Familie Thomas Pape

Jesus – Abbild von Gottes Willen

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Jesus – Abbild von Gottes Willen

19.08.2012

Pastor Bayless Conley

 

Hallo, ich bin Bayless Conley. Willkommen zu unserer Sendung. Ich will heute über Jesus sprechen. Nichts und niemand ist so wichtig wie Er. Von Jesus zu hören stärkt unseren Glauben und unsere Entschlossenheit und bringt uns Gott näher. Jesus ist die Botschaft. Nehmen Sie doch Ihre Bibel zur Hand, setzen Sie sich hin und lassen Sie uns zusammen das Wort Gottes ansehen und über Jesus reden.

 

Hebräer 1:1-3

„Nachdem Gott vielfältig und auf vielerlei Weise ehemals zu den Vätern geredet hat in den Propheten, hat er am Ende dieser Tage zu uns geredet im Sohn, den er zum Erben aller Dinge eingesetzt hat, durch den er auch die Welten gemacht hat; er, der Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und Abdruck seines Wesens ist und alle Dinge durch das Wort seiner Macht trägt, hat sich, nachdem er die Reinigung von den Sünden bewirkt hat, zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt…“

 

Bitte achten Sie auf die Worte: „Am Ende dieser Tage hat Gott im Sohn zu uns geredet.“ Nicht nur durch Jesu Lehre in der Bibel, nicht nur durch die Worte, die Er sprach, sondern auch durch Seine Taten und Seinen Lebensstil hat Gott zu uns gesprochen und das so nachdrücklich, dass es in Vers 3 heißt, Jesus ist die Ausstrahlung Seiner Herrlichkeit und der Abdruck Seines Wesens. Derselbe Ausdruck wird im Griechischen für das Prägen einer Münze verwendet. Sie prägten das Bild einer Person auf die Münzen auf wie das von Caesar, einem römischen Kaiser. Wer ist auf unserer Fünf- Cent-Münze zu sehen? Das ist Abraham Lincoln. Das ist die Bedeutung dieses Wortes. Das exakte Abbild eines anderen. Wollen Sie sehen, wie Gott ist? Jesus ist der exakte Abdruck, das Ebenbild Gottes. In der New International Version heißt es: „Er ist das exakte Abbild Seines Seins.“ Die New American Standard sagt: „Er ist das exakte Abbild Seines Wesens.“ Jesus zu sehen bedeutet den Vater zu sehen. Hören Sie sich an, was Jesus sagte. Sie brauchen es nicht aufzuschlagen, hören Sie einfach zu. Johannes 14, Vers 7:

 

Johannes 14:7

„Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen; und von jetzt an erkennt ihr ihn und habt ihn gesehen. Philippus spricht zu ihm: Herr, zeige uns den Vater, und es genügt uns. Jesus spricht zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Und wie sagst du: Zeige uns den Vater?“

 

Jesus zu kennen bedeutet den Vater zu kennen; Jesus zu sehen bedeutet, den Vater zu sehen. Er ist keine gute Kopie, Er ist das exakte Abbild Gottes, der Abdruck Seines Wesens, der Abdruck Seiner Person und der Abdruck Seines Charakters. Wenn wir sehen, wie Jesus mit Ungerechtigkeit umging und die Zerbrochenen und Unterdrückten wieder aufrichtete, ist das eine Offenbarung des Willens und des Herzens Gottes. Wir könnten sagen: „Jesus ist der Wille Gottes in Aktion.“ Jesus selbst sagte: „Ich sage nichts, was nicht vom Vater kommt. Ich tue nur, was ich bei meinem Vater gesehen habe.“ Jesus ist nicht nur ein Abbild des Vaters, Er ist in jeder Hinsicht ganz genau so wie Er. Lesen wir Hebräer 1, Vers 8. Davor spricht Gott zu den Engeln über Diener und so weiter, aber in Vers 8 sagt er:

 

Hebräer 1:8

„Aber zu seinem Sohn spricht er: Dein Thron, o Gott, steht für immer und ewig. Die Herrschaft deines Reiches ist eine gerechte Herrschaft.“

 

Er nennt den Sohn Gott. Jesus ist eine Gottheit. Er und der Vater sind eins. Und nochmals: Jesus ist der exakte und vollkommene Abdruck von Gottes Willen. Er ist der Wille Gottes in Aktion. Und hören Sie: Glaube beginnt damit, dass wir den Willen Gottes kennen. Wir wollen uns heute kurz drei verschiedene Bereiche ansehen und zwar Krankheit, Verunreinigung und Flucht. Krankheit, Verunreinigung und Flucht. Ich werde gleich erklären, was es damit auf sich hat. Wir werden uns ansehen, wie Jesus mit diesen Dingen umging und herausfinden, was der Wille Gottes ist. Das kann Ihr Leben verändern. In der Bibel heißt es: „… seid nicht töricht, sondern versteht, was der Wille des Herrn ist!“ Und wie gelingt uns das? Unter anderem dadurch, dass wir auf Jesus schauen. Er ist das exakte Abbild des Wesens, des Charakters und der Person Gottes. Jesus sagte: „Wenn ihr mich kennt, kennt ihr den Vater. Wenn ihr seht, wie ich handle, seht ihr, wie der Vater handelt.“

 

Sehen wir uns jetzt den ersten Teil an: Krankheit. Wie ging Jesus damit um? Was tat Er mit Menschen, die mit Krankheiten zu kämpfen hatten? Wir gehen jetzt ziemlich schnell ein paar Verse

 

aus einem der Evangelien durch. Das sind nicht alle Verse. Wir könnten noch viele mehr lesen, aber anhand der folgenden werden Sie schon eine ziemlich klare Vorstellung bekommen.

 

Matthäus 4:24: Hier heißt es: „Und die Kunde von ihm ging hinaus in das ganze Syrien; und sie brachten zu ihm alle Leidenden, die mit mancherlei Krankheiten und Qualen behaftet waren, und Besessene und Mondsüchtige und Gelähmte; und er heilte sie.“

 

Matthäus 8:16: „Als es aber Abend geworden war, brachten sie viele Besessene zu ihm; und er trieb die Geister aus mit seinem Wort, und er heilte alle Leidenden, damit erfüllt würde, was durch den Propheten Jesaja geredet ist, der spricht: Er selbst nahm unsere Schwachheiten und trug unsere Krankheiten.“

 

Mathäus 12:15: „Als aber Jesus es erkannte, ging er von dort weg; und es folgten ihm große Volksmengen, und er heilte sie alle.“

 

Matthäus 14:14: „Und als er ausstieg, sah er eine große Volksmenge, und er wurde innerlich bewegt über sie und heilte ihre Kranken.“

 

Matthäus 15:30: „Und große Volksmengen kamen zu ihm, die Lahme, Blinde, Krüppel, Stumme und viele andere bei sich hatten, und sie warfen sie ihm zu Füßen; und er heilte sie …“

 

Matthäus 19:2: „Und es folgten ihm große Volksmengen, und er heilte sie dort.“

 

Matthäus 21:14: „Und es traten Blinde und Lahme in dem Tempel zu ihm, und er heilte sie.“

 

Unter all diesen Volksmengen fand Jesus nicht einen, für den es nicht der Wille des Vaters gewesen wäre, dass er geheilt wurde. Nicht einen. In den Evangelien finden wir nirgends einen Hinweis darauf, dass Jesus jemanden abwies, der Ihn um Heilung bat. Er heilte ausnahmslos alle, die zu Ihm kamen. Und wir lesen hier nicht nur von einer Menge, sondern von Vielen. Immer wieder kamen Tausende von Menschen mit allen möglichen Leiden und Jesus heilte sie alle. Er sagte zu keinem von ihnen:

„Tut mir leid, aber das ist nicht des Vaters Plan für dich.“ Nein, Er heilte sie alle. Jesus sagte: „Wenn ihr mich gesehen habt, habt ihr den Vater gesehen.“ Er ist das exakte Abbild des Vaters.

 

Ich habe nicht alle Antworten, genauso wenig wie alle anderen und ich werde sie auch nicht haben,  bis ich in den Himmel komme. Aber wissen Sie, was ich nicht tun werde? Ich habe gerade ein paar gesundheitliche Probleme, für die ich Gott vertraue. Ich habe noch keine Heilung erfahren, aber Glaube ist das Vertrauen darauf, dass sich erfüllt, was man hofft. Er ist die Überzeugung, dass das, was man nicht sieht, existiert. Und in der Zwischenzeit halte ich an meinem Glauben fest und vertraue Gott. Ich werde nicht sagen: „In allem, was ich nicht selbst erlebt habe, werde ich meinen Glauben meinen Erfahrungen unterordnen.“ Es widerspricht allem, was uns Jesu Leben, Seine Worte und  Taten klar und deutlich vermitteln, wenn wir sagen: „Ich habe andere Erfahrungen gemacht und ich glaube das, was ich erlebt habe.“ Nein, ich bemühe mich, von Glauben zu Glauben und von Herrlichkeit zu Herrlichkeit zu gehen. Ich will mich an den Offenbarungen der Verheißungen und des Lebens Jesu orientieren. Ich wünschte, ich hätte alle Antworten, aber ich habe sie nicht. Doch ich weiß, dass wir in einer gefallenen Welt leben, wo nicht alles so funktioniert, wie Gott es ursprünglich vorgesehen hat. Eines Tages wird Er die Himmel und die Erde neu erschaffen und die Bibel sagt, dort wird es keine Krankheiten und keinen Schmerz geben, so wie Gott es für den Garten Eden geplant hatte. Was dort passierte, war nicht Gottes Plan. Es ist vieles schiefgelaufen und die Sünde der Menschheit seit Beginn der Schöpfung hat eine Menge Probleme verursacht. Die Bibel sagt, bis zu diesem Tag seufzt die ganze Schöpfung wie unter den Schmerzen einer Geburt. Wir haben einen Feind, den Teufel. Jesus sagte, er kommt, um zu rauben, zu morden und zu zerstören. Petrus sagt, er sucht, wen er verschlingen kann. In den Evangelien gibt es mehrere Stellen, wo Jesus Krankheiten ganz klar als ein Werk des Teufels bezeichnet. In Lukas 13 lesen wir von einer Frau, die aufgrund einer arthritischen Erkrankung 18 Jahre lang verkrümmt war und sich nicht aufrichten konnte. Doch  die religiösen Leiter wollten nicht, dass Jesus sie heilte. Es war der falsche Tag. Der arme Jesus erwischte nie den richtigen Tag, um die Menschen zu heilen. Es war Sabbat und Jesus sagte zornig  zu ihnen: „Diese aber, die eine Tochter Abrahams ist, die der Satan gebunden hat, siehe, achtzehn Jahre lang, sollte sie nicht von dieser Fessel gelöst werden am Tag des Sabbats?“

 

Und in Apostelgeschichte 10:38 schrieb Petrus, dass Gott Jesus von Nazareth, der umherging und wohltat und alle heilte, die von dem Teufel überwältigt waren, mit Heiligem Geist und mit Kraft gesalbt hat. Hier werden die Krankheiten also direkt dem Teufel zugeschrieben und wir wissen, dass wir in

 

einer gefallenen Welt leben. Wir wissen, dass das nie Teil von Gottes Plan war. Ich gehe vielleicht mit ein paar offenen Fragen in den Himmel, aber ich werde nicht dort ankommen und Gott anklagen.

 

Neulich baten mich einige Leute um ein Gespräch. Ich wusste, dass sie über ein Ereignis reden wollten, das schon einige Jahre zurücklag. Damals hatte jemand ein paar Dinge getan, mit denen er ein großes Durcheinander anrichtete. Und statt die Verantwortung dafür zu übernehmen, erzählte er eine fette Lüge und sagte, ich hätte das getan. Er schob mir die Schuld in die Schuhe. Und ich bekam mehrere hässliche, überwiegend anonyme Briefe, in denen mir Leute schrieben, was für ein   schlechter Mensch ich sei, weil ich das getan hatte. Ich dachte: „Ich weiß, wer euch das erzählt hat.“ Auf anonyme Briefe kann man natürlich nicht antworten. Aber ich kenne die Person, die ihnen das erzählt hat und am liebsten hätte ich sie damit konfrontiert. Aber ich hatte das Gefühl, dass Gott sagte:

„Halt einfach deinen Mund. Ich bin dein Verteidiger. Sag einfach gar nichts.“ Und so machte ich es jahrelang. Ich verlor nie ein Wort darüber. Ich dachte: „Hey, ihr müsst mit euren Gedanken leben, nicht ich. Denkt, was immer ihr wollt.“ Als sie zu mir kamen, brachten sie das Thema auf den Tisch. Und ich sagte: „Da ihr mich schon danach fragt, sage ich euch jetzt, was damals wirklich passiert ist.“ Und sie waren sehr überrascht zu hören, dass die Person, die mich beschuldigt hatte, nur von sich ablenken wollte, weil sie in Wirklichkeit selbst der Schuldige war.

 

Und der Teufel, der kommt, um zu rauben, zu morden und zu zerstören, der umhergeht wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann, sorgt dafür, dass die Leute krank werden und flüstert ihnen dann ins Ohr: „Ist Gott nicht schrecklich? Guck, was er getan hat. Wie konntest du ihm nur dienen und ihm vertrauen? Wie konntest du ihn nur anbeten? Er ist grausam!“ Freunde, der Teufel ist ein Lügner. Und leider gibt es Menschen, die ihn unbewusst auch noch dabei unterstützen.

 

Als junger Christ traf ich einmal einen anderen jungen Christen. Ich kannte ihn nicht, aber ich kannte die Leute, die ihn zu Jesus geführt hatten. Er wurde kurz nach mir gerettet. Ich fuhr durch einen Park und dachte: „Ah, den Mann kenne ich doch!“ Er ging stark vornübergebeugt und sah so aus, als trüge er die Last der ganzen Welt auf seinen Schultern. Er wirkte total niedergeschlagen. Ich hielt an,   sprang aus meinem Bus, rannte zu ihm hinüber und sagte: „Hallo, du kennst mich nicht. Ich heiße Bayless. Du hast doch kürzlich zu Gott gefunden.“ Ich sagte: „Was ist los mit dir? Du siehst aus, als hättest du Probleme. Kann ich für dich beten?“ Er antwortete: „Ich weiß nicht.“ Ich fragte: „Wie meinst du das?“ Da sagte er: „In den paar Wochen, seit ich Christ bin, ist so viel Übles in meinem Leben passiert.“ Und dann erzählte er mir von dieser schrecklichen Krankheit, die er sich zugezogen hatte und noch von ein paar anderen Dingen. Und er sagte: „Als ich den Leuten, die mich zu Jesus geführt haben, davon erzählte, sagten sie, das käme von Gott. Aber ich verstehe das nicht. Warum straft Er mich?“ Er sagte: „Ich habe für den Teufel gelebt und dann habe ich mein Leben Jesus gegeben und jetzt hackt Gott auf mir herum. Warum?“ Ich sagte: „Für mich ist das alles auch ziemlich neu. Ich habe gerade erst angefangen, die Bibel zu lesen. Aber ich glaube trotzdem nicht, dass das von Gott kommt. Ich glaube nicht, dass Gott für all die schlimmen Dinge, die dir widerfahren, verantwortlich ist.“

 

In der Bibel finden wir dazu ein paar wirklich einzigartige Verse. Sehen wir sie uns zusammen an. Wenn Sie Ihre Bibel zur Hand haben, schlagen Sie bitte Jesaja 59 auf.

 

Vor vielen Jahren war ich auf einer Pastorenkonferenz, wo Jamie Buckingham sprach. Er hatte eine große Gemeinde in Florida. Jetzt ist er schon ein paar Jahre im Himmel. Er war ein erfolgreicher Schriftsteller. Er schrieb unter anderem „Flieh, Kleiner, flieh“, „Daughter of Destiny“, also die Biografien von Nicky Cruz und Kathryn Kuhlman und vieles andere. Außerdem schrieb er Artikel für eine Zeitschrift, die ich immer regelrecht verschlang. Er war ein brillanter Schrifsteller, ein tiefgründiger Denker und sehr humorvoll. Und auf dieser Pastorenkonferenz kündigten sie an: „Jetzt spricht Jamie Buckingham.“ Das war auch der Moment, in dem er selbst erst von der Einladung erfuhr. So etwas ist nicht gut. Der ganze Zeitplan geriet durcheinander und er hatte nichts vorbereitet. Aber er teilte uns einige großartige Gedanken mit, die uns gehörig aufmischten. Das gefiel mir. Unter anderem sprach   er über diese Verse und dann erzählte er uns von einem Mann, den er gerade erst zu Christus geführt hatte. Dieser Mann hatte dem Teufel gedient und kam aus der kriminellen Hardcoreszene, doch dann wurde er auf wunderbare Weise gerettet. Nur wenige Wochen später erkrankte er an Hodenkrebs.   Das machte sich Jamie anhand der Verse, die wir gleich lesen werden, zum Thema. In der Bibel, vor allem im Alten Testament, finden wir Verheißungen und Prophetien, die sich auf verschiedene Weise anwenden lassen. Sie sprachen ganz spezifisch in eine damals aktuelle Situation hinein, aber sie beinhalten auch ein prophetisches Element, das auf das Kommen von Jesus Christus hinweist. Darüber hinaus findet sich manchmal auch ein ganz allgemeines biblisches Lebensprinzip darin. In  den Versen, die wir jetzt lesen, finden wir alle drei Punkte vereint.

 

Jesaja 59:14-15

„So ist das Recht zurückgedrängt, und die Gerechtigkeit steht ferne. Denn die Wahrheit ist gestürzt auf dem Marktplatz, und die Geradheit findet keinen Eingang. So geschieht es, dass die Wahrheit fehlt, und wer sich vom Bösen fernhält, wird beraubt. Und der HERR sah es, und es war böse in seinen Augen, dass es kein Recht gab.“

 

Beachten Sie bitte: Wer sich vom Bösen fernhält, wird beraubt. Mit anderen Worten, er wird bestürmt und angegriffen. Und der Herr sah es und er war glücklich, weil er es war, der sie angriff. Nein, der Herr sah es und es war böse in Seinen Augen. Und im nächsten Vers heißt es:

 

Jesaja 59:16

„Er sah, dass kein Mann da war, und er wunderte sich, dass es keinen gab, der Fürbitte tat. Da half ihm sein Arm, und seine Gerechtigkeit, sie unterstützte ihn.“

 

Das ist natürlich eine prophetische Aussage über das Kommen von Jesus, der diesem Problem für immer ein Ende bereitete. Jesus ist der Fürsprecher, der Mittler zwischen Gott und den Menschen und durch Ihn kommen wir zu Gott. Und wenn sich Menschen, die ein übles Leben geführt und Böses getan haben, vom Bösen abwenden und zu Gott kommen, müssen wir für sie eintreten und Fürbitte tun. Wir müssen sie in unsere Gebete einschließen. Wir müssen mit unseren Gebeten eine Schutzmauer um sie herum aufbauen, sonst werden sie beraubt werden. Neue Christen sind besonders verwundbar. Und natürlich ist der Teufel hinter ihnen her, weil er sie verloren hat.

 

Genauso war es bei dem jungen Mann, den ich in dem Park traf. Er kam zu Christus und plötzlich brach alles Mögliche über ihn herein. Gefiel das Gott? Nein, das gefiel Ihm nicht! War Gott verantwortlich dafür? Nein, das war Er nicht. Gott suchte jemanden, der für ihn in den Riss trat. Natürlich tut das letzten Endes Jesus für uns. Aber auch wir müssen uns zu Fürsprechern dieser Menschen machen. Wenn Menschen ihre Rechte und Privilegien nicht kennen, müssen wir für sie zu Gott gehen, für sie beten und für sie eintreten. Worauf ich also hinaus will, ist: Es geht um Jesus. Er steht für Gottes Willen. Gefällt es Gott, wenn keine Gerechtigkeit herrscht? Gefällt es Gott, wenn die Wahrheit fehlt? Gefällt es Gott, wenn Menschen, die sich vom Bösen fernhalten, beraubt werden, wenn sie bestürmt und angegriffen werden? Nein, das gefällt Gott nicht. Es ist böse in Seinen Augen und Er sandte Jesus, damit Er als der große Fürsprecher das Problem löste. Jesus ist der Abdruck des Willens des Vaters. Jesus zu sehen, bedeutet den Vater zu sehen. Jesus zu kennen, bedeutet den Vater zu kennen.

 

Sehen wir uns jetzt Johannes, Kapitel 8 an. Wir gehen jetzt von Krankheiten zu Verunreinigung über. Das bedeutet ganz einfach Sünde. Wenn wir sündigen, beschmutzen wir uns geistlich vor Gott. Johannes, Kapitel 8. Sehen wir uns an, wie Jesus mit der Sünde und mit Sündern umgeht. Kapitel 8, Vers 3:

 

Johannes 8:3-11

„Die Schriftgelehrten und die Pharisäer aber bringen eine Frau, die beim Ehebruch ergriffen worden war, und stellen sie in die Mitte und sagen zu ihm: Lehrer, diese Frau ist auf frischer Tat beim Ehebruch ergriffen worden. In dem Gesetz aber hat uns Mose geboten, solche zu steinigen. Du nun, was sagst du? Dies aber sagten sie, ihn zu versuchen, damit sie etwas hätten, um ihn anzuklagen. Jesus aber bückte sich nieder und schrieb mit dem Finger auf die Erde. Als sie aber fortfuhren, ihn zu fragen, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie. Und wieder bückte er sich nieder und schrieb auf die Erde. Als sie aber dies hörten, gingen sie, einer nach dem anderen, hinaus, angefangen von den Ältesten; und er wurde allein gelassen mit der Frau, die in der Mitte stand. Jesus aber richtete sich auf und sprach zu ihr: Frau, wo sind sie? Hat niemand dich verurteilt? Sie aber sprach: Niemand, Herr. Jesus aber sprach zu ihr: Auch ich verurteile dich nicht. Geh hin und sündige von jetzt an nicht mehr!“

 

Diese religiösen Leiter, die die Frau herbeizerrten, sind ein toller Haufen, oder? Diese Frau war beim Ehebruch ertappt worden. „Wir haben sie auf frischer Tat ertappt.“ Wirklich? Wie haben sie denn das geschafft? Entweder sie hatten das Ganze inszeniert oder sie schlichen durch die Stadt und spähten überall durch die Schlafzimmerfenster der Leute. Und wo ist überhaupt der Mann? „Sie wurde auf frischer Tat ertappt.“ Sie waren weder auf Gerechtigkeit noch auf die Wahrheit aus. Sie versuchten nur, Jesus in eine Falle zu locken und dafür waren sie bereit, die Frau zu steinigen. Jesus schlug sie mit Seiner unglaublichen Weisheit in die Flucht. „Wo sind sie? Hat niemand dich verurteilt?“ Und Er sagte: „Dann tue ich es auch nicht.“ Der Sohn des Menschen kam nicht, um die Welt zu verurteilen, sondern damit sie durch Ihn gerettet würde. Gott ist ein Gott der Vergebung und der Gnade.

 

Die Leute vergessen das manchmal. Sie vergessen, wo sie hergekommen sind, sie denken nicht mehr an die Zeiten, wo sie gestolpert sind und Gott ihnen Gnade gewährt hat. Sie waren bereit, einen Stein zu nehmen und jemand anders für ihre Übertretungen büßen zu lassen.

 

Vor einigen Jahren las ich ein Buch über einen Pastor in Amerikanisch-Samoa. In seiner Gemeinde hatten ein Mann und eine Frau Ehebruch begangen und ihre beiden Familien waren zerstört. Aber die Frau, die an der Affäre beteiligt gewesen war, kam zu ihm und bekannte ihre Sünde. Der Pastor sagte, die ganze Gemeinde, die ganze Stadt wusste davon. Dann erzählte er von einem bestimmten Sonntagmorgen. Die Frau war mit ihrem Ehemann zusammen da. Sie war völlig zerbrochen. Die Frau des anderen Mannes war ebenfalls da, aber ohne ihren Mann. Er sagte: „Ich predigte das Höllenfeuer auf sie herab. Ich schlug auf den Altar. Fast konnte man den Schwefel aus der Hölle riechen, während ich predigte. Ich sagte ihnen, wie Gott Sünder und Ehebrecher richtet und dass sie keinen Anteil am Reich Gottes hatten. Ich verurteilte sie nach Strich und Faden.“ Er sagte: „Die Leute hörten mir respektvoll zu. Als der Gottesdienst zu Ende war, standen sie auf und gingen sofort hinaus. Das war sehr ungewöhnlich und so folgte ich ihnen. Sie gingen in die Stadt zu dem Haus des Mannes, der an dem Ehebruch beteiligt gewesen war und stellten sich davor auf. Und sie begannen, Lieder über die Liebe und die Gnade Gottes und die Vergebung Jesu zu singen. Sie sangen ein Lied nach dem anderen über Gottes Liebe, Seine Gnade und Seine Vergebung. Manche von ihnen riefen: Wir lieben dich, Bruder! Schließlich öffnete sich die Tür und der Mann kam schluchzend heraus. Völlig  zerbrochen fiel er ihnen in die Arme, weinte herzzerreißend und kehrte von seinen Irrwegen um. Sie nahmen ihn in ihre Mitte, legten ihm die Hände auf, beteten für ihn und versicherten ihm ihre Liebe.“ Und der Pastor sagte: „Ich schämte mich so. Meine Gemeinde wusste viel mehr über das Wesen und den Charakter Gottes als ich.“

 

Das erinnert uns daran, was Jesus zu der Frau sagte. Er sagte: „Hat niemand dich verurteilt? Auch ich verurteile dich nicht. Geh hin und sündige von jetzt an nicht mehr!“ Gott ist gnädig, aber wir dürfen nicht leichtsinnig mit der Sünde umgehen und sagen: „Gott ist gnädig. Seine Gnade ist jeden Morgen neu, deshalb ist das keine große Sache.“ Doch, das ist es.

 

In Johannes, Kapitel 5, lesen wir von einem Mann, der 38 Jahre lang gelähmt am See Betesda lag. Jesus heilte ihn und was sagte Er zu ihm? „Sündige nicht mehr, damit dir nichts Ärgeres widerfahre!“ Ich weiß nicht, was schlimmer ist als 38 Jahre lang gelähmt auf einer Matte zu liegen, aber offensichtlich scheint es etwas zu geben. Und Jesus sagte: „Wenn du nicht aufhörst zu sündigen, öffnest du die Tür für noch schlimmere Dinge.“

 

Ich glaube, da steckt Gottes Herz darin. Wenn wir leichtfertig mit der Sünde und der Gnade Gottes umgehen, öffnen wir dem Teufel die Tür für Dinge, die wir nicht in unserem Leben haben wollen. Gott ist unglaublich gnädig, aber wenn wir von unserem falschen Handeln umkehren, müssen wir auch die Entscheidung treffen, es nicht wieder zu tun. Gehen Sie nicht leichtfertig mit der Gnade Gottes um.

 

Es begeistert mich immer, über Jesus zu reden. Leider haben wir in dieser Sendung nur einen Teil der Predigt geschafft. Von den drei Punkten, die ich angekündigt habe, konnten wir in der Zeit, die uns zur Verfügung stand, nur zwei besprechen. Aber wenn Sie sich die Predigt bestellen, können Sie auch  den dritten Punkt noch hören. In schweren Zeiten haben wir manchmal das Gefühl, Gott sei eine  Million Kilometer von uns weg, aber das ist Er nicht. Die Bibel sagt, Er ist unser Beistand in der Not. Er verlässt uns nie, Er lässt uns nie im Stich.

 

Noch ein letzter Gedanke: Gott ist bei Ihnen, Er weiß, was vor sich geht und Er will Ihnen helfen.  Rufen Sie heute den Namen Seines Sohnes an. Er wird Sie nicht enttäuschen. Bis zum nächsten Mal.

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