Innerlich gefestigt in unsicheren Zeiten – Bayless Conley

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Innerlich gefestigt in unsicheren Zeiten
03.04.2011
Pastor Bayless Conley

Wir leben in sehr unsicheren Zeiten. Doch, wissen Sie, wir können inmitten all dieser Unsicherheit innerlich gefestigt werden – Unsicherheit in der Wirtschaft, der Politik und sogar in der Familie. –

Wir können bestimmte Dinge tun und Anteil an Dingen haben, die Gott für uns vorbereitet hat, um innerlich gefestigt zu werden. Diese innere Festigkeit kann dann alle Lebensbereiche durchdringen.

Zuallererst muss aber unser Herz gefestigt werden. Wir werden uns gemeinsam mit Gottes Wort beschäftigen und darüber reden.

Ich möchte heute darüber sprechen, wie wir in unsicheren Zeiten innerlich gefestigt werden können.

Wir leben in einer sehr interessanten Zeit. Manche sind sehr verunsichert angesichts der Zukunft und der heutigen Geschehnisse. Es gibt politische Unruhen. In unserem Land und in vielen anderen Ländern ist die Wirtschaft unter Druck, ein Atomkrieg könnte ausbrechen. Denken Sie nur an die internationalen Krisenherde. Sie müssten in irgendeiner Höhle wohnen, um nicht zu merken, dass die allgemeine Lage sehr instabil ist und dass ein kleiner Funke eine gewaltige Explosion auslösen könnte. Nichts ist heute mehr so wie es früher war. Aber inmitten von Aufruhr und Unsicherheit möchte Gott, dass unsere Herzen gefestigt werden. Er möchte, dass wir innerlich fest und unerschütterlich sind, dass wir voller Hoffnung und Zuversicht daran festhalten, dass unsere Familien und auch unser Land durch Gottes Gnade in Zukunft stark und stabil bleiben, dass wir nicht voller innerer Unruhe und Angst sind und dass wir begreifen, dass diese täglichen Bedrängnisse nicht allein durch Gottes souveränes Wirken überwunden werden können. Natürlich muss Gott wirken, aber nicht nur Er! Die Bibel lehrt eindeutig, dass der Herr unsere Herzen festigt. In 1. Thessalonicher 3:13 steht ausdrücklich, dass der Herr unser Herz festigt. Im scheinbaren Widerspruch dazu steht die Aussage von Jakobus 5:8, dass wir unser Herz festigen müssen. Was stimmt jetzt? Wenn Gott unser Herz fest und unerschütterlich macht und wir es anderseits selbst tun, wer macht es denn wirklich? Gott oder wir selbst? Beide! Gott bewirkt es zweifellos, aber indem wir mit Ihm zusammenarbeiten. Es ist eine Zusammenarbeit im Sinne der Aussage im 1. Korintherbrief, dass wir Mitarbeiter Gottes sind.

Zwischen Gott und uns besteht eine Partnerschaft. Wir müssen, nachdem Gott bereits gehandelt hat, bestimmte Dinge tun und mit Ihm zusammenarbeiten, damit unsere Herzen gefestigt werden. Wissen Sie, früher oder später zeigt sich, dass die Erfahrungen, die jeder von uns im Leben macht, auf unser Innenleben zurückzuführen sind. Was im Innern geschieht, wirkt sich auf unsere Erfahrungen aus.

Deswegen wirkt Gott im Innern. Denn wenn Er nur die sichtbaren Probleme beseitigt – offenkundige Probleme treten auf, Gott greift ein und behebt sie. Gott sei Dank, dass Er Wunder tut und eingreift!

Aber wenn wir nicht die inneren Ursachen beheben, werden sich die gleichen Probleme wiederholen, weil wir bestimmte Dinge quasi anziehen, dieselben Fehler machen und dieselben Schritte gehen.

Ich möchte über vier Dinge sprechen, die wir tun müssen, damit wir trotz unsicherer Zeiten innerlich fest und unerschütterlich werden. Bitte schauen Sie sich mit mir, wenn Sie Ihre Bibel dabei haben,

1. Petrus, Kapitel 4 an. Wenn Sie mitschreiben, notieren Sie Folgendes: Als Erstes müssen wir begreifen, dass Prüfungen und Schwierigkeiten kommen, aber nicht ewig dauern. Prüfungen und Schwierigkeiten kommen, dauern aber nicht ewig. 1. Petrus 4:12. Dort steht:

1. Petrus 4:12

„Geliebte, lasst euch durch die unter euch entstandene Feuerprobe nicht befremden, als widerführe euch etwas Fremdartiges.“

Offenbar ist eine solche Prüfung unumgänglich: „Lasst euch durch die unter euch entstandene Feuerprobe nicht befremden.“ Ich möchte keine düsteren Prognosen abgeben, aber auch Sie werden heftige Prüfungen erleben. Sie sollten sich dann nicht wundern und denken: „Warum erlebe ich so etwas?“ Das ist ganz normal. Schauen wir uns 1. Petrus 5:8 an. Das gibt uns etwas mehr Klarheit.

Dort steht:

1. Petrus 5:8-10

„Seid nüchtern, wacht! Euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann. Dem widersteht standhaft durch den Glauben, da ihr wisst, dass dieselben Leiden sich an eurer Bruderschaft in der Welt vollziehen! Der Gott aller Gnade aber, der euch berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christus, er selbst wird euch, die ihr eine kurze Zeit gelitten habt, vollkommen machen, stärken – (sagen Sie: stärken) stärken, kräftigen, gründen.“

Gott ist dabei, uns vollkommen zu machen und zur Reife zu bringen. Er stärkt, kräftigt und gründet uns. Aber es heißt, dass Sie einige Höhen und Tiefen durchleben, bis Sie dahin gelangen. Es ist interessant, was Er über unseren Feind, den Teufel, sagt. Wussten Sie, dass weder Ihr Chef noch Ihre Schwiegermutter oder andere Menschen Ihre Feinde sind? Wir haben einen Feind, den Teufel.

Wir leben in einer gefallenen Welt. Es gibt einen abtrünnigen Geist, den Teufel, der böse Männer und Frauen beeinflusst. Uns muss klar sein, dass wir uns in einem geistlichen Kampf befinden. Ich gehöre nicht zu jenen, die den Teufel für alles verantwortlich machen. Ganz bestimmt nicht! Aber wenn Sie mitten in einem Kampffeld stehen, ohne es mitzubekommen, sind Sie extrem verwundbar. Die Bibel sagt, wir kämpfen nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen Mächte und Gewalten, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die geistigen Mächte der Bosheit in der Himmelswelt.

Uns wird gesagt, wir sollen die ganze Waffenrüstung Gottes anlegen, um an dem bösen Tag stehen zu können. Es ist die Rede davon, dass unsere Geschwister überall auf der Welt dieselben Leiden erleben und dass wir heftigen Prüfungen ausgesetzt sind – und wieder ist dabei vom Teufel die Rede.

Wir haben einen Widersacher. Er läuft umher und sucht nach Schwachpunkten, nach Möglichkeiten, um uns anzugreifen. Beachten Sie Folgendes: Er sagte: „Nachdem ihr eine kurze Zeit gelitten habt…“

Das griechische Wort bedeutet: Eine kurze Zeit, eine Weile, eine gewisse Zeit. Schwierigkeiten kommen. Seien Sie nicht überrascht. Aber Sie müssen wissen, dass sie nicht ewig bleiben.

Wenn Sie einen empfindlichen Magen haben und auf dem offenen Meer seekrank werden, dann meinen Sie, dass das Boot nie wieder anlegen wird. Wir machten einmal eine Bootstour mit einem unserer Mitarbeiter. Während der ersten halben Stunde war alles bestens. Dann wurde derjenige so grün im Gesicht wie die Algen am Meeresgrund und er meinte, der Tag würde niemals enden.

Aber wissen Sie was? Er endete doch. Und wenn Sie jetzt im Feuer einer Prüfung stehen, hören Sie:

Glauben Sie dem Wort Gottes. Sie wird nicht ewig dauern. Prüfungen und Schwierigkeiten sind temporär. Sie gehen vorüber!

Bitte schauen Sie sich mit mir 1. Thessalonicher 3:1 an. Paulus schreibt an Menschen, die durch ihn zum Glauben kamen und sagt:

1. Thessalonicher 3:1-5

„Weil wir es nicht länger aushielten, zogen wir es daher vor, allein in Athen zu bleiben, und sandten Timotheus, unseren Bruder, der Gottes Diener und unser Mitarbeiter am Evangelium von Christus ist, damit er euch stärke und euch tröste in eurem Glauben, damit niemand wankend werde in diesen Bedrängnissen; denn ihr wisst selbst, dass wir dazu bestimmt sind. Als wir nämlich bei euch waren, sagten wir euch voraus, dass wir Bedrängnisse (oder Probleme und Schwierigkeiten) erleiden müssten, und so ist es auch gekommen, wie ihr wisst. Darum hielt ich es auch nicht mehr länger aus, sondern erkundigte mich nach eurem Glauben, ob nicht etwa der Versucher euch versucht habe und unsere Arbeit umsonst gewesen sei.“

Paulus sagt: „Wir haben Timotheus zu euch geschickt, um euch zu stärken.“ Er machte sich Sorgen, dass manche unter ihnen aufgrund der Prüfungen und der Bedrängnisse mutlos werden könnten.

Er sagte: „Erinnert euch, wir haben gesagt, dass es so kommen würde. Wundert euch nicht darüber!“

Und er sagte: „Wir wollen herausfinden, ob ihr stark seid im Glauben, ob ihr die Prüfungen besteht, damit der Versucher euch nicht versucht.“ Der Versucher ist der Teufel. Interessanterweise spricht er hier wieder von unserem unsichtbaren Feind. Wissen Sie, warum? In schwierigen Zeiten – wenn Sie arbeitslos geworden sind, wenn es Spannungen in Beziehungen gibt – wird der Teufel Ihnen zuflüstern: „Wo ist denn jetzt dein Gott? Gott kümmert sich nicht um dich. Wenn Gott gut ist, warum passieren denn all diese Dinge? Wie könnte ein guter, liebender Gott solch ein Leiden zulassen?

Das bringt alles nichts. Du verschwendest deine Zeit, wenn du Ihm vertraust und in die Gemeinde gehst.“ Er ist zur Stelle, um Ihnen Dinge zuzuflüstern und um Sie zu versuchen, den Glauben zu verlieren oder während einer Prüfung an Gottes Güte zu zweifeln. Aber wissen Sie, Sie können gefestigt werden, wenn Sie verstehen: „Schwierigkeiten werden ganz bestimmt kommen, aber nicht für immer bleiben…“

Manche Menschen wurden in ihrem Glauben und auch in ihrem Innern durch die momentanen Ereignisse erschüttert. Vor ein paar Tagen spielte ich Golf. Ich ging alleine los und kam ein paar Löcher weit, lernte jemanden kennen und spielte mit ihm zusammen weiter. Wir sprachen miteinander und verstanden uns wirklich gut. Es entstand eine gewisse Vertrautheit. Es stellte sich heraus, dass er eine Baufirma besitzt, eine sehr große Baufirma. Sie hatten vor wenigen Jahren noch 1200 Mitarbeiter. Jetzt sind es nur noch 120. Er musste aufgrund der wirtschaftlichen Lage fast 900 Leute entlassen. Unsere Unterhaltung war wirklich sehr interessant. Ich erzählte ihm von ein paar Freunden.

Einer von ihnen, er war vor Kurzem hier, ist Tom Daschle. Er hat eine fantastische Gemeinde in Zimbabwe aufgebaut. Ich habe oft dort gedient und erinnere mich, dass 8 Zimbabwe Dollar damals einen US-Dollar wert waren. Kürzlich druckten sie einen Hundert-Trillionen-Dollar Schein, für den man drei Eier kaufen konnte. Etwa zwei Wochen darauf war er knapp die Hälfte wert. Man bekam noch ein Ei dafür. Am Monatsende war er wertlos. Unter diesen Bedingungen bauten sie eine erstaunliche Gemeinde. Das rückt die Dinge wieder ins rechte Licht.

Ich hatte ein gutes Gespräch mit diesem Mann, aber es zeigte mir wieder einmal, was hier momentan passiert. Aber wenn Sie sich darauf einstellen, dass Schwierigkeiten kommen und wissen: „Natürlich leben wir in einer gefallenen Welt. Wir haben einen Feind, den Teufel. Es funktioniert nicht alles so, wie Gott es ursprünglich geplant hat. Manches geht schief. Eines Tages wird Gott einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen.“ Wenn Ihnen das klar ist und wenn Sie diese Sicht haben – damit meine ich nicht, dass Sie abstumpfen und angesichts von Leid und Not gleichgültig werden, sondern erkennen, dass der Herr treu ist, dass Er uns schützen und bewahren kann, unabhängig davon, was um uns herum passiert – dann wird Ihr Herz gefestigt werden, egal, wie schlimm äußere Umstände auch sein mögen.

Ich sprach – ich komme auch gleich zu meinem nächsten Punkt – vor ein paar Jahren in einem bestimmten Land in Asien. Es gab dort einige extrem fanatische religiöse Gruppierungen, die das Land und das bestehende System durch Terrorismus verändern und gefügig machen wollten. Ich war einverstanden, in dieses Land zu fliegen und dort zu sprechen und bereitete mich auf die Abreise vor.

Während ich mich reisefertig machte, hörte ich in den Nachrichten, dass wenige Kilometer von unserem Versammlungsort, an dem ich sprechen sollte, eine dieser fanatischen Gruppen mehrere internationale Geiseln genommen hatte, von denen sie später einige töteten. Aber ich flog los und fuhr dorthin. All das geschah in etwa 30 Kilometer Entfernung von dem Gebäude, wo ich sprach. Soldaten lieferten sich Kämpfe mit der religiösen Guerilla-Gruppe. Schließlich nahmen Regierungstruppen das Lager der Terroristen ein. Bomben explodierten und dergleichen mehr. Einige Gläubige kamen zu dieser Konferenz, um meine Predigten zu hören und mussten durch dieses Gebiet hindurch. Sie fuhren auf den Straßen und reisten durch die Gebiete, in denen die Hochburgen der Terroristen waren. Ich sprach mit ihnen und fragte sie: „Wie konntet ihr das tun?“ Sie sagten: „Wir wollten dich unbedingt predigen hören.“ Manche nahmen eine fünftägige Anreise in Kauf! Ich fragte: „Hattet ihr keine Angst? Ihr seid mitten durch dieses Gebiet gefahren – das war eine lebensgefährliche Fahrt!“

Sie sagten nur: „Pastor, Gott kümmert sich um uns.“ Das klang alles andere als anmaßend. Weisheit ist das Wesentliche und Glaube muss in göttliche Weisheit eingebettet sein. Glaube ist nicht das Wesentliche, sondern Weisheit. Sie sagten im Grunde: „Wir hatten den Eindruck, dass es Gottes Wille ist, dass Gott uns gerufen hat, hierher zu kommen, weil wir in dieser Konferenz etwas empfangen sollten, was wir für unser künftiges Leben und unseren Dienst brauchen.“ Ich fragte: „Werdet ihr wieder durch diese Gebiete fahren?“ Sie sagten: „Ja, Pastor, Gott kümmert sich um uns.“ Sie lächelten und waren glücklich – innerlich gefestigt in sehr unsicheren Zeiten. Auch wir können innerlich gefestigt werden.

Als Erstes müssen wir wissen, dass Probleme und Prüfungen kommen, aber nicht ewig dauern werden.

Zweitens muss uns klar sein, dass auch der König der Könige kommen wird. Nicht nur Probleme werden kommen, Jesus wird kommen – und Er wird bald kommen. Schauen Sie sich mit mir Jakobus, Kapitel 5 an. Ich möchte mehr auf Jesus als auf die Probleme sehen. Jakobus 5:7. Schauen Sie es sich an.

Jakobus 5:7 „Habt nun Geduld, Brüder, bis zur Ankunft des Herrn! Siehe, der Bauer wartet auf die köstliche Frucht der Erde und hat Geduld ihretwegen, bis sie den Früh- und Spätregen empfange.“

Ich möchte hier stoppen. Warum kam Jesus bisher nicht wieder? Weil Gott auf die köstliche Frucht der Erde wartet. Das ist die Frucht Indonesiens, die Frucht Ghanas, die Frucht Frankreichs, die Frucht Ägyptens, die Frucht Nepals und Tibets, Indiens, die Frucht Australiens und der Pazifischen Inseln, die Frucht Nordamerikas und die Frucht Südamerikas. Er wartet auf die kostbare Frucht der Erde, bis sie den Früh- und Spätregen empfange. Der Früh und Spätregen bezieht sich auf zwei Regenperioden in Israel. Die erste Regenperiode macht den Boden weich, damit er den Samen aufnehmen kann und damit die Bedingungen zum Pflanzen optimal sind. Die zweite Regenperiode, der Spätregen, setzt ein, kurz, bevor die Ernte reif ist. Dadurch kann alles voll ausreifen, damit die Ernte ertragreich wird. Beides ist nötig. Beides ist ein Bild für den Einfluss und die Ausgießung des Heiligen Geistes. Der Heilige Geist kommt und bewirkt, dass menschliche Herzen für den Samen des Wortes Gottes empfänglich werden, dass sie wirklich zuhören und es durchdenken. Dann wirkt er erneut und sorgt dafür, dass sie ausreifen und bereit sind, zu beten und Jesus anzunehmen.

Wissen Sie, das Wirken und die Ausgießung des Heiligen Geistes hängen nicht allein von Gott ab.

Das geschieht auf Gebet hin. Das sehen Sie im Verlauf des Kapitels, wo von Elia die Rede ist. Das Thema bleibt dasselbe. Es heißt, dass Elia ein Mann war, der dieselben Empfindungen hatte wie auch wir. Aber er betete und der Himmel spendete den Regen und die Erde brachte Frucht hervor. In Sacharja, Kapitel 10 – davon steht übrigens kein Wort in meinem Konzept – in Sacharja, Kapitel 10 heißt es: „Bittet den Herrn um Regen zur Zeit des Spätregens, und Er wird Regen geben.“ Der Heilige Geist wirkt auf unser Gebet hin. Wir brauchen das. Ohne Regen gibt es keine Ernte. Aber wenn wir nicht säen, werden wir auch nichts ernten. Wir müssen den unvergänglichen Samen des Wortes Gottes aussäen. Wir brauchen Arbeiter, die den Samen aussäen und wir brauchen Menschen, die beten. Und wenn wir beten und den Samen aussäen, können wir eine Erweckung erleben, eine Ernte.

Aber das ist ein anderes Thema.

Er wartet also auf die köstliche Frucht der Erde, bis sie den Früh- und Spätregen empfängt. Das bedeutet, dass Gottes Volk anfangen muss, zu beten. Vers 8.

Jakobus 5:8 „Habt auch ihr Geduld, stärkt eure Herzen! Denn die Ankunft des Herrn ist nahe gekommen.“

Habt Geduld, stärkt eure Herzen. Seid treu. Haltet Kurs, vertraut weiterhin fest auf Gott, denn Jesus kommt bald. Wenn wir diese Tatsache ständig im Blick behalten, wird das dazu beitragen, dass wir innerlich gefestigt werden, egal, ob wir gerade Prüfungen oder Überfluss erleben. Wissen Sie, vor ein paar Jahren setzte ich mich in mein kleines Allradfahrzeug und fuhr ein paar Tage in die Berge, um zu beten. Ich hatte eine sehr gute Zeit! Ich war drei Tage allein vor Gott. Ich fand eine schmale Straße – wahrscheinlich ein Wirtschaftsweg, der aber nicht mehr genutzt wurde. Ich dachte: „Super, wie geschaffen für ein Allradfahrzeug! Klasse!“ Ich bog in den Weg ein und meine Höchstgeschwindigkeit betrug etwa 2-3 Kilometer pro Stunde. Je weiter ich kam, umso schmaler wurde der Weg. Nach einer Weile hing ein Rad fast über dem Abgrund. Ein paar Mal musste ich aussteigen und auf der anderen Seite nachschauen, ob ich nicht zu nah am Abgrund bin. Ich musste Steine wegkicken und Geröll aus dem Weg räumen, um durchfahren zu können. Ich fuhr stundenlang auf diesem Weg. Ich fuhr immer weiter und dachte: „Hier kann ich nirgends drehen. Ich weiß nicht, ob ich den ganzen Weg rückwärts zurücklegen kann.“ Ich fuhr vier Stunden den Weg entlang, aber es machte Spaß. Es war holperig.

Ich kam langsam voran und musste mehrmals aussteigen, um Gehölz, Unrat und Geröll wegzuräumen und manchmal musste ich sogar erst Dinge frei legen, um sie wegräumen und dann weiterfahren zu können. Ich dachte die ganze Zeit: „Was mache ich nur, wenn ich nicht drehen kann?“

Aber gegen Abend kam ich schließlich an das Ende der Schlucht. Dort war ein wunderschöner Bach.

Jemand angelte dort. Ich dachte: „Das ist einfach super!“ Dann durchquerte ich mit meinem Allradfahrzeug den Bach und entdeckte eine befestigte Straße! Ich fragte den Angler: „Wo bin ich?“

Er sagte mir, dass ich gut sechzig Kilometer von meinem Ausgangspunkt entfernt bin. Ich erkundigte mich nach dem Weg und fuhr gemütlich auf der befestigten Straße zurück – ohne Hindernisse und drohende Abgründe – ohne das geringste Problem.

Manchmal ist es im Leben so, dass wir nur mühsam und langsam vorankommen und dass es manchmal sogar gefährlich ist – ein Hindernis nach dem anderen, ein zähes Ringen. In solchen Phasen lassen sich manche entmutigen. Die Belastung und die Schwierigkeiten werden unerträglich. Wissen Sie, wenn Sie sich vergegenwärtigen, dass schon bald, und es kann sehr bald sein, ein Weg zu sehen sein wird – ein Weg ohne Hindernisse und Prüfungen, ein Weg ohne Tränen und Trauer, ein Weg, der Sie den Schmerz des Verlustes und den Kummer jeder Tragödie vergessen lässt, ein Weg, den nur Gerechte betreten können, ein Weg des Friedens und der Freude, ein Weg, der uns in die Gegenwart Gottes führt, ein Weg, wo der Himmel die Erde berührt bei der Wiederkehr des Herrn Jesus Christus.

Ich bin überzeugt, dass Jesus bald wiederkommt. Ganz egal, was in meinem Leben und in meinem Umfeld geschieht. Der, der Himmel und Erde geschaffen hat, der alle Dinge durch Sein machtvolles Wort erhält, kommt meinetwegen. Und Er kommt wegen aller Seiner Kinder. Wenn Sie das vor Augen haben, werden Sie innerlich nicht wanken, ob Sie Prüfungen, Segen oder Wohlstand erleben und Sie werden nicht durch den Betrug des Reichtums oder die Liebe zu diesseitigen Dingen aus der Bahn geworfen werden. Zu wissen, dass wir bald vor Ihm stehen werden – schauen Sie sich dazu Vers 9 an – kann uns eine gute Mahnung sein. Jakobus 5:9.

Jakobus 5:9 „Klagt nicht übereinander, Brüder, damit ihr nicht gerichtet werdet! Siehe, der Richter steht vor der Tür.“

Liebe Freunde, der Richter steht vor der Tür. Sich zu vergegenwärtigen, dass Jesus bald wiederkommt, kann uns nicht nur helfen, einen geraden Kurs zu verfolgen, sondern es kann unser Herz festigen. Ich bin hier auf der Erde nur auf der Durchreise. Ich wohne nicht auf Dauer hier.

Der Himmel und eine Ewigkeit bei Gott warten auf mich und auf alle, die an den Sohn Gottes, Jesus Christus, geglaubt haben. Heutzutage wird nicht oft darüber gesprochen, das ist jedenfalls mein Eindruck, dass der König wiederkehrt. Aber, liebe Freunde, Er wird wiederkommen und für Gerechtigkeit sorgen. Und von jetzt an bis zu Jesu Wiederkunft – es mögen 15 Minuten, 15 Tage, fünfzehn Monate oder fünfzehn Jahre sein – können wir fest, sicher und beständig in all unseren Wegen sein. Ich glaube, wir können Menschen in unserem Umfeld stärken. Wir werden dieses Thema in der kommenden Woche fortsetzen. Das sollten Sie auf keinen Fall verpassen. Ich möchte Ihnen noch kurz sagen, dass Gott Sie liebt. Er ist nicht böse auf Sie. Er sandte Seinen Sohn, um für Sie zu sterben. Und wenn Er Seinen Sohn für Sie gab, wie sollte Er Ihnen mit Ihm nicht auch alles andere schenken.

Ich möchte über vier Dinge sprechen, die wir tun müssen, damit wir trotz unsicherer Zeiten innerlich fest und unerschütterlich werden. Als Erstes müssen wir begreifen, dass Prüfungen und Schwierigkeiten kommen, aber nicht ewig dauern.

Wir leben in sehr unsicheren Zeiten. Es gibt politische Umwälzungen und wirtschaftliche Unsicherheit. Aber wissen Sie, unsere Herzen können gefestigt werden und unser Leben soll von unserem Herzen her gelebt werden. Wenn wir innerlich gefestigt und stabil sind, kann unser ganzes Leben in Ordnung kommen. Das fängt in unserem Innern an. Wir sprachen bereits darüber und werden das Thema heute fortsetzen. Falls Sie eine Bibel haben, nehmen Sie sie zur Hand. Das kann Ihnen wirklich helfen. Es kann ein wichtiger Anstoß sein. Sie sollten sich nichts von der der heutigen Predigt entgehen lassen: „Innerlich gefestigt in unsicheren Zeiten“.

Zweitens muss uns klar sein, dass auch der König der Könige wiederkommen wird. Nicht nur Probleme werden kommen, Jesus wird kommen – und Er wird bald kommen. Schauen Sie sich mit mir Jakobus, Kapitel 5 an. Ich möchte mehr auf Jesus als auf die Probleme sehen. Jakobus 5:7. Schauen Sie es sich an.

Jakobus 5:7 „Habt nun Geduld, Brüder, bis zur Ankunft des Herrn! Siehe, der Bauer wartet auf die köstliche Frucht der Erde und hat Geduld ihretwegen, bis sie den Früh- und Spätregen empfange.“

Vers 8.

Jakobus 5:8 „Habt auch ihr Geduld, stärkt eure Herzen! Denn die Ankunft des Herrn ist nahe gekommen.“

Habt Geduld, stärkt eure Herzen. Seid treu. Haltet Kurs, vertraut weiterhin fest auf Gott, denn Jesus kommt bald. Ganz egal, was in meinem Leben und in meinem Umfeld geschieht. Der, der Himmel und Erde geschaffen hat, der alle Dinge durch Sein machtvolles Wort erhält, kommt wegen mir. Und Er kommt wegen aller Seiner Kinder. Wenn Sie das vor Augen haben, werden Sie innerlich nicht ins Schlingern geraten, ob Sie Prüfungen, Segen oder Wohlstand erleben und Sie werden nicht durch den Betrug des Reichtums oder die Liebe zu diesseitigen Dingen aus der Bahn geworfen werden. Zu wissen, dass wir bald vor Ihm stehen werden – schauen Sie sich dazu Vers 9 an – kann uns eine gute Mahnung sein. Jakobus 5:9.

Jakobus 5:9 „Klagt nicht übereinander, Brüder, damit ihr nicht gerichtet werdet! Siehe, der Richter steht vor der Tür.“

Er wird als Richter zurückkehren. Wir werden über unser Leben Rechenschaft ablegen müssen – das müssen wir bedenken. Ich denke, alle momentanen Ereignisse bestätigen, dass Jesus bald wiederkommt. Die Bibel sagt im Römerbrief, dass die ganze Schöpfung in Wehen liegt und darauf wartet, dass die Söhne Gottes offenbar werden. Die ganze Erde versucht, uns etwas zu sagen. Wir müssen aufwachen und die Zeichen der Zeit anschauen. Die Jünger fragten Jesus in Matthäus 24: „Was wird das Zeichen deiner Ankunft sein?“ Er antwortete und sagte: „Falsche Religionen werden um sich greifen. Falsche Propheten werden viele Menschen verführen. Viele werden von falschen Religionen angezogen werden. Menschen werden sich fälschlich als Christus oder als Propheten ausgeben.“ Er sagte: „Ihr werdet von Kriegen und Kriegsgerüchten hören. Ein Land wird sich gegen das andere erheben.“ Mit anderen Worten, es wird mehr und mehr militärische Konflikte geben. Es wird Hungersnöte, Seuchen, Epidemien und viele Erdbeben geben. Und dann sagte Er: „Und das Evangelium vom Reich Gottes wird auf der ganzen Welt gepredigt werden.“ Genaugenommen in jeder Volksgruppe, die es gibt. „Und dann wird das Ende kommen.“

Neulich erzählte ich Folgendes bei einer Konferenz. Ich habe einen Freund namens Bernie May. Bernie gehörte zu den Menschen – und das habe ich wenige Male in meinem Leben getan – derentwegen ich betete und sagte: „Gott, ich würde diesem Mann gerne begegnen. Könntest Du irgendwie dafür sorgen, dass ich ihn treffe und ihn kennenlerne? Er ist mir ein großes Vorbild.“ Als ich dieses Gebet sprach, war er der Präsident der Wycliffe-Bibelübersetzer. Ich hatte Gelegenheit, ihn kennenzulernen. Bernie und ich sind jetzt Freunde. Kürzlich habe ich mit ihm telefoniert. Dabei erzählte er mir etwas – er gründete eine weitere Institution für Bibelübersetzung. Er sagte mir: „Bayless, ich liebe Wycliffe. Sie machen eine sehr gute Arbeit, aber mir wurde klar, dass sie mit ihren Methoden weitere 150 Jahre brauchen würden, um die Bibel in alle Sprachen der Welt zu übersetzen, damit jeder Volksgruppe ein Teil des Neues Testamentes in seiner Muttersprache zur Verfügung steht.“ Er sagte: „Also gründeten wir die Seed Company.“ Sie gehen anders vor. In den letzten zehn Jahren haben sie weitere 600 Sprachen erschlossen. Bernie ist meiner Meinung nach – und mit dieser Einschätzung bin ich nicht alleine – derjenige, der den besten Überblick darüber hat, welchen Volksgruppen eine Übersetzung des Neuen Testaments vorliegt. Und er sagte: „Bayless, zum ersten Mal in der Geschichte wird innerhalb der nächsten 10-15 Jahre jede ethnische Gruppe, jede Volksgruppe auf der Erde, einen Teil der Bibel in ihrer Muttersprache haben.“ Ist Ihnen klar, was das bedeutet und was für ein prophetisches Zeichen das ist? Keine der Generationen vor uns hat das auch nur im Entferntesten, auch nur ansatzweise, erlebt. Und in unserer Generation wird es so weit sein. Jesus sagte: „Das Evangelium vom Reich Gottes“, – das war das letzte Zeichen, das Er erwähnte. „Dieses Evangelium vom Reich Gottes wird in jeder Volksgruppe gepredigt werden und dann wird das Ende kommen.“ Und dann sagte Er Folgendes: „So sollt auch ihr, wenn ihr dies alles seht, erkennen, dass er nahe an der Tür ist.“ Siehe, der Richter steht an der Tür. Jesus kommt bald. Halleluja! Das wird Sie innerlich festigen.

Gut, der dritte Punkt. Insgesamt sind es vier. Das Dritte, was uns innerlich festigt und uns in unsicheren Zeiten unerschütterlich macht, sind Beziehungen – Gemeinschaft mit anderen Gläubigen. Wissen Sie, in Hebräer 10:25 steht:

Hebräer 10:25
„Indem wir unser Zusammenkommen nicht versäumen, wie es bei einigen Sitte ist, sondern einander ermuntern, und das umso mehr, je mehr ihr den Tag herannahen seht!“

Wenn wir die Zeichen der Zeit und die Erfüllung der biblischen Prophetien und Anzeichen auf der Erde dafür sehen, dass der Herr wiederkommt, dann müssen wir uns umso häufiger versammeln, uns nicht zurückziehen, sondern zusammentun. Wir werden gestärkt, wenn wir verbindliche Beziehungen zu Christen haben und zu einer Gemeinde gehören. Schauen Sie sich mit mir bitte Römer, Kapitel 1 an.

Römer 1:11. Paulus sagt dort Folgendes:

Römer 1:11-12 „Denn mich verlangt danach, euch zu sehen, damit ich euch etwas mitteile an geistlicher Gabe, um euch zu stärken, das heißt, damit ich zusammen mit euch getröstet werde durch euren und meinen Glauben, den wir miteinander haben.“

Es passiert etwas, wenn sich Menschen versammeln und zusammentun, die das Gleiche glauben.

Sie werden innerlich gegründet, gestärkt und gefestigt. Auch heute werden Dinge weitergegeben.

Paulus sagt: „Ich sehne mich danach, euch zu sehen, damit ich euch etwas weitergeben kann, was euch stärken wird.“ Wenn wir miteinander Gemeinschaft haben, zusammen beten, Freundschaften schließen, Gottes Wort hören und Gott gemeinsam anbeten, werden wir ermutigt und gefestigt.

Als in Apostelgeschichte, Kapitel 4, Probleme auftraten und den Gläubigen gedroht wurde, sagt die Bibel, gingen sie zu der versammelten Gemeinde. Sie suchten sofort andere Gläubige auf, als Gegenwind aufkam. Ich möchte Ihnen sagen: Halten Sie Kontakt. Allen einsamen Wölfen sage ich: Suchen Sie Kontakt und bleiben Sie dran. Sie brauchen das, was wir haben. Tatsache ist, dass auch wir brauchen, was sie haben. Das wird Sie in unsicheren Zeiten innerlich festigen.

Schauen Sie sich mit mir 2. Chronik 20 an. Ich komme jetzt gleich zum vierten und letzten Bereich.

2. Chronik 20. Wir müssen Gottes Verheißungen glauben. Obwohl das simpel klingt, müssen wir es dennoch hören. Joschafat und die Bewohner Jerusalems sind in großer Not. Einige Länder haben sich gegen Juda und Jerusalem verbündet und es sieht ziemlich übel aus. Ein Mann Gottes steht auf und gibt ihnen durch den Geist Gottes eine Prophetie. In Vers 17 sagt er:

2. Chronik 20:17

„Nicht ihr werdet dabei kämpfen müssen. Tretet hin, steht und seht die Rettung des Herrn, die er euch verschafft, Juda und Jerusalem! Fürchtet euch nicht und seid nicht niedergeschlagen! Zieht ihnen morgen entgegen, und der Herr wird mit euch sein!“

Gut, sie mussten nicht kämpfen, sollten aber doch handeln. Sie mussten vielleicht nicht kämpfen, mussten sich aber gegen die Angst wehren, ihren Platz einnehmen und hinausgehen. Glaube drückt sich immer durch Taten aus. Beachten Sie, welche Anweisungen König Joschafat angesichts der Weissagung gibt. 2. Chronik 20:20.

2. Chronik 20:20

„Und sie machten sich des Morgens früh auf und zogen aus zur Wüste Tekoa. Und bei ihrem Auszug trat Joschafat hin und sagte: Hört mir zu, Juda und ihr Bewohner von Jerusalem! Glaubt an den Herrn, euren Gott, dann werdet ihr bestehen! Glaubt seinen Propheten, dann wird es euch gelingen!“

Wissen Sie, in Jesaja 7:9 steht:
„Wenn ihr nicht glaubt, werdet ihr keinen Bestand haben.“

Glauben Sie Seinen Verheißungen!

Als ich klein war – ich denke, ich habe das in all den Jahren hier in der Gemeinde erst einmal erzählt – war ich bei meinem Freund Brent, der ein paar Straßen weiter wohnte. Ich war zum ersten Mal bei Brent zuhause. Wir waren beide noch klein. Ich war etwa fünf. Ich war mit dem Fahrrad zu ihm gefahren und wir spielten mit einem kleinen Flipper-Spiel Flipper. Sein Vater war ein stattlicher Mann, besonders aus der Sicht eines Fünfjährigen. Sein Vater war sehr groß. Er kam ins Zimmer und sah, dass ich Flipper spielte. Er richtete nur folgende Worte an mich: „Wenn du das Spiel kaputt machst, breche ich dir das Genick!“ Er drehte sich um und verließ den Raum. Ich schaute zu Brent hinüber und sagte: „Können wir etwas anderes machen?“ Er sagte: „Ja, komm, wir gehen in die Garage.“ Also gingen wir in die Garage. Sein Vater hatte jede Menge schöne Werkzeuge, alles hatte seinen Platz.

Er hatte seine Sägen, seine Beitel, seine Bohrmaschine und alles andere an der Werkzeugwand angeordnet. Und mein Freund Brent nahm sich eine kleine Laubsäge. Er sagte: „Komm, wir sägen ein bisschen.“ Er spannte ein Stück Holz in einen Schraubstock und sägte etwas aus. Er sagte: „Probiere du es mal, Bayless.“ Ich sagte: „Okay!“ und zerbrach das Sägeblatt. Wenn er mir schon den Hals umdrehen wollte, falls ich das kleine Spiel aus Plastik kaputt machen würde, was nun, nachdem ich seine Säge kaputt gemacht hatte? Ich sagte Brent: „Ich muss los!“ Ich sage Ihnen, ich sprang auf mein Fahrrad wie John Wayne auf sein Pferd. Ich raste so schnell ich konnte nach Hause. Ich rannte ins Haus. Ich weinte. Ich erinnere mich, dass ich mich in meinem Zimmer in einer Ecke zusammenkauerte. Mein Papa kam herein, sah dass ich weinte und fragte: „Was ist los?“ Er sah, dass ich total verängstigt war. Ich dachte damals als Fünfjähriger, dass dieser Mann mich umbringen würde. Ich dachte wirklich, er würde mir den Hals umdrehen. Ich erzählte meinem Papa schluchzend, dass ich bei Brent gewesen war und dass sein Vater mir den Hals umdrehen würde, weil ich seine Säge ruiniert hatte. Papa sagte nur: „Keine Sorge, mein Sohn. Komm mit, ich kläre das. Komm, wir gehen zu Brent.“ Also marschierte ich wieder zurück – hinter meinem Vater her. Er bat Brents Vater, zur Tür zu kommen und sagte: „Sie wollen also meinem Sohn den Hals umdrehen?“ Papa bügelte die Sache aus und Brent und ich gingen spielen. Aber wissen Sie, sobald ich Papas Zusage hatte – alles klar, Juhu! Mein kleines ängstliches Herz kam plötzlich zur Ruhe. Papa sagte, er würde das klären.

Papa sagte, er kümmert sich um mich. Wissen Sie, Ihr Papa sagte: „Keine Angst, du kleine Herde.

Euer Vater hat Wohlgefallen daran, euch Sein Reich zu geben.“ Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes, dann wird euch alles andere hinzugefügt werden. Niemand kann euch aus Seiner Hand reißen.

Es gibt Verheißungen, die auf Ihre Situation zutreffen – was immer Sie gerade durchmachen. Trost wird verheißen, Versorgung, Heilung, Führung, Schutz und Frieden. Finden Sie sie, nehmen Sie sie in Anspruch, sinnen Sie über die Verheißungen nach und handeln Sie dementsprechend. So wird Ihr instabiles Innenleben gefestigt werden.

Aber viele Menschen kriegen das nicht wirklich hin. Obwohl sie manchmal eine Verheißung haben und denken: „Okay, ich glaube das wirklich. Oh, ich spüre es regelrecht. Ich habe Glauben. Oh, die Gefühle sind weg! Ich habe doch keinen Glauben. Ich habe keinen Glauben. Moment mal! Ich hab’s! Ich hab’s! Ich glaube! Ich glaube! Ich glaube! Spielt jetzt bloß kein anderes Lied! Ich glaube!“ Sie wissen nicht wirklich, worum es geht. Normalerweise ist es ein Prozess. Psalm 1 spricht über einen Menschen, der Freude an Gottes Wort hat und Tag und Nacht über Sein Gesetz nachsinnt. Es heißt, er gleicht einem Baum, der am Wasser gepflanzt wurde. Er bringt unaufhörlich Frucht. Seine Blätter verwelken nicht. Gepflanzt sein beinhaltet Stabilität. Aber zuvor sann er über Gottes Gesetz nach, er sann Tag und Nacht über Gottes Wort nach. Sie entdecken eine Verheißung Gottes, das ist zunächst eine Information. Dann setzt ein Prozess ein.

Manchmal bekommt jemand sofort Klarheit und glaubt der Verheißung, sobald er sie hört, aber normalerweise ist das ein Prozess – Information, Nachsinnen, Offenbarung, Aktion und Erfüllung.

Und wenn Sie die Zwischenstufen überspringen, wird sich nie eine Verheißung erfüllen.

Information: Sie entdecken eine Verheißung Gottes. Sie müssen darüber nachsinnen, so wie Gott Josua geboten hat: „Sinne Tag und Nacht über Gottes Gesetz nach, denn dann wirst du auf deinen Wegen zum Ziel gelangen, und dann wirst du Erfolg haben.“ Das hebräische Wort für „nachsinnen“ bedeutet: etwas von allen Seiten anschauen, darüber brüten, etwas bedenken oder durchdenken.

Es bedeutet buchstäblich: immer wieder aussprechen. Es ähnelt am ehesten – und das ist etwas eklig – dem Prozess des Wiederkäuens einer Kuh. Sie kaut auf etwas herum, schluckt es hinunter, würgt es wieder hoch, kaut erneut darauf herum, schluckt es hinunter, würgt es hoch und kaut weiter darauf herum. So sollen wir mit dem Wort Gottes umgehen. Oder auch – darauf herumkauen wie ein Hund auf seinem Knochen. Genauso sollen wir mit Gottes Wort umgehen.

Wissen Sie, meine Mutter, die übrigens heute Abend, vielmehr heute früh, hier ist – bei gedämpfter Beleuchtung denke ich immer, dass es Abend ist – meine Mutter schenkte unserem Sohn Spencer, der heute auch hier ist, etwas Besonderes. Entweder zum Geburtstag oder zu Weihnachten schenkte sie ihm eine Maschine zum Polieren von Steinen. Und wir dachten: „Absolut super! Eine gute Idee! Ein tolles Geschenk!“ Ein Beutel mit unscheinbaren, hässlichen Steinen wurde mitgeliefert. Ich dachte: „Mama, was für ein tolles Geschenk!“ – bis ich die Gebrauchsanleitung las. Man legte die Steine in eine kleine Trommel und gab etwas Wasser dazu. Dann musste man noch ein Granulat aus Metallspänen hineintun. Man schloss die Trommel, befestigte sie in der Maschine und musste sie zwei Wochen laufen lassen. Leider war sie fürchterlich laut! Die Steine wurden ständig umgewälzt. Sie lief und ich dachte: „Zwei Wochen? Da hast du uns was eingebrockt!“ Na gut, wir wollten die Steine polieren. Es war so schlimm, dass ich sie nach draußen stellte. Alle Nachbarn wollten, dass wir umziehen – wirklich wahr! Leute besuchten uns und fragten sofort: „Was ist das für ein Geräusch?“

Nachts zog ich das Kopfkissen über die Ohren, um schlafen zu können. Und das ging zwei Wochen lang so! Endlich war die Zeit um. Ich sah mir die Anleitung an und sah einen zweiten Beutel mit Granulat, das aus feineren Metallspänen bestand. Es hieß: „Geben Sie die feineren Späne in die Trommel und lassen Sie sie weitere zwei Wochen laufen.“ Ich dachte darüber nach, wer mich wohl adoptieren würde und war etwas sauer auf meine Mutter. Die Anleitung besagte: „Lassen Sie sich nicht entmutigen, Mutter Natur braucht Millionen Jahre dafür.“ Das hat mich nicht sonderlich ermutigt.

Dann gab es noch einen dritten Beutel Granulat für die nächsten zwei Wochen. Und dann noch einen letzten – immerhin, dafür war nur noch eine Woche nötig! Sieben Wochen lang lief das Ding und polierte die Steine. Ich war sehr froh, als es endlich vorbei war! Spencer und ich holten die kleine Trommel heraus und schraubten sie auf. Wir kippten die Steine aus und wuschen sie ab. Ich konnte es kaum fassen! Diese unscheinbaren, hässlichen Steine waren wunderschön! Sie leuchteten, das Licht brach sich in einigen und wir sahen Nuancen und Farben, die wir nie zuvor gesehen hatten.

Sie sahen großartig aus! Einfach erstaunlich! Wir machten daraus Schmuck für meine Mutter.

Wissen Sie, das geschieht beim Nachsinnen. Sie nehmen das Wort Gottes in Ihr Inneres auf – und es sagt Ihnen vielleicht nicht viel. „Mein Gott aber wird allen euren Mangel ausfüllen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus.“ Oder: „Wahrlich, er nahm unsere Krankheiten auf sich und trug unsere Schmerzen und durch seine Wunden sind wir geheilt.“ Oder auch: „Der Gott des Friedens aber wird in Kürze den Satan unter euren Füßen zertreten.“ Was es auch sein mag, wenn Sie „die Trommel anwerfen“ und über die Aussagen nachdenken und sie aussprechen, werden diese Verse, die Ihnen zuvor wenig bedeuteten, bald vor Wahrheit und Einblicken funkeln und Sie werden in ihnen Dinge sehen, die Sie nie zuvor entdeckten!

Aus der Information wird durch Nachsinnen Offenbarung. Und das natürliche Nebenprodukt – so natürlich wie Ihre Atmung oder Ihr Herzschlag – das natürliche Nebenprodukt der Offenbarung ist ein geändertes Verhalten – ohne dass man großartig darüber nachdenkt, fast automatisch. Unser Verhalten führt zur tatsächlichen Veränderung.

Viele Menschen möchten, dass die Information im Handumdrehen konkrete Veränderung herbeiführt.

„Ich habe keine Zeit für all die anderen Dinge.“

Glauben Sie an Gottes Verheißungen. Manchmal erleben wir, dass uns Dinge blitzartig klar werden, aber normalerweise ist Gottes Handeln immer ein Prozess. Das gilt auch für den Umgang mit Gottes Verheißungen. Hören Sie: Gottes Wort wird Sie in unsicheren Zeiten mehr stärken als alles andere.

Himmel und Erde werden vergehen, aber Sein Wort wird nicht vergehen. Nationen werden sich erheben und zerfallen. Das einzig Beständige in unserer Welt, das sich ständig verändert, ist das Wort Gottes. Es macht die Verzagten kühn und gibt den Fragenden Klarheit.

Ich sage Ihnen: Immer, wenn ich in meinem Leben Schwierigkeiten und Prüfungen zu bewältigen hatte – und das war häufig der Fall – es gab Zeiten, in denen ich dachte: „Geht das denn immer so weiter? Kann es sein, dass schon wieder etwas schiefgeht?“ – in solchen Zeiten zog ich mich zurück und gewann Kraft im Gebet. Ich bekam im Gebet keine großen Offenbarungen, obwohl es wichtig war, dass ich betete. Fast immer hat Gott mir erneut Seine Verheißungen und Seine Gebote vor Augen geführt. Dadurch wurde mein Glaube gefestigt, ich wurde gestärkt und getröstet und fühlte mich geborgen. Ich kann Ihnen nur sagen: Nichts hat mich in den unsicheren Zeiten der vergangenen 35 Jahre, die ich mit Jesus lebe, so sehr innerlich gefestigt wie Gottes Wort. Lassen Sie uns zum Abschluss noch gemeinsam Psalm 112 anschauen. Ich komme gleich zum Schluss. Psalm 112:1.

Psalm 112:1 „Halleluja! Glücklich der Mann, der den Herrn fürchtet, der große Freude an seinen Geboten hat!“

Dann zählt er gute Dinge auf, die jeder Mensch erlebt, der große Freude an Gottes Wort oder an Seinen Geboten hat. Vers 2.

Psalm 112:2-3 „Seine Nachkommenschaft wird mächtig sein im Land. Das Geschlecht der Aufrichtigen wird gesegnet werden. Vermögen und Reichtum wird in seinem Haus sein, und seine Gerechtigkeit besteht ewig.“

Vers 6.

Psalm 112:6 „Denn in Ewigkeit wird er nicht wanken, zu einer ewigen Erinnerung wird der Gerechte sein.“

Schauen Sie sich Vers 7 an:

Psalm 11:2,7-8 „Er wird sich nicht fürchten vor böser Nachricht. Fest ist sein Herz, es vertraut auf den Herrn.

Beständig ist sein Herz, er fürchtet sich nicht, bis er heruntersieht auf seine Bedränger.“

Er sieht auf seine Feinde herunter, nicht sie auf ihn. Wir müssen uns nicht vor schlechten Nachrichten fürchten. Wir können mit unerschütterlicher Gewissheit in die Zukunft blicken, selbst in unsicheren Zeiten.

Ich hoffe, die heutige Predigt hat Sie ermutigt. Das Wort Gottes verändert einfach alles, sobald wir es in unserem Innern aufnehmen und es anfängt zu wachsen. Es kann unsere Ehe festigen, unsere Gesundheit bewahren, unser geistiges Wohlbefinden fördern und unsere wirtschaftliche Lage stabilisieren. Es hat Kraft und Gott hält, was Er verspricht. Die Bibel sagt: „Gott, der nicht lügt, hat es verheißen.“ Es ist unmöglich, dass Gott lügt. Sollte Er nicht das tun, was Er verheißen hat? Er hat es verheißen, Er wird es auch tun! Er ist vertrauenswürdig! Bleiben Sie noch kurz dabei. Die Sendung ist gleich zu Ende. Ich möchte Sie ermutigen und ich habe auch eine Bitte an Sie. Ich möchte Sie ermutigen und Ihnen versichern, dass Gott weiß, was in Ihrem Leben passiert. Sie können Ihm vertrauen. Vertrauen Sie Ihm Ihr ganzes Leben an. Wenn Sie Ihn von ganzem Herzen suchen, werden Sie Ihn finden. Es gibt Antworten auf die Fragen, die Sie gerade bewegen. Pastor, hören Sie: Gott hat bereits für einen Ausweg gesorgt, bevor die Probleme entstanden sind. Eine Frau unter Ihnen ist sehr verzweifelt und hat massive Probleme in Beziehungen und in anderen Bereichen. Gott hat eine Lösung für Sie! Er hat bereits für eine Lösung gesorgt, bevor die Probleme sich auftürmten. Liebe junge Zuhörer, es lohnt sich, mit Jesus zu leben! Und wenn Ihr Ihm Euer ganzes Leben hingebt, bedeutet das nicht, dass alle Abenteuer der Vergangenheit angehören und dass Euer Leben nur noch öde und langweilig sein wird. Vielmehr fängt das Abenteuer erst richtig an, wenn Ihr Euer Leben ganz und gar Jesus gebt. Damit möchte ich Sie alle ermutigen! Ich habe folgende Bitte an Sie: Wenn Sie seit einiger Zeit unsere Sendungen sehen und dadurch ermutigt wurden, möchte ich Sie herzlich bitten: Überlegen Sie einmal, ob Sie uns nicht unterstützen wollen! Unsere Gemeinde trägt den Löwenanteil der Kosten für unsere weltweiten Sendungen. Das tut sie zwar gerne, aber es wäre uns eine große Hilfe, wenn uns weitere Menschen mit einem kleinen monatlichen Betrag unterstützen könnten. Erwägen Sie doch, unser Partner zu werden. Ich glaube, Gott wird Sie dafür segnen. Bis zum nächsten Mal. Gott segne Sie reichlich.

Jule 3. April 2011 Keine Kommentare Comments RSS

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