Gottes Weihnachtsgeschenk

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Gottes Weihnachtsgeschenk

23.12.2012

Pastor Bayless Conley

 

Mögen Sie Weihnachten? Ich glaube, worauf sich die Leute oft am meisten freuen, sind die Geschenke. Sie lieben es, die leuchtenden Gesichter der Kinder zu sehen, wenn sie ihre Geschenke auspacken, und freuen sich, von geliebten Menschen selbst mit sorgfältig ausgewählten Geschenken bedacht zu werden. Ich glaube, das gehört für viele zu einem der bedeutendsten Aspekte von Weihnachten. Aber wissen Sie was? Wir müssen daran denken, worum es an Weihnachten wirklich geht – um Gottes Geschenk an uns. So hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn dahingab. Wir haben heute eine ganz besondere Botschaft für Sie, die Sie segnen wird. Wir werden Weihnachten aus einem ganz neuen Blickwinkel betrachten. Nehmen Sie Ihre Bibel zur Hand und lassen Sie uns Gottes Wort ansehen.

 

Frohe Weihnachten! Ich will Ihnen die Weihnachtsgeschichte aus dem Matthäusevangelium vorlesen. Wir beginnen in Kapitel 1, Vers 18:

 

Matthäus 1:18-25

„Und so wurde Jesus Christus geboren. Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt. Aber noch vor ihrer Hochzeit wurde sie, die noch Jungfrau war, schwanger durch den Heiligen Geist. Josef, ihr Verlobter, war ein aufrechter Mann. Um sie nicht der öffentlichen Schande preiszugeben, beschloss er, die Verlobung in aller Stille zu lösen. Während er noch darüber nachdachte, erschien ihm im Traum ein Engel des Herrn. Josef, Sohn Davids, sagte der Engel, zögere nicht, Maria zu heiraten. Denn das  Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn zur Welt bringen. Du sollst ihm den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk von allen Sünden befreien. All das geschah, damit sich erfüllt, was Gott durch seinen Propheten angekündigt hat: Seht! Die Jungfrau wird ein Kind erwarten! Sie wird einem Sohn das Leben schenken, und er wird Immanuel genannt werden. Das heißt, Gott ist mit uns. Als Josef aufwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm gesagt hatte. Er nahm Maria zur Frau. Josef aber rührte sie nicht an, bis ihr Sohn geboren war. Und Josef gab ihm den Namen Jesus.

 

Matthäus 2:1-11

Jesus wurde in der Stadt Bethlehem in Judäa während der Herrschaft von König Herodes geboren. In dieser Zeit kamen einige Sterndeuter aus einem Land im Osten nach Jerusalem und fragten überall: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihn anzubeten. Ihre Frage versetzte Herodes in große Unruhe, und alle Einwohner Jerusalems mit ihm. Er berief eine Versammlung der obersten Priester und Schriftgelehrten ein. Wo soll denn der Christus nach Aussage der Propheten zur Welt kommen?, fragte er sie. In Bethlehem, sagten sie, denn der Prophet hat geschrieben: O Bethlehem in Judäa, du bist alles andere als ein unbedeutendes Dorf, denn ein Herrscher wird aus dir hervorgehen, der wie ein Hirte mein Volk Israel führen wird. Daraufhin sandte Herodes eine geheime Botschaft an die Sterndeuter und bat sie zu sich. Bei dieser Zusammenkunft erfuhr er den genauen Zeitpunkt, an dem sie den Stern zum ersten Mal gesehen hatten. Er sagte zu ihnen: Geht nach Bethlehem und sucht das Kind. Wenn ihr es gefunden habt, kommt wieder her und erzählt es mir, damit ich auch hingehen kann, um es anzubeten! Nach diesem Gespräch machten die Sterndeuter sich auf den Weg. Wieder erschien ihnen der Stern und führte sie nach Bethlehem. Er zog ihnen voran und blieb über dem Ort stehen, wo das Kind war. Als sie den Stern sahen, war ihre Freude groß. Sie gingen in das Haus und fanden das Kind mit seiner Mutter Maria, sanken vor ihm auf die Knie und beteten es an. Dann öffneten sie ihre Truhen mit Kostbarkeiten und beschenkten es mit Gold, Weihrauch und Myrrhe.“

 

Es ist ganz erstaunlich, auf wie viele Arten Gott allein in der Weihnachtsgeschichte zu den Menschen über Seinen Sohn sprach. Zu den Sterndeutern sprach Sr durch Seine Schöpfung, die Sterne. Sie beobachteten den Himmel und schließlich tauchte der Stern auf, der ihnen zeigte, wo Jesus war. Die ganze Schöpfung deutet auf Ihn, denn Er hat alles erschaffen. Die Schöpfung sprach zu ihnen über das Leben, über Gott und schließlich über Gottes Sohn, so wie sie es auch bei einigen von Ihnen getan hat. Die Bibel sagt in Psalm 19: „Der Himmel verkündet die Herrlichkeit Gottes und das Firmament bezeugt seine wunderbaren Werke. Ein Tag erzählt es dem anderen, und eine Nacht teilt es der anderen mit. Ohne Sprache und ohne Worte, lautlos ist ihre Stimme, doch ihre Botschaft breitet sich aus über die ganze Erde und ihre Worte über die ganze Welt.“ In Römer, Kapitel 1, ist die Rede von Menschen, die die Wahrheit bewusst unterdrücken und ablehnen. Und die Bibel sagt, für sie gibt es keine Entschuldigung, denn Gott spricht durch seine Schöpfung in das Herz eines jeden und offenbart sich ihm. Jedem.

 

 

 

Ich weiß noch, wie ich in der Zeit, bevor ich Jesus mein Leben anvertraute, nach Gott und nach Antworten suchte. Ich war oft mit dem Rucksack unterwegs und kampierte irgendwo in einer verlassenen Gegend. Dort herrschte absolute Stille. Kein Flugzeug flog über meinen Kopf hinweg, es war kein Geräusch zu hören, außer dem Rauschen der Bäume im Wind. Und ich erinnere mich noch daran, wie ich auf dem Rücken lag und zusah, wie riesige Wolken über mich hinwegzogen. Ich war zutiefst berührt. Die Schöpfung erzählte mir flüsternd von Gott. Ich hatte Ihn noch nicht gefunden, aber ich wusste, dass es einen Schöpfer geben musste.

 

Das können wir auch im Buch Hiob nachlesen, das Tausende von Jahren vor Christus geschrieben wurde und vermutlich das älteste Buch der Bibel ist. In Kapitel 14 ist Hiob im Wald, sieht einen abgeschlagenen Baum und denkt über seinen Stumpf nach. Der Baum ist tot, aber vom Duft des Wassers kann er wiederbelebt werden. Er kann neue Triebe hervorbringen und aus dem, was tot ist, kann neues Leben hervorgehen. Hiob führte seine Überlegungen noch weiter. Er sagte: „Und was ist mit dem Menschen? Kann auch er wiedergeboren werden? Was passiert, nachdem er gestorben ist? Gibt es ein Leben nach dem Tod?“ Und auch hier, Tausende von Jahren vor Christus, spricht die Schöpfung zu Hiob.

 

Manche von Ihnen haben ein Flüstern der Schöpfung gehört, die ihnen von Gott und Seinem Sohn erzählt hat. Bei anderen war es ein lautes Rufen. Bei Josef in unserer Geschichte sprach Gott durch einen Traum von Seinem Sohn.

 

Vor einigen Jahren passierte etwas sehr Interessantes. Ich bekam einen Brief von einem Gefängnisinsassen. Als er später entlassen wurde, stattete er mir und der Gemeinde einen Besuch   ab. Er saß in Pelican Bay ein, dem härtesten Hochsicherheitsgefängnis an der Westküste. Seine  Mutter war Christin. Sie betete anhaltend für ihn und sagte ihm, dass er auf Jesus vertrauen musste.   In seinem Brief schrieb er mir: „Ich werde von heftigen Träumen heimgesucht. Sie quälen mich jede Nacht. Aber kürzlich kam noch ein weiterer Traum hinzu. Ich sehe einen Mann. Er steht einfach da.   Ich kenne ihn nicht. Er sagt nie ein Wort, sondern lächelt mich nur an. Ich träume immer wieder von ihm und irgendwie weiß ich jetzt, dass alles gut werden wird.“ Dann nahmen die Ereignisse eine überraschende Wende und er wurde von dem Gefängnis in Pelican Bay in ein anderes Hochsicherheitsgefängnis überführt. Wie er sagte, fühlte er sich dort im Vergleich zu Pelican Bay wie  in den Ferien. Eines Tages sah er sich zusammen mit einigen anderen Häftlingen eine Fernsehsendung an. Es war eine christliche Sendung. Und er sagte: „Ich war völlig von den Socken. Der Mann aus meinen Träumen war im Fernsehen.“ – Der Mann war ich in der Cottonwood-Gemeinde. Am Ende der Sendung betete er, nahm Christus an und wurde gerettet und einige Zeit später wurde   er aus dem Gefängnis entlassen und stattete uns einen Besuch ab.

 

Gott sprach zu ihm durch seine Träume. Das tut Er oft. Manche Menschen sind immer so beschäftigt, dass Gott gar keine andere Möglichkeit hat, mit ihnen in Kontakt zu treten. Einige haben das noch nicht verstanden. Vielleicht sind ihre Träume nicht so offenkundig wie der Traum dieses Mannes, aber Gott spricht zu den Menschen.

 

Einer meiner Lieblingsfilme ist „Der schwarze Reiter“ mit John Wayne und Gail Russell. Ich glaube, er ist von 1949 oder so. John Wayne spielt einen Gesetzlosen. Als er verwundet wird, nimmt ein Quäker ihn in sein Haus auf. Gail Russell spielt die Tochter des Quäkers. Sie verbindet seine Wunden und kümmert sich um ihn, während er aufgrund hohen Fiebers im Delirium ist. Eines Tages hat er einen Albtraum und wirft sich wild auf dem Bett hin und her. Die Familie steht um das Bett herum. Sie haben den Eindruck, als würde er etwas suchen. Der Vater erkennt schließlich, was es ist. Er holt Johns Waffe, leert das Magazin und drückt sie ihm in die Hand. Nur einen Augenblick später schläft er tief und fest.

 

Vielleicht werfen auch Sie sich im Bett umher und suchen etwas, aber ich bin mir sicher, dass es keine Waffe ist. Es ist Jesus. Er ist der Einzige, der Ihnen Frieden geben kann. Zu den Hohepriestern und Schriftgelehrten sprach Gott durch die Schrift über Seinen Sohn. Als Herodes fragte: „Wo wird er geboren werden?“, wandten sie sich der Schrift zu und dort war die Rede von Gottes Sohn und  Seinem Geburtsort. Auch manche von Ihnen haben in der Bibel gelesen und Gott hat Ihre Aufmerksamkeit auf Seinen Sohn gelenkt. Jesus selbst sagte in Johannes 5:39: „Die Schrift verweist auf mich!“

 

Auf der Bibelschule hatte ich einmal einen Mitschüler, der Jude war. Er erzählte mir, wie seine Tochter Christin geworden war. Er sagte: „Du musst das verstehen. Für mich war es das Schlimmste, was mir und meiner Familie hätte widerfahren können.“ Er sagte: „Es wäre mir sogar lieber gewesen, wenn

 

 

 

meine Tochter gestorben wäre als Christin zu werden. Es kam mir vor, als würde sie sowohl mich als auch die Familie, unsere Religion und ihr Erbe verraten. Aber sie sagte: „Daddy, ich bin immer noch Jüdin. Ich habe nur den Messias gefunden.“ Er war außer sich. Sie sagte: „Daddy, kannst du nicht wenigstens ein bisschen im Neuen Testament lesen?“ Das hatte er noch nie getan. Er sagte: „Okay.“ Sie gab ihm ein Neues Testament und am Abend setzte er sich mit einem Whisky und einer Packung Zigaretten hin und begann das Matthäusevangelium zu lesen. Er las sehr kritisch und war entschlossen, all die Fehler aufzuspüren, die es enthielt, damit er seiner Tochter beweisen konnte, dass sie den falschen Weg eingeschlagen hatte. Und er sagte: „Ich war schockiert, als ich herausfand, dass Jesus sehr jüdisch war.“ Er schlug sämtliche Verweise auf das Gesetz und die Propheten nach und stellte fest, dass Jesus all ihre Prophetien erfüllt hatte. Er las die ganze Nacht und rauchte dabei die ganze Packung Zigaretten. Als er am Ende des Matthäusevangeliums angelangt war, war er   davon überzeugt, dass Jesus der Sohn Gottes war. Er öffnete sein Herz, wurde gerettet und besuchte schließlich die Bibelschule. Später wurde er Pastor. Gott sprach zu ihm durch Sein Wort.

 

Und dann ist da Herodes. Gott sprach zu ihm durch die Sterndeuter, aber Er sprach auch durch andere Menschen zu ihm über den König der Juden.

 

Einigen von ihnen hat vielleicht ein Kollege von Christus erzählt, anderen ein Freund, ein Fremder oder ein Familienmitglied. Manchmal gebraucht Er auch ein wenig seltsame Menschen, aber Er gebraucht Menschen. Gott gebrauchte einen zwölfjährigen Jungen, um mir vom Evangelium zu erzählen. Ich hatte damals große Probleme mit Drogen und einigen anderen Dingen und eines Tages erzählte mir ein zwölfjähriges Kind von Jesus und der Erlösung. Das war das erste Mal, dass ich vom Evangelium hörte. Schließlich wurde ich in einer kleinen Straßenmission gerettet. Einige Zeit später besuchte ich mit dem kleinen Jungen und seiner Mutter jemanden im Krankenhaus. Danach war der Junge plötzlich verschwunden und ich wanderte auf den Gängen umher und suchte ihn. Da sah ich einen Mann, der in einem Krankenhausnachthemd auf der kleinen Bank vor seinem Zimmer saß und schluchzte. Ich fragte ihn: „Sind Sie in Ordnung?“ Er fragte: „Wer war dieser Junge? So hat noch niemand mit mir geredet. Er sprach über Gott und Jesus. Wer war dieses Kind?“ Ich dachte: Ich weiß, was du meinst. Das hat er bei mir auch gemacht! Gott gebraucht Menschen.

 

In der Weihnachtsgeschichte nach Lukas kommen die Hirten ins Spiel. Sie hüteten nachts draußen auf dem Feld ihre Herden, als Engel kamen und zu ihnen sprachen. Es gefällt mir, was einer der Engel sagte: „Und dies sei euch das Zeichen: Ihr werdet ein Kind finden, in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegend.“ Das wird euch ein Zeichen sein. – Manchmal gibt Gott den Menschen Zeichen, die auf Seinen Sohn hindeuten.

 

Ich habe eine Freundin, deren Welt einmal völlig aus den Fugen geriet. Sie wusste sich keinen Rat mehr und hatte keine Ahnung, was sie jetzt tun sollte. Eines Tages saß sie mit einer Freundin in  einem Café. Sie sprachen über das Leben, über Gott, das Christentum und die Religion. Da kam eine alte Dame an ihren Tisch, legte eine Karte mit dem Gesicht nach unten darauf und sagte: „Ich weiß nicht, was Sie gerade durchmachen, aber was immer es ist, mein Freund kann Ihnen helfen.“ Sie dachte: „O, wie nett. Sie gibt mir die Adresse ihres Anwalts.“ Aber als sie die Karte umdrehte, sah sie ein Bild von Jesus. Ich habe hier so eine Karte. Ich glaube, es war sogar die gleiche. Einige von Ihnen haben sie schon gesehen. Das war ein Zeichen für sie. Und durch diese alte Frau, die ihr die Karte gegeben und gesagt hatte: „Mein Freund kann Ihnen helfen“, gab sie ihr Leben Jesus.

 

Zu der Zeit, als ich in Oregon lebte, planten wir einmal ein christliches Konzert mit einer der alten Calvary Chapel Bands. Wir ließen Plakate drucken, auf denen ein seelenvoller Jesus abgebildet war. Im Hintergrund sah man den Kosmos herumwirbeln. Und darunter stand in großen Buchstaben:

„Jesus Christus präsentiert.“ Ich ging persönlich in jedes Geschäft in der Stadt und fragte, ob ich das Plakat an das Schaufenster kleben durfte. Dann ging ich ins Owl Coffee House, wo ich immer Kaffeebohnen kaufte, die ich dann selbst mahlte. Die Verkäuferin dort kannte mich. Ich ging hinein und fragte: „Würde es Ihnen etwas ausmachen, wenn ich dieses Plakat in Ihr Schaufenster hänge?“ Sie blickte auf das Plakat mit Jesus darauf, sah ihre Freundin an und sagte: „O, mein Gott!“ Und ihre Freundin sagte: „Das ist ein Zeichen.“ Gerade als ich hereingekommen war, hatten sie sich über Jesus, das Christentum und die Aussagen von Jesus unterhalten. Ich weiß nicht, was mit dieser Frau passierte, aber ich sage Ihnen: Gott spricht durch Zeichen zu Menschen. Und auch manchen von Ihnen hat Gott ein Zeichen gegeben. Schieben Sie es nicht einfach beiseite. Diese Zeichen weisen auf unseren Erlöser hin.

 

In der Geschichte von Lukas wird noch ein weiterer Mann namens Simeon erwähnt. Zu ihm sprach Gott durch den Heiligen Geist über Seinen Sohn Jesus. Simeon war ein Kirchenmann. Er verehrte

 

 

 

Gott. Er war gerecht und aufrichtig, aber er hatte Gottes Sohn noch nie persönlich kennengelernt. Und die Bibel sagt, der Heilige Geist war auf ihm und er kam in den Tempel, als Maria und Josef Jesus beschneiden ließen und er traf auf den Sohn Gottes.

 

Einige von Ihnen sind Kirchenleute. Sie besuchen treu eine Kirche und etwas hat Ihnen ins Herz geflüstert: „Da muss doch mehr sein. Es muss mehr geben als Woche für Woche diese Zeremonien und Rituale.“ Das ist der Heilige Geist, der zu Ihrem Herzen gesprochen hat. Und ich glaube, dass Er Sie heute hier hergebracht hat, damit Sie Gottes Sohn persönlich kennenlernen. Weihnachten dreht sich um Jesus. Ich mag Geschenke unter dem Weihnachtsbaum. Das verweist auf den erstaunlichsten Baum in der Geschichte, unter dem uns das bedeutendste aller Geschenke angeboten wird – das Geschenk der Erlösung, der Wiedergutmachung, der Wiederherstellung von Gottes Gunst und des ewigen Lebens. All das wurde mit dem Blut Jesu am Kreuz erkauft und jetzt wird es uns großzügig angeboten. Aber manche Menschen haben Gottes Geschenk nie geöffnet. Warum?

 

Manche haben nie davon gehört. Die Bibel sagt in Römer 10:14: „Doch wie können sie ihn anrufen, wenn sie nicht an ihn glauben? Und wie können sie an ihn glauben, wenn sie nie von ihm gehört haben?“ Ich will Ihnen sagen: Es gibt einen Retter, es gibt das Geschenk des ewigen Lebens. Es wird uns großzügig angeboten. Und manche haben es nie geöffnet, weil sie sich nicht sicher sind, dass ihr Name darauf steht.

 

Wenn früher bei uns zu Hause ein Geschenk unter dem Baum liegen blieb, sahen wir immer alle nach, wessen Name darauf stand. Ich versichere Ihnen, dass Ihr Name auf diesem Geschenk steht.

 

Der Engel sagte zu den Hirten: „Ich bringe eine gute Botschaft für alle Menschen!“ „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat.“ Jeder bedeutet, dass auch Ihr Name auf dem Geschenk steht.

 

Und manche haben es nicht geöffnet, weil die Verpackung sie abgestoßen hat. Leider gibt es viele Beispiele dafür, wie die Religion Gottes Geschenk in eine üble Verpackung gesteckt hat, angesichts derer manche Menschen die Flucht ergreifen. Das erinnert mich an Maria, als der Engel Gabriel ihr erschien und sagte: „Du bist beschenkt mit großer Gnade! Der Herr ist mit dir! Du bist gesegnet.“

 

Wir lesen hier nichts darüber, dass Maria sich vor dem Engel fürchtete. Ich meine, stellen Sie sich das einmal vor. Ein Engel erscheint und sie fürchtet sich nicht. Die Bibel sagt, sie erschrak über das, was er sagte, weil es allem widersprach, was ihre Religion sie gelehrt hatte. Der Engel kam und sagte: „Du bist beschenkt mit großer Gnade. Du bist gesegnet. Der Herr ist mit dir.“ Denn die Beziehung, die Israel eigentlich mit Gott haben sollte, war zum größten Teil in eine Menge Regeln und Richtlinien verwandelt worden. Sie hatten die Zehn Gebote, aber sie fügten ihnen noch Hunderte anderer Regeln und Vorschriften hinzu. Gott sagte: „Hey, am Sabbat will ich den ganzen Tag mit euch verbringen. Wenn wir eine gute Beziehung haben wollen, sollten wir einen ganzen Tag in der Woche miteinander verbringen.“ Aber sie machten ein Gesetz daraus und legten tatsächlich fest, wie viele Schritte man  am Sabbattag gehen durfte. Wenn man nur einen Schritt zu viel tat, war das eine Sünde. Manche gingen sogar so weit, den Menschen vorzuschreiben, wie viele Nägel sie in ihren Sandalen haben durften, denn wenn zu viele darin waren, trug man am Sabbattag eine Last mit sich herum und das  war Sünde. Mit alledem zeichneten sie das Bild eines rachsüchtigen, zornigen Gottes, der unnahbar und distanziert war, es sei denn, man machte etwas falsch. Und, Mann, Ihm entging nichts! Und als der Engel zu Maria sagte: „Du bist beschenkt mit großer Gnade! Du bist gesegnet! Der Herr ist mit dir!“, erschrak sie. Ich will Ihnen heute sagen: Gott ist nicht ärgerlich auf Sie. Er liebt Sie. Er liebt Sie von ganzem Herzen. „Aber du weißt nicht, was ich getan habe. So jemanden wie mich kann Gott nicht lieben.“ Gott liebt Sie. Sehen Sie doch einmal in die Ahnenfolge von Jesus hier in Matthäus, Kapitel 1. In dieser Ahnenfolge finden wir eine Ehebrecherin. Hier finden wir einen Götzendiener, eine Prostituierte und sogar einen Mörder. Aber sie alle gelangten an einen Punkt, an dem sie Gott vertrauten. Die Religion mag Gottes Geschenk eine hässliche Verpackung gegeben haben, aber  hinter dieser Verpackung steht ein Gott, der Ihren Namen kennt, der Sie von ganzem Herzen liebt und der will, dass Sie eine Beziehung mit Ihm haben.

 

Und viertens und letztens haben manche Menschen das Geschenk nicht geöffnet, weil sie ein bisschen sind wie Herodes. Er sagte den Sterndeutern: „Erzählt es mir, wenn ihr ihn gefunden habt, damit ich auch hingehen kann, um ihn anzubeten.“ Aber das war ganz und gar nicht seine Absicht. Herodes ließ in Bethlehem und seiner Umgebung alle Jungen im Alter von zwei Jahren und darunter

 

 

 

töten, weil er keinen weiteren König haben wollte.

 

Er wollte nicht, dass ihm jemand seine Autorität streitig machte. „Der König der Juden? Das glaube ich nicht. Ich bin der einzige König, den es hier geben wird.“ Sehen Sie, wenn Sie Jesus zu Ihrem Herrn machen, bedeutet das, dass Sie Ihm Ihr Leben geben, dass Er der König Ihres Herzens ist und von jetzt an das Sagen hat.

 

Beugen Sie doch für einen Moment den Kopf und schließen Sie die Augen. Ich will Sie einladen, ein Gebet mit mir zu sprechen. Vielleicht hat Gott durch die Schöpfung zu Ihnen gesprochen. Sie wissen, dass es hinter dieser erstaunlichen Schöpfung einen Schöpfer geben muss. Vielleicht haben Sie in   der Bibel gelesen und einige Verse haben ins Schwarze getroffen und Gott hat Ihr Herz berührt. Vielleicht hat ein anderer Mensch zu Ihnen gesprochen. Vielleicht verhandelt der Heilige Geist mit Ihnen. Vielleicht hat Gott durch einen Traum zu Ihnen gesprochen oder Ihnen ein Zeichen gegeben.  Es ist kein Zufall, dass Sie heute hier sind. Die Frage ist nicht nur, ob Sie bereit sind, Jesus in Ihr Leben einzuladen, sondern auch, ob Sie bereit sind, Ihn zum König, zum Herrn Ihres Lebens zu machen. Jesus sagte: „Wer bereit ist, sein Leben für mich aufzugeben, wird das wahre Leben finden.“ Das ist keine Aufforderung, einen Fuß in das Boot zu setzen, während der andere am Ufer bleibt. Es bedeutet, ganz in das Boot zu steigen. Und wissen Sie was? Gott wird Sie nicht zurückweisen. Die Bibel sagt, wir wurden durch die Sünde von Gott getrennt, aber durch das wunderbare Opfer, das Jesus am Kreuz für uns erbrachte, hat Er den Preis bezahlt und jetzt bietet Er uns das Geschenk einer Beziehung zu Gott und des ewigen Lebens an.

 

Wir werden gleich ein einfaches Gebet zusammen sprechen, aber ich möchte Sie um etwas bitten. Ich zähle jetzt bis drei, und wenn Sie bei drei wissen, dass Sie beten und Jesus einladen müssen, in  Ihrem Leben die Führung zu übernehmen, bitte ich Sie, Ihre Hand zu heben. Ich glaube, dass auch so eine simple Handlung wie das Heben Ihrer Hand Ihnen helfen kann, Ihren Glauben an Gott zu entwickeln, denn Glaube drückt sich in Taten aus. Wenn wir Jesus als unseren Herrn bekennen,  sollen wir das öffentlich tun. Das Wort, das in unserer englischen Bibel mit „bekenne ihn als Herrn“ übersetzt wurde, bedeutet, das öffentlich zu tun. Niemand außer mir schaut umher. Auch wenn nur   Sie und ich von Ihrem Bekenntnis wissen, ist es öffentlich. Und ich glaube, dass etwas passieren wird. Hier geht es nicht um Religion oder Traditionen, um Zeremonien und Rituale, sondern um Gottes Angebot, uns das wahre Leben zu geben. Eins. Ich sage es nochmals: Ich glaube nicht, dass Sie zufällig hier sind. Ich glaube, dass dies göttliche Führung ist. Das ist Ihr Tag. Wenn Sie gleich Ihre Hand heben und ich sie gesehen habe, können Sie sie wieder herunternehmen. Und dann werden wir zusammen beten. Zwei. Sind Sie bereit? Heben Sie Ihre Hand. Drei. Im ganzen Zuschauerraum  gehen Hände nach oben. Es sind Hunderte von Händen! Gott segne Sie. Gott sieht Ihre Hand und, was noch wichtiger ist, Er sieht Ihr Herz. Sie können die Hände jetzt wieder herunternehmen. Legen Sie eine Hand auf Ihr Herz. Lassen Sie uns zusammen beten. Sprechen Sie mir einfach nach:

 

O, Gott, ich glaube von ganzem Herzen, dass Jesus Christus Dein Sohn ist und am Kreuz für mich starb. Jesus, danke, dass Du mich so sehr liebst, dass Du Dein Leben für meine Sünden hingabst. Ich glaube, dass Du von den Toten auferstanden bist und ich bitte Dich jetzt, mein Herr und Retter zu  sein. Übernimm Du die Führung in meinem Leben. Von diesem Moment an gehört mein Leben nicht mehr mir. Ich gebe alles, was ich bin und was ich habe, in Deine Hände, Jesus. Amen.

 

Fantastisch! Wie ist es, wenn Christus der Mittelpunkt von Weihnachten ist?

 

Ich vertraue darauf, dass Sie aus der heutigen Predigt etwas mitgenommen haben. In den Minuten, die uns noch bleiben, will ich Sie um einen Gefallen bitten. Wenn Sie durch die Sendung gesegnet wurden, bitte ich Sie, zwei Dinge zu tun. Erstens: Beten Sie für uns. Mit unserer Sendung erreichen wir jede Woche über hundert Länder auf der ganzen Welt. Die Sendung wird in viele verschiedene Sprachen übersetzt. Zum Teil wird sie mit Untertiteln versehen, zum Teil synchronisiert. Wir  verkünden den Ländern der Welt das Evangelium von Jesus. Bitte beten Sie für uns. Zweitens: Bitte unterstützen Sie uns, spenden Sie. Tun Sie etwas, denn unsere Arbeit ist nur durch Ihre  Unterstützung möglich. Ich sage das wirklich sehr selten. Aber wenn Gott Ihnen etwas aufs Herz legt, bitte ich Sie, darauf zu reagieren und etwas zu tun. Wir sind sehr dankbar für jede Spende und wir würden es wirklich schätzen, wenn auch Sie uns unterstützen. Bis zum nächsten Mal. Gott segne Sie.

Jule 6. März 2013 Keine Kommentare Trackback URI Comments RSS

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