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Hilfe!

13.01.2013

Pastor Bayless Conley

 

Manche Menschen glauben, Gott sei unnahbar, kalt und gleichgültig und werfe nur gelegentlich einen Blick auf die Erde. Aber ich sage Ihnen: Er ist ganz nah, Er kümmert sich um uns und Er hört den Schrei Ihres Herzens. Manchmal ist es gut, einfach zu beten: „O Gott, Hilfe!“ Wenn Sie Hilfe in Ihrem Leben brauchen, sollten Sie sich die heutige Predigt anhören.

 

Psalm 40:18

„Bin ich auch elend und arm – für mich sorgt der Herr. Du bist meine Hilfe und mein Retter; mein Gott, säume nicht!“

 

Hier finden wir drei Punkte. Zuerst erfolgt ein Hinweis auf unsere Bedürftigkeit. Wir sind elend und arm. Wir alle haben Bedürfnisse und es ist wichtig, dass wir sie erkennen und gegenüber Gott in Worte fassen.

 

Da fällt mir Bartimäus ein. Es war für alle offensichtlich, was er brauchte. Er rief aus: „Jesus, Sohn Davids, erbarme dich über mich!“ Aber Jesus fragte ihn: „Was willst du, dass ich dir tun soll?“ Vielleicht dachte er: „Nun komm, Jesus, ist das nicht offensichtlich?“ Aber Jesus wollte, dass er seine Not in Worte fasste.

 

Zuerst erfolgt also der Hinweis, dass wir unsere Bedürftigkeit erkennen sollen und als Zweites die wichtige Tatsache: „Für mich sorgt der Herr.“ In der Amplified Bible steht hier noch: „… und er plant für mich.“ Gott ist also weder weit entfernt noch gefühllos oder gleichgültig gegenüber unseren Schwierigkeiten. Er sorgt für uns und plant für uns.

 

In einem anderen Psalm heißt es: „Herr, du hast meine Schwierigkeiten durchdacht.“ Das bedeutet, Er denkt über die Situationen unseres Lebens nach. Was Sie heute durchmachen, ist Gott nicht unbekannt. Er kennt Ihre Not und Er hat bereits einen Plan gefasst, um Ihnen zu helfen. Er denkt also über Sie nach und fasst Pläne für Sie, aber Er geht noch einen Schritt weiter – Er nimmt Anteil. Er ist unsere Hilfe und unser Retter, wie es in Psalm 40 heißt: „Du bist meine Hilfe und mein Retter.“ Wir dienen einem Gott, der weiß, was wir durchmachen. Er sieht unsere Schwächen und Er will an unserem Leben Anteil nehmen. Sehen wir uns Psalm 146 an, nein, entschuldigen Sie bitte, Psalm 46, Vers 2.

 

Psalm 46:1-2

„Gott ist unsere Zuflucht und Stärke, ein Helfer, bewährt in Nöten. Darum fürchten wir uns nicht, wenn auch die Erde umgekehrt wird und die Berge mitten ins Meer sinken…“

 

Gott ist nicht fern von uns. Er ist sehr präsent und Er ist da, um uns in Zeiten der Not zu helfen. Vielleicht beschreiben diese Verse genau das, was Sie gerade durchmachen. Ihre Welt ist auseinandergebrochen und die Berge versinken im Meer. Vielleicht haben Sie Probleme in Ihrer Ehe oder an Ihrem Arbeitsplatz und Ihre Welt scheint buchstäblich in Scherben zu liegen und Sie wissen nicht mehr, was Sie tun sollen. Aber Gott weiß, was zu tun ist und Er ist in Zeiten der Not an Ihrer Seite. In Hebräer, Kapitel 13 lesen wir: „… denn er selbst hat gesagt: Ich will dich nicht aufgeben und dich niemals verlassen! So können wir nun zuversichtlich sagen: Der Herr ist mein Helfer, und deshalb fürchte ich mich nicht vor dem, was ein Mensch mir antun könnte.“

 

Ich will heute vier einfache Gedanken mit Ihnen teilen, die Ihnen helfen werden, mit Gott zusammenzuarbeiten und die Hilfe anzunehmen, die Er Ihnen geben will. Ich werde das Wort „Help“ – Hilfe als Akrostichon benutzen. Wenn Sie buchstabieren können, wissen Sie, wann wir ungefähr fertig sind. Gut, H steht für Home – Zuhause. Sehen wir uns Psalm 20 an. Psalm 20, Vers 2:

 

Psalm 20:1-2

„Der Herr antworte dir am Tag der Drangsal, der Name des Gottes Jakobs schütze dich! Er sende dir Hilfe aus dem Heiligtum und stärke dich aus Zion…“

 

Das Heiligtum, von dem Er hier spricht, war unter anderem der Ort, wo sich die Christen versammelten, um Gott anzubeten. In Psalm134 heißt es: „… all ihr Knechte des Herrn, die ihr im Haus des Herrn steht in den Nächten! Erhebt eure Hände in Heiligkeit und lobt den Herrn!“

 

Hier finden wir dasselbe Wort. Das war also der Ort, wo sich Gottes Volk versammelte. Und es heißt, Gott sendet Hilfe aus dem Heiligtum und stärkt uns aus Zion. In Hebräer, Kapitel 12, Vers 23 und 24 erfahren wir, dass Zion eine Art Gemeinde ist. Meine Frage lautet also: Wo ist Ihr Zuhause? Haben  Sie eine Gemeinde in Ihrer Nähe, die Sie besuchen? Eine Gruppe von Christen, mit denen Sie regelmäßig anbeten? Einen Ort, den Sie Ihr Zuhause nennen? Das ist so wichtig, weil das einer der Hauptorte ist, von denen Gott Hilfe schickt. Wenn Sie in Schwierigkeiten stecken, sollten Sie in Gottes Haus rennen. Lassen Sie andere Christen für sich beten und hören Sie das Wort Gottes. Als die Jünger in Apostelgeschichte 4 bedroht wurden, kamen sie sofort an den Ort, wo die Christen zusammenkamen. Sie suchten ihresgleichen. Sie trafen sich mit ihren Kameraden. Das Erste, was sie taten, war, zum Versammlungsort der Christen zu laufen. Wir müssen lernen, uns mit Menschen desselben Glaubens zu umgeben, die uns zur Seite stehen, uns unterstützen und stärken können. Gott sendet Hilfe aus dem Heiligtum und stärkt uns aus Zion.

 

Ich erinnere mich noch an eine Gemeinde, die ich vor vielen Jahren besuchte. Damals machte ich gerade eine sehr harte Zeit durch und betete völlig verzweifelt zu Gott. Ich brauchte dringend eine Antwort. Und so wandte ich mich mit allem, was ich hatte, dem Himmel zu und betete inständig: „Gott, ich brauche Hilfe!“ Am nächsten Tag ging ich in die Gemeinde und Gott gebrauchte den Pastor während seiner Predigt, um mir die ersehnte Antwort zu geben. Sie war so eindeutig, dass ich das Gefühl hatte, alle müssten mich anstarren. Das konnte für niemand anderen sein. Es war, als würde Gott mich direkt ansprechen. Er sandte mir Hilfe aus dem Heiligtum und stärkte mich aus Zion.

 

Freunde, wenn Sie sich von der Gemeinde absondern und sich nicht regelmäßig mit anderen Christen treffen, wird der Teufel Sie zerpflücken. Die erste Banane, die die Staude verlässt, wird geschält. Merken Sie sich diese Stelle hier in den Psalmen und schlagen Sie mit mir das Buch der Richter auf, das siebte Buch in der Bibel. Richter, Kapitel 18. Hier ist eine Geschichte, die das, was ich Ihnen sagen will, gut veranschaulicht. Richter, Kapitel 18, wir lesen Vers 7. Da heißt es:

 

Richter 18:7

„Da gingen die fünf Männer hin und kamen nach Lajisch; und sie sahen, dass das Volk, das darin war, in Sicherheit wohnen nach der Art der Sidonier, ruhig und sorglos; und es war niemand im Land, der ihnen etwas zuleide tat; sie besaßen Reichtum und wohnten fern von den Sidoniern und hatten mit keinem Menschen etwas zu tun.“

Eine interessante Aussage. Sie hatten mit keinem Menschen etwas zu tun. Gehen wir zu Vers 27: Richter 18:27-28

„Jene aber nahmen mit, was Micha gemacht hatte, samt dem, der sein Priester gewesen war, und überfielen Lajisch, ein stilles, sorgloses Volk, und schlugen es mit der Schärfe des Schwertes und verbrannten die Stadt mit Feuer. Und es war niemand, der sie errettete; denn sie lag fern von Sidon, und sie hatten mit keinem Menschen Verkehr…“

 

Leiden Sie nicht in aller Stille allein vor sich hin. Umgeben Sie sich mit anderen Christen. Suchen Sie Hilfe im Heiligtum und lassen Sie sich von den Menschen aus Zion stärken. Sondern Sie sich nicht ab. Sie brauchen einen Ort, den Sie Ihr Zuhause nennen können.

 

Ich bekam einmal einen Brief von einer Frau. Sie machte gerade eine schwere Zeit durch, die jetzt ihren Höhepunkt erreicht hatte. Sie fuhr in der Gegend herum und versuchte, ihr Baby zum  Einschlafen zu bringen. Das Baby schrie. Sie hatte furchtbare Kopfschmerzen. Sie schrieb mir das alles in ihrem Brief. An diesem Abend fand in unserer Gemeinde ein Gottesdienst statt.   Normalerweise kam sie nie abends. Aber an diesem Abend dachte sie: „Wenn ich nur in die   Gemeinde gehe, wird alles gut werden. Auf dieser Gemeinde liegt ein Segen.“ Das Baby weinte hinten im Auto und ihre Migräne war so stark, dass sie glaubte, ihr Kopf würde platzen. Und dann schrieb sie:

„In dem Moment, wo ich auf den Parkplatz der Gemeinde fuhr, waren meine Kopfschmerzen weg und das Baby schlief ein.“ Und sie schrieb: „Wo Gottes Volk sich versammelt, ist Segen.“ Und sie hat recht. Wenn wir uns in Gottes Haus versammeln, liegt Segen darauf. Von dem Ort, wo sich Sein Volk versammelt, schickt Er uns Hilfe und Kraft.

 

Gut, gehen wir zurück zum Buch der Psalmen. Bitte schlagen Sie Psalm 60 auf. Unser zweiter Buchstabe ist das E wie eyes – Augen. Richten Sie Ihre Augen auf Gott. Wenden Sie sie von anderen Menschen und von irdischer Hilfe ab, wenden Sie sie von Ihren Problemen ab und richten Sie sie auf Gott. Psalm 60, Vers 13. Das ist ein sehr unverblümtes Gebet.

 

Psalm 60:13

„Schaffe uns Hilfe in der Drangsal; Menschenhilfe ist ja nichtig!“

 

Setzen Sie Ihr Vertrauen nicht auf Menschen. Das scheint unserem ersten Punkt, wo es hieß, dass Christen sich versammeln sollen, zu widersprechen, aber das ist nicht der Fall. Ja, Gott gebraucht Menschen. Viele Seiner Antworten kommen durch Menschen. Auch Seine Ermutigung, Sein Trost und Seine Versorgung kommen oft durch Menschen. Aber nicht ausschließlich. Das ist nicht der einzige Weg, den Gott hat, um sich nach uns auszustrecken und uns zu helfen. Gott gebraucht Menschen, aber dennoch sollten wir unseren Blick nicht auf Menschen richten. Menschen können versagen; Gott nicht. Unser Glaube muss in etwas verankert sein, das verlässlicher ist als irdische Hilfe. Unsere Augen müssen allein auf Gott gerichtet sein. Schlagen Sie bitte Psalm 146 auf. Hier steht es klar und deutlich.

 

Psalm 146:3-4

„Verlasst euch nicht auf Fürsten, auf Menschen, bei denen keine Rettung ist! Denn des Menschen Geist muss davon, und er muss wieder zu Erde werden an dem Tag ist’s aus mit allen seinen Plänen.“

 

Ein Fürst hat die Autorität, Ihnen zu helfen; Er hat die Mittel, Ihnen zu helfen und Ihre Not zu stillen; Er hat die Verbindungen, um Ihnen zu helfen. Aber Er sagte: „Verlasst euch nicht auf Fürsten. Setzt euer Vertrauen nicht auf Menschen, denn Menschen können versagen, sie können sterben.“ Sehen wir uns im Gegensatz dazu Vers 5 an:

 

Psalm 146:5-10

„Wohl dem, dessen Hilfe der Gott Jakobs ist, dessen Hoffnung ruht auf dem Herrn, seinem Gott! Er  hat Himmel und Erde gemacht, das Meer und alles, was darin ist; er bewahrt Treue auf ewig. Er verschafft den Unterdrückten Recht und gibt den Hungrigen Brot. Der Herr löst die Gebundenen. Der Herr macht die Blinden sehend; der Herr richtet die Elenden auf; der Herr liebt die Gerechten. Der  Herr behütet den Fremdling; er erhält Waisen und Witwen; aber die Gottlosen lässt er verkehrte Wege gehen. Der Herr wird herrschen in Ewigkeit, dein Gott, o Zion, von Geschlecht zu Geschlecht!

Halleluja!“

 

Lassen Sie uns nicht auf Menschen sehen, sondern auf Gott, der die Menschen gemacht hat. Lassen Sie uns nicht auf irdische Hilfe sehen, sondern auf den Gott, der Himmel und Erde gemacht hat.

Sehen wir uns Psalm 121 an. Psalm 121:1-3

„Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen: Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt von dem

Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat! Er wird deinen Fuß nicht wanken lassen, und der dich behütet, schläft nicht.“

 

Wenden Sie Ihren Blick von den Menschen und von Ihren Problemen ab und richten Sie ihn auf Gott. In der Living Bible heißt es hier: „Soll ich bei den Berggöttern Hilfe suchen? Nein! Meine Hilfe kommt von Jahwe, der die Berge und die Himmel gemacht hat. Er lässt nicht zu, dass ich stolpere, ausrutsche oder falle, denn er sieht immer zu; er schläft nie. Jahwe selbst sorgt für dich. Er ist dein Verteidiger. Erhebe deine Augen, richte sie auf Gott.“

 

Vielleicht sagen Sie: „Pastor, falls es Ihnen noch nicht aufgefallen ist: Gott ist unsichtbar. Wie soll ich meine Augen auf Ihn richten?“ Sie richten Ihre Augen auf Gott, indem Sie sie auf Sein Wort richten. Gott und Sein Wort sind eins. Wir lesen dazu noch ein paar Verse aus Psalm 119.

 

Psalm 119:172-173

„Meine Zunge soll reden von deinem Wort, denn alle deine Gebote sind gerecht. Deine Hand komme mir zu Hilfe, denn ich habe deine Befehle erwählt.“

 

Wenn wir Seine Befehle erwählen, kommt Seine Hand uns zu Hilfe. Wenn wir Sein Wort erwählen, kommt uns Seine Hand, die Seine offenbarte Kraft präsentiert, zu Hilfe. Das ist die Kraft Seines Heiligen Geistes in Aktion. Seine Hand kommt uns zu Hilfe, wenn wir Sein Wort wählen.

 

Vor einigen Jahren hörte ich einmal eine Geschichte über eine Frau, die den Herrn von ganzem Herzen liebte. Sie war eine wahre Christin. Sie betete und verkündete treu Sein Wort. Sie wohnte in einem Appartementkomplex und der Eigentümer der Anlage wohnte direkt neben ihr. Er war kein

 

Christ und manchmal schikanierte er sie, weil er sie durch die Wand immer beten hörte. Sie hörte christliche Musik, sah sich im Fernsehen christliche Sendungen an, sang Lobpreislieder und betete. Und er verdrehte nebenan die Augen und dachte: „Nicht schon wieder!“ Er drehte die Lautstärke seines Fernsehers extra laut, um sie zu übertönen. Wenn er sie auf dem Flur traf, verhöhnte er sie  und machte sich über sie und ihren Glauben lustig. Eines Tages hörte er sie wieder einmal beten. Offensichtlich hatte sie nichts mehr zu essen und auch kein Geld, um sich etwas zu kaufen. Und sie betete nach Gottes Wort: „Himmlischer Vater, du hast versprochen, all meinen Mangel auszufüllen nach deinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus. Und Du sagst in Deinem Wort: Ich habe nie den Gerechten verlassen gesehen oder seinen Samen um Brot betteln, und Du sagst auch, dass Du Deine Hand auftust und alles, was lebt, sättigst. Gott, ich weiß, dass es Dein Wille ist, meine Not zu stillen und ich danke Dir, dass Du mir gemäß Deinem Wort Lebensmittel bringen wirst. Amen.“ Und er hörte zu. Da kam er auf eine Idee. Er würde sie drankriegen. Als er hörte, dass sie ihre Wohnung verließ, ging er nach unten auf den Markt und kaufte zwei Tüten Lebensmittel. Mit seinem Generalschlüssel ging er in ihre Wohnung, legte die Tüten auf den Küchentisch und wartete dann nebenan, bis sie nach Hause kam. Als sie hereinkam, pries und lobte sie Gott und dankte dem Herrn. Da stand er auf, ging hinüber und klopfte an ihre Tür. Als sie öffnete, sagte er: „Ha! Jetzt habe ich Sie. Sie glauben, Gott hätte Ihnen die Lebensmittel geschenkt, aber er hat nichts damit zu tun. Ich habe  sie Ihnen besorgt. Gott hat Ihr Gebet nicht erhört.“ Da sagte sie: „O doch, Gott hat mein Gebet erhört und mein himmlischer Vater hat mir diese Lebensmittel geschenkt, auch wenn er den Teufel dafür gebraucht hat.“ – Seien Sie nicht überrascht, wen Gott gebraucht.

 

Gut, der nächste Buchstabe ist das L. Er steht für listen – zuhören. Schlagen Sie Psalm 81 mit mir auf. Hier beklagt Gott die Dickköpfigkeit Seines Volkes und ihre Weigerung, auf Ihn zu hören.

 

Psalm 81:14-15

„O dass doch mein Volk mir gehorsam wäre, und Israel in meinen Wegen wandelte! Wie bald wollte ich ihre Feinde demütigen und meine Hand wenden gegen ihre Widersacher!“

 

Wenn wir in Schwierigkeiten sind, hat Gott uns normalerweise etwas zu sagen. In Psalm 40 lesen wir:

„Bin ich auch elend und arm – für mich sorgt der Herr, und er plant für mich.“ Er will uns Anleitung geben. Er will uns unseren Teil des Plans mitteilen, aber wir müssen zuhören. Und wenn wir das tun, werden sich die Dinge verändern.

 

Sehen wir uns noch schnell Jesaja, Kapitel 50 an. Ich will Ihnen einige prophetische Verse über Jesus zeigen. Sie deuten ganz klar auf Christus und Seinen Dienst hin und auf das, was Er durchmachte.  Ein Teil davon wird sogar mit Bezug auf Christus im Neuen Testament zitiert. Aber die Verse gelten auch für jeden Einzelnen von uns. Es sind nicht nur prophetische Verse, hier geht es um ein Prinzip. Jesaja 50. Passen Sie gut auf. Vers 4:

 

Jesaja 50:4-7

„Gott, der Herr, hat mir die Zunge eines Jüngers gegeben, damit ich den Müden mit einem Wort zu erquicken wisse. Er weckt Morgen für Morgen, ja, er weckt mir das Ohr, damit ich höre wie Jünger. Gott, der Herr, hat mir das Ohr geöffnet; und ich habe mich nicht widersetzt und bin nicht zurückgewichen. Meinen Rücken bot ich denen dar, die mich schlugen, und meine Wangen denen, die mich schlugen; mein Angesicht verbarg ich nicht vor Schmach und Speichel. Aber Gott, der Herr, wird mir helfen, darum muss ich mich nicht schämen; darum machte ich mein Angesicht wie einen Kieselstein, denn ich wusste, dass ich nicht zuschanden würde.“

 

Das deutet ganz offensichtlich auf Christus hin, wie Er betet – in Gethsemane und schon vorher, als Gott Ihm den Weg zeigte, den Er gehen musste. „Er hat meine Ohren geöffnet“ und es heißt: „Und ich bin nicht zurückgewichen. Ich habe gehorcht. Ich habe die Anweisungen befolgt. Meinen Rücken bot ich denen dar, die mich schlugen, und meine Wangen denen, die mich schlugen; mein Angesicht verbarg ich nicht vor Schmach und Speichel. Aber Gott, der Herr, wird mir helfen, darum muss ich mich nicht schämen.“ Und so machte Er Sein Angesicht hart wie einen Kieselstein, als Er nach Jerusalem ging. Er wusste, dass Er eine harte Zeit durchstehen musste, bevor der Plan Gottes sich verwirklichte.

 

Freunde, wenn Gott Ihnen Anweisungen gibt, wird Ihr Fleisch manchmal zurückschrecken, weil Sie erkennen, dass Ihnen harte Zeiten bevorstehen. Aber Sie können sicher sein: Wenn Sie gehorchen, bekommen Sie Hilfe von Gott und werden nicht beschämt. Manchen von Ihnen hat Gott bereits Anweisungen gegeben. Er hat Ihnen schon gesagt, was Sie tun müssen, aber Sie haben es nicht

 

getan. Aber hinausgezögerter Gehorsam ist nichts anderes als Ungehorsam. Tun Sie, was Er Ihnen sagt. Hier heißt es: „Er hat mir das Ohr geöffnet. Er sprach zu mir, und ich habe mich nicht widersetzt und bin nicht zurückgewichen. Ich habe befolgt, was Er gesagt hat. Das war eine harte Zeit, aber jetzt bin ich hindurch. Und Er hat mir geholfen.“ Und Gott will auch Ihnen helfen, wenn Sie nur tun, was Er sagt. Sie müssen auf Ihn hören.

 

Und schließlich das P wie pray – Sie müssen beten. Vertrauen Sie auf Gott und nicht auf Menschen und richten Sie Ihren Blick auf Seine Verheißungen. Aber Sie müssen dennoch beten und Gott Ihre Anliegen mitteilen, auch wenn es nur ein Hilfeschrei ist. In Psalm 72:12 heißt es: „Denn er wird den Armen retten, wenn er um Hilfe schreit, und den Elenden, der keinen Helfer hat.“

 

Es gibt eine nette Geschichte über König Joschafat, einen großen König von Juda. Sie steht in

1. Könige 18. Israel war in zwei Reiche gespalten, das Reich von Israel und das Reich von Juda. Juda hatte ein paar gute Könige, Israel hatte nie einen guten König. Sie waren alle bösartig, einer wie der andere, all die Jahrhunderte lang. Und Joschafat war zwar ein guter Mann, aber wie wir in der Bibel lesen, hatte er eine Schwäche: Er verbündete sich mit bösen Menschen. Und das tat er nicht nur einmal. Und der König von Israel wollte, dass Joschafat mit ihm gegen den König von Syrien in den Kampf zog. Und ein Prophet sagte Joschafat: „Geh nicht. Gott will das nicht.“ Aber er hörte nicht auf ihn und sagte: „Ich bin dabei.“ Und so zogen sie in den Kampf und der König von Israel sagte: „Ich habe eine Idee. Ich ziehe verkleidet in den Kampf, und du trägst einfach deine königliche Robe.“ Joschafat sagte: „Okay.“ Was er nicht wusste, war, dass der syrische König zu seinen Männern  gesagt hatte: „Tötet niemanden, außer den König von Israel.“ Als sie Joschafat in seiner Robe sahen, nahmen sie an, er sei der König von Israel. Sie wussten nicht, dass er der König von Juda war. Und  so setzten all die Wagenführer Joschafat nach. Als sie näher kamen, versuchte er ihnen zu entkommen. Jeden Moment konnten ihre glitzernden Speere durch die Luft fliegen und sich in seinen Rücken bohren. Da betete Joschafat. Sein Gebet lautete in etwa: „Hilfe! Gott, ich weiß, ich sollte nicht hier sein. Vergib mir. Hilfe!“ Und die Bibel sagt, Gott half ihm. Er lenkte die syrischen Krieger von ihm ab. Wir dienen einem Gott, der Gebete hört und beantwortet.

 

Ich will schließen, indem ich Ihnen etwas vorlese. Sie können mitlesen, wenn Sie wollen. Jesaja   41:10. Der Herr sagt: „… fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; sei nicht ängstlich, denn ich bin dein Gott; ich stärke dich, ich helfe dir auch, ja, ich erhalte dich durch die rechte Hand meiner   Gerechtigkeit! Siehe, beschämt und zuschanden werden alle, die gegen dich erzürnt sind; es werden zunichte und kommen um die Männer, die gegen dich kämpfen. Du wirst sie suchen, aber nicht finden, die Leute, die mit dir streiten; wie nichts und gar nichts werden die Männer, die gegen dich Krieg führen. Denn ich, der Herr, dein Gott, ergreife deine rechte Hand und sage dir: Fürchte dich nicht; ich helfe dir!“ Erwarten Sie Hilfe von Gott. Gott liebt Sie und Er will Ihnen helfen. Hier ist jemand, der verzweifelt ist wegen Seiner Kinder und nicht mehr weiterweiß. Gott kennt Ihre Situation und Er will Ihnen helfen. Jemand anderes hier hat keinen Job und wieder ein anderer hat eine schlechte  Nachricht vom Arzt bekommen. Auch Ihnen will Gott helfen.

 

Freunde, Gott ist bei uns. Er ist bei Ihnen. Der Psalmist sagte: „Wo sollte ich hinfliehen vor deinem Angesicht? Nähme ich Flügel der Morgenröte und ließe mich nieder am äußersten Ende des Meeres, du bist da. Machte ich das Totenreich zu meinem Lager, Gott, du bist da.“ Sie können der Gegenwart und der Liebe Gottes nicht entfliehen. Jesus sagte: „Ich werde dich nie verlassen, ich werde dich nie im Stich lassen. Siehe, ich bin bei euch bis an das Ende der Zeit.“ Jesus liebt Sie. Gott interessiert  sich für Sie und was auch immer Sie bisher erlebt oder gefühlt haben oder was Sie jetzt gerade fühlen

– es gibt einen Gott im Himmel, der Ihren Namen kennt und der Sie liebt. Und Er will Ihnen in Ihren derzeitigen Umständen helfen. Ich bete in Jesu Namen, dass alle, die mir jetzt gerade zusehen, eine Begegnung mit dem lebendigen Gott haben werden.

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