Familie Thomas Pape

Vor Königen stehen – Bayless Conley

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Vor Königen stehen

Ich freue mich sehr, dass Sie heute zusehen, denn wir tun hier eines der wichtigsten Dinge der Welt. Wir studieren zusammen die Bibel. Der Apostel Paulus sagte in Apostelgeschichte, Kapitel 20, zu einer Gruppe von Ältesten: „Und nun, Brüder, übergebe ich euch Gott und dem Wort seiner Gnade, das die Kraft hat, euch aufzuerbauen und ein Erbteil zu geben unter allen Geheiligten.“ Freunde, Gottes Wort kann Sie auferbauen. Es wird Ihnen zu Ihrem Erbe verhelfen. Sie müssen sich mit dem Wort Gottes vertraut machen. Nehmen wir es jetzt gemeinsam in unser Herz auf.

Wir wollen uns ansehen, wie Paulus sich verteidigte, als er vor König Agrippa und dessen Schwester Bernice sowie dem neuen Statthalter Festus stand. Paulus war zu Unrecht angeklagt und in der Küstenstadt Cäsarea zwei Jahre lang gefangen gehalten worden. Der frühere Statthalter hielt Paulus dort fest, um die Juden zu besänftigen und jetzt trat Festus seine Nachfolge an. Festus fragte Paulus, ob er in Jerusalem gerichtet werden wollte, aber er sagte: „Nein, dort werde ich keine Gerechtigkeit erfahren.“ Er berief sich auf Cäsar, was als römischer Bürger sein gutes Recht war. Das war auch deshalb eine gute Entscheidung, weil die Juden geplant hatten, ihn auf dem Weg zurück nach Jerusalem zu töten.

Wie ich schon sagte, wir steigen an der Stelle ein, wo Paulus mit König Agrippa, dem Statthalter Festus und einigen weiteren einflussreichen Menschen aus dieser Gegend sprach. Aber noch eines vorab: Dass Paulus vor Agrippa und dessen Schwester Bernice stand, ist eine Erfüllung dessen, was Jesus in Apostelgeschichte :9,15 über die Berufung des Paulus und seinen Dienst sagte, nämlich dass er seinen Namen vor Könige tragen würde. Ich glaube jedoch nicht, dass Paulus erwartet hatte, bei der Erfüllung dieses Wortes als Gefangener in Ketten vor den Königen zu stehen. Gott gestaltet die Umstände nicht immer so, wie wir sie uns ausmalen. Er tut es auf Seine Weise. Es war auch eine Erfüllung dessen, was Jesus in Matthäus, Kapitel 10 sagte: „… und auch vor Statthalter und Könige werdet ihr geführt werden um meinetwillen, ihnen… zum Zeugnis.“ Dann sagte er: „… seid nicht besorgt, wie oder was ihr reden sollt; denn es wird euch in jener Stunde gegeben werden, was ihr reden sollt. Denn nicht ihr seid die Redenden, sondern der Geist eures Vaters, der in euch redet.“ Und genau das passiert, als Paulus sich vor Agrippa verteidigt.

Gehen wir jetzt zu Apostelgeschichte 25:23. Da heißt es:

Apostelgeschichte 25:23

„Am folgenden Tag nun kamen Agrippa und Bernice mit großem Prunk und gingen mit den Obersten und den angesehensten Männern der Stadt in den Gerichtssaal und dann wurde Paulus auf Befehl des Festus gebracht.“

Stellen Sie sich das einmal vor. Paulus kommt in den Verhörsaal und da sind der König und die Königin mit großem Pomp und Zeremoniell. Sie tragen königliche Roben und funkelnde Juwelen. Um sie herum scharen sich ihre Diener. Und dann ist da der prächtig gekleidete Statthalter Festus mit seinen Untergebenen. Da sind Befehlshaber der Armee, die jeweils tausend Truppen unter sich haben, die obersten politischen Führer und die Angehörigen der gesellschaftlichen Oberschicht. Sie alle tragen ihre schönsten Gewänder. Und dann wird der Zeltmacher Paulus in Ketten hereingeführt. Seine Erscheinung steht im starken Kontrast zu der Üppigkeit, dem Reichtum und der weltlichen Macht, die in dem Verhörsaal zur Schau gestellt werden.

Manch einer hätte sich von einer solchen Szenerie einschüchtern lassen, aber nicht so Paulus. Er betrachtete sie als eine Gelegenheit, auf einen Streich mit den politischen sowie den militärischen und gesellschaftlichen Führern der ganzen Gegend sprechen zu können.

Wir lesen weiter in Apostelgeschichte 26:1. Da heißt es:

Apostelgeschichte 26:1-2

„Agrippa aber sprach zu Paulus: Es ist dir erlaubt, für dich zu reden! Da streckte Paulus die Hand aus und verteidigte sich so: Ich schätze mich glücklich, König Agrippa, mich heute vor dir verantworten zu dürfen wegen aller Anklagen, die die Juden gegen mich erheben…“

Wer sich „glücklich schätzt“, fühlt sich gut und in höchstem Maß gesegnet. „Ich habe großes Glück. Ich bin sehr gesegnet.“ Aber Moment mal! Du wurdest zu Unrecht angeklagt! Du hast zwei Jahre lang ungerechtfertigt im Gefängnis gesessen! Praktisch alle haben dich im Stich gelassen. Was ist mit Jakobus? Was ist mit den Aposteln, mit den Brüdern in Jerusalem?

Es gibt keinen Hinweis darauf, dass ihn jemals irgendjemand besuchte. Niemand hinterlegte eine Kaution für ihn. Niemand verteidigte ihn. Niemand. Er war nur fünfzig Meilen, eine Reise von zwei Tagen, entfernt und wurde im Stich gelassen. Die Juden wollten ihn tot sehen. Er wurde gehasst, er wurde verlassen, zu Unrecht angeklagt, eingesperrt und in Ketten gelegt und er sagte: „Ich schätze mich glücklich. Ich bin über die Maßen gesegnet.“ Wow!

Sicher war er glücklich über die Gelegenheit, zu solch einflussreichen Menschen zu sprechen, aber was er sagte, ging viel tiefer. Paulus hatte das Geheimnis entdeckt, unabhängig von seinen Umständen zufrieden zu sein. Er hatte gelernt, wie er von Jesus Kraft beziehen konnte, wenn er selbst schwach war. Er hatte begriffen, was Jakobus gelehrt hatte – er erachtete es als wahre Freude, in Versuchungen und Bedrängnisse zu geraten. Und, Freunde, Sie müssen erkennen, dass Ihre Freude und Ihr innerer Frieden nicht von Ihren Umständen abhängen, sondern von Ihrer Beziehung zu Ihrem Retter. Oh, ja!

Vielleicht stecken Sie gerade in großen Schwierigkeiten. Vielleicht scheint sich alles gegen Sie verschworen zu haben und nichts funktioniert. Dann sollten Sie einige Punkte bedenken. Als Erstes müssen Sie sich bewusst machen, dass Gott für Sie ist. Und wenn Er für Sie ist, wer kann dann gegen Sie sein? Denken Sie daran, dass Er Sie nie verlassen und nie im Stich lassen wird. Und Sie müssen bedenken, dass Sie nur ein Gast auf der Durchreise sind. Die Erde ist nicht Ihr Zuhause. Der Himmel wartet auf Sie, ganz gleich welches Unheil Ihnen in der Welt widerfährt. Wir haben einen Gott im Himmel, der uns liebt, der uns angenommen hat und der uns nie verlassen wird. Und eines Tages wird Er uns zu sich holen, damit wir für immer mit Ihm herrschen. „Ich schätze mich glücklich und bin gesegnet, ganz gleich, was vor sich geht.“ Mann, von dem Apostel Paulus können wir einiges lernen.

Lesen wir weiter.

Apostelgeschichte 26:3-5

„… da du ja alle Gebräuche und Streitfragen der Juden genau kennst. Darum bitte ich dich, mich geduldig anzuhören. Mein Lebenswandel von Jugend auf, den ich von Anfang an unter meinem Volk in Jerusalem führte, ist allen Juden bekannt; da sie mich von früher her kennen (wenn sie es bezeugen wollen), dass ich nach der strengsten Richtung unserer Religion gelebt habe, als ein Pharisäer.“

Sie hatten ihn gekannt. Er sagte: „Seht, sie haben mich von Anfang an gekannt.“

Die Menschen, die Sie von Anfang an kannten und wissen, wie Sie waren, bevor Christus in Ihr Leben kam, fürchten oder hassen Sie jetzt vielleicht, weil Ihr verändertes Leben ihnen ständig bewusst macht, wie sehr sie selbst noch in Sünde verstrickt sind und wie ihr Leben mit Gott sein könnte. Und wenn sie Gott nicht wollen, wollen sie Sie wahrscheinlich auch nicht.

Ich verlor viele meiner Freunde, als ich gerettet wurde. Das war nicht meine Absicht. Ich erzählte ihnen, was ich erlebt hatte und was mit mir passiert war. Manche von ihnen wurden gerettet, andere wollten nicht mehr viel mit mir zu tun haben. Ich weiß noch, wie einer meiner Freunde, mit dem ich Drogen verkaufte, eines Tages zu mir sagte: „Bayless, das macht mich total verrückt! Wenn irgendjemand anders plötzlich mit diesem Jesus angekommen wäre, hätte ich das einfach abtun können. Aber nicht bei dir! Ich kannte dich schon vorher und sehe, wie verändert du jetzt bist, und das verfolgt mich.“ Es verfolgte ihn, weil er selbst nicht bereit war, sich zu verändern. Meinen zu dieser Zeit engsten und besten Freund nahm ich einmal mit in eine kleine Pfingstgemeinde. Das war einer dieser Gottesdienste, in denen man die Gegenwart Gottes regelrecht spüren konnte. Sie schien wirklich greifbar zu sein. Ich begann zu weinen. Ich weinte und weinte und spürte Gott in dem Raum. Als ich mich, immer noch weinend, meinem Freund zuwandte, sah er mich völlig entgeistert an. Ich meine, das Entsetzen stand ihm ins Gesicht geschrieben! Während er mich immer noch anstarrte, stand er auf, drehte sich um und rannte buchstäblich aus dem Gebäude. Von diesem Tag an behandelte er mich, als sei ich unsichtbar. Wenn wir uns irgendwo begegneten, tat er so, als würde er mich nicht sehen und wechselte die Straßenseite, damit er nicht mit mir reden musste. Er hatte mich schon gekannt, bevor ich gerettet worden war. Und mein Leben und die Veränderungen, die ich durchmachte, erinnerten ihn ständig daran, dass Gott real war. Wir hatten oft über dieses Thema gesprochen. Wir suchten nach der Wahrheit, zumindest ich tat das. Ich sagte: „Mann, es muss einen Grund geben, warum wir hier sind. Ich weiß, dass es eine geistliche Welt gibt. Es muss Antworten geben.“ Er sagte: „Ja, Mann, ich weiß. Diese Antworten suche ich auch.“ Aber als ich sie fand, sagte er: „Ich will nichts mehr mit dir zu tun haben. Ich will mich nicht ändern.“

Ich sprach über Veränderung, ich sprach über meine Suche und darüber, wie ich Gott gefunden hatte, aber für viele ist es beängstigend, wenn Gott plötzlich zur Realität wird. Vielleicht haben Sie auch schon erlebt, dass Kollegen oder Familienmitglieder, die Sie schon lange kennen, plötzlich nicht mehr viel mit Ihnen zu tun haben wollen. Vers 6. Paulus sagt zu Agrippa:

Apostelgeschichte 26:6-7

„Und nun werde ich verurteilt wegen der Hoffnung auf die Verheißung, die unseren Vätern von Gott gegeben ist, auf ihre Erfüllung hoffen die zwölf Stämme unseres Volkes, wenn sie Gott bei Tag und Nacht beharrlich dienen. Wegen dieser Hoffnung, König Agrippa, werde ich von den Juden beschuldigt!“

Gott hatte ihnen die Auferstehung verheißen. Gott hatte ihnen einen Messias und die Erlösung verheißen. Gott hatte ihnen verheißen, dass alle Nationen der Welt durch sie gesegnet würden. Diese Verheißungen waren viele Male wiederholt worden. Aber als sie sich dann erfüllten, waren sie blind dafür, weil sie nicht in der Form eintraten, wie sie es erwartet hatten. Ihre Regeln und Richtlinien hatten jeden Gedanken an eine Beziehung zu Gott in weite Ferne rücken lassen. Und als Jesus kam und ihnen offenbarte, wie der Vater wirklich war, wollten sie nichts davon wissen. Statt sich zu freuen, waren sie gekränkt. Er warf all die religiösen Traditionen, die sie so mühevoll aufgebaut hatten, über den Haufen und wurde damit zu einer Bedrohung, die beseitigt werden musste. Aber bedenken Sie, was Paulus sagte. Ihnen wurde ein Messias verheißen, ein Retter, und Gott würde durch sie die Nationen berühren. Sie dienten Gott aufrichtig Tag und Nacht und hofften darauf, dass sich die Verheißung erfüllte. Sie waren wirklich aufrichtig. Sie meinten es ernst. Das war keine Heuchelei, keine Scharade. Sie dienten Gott aufrichtig Tag und Nacht und hofften auf die Verheißung. Doch als sie sich erfüllte, verpassten sie sie.

Ist es möglich, Gott aufrichtig zu dienen und etwas von Ihm zu erwarten und es dann zu verpassen, wenn es kommt? Ja. Vor allem dann, wenn man versucht, Gott in ein bestimmtes Schema zu pressen. Ich weiß, dass heute Menschen hier sind, die immer wieder für Erweckung gebetet haben. Sie haben gefastet, Gott aufrichtig gesucht, Ihm Tag und Nacht gedient und auf eine Bewegung von Ihm vertraut. Aber Sie werden sie verpassen, wenn Sie Ihre Augen nicht öffnen. Da sind junge Leute mit Zungenpiercings, mit Tätowierungen auf dem ganzen Körper und einer Vorliebe für Musik, die in keinem Gesangbuch zu finden ist und Sie blicken über sie hinweg und fragen: „Mann, wann wird die Erweckung stattfinden?“ Sie sind es!

Da ist jemand, dem nicht gefällt, was ich gerade gesagt habe. Sie müssen das noch mehr hören als alle anderen. Freunde, Gott benutzt Mittel und Wege, die wir nie erwarten würden. Pressen Sie Ihn nicht in ein Schema. Die Juden dienten Gott, sie suchten nach der Erfüllung der Verheißung, aber als sie kam, verpassten sie sie.

Lesen wir weiter.

Apostelgeschichte 26:8-11

„Warum wird es bei euch für unglaublich gehalten, dass Gott Tote auferweckt? Ich habe zwar auch gemeint, ich müsste gegen den Namen Jesu, des Nazareners viel Feindseliges verüben, was ich auch in Jerusalem tat; und viele der Heiligen ließ ich ins Gefängnis schließen, wozu ich von den obersten Priestern berechtigt war, und wenn sie getötet werden sollten, gab ich mein Einverständnis. Und in allen Synagogen wollte ich sie oft durch Strafen zur Lästerung zwingen und über die Maßen wütend gegen sie, verfolgte ich sie sogar bis in die auswärtigen Städte.“

Paulus war die treibende Kraft, als es um die Verfolgung der Kirche ging. Er war voller Hass, voller Bitterkeit und Zorn. Aber jetzt sagt er zu Agrippa: „Du solltest es nicht für abwegig halten, dass Gott Tote auferwecken kann. Er hat alles erschaffen und uns Leben gegeben, deshalb kann Er sicher auch Tote zum Leben erwecken.“ Zu früheren Zeiten hatte Paulus die Kirche verfolgt, weil sie von der Auferstehung Jesu sprachen.

An dieser Stelle will ich Sie auf etwas aufmerksam machen, was ich sehr interessant finde. In Vers 9 sagte Paulus: „Ich habe zwar auch gemeint…“ In Vers 10 sagte er: „… was ich auch… tat …“ Ich habe zwar auch gemeint; was ich auch tat. Taten beginnen immer mit Gedanken. Sagen Sie mir Ihre Gedanken, dann sage ich Ihnen Ihre Taten voraus.

Wer einen Gedanken sät, erntet eine Tat.

Wer eine Tat sät, erntet eine Gewohnheit.

Wer eine Gewohnheit sät, erntet ein Schicksal.

Achten Sie sorgfältig auf Ihre Gedanken, denn sie werden sich in Taten verwandeln. Jesus drückte das so aus: „Und wenn dich dein Auge zum Bösen verführt, dann reiß es aus; es ist besser für dich, einäugig in das Reich Gottes zu kommen, als mit zwei Augen in die Hölle geworfen zu werden…“

Damit meint er nicht, dass Sie sich tatsächlich ein Auge ausreißen sollen. Wir sollen unsere Sünde richten. Das Auge steht für Ihre Gedanken. Wenn in Ihren Gedanken Sünde auftaucht, gehen Sie rücksichtslos gegen sie vor. Rotten Sie sie aus, denn sonst landen Sie auf der nächsten Ebene, wo es heißt: „Wenn dich deine Hand zum Bösen verführt, dann hau sie ab…“ Machen Sie kurzen Prozess mit der Sünde, wenn sie in Ihren Gedanken auftaucht. Wenn Sie das nicht tun, wird sie sich in einer Handlung ausdrücken. Und nochmals, Er sagte, Sie müssen sich bereits auf der Ebene der Gedanken mit der Sünde befassen.

Und dann sagte Er: „Und wenn dich dein Fuß zum Bösen verführt, dann hau ihn ab; es ist besser für dich, verstümmelt in den Himmel zu kommen, als mit zwei Füßen in die Hölle geworfen zu werden.“ Das ist die nächste Stufe.

Füße stehen für eine Gangart. Und wenn die Bibel von einer Gangart spricht, spricht sie von einem Muster, einer Gewohnheit, einem Lebensstil. Sehen Sie, wenn Sie sich hier nicht damit befassen, müssen Sie es hier tun, und das ist viel schwieriger. Und wenn Sie sich hier nicht damit befassen, müssen Sie es hier tun. Und wenn sie zur Gewohnheit wird, ist es noch viel schwieriger. Aber alles geht auf die Gedanken zurück. Die Bibel sagt, wir müssen jeden Gedanken gefangen nehmen unter den Gehorsam Christi und uns auf die Belange Gottes konzentrieren. Wir müssen über alles nachdenken, was gut und rein und wohllautend ist. Und ich sage es nochmals, Freunde: Achten Sie auf Ihre Gedanken. Paulus sagte: „Ich habe gedacht und entsprechend gehandelt.“ So funktioniert es bei uns allen.

Gut, Vers 12.

Apostelgeschichte 26:12-14

„Als ich dabei mit Vollmacht und Erlaubnis von den obersten Priestern auch nach Damaskus reiste, da sah ich mitten am Tag auf dem Weg, o König, vom Himmel her ein Licht, heller als der Glanz der Sonne, das mich und meine Reisegefährten umleuchtete. Als wir aber alle zur Erde fielen, hörte ich eine Stimme zu mir reden und in hebräischer Sprache sagen: Saul! Saul! Warum verfolgst du mich? Es wird dir schwer werden, gegen den Stachel auszuschlagen!“

Bedenken Sie: Er steht hier vor Königen und Statthaltern, vor militärischen Befehlshabern und den einflussreichsten Menschen der Gesellschaft und was tut er? Bringt er hochtrabende theologische Argumente hervor? Nein, er erzählt ihnen von seinem Leben. „Ich war auf der Straße nach Damaskus und traf Jesus Christus.“

Manche von Ihnen können meinen Lebensbericht schon fast nicht mehr hören: „Ich wurde in einer kleinen Straßenmission in Medford, Oregon, gerettet, vollgestopft mit Drogen.“ Ich erzähle das auch meinen Kindern immer wieder. Dann sagen sie: „Papa, das ist das eine Million und fünfte Mal!“ Nun, ich erzähle das schon seit 35 Jahren und heute in 35 Jahren werde ich immer noch davon berichten.

In Ihrer Lebensgeschichte liegt Kraft. Vielleicht hört sie sich ganz anders an als meine. Vielleicht sagen Sie: „Ich wurde christlich erzogen und Gott hat mich vor vielem bewahrt. Als kleines Mädchen erkannte ich, dass Jesus Christus lebt, und seitdem liebe ich Ihn und diene Ihm jeden Tag.“ Freunde, Ihre Geschichte hat Kraft. Die Menschen können sich dieser Kraft nicht entziehen. Ein Mensch, der Erfahrungen mit Gott gemacht hat, ist menschlichen Argumenten immer überlegen. Erzählen Sie Ihre Geschichte.

Er erzählte König Agrippa, was Jesus zu ihm sagte. Beachten Sie, dass Jesus als Erstes fragte: „Warum verfolgst du mich?“ Jesus nimmt die Verfolgung Seiner Gemeinde, Seiner Heiligen, persönlich. Achten Sie darauf, wie Sie Seine Gemeinde behandeln. Jesus liebt Seine Braut. Ich lasse auch nicht zu, dass jemand meine Frau schlecht behandelt. Sie ist meine Braut. Ich beschütze sie. Jesus sagt dasselbe über Seine Gemeinde. Er nimmt das persönlich.

Und dann sagte Er: „Es wird dir schwer werden, gegen den Stachel auszuschlagen!“ Jesus benutzt hier einen Vergleich und Paulus wusste sofort, wovon Jesus sprach. Der Stachel, von dem Er sprach, wurde benutzt, um Ochsen in die richtige Richtung zu treiben, vor allem junge Tiere, die sich gegen das Joch wehrten und versuchten, es abzuschütteln. Paulus war dafür bestimmt, das Joch von Jesus Christus auf sich zu nehmen und hatte dagegen angekämpft. Offensichtlich versuchte der Herr schon einige Zeit, ihn durch Seinen Heiligen Geist in die richtige Richtung zu lenken. Wer hätte das gedacht? Das begann nicht auf der Straße nach Damaskus. Jesus sagte zu ihm: „Es wird dir schwer werden, gegen den Stachel auszuschlagen! Du widersetzt dich mir.“

Ich glaube, der Anfang geht mindestens auf die Steinigung des Stephanus zurück. Paulus sagte: „Legt eure Kleider zu meinen Füßen ab. Ich will nicht, dass sie euch behindern, während ihr diesen Gotteslästerer mit Steinen bewerft.“ Und so werfen sie Steine auf ihn und Paulus steht da und bewacht ihre Kleider, während Stephanus ermordet wird. Und die Bibel sagt, das Gesicht des Stephanus leuchtete wie das Gesicht eines Engels. Saulus von Tarsus sah das. Und dann sagte Stephanus etwas höchst Erstaunliches. Er sagte: „Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht zu!“ Das erinnert sehr stark daran, was Jesus am Kreuz sagte: „Vater, vergib ihnen! Denn sie wissen nicht, was sie tun.“ Und er sagte: „Ich sehe den Sohn des Menschen zur Rechten Gottes stehen!“

Offensichtlich gab Jesus Stephanus, dem Märtyrer, einen stehenden Applaus, denn an anderer Stelle in der Bibel heißt es, Jesus sitzt zur Rechten des Vaters. Aber als Stephanus um Christi willen getötet wird, steht Jesus auf. Mann, ich wäre begeistert, mit stehendem Applaus empfangen zu werden, wenn ich in den Himmel komme!

Aber Saulus sah und hörte all das und es quälte ihn. Es verfolgte ihn. Und Jesus machte sich das zunutze und rührte ihn durch Seinen Geist an. In den frühen Morgenstunden fragte er sich unaufhörlich: „Was war das für ein Leuchten auf seinem Gesicht? Wer kann seinen Mördern vergeben, während sie dabei sind, ihn umzubringen? Wer kann Gott bitten, ihnen zu vergeben? Und was bedeutet der Satz: Ich sehe den  Sohn des Menschen zur Rechten Gottes stehen?“ Das bereitete ihm ein schlechtes Gewissen, es quälte ihn und er kämpfte hart dagegen an. Und Jesus sagte: „Es wird dir schwer werden, gegen den Stachel auszuschlagen!“

Hören Sie: Es ist schwer, vor Gott wegzulaufen. Vielleicht hat Gott zu Ihrem Gewissen gesprochen und verhandelt mit Ihnen. Es ist schwer, vor Gott wegzulaufen. Sie können Ihm nicht entkommen. Viele Menschen versuchen wie Paulus, einfach zu ignorieren, dass ihr Gewissen sich regt und dass Gott mit ihnen verhandelt. In Vers 12 sagt er: „Als ich dabei nach Damaskus reiste…“

Die Menschen, mit denen Gott verhandelt, wollen oft nicht hören und nicht sehen. Deshalb sorgen sie dafür, dass sie ständig beschäftigt sind. Sie füllen jeden freien Moment mit Aktivität und Lärm aus, damit sie nicht über so schwerwiegende Dinge wie die Seele oder die Ewigkeit nachdenken müssen. Sie versuchen, den Stachel von Gottes Reden wegzuschieben, indem sie sich in die Arbeit stürzen, auf Partys gehen, Drogen konsumieren, endlose Stunden vor dem Fernseher und im Internet verbringen oder Sport treiben. Sie tun alles, um sich abzulenken, damit sie nicht darüber nachdenken müssen, wie kurz das Leben und wie lang die Ewigkeit ist und welches Verhältnis sie zu Gott haben.

Gott verhandelt oft auch mit Menschen, die zornig auf die Kirche sind. Paulus sagte: „Ich verfolgte die Kirche. Ich wütete gegen sie. Ich sagte gegen ihre Befürworter aus, damit sie ins Gefängnis kamen und getötet wurden. Ich hasste sie!“ Wer hätte gedacht, dass Gott die ganze Zeit über an ihm arbeitete? Wer hätte gedacht, dass Jesus ihn anrührte, wo er doch so zornig auf die Kirche war?

Wissen Sie, bei einem unserer früheren Gemeindegebäude hatten wir nicht genügend Parkplätze und so parkten die Leute oft ein Stück entfernt. Manche mussten dann durch ein bestimmtes Wohngebiet gehen, um zur Gemeinde zu gelangen. Dort wohnte ein Mann, der jeden Sonntag in seinem Garten stand und alle beschimpfte, die auf dem Weg in die Gemeinde an ihm vorbeikamen. Er schrie sie an, verfluchte sie, verspottete sie und machte sich über sie lustig. Jeden Sonntag mussten die Leute seine wüsten Beschimpfungen und seinen Spott hinnehmen. Da beschlossen wir Pastoren, auf unsere Parkplätze zu verzichten, damit andere sie nutzen konnten und selbst weiter weg zu parken. Eines Tages ging ich dann an ihm vorbei. Er wusste nicht, dass ich ein Pastor war. Er sagte: „Ah, Sie sind wohl einer von diesen Christen, die in die Cottonwood-Gemeinde gehen, hä? Tolle Christen sind das! Ein echter Christ würde meine Mülltonnen reinbringen.“ Ich brachte also seine Mülltonnen rein und ging in die Gemeinde. Aber der Mann machte Monat um Monat genauso weiter. Eines Tages brüllte er wiederum einen Mann aus der Gemeinde an. Da sagte der zu ihm: „Die Rosen in Ihrem Garten sind schön.“ Und er sagte: „Danke.“ Er sagte: „Sie müssen ihnen viel Zeit widmen.“ Darauf der Mann: „Ja, das tu ich. Ich habe hinter dem Haus noch mehr Rosen. Wollen Sie sie sehen?“ Er antwortete: „Ja, sehr gerne!“ Da nahm er ihn mit in seinen Garten und zeigte ihm seine Pflanzen. Anschließend lud er ihn in sein Haus ein, setzte sich mit ihm zusammen und am Ende nahm er Christus an! Er kam in die Gemeinde und sagte schluchzend zu mir: „Es tut mir so leid! Ich hatte einfach Angst. Deshalb war ich so böse. Gott verhandelte die ganze Zeit mit mir und ich wusste, dass ich Ihn brauchte. Und wenn ich sah, wie andere in die Gemeinde gingen, fürchtete ich mich, weil es mich daran erinnerte, was ich nicht hatte und deshalb war ich so wütend. Aber Gott hat mir vergeben. Ich bitte auch Sie um Vergebung, Pastor. Bitte vergeben Sie mir. Ich habe Jesus angenommen und bin jetzt gerettet.“ Ich sagte: „Natürlich vergebe ich Ihnen.“ – Ich nahm ihn in die Arme und er weinte an meiner Schulter.

Wer hätte das gedacht? Während dieser Mann in seinem Garten stand und die Christen, die in die Gemeinde gingen, verfluchte, war Gott dabei, mit ihm zu verhandeln und durch Seinen Heiligen Geist zu ihm zu sprechen! Aber so war es. Und dasselbe war der Fall bei dem Apostel Paulus, auch wenn das niemand geglaubt hätte.

Der Heilige Geist ist wirklich erstaunlich. Der Mann, der einst unsere Gemeindemitglieder beschimpfte und am Ende sein Leben Jesus anvertraute, ist nur ein Beispiel dafür, was der Heilige Geist tun kann. Vielleicht sehen Sie jetzt gerade zu und sind einer dieser Menschen, die gegen den Stachel ausschlagen. Dann, mein Freund, sollten Sie Gott nachgeben. Sie kämpfen gegen etwas Wunderbares an. Sie kämpfen gegen etwas Wunderbares an. Der Gott des Universums kennt Ihren Namen. Er weiß alles über Sie und Er will große Dinge in Ihrem Leben tun. Rufen Sie heute den Namen Seines Sohnes Jesus an. Er wird Sie nicht enttäuschen.

Letzte Woche:

Wir wollen uns ansehen, wie Paulus sich verteidigte, als er vor König Agrippa und dessen Schwester Bernice sowie dem neuen Statthalter Festus stand. Paulus war zu Unrecht angeklagt und in der Küstenstadt Cäsarea zwei Jahre lang gefangen gehalten worden.

Als der Apostel Paulus vor Würdenträgern und Königen stand, hielt er ihnen keinen Vortrag über seine Glaubenslehre. Er erzählte seine Geschichte. Er erzählte ihnen von seinem Leben. Wahrscheinlich sind Sie kein Theologe. Vielleicht verstehen Sie nicht, worum es in all den Diskussionen innerhalb der Kirche überhaupt geht. Aber Sie haben Jesus Christus kennengelernt. Sie haben eine Geschichte. Und in Ihrem Leben gibt es jemanden, der diese Geschichte hören muss. Mein Leben war von Drogenmissbrauch und anderen schlimmen Dingen geprägt, aber Gott befreite mich von alledem. Und ich bin Gott bis zum heutigen Tag unendlich dankbar dafür, was Er in meinem Leben getan hat. Es ist jetzt fast vierzig Jahre her, dass ich Jesus angenommen habe und seit vierzig Jahren erzähle ich den Menschen meine Geschichte. Erzählen Sie Ihre Geschichte und wenn Sie keine Geschichte haben, lernen Sie unseren Retter kennen, dann haben Sie eine. Rufen Sie heute den Namen Jesus an und Sie werden gerettet werden. Wenden wir uns jetzt dem Wort Gottes zu. Das wird sehr aufschlussreich sein.

Gut, Vers 12.

Apostelgeschichte 26:12-14

„Als ich dabei mit Vollmacht und Erlaubnis von den obersten Priestern auch nach Damaskus reiste, da sah ich mitten am Tag auf dem Weg, o König, vom Himmel her ein Licht, heller als der Glanz der Sonne, das mich und meine  Reisegefährten umleuchtete. Als wir aber alle zur Erde fielen, hörte ich eine Stimme zu mir reden und in hebräischer Sprache sagen: Saul! Saul! Warum verfolgst du mich? Es wird dir schwer werden, gegen den Stachel auszuschlagen!“

Bedenken Sie: Er steht hier vor Königen und Statthaltern, vor militärischen Befehlshabern und den einflussreichsten Menschen der Gesellschaft, und was tut er? Bringt er hochtrabende theologische Argumente hervor? Nein, er erzählt ihnen von seinem Leben. „Ich war auf der Straße nach Damaskus und traf Jesus Christus.“

Manche von Ihnen können meinen Lebensbericht schon fast nicht mehr hören: „Ich wurde in einer kleinen Straßenmission in Medford, Oregon, gerettet, vollgestopft mit Drogen.“ Ich erzähle das auch meinen Kindern immer wieder. Dann sagen sie: „Papa, das ist das eine Million und fünfte Mal!“ Nun, ich erzähle das schon seit 35 Jahren, und heute in 35 Jahren werde ich immer noch davon berichten.

In Ihrer Lebensgeschichte liegt Kraft. Vielleicht hört sie sich ganz anders an als meine. Vielleicht sagen Sie: „Ich wurde christlich erzogen und Gott hat mich vor vielem bewahrt. Als kleines Mädchen erkannte ich, dass Jesus Christus lebt, und seitdem liebe ich Ihn und diene Ihm jeden Tag.“ Freunde, Ihre Geschichte hat Kraft. Die Menschen können sich dieser Kraft nicht entziehen. Ein Mensch, der Erfahrungen mit Gott gemacht hat, ist menschlichen Argumenten immer überlegen. Erzählen Sie Ihre Geschichte.

Er erzählt König Agrippa, was Jesus zu ihm sagte. Beachten Sie, dass Jesus als Erstes fragte: „Warum verfolgst du mich?“ Jesus nimmt die Verfolgung Seiner Gemeinde, Seiner Heiligen, persönlich. Achten Sie darauf, wie Sie Seine Gemeinde behandeln. Jesus liebt Seine Braut. Ich lasse auch nicht zu, dass jemand meine Frau schlecht behandelt. Sie ist meine Braut. Ich beschütze sie. Und Jesus sagt dasselbe über Seine Gemeinde. Er nimmt das persönlich. Und dann sagte Er: „Es wird dir schwer werden, gegen den Stachel auszuschlagen!“

Jesus benutzt hier einen Vergleich und Paulus wusste sofort, wovon Jesus sprach. Der Stachel, von dem Er sprach, wurde benutzt, um Ochsen in die richtige Richtung zu treiben, vor allem junge Tiere, die sich gegen das Joch wehrten und versuchten, es abzuwerfen. Paulus war dafür bestimmt, das Joch von Jesus Christus auf sich zu nehmen und hatte dagegen angekämpft. Offensichtlich hatte der Herr schon einige Zeit versucht, ihn durch Seinen Heiligen Geist in die richtige Richtung zu lenken. Wer hätte das gedacht? Das begann nicht auf der Straße nach Damaskus. Jesus sagte zu ihm: „Es wird dir schwer werden, gegen den Stachel auszuschlagen! Du widersetzt dich mir.“

Ich glaube, der Anfang geht mindestens auf die Steinigung des Stephanus zurück. Paulus sagte: „Legt eure Kleider zu meinen Füßen ab. Ich will nicht, dass sie euch behindern, während ihr diesen Gotteslästerer mit Steinen bewerft.“ Und so werfen sie Steine auf ihn und Paulus steht da und bewacht ihre Kleider, während Stephanus ermordet wird. Und die Bibel sagt, das Gesicht des Stephanus leuchtete wie das Gesicht eines Engels. Saulus von Tarsus sah das. Und dann sagte Stephanus etwas höchst Erstaunliches. Er sagte: „Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht zu!“ Das erinnert sehr stark daran, was Jesus am Kreuz sagte: „Vater, vergib ihnen! Denn sie wissen nicht, was sie tun.“ Und er sagte: „Ich sehe den Sohn des Menschen zur Rechten Gottes stehen!“ Offensichtlich gab Jesus Stephanus, dem Märtyrer, einen stehenden Applaus, denn an anderer Stelle in der Bibel heißt es, Jesus sitzt zur Rechten des Vaters. Aber als Stephanus um Christi willen getötet wird, steht Jesus auf. Mann, ich wäre begeistert, mit stehendem Applaus empfangen zu werden, wenn ich in den Himmel komme!

Aber Saulus sah und hörte all das und es quälte ihn. Es verfolgte ihn. Und Jesus machte sich das zunutze und rührte ihn durch Seinen Geist an. In den frühen Morgenstunden fragte er sich unaufhörlich: „Was war das für ein Leuchten auf seinem Gesicht? Wer kann seinen Mördern vergeben, während sie dabei sind, ihn umzubringen? Wer kann Gott bitten, ihnen zu vergeben? Und was bedeutet der Satz: „Ich sehe den  Sohn des Menschen zur Rechten Gottes stehen?“ Das bereitete ihm ein schlechtes Gewissen, es quälte ihn und er kämpfte hart dagegen an. Und Jesus sagte: „Es wird dir schwer werden, gegen den Stachel auszuschlagen!“

Hören Sie: Es ist schwer, vor Gott wegzulaufen. Vielleicht hat Gott zu Ihrem Gewissen gesprochen und verhandelt mit Ihnen. Es ist schwer, vor Gott wegzulaufen. Sie können Ihm nicht entkommen. Viele Menschen versuchen wie Paulus, einfach zu ignorieren, dass ihr Gewissen sich regt und dass Gott mit ihnen verhandelt. In Vers 12 sagt er: „Als ich dabei nach Damaskus reiste…“

Die Menschen, mit denen Gott verhandelt, wollen oft nicht hören und nicht sehen. Deshalb sorgen sie dafür, dass sie ständig beschäftigt sind. Sie füllen jeden freien Moment mit Aktivität und Lärm aus, damit sie nicht über so schwerwiegende Dinge wie die Seele oder die Ewigkeit nachdenken müssen. Sie versuchen, den Stachel von Gottes Reden wegzuschieben, indem sie sich in die Arbeit stürzen, auf Partys gehen, Drogen konsumieren, endlose Stunden vor dem Fernseher und im Internet verbringen oder Sport treiben. Sie tun alles, um sich abzulenken, damit sie nicht darüber nachdenken müssen, wie kurz das Leben und wie lang die Ewigkeit ist und welches Verhältnis sie zu Gott haben.

Gott verhandelt oft auch mit Menschen, die zornig auf die Kirche sind. Paulus sagte: „Ich verfolgte die Kirche. Ich wütete gegen sie. Ich sagte gegen ihre Befürworter aus, damit sie ins Gefängnis kamen und getötet wurden. Ich hasste sie!“

Wer hätte gedacht, dass Gott die ganze Zeit über an ihm arbeitete? Wer hätte gedacht, dass Jesus ihn anrührte, wo er doch so zornig auf die Kirche war

Wissen Sie, bei einem unserer früheren Gemeindegebäude hatten wir nicht genügend Parkplätze und so parkten die Leute oft ein Stück entfernt. Manche mussten dann durch ein bestimmtes Wohngebiet gehen, um zur Gemeinde zu gelangen. Dort wohnte ein Mann, der jeden Sonntag in seinem Garten stand und alle beschimpfte, die auf dem Weg in die Gemeinde an ihm vorbeikamen. Er schrie sie an, verfluchte sie, verspottete sie und machte sich über sie lustig. Jeden Sonntag mussten die Leute seine wüsten Beschimpfungen und seinen Spott hinnehmen. Da beschlossen wir Pastoren, auf unsere Parkplätze zu verzichten, damit andere sie nutzen konnten und selbst weiter weg zu parken. Eines Tages ging ich dann an ihm vorbei. Er wusste nicht, dass ich ein Pastor war. Er sagte: „Ah, Sie sind wohl einer von diesen Christen, die in die Cottonwood-Gemeinde gehen, hä? Tolle Christen sind das! Ein wahrer Christ würde meine Mülltonnen reinbringen.“ Ich brachte also seine Mülltonnen rein und ging in die Gemeinde. Aber der Mann machte Monat um Monat genauso weiter. Eines Tages brüllte er wiederum einen Mann aus der Gemeinde an. Da sagte der zu ihm: „Die Rosen in Ihrem Garten sind schön.“ Und er sagte: „Danke.“ Er sagte: „Sie müssen ihnen viel Zeit  widmen.“ Darauf der Mann: „Ja, das tu ich. Ich habe hinter dem Haus noch mehr Rosen. Wollen Sie sie sehen?“ Er antwortete: „Ja, sehr gerne!“ Da nahm er ihn mit in seinen Garten und zeigte ihm seine Pflanzen. Anschließend lud er ihn in sein Haus ein, setzte sich mit ihm zusammen und am Ende nahm er Christus an! Er kam in die Gemeinde und sagte schluchzend zu mir: „Es tut mir so leid! Ich hatte einfach Angst. Deshalb war ich so böse. Gott verhandelte die ganze Zeit mit mir und ich wusste, dass ich Ihn brauchte. Und wenn ich sah, wie andere in die Gemeinde gingen, fürchtete ich mich, weil es mich daran erinnerte, was ich nicht hatte, und deshalb war ich so wütend. Aber Gott hat mir vergeben. Ich bitte auch Sie um Vergebung, Pastor. Bitte vergeben Sie mir. Ich habe Jesus angenommen und bin jetzt gerettet.“ Ich sagte: „Natürlich vergebe ich Ihnen.“ Ich nahm ihn in die Arme und er weinte an meiner Schulter.

Wer hätte das gedacht? Während dieser Mann in seinem Garten stand und die Christen, die in die Gemeinde gingen, verfluchte, war Gott dabei, mit ihm zu verhandeln und durch Seinen Heiligen Geist zu ihm zu sprechen! Aber so war es. Und dasselbe war der Fall bei dem Apostel Paulus, auch wenn das niemand geglaubt hätte.

Gehen wir zurück zu Paulus und Agrippa. Wir sehen uns noch die nächsten paar Verse an. Er fährt fort, Agrippa zu berichten, was Jesus ihm sagte. Vers 15.

Apostelgeschichte 26:15-16

„Ich aber sprach: Wer bist du, Herr? Er aber sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgst! Aber steh auf und stelle dich auf deine Füße! Denn dazu bin ich dir erschienen, um dich zum Diener und Zeugen zu bestimmen für das, was du gesehen hast und für das, worin ich mich dir noch offenbaren werde.“

Jesus begegnet uns allen, wenn wir gerettet werden und dann gibt Er unserem Leben eine Bestimmung. Die Bestimmung von Paulus war es, ein Diener zu werden. Auch Sie haben eine Bestimmung. Und sie hat mit dem Reich Gottes zu tun. Sie hat damit zu tun, Menschen zu helfen und sie für Gott zu gewinnen. Aber beachten Sie: Jesus sagte: „Denn dazu bin ich dir erschienen, um dich zum Diener zu bestimmen.“

Offensichtlich reicht eine Erfahrung mit Christus nicht aus, um in den Dienst einzutreten. Erst muss etwas Gutes hinein, bevor etwas Gutes herauskommt.

Wir können immer unsere Geschichte erzählen, wir können immer mit anderen teilen, was wir wissen. Aber es findet immer ein Prozess statt. Als Jesus auf Petrus traf, sagte er: „Du bist Simon, du wirst Kephas heißen.“ Der Herr tut das in uns allen. „Du bist, aber wenn ich mit dir fertig bin, wirst du sein.“

„Du bist Simon, aber wenn ich mit dir fertig bin, wirst du Kephas sein. Du wirst ein starker Fels sein. Du bist es nicht, aber du wirst es sein.“ Und als Er mich ansah, sagte Er: „Das bist du jetzt, aber das ist, was du sein wirst.“ Er wirkt einen Prozess in uns, der nie beendet ist. Und ich liebe, was Er zu Paulus sagte: „Ich mache dich zu einem Diener und Zeugen für das, was du gesehen hast, wie auch für das, worin ich mich dir noch offenbaren werde. Das wird nie ein Ende nehmen!“ Er geht immer vorwärts!

Kurz nachdem ich gerettet wurde, ging ich auf die Straße und erzählte den Menschen von Christus. Und als junger Christ sagte Gott zu mir, dass ich noch viel mehr lernen musste. Ich diskutierte mit Gott, aber das war natürlich zwecklos. Mein Hauptargument lautete: „Gott, ich habe keine Zeit.“ Ich dachte: „Weißt Du nicht, dass die Menschen in die Hölle gehen? Ich habe keine Zeit für Training. Bitte!“ Aber Gott gab nicht nach und so absolvierte ich schließlich das Training, was Er wollte. Aber vor allem arbeitete Gott daran, meine Ecken und Kanten abzuschlagen und abzurunden. Ich meine, auch wenn das heute schwer vorstellbar ist – früher hatte ich ein paar scharfe Kanten.

Als junger Christ arbeitete ich beispielsweise in einem christlichen Dienst und bediente dort das Telefon. Einmal rief ein Mädchen an und sagte: „Ich bringe mich um!“ Natürlich sollte man in so einem Fall sagen: „Hey, tu das nicht. Du musst wissen, dass du für Gott total kostbar bist. Hör mir nur eine Minute zu. Du darfst das nicht tun.“ Aber das tat ich nicht. Sie sagte: „Ich bringe mich um!“ und ich sagte: „Okay, aber du bist ein Idiot, wenn du das tust.“ Das war damals typisch Bayless. Aber durch die Gnade Gottes wendete sich das Gespräch irgendwie zum Guten. Sie betete mit mir und wurde gerettet. Als ich einige Zeit später wieder mit ihr sprach, diente sie Gott immer noch. Aber dafür war ein bisschen Arbeit nötig. Das ist bei uns allen so. Das bist du und das wirst du sein und dieser Prozess wird nie zu Ende sein, solange wir atmen.

Apostelgeschichte 26:17

„… und ich will dich erretten von dem Volk und den Heiden, unter die ich dich jetzt sende…“

Ich finde das faszinierend. Jesus spricht zu ihm und sagt als Erstes: „Ich will dich erretten von den Menschen, zu denen ich dich jetzt sende.“ Bisher war er weder zu den Juden noch zu den Heiden gesandt worden. Und sowohl die Juden als auch die Heiden würden ihn verfolgen und versuchen, ihn zu töten. Aber noch bevor Jesus ihn aussandte, sagte Er: „Ich will dich erretten.“

Er versprach ihm, ihn zu erretten, noch bevor das Problem überhaupt da war. Und Gott tut das immer. Vielleicht kommt es Ihnen heute so vor, als würde die Hölle über Sie hereinbrechen. Aber Gott hat Ihre Rettung, Ihren Sieg und Ihre Befreiung bereits geplant, noch bevor das Problem überhaupt da war. Ja, das hat er getan.

Gehen wir zurück zu Apostelgeschichte, Kapitel 9. In den Versen 15 und 16 geht es um den Zwischenfall auf der Straße nach Damaskus. Der Herr sagt: „… ich werde ihm zeigen, wie viel er leiden muss um meines Namens willen.“

Wenn wir Gott gehorsam sind, müssen wir manchmal leiden und Opfer bringen. Aber, Freunde, bevor es Leiden gab, bevor es Opfer, Probleme und Kummer gab, hat Gott auch für den Sieg gesorgt. Es gibt eine Verheißung, die auch heute noch für uns gilt. In Psalm 34:20 heißt es: „Vielfältig ist das Unglück des Gerechten, aber aus dem allen rettet ihn der Herr.“ Nicht aus der Hälfte davon, sondern aus allem. Vor ewigen Zeiten setzten sich Gott der Vater, Gott der Sohn und Gott der Heilige Geist zusammen und sprachen über Ihr Leben. Sie sprachen über die Schwierigkeiten, die Sie heute haben. Sie waren keine Überraschung für sie. Aber noch bevor die Schwierigkeiten auftraten, sorgten sie für einen Ausweg. Sie sorgten für Ihren Sieg, Ihre Errettung, Ihre Befreiung. Es ist alles da. Sie müssen nur daran glauben, dann werden Ihnen die Augen geöffnet und Sie werden es sehen.

Paulus schrieb an die Korinther – ich glaube, das steht in 1. Korinther 10, Vers 13: „Keine Versuchung…“ Das Wort Versuchung bedeutet Bedrängnis, Schwierigkeit oder Prüfung. „Keine Versuchung hat euch ergriffen als nur eine menschliche; Gott aber ist treu, der nicht zulassen wird, dass ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen wird, so dass ihr sie ertragen könnt.“ In jeder Bedrängnis, in allen Schwierigkeiten, sagte er, schafft Gott einen Ausweg. Tatsächlich existierte der Ausweg bereits, bevor die Schwierigkeit überhaupt auftrat.

Unsere Gemeinde war früher einmal in der Katella Avenue, nur zwei Straßen entfernt von unserem jetzigen Standort. Das war, bevor wir das neue Gebäude bauten und dort einzogen. Wir hatten dort Räume in einem Geschäftshaus, wo um die 160 Leute Platz hatten, aber meistens drängten sich dort um die 600 Menschen. Einmal sprach ich mit dem Besitzer des Nachbargebäudes. Er war ein Bruder im Herrn. Er sagte: „Bayless, ich weiß, dass eure Räumlichkeiten für eure Gottesdienste zu klein sind. Ich würde euch gern unsere Tiefgarage dafür zur Verfügung stellen. Wenn die Stadtverwaltung es genehmigt, könnt ihr dort eure Sonntagsgottesdienste abhalten. Ich sagte: „Ich sehe sie mir an.“ Am nächsten Tag ging ich im strömenden Regen in die Tiefgarage. Ich stellte fest, dass wir hier 400 Stühle unterbringen konnten. Es wäre wirklich cool, hier eine „Untergrundkirche“ zu haben. Die Decke war ein bisschen niedrig, aber das war nicht schlimm. Ich wandte mich zum Gehen, aber die Tür war hinter mir ins Schloss gefallen. Ich ging hinüber zu dem elektrischen Tor und drückte auf den Knöpfen herum, aber es gelang mir nicht, es zu öffnen. Ich ging zurück zur Tür und probierte einige Dinge aus, die ich gelernt hatte, bevor ich Christ wurde, aber ich bekam sie nicht auf. So saß ich über eine Stunde lang in der Tiefgarage fest. Ich stand da, die Hände an den Gitterstäben wie ein Affe im Käfig, und wartete darauf, dass jemand vorbeikam. Die Auffahrt war sehr steil und der Gehweg deshalb sehr weit weg. Schließlich kam ein Briefträger in seiner Regenkleidung vorbei. Ich rief: „Hallo! Ich bin hier unten! Ich bin hier eingeschlossen! Könnten Sie durchs Treppenhaus herunterkommen und mich rauslassen?“ Er sagte: „Ja, ich komme gleich!“ Aber er nahm sich Zeit. Ich glaube, er lieferte noch seine gesamte Post aus, bis er kam. Endlich ließ er mich raus. Am nächsten Tag traf ich mich mit dem Besitzer des Gebäudes. Er hieß Jack. Ich sagte: „Gestern ist etwas Lustiges passiert. Als ich hier unten war, ging die Tür hinter mir zu und ich war eingeschlossen.“ Er brach in Gelächter aus. Ich sagte: „So witzig ist das auch wieder nicht.“ Er entgegnete: „Doch, Bayless, das ist es! Du hast doch das Tor mit den Knöpfen gesehen?“ Ich sagte: „Ja.“ „An dem Tor fehlt einer der Gitterstäbe. Du hättest einfach durchgehen können.“ Ich sagte: „Was?“ und sah mir das Tor an. Es war wirklich wahr. Einer der Gitterstäbe fehlte. Die Lücke war etwa so breit. Ich hätte geradewegs hindurchgehen können, ohne mich auch nur zur Seite zu drehen. Aber weil mein Verstand in meinem Problem stecken geblieben war, konnte ich den Ausweg nicht sehen, der die ganze Zeit da war.

Und, Freunde, Gott hat auch Ihnen einen Ausweg verheißen. „Vielfältig ist das Unglück des Gerechten, aber aus dem allen rettet ihn der Herr.“

Paulus wird also von Jesus zu den Juden und den Heiden gesandt. Vers 18.

Apostelgeschichte 26:18

„… um ihnen die Augen zu öffnen, damit sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Herrschaft des Satans zu Gott, damit sie Vergebung der Sünden empfangen und ein Erbteil unter denen, die durch den Glauben an mich geheiligt sind!“

Genau das passiert, wenn Sie gerettet werden. Sie kommen aus der Finsternis zum Licht. Sie werden nicht länger beherrscht, und das bedeutet Autorität. Sie stehen nicht mehr unter der Autorität des Teufels, sondern unter der Autorität Gottes. In 1. Johannes, Kapitel 5, heißt es: „… die ganze Welt liegt in dem (unter der Autorität des) Bösen.“ Wenn Sie gerettet werden, treten Sie in ein anderes Reich ein. Der Teufel hat kein Mitspracherecht mehr in Ihrem Leben. Aber bevor Sie sich Gott zuwenden und von einem Reich in das andere wechseln, bevor Sie Vergebung empfangen und Ihr Erbe antreten, müssen Ihre Augen geöffnet werden: „… um ihnen die Augen zu öffnen, damit sie sich bekehren.“

Und Paulus wurde von Gott gebraucht, um die Augen der Menschen zu öffnen, und das durch drei Dinge: durch Gebet, durch Verkündigung und durch Kraft. Als Erstes betete er. Sie können in Epheser, Kapitel 1, eines seiner Gebete nachlesen. Dort betete er für Menschen, die später Christen wurden, dass Gott ihnen die Augen der Erkenntnis öffnen möge.

Die Bibel sagt – ich glaube, das steht in 2. Korinther, Kapitel 4: „Wenn aber unser Evangelium doch verdeckt ist, so ist es nur bei denen verdeckt, die verloren gehen, den Ungläubigen, bei denen der Gott dieser Welt den Sinn verblendet hat, damit sie den Lichtglanz des Evangeliums nicht sehen.“ Manche Menschen sind nicht gerettet, weil sie es einfach nicht begreifen. Sie haben es nicht gesehen. Sie haben es nicht gesehen, weil sie geistlich verblendet sind. Aber wissen Sie was? Wir haben Autorität über den Teufel. Und wir können dafür beten, dass die Augen dieser Menschen geöffnet werden, dass sie einen kurzen Blick auf den Retter erhaschen und begreifen, was Erlösung ist. Und dann müssen sie eine Entscheidung treffen. Gott zwingt ihnen Seinen Willen nicht auf.

Aber Paulus betete für die Menschen, damit ihre Augen geöffnet würden. Im Galaterbrief lesen wir, dass er für sie betete, bevor sie gerettet wurden und auch danach nicht damit aufhörte. Als Zweites half er ihnen durch Proklamation. „Die Eröffnung deiner Worte leuchtet“, sagt der Psalmist. „Eine Leuchte für meinen Fuß ist dein Wort, ein Licht für meinen Pfad.“ Mit der Verkündigung des Evangeliums kommt das Licht. Und als Drittes half er ihnen durch Kraft. In Römer 15:19 sagte Paulus, er verkündigte das Evangelium „in der Kraft der Zeichen und Wunder“.

Heute Morgen sprach ich vor dem Gottesdienst mit einem Ehepaar. Sie kommen seit 1999 in die Gemeinde. Die Frau hatte Krebs. Die Ärzte sagten ihr, dass sie nicht mehr lange zu leben hatte. Sie ließ für sich beten und wurde geheilt. Ihre ganze Familie und all ihre Verwandten wurden gerettet. Gott gebrauchte das Wunder, dass sie von Krebs geheilt wurde, um ihnen die Augen zu öffnen.

Als ich kürzlich in Australien predigte, lernte ich einen Mann kennen. Er stammte ursprünglich aus Louisiana. Sein Vater war ein harter Brocken – er glaubte weder an Gott noch an das Evangelium. Dieser Mann besuchte mit seiner Frau eine Zeltevangelisation, wo ein Pastor aus einer Pfingstgemeinde predigte. Man sagte, dort würden Wunder geschehen. Seine Frau schielte stark und musste eine Brille mit dicken Gläsern tragen. Aber er brachte sie nur dorthin, um ihr zu beweisen, dass das alles Schwindel war. Nun, sie ging nach vorn, ließ für sich beten… und das Schielen war weg. Sie legte ihre Brille auf das Podium, wo sie für den Rest der Veranstaltung blieb. Sie kamen eine Woche lang jeden Tag. Und immer wieder sah er ihr in die Augen und konnte es einfach nicht glauben! Und eines Abends – ich glaube das war am letzten Tag der Veranstaltung – ging er auf die Knie, fand weinend den Weg zum Kreuz von Golgatha und wurde gerettet. Aber es war ein Wunder, ein Werk der Kraft, das seine Augen öffnete.

Und, hören Sie: Jesus hat sich die Gemeinde nie kraftlos vorgestellt. Er sagte: „Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung! Diese Zeichen aber werden denen folgen, die glauben: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; Schwachen werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden.“

Gott gebrauchte sie also, um den Menschen durch Gebet, Verkündigung und Kraft die Augen zu öffnen und dafür zu sorgen, dass ihnen ihre Sünden vergeben wurden. Sagen Sie alle: „Und.“ Wir wissen, was es mit der Vergebung auf sich hat. Das ist der wichtigste Teil. Und wenn all das geschehen ist, sollten wir glücklich sein. Aber da ist noch mehr. Wir empfangen Vergebung für unsere Sünden „und ein Erbteil unter denen, die durch den Glauben an mich geheiligt sind!“ Wir haben ein großes Erbe. Aber die Mehrheit der Christen beansprucht dieses Erbe nicht.

In der Gemeinde kam einmal ein Mann auf mich zu. Er sagte: „Bayless, da gibt es eine Internetseite, wo man anhand seiner persönlichen Daten herausfinden kann, ob irgendein entfernter Verwandter ein Erbe hinterlassen hat, auf das man Anspruch hat.“ Er sagte: „Ich habe das für mehrere Leute aus der Gemeinde geprüft. Ein paar von ihnen stand tatsächlich ein Erbe zu, obwohl sie keine Ahnung davon hatten. Einer erbte von einem Onkel, den er nie kennengelernt hatte.“ Er fragte mich: „Darf ich dasselbe für dich tun?“ Ich sagte: „Ja, bitte!“ Nach ein paar Tagen kam er zu mir und sagte: „Dir hat niemand etwas vererbt.“ Aber Tatsache ist, dass es Erbschaften in Millionenhöhe gibt, die niemand beansprucht, weil die Erbberechtigten nichts davon wissen.

Die Kirche hat ein noch weit größeres Erbe, das viele nicht beanspruchen. Dazu gehören Frieden, Kraft und Schutz, Heilung und Gottes Führung. Und wenn wir sterben, gehört auch der Himmel dazu. Aber Ihre Augen müssen geöffnet werden und wir empfangen all das, ebenso wie die Vergebung, durch Glauben. Freunde, ich glaube, dass Gott in unser aller Leben mehr tun will, als Er bisher getan hat.

Ich hoffe, dass Sie heute aus dem Wort Gottes etwas mitgenommen haben. Ich freue mich immer, wenn wir von unseren Zuschauern und Partnern hören. Wenn Gott Sie durch Sein Wort und durch diese Sendung berührt hat, wäre es schön, wenn Sie uns davon berichten! Und wenn Ihnen diese Sendung geistlich weiterhilft und Sie uns gerne bei unserer Arbeit unterstützen wollen, würden wir uns sehr freuen, wenn Sie sich dazu entschließen, zu einem unserer Partner zu werden. Die Menschen hier in der Cottonwood-Gemeinde tragen den Hauptlast, das Evangelium in die ganze Welt hinauszutragen. Und wir sind sehr dankbar, dass wir das tun dürfen. Aber in der Zwischenzeit bleiben viele Dinge in unserer eigenen Gemeinde liegen. Auf unserem Gelände stehen drei Gebäude, von denen große Teile noch nicht fertiggestellt sind. Einer der Gründe dafür ist, dass wir es auf dem Herzen haben, noch viel mehr Menschen zu erreichen. Wir könnten die Sendung einstellen und die Gebäude fertig bauen, doch Sie sind uns wichtiger. Und je mehr Menschen uns unterstützen, umso mehr können wir hier tun. Die Mitglieder der Cottonwood-Gemeinde haben Opfer gebracht und einige persönliche Dinge aufgeschoben, um Ihnen und unzähligen Menschen auf der Welt weiterhin das Evangelium zu verkünden. Warum also werden Sie nicht zu einem unserer Partner? Und wissen Sie was? Das wird auch Ihr Segen sein. Jesus sagte: „Geben ist seliger als nehmen. Und wenn ihr gebt, wird euch ein gutes, gedrücktes und gerütteltes und überlaufendes Maß zurückgegeben.“ Ich bete, dass Sie sich an unserer Arbeit beteiligen und Sie im Namen Jesu Christi gesegnet werden. Gott liebt Sie mehr, als Sie ahnen. Er ist jetzt bei Ihnen. Er wird Ihnen nie den Rücken kehren, Sie nie im Stich lassen. Bis zum nächsten Mal. Gott segne Sie.

 

 


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