Gott ist größer

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Gott ist größer – Teil 1      08.02.2009

Sind Sie heute bereit für das Wort? Wir werden uns mit etwas beschäftigen, das Ihr Leben verändern kann. Folgender Satz kommt nicht allzu oft in der Bibel vor: „Gott ist größer als…“ und dann wird etwas genannt. Natürlich ist Gott größer als jeder oder alles. Das wissen wir und die Frage ist: warum betont Gott das in besonderen Situationen? Es hat seinen Grund. Er wollte es betonen, damit wir es beachten.

Wir werden uns ein paar Bereiche ansehen, von denen die Bibel sagt: „Gott ist größer.“

Ein Satz erregte meine Aufmerksamkeit und ich dachte letzte Woche einige Zeit darüber nach. Ich beschäftigte mich damit. Was ich Ihnen mitteilen möchte, ist eigentlich das Ergebnis meiner Studien.

Ich werde heute beginnen, aber nicht fertig werden. Und dies ist der Satz: „Gott ist größer.“ Ganz klar – Er ist größer als irgendetwas oder irgendjemand. Das muss nicht festgestellt werden. Das ist selbstverständlich. Dennoch steht diese Aussage einige Male in der Schrift. Ich glaube, wenn sie da steht, dann möchte Gott etwas zu unserem Nutzen betonen. Die Dinge oder Bereiche, die betont werden durch diese Aussage, dass Gott größer ist, sind ganz wesentlich. Und wir werden beginnen, über einige zu sprechen.

Der erste Bereich ist: Gott ist größer als der Mensch, denn Er spürt kein Bedürfnis, sich zu verteidigen oder zu rechtfertigen, wenn Menschen Ihn anklagen oder beschuldigen. Gott ist größer als der Mensch, denn Er spürt kein Bedürfnis, sich zu verteidigen oder zu rechtfertigen, wenn Menschen Ihn anklagen oder beschuldigen.

Nun, Hiob beschuldigte Gott für all seine Probleme. Das taten auch seine Freunde. Der einzige Unterschied zwischen ihnen war, dass Hiobs Freunde sagten, er habe schwer gesündigt… er sei einer schweren Übertretung gegenüber Gott schuldig und verdiene deshalb Gottes Strafe. Hiob aber beharrte auf seiner Unschuld und sagte, Gott würde ihn zu Unrecht strafen. Um Hiobs Herz und Haltung inmitten all dessen zu verstehen, sehen wir uns das neunte Kapitel an. Wir sehen, wie er hier mit Gott und über Gott spricht. Hiob 9:16, er sagt:

Hiob 9:16-24
„Wenn ich riefe und er mir antwortete, nicht würde ich glauben, dass er auf meine Stimme hörte. Er, der nach mir greift im Unwetter und meine Wunden grundlos vermehrt, er erlaubt mir nicht, Atem zu holen, sondern sättigt mich mit Bitterkeiten. Wenn es auf Kraft des Starken ankommt, so sagt er: Sieh hier! – und wenn auf Recht: Wer will mich vorladen? Wenn ich auch im Recht wäre, mein Mund würde mich verurteilen; wäre ich auch rechtschaffen, er würde mich schuldig sprechen. Rechtschaffen bin ich! Ich kümmere mich nicht um meine Seele, ich verachte mein Leben, es ist eins! Darum sage ich: Den Rechtschaffenen wie den Gottlosen vernichtet er. Wenn die Geißel plötzlich tötet, so spottet er über die Verzweiflung Unschuldiger. Die Erde ist in die Hand des Gottlosen gegeben, das Angesicht ihrer Richter verhüllt er. Wenn er es nicht ist, wer sonst?“

Einige interessante Anschuldigungen: Er greift nach mir im Unwetter; Er vermehrt meine Wunden grundlos; den Rechtschaffenen wie den Gottlosen vernichtet er. Er spottet über die Verzweiflung Unschuldiger. Wenn Er es nicht ist, wenn Gott nicht verantwortlich ist für all diese Probleme, wer sonst?

Eine interessante Frage, die Hiob stellt. Wenn Gott mir all dies nicht antut, wer tut es dann?

Noch weitere Anschuldigungen bringt er gegen Gott vor und behauptet, Gott sei ungerecht und unfair.

Und Hiobs Freunde sagen ihm: „Du hast deine Kinder verloren, weil du ein Sünder bist, deshalb tat Gott dir das an.“ Sie kamen auf ungewöhnliche Weise ums Leben. Eines Tages büßte er seine Gesundheit ein, dann seine Position in der Gesellschaft, er verlor alles… seinen Reichtum, alles ging verloren. Und sie sagten: „Gott tat dir all das an.“

Es gab einen jungen Mann namens Elihu, der dabei saß und der ganzen Unterhaltung zuhörte. Übrigens, das Buch Hiob besteht fast nur aus einer Unterhaltung, die an einem Tag stattfindet. Elihu hört sich alles geduldig an und dann erhebt er plötzlich die Stimme. Und die Schrift sagt sehr klar, dass Elihu unter Inspiration des Heiligen Geistes spricht. Ja, das galt wirklich nur für ihn – zunächst. Elihu, inspiriert vom Geist Gottes, sagt ihnen, dass sie alle in mehreren Anklagepunkten falsch liegen, sowohl Hiob als auch seine Freunde. Und er stellt klar, dass Gott Hiob nicht verfolgt.

Lassen Sie uns bitte Kapitel 33 lesen… hier im Buch Hiob… Kapitel 33. Wir sehen Elihu, wie er unter der Inspiration des Heiligen Geistes zu Hiob spricht. Hiob 33:8.

Hiob 33:8-12
„Du sagtest doch vor meinen Ohren – und den Laut deiner Worte höre ich noch: – Lauter bin ich, ohne ein Vergehen. Rein bin ich und habe keine Schuld. Siehe, er erfindet Anlässe zum Widerstand gegen mich, er hält mich für seinen Feind. Er legt meine Füße in den Block, überwacht alle meine Pfade. – Siehe, darin bist du nicht im Recht… wörtlich: du hast nicht recht… ich antworte dir; denn Gott ist größer als ein Mensch.“

Sagen Sie alle: „Gott ist größer.“ Im Zusammenhang mit dieser Aussage… wo er sagt, dass Gott größer ist… schauen sie, was er im nächsten Vers sagt, Hiob 33:13.

Hiob 33:13
„Warum rechtest du mit ihm, weil er auf all seine Worte keine Antwort gibt?“

Hören Sie die Verse 12 und 13 aus der Message Bibel: „Hör mal zu, Hiob, du liegst falsch, völlig falsch.

Gott ist weit größer als jeder Mensch. Wie wagst du, Ihn vor Gericht zu ziehen und dich dann zu beklagen, dass Er nichts zu deinen Anklagen sagt?“

Wir Menschen haben das Bedürfnis, fühlen uns sogar verpflichtet, uns zu verteidigen und zu rechtfertigen, speziell bei falschen Anschuldigungen. Gott nicht. Gott hat keine Ego- oder Minderwertigkeitsprobleme. Wenn jemand falsch von Ihm denkt oder Ihn anschuldigt, verletzt Ihn das überhaupt nicht. Und Er scheint kein Bedürfnis zu haben, sich gegenüber irgendjemandem zu rechtfertigen, selbst bei ungerechten Anschuldigungen.

Denken Sie an Jesus, der das Abbild Gottes ist. In Johannes 6 lehrt Er und sagt: „Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, bleibt in mir und ich in ihm.“ In der Schrift steht, dass viele Seiner Jünger sagten:

„Diese Rede ist hart. Wer kann sie hören?“ Und es heißt, dass Jesus wusste, dass sie sich über ihn beklagten. Sie können ein, zwei Verse weiter unten lesen: „Von da an gingen viele seiner Jünger zurück und gingen nicht mehr mit ihm.“ Sie verließen Ihn!

Ich sage Ihnen, was Jesus nicht tat. Er sagte nicht: „Wartet, Jungs! Wartet! Es war nur eine Metapher! Ihr habt mich da falsch verstanden. Seid nicht beleidigt! Bitte geht nicht! Ich hab’s nicht so gemeint! Ich erkläre es euch!“ Nein, Er ließ sie gehen. Dann wendet Er sich den Zwölfen zu und sagt: „Wollt ihr auch gehen?“ Er schien nicht für nötig zu halten, Sein Verhalten zu erklären. Er ließ sie einfach gehen.

Denken Sie kurz über Hiobs Situation nach. Ein schrecklicher Unfall nimmt seinen Kindern das Leben an einem Tag. All sein Vermögen verlor er an einem Tag, seine gesellschaftliche Stellung, seine Gesundheit… alles weg… und er beschuldigt Gott. Er konnte nicht in Hiob 2:7 nachlesen, dass Satan Hiob schlug. Er wusste nicht, dass er einen Widersacher namens Satan hat. Wir sind privilegiert, wir lesen das Buch Hiob und finden es heraus… entfernen den Vorhang des Sichtbaren und sehen den wahren Ursprung. Hiob konnte das nicht sehen.

Es gibt viele Menschen, die denken und sagen: „Gott, Du bist unfair! Du bist ungerecht! Du bist gemein!

So wie ein Kind, das in einen Ameisenhaufen tritt. Hey, quälst Du mich gerne?“ Und Gott schweigt.

Ein Bekannter, ein Pfarrer, wollte vor Jahren mit mir sprechen. Er sagte: „Bayless, ich muss mit Dir reden.“ Ich fragte: „Was ist los?“ Dieser Mann hatte sein Leben für das Evangelium, für das Werk Gottes gegeben und hatte alle möglichen Kämpfe… Kämpfe in seiner Ehe, Kämpfe im Dienst. Damals stand vieles gegen ihn… und er sagte: „Bayless, manchmal beschimpfe ich Gott. Alle mir bekannten Schimpfworte brüll ich Ihm zu und sage Ihm, dass ich Ihn hasse. Und ich schrie Ihn an, und das mehr als einmal.“ Er sah mich an und fragte: „Denkst Du, Gott kann mir vergeben?“ Ich sagte: „Sicher.“ Während er Gott fluchte und Ihm sagte, dass er Ihn hasst und Gott für allen Ärger beschuldigte, war Gott nur schweigend da und hörte nicht auf, ihn zu lieben.

Doch obwohl Gott sich nicht selbst verteidigt und sich selten rechtfertigt, wenn Er missverstanden wird, bleibt Er doch nicht völlig stumm. In dieser Situation, als Hiob Gott anklagt und seine Freunde Gott anklagen und Elihu kommt und sagt: „Hiob, du hast Unrecht.“… aber Gott legt nicht Rechenschaft ab, muss sich nicht rechtfertigen, denn Er ist größer als Menschen. Aber schauen Sie, was Er im nächsten Vers sagt, ab Vers 14:

Hiob 33, 14-18
„Doch auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite, und man wird es nicht gewahr. Im Traum, in der nächtlichen Vision, wenn tiefer Schlaf auf die Menschen fällt, im Schlummer auf dem Lager, dann öffnet er das Ohr der Menschen und bestätigt die Warnung für sie, um den Menschen von seinem Tun abzuwenden und den Hochmut vom Mann abzuhauen, um seine Seele zurückzuhalten von der Grube und sein Leben davon, in den Spieß zu rennen.“

Es ist völlig klar, dass Gott warnt und führt, aber die Menschen hören selten zu. Gott redet auf die eine oder andere Weise. Er gibt einen Traum, öffnet jemandem die Ohren, aber sie empfangen es nicht. Und ich könnte hier den ganzen Tag stehen und eine Geschichte nach der anderen bringen, wo Gott auf die eine oder andere Weise warnte… vergeblich. Menschen gerieten in Probleme, erhoben dann die Fäuste gegen Gott und beschuldigten Gott für alles.

Betrachten wir es aus unserer Sicht. Hebräer 1:2 sagt, dass Gott zu uns redete in Seinem Sohn. Jesus sagt in Johannes 14: „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.“

„Gott, warum verursachtest Du diese Tragödie?“
„Gott, warum machtest Du diese Person krank?“
„Warum verursachtest Du diesen Verlust?“
„Warum nahmst Du ihren Sohn?“ (… oder ihre Tochter)
„Gott, warum antwortest Du nicht? Menschen beschuldigen Dich für alles mögliche!“ „Gott?“

„Ich habe geantwortet. Ich sandte meinen Sohn. Machte Jesus je eine Person krank?“
„Nein, Er heilte die Kranken nur.“
„Nahm Er Eltern jemals ein Kind fort?“ „Nein, Er weckte sie auf und gab sie den Eltern zurück.“
„Stahl, tötete oder zerstörte Er jemals?“
„Nein, Jesus sagte, der Feind kommt, um das zu tun. Er kam, um uns Leben im Überfluss zu geben.“
„Aber Gott, manche begreifen es immer noch nicht. Sie sehen es nicht! Für sie bist Du der Böse. Du bist ein Tyrann. Du bist der Terrorist!“
Und Er schweigt und hört nicht auf zu lieben, weil Er größer ist und weil Er Gott ist.

Bitte schlagen Sie mit mir Johannes, Kapitel 14, auf. Wir wollen das Nächste betrachten.

Zweitens – Gott ist größer, weil Er unsere Erlösung bewirkte und den Heiligen Geist sandte. Er ist größer, weil Er unsere Erlösung bewirkte und den Heiligen Geist sandte. Hier, in Johannes 14, am Abend Seiner Gefangennahme, vor dem Scheinprozess und Seiner Kreuzigung, sagt Jesus Seinen Jüngern einige sehr wichtige Dinge. Er sagt in Johannes 14:16:

Johannes 14:16-18
„… und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit, den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht, noch ihn kennt. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein. Ich werde euch nicht verwaist zurücklassen, ich komme zu euch.“

Ziemlich bedeutende Worte. Jesus sagte: „Hey, ich gehe, aber ich komme wieder.“ Und wenn Er kommt, dann in Person des Heiligen Geistes. Er ließ uns nicht als Waisen zurück. Er hat uns nicht verlassen. Und Er sagte hier etwas unglaublich Wichtiges. Er sagt: „Ihr kennt den Heiligen Geist. Er ist mit euch, wird aber in euch sein.“ Bis dato in der Geschichte hatten Männer und Frauen den Heiligen Geist nur auf sich erfahren. Er konnte nicht in ihnen wohnen, da neuer Wein nicht in alte Schläuche gefüllt werden darf. Das ist der Zweck der neuen Geburt… damit Gott nicht nur mit uns ist. Er kann jetzt in uns wohnen. Wir sind jetzt Tempel des Heiligen Geistes. Nimmt eine Person Christus an, wird ihr Geist umgestaltet, erneuert, wiedergeboren. Dann können wir Gefäße werden, in denen der Heilige Geist wohnen, weilen und bleiben kann. Und Jesus sagte: „Das wird passieren. Ich werde gehen und ihr werdet den Heiligen Geist nicht nur äußerlich kennen, ihr werdet ihn von innen heraus kennen. Ich werde zu euch kommen und ihr werdet keine Waisen sein.“ Gehen Sie bitte runter zu Vers 25. Er sagte:

Johannes 14:25-28
„Dies habe ich zu euch geredet, während ich bei euch weile. Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch. Euer Herz werde nicht bestürzt, seid auch nicht furchtsam. Ihr habt gehört, dass ich euch gesagt habe: Ich gehe hin, und ich komme zu euch. Wenn ihr mich liebtet, so würdet ihr euch freuen, dass ich zum Vater gehe, denn der Vater ist größer als ich.“

Jeder sage: „Der Vater ist größer.“

Jesus, obwohl Er dem Vater von Ewigkeit her sicherlich gleichgestellt war, demütigte sich selbst und nahm eine untergeordnete Rolle ein. Und das ist es, wovon Er hier spricht. Genau, wie es die Schrift in Philipper, Kapitel 2 sagt… ich lese aus der Message Bibel, die Verse 6 bis 8. Hören Sie, es heißt von Jesus: „Er war Gott gleichgestellt, war aber nicht so sehr auf sich fixiert, dass Er um jeden Preis an den Vorrechten dieses Status festhalten wollte.“

Absolut nicht. Als es so weit war, legte Er die göttlichen Privilegien ab und wurde ein Sklave, wurde Mensch. Er wurde Mensch und blieb Mensch. Dabei zeigte Er eine unglaubliche Demut. Er beanspruchte keine Sonderrechte. Nein, Er lebte selbstlos und gehorsam und starb ebenso selbstlos und gehorsam den damals schlimmsten Tod: Kreuzigung.

2.Korinther 13:4 sagt, dass Er in Schwachheit gekreuzigt wurde. Jesus nahm freiwillig unseren Platz ein und wurde das Opfer für unsere Sünden. Freiwillig in dieser niedrigen Position und die Sünde der Welt tragend, sagt Jesus: „Ihr solltet euch freuen, denn der Vater ist größer als ich.“ Der Vater bewirkte Erlösung, weckte Jesus von den Toten auf und sandte den Heiligen Geist. Obwohl Christus in Schwachheit starb, wurde Er in Kraft auferweckt von unserem großen Vater.

Warum betonte Jesus ausgerechnet die Tatsache, dass Gott größer ist, in diesem speziellen Zusammenhang? Erstens: Weil Er über das wichtigste Ereignis der Menschheitsgeschichte spricht. Zweitens: Es wurde nicht ohne Ärgernisse, Widerstand oder Herausforderung erreicht. Es gab Herausforderungen. Es gab Widerstand gegen den sich entfaltenden Plan Gottes, die Auferstehung, diese krönende Vollendung der Erlösung der Menschheit und die Sendung des Heiligen Geistes. Gut, wer oder was würde sich womöglich Gott und Seinem Werk entgegenstellen? Jesus sagt es uns in den folgenden zwei Versen: Lesen Sie Johannes 14:29.

Johannes 14:29-30
„Und jetzt habe ich es euch gesagt, ehe es geschieht, damit ihr glaubt, wenn es geschieht. Ich werde nicht mehr vieles mit euch reden, denn der Fürst der Welt kommt; und in mir hat er gar nichts.“

Jesus sagte, der Fürst der Welt kommt. Er spricht vom Teufel, der auch der Gott dieser Welt im Neuen Testament genannt wird, der Fürst der Macht der Luft. Freund, weil Gott größer ist, war Jesus fähig, Tod und Teufel zu besiegen. Weil Gott größer ist, fuhr Jesus zur Rechten Gottes in der Höhe auf, sandte den Heiligen Geist herab, der durch die Errettung in den Gläubigen wohnt und sie nach der Geistestaufe überfließend füllt.
Die Herrschaft Satans über die Menschheit war für immer gebrochen. Als Christus von den Toten auferweckt wurde, schnippte Gott Satan wie eine Fluse weg. Nun können Männer und Frauen, einst Gott entfremdet, mit Ihm zusammenkommen. Nicht auf distanzierte und gesetzliche Weise, sondern indem Sie innige Gemeinschaft erleben, verändert und Teil von Gottes Familie werden, voll Heiligen Geistes, weil Gott größer ist. Was Gott sich auch vornimmt, ob es die Erlösung der gefallenen Menschheit und die Erfüllung der Menschen mit dem Heiligen Geist ist oder etwas anderes, Freund, kein Teufel wird Ihn hindern. Der Vater ist größer.

Das bringt mich zum Dritten. Gott ist größer, da Er jetzt für Schutz und Sicherheit Seiner Kinder sorgt.

Lassen Sie uns im Johannes-Evangelium, Kapitel 10 lesen. Jesus spricht. Wir beginnen bei Vers 27.

Johannes 10:27-30
„Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren in Ewigkeit, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben. Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle, und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters rauben. Ich und der Vater sind eins.“

Wieder erwähnt Jesus, dass Gott größer ist. Das Wort „rauben“ hier, als Er sagt: „… niemand wird sie aus meiner Hand rauben; niemand kann sie aus der Hand meines Vaters rauben…“, bedeutet wörtlich: gewaltsam nehmen, entreißen, wegziehen durch Gewalteinwirkung. Hören Sie die ausdrucksstarke Wortwahl Jesu. Er sagte, sie werden nie verloren gehen. „Niemand,“ sagte Er, „kann sie aus der Hand meines Vaters rauben.“

Ich sprach mal mit einem Freund, es war wohl im Dodger Stadion. Bei einem Baseballspiel schlug jemand einen Homerun, der Ball flog zur rechten Tribüne, der Ball hüpfte herum, alle wollten ihn kriegen und ein kleiner Junge kommt hoch, mit dem Ball in seinem Handschuh. Ein Mann reißt den Ball aus dem Handschuh des Jungen und stiehlt ihn ihm. Fünfzigtausend Fans pfiffen den Mann aus dem Stadion. Er verließ das Stadion in Schande.

Freund, ich sage Ihnen: Weder Teufel noch Menschen können Sie Gottes Hand entreißen. Dort sind Sie sicher. Jesus sagte: „Niemand kann sie meiner Hand entreißen, niemand kann sie des Vaters Hand entreißen.“ Kolosser 3:3 sagt, ihr Leben ist mit Christus in Gott verborgen. Das ist Sicherheit. Stellen Sie sich diesen Ring hier vor. Das ist Ihr Leben. Jesus sagte: Niemand entreißt sie meiner Hand, niemand entreißt sie des Vaters Hand. Ihr Leben ist mit Christus in Gott verborgen. Freund, das ist Sicherheit. Das ist Sicherheit. Er ist größer als alles andere.

Ich war in Queensland, Australien, vor einigen Jahren mit Freunden zum Golfen. Es war eine ländliche Gegend und überall auf dem Golfplatz waren Kängurus. Als Junge aus Süd-Kalifornien kenn ich so was nicht. Ich komme auf ein Grün und hier ist Mama Känguru und dort Klein Joey. Klein Joey sieht uns an… er ist ungefähr so weit entfernt… macht einen Satz durch die Luft und landet kopfüber in Mamas Beutel.

Mit das Erstaunlichste, was ich jemals gesehen habe! Nur zwei Füße schauten raus! Vielleicht wusste er, dass ich aus den Staaten kam. Wer weiß. Er fühlte sich sicher und geborgen in Mamas Beutel.

Wissen Sie was? Nebukadnezar mag zehntausend Gefangene von Juda nach Babylon verschleppt haben, aber niemand kann sie der Hand des Vaters entreißen, absolut niemand. Wir sind sicher in Christus. Kein Dämon, kein Teufel, nicht Satan persönlich kann Sie des Vaters Hand entreißen.

Denken Sie an die Verse, die wir alle lieben – Römer 8:35.

Römer 8:35-38
„Wer wird uns scheiden von der Liebe Christi? Bedrängnis oder Angst oder Verfolgung oder Hungersnot –  die Antwort steht in Vers 37: „Aber in diesem allen sind wir mehr als Überwinder durch den, der uns geliebt hat.“

Weiter in Vers 38:
„Denn ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch Mächte, weder Höhe noch Tiefe, noch irgendein anderes Geschöpf uns wird scheiden können von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.“

Wir sind sicher! Ein feuriger Wagen mag Elia von Elisa getrennt haben, aber nichts kann Sie scheiden von der Liebe Gottes, die in Christus ist, mein Freund. Das ist Sicherheit. Niemand kann Sie Ihm entreißen.

Mein Freund, ich möchte Ihnen sagen: Nichts kann Sie von der Liebe Gottes in Jesus Christus, unserem Herrn, trennen. Sie werden von Gott geliebt. Sie sind kein Zufallsprodukt. Gott wusste, dass Sie hier sein würden. Er hat Pläne für Ihr Leben gemacht und manchmal tut es gut, sich daran zu erinnern, dass wir in einer gefallenen Welt leben. Es funktioniert nicht alles so, wie es funktionieren sollte. Wir lernen, mit Gott zusammenzuarbeiten, um in den Fluss Seines Geistes zu kommen, studieren Sein Wort, wachsen und verändern uns, während wir uns Gott hingeben. Und Gott segnet uns, wann immer Er kann und wir Ihm dazu Gelegenheit geben. Ich will eigentlich sagen: Werden Sie nicht wütend auf Gott. Wenn Sie bestimmte Dinge erlebt haben, regen Sie sich nicht über Gott auf. Jesus zeichnete eine Linie in den Sand und sagte: „Der Dieb kommt, um zu stehlen, zu töten und zu zerstören, aber ich kam, damit ihr Leben habt.“ Überfließendes übersprudelndes Leben. Wir dienen einem guten Gott und nichts kann uns von Seiner Liebe trennen. Er liebt Sie wirklich. Wenn Sie Ihm noch nie Ihr Herz geöffnet haben, tun Sie es doch heute! Freund, Seine Liebe lässt nie nach, ganz egal, ob Sie viel oder wenig für Ihn tun. Aber Ihr Leben wird wirklich besser werden, wenn Sie heute „Ja“ zu Jesus sagen.

Meine Zeit ist knapp, aber ich möchte Sie ermutigen. Vielleicht haben Sie sich noch nie unsere Webseite answersbc.org angesehen. Das sollten Sie tun. Es gibt ein ganzes Archiv von Predigten, die Sie anhören können, um Ihr geistliches Leben zu fördern. Wir möchten Sie einfach wissen lassen, dass wir es nicht für einen Zufall halten, dass Sie gerade die Sendung sehen. Ich schütte mein Herz aus so gut ich kann, um Ihnen zu helfen und Sie zu ermutigen, sich auf Gott auszurichten und auf Jesus zu sehen. Er wird Sie nie im Stich lassen. Also, Freund, lassen Sie den Kopf nicht hängen, sehen Sie weiterhin auf Gott, vertrauen Sie Ihm. Bis zum nächsten Mal. Gott segne Sie.
Gott ist größer Teil 2                      15.02.2009

Pastor Bayless Conley

Haben Sie jemals den Vers im 1. Johannes gelesen, besonders die Aussage:
„Wenn unser Herz uns verurteilt, ist Gott größer als unser Herz“?

Ich las es jahrelang und dachte: Was bedeutet das nur?
Ich begriff es einfach nicht. Ich hatte eine gewisse Vorstellung, aber wissen Sie was?
Ich studierte es gründlich und diese Botschaft dreht sich um diesen Vers. Wenn unsere eigenen Herzen uns verurteilen, ist Gott größer als unser Herz. Wissen Sie, Freund, unser Gewissen ist nicht die letzte Instanz.
Es gibt ein höheres Gericht als unser menschliches Gewissen – und zwar Gott.
Am Ende richtet Er, und darüber werden wir sprechen.
Ich denke, das wird für Sie interessant werden und nicht nur interessant, sondern sehr befreiend.

Wenn Sie eine Bibel haben, nehmen Sie sie. Kommen wir zum Wort.Ich habe noch mehr auf dem Herzen im Hinblick auf die Aussage: „Gott ist größer.“ Offensichtlich ist Er größer als jeder und als alles.
Das muss eigentlich gar nicht gesagt werden. Und doch finden wir diese Aussage ein paar Mal in der Bibel.

1. Johannes 3:18

„Kinder, lasst uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern in Tat und Wahrheit!
Hieran werden wir erkennen, dass wir aus der Wahrheit sind, und wir werden vor ihm unser Herz zur Ruhe bringen, dass, wenn das Herz uns verurteilt, Gott größer ist als unser Herz und alles kennt.“

Manchmal brauchen unsere Herzen offenbar Zuversicht. Es war die Rede davon, unser Herz zur Ruhe zu bringen.
Und wenn uns unser Herz schuldig spricht oder verurteilt, ist Gott größer als unser Herz.
Ich denke, um den Grund dieser Aussage zu verstehen, müssen wir uns das Umfeld ansehen.
Johannes spricht hier speziell über bestimmte Früchte im Leben eines Gläubigen.
Vielleicht können wir uns einige davon ansehen.
Schauen Sie sich Vers 6 dieses Kapitels an.
Dort beginnen wir.

1. Johannes 3:6

„Jeder, der in ihm bleibt, sündigt nicht; jeder, der sündigt, hat ihn nicht gesehen noch ihn erkannt.“Wer hält das für eine recht alarmierende Aussage?

Nun, im Griechischen impliziert die Verbform eine ständige Gewohnheit.
Es heißt wörtlich: Wer in Ihm bleibt, sündigt normalerweise nicht. Der Lebensstil der Sünde hört auf, wenn Sie Christus begegnen. Und jemand, der sündigt, der weiterhin einen sündigen Lebensstil hat, hat Ihn weder gesehen, noch erkannt.

1. Johannes 3:7-9
„Kinder, niemand verführe euch! Wer die Gerechtigkeit tut (wiederum normalerweise), ist gerecht, wie er gerecht ist.
Wer die Sünde tut (als Lebensstil), ist aus dem Teufel, denn der Teufel sündigt von Anfang an. Hierzu ist der Sohn Gottes offenbart worden, damit er die Werke des Teufels vernichte. Jeder, der aus Gott geboren ist, sündigt nicht (gewöhnlich?), denn sein Same bleibt in ihm; und er kann nicht sündigen, weil er aus Gott geboren ist.“Das ist so wahr, aber vielleicht verunsichert es uns dennoch.

Kommen wir zu Vers 10.
1. Johannes 3:10

„Daran sind die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels offenbar: Jeder, der nicht Gerechtigkeit übt, ist nicht aus Gott, ebenso wer seinen Bruder nicht liebt.“1. Johannes 3:14-17
„Wir wissen, dass wir aus dem Tod zum Leben gelangt sind, denn wir lieben die Brüder. Wer den Bruder nicht liebt, bleibt im Tod. Jeder, der seinen Bruder hasst, ist ein Mörder; und ihr wisst, dass kein Mörder ewiges Leben bleibend in sich hat. Daran haben wir die Liebe erkannt, dass Er sein Leben für uns hingegeben hat; auch wir sind es schuldig, für die Brüder das Leben hinzugeben. Wer aber die Güter dieser Welt hat und seinen Bruder Not leiden sieht und sein Herz vor ihm verschließt – wie bleibt die Liebe Gottes in ihm?“

Daran schließen sich die Verse an, die wir lasen und die davon handeln, dass wir unser Herz vor Ihm zur Ruhe bringen müssen und dass Gott größer ist, wenn uns unser Herz verurteilt.
Bedenken Sie das Umfeld.
Unser Lebensstil verändert sich natürlich, wenn wir Jesus Christus begegnen.
Und wenn Ihr Lebensstil unverändert ist, Freund, haben Sie den falschen Jesus getroffen.
Er verändert uns, aber alle Gläubigen versagen ab und zu.
Hoffentlich geschieht das immer seltener, aber wir haben

1. Johannes 1:9:
„Wenn wir unsere Sünde bekennen, ist Er treu und gerecht, uns unsere Sünde zu vergeben und uns von aller Ungerechtigkeit zu reinigen.“

Ich denke, Johannes sagt unter der Inspiration des Geistes, dass unser Herz Zuversicht braucht und dass wir erkennen müssen, dass Gott größer als unser Herz ist, weil viele Menschen so sind wie ich:
Ich neige manchmal dazu, zu sehr auf mich zu sehen und mich manchmal sogar verachten.
Ich zweifele meine Errettung nicht an, auch nicht, dass ich Gott angehöre, denke aber oft, ich könnte weiter sein, als ich bin. Oft habe ich den Eindruck, ich bete manchmal nicht genug, oder ich habe nicht genug praktische Liebe zu Menschen, wie sie hier beschrieben wird:
„Wenn du deinen Bruder Mangel leiden siehst, wie kannst du sein Herz vor ihm verschließen?
Wir sollen für die Brüder unser Leben hingeben!“
Manchmal sehe ich das und denke: Jesus, tue ich das wirklich rückhaltlos?
Manchmal fühle ich mich geistlich stumpf, wenn ich wach, aufmerksam und dem Heiligen Geist gegenüber sensibel sein sollte. Oft habe ich den Eindruck – dieses Gefühl verfolgt mich fast – dass ich ein besserer Pastor, ein besserer Leiter, ein besserer Vater, ein besserer Ehemann und Freund sein könnte. Offen gesagt gibt es Zeiten, wo mich mein eigenes Herz und mein Gewissen anklagen und peinigen. Ich nehme an, es gibt ein paar Leute, denen es auch so geht.
Sie sehen auf diesen Standard und dann auf Ihr eigenes Leben. Sie wissen, dass Sie noch in Arbeit sind, neigen aber dazu, sich ständig selbst zu verdammen, und Ihr eigenes Herz klagt Sie an.
Freund, wenn uns diese Passage eins lehrt, dann Folgendes: Wenn unser Herz uns auch anklagt, sind die Urteile unseres Herzens nicht endgültig. Sie müssen noch vor einem höheren Gericht bestätigt werden.

Unser Herz hat nicht das letzte Wort.
Gott allein ist der Richter.

1. Johannes 3:20
. Hören Sie die Übersetzung der Message Bible.
„So können wir auch lähmende Selbstkritik zum Schweigen bringen, selbst wenn sie begründet ist.
Denn Gott ist größer als unsere unruhigen Herzen und kennt uns besser als wir uns selbst kennen.“
Vers 21: „Freunde, wenn das vorbei ist und wir uns nicht mehr selbst anklagen und verurteilen, sind wir kühn und frei vor Gott.“Sehr sehr oft hat Gott mein unruhiges Herz beruhigt und gestärkt und gesagt: „Sieh mal, Bayless, ich bin noch dabei, an dir zu arbeiten.
Ich wusste, was ich tue, als ich dich berufen habe.“
Ich denke manchmal:  „Gott, bist Du sicher, dass Du den richtigen Jungen für diese Aufgabe hast?“
Bestimmt gehen andere entschiedener voran als ich; bestimmt ist mancher Dir näher und lebt inniger mit Dir.“
Gott gibt meinem Herz Zuversicht und sagt: „Ich wusste wirklich, was ich tue.
Ich bin noch nicht fertig mit dir. Du musst glauben, dass ich in dir wirke. Deine Anstrengungen haben unsere Beziehung nie gefördert oder bedingt. Sie wird von meiner Liebe bestimmt und von dem Opfer meines Sohnes.
Entspann dich, ich vollende das gute Werk, was ich in dir anfing.“Wirklich lieber Freund, unser Herz, das geistliche Leben in unserem Innern, wächst und entwickelt sich.

Die Bibel sagt: „Der äußere Mensch vergeht, aber der innere Mensch wird von Tag zu Tag erneuert.“
Die Schrift sagt, wir sollen von Glauben zu Glauben gehen. Glaube ist eine Sache des Herzens.
Mit dem Herzen glaubt der Mensch – das bedeutet, dass ich wachsen uns zunehmen soll – in meinem Herzen.
Die Bibel sagt, wir sollen nach der lauteren Milch des Wortes verlangen sollen, damit wir dadurch wachsen.
Wachstum im Innern ist gemeint.
Hören Sie sich diesen Vers an:

2. Korinther 3:18:
„Wir alle aber schauen mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn an und werden so verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, wie es vom Herrn, dem Geist, geschieht.“

Wer ist froh, dass wir verändert werden?
Wir sind noch nicht am Ziel.
Wir reifen und verändern uns, wir wachsen, wir lernen – wir verändern uns, aber Gott nicht.
Er ist Vollkommenheit, Er ist perfekt, Er weiß alles, wir jedoch nicht.Denken Sie über das Gewissen als solches nach.
Der Apostel Paulus sprach darüber, dass jemand ein sehr sensibles Gewissen hat, sodass er keine Freiheit hat, bestimmte Dinge zu tun … das Gewissen ist die Stimme des Herzens … wohingegen jemand anders vom Gewissen her Freiheit dazu hat. Er sagt: „Ihr habt eigentlich beide recht. Aber derjenige, der vom Gewissen her Freiheit hat, sollte nicht lieblos gegenüber dem mit dem empfindlicheren Gewissen sein.“

Das sagt mir, dass mein Gewissen nicht mein endgültiger Richter ist, sonst hätte unser aller Gewissen, sobald wir errettet sind, die gleiche Sensibilität und Ausrichtung.Aber wir wachsen, verändern uns und reifen, sogar im Bereich unsres Gewissens, während wir in der Erkenntnis und in der Gnade wachsen.Schauen Sie sich das kurz an … vielleicht markieren Sie die Stelle … 1. Korinther, Kapitel 4.
Das ist die andere Seite der Medaille.
Es hilft Ihnen vielleicht zu verstehen, was ich vermitteln möchte.
1. Korinther 4:3 … schauen wir uns gemeinsam den Vers 3 an.
1. Korinther, Kapitel 4, Vers 3. Paulus schreibt das und sagt:

1. Korinther 4:3
„Mir aber ist es das Geringste, dass ich von euch oder von einem menschlichen Gerichtstag beurteilt werde; ich beurteile mich aber auch selbst nicht.
Denn ich bin mir keiner Schuld bewusst, aber dadurch bin ich nicht gerechtfertigt. Der mich aber beurteilt, ist der Herr.“

Hier sagt Paulus, der genau das Gegenteil der Person erlebt, von der Johannes in 1. Johannes 3 sagt, dass das eigene Herz sie verurteilt:
„Mein Herz verurteilt mich absolut nicht.
Ich bin mir keiner Schuld bewusst.“
Woanders sagte er: „Ich habe mir ein reines Gewissen bewahrt vor Gott und Menschen bis zum heutigen Tag.“
Er sagte: „Aber das rechtfertigt mich nicht.
Gott ist der Richter. Es gibt ein höheres Gericht als mein Gewissen.
Mein Gewissen ist vollkommen rein, aber Gott weiß Dinge über mich, die ich nicht einmal selbst weiß.“
Schauen Sie doch bitte einmal, was er direkt danach sagt.

1. Korinther 4:5
„So verurteilt nichts vor der Zeit, bis der Herr kommt, der auch das Verborgene der Finsternis ans Licht bringen und die Absichten der Herzen offenbaren wird! Und dann wird jedem sein Lob werden von Gott.“

Das ist doch interessant, oder?
Selbst mit einem reinen Gewissen sollten wir Hochmut und Stolz keinen Raum geben, weil es bei uns Dinge gibt, die wir selbst nicht wissen, nur Gott: die Absichten und Motive des Herzens.Vielleicht geht es ja nur mir so, aber wenn Sie mich zu bestimmten Zeiten als ich etwas anstrebte, gefragt hätten, hätte ich gesagt, meine Absichten sind lauter.
Aber dann hat Gott sein Licht auf mein Herz gerichtet und ich fand darin etwas Unrat, den ich vorher nicht sah.
Gott weiß Dinge, die wir nicht wissen und Paulus sagt: „Ich bin mir keiner Schuld bewusst … ein reines Gewissen … aber das rechtfertigt mich nicht.
Gott ist der Richter.
An jenem Tag wird Er alles Verborgene ans Licht bringen, all jene Dinge, die mir nicht bewusst waren.“
Anderseits gibt es Menschen, die von ihrem Gewissen geplagt werden … sie haben den Eindruck, nie zu genügen; sie beten nicht genug, sie dienen nicht genug, sie haben nicht genug Liebe, Gott hat bei ihrer Berufung einen Fehler gemacht …
Er sagt:
„Gott ist auch größer als euer Herz. Er ist der Einzige, der uns richten kann.“Ein Freund von mir hat einen sehr begabten Sohn.
Sein Sohn verblüfft mich regelrecht, aber er neigt dazu, sehr auf sich zu schauen und sich anzuklagen.
Er hat ein sehr zartes Gewissen. Er hebt immer seine Unfähigkeit und sein Versagen hervor.
Und sein Vater hat mehr Lebenserfahrung und Weisheit, hat mehr Überblick und glaubt … und ich glaube mit ihm, dass sein Kind es schaffen und durchkommen wird. Aber ziemlich oft muss ihn sein Vater ermutigen und bestärken.
So geht es Gott mit manchen von uns. Gott hat nicht nur etwas mehr Erfahrung und Weisheit, Er weiß alles.Mein Lieblingsbeispiel dafür in der Bibel ist Petrus. Als er das erste Mal Jesus begegnet, sieht Jesus ihn an und sagt: „Du bist Simon und du wirst Kephas genannt werden.“
So bist du, so wirst du sein.
Ich glaube, Jesus macht das bei uns allen, wenn wir Ihm begegnen.
Er sagt: „So bist du und so verhältst du dich, aber wenn ich mit Dir durch bin, wirst du so und so sein.“
Ein Kommentar, den ich las, sagte, dass der erste Name von dem Wort Schilf stammt, welches vom Wind bewegt wird.
Aber Jesus sagte: „Gut, so bist du, unstet und instabil.
Aber wenn ich mit dir durch bin, wirst du Kephas sein, was Fels bedeutet.
Du wirst ein Fels sein, du wirst stabil sein, du wirst unerschütterlich sein.
Als Jesus das verkündete, wurde keine Berufung ausgesprochen.
Petrus ging wieder dem Fischen nach; Jesus fuhr fort zu predigen und Seine Werke zu tun.
Später, in Markus, Kapitel 1 kommt Jesus. Petrus und seine Begleiter, sagt die Bibel, warfen ein Netz in den See.
Jesus kommt und sagt: „Folgt mir nach, und ich werde euch zu Menschenfischern machen.“
Petrus lässt die Netze und all das zurück und folgt Jesus in seinen Geburtsort Kapernaum, hört Ihn in der Synagoge predigen, sieht Wunder geschehen, und dann sagt Jesus:  „Komm, lass uns gehen. Ich muss in andere Städte gehen.
Dazu wurde ich gesandt.“
Jesus begann zu lehren und zu predigen und durchzog alle Synagogen Galiläas.
Aber wenn Sie die Erzählungen der Evangelien studieren und vergleichen, finden Sie heraus, dass Petrus nicht mitging.
Petrus war untreu. Er widmete sich wieder der Fischerei.
Später in Lukas, Kapitel 5 kommt Jesus wieder in das Gebiet von Kapernaum.
Viertausend Boote waren damals auf dem See Genezareth.
Er erwählt ein Boot. Wem gehört es? Simon Petrus.
Er leiht sich das Boot, predigt von dort und sagt dann: „Werft eure Netze in die Tiefe.“
Simon und seine Freunde, sagt die Bibel, waren gerade nicht dabei, ihre Netze auszuwerfen.
Sie wuschen ihre Netze … eine ganz andere Situation.
Sie fischten also … er sagte: „Herr, wir fischten die ganze Nacht und fingen nichts.
Deswegen waschen wir die Netze.
Aber auf Dein Wort hin werden wir die Netze auswerfen.“Sie tun es und fangen so viele Fische, dass das Boot zu sinken anfängt.
Sie füllen das Boot des Partners.
Und was macht Petrus?
Er fällt vor Jesus auf die Knie und sagt: „Weiche von mir, ich bin ein sündiger Mensch.“
Sein eigenes Gewissen plagte ihn!
„Jesus, jemanden wie mich möchtest Du nicht haben!
Ich wusste in meinem Herzen, dass es richtig ist, und folgte Dir nicht nach.
Ich sah die Wunder, ich sah die Heilungen, ich hörte Dich predigen, mein Herz brannte, aber ich war untreu.
Jesus, ich bin nicht der Richtige! Ich bin ein sündiger Mensch! Du kannst mit mir nichts anfangen.“
Gnade über Gnade, Jesus sieht ihn an und sagt: „Hab keine Angst. Von jetzt ab wirst du Menschen fischen.“
Er spricht die Berufung des Petrus noch einmal aus.
Petrus geht mit und folgt Ihm nach.Ein paar Jahre läuft alles rund.
Jesus sagt in Lukas 22: „Petrus, ich habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht aufhöre.
Und wenn du einst zurückgekehrt bist, stärke deine Brüder.“
Petrus sagt:  „Wenn ich zu Dir zurückkehre? Ich weiche nicht von Dir. Ich gehe auch ins Gefängnis und in den Tod mit dir, Herr.“ Jesus sagt: „Nein, mein Freund, Du wirst abfallen.“
„Werd ich nicht! Wenn alle anderen Dich verlassen, ich werde es nicht tun, Herr!“
Jesus sagt: „Der Hahn wird heute nicht krähen, ehe du dreimal geleugnet hast, dass du mich kennst.“
Es geschah tatsächlich.
Als Jesus in größter Not war und einen Freund dringender denn je gebraucht hätte, steht Petrus im Hof und schwört: „Ich weiß nicht einmal, wer Er ist!“ Sie sagten: „Du bist ein Galiläer, dein Dialekt verrät dich.“
„Nein, ich schwöre, ich kenne Ihn nicht!“ Und der Hahn kräht. Petrus ging heraus und weinte bitterlich.
Können Sie sich das vorstellen?
Ich bin so ein Versager!
Ich bin ein Verräter!
Ich bin ein Feigling!
Idiot! Er brauchte mich mehr denn je und ich rannte weg und leugnete, dass ich Ihn kannte.
Ich machte einen Rückzieher vor einer Frau, die nur sagte, ich sei einer Seiner Jünger.
Ich habe ihn verlassen, als Er dringend Hilfe brauchte.“Und nach der Auferstehung spricht der Engel mit den Frauen und sagt: „Geht, sagt es den Jüngern und Petrus, dass Er ihnen nach Galiläa vorausgeht.“
Warum hatte der Engel dieses Wort von Herrn: „Sagt es den Jüngern und Petrus“?
Weil – ich versichere es Ihnen – Petrus sonst nicht gegangen wäre.
Er hätte nicht gedacht, dass es auch für ihn gilt.
Also kommt die Botschaft: „Hallo, Jesus wurde von den Toten auferweckt.
Er geht euch nach Galiläa voran. Petrus, sagte Er ausdrücklich, du sollst kommen.“
„Ich? Ich darf kommen? Bist du sicher?“ Der Engel sagte: „Die Jünger und besonders du, Petrus.
Der Herr möchte dich dabei haben.“ Er denkt: „Er hat mich nicht verworfen! Es gibt noch Gnade für mich!“
Sie gingen also nach Galiläa. Bedenken Sie, dass sie Galiläer sind.
Sie waren fremd in Jerusalem.
Sie waren keine Stadtkinder.
Sie waren ländliche Fischer.
Sie kehren nach Galiläa zurück und freuen sich darauf wie früher Gemeinschaft mit dem Herrn zu haben.
Aber Jesus kommt nicht vorbei. Er war zwar da – die Bibel sagt, Er ging ihnen nach Galiläa voran, beschloss aber, sich nicht zu offenbaren. Ein Tag nach dem anderen verging und Jesus kommt nicht.
Und dann sagt Petrus: „Ich gehe fischen.“
Hört sich ganz harmlos an, wenn man es nicht im Original liest.
Im Griechischen steht das Verb im Infinitiv. Petrus sagte:  „Von jetzt ab gehe ich fischen.
Ich gehe fischen und mache damit weiter. Ich verlasse den Dienst und gehe zu meinem früheren Beruf zurück.“
Freund, das war nach der Auferstehung. Die anderen Jünger sagten: „Wir gehen auch fort.“
Sie fischten die ganze Nacht und was fingen sie? Nichts.
Am morgen steht ein Fremder am Ufer: „Kinder, habt ihr etwas gefangen?“ „Nein nichts.“
„Werft euer Netzt zur Rechten des Bootes und ihr werdet etwas fangen.“
153 Fische sind plötzlich im Netz. Johannes sagt: „Es ist Jesus!“
Petrus springt von Bord und schwimmt ans Ufer! Bedenken Sie das.
Das erstaunt mich als solches. Jesus ist hier, der Sohn Gottes.
Er hat Hölle, Tod und das Grab überwunden, ist bereit in die Höhe aufzufahren und zur Rechten des Vaters, des Königs aller Könige und Herrn aller Herrn zu sitzen … und Er hat ein Feuer gemacht. Fisch brät darüber. Er hat Brot vorbereitet.
Hier haben wir den auferstandenen Retter und Er macht ein Feuer und brät Fisch. Sie kommen und Er dient ihnen.
Ihnen ist kalt, sie sind nass und entmutigt und Er lässt sie platz nehmen und setzt ihnen den Fisch und das Bot vor.
Was ist das für ein Retter? Und Er unterhält sich kurz mit Petrus: „Petrus, liebst du mich mehr als diese?“
Er zeigt nicht zu den Jüngern.
Als Jesus das sagte, zeigt Er auf die 153 Fische, die am Ufer herumzappelten, die Boote und das Gerät.
Es war das zweite Mal, dass Petrus den Dienst verließ und wieder fischte.
„Liebst du mich mehr als diese?“
Das Wort, was Jesus bei der Frage „Liebst du mich?“ benutzte, war das Wort, was wir alle kennen: Agape.
Es ist die göttliche Liebe, wo andere wichtiger sind, als man selbst, eine selbstaufopfernde Liebe.
„Petrus, liebst du mich?“ Petrus antwortet: „Ja, ich liebe Dich.“ Petrus gebrauchte ein ganz anderes Wort.
Er gebrauchte das Wort Phileo. „Wir sind Freunde. Ich mag Dich, Jesus.“ Wieder plagt Petrus sein eigenes Gewissen.
„Ich weiß, dass ich Dich nicht so liebe, Herr. Ich mag Dich. Ich denke nicht, dass ich Dich wirklich liebe.“
Jesus sagte: „Füttere meine Lämmer.“ Jesus fragte ihn ein zweites Mal: „Petrus, liebst du mich?
Liebst du mich mit Agape, bin ich die Nummer eins?“ Petrus sagt: „Herr, ja, ich mag Dich mit der Phileo-Liebe. Wir sind Freunde.“ Jesus sagte: „Hüte meine Schafe.“ Und dann fragte Jesus ein drittes Mal: „Petrus, liebst du mich?“
Er gebrauchte dasselbe Wort. „Liebst du mich mit Phileo? Magst du mich?“ Er ging auf sein Niveau.
Dann sagte Petrus genau das, was wir im 1. Johannes lasen. Er sagte: „Herr, ich liebe Dich. Aber Du weißt alles.“
Ich denke, dass er sagte: „Herr, ich weiß nicht einmal, ob ich Dich mag. Ich bin ein Schuft! Ich bin ein Verräter!
Ich fühle mich so elend. Ich bin so untreu! Herr, Du weißt es. Ich weiß, dass ich Dich nicht liebe. Ich weiß nicht einmal, ob ich sagen kann, dass ich Dein Freund bin.“
Ich liebe Jesu Reaktion. Er sagte: „Hüte meine Schafe.“ Dann sah Er Petrus an und sagte: „Folge mir nach.“
Er sprach die Berufung ein drittes Mal aus. Wissen Sie, Petrus war zu diesem Zeitpunkt kein Fels.
Aber er war in Arbeit und wurde schließlich der unerschütterliche Felsen.Vielleicht geht es Ihnen ähnlich wie Petrus und Sie denken: „Herr, Du musst einen Fehler gemacht haben! Ich bin so eine Niete!“
Und Er sagt: „Ich bin noch nicht fertig mit Dir. Ich bin größer als Dein Herz und weiß Dinge über dich, die du noch nicht weißt. Folge mir nach, der Vater und ich machen keine Fehler. Du bist die richtige Frau; du bist der richtige Mann.
Ich bin noch nicht durch mit Dir.“Wissen Sie, ich liebe die Geschichte von Petrus und die Tatsache, dass Gott alles erzählte. Er nannte nicht nur die Glanzlichter des Werdegangs von Petrus.
Er sprach sehr offen über sein Versagen. Das gibt uns allen Hoffnung.
Gott ist ein sehr gnädiger und sehr sehr gütiger Gott.

Jesus sagte: „Wenn wir die Wahrheit erkennen, setzt sie uns frei.“
Die Wahrheit zu erkennen, bedeutet durch sie freigesetzt zu werden.
Das ist eins der Dinge, die Jesus wirklich gut kann – uns freisetzen.
Er kommt nicht, um uns in Regeln und Gesetze einzubinden.
Er kommt, um uns freizusetzen.
Es ist wirklich erstaunlich, Jesus zu dienen.
Ich lebe jetzt gut 32 Jahre mit Ihm.
Ich kann nur sagen, dass Er mir Gutes erwiesen hat.
Wenn Sie meinen Retter nicht kennen, sollten Sie Ihn Ihr Herz öffnen, weil Er auch Ihnen Gutes erweisen wird.
Die Bibel sagt: „Wer den Namen des Herrn anruft, wird errettet werden.“
Jesus wird niemanden abweisen.
Egal, was Sie getan haben, wo Sie gewesen sind oder was Sie nicht getan haben.
Er liebt Sie.
Sie sollten heute Seinen Namen anrufen.
Vertrauen Sie auf Ihn.
Freund, Sie werden es nie bereuen.
Bis zum nächsten Mal.

 

Jule 8. Februar 2009 Keine Kommentare Trackback URI Comments RSS

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