Herzenspläne

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Herzenspläne / 28.12.2008

Ist das zu fassen? Dies ist das letzte Wochenende in 2008. 2009 liegt vor uns und ich bin zuversichtlich, dass es ein wunderbares Jahr wird. Ein Jahr, in dem wir Gottes Pläne ausleben werden. In dieser Botschaft wird es um Herzenspläne gehen. Nehmen Sie Ihre Bibel und lassen Sie uns zum Wort kommen.

Freund, Gott möchte, dass Sie Seinen Willen und Seinen Plan für Ihr Leben erfahren. Ich möchte Ihnen fünf Gedanken über Gottes Herzenspläne weitergeben. Der erste lautet: Er möchte, dass Sie sie kennen. Und das ist möglich. Wir können Gottes Pläne für unser Leben kennen. Schauen Sie sich bitte Epheser 2:10 an. Es heißt:

Epheser 2:10
„Denn wir sind sein Gebilde, in Christus Jesus geschaffen zu guten Werken, die Gott vorher bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.“

Wenn wir in Kapitel eins schauen, worauf sich der Vers bezieht, sehen wir, dass Gott vor Grundlegung der Welt Werke bereitet hat, in denen wir wandeln sollen. Ich liebe das Wort „Gebilde“. Vom Griechischen her könnte es auch als „Gedicht“ übersetzt werden. Gott sagt: „Dein Leben soll nicht ohne Sinn und Verstand, Symmetrie und Ausgewogenheit und Bedeutung sein.“ Wir sind Sein Gebilde, von Gott komplex geschaffen und gestaltet.  Der Psalmist sagte: „Der Herr schaute auf alle Bewohner der Erde und formte ihre Herzen individuell.“ Jeder von uns ist ein Prototyp Gottes, speziell ausgestattet und begabt für die Werke, die Er für uns vorbereitet hat. Die Amplified Übersetzung von Epheser 2:10 spricht von Wegen, die Gott im Voraus für uns bereitet hat. Er hat diese guten Werke vorbereitet. Er hat vor Grundlegung der Welt Wege für uns vorbereitet. Freund, Sie sind kein Zufallsprodukt. Gott schuf Sie mit einer Absicht. Ihr Leben soll voller Ausgewogenheit, Symmetrie, Sinn und Zweck und Bedeutung sein. Schauen Sie bitte Epheser 5, Vers 17 an.

Epheser 5:17
„Darum werdet nicht unverständig, sondern versteht, was der Wille des Herrn ist.“

Gott möchte nicht, dass wir unverständig, ahnungslos und unwissend im Hinblick auf Seinen Willen sind. Er möchte, dass wir Seinen Willen und Seinen Plan für unser Leben kennen.

Als Sie in Johannes Kapitel 1, Johannes den Täufer fragten: „Wer bist du? Bist du der Christus?“, sagte er: „Nein, der bin ich nicht.“ „Bist du Elia?“ „Nein, auch nicht.“ „Bist du der Prophet?“ „Nein.“

„Nun, wer bist du? Was sagst du über dich selbst?“, fragten sie ihn.

Das sind bedeutende Fragen. Wer bist du? Was sagst du über dich selbst? Johannes hatte eine Antwort. Er sprach: „Ich bin die ‚Stimme eines Rufenden in der Wüste: Macht gerade den Weg des Herrn‘, wie Jesaja, der Prophet, gesagt hat.“

Und wenn ich Sie heute fragen würde: „Wer sind Sie? Was sagen Sie über sich selbst?“, hätten Sie eine Antwort? Man kann eine haben. Und ich glaube, wir sollten so zuversichtlich und klar wie Johannes antworten können. Johannes wusste nicht nur, wer er war, er wusste auch, wer er nicht war. „Nein, ich bin nicht Christus; ich bin nicht Elia; ich bin nicht der Prophet. Ich bin der und der.“

Wenn wir nicht wissen, wer wir sind, werden andere Menschen bewusst oder unbewusst versuchen, uns nach ihrem Vorbild und ihren Vorstellungen zu prägen. Sie werden Ihr Leben lang versuchen, jemand zu sein, der Sie nicht sind, wenn Sie nicht herausfinden, wer Sie sind.

Johannes fand es durch den Heiligen Geist heraus. Genauso erkennen wir Gottes Plan für uns. Ich liebe die Verse aus 1.Chronik 28, wo David Salomo die detaillierten Pläne für den Tempel weitergab. Es heißt, David nannte Salomo die Pläne, die der Geist ihm gab. Der Heilige Geist gibt uns Pläne. David sagte im selben Kapitel: „Und der Herr gab mir Verständnis, seine Pläne aufzuschreiben, denn seine Hand war auf mir.“ Seine Hand bezieht sich wiederum auf den Heiligen Geist. Es war kein automatisches Schreiben, wonach David sagte: „Seht mal, was ich schrieb!“ Ich glaube, die Eindrücke des Heiligen Geistes waren so real für ihn… egal ob es ein Flüstern oder ein klares Reden war, er konnte es aufschreiben.

Als ich an dieser Botschaft arbeitete, schien mir der Heilige Geist ein anderes Thema aufs Herz zu legen. Ich spürte, dass der Heilige Geist zu mir redete und schrieb es auf. Vielleicht nichts Spektakuläres, Gewaltiges, aber übernatürlich war es in jedem Fall, glaube ich.

Manche Menschen sind sich sicher, dass wir Gottes Pläne nie wissen können und zitieren vielleicht Verse aus dem 2.Korintherbrief: „Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben. Sehen Sie, man kann es nicht wissen. Niemand weiß, was Gott geplant hat.“

Aber lesen Sie, was danach kommt: Uns aber hat Gott es offenbart durch den Geist. Mit anderen Worten, Sie erfahren es nicht über Ihre natürlichen Sinne, sondern es kommt durch den Heiligen Geist in Ihren Geist.

Der Vers, den ich eben zitierte, handelt von Errettung, gilt aber für alles, was Gott für uns bereithält. Es trifft auf die guten Werke zu, die Gott für uns vorbereitet hat. Obwohl Gottes Reden von manchen in sehr tiefer, ungewöhnlicher Weise erlebt wird, ist es meistens weit weniger sensationell, denke ich.

Ich denke, wenn der Heilige Geist uns Gottes Pläne mitteilt, ist es in der Regel weit weniger spektakulär und ungewöhnlich als wir manchmal hören. Ich werde gleich einige der üblichen Wege nennen, über die der Heilige Geist mit uns kommuniziert, wenn es um den Plan Gottes für unser Leben geht… Wegweiser sozusagen, die uns zeigen, welchen Weg Er für uns hat, ein Wegweiser, der uns das gute Werk zeigt, zu dem Er uns ganz speziell berufen hat.

Ich glaube erstens, dass Gott Wünsche weckt und durch Begehren wirkt.

Psalm 37:4 sagt:
„Habe deine Lust am Herrn, so wird er dir geben, was dein Herz begehrt.“

Ich selbst glaube nicht, dass das bedeutet, dass Er Ihnen geben wird, was immer Sie wollen, wenn Sie einfach glücklich sind und Gott lieben. Das Wort „Lust haben“ bedeutet im Hebräischen, weich oder formbar zu sein. So wie es bei Ton ist, den Sie erst nass machen müssen, um ihn nach Belieben formen zu können. Das ist der Punkt. Ich erweise mich Gott gegenüber als offen und fügsam und Er gibt mir Wünsche. Er gibt mir einen Wunsch, damit Er diesen Wunsch erfüllen kann. Er legt Wünsche in uns hinein und führt uns auf diese Weise. Das sind die Dinge, die einfach nicht aus Ihrem Herzen weichen – wie die Geburtstagskerzen, die Sie nicht auspusten können. Sie haben Herzenswünsche – nichts Selbstsüchtiges – und doch vergehen sie nicht. Gott führt uns durch Wünsche.

Viele Dinge bewegen uns, denke ich. Es wäre super, an der PGA-Tour teilzunehmen. Es wäre schön, ein professioneller Barsch-Angler zu sein. Das würde Spaß machen! Aber wenn wir diese Dinge auf den Altar legen und sagen: „Gott, ich habe viele Ideen, aber hier bin ich. Deine Pläne für mein Leben… was hast Du in mich hineingelegt? Wozu hast Du mich berufen?“ Wenn wir eine solche Haltung einnehmen, fängt Gott an, uns Wünsche ins Herz zu legen und uns durch diese Wünsche zu führen.

Ich habe schon oft erzählt, wie ich nach Kalifornien zurückkam. Wünsche stiegen in mir auf und ich widerstand dem Teufel, weil ich überzeugt war, dass es nicht von Gott sein könnte, bis eines Tages ein Freund unvermittelt anrief und sagte: „Bayless, ich weiß nicht, worum es geht, aber Gott sagt, hör auf, diese Wünsche zu unterdrücken. Sie kommen von Ihm.“ Plötzlich wurde mir klar, dass Gott mich durch diese Wünsche in Seinen Plan führen wollte.

Das zweite Mittel sind Frustrationen. Ich glaube, Gott führt uns… oft wird Gott Dinge, die uns frustrieren, als Wegweiser gebrauchen. In Apostelgeschichte 17:16 ist Paulus in einer Stadt, die sich voll dem Götzendienst verschrieben hat. Die Schrift sagt, dass ihn das anspornte. Er war frustriert und in seinem Geist erzürnt. Deswegen handelte er. Seine Frustration war ein Wegweiser zu seiner Berufung. Es zeigte ihm, dass Gott ihn befähigt hatte, etwas dagegen zu tun.

So ist es auch bei Ihnen. Sie können im Haus einer Person sein. Alle reden im Wohnzimmer miteinander. Sie können keinem Wort der Unterhaltung folgen, weil das Bild an der Wand schief hängt! Sie denken: „Warum sehen die das nicht?“ Sie sehen die Bewegungen der Lippen und denken:

„Das Bild! Das Bild! Das Bild hängt schief! Das Bild hängt schief!“ Manche unter Ihnen kommen herein … Sie waren noch nie in dem Haus, gehen hin und rücken das Bild zurecht. Das ist nicht normal. Es verdeutlicht Ihre Berufung. Sie arrangieren und organisieren Dinge… alles hat seinen Platz. Wir anderen gehen mit unseren Sachen etwas lockerer um. Aber Sie haben diese Begabung und gehen auf die Palme, wenn Unordnung herrscht.

Das Nächste ist Zufriedenheit. Dinge, die Sie befriedigen und die Ihr Herz erfüllen.

Einer meiner Freunde war als junger Mann Präsident der Firma Capitol Records, er war Anfang 20.

Er kündigte tatsächlich seinen Job, obwohl es verrückt war… Er war frisch verheiratet, sein Baby war gerade geboren, er hatte ein neues Haus und gibt seinen Job als Präsident von Capitol Records auf.

Wissen Sie warum? Ein Vers wurde ihm lebendig… Jesaja 55:2: „Warum arbeitet ihr für das, was euch nicht sättigt?“ Er dachte: „Das befriedigt mich absolut nicht.“ Er kündigte und tat in seinem Leben Erstaunliches und war im Leib Christi sehr einflussreich.

Ich glaube, Gott hat keinen dazu bestimmt oder berufen, sein Leben lang eine verhasste Arbeit zu tun.

Ich glaube, die Dinge, die uns innerlich Erfüllung und Zufriedenheit bringen, obwohl das sehr natürlich und unspektakulär klingt, können ein sehr klarer Hinweis vom Heiligen Geist auf Gottes Plan für unser Leben sein.

Schließlich ist da noch die Frucht… Fruchtbarkeit. Jesus sagte in Matthäus 12:33: „Man erkennt den Baum an den Früchten.“ In bestimmten Bereichen bringt Ihr Leben Frucht. Manche in unserem Team werden in diesem Bereich gebraucht, aber ich denke, Tom Schulte ragt heraus. Es scheint so, als würde jede Woche jemand von Krebs geheilt, wenn er für denjenigen betet. Oder jemand leidet, hat Netzhautablösung und plötzlich wächst sie wieder an oder Ähnliches. Scheinbar passiert das laufend.

Nun, da gibt es einfach Frucht. Das ist ein Hinweis darauf, dass ein Teil seiner Begabung und  Berufung im Leben darin besteht, für Kranke zu beten.

Wir als Gläubige sind alle dazu berufen. Denn Jesus sagte, Gläubige werden Kranken Hände auflegen und sie werden genesen. Wenn wir Hände haben, sind wir verpflichtet, das zu erfüllen. Andere jedoch haben einen besonderen Dienst in diesem Bereich. Frucht ist ein Hinweis auf unsere Begabung und Berufung.

Gut, der zweite Gedanke ist, dass Gottes Pläne von Ihrem Herzen in Ihre Hände übergehen müssen.

Setzen Sie es um. Sie haben vielleicht wirklich angefangen, den Weg zu verfolgen, den Sie gehen sollen… Sie erkannten Ihre Berufung und Begabung, die Werke, die Sie tun sollen und die Gott für Sie bereitet hat. Aber es muss vom Herzen in die Hände übergehen. Ich zitiere

Sprüche 21:5
„Die Pläne des Fleißigen führen nur zum Gewinn.“

Die Pläne des Fleißigen. Fleiß bedeutet, dass wir die Hände an den Pflug legen, arbeiten, zupacken und etwas tun. Nicht nur das Wunschdenken oder Pläne der Hoffnung, sondern die Pläne der Fleißigen. Wir müssen mit Gottes Hilfe unsere Arbeit planen und dann unseren Plan durchführen. Die meisten Träume erblicken nie das Tageslicht. Das liegt nicht an trägen Herzen, sondern an trägen Händen.

Schauen Sie sich bitte 5.Mose, Kapitel 1 an. Mose wiederholt hier das Gesetz und die Geschichte Israels vor dem Volk und er spricht über einen besonderen Plan, den sie hatten, der nie Frucht brachte oder zustande kam. Aber es war ein guter Plan. Einer, über den Sie sicher schon Predigten hörten. Schauen Sie sich bitte Vers 21 an. 5.Mose 1:21. Mose spricht.

5.Mose 1:21-26
„Siehe, der Herr, dein Gott, hat das Land vor dir dahingegeben. Zieh hinauf, nimm in Besitz, wie der Herr, der Gott deiner Väter, zu dir geredet hat! Fürchte dich nicht und sei nicht niedergeschlagen!

Da tratet ihr alle zu mir und sagtet: Lasst uns Männer vor uns hersenden, dass sie das Land für uns erkunden und uns Bericht erstatten über den Weg, auf dem wir hinaufziehen, und über die Städte, zu denen wir kommen sollen! Und die Sache war gut in meinen Augen. Und ich nahm zwölf Männer von euch, je einen Mann für den Stamm. Und sie wandten sich und zogen ins Gebirge hinauf, und sie kamen bis zum Tal Eschkol und kundschafteten es aus. Und sie nahmen von den Früchten des Landes in ihre Hand und brachten sie zu uns herab. Und sie erstatteten uns Bericht und sagten: Das Land ist gut, das der Herr, unser Gott, uns gibt. Aber ihr wolltet nicht hinaufziehen und wart widerspenstig gegen den Befehl des Herrn, eures Gottes.“

Sie hatten einen Plan. Mose gefiel der Plan. Es war ein guter Plan. „Wir spähen das Land aus und dann werden sie zurückkommen und uns sagen, wo wir langgehen müssen und auf welche Städte wir stoßen und welche wir zunächst angreifen sollen.“ Aber es wurde nicht gehandelt. Sie kamen wieder und sagten: „Das ist die Frucht des Landes, das der Herr uns gibt!“ Sie selbst sagten: „Gott gibt es uns! Gott gibt es uns!“ Aber sie taten nie etwas und kamen nie herein.

So wie viele Gläubige. Sie haben große Träume, große Pläne und beten: „Oh Gott, öffne die Türen. Oh, wir vertrauen darauf, dass Gott es tun wird. Wir vertrauen darauf, dass Gott es tun wird.“ Aber sie gehen nie hin und daher erleben sie es nie. Und wissen Sie was? Das übliche Ergebnis steht in Vers 27. Mose sagt:

5.Mose 1:27
„Und ihr murrtet in euren Zelten und sagtet: Weil der Herr uns hasst…“

Manche Menschen werden wütend auf Gott und sagen: „Gott muss mich hassen. Deswegen ist es nicht geschehen. Ich betete, wartete auf Gott und vertraute Gott, dass es geschehen würde. Ich spürte, dass Gott mir den Traum gab und dass Gott es mir ins Herz legte.“ Moment mal! Wir müssen handeln. Es muss vom Herzen in die Hände gelangen, damit es geschieht.

Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie oft ich das in meinem Leben erlebt habe. Ich bin bei jemandem und wir sehen eine kleine Erfindung, ein besonderes Angebot, ein angepriesenes Produkt oder was auch immer und sie sagen: „Das war meine Idee! Sie kam mir vor 20 Jahren. Das wollte ich herstellen! Ich wusste, es würde funktionieren. Mann, ich hatte die Idee viel früher als sie.“ Na und?

Es war vielleicht in Ihrem Herzen, aber, Freund, wenn es nicht von hier nach da gelangt, nehmen Sie es mit ins Grab, es sei denn, jemand anders setzt diese Idee in die Tat um.

Und ich denke, in der heutigen Versammlung und bei den Zuhörern gibt es erstaunliche Erfindungen und Ideen und immense Kreativität. Ich denke, die reichsten Flecken auf der Erde sind die Friedhöfe.

Mehr Träume, mehr Reichtum und mehr Ideen, als jemals umgesetzt wurden, nehmen die Menschen mit ins Grab, weil sie nie etwas unternahmen. Und viele von ihnen haben gebetet: „Gott, bewirke es. Gott, bewirke es. Gott, bring es zustande.“ Aber es muss der Punkt kommen, wo wir losgehen. Das bringt mich zum nächsten Punkt. Er ist eng mit diesem Punkt verbunden.

Wir müssen bereit sein, auf eine Ahnung hin zu handeln, wenn wir Führung erleben wollen.

In 1.Mose 12:1 sagte Gott zu Abram: „Hey Abram, verlasse deine Stadt. Verlasse deine Familie.

Verlass alles, was du kennst, und geh in ein Land, was ich dir zeigen werde. Wenn du das tun wirst, werde ich dich segnen. Ich werde dich zum Segen setzen. Ich werde deinen Namen groß machen.“

Und Abram ging los.

Im Neuen Testament wird es in Hebräer 11:8 folgendermaßen interpretiert: Es heißt, dass Abraham im Glauben losging, ohne zu wissen, wohin er komme. Gott sagte: „Verlass deine Familie. Dies sind deine Anweisungen.“ Gott gab ihm keine Karte. Gott gab ihm einen Kompass. Gott zeichnet keine Pläne. Gott gibt uns einen Kompass. Er gibt eine Richtung vor. Er sagte nur: „Abraham, verlass die Grenzen dieser Stadt.“ Das war die einzige Anweisung, die er hatte. Pack deine Sachen und zieh weg. Er ging los, ohne zu wissen, wohin er ging. Er ging im Glauben los. Die einzige Anweisung, die er hatte, war: „Verlass den Umkreis der Stadt.“ Und als er das tat, zeigte Gott ihm den nächsten Teil.

Als er auf einen Wink hin handelte, wurde er geführt.

Schauen wir uns Sprüche 16 an. Sprüche 16:9. Es heißt:

Sprüche 16:9
„Das Herz des Menschen plant seinen Weg, aber der Herr lenkt seinen Schritt.“

Das Herz des Menschen plant seinen Weg, aber der Herr lenkt seinen Schritt. Wir müssen Dinge im Gebet planen und erkennen, dass Gott Glauben sehen will. Er lenkt unsere Schritte. Er gibt uns keine Karte der ganzen Strecke, leitet aber unsere Schritte. Ein Schritt folgt dem anderen. Gottes Pläne beziehen sich auf Zeiten und Schritte. Und wir müssen bereit sein, zur richtigen Zeit einen Schritt zu gehen, damit uns der nächste Schritt offenbart wird. Die Bibel sagt in

Psalm 37:23
„Vom Herrn her werden eines Mannes Schritte gefestigt.“

Ein Schritt nach dem anderen. Ein Wink. Ich gehe einen Schritt. Mehr zeigt mir Gott nicht. Und wenn ich diesen Schritt gehe, gibt Er mir Licht für den nächsten Schritt. Und manchmal erahne ich weitere Schritte. Aber ich muss bereit sein, auf einen Wink hin zu handeln, wenn ich Führung erleben möchte.

Geparkte Autos kann selbst Gott nur sehr schwer lenken. „Und wenn ich einen Fehler mache?“ „Das wirst du.“ „Was ist, wenn ich versage?“ „Das wirst du. Na und?“ Sie machen einen Fehler…  wissen Sie, was das bewirkt? Dadurch lernen Sie, dadurch wachsen Sie und dadurch verändern Sie sich.

Manche Menschen haben so viel Angst, einen Fehler zu machen und daneben zu liegen, dass sie nie etwas tun. Sie haben ein nettes beschauliches Leben. Freund, Risiko gehört dazu und manchmal werden wir etwas falsch machen. Aber Gott möchte, dass wir mutige Schritte gehen.

Denken Sie an den Apostel Paulus. Er weiß, dass er berufen ist, den Heiden das Wort zu bringen. Was tut er also? Apostelgeschichte, Kapitel 16: Er versuchte, das Wort in Asien zu predigen. Der Heilige Geist verbietet es ihm. Er versucht nach Bithynien zu gehen. Der Heilige Geist erlaubte es ihm nicht. Asien war falsch, Bithynien war falsch und an diesem Abend hatte er eine Vision. Ein Mann aus Mazedonien sagt: „Komm nach Mazedonien und hilf uns.“ Aha, das ist Gottes Plan. Aber er saß nicht untätig herum und sagte: „Oh Gott, öffne die Türen. Oh Gott, zeig mir, was ich tun soll. Oh Gott, führe und leite mich.“ Nein, er hatte eine Ahnung und handelte danach. Er machte ein paar Fehler. Aber wissen Sie… Gott war darauf vorbereitet. Die Führung kam, als er in Bewegung war, nicht als er stillsaß. Führung kam.

Wir müssen beten, bevor wir anfangen. Wir müssen beten, wenn wir unterwegs sind. Und wir müssen beten, wenn wir fertig sind. Alles muss von Gebet durchdrungen sein. Aber Tatsache ist: Führung kommt, wenn wir auf eine Ahnung hin handeln.

Ich erinnere mich an eine Versammlung, die ich besuchte… es war ca. 1980. Ein Evangelist sprach.

Ein Mann, der sein Leben gab, um Unerrettete zu erreichen. Er war in den USA nicht sehr bekannt, aber in Übersee umso mehr… ganz bestimmt auch in der Hölle und im Himmel. Er nahm sich Zeit für Fragen und Antworten. Ich werde nie vergessen, wie ein kleines Ehepaar aufstand und sagte: „Wir haben wirklich ein Herz für Vietnam. Wir haben den Eindruck, Gott möchte, dass wir in Vietnam das Evangelium predigen. Es gibt keine offenen Türen und wir wissen nicht, was wir tun sollen.“ Ich werde seinen Rat nie vergessen. Er sagte: „Wisst ihr, wir haben einen hohen Anteil an Vietnamesen in unserer Stadt.“ Er sagte: „Fangt bei ihnen an.“ Er sagte: „Ich habe ein paar Filme, die vietnamesisch vertont wurden. Ich werde sie euch geben. Zeigt sie doch in der Nachbarschaft. Zeigt sie bei jemandem in der Gegend und versucht, eure Nachbarn zu erreichen.“ Ich dachte: „Was für ein exzellenter Rat.“ Ich weiß nicht, ob sie es je taten.

Ich nehme an, nach dem Bisschen, was ich von Gott weiß, mit dem ich die letzten 30 Jahre ging…

falls der Rat nicht befolgt wurde, bezweifele ich, dass sich weitere Türen geöffnet hätten. Ich denke, manchmal warten wir darauf, dass sich eine gigantische Tür quietschend öffnet und dahinter Bands spielen und Menschen klatschen und sagen: „Wir haben auf dich gewartet!“ Ich denke, meist sind unsere kleinen Schritte entscheidend. Gott gibt uns nur einen kleinen Hinweis. Nur: „Verlass die Stadt, Abram.“ „Gut Gott, und dann?“ „Ich zeig es dir, wenn du soweit bist.“ Und wenn wir diesen kleinen Schritt gehen, erleben wir Führung. Aber wir müssen bereit sein, auf einen Wink hin zu handeln. Gott erwartet, dass wir Glauben haben. Und manche Menschen… ich denke, viele Menschen waren dazu bestimmt, große Dinge für Gott zu tun und haben ihr Leben lang diese Dinge nicht getan, weil sie nicht bereit waren, aufgrund einer Ahnung zu handlen.

Am Dienstag war ich mit einem Freund in einem Geschäft. Es gehörte zu einer großen Kette. Die meisten sind in Übersee, aber etliche schießen über die USA verteilt aus dem Boden. Ich hatte vor ein paar Jahren mit einem der Mitarbeiter gesprochen und war überrascht, dass mein Freund dieselbe Frage stellte. In diesem Geschäft werden nur Olivenöl und Produkte aus Oliven verkauft. Und er fragte: „Wie entstanden diese Geschäfte?“ Sie sagte: „Alle Geschäfte gehören einem Mann.“ Alles begann mit einem Olivenhain in Frankreich. Er stand in diesem Olivenhain und bekommt einen Impuls. Er dachte: „Das würde funktionieren. Leute würden das kaufen.“ Also eröffnete er sein erstes kleines Olivengeschäft in Frankreich… verschiedene Olivensorten, verschiedene Sorten von Olivenöl aus verschiedenen Regionen Frankreichs und aus anderen Regionen. Es war unglaublich erfolgreich.

Und jetzt eröffnen sie überall Läden. Ich liebe diese Läden. Sie haben ein Olivenöl mit zerstoßenen Basilikumblättern. Sie fügen sie beim Pressen zu, sodass es ein Basilikumaroma bekommt. Ich mache es auf Popcorn. Ich würde es sogar trinken, wenn… Jemand stand in einem Olivenhain und hatte nur eine Ahnung, handelte daraufhin und etwas Größeres geschah.

Hatten Sie je einen Impuls in eine Richtung? Was taten Sie? Ist es von hier nach dort übergegangen?

Sie müssen in den kleinen Dingen treu sein und Er wird Sie über vieles setzen.

Das bringt uns zum letzten Punkt. Was auch immer unser individueller Beitrag ist, es muss alles mit Gottes großem Plan der Errettung zusammenpassen. Ob unser Anteil etwas zur Verkündigung Seines Planes, zur Ausführung Seines Planes, zur gebetsmäßigen Vorbereitung Seines Planes oder zur Finanzierung Seines Planes beiträgt, was immer wir tun, es sollte sich nicht nur um uns selbst drehen.

Unsere Gaben und Talente, Ideen, Ressourcen, unsere Kraft und Dinge, die uns zur Verfügung stehen, sollen einen Einfluss auf die Ewigkeit haben. Gottes Plan für Sie muss mit Seinem großen umfassenden Plan der Errettung verbunden sein. Irgendwie muss er da hinein münden. Er muss damit verbunden sein. Es muss eine ewige Verbindung geben. Ich tue mein Bestes, die Gaben, die Gott mir gab, zugunsten Seines Reiches einzusetzen. Wie sieht das bei Ihnen aus?

Wissen Sie, Freund, es ist kein Zufall, dass Sie jetzt die Sendung sehen. Gott liebt Sie. Er kennt Ihren Namen. Für Ihn sind Sie nicht nur einer von vielen. Sie sind keine Nummer in einer endlosen Liste. Er kennt Sie und Er liebt Sie. Es ist Teil Seines Plans, Sie zu erreichen… Ja! Sogar durch diese Sendung… um Ihnen Seine Liebe zu zeigen. Es ist eine Tatsache, dass Sein Sohn sich zu Ihnen ausstreckt und Sie berühren möchte. Warum bitten Sie Jesus nicht, in Ihr Leben zu kommen? Das ist der beste Start in das neue Jahr, das in ein paar Tagen beginnt. Also, frohes Neues Jahr! Und sagen Sie ja zu Jesus Christus.

 

Jule 28. Dezember 2008 Keine Kommentare Trackback URI Comments RSS

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