Wunder Nr. 13 – Wasser in Wein

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Wunder Nr. 13 – Wasser in Wein
Pastor Bayless Conley

Predigt
Johannes berichtet uns in seinem Evangelium nur von einer Handvoll Wunder. Und er sagt, dass er die Wunder auswählte, die auf die Göttlichkeit Christi hinweisen. Sie offenbaren nicht nur die Heilungskraft Jesu und Seine Macht über die Natur, sondern jedes der Wunder offenbart auch Geheimnisse über den Sohn Gottes und wir schauen uns in dieser Botschaft eines der Wunder an:

Als Jesus Wasser in Wein verwandelte. Es war das erste Wunder, das Er tat. Er tat es auf der Hochzeit zu Kana in Galiläa und es birgt erstaunliche Wahrheiten. Wenn Sie Wahrheit mögen, wenn Sie sich gerne inspirieren und herausfordern lassen, dann hören Sie, was ich sagen werde. Aber wenn Sie gerne ein langweiliges, graues, farbloses Leben führen, dann sollten Sie lieber das Programm wechseln. Wir gehen jetzt ins Wort Gottes. Ich hoffe, Sie begleiten mich.

Johannes 20:30-31
„Viele andere Zeichen hat Jesus vor den Jüngern getan, die nicht in diesem Buch geschrieben sind. Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben Leben habt in seinem Namen.“

Johannes nennt hier den Grund, warum er in seinem Evangelium von diesen Wundern oder Zeichen berichtet. Es ist interessant, dass über einen Zeitraum von 450 Jahren in der Geschichte von Gottes Volk von keinen Wundern berichtet wurde. Von der Zeit des Maleachi bis zu Johannes gab es keinen Propheten. Das war ein Zeitraum von 400 Jahren. Und der erste Prophet seit der Zeit Maleachi war Johannes der Täufer, aber die Bibel sagt von Johannes, dass er kein Wunder tat. Das letzte in der Bibel verzeichnete Wunder vor der Ankunft von Jesus ist in Daniel, Kapitel 6… seine Befreiung aus der Löwengrube. Und das geschah circa 450 Jahre vor dem ersten Wunder Christi. Johannes berichtet in seinem Evangelium nur von acht Wundern, die Jesus tat. Und er nennt sie „Zeichen“.

Zeichen sind Wunder, die eine Lektion lehren. Es sind Wunder, die die Person Christi und Seine Herrlichkeit zeigen. Sie wurden nicht zum Erstaunen geschrieben, sondern um etwas zu lehren. Das war Seine Absicht. Und die acht Wunder, über die Johannes berichtet, sind:

Das Erste, die Verwandlung von Wasser zu Wein in Johannes 2, schauen wir uns heute an.

Das Zweite, die Heilung des Sohnes des königlichen Beamten in Johannes 4.

Das Dritte, die Heilung des Mannes, der 38 Jahre krank war, in Johannes 5.

Das Vierte, die Speisung der 5000 mit 5 Laib Brot und 2 kleinen Fischen in Johannes 6.

Das Fünfte, als Jesus über das Wasser wandelte, auch in Johannes 6.

Das Sechste ist die Heilung des Blindgeborenen in Johannes 9.

Das Siebte war die Auferweckung des Lazarus von den Toten.

Und das letzte Wunder, über das Johannes in Johannes 21 berichtet, ist der übernatürliche Fang von 153 großen Fischen.

Gehen wir zu Johannes, Kapitel 2, um uns das erste Zeichen anzuschauen, von dem Johannes berichtete.

Hier ist das erste Wunder, das die Bibel seit Daniels Befreiung aus der Löwengrube 450 Jahre zuvor berichtet, wonach von keinem Wunder mehr berichtet wurde. Das ist aus mehreren Gründen bedeutungsvoll für uns. Johannes 2:1.

Johannes 2:1-11
„Am dritten Tag war eine Hochzeit zu Kana in Galiläa; und die Mutter Jesu war dort. Es war aber auch Jesus mit seinen Jüngern zu der Hochzeit eingeladen. Und als es an Wein mangelte, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein. Jesus spricht zu ihr: Was habe ich mit dir zu schaffen, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut! Es waren aber sechs steinerne Wasserkrüge dort aufgestellt nach der Reinigungssitte der Juden, wovon jeder zwei oder drei Maß fasste. Jesus spricht zu ihnen: Füllt die Wasserkrüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis oben. Und er spricht zu ihnen: „Schöpft nun und bringt es dem Speisemeister!“ Und sie brachten es. Als aber der Speisemeister das Wasser gekostet hatte, das Wein geworden war – und er wusste nicht, woher er war, die Diener aber, die das Wasser geschöpft hatten, wussten es – ruft der Speisemeister den Bräutigam und spricht zu ihm: Jeder Mensch setzt zuerst den guten Wein vor, und wenn sie getrunken haben, den geringeren; du hast den guten Wein bis jetzt aufbewahrt. Dieses erste Zeichen wirkte Jesus in Kana zu Galiläa und offenbarte seine Herrlichkeit und seine Jünger glaubten an ihn.“

Das erste Wunder, das erste Zeichen geschah in einem kleinen Dorf namens Kana. Warum war es das erste Zeichen? Warum berichtet Johannes davon? Warum war ausgerechnet dies das erste Zeichen, von dem die Bibel nach einer Pause von 450 Jahren berichtet?

Johannes nennt den Grund, warum er dieses Zeichen festhielt, und er sagt, es ist das erste Wunder, das Christus vollbrachte. Ich glaube, dass dies erste Zeichen Bekehrung symbolisiert. Das erste Zeichen symbolisiert Transformation. Es symbolisiert Veränderung. Und moralische und geistliche Veränderung ist das Erste auf Gottes Plan für die Menschheit. Interessanterweise, nachdem das geschah, kostet der Speisemeister den Wein und weiß nichts von der Veränderung. Er wusste es nicht. Nur die Diener. Und nur diejenigen, die Bekehrung erleben, verstehen es.

Bedenken Sie das einmal mit mir: Der Inhalt der Krüge wurde verändert, nicht die Krüge.

2.Korinther 4:7 sagt:
„Wir haben diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit das Übermaß der Kraft von Gott sei und nicht aus uns.“

Es ist Ihr Geist, der neu geboren und verändert wird, nicht Ihr Körper. Jesus sagte in Johannes, Kapitel 3: „Was vom Fleisch geboren ist, ist Fleisch, aber was vom Geist geboren ist, ist Geist.“

Wir erhalten unseren Körper von unseren Eltern; wenn aber der Heilige Geist über jemand brütet, dann verändert er ihr Leben und den Geist, so dass es zur Neugeburt durch den Heiligen Geist kommt. Das ist so radikal, dass Paulus es eine neue Schöpfung in Jesus Christus nennt. Nun, ich habe bereits sein Auferstehungsleben in meinem Geist erfahren. Ich wurde innerlich verändert, genau wie jeder von Ihnen auch, der Christus als Herrn und Retter annahm. Aber wissen Sie was? Der Tag kommt, wo wir uns auch äußerlich verändern. Der Tag kommt, wo die Gefäße auch verändert werden.
Dieser Tempel, dieses Haus, in dem wir leben, wird verändert. In Römer, Kapitel 8 wird es als Auferstehung und Erlösung des Leibes bezeichnet. Paulus sagte in 1. Korinther, Kapitel 15, Vers 51:

1. Korinther 15:51-52
„Ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden, in einem Augenblick, bei der letzten Posaune, denn posaunen wird es, und die Toten werden auferweckt, unvergänglich, und wir werden verwandelt. Denn dieses Vergängliche muss Unvergänglichkeit anziehen und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen.“

Was für ein Tag wird das sein! Bis dahin stecken Sie und ich fest und wir müssen unseren Leib unterordnen, wie die Bibel uns lehrt. Ich weiß nicht, wie das bei Ihnen ist, aber mein Leib hat über Jahrzehnte gelernt, verrückte Dinge zu tun und hat eine Neigung dazu, verrückte, böse Dinge zu tun. Und wenn Ihr Körper auf bestimmte Weise trainiert wurde und Sie dann innerlich einen neuen Fahrer kriegen, dann will er immer noch auf alten Wegen gehen. Darum müssen Sie Ihr Inneres nähren.

Jemand sagt vielleicht: „Pastor, ich habe mein Leben Christus gegeben, aber da tobt ein Kampf.“ Und er beschreibt es so: „Es ist, als ob ich einen inneren guten Hund habe, der das Richtige tun will, aber einen bösen äußeren Hund. Und sie kämpfen ständig. Da ist allezeit dieser Kampf in mir.“ Jemand fragt ihn: „Welcher Hund gewinnt?“ Er sagt: „Der Hund, den ich nähre.“ Sie nähren Ihr Fleisch oder Ihren Geist. Wir müssen lernen, unser Fleisch unterzuordnen, sagt die Bibel. Wir müssen den Mann oder die Frau im Inneren herrschen lassen.

Schauen wir uns einige dieser Verse an. In Vers 6 wird über das Wunder berichtet: „Es waren dort sechs steinerne Wasserkrüge nach der Reinigungssitte der Juden aufgestellt.“

Sie waren für rituelle Waschung. Sie wuschen ihre Hände bis zu den Ellenbogen vor dem Essen. Und es wurden Dinge darin gewaschen. Und diese Krüge symbolisieren rituelle und religiöse Tradition. Aber Rituale vermögen es nicht zu tun. Religiöse Tradition vermag es nicht. Auch wenn einige meinen, ihr Ritual oder ihre Tradition wird sie retten, es vermag es nicht. Sie müssen verändert werden. Jesus sagte, Sie müssen neu geboren werden. Jesus ist derjenige, der von Neugeburt sprach. Einige Übersetzungen sagen „von oben geboren“. Und bedenken Sie, was Er sagte: Niemand kommt in das Reich Gottes, niemand gelangt in das Himmelreich, außer er wird neu geboren. Es muss recht wichtig sein.

Ich werde Ihnen gleich eine Geschichte von einem Mann erzählen, der 16 Jahre Priester war, aber keine persönliche Beziehung zu Gott hatte. Er erlebte eine erstaunliche Transformation in seinem Leben und ist heute Mitarbeiter unserer Gemeinde und seine Geschichte ist hörenswert. Vielleicht haben Sie Gott aus der Ferne geliebt, haben Gott respektiert, hatten aber nie eine persönliche Beziehung zu Ihm. Nun, Gott will eine persönliche Beziehung mit Ihnen haben. Er will nicht distanziert und fern sein. Er will nahe und persönlich in Ihrem Leben sein. Gehen wir zurück.

Pastor Tom verbrachte 16 Jahre mit Studien und priesterlichem Dienst, um katholischer Priester zu werden. Gewiss trifft das nicht auf jedem in diesem Stand zu, aber so war es aus Tom’s Sicht. In seinem Herzen liebte er Gott und wollte Gott kennen und so suchte er bereits seit seiner Jugend nach Gott, studierte fürs Priesteramt, war Jesus Christus aber nie persönlich begegnet. Dann teilte ihm jemand zum ersten Mal das Evangelium mit, er nahm Christus an, wurde neu geboren, mit dem Heiligen Geist erfüllt und sein ganzes Leben änderte sich. Er war sehr religiös. Er folgte vielen Ritualen. Und in seinem Herzen liebte er Gott und versuchte Ihn zu kennen, aber Jesus sagte: „Du musst von Neuem geboren werden.“

Rituale bewirken das nicht. Das Anzünden von Kerzen, Sprechen von Gebeten oder das Folgen von Zeremonien wird Sie nicht in den Himmel bringen. Wir müssen verwandelt werden.

Da ist ein Pastor einer Kirche in Südkalifornien, die seit einem Jahrhundert existiert. Ein Freund von mir besuchte ihn und sprach mit ihm und im Gespräch fand der Pastor heraus, dass sie aus unserer Gemeinde sind. Er sagte: „Oh, Sie sind einer von diesen Leuten. Sie reden dort von der Neugeburt, nicht wahr.“ Das ist der Pastor. Sie sagte: „Das stimmt.“ Er sagte: „Ich glaube nicht an dieses „neu geboren werden“. Hier ist ein Mann, der sogar Theologe ist und einen Doktortitel hat, der in religiöser Lehre und Theologie gebildet ist, aber nicht errettet ist.

In Vers 7 sagte Jesus: „Füllt die Wasserkrüge mit Wasser!“ Sie füllten sie bis zum Rand.

Hier ist ein Gedanke, den ich Ihnen mitteilen will. Sie füllten sie nicht dreiviertel und sie füllten die Krüge nicht beinahe voll. Sie füllten sie bis zum Rand. Nicht halb, sondern bis oben. Sie gehorchten eifrig und so sollte es sein.

Es gibt zu viele halbherzige Aktivität im Leib Christi. Was wir tun, sollten wir voll und ganz tun. Wenn Sie glauben, dann glauben Sie mit Ihrem ganzen Herzen. Wenn Sie predigen, reden Sie nicht wie im Halbschlaf, als ob Sie nicht glauben, was Sie sagen. Wenn Sie predigen, dann predigen Sie von Herzen! Was immer wir tun, sollten wir mit ganzem Herzen tun. Füllen Sie das Gefäß ganz. Wenn Sie beten, beten Sie kraftvoll. Wenn Sie studieren, dann untersuchen Sie die ganze Schrift, als ob Ihr Leben davon abhängt. Füllen Sie das Gefäß des Studierens ganz. Wenn Sie geben, tun Sie es großzügig. Seien Sie keine halbherzige, lauwarme Person.

Jesus sagte: „Ich wünschte, ihr wärt lieber kalt statt lauwarm. Wenn ihr lau seid, werde ich euch aus meinem Mund ausspeien.“ Das Beste ist, heiß zu sein, das Schlimmste lauwarm. Wenn Sie kalt sind, wissen Sie es wenigstens und tragen keine Maske.

Sagen Sie mal: „Fülle es randvoll.“ Ich weiß nicht, was das für Sie bedeutet, aber es bedeutet etwas.
Füllen Sie es randvoll. In Vers 10 sagt der Speisemeister: „Jeder Mensch setzt zuerst den guten Wein vor, und wenn sie getrunken haben, dann den geringeren; aber du hast den guten Wein bis jetzt aufbewahrt.“

Das christliche Leben ist besser als unsere unerretteten Tage. Das Beste meiner Vergangenheit als Nichtchrist ist nicht vergleichbar mit meinem jetzigen Leben. Mein altes Leben war in jeder Hinsicht schlechter. Und ich würde für nichts in der Welt dahin zurückkehren.

Hier ist ein weiterer Gedanke: Jesus machte all diesen Wein. Er verlangte nichts dafür. Es war kostenlos. Er hätte sicher eine nette Summe Geld für den guten Wein kriegen können! Aber Freund, Sie können nichts für Errettung bezahlen. Es ist kostenlos, ein Geschenk der Gnade Gottes.

Hier ist noch ein Gedanke: Das Wunder der Veränderung geschah durch Sein Wort und durch diese Diener. Es geschah durch Sein Wort, aber nicht durch Sein Wort allein. Durch Sein Wort und die Diener. Männer und Frauen erlangen neues Leben in Christus und werden gerettet durch die Torheit der Predigt.

Und jemand muss predigen. Darum sagt die Bibel in

Römer 10:14
„Wie sollen sie nun den anrufen, an den sie nicht geglaubt haben? Wie sollen sie an den glauben, von dem sie nicht gehört haben? Wie sollen sie aber hören ohne einen Prediger?“

Ja, wir werden durch den unvergänglichen Samen von Gottes Wort neu geboren, aber jemand muss den Samen pflanzen. Und dieses Wunder der Bekehrung, worauf sich dieses Zeichen bezieht, enthält eine Lektion für uns. Wir müssen hingehen und die Geschichte erzählen. Sicher greift Gott auch souverän im Leben von Menschen ein. Manchmal gibt er ihnen einen Traum oder Ähnliches. Aber in der Regel kommt es zu dieser Erfahrung der Veränderung, wenn Seine Diener Sein Wort nehmen und etwas damit tun.

Hier ist ein weiterer Gedanke: Die Diener waren Männer mit Fehlern und Schwächen. Aber niemand lehnte den Wein aufgrund der Schwächen oder Fehler der Diener ab. Lehnen Sie nicht das Evangelium aufgrund von Schwächen des Gefäßes ab, das es bringt. Darum sagte Paulus in

2. Korinther 4:5
„Denn wir predigen nicht uns selbst, sondern Jesus Christus als Herrn, uns aber als eure Diener um Jesu willen.“

Warum das Essen ablehnen, weil die Bedienung uns enttäuscht?

Hören Sie: Es gibt keine perfekten Gefäße im Leib Christi. Wenn Sie die Wahrheit wissen wollen: Ich habe Schwachstellen von Kopf bis Fuß. Jesus ist der einzig Vollkommene. Auch wenn da Mängel und Schwächen und Ungereimtheiten sind, tun wir das Beste, was wir können. Wir lernen aufgrund der inneren Verwandlung, äußerlich verändert zu werden. Aber seien Sie nicht so dumm, die Botschaft abzulehnen, weil der Botschafter nicht Ihrer Erwartung entspricht oder Sie enttäuscht. Diese Entschuldigung wird nie reichen, wenn Sie vor Gott stehen: „Ich habe es nicht angenommen, weil da Heuchler in der Kirche waren.“ Das ist der beste Ort für Heuchler. Dort werden sie verändert.

Dann ist da der Glaube der Diener in der Geschichte. Die Mutter von Jesus sagte: „Was immer Er euch sagt, das tut.“
Das ist guter Rat. Und dann lesen wir in Vers 7 und 8, was geschah. Jesus sagte: „Füllt die Wasserkrüge mit Wasser.“

Sie müssen wissen, wann immer Gott Sie segnen will, gibt Er Ihnen einen Befehl. Und wenn dem Befehl gehorcht wird, folgt ein Wunder.

Bedenken Sie, was Er ihnen sagte. Er sagte: „Füllt die Krüge mit Wasser!“ Die Diener sagten: „Jesus, vielleicht hast du nicht gehört. Uns fehlt kein Wasser. Uns fehlt Wein. Sie brauchen Wein, kein Wasser. Das macht doch keinen Sinn. Es ist idiotisch! Warum sollen wir die Krüge mit Wasser füllen? Das ist lächerlich! Und außerdem sind das fast 600 Liter, Jesus. Wir haben nur einen 8 Liter-Eimer. Wir müssen ihn im Brunnen füllen. Weißt du, wie lange wir dafür brauchen? Wir müssen ihn 75-mal in den Brunnen runterlassen, um das zu tun. Wir brauchen sicher 45 Minuten oder eine Stunde, um die Krüge zu füllen! Du machst Witze! Das ist unsinnig. Sie brauchen Wein.“ Aber sie tun es und sagen: „Wir sind fertig.“ Jesus sagt: „Sehr gut. Schöpft nun und bringt es dem Speisemeister.“

Sicherlich dachten sie: „Du bist verrückt. Mein Job steht auf dem Spiel. Ich werde ihm kein Wasser geben und behaupten, es sei Wein.“ Und da war kein Anzeichen, das es Wein geworden war, bis sie es dem Speisemeister brachten. Es brauchte Glauben.

Manchmal müssen wir das Lächerliche tun, bevor Gott Wunder tut. Wir müssen gehorchen, selbst wenn es unsinnig erscheint. Manchmal scheint es Ihnen vielleicht sogar, Gott spiele mit Ihnen und lache, aber das tut Er nicht. Ihr Teil und mein Teil ist es, eifrig zu gehorchen, selbst wenn wir es nicht verstehen. Wenn wir gehorcht haben, ist das Wunder Seine Sache. Wir liefern das Wasser, Er verwandelt es in Wein. Wir werfen die Netze aus, Er bringt die Fische. Wir laufen um die Stadt und beten; Er stürzt die Mauern ein.

In dieser Geschichte produzierte Jesus annähernd 600 Liter Wein. Wer meint, dass das viel Wein ist? Ja! Sie fragen sich: „Was? Wurden alle betrunken?“ Nein, denn ein Hochzeitfest dauerte zu der Zeit nicht einen Sonntagnachmittag, sondern eine ganze Woche. In der Bibel lesen wir von Simsons Hochzeitsfest, das sieben Tage dauerte. Das entsprach der Kultur jener Zeit und das ganze Dorf war eingeladen. Es war keine kleine Familienfeier. Es dauerte eine Woche und das ganze Dorf nahm teil.
Jesus begegnete der Not eines ganzen Dorfes. Er ist Jahwe Jireh, der Herr, unser Versorger. Und ganz gleich, welche Not Sie haben und wie groß sie ist, Jesus kann ihr begegnen.

Sie fühlen sich vielleicht sehr übersehen im Großen und Ganzen. Es ist viel Aktivität um Sie herum… Sie können sogar heute in der Kirche sitzen und sich isoliert fühlen: Kennt Gott überhaupt Ihren Namen? Weiß Er, wo Sie leben? Weiß Er, womit Sie zu kämpfen haben? Kümmert es Ihn? Freund, das tut es! Ganz gleich, welche Gedanken in Ihrem Herzen sind, Er kennt sie. Er weiß, wie viele Haare auf Ihrem Haupt sind. Seine Gedanken über Sie sind zahlreicher als der Sand am Meeresstrand. Ihre Kämpfe sind Gott nicht unbekannt. Gott weiß, wer Sie sind. Und hören Sie: Delikatessen für Könige können zu Ihnen kommen! Das Erste, was Sie tun müssen, ist, was dieses Paar tat. Sind Sie bereit? Schauen Sie in

Johannes 2:2
„Jesus und seine Jünger waren zu der Hochzeit eingeladen.“

Jesus ist nicht aufdringlich. Er kommt in unser Leben und in unsere Umstände nur durch Einladung.
Haben Sie Ihn in Ihr Leben eingeladen? Haben Sie Ihn in Ihre Umstände eingeladen? In einem Moment möchte ich Ihnen die Gelegenheit geben, das zu tun, aber schauen wir uns kurz an, was das für uns im Natürlichen bedeutet. Obwohl das Zeichen auf das größere Wunder der Bekehrung hinweist, dürfen wir nicht vergessen, dass auch ein natürliches Wunder stattfand. Jesus tat etwas, weil Er Anteil an einem armen Paar nahm, das beschämt über einen Mangel auf ihrer Hochzeit war. Es erstaunt mich, wie freundlich Jesus ist und welche Dinge Er in unserem Leben tut!

Ein paar Gedanken dazu: Es heißt, ihnen ging der Wein aus. Was ist in Ihrem Leben ausgegangen? Ist Ihnen Gesundheit ausgegangen? Ist Ihnen das Geld ausgegangen? Sind Ihnen die Freunde ausgegangen? Sind Ihnen gute Ideen ausgegangen? Jesus kann ein Wunder für Sie wirken. Und es heißt: „Es waren sechs steinerne Wasserkrüge dort.“ Die Wasserkrüge waren da. Es ist möglich, dass das, was Sie für Ihr Wunder brauchen, bereits vor Ihnen ist. Es ist bereits in Ihrer Reichweite und Sie müssen nur etwas mit dem tun, was Sie haben. Der Schlüssel ist, was Maria sagte: „Was Er euch sagt, das tut!“

Er sagt vielleicht: „Sitze still.“ Oder Er sagt: „Du musst etwas geben. Du musst singen. Du musst diese Person anrufen. Du musst vergeben. Du musst segnen. Du musst nachgeben. Du musst beginnen. Du musst gehen…“

Und das ist wirklich der Schlüssel. Was immer Er Ihnen, sagt, tun Sie es! Jesus sagte: „Meine Schafe hören meine Stimme und sie folgen mir.“

Ich bin überzeugt, dass ist unsere ganze Verantwortung als Christen: Zu hören und zu gehorchen, zu hören und zu folgen.

In meinem Leben habe ich unzählige Male in Situationen und Umständen diese leise Stimme gehört oder hatte den Eindruck von Gott, etwas zu tun. Es ist nicht so, dass ich ein Auserwählter inmitten der Menschheit bin: „Nun, Gott will Bayless leiten, aber andere nicht.“ Nein, Er leitet alle Seine Kinder.

Ich bete gerade jetzt, dass Sie die Wegweisung erhalten, die Sie brauchen. Gott kann Dinge verändern. Er kann Fluch in Segen verwandeln. Er kann einen Feind zu einem Freund machen. Er kann Krankheit zu Gesundheit wandeln. Er kann Niederlage für Sie in Sieg verwandeln, wenn Sie zuhören und gehorchen. Verbringen Sie heute Stille Zeit mit Gott. Bis nächste Woche.

Jule 2. September 2007 Keine Kommentare Trackback URI Comments RSS

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