gnade Gottes. Wir haben Zugang und Zutritt zur Gnade Gottes durch Glauben.

Gnade ist die Hand Gottes, die uns von oben reichlich anbietet. Glaube ist die Hand, die von oben empfängt und „Danke“ sagt. Lassen Sie uns vor diesem Hintergrund 2.Korinther, Kapitel 12, ansehen.

2.Korinther 12. Wir wollen die Gnade betrachten, die sich darin zeigt und offenbart, dass wir im Innern gestärkt werden, um mit Problemen und Verfolgung fertig zu werden und die uns letztendlich Rettung bringt. Gnade zur Stärkung und zur Rettung. 2.Korinther 12:7. Der Apostel Paulus sagt Folgendes:

2.Korinther 12:7
„Und damit ich mich wegen der außerordentlichen Offenbarungen nicht überhebe, wurde mir ein Dorn für das Fleisch gegeben, ein Engel Satans, dass er mich mit Fäusten schlage, damit ich mich nicht überhebe.“

Das Wort überheben wird auch im weltlichen Griechisch verwendet. Sowohl hier als auch in vielen anderen Kontexten heißt es wörtlich: erfolgreich sein und überdurchschnittlich sein. Paulus sagte: „Damit ich nicht Überdurchschnittliches erreiche, Gelingen und Erfolg habe, aufgrund der außerordentlichen Offenbarungen, die mir gegeben wurden …“ (wir wissen, dass dies das Neue Testament ist, diese Botschaft der Gnade und des Glaubens ohne Werke usw. usw., die Botschaft, die Gott dem Apostel Paulus gab, die buchstäblich die ganze Welt verändert und transformiert hat.

Er sagte: „Damit ich keinen Erfolg bei der Verbreitung der Botschaft dieser Offenbarung habe, wurde mir ein Dorn für das Fleisch gegeben.“

Dieser Begriff kommt nur in der Bibel vor und beschreibt hartnäckige Feinde, bestimmte Personen und die durch sie verursachten Schwierigkeiten. Ich gebe Ihnen ein Beispiel.

Im 4.Mose 33:55 sagt Gott:

„Wenn ihr aber die Bewohner des Landes nicht vor euch her vertreibt, dann werden die, die ihr von ihnen übrig lasst, zu Dornen in euren Augen und zu Stacheln in euren Seiten werden, und sie werden euch bedrängen in dem Land, in dem ihr wohnt.“

Wir finden in Josua 23:13 eine ähnliche Stelle und in Richter 2:3. Paulus sagte: „Mir wurde ein Dorn für das Fleisch gegeben.“ Er sprach über eine Person, die ihn belästigte. Was meinte er damit? Er sagte es danach ganz klar. Schauen Sie, was er hinterher sagte: „Mir wurde ein Dorn im Fleisch gegeben, ein Engel Satans, dass er mich mit Fäusten schlage, damit ich keinen Erfolg oder kein Gelingen habe.“

Das Wort „Botschafter“ ist das griechische Wort, das im Neuen Testament als Engel übersetzt wird.

Er sagte nicht, es sei ein Botschafter Gottes. Er sagte: „… ein Botschafter des Teufels wurde gesandt, um mich zu schlagen.“ Dieses Wort beschrieb einen griechischen Boxer, der immer wieder auf seinen Widersacher einschlägt.

Gott gibt dem Apostel Paulus diese Offenbarung ins Herz und sagt: „Verändere die Welt, kleiner Freund.“ Er legt los – und was tut der Teufel? Er schickt einen Dorn für das Fleisch, einen Boten… einen bösen Geist, um ihn zu belästigen und zu schlagen, damit sein Auftrag nicht gelingt. Schauen Sie sich den nächsten Vers an. 2.Korinther 12:8.

2.Korinther 12:8
„Um dessentwillen habe ich dreimal den Herrn angerufen, dass er von mir ablassen möge.“

Andere Übersetzungen bestätigen das. Becks Übersetzung sagt: „Dreimal bat ich den Herrn, Er möge ihn von mir wegschicken.“ „Gott, nimm das weg von mir!“ Hat jemand schon einmal in ähnlicher Weise gebetet? Ich denke schon. Lesen wir weiter.

2.Korinther 12:9
„Und er hat zu mir gesagt: Meine Gnade genügt dir …“

„Du brauchst nur meine Gnade.“ Die Amplified Bible sagt: „Meine Gnade ist genug angesichts jeder Gefahr.“

2.Korinther 12: 9b-10
„… denn meine Kraft kommt in Schwachheit zur Vollendung. Sehr gerne will ich mich nun vielmehr meiner Schwachheiten (meiner Unfähigkeit, aus eigener Kraft Dinge zu schaffen) rühmen, damit die Kraft Christi bei mir wohne. Deshalb habe ich Wohlgefallen an Schwachheiten, an Misshandlungen, an Nöten, an Verfolgungen, an Ängsten um Christi willen; denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark.“

Jesus sagte dem Apostel Paulus: „Okay, du wirst angegriffen. Du brauchst nur meine Gnade. In deiner Schwachheit, wenn du unfähig bist, kann meine Kraft sich voll und ganz in deinem Leben erweisen.“ Paulus sagte: „Dann werde ich darüber jubeln, auf dass die Kraft Christi auf mich kommt.
Ich vertraue nicht auf meine Kraft, sondern auf Ihn.“

Laut Kontext schreibt Paulus diese Aufzählung von Schwierigkeiten – Schwachheiten, Misshandlungen, Nöte, Verfolgungen und Ängste, dem Boten des Teufels zu. Diese Dinge sind nicht natürlichen Ursprungs. Aber Gottes Gnade ist ausreichend, um Kraft und letztlich Sieg zu erleben.

Hatten Sie je den Eindruck, dass Sie ein Problem nach dem anderen trifft? Die Häufigkeit und die Heftigkeit der Probleme ist so massiv, dass Ihnen fast danach ist, zu schmunzeln und zu sagen: „Was kann jetzt noch passieren? Was könnte noch schief gehen?“ Es ist, als würden Sie versuchen, sich über Wasser zu halten. Die Wellen schlagen über Ihrem Kopf zusammen und Sie kommen schließlich zurück an die Oberfläche und denken: „Schlimmer kann es nicht kommen!“ Dann sehen Sie, dass ein Tsunami auf Sie zukommt! Sie können es nicht fassen. Diese Erschütterungen sind nicht normal! Nun, möglicherweise ist der Ursprung übernatürlich.

Der Apostel Paulus erzählte schon ab Kapitel 11 von den Dingen, die ihm widerfuhren… wir lesen nur einen Teil davon… und kommt schließlich zu der Schlussfolgerung, die wir gerade lasen. Er sagte:

„Mit wurde ein Dorn für das Fleisch gegeben, ein Bote des Satans, der kam, um mich zu schlagen, ständig auf mich einzuschlagen, damit mein Auftrag hinsichtlich der mir von Gott gegebenen Offenbarung misslingt.“ Schauen Sie sich 2.Korinther 11:23 an. Eine kurze Aufzählung der Dinge, die der Apostel Paulus erlebte.

2.Korinther 11:23-26
„Sie sind Diener Christi? – Ich rede unsinnig – ich über die Maßen. In Mühen umso mehr, in Gefängnissen umso mehr, in Schlägen übermäßig, in Todesgefahren oft. Von den Juden habe ich fünfmal vierzig Schläge weniger einen bekommen. Dreimal bin ich mit Ruten geschlagen, einmal gesteinigt worden; dreimal habe ich Schiffbruch erlitten; einen Tag und eine Nacht habe ich in Seenot zugebracht; oft auf Reisen, in Gefahren von Flüssen, in Gefahren von Räubern, in Gefahren von meinem Volk, in Gefahren von den Nationen, in Gefahren in der Stadt, in Gefahren in der Wüste, in Gefahren auf dem Meer, in Gefahren unter falschen Brüdern;“ Wer meint, das seien viele Gefahren?

2.Korinther 11:27-28
„… in Mühe und Beschwerde, in Wachen oft, in Hunger und Durst, in Fasten oft, in Kälte und Blöße; außer dem Übrigen noch das, was täglich auf mich eindringt: die Sorge um alle Gemeinden.“

Die Formulierung der New King James: „die wichtigen Anliegen aller Gemeinden“, hört sich sehr geistlich und positiv an. Das ist aber nicht der Fall. Die meisten Übersetzungen sind ganz direkt formuliert: Sorge um alle Gemeinden. Dieses Wort wird im gesamten Neuen Testament insgesamt nur sechs Mal gebraucht: fünf Mal von Jesus und einmal vom Apostel Petrus. Jedes Mal, wenn Jesus das Wort gebrauchte, war es in Verbindung mit Negativem und dem Teufel. Er sagte, es sei eins der Instrumente… die Lasten und Sorgen des Lebens… die Satan gebraucht, um das Wort Gottes zu ersticken und somit unfruchtbar zu machen.

Petrus benutzte das Wort in diesem Kontext: „Werfet all eure Sorgen auf Ihn, denn Er sorgt für euch.“

Petrus sah das als etwas an, was man nicht festhalten, sondern loswerden sollte: Ängste und Sorgen des Lebens. Und Paulus sagte: „All diese Dinge erlebe ich ständig. Ständig passiert dies und jenes, ständig neue Herausforderungen. Hinzu kommen tägliche Sorgen und Ängste um die Gemeinden.

Sind mir die Judaisten auf den Versen und unterwandern meine Lehre? Verlassen die Leute die gesunde Lehre? Nehmen sie Irrlehre an? Unterstützen mich die Gemeinden? Denken Sie an andere Menschen? Geben Sie reichlich?

Ich weiß, wie das für einen Pastor sein kann. Man trägt etwas, was man manchmal Gott täglich abgeben muss. Er sagte, Er würde Seine Gemeinde bauen und: „Wenn der Herr nicht das Haus baut, bauen die Erbauer vergeblich daran.“ Aber man gerät leicht unter Druck, wenn man nicht aufpasst.

Bedenken Sie diese Litanei, die der Apostel Paulus uns präsentierte. Danach nennt er noch weitere Dinge und schließlich auch die Begründung: Ein Bote des Teufels… ein Dorn im Fleisch… gesandt, um mich zu schlagen. Aber er sagt: „Gefängnis? Ja, oft. Dann bekam ich von den Juden 39 Hiebe!

Was kann noch kommen? Es ist nochmals geschehen. Und dann… ist es nochmals passiert. Nun denn, sie schlugen mich wieder. Ich wurde ein andermal geschlagen, dann noch einmal, und zwar mit Stöcken. Man schlug mich mit Stöcken. Ich bin froh, dass es vorbei ist. Was kommt als Nächstes?

Wieder Stockschläge. Und dann? Schläge… Was könnte noch schief gehen? Schiffbruch! Ja! Zwei Mal, drei Mal erlitt er Schiffbruch! Gefahren zu Wasser, Räuber, Gefahren seitens der Juden, Gefahren seitens der Heiden, Gefahren hier, Gefahren dort, falsche Brüder. Jeden Tag habe ich mit Ängsten und Sorgen zu tun.

Moment mal! Hier stimmt etwas nicht! Das ist nicht normal. Das ist nicht nur eine Pechsträhne. Das sind nicht bloß Zufälle. Diese Dinge haben einen bösen übernatürlichen Ursprung.“ Und Paulus sagte:

„Es war ein Bote, den Satan sandte, um mich zu schlagen und um Gelingen und besonderen, überdurchschnittlichen Erfolg zu verhindern.“

Ich sprach in den vergangenen Monaten mit einigen Leuten. Hören Sie: Wir haben Cottonwood 25 Jahre lang geleitet. Davor war ich bereits ein paar Jahre Pastor und vorher war ich im Reisedienst.

In all den Jahren kann ich mich nicht erinnern, jemals mit so vielen Menschen gesprochen zu haben, die den Eindruck hatten unter massivem Beschuss zu sein… ein Angriff nach dem anderen. Im finanziellen Bereich, der Ehe, Probleme mit den Kindern, Probleme im Geschäft, Feinde, Sorgen, Schwierigkeiten, ein Problem jagt das Nächste und eine schlechte Nachricht die andere. Freund, wenn Sie den Eindruck haben, Sie werden angegriffen – es stimmt! Gott hat etwas in Sie hineingelegt, was der Teufel stoppen möchte. Sie sind in dieser besonderen Zeit im Reich Gottes. Es ist kein Zufall, dass Sie Teil dieser Generation sind, Freund, einer Generation, die eventuell die Wiederkunft Jesu Christi erleben wird. Es ist kein Zufall, dass Sie jetzt hier sind, in einer Gemeinde, die sich  vorgenommen hat, die Welt zu verändern, in Jesu Namen. Verstehen Sie mich nicht falsch. Es erfüllt uns mit Demut und ist ein Privileg für uns, dass Gott uns bittet, Anteil an Seinem Werk im Leib Jesu zu haben. Ich sehe darin keine Sonderstellung für uns, aber wir peilen große Dinge an und haben große Träume. Wir wollen, dass die Welt für Christus erreicht wird. Sie sind Teil der Familie, die das tun möchte. Aber wir haben einen Feind, der uns gerne stoppen würde. Wie reagieren wir darauf? Die Gnade Gottes. Er ist größer als all Ihre Probleme. Seine Gnade genügt. Wir müssen jubeln, wie es Paulus tat. Denken Sie daran: Durch Glauben haben wir Zugang zu dieser Gnade, in der wir stehen.

Wir müssen inmitten der Prüfung jubeln, inmitten der Verfolgung nicht auf uns, sondern auf Ihn sehen, dessen Stärke in unserer Schwachheit vollendet wird.

Jubeln wie Paulus und beten wie Joschafat, als ihm die vereinigten Armeen, eine unüberwindliche Armee, gegenüberstanden. Er betete dieses brillante Gebet in 2.Chronik, Kapitel 20. Er sagt: „Denn in uns ist keine Kraft gegen dies große Heer, das gegen uns kommt. Wir wissen nicht, was wir tun sollen, sondern unsere Augen sehen nach dir.“ Das Resultat war, dass Gott eingriff und sie rettete.

– „Gott, wir können dem Problem nichts entgegensetzen, schauen aber nicht auf unsere Unfähigkeit, sondern auf Dich.“

– „Uns fehlt die Weisheit in dieser Situation. Wir sehen aber nicht auf unsere mangelnde Weisheit, sondern auf Dich.“

Sie haben vielleicht weder Weisheit noch Kraft noch die Fähigkeit, mit dem aktuellen Problem fertig zu werden… und vielleicht haben Sie bereits einen Angriff nach dem anderen erlebt. Gottes Gnade genügt und Seine Stärke kann sich ganz und gar entfalten, wenn Sie auf Ihn schauen.

Markieren Sie diese Stelle, ich will Ihnen etwas vorlesen. Sie brauchen nur zuzuhören. Ich zitiere aus Hebräer, Kapitel 4. Hören Sie zu, Vers 15. „Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern der in allem in gleicher Weise wie wir versucht worden ist, doch ohne Sünde.“

Jesus kann unsere Schwächen nachvollziehen. Genau wie der Apostel Paulus sagte: „Ich werde mich meiner Schwachheit rühmen.“ Aber das ist nicht alles. Der nächste Vers wird richtig gut. „Lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zur rechtzeitigen Hilfe!“

Schauen Sie sich mit mir 2.Korinther, Kapitel 9, an. Ich komme jetzt zu etwas anderem und werde über einen letzten Aspekt der Gnade Gottes sprechen. 2.Korinther, Kapitel 9. Es hat mit Gottes Versorgung zu tun. Gottes Gnade im Hinblick die auf materielle Versorgung Seiner Kinder. Schauen Sie, was der Apostel Paulus sagt. 2.Korinther 9:8: „Gott aber vermag, alle…“ Welches Wort folgt? Gnade.

2.Korinther 9:8
„Gott aber vermag euch jede Gnade überreichlich zu geben, damit ihr in allem allezeit alle Genüge habt und überreich seid zu jedem guten Werk.“

Mir gefällt diese generelle Aussage. Gott aber vermag euch jede Gnade überreichlich zu geben, damit ihr in allem allezeit alle Genüge habt und überreich seid zu jedem guten Werk. Hören Sie die Amplified-Übersetzung. Das ist sehr viel auf einmal, ist es aber wert, gründlich darauf herumzukauen.

„Gott aber vermag jede Gnade, jede Gunst und alle irdischen Segnungen reichlich auf euch kommen zu lassen, damit ihr immer unter allen Umständen in Anbetracht jeder Not unabhängig und nicht auf Hilfe und Unterstützung angewiesen seid, sondern reichlich für jedes gute Werk und jede wohltätige Spende ausgerüstet (seid).“

Paulus nannte es eine Handlung, eine Facette der Gnade Gottes. Jede Gunst und jeder irdische Segen soll euch reichlich zuteilwerden, damit ihr genug habt, jedem eurer Bedürfnisse zu begegnen und genug Überfluss, um jemand anderem zu helfen und überall jedem zu helfen, so wie Gott euch führt. Und er sagte: „unter allen Umständen.“ Die Gnade Gottes. Gott versorgt uns auch mittels Seiner Gnade. Sie können es nicht durch gute Werke verdienen.

Ich denke, uns allen ist klar, dass jeder von uns dennoch arbeiten muss. Die Schrift sagt, wer nicht arbeitet, sich weigert zu arbeiten, sollte auch nicht essen. Und wenn jemand sich weigert zu arbeiten, darf sich die Gemeinde nicht um ihn kümmern. Und genau das wird hier nicht gesagt. Denn Sie können mit jedem auf der Straße sprechen, der nichts von Jesus, der Gemeinde oder Gottes Prinzipien versteht und er wird verstehen, dass jeder, der hart arbeitet und Gelegenheiten ergreift, die sich bieten, genug für sich selbst und seine Bedürfnisse haben wird und vielleicht noch Überfluss, um anderen zu helfen. Wer vielleicht zur richtigen Zeit die richtigen Gelegenheiten wahrnimmt und hart arbeitet, kann sogar beneidenswerten Überfluss erlangen. Aber das ist hier nicht das Thema. Diese Verse handeln von göttlichem Eingreifen und Einfluss. Sie handeln von übernatürlichen Türen der Gunst und Gelegenheiten, die nur Gott eröffnen kann. Das ist weit mehr als Sie jemals mit Ihrer Hände Arbeit, Ihren mentalen Fähigkeiten und Ihren Bemühungen erreichen können. Diese Facette der Gnade Gottes bringt jede Gunst und jeden irdischen Segen im Überfluss zu uns.

Wodurch haben wir Zugang zu dieser Gnade, in der wir stehen? Durch Glauben. Jakobus sagt, dass Glaube ohne zugehörige Werke tot ist. Er ist leblos und unproduktiv. Etwas ist interessant an den Bibelstellen über die Gunst Gottes und übernatürliches Auskommen und Versorgung. Sie stehen fast immer im Zusammenhang mit Bibelstellen, die zunächst eine Glaubenshandlung erfordern. Die Verse, die von diesem Aspekt der Gnade Gottes handeln… übernatürliche Versorgung, Türen, die kein Mensch öffnen kann – nur Gott – Gunst und kommende Segnungen… finden wir fast immer im Zusammenhang mit Versen, die zunächst einen Glaubensschritt erfordern. Bedenken Sie, durch Glauben haben wir Zugang zu dieser Gnade Gottes. Schauen Sie, was Er in Vers 15 sagt.

Philipper 4:15
„Ihr wisst aber auch, ihr Philipper, dass im Anfang des Evangeliums, als ich aus Mazedonien wegging, keine Gemeinde mich am gegenseitigen Geben und Empfangen beteiligt hat als nur ihr allein.“

Beachten Sie, es ging nicht nur um das Geben; Geben und Empfangen. So hat Gott es eingerichtet.

Und der Apostel Paulus sagte es klar: Wer kärglich sät, erntet kärglich; wer reichlich sät, erntet reichlich. Daran haben sie also Anteil. Vers 16.

Philipper 4:16-17
„Denn sogar schon, als ich in Thessalonich war, habt ihr mir nicht nur einmal, sondern zweimal für meinen Bedarf gesandt. Nicht, dass ich die Gabe suche, sondern ich suche die Frucht, die sich zugunsten eurer Rechnung mehrt.“

Damit meint er das veränderte Leben derer, denen er diente.

Philipper 4:18-19
„Ich habe aber alles erhalten und habe Überfluss, ich habe die Fülle, da ich von Epaphroditus das von euch Gesandte empfangen habe, einen duftenden Wohlgeruch, ein angenehmes Opfer, Gott wohlgefällig. Mein Gott aber wird allen euren Mangel ausfüllen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus.“

Welch enorme Verheißung! Der Mangel wird ausgefüllt, nicht gemäß einem irdischen Standard, sondern gemäß dem Standard des Himmels. Nach Seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus wird Er Ihrer Not begegnen. Aber beachten Sie: Er gab ihnen diese Verheißung und sie war verbunden mit ihrem beständigen und teils aufopferungsvollen Geben für das Evangelium. Und Paulus sagte den Korinthern: „Ich will euch von diesen Leuten erzählen. Sie hatten es selber schwer, gaben trotzdem reichlich und bestanden darauf, dass wir das Opfer annehmen.“

Wissen Sie, ich glaube nicht, dass Paulus nur Wind machte, indem er den Christen in Mazedonien schrieb: „Mein Gott aber wird allen euren Mangel ausfüllen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus.“

Ich denke, sie erlebten das wirklich. Das hat mit der Gnade Gottes zu tun, durch die wir alle irdischen Segnungen und Gunst reichlich bekommen. Wer denkt, dass sie das wahrscheinlich erlebten? Der Heilige Geist inspirierte Paulus, ihnen das zu sagen. Aber es kann nicht getrennt von dem ersten Teil dessen gesehen werden, was sie taten. Wenn wir Anteil an der Gnade Gottes und an göttlichen Ressourcen haben wollen, geht das nur durch Glauben.

Ich kann Ihnen ehrlich sagen, in meinem eigenen Leben war Gott immer treu, seit ich errettet wurde.

Es gab seit unserer Heirat kritische Zeiten und auch vorher, als ich ein alleinstehender Christ war und Gott mich führte, etwas zu geben, als es aussah, als ob es nicht ginge. Wissen Sie, Er hat sich immer um mich gekümmert. Als Gemeinde haben wir ein paar Phasen dieses Jahr erlebt, wo es kritisch für uns war und wir Finanzen brauchten. Es schien, dass Gott immer gerade in diesen Zeiten zu mir sprach, große Beträge zu geben – in die Mission oder an andere Gemeinden. Dann sprach ich mit den Ältesten in der Gemeinde und den Mitgliedern des Vorstands und sie beteten immer darüber und sagten: „Okay, wir sind dabei. Lass uns das tun.“

Vor kurzem las ich eine Geschichte von Bernie May, einem Freund von mir. Er war jahrelang der Leiter der Wyclif Bibelübersetzer und gründete dann die ‚Seed Company‘, eine weitere Organisation, die Bibeln übersetzt. Sie handelte von einer Frau, die 40 Jahre lang unter den Mazatec Indianern in Mexiko arbeitete und Bibeln übersetzte. Wunderbare Menschen, aber sie entdeckte, während sie unter ihnen lebte, ein paar Besonderheiten. Erstens waren sie sehr zurückhaltend darin, jemandem Gutes zu wünschen. Sie waren in der Tat sehr zögerlich, Fertigkeiten weiterzugeben und anderen ihr Wissen zu vermitteln – selbst anderen Dorfbewohnern. Sie gaben auch das Evangelium nur zögerlich weiter. Die Ursache war ihre Vorstellung, dass das Gute begrenzt sei. Wenn man den Dorfbäcker fragte: „Wie hast du gelernt zu backen?“, sagte er: „Ich kann es einfach.“ Damit meint er, dass er es irgendwie gelernt hat, ohne dass ihn jemand lehrte. Er wäre auch nicht bereit, Dinge weiterzugeben… nur widerwillig… wegen der Vorstellung, dass Wissen, was man weitergibt, für immer verloren ist.

Man entleert sich und dann ist das Wissen weg. Und wenn man ein zweites Kind hat, kann man es nicht lieben, ohne das erste Kind weniger lieben zu müssen. Sie gaben keine guten Wünsche weiter wie: „Einen schönen Tag noch,“ weil man dadurch seine eigene Freude einbüßen und niemals wiedererlangen würde. Diese Frau, die unter ihnen arbeitete, musste sich damit befassen. Wir wissen, dass das Gottes Prinzipien total widerspricht. Wenn wir wollen, dass etwas in unserem Leben zunimmt, geben wir es weg. Wenn Sie mehr Liebe haben wollen, müssen Sie Liebe schenken. Wenn Sie Vergebung säen, erhalten Sie ein gutes, gedrücktes und gerütteltes Maß. Sie kommt auf Sie zurück. Wenn Sie sich als gütig erweisen, ernten Sie ein Vielfaches davon. Das gilt auch für Gottes materielle Ressourcen. Aber ich denke, manche im Leib Christi haben in diesem Bereich mazatekische Vorstellungen übernommen: „Wenn ich gebe, habe ich am Ende weniger.“ Nein, Freund, es öffnet die Tür für Gottes Gnade. Es gibt uns Zugang zu einer größeren Manifestation der Gnade Gottes. Sie werden nicht weniger haben und abnehmen, wenn Sie in einem Lebensbereich so handeln.

Es ist wahr. Wenn Sie etwas behalten wollen und es in Gott wachsen soll, müssen Sie es weggeben.
Ich tue das nicht oft, aber ich möchte Sie ermutigen, vielleicht sogar herausfordern, etwas zu tun.

Wenn die Sendung ein Segen für Sie war, warum unterstützen Sie nicht einfach unsere Arbeit?

Weltweit werden Menschen verändert. Zum Thema Gnade schrieb Paulus den Philippern im Hinblick auf die Unterstützung seines Dienstes. Er sagte: „Ihr habt zusammen mit mir Anteil an dieser Gnade.“

Einige Übersetzungen sagen: „Ihr habt mit Anteil an meiner Gnade.“ Mit anderen Worten, sie hatten irgendwie Anteil an der Gnade Gottes, die auf dem Apostel Paulus war. Sie erhielten Anteil daran, indem sie gaben und sich mit seiner Arbeit eins machten. Ich bete dafür, dass die Gnade Gottes, die auf meinem Leben und der Cottonwood Gemeinde liegt, in Ihr Leben kommt und Ihnen geoffenbart wird, indem Sie das unterstützen, was Gott durch uns tut. Möge Gott Sie reichlich segnen, wenn Sie daran Anteil haben. Ich bete, dass Ihrer Not begegnet wird, in Jesu Namen. Bis zum nächsten Mal.

Ein paar Dinge im Leben machen uns froh und glücklich… Freunde… Liebe… Beziehungen. Denken Sie an die Beziehungen in Ihrem Leben.

Wie kann einem allein warm werden? Der Sinn dieser Frage ist, noch einmal die Notwendigkeit der Gemeinschaft und der Kameradschaft zu betonen.

Bayless Conleys Serie „Entdecken Sie Gottes Plan für Ihre Beziehungen“, offenbart, dass Gott erfolgreiche Beziehungen zu Ihrem Partner, Ihren Freunden, Ihrer Familie und sogar Ihren Mitarbeitern für Sie vorgesehen hat.

Wir müssen einander lieben, einander annehmen, einander bevorzugen, einander, wie in der Familie, mit brüderlicher Liebe lieben usw. usw. Wichtig ist: einander, nicht einsam und alleine.

Jule 18. Januar 2009 Keine Kommentare Trackback URI Comments RSS

Einen Kommentar schreiben

Du musst angemeldet sein, um kommentieren zu können.