Heiliger Dienst

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Heiliger Dienst 29.07.2007
Pastor Bayless Conley

Predigt:
Hallo und willkommen zur heutigen Sendung. Ich nehme das hier im zukünftigen Versammlungsraum auf dem Gelände des Cottonwood Christian Centers in Südkalifornien auf. Gott hat uns hier strategisch platziert, um Kalifornien und die Welt mit dem gesegneten Evangelium zu erreichen, das Er uns anvertraut hat.

Diese Sendung trägt den Titel „Heiliger Dienst“. Wir werden über die Rettung Verlorener sprechen, über Jüngerschaft, Heranziehen der nächsten Generation, und darüber, wie wir das tun. Es passiert nicht einfach durch Verkündigung, sondern durch praktischen Dienst. Einige von Ihnen, denen es sehr, sehr unangenehm wäre, an einer Straßenecke zu stehen und zu predigen oder Fremde anzusprechen, Sie können jemandem dienen. Sie können jemandem praktisch dienen und das Evangelium in Arbeitskleidung stecken. Ich denke, das wird Sie segnen; und ich bringe viele Beispiele, um dies zu verdeutlichen. Ich könnte noch viel mehr erzählen, aber lassen Sie uns ins Wort gehen.

Das, was ich Ihnen heute weitergeben werde, habe ich übertitelt: „Heiliger Dienst“. Unser Ziel, unser Motto steht hier über mir: Den lebendigen Jesus der sterbenden Welt bringen. Offen gesprochen, nur darum geht es in Cottonwood. Wir glauben, das es das Wichtigste auf der Welt ist, den Verlorenen das Evangelium zu bringen. Ich stimme dem zu, was Oswald Chambers sagte: „Die Gemeinde, die nicht evangelisiert, versteinert.“ Ich glaube, dass viele Gemeinden in den letzten Generationen versteinerten, und viele Bewegungen versteinerten, weil sie das Erste nicht an erster Stelle ließen. Jesu letztes Gebot sollte unsere erste Priorität sein: Geht in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung! Ich wenigstens bin sehr froh, dass Gott in meine Welt eindrang, mein Leben änderte, mich in eine Beziehung zu Ihm brachte und mir den Himmel für die Zeit nach dem irdischen Leben anbot. Ist noch jemand Gott dafür dankbar?

Es gibt nichts Wichtigeres, als Menschen mit der guten Nachricht des Evangeliums zu erreichen!
Jesus sprach davon: „Was wird es einem Menschen nützen, wenn er die ganze Welt gewönne, aber sein Leben einbüßte?“ Für Gott ist ein Mensch so wertvoll, dass Er freiwillig Seinen einzigen Sohn gab und erlaubte, dass Sein Blut zu unserer Erlösung vergossen wurde. Die Rettung Verlorener ist unsere höchste Priorität, mindestens Menschen die Gelegenheit zu geben, zu hören.

Für die, die das Evangelium annehmen, müssen wir noch etwas weiter gehen. Im Missionsbefehl und unserem Ziel, einen lebendigen Jesus zu verkündigen, ist enthalten, Jünger zu machen. Jesus sagte gemäß Matthäus in

Matthäus 28
„Geht nun in alle Welt und macht alle Nationen zu Jüngern.“

Ein Jünger ist ein disziplinierter Nachfolger. Wir wollen nicht nur Bekehrte. Wir wollen Jünger sehen.
Wenn Männer und Frauen, Jungen und Mädchen zu Christus kommen, geben wir ihnen die Möglichkeit zu wachsen, durch das Wort Gottes genährt zu werden und etwas über ihr Erbe in Christus zu lernen.
Unser Ziel ist Jüngerschaft, ebenso wie Bekehrung.

Der dritte Teil unseres Auftrages ist es, Leiter heranzuziehen. Wir müssen die nächste Generation ausrüsten mit den Mitteln und der Willigkeit, dranzubleiben, sollte Jesus später kommen. Sonst endet das Werk mit uns. Diese drei Dinge sind ein dreifacher Ausdruck unseres Ziels: die Errettung Verlorener, Jüngerschaft, Leiterschulung zur Fortführung des Werkes. Wir erreichen das durch Verkündigung und durch praktischen Dienst. Verkündigung und praktischen Dienst.

Der Apostel Paulus sagte im 2. Korintherbrief 4:5, nach dem „Living New Testament“:

2.Korinther 4:5
„Wir gehen nicht herum und predigen uns selbst. Wir predigen Christus Jesus den Herrn. Wir sagen über uns nur, dass wir eure Knechte sind aufgrund dessen, was Jesus für uns tat.“

Diese zwei Dinge: Wir predigen Christus Jesus, den Herrn, und wir sind eure Knechte. Es gibt Verkündigung und es gibt praktischen Dienst. Wir verkündigen Christus, aber wir dienen. Ich möchte den zweiten Teil betonen, unseren Dienst, wenn wir Gottes Reich ausbreiten und den lebendigen Jesus einer sterbenden Welt bringen, indem wir Gott und anderen dienen. In 1. Korinther 9:19 in einer Übersetzung sagte Paulus:

1.Korinther 9:19
„Ich wurde freiwillig und freudig ein Knecht aller, damit ich sie für Christus gewinnen kann.“

Er sprach wörtlich von Evangelisation durch Dienen, Errettung Verlorener durch Dienerschaft. In 2. Korinther 3:2 wird unser Leben ein Brief genannt, gekannt und gelesen von allen Menschen. Einer unserer christlichen Vorväter sagte treffend:

2.Korinther 3:2
„Predige immer. Gebrauche Worte, falls nötig.“ – Dem stimme ich zu.

Heute möchte ich den Namen Jesus als Kürzel nutzen, um fünf Dinge zu nennen, die unseren Dienst durchziehen sollten… jeder Buchstabe Seines Namens steht für einen Aspekt, der charakteristisch und prägend für unseren Dienst für Gott und andere sein sollte. Sind Sie bereit?

Erstens das J: Wir sollten freudig (joyful) dienen.

Jesus sagte in

Johannes 15
„Dies habe ich zu euch geredet, damit meine Freude in euch sei und eure Freude völlig werde.“

Wissen Sie, was Er im Zusammenhang damit sagte? Er sagte: „Größere Liebe hat niemand als die, dass er sein Leben hingibt für seine Freunde.“ Jesus verbindet ‚Seine Freude in uns‘ und ‚völlige Freude‘ zu haben mit der Hingabe unseres Lebens.

Manche denken, dass sei eine merkwürdige Verbindung. Aber das ist nicht wirklich so, denn erstaunliche Freude wartet darauf, entdeckt zu werden, wenn wir beginnen, anderen um Jesu willen zu dienen und sie uns vorziehen.

Den Meisten ist wohl bewusst, dass das Tote Meer wirklich tot ist. Weil es so salzig ist, gibt es keine Fische, kein Leben; an den Ufern gibt es keine Vegetation. Es ist tot. Dass es tot ist, liegt daran, dass es keinen Abfluss hat. Es hat viele, viele Zuflüsse. Der Jordan fließt hinein. Wasser anderen Ursprungs kommt hinein. Weil aber nichts abfließt, ist es tot.

Viele Christen sind ähnlich. Viele Zuflüsse. Sie kommen zur Gemeinde, hören guten Predigten, lesen die Bibel und haben Gemeinschaft mit anderen Christen. Sie hören gute christliche Musik, gehen zu Tagungen und Konferenzen und hören, wie das Wort Gottes gepredigt wird. Sie haben all diesen Zufluss, aber ihr Leben ist ohne Kraft. Ohne Vitalität. Es gibt keine Freude. Sie sind sozusagen antriebslos, geistlich gesehen. Und zwar, weil nichts abfließt. Sie nehmen und nehmen. Aber sie geben nicht und dienen niemandem und folglich sind sie geistlich ziemlich leblos. Bedenken Sie, Menschen beobachten. Unser Dienen ist eine Predigt.

Auf der Suche nach der Wahrheit und um den Schrei meines Herzens zu stillen, suchte ich viele Jahre an den verkehrten Stellen. Eins, womit ich mich stark beschäftigte und was ich betrieb, war das Studium des Hinduismus. Ich lernte über Hinduismus. Ich ging recht oft nach Los Angeles und verbrachte dort Zeit in einem Krishna Tempel. Ich las die Bhagavad-Gita. Einer meiner besten Freunde verließ die Oberschule und wurde ein Hare Krishna. Ich trampte nach San Francisco, ging dort zu den Krishna Festivals und war davon wirklich fasziniert und betrieb es ernsthaft. Ich erinnere mich, ich war den ganzen Tag im Tempel gewesen und wollte gehen, als mich einer der Anhänger ansprach und sagte: „Wohin gehst Du?“ Ich sagte: „Nach Hause.“ Er sagte: „Aber dies ist Dein Zuhause.“ Du kommst jeden Tag hierher. Du musst bleiben. Du muss dich entscheiden und hingeben.“ Wissen Sie, er wirkte so säuerlich! Er schaute und sprach, als ob er die Nacht in Essig gebadet hätte. Während er mit mir sprach, entschied ich mich innerlich: Wenn das dabei herauskommt, dann will nichts damit zu tun haben. Schluss damit. Das war das letzte Mal, dass ich zum Tempel ging. Das war’s. Das entschied es für mich – weil er so säuerlich war.

Aber das erinnert mich an viele Christen: Gib Dein Leben Jesus. Werde errettet, diene dem Herrn und sei so langweilig wie ich. Besser Sie sagen, Sie sind Atheist und bezeugen das Gegenteil. Ich glaube, wenn Sie Ihren Platz finden und aus Begabung und Berufung heraus handeln, wird es Sie beleben. Es wird Sie inspirieren. Selbst wenn Sie am Abend ausgelaugt sind, sogar körperlich erschöpft – Sie werden sich erfüllt fühlen, selbst wenn Sie erschöpft sind. Aber wenn Sie in einem bestimmten Bereich, in dem Sie dienen, immer erschöpft sind, immer unglücklich, dann überdenken Sie doch mal, ob Sie vielleicht das Falsche tun. Sie handeln vermutlich aus Pflichtgefühl und nicht aufgrund von Berufung und Begabung.

Ich hielt einmal eine Pastorenkonferenz ab… mit mehreren hundert Pastoren… während einer Frage- und Antwortstunde sagte ein Pastor: „Bayless, war Ihnen jemals danach, den Dienst aufzugeben?“ Als er mich fragte, wusste ich, dass er darüber nachdachte. Einige von Ihnen wissen nicht, wie es Pastoren ergehen kann. Beten Sie für Geistliche. Aber ich sagte ihm ehrlich: „Wissen Sie was? Dieser Gedanke kam mir nie in den Sinn. Nie. Er kam mir nie in den Sinn.“ Aber ich fügte schnell ein P.S. hinzu. Ich sagte: „Aber ich hatte das Bedürfnis, längere Ferien zu machen, denn es gibt Zeiten, in denen ich ausgelaugt war und wusste, dass ich eine Pause brauchte, um erfrischt zu werden.“ Offen gesagt, ich liebe, was ich tue. Es verleiht mir neue Kraft. So wie Gott mich gerufen hat zu dienen – selbst völlig erschöpft am Ende des Tages, ist ein Gefühl von Erfüllung und Sinn da. Und es bringt Freude, das zu tun. Ich glaube, das trifft für jeden Christen zu.

Jetzt E, das Zweite: Seien Sie ewigkeitsorientiert im Dienst. Ewigkeitsorientiert. Eine Hilfe oder eine freundliche Geste kann der Schlüssel sein, der das Herz einer Person für das Evangelium öffnet.

Als Nächstes das S.
Wir sollten selbstlos dienen (serve). Bitte schauen Sie mit mir Matthäus 16 an. Wir sollten selbstlos dienen.

Matthäus 16:24-25
„Dann sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn jemand mir nachkommen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf und folge mir nach! Denn wenn jemand sein Leben erretten will, wird er es verlieren; wenn aber jemand sein Leben verliert um meinetwillen, wird er es finden.“

Das Finden liegt im Verlieren. Wenn wir bereit sind, unser Leben im Dienst für andere zu lassen, dann finden wir, worum es beim Leben geht.

Die Heilsarmee hatte eine internationale Konferenz und ihr Gründer, General William Booth, konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen. So telegraphierte er seine Botschaft für die Konferenz. Sie bestand aus einem Wort: Andere.

· Freund, es geht nicht um Sie.

Es geht um andere.
Es geht nicht um mich.
Es geht um andere.

Betrachten Sie einige Worte Jesu in Matthäus 20:

Matthäus 20:25-28
„Jesus aber rief sie heran und sprach: Ihr wisst, dass die Regenten der Nationen sie beherrschen und die Großen Gewalt gegen sie üben. Unter euch wird es nicht so sein; sondern wenn jemand unter euch groß werden will, wird er euer Diener sein, und wenn jemand unter euch der Erste sein will, wird er euer Sklave sein; gleichwie der Sohn des Menschen nicht gekommen ist, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.“

Die Welt sieht das genau andersherum. Sie wollen Erster sein, groß sein im Reich Gottes, seien Sie Diener aller.

Da sind zwei kleine Jungs, Jeffrey und Ryan, sie stritten morgens, wer von ihnen den ersten Pfannkuchen bekommt. Mama macht Pfannkuchen, Jeffrey ist 5 und Ryan 3 Jahre alt, und sie streiten, wer die erste Portion bekommt. Mama sieht einen wunderbaren Anlass, etwas Biblisches zu lehren. Sie sagt: „Jungs, wenn Jesus heute Morgen hier wäre, würde Er sagen: ‚Ach, ich bin nicht so hungrig. Gibt meinem Bruder zuerst.'“ Jeffrey sieht seine Mutter an, dann die Pfannkuchen, sieht zu Ryan und sagt: „Ryan, sei du Jesus.“

Ich denke, das tun viele von uns. Wir möchten, dass jemand anderes Jesus ist und uns dient, wenn wir Jesus sein und anderen dienen müssten.

Eins, was ich an der Bibel mag, ist, dass sie in vielen Dingen so praktisch ist. Wenn Sie Menschen dienen und ihnen Ihre Liebe zeigen, dann werden sie Ihnen zuhören. Wenn Sie rausgingen und den Rasen Ihres Nachbarn mähten oder einer alten Dame in der Nachbarschaft beim Einkaufen helfen würden oder ähnliches – stecken Sie das Evangelium in Arbeitskleidung und gehen Sie und dienen sie jemandem.

Jesus sprach darüber, unser Licht scheinen zu lassen, sagte aber in dem Kontext: „Lasst eure guten Werke wie ein Licht leuchten, damit die Menschen euren Vater im Himmel preisen.“ Ich habe noch wirklich wichtige Dinge für Sie in dieser Botschaft bezüglich praktischer Dienste, Arten, wie wir das Evangelium in Arbeitskleidung stecken können und einige Haltungen, die unseren Dienst für Gott durchdringen sollten, sei es im Haus Gottes oder der Nachbarschaft, in der wir leben. Bleiben Sie also dran. Bleiben Sie dort vor dem Fernseher. Dies hier wird Ihnen gut tun und Ihnen auch helfen. Lassen Sie uns ins Wort gehen.

Ich habe einige Leute getroffen, die so von ihrer Karriere gefesselt sind und dem Trachten nach Reichtum, dass sie keine Zeit oder Lust haben, anderen zu dienen. Ich bin dankbar für die unzähligen Gaben, die Gott in sein Volk legte und die wunderbare Fähigkeit, groß Karriere zu machen; aber wenn Karriere und Geldverdienen Sie so beschäftigt, dass Sie keine Zeit haben zu dienen, dann stimmt etwas nicht.

Es gab einen alten Mann. Er war verbittert, zynisch und sauer. Eines Tages besuchte er seinen Freund und der sagte: „Komm hierher.“ Er zog ihn zum Fenster und sagte: „Sieh hinaus und sag mir, was Du siehst.“ Er sagte: „Ich sehe Menschen… Mütter, Väter, Kinder.“ Er sagte: „Das ist gut.“ Und er ging mit ihm vor einen Spiegel und sagte: „Schau in den Spiegel. Was siehst Du?“ Er sagte: „Mich selbst.“ Er sagte: „Das ist richtig. Weißt Du, es ist Glas im Fenster und auch im Spiegel. Der einzige Unterschied ist das bisschen Silber auf der Rückseite des Spiegels. Sobald ein bisschen Silber dazu kommt, sieht man die anderen nicht mehr, nur noch sich selbst.“

Ich ermutige Sie: Lassen Sie nicht zu, dass etwas Silber Ihnen die Sicht auf das wirklich Kostbare im Leben versperrt. Menschen, Männer und Frauen, Jungen und Mädchen, für die Christus starb. Das ist der wahre Schatz des Lebens. Wenn wir wahre Nachfolger Christi sind, werden wir selbstlos dienen, andere an erste Stelle setzten und unser Leben finden, indem wir es verlieren.

Jetzt zum U: Unerschütterlich im Dienst. Lassen Sie uns 1. Korinther, Kapitel 15, ansehen, den letzten Vers des Kapitels.

1.Korinther 15:58
„Daher, meine geliebten Brüder, seid fest, unerschütterlich, allezeit überreich in dem Werk des Herrn, da ihr wisst, dass eure Mühe im Herrn nicht vergeblich ist!“

Ich liebe die Worte, die Er mit Dienst in Verbindung bringt. Er sagt: „Seid fest, unerschütterlich, allezeit überreich.“ Wenn Sie wissen, wo Ihr Platz ist, seien Sie fest. Vertrauenswürdig. Zuverlässig.

Vor einem Monat, vielleicht vor fünf Wochen oder so, bohrte sich ein ‚Gaff‘ in diesen Knöchel. Zu Erklärung, ein ‚Gaff‘ ist ein großer Haken an Bord eines Schiffes, um große Fische an Bord zu ziehen.
Er ging bis in den Knochen, ich zog ihn heraus und meine Hand schwoll an wie ein Ballon, mehrere Tage, und ich konnte die Finger nicht strecken. Es schmerzte sehr. Der Knöchel ist immer noch geschwollen und weich. Einige haben vielleicht bemerkt, dass ich Ihre linke Hand nahm, als ich Sie per Handschlag begrüßte. Ich gebe Menschen immer noch die Hand, aber hin und wieder ist ein Knochenbrecher dabei, der… schön Sie zu sehen. Denn es tut weh! Ich bin dabei, völlig zu genesen, aber wissen Sie was? Mir fiel etwas auf: Für mich war dieser Knöchel selbstverständlich. Ich habe nie an ihn gedacht. Und er arbeitet jeden Tag, 51 Jahre lang. Er tut seinen Dienst und ich denke: „Mann, bin ich dankbar für euch alle. Danke!“

Die Bibel benutzt dieses Gleichnis, dass die Gemeinde wie der Leib ist. Einer ist ein Auge, einer ein Ohr, eine Hand, ein Fuß, alle werden gebraucht. Aber alle sind voneinander abhängig. Einige werden mehr beachtet als andere, doch nötig sind alle. Wenn Sie darüber nachdenken, wann haben Sie das letzte Mal an Ihre Milz gedacht? Meine Milz war für mich wohl selbstverständlich. Ich weiß nicht einmal, wie sie aussieht. Ich denke nicht oft an meine Leber, Nieren oder meine Lunge; aber sie erscheinen jeden Tag zu Arbeit, worüber ich froh bin! Sie sind unentwegt im Dienst. Wissen Sie was? Es gibt viele unbesungene Helden in der Gemeinde, die jeden Tag gedient haben. Also, an jede Leber und Milz da draußen, ich möchte Ihnen danken!

Und zum Schluss das S. Wir sollten im Dienst sensibel sein. Sensibel im Dienst. Sensibel für den Heiligen Geist und die Nöte anderer.

Ich las eine unvergessliche Geschichte von einer künftigen Braut, die ihre Hochzeit plante. Sie wählte einen Schnitt für ihr Kleid und war begeistert und wollte es anfertigen lassen. Sie ging in den Stoffladen, durchstöberte all die verschiedenen Materialien und fand nicht, was sie brauchte. Also sagt sie der Verkäuferin: „Ich brauche etwas, das viel Geräusch macht und raschelt und richtig laut ist, wenn man geht.“ Und die Frau dachte: „Gut, wir haben hinten etwas für diese großen steifen Gardinen.“ Und das Mädchen ging hin, schaute es an und bewegte es. Es machte viel Krach. Sie sagte: „Das ist perfekt! Das wird super für mein Kleid sein.“ Und die Frau im Stoffladen fragte: „Ein Kleid?“ Sie sagte: „Ja. Mein Verlobter ist blind. So wird er wissen, wenn ich zu Altar komme und wird nicht verlegen sein! Ich dachte: „Das ist cool!“ Wie einfühlsam, wundervoll und fürsorglich war das.

Eine Sache tun wir unter anderem jede Woche. Wir dienen den Menschen draußen. Manchmal sind sie an vielen Orten gleichzeitig.

Vor Jahren passierte es einmal – eines der Teams der Gemeinde war draußen – und da saßen ein paar Mädchen auf einem Zaun und rauchten Zigaretten. Der Heilige Geist sprach zu jemandem aus unserem Team. Er ging zu ihnen und fragte eins der Mädchen: „Wäre es o.k., wenn ich ein paar Minuten mit deiner Freundin allein spreche?“ Sie sagte: „Okay.“ Und diese Person sagte zu dem Mädchen: „Das kommt für Dich jetzt etwas unvermittelt, aber ich denke, dass Gott mir gerade sagte, dass du vorhast, dir das Leben zu nehmen.“ Sie brach in Tränen aus und schluchzte. Sie hatte vor, Selbstmord zu begehen. Sie führten Sie liebevoll zu Christus und retten ihr Leben, körperlich und geistlich. Sie veränderten ihre ganze Welt durch ihre Sensibilität. Nicht immer ist es so dramatisch oder sensationell, aber Sie können nie wissen, was die kleinste Sache bewirkt.

Ein Held unserer Gemeinde… Wir haben eine Dame, die Pflegekinder bei sich aufnimmt. Sie war eine Mutter für viele Kinder, die überhaupt keinen Elternteil mehr haben. Sie ist eine meiner Heldinnen. Ich habe einige Jungen kennen gelernt, die bei ihr lebten, und ich lade sie manchmal in mein Büro ein und verbringe Zeit mit ihnen… mit einem jungen Mann besonders. Ich lud ihn ein – und ich sammelte Steine – ich hatte einige wirklich schöne Steine da. Allen Kindern, die in mein Büro kommen, sage ich: „Nimm Dir einen Stein, der Dir gefällt.“ Und ich gab diesem Kind einen tollen Stein. Nun, er war vor einigen Wochen hier und hatte eine große Gruppe von Jungen bei sich, die aus dem Heim kamen, in dem er war. Sie alle saßen dort und befühlten die Steine. Er wollte, dass ich sie alle treffe. So traf ich sie und er sah mich an und sagte: „Ich habe den Stein immer noch.“

Vielleicht interpretiere ich zuviel da hinein, aber der Heilige Geist schien mich dazu aufzufordern. Und ich legte meinen Arm um ihn und ich schaute ihm tief in die Augen und sagte: „Ich bin so stolz auf dich.“ Er zieht bald in eine eigene Wohnung und ist in einem Arbeitsprogramm; vielleicht hat er niemanden sonst, eine Vaterfigur in seinem Umfeld, die diese Worte zu ihm sagen könnte. Wie ich sagte, vielleicht interpretiere ich zuviel da hinein. Aber ich denke, dass manchmal ein einfaches Wort wie dieses das Leben einer Person ändern kann. Wir sollten in unserem Dienst sensibel sein.

… Und mein Strumpf war blutgetränkt, mein Bein war voller Blut und es hatte mein Hosenbein durchnässt und hinterließ dort einen großen Blutfleck. Ich dachte: „Oh, super!“ Gut, ich säuberte alles. Wissen Sie, das ist eine Woche her und es ist fast völlig verheilt. Das ist erstaunlich! Als ich mein Bein verletzte, ging dieser kleine Alarm los, ohne dass ich es wusste. Völlig unmerklich legen diese Zellen los: „Reparieren! Reparieren!“ Und sie begannen diese Dinge zu tun. Wer hat das in mich gelegt? Gott. Der Schöpfer tat es. Gehen Sie in die Natur. Ritzen Sie mit einem Messer einen Baum. Sofort beginnt der Baum, sich selbst zu heilen. Gott legte das sogar in die Natur. Jesus sagte: „Wenn ihr mich gesehen habt, habt ihr den Vater gesehen.“ Lesen Sie doch mal die Evangelien und sehen Sie, dass Christus alle heilte, die zu ihm kamen. Er hat niemanden abgewiesen.

Im Laufe der Jahre habe ich einige Menschen getroffen, die sagten: „Ich glaube nicht, dass es Gottes Wille ist, geheilt zu sein, sondern krank zu sein.“ „Ich glaube nicht, dass Heilung Gottes Willen entspricht, sondern Krankheit.“ Aber der Gleiche, der sagt: „Ich glaube, dass es Gottes Wille ist, dass ich krank bin.“, geht zum Arzt, um gesund zu werden. Da stimmt etwas nicht. Sie wollen dem Willen Gottes entkommen. Sie sind ein Rebell!…

Ich glaube, dass die heutige Sendung Sie gesegnet hat. Ich hoffe, sie ermutigte sie und half Ihnen zu erkennen, wie wir das Evangelium durch praktischen Dienst verkünden können. Ich würde jetzt gerne etwas für Sie tun; vielleicht wissen Sie es aus früheren Sendungen noch nicht, aber ich schrieb ein Buch mit dem Titel Fußspuren des Glaubens. Es handelt von Abrahams Glaubensreise und wir sollen in den Fußspuren des Glaubens wandeln wie Abraham, unser Vater. Das ist mein Geschenk für Sie. Ich möchte es ihnen kostenlos schicken. Sie kontaktieren uns und es gehört Ihnen. Ich verreiste mehrere Tage, um es zu schreiben und ich glaube, es wird Sie sehr ermutigen. Dazu gibt es eine sieben Minuten lange DVD, die ich hier auf dem Gelände aufnahm; sie berichtet über die Glaubensreise, die wir unternahmen, um hier anzukommen. Ich sag‘ Ihnen, es ging hoch her. Dinge geschahen, von denen ich nie gedacht hätte, sie könnten uns jemals widerfahren, aber Gott hat uns durchgetragen. Ich denke, wir sind an einem entscheidenden Punkt; wenn Ihnen unser Dienst etwas bedeutet, wir etwas in Ihr Leben säten, dann möchte ich, dass Sie das Buch und die DVD als Geschenk erhalten, hören Sie unsere Geschichte. Es ist sehr kurz, aber ich glaube, es wird Sie sehr ermutigen, inspirieren und Sie herausfordern. Ich möchte, dass Sie mit uns an etwas teilhaben, was Gott vorhat, etwas, was Er tut, wenn wir das Evangelium nach Kalifornien und in die Welt tragen, in Jesu Namen. Fordern Sie das Buch Fußspuren des Glaubens an, wir senden Ihnen auch die DVD.

Bis zum nächsten Mal, ich bete, dass Gott Sie reich segnet. Auf Wiedersehen.

Jule 29. Juli 2007 Keine Kommentare Trackback URI Comments RSS

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