Sieben Arten des Glaubens

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Sieben Arten des Glaubens – Teil 1 12./13.05.2007
Pastor Bayless Conley

Predigt:
Hallo und herzlich willkommen zur heutigen Sendung. Was Sie auch gerade tun, falls Sie in der Küche abwaschen und meine Stimme nur vom Fernseher aus dem Nebenzimmer hören können, so kann der Abwasch warten. Falls Sie andere Dinge tun, zum Beispiel essen – Sie haben sich gesetzt, das Essen ist heiß und sieht gut aus – ich sage ich Ihnen, essen Sie es kalt. Denn das, was ich Ihnen mitteilen möchte, ist extrem wichtig. Die Bibel spricht von verschiedenen Arten des Glaubens. Mit Schiffbruch im Glauben, falschem Glauben, starkem Glauben, Kleinglauben, großem Glauben und auch totem Glauben werden wir uns beschäftigen. Es ist, als blätterten wir durch ein Album mit verschiedenen Schnappschüssen und fänden uns irgendwo in diesem Album wieder. Es wird ein Schnappschuss von Ihnen und einer von mir darin sein. Das Großartige ist, dass unser Glaube wachsen kann, wir von einer Ebene des Glaubens zur nächsten gehen können. Das wird Spaß machen, aufschlussreich sein und ich hoffe, dass Sie mir dabei folgen werden.

Wie gesagt, ich werde über sieben Arten des Glaubens sprechen und im 1.Timotheus, Kapitel 1 anfangen. Schlagen Sie das bitte auf, wir werden dort beginnen. „Sieben Arten des Glaubens“ und wir fangen bei Schiffbruch im Glauben an.

1.Timotheus 1:19
„… indem du den Glauben bewahrst und ein gutes Gewissen, das einige von sich gestoßen und so im Hinblick auf den Glauben Schiffbruch erlitten haben; unter ihnen sind Hymenäus und Alexander, die ich dem Satan übergeben habe, damit sie zurechtgewiesen werden, nicht zu lästern.“

Nun, diese beiden Männer, Hymenäus und Alexander, haben ein gutes Gewissen von sich gestoßen; sie verwarfen ihr gutes Gewissen. Von sich stoßen und verwerfen geben den verwendeten Begriff genau wieder. Dadurch, dass sie ihr Gewissen von sich stießen und verwarfen, erlitten sie im Glauben Schiffbruch. Das ist so, als ob ein Seemann, der nichts als einen Kompass zum Navigieren dabei hat, sich entschließt, diesen wegzuwerfen. Er wirft ihn über Bord.

Der Apostel Paulus sagte in Apostelgeschichte 23:1 „… Ich bin mit allem guten Gewissen vor Gott gewandelt bis auf diesen Tag.“

Er sagte in Apostelgeschichte 24:16: „Darum übe ich mich auch, allezeit ein Gewissen ohne Anstoß zu haben vor Gott und den Menschen.“

Mit anderen Worten hat er nie sein Gewissen übergangen, es im Umgang mit Gott und Menschen nie von sich gestoßen oder verworfen.

Mögen wir wie diese Menschen sein, denn das Neue Testament lehrt uns einige Dinge über unser Gewissen. Erstens ist es unser Gewissen, das uns von Sünde überführt. Das Neue Testament lehrt uns auch, dass unser Gewissen die Wahrheit bezeugt; an anderer Stelle sagte der Apostel Paulus: „… mein Gewissen gibt mir Zeugnis im Heiligen Geist,…“ Unser Gewissen überführt uns von Sünde und sagt uns, wenn wir in der Wahrheit sind. Es sagt uns, wenn etwas vom Heiligen Geist ist. Es ist wie der Schiedsrichter, der uns sagt, ob wir im Aus sind oder nicht. Verwerfen Sie aber Ihr Gewissen, so verlieren Sie Ihren Leiter. Der innere Kompass ist kaputt, weggeworfen und Sie werden letztlich Schiffbruch erleiden. Wenn Sie anfangen, es zu verwerfen, stumpft es immer mehr ab.

Hymenäus und Alexander hatten einmal echten Glauben an Gott. Sie hatten eine echte Beziehung zu Jesus Christus, aber dieser Glaube an Christus erlitt Schiffbruch. Alexander wird später erwähnt, ich denke im 2.Timotheus, und Paulus spricht von Alexander, dem Kupferschmied. Wir nehmen an, dass es der gleiche Mann ist. Er sagte: „Er fügte mir viel Schaden zu und widerstand unseren Worten.“

Über Hymenäus – das ist interessant, heißt es an anderer Stelle, dass er log, Lügen über die Auferstehung erzählte und manche vom Glauben abbrachte. Diese Leute, die einmal eine echte Beziehung zu Gott hatten, widerstehen jetzt dem Evangelium und versuchen, andere vom Glauben abzubringen. Es steht etwas über sie im Judasbrief. Es heißt, dass Sie zu euren Gemeindefesten kommen. Sie sind Flecken, heißt es in der Elberfelder Bibel. Das griechische Wort ist speelas. Es steht in Judas, es gibt nur ein Kapitel, in Vers 12. Und das Wort „speelas“ bedeutet „unter Wasser verborgene Riffe“, auf die Schiffe auflaufen. Es heißt: „Sie kommen und fürchten sich nicht, mit euch zu essen, beabsichtigen aber den Glauben anderer zu ruinieren wie bereits den eigenen.“

Kürzlich sah ich einen Fernsehbericht. An der Ostküste bauten die Piraten falsche Lichtsignale auf. Sie holten ihre Lampen hervor und gaben den Schiffen Signale und die dachten, es seien Leuchttürme. Sie lotsten die Schiffe direkt auf die Riffe zu. Dann ruderten sie hin, töteten die ganze Besatzung und raubten alles.

Es gibt Menschen, die früher mit Gott lebten, im Glauben scheiterten und jetzt anderen Menschen auflauern. Sie zielen auf schwache Menschen mit schwachem Gewissen, um auch deren Glauben zu ruinieren. Paulus konfrontierte solche Menschen.

Jeder sage: „Gescheiterter Glaube“. Sagen Sie zu Ihrem Nachbarn: „Meiden Sie das.“ Gut. Jakobusbrief, Kapitel 2. Schauen Sie sich das bitte mit mir an, Jakobus, Kapitel 2. Als Nächstes wollen wir uns toten Glauben ansehen. Es wird später noch positiver. Toter Glaube.

Jakobus 2:20
„Willst du aber erkennen, du eitler Mensch, dass der Glaube ohne die Werke nutzlos ist?“

Ich mag eine moderne englische Version, die sagt: „Glaube ohne Taten ist tot.“ Ich werde es ab jetzt so lesen. Schauen Sie mit mir Vers 21 an.

Jakobus 2:21-22
„Ist nicht Abraham, unser Vater, aus Taten gerechtfertigt worden, da er Isaak, seinen Sohn, auf den Opferaltar legte? Du siehst, dass der Glaube mit seinen Taten zusammenwirkte und der Glaube aus den Taten vollendet wurde.“

Vers 25-26 „Ist aber nicht ebenso auch Rahab, die aus Taten gerechtfertigt wurde, da sie die Boten aufnahm und auf einem anderen Weg hinausließ? Denn wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Taten tot.“

Was tun Sie mit etwas, das gestorben ist? Auferwecken. Manche fühlen sich angesprochen. Kommen wir zu Abraham… sorry. Abraham und Rahab handelten. Nicht nur Rahab, jeder in Jericho hörte von den Israeliten. Sie erzählte sogar davon, wie alle der Mut verließ. Sie hörten davon, wie Gott das Rote Meer geteilt hatte; sie wussten, wie Israel den König von Baschan in Staunen versetzte etc, etc. Sie wussten alles. Aber sie war die Einzige, die handelte. Das unterschied sie von allen anderen. Ihr Glaube drückte sich durch ihre Taten aus. Toter Glaube handelt nicht.

Toter Glaube sagt: „Ich glaube, Gott begegnet meinen Nöten,“ gibt aber keinen Zehnten.

Toter Glaube sagt: „Ich glaube Gott heilt,“ ruft aber nie die Ältesten.
Toter Glaube sagt: „Die Bibel gibt Antworten für das Leben,“ studiert sie aber nie.
Toter Glaube sagt: „Ich glaube, ich bin zum Dienst berufen,“ lässt sich aber nie ausbilden.

Er ist tot. Entsprechende Taten fehlen.

Ich las kürzlich über einen Mann, der mit einigen geistig zurückgebliebenen Teenagern arbeitete. Er glaubte einfach an sie und sagte: „Seht, ihr könnt manche Begrenzungen ablegen, die Menschen euch auferlegt haben.“ Er lehrte sie Schach zu spielen, Möbel und kleine Haushaltsgeräte zu reparieren. Er sagte nur: „Seht, ihr könnt es, ihr könnt es. Euer Horizont ist viel weiter als ihr vorher dachtet.“ Er sagte: „Die letzte Bestätigung für mich war, dass eines der Kinder eines Tages mit einem kaputten Toaster unter dem Arm und einem halben Brot unter dem anderen Arm kam. Das ist Glaube. Reparieren Sie meinen Toaster, so bringen Sie Brot mit. Beten Sie für Regen, so bringen Sie einen Schirm mit. Glaube ohne Taten ist tot.

Es ist wie der Mensch, der zum Hausarzt geht und sagt: „Herr Doktor, ich habe bestimmte Beschwerden und weiß nicht, wie ich sie los werde.“ Der Arzt untersucht ihn gründlich und sagt: „Ich weiß genau, was vorliegt. Es ist A, B und C. Aber wissen Sie, das kriegt man leicht in den Griff. Ich verschreibe Ihnen etwas. Tun Sie Folgendes und nehmen Sie das eine Woche, dann genesen Sie schnell und die Beschwerden verschwinden.“ „Vielen Dank, Herr Doktor, danke.“ Er geht zur Apotheke, holt die Medikamente, kommt nach Hause und sieht das Rezept an. Er liest den ganzen Beipackzettel und sagt: „Wisst ihr, ich glaube an diese Medizin und den Arzt, der sie mir anriet. Ich glaube, seine Untersuchung war gründlich. Ich vertraue seiner Diagnose und glaube, wenn ich diese Medizin nach Rezept nehme, werde ich gesund“. Und sie nehmen sie und tun sie in die Hausapotheke oder einen Schrank, öffnen oder nehmen sie aber nie. Das ist toter Glaube.

Aber mit Gott machen die Menschen das ständig.

„Ich glaube, Gott begegnet meiner Not.
Ich glaube, dass Gott heilt.
Ich glaube, Gott kann meine Familie heilen.
Ich glaube alles vom ersten Mose bis zu den Karten.
Ich glaube alles darin.“ Aber er handelt nicht.

Glaube ist eine Handlung. Nicht nur reden, handeln!

Gut, die dritte Art von Glauben: ungeheuchelter Glaube. Ich hätte Sie bitten sollen, sich die Stelle zu markieren. Gehen Sie noch mal zum 2.Timotheus. Ungeheuchelter Glaube. 2.Timotheus 1:5… und das wird auch im 1.Timotheus 1:5 erwähnt, an beiden Stellen. Paulus schreibt seinem Sohn im Glauben.

2. Timotheus 1:5
„Denn ich erinnere mich des ungeheuchelten Glaubens in dir, der zuerst in deiner Großmutter Lois und deiner Mutter Eunike wohnte, ich bin aber überzeugt, auch in dir.“

Ungeheuchelter Glaube. Nicht geschauspielert… nicht vorgetäuscht, sondern echt. Im Griechischen steht anypokrites. „A“ bedeutet nicht; und der zweite Teil ist das griechische Wort für Heuchler, abgeleitet von dem Wort hypokrites. Zur Wortbedeutung: ein Hypokrit war ein Schauspieler in der griechischen Antike, der auf der Bühne eine Maske trug. Oder er gab vor, jemand zu sein, der er nicht war. Kennen Sie die finsteren oder lächelnden antiken griechischen Masken? Nun, das ist ein Heuchler. Unser englisches Wort stammt aus dem antiken griechischen Theater. Jemand, der eine Maske trägt. Wenn er hier sagt: „habt ungeheuchelten Glauben,“ so hat das diesen Hintergrund. Das Echte. Manche verhalten sich nur so, als ob sie glauben. Sie tun so, als ob.

Wenn wir Dinge tun, um Menschen zu beeindrucken, mag sie das beeindrucken, aber nicht Gott. Er sieht den Kern der Sache. Die Frage ist: Haben wir das Echte? Oder nur eine ähnliche Kopie? Ist Ihr Glaube echt oder gefälscht?

Eins, wonach diese Generation wirklich sucht, ist Echtheit. Sie wollen keine Kopien, egal, wie nah sie dran sind, und das bringt uns wieder zum Thema Glauben. Ich denke, Menschen, die lang und breit über Glauben reden, sind nicht gefragt. Sie wollen Menschen sehen, die einen stillen Glauben haben, die in ihrem Alltag Gott vertrauen, was sich durch Echtheit und Resultate in ihrem Leben zeigt. Wenn Sie nur äußerlich mitgegangen sind, ich weiß, dass mir jetzt Menschen zuschauen, die an Jesus Christus gläubig sind, aber ein Großteil Ihres Verhaltens ist antrainiert und ein religiöses Ritual. Die Frische, die Spontanität und die Leichtigkeit des persönlichen Wandels mit Gott gingen im Alltagstrott verloren. Ich fordere Sie heraus, sich selbst wieder zu finden. Entdecken Sie neu, wie einfach es ist, Gott und Christus zu vertrauen und kehren Sie zu ernsthaftem echten Glauben an Gott zurück.

Kommen wir zu einem weiteren Vers: 2 Korinther 13. Echter Glaube, das Eigentliche. 2 Korinther 13:5… Paulus schreibt der Gemeinde in Korinth folgendes:

2. Korinther 13:5
„Prüft euch, ob ihr im Glauben seid, untersucht euch! Oder erkennt ihr euch selbst nicht, dass Jesus Christus in euch ist? Es sei denn, dass ihr etwa unbewährt seid.“

Sehen Sie, er sagt: Prüft euch, ob ihr im Glauben seid. Das Vierte und letzte ist: Sehen Sie nach Ihren Füßen. Wir wandeln im Glauben. Stimmen Wandel und Rede überein? Handeln Sie nach Ihren Glaubensaussagen? Denn wenn Sie einen vorgetäuschten, unechten Glauben haben, ist das, als hätten Sie im Krieg eine Spielzeugpistole. Sie mag echt aussehen und sogar knallen. Aber das wird schnell auffliegen, dem Teufel können Sie bestimmt nicht lange etwas vormachen. Tatsache ist: Wir stehen im Kampf. Die Bibel sagt, wir sollen den guten Kampf des Glaubens kämpfen. Aber wenn wir nur eine unechte Nachbildung haben, werden wir es in unserem Kampf nicht schaffen. Wir können echten Glauben nur aus dem Wort Gottes bekommen. Glaube kommt aus dem Hören und Hören aus dem Wort Gottes… und durch Jesus Christus, den Anfänger und Vollender unseres Glaubens. An diesen zwei Stellen können Sie Glauben erhalten.

Gut, das Vierte… wir werden wohl damit schließen… ist Kleinglaube. Kleinglaube. Vier Dinge gehen mit Kleinglaube einher. Gehen Sie mit mir bitte zum Matthäusevangelium, Kapitel 6. Das erste Anzeichen von Kleinglauben ist Sorge um Bedürfnisse. Matthäus 6:25… Jesus spricht und sagt:

Matthäus 6:25 „Deshalb sage ich euch: Seid nicht besorgt für euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch für euren Leib, was ihr anziehen sollt! Ist nicht das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung?“

Matthäus 6:27 „Wer aber unter euch kann mit Sorgen seiner Lebenslänge eine Elle zusetzen? Und warum seid ihr um Kleidung besorgt? Betrachtet die Lilien des Feldes, wie sie wachsen: sie mühen sich nicht, auch spinnen sie nicht.“ – Sorgen, Sorgen, Sorgen! Vers 30.

Matthäus 6:30-31 „Wenn aber Gott das Gras des Feldes, das heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, wird er das nicht viel mehr euch tun, ihr Kleingläubigen? So seid nun nicht besorgt, indem ihr sagt: Was sollen wir essen? Oder: Was sollen wir trinken? Oder: Was sollen wir anziehen?“

Wo werden wir arbeiten? Was werden wir fahren? Kleinglaube sorgt sich um kleine Dinge.
Wie kann aus Kleinglauben großer Glaube werden? Seien Sie gewiss, dass Gott sich kümmert, Jesus redete darüber in diesem Abschnitt. Er sagte: „Schaut die Vögel an. Euer himmlischer Vater versorgt sie. Er wird auch euch versorgen. Schaut auf das Gras des Feldes.“

Sah jemand kürzlich einen besorgten Vogel? Nein, Gott scheint sie zu füttern. Sie sammeln nichts in Scheunen. Gott versorgt die Vögel.

Sie sind wertvoller als ein Spatz, wertvoller als ein Vogel. Wenn Sie von kleinem zu großem Glauben kommen wollen, erkennen Sie, dass Ihr himmlischer Vater sich um Sie kümmert. Er kümmert sich um Sie. Er weiß, was Sie brauchen, verliert Sie nie aus den Augen. Vielleicht fühlen Sie sich in dieser großen Menge heute abend verloren. Gott weiß immer genau, wo Sie sind, was in Ihrem Leben passiert und Er kümmert sich um Sie. Das ist das Erste.

Das Zweite ist, das Erste an erste Stelle zu setzen. Schauen Sie bitte mit mir Matthäus 6:32 an.

Matthäus 6:32-34 „Denn nach diesem allen trachten die Nationen; denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr dies alles benötigt. Trachtet aber zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit! Und dies alles wird euch hinzugefügt werden. – Und nachdem ihr all das getan habt, sagt er – So seid nun nicht besorgt um den morgigen Tag!“ …!

Nachdem Sie das Erste an die erste Stelle setzten, brauchen Sie sich nicht zu sorgen. Gott kümmert sich.

Zweitens: Kleinglaube wird panisch, wenn plötzlich Stürme aufkommen. Matthäus, Kapitel 8. Kleinglaube wird panisch, wenn plötzlich Stürme aufkommen. Vers 23, eine wohl bekannte Geschichte.

Matthäus 8:23-27 „Und als er in das Boot gestiegen war, folgten ihm seine Jünger. Und siehe, es erhob sich ein heftiger Sturm auf dem See, sodass das Boot von den Wellen bedeckt wurde; er aber schlief. Und sie traten hinzu, weckten ihn auf und sprachen: Herr, rette uns, wir kommen um! Und er spricht zu ihnen: Was seid ihr furchtsam, Kleingläubige? Dann stand er auf und bedrohte die Winde und den See; und es entstand eine große Stille. Die Menschen aber wunderten sich und sagten: Was für einer ist dieser, dass auch die Winde und der See ihm gehorchen?“

Es kam also plötzlich Sturm auf. Eine unerwartete Rechnung oder ein Befund, etwas Unerwartetes bei Ihrem Kind. Alles war ruhig und plötzlich sind Sie mitten in einem Sturm. Vielleicht ein plötzlicher finanzieller, ein familiärer Sturm, ein tatsächlicher Sturm… Kleinglaube reagiert panisch.

Vers 27 sagt uns, warum sie Kleinglauben und Angst hatten. Es heißt: „Was für einer ist dieser, dass auch die Winde und der See ihm gehorchen?“ Sie hatten deswegen Angst, weil sie nicht wirklich begriffen hatten, wer das in ihrem Boot war.

Ich frage Sie: Wer kam in Ihr Boot, als sie errettet wurden? War es nur ein guter Lehrer? Ein Mensch wie jeder andere? Oder war es Jesus, der Sohn des lebendigen Gottes? War es der, der das Universum aus dem Nichts schuf, der den Ozean und die Sterne schuf, das Alpha und das Omega, der, der zur rechten der Majestät in der Höhe sitzt, nachdem Er die Hölle, den Tod und das Grab besiegt hat, der eines Tages wiederkommen wird, einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen wird… kam dieser Jesus in Ihr Boot? Wenn ja, dann keine Angst! Er kann Ihren Sturm stillen. Sie werden nicht umkommen. Widrige Winde gehorchen immer noch Seiner Stimme.

Manchmal vergessen wir einfach, wem wir dienen, wen wir kennen, wer in uns wirkt und wer in uns wohnt. Bedenken Sie das! Gott sagt: „Ich werde in ihnen wirken und wohnen. Ich werde ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein.“ Wir sind der Tempel des lebendigen Gottes. Er ist im Boot.

Drittens: Kleinglaube ist in den Umständen gefangen. Matthäus 14. Kleinglaube ist in den Umständen gefangen. Eine weitere bekannte Geschichte; wir steigen in Vers 28 ein. Petrus und die anderen sind im Boot. Jesus wandelt auf dem Wasser. Petrus antwortete Ihm und sagte: „Herr, wenn du es bist, befiehl mir auf dem Wasser zu dir zu kommen.“ Er sagte: „Komm.“ Was hätte Er auch sagen sollen? „Nein, ich bin es nicht?“ Petrus hatte Ihn festgenagelt, stimmt’s? Nachdem Petrus aus dem Boot stieg, ging er auf dem Wasser auf Jesus zu. Jeder sage: Petrus lief auf dem Wasser. Starke Sache. Hab‘ ich noch nie gemacht.

Matthäus 14:30-31 „Als er aber den starken Wind sah, fürchtete er sich; und als er anfing zu sinken, schrie er und sprach: Herr, rette mich! Sogleich aber streckte Jesus die Hand aus, ergriff ihn und spricht zu ihm: Kleingläubiger, warum zweifeltest du?“

Er läuft auf dem Wasser; ein Wunder geschieht; aber er sieht von Jesus weg, und es heißt: „Er sah den starken Wind.“

Die vierte Sache: Kleinglaube ist sehr vergesslich. Wir werden nicht alle Verse ansehen, aber ich nenne sie Ihnen. In Matthäus 14:17-21 speist Jesus Fünftausend mit fünf Broten und zwei Fischen. Sie sammeln 12 Körbe voller Reste ein. Direkt danach, in Matthäus 15:33-38, speist Er über Viertausend mit sieben Broten und ein paar Fischen und sie sammeln sieben Körbe voller Brocken. Diese beiden Dinge sind gerade geschehen und dann in Matthäus 16… Sie kennen die Geschichte; ich sprach schon mehrmals darüber… in Vers 5. Wir schauen uns besser Matthäus 16:6 an.

Matthäus 16:6-10 „Jesus aber sprach zu ihnen: Seht zu und hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer! Sie aber überlegten bei sich selbst und sagten: Das sagt er, weil wir keine Brote mitgenommen haben. Als aber Jesus es erkannte, sprach er: Was überlegt ihr bei euch selbst, Kleingläubige, weil ihr keine Brote habt? Versteht ihr noch nicht, erinnert ihr euch auch nicht an die fünf Brote der Fünftausend, und wie viele Handkörbe ihr aufhobt? Auch nicht an die sieben Brote der Viertausend, und wie viele Körbe ihr aufhobt?“

Gut, diese Dinge geschahen gerade. Jesus sagte: „Ihr begreift es nicht, oder? Erinnert ihr euch nicht? Wie konntet ihr das so schnell vergessen?“ Kleinglaube ist eben sehr vergesslich. Wenn wir wollen, dass unser kleiner Glaube groß wird, müssen wir uns an Gottes früheres Eingreifen und Seine Gnade in unserem Leben erinnern. Nehmen Sie ein geistliches Scrapbook oder ein geistliches Fotoalbum und sehen Sie die Fotos an.

Unsere Beziehung zu Jesus Christus ist eine Reise. Ich kann auf sehr viele Anlässe in meinem Leben zurückblicken, wo Er Gebet beantwortet hat, wo Er mir in der Not half, wo Er mir half, als ich ein Dummkopf war, wo Er mir Seine Gnade erwies und ich dachte, ich hätte sie nicht verdient.

Wäre ich Gott gewesen, hätte ich mich geschlagen. Kann niemand nachvollziehen, ich weiß. Manche von uns brauchen keinen Teufel, stimmt’s? Wir strafen und verdammen uns selbst, wenn wir Fehler machen. Gott sei Dank, dass das Blut Christi uns von aller Sünde reinigt. Aber es gab Zeiten, wo ich dachte: „Gott, Du bist einfach zu gütig.“ Und diese Dinge ermutigen mich in meinem Herzen, denn Er ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit. Und Gott sei Dank wachse ich, werde vertrauter, werde besser und lerne, gradliniger zu wandeln.

Für jeden, obwohl der Wandel mit Christus wirklich eine Reise ist, ist es gut, immer daran zu denken, dass diese Reise einen Anfang haben muss. Und zwar, wenn wir Ihn im Glauben annehmen. Nur so können wir zu Christus kommen, wenn wir uns voll und ganz auf Ihn verlassen. Nicht darauf, dass uns unsere guten Werke in den Himmel bringen, sondern auf das vollendete Werk Christi.

Seit dem ersten Tag, als ich Jesus Christus in einer kleinen Mission in Medford, Oregon, begegnete… ich saß in der ersten Reihe unter Obdachlosen, Drogenabhängigen, Gestrandeten, und Gott drang an diesem Tag in mein Leben ein. Seit diesem Ereignis läuft ein Prozess. Ich bin auf einer Reise. Ich habe gelernt, mit Ihm zu wandeln und zu reden. Ich bin gewachsen und gereift. Hoffentlich bin ich etwas weiter als ich damals war.

So geht es uns allen, wenn wir zu Christus kommen. Wir sind noch unterwegs. Wir erfahren mehr über Ihn, lernen Ihn und Seine Wege immer besser kennen auf dieser Straße des Glaubens. Aber es muss diese Begegnung am Anfang geben und ich denke, es ist kein Zufall, dass Sie jetzt zuschauen. Sie würden die Sendung nicht sehen, wenn Sie im Herzen keinen Hunger nach Gott hätten. Vielleicht hatten Sie noch nie diese Begegnung mit Jesus Christus, mit der die Reise beginnt. Ich möchte Sie einfach ermutigen, rufen Sie Ihn heute an. Er wird Sie nicht abweisen. Eine strahlende Zukunft wartet auf Sie.

Die Bibel sagt, dass Gottes Gnade jeden Morgen neu ist. In den Psalmen heißt es, dass er jeden Morgen Segnungen für uns hat. Jesus sprach von der Bitte um das tägliche Brot.

Beständigkeit in dem, was wir Tag für Tag tun, macht unser Leben erfolgreich und bringt uns nicht nur Erfolg, sondern Bedeutung. Das ist ein Grund, warum ich ein neues Andachtsbuch schrieb. Es heißt: Antworten für jeden Tag. Dieses kraftvolle Andachtsbuch ist in diesem Monat unser Dank für Ihre finanzielle Unterstützung dieses Programms. Um Ihr Exemplar von Bayless‘ neuem Andachtsbuch zu erhalten, wählen Sie jetzt die eingeblendete Nummer und haben Sie herzlichen Dank für Ihre Spende, die uns hilft, die Kosten für Porto und Versand zu decken. Ich denke, wenn Sie sich Zeit nehmen, das Wort Gottes jeden Tag in Ihr Herz aufzunehmen, wird Ihr Leben ein neues Niveau erreichen.

Sieben Arten des Glaubens – Teil 2 19./20.05.2007
Pastor Bayless Conley

Hallo, willkommen zur heutigen Sendung. Das Fernsehteam sagte mir gerade, dass ich nicht genug lächele, deshalb möchte ich für Sie lächeln. Ich freue mich, dass Sie zuschauen.

Wir sehen heute den zweiten Teil einer Botschaft, einer Serie von Botschaften über sieben Arten des Glaubens. Die Bibel spricht von mehr als einer Art des Glaubens. Es gibt Kleinglauben, toten Glauben und großen Glauben. Das ist eins der Dinge, über die wir in dieser Botschaft sprechen werden und es gibt Eigenschaften von großem Glauben, genau wie wir uns Eigenschaften von Kleinglauben angesehen haben. Ich denke, das wird für Sie ein Segen sein, weil es nicht um ein Thema geht, das Sie nicht erfassen können. Glaube ist nicht so kompliziert, wie ihn manche darstellen. Ganz gleich, ob Sie eine Hausfrau, ein Jurastudent oder ein Fernfahrer sind, lassen Sie uns die nächsten 25-30 Minuten gemeinsam das Wort studieren und etwas über Glauben lernen.

Wir sprechen über sieben Arten des Glaubens. Letztes Mal sprachen wir über toten Glauben. Wir sprachen über aufrichtigen Glauben und wir sprachen über Kleinglauben. Das sind Bezeichnungen für Glauben im Neuen Testament. Wir entdeckten, dass Kleinglaube vier Eigenschaften hat. Das erste war, dass sich Kleinglaube wegen Nöten sorgt. Zweitens reagiert Kleinglaube auf plötzliche Stürme mit Panik. Drittens ist Kleinglaube völlig von den Umständen absorbiert. Viertens hat Kleinglaube ein kurzes Gedächtnis.

Heute wenden wir uns den drei übrigen Glaubensarten zu, die im Neuen Testament genannt werden, beginnend mit großem Glauben. Interessanterweise gibt es auch mindestens vier Eigenschaften von großem Glauben. Die erste finden wir in Matthäus, Kapitel 8, und es ist diese: Großer Glaube stützt sich allein auf das Zeugnis von Gottes Wort.

Matthäus 8:5-10
„Als er aber nach Kapernaum hineinkam, trat ein Hauptmann zu ihm, der ihn bat und sprach: Herr, mein Diener liegt zu Hause gelähmt und wird schrecklich gequält. Und Jesus spricht zu ihm: Ich will kommen und ihn heilen. Der Hauptmann aber antwortete und sprach: Herr, ich bin nicht würdig, dass du unter mein Dach trittst; sondern sprich nur ein Wort, und mein Diener wird gesund. Denn auch ich bin ein Mensch unter Befehlsgewalt und habe Soldaten unter mir; und ich sage zu diesem: Geh hin! Und er geht… im Griechischen heißt es: „Er geht sofort.“ – …und zu einem anderen: Komm! Und er kommt (sofort); und zu meinem Knecht: Tu dies! Und er tut es (sofort). Als aber Jesus es hörte, wunderte er sich und sprach zu denen, die nachfolgten: Wahrlich, ich sage euch, bei keinem in Israel habe ich so großen Glauben gefunden.“ Das Ergebnis ist in Vers 13 zu lesen

Matthäus 8:13
„Und Jesus sprach zu dem Hauptmann: Geh hin, dir geschehe, wie du geglaubt hast! Und der Diener wurde gesund in jener Stunde.“

Für mich ist das herausragendste Merkmal des Glaubens des Hauptmanns, des Glaubens, den Jesus groß nennt, dass er nur ein Wort wollte. „Jesus, sprich nur ein Wort, dann ist es für mich erledigt, genauso wie ich weiß, wenn ich ein Wort spreche, dann tun meine Knechte, was ich sage.“ Sprich nur ein Wort. Ein Wort von Jesus ist aller Beweis, den großer Glaube braucht. Großer Glaube erkennt die Autorität des Wortes Gottes an und der Hauptmann sagt nur: „Das reicht. Nur ein Wort.“ Und wir sollten sagen: „Herr, nur ein Wort für meine finanzielle Situation; nur ein Wort für die Errettung meiner Lieben; nur ein Wort, um meinen Körper zu heilen. Ich brauche kein Zeichen, ich brauche kein Gefühl.“ Großer Glaube sagt: „Nur das Wort.“

Wenn ich eine Verheißung finde, die meine Not abdeckt, kann mein Glaube auf dieser Verheißung ruhen. Ich brauche keine Gänsehaut im Nacken zu fühlen. Ich brauche niemand, der mich vor 2 Uhr anruft und weissagt: „So spricht der Herr…“ Ich habe eine Verheißung. Das genügt. Nur ein Wort aus dem WORT sollte aller Beweis sein, den wir brauchen.

Großer Glaube weist uns auf 1.Petrus 2:24: „Durch Seine Striemen seid ihr geheilt.“

Er verweist Sie auf die Stelle, die sagt, „du und dein ganzes Haus wird gerettet, und groß wird der Friede deiner Kinder sein.“

Er weist Sie darauf, wo es heißt: „Der Herr ist mein Licht und mein Heil. Er ist die Kraft meines Lebens.“

Er verweist Sie auf: „Keiner Waffe, die gegen dich geschmiedet wird, soll es gelingen. Das ist das Erbe der Knechte des Herrn.“

Er verweist Sie auf: „Wenn zwei auf Erden in irgendeiner Bitte übereinstimmen, wird sie ihnen gegeben werden von meinem Vater, der in den Himmeln ist.“

Und so stimmen wir überein und tun es. Es mag nicht anders aussehen, aber das ist unser Beweis. Alles, was großer Glaube braucht, ist das Zeugnis von Gottes Wort.

Wenn Sie sich schlecht fühlen, weil sie Fehler gemacht haben und Sie tun Buße und bekennen Gott Ihre Sünde, ist es gleichgültig, wie Sie sich fühlen. Es spielt keine Rolle, ob der Teufel mit Karten an Ihrem Küchenfenster vorbeiläuft und ruft: „Hallo, du hast das getan!“ Erinnern Sie sich, es spielt keine Rolle, wie Sie sich fühlen, denn 1.Johannes 1:9 sagt, wenn wir unsere Sünden bekennen, ist Er treu und gerecht, unsere Sünden zu vergeben und uns von aller Ungerechtigkeit zu reinigen. Es spielt keine Rolle, wie ich mich fühle.

Wenn ich mit aufrichtigem Herzen Buße getan habe und die Sünde Gott bekannt habe, hat mich das Blut Jesu Christi gereinigt. Meine Gefühle haben von da an nichts mehr damit zu tun. Wenn das für Vergebung wahr ist, ist es auch für Heilung wahr. Dann ist es für jede andere Verheißung im Wort Gottes wahr. Großer Glaube sagt: „Nur das Wort.“ Ich sage Folgendes: Kein Wort, kein Glaube. Glaube kommt aus dem Hören und Hören kommt durch das Wort Gottes. Glaube beginnt mit dem bekannten Willen Gottes, was dieses Buch ist. Es ist eine Offenbarung des Willens Gottes.

Schlagen Sie jetzt mit mir Matthäus, Kapitel 15 auf. Die zweite Eigenschaft von großem Glauben ist: Großer Glaube ist beharrlich. Er gibt nicht auf.

Matthäus 15:21-23
„Jesus ging von dort weg und zog sich in die Gegenden von Tyrus und Sidon zurück; und siehe, eine kanaanäische Frau, die aus jenem Gebiet herkam, schrie und sprach: Erbarme dich meiner, Herr, Sohn Davids! Meine Tochter ist schlimm besessen. Er aber antwortete ihr nicht ein Wort. …“

Mir gefällt eine Übersetzung, die sagt: „Jesus ignorierte sie völlig.“ Er antwortete ihr nicht ein Wort…“

Matthäus 15:23-28.
„Und seine Jünger traten hinzu und baten ihn und sprachen: Entlass sie! Denn sie schreit hinter uns her. Er aber antwortete und sprach: Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. Sie aber kam und warf sich vor ihm nieder und sprach: Herr, hilf mir! Er antwortete und sprach: Es ist nicht schön, das Brot der Kinder zu nehmen und den Hunden hinzuwerfen. Sie aber sprach: Ja, Herr; doch es essen ja auch die Hunde von den Krumen, die von dem Tisch ihrer Herren fallen. Da antwortete Jesus und sprach zu ihr: O Frau, dein Glaube ist groß. Dir geschehe, wie du willst! Und ihre Tochter war geheilt von jener Stunde an.“

Genau wie zum Hauptmann sagte Jesus zur kanaanäischen Frau: „Dein Glaube ist groß.“ Und großer Glaube gibt nicht auf, selbst wenn der Himmel zu schweigen scheint!

Haben Sie je gebetet und es schien, als würde Gott Ihnen kein Wort antworten oder Sie ignorieren? Sie denken: „Herr, was ist los?“ Das war sicher schwer. Hier ist sie. Sie ist einen langen Weg gekommen. Ihre kleine Tochter – im Griechischen heißt es, eine sehr junge Tochter – ist dämonisch geplagt. Wer weiß, was der böse Geist dem kleinen Mädchen alles angetan hat. Und diese Frau kommt, sie ist am Ende und ruft zu Ihm. Sie weiß, wer Er ist. Sie hat eine Offenbarung: „Du bist der Sohn Davids. Du bist der Messias.“ Er antwortet ihr kein Wort.

Es wird Zeiten geben, wo Sie beten und den Eindruck haben, die Pforten des Himmels seien aus Eisen und fest verschlossen. Sie wusste, dass Jesus es tun konnte und sie gab nicht nach, bis sie ihr Wunder hatte. Als sie zu den Jüngern kam und Jesus sie ignorierte, sagten sie schließlich: „Herr, schicke sie weg! Sie schreit uns hinterher. Sie nervt uns.“ Ob sie nun meinten: „Schicke sie weg mit ihrer Antwort“, oder „Schicke sie weg ohne ihre Antwort“, sie wollten sie einfach loswerden. Das war nicht sehr ermutigend für sie. Jesus antwortet ihr nicht und die Jünger versuchen sie loszuwerden, aber sie geht nicht.

Es gibt auf dem Meer manchmal ein Phänomen. Es nennt sich Totenstille, wenn keine Windbrise vorhanden ist. Es könnte sein… nehmen wir an, es wäre hier. Sie steigen in ein kleines Segelboot und segeln nach Katalina und verbringen den Tag in Avalon, essen einen Büffelburger und kehren nach Hause zurück.

Nehmen wir an, Sie fahren einige Kilometer raus und es wird völlig windstill. Die Segel werden schlaff und hängen bewegungslos herunter. Viele Leute würden einfach ihren kleinen Motor rausholen, ihn hinten am Segelboot anbringen, umdrehen und zurück in den Hafen fahren, weil sie nicht die restlichen 30 Kilometer nach Avalon fahren wollen, um den Bufallo-Burger zu essen. Aber wissen Sie was? Drehen Sie nicht um, um zurückzufahren. Ich sage Ihnen, Wind wird kommen. Der Wind des Heiligen Geistes wird kommen. Wenn Sie gebetet und Ihr Herz dem Meister ausgeschüttet haben, halten Sie daran fest! Der Wind kommt. Und das Wehen des Windes bringt Ihre Heilung. Dieser Wind weht Gunst und er weht Gelegenheiten zu Ihnen. Er wird Ihre Familie in das Reich Gottes wehen, wenn Sie nicht umdrehen und zurück in den Hafen fahren. Diese kanaanäische Frau gab nicht auf. Sie wollte nicht aufgeben. Sie gab nicht auf.

Jemand sagt: „Man hat für mich gebetet und es passierte nichts. Ich erhielt keine Antwort, also gab ich auf.“ Großer Glaube gibt nicht auf. Schweigen ist keine Absage. Verzögerung ist keine Absage. Stehen Sie auf und beten Sie Gott an, gerade, wenn es scheint, als würden Sie nicht durchkommen und nichts funktioniert. Das ist genau, was diese Frau tat. Sie sagte: „Herr, hilf mir!“ Ob das nur eine Fortsetzung ihrer Bitte war oder ob sie sagte: „Herr, hilf mir! Wenn ich etwas verhindere, wenn ich mich ändern muss, hilf mir, damit du mein Gebet beantworten kannst. Hilf mir um meiner Tochter willen.“

Das ist ein gutes Gebet, denn manchmal behindern wir Dinge. Manchmal ist es eine zögerliche Haltung. Manchmal ist es Unvergebenheit, die unserer Seele anhaftet und wir tragen einer anderen Person etwas nach. Freund, das muss bereinigt werden!

Manchmal müssen wir einfach Gott anbeten und sagen: „Herr, hilf mir. Wenn ich eine Haltung habe, die sich ändern muss, Herr, dann wirf Licht in mein Herz. Erforsche und erkenne mich. Prüfe mich und sieh, ob ein Weg der Mühsal in mir ist.“

Es ist eine zweispurige Straße. Es ist sowieso immer klüger, den Herrn im Gebet am meisten reden zu lassen. Es geht nicht darum, dem Weihnachtsmann seinen Wunschzettel vorzulesen. Darum geht es beim Gebet nicht.

Aber der Punkt dieser Geschichte ist, dass großer Glaube hartnäckig ist. Er gibt nicht auf. Nur weil da eine Verzögerung ist, heißt das nicht, dass es eine Absage ist. Nur weil da Schweigen ist, heißt das nicht, dass es eine Absage ist. Suchen Sie Gott, preisen Sie Ihn und geben Sie nicht nach.

Der dritte Punkt: Glaube ist selbstlos. Das ist sehr wichtig. In beiden Fällen, die wir lasen, wo Jesus… die einzigen beiden Fälle, wo Jesus jemandem großen Glauben zusprach… dem Hauptmann und der Frau, wurde ihr Glauben für andere eingesetzt. Es war nicht für sie selbst.

Großer Glaube streckt sich für andere nach Gott aus.

Wir müssen über unsere persönlichen Nöte und Wünsche hinausgehen und unsere geistlichen Ressourcen nutzen, den Nöten anderer zu begegnen. Diejenigen, denen verletzte Menschen um sie herum egal sind, werden nie großen Glauben haben. Wenn Sie großen Glauben haben wollen, beten Sie für andere Leute… für jemand, der Probleme hat. Und wissen Sie was? Sie werden es leichter finden, Gott für Ihre Nöte zu vertrauen, wenn Sie für die Nöte anderer beten.

Ich verrate Ihnen ein Geheimnis: Es ist erstaunlich. Sie können Gott für etwas vertrauen, hatten aber noch keinen Durchbruch und dann beten Sie für jemand anders und Gott tut etwas Wunderbares. Sie sagen: „Gott, ich sollte schnell beten und rüberlaufen, vielleicht trifft es mich dann.“ Da ist so ein reines, selbstloses Motiv, wenn wir für andere Leute beten. Großer Glaube hat mit einem Herzen zu tun, das sich um andere kümmert. Großer Glaube kann nicht in einem Herzen existieren, dem die Leiden anderer Menschen egal sind, seien es Familienangehörige, Freunde oder andere. Großer Glaube geht über die Grenzen unserer eigenen Wünsche und Nöte hinaus.

Die vierte Eigenschaft großen Glaubens ist, dass er Gott im vornherein preist. Schauen Sie mit mir Römer, Kapitel 4 an. Wir lesen von Abraham, der als Vater des Glaubens bezeichnet wird. Uns wird gesagt, dass wir in den Fußspuren des Glaubens Abrahams wandeln sollen.

Römer 4:17
„Wie geschrieben steht: Ich habe dich zum Vater vieler Nationen gesetzt! Vor dem Gott, dem er glaubte, der die Toten lebendig macht und das Nichtseiende ruft, wie wenn es da wäre.“

Ist das nicht interessant? Erstens, Gott macht Tote lebendig. Er kann tote Finanzen beleben… so dass deine Geldscheine aus dem Portemonnaie winken und sagen: „Ich lebe! Ich lebe!“ Er kann eine erstorbene Liebe in der Ehe auferwecken. Er kann das Tote neu beleben und Er tut das auf eine interessante Weise. Er ruft die Dinge, die nicht existieren, als wären sie schon.

Großer Glaube preist Gott im Voraus. Er jubelt, bevor Jerichos Mauern gefallen sind. Er dankt, bevor die Schmerzen verschwunden sind, bevor das benötigte Geld vorhanden ist, bevor das verlorene Kind zurückgekehrt ist. Er dankt Gott für den Segen, als wäre er bereits real vorhanden. Durch unseren Lobpreis rufen wir, wie Gott, die Dinge, die nicht sind, als seien sie. Wir stimmen mit Gott überein, wenn wir das tun.

Hören Sie: Glaube setzt Dinge in die Vergangenheitsform. Hoffnung bezieht sich auf die Zukunft, aber Glaube verleiht unserer Hoffnung Substanz. Wenn ich weiß, dass Gott es tun wird, dann weiß ich, dass Er es tut. Wir haben noch nicht den Bereich des Glaubens betreten. Es gibt einen Punkt, wo Sie durch Glauben empfangen. Es ist die Substanz von erhofften Dingen, der Beweis unsichtbarer Dinge. Und dann fängt man an zu preisen und zu danken, bevor es sichtbar wird. Freund, das ist großer Glaube. Sicher wird das nicht jeder verstehen.

Es war ein Freudentag für mich, als ich verstand, dass wahrer Glaube Dinge in Vergangenheitsform setzt. Ich glaube nicht, dass Gott mich hören wird, sondern ich glaube und bete, dass Er mich gehört hat, dass Er die Antwort losgesandt hat, egal, ob ich es fühlen, berühren oder schmecken kann. Egal, ob meine Gefühle sich wie eine Papiertüte im Sturm auf und ab bewegen. Es ist gegründet auf Gottes Wort. Gott sagte es, ich habe es angenommen und als Glaubenstatsache akzeptiert.

Ich sage nicht, dass ich mich nach dem Gebet anders fühle. Ich sage nicht, dass nach dem Gebet Dinge anders aussehen, aber ich habe es im Glauben. Glaube ist die Substanz erhoffter Dinge, der Beweis unsichtbarer Dinge. Glaube ist mein Beweis, bis das, wofür ich Gott vertraue, kommt. Diese einfache Wahrheit kann Ihr Leben völlig verändern. Sie haben gebetet und gebetet und gehofft, dass es eines Tages geschieht. Es ist Zeit, dass Sie es im Glauben annehmen und in Vergangenheitsform setzen. Das tun Sie, indem Sie anfangen, Gott zu danken und Ihn für die Antwort preisen. Ich hoffe, das hilft Ihnen. Gehen wir zurück zum Wort. Weiter geht’s. Ich will noch über weitere Glaubensarten sprechen. Schauen wir uns Titus, Kapitel 1 an.

Titus 1:13
„Das Zeugnis ist wahr. Aus diesem Grund weise sie streng zurecht, damit sie im Glauben gesund seien“

Ich möchte Ihnen kurz etwas über gesunden Glauben sagen. In Kapitel 2 wird das Gleiche erwähnt.

Titus 2:1-2
„Du aber rede, was der gesunden Lehre ziemt: Dass die alten Männer nüchtern seien, ehrbar, besonnen, gesund im Glauben, in der Liebe, im Ausharren.“

In Titus 1:13 und Titus 2:2 ist die Rede von gesundem Glauben. Das Wort „gesund“ meint dasselbe, wie wenn wir sagen: „Ich bin an Leib und Seele gesund. Ich bin seelisch und körperlich gesund.“ Sie können einen gesunden Glauben haben.

Es ist interessant: Als Jesus zu dem Haus kam, wo das kleine Mädchen gestorben war und die Leute zur Schau weinten und trauerten… denn das Weinen verwandelte sich in einer Minute zu Spott, so dass Jesus sie alle hinauswarf. Er wurde all den Unglauben los.

Manchmal müssen Sie den Unglauben in Ihrem Leben loswerden, besonders wenn es um Leben und Tod geht. Freund, das Wort Gottes ist Ihr bester Freund. Es ist nicht etwas, womit wir herumspielen sollten. Wir brauchen also gesunden Glauben, der aus gesunder Lehre kommt. Das ist eine Voraussetzung für gesunden Glauben.

Die letzte Art des Glaubens, über die ich sprechen will, ist gegründeter Glaube. Schauen Sie mit mir im Kolosserbrief.

Kolosser 1:23
„Sofern ihr im Glauben gegründet und fest bleibt und euch nicht abbringen lasst von der Hoffnung des Evangeliums, das ihr gehört habt, das in der ganzen Schöpfung unter dem Himmel gepredigt worden ist, dessen Diener ich, Paulus, geworden bin.“

Er spricht hier vom Bleiben im Glauben und es ist ein gegründeter, standhafter Glauben. Es meint einen Glauben, der ein Fundament unter sich hat. Glaube, der gegründet ist, hat ein Fundament unter sich. Es braucht Zeit, ein Fundament zu legen. Es ist nicht etwas, was man in einem Moment tut. Schauen Sie in Kolosser 2:6.

Kolosser 2:6-7
„Wie ihr nun den Christus Jesus, den Herrn, empfangen habt, so wandelt in Ihm, gewurzelt und auferbaut in Ihm…“ – Das Wort „gewurzelt“ meint das Legen eines Fundaments. – „…gewurzelt und auferbaut in Ihm und gefestigt im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, indem ihr überreich seid in Danksagung!“

Die Grundlage unseres Glaubens ist Jesus.

1. Korinther 3:11 sagt:
„Denn einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.“

Um gegründeten Glauben zu haben, brauchen Sie eine Beziehung zu Jesus Christus. Je besser Sie Ihn kennen und je näher Sie bei Ihm sind, umso stärker wird Ihr Glaube sein. Glaube ist nicht nur eine Formel, die Sie anwenden oder ein Prinzip, das Sie in Gang setzen, obwohl es Prinzipien gibt. Sicher lehrt die Bibel Prinzipien. Aber es geht um Glauben an eine Person! Es geht nicht nur um ein Prinzip. Es ist keine Sache. Ich kann Glauben nicht berühren – er ist wie Schwerkraft. Sie können diese Dinge nutzen, ihn zu erklären. Es geht um Glauben an eine Person. Sie können nicht an jemand glauben, den Sie nicht kennen. Ebenso wie Sie nicht ohne das Wort glauben können, können Sie nicht ohne Beziehung zu Jesus Christus glauben. Es geht darum, Ihm zu vertrauen.

Ich erinnere mich, wie ich nach meiner Errettung jeden Nachmittag eine alte Feuerstraße rauf spazierte, wo eine Lichtung mit einem riesigen Felsblock in der Mitte war. Ich nahm gewöhnlich einen großen Apfel mit, lief dort hoch und freute mich riesig darauf. Es war mein Ort, um Jesus zu treffen. Ich saß auf dem Felsen und aß oft nicht mal meinen Apfel auf, sondern wartete einfach, während Seine Gegenwart mich umgab. Ich war so dankbar, von Drogen befreit und errettet zu sein. Ich saß dort ganz alleine auf dem Felsen und betete Jesus an und sprach so ein- bis eineinhalb Stunden mit Ihm. Er ist das Fundament.

Ich kann nicht verstehen, dass eine Kirche nicht über Jesus spricht. Ich verstehe das nicht. Es geht um Ihn! Er ist der Retter der Welt. Er ist der Anfänger und Vollender unseres Glaubens, heißt es im Hebräerbrief. Er ist das Alpha und das Omega und Er ist alles dazwischen. Es ist wahr. Gemeinschaft und eine Beziehung mit Ihm schafft die Grundlage, auf der man Glauben baut. Man kann sagen, dass Glaube das natürliche Nebenprodukt dieser Beziehung ist.

Wissen Sie, ich habe einige Freunde, deren Wort so kostbar ist wie Gold. Wenn sie etwas sagen, ist es für mich bereits erledigt, weil ich sie kenne. Ich würde nicht meinen Kopf für Leute riskieren, die ich nicht kenne. Aber es gibt Leute, die ich kenne, auf die ich alles setzen würde. Wie viel mehr auf den kostbaren Retter? Einige von uns haben ihre erste Liebe verlassen. Sie müssen einfach wieder etwas Zeit mit Jesus verbringen!

Janet und ich saßen kürzlich im Wohnzimmer und wir haben unten eine Gitarre. Es ist eine recht alte… keine Strand-Gitarre, sondern eine alte Konzertgitarre, die wir schon lange haben. Janet kaufte sie mir vor vielen Jahren. Wir saßen also dort, haben uns unterhalten und ich fing an zu spielen: „Dies kleine Licht von mir‘, ich lasse es scheinen. Dies kleine Licht von mir‘, ich lasse es scheinen.“ Und wissen Sie was? Einige von Ihnen müssen sich eine alte Gitarre rausholen und sich die Zeit nehmen, Jesus eine Hymne oder ein altes Lied zu singen und einfach mit Ihm zu reden, wie früher. Sie sind ein professioneller Christ geworden.

Der Glauben hat damit zu tun, dass wir eine echte, lebendige Beziehung zu Jesus haben, wo wir mit Ihm reden und leben.
Ich hoffe, Sie sind kein professioneller Christ geworden. Ich hoffe, Sie lieben den Herrn heute noch genauso und noch mehr als je zuvor. Wir sangen früher immer das Lied: „Ich verliebe mich immer und immer wieder in Ihn.“ Es ist eine unglaubliche Sache, zu entdecken, dass Seine Gnade jeden Morgen neu ist, dass Er uns täglich segnet, dass Er gut ist, dass Er auf gute Weise in unser Leben eingreifen will, dass eine Verschwörung Gottes stattfindet, uns zu segnen; und je näher Sie zu Jesus kommen, umso mehr Glaube wird als Nebenprodukt der Beziehung zu unserem sehr, sehr guten Herrn freigesetzt Wenn Sie Ihn noch nicht kennen, dann hören Sie, es geht nicht um religiöse Rituale oder gedankenlose Zeremonien. Es geht darum, den Einen kennen zu lernen, der für Ihre Sünden am Kreuz starb und von den Toten auferweckt wurde. Warum rufen Sie nicht heute den Namen von Jesus an? Sie werden es niemals bereuen. Bis zum nächsten Mal. Gott segne Sie.

Jule 13. Mai 2007 Keine Kommentare Trackback URI Comments RSS

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