Lektionen aus dem Kolosserbrief

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Lektionen aus dem Kolossserbrief
von Bayless Conley

Hallo und willkommen zur heutigen Sendung. Ich habe Ihnen heute etwas sehr Wichtiges mitzuteilen. Es kommt aus der Bibel und unsere Gemeinde hat es genossen. Ich glaube, es wird Sie segnen. Ich ermutige Sie, die nächsten Minuten in Ihr geistliches Leben zu investieren. Jemand sagte mal, wir essen drei warme Mahlzeiten am Tag, aber unserem Geist geben wir bloß einmal pro Woche einen kalten Snack und dann wundern wir uns, warum wir schwachen Glauben haben. Nehmen wir uns einige Minuten, um unseren Geist zu nähren. Paulus schrieb:

Kolosser 1:3-4
„Wir danken Gott, dem Vater unseres Herrn Jesus Christus allezeit, wenn wir für euch beten, da wir von eurem Glauben an Christus Jesus gehört haben und von der Liebe, die ihr zu allen Heiligen habt.“

Beachten Sie: Wir beten allezeit für euch, seit wir von eurem Glauben an Christus und eurer Liebe zu allen Heiligen gehört haben. Das Gleiche sagt er in den Versen 8 und 9, wo er über Epaphras redet.

Kolosser 1:8-9
„… der uns auch eure Liebe im Geist kundgetan hat. Deshalb hören auch wir nicht auf, von dem Tag an, da wir es gehört haben, für euch zu beten.“

Als Paulus von ihrem Glauben an Christus hörte, betete er für sie. Er sagt: „Wir haben nicht aufgehört zu beten.“

Viele Leute machen genau das Gegenteil. Wenn sie hören, dass jemand zum Glauben an Christus gekommen ist, hören sie auf zu beten. Ab dann beten sie für andere Dinge. „Der und der ist zum Herrn gekommen. Wunderbar! Jetzt brauchen wir nicht mehr für ihn zu beten.“ Ich bin anderer Ansicht. Wir müssen doppelt für die beten, die gerade zum Herrn gekommen sind.

Ich denke an mein Leben zurück, als ich nach Antworten suchte. Ich wollte von ganzem Herzen Gott kennenlernen und wissen, warum ich lebe. Ich suchte nach Wahrheit. Ich hatte eine geistige Liste, was ich untersuchen wollte. Es gab kaum eine Religion, die ich mir nicht anschaute oder eine Erfahrung, die ich nicht probiert hätte. Am Ende meiner Liste, was ich untersuchen wollte, kam das Christentum. Im Rückblick glaube ich, dass geistige Mächte mich blendeten, so dass ich es unten auf die Liste setzte. Der Teufel kämpft sehr gegen Menschen, damit sie blind bleiben. Aber wenn jemand zu Christus kommt, verdoppelt der Teufel seine Anstrengung, weil die Person plötzlich eine Bedrohung für ihn ist. Er tut alles, damit sie sich beleidigt fühlt und nicht mehr in die Kirche geht. Sie gehen nicht mehr in die Kirche und sind desillusioniert. Sie zweifeln an Gottes Güte und Gnade wegen der Dinge, die sie erlebt haben.

Ich telefonierte heute mit einem Freund. Eins seiner Kinder macht gerade eine schwere Zeit durch. Mir gefiel, was er dem Kind sagte: „Denke immer dran, egal, was passiert, dass Gott gut ist.“ Der Teufel tut schlimme Dinge und will, dass wir Gott fluchen. Aber es ist, was der Teufel tut. Aber er sagte seinem Kind: Erinnere dich immer: Gott ist ein guter Gott.“

Paulus betet also für sie. Ich denke, jeder von uns hat erlebt, wie Neubekehrte abfallen. Erinnern Sie sich an Freunde, Verwandte, Bekannte, die damals zur selben Zeit wie Sie zum Glauben an Christus kamen? Gibt es einige darunter, die heute nicht mehr mit Gott leben und nicht mehr zur Kirche gehen? Mir fallen einige Leute ein, die früher auf dem geraden, schmalen Weg gingen, heute aber nicht mehr. Sie fielen vom Weg ab. Es kann sein, weil wir nicht mehr für sie beteten, als wir von ihrem Glauben an Christus und ihrer Liebe für die Heiligen erfuhren.

Merken Sie sich die Stelle und schauen Sie mit mir in Jesaja, Kapitel 59. Ich will etwas Zeit mit diesem Gedanken verbringen, weil er wichtig ist. In Jesaja 59:14 steht eine alarmierende Aussage.

Jesaja 59:14-15
„So ist das Recht zurückgedrängt, und die Gerechtigkeit steht fern. Denn die Wahrheit ist gestürzt auf dem Marktplatz, und die Geradheit findet keinen Eingang. So geschieht es, dass die Wahrheit fehlt, und wer sich vom Bösen fernhält, wird zur Beute. Und der Herr sah es, und es war böse in seinen Augen, dass es kein Recht gab.“

Bedenken Sie diese Worte. Das Recht ist zurückgedrängt. Gerechtigkeit steht fern. Die Wahrheit ist gestürzt auf der Straße. Geradheit findet keinen Eingang. Die Wahrheit fehlt. Und die Person, die sich vom Bösen fernhält, wird zur Beute, wie eine Gazelle Beute für den Löwen ist. Wir haben einen Feind, der umhergeht wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann. Er sucht nach Beute! Als Erstes sucht er sie unter denen, die sich vom Bösen fernhalten. Sie werden Christen, tun Buße, wenden sich vom Bösen ab, hin zu Gott. Und Gott sagt, die Leute, die das tun, machen sich selbst zur Beute. Und das gefällt Gott nicht. Ich erinnere mich an eine Frau, die gerade gerettet wurde. Sie sagte: „Wissen Sie was? Ich war nie krank, bis ich herausfand, dass ich geheilt werden kann. Dann wurde ich errettet und fand heraus, was die Bibel über Heilung sagt. Als ich herausfand, dass ich geheilt werden kann, wurde ich krank.“

Ein anderer Mann erzählte von einem jungen Mann, der ein schlimmes Leben geführt hatte und dann zu Christus kam. Einige Wochen, nachdem er Christ wurde, wurde bei ihm Krebs festgestellt. Gefällt das Gott? Nein, es gefällt Gott nicht. Wer das Böse meidet, wird zur Beute. Die Frage ist: Warum? Im nächsten Vers, Jesaja 59:16, steht die Antwort.

Jesaja 59:16
„Er sah, dass kein Mann da war, und er wunderte sich, dass es keinen gab, der Fürbitte tat. Da half ihm sein Arm, und seine Gerechtigkeit unterstützte ihn.“

Warum versagt Wahrheit? Warum wird Recht zurückgedrängt? Warum wird der, der vom Bösen weicht, selbst zur Beute? Weil keine Person bereit ist, in den Riss zu treten. Es ist kein Fürbitter da. „Fürbitter“ ist ein juristischer Begriff für jemanden, der an Stelle von jemand anderem zum König oder zu einer Autorität geht, zu der er nicht selbst kommen kann. Ein Fürbitter ist jemand, der dazwischen steht. Er reicht eine Hand der Autorität oder dem König und die andere der Person, die keinen Zugang hat und er überbrückt den Abstand zwischen beiden. Wir müssen zuerst Fürbitte für unsere verlorenen Lieben und Nachbarn tun. Wir müssen für sie beten. Wir müssen zu Gott über Menschen sprechen, bevor wir zu Menschen über Gott sprechen. Und wir müssen beide Seiten der Gleichung erfüllen. Wissen Sie was? Wenn ein Neubekehrter zu Christus kommt, kennt er seine Stellung nicht. Sie kennen ihre Rechte und Privilegien nicht und brauchen noch einen Fürbitter. Aber wenn niemand da ist, der betet, werden sie zur Beute.

Schlagen Sie bitte den Kolosserbrief auf. Wir gehen ein wenig weiter. Paulus hörte also, dass sie gerettet wurden und er betete für sie.

Kolosser 1:4-5
„Da wir von eurem Glauben an Christus Jesus gehört haben und von der Liebe, die ihr zu allen Heiligen habt, wegen der Hoffnung, die für euch in den Himmeln aufbewahrt ist. Von ihr habt ihr zuvor gehört im Wort der Wahrheit des Evangeliums.“

Schauen wir nochmals in Vers 5, wo es heißt:

Kolosser 1:5-7
„Von ihr habt ihr zuvor gehört im Wort der Wahrheit des Evangeliums, das zu euch gekommen ist, wie es auch in der ganzen Welt ist und Frucht bringt und wächst, wie auch unter euch von dem Tag an, da ihr es gehört und die Gnade Gottes in Wahrheit erkannt habt. So habt ihr es gelernt von Epaphras, unserem geliebten Mitknecht, der ein treuer Diener des Christus für euch ist.“

Ich nehme einen Satz heraus, um darüber zu reden. Er sprach vom Evangelium, das Früchte oder Resultate seit dem Tag hervorbringt, da sie davon erfuhren. Einige der Früchte des Evangeliums sind Errettung, die Erfüllung mit dem Heiligen Geist, Heiligkeit, Heilung, Frieden. All das sind Früchte des Evangeliums. All dies wird von der Botschaft hervorgebracht. Und er sagt, dass es auf der ganzen Welt Frucht bringt, wo es hinkommt. Wenn das Wort Gottes in das Leben eines Menschen kommt, bringt es Frucht. Umstände können das Wachstum nicht stoppen, wenn das Wort in den Herzensboden eines Menschen fällt und er es schützt. Regierungen können die Vermehrung des Wortes nicht stoppen. Es friert auch nicht durch kalten religiösen Formalismus ein. Es kann nicht entwurzelt, niedergetrampelt oder rausgeprügelt werden, weil die Frucht aus einem unvergänglichen Samen wächst. Er hat die DNA des Himmels, gefüllt mit Auferstehungskraft, derselben Kraft, die unseren Retter von den Toten auferweckte.

Es gibt allerdings ein großes „Aber“. Bevor das Evangelium oder ein anderer Teil von Gottes Wort im Leben eines Menschen Frucht bringt, müssen drei Dinge passieren. Sind Sie bereit? Drei Dinge.

Erstens: Die Botschaft muss kommen. Das braucht einen Boten. Schauen Sie im ersten Teil von Vers 6. Es ist die Rede von der Botschaft des Evangeliums, der Wahrheit, die zu Ihnen gekommen ist. In einem anderen Brief fragte Paulus: „Wie können sie es ohne einen Prediger hören?“ Laut Vers 7 predigte Epaphras zuerst zu ihnen. Offensichtlich war er derjenige, der sie zum Herrn führte. Er war der Bote. Freund, wir sind Gottes Mund. Wenn dieses Evangelium, der unvergängliche Samen von Gottes Wort, der mit der Kraft des Himmels gefüllt ist, Früchte wie Heilung, Frieden, Errettung oder Heiligkeit hervorbringen soll, dann muss er zuerst zu den Menschen kommen. Es muss verkündigt werden.

Zweitens: Es muss gehört werden. Es heißt in den Versen 5 und 6, dass sie es gehört hatten. In Vers 6 ist es zu ihnen gekommen, wie auch zur ganzen Welt. Es bringt Frucht hervor. Am Ende des Verses sagt er „von dem Tag an, da ihr es gehört habt“. Jesus sprach viel über Hören, nicht wahr? Er sagte: „Achtet darauf, wie ihr hört.“ An einer anderen Stelle sagte Er: „Achtet darauf, was ihr hört. Wer Ohren hat zu hören, der höre.“ Sie sollten einmal das Gleichnis vom Sämann in Markus, Kapitel 4 lesen. Es erklärt die Wirkungsweise von Gottes Wort und die Wirkungsweise von Gottes Reich in unserem Leben. Unterstreichen Sie die Worte „hören“, „Ohren“ oder „gehört“. Freund, Glaube kommt durch Hören von Gottes Wort. Hören ist sehr wichtig in dem Prozess. Wir müssen die Botschaft hören.

Und der dritte Teil, an den viele Leute gar nicht denken. Es muss erkannt werden. Es muss kommen. Es muss gehört werden und es muss erkannt werden. Er sprach darüber, wie es Frucht bringt. Am Ende von Vers 6 sagt Paulus „von dem Tag an, da ihr es gehört und die Gnade Gottes in Wahrheit erkannt habt.“

Und hier dämmert es in unserem Herzen. Es ist eine Sache, es zu hören und etwas anderes, es zu erkennen.

Er sagte: „Ihr habt es gehört und die Gnade Gottes in Wahrheit erkannt.“ Merken Sie sich die Stelle und schauen wir im Johannes Evangelium, Kapitel 8. Wenn Gottes Wort in unserem Leben Frucht bringen soll, muss es vom Hören zum Erkennen kommen. In Johannes, Kapitel 8, Vers 30 ist eine bekannte Stelle.

Johannes 8:30-31
„Als er dies redete, glaubten viele an ihn. Jesus sprach nun zu den Juden, die ihm geglaubt hatten: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaft meine Jünger und ihr werdet die Wahrheit hören, und die Wahrheit wird euch frei machen.“

Ich habe wohl die falsche Übersetzung – Jesus sagte:

Johannes 8:32
„Und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“

Die Reihenfolge hier ist sehr interessant. Während Er sprach, glaubten viele an Ihn. Dann sagte Er zu denen, die glaubten: „Bleibt in meinem Wort, seid meine Jünger. Dann werdet Ihr die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch frei machen.“

Das bedeutet, Sie können an Ihn glauben und nicht frei sein. Ich sage es noch mal: Sie können an Ihn glauben und unfrei sein. Wenn Sie aber die Wahrheit erkennen, macht sie Sie frei.

Sie befreit Sie von Sünde,
sie befreit Sie von Scham;
sie befreit Sie vom bitteren Joch der Unvergebenheit;
sie befreit Sie von Depression;
sie befreit Sie von Ärger;
sie befreit Sie von Krankheiten;
sie befreit Sie von Armut;
sie befreit Sie von Furcht.

Sie können frei sein, wenn Sie die Wahrheit erkennen! Sie zu erkennen, ist das Ergebnis von drei Dingen. Erstens: Einstellung. Zweitens: Aufmerksamkeit. Drittens: Bleiben. Dadurch kommt das Erkennen der Wahrheit.

Erstens: Einstellung. Ihre Einstellung zur Wahrheit entscheidet, was Sie daraus empfangen. Sind Sie hungrig nach Wahrheit? Die Bibel sagt in

Hiob 23:12
„Ich habe die Worte Seines Mundes mehr geschätzt als mein tägliches Brot.“

Ich habe Seine Worte geschätzt! Ich schätzte Sein Wort mehr als mein tägliches Brot.

Wie ist unsere Einstellung gegenüber der Bibel? Sind wir hungrig? Oder lassen wir unsere Bibeln verstauben? Wie ist unsere Einstellung? Mit dem Maß, mit dem Sie messen, wird Ihnen gemessen werden. Es hat alles mit Einstellung zu tun. Wir sollten die Bibel manchmal auf unseren Knien lesen. Das ist ein äußeres Zeichen für ein demütiges Herz. Wir lesen die Bibel betend auf unseren Knien und bitten Gott, zu uns zu reden! Unsere Einstellung, unsere Ehrerbietung, unsere Erwartung gegenüber Gottes Wort entscheidet, ob wir es erkennen oder nicht.

Das Zweite ist unsere Aufmerksamkeit. In

Sprüche 4:20 heißt es in der alten King James Bibel:
„Mein Sohn, merke auf meine Worte.“

In der Neuen King James heißt es: „Achte auf meine Worte. Neige dein Ohr meinen Reden. Lass sie nicht aus deinen Augen weichen, bewahre sie in der Mitte deines Herzens! Denn Leben sind sie denen, die sie finden, und Heilung für ihr ganzes Fleisch.“ Er sagte: „Sei aufmerksam.“

Wenn wir auf Sein Wort achten, wird es in unserem Herzen Raum gewinnen. Es ist so unglaublich wichtig, Dinge immer und immer wieder zu lesen.

Und das Dritte ist die Folge dieser Aufmerksamkeit: Das Bleiben. Schauen wir uns noch mal den Vers in Johannes 8:31 an.

Johannes 8:31
„Jesus sprach nun zu den Juden, die ihm geglaubt hatten: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaft meine Jünger.“

Bleiben kommt vor Erkennen. Und ihr werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch frei machen. Bleiben bedeutet sich niederlassen, leben, wohnen, bleiben.

Als ich gerade gerettet war, gab mir jemand eine Bibel. Sie war etwa so groß. Es war eine große, rote Familienbibel mit allen möglichen tollen Bildern drin, die man auf den Kaffeetisch legt. Ich trug das Ding überall mit mir herum. Ich erinnere mich, wie ich mich für eine Mietwohnung bei einem Mann bewarb. Ich ging rein, hatte lange Haare, einen langen Bart; meine waren Haare geflochten und ich trug einen Poncho. Ich legte meine 3-Kilo-Bibel vor dem Mann auf den Tresen und sagte: „Ich will Ihre Wohnung mieten.“ Der Mann sagte: „Nein, danke.“ Aber ich hatte nur diese. Ich trug sie überall mit mir und las ständig darin. Die ganze Zeit! Ich las sie bei Nacht im Kerzenschein. Es war das Erste, was ich morgens nach dem Aufstehen las. Wir müssen in Seinem Wort bleiben.

Wenn etwas in der Bibel Ihre Aufmerksamkeit erregt, schlagen Sie Ihr Zelt auf und campen Sie da eine Weile. Wenn Sie heute etwas in der Botschaft anspricht, schlagen Sie Ihr Zelt dort auf. Wenn Sie heimkommen, schlagen Sie ein Zelt auf, rösten Sie Kastanien über dem Feuer und verweilen Sie. Denken Sie darüber nach. Lesen Sie es nochmals. Schlagen sie Querverweise auf. Beten Sie darüber. Suchen Sie eine andere Übersetzung. Lesen Sie sie. Gehen Sie durchs Zimmer und beten Sie eine Weile. Gehen Sie zurück und lesen Sie es noch mal. Tun Sie das 20, 30 Minuten. Dann dämmert Ihnen die Wahrheit im Herzen. Wenn Sie eine besondere Not haben, suchen Sie eine Bibelstelle, die auf diese Not antwortet und dann bleiben Sie dort eine Weile. Bleiben Sie da. Verwandeln Sie Ihr Hören in Erkennen. Und bald erfreuen Sie sich der Früchte der Freiheit.

Die Kolosser hatten einen Boten, sie hörten eine Botschaft und bewegten sich vom Hören der Wahrheit zum Erkennen. Und die Wahrheit des Evangeliums fing an Frucht zu bringen. Gehen wir zurück zum Kolosserbrief. An diesem Punkt wird der Inhalt von Paulus Gebet spezifischer. In Kolosser 1:9 sagt er:

Kolosser 1:9
„Deshalb hören auch wir nicht auf, von dem Tag an, da wir es gehört haben, für euch zu beten und zu bitten, dass ihr mit der Erkenntnis seines Willens erfüllt werdet in aller Weisheit und geistlichem Verständnis.“

Sie beteten, dass diese Leute erfüllt würden, bis zum Rand erfüllt, mit der genauen Erkenntnis, heißt es im Griechischen,… mit der vollen Kenntnis Seines Willens. Sie können den Willen Gottes kennen. Er redet hier vom allgemeinen Willen Gottes, den jeder von uns durch das Lesen der Bibel erkennen kann. Die Bibel ist eine Offenbarung von Gottes Willen.

In 2.Petrus 3:9 heißt es:
„Gott will nicht, dass irgend jemand verloren geht, sondern dass alle zur Buße kommen.“

Ich weiß also, dass es Gottes Wille ist, dass Menschen gerettet werden und dass niemand verloren geht. Es ist nicht Gottes Wille, dass jemand verloren geht, sagt die Bibel. Ich verstehe dies als Seinen allgemeinen Willen. Ich weiß, die Bibel sagt in

1.Thessalonicher 4:3
„Dies ist Gottes Wille: eure Heiligung.“

Ich weiß, Gott will mich geheiligt und ausgesondert. Ich weiß, die Schrift sagt in

1.Thessalonicher 5:18
„Sagt in allem Dank, denn dies ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.“

Also, egal, was ich durchmache, ich soll Gott danken, nicht für alles, aber in allem kann ich Gott danken. Da ist ein Unterschied zwischen beidem. Ich werde nicht für das danken, was der Teufel tut. Aber ich kann Gott inmitten der Ereignisse meines Lebens danken. Das ist der Wille Gottes in Christus für mich.

So können wir den allgemeinen Willen Gottes für uns durch das Lesen der Bibel kennenlernen. Aber er spricht auch von Gottes speziellen Willen für uns als Einzelpersonen. Paulus betet für sie und sagt uns, dass er für sie gebetet hat, dass die dortige Irrlehre entwurzelt wird, dass nur einige wenige eine intime Erkenntnis von Gott haben können. Die Wahrheit ist, dass jeder von uns Gottes Willen und Seinen Plan für uns erkennen und die Weisheit erlangen kann, ihn auszuführen. „Dass ihr mit der Erkenntnis Seines Willens erfüllt werdet in aller Weisheit.“ Und natürlich muss dies geistlich erkannt werden. Er sagte: „In allem geistlichen Verständnis“. Die Bibel sagt in

Epheser 5:17
„Seid nicht töricht, sondern versteht, was der Wille des Herrn ist.“

Ich erinnere mich, wie ich mit einem unserer Geschäftsleute in der Gemeinde sprach. Er hatte eine radikale Veränderung seines Lebens erlebt und war von einigen zerstörerischen Gewohnheiten befreit worden. Er war Gott so dankbar und sagte: „Gott, mein Leben gehört dir, ich tue, was immer du willst.“

Ich glaube, jeder, der eine echte Bekehrungserfahrung hatte, reagiert so. Wie der Apostel Paulus, der fragte: „Herr, wer bist du?“ Seine nächste Frage war: „Was soll ich für dich tun?“ Ich glaube, das ist der natürliche Ausfluss eines Herzens, das durch das Blut Jesu gereinigt wurde. Wir wollen Ihn besser kennenlernen. Wir fragen: „Herr, was soll ich tun?“

Er war an diesem Punkt: „Gott, was willst du, dass ich tue? Ich weiß es einfach nicht!“ Er hatte ein sehr lukratives Geschäft. Er fing an, zu unserer Schule des Dienstes zu kommen und dachte: „Vielleicht muss ich mein Geschäft aufgeben und in den Dienst gehen und predigen.“ Denn zu der Zeit war das seine einzige Vorstellung: „Wenn ich Gott dienen will, muss ich Missionar oder Pastor werden.“ Und er teilte mir mit, wie es ihm eines Tages klar wurde, dass er eine Begabung und einen Ruf für die Geschäftswelt hat und dass dies sein Einflussbereich für Gottes Reich ist. Was für ein Freudentag! Er erkannte, dass dies der Wille Gottes für ihn ist und dass er durch sein Geschäft und seine wirtschaftliche Intuition in Gottes Plan hineinpasste, um den Einfluss von Gottes Reich dort hinein zu tragen. Und er führte unzählige Menschen zu Christus und wurde zu einem Champion der Kirche auf finanzielle Weise, weil er den Willen Gottes erkannt hatte.

Dafür betete Paulus. Und das Gebet spielt beim Erkennen eine große Rolle. Sie brauchen eine klare Wegweisung von Gott, wenn Sie zu Vers 10 gelangen wollen. Schauen wir es uns an. In Vers 9 betete er, dass sie erfüllt würden, den Willen Gottes zu erkennen.

Kolosser 1:10
„… um des Herrn würdig zu wandeln zu allem Wohlgefallen, fruchtbringend in jedem guten Werk und wachsend durch die Erkenntnis Gottes.“

Wenn wir würdig wandeln und Ihm in allem gefallen wollen, brauchen wir Wegweisung. Die guten Werke sollen aus dem Verständnis Seines Willens und Seiner Wegweisung kommen. Vielleicht bin ich etwas einfältig, aber ich glaube einfach, dass Jesus es so meinte, wie Er es sagte: „Meine Schafe hören meine Stimme und sie folgen mir. Ich führe sie hinaus. Ich rufe sie beim Namen.“

Ich glaube, Er meinte das so. Ich glaube, wir können die Stimme des Hirten kennen. Und ich glaube, es ist natürlich, wenn eins Seiner Schafe Seine Stimme hört.

Ich liebe es, wie der Apostel Paulus immer wieder von seinen Gebeten für die Gemeinden spricht und dass er zeitweise für sie buchstäblich in Wehen lag, bis Christus in ihnen geformt würde. Das bedeutet, dass er etwas Ähnliches durchmachte wie eine Mutter, die gebiert, nur im geistlichen Sinn. Es bedeutet, für die Seele einer Person eine Last im Gebet zu tragen. Ich glaube nicht, dass Sie mir heute zufällig zuhören. Ich vermute, dass jemand irgendwo eine Last für Ihre Seele empfand und für Sie gebetet hat. Dies kann für Sie ein göttlicher Augenblick sein, die Folge davon, dass jemand für Sie zu Gott gebetet hat. Freund, Ihre Seele ist wertvoll. Gott liebt Sie. Und Er will, dass Sie Ihn kennenlernen. Warum öffnen Sie Ihr Herz nicht dem Retter? Sie werden Leben finden, wenn Sie es tun. Zu Jesus nein zu sagen bedeutet, zum Leben nein zu sagen. Zu Ihm ja zu sagen, bedeutet ja zum Leben zu sagen. Öffnen Sie Ihm heute Ihr Herz. Bis zum nächsten Mal. Gott segne Sie.

Jule 10. Februar 2008 Keine Kommentare Trackback URI Comments RSS

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