Vorsichtig wandeln

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Vorsichtig wandeln
Bayless Conley
25.04.2010

Willkommen zur heutigen Sendung. Wir werden darüber sprechen, wie wir vorsichtig vor Gott wandeln. Vielleicht fragen Sie: Was soll denn das bloß bedeuten? Sie müssen sich einfach die Sendung ansehen und es herausfinden. Ich habe das Wort softly (vorsichtig) als Akronym benutzt.

Holen Sie einfach Ihren Stift und Ihren Block oder Ihr I-Phone, irgendetwas, um Notizen zu machen.

Nehmen Sie sich eine Bibel und lassen Sie uns herausfinden, was es bedeutet, vorsichtig vor Gott zu wandeln. Das ist sehr, sehr wichtig. Seien Sie bereit! Schauen Sie sich bitte mit mir Vers 9 an:

Jesaja 38:9-15
„Aufzeichnung Hiskias, des Königs von Juda, als er krank gewesen und von seiner Krankheit genesen war. Ich sagte: In der Mitte meiner Tage soll ich hingehen zu den Pforten des Scheols. Ich bin beraubt des Restes meiner Jahre. Ich sagte: Ich werde Jah nicht sehen, Jah im Land der Lebendigen, auch nicht Menschen mehr erblicken bei den Bewohnern des Totenreiches. Meine Hütte ist abgebrochen und wurde von mir weggenommen wie ein Hirtenzelt. Wie ein Weber habe ich mein Leben zu Ende gewebt.“

Beachten Sie, er übernimmt Verantwortung. Hiskia sagte: „Ich habe mein Leben zu Ende gewebt.“

„Vom Kettgarn schnitt er mich los. Vom Tag bis zur Nacht wirst du ein Ende mit mir machen! Ich schrie um Hilfe bis zum Morgen, aber wie ein Löwe, so zerbrach er alle meine Gebeine. Vom Tag bis zur Nacht wirst du ein Ende mit mir machen! Wie eine Schwalbe, eine Drossel, so zwitscherte ich, ich gurrte wie die Taube. Verschmachtend blickten meine Augen zur Höhe: Herr, ich bin in Bedrängnis! Tritt als Bürge für mich ein! Was soll ich reden, nachdem er zu mir gesprochen und es selbst ausgeführt hat? Ich will nun mein Leben lang vorsichtig wandeln wegen dieser Bekümmernis meiner Seele.“

Dann schauen Sie sich Vers 17 an. Wir könnten noch mehr lesen, aber hören Sie Folgendes:

Jesaja 38:17
„Siehe, zum Heil wurde mir bitteres Leid: Du, du hast liebevoll meine Seele von der Grube der Vernichtung zurückgehalten, denn alle meine Sünden hast du hinter deinen Rücken geworfen.“

Er sagt konkret, dass Gott barmherzig war, seine Sünden vergeben und sie nicht mehr angesehen hat. Und Hiskia schrieb in dieser Situation in sein Tagebuch: „Ich schrie zum Herrn: Herr, ich bin in Bedrängnis! Tritt als Bürge für mich ein!“ Und dann die wunderbaren Worte in Vers 15:

„Was soll ich reden, nachdem er zu mir gesprochen und es selbst ausgeführt hat?“

Er schickte Jesaja mit der Botschaft zurück: ‚Gott hat dein Gebet erhört und dir Lebensjahre hinzugefügt.‘ „Er tat es und heilte mich.“ Und in Vers 15 sagt er: „Ich will nun mein Leben lang vorsichtig wandeln.“

Vorsichtig bedeutet hier wörtlich ‚behutsam‘ oder ‚sanft‘. Die King James Übersetzung lautet:
„Ich werde behutsam wandeln.“

Das drückt einen demütigen Wandel aus und bestätigt nochmals, dass Stolz die Sünde war, die ihn zu Fall brachte. Er kehrte also um. Gott war barmherzig. Gott warf seine Sünde hinter seinen Rücken.

Der Herr griff ein, heilte ihn und er macht folgende Aussage: „Gott, von jetzt ab werde ich demütig sein und vorsichtig vor dir wandeln.“ Das ist ein wunderbares Bild. Heute möchte ich zu Ihnen über diesen vorsichtigen Wandel vor Gott sprechen.

Vorige Woche sprachen wir über einen aufrechten Lebensstil. Heute sprechen wir über einen vorsichtigen Wandel und wir können beides gleichzeitig tun, aufrecht und vorsichtig wandeln.

Ich habe aus dem Wort ‚softly‘ ein Akronym gemacht und aus jedem Buchstaben ein Wort gebildet. Fangen wir an.

S: (search) Wenn ich vorsichtig vor Gott leben möchte, achte ich immer wieder auf mein Herz. Ich achte immer wieder auf mein Herz und stelle sicher, dass nichts darin verbleibt… kein Stolz, keine Bitterkeit, keine Verletzung.

Ein Freund von mir sagte mir etwas quasi als Gleichnis, was ich nie vergaß. Er sagte: Weißt du, durch den täglichen Umgang mit Menschen, generell im Leben, kann uns Straßendreck beschmutzen und sich in der Seele und im Herzen festsetzen.“

Sie müssen einfach im Innern diesen Dreck aufstöbern und regelmäßig entfernen, weil er sonst kleben bleibt. Ziemlich schnell kann Ihr Herz, das früher strahlend und voller Licht war, stumpf und hart werden. Das geschieht, wenn wir die kleinen Dinge nicht entfernen.

Der Herr Jesus bezeichnete Menschen, die Gott nicht mehr hören und nicht mehr erkennen konnten, was Gott tat, folgendermaßen. In der alten King James Übersetzung steht: „Ihre Herzen sind dick geworden.“

Heute reden wir nicht mehr so, aber mir gefällt die Bezeichnung, dass es dick wurde. Im Englischen erinnert das an den zunehmenden Mond. Er tauchte nicht plötzlich als Vollmond am Himmel auf.

Man sah nur eine schmale Sichel des Mondes am Abend. Am nächsten Abend war sie etwas größer, am folgenden Abend wieder etwas größer. Nach ein paar Tagen war ein Halbmond, dann ¾ und dann ein Vollmond zu sehen. Er nahm zu. Mit anderen Worten, es war ein Prozess. Als Jesus sagte, die Herzen der Menschen sind dick geworden, meinte Er damit, dass ihre Herzen zunehmend hart oder stumpf geworden sind. Das möchten wir nicht erleben. Und wenn wir nicht immer wieder unsere Herzen durchforschen und Staub und andere Dinge daraus entfernen, können sie mehr und mehr verhärten – und Hornhaut entwickelt sich langsam, stimmt’s?

Sind Gitarristen unter uns? Gut, sie spielen Gitarre und wenn sie eine Weile spielen, entwickelt sich Hornhaut an Ihren Fingerspitzen. Das geschieht nicht über Nacht. Wenn Sie das Instrument ein Jahr lang ruhen lassen, ist die Hornhaut weg. Wenn Sie dann Ihre Gitarre mit den schweren Stahlsaiten zur Hand nehmen, werden Sie blutige Finger haben. Hornhaut entwickelt sich langsam. So kann es bei unserem Herzen sein. Lernen Sie Ihr Herz kennen. Ich denke, es gibt einige Christen, denen ihr Herz völlig fremd ist. Sie kennen das eigene Herz absolut nicht.

Schauen Sie sich doch bitte mit mir Psalm 77 an. Psalm 77:7.

Psalm 77:7
„Ich sann nach des nachts; in meinem Herzen überlegte ich, und es forschte mein Geist.“

In meinem Herzen überlegte ich, und es forschte mein Geist. In der vorigen Woche war etwas in unsrem Kühlschrank…irgendetwas stank fürchterlich. Ich öffnete den Kühlschrank und sagte: „Wo steckst du denn?“ Ich durchsuchte den Kühlschrank und war frustriert, weil ich es nicht fand. Janet durchsuchte ihn und fand nichts. Wir warfen sogar Sachen weg, die gut waren! Und gestern reichte es mir und ich sagte: „Jetzt aber ran!“ Ich durchstöberte alles und ganz hinten hatte sich ein kleiner Plastikbehälter versteckt, dessen Inhalt entfernt nach schwarzen Bohnen aussah. Man erkannte die schwarzen Bohnen nicht mehr wirklich und selbst der verschlossene Behälter stank – Uuuh! Ich verschloss ihn in einem Beutel und brachte ihn, so schnell es ging, aus dem Haus. Ich musste gewissenhaft danach suchen und es herausholen, weil ein Gestank davon ausging, den man keinem Gast zumuten möchte, der den Kühlschrank aufmacht! Und wenn wir manchmal die kleinen Dinge nicht ausräumen, kleine Ärgernisse… wir halten etwas für selbstverständlich oder lassen etwas Stolz zu…dann entwickelt sich ein Geruch, der Gott und Menschen nicht gefällt. Wir müssen unsere Herzen kennen lernen und sie durchforschen. Ich denke, das ist eine Voraussetzung für einen vorsichtigen Wandel. Ich meine nicht, dass wir uns ständig hinterfragen, aber wir sollten immer wieder fragen:
„Wie geht es dir, mein Herz? Was ist los? Lass uns ganz offen reden!“ Ich werde ruhig und erlaube meinem Geist, mein Inneres zu erforschen und wandle weiterhin vorsichtig vor Gott.

Gut, der Buchstabe ‚O‘ in softly (outspoken).

Freimütig Lob und Dank ausdrücken. Schauen Sie sich bitte mit mir Kolosser, Kapitel 2 an. Ich glaube, ein vorsichtiger Wandel erweist sich darin, freimütig Lob, Dank und Dankbarkeit zum Ausdruck zu bringen. Kolosser 2. Es geht um Jesus Christus und wir steigen bei Vers 7 ein.

Kolosser 2:7
„… gewurzelt und auferbaut in ihm und gefestigt im Glauben, so wie ihr gelehrt worden seid, und seid darin überfließend mit Danksagung.“

In diesem Glauben, den wir in Christus haben, sollen wir überfließend sein in Danksagung. Die New American Standard Bible sagt: „überfließend in Dankbarkeit“. Was immer sie erfüllt, wird heraus fließen. Jeder hat eine bestimmte Füllung. Es ist interessant herauszufinden, was die Bibel darüber sagt, womit Menschen angefüllt sein können. Nehmen Sie eine Tasse. Was immer sie erfüllt, wird, wenn Sie die Tasse anstoßen, überschwappen. Wir sollen vor Dankbarkeit und Lob überfließen.

Gibt es etwas in Ihrem Leben, wofür Sie schon längst hätten danken sollen? Ich denke, wenn wir an das Wort ‚freimütig‘ denken, denken wir an einen Kritiker, jemanden, der schnell seine Meinung sagt, widerspricht und kritisiert. Aber wir müssen offen unseren Lobpreis und unseren Dank äußern, dankbar sein für große und kleine Dinge. Ich bin fest davon überzeugt, dass Segen unter anderem in unser Leben kommt, weil wir eine Haltung der Dankbarkeit haben. Ich denke, dankbare Menschen haben eine große Zielscheibe auf dem Rücken und Gott beschießt sie ständig mit Pfeilen des Segens.

Denken Sie an Ruth… eine Frau in der Bibel… sie hatte allen Grund, bitter zu werden und sich zu beschweren, beschwerte sich aber nie. Sie verliert ihren Mann und wird zur Witwe. Ihr Schwager stirbt, ihr Schwiegervater stirbt. Alles ist total trostlos und ihre Schwiegermutter Naomi sagt: „Kehre zurück zu deinen Göttern und zu deinem Volk. Such dir einen Ehemann.“ Und Ruth sagt: „Nein, obwohl ich nicht weiß, warum all diese Tragödien passiert sind, habe ich etwas in dieser Familie gesehen und werde diesen Gott, den ich kennen gelernt und lieb gewonnen habe, nicht verlassen.

Dein Gott wird mein Gott sein und wo du hingehst, werde auch ich hingehen. Ich werde dich nicht verlassen, Naomi, vergiss es einfach!“ Also begleitet Ruth Naomi zurück nach Israel und sie besitzen nichts. Beide sind Witwen und sie sind mittellos. Und Naomi hatte nicht das sonnigste Gemüt. Sie kommt zurück und all ihre alten Freundinnen rufen: „Naomi!“ Sie sagte: „Ich ändere jetzt meinen Namen. Nennt mich von jetzt an Bitter. Ich heiße nicht mehr Naomi. Nennt mich Bitter.“ Naomi bedeutet ‚angenehm‘. Sie sagte tatsächlich: „Ich möchte anders genannt werden.“ Sie wurde sehr bitter durch die Geschehnisse, aber das spiegelte sich nie in Ruth wieder. Nie! Ruth war dankbar für alles und brachte diese Dankbarkeit zum Ausdruck.
• Sie war dankbar, dass Boas sie wahrnahm und äußerte es.
• Sie war dankbar für seine freundlichen Worte und sagte das.
• Sie war dankbar für seine Großzügigkeit und äußerte es.
• Sie war dankbar für seinen Schutz und sprach auch darüber.
• Sie nahm nichts als gegeben hin und verhielt sich nie so, als ob ihr etwas zustünde.

Wissen Sie, ich glaube, das war einer der Hauptgründe dafür, dass diese großartigen geistlichen und auch materiellen Segnungen in das Leben von Ruth kamen. Sie wurde Teil der Abstammungslinie von Jesus Christus. Sie wurde reich, einflussreich und wurde geliebt. Und ich denke, das hing mit dieser Haltung zusammen, Dankbarkeit für viele Dinge freimütig zu äußern.

Neulich sah ich eine christliche Sendung. Ich entdeckte sie beim Durchschalten der Sender. Sie handelte von einem Mann, dessen Buch ich vor 25 Jahren las. Es ging um seine Zeit in einem Hanoi Hilton. Er war während des Vietnamkrieges im Gefängnis und war sechs Jahre Kriegsgefangener. Ein paar Jahre lang wurde er täglich gefoltert. Ich weinte, als ich sein Buch las, und weinte, als ich ihn wieder im Fernsehen sah. Auch sein Interviewer weinte. Derjenige, der ihn interviewte, stellte ihm eine Frage: „Was haben sie aus diesen Jahren (in Gefangenschaft) gelernt?“ Er sagte einige bedeutende Dinge, unter anderem auch: „Seit ich herauskam, hatte ich nie einen schlechten Tag.“ Und dann sagte er: „Jeder Tag, an dem die Türklinke innen ist, ist ein guter Tag.“ Das ist eine gute Sichtweise, mein Freund.

Gut, nun das ‚F‘ (fiercly).

Wenn ich vorsichtig wandeln will, verteidige ich all meine Wohltäter energisch. Ich verteidige meine Wohltäter energisch, sei es Gott, ein Freund, ein Elternteil, ein Arbeitgeber, egal wen. Jesus sagte Folgendes in

Markus 9:39
„Niemand, der in meinem Namen ein Wunder wirkt, kann kurz darauf Böses über mich sagen.“

Die Message Bible drückt es so aus: „Niemand kann meinen Namen gebrauchen, um etwas Gutes und Machtvolles zu tun und mir im nächsten Moment in den Rücken fallen.“

Ich denke, ein vorsichtiger Wandel erfordert Loyalität und wir müssen jene verteidigen, die uns helfen.

Während unseres großen Kampfes um dieses Grundstück und all das gab es ein paar Gemeinden, die zu uns standen. Es waren nicht viele, aber ein paar standen zu uns, halfen und ermutigten uns.

Ich erfuhr hinterher von einer Gemeinde und einem Pastor, die etwas taten. Er riskierte Kopf und Kragen, um uns zu helfen und sprach nie darüber… nahm in Kauf, dass es nie jemand erfahren würde.

Es erinnert mich an Anweisungen Jesu. Wenn du ein gutes Werk tust, sollst du es nicht herum posaunen. Genauso verhielt er sich. Und ich war total erstaunt, als ich herausfand, was er getan hatte! Einige Leute kamen zu mir, weil ihnen die Prägung ihrer Gemeinde und der Stil des Dienstes nicht gefiel und wollten, dass ich mit einstimme und etwas Negatives sage. Das tue ich einfach nicht.

Ich tue das einfach nicht. Die Gemeinde hat vielleicht eine andere Prägung. Sie mögen einen anderen Stil haben. Sie mögen bestimmte Dinge auf eine Art und Weise tun, die ich nicht für besonders effektiv halte, aber er hat uns Gutes erwiesen. Aber ich bekenne Ihnen… vor einiger Zeit… ich wusste, dass dieser Mann sehr darauf aus ist, die Gottesdienste pünktlich zu beenden, weil sie wie wir einen Gottesdienst nach dem anderen haben, mehrere Gottesdienste. Und es kann Staus und andere Dinge auslösen, wenn man überzieht. Und er ist sehr, sehr erpicht darauf, besonders wenn er Gastsprecher hat. Und ich weiß, dass er woanders auf einer Konferenz sprach und seine Zeit sehr, sehr überzog.

Die folgenden Gottesdienste verzögerten sich total und es löste all die Probleme aus, die er versucht zu vermeiden.

Ich sprach mit jemandem darüber und was ich sagte, war wahr, aber nicht liebevoll. „Ja genau, so macht er das, aber er hält sich nicht an seine eigenen Regeln.“ Ich erwischte mich und musste umkehren und sagen: „Gott, vergib mir. Dieser Mann half Cottonwood und jetzt stelle ich ihn durch meine Worte in ein schlechtes Licht.“ Und ich dachte: „Bayless, scheinbar muss dein altes Herz pausenlos repariert werden!“ Immer wird daran gearbeitet! Ich schämte mich und sagte Gott, dass ich mich schäme, weil es um einen Mann ging, der unserer Gemeinde mehr Gutes erwies als manch anderer, von dem wir es erwartet hätten, den wir aber nie zu sehen bekamen, und dieser Mann, dem ich nie begegnete, machte sich für uns stark.

Und ich sprach Dinge an, wie gesagt, wahr, aber unnötig und lieblos. Ich denke, es ist wichtig… ob es unseren Vater im Himmel, einen Arbeitgeber oder wen auch immer betrifft… Jesus sagte: „Jeder, der etwas Machtvolles oder Gutes in meinem Namen vollbringt, wird mir nicht im nächsten Moment in den Rücken fallen.“

Wissen Sie, ein Arbeitgeber, von dem ich Einkommen beziehe, erweist mir Gutes. Und negatives Reden über denjenigen zeigt, dass etwas in meinem Herzen falsch ist. Das heißt nicht, dass alles, was sie tun, richtig ist oder dass das Verhalten anderer Menschen richtig ist, aber wenn wir unsere Eltern oder andere, die uns halfen, in ein negatives und schlechtes Licht stellen, brauchen wir eine Veränderung unseres Herzens, denke ich.

Ich denke, wir müssen unsere Wohltäter energisch verteidigen anstatt negativ über Menschen zu reden, die uns halfen, selbst wenn wir nicht mit all ihrem Tun übereinstimmen.

Gut, gehen wir weiter. ‚T‘ (treat).

Ich gehe mit anderen würde- und respektvoll um. Wenn ich vorsichtig wandeln möchte, gehe ich mit anderen würde- und respektvoll um. Zum vorsichtigen Wandel gehört, sich zu weigern, arrogant zu werden und auf andere herabzuschauen.

T. L. Osborn, vielleicht kennen Sie ihn, vielleicht nicht. Er ist jetzt schon fortgeschrittenen Alters, aber er war 60 Jahre lang ein missionarischer Staatsmann in aller Welt… gewann Millionen für Christus, ist in Präsidentenpalästen und bei den einflussreichsten Menschen der Welt zuhause gern gesehen. Er ist bekannt in aller Welt! Und er war in der Gemeinde, er sprach und danach waren wir oben im Büro. Er unterhielt sich mit Janet und mir, als plötzlich die Tür aufging und einer der Hausmeister hineinkam… er wusste nicht, dass wir dort sind und wollte etwas erledigen. Und er sagt: „Oh, Entschuldigung!“ T. L. springt sofort auf, geht zu ihm hinüber, schüttelt ihm die Hand, schaut in seine Augen, lässt sich den Namen sagen, packt ihn an den Schultern und sagt ihm etwas Positives, wiederholt nochmals den Namen, schüttelt ihm die Hand… behandelt ihn wie einen König. Ein oder zwei Minuten später platzte Spencer herein. Ich denke, er war damals etwa vier Jahre alt. T. L. nimmt ihn auf seinen Schoß und sagt: „Hallo, Spencer, möchtest du mein Freund sein?“ Er sagt: „Ich habe in meinem Herzen Raum für dich. Hast du auch in deinem Herzen Raum für mich, Spencer?“ Es schien, als würde der Rest der Welt verschwinden, während er ganz und gar für unseren Sohn da war. Wissen Sie, Janet und ich haben reichlich Erfahrung und wir haben Leiter in verschiedenen Umfeldern erlebt. Manche der Leiter, die wir kennen, hätten den Hausmeister überhaupt nicht zur Kenntnis genommen und erst recht nicht unseren Sohn so auf ihren Schoß genommen.

Wir müssen Menschen mit Würde und Respekt begegnen, denn alles Wohlergehen, jede Position und jedes Privileg, das wir haben, kam durch Gottes Gnade zustande. Die Bibel sagt in

1.Korinther 4:7 Folgendes:
„Denn wer gibt dir einen Vorrang? Was aber hast du, das du nicht empfangen hast? Wenn du es aber auch empfangen hast, was rühmst du dich, als hättest du es nicht empfangen?“

Schauen Sie sich bitte mit mir einen Vers aus Römer 12 an. An diesen Vers denke ich ziemlich oft.

In Römer 12:16 steht:
„Seid untereinander eines Sinnes; strebt nicht hoch hinaus, sondern bleibt demütig!“

Römer 12:16:
„…strebt nicht hoch hinaus, sondern bleibt demütig! Haltet euch nicht selbst für weise!“

Die Message Bible sagt: „Vertragt euch untereinander. Seid nicht hochnäsig. Freundet euch mit Unbedeutenden an. Nehmt euch selbst nicht so wichtig.“ Haltet euch zu den Demütigen.

Wir begegnen Menschen mit Demut und Respekt. So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass Er Seinen Sohn für die ganze Welt gab. Gott hat allen Menschen unendlichen Wert gegeben und wir müssen die Menschen auch wertschätzen.

Gut, das ‚L‘ (live) im Wort ‚softly‘.

Ich muss so leben, als sei heute mein letzter Tag, wenn ich vorsichtig wandeln will. Das bedeutet nicht, dass ich eine Party steigen lasse, das Konto plündere und nicht zur Arbeit gehe. Es bedeutet, dass ich in Reinheit lebe, ohne etwas bereuen zu müssen. Martin Luther bepflanzte eines Tages seinen Garten und jemand fragte: „Luther, wenn heute dein letzter Tag wäre, was würdest du tun?“
Er sagte: „Ich würde meinen Garten zu Ende bepflanzen und dann die restlichen Dinge tun, die ich für heute geplant habe.“ Leben Sie, ohne etwas bereuen zu müssen!

Der Apostel Paulus sagte am Ende seines Lebens: „Die Zeit meines Abscheidens ist nahe. Ich habe den guten Kampf gekämpft. Ich habe den Lauf vollendet. Ich habe den Glauben bewahrt.“ Nichts zu bereuen!

Bringen Sie Dinge in Ordnung, wo Sie nur können. Wenn es Verwandte oder Familienangehörige gibt, zu denen kein guter Kontakt besteht und wo Dinge quer liegen… tun Sie Ihr Bestes, um das zu ändern. Sagen Sie Ihren Kindern, dass Sie sie lieben. Sagen Sie Ihren Eltern, dass Sie sie lieben und dass Sie dankbar für alles sind, was sie durch die Erziehung in Sie hineinlegten.

Was würden Sie anders machen, wenn Sie wüssten, dass heute Ihr letzter Tag wäre? Während ich darüber nachdenke… ich dachte gestern nachmittag daran… seit drei Monaten wollte ich einem Mann einen Brief schreiben. Ich bin ihm nie begegnet, aber er tat etwas, was ich bewundere. Und ich habe mir schon unzählige Male gesagt: „Ich muss diesen Brief schreiben. Ich muss diesen Brief schreiben. Ich werde diesen Brief schreiben.“ Dann dachte ich daran, dass ich diesen Punkt bringen würde und sagte mir: „Bayless, schreib jetzt den Brief, bevor du die Predigt hältst!“ Gestern nachmittag setzte ich mich hin und schrieb diesem Mann den Brief.

Ich denke, wir schieben manchmal Dinge auf, die wir nicht aufschieben sollten… Dankbarkeit und Liebe weiterzugeben, möglichst Dinge zurechtzurücken oder Versöhnung zu bringen. Es ist nicht immer möglich. Das ist klar. Die Bibel sagt: „So weit es an euch ist, jagt dem Frieden nach mit jedermann.“ Zumindest werden Sie im Herzen wissen, dass Sie die zusätzliche Meile gegangen sind, werfen sich nichts vor und sagen nicht: „Ach, hätte ich doch bloß in meinem Leben…“

Der letzte Buchstabe ist ‚Y‘.

Er steht für: Lassen Sie sich etwas einfallen. Wissen Sie… diese Botschaft… wir haben jeden Mittwochmorgen ein Treffen der Mitarbeiter. Janet und ich waren verreist und am vorigen Mittwoch sahen wir die Mitarbeiter zum ersten Mal wieder. Ich blieb am Dienstag lange auf und bereitete etwas vor, was ich ihnen bringen wollte. Ich sitze unten, habe mir eine Tasse Tee gebrüht. Ich machte mir einen wunderbaren Toast mit Erdnussbutter und frischen Erdbeeren darauf, den ich gleich verschlang.

Das ist mein typisches Frühstück. Oh ja! Ich brühte also meine Tasse Tee – genau genommen zog er noch – und hatte den Eindruck, dass Gott mir Jesaja 38 auf‘s Herz legte. Ich öffnete also schnell meine Bibel, holte einen gelben Memokleber, schrieb das Wort ‚softly‘ darauf und schrieb dieses Akronym. Die Botschaft des heutigen Morgens entstand in den fünf Minuten, in denen mein Tee zog.

Ich kritzelte sie auf die Rückseite des gelben Memoblocks. Als ich zum ‚Y‘ kam, baten wir die Mitarbeiter, sich etwas einfallen zu lassen. Ich nenne jetzt nur ein paar meiner Favoriten davon:

– Gib dich Gott hin. Sag ja zu Gott, was Er dich auch bittet zu tun oder zu lassen.

Eins war: – „Feige sein kommt nicht in Frage!“ Sei mutig. Du musst kühn sein und nicht ängstlich.

Ein weiterer Beitrag war: – Verbunden mit Jesus. Jesus sagte: Ihr alle, die ihr mühselig und beladen seid, kommt zu mir und ich gebe euch Ruhe. Nehmt mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanft und von Herzen demütig.

Jemand sagte: – Jugendlich. Gewinne dein jugendliches Herz zurück. Manche haben kein kindliches Herz mehr und Jesus sagte: „Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie kleine Kinder, kommt ihr nicht in das Himmelreich.“

Noch einer: – Gestern, lass es los. Vergib, geh weiter. Sei nicht an die Vergangenheit gebunden.

Ich denke, bei manchen vergiftet die faulende Bitterkeit alter Verletzungen und Enttäuschungen die Gegenwart und bedroht ihre Zukunft. Vorsichtig wandeln bedeutet: „Okay, Gott, ich kann die Erfahrungen der Vergangenheit nicht ändern. Ich kann daraus lernen. Und mit Deiner Hilfe werde ich vergeben und auch weitergehen.“

Hallo, ich vertraue darauf, dass Sie durch die Botschaft gesegnet wurden. Ich möchte Sie ermutigen, ein paar Minuten nachzudenken und auch eine Bedeutung des vorsichtigen Wandels vor Gott zu entdecken. Ich möchte Ihnen einfach sagen… vielleicht hat Ihnen das schon lange keiner mehr gesagt…jemand liebt Sie, wirklich! Gott liebt Sie und wir lieben Sie. Wenn ich zu Ihnen in Ihr Haus oder in Ihre Wohnung kommen und mich zu Ihnen setzen und einen Tee mit Ihnen trinken könnte, würde ich das gerne tun, Sie bei der Hand nehmen und mit Ihnen beten, aber dies ist das Nächstbeste. Auf diese Weise kann ich zu Ihnen nach Hause kommen. Ich möchte Ihnen einfach sagen, dass Gott Sie liebt und dass Sie wertvoll sind. Zweifeln Sie niemals daran! Vielleicht haben Sie schreckliche Dinge erlebt und Ihr Selbstbewusstsein ist total zerstört. Hören Sie, in Gottes Augen sind Sie nach wie vor sehr kostbar! Zweifeln Sie nie daran, okay? Wenn Sie jetzt die Sendung sehen und Ihr Herz noch nicht für Jesus geöffnet haben, warum dann nicht jetzt? Er ist ein grandioser Retter.

Er starb am Kreuz, um Ihre Sünden wegzunehmen. Er wurde von den Toten auferweckt. Bekennen Sie Ihn als Herrn. Sie werden Resultate sehen! Bis zur nächsten Woche.

Jule 25. April 2010 Keine Kommentare Trackback URI Comments RSS

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