Lebensweisheiten eines Mannes im Gefängnis

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Lebensweisheiten eines Mannes im Gefängnis
Bayless Conley
25.07.2010

Ich spreche heute über ‚Lebensweisheiten eines Mannes im Gefängnis‘ und predige über ein paar Dinge aus dem Leben des Apostels Paulus, über die er selbst sprach und die ich wirklich bisher niemanden habe predigen hören. Vielleicht haben Sie schwierige Zeiten hinter sich, vielleicht haben Sie Verrat erlebt oder wurden von Freunden verlassen. Hören Sie, diese Botschaft wird Ihr Herz auferbauen. So etwas hören Sie garantiert nicht jeden Tag. Wenn Sie eine Bibel haben, nehmen Sie sie zur Hand. Kommen wir gemeinsam zum Wort. Ich vertraue darauf, dass es Ihr Leben verändert.

Der Titel meiner Botschaft ist ‚Lebensweisheiten eines Mannes im Gefängnis‘.

Der 2. Timotheusbrief wurde geschrieben, als Paulus in Rom in Gefängnis war. Wir wollen uns einige Prüfungen, Verrat, Kämpfe und Frustrationen anschauen, die er erlebte und dann sehen, welche wichtigen Lektionen die Bibel uns im Hinblick auf diese Schwierigkeiten lehrt.

Schauen Sie sich bitte mit mir 2.Timotheus 4:9 an. Er sagt:

2.Timotheus 4:9-10
„Beeil dich, komm bald zu mir! Demas hat mich aus Liebe zu dieser Welt verlassen und ist nach Thessalonich gegangen; Krescenz ging nach Galatien, Titus nach Dalmatien.“

Demas gewann diese Welt lieb. Die New American Standard sagt: „Er ließ mich im Stich. Er verließ mich und zog nah Thessalonich.“

Wir können davon ausgehen und zu ihren Gunsten annehmen, dass Krescens und Titus für die Gemeinde unterwegs waren, weil uns nichts anderes gesagt wird, aber so glimpflich kommt Demas nicht davon. Er wird auch in Kolosser 4:14 und Philemon 24 erwähnt. Er war ein Mitarbeiter und Weggefährte des Paulus und Paulus sagte: „Demas hat mich im Stich gelassen.“ Und er nennt einen eindeutigen Grund, warum Demas ihn verlassen hat: Er gewann diese Welt lieb.

Das kann verschieden verstanden werden. Erstens: Er war nicht bereit, sein Leben durch die Zusammenarbeit mit Paulus zu riskieren. Es ist gefährlich, mit jemandem zu reisen, der aus der Sicht Roms vogelfrei ist und Demas war nicht bereit, zum Märtyrer für seinen Glauben zu werden. Er liebte diese Welt hieße dann, er wollte diese Welt nicht vorschnell verlassen.

Ich bin sicher, viele können zumindest den ersten Teil von Offenbarung 12:11 zitieren. Es ist die Rede von unserem Sieg und darüber, wie wir diesen Sieg über den Feind unserer Seele, Satan, umsetzen. Sie überwanden ihn durch das Blut des Lammes und das Wort ihres Zeugnisses. Wer hat das schon einmal gehört? Wissen Sie, dass das nur ein halber Vers ist? Die andere Hälfte lautet: „und haben ihr Leben nicht geliebt bis in den Tod!“ Das gehört genauso dazu – diese Haltung, unser Leben bis in den Tod nicht zu lieben – um Autorität über den Teufel zu haben wie Glaube an das Blut Jesu und das Wort unseres Zeugnisses. Zu unseren größten Vorteilen und Schätzen zählt, dass wir den Tod nicht fürchten müssen. Dem Tod ist der Stachel genommen. Für den Christen ist der Tod eine Beförderung. Paulus sagte: „Ich habe Lust abzuscheiden und bei Christus zu sein, denn das ist weit besser! Christus ist das Leben und Sterben Gewinn.“

Aber sobald Sie das verwerfen, gewinnt der Teufel Raum und kann Ihr Zeugnis verstummen lassen. Wissen Sie, die Bibel sagt in Hebräer 11:35: „andere aber wurden gefoltert, da sie die Befreiung nicht annahmen, um eine bessere Auferstehung zu erlangen.“ Aber Demas verließ ihn, weil er die jetzige Welt liebte. Es kann auch so verstanden werden, dass Demas die Annehmlichkeiten, den Reichtum und die Ehre der Welt mehr liebte als er Christus und Gottes Reich liebte.

1.Johannes 2:15 sagt:
„Liebt nicht die Welt noch was in der Welt ist! Wenn jemand die Welt liebt, ist die Liebe des Vaters nicht in ihm.“

Im nächsten Vers, Vers 16 wird das erklärt: „Denn alles, was in der Welt ist, die Begierde des Fleisches und die Begierde der Augen und der Hochmut des Lebens, ist nicht vom Vater, sondern ist von der Welt.“

Die Lust des Fleisches: Leidenschaft.
Die Lust der Augen: Besitz.
Der Hochmut des Lebens: Unsere Position.

Das brach Paulus offenbar das Herz. Es war ein Kollege im Dienst. Es war sein Mitbruder in Christus, der ihn verließ und im Stich ließ, weil er die jetzige Welt liebte.

Das war noch nicht der letze Angriff auf Paulus Herz. Es kommt noch schlimmer. Schauen Sie sich

2.Timotheus 4:14 an.

2.Timotheus 4:14-15
„Alexander, der Schmied, hat mir viel Böses angetan; der Herr wird ihm vergelten nach seinen Werken. Vor dem hüte du dich auch; denn er hat sich unseren Worten sehr widersetzt.“

Alexander wird auch in der Apostelgeschichte genannt. Er wurde offenbar von den Juden eingesetzt, um gegen das Christentum zu reden und um Menschen vom Glauben abzubringen. Und wissen Sie, Paulus neigte nicht zur Übertreibung. Als er mit Stöcken geschlagen und gesteinigt wurde und Schiffbruch erlitt, sprach er über all diese Dinge und sagte: „Unsere Bedrängnis ist leicht und geht schnell vorüber…“ und über diesen Alexander sagte er: „Er hat mir viel Böses angetan.“ Nicht wenig Böses… nicht, er hat mir ein paar Schwierigkeiten gemacht. Er hat mir viel Böses angetan und hat sich unseren Worten sehr widersetzt. Aber es geht weiter. Schauen Sie sich 2.Timotheus 4:16 an.

2.Timotheus 4:16
„Bei meinem ersten Verhör stand mir niemand bei, sondern sie verließen mich alle. Es sei ihnen nicht zugerechnet.“

Während seines ersten Prozesses in Rom stand ihm niemand bei. Alle verließen ihn. Der große Apostel wurde also eingesperrt, verletzt, erlebte Widerstand, wurde im Stich gelassen, verlassen und von Freunden fallen gelassen. Paulus erlebte Schwierigkeiten und seelischen Schmerz. Aber er spricht nicht nur sehr offen über seine Schwierigkeiten und die Momente, wo er verlassen wurde, er bringt kostbare Lektionen hinein, die wir dringend brauchen. Ich möchte fünf Lektionen in diesem Zusammenhang bringen.

Nummer eins: Verrat, Schwierigkeiten und Verlassenwerden sollte Sie nicht überraschen. Das wird sicher kommen.

Jesus sagte in Johannes 15: „Wenn die Welt euch hasst, sollt ihr wissen, dass sie mich noch vor euch gehasst hat. Wenn Sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen.“

Und in 1.Timotheus 4:1 steht:
„Der Geist aber sagt deutlich, dass in den letzten Zeiten einige von dem Glauben abfallen werden.“

Wenn Sie im Glauben stehen und einige dem Glauben den Rücken kehren, werden sie sich wohl auch von Ihnen distanzieren. Und er sagte: „Der Geist aber sagt deutlich, dass in den letzten Zeiten einige vom Glauben abfallen werden.“ Wir sollten nicht überrascht und verblüfft sein, wenn das geschieht.

Ich weiß noch, ich kam als junger Gläubiger von Oregon nach Kalifornien zurück und war vielleicht zwei oder drei Jahre errettet. Ich weiß nicht mehr, wie ich dorthin kam, aber ich war im Haus eines Mannes. Sie waren Christen und ich sprach mit jemandem, der sich gerade bekehrt hatte. Ein Mann trat zwischen uns und nahm mich ins Kreuzverhör. Er war auch gläubig, wollte aber sichergehen, dass meine Lehre in Ordnung ist. Er stellte mir also jede Menge Fragen: „Wie stehst du hierzu? Wie siehst du das?“ Er ließ nicht locker und wollte sicher sein, dass ich diesen Neubekehrten nicht irreführen würde. Nachdem ich seinen intensiven Test bestanden hatte, meinte er: „Okay, alles klar. Du kannst mit ihm sprechen.“ Vielen Dank auch! Nun gut, etwas später, vielleicht ein Jahr darauf, traf ich diesen Mann wieder, der meine Lehrmeinungen so intensiv geprüft und den Neubekehrten beschützt hatte und er verspottete mich wegen meines Christseins. Er spottete über Christus, lachte über Jesus und sagte, es sei absurd und lächerlich. Er hatte sich vom Glauben abgewandt.

Das war ein kleiner Schock für mich. So etwas hatte ich bisher noch nie erlebt. Paulus erlebte es.

Jesus erlebte es, als Er in Johannes 6 eine harte Botschaft brachte. Manche Seiner Jünger sagten:
„Das ist eine harte Rede, wer kann sie hören?“ Es heißt, dass sich dort viele Seiner Jünger von Ihm abwandten und Ihm nicht mehr nachfolgten. Jesus hat es erlebt. Paulus hat es erlebt und ich bin sicher, dass Menschen hier sind, deren Freunde oder Bekannte einmal total für Jesus brannten und die jetzt nicht mehr zu sehen sind. Manche Menschen, die Sie kennen, die früher ein Leben in Heiligkeit und Gerechtigkeit führten, leben jetzt wie der Teufel… als ob Sie Jesus nie erlebt hätten.

Die Bibel sagt, dass das passieren wird. Manche werden sich vom Glauben abwenden.

Gut, die zweite Lektion: Lassen Sie nicht zu, dass das Schlechte das Gute verdeckt. Es gibt mehr gute als schlechte Menschen und Erfahrungen und mehr treue als untreue Menschen in Ihrem Leben, wenn Sie sich gründlich umsehen. Aber der Teufel liebt es, unsere Feinde und jene, die uns verraten, wie ein Ungeheuer aufzublähen und die Taten der Gerechten wie schrumpelige Pilze aussehen zu lassen.

Schauen wir, was Paulus tut, nachdem er die Dinge sagte, die wir lasen.

Wir lasen in 1.Timotheus 1:15 folgende Worte: „Alle in Asien habe sich von mir abgewandt.“

Er nennt besonders zwei Männer. Aber was sagt er dann? 2.Timotheus 1:16.

2.Timotheus 1:16-18
„Der Familie des Onesiphorus schenke der Herr sein Erbarmen, denn Onesiphorus hat mich oft getröstet und hat sich meiner Ketten nicht geschämt; als er nach Rom kam, suchte er unermüdlich nach mir, bis er mich fand. Der Herr gebe ihm, dass er beim Herrn Erbarmen findet an jenem Tag. Seine treuen Dienste in Ephesus kennst du selbst am besten.“

Paulus sprach sehr offen über die, die sich abwandten, sagt aber: „Aber es gibt den Onesiphorus, der sich nicht wie andere wegen meiner Ketten schämte. Er suchte mich unermüdlich, kam in meine Zelle und besuchte mich im Gefängnis! Und du weißt, wie er mir in Ephesus diente.“ Bedenken wir, dass er das dem treuen Timotheus schrieb. Da haben wir den Timotheus! Schauen Sie sich den Vers 5 desselben Kapitels an.

2.Timotheus 1:5
„Denn ich erinnere mich des ungeheuchelten Glaubens in dir, der zuerst in deiner Großmutter Lois und deiner Mutter Eunike wohnte, ich bin aber überzeugt, auch in dir.“

Er spricht über Timotheus und über dessen Glauben, den Glauben der Mutter und der Großmutter von Timotheus und über Onesiphorus und sein Haus. Schauen Sie sich bitte mit mir Kapitel 4 an. Wir lasen in Vers 10: „Demas hat mich verlassen.“ Aber schauen Sie sich Vers 11 an.

2.Timotheus 4:11
„Lukas ist allein bei mir. Nimm Markus und bringe ihn mit dir! Denn er ist mir nützlich zum Dienst.“

Demas verließ ihn, aber es gab den treuen Lukas, seinen Begleiter, der bei ihm blieb. Lukas schrieb das Evangelium, das nach ihm benannt wurde. Und dann sagte Paulus: „Bring Markus mit, denn er ist mir nützlich zum Dienst.“

Das ist als solches interessant, weil Paulus den Markus nicht immer mochte. Sie hatten früher Konflikte. Auf der ersten Missionsreise… lesen Sie es in der Apostelgeschichte nach… zogen Paulus und Barnabas los und nahmen Johannes Markus mit, der hier nur Markus genannt wird. Aber Markus war ein Muttersöhnchen und auf halbem Wege hatte er Heimweh, stieg aus und fuhr nach Hause.

Dann sagte Paulus etwas später zu Barnabas: „Lass uns die Geschwister in den Gemeinden besuchen, die wir gegründet haben.“ Barnabas sagt: „Super, ich hole Markus.“ Und Paulus sagte:

„Nein, er bleibt hier. Er ist ein Baby. Ich nehme niemanden mit, der bei der ersten Reise einen Rückzieher machte.“ Und Barnabas, entsprechend seinem Wesen… Sohn des Trostes, Sohn der Ermutigung… der sich für Paulus einsetzte, als alle anderen in der Gemeinde dachten, es sei ein Spion, sagte: „Nein, er ist echt. Er ist wirklich wiedergeboren.“ Der, der allen eine zweite Chance geben wollte, holte Markus und sagte: „Schau, wir müssen ihn mitnehmen.“ Paulus sagt: „Den nehme ich nicht mit!“

Die Bibel sagt, dass ihr Streit sich so sehr zuspitzte, dass sie sich trennten und Paulus mit Silas abreiste und Barnabas mit Markus nach Zypern segelte. Viele Jahre vergingen und Paulus sagt:
„Bring Markus mit, er ist nützlich.“ Es gab eine Versöhnung und Wiederherstellung. Gott kann kaputte Beziehungen wiederherstellen. Ja, Er kann das!

Die Message Bible gefällt mir wirklich. Dort steht: „Bring Markus mit, er wird meine rechte Hand sein.“

Nun gut, Demas ist weg und auch die anderen, aber wir haben ja dich, Timotheus, deine Großmutter, deine Mutter und Onesiphorus und dann habe ich noch Lukas und Markus. Er ist nützlich. Er wird meine rechte Hand sein. Aber es geht weiter. Schauen Sie Vers 21 an.

2.Timotheus 4:21
„Beeile dich, vor dem Winter zu kommen! Es grüßt dich Eubulus und Pudens und Linus und Klaudia und die Brüder alle.“

Es waren also andere bei ihm, die mit ihm dem Herrn dienten, obwohl er damals im Gefängnis war.

Schlechtes soll Gutes nicht verdecken!

Vor einigen Jahren hatte ich einen sehr engen Freund… wir waren jahrelang befreundet… er fuhr mir mit dem Schwert in die Seele, kehrte mir den Rücken und tat einige sehr unmoralische Dinge. Selbst als ich versuchte, die Brücke zu erneuern, schickte er mir einen Brief und sagte: „Ich möchte nichts mit dir zu tun haben.“

So eine Sache verletzt einen so tief, dass es einen ganz in Beschlag nehmen will. Was man auch tut, es ist da. Aber ich entschloss mich, statt zuzulassen, dass der Verrat einer Person mich blockiert, mich meinen treuen Freunden zuzuwenden. Das machte einen Riesenunterschied! Die wenigen Schlechten dürfen die vielen Guten nicht verdrängen. Wenn der Mond die Sonne verdeckt, hat er scheinbar eine ähnliche Größe wie die Sonne, aber in Wirklichkeit ist die Sonne 400 Mal größer als der Mond. Die Sonne ist von uns 400 Mal weiter entfernt als der Mond. Wenn Sie den Eindruck haben, die Untreuen sind zahlreich und unüberschaubar und nichts anderes zu sehen ist, müssen Sie bedenken, dass die Treuen in Ihrem Leben höchstwahrscheinlich zahlreicher, wichtiger und einflussreicher sind als die Untreuen. Das Schlechte soll das Gute nicht in den Schatten stellen.

Lektion Nummer drei: Vergebung ist der richtige Weg. Schauen Sie sich 2.Timotheus 4:16 an.

2.Timotheus 4:16
„Bei meiner ersten Verteidigung stand mir niemand bei, sondern alle verließen mich; es werde ihnen nicht zugerechnet.“

Das erinnert an die Worte Christi am Kreuz: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“

Das klingt nach den Worten, die Stephanus, der erste Märtyrer der Kirche, sagte, als er zu Tode gesteinigt wurde: „Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht zu.“ Paulus sagte: „Niemand stand mir bei. Alle ließen mich im Stich, aber es werde ihnen nicht zugerechnet.“

Obwohl er in der Stunde der Not abgelehnt und verlassen wurde von Menschen, denen er unter Einsatz seines Lebens das Evangelium brachte und die sich bekehrten, sagte er: „Gott vergib ihnen. Rechne ihnen das nicht zu.“ Paulus hegte keine Bitterkeit oder Unversöhnlichkeit gegenüber denen, die ihn in seiner Not verließen und verrieten, obwohl er Leib und Leben riskierte, um ihnen die Wahrheit des Evangeliums zu bringen. Die Haltung der Vergebung lässt Gottes Segnungen ungehindert fließen, Unversöhnlichkeit blockiert sie.

Galater 5:6 sagt:
„Glaube ist durch Liebe wirksam.“

Glaube ist durch Liebe wirksam. Aber wenn der Kanal der Liebe durch Bitterkeit und Unversöhnlichkeit verstopft ist, kann Glaube nicht durchkommen. Glaube kann nicht durchkommen, wenn keine Liebe da ist.

Ich las vor vielen Jahren eine Geschichte, die mir öfters in den Sinn kommt, über eine junge Frau, die einen Mann heiratete, den sie zu kennen meinte, aber tatsächlich kaum kannte. Sie nahm die Signale, dass er manchmal Wutanfälle hatte, mit Dingen warf, nicht ernst. Sie sagte sich: „Ach, das wird schon werden.“ Ich denke, viele Frauen machen diesen Fehler: „Ich werde ihn schon ändern, wenn wir verheiratet sind.“ Nein, das werden Sie nicht. Seine Wutanfälle wurden immer schlimmer und er schlug sie sogar mehrfach. Es eskalierte so sehr, dass er versuchte, sie umzubringen. Er nahm eine Pistole und schoss auf sie. Ihr Leben wurde nur dadurch gerettet, dass die Pistole einen Aussetzer hatte. Sie floh, rette ihr Leben und ließ sich scheiden. Aber ihr Vater war so zornig und verbittert über den Missbrauch an seiner Tochter und ihre traumatischen Erfahrungen, dass er, wenn er ihn hätte erwischen können, seinen ehemaligen Schwiegersohn getötet hätte, denke ich. Ihr Vater war es, der den Artikel schrieb, den ich las. Er sagte, dass er kurz darauf sehr krank wurde und schmerzhafte Schwellungen hatte. Selbst normale Kleidung verursachte schreckliche Schmerzen. Ich erinnere mich, er sprach von seinem Ehering und dass seine Finger wie Würste waren. Sie schwollen so an, dass der Ehering nicht abgenommen werden konnte und es auch wehtat. Aber er fand Christus. Er wurde errettet. Er besuchte eine Bibelstunde, obwohl ihm die Symptome noch schlimme Schmerzen bereiteten. Die Ärzte konnten nichts gegen die Schmerzen tun. Er ist in der Bibelstunde, damit für ihn um Heilung gebetet wird und der Leiter der Bibelstunde fragte ihn: „Ich spüre, dass ich Ihnen diese Frage stellen soll: Hegen Sie gegen jemanden Unversöhnlichkeit? Denn solange das nicht geklärt ist, werden unsere Gebete Ihnen nicht helfen.“ Er sagte: „Ja, das tue ich.“ Er verließ sofort die Bibelstunde und suchte seinen früheren Schwiegersohn. Er fand heraus, wo er wohnte. Er lebte in einem Mietshaus. Er ging und klopfte an seine Tür. Eine Stimme rief: „Wer ist da?“ Er gab sich zu erkennen und der Schwiegersohn machte nicht auf. Er musste ihm sagen: „Schau, ich bin nicht hier, um dir etwas anzutun. Ich tue dir nichts. Ich komme, um dir zu sagen, dass ich dir vergeben habe. Ich bin Christ geworden, Gott hat mir so viel vergeben und mir wurde klar, dass ich dir vergeben muss, was du meiner Tochter angetan hast. Ich bin nur hier, um dir zu sagen, dass ich dir vergebe.“ Die Tür öffnete sich einen Spalt. Es kam heraus, dass auch der Schwiegersohn kürzlich gläubig wurde. Er ging zurück, am nächsten Abend oder ein paar Tage später, damit in der Bibelstunde für ihn gebetet wird. Ich weiß noch… er sagte… er stand so da mit geschlossenen Augen. Sie legten ihm Hände auf und beteten für ihn und sein Ehering fiel auf den Boden und rollte umher, weil die Schwellung sofort wich. Er war sofort geheilt. Aber er musste den Kanal, durch den Glaube fließt… Glaube wirkt durch die Liebe… von Bitterkeit und Unversöhnlichkeit befreien, die da waren.

Vergebung ist der richtige Weg. Selbst wenn Sie bitter enttäuscht wurden, weil Menschen nicht zu Ihnen hielten, Ihnen nicht gaben, was Ihnen zustand oder ihr Wort brachen… was immer, ich sage Ihnen, Vergebung zahlt sich aus!

Und die vierte und letzte Lektion: Wenn andere Sie verlassen, steht Jesus zu Ihnen. Sie werden herausfinden, dass Sie nur Ihn brauchen. Nochmals Vers 16: „Bei meinem ersten Verhör stand mir niemand bei…“ Aber schauen Sie Vers 17 an:

2.Timotheus 4:17
„Der Herr aber stand mir bei und stärkte mich, damit durch mich die Botschaft ausgebreitet würde und alle Heiden sie hörten, so wurde ich erlöst aus dem Rachen des Löwen.“

Alle anderen mögen Sie verlassen, Jesus nicht! Erinnern Sie sich an den von Geburt Blinden in Johannes Kapitel 9? Jesus machte einen Brei, schmierte ihn auf seine Augen und sagte: „Geh, wasch dich im Teich Siloah.“ Er wurde sehend. Alle sind begeistert, weil es der Bettler ist, der jeden Tag vor der Synagoge saß. Die Pharisäer nehmen ihn in die Mangel, weil er am falschen Tag geheilt wurde.

„Wir haben Sabbat. Am Sabbat soll niemand geheilt werden.“ Am Sabbat soll man niemanden heilen war ihr Standpunkt. Er sagt ihnen: „Ich war blind und kann jetzt sehen!“ Und sie glaubten nicht, dass er blind gewesen war. Sie holten seine Eltern und fragten: „Ist das euer Sohn, von dem ihr behauptet, er sei blind geboren und kann jetzt sehen? Wie kommt es, dass er jetzt sehen kann?“ Und sie sagten:

„Wir wissen, dass er unser Sohn ist und dass er blind geboren wurde, aber wodurch er sehend wurde, wissen wir nicht. Fragt ihn, er ist alt genug.“

Die Bibel sagt, dass sie das aus Angst vor den Juden sagten, weil sie jeden exkommunizieren… jeden aus der Synagoge ausschließen, der bekennt, dass Jesus der Christus ist.

Bedenken Sie das. Ihr Sohn wurde blind geboren. Ihm blieb nichts übrig als zu betteln, weil ein Blinder in der damaligen Kultur nichts anderes tun konnte. Sie sahen, wie er sein Leben lang litt. Er wird geheilt und jetzt trauen sie sich nicht zu ihm zu stehen. Auf eine sehr reale Weise haben ihn seine eigenen Eltern im Stich gelassen. „Jetzt steht er alleine da. Wir identifizieren ihn nur.“, weil sie Angst vor dem Urteil von Menschen hatten und nicht aus ihrer Kirche geworfen werden wollten.

Sie fragten ihn nochmals: „Gut, erzähl es uns noch mal.“ Er sagte: „Ich sagte es euch bereits. Wollt ihr es nochmals hören? Wollt ihr auch seine Jünger werden?“ Dann fluchten sie über ihn. Sie hassten ihn. Sie redeten negativ über ihn und über Jesus und warfen ihn aus der Kirche. Er wurde verlassen, von seinen Eltern und von den Leitern der Gemeinde, von der ganzen Familie der Gläubigen und jetzt lesen Sie, was als nächstes geschieht. Es heißt, sie warfen ihn hinaus und dann heißt es: „Und Jesus fand ihn.“ Wenn andere Sie verlassen, mein Freund, Jesus kommt und findet Sie. Ja, das tut Er!

Und ich sage es nochmal: Sie brauchen nur Ihn. Er sagte: „Er stand mir bei und Er stärkte mich. Dann erfüllte ich meinen Auftrag und wurde aus dem Rachen des Löwen gerettet.“ Ob er damit Rom oder Nero meint, den Tod, der ihm drohte oder den Teufel, der wie ein brüllender Löwe umhergeht oder alles auf einmal; er wurde gerettet.

Doch noch ein Gedanke. Paulus sagte: „Der Herr stand mir bei, Er stärkte mich und befreite mich aus dem Rachen des Löwen.“ Aber als er das schrieb, war er immer noch im Gefängnis. Aber er war befreit und ging voran in Gottes Wegen für sein Leben. Vielleicht erlebte er nicht das volle Ausmaß der Freiheit und des Segens, das er gerne gehabt hätte, aber Gnade und Kraft für die Situation ganz sicher, Segen, Klarheit und Befreiung in diesen Umständen.

Vielleicht erleben Sie momentan in Ihrem Leben nicht das volle Maß an Freiheit und Segen und Wohlergehen, das Sie gerne hätten. Aber ich sage Ihnen: Jesus ist mit Ihnen. Er wird Sie stärken und Gnade in Ihre Situation hineinbringen und Er wird Ihnen im Herzen Zuversicht geben im Hinblick auf momentane und zukünftige Freisetzung. Schauen Sie, was er als nächstes sagt in 2.Timotheus 4:18.

2.Timotheus 4:18
„Der Herr wird mich retten von jedem bösen Werk und mich in sein himmlisches Reich hineinretten. Ihm sei die Herrlichkeit von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.“

Ich denke, wir sollten erwarten, von jedem bösen Werk gerettet zu werden und für Sein himmlisches Reich bewahrt zu werden, denn, Freund, Sein Reich kommt und der König auch… bald, ja sehr bald, wie es in dem Lied heißt.

Ich schließe, indem ich aus demselben Kapitel ab Vers 6 lese.

2.Timotheus 4:6-8
„Denn ich werde schon als Trankopfer gesprengt, und die Zeit meines Abscheidens steht bevor.

Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe den Glauben bewahrt;

fortan liegt mir bereit der Siegeskranz der Gerechtigkeit, den der Herr, der gerechte Richter, mir als Belohnung geben wird an jenem Tag; nicht allein aber mir, sondern auch allen, die sein Erscheinen lieb gewonnen haben.“

Wissen Sie, wenn Freunde uns verlassen oder die ganze Welt sich abwendet, ist es gut zu wissen, dass Jesus zu uns steht. Er ist ein Freund, der mehr zu uns hält als ein Bruder. Er verlässt und versäumt uns nie. Und hören Sie, das reicht! Sie brauchen nur Jesus. Vielleicht geht es Ihnen wie mir… ich nehme das an… und in Ihrem Leben sind Dinge passiert, die Sie nie erwartet hätten.

Manche Menschen, von denen Sie meinten, sie würden immer und ewig gute Freunde sein, taten Dinge, die Sie verblüfften und vielleicht etwas schockiert haben. Wissen Sie, Jesus ist in diesen Momenten bei uns und wenn Sie jetzt zuschauen und ein gebrochenes Herz haben… Jesus heilt gebrochene Herzen. Er sagte: „Der Geist des Herrn ist auf Mir, um jene zu heilen, die zerbrochenen Herzens sind.“

Ich versichere Ihnen, dass Jesus Sie wiederherstellen kann. Er liebt Sie. Er weiß, was Sie durchgemacht haben und wird in den schwierigsten Zeiten zu Ihnen stehen und Sie in Ihrer Seele stärken. Ja, Vater, ich bete jetzt, dass die Gegenwart des Heiligen Geistes meinen Zuschauern dient, der Frau oder dem Mann, deren Herzen gebrochen sind, weil Sie verlassen wurden oder Verrat erlebten… Gott, möge jetzt Gnade und Kraft in ihre Herzen fließen in dem Namen Jesu Christi, des Sohnes Gottes. Ich würde gerne von Ihnen hören. Bitte senden Sie uns eine E-Mail, schreiben Sie ein paar Zeilen. Unterstützen Sie uns in jedem Fall. Jede Unterstützung hilft! Vielen Dank dafür! Bis zum nächsten Mal. Gott segne Sie.

Jule 25. Juli 2010 Keine Kommentare Trackback URI Comments RSS

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