Zehn Glaubensfakten

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Zehn Glaubensfakten – Teil 1 – 28./29.04.2007
Pastor Bayless Conley

Predigt:
Hallo und willkommen zur heutigen Sendung. Mein heutiges Thema halte ich für sehr wichtig. Wir werden über Glauben sprechen. Was ich Menschen über Glauben habe sagen hören, ist oft sehr vage. Es ist irgendwie mystisch, man versteht es nicht wirklich, kann es nicht fassen und so steht es absolut nicht in der Bibel. Wenn ich in der Bibel von großen Männern und Frauen des Glaubens lese, deren Glauben beschrieben wird, sehe ich, dass sie ziemlich normale Menschen waren. Sie hatten Schwächen und alles mögliche war los, genau wie bei Ihnenund bei mir. So werden wir heute damit beginnen und nächste Woche fortfahren, uns verschiedene Glaubensfakten in der Schrift anzusehen. Wenn wir die Glaubensfakten betrachten, wird Glaube in unser Blickfeld kommen, wir werden verstehen, wie er wirkt und somit in der Lage sein, Gott wohlzugefallen. Denn ohne Glauben können Sie Ihm nicht wohlgefallen, aber mit Glauben schon.

Wenn Sie eine Bibel haben, schlagen Sie Römer, Kapitel 12 auf. Wir werden uns das gleich ansehen. Wir werden zu Ihnen über das Thema Glauben sprechen. Wir werden über Feinde des Glaubens sprechen, über Scheinglauben und über verschiedene Arten von Glauben. Interessant sind manche Beschreibungen von verschiedenen Stadien und Ausdrucksformen des Glaubens im Neuen Testament. Heute morgen möchte ich aber ein Fundament legen, denn wenn es um Glauben geht, haben viele Menschen nur eine Art Schnipsel des ganzen Bildes. Ich werde über zehn Glaubensfakten sprechen. Wir werden das Thema grob umreißen und so aus einer gewissen Distanz eine umfassende Schau des Glaubens erhalten. Ich denke, das wird uns helfen. Und ich kann die Wichtigkeit von Glauben nur betonen. Ich denke, man kann es nicht überbetonen, denn ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen. Er ist sozusagen die Währung des Himmels. Durch ihn erhalten wir göttliche Dinge. Durch ihn erhalten wir Dinge, die Gott durch Gnade für uns vorbereitet hat. Alles, was Gott uns gegeben hat, kam durch Gnade. Nicht durch Verdienst oder Leistung. Nur durch Gnade. Wir dienen einem sehr gnädigen Gott. Und obwohl es gegeben wurde, wird es nicht automatisch empfangen. Man kann es nicht automatisch genießen. Glaube ist die Hand, die sich ausstreckt und empfängt, was Gott durch Gnade bereit gestellt hat. Nur aus Gnade bereit gestellte Dinge sind zu haben. Glaube empfängt eigentlich nur, was Gott schon angeboten hat, was Er bereitgestellt hat, wofür sozusagen schon bezahlt wurde. Glaube ist quasi der Schlüssel.

Einmal wurde meiner Frau und mir ein Aufenthalt in der Hütte von Bekannten in den Bergen angeboten. Es war mitten im Winter, wir hatten frei, also fuhren wir dorthin. Wir waren sehr begeistert von der Fahrt dorthin. Es war eiskalt und es schneite, als wir hinkamen und all diese kleinen Hütten standen verstreut in der Landschaft. Der warme Schein der Feuer dringt durch die Fenster und man sieht förmlich die Menschen drinnen behaglich am Feuer sitzen. Auch in unserer Hütte war es sehr schön. Es gab fließendes Wasser, heiße Duschen, warme Betten. Es gab einen Holzofen. Das Holz war aufgestapelt. An der Tür bemerkten wir, dass der Schlüssel zuhause lag! Da standen wir also in der Kälte.

Das ist ein Bild für viele, viele Christen; sie sahen, wie andere die Segnungen in ihrer kleinen Hütte genießen und wünschen sich sehnsüchtig, sie hätten sie. Entweder haben sie den Schlüssel nicht oder wissen nicht, wie man ihn gebraucht. Glaube ist der Schlüssel, der die Tür zu allen Segnungen Gottes öffnet. Er öffnet die Tür zum Segen der Errettung und allem, was mit Errettung einhergeht. „Wenn Gott uns seinen Sohn gab, wie wird er uns mit ihm nicht auch alles andere schenken?“, sagt die Schrift. (nach Röm. 8,32) Und doch heißt es, dass wir durch Gnade gerettet sind, durch Glauben, nicht durch Werke. Nicht aus uns selbst heraus. Es ist Gottes Gabe. Aber aus Gnade durch Glaube.

Ich möchte also über zehn Glaubensfakten sprechen. Sind Sie bereit? Manche sind schnell abzuhandeln, andere nicht. Hier der erste Glaubensfakt: Gott hat jedem Gläubigen ein Maß des Glaubens gegeben. Gott hat jedem Gläubigen ein Maß des Glaubens gegeben.

Römer 12:3
„Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben wurde, jedem, der unter euch… (er schreibt an Gläubige, denen in der Gemeinde)… der unter euch ist, nicht höher von sich zu denken, als zu denken sich gebührt, sondern darauf bedacht zu sein, dass er besonnen sei, wie Gott einem jeden das Maß des Glaubens zugeteilt hat.“

Jedem, der an Jesus Christus glaubt, hat Gott ein Maß des Glaubens gegeben. Im vorangehenden Kontext spricht er eigentlich über verschiedene Gaben und Berufungen und sagt im Grunde, dass Sie genug Glauben haben, um zu tun, wozu Gott Sie berufen hat und um für alles zu glauben, was Sie brauchen.

Zur Geburt jedes seiner Enkelkinder legte mein Vater ein Konto an und zahlte monatlich etwas ein, das sie zur Volljährigkeit bekommen sollten… toll, wenn ein Großvater so etwas tut! Wissen Sie was? Es summiert sich, wenn Sie 18 oder 19 Jahre lang jeden Monat etwas tun – und es wurde eine ordentliche Summe – ein kleiner Betrag jeden Monat… genau das hat unser himmlischer Vater getan. Er hat etwas in Ihr Herz gelegt. Denken Sie nicht, dass Sie keinen Glauben haben. Sie haben welchen. Wozu Gott sie auch beauftragte – der nötige Glaube, es auszuführen, ist da… und alles, was Sie brauchen, um Gottes Plan umzusetzen. Wir brauchen unterschiedliche Hilfsmittel, um Gottes Pläne für uns auszuführen. Die Einlage wurde getätigt. Hier drinnen ist etwas, genannt Glaube, von Gott. Sie haben, was Sie brauchen.

Das bringt mich zum Zweiten: Sie haben, was Sie brauchen, wenn Sie es entwickeln und mehren. Glaube ist da, aber Sie müssen ihn einsetzen.

Das ist Glaubensfakt 2: Glaube kann und sollte wachsen. Ich zitiere 2.Thessalonicher 1:3. Paulus schreibt:

2.Thessalonicher 1:3
„Wir müssen Gott allezeit für euch danken, Brüder, wie es angemessen ist, weil euer Glaube reichlich wächst…“ – Euer Glaube wächst.

Gut, wie wächst er? Zuerst lesen Sie mit mir bitte Römer, Kapitel 10. Erstens durch die Ernährung mit Gottes Wort. Gott hat uns die Mittel zur Förderung und Stärkung unseres Glaubens gegeben.

Römer 10:17
„Also kommt Glaube aus dem Hören, das Hören aber aus dem Wort Gottes.“ (nach engl. Original bzw. Fußnoten Elberfelder)

Eine Übersetzung lautet: „Glaube wird durch das Hören lebendig.“ Wenn Glaube durch das Hören kommt, dann geht er durch Nicht-hören… oder sagen wir, er schläft ein. Er wird durch Hören lebendig, er schläft durch Nicht-Hören ein. Glaube kommt vom Hören, das Hören aber aus dem Wort Gottes. Sie entwickeln Ihren Glauben in erster Linie durch die Ernährung mit Gottes Wort und indem Sie ihn einsetzen. So wie unsere Muskeln. Sie brauchen Proteine und Training zum Wachstum.

Ich musste heute an einen Freund denken. 1978 wogen er und ich ungefähr das gleiche. Ich denke, dass ich damals 70 kg wog. Jetzt wiege ich 72,5 kg. Seit 1978 habe ich 2,5 kg zugenommen. So lustig ist das auch wieder nicht! Mein Freund, der damals 70 kg wog, wiegt heute etwa 113 oder 116 kg, und da ist kein Gramm Fett dabei. Er wurde Bodybuilder. Ich war erstaunt, wie viel er aß. Er wählte bestimmte proteinreiche Nahrung und aß diese. Er trainierte zweimal pro Tag, sechs Mal die Woche, und machte Bodybuilding zum Lebensstil. Er hat auch nicht mehr Muskeln als ich. Ich habe die gleichen Muskelgruppen wie er. Er hat keine zusätzlichen Muskeln entwickelt. Aber die, die er hatte, hat er entwickelt.

Es gibt viele, viele Christen, die darüber gehört haben, ihren Glauben mit dem Wort zu ernähren, es aber nie taten. Und sie sind nicht stärker im Glauben als sie es zu Beginn waren. Es geht darum, den Glauben aus dem Wort zu nähren und ihn dann praktisch umzusetzen. Sie müssen das Richtige essen. Aber wissen Sie, was passiert, wenn Sie essen und essen und Ihre Muskeln nicht betätigen? Manche haben wabbeligen Glauben. Es ist Zeit, aufzustehen und etwas zu tun. Ich fordere Sie heraus, gebrauchen Sie Ihren Glauben! Beginnen Sie jetzt, fördern Sie Ihren Glauben und er wird wachsen.

Hier eine kleine Randnotiz. Weisheit ist die Hauptsache. Glaube ist nicht die Hauptsache. Weisheit ist die Hauptsache, heißt es in den Sprüchen. Sägen Sie nicht an dem Ast, auf dem Sie sitzen und nennen das Glauben. Das ist Anmaßung. Genau das tun viele. Sie sollten nur dann auf einem Ast sitzen, wenn Gott Sie dahin ruft oder die Schrift Sie dazu auffordert. Dann sind sie sicher. Aber wir alle haben Bereiche, wo wir beginnen sollten, unseren Glauben einzusetzen: Beziehungen, Gesundheit, Finanzen, einfache Gehorsamsschritte. Gott zeigt Ihnen vielleicht nicht den nächsten Schritt, aber Er verlangt Gehorsam. Ihr Glaube wächst. Er wächst, wenn Sie ihn einsetzen. Es gibt ein Guthaben. Es ist alles o.k. mit dem, was Gott in Sie gelegt hat. Es ist alles in Ordnung mit Ihrem Glauben. Gott gibt keinen fehlerhaften Glauben. Es ist kein Gebrauchtwagenkauf per Internet, wo man hofft, keinen Schrott zu kriegen. Gott gab Ihnen keinen Schrott. Glaube wird funktionieren. Aber Sie müssen ihn nähren, mit dem Wort stärken und Sie müssen ihn einsetzen. Für einige ist es höchste Zeit, ihren Glauben auf Touren zubringen. Sie stehen gerade vor Problemen, für die Sie beginnen müssen, Gott zu glauben.

Ich hoffe, dass die Sendung bis hier ein Segen für Sie war und Sie etwas über Glauben gelernt haben. Jetzt werden wir uns einen Bestandteil von Glauben ansehen, der unglaublich wichtig ist und den viele dennoch übersehen. Das ist: Glaube drückt sich immer in Taten aus. Manche Leute tragen dick auf über ihren Glauben an Gott und Glaube hier und Glaube da, aber sie tun nie etwas. Für mich ist Glaube so unbewusst wie Atmen. Wenn man etwas glaubt, tut man es. Meine Kinder stehen nicht da und sagen: „Papi, ich habe Glauben. Ich glaube, dass das, was Du mir gesagt hast, wahr ist. Ich glaube. Ich glaube. Ich glaube.“ Ich würde fragen: „Was ist mit dir los?“ Wenn ich Ihnen sage: „Hey, wir treffen uns um 3.30 Uhr im Park. Wir werfen Körbe,“ dann handeln sie danach und sind da. Und nicht: „Okay. Papa hat’s gesagt und ich glaube, ich glaube.“ Nein, sie handeln einfach. Jetzt werden wir „glauben heißt handeln“ betrachten.

Gut, der dritte Glaubensfakt heißt: Glaube ohne Taten ist tot. Bitte lesen Sie mit mir Jakobus, Kapitel 2.

Jakobus 2:26
„Denn wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot.“

Viele Übersetzungen sagen: „Glaube ohne entsprechende Taten…“ oder einfach „Glaube ohne Taten ist tot.“

Wenn Sie wirklich glauben, werden Sie entsprechend handeln. Wenn Sie das eine sagen und anders handeln, ist es kein Glaube. Taten und Worte müssen übereinstimmen. Das gilt auch für den Glauben. Taten müssen mit unserem Bekenntnis übereinstimmen, damit Glaube zum Zug kommt. Glaube ohne Taten…, wenn Sie sagen, dass Sie etwas glauben, werden Sie es tun. Noah, der vor noch nie Dagewesenem gewarnt wurde, baute im Glauben eine Arche. Kein Hinweis auf Regen, außer Gottes Wort. Ja, er baute 100 Jahre an der Arche. Er glaubte etwas, also tat er etwas. Sein Glaube forderte Taten.

Als ich gerettet wurde, hatte ich einen Freund. Er war ein Heilungsevangelist, ein etwas verrückter Typ… es machte Spaß, ihm zuzuhören. Er erzählte, wie er einmal in einer Versammlung war. In der Ankündigung hieß es: „Komm und empfange Gebet, wenn du krank bist.“ Er stand hinten. Er musste raus… sie hatten mit Anbetung begonnen und ihm geht’s hundeelend! Sie hatten dort ein Waschbecken, in das übergab er sich, glühend heiß vor Fieber, und er muss raus und über Heilung predigen. Und er ist da hinten und sagt: „In Seinen Wunden bin ich geheilt!“ und erbricht. Schließlich gab es nichts mehr zum Erbrechen und er ging raus und nahm an der Anbetung teil und sie sangen dieses alte Pfingstlied… einige kennen es vielleicht noch… „Ja, es erfüllt mich und erhält mich am Leben.“ Ihm kam immer wieder etwas hoch und er hoffte, dass es nicht über ihn kommen würde. Und er singt „Jesus erhält mich am Leben“ und geht hoch, um zu predigen, obwohl er sich immer noch furchtbar fühlt. Und als er seine Bibel öffnete und oben am Pult stand, da traf ihn etwas hinten am Nacken, fuhr in seinen Kopf, hinunter in seine Füße und zu seinen Armen hinaus. Er war völlig geheilt. Jedes Symptom verschwand. Gott stellte ihm in dieser Situation die Frage: „Glaubst du wirklich an Heilung?“ Er sagte: „Ja, tu‘ ich.“ Er sagte: „Verhalte dich so, als wärst du geheilt.“ Er hätte sich lieber hingelegt, aber er musste entsprechend handeln.

Dieses entsprechende Verhalten könnte darin bestehen, Ihre Hände zu heben und Gott anzubeten. Je nachdem, worum es geht, wofür Sie Gott vertrauen. Manche sagen: „Oh ja, Gott wird all meinen Nöten begegnen.“, geben aber nicht den Zehnten. Ja, Gott hat gesagt, dass Er den Himmel öffnen und Segen herabsenden wird. Sie werden nicht genug Platz dafür haben, wenn wir Ihn mit den Erstlingen ehren und Ihm das Seine geben. Es gibt also immer eine entsprechende Glaubenstat. Glaube ohne Werke ist tot.

Viertens. Sehen wir uns Galater, Kapitel 5 an. Galater, Kapitel 5. Hier ist Glaubensfakt vier: Glaube wirkt durch Liebe.

Galater 5:6
„Denn in Christus Jesus hat weder Beschneidung noch Unbeschnittensein irgendeine Kraft, sondern der durch Liebe wirksame Glaube.“

Schauen Sie mal in der Konkordanz das Wort Glaube nach. Sie werden staunen, wie oft es im gleichen Vers zusammen mit Liebe verwendet wird. Zu Beginn habe ich aus Thessalonicher zitiert, dass unser Glaube reichlich wächst und dort heißt es auch: „… und die Liebe… zunimmt.“ Sie gehören untrennbar zusammen. Glaube wirkt durch Liebe. Man kann nicht gleichzeitig großen Glauben haben und gehässig zu Menschen sein. So geht es nicht. Unvergebenheit, Bitterkeit und Hass ersticken Glauben im Keim. Glaube wird nie in Gang kommen, wenn Sie nicht in Liebe wandeln.

Als Kind hatte ich Freunde, die Falknerei betrieben. Sie haben das hier in der Nähe gemacht. Ich bin hier aufgewachsen. Ich habe es auch versucht. Ich fing nie einen Vogel, aber sie fingen kleine Buntfalken und sogar kalifornische Rotschwanzbussarde. Wir nahmen einen kleinen Drahtkäfig, oben drauf mit Kaninchendraht und einem Holzboden darin, den wir mit Erde bedeckten und am Boden befestigten; dann versahen wir das Ganze oben mit kleinen Zug-Schlaufen aus Angelschnur, setzen eine Maus hinein und stellten es unter einen Baum oder Telephonmast, wo die Falken oft waren. Dann versteckten wir uns im Gebüsch. Der Falke kam und setze sich auf den Baum oder Mast, sah die Maus unten auf der Erde, kam herunter und traf die Falle; manchmal verfingen sich die Krallen und die Jungs rannten und zogen einen Strumpf über den Kopf des Falken. Dann trainierten die Jungen den Falken. Ich fing ja nie einen. Aber sie schon, sie fingen einige. Es war interessant, sie sie trainieren zu sehen. Die großen Rotschwanzbussarde sind etwa so groß. Man trägt einen Lederhandschuh. Und der Bussard schlägt und schlägt mit den Flügeln… nimmt man die kleine Haube von seinem Kopf, will er fliegen, aber er kann nicht, denn ein kleines Lederband liegt um seinen Fuß. Erst wenn sie das Lederband loslassen, kann er fliegen.

Das entspricht dem Glauben vieler Menschen. Er möchte sich erheben, fliegen, fliegen, sich erheben zu Gott, aber er ist gebunden, kommt aufgrund von Unvergebenheit oder Bitterkeit nicht in Gang, der erlaubt wurde, im Herzen zu wohnen, aufgrund von Groll gegen jemanden. Sie wollen etwas nicht loslassen. Das schmort in ihnen. Und wissen Sie was? Die Hauptsache, die Jesus als Hinderungsgrund für Glauben nannte, ist Unvergebenheit. Wenn mein Glaube nicht funktioniert, wäre das das Erste, wo ich suchen würde… ob ich eine negative Haltung gegen jemanden zuließ.

Vor Jahren war ich in Oklahoma bei einem Pastorentreffen und dieser ältere schwarze Herr ging nach vorn. Er gab ein Zeugnis und sagte: „Wissen Sie, mein Großvater… als kleiner Junge war er Sklave auf einer Plantage im Süden.“ Er sagte: „Als kleiner Junge saß ich eines Tages auf dem Schoß meines Großvaters und fragte ihn: ‚Opa, du warst doch als kleiner Junge Sklave. Und so lange ich dich kenne habe ich nie erlebt… nun, du bist nicht verbittert, du bist nicht böse auf die Weißen wegen der Ereignisse. Warum?“ Ich werde nie vergessen, was ihm sein Großvater sagte. Er sagte: „Sohn, wenn du nicht vergibst, bindest du dich an die, denen du nicht vergibst. Und ich wollte nicht an diese Weißen gebunden sein.“

Das ist es: Der Glaube von einigen ist an die Person gebunden, der Sie nicht vergeben wollen. Sie sind wie der Greif. Ihr Glaube möchte sich erheben und: „Ich verstehe nicht, warum es nicht geht.“ Sie bekommen keine Antwort? Vielleicht müssen Sie nur jemanden loslassen, gehen lassen, denen vergeben, die gegen Sie gesündigt haben. Sie binden sich an die, denen Sie nicht vergeben wollen. Glaube wirkt durch Liebe. Und wenn ich heute nicht anderes sagen würde, wäre das den Preis Ihrer Eintrittkarte wert.

Das Nächste ist besonders wichtig. Glaubensfakt fünf: Glaube kommt aus dem Herzen. Noch mal zu Römer, Kapitel 10. Noch mal: Glaube kommt aus dem Herzen. Und das ist etwas, was viele nie verstanden haben.

Römer 10:10

„Denn mit dem Herzen wird geglaubt zur Gerechtigkeit… (dem richtigen Verhältnis zu Gott)… und mit dem Mund wird bekannt zum Heil.“

Beachten Sie den ersten Teil des Verses. Denn mit dem Herzen wird geglaubt. Glaube kommt aus dem Herzen. Herz bezieht sich auf den Geist oder den inneren Menschen.

In 1.Petrus 3:4 spricht Petrus über den verborgenen Menschen des Herzens. Er sagt, dass er verborgen ist, weil er den natürlichen Augen verborgen ist. Ich kann Ihr wahres Ich nicht sehen. Ich sehe nur das Haus, in dem Sie leben. Manchmal mache ich Späße.. Ich weiß nicht warum – meine Schwester hatte keine – aber Gott bekleckste mein Haus. Sommersprossen. Sie sollten Photos von mir als kleiner Junge sehen. Millionen kamen hervor, wenn ich in die Sonne ging. Ja, Sie sehen vielleicht die Dekoration hier. Aber Sie sehen nicht mich. Ich bin verborgen. Dies ist mein Haus. Und der Bayless drinnen ist der Glaubende.

Zurück zu Römer, Kapitel 2. Das müssen Sie verstehen. Das ist sehr wichtig.

Römer 2:28-29
„Denn nicht der ist ein Jude, der es äußerlich ist, noch i ist die äußerliche Beschneidung im Fleisch Beschneidung; sondern der ist ein Jude, der es innerlich ist, und Beschneidung ist die des Herzens, im Geist, nicht im Buchstaben. Sein Lob kommt nicht von Menschen, sondern von Gott.“

Herz und Geist sind das Gleiche. Das äußere bezieht sich auf den Leib, das Fleisch, das innere auf das Herz, den Geist.

2.Korinther 4:16 sagt: „… wenn auch unser äußerer Mensch aufgerieben wird, so wird doch der innere Tag für Tag erneuert.“ – Es gibt einen äußeren und einen inneren Menschen.

Es ist schrecklich, die Botschaft hier zu beenden, aber Sie müssen einfach nächste Woche wieder einschalten und den Rest hören. Aber wir sagten gerade, dass es eine innere und eine äußere Person gibt. Und das Wichtigste an Ihnen ist der Teil, den Sie nicht sehen. Sie sehen mich an und denken, Sie sehen Bayless Conley, aber das stimmt eigentlich gar nicht. Sie sehen nur das Haus, in dem ich lebe. Ich bin ein geistliches Wesen und wohne in diesem Haus – ich bin in eins geraten, das mit Sommersprossen dekoriert wurde. Mein Haus hat überall Flecken. Sieht aus wie ein schlechter Anstrich, aber ich habe mich daran gewöhnt. Aber mein wahres Ich sehen Sie nicht. Ich lebe in diesem Körper. An dem Tag, als ich Jesus Christus annahm, wurde die innere Person verwandelt. Die Person innen drin, die sich sehnte, Gott zu kennen, wurde mit Gott verbunden. Ich schaue jetzt in diese Kamera, es ist das Nächstbeste, was ich tun kann, statt zu Ihnen zu kommen, eine Tasse Tee zu trinken und mit Ihnen zu sprechen. Wissen Sie, es steckt mehr in Ihnen als man sehen kann. Die Person in Ihrem Innern, die sich danach sehnt, Gott zu kennen… Sie können Ihn kennen lernen. Rufen Sie Jesus Christus an. Ihr Leben wird sich verändern. Gott segne Sie.

… Er holte also diese Wand, die nicht hineinpasste. Er hatte alle Maße genommen. Sie bauten die Wand draußen, stellten sie schräg und versuchten sie reinzubringen, um sie dort zu montieren. Der Typ ruft mich und sagt: „Hilfst du mir, die Wand hineinzukriegen?“ Ich sage: „Was?“ Er sagt: „Die Wand. Ich teile sie in 2 Einheiten und wir müssen sie aufbauen.“ Wirklich, wir hatten daran eine halbe Stunde gearbeitet. Wir schoben und schoben und schoben. Schließlich sagte er: „Er wird nie funktionieren!“ Ich dachte: „Lass mich nochmal ran“, warf mich mit der Schulter dagegen und… sie glitt hinein. Eigentlich hätte es einfacher gehen müssen.

Auch wenn es um Glauben geht, gehen Sie noch mal ran. Geben Sie ihm noch einen Schubs. Nicht aufgeben. Geben Sie nicht auf. Ihr Glaube wird getestet und die Antwort kommt nicht immer sofort, oder? Fragen Sie Joseph. Sie werden einige Kämpfe haben.

Zehn Glaubenstatsachen – Teil 2 05./06.05.2007
Pastor Bayless Conley

Predigt
Hallo Freund. Willkommen zur heutigen Sendung. Wir sprechen über ein aufregendes Thema. Letzte Woche begannen wir, über 10 Glaubenstatsachen zu sprechen. Zehn Dinge, die uns die Bibel über Glauben offenbart. Zehn Dinge, die uns helfen, Glauben zu verstehen. Ohne Glauben und Verständnis können wir nie ein geistliches Leben führen. Glaube ist die Münze, die Währung des Reiches Gottes. Glaube ist das Tauschmittel zwischen Erde und Himmel. Ich war so erfreut, als ich die Bibel las und herausfand, dass Glaube keine mystische, entfernte, unnahbare, unberührbare, ungenaue Sache ist, sondern es gibt konkrete Antworten darauf, wie Glaube sich ausdrückt und wie man Glauben empfängt und in unterschiedlichen Situationen freisetzt. Wir schauten uns diese verschiedenen Fakten an und wenn Sie die letzte Woche verpasst haben, dann haben Sie Ihr halbes Leben verpasst, aber die andere Hälfte erhalten Sie heute. Wenn Sie eine Bibel haben, nehmen Sie sie zur Hand. Wir wollen uns setzen und die Bibel zusammen studieren. Ich glaube wirklich, dass es Ihnen hilft, das in Ihrem Leben zu bewältigen, was Sie gerade durchmachen. Lassen Sie uns ins Wort gehen.

Schauen Sie mit mir in Römer, Kapitel 7. Wenn Sie das nicht verstehen, werden Sie nie Glauben haben. Römer 7:22… schauen Sie, was Paulus hier sagt.

Römer 7:22
„Denn ich habe nach dem inneren Menschen Wohlgefallen am Gesetz Gottes.“

Mein Geist, die Person im Inneren, mein Herz, freut sich am Gesetz Gottes. Nun, der äußere oder natürliche Mensch übermittelt natürliche Informationen an unseren Verstand, die durch die fünf Sinne aufgenommen werden: Gefühle, Symptome, äußere Umstände und Erscheinungen. Aber hören Sie, Glaube kommt aus dem Herzen. Glaube kommt nicht vom äußeren Menschen. Glaube entsteht im inneren Menschen. Ich glaube Gott nicht mit meinen fünf Sinnen. Sie haben nichts mit meinem Glauben an Gott zu tun. Denn ich glaube mit meinem Herzen. Mit dem äußeren Menschen finde ich mich in der äußeren Welt zurecht, Gott sei Dank! Ohne Erdenkostüm könnten Sie hier nicht leben. Es teilt mir mit, was ich sehe, höre, rieche, fühle und berühre. Aber das hat nichts mit Glauben zu tun. Ich glaube nicht mit dem äußeren Menschen. Glaube hat mit dem inneren Menschen zu tun. Mit dem Herzen zu glauben bedeutet, unabhängig von dem zu glauben, was unser Körper uns mitteilt oder unsere Sinne weitergeben. Der physische oder äußere Mensch glaubt nur, was seine physischen Sinne und Gefühle ihm mitteilen. Wenn Sie das glauben, glauben Sie nicht an den Himmel, weil Ihnen Ihr äußerer Mensch darüber nichts mitteilen kann. Sie können nicht an neue Geburt glauben, weil Ihr physischer Mensch es nicht erfassen kann.

Es gibt eine ganze Bandbreite von Dingen, die er nicht erfassen kann. Aber unser Geist, unser Herz, glaubt an das Wort Gottes ungeachtet dessen, was wir sehen, hören oder fühlen. Ich lese in Jesaja, Kapitel 53, wo es heißt:

Jesaja 53:5 „Wahrlich, er trug unsere Sünde und lud auf sich unseren Schmerz. Die Strafe lag auf ihm zu unserem Frieden, und durch seine Striemen sind wir geheilt.“

Und ich lese in 1. Petrus 2:24 über Jesus, der an Seinem eigenen Leib unsere Sünden ans Kreuz trug, damit wir der Sünde gestorben sind und der Gerechtigkeit leben und durch dessen Wunden wir geheilt sind. Und wissen Sie was? Mein innerer Mensch freut sich darüber und sagt: „Jawohl!“ Irgendwas innerlich begreift das und sagt: „Das ist wahr! Das ist richtig!“ Aber wenn ich auf meinen äußeren Menschen höre, könnte ich um den Segen betrogen werden, denn wahrscheinlich sagt er: „Das ist töricht! Das ergibt keinen Sinn! Was ist mit den Schmerzen? Was mit den Symptomen? Du siehst nicht gut aus. Du fühlst dich nicht gut. Es ist nicht wahr! Es kann nicht sein, so wie du dich fühlst.“ Und Sie können es drehen und wenden, wie Sie wollen. Wir stehen immer vor der Entscheidung, dem äußeren Menschen zu folgen und potentiellen Segen zu verpassen oder den äußeren Menschen und seine Gefühle dem inneren Menschen und dem Wort Gottes unterzuordnen und Gott für eine Antwort zu preisen. Glaube wird nicht durch unsere Gefühle oder Beobachtungen freigesetzt.

Lesen Sie doch mal Hebräer, Kapitel 11, und schauen Sie sich die Glaubenshelden an, Männer und Frauen, die Dinge durch Glauben taten. Achten Sie darauf, wie viel ihre physischen Sinne damit zu tun hatten und wie oft ihr Glaube im Widerspruch zu ihrer Wahrnehmung stand.

Eines Abends war ich mit Freunden auf der Insel Catalina. Wir fuhren in einem Boot zurück und wurden von Nebel eingeschlossen… dichtem Nebel… und konnten nichts mehr sehen! Und wissen Sie was? Auf dem Weg zurück gab es Wellenbrecher, auf die man stoßen kann, Bojen und andere Dinge. Man kann vom Kurs abkommen und ohne Benzin Hunderte Meilen draußen aufs Meer getrieben werden. Alles, was wir hatten, um uns den Weg zu zeigen, waren die Instrumente auf dem Boot. Und die Instrumente zeigten, dass wir eine Kursangabe machen sollten, die uns genau dahin bringen würde, wohin wir wollten. Aber wir konnten nichts sehen. Und wissen Sie was? Ich will ehrlich mit Ihnen sein. Manchmal, wenn ich nicht auf die Instrumente schaute, dachte ich: „Wir sind auf dem falschen Weg! Das fühlt sich nicht richtig an. Das kann nicht die richtige Richtung sein! Das stimmt nicht!“ Aber wissen Sie was? Ich entschied mich, den Instrumenten zu vertrauen. Sie müssen ein instrumentengesteuerter Christ sein. Glaube ist, im Herzen zu glauben, was die Instrumente sagen, egal, was Sie fühlen oder wie Dinge aussehen. Piloten, die nicht mit Instrumenten fliegen können, können Sie schnell töten, denn sie können etwas kriegen, was man Vertigo nennt, wo sie denken aufzusteigen, während sie runterfliegen. Oder sie geraten in eine Nebelbank, verlieren die Orientierung und sie müssen lernen, mit den Instrumenten zu fliegen. Wenn alle Ihre Sinne Ihnen sagen: „Nein, es ist nicht richtig, es stimmt nicht“, und es gibt viele Geschichten von berühmten Personen, die mit dem Flugzeug abstürzten, weil sie die Orientierung verloren. Sie hörten nicht auf den Tower, der sie ortete und sagte: „Sie fliegen auf einen Berg zu. Sie fliegen verkehrt herum.“ Sie sagten: „Nein, tue ich nicht. Ich mache es richtig.“ Und bang! Sie stürzten in den Ozean.

Aber, Freund, Gottes Wort ist unser Instrument. Danach lebe ich. Danach bestimme ich meinen Kurs, nicht danach, wie ich mich fühle, denn offen gesagt, hatte ich letzte Woche eine Phase, wäre ich da nach meinen Gefühlen gegangen, hätte ich gesagt: „Gott existiert nicht. Er ist nicht real. Der Himmel ist nicht real. Wenn Er existiert, dann liebt Er mich nicht.“

Ich weiß natürlich, dass Sie sich nie so fühlen, aber ich fühlte mich so. Wäre ich nach meinen Gefühlen und Empfindungen gegangen, hätte man sagen können, ich war betrübt. Aber stattdessen hob ich meine Hand und pries Gott, denn Er war da, auch wenn ich Ihn nicht fühlte. Er liebte mich, auch wenn ich nicht fühlte, dass Er mich liebt. Er wachte über mich und leitete mich mit Seinen Augen, obwohl ich das überhaupt nicht fühlte. Woher ich das weiß? Durch Glauben. Ich weiß es durch den inneren Menschen! Und genauso ergreifen wir jede einzelne Verheißung Gottes.

Seien Sie nicht wie der Mann, der als der Prophet verkündete: „Morgen um diese Zeit wird Mehl für ein paar Cent verkauft werden“, und der Mann sagte: „Selbst wenn Witwen im Himmel sind, kann das nicht sein.“ Er war völlig von den Umständen beherrscht und dem, was ihm seine Sinne mitteilten.

Dies bringt uns zum sechsten Punkt. Ein wichtiger Punkt. Glaube beruht allein auf dem Zeugnis von Gottes Wort. Das sollte genügen. „Wir wandeln im Glauben, nicht im Schauen“, sagt 2. Korinther 5:7. Das ist Glaube an Gottes Wort. Wenn Sie nicht auf dem Wort stehen, stehen Sie nicht im Glauben. Wenn Sie keine Verheißung für Ihre Not haben, können Sie nicht glauben. Hören Sie mir gut zu, denn es gibt Zeiten, wo ich das Gefühl hatte: „Gott. Du existierst nicht. Du liebst mich nicht. Du bist nicht da.“

Es gibt Zeiten, wo ich fühle: „Gott ist hier! Es funktioniert! Das ist großartig! Ich kann mich ausstrecken und Dich berühren!“ Und es gibt Zeiten, da fühle ich mich großartig. Aber wenn ich meinen Glauben auf Zeiten gründe, wo ich Gott fühle und sage: „Die Sache läuft. Ich spüre die göttlichen Dinge, dass ich weiß, dass ich weiß…“ Wenn ich nach Gefühlen gehe, wenn meine Gefühle sinken, dann sinkt auch mein Glaube.

Glaube basiert immer auf dem Zeugnis von Gottes Wort, egal, ob meine Gefühle hoch oder tief sind, ob ich fühle, dass ich seitwärts fliege oder was auch passiert. Mir gefällt die Aussage des römischen Hauptmanns in

Matthäus 8:8. Er sagt folgendes zu Jesus:

„Sprich nur das Wort und mein Diener wird geheilt.“

Das ist alles, was ich brauche. Sprich nur das Wort. Gib mir Dein Wort und die Sache ist für mich erledigt. Das ist Glaube. Jesus sagte: „Ich habe in ganz Israel keinen größeren Glauben gefunden. Dieser Mann hat nicht nur Glauben, er hat großen Glauben. Warum? Alles, was er braucht, ist Mein Wort. Das ist alles.“

Mein Großvater mütterlicherseits… eigentlich stimmt es auf beiden Seiten, aber um es zu erwähnen, mütterlicherseits. Lucius Bonner McCloud. Er war Bauunternehmer und Viehzüchter aus Florida… sehr, sehr bekannt. Ich erinnere mich, wie ich als kleiner Junge Briefe vom Gouverneur von Florida bekam. Ich schrieb ihm oder einem Senator und erhielt Briefe von ihnen. Es bedeutete mir nichts, aber mein Großvater brachte sie dazu, mir zu schreiben. So erhielt ich einen persönlichen Brief von einer politischen Persönlichkeit. Ich hätte sie aufheben sollen, dachte als Kind nicht darüber nach. Er war also bekannt. Und wissen Sie was? Ob er eine Schnellstrasse baute oder ob es um ein Geschäft mit Rindern ging… sie versteigerten einen Haufen schwarzer Angusrinder, die sie meistens züchteten. Die Leute stritten sich deswegen, aber wissen Sie was? Wenn L. B. McCloud sagte: „Ich kümmere mich darum“, dann war es das. Es war alles klar. Sein Wort war so gut wie Gold. Wenn er sagte, dass er etwas tut, war es erledigt und alle Diskussion hörte auf. Das war großartig. Wenn L. B. McCloud sagte, er kümmert sich darum, dann war es erledigt. Wir mussten uns keine Sorgen darum machen.

Wie viel mehr, wenn es um das Wort des Allmächtigen Gottes geht. Das Problem sollte für uns damit als erledigt gelten. Glaube basiert allein auf der Aussage von Gottes Wort.

Siebtens… ich weiß nicht, ob Sie das mögen oder nicht, aber Sie müssen es hören. Ihr Glaube wird getestet. 1. Petrus, Kapitel 1… bestimmt sagt jemand „Ich hasse diese Stelle“. Ich auch!

1. Petrus 1:7-8
„Damit die Bewährung eures Glaubens viel kostbarer befunden wird als die des vergänglichen Goldes, das durch Feuer erprobt wird, zu Lob und Herrlichkeit und Ehre in der Offenbarung Jesu Christi, den ihr liebt, obgleich ihr ihn nicht gesehen habt; an den ihr glaubt, obwohl ihr ihn jetzt nicht seht…“

Wie kann man an etwas glauben, das man nicht sieht? Durch Glauben natürlich. Aber beachten Sie, es heißt „euer Glaube wird durch Feuer erprobt.“ In 1.Timotheus 6:12 heißt es, den guten Kampf des Glaubens zu kämpfen.

Viele Menschen geben auf, bevor die Antwort kommt. Und es mag vielleicht nicht immer stimmen, aber es erscheint mir, der ich schon ein paar Jahrzehnte mit Gott gehe, dass oft kurz vor dem Durchbruch der Kampf am stärksten und die Versuchung am schlimmsten ist. Und ich glaube, viele Leute geben dann gerade in der letzten Minute auf.

Ich liebe es, über meinen Großvater zu sprechen. Er war es, der mich als kleiner Junge angeln lehrte und es gab gewisse Dinge, für die er berühmt war. Eines davon war, sein Wort zu halten. Wie ich gerade in der Botschaft sagte, wenn L. B. McCloud etwas sagte, konnte man es als erledigt ansehen. In jenen Tagen galt das Wort eines Mannes als bindende Verpflichtung und ein Handschlag war alles, was man brauchte.

Wenn es Menschen gibt, die so integer sind und die entweder ihr Wort halten oder bei dem Versuch, es zu halten, sterben, wie viel mehr dann Gott, der nicht lügen kann? Wir müssen uns nie sorgen, ob Gott Sein Wort hält oder nicht oder ob Gott Seine Verheißungen erfüllt. Gott sagt es und Er wird es tun. Er hat versprochen, es gut zu machen. Wie jemand sagte: „Man kann sein Wort zur Bank bringen.“

Was immer Ihnen gerade begegnet, ich möchte Sie ermutigen, eine Verheißung zu finden, die Ihre Not abdeckt. Erfüllen Sie die nötigen Bedingungen, handeln Sie und ruhen Sie dann! Denn Gott wird das tun, was Er gesagt hat. Er hält Sein Wort. Gehen wir zurück zur Botschaft.

Ich half einmal einigen Männern in Oregon. Sie hatten eine Lagerhalle. Ein Mann besaß die Lagerhalle. Ich weiß nicht, warum, aber er wollte zwei daraus machen und errichtete eine Wand dazwischen auf, was gut ist. Aber er baute zuerst die Wand und wollte sie dann an die richtige Stelle schieben. Er baute die Wand nicht vor Ort. Er wusste nicht viel vom Bauen und ich wusste auch nichts. Ich dachte: „Das ist irgendwie dumm.“ So nahm er die Wand und sie passte nicht rein. Er hatte alles abgemessen. Sie bauten die Wand draußen, stellten sie dann quer und versuchten sie hineinzukriegen und richteten die Wand auf. Der Mann rief mich an und fragte: „Hilfst du mir, die Wand reinzukriegen?“ Ich sagte: „Was?“ Er sagte: „Diese Wand macht daraus zwei Lagerbereiche und wir müssen die Wand aufrichten.“ Und so arbeiteten wir eine halbe Stunde daran. Und wir schoben es hierhin und dorthin. Schließlich sagte er: „Es geht einfach nicht!“ Und ich dachte: „Lass es mich noch mal versuchen“ und ich schlug mit der Schulter dran und es glitt an die richtige Stelle. Es hätte nicht so schwer sein müssen.

Beim Glauben von Menschen braucht es oft auch nur noch das eine Mal. Versetzen Sie ihm noch einen Stoss. Hören Sie nicht auf. Geben Sie nicht auf. Ihr Glaube wird geprüft und die Antwort kommt nicht immer sofort. Fragen Sie Josef. Sie werden einige Kämpfe haben. Zwischen jeder Verheißung und der Erfüllung dieser Verheißung liegt eine Wüste. Dort können Sie ins Zweifeln geraten und den Glauben verlieren. Aber Sie müssen nicht aufgeben. Glaube wird geprüft, aber wissen Sie was? Wenn Sie dranbleiben, wird sich Gottes Wort erfüllen. Durch Glaube und Geduld erben wir die Verheißungen. Wir sollen Nachfolger derer sein, die durch Glauben und Geduld die Verheißungen erbten. Also geben Sie nicht auf. Sagen Sie „gib nicht auf“. Sagen Sie Ihrem Nachbarn: „Gib nicht auf.“

Hat jemand das Gefühl, Ihr Glaube ist gerade im Feuer? Gerade jetzt? Bleiben Sie dran. Seien Sie ermutigt. Nähren Sie ihn durchs Wort. Setzen Sie ihn ein. Lassen Sie nicht nach. Ziehen Sie nicht den Stecker aus der Wand. Sie sind vielleicht viel näher am Durchbruch als Sie meinen.

Die achte Glaubenstatsache: Ihr Glauben wird nicht immer für andere funktionieren. Es ist wichtig, das zu wissen. Ihr Glaube wird nicht immer für jemand anderen wirken. Sehr oft höre ich Leute sagen. „Ich werde Gott für den und den glauben.“ Aber was glaubt der und der? „Ich werde Gott einfach für ihn glauben.“ Das können Sie nicht tun. Sie können nicht für jemand etwas glauben, was die Person nicht will. Sie muss in Übereinstimmung sein. Und für einige Leute ist es höchste Zeit, anzufangen, ihren eigenen Glauben zu gebrauchen und Gott verlangt das von ihnen.

Unsere Kinder… die Zwillinge sind jetzt 19. Harrison wird bald 22. Und wissen Sie was? Wenn sie es immer noch bräuchten, dass wir sie füttern und in den Autositz setzen, dann wäre das nicht richtig. Ich erwarte, dass sie alt genug sind, sich selbst um diese Dinge zu kümmern. Wir verlangen das von ihnen. Und es gibt einige Christen, von denen Gott erwartet, dass sie Glauben haben.

Kennen Sie die wunderbare Verheißung in Jakobus 5, wo es heißt: „Ist jemand krank unter euch?“ Es heißt:

Jakobus 5: 14-15
„Er rufe die Ältesten der Gemeinde zu sich, und sie mögen über ihm beten und ihn mit Öl salben im Namen des Herrn. Und das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten, und wenn er Sünden begangen hat, wird ihm vergeben werden.“

Aber es heißt: „Die kranke Person soll rufen.“ Es heißt nicht: Lass jemand für ihn rufen.“ Es heißt nicht: „Lass seine Frau rufen. Es heißt nicht: „Lass den Schwager rufen.“

Ich glaube gewiss daran, füreinander zu beten, aber oftmals ruft die Ehefrau für den Ehemann an, der nicht in die Gemeinde kommen will und Gott nicht liebt und der vor dem Fernseher sitzt und Fußball schaut, wenn er kommen könnte. Verstehen Sie mich nicht falsch, hören Sie es bis zum Ende an. Ziehen Sie keine voreiligen Schlüsse.

Wenn man die Evangelien liest, findet man nur vier Fälle, wo jemand wegen Heilung für eine andere Person kam. Jairus kam für seine Tochter, da war die Syro-Phönizische Frau, deren Tochter schwer dämonisiert und bedrückt war, da war der Mann, der wegen seinem Sohn kam, der dem Tod nahe war, und da war der römische Hauptmann, der für seinen Diener kam, der todkrank war.

In allen vier Fällen sind es Fälle, die Gott uns durch Seinen Heiligen Geist in der Bibel überliefert hat. In allen vier Fällen, in denen eine andere Person kam, konnte die Person nicht selber kommen. Es gibt keinen Fall in den Evangelien, wo jemand für eine Person zu Jesus kam, die selber hätte kommen können. Eine interessante Feststellung.

Und hier ist die Schlussfolgerung, die Sie nicht ziehen sollten: „Wir sollten nicht für andere Leute beten.“ Das sollten wir. Betet füreinander, damit ihr geheilt werdet. Wir müssen Fürbitte tun. Wir müssen füreinander beten. Aber manchmal versuchen Leute, jemand etwas abzunehmen, was er gar nicht möchte oder von dem Gott verlangt, dass er selber Glauben hat. Kann die Person zum Heilungsgottesdienst kommen? Kann sie kommen und Gebet empfangen? Vielleicht verlangt Gott das von ihr. Das ist ein Nebenpunkt. Aber gut für Sie zu wissen.

Einige von Ihnen sind vielleicht hier und es wird Zeit, Ihren Glauben zu gebrauchen. Gott will, dass Sie glauben anstatt dass jemand anders immer für Sie betet. Ich bin Gott für die Gebete anderer dankbar. Der Apostel Paulus, der geistlich reif war, bat um die Gebete von anderen. Aber es ist einfach wichtig zu wissen: Ihr Glaube funktioniert nicht immer für andere. Einige Leute verzweifeln daran und sagen: „Glaube ist nicht real. Das funktioniert nicht, weil ich kam und für ihn betete und nichts passierte.“ Nun, die Person hatte auch etwas damit zu tun. Das ist der Punkt.

Neuntens: Glaube ist ein Lebensstil. Schreiben Sie diese Verse auf: Habakuk 2:4; Römer 1:7; Galater 3:11; Hebräer 10:38… sagen alle das gleiche: „Der Gerechte soll durch Glauben leben.“ Es ist ein Lebensstil. Und es ist der einzige Lebensstil, mit dem Sie Gott gefallen können. Kein anderer Lebensstil gefällt Gott, nur ein Lebensstil des Glaubens. Der Gerechte soll durch Glauben leben. Glaube ist kein Notfallknopf, es ist nichts, was Sie aus dem Hut ziehen, wenn Sie Probleme haben. Glaube muss eine Lebensweise sein, Tag für Tag Gott für alles zu vertrauen… zu lernen, zuerst zu Ihm zu kommen, unser Leben in jedem Bereich der Autorität Seines Wortes zu unterstellen. Es geht um Gehorsam gegenüber Gottes Willen, nicht nur darum, Dinge zu bekommen, wenn wir sie wollen. Ohne Glauben ist es unmöglich, Ihm zu gefallen. Und Gott will, dass wir im Glauben leben. Wenn Sie nicht im Glauben leben, wie jemand sagte, dann leben Sie nicht, wenigstens nicht so, wie es Gott gefällt. Es ist ein täglicher Wandel mit dem Vater.

Der zehnte und letzte Punkt… schauen Sie mit mir in Hebräer, Kapitel 12. Jesus ist der Anfänger und Vollender unseres Glaubens. Wir könnten auch sagen; Er ist der Anfänger und Vervollkommner, das ist, was dieses Wortes bedeutet. Er bringt ihn zur vollkommenen Reife.

Hebräer 12:2 „Indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der um der vor ihm liegenden Freude willen die Schande nicht achtete und das Kreuz erduldete und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes.“

Wenn wir zum Herrn schauen, wird er die fehlerhaften Bereiche unseres Glaubens vervollkommnen. Vielleicht tut Er das durch einen Pastor, so wie heute Morgen. Die Bibel sagt das in 1.Thessalonicher 3:10. Oder er tut es durch Seinen Geist, wenn wir Gottes Wort lesen. Aber es ist gut zu wissen, dass Er ihn vervollkommnet. Ich erwarte, dass mein Glaube heute stärker, genauer und mehr entwickelt ist als er es gestern war. Und ich erwarte nächste Woche weiter zu sein als ich es diese Woche bin, weil Jesus der Anfänger und Entwickler meines Glaubens ist.

Ich möchte noch was hinzufügen. Sie werden viel Lehre über Glauben hören, wo Jesus nur selten erwähnt wird. Hören Sie: Er ist das Zentrum des Universums. Was Glauben betrifft: Er ist der Urheber unseres Glaubens, Er ist der Vollender, Er ist der Entwickler unseres Glaubens. Es gibt keinen echten Glauben ohne Beziehung zu Jesus. Er ist nicht nur ein Prinzip, das Sie anwenden, auch wenn es bestimmte Prinzipien gibt. Letztendlich geht es um eine Beziehung zu einer Person. Ich vertraue Jesus Christus. Und je mehr ich Ihn kennen lerne und Seine Schönheit, Seine Treue, Sein Erbarmen und Seine Weisheit, desto mehr wächst mein Glaube.

Eine Übersetzung sagt: „Wir richten unsere Augen auf Jesus, von dem unser Glaube abhängt vom Anfang bis zum Ende.“

Ich liebe diesen letzten Punkt, dass Glaube sich um Jesus dreht. Er ist der Anfänger und Vollender unseres Glaubens.

Ich liebe es, über Jesus zu reden. Jesus kam hinunter in meine Welt und Er rettete mich. Er ist die zentrale Botschaft. Um Ihn geht es bei der ganzen Sache. Lieblicher Jesus, gewaltiger Jesus, starker Jesus, treuer Jesus, Jesus, der eines Tages wiederkommt.

Freund, wenn Sie nie Ihr Herz geöffnet haben, um Ihn kennen zu lernen, dann sage ich Ihnen: Er ist wunderbar, Er ist real, Er wurde von den Toten auferweckt und Er weiß, wer Sie sind. Sie sind keine Nummer auf einer endlosen Liste. Sie sind keine gesichtslose Person in einer Menschenmenge. Jesus kennt Sie. Und wenn Sie gläubig sind, dann möchte Er Ihnen beim Glauben helfen. Je mehr Sie Ihn kennen lernen, desto weniger anstrengend ist es, zu glauben. Denn die ganze Sache dreht sich nur um Ihn.

Er ist mein bester Freund. Er ist mein Ratgeber. Er ist mein Leiter. Er ist mein Erlöser. Er ist der Liebhaber meiner Seele. Und Er möchte dasselbe auch für Sie sein. Er ist keine Phantasie, es geht nicht um religiöse Rituale, es geht um eine Beziehung zu Gott durch Seinen Sohn Jesus Christus. Rufen Sie Ihn heute an. Ist das der Jesus, der in Ihr Boot kam? Wenn es so ist, fürchten Sie sich nicht. Er kann Ihren Sturm stillen. Sie werden nicht umkommen. Die Winde gehorchen immer noch Seiner Stimme.

Manchmal vergessen wir einfach, wem wir dienen, wen wir kennen und wer es ist, der uns führt und in uns wohnt. Denken Sie mal daran. Gott sagt: „Ich werde sie führen und in ihnen wohnen. Ich bin ihr Gott und sie sind mein Volk.“ Wir sind der Tempel des lebendigen Gottes. Er ist in unserem Boot.

Denken Sie mal daran, wenn Sie heute in Ihr Auto steigen. Mal angenommen, hier ist eine Person, die in einer finanzieller Krise steckt. Ich weiß, eine verrückte Idee, aber angenommen, da wäre einer. Oder vielleicht hat jemand einen realen Kampf mit seinen Gefühlen. Oder jemand hat eine schwere Zeit bei der Arbeit, und jemand hat es auf ihn abgesehen. Und Sie steigen heute in Ihr Auto und plötzlich erscheint Jesus auf dem Beifahrersitz, schaut zu Ihnen und sagt „Hallo.“

Jule 28. April 2007 Keine Kommentare Trackback URI Comments RSS

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