Prozess oder Ereignis

 

 

Prozess oder Ereignis (1)

Bayless Conley                                                                                             19.07.2009

Hallo!
Heute habe ich eine ganz besondere Botschaft für Sie. Sie heißt ‚Prozess oder Ereignis‘.

Bevor es losgeht, möchte ich einem Freund  besonders danken. Er heißt Paul Scanlon und kommt aus Bradford, England. Er ist dort Pastor einer großartigen Gemeinde. Ich hatte diese Botschaft fertig und dann gab mir meine Frau ein kleines Buch von Paul. Darin spricht er viele ähnliche Themen an wie ich in meinen Botschaften auch. Mir gefielen manche Ausführungen von Paul besser als meine eigenen. Ich übernahm ein paar seiner Gedanken. Vielen Dank, mein Herr! Kommen wir gemeinsam zum Wort und werden wir erfrischt.

Mein heutiges Thema ist Prozess oder Ereignis. In den meisten Gemeinden geht es in den Predigten um Ereignisse statt um einen Prozess. Mit anderen Worten darum, Gott zu vertrauen, in unser Leben einzugreifen und alles plötzlich zu verändern, also um ein Ereignis statt einen Prozess der Genesung und Wiederherstellung, der Zeit kostet und Veränderung erfordert. Wir alle wollen das Ereignis. Wir heben das Ereignis hervor, predigen darüber und vergessen manchmal den Prozess, der zu dem Ereignis führt. Vielleicht haben wir dabei nicht vor Augen, dass Gott manchmal nur durch Prozesse handelt und dass die Resultate kleine Schritte sind.

Ich stand heute früh bei Sonnenaufgang auf und die ersten Sonnenstrahlen kamen hervor. Ich schaute hinaus und als ich hinaus zum Auto ging, um zum ersten Gottesdienst zu fahren, war es vollkommen hell. Es geschah schrittweise.

Die Bibel sagt, dass der Weg der Gerechten genau so sein soll. Es geht nicht um ein gewaltiges Ereignis, sondern um Schritte.

Sprüche 4:18 sagt:
„Aber der Pfad des Gerechten ist wie der Glanz des Morgenlichts, das immer heller leuchtet bis zum vollen Tag.“

Ich denke, mache Menschen stehen im Zenit von Gottes Segen, Seiner Gunst und Seiner Befreiung in ihrem Leben und sie können auf kein Ereignis verweisen, das dazu geführt hat, weil ihr Sieg und der Segen schrittweise kamen. Sie hatten sich einem Prozess des täglichen Glaubens und Gehorsams verschrieben.

Ich kann Ihnen nicht sagen, wie oft ich ein Golfturnier gesehen habe. Dann kommt die letzte Runde und wer auch gewinnt… Tiger Woods, Vijay Singh, Tom Nicholson… jemand gewinnt das Turnier.

Unweigerlich sagt jemand im Raum, wenn sie ihre große Trophäe und den Scheck über mehr als eine Million Dollar als Siegesprämie erhalten: „Mensch, was für ein Leben! Nur vier Tage Arbeit auf dem Golfplatz und schon bekommt man einen Scheck über eine Million Dollar, ganz zu schweigen von all der Anerkennung.“ Ja, aber sie vergessen den Prozess, der zwanzig Jahre dauerte, der zu diesem Ereignis führte, dass sie sich einem Prozess des Übens, Trainierens und Spielens verschrieben haben.

Das Ereignis ist nur ein Teil eines Prozesses. Das Ereignis ist nicht alles. In dem Prozess gab es sogar jede Menge anderer Ereignisse, die sie nicht gewonnen haben. Sicher gewannen sie das Ereignis, aber manchmal sind wir so auf Ereignisse ausgerichtet, dass wir den Prozess vergessen, der dazu führte.

Das kann auch in der Gemeinde passieren. Auf der ganzen Welt fragen mich Pastoren und Leiter:

„Was sind die Schlüssel, um eine große, lebendige, gesunde und wachsende Gemeinde zu haben?“

Ich denke, manchmal enttäuscht sie meine Antwort. Ich habe Mühe, ihnen Schlüssel zu nennen, weil sie meistens nach einer einzigen schnellen Lösung suchen, die alles bei ihnen verändert, nach einem gewaltigen Ereignis. Ich muss ihnen sagen: „Wir tun im Grunde genau das, was wir bei der Gemeindegründung vor einem Vierteljahrhundert taten.“ Es ist ein ständiger Prozess des Wachstums, der Veränderung und der Korrektur. Wir beten, predigen und lehren, bauen Beziehungen, sind gehorsam in kleinen Dingen, treffen gute Entscheidungen und lernen aus unseren  Fehlentscheidungen. Ich kann auf kein Ereignis verweisen, das das bewirkte. Es war ein Prozess.

Ja, wir erlebten große Durchbrüche; wir hatten manche großartigen Konferenzen, Einweihungen von Gebäuden, erstaunliche Gastsprecher, die lebensverändernde Botschaften brachten. Diese Dinge haben uns nach vorne gebracht und inspiriert, aber sie sind doch Teil eines Prozesses. Ohne diesen Prozess gäbe es uns nicht. Es passiert nicht ohne diesen Prozess.

Das gilt nicht nur für die Gemeinde, sondern oft auch für einzelne Christen. Wenn wir nicht aufpassen, können wir Ereignisjunkies werden, die von einem Ereignis zum nächsten eilen, von einer Konferenz zur nächsten, um das Neue zu finden, was unser Leben revolutioniert: das Gebet, die Weissagung, ein besonderes Opfer, eine Fastenzeit… all das ist gut und Gott kann bei uns durch all das wirken, aber wenn es nicht Teil eines Prozesses ist, wird es keine dauerhaften Veränderungen geben.

Noch vor Ende des Monats werden wir hier in der Gemeinde den neuen Dienst ‚Wiederherstellung feiern‘ starten. Da geht es um diesen Prozess. Menschen mit bestimmten Süchten in verschiedenen Bereichen kommen mit anderen Menschen zusammen und lernen, wie sie einen Prozess durchlaufen und diese Dinge loswerden können. Darüber bin ich selbst total begeistert.

In folgenden Bereichen müssen wir mehr einen Prozess als ein Ereignis anstreben.

Nummer eins: geistliche Reife. Sie ist ein Prozess, kein Ereignis. Eine Heimsuchung Gottes wird Sie nicht plötzlich auf ein neues geistliches Niveau bringen oder Ihnen werden Hände aufgelegt oder Sie gehen zu dieser Versammlung oder jener Konferenz und alles wird anders und Sie sind auf einem ganz anderen Niveau. Freund, so funktioniert das nicht. Reife ist ein Prozess, körperlich und geistlich.

Schauen wir uns 1.Petrus 2:2 an.

1.Petrus 2:2
„Und seid als neugeborene Kindlein begierig nach der unverfälschten Milch des Wortes, damit ihr durch sie heranwachst.“

Wachstum, körperliches Wachstum, ist ein Prozess. Geistliches Wachstum ist ein Prozess, bei dem wir das Wort Gottes empfangen. Die Bibel sagt, wir sollen von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, von Glauben zu Glauben, gehen. Paulus schrieb den Thessalonichern in

2.Thessalonicher 1:3:
„Euer Glaube wächst über die Maßen.“

Es gibt mehrere Faktoren, aber zwei der wichtigsten Komponenten… notwendig und wichtig, um geistlich zu wachsen… sind erstens das Aufnehmen des Wortes Gottes, wie wir hier in

1.Petrus 2:2 lesen:
„Und seid als neugeborene Kindlein begierig nach der unverfälschten Milch des Wortes, damit ihr durch sie heranwachst.“… – damit ihr den Prozess des geistlichen Wachstums durchlauft.

Schauen wir uns Römer 12 an. Es geht um genau diese Wahrheit in Römer 12:1-2. Schauen Sie es sich bitte mit mir an. Römer 12:1.

Römer 12:1
„Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: Das sei euer vernünftiger Gottesdienst!“

Gut, das ist ein Prozess. Wenn er sagt „bringt eure Leiber dar“, ist das keine einmalige Sache. Im Griechischen steht dort ein Infinitiv. Mit anderen Worten ist es eine fortwährende Handlung, etwas, was wir jeden Tag entsprechend unserer Situation tun. Wir kommen zu einer Gabelung, bestimmte Kräfte ziehen mich in diese Richtung, doch ich weiß, dass Gottes Weg dieser ist. Ich muss Gott erneut meinen Leib als ein heiliges Opfer darbringen. Es ist ein ständiger Prozess. Vers 2.

Römer 12:2
„Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung des Sinnes, dass ihr prüfen mögt (oder erlebt), was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.“

Wieder ein Prozess. Anders als die Welt zu sein in unserem Denken, Reden und Handeln. Das ist ein Prozess: werdet verwandelt… und das Wort ‚gleichförmig sein‘ bedeutet, in die Form der Welt gepresst zu werden, während ‚verwandelt‘ bedeutet, die innere Veränderung nach außen dringen zu lassen.

Von dem griechischen Wort Methamorpho stammt das Wort Metamorphose. Aus einer Raupe wird ein Schmetterling – durch Metamorphose.

Als Sie errettet wurden, kam Gottes Leben in Sie hinein. Ihr Geist wurde verändert. Der Apostel Paulus sagte in Römer, Kapitel 7, ich erfreue mich an Gottes Gesetz nach dem inneren Menschen, aber ich sehe ein anderes Gesetz, das in meinen Gliedern wirkt und das mich knechten möchte.

Als ich errettet wurde, als ich wiedergeboren wurde, wurde mein Geist wiedergeboren, aber mein Fleisch wurde nicht wiedergeboren. Es hat immer noch die sündige Natur, das gefallene Wesen.

Eines Tages werde ich, Gott sei Dank, einen neuen Körper bekommen, genauso wie Sie, der Seinem herrlichen Leib gleicht, aber in der Zwischenzeit haben wir diesen Schatz in irdenen Gefäßen.

Mein Körper ist sehr geübt im Ausüben von Bösem. Er hat jahrelang gottlose Dinge getan und er beherbergt mein gefallenes Wesen. Wenn ich auf mein Fleisch höre, wird es mich in Sünde hineinziehen.

Im Galaterbrief und im Römerbrief ist von diesem Kampf die Rede. Das Fleisch kämpft gegen den Geist, der Geist gegen das Fleisch. Zwischen diesen beiden ist etwas Kleines – nämlich Ihr Denken, der ewige Kriegsschauplatz. Wie meistern wir diesen Prozess, uns im Denken, Reden und Handeln nicht der Welt anzupassen? Wie geben wir dem Leben Gottes in unserem Innern mehr Raum, damit dadurch unser Reden und unser Lebensstil verändert werden? Indem wir unser Denken erneuern.

Seid nicht gleichförmig, sondern werdet verändert durch die Erneuerung eures Denkens. Wiederum ein Prozess. Wir erneuern unser Denken mit dem Wort Gottes. Das geschieht, indem wir täglich mit Christus leben und unter Gebet das Wort Gottes studieren und darüber nachsinnen. Ihr Denken ist quasi das Scharnier zwischen Ihrem Körper und Ihrem Geist.

Bei der Errettung wird Ihr Geist wiedergeboren und ist begeistert über das Gesetz Gottes, Ihr Herz möchte Gott folgen. Aber wenn Sie sich keine Zeit nehmen, das Wort Gottes in Ihrem Denken zu etablieren und nicht unter Gebet studieren und nachsinnen, wissen Sie, was dann passiert? Ihr unerneuertes Denken wird sich eins machen mit Ihrem Körper und Ihr Körper und Ihr unerneuertes Denken werden sich gegen Ihren Geist verbünden und Sie werden in die falsche Richtung gehen.

Wenn Sie aber durch diesen Prozess Ihr Denken erneuern, wird sich Ihr erneuertes Denken mit Ihrem Geist gegen Ihren Körper verbünden und Sie werden in der Lage sein, Ihren Körper Gott als ein lebendiges Opfer darzubringen und Sie werden Gottes Weg gehen. Aber es ist ein Prozess! Das alles passiert nicht auf einen Schlag.

Ich sprach vor Kurzem mit einem befreundeten Pastor, dessen Schwiegertochter eine Affäre mit einem Mann in der Gemeinde hatte und selbst nach dem Ehebruch bestand die emotionale Bindung fort. Es war sehr schmerzhaft für die Familie und für die Gemeinde, weil es ans Licht kam. Er sagte mir, dass ein paar Neubekehrte zu ihm kamen… diese Jungs wurden gerade auf der Straße errettet… und sagten: „Pastor, wenn du willst, wir haben immer noch viele Freunde in der Nachbarschaft. Wir können ein paar Freunde bitten, diesen Typen zu besuchen.“ Sie meinten es ernst. Mit anderen Worten: unsere Freunde werden ihm etwas körperlich antun, wovon er sich vielleicht nicht erholt. Und der Pastor sagte: „Wisst Ihr, ich denke, wir werden das etwas anders angehen.“ Dann sah er mich an, kicherte und sagte: „Weißt du, Bayless, ihr Denken ist noch nicht erneuert.“

Das ist so wahr! Man wird errettet und liebt Jesus in seinem Innern, aber wenn man sein Denken nicht erneuert hat und solche Umstände, eine Krise oder Druck kommen, wird man in alte Denkmuster zurückfallen… es mag Zorn, Gewalt, Lust oder ein anderes Suchtverhalten sein. Der Schlüssel ist, dass Sie diesen Prozess angehen müssen, Ihr Denken durch das Wort Gottes zu erneuern.

Es gibt noch etwas, was Menschen oft nicht als einen Prozess ansehen, obwohl ein Prozess damit verbunden ist. Wir bezeichnen es als Erweckung.

Viele Menschen verweisen auf ein Ereignis, eine besondere Heimsuchung Gottes in einem bestimmten Gottesdienst, die plötzlich spürbare Gegenwart Gottes, die eine Welle von Buße auslöste:

„Wir waren in diesem Gottesdienst und die Gegenwart Gottes kam einfach! Menschen knieten weinend nieder und taten Buße und etwas ging über auf den Campus der Kirche. Jedes Mal, wenn jemand über den Campus lief, fiel derjenige nieder und fing an zu weinen. Bald darauf konnte man in der Umgebung Gottes Gegenwart spüren.“ Das bezeichnen wir als Erweckung. Und wie sehr sehnen wir uns nach so etwas!

Menschen weisen vielleicht auf ein Ereignis hin, wissen Sie? Etwas, was in einem Gottesdienst geschah oder so. Manchmal kommt Gott ganz von sich aus und tut Dinge. Er ist schließlich Gott und das ist wirklich stark! Was immer Er will, tut Er, wann Er will. Aber normalerweise, wenn Sie eine Erweckung erleben oder sogar vergangene Erweckungen studieren, ging dem Ereignis, das die Ausgießung auslöste, ein langer Prozess des Gebets, des Suchens nach Seinem Angesicht, der Buße, des Fastens und Predigens voraus, der vielleicht sogar mehrere Jahre dauerte. Wir zeigen auf das Ereignis und blenden den Prozess aus und erweisen uns selbst damit keinen guten Dienst.

Wir verstehen nicht, wie Gott wirkt. Denn, Freund, fast immer sieht man im Verborgenen Menschen knien, die zu Gott schreien und Sein Angesicht suchen, bevor etwas Besonderes geschieht.

Manchmal sind wir so auf Ereignisse fixiert, dass wir diesen Prozess vergessen.

Lassen Sie uns doch bitte in die Apostelgeschichte schauen, und zwar Kapitel 18… nein, Kapitel 19.

Wir beginnen dort. Der Apostel Paulus schrieb den Epheserbrief an die Menschen, von denen wir jetzt hören werden. Der Epheserbrief richtete sich an sie. Wir werden über eine Erweckung lesen, die in der Stadt Ephesus ausbrach.

Apostelgeschichte 19:13-20
„Aber auch einige von den umherziehenden jüdischen Beschwörern unternahmen es, über die, welche böse Geister hatten, den Namen des Herrn Jesus anzurufen, indem sie sagten: Ich beschwöre euch bei dem Jesus, den Paulus predigt! Es waren aber sieben Söhne eines jüdischen Hohenpriesters Skevas, die dies taten. Der böse Geist aber antwortete und sprach zu ihnen: Jesus kenne ich, und von Paulus weiß ich. Aber ihr, wer seid ihr? Und der Mensch, in dem der böse Geist war, sprang auf sie los und bezwang sie miteinander und überwältigte sie, sodass sie nackt und verwundet aus jenem Haus entflohen. Dies aber wurde allen bekannt, sowohl Juden als auch Griechen, die zu Ephesus wohnten; und Furcht fiel auf sie alle, und der Name des Herrn Jesus wurde erhoben. Viele aber von denen, die gläubig geworden waren, kamen und bekannten und gestanden ihre Taten. Zahlreiche aber von denen, die Zauberei getrieben hatten, trugen die Bücher zusammen und verbrannten sie vor allen; und sie berechneten ihren Wert und kamen auf 50 000 Silberdrachmen.

So wuchs das Wort des Herrn mit Macht und erwies sich kräftig.“

Gut, das würden wir Erweckung nennen. Plötzlich weiß die ganze Stadt von Jesus! Es heißt, dass Furcht auf alle fiel. Wissen Sie, was das griechische Wort für ‚fiel‘ in der deutschen Übersetzung bedeutet? Es bedeutet: Sie fiel. Es passierte einfach. Plötzlich war Gott spürbar da und eine tiefe Furcht Gottes breitete sich in der ganzen Gegend aus. Alle Menschen, die mit Zauberei zu tun hatten, bringen ihre Zauberbücher, ihre Ouijaboards und ihren ganzen Kram, verbrennen alles, und der Name Jesu wird verherrlicht. Das Wort Gottes hat die Oberhand. Das nennen wir Erweckung.

Viele Menschen hätten auf das Ereignis verwiesen: „Es geschah, als die sieben Söhne des Skevas versuchten aus diesem Mann einen Dämon auszutreiben. Das war der Auslöser, der Katalysator der Erweckung.“ Das hat sie vielleicht ausgelöst, aber wissen Sie was? Sie fing lange vorher an. Ein langer Prozess ging diesem Ereignis voraus. Wenn wir zu Apostelgeschichte 18 zurückgehen, lesen wir über Paulus in Ephesus. Er predigt. Er sät Samen des Evangeliums. Nachdem er geht, kommt ein Mann namens Apollos, auch im Kapitel 18, und predigt das Wort. Er ist vollmächtig in der Lehre und predigt über Jesus in der Stadt Ephesus. Dann, in Kapitel 19, Vers 1, sehen wir, dass Paulus nach Ephesus zurückkehrt. Apostelgeschichte 19:1.

Apostelgeschichte 19:1
„Es geschah aber, während Apollos in Korinth war, dass Paulus, nachdem er die höher gelegenen Gegenden durchzogen hatte, nach Ephesus kam. Und er fand einige Jünger und sprach zu ihnen:

Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig geworden seid? Sie aber sprachen zu ihm:

Wir haben nicht einmal gehört, ob der Heilige Geist überhaupt da ist.“

Paulus führt sie in die Erfahrung der Geistestaufe und dann kommen wir zu Apostelgeschichte 19:8.

Apostelgeschichte 19:8-12
„Er ging aber in die Synagoge und sprach freimütig drei Monate lang (wie lange? – drei Monate!), indem er sich mit ihnen unterredete und sie von den Dingen des Reiches Gottes überzeugte. Als aber einige sich verhärteten und ungehorsam blieben und vor der Menge schlecht redeten von dem Weg, trennte er sich von ihnen und sonderte die Jünger ab und redete täglich in der Schule des Tyrannus.

Dies aber geschah zwei Jahre lang, so dass alle, die in Asien wohnten, sowohl Juden als auch Griechen, das Wort des Herrn hörten. Und ungewöhnliche Wunderwerke tat Gott durch die Hände des Paulus, so dass man sogar Schweißtücher oder Schurze von seinem Leib weg auf die Kranken legte und die Krankheiten von ihnen wichen und die bösen Geister ausfuhren.“

Dann brach die Erweckung aus. Das Ereignis mit den sieben Söhnen des Scevas findet statt. Aber vorher war Paulus dort und predigte, Apollos war dort und predigte. Samen des Evangeliums wurden gesät. Und dann, zwei Jahre und drei Monate lang, predigt er ihnen fast täglich das Wort.

Sicher geschah dies unter Tränen, denn Paulus schreibt an eine andere Gemeinde, wie er unter Tränen predigte und ihnen den ganzen Willen Gottes eröffnete. Es wurde viel gebetet und geweint in dieser Zeit und Gott wurde intensiv gesucht. Jeden Tag säte er Samen des Evangeliums, säte er Samen des Evangeliums. Menschen werden vom Heiligen Geist erfüllt, Heilungen geschehen, Wunder geschehen. Plötzlich geschieht das Ereignis. Alle wollen auf das Ereignis verweisen. Aber, Freund, ich sage Ihnen, ein langer Prozess führte zu diesem Ereignis.

Wenn Sie den Prozess ausblenden, geschieht gar nichts. Wenn wir nur das Ereignis registrieren und betonen und den Prozess vergessen, verstehen wir nicht, wie Gott tatsächlich wirkte, denn die wirkliche Kraft steckt mehr in dem Prozess als in dem Ereignis.

Es lohnt sich, einen weiteren Bereich zu betrachten… Prozess oder Ereignis… und zwar körperliche Heilung. Gott sei Dank für Spontanheilungen. Die Bibel ist voller Beispiele, wo Menschen spontan geheilt wurden und wir selbst haben das auch schon oft erlebt. Aber ich lese selbst unter dem Dienst von Jesus, dass zehn Aussätzige auf dem Weg geheilt wurden. Der Sohn des Hauptmannes…, nachdem Jesus das Wort sprach, heißt es nach King James, begann sein Sohn zu genesen. Selbst in Markus 16, wo Jesus die letzten Anweisungen an Seine Jünger gibt, in aller Welt das Evangelium zu verkünden. „Diese Zeichen werden denen folgen, die da glauben. In meinem Namen werden sie Kranken Hände auflegen und sie werden genesen.“

Allein das Wort ‚genesen‘ deutet auf einen Prozess hin. Ich denke, manche Menschen kommen nach vorne, lassen für sich beten oder rufen die Ältesten zu sich… sie lesen in

Jakobus 5:14
„Ist jemand krank unter euch? Er rufe die Ältesten der Gemeinde. Sie mögen für ihn beten und das Gebet des Glaubens, nachdem sie im Namen des Herrn mit Öl gesalbt wurden, wird den Kranken heilen und der Herr wird ihn aufrichten.“

Also werden sie mit Öl gesalbt, empfangen Gebet und sagen dann: „Nun, es ist nichts passiert.

Etwas stimmt nicht. Gott hat mein Gebet wohl nicht gehört.“

Einen Moment mal! Wie steht es mit dem Prozess? Manchmal ist es ein Prozess. Ich denke, es bringt meistens mehr, wenn es ein Prozess ist. Wissen Sie, was der Prozess bewirkt, wenn wir schließlich an den Punkt kommen, dass wir total wiederhergestellt sind?

Meistens kommen unterwegs viele verborgene Dinge ans Licht und unnötiger Ballast wird abgeworfen. Vergebung wurde dort ausgesprochen, wo es nötig war. Beziehungen wurden unterwegs geheilt.

Es gab Zeiten, wo unser Herz durchforscht wurde und wo wir uns Gott nahten. Und als die Heilung geschah, erwies sich der Prozess, der geschah und die innere Veränderung, die Er in uns bewirkte, als viel wertvoller als die Heilung selbst. Natürlich ist Gott unser Körper wichtig. Der Herr für den Leib und der Leib für den Herrn. Aber ich sage Ihnen etwas. Genauso wichtig, wenn nicht noch wichtiger, ist Gott unsere geistliche Reife und unser geistliches Wachstum. Es zählt also nicht nur das Ereignis!

Ich denke, ein anderer Bereich, den Menschen wirklich bedenken müssen, ist Wohlstand. Auch hier geht es um Prozess oder Ereignis. Schauen Sie sich mit mir 1.Mose 26 an, bitte. 1.Mose, Kapitel 26. Wir könnten uns diese Wahrheit in vielen Bibelstellen anschauen, aber diese Verse, die wir lesen werden, heben den Prozess so wunderbar hervor. 1.Mose 26:12.

1.Mose 26:12-13
„Und Isaak säte in diesem Land und gewann in jenem Jahr das Hundertfache; so segnete ihn der Herr. Und der Mann wurde reich und wurde immer reicher, bis er sehr reich war.“

Danach heißt es, dass die Philister neidisch auf ihn waren. Beachten Sie die Aussage: Er fing an, er machte weiter und er wurde… Er fing an reich zu werden, wurde immer reicher, bis er sehr reich war – eindeutig ein Prozess! Beachten Sie, dass harte Arbeit dazugehört. Er säte in dem Land und er erntete. Das bedeutete viel Schweiß, viel Organisation und jede Menge Arbeit. Dieser Segen… der Herr segnete ihn, aber seine Arbeit war dennoch nötig. Der Herr segnete ihn, indem Er die Arbeit segnete.

Viele Christen haben folgende Mentalität. Sie warten auf ein großes Ereignis von Gott, das ihnen aus der Patsche hilft und ihre Schulden beseitigt. Freund, Schulden sind meist die Folge eines Prozesses.

So viele warten, wie gesagt, auf das große befreiende Ereignis, aber ich sage Ihnen: meistens führt ein Prozess hinein und einer heraus. Wenn ein Prozess zu Schulden führte, wird auch ein Prozess herausführen.

Diese Botschaft ist so aktuell und praktisch. Die Gemeinde braucht sie, weil so viele Menschen von einem Ereignis zum nächsten leben und auf den nächsten Durchbruch warten.

Über die Jahre habe ich so viele Menschen gesehen, die von einer Konferenz zur nächsten rennen oder zu dem nächsten Menschen, der etwas Neues zu bieten hat, statt tagtäglich mit Jesus Christus zu leben. In den Bereichen, die wir angesprochen haben… und am Ende haben wir über den Wohlstand gesprochen, den Gott gibt… ist es ein Prozess.

Generell kommen Probleme durch einen Prozess zustande. Meist kommen wir durch einen Prozess aus Problemen heraus. Ich denke wirklich, dass das eine der wichtigsten Botschaften ist, die Sie als Christ hören und umsetzen können. Wenn Sie gerade schwere Zeiten durchmachen, haben Sie keine Angst. Sie sind vielleicht nicht im Nu befreit worden, aber das bedeutet nicht, dass Gott mit Ihnen fertig ist oder dass er in Ihrer Situation nicht wirkt. Er sieht genau, was passiert und Sie müssen einfach geduldig sein und Gottes Wort in Ihrem Leben umsetzen. Füllen Sie Ihr Herz und Ihren Mund damit und lassen Sie es durch Ihre Taten Tag für Tag für Tag sichtbar werden. Sie werden eine Veränderung sehen. Sie haben uns noch nie geschrieben? Tun Sie es doch einfach – answersbc.org.

Schicken Sie mir eine Email. Ich würde gerne erfahren, ob die Sendung ein Segen für Sie war.

Bis zur nächsten Woche, wenn wir diese Botschaft beenden werden… bis dann!

Prozess oder Ereignis (2)                                                                            26.07.2009

Willkommen zur heutigen Sendung. Wir kommen zum zweiten Teil der Botschaft ‚Prozess oder Ereignis‘.

Das Leben vieler Christen dreht sich um Ereignisse. Sie haben vielleicht Schwierigkeiten in einer Beziehung oder im finanziellen Bereich und sagen: „Oh Gott! Oh Gott! Ich brauche ein Wunder.“

Gott greift vielleicht in Seiner Gnade ein und tut etwas, aber normalerweise handelt Gott in Prozessen.

Er sagte Israel, dass sie ihr Erbe Stück für Stück einnehmen sollten und dass sie zahlreicher werden müssten, damit die wilden Tiere nicht in der Überzahl sind.

Daraus können wir wirklich etwas lernen. Meist bekommen wir Dinge von Gott nach und nach. Wir sprachen über Wohlstand und darüber, an einen Punkt zu kommen, wo Sie in der Lage sind, jedem etwas zu geben, dem Sie etwas geben wollen und wo Sie alle Verbindlichkeiten begleichen können. Es ist ein Prozess. Nehmen Sie Ihre Bibel. Wir wollen uns gemeinsam Gottes Wort zuwenden und ‚Prozess oder Ereignis‘ ansehen.

Ich denke, ein anderer Bereich, den Menschen wirklich bedenken müssen, ist Wohlstand. Auch hier geht es um Prozess oder Ereignis. Schauen Sie sich mit mir 1.Mose 26 an, bitte. 1.Mose, Kapitel 26.

Wir könnten uns diese Wahrheit in vielen Bibelstellen anschauen, aber diese Verse, die wir lesen werden, heben den Prozess so wunderbar hervor. 1.Mose 26:12

1.Mose 26:12-13
„Und Isaak säte in diesem Land und gewann in jenem Jahr das Hundertfache; so segnete ihn der Herr. Und der Mann wurde reich und wurde immer reicher, bis er sehr reich war.“

Danach heißt es, dass die Philister neidisch auf ihn waren. Beachten Sie die Aussage: Er fing an, er machte weiter und er wurde… Er fing an reich zu werden, wurde immer reicher, bis er sehr reich war – eindeutig ein Prozess! Beachten Sie, dass harte Arbeit dazugehört. Er säte in dem Land und er erntete. Das bedeutete viel Schweiß, viel Organisation und jede Menge Arbeit. Dieser Segen… der Herr segnete ihn, aber seine Arbeit war dennoch nötig. Der Herr segnete ihn, indem Er die Arbeit segnete.

Viele Christen haben folgende Mentalität. Sie warten auf ein großes Ereignis von Gott, das ihnen aus der Patsche hilft und ihre Schulden beseitigt. Freund, Schulden sind meist die Folge eines Prozesses.

So viele warten, wie gesagt, auf das große befreiende Ereignis, aber ich sage Ihnen: meistens führt ein Prozess hinein und einer heraus. Wenn ein Prozess zu Schulden führte, wird auch ein Prozess herausführen.

Die meisten kennen Statistiken über Lotteriegewinner. Es dauert nicht lange und die meisten sind pleite oder zumindest viele. Sie erlebten ein Ereignis, lernten aber nie den Prozess des Sparens, des Investierens und des Haushaltens. Ein paar Jahre später haben sie alles verloren. Ich las sogar vor ein paar Tagen über den Mann, der den größten Lottogewinn aller Zeiten bei einer  einzigen Ziehung gewann. Es waren dreihundertfünfzig Millionen Dollar. Ich zitiere aus dem Artikel, den ich las. Sein Lottogewinn zog eine Pechsträhne mit Festnahmen, Gerichtsverfahren und anderer Trübsal nach sich.

In der Regel kommt Wohlstand durch einen langen Prozess, bei dem schwer gearbeitet, gespart und investiert wird, zustande.

Manche schauen das an und sagen: „Warum hat mich Gott nicht so gesegnet?“ Nun, sie sind vielleicht seit 35 Jahren dabei und kein einziges Ereignis hat sie ruiniert noch hat ein einzelnes Ereignis den Erfolg ausgemacht. Es ist das Resultat eines Prozesses.

Bei uns in der Gemeinde war ein Mann, den ich total lieb hatte. Er ist jetzt im Himmel, aber lange Zeit war er mit seiner Frau bei uns. Ich liebte ihn, weil er immer so positiv war. Seine ermutigende Art war absolut ansteckend und es war großartig, mit ihm zusammen zu sein. Aber als sie Mitte sechzig waren, verloren sie aufgrund einer schlechten Kapitalanlage alles… alles! Alle Ersparnisse, ihre Rente, ihr Haus, alles! Aber wissen Sie, er wusste, dass es um einen Prozess geht und hielt nicht nach einem großen Ereignis Ausschau, das ihn herausholen würde. Er ließ nicht zu, dass dieses eine negative Ereignis ihn prägt oder begrenzt. Er ließ sich wieder auf einen Prozess ein, vertraute Gott und Gott wirkte ein paar Ereignisse in seinem Leben. Wissen Sie, keine zehn Jahre später war er wieder gesegnet und sie besaßen ein neues Haus. Als er in den Himmel ging, hatte seine Frau keinen Mangel und sie war rundum versorgt, bis auch sie schließlich heimging zu Jesus… aber es war ein Prozess.

Janet und ich leben zusammengenommen seit über 109 Jahren. Das ist eine lange Zeit. Mehr als 75 dieser Jahre wurden im Herrn verbracht. Die meiste Zeit verbrachten wir mit Planung, Arbeit, Sparen, Investieren, Zehnten geben, Säen, Ernten und damit, Gott für Gunst und Führung  zu vertrauen.

Ich kann Ihnen rückblickend sagen, dass der Wohlstand, den wir genießen, das Resultat eines Prozesses ist. Schließlich arbeiten wir 109 Jahre daran. Dabei sollte doch etwas herauskommen.

Dann müssen Sie noch meinen Vater und meine Mutter mit einbeziehen. Sie halfen uns, unser erstes Haus zu kaufen. Mein Papa hat Geld für seine Enkelkinder zurückgelegt… für unsere Kinder und die meiner Schwester… für die Universität. Man muss also auch den Prozess ihrer gemeinsamen Jahre des Sparens, des Investierens, des Planens und ihrer Großzügigkeit mit einbeziehen. Wissen Sie, der Vater meiner Frau hat mir ein Erbe hinterlassen. Es war nicht sehr viel, aber es half uns. Also müssen die Jahre aller Großeltern mit einbezogen werden. Der Prozess erstreckt sich auf etwa 400 Jahre.

Es gab hier und da ein paar Ereignisse, aber der Segen, den wir genießen, ist tatsächlich das Resultat eines Prozesses.

Jemand sagt: „Mir haben meine Eltern nicht geholfen.“ Gut, beginnen Sie diesen Prozess für sich und Ihre Kinder. Geben Sie der nächsten Generation nicht diese ereignisorientierte Sicht weiter: „Wir warten und warten. Gott wird handeln. Ich verlasse mich auf eine Prophetie. Ich bin sicher, Gott wird etwas Großes tun.“ Das tut Er vielleicht, aber, Freund, ohne in diesem Prozess zu sein, behalten Sie den Segen nicht, wenn er kommt. Geben Sie Ihren Kindern ein prozessorientiertes Christentum weiter, nicht ein Leben, das auf Ereignissen basiert. Wenn Ereignisse geschehen, sollen sie wie ein Katalysator, wie ein Kickstarter wirken, aber sie sind nicht die Hauptsache.

Ich las erst gestern einen Artikel über den Erfinder des beutellosen Staubsaugers, James Dyson.

Sein Jahreseinkommen betrug im vergangenen Jahr fast eine Milliarde Dollar. Er ist ein sehr reicher Mann. Aber wissen Sie, er hatte nicht eines Tages eine Idee und erstickte ein halbes Jahr später im Geld. Nach dem Artikel, den ich las, kostete es ihn 5127 Prototypen, 14 Jahre Schulden und mehrere Gerichtsverfahren, um seinen Staubsauger zu entwickeln. Dann musste er vermarktet werden. Die meisten Versuche, sein Produkt zu verkaufen oder mit anderen Firmen zusammenzuarbeiten, scheiterten. Viel Frust! Schließlich verkaufte er seine Erfindung selbst und jetzt ist er der Marktführer in den U.S.A. und in Europa. Es war aber ein Prozess.

Ich denke, die Atmosphäre ist voller schöpferischer Ideen. Die meisten Dinge wurden noch nicht erfunden. Gott gibt Seinem Volk originelle Erfindungen, sagt die Bibel… die King James Übersetzung.

Aber wissen Sie, selbst wenn Sie eine dieser kreativen Ideen von Gott bekommen sollten, werden Sie nicht am nächsten Morgen aufwachen und in Finanzen schwimmen. Dazu gehört ein Prozess. Wir müssen lernen, uns in diesem Prozess zu engagieren und Ereignisse zu genießen.

Ich schätze Ereignisse, Dinge, die Gott unter uns wirkt und glaube, Gott wird sie so häufig geschehen lassen, wie wir das brauchen. Aber wir müssen uns in einem beständigen Prozess engagieren, wenn die Ereignisse uns langfristig helfen sollen.

Ich wusste vorher, dass die heutige Botschaft keinen großen Jubel auslösen würde, aber ich gebe mein Bestes, um Ihnen zu helfen. Schauen wir uns 5.Mose, Kapitel 7 an. Die Israeliten werden gleich ins Verheißene Land ziehen. Gott ermutigt sie durch Mose und sagt ihnen, dass sie fähig sein werden, ihre Feinde zu besiegen.

5.Mose 7:17-19
„Wenn du in deinem Herzen sagst: Diese Nationen sind größer als ich; wie könnte ich sie vertreiben? -fürchte dich nicht vor ihnen! Denk doch daran, was der Herr, dein Gott, dem Pharao und allen Ägyptern angetan hat, an die großen Prüfungen, die deine Augen gesehen, und an die Zeichen und die Wunder und die starke Hand und den ausgestreckten Arm, womit der Herr, dein Gott, dich herausgeführt hat! Ebenso wird der Herr, dein Gott, an all den Völkern tun, vor denen du dich fürchtest.“

Sicher haben die Zuhörer an diesem Punkt gesagt: „Predige weiter, Mose, ich stehe hinter dir!“

Sie denken an den Hagel, der in Ägypten fiel, und an die Plagen mit den Fröschen und den Fliegen und daran, wie Gott das Rote Meer teilte und wie sie trockenen Fußes hindurchgingen und an den ausgestreckten Arm Gottes. Sie denken: „Ja! Ereignisse!“ Und Gott sagt: „Ich werde an euren Feinden genauso handeln.“ Sie jubeln und rufen Amen.

5.Mose 7.20
„Und auch die Hornissen wird der Herr, dein Gott, gegen sie senden, bis alle, die übrig geblieben sind und die sich vor dir versteckt haben, umgekommen sind.“

Sie rufen: „Ja!“ Vers 21.

5.Mose 7:21
„Erschrick nicht vor ihnen! Denn der Herr, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein großer und furchtbarer Gott.“

Vers 22.

5.Mose 7:22-23
„Und der Herr, dein Gott, wird diese Nationen nach und nach vor dir hinaustreiben.“
Und sie sagen: „Wie bitte?“

„Und der Herr, dein Gott, wird diese Nationen nach und nach vor dir hinaustreiben. Du wirst sie nicht schnell vernichten können, damit sich das Wild des Feldes nicht gegen dich vermehrt. Und der Herr, dein Gott, wird sie vor dir dahingeben und sie in große Bestürzung versetzen, bis sie vernichtet sind.“

Gott wird Ihnen den Sieg geben, aber dieser Sieg wird ein Prozess sein… nach und nach. „Kannst Du sie nicht einfach wegpusten wie in Sodom und Gomorrha?“ Nein, nach und nach. Ihr habt den Sieg, es wird ein Prozess sein. Gott wird es tun. Es wird nach und nach passieren.

Schauen wir uns 2.Mose 23 an… im Grunde die gleiche Geschichte, die gleiche Ermahnung, aber etwas Wichtiges wird zusätzlich gesagt.

2.Mose 23:28-30
„Auch werde ich Angst vor dir hersenden, damit sie die Hewiter, Kanaaniter und Hetiter vor dir vertreibt. Nicht in einem Jahr werde ich sie vor dir vertreiben, damit das Land nicht eine Öde wird und die wilden Tiere zu deinem Schaden überhandnehmen. Nach und nach werde ich sie vor dir vertreiben, bis du so fruchtbar geworden bist, dass du das Land in Besitz nehmen kannst.“

Er wird es nicht einmal in einem Jahr tun! Nach und nach, bis du soweit bist. Und Fruchtbarkeit ist das Ergebnis eines Prozesses. Wenn wir uns nicht für den Prozess des Wachstums und des täglichen Wandels mit Gott entschieden haben, der uns geistlich voranbringt, werden wir niemals den Sieg halten können, der durch ein Ereignis kommt. Sie können Land, das Gott durch ein Ereignis gibt, nicht behaupten, ohne sich zuerst dem Prozess hingegeben zu haben.

Die wilden Tiere werden zu zahlreich. Interessant, dass Gott das an beiden Stellen sagt. „Ich werde es nicht sofort tun. Es wird nach und nach geschehen. Sonst werden die wilden Tiere in der Überzahl sein. Sie werden zu zahlreich sein.“

Gut, die wilden Tiere: Es gab Löwen, es gab Bären, es gab Wölfe, Schlangen und Skorpione. Diese sind fast ausschließlich Symbole für den Teufel und böse Geister, die durch Menschen wirken.

Der Apostel Paulus und der Herr Jesus sprachen von reißenden Wölfen. Sie werden kommen und die Herde nicht schonen. Petrus sprach über unseren Widersacher, den Teufel, der umhergeht wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann. Jesus nannte Schlangen und Skorpione als Abbilder des Teufels. Dahinter steht: Wenn Sie etwas durch ein Ereignis bekommen und Gott Ihnen das ganze Land gibt, Sie sich aber nicht verbindlich dem Prozess verpflichten, wird Ihnen ein Löwe das stehlen, was Gott Ihnen gab… wird versuchen, Ihre Segnungen von Gott zu verschlingen.

Die wilden Tiere werden sich vermehren und sie werden nicht fähig sein, das zu behalten, was Gott Ihnen gibt. Aber so viele Menschen suchen das Ereignis. Selbst wenn jemand den Prozess predigt, sagen Sie: „Das nehme ich nicht an.“ Aber sie erleben einen Durchbruch und können ihn nicht halten. Der Feind raubt ihn. Der Löwe dringt ein und sie sind wieder depressiv. Sie werden total befreit, aber zwei Wochen später haben sie wieder mit derselben Depression zu kämpfen. Schon sind sie zu dem nächsten unterwegs, der mit einem Ereignis hausieren geht. Kein Prozess… ein ewiges geistliches Baby… niemals in der Lage, einen Sieg aufrechtzuerhalten. Freund, Wachstum und Fruchtbarkeit sind unverzichtbar. Dahin führt nur ein Prozess!

Jemand sagt: „Ich weiß nicht, ob das stimmt.“ Jesus lehrte darüber. Schauen Sie bei Lukas und Matthäus nach. Er sprach darüber. Er trieb einen Dämon aus. Die damaligen religiösen Leiter beschuldigten Ihn, Er täte es durch die Macht des Teufels und Jesus sagte: „Wenn ein böser Geist einen Menschen verlässt, zieht er durch einsame Gegenden, sucht Ruhe, findet sie nicht, und sagt dann: ‚Ich kehre in mein Haus zurück.‘ Er kehrt zurück und sieht, dass das Haus gesäubert wurde.“

Aber es ist nichts darin. Es wurde nicht mit geistlicher Kraft, Erkenntnis oder anderen Segnungen Gottes erfüllt. Es wurde nur gesäubert. Die Person erlebte ein Ereignis, aber es folgt kein Prozess.

Der böse Geist holt sich sieben Geister, die böser sind als er selbst, kehrt zurück und wohnt in diesem Mann. Der Mann ist schlimmer dran als vorher. Er wurde durch ein Ereignis total befreit, verlor aber alles, weil er den Prozess ignorierte. Das Haus wurde durch ein Ereignis gereinigt, aber nie durch einen Prozess gefüllt. Und daher war er schlimmer dran als vorher. Er verlor alles, was Gott ihm gab und es ging ihm schlechter als vorher. Daraus können wir so viel lernen!

Ich kannte Menschen, die Gott wunderbar befreit hat. Manche waren todkrank und wurden durch Gebete anderer geheilt. Sie fielen hinterher ab und lebten ein elendes Leben, fern von Gott. Das Ereignis allein trug sie nicht. Und, Freund, das tut es nie! Gott sei Dank für das Ereignis. Ich liebe Ereignisse. Gott wirkt Ereignisse, aber sie müssen in einen Lebensstil des Prozesses eingebettet sein, um auf lange Sicht ein Segen zu sein. Es geht nicht anders!

Errettung ist ein Ereignis. Es ist das Ereignis schlechthin im Leben eines Menschen. Aber ich denke, wir vergessen manchmal, dass meist ein Prozess zu diesem Ereignis führte. Und danach muss ohnehin ein Lebensstil der Veränderung und des Gehorsams folgen, der auch ein Prozess ist.

Sie haben mich sicher schon oft von der kleinen Missionsstation in Medford, Oregon, erzählen hören, wo ich Jesus Christus fand. Was für ein Ereignis! Es öffnete meine Augen für Jesus. Ich wurde errettet und von Drogen befreit. Ich ging als Drogensüchtiger hinein und kam total befreit heraus. Phänomenal! Ich wurde von diesen Dingen befreit und hatte plötzlich eine Beziehung zu Gott. Ich suchte mein ganzes Leben danach. Aber wissen Sie, ein langer schmerzhafter Prozess führte zu diesem Ereignis. Jahrelang suchte ich Gott… jahrelang… an den falschen Orten. Ich kann Ihnen nicht sagen, wie viele versiegte Quellen ich auf meiner Suche nach Gott aufgrub und was ich alles durchmachte. Schließlich erzählte mir ein Christ von Jesus. Ich hörte das Evangelium erst, als ich über zwanzig war. Dann beteten er und seine Familie für mich… ein Prozess. Ich wurde nicht sofort errettet. Ich verbrachte viel Zeit mit ihnen. Als ich das erste Mal davon hörte, nahm ich noch Drogen, alles mögliche. Ich zog nach Mexiko City. Ich hatte alles, was ich meinte, zu meinem Glück zu brauchen. Wir hatten Mädchen, alle möglichen Drogen, ausreichend Geld – und mir ging es miserabel.

Immer wieder dachte ich an die Worte, die sie mir über Jesus erzählt hatten. Sie hatten ernsthaft für mich gebetet… auch ein Prozess. Schließlich ging es mir so schlecht, dass ich in meinen LKW stieg und fast 5000 Kilometer zu ihnen fuhr. Ich landete in der kleinen Missionsstation, wo das Ereignis stattfand. Ich nahm Jesus an, wurde von Drogen befreit und erlebte einen herrlichen Frieden, wo vorher das blanke Chaos herrschte. Mein Leben wurde verändert! Aber wissen Sie, das war nicht die Ziellinie, sondern der Anfang eines Weges.

Ich sage Ihnen, unterwegs hat Gott ein paar Ereignisse gewirkt, aber überwiegend setzte ich einfach einen Fuß vor den anderen, gab täglich mein Bestes und versuchte Ihm zu gehorchen, Ihn zu lieben und Ihn besser kennenzulernen. Auf dem Weg wurde etwas geweint und sehr viel gelacht, es gab ein paar großartige Höhepunkte, Siege und ein paar Rückschläge, aber Er war treu. Ich sage Ihnen, warum ich nie wieder Drogen nahm: Ich engagierte mich in einem Prozess. Ich fing sofort an, meine Bibel zu lesen. Ich hatte nicht einmal eine Glühbirne in meiner Wohnung. Ich musste bei Kerzenlicht lesen. Ich blieb jeden Abend auf und las.

Ich weiß nicht, wie viele Kerzen ich brauchte, um die Bibel durchzulesen, aber ich engagierte mich in einem Prozess. Ich suchte Kontakt zu anderen Christen, was ein weiterer sehr, sehr wichtiger Schritt ist, wenn wir wachsen und den Prozess erleben wollen.

Paulus schrieb den Ephesern und sagte ihnen im vierten Kapitel Folgendes: „Ihr müsst in Christus reif werden und das geschieht nur, wenn ihr mit dem Leib verbunden seid und euch auf verschiedene Art und Weise dienen lasst, weil der Leib sich selbst auferbaut und Wachstum bewirkt.“

Ich tat diese Dinge. Gott sei Dank für das Ereignis! Ich blicke auf diesen Tag zurück und mein Leben hat sich verändert. Ich änderte meine Ausrichtung in einem Moment. Eben noch unterwegs zur Hölle und plötzlich zum Himmel. Ich stand unter dem Einfluss des Teufels und jetzt bin ich im Reich des Sohnes Seiner Liebe. Alles veränderte sich und es geschah teilweise durch einen Prozess, eigentlich größtenteils dadurch.

Sie sind heute vielleicht nicht zufällig hier, sondern ich würde sagen durch göttliche Fügung. Am Sonntag kann man viele andere Dinge tun statt zur Kirche zu gehen. Ich denke, Sie würden nicht hier sein, wenn Sie keinen geistlichen Hunger hätten. Manche sind heute hier, die ein langer Prozess an diesen Punkt brachte. Sie haben gesucht, Sie haben viele Fehler gemacht, viele Fehlentscheidungen getroffen. Sie sind vielen falschen Pfaden gefolgt… vielleicht haben Sie wie ich viele versiegte Quellen aufgegraben, Gott gesucht und nie Wasser gefunden. Nun, Heureka! , Sie können Ihn heute finden.

Sein Name ist Jesus.

Neigen Sie bitte kurz Ihr Haupt und schließen Sie die Augen. Wir werden beten. Wir werden beten.

Die Bibel sagt, wenn Sie im Herzen glauben, dass Gott Jesus von den Toten auferweckt hat und wenn Sie Ihn mit Ihrem Mund als Herrn bekennen, geschieht etwas in Ihrem Leben. Sie werden errettet. Sie verändern sich buchstäblich im Innern. Gottes Wesen kommt in Sie hinein und Ihr wirkliches Ich, das Geistwesen, das in dem Haus lebt, das Sie Körper nennen, wird sofort verwandelt.

Es ist so radikal, dass Jesus es Wiedergeburt nennt.

Der Apostel Paulus hatte verschiedene Bezeichnungen dafür, unter anderem ‚eine neue Schöpfung in Christus werden‘. Er sprach auch von Erneuerung. Das geschieht mit Ihrem Geist, er verändert sich buchstäblich. Gott wird Ihr Vater, nicht nur ein Gott, der weit weg und nicht erfahrbar ist, sondern so nah wie Ihr nächster Atemzug. Er wird Ihr Vater und Er weist Sie nicht ab. Er wird Sie nicht abweisen.

Jesus sagte: „Wer zu mir kommt, den werden ich nicht abweisen.“ Egal, was Sie getan haben, wie schlecht Sie waren und wie sehr Sie sündigten. Er liebt Sie und Jesus starb für Ihre Sünden.

Während Er zwischen Himmel und Erde am Kreuz hing, dachte Er an Sie und nahm buchstäblich Ihren Platz ein. Aus Gottes Sicht hingen Sie dort. Jesus wurde Ihr Stellvertreter und nahm die Strafe für Ihre Sünde auf sich und die Strafe für meine Sünde. Nachdem Gottes ewiger Rechtsanspruch erfüllt war, nach drei Tagen und Nächten, ließ Gott Seinen Sohn von den Toten auferstehen.

Und, Er lebt, Freund. Die Bibel sagt, wenn Sie das glauben, Ihm Ihr Leben hingeben und Ihn als Herrn bekennen (das bedeutet Chef), werden Sie errettet werden. Gott bringt Sie in Beziehung mit sich selbst. Und dann muss der Prozess beginnen… oder sollte ich sagen, weitergehen. Aber jetzt setzen Sie den Prozess aus einer ganz neuen Perspektive fort. Jetzt beginnt geistliches Wachstum und Vertrautheit mit Gott. Es geht darum, Seine Wege kennenzulernen und gehorsam zu sein und zu lernen, Seine Segnungen zu genießen und seine Verheißungen zu glauben. Und Er ist so treu!

Niemand schaut herum… jedes Haupt ist geneigt, jedes Auge geschlossen. Wenn jemand hier im Saal sagt: „Weißt du, ich brauche wirklich eine Beziehung zu Gott und ich möchte dieses Ereignis erleben,“ möchte ich Sie einladen, mit mir zu beten. Wenn Sie abgefallen sind und sagen: „Weißt du, ich hatte eine Begegnung mit Christus, bin aber weit weg von Gott. Mein Leben passt nicht mehr mit meinem Bekenntnis zusammen. Ich bin abgedriftet.“ Ich habe gute Nachrichten. Gott ist nicht böse auf Sie, mein Freund. Er liebt Sie. Er ist nicht zornig. Er liebt Sie. Aber wie in der Geschichte vom verlorenen Sohn müssen Sie zur Besinnung kommen und zum Haus des Vaters zurückkehren. Sie sollten nicht da draußen in gefährlichem Territorium wohnen. Sie müssen von ganzem Herzen zu Ihm zurückkommen. Lassen Sie uns beten. Legen Sie Ihre Hand auf Ihr Herz. Gott ist jetzt Ehrlichkeit wichtig. Sprechen Sie mir nach. Sagen Sie:

Oh, Gott, ich weiß, ich könnte mich niemals selbst retten. Auch die größten eigenen Leistungen, gute Werke oder persönliche Opfer können mich nicht vor Dir gerecht machen. Es geschieht allein aus Glauben. Ich vertraue auf Deinen Sohn Jesus, der an meiner Stelle am Kreuz starb, der die Strafe für all meine Sünden trug und der am dritten Tag von den Toten auferweckt wurde. Jesus, komm in mein Leben. Sei mein Herr und Retter. Ich gebe mein Herz Dir hin. Von diesem Moment an gehört mein Leben nicht mehr mir selbst. Alles, was ich bin und habe, gebe ich Dir, Jesus. Hilf mir jetzt dazuzulernen. Ich entscheide mich, mich in dem Prozess der Erneuerung meines Denkens und des geistlichen Wachstums und des Lernens Deiner Wege zu engagieren. Lehre mich, Herr. Hilf mir zu wachsen. Hilf mir voranzugehen. Ich bete in Deinem Namen, amen.

Freund, ich hoffe, Sie haben eben das Gebet im Gottesdienst mitgebetet. Wenn Sie es taten und es im Herzen ernst meinten, hat Gott Ihr Gebet erhört. Es ist kein Zufall, dass Sie gerade diese Sendung sehen oder mir zuhören. Ihr Leben sollte nicht ohne Sinn und Zweck sein. Gott hat ein bestimmtes Ziel. Sie wurden aus einem bestimmten Grund geboren. Vielleicht kennen Sie weder Ihre Mutter noch Ihren Vater, aber Gott kennt Sie und Gott liebt Sie. Freund, rufen Sie mich an, schicken Sie mir eine Email, lassen Sie mich wissen, dass Jesus Christus in Ihr Leben gekommen ist. Bis zur nächsten Woche. Gott segne Sie.

Prozess oder Ereignis (3)                                                                                            02.08.2009

Pastor Bayless Conley

Hallo, willkommen zu unserer Sendung. Unser Thema habe ich Prozess oder Ereignis genannt.

So viele Christen leben von Wunder zu Wunder und zwischendurch in der Krise. Manchmal erleben sie ihr Wunder, manchmal nicht. Ihnen scheint absolut nicht klar zu sein, dass Gott den Großteil der Dinge, die Er in unserem Leben tut, durch einen Prozess tut. Wir werden darüber sprechen, welche positiven Auswirkungen es hat, wenn wir Gottes Wege kennenlernen und darüber, dass Gott Dinge oft nach und nach tut. Selbst Israel sagte Er, sie würden ihr Erbe auf diese Weise bekommen, Er würde es ihnen nach und nach geben. Er sagte ihnen konkret, es würde länger als ein Jahr dauern.

Kommen wir zum Wort Gottes. Sie werden es lieben!

Hier redet der Herr zu Israel über den Einzug und das Einnehmen des Verheißenen Landes und über die Vertreibung der dort wohnenden Nationen. Hören Sie, was Er ab Vers 28 sagt. 2.Mose 23:28.

2.Mose 23:28-30
„Auch werde ich Angst vor dir hersenden, damit sie die Hewiter, Kanaaniter und Hetiter vor dir vertreibt. Nicht in einem Jahr werde ich sie vor dir vertreiben, damit das Land nicht eine Öde wird und die wilden Tiere zu deinem Schaden überhandnehmen. Nach und nach werde ich sie vor dir vertreiben, bis du so fruchtbar geworden bist, dass du das Land in Besitz nehmen kannst.“

Ich bin sicher, dass sie das nicht hören wollten. Im 5.Mose 7 sagt Er ihnen das Gleiche, aber Er ermutigt sie. Er sagt: „Wenn ihr mutlos werdet und denkt: ‚Sie sind zu mächtig. Wir können Sie niemals vertreiben,’… Er sagt: „Wisst ihr noch, was ich in Ägypten tat – die mächtigen Zeichen und Wunder?‘ Sie dachten: „Ja, das war super! Du teiltest das Rote Meer, Du sandtest die Plagen.“

Ereignisse über Ereignisse! „Das wirst Du wieder tun!“ Und dann sagt Gott: „Nach und nach werde ich sie vertreiben.“ Und sie denken: „Warum geschieht nicht ein großes Ereignis? Warum kannst Du sie nicht einfach auslöschen wie Sodom und Gomorra?“ Gott sagt: „Nein, es wird nach und nach passieren, damit ihr Zeit habt, euch zu vermehren. Sonst werden die wilden Tiere zu zahlreich und ihr werdet das verlieren, was ich euch gab.“

Sehen Sie, Vermehrung ist ein Prozess. Und das ist eine gute Lektion für uns. Er führte 5.Mose und diese Stelle an und sagte, Er würde ihnen das Verheißene Land, ihr Erbe, nach und nach geben. Er sagte: „Damit die wilden Tiere sich nicht vermehren und euch zu zahlreich werden.“ Die wilden Tiere waren Bären, Löwen, Wölfe, Schlangen und Skorpione. Sie sind fast alle Symbole für den Teufel, sie repräsentieren den Teufel und böse Geister und den Einfluss des Teufels durch böse Menschen.

Freund, Tatsache ist, dass wir in einem Kampf stehen. Wir haben einen Feind, der uns jedes bisschen Land streitig machen will, das wir von Gott bekommen. Wenn wir nicht den Prozess angehen und geistlich und innerlich wachsen, wenn wir nicht in der Gnade und in der Liebe und im Glauben wachsen, werden wir nie die Dinge behalten können, die Gott uns gibt, weil die wilden Tiere uns berauben werden – die Wölfe und unser Widersacher, der wie ein brüllender Löwe umhergeht, und die Schlangen und Skorpione, von denen Jesus sprach, derjenige, der kommt, um zu stehlen, zu töten und zu zerstören.

Jetzt lassen Sie uns bitte Richter, Kapitel 2 anschauen. 5.Mose, Josua, Richter, Kapitel 2. Hier finden wir eine ähnliche Situation vor wie die, wo Gott sagte, Er würde sie nicht sofort vertreiben, sondern nach und nach. Die Gegebenheiten sind ähnlich. Gott wendet eigentlich eine ungute Lage zu ihrem Besten. Richter, Kapitel 2, wir beginnen in Vers 20. Richter 2:20

Richter 2:20-23
„Da entbrannte der Zorn des Herrn gegen Israel, und er sprach: Weil diese Nation meinen Bund übertreten hat, den ich ihren Vätern geboten habe, und sie meiner Stimme nicht gehorcht haben, so werde auch ich nicht länger irgendeinen vor ihnen vertreiben aus den Nationen, die Josua übrig gelassen hat, als er starb, damit ich Israel durch sie prüfe, ob sie den Weg des Herrn bewahren werden, darauf zu gehen, wie ihre Väter ihn bewahrt haben, oder nicht. So ließ der Herr diese Nationen bleiben, ohne sie schnell zu vertreiben, und gab sie nicht in die Hand Josuas.“

Richter 3:1-2
„Das sind die Nationen, die der Herr bleiben ließ, um durch sie Israel zu prüfen, alle jene, die all die Kriege um Kanaan nicht kannten –  nur damit er die Generationen der Söhne Israel erkenne, indem er sie den Krieg lehrte, und zwar nur die Kriege von damals, die sie nicht kannten.“

Der zweite Grund, warum dieser Prozess so wichtig ist, ist der, dass wir dadurch lernen, zu kämpfen.

Gott sagt: „Ich werde sie nicht sofort vertreiben, und zwar, weil es Generationen gibt, die niemals gegen Kanaan gekämpft haben. Sie wissen nicht, wie man kämpft und sie müssen lernen, Krieg zu führen.“

Paulus sagte Timotheus: „Kämpfe den guten Kampf des Glaubens.“ Und es ist ein guter Kampf, weil wir gewinnen, wenn wir nicht aufgeben. Paulus selbst sagte im

2.Timotheus 4:7:
„Ich habe den guten Kampf gekämpft. Ich habe den Lauf vollendet. Ich habe den Glauben bewahrt.“

Das alles steht für einen Prozess, denn Freund, wir stehen in einem geistlichen Kampf. Wir haben einen Feind. Nicht nur das, wir leben in einer gefallenen Welt, deren System nicht nur Mängel hat.

Es steht im krassen Gegensatz zu Gottes Reich. Jesus sagte, das System dieser Welt steht dem Reich Gottes und Seiner Herrschaft feindlich gegenüber.

Und dann gibt es einen dritten Bereich, und zwar das Fleisch. Ihr Fleisch wird Sie zu Dingen verleiten, die Sie nicht tun wollen, und seine Dienste mit der Währung der Trauer bezahlen. Die Welt, das Fleisch und der Teufel… wir befinden uns in einem Kampf. Und selbst wenn wir viel Befreiung durch Ereignisse erlebt haben, wird der Feind um alles kämpfen, was wir von Gott empfingen, und versuchen, es wieder zu rauben.

Ich hatte einen Freund, als ich in Oregon lebte… das war in meinen Tagen vor Christus. Er kam durch ein Ereignis zu viel Geld. Es war eine hohe Abfindung. Er musste nichts dafür tun. Ich weiß keine Details darüber, er bekam jedenfalls viel Geld. Dementsprechend schätzte er es nicht wirklich… und warf damit um sich. Der Applegate, ein Fluss, fließt durch ein wunderschönes Tal. Er mietete sich eine Hütte am Fluss. Eine herrliche Gegend. Wir feierten dort viele Partys und verbrachten viel Zeit dort.

Er war ein paar Wochen weg und die Leute, die er gerade kennengelernt hat… ich kannte sie nicht wirklich… fragten, ob sie die ein, zwei Wochen in seiner Abwesenheit dort bleiben könnten. Sie sagten, sie würden sich um die Hütte kümmern. Er sagte: „Klar, kein Problem.“ Nun, als er wiederkam, lagen all seine Sachen draußen im Dreck. Er klopft an, sie kommen zur Tür und sagen: „Ja, was willst du?“ Er sagt: „Warum habt ihr meine Sachen herausgeschmissen?“ Sie sagten: „Du wohnst hier nicht mehr. Sie gehört jetzt uns. Wir gehen nicht weg und du kommst nicht mehr hinein.“ Und er hatte nicht genug Mumm, um etwas dagegen zu tun.

Ich wollte ihn schlagen, als er mir das erzählte. Ich sagte: „Du hast den Besitzer nicht angerufen?

Du hast nichts getan?“ Er sagt: „Ach was, es war nicht der Mühe wert.“ Genau das wird der Teufel tun.

Sie erobern Land im Herrn und der Teufel bleibt stur darauf sitzen. Er wird versuchen, es ihnen wegzunehmen. Und, Freund, wenn Sie nicht lernen zu kämpfen, können Sie schnell Dinge verlieren, die Gott Ihnen gibt. Gott möchte, dass wir lernen zu kämpfen.

Wenn depressive Gedanken und Ohnmachtsgefühle auf Sie einstürmen, müssen Sie lernen zu kämpfen. Wenn Ihr Kind hohes Fieber hat, müssen Sie lernen, zu kämpfen. Wenn Ihr Widersacher, der Teufel, der wie ein brüllender Löwe umhergeht, sagt: „Du bist erledigt! Du gehst unter! Ich habe deine Familie fest im Griff. Gott kann dich niemals gebrauchen! Du wirst nie wieder gesund!“, dann sollten Sie lernen, zu kämpfen! Und wir lernen zu kämpfen durch diesen Prozess.

Wenn ein Geist von Bedrückung auf Sie kommt und Sie dann sagen: „Ich lasse mir das nicht bieten!“, Sie entscheiden sich dafür, Gott zu preisen und laufen mit erhobenen Händen durch Ihre Wohnung und preisen unaufhörlich Gott, obwohl Ihnen nicht danach ist, bis der Geist der Bedrückung weicht, Freund, dann lernen Sie, zu kämpfen. Wenn Umstände sich zusammenbrauen und alles scheinbar gegen Sie steht, Sie das Wort Gottes nehmen, auf und ab gehen, die Verheißungen aussprechen, Gott für Sein Wort danken und das Wort festhalten, lernen Sie zu kämpfen.

Wenn dunkle Zeiten kommen und Sie denken: „Jetzt brauche ich einen Freund“ … und die Bibel sagt „Eisen schärft Eisen“, und Sie rufen einen Freund oder eine Freundin an und sagen: „Bitte komm und schärfe mich etwas.“ Sie verbringen Zeit mit einem Bruder oder einer Schwester in Christus, werden geistlich geschärft und beten gemäß Matthäus 18:19… Jesus sagte: „Wenn zwei auf Erden in Einheit um etwas bitten, wird mein Vater im Himmel es tun.“ Freund, dann lernen Sie zu kämpfen! Und das müssen wir tun.

Wenn Sie nie lernen zu kämpfen, wird Gott Sie genauso lieben. Er wird Sie nicht weniger lieben, Sie aber nicht oft gebrauchen können. Ich denke, wir müssen beschließen, nicht immer pflegebedürftige Christen mit geringem Einfluss zu sein. Gott möchte, dass wir uns von pflegebedürftigen Christen mit geringem Einfluss zu wartungsfreien einflussreichen Christen entwickeln. Wir müssen lernen zu kämpfen, bis wir nicht immer nur etwas empfangen, sondern selbst etwas zu geben haben. Und wenn Sie jetzt an einem Punkt sind, wo Sie einfach trocken sind und andere Ihnen dienen müssen, lassen Sie sich helfen und schämen Sie sich nicht, aber beschließen Sie in Ihrem Herzen: „Ich werde den Prozess angehen. Ich werde geistlich wachsen. Ich werde ein Kämpfer werden. Ich werde im Herrn meinen schwarzen Gürtel machen und lernen, den Teufel mit einem Eins-zwei-Schlag des Glaubens und des Gehorsams Gott gegenüber aufs Kreuz zu legen.

Gut, der dritte Punkt. Drittens ist der Prozess so wichtig, weil er den Charakter offenbart und verändert. Der Prozess macht unseren Charakter deutlich und verändert ihn. Paulus schrieb über den jungen Timotheus in

Philipper 2:22:
„Ihr aber wisst, dass er sich bewährt hat; denn wie ein Kind dem Vater hat er mit mir dem Evangelium gedient.“ – Ein Prozess.

Römer 5:4 nach der Living Bible:
„Geduld bringt Charakterstärke in uns hervor, sodass wir Gott immer mehr vertrauen können, bis schließlich unsere Hoffnung und unser Glaube stark und fest sind.“

Ein Prozess. Geduld bringt Charakterstärke in uns hervor. Und Charakter ist nicht das Gleiche wie unser Ruf. Es sind zwei verschiedene Dinge.

William Hershey Davis sagte Folgendes über den Unterschied zwischen Charakter und Ruf. Hören Sie es sich an. Er sagt: „Charakter ist das Einzige, was wir in dieser Welt entwickeln und in die nächste mitnehmen. Ihre Lebensumstände sind ausschlaggebend für Ihren Ruf. Die Wahrheit, die Sie glauben, prägt Ihren Charakter. Ihr Ruf sagt aus, wie Sie sein sollen; der Charakter ist Ihr wahres ich.

Einen Ruf haben Sie, wenn Sie in eine neue Umgebung kommen; Charakter haben Sie, wenn Sie wegziehen. Ein Ruf entsteht in einem Moment; der Charakter reift ein Leben lang. Der Ruf wächst wie ein Pilz; der Charakter wächst wie eine Eiche. Ihr Ruf spricht sich in einer Stunde herum; Ihr Charakter wird nicht einmal in einem Jahr offenbar. Ein Zeitungsbericht prägt Ihren Ruf; lebenslange Mühe prägt Ihren Charakter. Der Ruf macht Sie arm oder reich; der Charakter macht Sie glücklich oder unglücklich. Ihren Ruf schreiben Menschen auf Ihren Grabstein; Ihren Charakter verkünden Engel vor dem Thron Gottes. Ihr Charakter ist das, was Gott über Sie weiß, Ihr Ruf ist das, was Menschen von Ihnen halten.“

Wissen Sie, die Früchte des Geistes in Galater 5:22 haben sehr viel mit Charakter, Entwicklung und Prozess zu tun. Das ist Frucht. Frucht ist kein Ergebnis eines Ereignisses. Frucht wächst, sie entsteht durch einen Prozess. Die Frucht des Geistes… Liebe, Freude, Frieden, Freundlichkeit, Treue, Güte usw. usw., Langmut… nehmen wir doch das. Langmut entwickelt sich nur, indem wir lange Zeit Dinge erleiden. So wächst sie und so entwickelt sie sich. Langmut werden Sie nie erlangen ohne langwierige Probleme… Prozess.

Wenn ich an Charakter denke, fällt mir Simson ein. Simsons Leben war sehr ereignisorientiert. Immer wieder gab es herausragende Ereignisse in seinem Leben, aber er entwickelte auch eine Ereignis-Mentalität. Das geschah bei Simson: Er tötet mit bloßen Händen einen Löwen… ein starkes Ereignis.

Er trägt nachts die Stadttore weg… ein großes Ereignis. Er tötet 1000 Philister mit dem Kiefer eines Esels… ein größeres Ereignis. Er fängt 300 Füchse, zündet ihre Schwänze an und schickt sie in die Kornfelder der Philister… ein großes Ereignis.

Aber wissen Sie, so großartig Simson auch war, er schien einen Prozess zu verschmähen, besonders was Charakterbildung und Beziehungen angeht. Er sieht eine junge Philisterin und sagt: „Ich will sie sofort haben.“ Seine Eltern sagten: „Schau, sie glaubt nicht einmal an Gott. Sie ist Heidin. Komm schon, Simson!“ Er sagt: „Nein, sie gefällt mir gut. Holt sie mir jetzt.“ Ereignisse drängen und packen ihn… er will nicht durch einen Prozess gehen. Etwas später sieht er eine Hure und sagt: „Ich will sie sofort haben“ und nimmt sie sich. Dann sieht er Delila: „Sie gefällt mir, ich will sie sofort haben.“

Er war total ereignisorientiert, hatte nie Geduld für einen Prozess und hat nie an seinem Charakter gearbeitet zwischen den großen Ereignissen seines Lebens. Und dass er nie den Prozess der Charakterveränderung und der Entwicklung normaler gesunder Beziehungen angegangen ist, brach ihm das Genick. Freund, der Prozess offenbart und verändert unseren Charakter.

Gut, Nummer vier, ein ähnlicher Punkt. Durch den Prozess bekommen wir Mitleid.

Früher hatte ich keine Geduld und kein Mitleid mit Eltern unerzogener Kinder. Wir waren in einem Restaurant, ein paar Kinder spielten verrückt und ich dachte: „Die Mutter sollte man schlagen. Was ist los mit ihr?“ Kein bisschen Mitleid… bis ich den Prozess der Erziehung meiner Kinder durchlief.

Ich sage Ihnen, wer ein Experte für Kinder ist: jemand, der ein gutes theoretisches Fundament hat und keine Kinder. Derjenige hat brillante Theorien, aber keine Kinder. Wissen Sie, wenn Sie selbst Kinder haben, bekommen Sie viel mehr Mitleid.

Wenn Sie durch die Gnade Gottes durch den Prozess der Erneuerung Ihres Sinnes gegangen sind und von Süchten oder negativen Dingen frei wurden, haben Sie großes Mitleid mit anderen, die da zu kämpfen haben, es mögen Drogen, sexuelle Sünde, Esssucht, Depression oder sonst etwas sein.

Wissen Sie, was interessant ist? Gott wirkt durch dieses Mitleid. Er gebraucht es. Eine interessante Studie: Schauen Sie sich alle Stellen an, wo Jesus von Mitleid bewegt wurde, wo Er auf die Menschenmenge sah und Mitleid hatte, weil sie wie Schafe ohne einen Hirten waren; wo Er einen Kranken sah, Mitleid mit ihm hatte und bewegt war. Jedes mal, wenn Er dem Mitleid nachging, passierten Wunder und übernatürliche Dinge, Menschen wurde geholfen. Gott wird durch Mitleid in unserem Herzen wirken, wenn wir ihm nachgehen. Freund, Mitleid entwickelt sich durch einen Prozess.

Gut, Nummer fünf: Der Prozess ist wichtig, weil wir dadurch eine Haltung der Dankbarkeit bekommen.

Wenn plötzlich ein Wunder geschieht, freuen wir uns und danken dafür. Aber wenn unsere Befreiung nach und nach geschieht, lernen wir, für kleine Dinge zu danken. Wir entwickeln eine Haltung der Dankbarkeit.

Ich habe einen Freund, der gerade dabei ist, gesund zu werden. Er hat eine sehr ernste Krankheit, sie ist sogar lebensbedrohlich. Er betete, ich habe gebetet und andere auch. Es gab kein sofortiges Eingreifen und die Symptome sind nicht gewichen. Also vertraut er Gott und stellt sich jeden Tag auf Gottes Wort, er vertraut Gott im Hinblick auf die Heilung. Wir sprechen sehr oft miteinander. Eine Sache ist mir aufgefallen… das hat er mir ganz offen gesagt… und zwar, dass er sehr dankbar geworden ist für kleine Dinge… es entwickelte sich eine Haltung der Dankbarkeit für kleine Dinge wie die Familie, Freunde oder so etwas einfaches wie eine gute Nachtruhe. Ich will nicht zu indiskret sein, aber sogar für einen guten Stuhlgang, weil sich die Krankheit in diesem Bereich abspielt. Ich weiß noch, als er mir das erzählte, dachte ich: „So ein Problem hatte ich noch nie in meinem Leben!“

Man entwickelt eine Haltung der Dankbarkeit für kleine Dinge, wenn man diesen Prozess durchläuft.

Ich denke, manchmal können wir dankbar sein und Gott ehrlichen Herzens für ein Ereignis danken.

Und doch kann es verblassen, wenn wir nicht aufpassen.

Ich werde nie vergessen, was mir ein junger Mann erzählte, der das Vorrecht hatte, einen Missionar aus Indien zum Essen einzuladen. Dieser Mann verbrachte 30 Jahre in Indien und diente den Ärmsten der Armen. Das war ein Prozess! Dieser Mann hat ihn erlebt! Dreißig Jahre seines Lebens hat er den Ausgestoßenen und den Ärmsten der Armen in einer Großstadt Indiens gedient. Er machte einen kurzen Heimaturlaub. Sie gaben dem jungen Mann die Kreditkarte der Gemeinde und sagten: „Dieser Mann ist eine Legende. Ladet ihn zu einem guten Steak ein. Geht in ein teures Restaurant. Wenn jemand das verdient hat, dann er.“ Folgendes sagte der junge Mann: Die Kreditkarte brannte in meiner Hosentasche und ich fragte ihn: „Wo möchtest du hingehen?“ Er sagte: „Mac Donald wäre schön.“ Er sagte, sie gingen zu Mac Donald. Er bestellte ein Glas Wasser und einen einfachen Hamburger. Er sagte: „Und als er für das Glas Wasser und den einfachen Hamburger dankte, brach er in Tränen aus und schluchzte, weil es so einfach war, ein Glas sauberes Wasser und etwas zu essen zu bekommen.“ Er war Gott dankbar für die kleinen Dinge. Ich denke, wir nehmen viele Dinge jeden Tag als selbstverständlich hin.

Zum Schluss: Wir müssen Gott für Ereignisse danken. Ich bin dankbar für die Ereignisse in meinem Leben. Sie haben auf dem Weg Akzente gesetzt und wirkten wie Katalysatoren. Sie können uns in unserem geistlichen Leben viel Auftrieb geben. Sie können Gottes Barmherzigkeit, Seine Fürsorge und Sein Wesen offenbaren. Aber wissen Sie, Gott wirkt auch durch den Prozess. Obwohl es weit weniger spektakulär ist, ist es nicht weniger übernatürlich. Wenn Sie dranbleiben und an Ihrer Ehe über einen langen Zeitraum arbeiten, ist das nicht weniger übernatürlich als ein plötzliches Eingreifen Gottes und wir sollten es nicht gering schätzen. Wir danken Gott also für die Ereignisse, aber sie müssen Teil eines größeren Prozesses sein, sonst haben wir langfristig vielleicht nicht viel davon.

Bedenken Sie diese Wahrheiten.

Sie brauchen Weisheit von Gott. Die Weisheit sagt Folgendes in

Sprüche 8:34
„Glücklich der Mensch, der auf mich hört, indem er wacht an meinen Türen Tag für Tag!“

Versorgung: Jesus sagte in

Matthäus 6:11
„Unser tägliches Brot gib uns heute.“ – Wandel mit Jesus Christus. Jesus sagte in

Lukas 9:23
„Da sprach er zu ihnen allen: Wer mir folgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach.“

In Apostelgeschichte, Kapitel 2 und 5 sagt die Bibel, dass Gläubige täglich Gemeinschaft hatten, täglich beteten und anbeteten, täglich evangelisierten und täglich im Wort Gottes unterwiesen wurden.

Apostelgeschichte 17:11:
Die Beröer forschten täglich in der Schrift.

Hebräer 3:13 sagt:
„Ermahnt einander jeden Tag.“ – Opfer:

Der Apostel Paulus sagte in

1.Korinther 15:31
„Ich sterbe täglich.“

2.Korinther 4:16
„Unser innerer Mensch wird jeden Tag erneuert.“

All diese Dinge verkünden einen Prozess! Selbst Errettung ist ein Ereignis innerhalb eines Prozesses.

Erst Prozess, dann Ereignis, dann Prozess.

Suchen, finden und dann die Nachfolge. Der Prozess der Suche: „Ich habe Verlangen nach Gott. Ich suche. Mein Herz schreit: ‚Es muss Antworten für das Leben geben!‘“ Und es sind heute Menschen hier, weil sie in diesem Prozess waren. Sie haben ernsthaft versucht, Gott zu finden. Und sobald Sie die Wahrheit erkennen, sind Sie dabei! Ein Prozess.

Ich möchte jetzt Eltern ermutigen, deren Kinder in einem Alter sind, in dem sie Fragen stellen.

Unterdrücken Sie das nicht. Manches Kind wird sagen: „Mama, Papa, woher wisst Ihr, dass die Bibel Gottes Wort ist?“ „Sag so etwas nicht! Sag so etwas nicht! Ich schelte dich! Geh hinter mich, Satan!“

Hören Sie, wenn Sie es unterdrücken, wird daraus Rebellion werden. Es ist natürlich und normal.

Jeder kommt an den Punkt, dass er Fragen stellt. Bei manchen Kindern ist der Übergang fast nahtlos, aber bei anderen ist es etwas rauer. Aber wenn sie keine Fragen stellen, haben sie am Ende nur einen Gott und einen Jesus aus zweiter Hand. Sie werden Mamas und Papas Jesus haben, keine eigene persönliche Beziehung. Wie gesagt, passiert es bei manchen ziemlich nahtlos, bei anderen weniger.

Wir sind nie ausgeflippt. Alle unsere Kinder haben Dinge in Frage gestellt. Wir waren deswegen nie unruhig. Wissen Sie, warum? Der Gott, der groß genug ist, um sich mir und Janet zu offenbaren, ist groß genug, um sich unseren Kindern zu offenbaren. Und ich glaube, Gott wird für jeden Menschen, der ernsthaft sucht, ehrliche Fragen stellt und Antworten braucht, Himmel und Erde bewegen, um ihnen die Antwort zu geben.

Aber das alles ist ein Prozess. Dann folgt das Ereignis, die Errettung, die Wiedergeburt. Das ist ein Ereignis, wie die natürliche Geburt.

Wir haben drei Kinder. Ich erinnere mich an die Ereignisse ihrer Geburten. Aber danach folgt ein Prozess, oder? Sie müssen heranwachsen.

Jesus sagte: „Du musst wiedergeboren werden. Du kannst Gottes Reich nicht sehen, wenn du nicht wiedergeboren bist.“

Der Apostel Paulus sprach von einer neuen Schöpfung in Christus. Wenn Sie während des Prozesses Ihrer Suche nach Wahrheit Jesus Christus gegenüberstehen, der am Kreuz für Ihre Sünden starb und von den Toten auferweckt wurde, damit Sie mit Gott ins Reine kommen und Sie das annehmen, kommt buchstäblich der Heilige Geist in Ihr Leben. Es ist ein Ereignis. Er verändert Sie in einem Augenblick. Man kann das ein Stück weit beschreiben, aber dann fehlen die Worte. Jesus selbst sagte, als Er über die Wiedergeburt sprach: „Es ist wie bei dem Wind. Er bläst von hier nach dort, niemand weiß wohin. Man hört nur sein Sausen. So ist jeder, der aus dem Geist geboren ist.“ Und ich weiß nicht, woher der Wind weht oder wohin er weht. Ich kann ihn nicht sehen. Da gibt es eine geheimnisvolle Komponente. Aber ich kann deutlich die Resultate sehen, wenn er durch die Stadt weht. Und wenn der Wind des Heiligen Geistes in das Leben eines Menschen weht und es verändert, können Sie vielleicht nicht alles nachvollziehen, was passiert ist, aber Sie können deutliche Resultate in ihrem Leben sehen. Ich möchte Ihnen sagen: Ich kann nicht alles erklären, obwohl ich weiß, dass der Heilige Geist kommt und in uns wohnt und uns von innen heraus verändert… so radikal, dass Jesus von einer Wiedergeburt sprach, einem Ereignis. Aber dann geht der Prozess weiter. Ich folge Jesus nach. Ich lerne Seine Wege und Sein Wort kennen.

Meistens, wenn jemand zum Glauben an Christus kommt, ging diesem Ereignis ein langer Prozess voraus. Aber so muss es sein. Jesus sagte, wer nicht von neuem geboren wird, kann das Reich Gottes nicht sehen, wenn er dieses Ereignis nicht erlebt. Das ist so radikal, dass der Apostel Paulus sagte, wir werden eine neue Schöpfung in Christus. Wenn Sie in Ihrem Herzen glauben, dass Gott Jesus von den Toten auferweckt hat und Ihn mit Ihrem Mund als Herrn bekennen, werden Sie errettet. Warum tun Sie das nicht heute?

 

Jule 19. Juli 2009 Keine Kommentare Trackback URI Comments RSS

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