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Gott sieht, weiß Bescheid und belohnt

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Gott sieht, weiß Bescheid und belohnt

09.09.2012

Pastor Bayless Conley

 

Liebe Freunde, herzlich willkommen zu unserer heutigen Sendung. Wenn Sie in irgendeinem Bereich Ihres Lebens Probleme haben, möchte ich Ihnen Mut machen, die nächsten 30 Minuten zu investieren und mit mir über Gottes Wort nachzudenken. Ich möchte über einige Dinge sprechen, die Ihnen helfen sollen, die Sie innerlich ermutigen und stärken sollen. Ich glaube wirklich von ganzem Herzen, dass Sie profitieren werden, wenn Sie sich zusammen mit mir diese Zeit für Gottes Wort nehmen.

 

Matthäus 6:1-4

“Habt acht, dass ihr eure Almosen nicht vor den Leuten gebt, um von ihnen gesehen zu werden; sonst habt ihr keinen Lohn bei eurem Vater im Himmel. Wenn du nun Almosen gibst, sollst du nicht vor dir her posaunen lassen, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gepriesen zu werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon empfangen. Wenn du aber Almosen gibst, so soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut, damit dein  Almosen im Verborgenen ist. Und dein Vater, der ins Verborgene sieht, er wird es dir öffentlich

vergelten.“

 

Bitte beachten Sie besonders Vers 4. Gott, der sieht, was wir im Geheimen tun, belohnt uns öffentlich. Gott sieht. Sagen Sie das einmal laut: Gott sieht. Unser Vater im Himmel sieht, was wir tun. Und  Jesus spricht hier darüber, zu beten und dabei nicht vor den Menschen eine Show abzuziehen, sondern aus den richtigen Gründen zu beten. Und Vers 6:

 

Matthäus 6:6

„Du aber, wenn du betest, geh in dein Kämmerlein und schließe deine Türe zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird es dir öffentlich vergelten.“

Und dann schauen Sie in Vers 17. Dort spricht Jesus übers Fasten: Matthäus 6:17-18

„Du aber, wenn du fastest, so salbe dein Haupt und wasche dein Angesicht, damit es nicht von den

Leuten bemerkt wird, dass du fastest, sondern von deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird es dir öffentlich vergelten.“

 

Unser Geben, unser Beten und unser Fasten bleibt bei Gott nicht unbemerkt. Gott sieht. In Hiob 28:24 heißt es, dass Er weiß, wo alles auf der Erde ist und dass Er alles unter dem Himmel sieht. Das heißt, dass Er auch Ihre Probleme und Ihre momentane Not sieht. Das ist bei Gott nicht unbemerkt geblieben. Und ich wage zu behaupten, dass es sicher kein Zufall ist, dass Sie heute hier sind. Gott weiß, was in Ihrem Leben los ist und Er hat Sie hierher gebracht, weil Er Ihnen helfen will. Sie sollen wissen, dass Gott sieht.

 

In 1. Mose 16 lesen wir die Geschichte von Hagar. Sara kann keine Kinder bekommen, also geht sie zu ihrem Mann Abraham und sagt: „Ich habe eine Idee. Nehmen wir uns eine Leihmutter. Ich habe diese niedliche Magd namens Hagar. Sie soll ein Baby für uns bekommen. Schwängere sie und ich werde die Mutter des Kindes sein.“ Und Abraham widerspricht nicht und Hagar wird schwanger. Doch kaum, dass sie schwanger ist, ändern sich die Beziehungen. Hagar und Sara streiten sich. Zwischen ihnen herrscht viel Eifersucht und Rivalität. Sara beginnt Hagar sehr schlecht zu behandeln. Und  Hagar läuft Sara davon, weg in die Wüste. Sie ist am Boden zerstört, durcheinander und fühlt sich benutzt. Sie ist in Umstände geraten, die sie nicht verursacht hat und ihre ganze Welt bricht auseinander. Sie ist isoliert, sie fühlt sich ungerecht behandelt. Und dort, allein in der Wüste, völlig verwirrt und ohne Plan, was sie jetzt tun soll, erscheint ihr plötzlich ein Engel Gottes. Er sagt ihr, sie solle zu Sara zurückkehren und sich ihr unterordnen. Und dann sagt er: „Gott hat auf dein Elend gehört.“ Dann gibt der Engel ihr eine Prophezeiung über ihr ungeborenes Kind und ihre Antwort ist vielsagend. In der Bibel steht dazu: „Da nannte sie den Namen des Herrn, der zu ihr geredet hatte: Du bist ein Gott, der mich sieht.“ Er wusste, was in ihr vorging. Er wusste, wo sie war. Er brachte ihr eine Antwort, Er brachte ihr Trost und Wegweisung. Und ich möchte Ihnen sagen: Sie sind vor Gott nicht vergessen. Er sieht. Er kennt den inneren Aufruhr. Er kennt die Kämpfe, Er kennt die Probleme und Er möchte auch Ihnen Wegweisung und Trost bringen. Wir haben einen Vater im Himmel, der uns sieht. Und Er sieht nicht nur unsere momentane Not, sondern auch noch etwas anderes. In 1. Samuel 16:7 heißt es: „Denn der Herr sieht nicht auf das, worauf der Mensch sieht. Denn der Mensch sieht auf das,

 

 

 

was vor Augen ist, aber der Herr sieht auf das Herz.“ Und das ist hier in Matthäus 6 eigentlich das beherrschende Thema. Es geht ums Geben und Fasten und Beten mit der richtigen Herzenseinstellung. Wir sollen das alles nicht nur tun, weil wir ein Publikum haben.

 

Ich habe einmal eine Geschichte über einen französischen Diplomaten gehört, einen politischen Anführer, der als Volksheld galt, als Inbegriff des Franzosen. Er war sehr überzeugend, er konnte die Massen in Bewegung bringen. Er setzte sich für die Sache des kleinen Mannes ein und die Menschen liebten ihn. Und nach eigenem Bericht passierte eines Nachts etwas. Als er spätabends nach Hause ging, sah er eine Frau, die auf einer Brücke stand. Sie war auf das Geländer geklettert und er begriff, dass sie springen und Selbstmord begehen wollte. Doch statt zu versuchen, sie zu retten oder zu überzeugen, nicht zu springen, zog er sich in den Schatten zurück und sah zu. Er konnte sehen, dass sie mit ihren inneren Dämonen kämpfte und schließlich gab sie nach, sprang in das schwarze Wasser unter der Brücke und starb. Und er sagte: „Ich war verzweifelt – nicht, weil die Frau sich umgebracht hatte, sondern weil nichts in mir mich gedrängt hatte, ihr zu helfen oder überhaupt auf sie zuzugehen.“ Er sagte: „Ich war völlig verwirrt und verstört, weil nichts in mir ihr helfen wollte.“ Und er erklärte:

„Dann wurde mir klar, warum. Der Grund war, dass ich kein Publikum hatte.“

 

Das ist ein beachtliches Eingeständnis, nicht wahr? Ich frage mich, wie viel wir im Leben für das Publikum tun. Aber Gott sieht nicht nur. Gott weiß auch. Er weiß besser, was Sie brauchen als Sie selbst. Schauen Sie bitte mit mir im gleichen Kapitel Vers 7 an:

 

„Wenn ihr aber betet, sollt ihr nicht plappern wie die von den Nationen; denn sie meinen, dass sie um ihres vielen Redens willen erhört werden. Seid ihnen nun nicht gleich! Denn euer Vater weiß, was ihr benötigt, ehe ihr ihn bittet.“

 

Gott weiß, was wir brauchen, bevor wir überhaupt auf die Idee kommen, darum zu bitten. Und dann lesen wir in Vers 31 im gleichen Kapitel: Was sollen wir essen? Oder: Was sollen wir trinken? Oder: Was sollen wir anziehen? Denn nach diesem allen trachten die Heiden; denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr dies alles benötigt.“

 

Gott kennt unsere Bedürfnisse. Er weiß es, bevor wir bitten. Er weiß, was wir im Leben brauchen… finanziell, sozial, geistlich, emotional… Er versteht alle unsere Bedürfnisse. Nun könnte man sagen:

„Wenn Gott es doch weiß, warum macht Er es dann nicht einfach?“ – Weil wir mit Ihm zusammenarbeiten sollen.

 

Wissen Sie, als junger Christ hatte ich einen Freund, der einmal zu mir sagte: „Bayless, ich bete nie.“ Ich fragte: „Du betest nie? Warum?“ Er sagte: „Nein, ich bete nie. Ich bitte Gott nie um irgendetwas.“ Und dann zitierte er diesen Vers. Ich kannte die Bibel noch nicht so gut. Ich hatte ganz vorn angefangen zu lesen und war noch nicht im Neuen Testament angekommen. Ich war gerade in 3. Mose stecken geblieben… Also, er sagte: „Nein! In der Bibel steht das so. Jesus sagt, dass unser Vater im Himmel weiß, was wir brauchen, bevor wir Ihn bitten. Wenn Er es also schon weiß, warum sollte ich dann noch darum bitten?“ Ich dachte: „Wie tiefgründig!“ Doch dann las ich den Abschnitt selbst. Ja, Jesus hat das tatsächlich gesagt, aber Er sagte auch, dass wir trotzdem bitten sollen. Lesen wir den nächsten Vers, Vers 9: „Betet ihr nun so.“

 

Wir müssen also trotzdem beten. Gott weiß alles, aber wir sollen unseren Teil dazu beitragen. Wir sollen Ihn bitten und beten. Im Jakobusbrief heißt es: „Ihr habt nichts, weil ihr nicht bittet.“ Ja, Gott kennt unsere Bedürfnisse. Doch Er will, dass wir beten und Ihn bitten. Selbst wenn klar ist, was wir wollen. Denken Sie einmal an den blinden Bartimäus. Alle wussten, was er wollte. Doch Jesus fragte ihn: „Was soll ich für dich tun?“ – „Komm schon, Jesus. Das ist doch logisch, oder?“ Aber es gibt ein geistliches Prinzip. Gott will, dass wir Ihn konkret und direkt bitten. Im Philipperbrief heißt es: „Lasst eure Anliegen vor Gott kundwerden.“ Dieses Wort „Anliegen“ bedeutet eine konkrete, deutliche Bitte. Gott will, dass wir unsere Bitten aussprechen. Er weiß es, aber wir sollen Ihn trotzdem bitten. Und wir sollen Ihn auch um die grundlegendsten Dinge bitten. Jesus gibt uns hier eine Art „Gebetsvorlage“, das Vaterunser, wie wir es nennen. Sie kennen das Gebet: „Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme, dein Wille geschehe“ usw. In Vers 11 heißt es dann: „Unser tägliches Brot gib uns heute.“ Wir sollen also auch um unser tägliches Brot bitten.

 

Der Grund dafür ist recht interessant. Ursprünglich war das Neue Testament in griechischer Sprache geschrieben. Und bis dahin war alle griechische Literatur in der griechischen Hochsprache verfasst, in klassischem Griechisch. Alle Dichter, alle Philosophen, alle juristischen Dokumente, alles war in klassischem Griechisch geschrieben. Den Schreibern wäre nicht einmal im Traum eingefallen, das

 

 

 

Griechisch aufzuschreiben, das auf der Straße von den einfachen Leuten gesprochen wurde. Also war buchstäblich jedes Schriftstück in klassischem Griechisch abgefasst. Aber wenn sich die Menschen unterhielten, zum Beispiel mit ihren Kindern oder ihren Partnern, benutzten sie das Griechisch, das in der Sprache gesprochen wurde. Nachdem das Neue Testament geschrieben wurde, fand man darin Vokabeln, die in keinem Archiv der Welt vorkamen. In keinem Dokument, Manuskript, Gedicht oder philosophischen Werk, das auf Griechisch existierte, waren diese Wörter zu finden. Also dachten sich die Bibelgelehrten eine neue Kategorie für diese Vokabeln aus und bezeichneten sie als Sprache des Heiligen Geistes. Man sagte. „Der Heilige Geist hat diese neuen Wörter eingegeben, weil es in der Sprache der Menschen nicht die richtige Bezeichnung dafür gab.“ Es gab also einige Wörter in dieser sogenannten Sprache des Heiligen Geistes. Ein solcher Begriff, der sich in keiner anderen griechischen Literatur fand, war „tägliches Brot“. Also schrieb man ganze Bücher über diese neuen

„Wörter des Heiligen Geistes“ und was sie bedeuteten. Doch das änderte sich im 19. Jahrhundert, als Archäologen eine antike Müllkippe ausgruben. Und auf dieser antiken Müllkippe fanden sie alte Briefe, die ein griechischer Soldat an seine Verlobte geschrieben hatte, Briefe von Freunden, Einkaufslisten und so weiter. Und siehe da, diese Liebesbriefe und Einkaufszettel waren im „normalen“ Griechisch des Volkes geschrieben. Und darin fand man fast alle diese „Wörter des Heiligen Geistes“. Auf einem Einkaufszettel, den wohl eine Mutter ihrem Kind mitgegeben hatte, stand „Brot“ – „tägliches Brot“, so

wie es im Neuen Testament vorkommt. Plötzlich erkannte man: Wir beten da nicht um irgendetwas

Überirdisches, Supergeistliches. Wir sollen um frisches Brot beten. Die Mutter hatte ihrem Sohn die Liste gegeben und gesagt: „Lass dir vom Bäcker kein altes Brot andrehen. Bring frisches Brot mit.“

 

Der entscheidende Punkt ist erstens, dass Gott die Sprache der Menschen spricht. Doch zweitens, wenn wir auf unser Thema zurückkommen: Jesus lehrt uns, um die einfachsten Dinge im Leben zu beten. Ja, Gott weiß, dass wir Miete zahlen müssen und dass unsere Kinder Kleidung brauchen. Aber Er sagt: „Bittet mich trotzdem.“

 

Weiter lesen wir in Vers 31, dass Jesus sagt: „So seid nun nicht besorgt, indem ihr sagt: Was sollen wir essen? Oder: Was sollen wir trinken? Oder: Was sollen wir anziehen?“

 

Vers 32: „Denn nach diesem allen trachten die Nationen; denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr dies alles benötigt.“

 

Vers 33: „Trachtet aber zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit! Und dies alles wird euch hinzugefügt werden.“

 

Es gibt noch einen zweiten Aspekt, wie wir mit Gott zusammenarbeiten sollen. Der erste ist, zu bitten. Der zweite ist, unsere Prioritäten richtig zu setzen. Sein Reich soll über unserem eigenen kleinen Reich stehen. Und Jesus verspricht, dass Gott um all diese Dinge weiß und dafür sorgen wird, dass wir sie erhalten. Nun mag das manchen zu einfach erscheinen. Für sie ist das eine kindische Vorstellung, die man nicht ernst nehmen kann. Doch das ist ein schwerer Fehler. Unterschätzen wir nie die Bedeutung von einfachem Gehorsam. Wenn wir Gottes Reich und Seine Pläne über unsere eigenen Pläne und Wünsche stellen, öffnet das die Tür zu großem Segen in unserem Leben. Wenn wir Gottes Reich über unsere persönlichen Pläne stellen, verspricht uns Gott, uns alles andere dazu zu schenken.

 

Als ich auf der Bibelschule war, arbeitete ich nebenher in einem mexikanischen Restaurant, erst als Koch, dann als Kellner. Beim Vorstellungsgespräch sagte ich zum Inhaber: „Ich möchte für Sie arbeiten…“ Vielleicht war das ein bisschen töricht, aber ich sagte: „Ich werde der beste Mitarbeiter  sein, den Sie je hatten. Sie werden in der gesamten Geschichte Ihres Restaurants keinen Mitarbeiter finden, der härter arbeitet als ich.“ Dann sagte ich: „Aber ich kann nicht sonntags arbeiten; da bin ich   in der Kirche.“ Damals hatten wir keinen Gottesdienst am Samstagabend oder in der Woche. Es gab nur den Sonntagmorgen. Ich sagte: „Ich muss dort sein, um Gottes Wort zu hören. Außerdem habe   ich versprochen, in der Gemeinde mitzuarbeiten. Ich kann immer arbeiten außer Sonntag morgens. Wenn das möglich ist, möchte ich für Sie arbeiten.“ Ich bekam den Job. Nach drei oder vier Wochen wurde ich für einen Sonntagmorgen eingeteilt. Ich sagte nichts, ging zur Arbeit und gab mein Bestes.  In der nächsten Woche war ich wieder für einen Sonntagmorgen eingeteilt. Ich ging zur Arbeit und gab mein Bestes, doch als ich auf den Dienstplan schaute, sah ich, dass ich auch für den folgenden Sonntag eingeteilt war. Ich ging zum Inhaber und sagte: „Als ich hier angefangen habe, hatten wir ausgemacht, dass ich sonntags nicht arbeiten muss. Ich arbeite gern hier; es ist mir eine Ehre. Aber  ich muss in der Gemeinde sein. Ich habe mein Wort gegeben, dort mitzuarbeiten und ich kann es mir nicht leisten, nicht dort zu sein. Das ist mir sehr wichtig. Ich möchte gern weiter hier arbeiten, aber wenn ich weiter für Sonntage eingeteilt werde, muss ich mir einen anderen Job suchen.“ Er sagte: „Sie

 

 

 

haben recht. Ich hatte es Ihnen versprochen und habe mich nicht daran gehalten. Sie müssen nicht mehr sonntags arbeiten.“

 

Warum erzähle ich das? Für mich war das damals eine Entscheidung, Gottes Reich an die erste Stelle zu setzen. Und wie sieht das für Sie aus? Wie ist Ihre Situation? Manchmal lesen wir Dinge und   fragen nicht: „Gott, wie kann ich das auf mich anwenden? Wie sieht das praktisch für meine Arbeit  oder meine Ehe oder etwas anderes aus? Was bedeutet das für meinen Weg mit Dir?“ Es hat etwas  zu bedeuten; es sollte für jeden von uns ganz praktisch werden. Und Jesus hat versprochen, dass Er uns alles andere dazu schenkt, wenn wir diese Priorität richtig setzen. Also: Gott sieht, Gott weiß und drittens: Gott belohnt. Das heißt, Er versorgt, Er greift ein. Er beteiligt sich an unserem Leben. Noch einmal Vers 4, in dem es um die richtige Motivation für unser Geben geht; dort sagt Jesus: Euer Vater schaut ins Verborgene, aber er wird euch öffentlich belohnen. Auch in Vers 6 und Vers 18, in denen   es ums Beten und ums Fasten geht, heißt es: Gott schaut ins Verborgene und wird öffentlich  belohnen. Der Gedanke dahinter ist: Wenn man etwas im Verborgenen tut, wo keiner es sehen kann, tut man es aus der richtigen Motivation heraus. Aber Gott wird uns so belohnen, dass alle es sehen können.

 

In Hebräer 11:6 heißt es:

„Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer Gott naht, muss glauben, dass er ist und denen, die ihn suchen, ein Belohner sein wird.“

 

Gott will nicht nur, dass wir glauben, dass Er existiert, sondern auch, dass Er diejenigen belohnt, die Ihn von Herzen suchen. Nun weiß ich, dass Jesus an anderer Stelle von unserem Lohn im Himmel spricht. Und so ist es auch; der größte Teil unseres Erbes ist auf der anderen Seite und ich freue mich darauf. Aber diese Belohnung meint Jesus nicht mit dem, was Er in diesem Kapitel erklärt. Hier spricht Er davon, dass Gott uns schon in diesem Leben segnet und belohnt, wenn wir geben und beten und fasten, damit andere gesegnet werden. Er spricht von unserem täglichen Brot. Gott beteiligt sich an unserem irdischen Leben.

 

In Psalm 58:12 heißt es:

„Und der Mensch soll sagen: Es gibt doch Lohn für den Gerechten; es gibt doch einen Gott, der auf Erden richtet.“

Auch in Psalm 27:13 ist die Rede von irdischen Belohnungen: Psalm 27:13

„Ach, wenn ich mir nicht sicher wäre, das Gute des Herrn zu schauen im Land der Lebendigen… !“

 

Tägliches Brot, erhörte Gebete, Gottes Versorgung und Hilfe hier und jetzt. Das bringt mich zu meinem letzten Punkt. Weil Gott sieht, weil Gott weiß, weil Gott belohnt, brauchen wir uns keine Sorgen zu machen. Ja, genau. Machen Sie sich keine Sorgen. Lesen Sie bitte mit mir Vers 25 im gleichen Kapitel: „Deshalb sage ich euch: Seid nicht besorgt…“ Können wir das zusammen sagen:

„Seid nicht besorgt.“ „Seid nicht besorgt für euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch für euren Leib, was ihr anziehen sollt! Ist nicht das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung? Seht hin auf die Vögel des Himmels, dass sie weder säen noch ernten noch in Scheunen sammeln, und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr nicht viel wertvoller als sie?“

 

Verse 27-34

„Wer aber unter euch kann mit Sorgen seiner Lebenslänge eine Elle zusetzen? Und warum seid ihr  um Kleidung besorgt? Betrachtet die Lilien des Feldes, wie sie wachsen; sie mühen sich nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch aber, dass selbst nicht Salomo in all seiner Herrlichkeit bekleidet war wie eine von diesen. Wenn aber Gott das Gras des Feldes, das heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, wird er das nicht viel mehr euch tun, ihr Kleingläubigen? So seid nun nicht besorgt, indem ihr sagt: Was sollen wir essen? Oder: Was sollen wir trinken? Oder: Was sollen wir anziehen? Denn nach diesem allen trachten die Nationen; denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr dies alles benötigt. Trachtet aber zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit! Und dies alles wird euch hinzugefügt werden. So seid nun nicht besorgt… (Alle zusammen: Seid nicht besorgt!“) … um den morgigen Tag! Denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat an seinem Übel genug.“

 

In Vers 25, Vers 31 und Vers 34 heißt es jeweils: Seid nicht besorgt. Kann es sein, dass Jesus uns

 

 

 

damit etwas sagen will? Machen Sie sich keine Sorgen um Ihr Leben. Ihr Vater im Himmel sieht, weiß und greift ein. Er belohnt. Jesus sagt: Sorgt euch nicht um morgen. Morgen gibt es noch genug Probleme, ohne dass die Wolken von morgen die Sonne von heute verdecken.

 

Wir hatten einmal eine Klimaanlage, bei der immer die Sicherung rausflog. Der Strom war einfach zu stark für die Sicherungsanlage. Sie musste erst richtig eingestellt werden; bis dahin brannte eine Sicherung nach der anderen durch. Und es ist so, als hätte Gott eine 24-Stunden-Sicherung in unser Herz eingebaut. Wenn wir uns um den morgigen Tag Sorgen machen, belasten wir eine 24-Stunden- Sicherung mit einer Nutzlast von 48 Stunden. Wenn wir uns um die nächste Woche, den nächsten Monat usw. Sorgen machen, wird irgendwann die Sicherung durchbrennen. Das äußert sich dann entweder in unserer Gesundheit oder in unserer Ehe oder einer anderen Beziehung oder in einer Depression. Jesus sagt: Seid nicht besorgt. Nun gut, was sollen wir also mit unseren Ängsten und Sorgen machen? Wir geben sie an Gott ab.

 

Die Amplified Bible überträgt Psalm 55:23 so: „Wirf deine Sorgen auf den Herrn und lass sie los; er wird dich aufrecht halten.“

 

Ist jemand hier, der eine Last mit sich herumträgt? Werfen Sie Ihre Sorge auf den Herrn und lassen Sie sie los; Er wird Sie aufrecht halten.

 

Ich habe einmal einen sehr guten Rat erhalten, den ich seitdem auf viele Situationen angewendet und an viele Freunde weitergegeben habe. Als wir gerade mitten im Bau eines Gebäudes für unser Gemeindezentrum steckten, sagte ein guter Freund zu mir: „Bayless, ich habe einen Rat für dich. Ich habe den Eindruck, Gott hat mir einen Gedanken geschenkt, den ich dir weitergeben soll.“ Ich sagte.

„Okay, ich bin ganz Ohr.“ Er sagte: „Du wirst nicht sterben.“ Ich sagte: „Okay… danke.“ Er sagte: „Du wirst leben und nicht sterben. Du wirst diese Situation überstehen.“ Einer der besten Ratschläge, die ich je bekommen habe. „Wirf deine Sorgen auf den Herrn und lass sie los; er wird dich aufrecht halten.“ Und ich möchte auch Ihnen sagen: Sie werden leben und nicht sterben.

 

Sorgen sind wie ein Schaukelstuhl: man ist die ganze Zeit beschäftigt, kommt aber kein Stück voran. Man landet höchstens vorzeitig im Grab. Aber Jesus sagte: Seid nicht besorgt, seid nicht besorgt, seid nicht besorgt. Überlasten Sie nicht die Sicherung in Ihrem Herzen. Jeder Tag hat genügend eigene Sorgen. Lassen Sie die Wolken von morgen nicht die Sonne von heute verdecken. Vergessen Sie nicht, Sie liegen Gott am Herzen!

 

Es ist kein Zufall, dass Sie heute diese Sendung sehen. Sie sind Gott wichtig. Ja, Sie sind gemeint! Gott weiß, was Sie gerade durchmachen. Und Er hat es so eingerichtet, dass Sie gerade jetzt ins Zimmer gekommen sind und meine Stimme hören oder vor dem Fernseher sitzen und mir zuhören. Gott versucht, zu Ihnen durchzudringen. Er will Ihnen sagen, dass Er Sie kennt, Sie liebt und Ihnen helfen wird. Für Gott sind Sie keine Nummer auf einer endlosen Liste. Ja, Sie liegen Gott am Herzen! Vertrauen Sie Ihm. Liefern Sie Ihm Ihr Leben aus. Halten Sie nichts zurück. Sie werden feststellen, dass Gott gut ist. Kommen Sie im Namen Seines Sohnes Jesus zu Ihm. Sie werden es nicht bereuen. Bis zum nächsten Mal!

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