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Biblische Antworten für Familien in Krisen

17.02.2013

Pastor Bayless Conley

 

Gott will Ihrer Familie helfen. In Seinem Wort weist Er uns den Weg und gibt uns den Rat, den wir bei Menschen vergebens suchen. Ich habe heute einige biblische Wegweiser für Familien, die gerade in einer Krise stecken. Tauchen Sie mit mir in Gottes Wort ein und erfahren Sie, wie unsere Familien stark werden, in Jesu Namen.

 

Wenn Sie gerade in einer Krise stecken und es scheint, als würde Ihre Ehe oder Ihre Familie auseinander brechen, will ich Ihnen als Erstes sagen: Es ist nicht alles hoffnungslos, auch wenn es den Anschein hat. In Römer 15:13 ist die Rede von dem Gott der Hoffnung. Jesus sagte in Markus 10:27: „… bei Gott sind alle Dinge möglich.“ Es gibt Hoffnung. Manche werden jetzt denken: „Pastor Bayless, Sie sollten die Hoffnung der Menschen nicht schüren.“ Aber genau das will ich tun! Die Bibel sagt, der Glaube ist eine Wirklichkeit dessen, was man hofft. Ohne Hoffnung kann unser Glaube nichts untermauern. Der Glaube ist das Baumaterial; die Baupläne sind die Hoffnung. Und der Teufel versucht nicht, Ihnen das Baumaterial zu stehlen. Er schleicht sich nicht in das Gebäude ein und stiehlt Kanthölzer, Nägel und Gipskartonplatten. Er ist hinter den Bauplänen her. Er hat es auf Ihre Hoffnung abgesehen. Er will Ihre Hoffnung zerstören, denn wenn ihm das gelingt, kann Ihr Glaube nichts untermauern und nichts bewirken. Deshalb sage ich Ihnen: Es gibt Hoffnung für Ihre Situation. Was Menschen unmöglich ist, kann Gott möglich machen. Er kann Situationen herumdrehen und Probleme lösen.

 

Das bringt mich zu meinem zweiten Gedanken: Gestehen Sie ein, dass Sie es nicht allein schaffen. Sie brauchen Gottes Hilfe. Verlassen Sie sich nicht länger auf Ihre eigenen Fähigkeiten, sondern auf Gottes Fähigkeiten. Sehen wir uns 2. Korinther, Kapitel 3 an. Wir lesen Vers 5. 2. Korinther 3:5. Der Apostel Paulus sagte:

 

2. Korinther 3:5

„Nicht dass wir von uns aus tüchtig wären, etwas zu erdenken als aus uns selbst, sondern unsere Tüchtigkeit ist von Gott…“

 

Suchen Sie nicht die Hilfe von Menschen und hören Sie auf, alles selbst lösen zu wollen. Sehen Sie stattdessen auf Gott. Er kann lösen, was Sie nicht lösen können. Ich weiß, Männer, es liegt uns im Blut, Probleme zu lösen. Wenn unsere Frau uns von einem Problem erzählt, glauben wir, dass sie  eine Lösung von uns erwartet. Aber sie weiß die Lösung bereits selbst. Sie will nur Mitgefühl. Sie will nur unsere Beziehung leben. Wir hingegen sind so gestrickt, dass wir alles lösen wollen. Aber, Männer, es gibt Dinge, die Sie nicht lösen können. Es gibt Probleme, die zu groß für Sie sind. Es gibt Situationen, in denen Sie trotz all Ihrer Fähigkeiten scheitern. Vielleicht droht Ihre Familie auseinander zu brechen und Sie wissen nicht mehr, was Sie mit Ihrer Ehe tun sollen und wie es weitergehen soll. Aber auch wenn Sie völlig ratlos sind – Gott weiß, was zu tun ist. Wir müssen uns auf Gott verlassen statt auf uns selbst.

 

Ich hatte einmal einen Freund, der sich vom Glauben abgewendet hatte. Er lernte in einer Bar ein Mädchen kennen. Sie zogen zusammen, heirateten und bekamen ein Kind, aber ihre Ehe ging in die Brüche. Irgendwann mochten sie sich nicht einmal mehr. Es schien hoffnungslos. Eines Tages saßen sie im Wohnzimmer und sie sagte: „Gibt es überhaupt noch Hoffnung für uns?“ Und er sagte: „Ja. Jesus Christus.“ Und er gab sein Herz wieder Jesus und auch sie gab ihr Herz Jesus und sie luden Jesus ein, in ihre Ehe zu kommen. Und wissen Sie was? Jesus löste all die Probleme, die sie nicht lösen konnten. Der Herr kann auch Ihre Ehe heilen.

 

Vielleicht schreien Sie sich zu Hause gegenseitig an. Vielleicht sind Ihre Kinder wie Fremde für Sie. Vielleicht ist die Liebe, die Sie einmal für Ihren Mann oder Ihre Frau empfunden haben, einfach tot und Sie fühlen gar nichts mehr. Nun, werfen Sie Ihren Stolz und Ihre Unabhängigkeit über Bord und bitten Sie Gott, Ihnen zu helfen. Er kann eine tote Liebe wieder auferstehen lassen, Er kann eine zerbrochene Familie wieder zusammenführen und sie stärker machen als je zuvor. Das ist wahr! Und ich sage Ihnen in Autorität: Sie können es nicht, aber Er kann es. Sehen wir uns jetzt Psalm 127 zusammen an. Psalm 127, Vers 1.

 

Psalm 127:1

„Wenn der Herr das Haus nicht baut, arbeiten seine Erbauer vergebens daran. Wenn der Herr die Stadt nicht bewacht, wacht der Wächter vergebens.“

 

Das Wort „Haus“ in diesem Vers ist das hebräische Wort für Familie. Wenn der Herr die Familie nicht baut, arbeiten sie vergebens daran. Die „Stadt“ bedeutet hier ein kleines Lager und bezieht sich ebenfalls auf die Familie. Das ist ganz offensichtlich, wenn wir uns das im Zusammenhang ansehen. Vers 3:

 

Psalm 127:3-5

„Siehe, ein Erbe vom Herrn sind Söhne, eine Belohnung die Leibesfrucht. Wie Pfeile in der Hand eines Helden, so sind die Söhne der Jugend. Glücklich der Mann, der seinen Köcher mit ihnen gefüllt hat! Sie werden nicht beschämt werden, wenn sie mit Feinden reden im Tor.“

 

Wenn der Herr die Familie nicht baut. Tut Er das in Ihrer Familie? Arbeiten Sie vergebens daran?

 

Ich habe einen Freund, der sich einen Bauauftrag erschlichen hat. Jemand wollte neben seinem Haus eine Garage bauen und er überredete ihn dazu, ihm den Auftrag zu erteilen. Das Problem war nur, dass er keine Ahnung vom Bauhandwerk hatte. Dennoch baute er dem Mann eine frei stehende Garage neben seinem Haus. Einen Tag, nachdem sie fertig geworden war, brach sie zusammen.

 

Manche Menschen bauen ihr Haus und ihre Familie so auf, dass sie auf Dauer nicht bestehen können. Aber wenn der Herr etwas baut, können ihm weder Stürme noch Regen, weder Unwetter noch Fluten etwas anhaben. Was Gott baut, wird allen äußeren Einflüssen standhalten und allen Gewalten trotzen. Und Er will Ihnen helfen, Ihr Haus zu bauen. Aber das tut Er nur, wenn Sie Ihn darum bitten.

 

Im Lauf der Jahre musste an unserem Haus einiges gemacht werden. Aber wenn ich nach Hause kam, traf ich nie auf einen Fremden, der gerade die Fenster auswechselte. Ich musste nie fragen:

„Bitte, was tun Sie hier?“ Und es sagte nie jemand: „O, ich kam gerade hier vorbei und dachte, Sie brauchen neue Fenster. Und ich hoffe, es macht Ihnen nichts aus, dass wir in der Küche neue Kabel verlegt haben.“ Nein, wir mussten die Leute immer anrufen, damit sie kamen. Die Bibel sagt, Gott ist reich für alle, die Ihn anrufen und Seine Ohren sind auf das Schreien der Gerechten gerichtet. Wir müssen Gott in die Situationen unseres Lebens einladen.

 

Meine Mutter, die heute hier ist, kann Ihnen erzählen, wie sie sich jahrelang jede Nacht in den Schlaf weinte, weil ich als Teenager ständig verschwand und niemand wusste, wo ich war. Ein paar Tage später kam ich dann um zwei oder drei Uhr morgens zurück und war entweder betrunken oder total high. Als ich dann von zu Hause auszog, hatten wir lange Zeit keinen Kontakt. Sie war keine Christin; sie hatte Jesus noch nicht als ihren Retter angenommen, aber sie glaubte an den Gott der Bibel. Und eines Nachts kniete sie sich neben ihrem Bett nieder und sagte: „Gott, ich ertrage das nicht mehr. Ich vertraue Bayless jetzt Deiner Obhut an.“ Und ich glaube, als sie das tat, sagte Gott: „Danke. Darauf habe ich nur gewartet. Ich kümmere mich gern um ihn.“ Und innerhalb weniger Wochen war ich gerettet! Ich war in dieser kleinen Straßenmission und gab mein Leben Jesus. Laden auch Sie Ihn ein!

 

Ich meine, Sie sollten sich darüber im Klaren sein, wer Ihr wirklicher Feind ist. Es ist nicht Ihre Frau, nicht Ihr Mann und auch nicht Ihre Schwiegermutter. Manche Leute denken, dass Petrus Jesus verleugnete, weil dieser seine Schwiegermutter geheilt hatte, aber ich bin nicht sicher, ob diese Annahme wirklich biblisch fundiert ist.

 

Hier auf der Leinwand sehen Sie Epheser 6:12 aus der Living Bible. Da heißt es: „Denn wir kämpfen nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut, sondern gegen körperlose Personen, die bösen Herrscher der unsichtbaren Welt, die satanischen Mächte, die bösen Fürsten der Finsternis, die diese Welt beherrschen, und gegen viele böse Geister in der geistlichen Welt.“ Freunde, der Teufel ist Ihr Feind.

 

Ich erinnere mich an eine Frau in Oregon. Sie war eine enge Freundin von mir. Sie mochte ihren Schwiegersohn nicht – und das aus gutem Grund. Wenn sie von ihm sprach, nannte sie ihn immer

„dieser Teufel“. Ich weiß nicht einmal, wie er hieß, ich kannte ihn nur als den „Teufel“. Natürlich war er kein Teufel, auch wenn er sicher vom Teufel beeinflusst wurde. Aber sie kämpfte gegen den falschen Feind. Satan und seine bösen Geister lassen nichts unversucht, um Familien zu zerstören. Er wird alles tun, um Ihr glückliches Heim zu zerstören und Spaltung herbeizuführen. Denken Sie nur einmal an die erste Familie – Adam und Eva und ihre Söhne Kain und Abel. Kain erhob sich auf dem Feld gegen Abel und erschlug ihn. Warum? Die Bibel sagt in 1. Johannes: „Weil er aus dem Bösen war“, weil der Teufel ihn beeinflusste. Und ich bin sicher, alles begann mit einem Gedanken.

 

Der Teufel arbeitet immer nach diesem Schema. In der Bibel heißt es, dass Satan Judas dazu anstachelte, Jesus zu verraten. In einer Übersetzung heißt es am Anfang des Kapitels: „Satan gab Judas einen Gedanken ein.“ Und am Ende des Kapitels heißt es: „Satan ergriff Besitz von ihm.“ Aber alles begann mit einem Gedanken. Das ist ein uraltes Schlachtfeld. Der Teufel wird Ihnen Gedanken eingeben, wie: „Du wärst besser dran, wenn du Single wärst. Warum hast du diesen Menschen überhaupt geheiratet? Ihr seid nicht seelenverwandt. Erinnerst du dich an die Person neulich in der Gemeinde, bei der du diese Anziehungskraft, diesen Funken gespürt hast? Gott versteht sicher, dass du die falsche Person geheiratet hast. Es wäre besser, wenn ihr euch scheiden lasst.“ Wo kommen diese Gedanken her? Sie kommen vom Teufel, ebenso wie jede Menge anderer übler Gedanken.

 

Ich gebe Ihnen ein erstklassiges Beispiel dafür, wie der Teufel wirkt. Bitte schlagen Sie das Buch Hiob auf, direkt vor den Psalmen. Es heißt, es sei das älteste Buch der Bibel. Hiob, Kapitel 1. Am Anfang dieses Buchs kommt Satan zu Gott und sagt, er solle doch seine Hand gegen Hiob ausstrecken und ihm Böses widerfahren lassen. Aber so etwas tut Gott nicht. Im Verlauf der Geschichte lesen wir jedoch, dass die Schutzmauer um Hiob herum aufgrund von Furcht niedergerissen wurde, sodass der Teufel ihn angreifen konnte. Aber ich möchte, dass Sie sehen, welches Ziel der Teufel bei Hiob verfolgte. Hiob, Kapitel 1, Vers 11. Hier sagt der Teufel zu Gott:

 

Hiob 1:11

„Strecke jedoch nur einmal deine Hand aus und taste alles an, was er hat, ob er dir nicht ins Angesicht flucht!“

Und in Kapitel 2, Vers 5 steht der Teufel wiederum vor Gott und sagt: Hiob 2:5

„Strecke jedoch nur einmal deine Hand aus und taste sein Gebein und sein Fleisch an, ob er dir nicht

ins Angesicht flucht!“

 

Natürlich wissen wir, dass Hiob das niemals tat, aber der Teufel versuchte, ihn dazu zu bringen. Lesen wir weiter, Vers 7 in Kapitel 2:

 

Hiob 2:7-9

„Und der Satan ging vom Angesicht des Herrn fort und schlug Hiob mit bösen Geschwüren, von seiner Fußsohle bis zu seinem Scheitel. Und er nahm eine Tonscherbe, um sich damit zu schaben, während er mitten in der Asche saß. Da sagte seine Frau zu ihm: Hältst du noch fest an deiner  Vollkommenheit? Fluche Gott und stirb!”

 

Wer, glauben Sie, spricht hier durch seine Frau? Der Teufel sagt: „Mann, er wird dich verfluchen. Hiob wird dich verfluchen. Hiob wird dich verfluchen.“ Und plötzlich sagt seine Frau: „Fluche Gott!“ Mann, dazu wurde sie übernatürlich inspiriert. Sie wurde dazu getrieben.

 

Manche von Ihnen kennen das. Sie geraten in Streit mit Ihrem Mann oder Ihrer Frau und plötzlich kommen Ihnen diese bösartigen, beißenden Sätze über die Lippen. Und kaum sind sie ausgesprochen, denken Sie: „Mann, ich wünschte, ich hätte das nicht gesagt.“ Wo kam das her? Ich kann Ihnen sagen, wo das herkam: Es kam vom Teufel. Ihre Zunge sucht Inspiration und der Teufel liebt es, Ihre Zunge zu inspirieren. Er wird alles tun, um Ihr Heim zu zerstören. Er ist Ihr wahrer Feind. Aber Gott sei Dank, heißt es in

 

Jakobus 4:7

„Unterwerft euch nun Gott! Widersteht aber dem Teufel! Und er wird von euch fliehen.“

 

Sie müssen nicht zulassen, dass er Ihnen negative, bösartige, beißende Bemerkungen in den Mund legt.

 

Gut, hier ist ein weiterer Gedanke: Treffen Sie die Entscheidung, Gott zu dienen und Ihm zu gehorchen, ohne darauf zu warten, dass Ihr Mann oder Ihre Frau es tut. Entscheiden Sie sich dafür zu tun, was richtig ist, ganz gleich, was Ihr Partner tut. Gott sucht jemanden in Ihrem Heim, mit dem Er sich verbünden kann. Aber wenn Sie beide feindselig und dickköpfig bleiben, hat Gott niemanden, durch den Er in der Familie wirken kann. Dann hat Er kein Gefäß, durch das Er wirken kann. Deshalb warten Sie nicht darauf, dass Ihr Partner Ihre Bedingungen erfüllt.

 

„Wenn er den Anfang macht, werde ich meinen Teil auch tun.“

 

„Sie hat dieses nicht getan, und wenn sie jetzt mit jenem anfängt, werde ich das tun.“

 

Nein, nein, nein, nein, nein! Sie stellen sich Gott nur in den Weg, wenn Sie so handeln. Gott sucht nach jemandem, der tun will, was richtig ist, der sich mit Ihm verbünden will, der ein Gefäß für Ihn sein will und durch den Sein Segen fließen kann.

 

Gehen wir zurück zum Neuen Testament. 1. Petrus, Kapitel 3. Hier haben wir eine Situation, in der einer der Ehepartner nicht tut, was richtig ist. Der jeweils andere erhält in diesen Versen verschiedene Anweisungen.

 

1. Petrus 3:1-4

„Ebenso ihr Frauen, ordnet euch den eigenen Männern unter, damit sie, wenn auch einige dem Wort nicht gehorchen, ohne Wort durch den Wandel der Frauen gewonnen werden, indem sie euren in Furcht reinen Wandel angeschaut haben! Euer Schmuck sei nicht der äußerliche durch Flechten der Haare und Umhängen von Gold oder Anziehen von Kleidern, sondern der verborgene Mensch des Herzens im unvergänglichen Schmuck des sanften und stillen Geistes, der vor Gott sehr köstlich ist.“

 

Hier heißt es also nicht: „Er gehorcht dem Wort nicht, also musst du es auch nicht tun. Solange er  dem Wort nicht gehorcht, musst du gar nichts tun.“ Nein, hier lesen wir ein Versprechen: Wenn die Frau tut, was richtig ist, kann Gott in der Beziehung wirken, auch wenn der Mann es nicht tut. Er kann den Mann befreien und ihn auf den richtigen Weg führen. Hören Sie auf, sich darauf zu konzentrieren, was er nicht tut oder was sie nicht tut oder was die Kinder nicht tun. Konzentrieren Sie sich darauf, was Sie tun sollten. Lassen Sie uns sicherstellen, dass wir die richtigen Prioritäten haben. Lassen Sie uns sicherstellen, dass wir einen sanften Geist haben, dass wir unsere Bibel lesen und in die Gemeinde gehen. Und lassen Sie uns sicherstellen, dass wir auf den anderen zugehen statt zu  sagen: „Wenn er so beharrlich schweigt, mache ich es genauso. Ich kann dieses Spiel auch spielen.“ Nein, lassen Sie uns den Anfang machen und tun, was richtig ist.

 

Und noch ein Gedanke: Auch wenn Sie tun, was richtig ist, sollten Sie immer darauf achten, was Sie sagen, denn negative Worte können all die guten Werke, die Sie im Sinn hatten, zunichte machen. Wenn Sie etwas Negatives gesagt haben, schicken Sie etwas Positives hinterher. Unsere Worte haben Kraft und sie können das Blatt wenden, wenn eine Familie zu zerbrechen droht.

Bitte schlagen Sie nochmals das Alte Testament auf, das Buch der Sprüche. Sprüche 18:20-21

„Von der Frucht des Mundes eines Mannes wird sein Inneres satt, am Ertrag seiner Lippen isst er sich

satt.“ –

 

Die Amplified Bible fügt hier noch hinzu: „… ob zum Guten oder zum Schlechten.“ Vers 21:

 

„Tod und Leben sind in der Gewalt der Zunge, und wer sie liebt, wird ihre Frucht essen.“

 

Ernster kann die Lage nicht werden. Hier geht es um Leben und Tod. Tod und Leben sind in der Gewalt der Zunge und beachten Sie, dass hier gesagt wird, sie bringt etwas hervor. Sie bringt eine Frucht hervor. Sie werden mit der Frucht Ihrer Worte erfüllt. Tod und Leben sind in der Gewalt der Zunge und ob Sie nun Tod oder Leben sprechen – Sie werden die Frucht davon essen.

 

Jesus selbst lehrte, dass unsere Worte wie Samen sind. Er sagte: „Wenn der Sämann das Wort sät, sät er Samen aus. Wenn ihr predigt, werden Samen ausgesät. Wenn ihr redet, werden Samen ausgesät. Und wir werden ernten, was wir säen.“

 

Denken Sie einmal darüber nach. Sie machen eine harte Zeit in Ihrer Ehe durch und denken: „Wir sollten uns scheiden lassen.“ Damit haben Sie einen Samen ausgesät. „Du tust das immer! Du hörst nie zu! Ich hasse dich! Es gibt keine Hoffnung mehr. Als Single bin ich besser dran. Früher war ich glücklich. Du bist so dumm! Denkst du überhaupt noch nach? Warum habe ich dich geheiratet?“ Oft sagen Leute auch zu Kindern: „Aus dir wird nie etwas. Was ist mit dir los? Du bist ein Idiot!“ Warum sagen wir nicht stattdessen: „Mit Gott ist alles möglich. Ich vermag alles durch Christus, der mich kräftigt und ich werde das durchstehen. Er wird mich nicht aufgeben und mich nicht verlassen. Er ist mein Beistand in der Not.

 

Meine Kinder werden vom Herrn gelehrt und ihr Friede wird groß sein. Gott hat mir Autorität über den Teufel gegeben und ich übe diese Autorität aus in Jesu Namen. Diese Situation wird sich herumdrehen!“

 

Wir säen ständig Samen aus. Und wenn sie ernten, was um sie herum gewachsen ist, fragen sich manche Menschen: „Wo ist das hergekommen? Wie kann es sein, dass ich all das essen muss?“ Nun, Sie haben während der letzten Jahre Samen ausgesät. Das ist unvermeidlich, ein unveränderliches Gesetz. Sie werden erfüllt mit der Frucht ihres Mundes. Aber es beginnt mit den Samen. Manche von Ihnen sind gerade in der Zeit der Ernte und essen ihre bittere Frucht. Aber Sie haben die Samen selbst ausgesät! „Aber, Pastor, mir ist nicht danach, diese guten Dinge zu sagen.“ Mag sein. Aber wenn Sie eine andere Ernte haben wollen, fangen Sie an, andere Samen zu säen. Halten Sie an einer Verheißung fest. Suchen Sie in der Bibel nach einer Verheißung für Ihre Familie und verankern Sie Ihren Glauben darin. Ich war der Erste in meiner Familie, der gerettet wurde.

 

Als junger Christ las ich in der Bibel und kam zu den Versen 30 und 31 in Apostelgeschichte 16. Nach dem Erdbeben kam der Kerkermeister zitternd zu Paulus und fragte: „Was muss ich tun, dass ich gerettet werde?“ Er sagte: „Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst gerettet werden, du und dein Haus.“ Mann, ich nahm das persönlich. Wenn ich gerettet werde, wird auch mein ganzes Haus gerettet. Und so sagte ich: „Gott, danke, dass Du meine Familie rettest.“ Ich weiß noch, wie ich nach Kalifornien zurückfuhr, nachdem ich sie lange Zeit nicht mehr gesehen hatte. Ich betete diese beiden Verse und dankte Gott, dass meine Familie gerettet würde. Später sagten mir einige Leute: „Das kannst du so nicht machen!“ Aber dazu kann ich nur sagen, dass ich froh bin, ihnen nicht früher begegnet zu sein, denn heute ist meine ganze Familie gerettet und in der Gemeinde.

 

Das ist wie bei den Bienen, wissen Sie. Die Wissenschaftler sagen, sie könnten nicht fliegen, weil ihre Flügel zu klein für ihr Körpergewicht sind. Gut, dass die Bienen das nicht wissen. Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich weiß, dass Gott nicht gegen den Willen eines Menschen angeht. Aber ich glaube, wenn die Verwirrung, die der Teufel stiftet, erst einmal ausgeräumt ist, werden sich die meisten Leute für den Himmel statt für die Hölle entscheiden. Suchen Sie sich eine Verheißung und halten Sie daran fest.

 

In Sprüche 14:11 heißt es: „Das Haus… der Aufrichtigen blüht auf.“ Sprüche 11:21: „… die Nachkommen der Gerechten entrinnen.“

5. Mose 30:19: „So wähle das Leben, damit du lebst, du und deine Nachkommen…“

 

In Jesaja 54:13 sagt Gott: „Und alle deine Kinder werden von dem Herrn gelehrt, und der Friede deiner Kinder wird groß sein.“

 

Und in Jesaja 59:21 sagt Gott, der Geist, der auf mir ruht und die Worte, die er in meinen Mund gelegt hat, werden nicht aus meinem Mund weichen noch aus dem Mund meiner Kinder oder der Kinder meiner Kinder von nun an bis in Ewigkeit.

 

Meine Kinder und Enkelkinder werden also Gott kennen und mit dem Wort Gottes erfüllt sein. In Maleachi 3:24 sagte Gott: „Ich werde das Herz der Väter zu den Söhnen und das Herz der Söhne zu ihren Vätern umkehren lassen…“

 

1. Korinther 7:14: „Denn der ungläubige Mann ist durch die Frau geheiligt, und die ungläubige Frau ist durch den Bruder geheiligt; sonst wären ja eure Kinder unrein, nun aber sind sie heilig.“

 

In 1. Petrus 3 lesen wir, dass der ungläubige Mann durch den Wandel der gläubigen Frau gewonnen werden kann.

 

Und in Galater 3:13 heißt es: „Christus hat uns losgekauft von dem Fluch des Gesetzes, indem er ein Fluch für uns geworden ist …“ Und einer dieser Flüche ist gemäß 5. Mose 28:41, dass wir Söhne und Töchter zeugen werden, die uns nicht gehören, weil sie in Gefangenschaft gehen werden.

 

Gott sei Dank muss ich nicht fürchten, dass meine Kinder in Gefangenschaft gehen. Das ist eine Verheißung, die ich in mein Herz aufnehme und mit meinem Mund ausspreche und ich werde eine Ernte in meiner Familie haben.

 

Noch ein letzter Gedanke: Wenn Sie Gott Ihre Situation gegeben und Ihren Teil getan haben, überlassen Sie alles Ihm und machen Sie sich keine Sorgen mehr darüber. Die Bibel lehrt uns, dass wir unsere Sorgen auf Ihn werfen sollen, weil Er für uns sorgt. Gehen wir nochmals zurück zu Psalm

127. Wir haben vorhin einen Vers ausgelassen. Wir lesen nochmals Vers 1:

 

„Wenn der Herr das Haus nicht baut…“ (oder die Familie) „arbeiten seine Erbauer vergebens daran. Wenn der Herr die Stadt nicht bewacht, wacht der Wächter vergebens.“ Vers 2: „Vergebens ist es für euch, dass ihr früh aufsteht, euch spät niedersetzt, das Brot der Mühsal esst. So viel gibt er seinem Geliebten im Schlaf.“

 

Einige von Ihnen setzen sich spät nieder und stehen früh auf und sie essen nichts außer dem Brot der Mühsal und sorgen sich um ihre Kinder. Sie wurden der Lebensqualität, die Gott für Sie vorgesehen hat, beraubt. Aber wenn Sie Gott einladen und Er beginnt, das Haus zu bauen, können Sie zu Bett gehen. Sie können sich ausruhen. Sie können Ihm vertrauen. Manche von Ihnen haben Kinder, von denen sie nicht einmal wissen, wo sie auf diesem Planeten sind und sorgen sich fast zu Tode. Aber wissen Sie was? Sie wollen vielleicht nicht mit Ihnen reden, aber Ihren Gebeten können sie nicht entkommen. Und Gott kann auf dem ganzen Planeten wirken. Er kann ihnen Beter über den Weg schicken. Er kann ihnen nachts einen Traum geben, sie aufwecken und sich ihnen offenbaren. Wenn Gott einen heidnischen König mitten in der Nacht aufwecken und ihn darauf aufmerksam machen kann, was Mordechai für ihn getan hat, kann Er dasselbe für Ihre Familie tun. Vertrauen Sie Ihm! Gott ist nicht begrenzt. Er kann tun, was Sie nicht tun können. Und währenddessen möchte Gott, dass wir Ruhe und Frieden haben.

 

Wenn Sie Ihre Situation Gott gegeben haben, lassen Sie sie dort. Er ist groß genug, um Ihre Kinder zu befreien. Wie Wasserbäche ist das Herz eines Königs in der Hand des Herrn; wohin immer er will,  neigt er es, sagt die Bibel. Gott kann das Herz Ihres Mannes, das Herz Ihrer Frau neigen. Vielleicht sind Sie am Ende Ihrer Kraft. Das ist gut für Sie. Null plus Gott ist die Mehrheit. Als Noah und seine Familie in die Arche gingen, waren sie eine Minderheit. Als sie herauskamen, waren sie die absolute Mehrheit. Sie und Gott, das ist genug. Wenn Sie am Ende Ihrer Kraft sind, mussten Sie vielleicht so weit kommen, damit Sie Ihre Sorgen endlich an Gott abgeben. Vielleicht mussten Sie dort hinkommen, um zu erkennen: „Ich habe einfach nicht mehr die Kraft, das zu tun.“ Gott sagt: „Darauf habe ich gewartet. Ich wollte dir das abnehmen. Ich wollte, dass du es mir gibst. Gib mir deine Kinder, gib mir deine Ehe, gib mir dein Haus.“ Das löst uns jedoch nicht von unserer Verantwortung. Wir müssen Gottes Wort gehorchen. Wir müssen sensibel für das Reden des Heiligen Geistes sein und die richtigen Worte sagen. Aber vor allem müssen wir auf Gott vertrauen, nicht auf uns selbst. Unsere Fähigkeit ist von Ihm.

 

Gott liegt die Familie sehr am Herzen. Er hat Seinen Sohn gesandt, um uns in Seine Familie aufzunehmen und Er will Ihrer Familie helfen. Gott ist an Ihnen interessiert. Seine Gedanken über Sie sind zahlreicher als der Sand am Meer. Und im Namen Jesu bete ich, dass Sie durch Sein Wort die Hilfe und die Wegweisung finden, die Sie brauchen, um Ihre Familie stark zu machen. Bis nächste Woche.

 

Lieben Sie Ihre Frau, respektieren Sie Ihren Mann / Teil 1 24.02.2013

Pastor Bayless und Janet Conley

 

Meine Frau und ich haben einmal zusammen einen Vortrag mit dem Titel „Lieben Sie Ihre Frau, respektieren Sie Ihren Mann“ gehalten. Sie und ich haben gemeinsam einige praktische Dinge erklärt, die Frauen und Männer wissen müssen, um eine gute Ehe führen zu können. Heute beginnen wir mit Janet und ich sage Ihnen: Ich bin mit der klügsten Frau der Welt verheiratet. Sie ist bodenständig und hat gute Ratschläge, die Ihnen helfen sollen. Liebe Männer, Sie sollten meiner Frau heute besonders gut zuhören. Frauen wollen geliebt werden, Männer wollen respektiert werden. Janet und ich sprechen darüber, was das ganz praktisch heißt und sie hat ein paar wunderbare Gedanken dazu. Deshalb wollen wir uns wieder gemeinsam mit Gottes Wort beschäftigen. Meine Frau Janet macht den Anfang.

 

Janet:

Okay. Sind Sie bereit? Also, unser Thema heute ist: „Lieben Sie Ihre Frau, respektieren Sie Ihren Mann.“ An dieser Stelle möchte ich Dr. Emerson Eggerichs für sein Buch „Liebe und Respekt“ danken, denn einige der Gedanken heute stammen von ihm. Das ist auch ein tolles Buch, wenn Sie einfach

ein paar Gedankenanstöße brauchen. Ich möchte also die Männer ansprechen und Bayless wird die Frauen ansprechen, denn ich als Frau kann Ihnen sagen, was Frauen mögen. Okay, sind Sie bereit? Ja. Okay.

 

Beginnen wir mit dem Epheserbrief in Kapitel 5. Epheser 5:33, nach der Neues-Leben-Übersetzung. Dort heißt es: „Deshalb sage ich noch einmal, dass jeder Ehemann seine Frau so lieben soll, wie er sich selbst liebt, und dass die Ehefrau ihren Mann achten und respektieren soll.“

 

Die Sache ist also eigentlich ganz einfach. Eine Frau möchte geliebt werden und der Mann braucht Respekt. Männer brauchen Respekt, weil Gott sie so geschaffen hat. Frauen brauchen Liebe, weil  Gott uns so angelegt hat. So hat Er uns erschaffen. Wir brauchen Liebe. Wahre und dauerhafte Liebe, ganz gleich, ob in einer Ehe oder in zwischenmenschlichen Beziehungen allgemein, achtet den anderen höher als sich selbst. Sie setzt die Bedürfnisse des anderen an die erste Stelle und wünscht sich, dass er im Leben wächst und gedeiht. Und wie viele wissen, dass man daran hart arbeiten und Opfer bringen muss? Genauso ist es. Aber wissen Sie was? Es lohnt sich. Und die Kehrseite davon wäre: „Sie respektiert mich nicht, also gebe ich ihr keine Liebe.“ Oder: „Er liebt mich offenbar nicht richtig, also respektiere ich ihn auch nicht.“ Und damit gerät man in einen Kreislauf: „Wenn er das und das nicht tut, tue ich das und das nicht oder tut sie das und das nicht.“ Und so geht es dann immer weiter im Kreis und immer tiefer hinein. Es ist wie bei Hamstern im Laufrad, sie laufen und laufen und kommen nicht vom Fleck. Aber wenn wir die Bedürfnisse des anderen über unsere eigenen stellen, ermutigt die Liebe des Mannes die Frau dazu, ihn zu respektieren und ihr Respekt hilft ihm, sie zu lieben. Dadurch entsteht ein Kreislauf, der beiden Kraft gibt. So ist es etwas Gutes, wenn wir die Bedürfnisse des anderen an die erste Stelle setzen, sehen Sie? Vielleicht fragen sich die Männer: „Ich versuche ja, meine Frau zu lieben, aber ich kann sie einfach nicht zufrieden stellen. Nichts funktioniert. Wie kann ich ihr meine Liebe so zeigen, dass sie es versteht?“ Diese Fragen versuchen wir heute zu beantworten. Ich möchte Ihnen drei Möglichkeiten nennen, wie Sie Ihrer Frau Ihre Liebe so zeigen können, dass sie es richtig versteht. Ihre Frau sehnt sich nach Nähe, sie sehnt sich nach Verständnis und sie sehnt sich nach Wertschätzung. Wiederholen wir noch einmal: Nähe, Verständnis und Wertschätzung. So versteht Ihre Frau Liebe.

 

Kommen wir also zum Ersten: Eine Frau sehnt sich nach Nähe. In 1. Mose 2:24 heißt es: „Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen“ oder „mit seiner Frau verbunden sein“.

 

Das Wort „anhängen“ bedeutet eng zusammenhängen, anklammern, stark beteiligt, emotional anhänglich oder miteinander verbunden sein. Ein Mann verlässt also seine Eltern und hängt eng mit seiner Frau zusammen, klammert sich an sie, hängt emotional an ihr und ist mit ihr verbunden. Und Gott sagte das, weil Er wusste, wie Er die Frau geschaffen hat und was sie braucht. Sie braucht diese Nähe. Sie braucht das Gefühl der Nähe und Verbindung anders als ein Mann. Im Hohelied Salomos spricht Sulamith über ihren Geliebten. In Kapitel 8, Vers 6, heißt es: „Leg mich wie ein Siegel an dein Herz, wie ein Siegel an deinen Arm!“ Das ist ein Ausdruck für sehr große Nähe.

 

Vielleicht kennen Sie die Geschichte von dem Vater, der seine vierjährige Tochter ins Bett bringt. Er legt sich für ein paar Minuten neben sie, um ihr einschlafen zu helfen. Im Zimmer ist es dunkel. Und sie redet und redet und redet ununterbrochen… da liegen sie also nebeneinander und plötzlich sagt

 

sie: „Papa, schau mich an.“ Sie merkt, sie kann spüren, dass er sie nicht anschaut. Und weil er sie nicht anschaut, hört er ihr vielleicht auch nicht zu und sie nimmt sein Gesicht zwischen die Hände und dreht es zu sich um. Schon in diesem jungen Alter spürt sie und wünscht sie sich diese Nähe, diese unmittelbare Verbindung. Nach solcher Nähe sehnt sich eine Frau in jeder Beziehung und besonders  in der Ehe. Man kann sich eine Ehe wie auf einem Spektrum vorstellen: Auf der einen Seite hier befinden sich Nähe und Verbundenheit und auf der anderen Seite ist die Unabhängigkeit. Und in einer Ehe steht eine Frau eher auf dieser Seite, bei der Nähe und Verbundenheit und der Mann vielleicht eher ein wenig auf der Seite der Unabhängigkeit. Wenn der Mann zu unabhängig wird… vielleicht  redet er zum Beispiel nicht viel… wenn er also mehr auf dieser Seite steht, fühlt sich die Frau ihm nicht nahe und gewinnt den Eindruck, dass er sie nicht richtig liebt. Und sicher kann kein Mann alle emotionalen Bedürfnisse einer Frau stillen. Darum haben wir Frauen Freundinnen und Gott. Das heißt nicht, dass Männer wie Frauen werden sollen und ständig bei ihr sitzen und mit ihr reden sollen. Nein. Ihre Frau wünscht sich natürlich, dass Sie ein richtiger Mann sind. Aber wenn Sie sich auch nur in kleinen Dingen oder mit kleinen Schritten auf sie zu bewegen, werden Sie staunen, wie sehr es das Herz Ihrer Frau und ihr ganzes Wesen berührt. Und natürlich brauchen Sie Ihre Freiräume. Wenn Sie die ganze Woche gearbeitet haben, haben Sie sich den Sport oder das Angeln verdient. Aber Sie werden Ihre Frau nicht motivieren, Ihnen zu geben, was Sie brauchen, indem Sie Ihr vorenthalten,   was sie braucht. Natürlich brauchen beide Partner hin und wieder Freiräume, aber das gehört zum Erwachsensein. Man muss kommunizieren und herausfinden, wie man die Bedürfnisse des anderen erfüllen kann. Geben Sie einander hin und wieder Freiräume, aber bleiben Sie nah beieinander. Und, Männer, es gibt einige Möglichkeiten, Ihren Frauen diese Nähe zu vermitteln: sogar mit so kleinen Dingen wie ihre Hand zu halten. Oder nehmen Sie sie in den Arm. Manchmal stürmen so viele  Gefühle auf uns ein, dass wir gar nicht richtig wissen, was los ist. Vielleicht haben wir nur einen harten Tag hinter uns. Manchmal nimmt mich mein Mann einfach in den Arm und ich schmelze nur so dahin, weil ich mich ihm nahe fühle und spüre, dass ich ihm wichtig bin. Und noch etwas: Seien Sie zärtlich, ohne Sex zu wollen. Umarmen Sie sie. Halten Sie ihre Hand. Küssen Sie sie. Sagen Sie ihr, wie hübsch Sie ist. Denn wissen Sie was? Wenn Sie nur zärtlich zu ihr sind, wenn Sie Sex wollen, wird  Ihre Frau anfangen, sich benutzt zu fühlen. Also sparen Sie Ihre Zärtlichkeiten nicht für den Abend   auf. Ihre Frau wird es zu schätzen wissen und genießen. Etwas, das für uns Frauen ebenfalls Bände spricht, ist, wenn wir von unserem Mann ausgeführt werden. Verabreden Sie sich regelmäßig. Vielleicht gehen Sie auch einfach nur spazieren, einmal um den Block, und dabei können Sie sich unterhalten. Machen Sie den ersten Schritt. Das fördert die Nähe. Seien Sie der Initiator für gemeinsame Zeit. Außerdem ist es schön, wenn Sie sich nach dem Liebesspiel noch ein bisschen mit Ihrer Frau unterhalten, statt einfach nur einzuschlafen oder Fernsehen zu schauen. Das fördert die Nähe. Ihre Frau möchte wissen, was in Ihrem Leben geschieht. Wenn Ihre Frau auf Sie zukommt und Ihnen Fragen stellt, dann ist das kein Verhör oder so etwas. Sie möchte Ihnen einfach nahe sein, weil Sie ihr viel bedeuten. Sie sind ihr wichtig. Sie möchte Ihnen nahe sein, sie möchte eng mit Ihnen verbunden sein. Das ist der erste Punkt.

 

BAYLESS:

Ich möchte noch einmal Epheser 5:33 lesen.

 

Epheser 5:33

„Deshalb sage ich noch einmal, dass jeder Ehemann seine Frau so lieben soll, wie er sich selbst liebt, und dass die Ehefrau ihren Mann achten und respektieren soll.“

 

In der Regel brauchen Frauen fürs Lieben nicht viel Anleitung. Lieben ist für sie etwas recht Natürliches. Aber sie brauchen Ermutigung, was den Respekt betrifft. Respekt ist für Männer etwas so Natürliches wie Liebe für Frauen. Männer wollen vor allem respektiert werden. Frauen wollen vor  allem geliebt werden. Und den Frauen möchte ich sagen: Wenn Sie wollen, dass Ihr Mann zärtlicher  ist und Sie mehr liebt, dann erreichen Sie das nicht, indem Sie ihm mehr Liebe schenken. Nein: Sie müssen ihn vor allem mehr respektieren. Wenn Sie ihm geben, was er braucht, wird er Ihnen unbewusst auch geben, was Sie brauchen. Bitte denken Sie einmal über diesen Vers nach: „Männer, liebt eure Frauen.“ Die meisten von uns wissen und stimmen sicher zu, dass diese Liebe bedingungslos sein muss. In der Bibel heißt es noch an vielen anderen Stellen, dass wir so lieben sollen, wie Gott uns durch Christus Jesus geliebt hat. Wie viele Frauen denken, dass ihre Männer sie bedingungslos lieben sollen? Auch dann noch, wenn Sie selbst sich nicht besonders liebenswert verhalten? Ich glaube, das trifft auf viele zu. Das ist ein Gebot, dem wir gehorchen sollen: Männer,  liebt eure Frauen. Liebt sie nicht nur dann, wenn sie nett ist und das Richtige tut. Liebt sie einfach.  Und wenn das stimmt, dann gilt das Gleiche für den Respekt. Der Respekt soll so frei von Bedingungen sein wie die Liebe. Das ist kein Vorschlag, sondern ein Gebot Gottes, dem wir gehorchen sollen. Und ich weiß, dass manche Frauen denken: „Ich respektiere nichts an ihm!“ Wenn

 

eine Frau das sagt, ist sie meist entweder zu wütend oder zu entmutigt, um nach Dingen zu suchen, die es wert sind, respektiert zu werden. Fangen wir bei einer einfachen Voraussetzung an:

 

Wahrscheinlich ist Ihr Mann nicht böse und versucht nicht, Sie zu zerstören. Wahrscheinlich ist er im Grunde ein guter Kerl; deswegen haben Sie ihn geheiratet. Und, Männer, Ihre Frau ist auch nicht  böse. Sie will Sie nicht klein machen und in der Luft zerreißen. Gehen wir einfach davon aus, dass Ihr Ehepartner im Grunde das Richtige tun und sein will. Die meisten Menschen stecken nicht voller böser Absichten. Meine Damen, vielleicht ist Ihr Mann genauso frustriert über Sie wie Sie über Ihren Mann. Denken Sie daran: Ihr Mann ist nach Gottes Bild erschaffen, mit göttlichen Eigenschaften, die es wert sind, respektiert zu werden. Versuchen Sie, in ihm zu sehen, was Gott in ihm sieht. Schauen Sie sein gutes Herz an und beginnen Sie, ihm Respekt entgegenzubringen, ganz gleich, wie er reagiert. Die meisten Männer sehnen sich nämlich nach Ehre und Bewunderung so wie Frauen sich nach Liebe   und Wertschätzung sehnen. Also, meine Damen, zeigen und sagen Sie ihm, dass Sie ihn  respektieren. In dem Buch über Liebe und Respekt, das Janet erwähnt hat, schlägt der Autor ein kleines Experiment vor. Überlegen Sie, was Sie an Ihrem Mann respektieren, selbst wenn es nur wenige Dinge sind. Und wenn er gerade nicht abgelenkt oder beschäftigt ist, dann gehen Sie zu ihm und sagen: „Ich habe über dich nachgedacht und möchte dir einfach sagen, dass ich vieles an dir und dich als Person respektiere.“ Warten Sie nicht auf seine Reaktion, sondern gehen Sie einfach wieder. Und dann warten Sie ab, was danach passiert. Wahrscheinlich wird er denken: „Moooment mal! Was respektierst du an mir?“ Sie werden überrascht sein, wie sehr Männer sich nach Respekt sehnen. Es gibt drei Dinge, die ich Ihnen zum Nachdenken mitgeben möchte; drei Dinge, die damit zu tun haben, wie Gott uns Männer geschaffen und angelegt hat. Drei Bereiche, in denen Männer sich Respekt wünschen. Und wenn Sie Ihren Mann in diesen Bereichen durch Ihre Worte und Taten respektieren, ehren und bewundern, wird er ganz unbewusst anfangen, Ihnen zu geben, was Sie brauchen. Diese drei Bereiche sind seine Arbeit, seine Entscheidungen und seine Bedürfnisse. Seine Arbeit, seine Entscheidungen und seine Bedürfnisse. Darum soll es in den nächsten Minuten gehen.

 

Erstens: die Arbeit. Gott hat es in die Natur des Mannes gelegt, zu versorgen und zu beschützen. In

1. Mose 2:15 heißt es: „Gott, der Herr, nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, ihn zu bebauen und ihn zu bewahren.“ Bebauen bedeutet arbeiten; bewahren bedeutet bewachen. Gott hat es in die Natur des Mannes gelegt, zu versorgen und zu beschützen, zu arbeiten und zu bewachen. Die meisten Frauen wissen vermutlich gar nicht, wie wichtig Männern ihre Arbeit ist. Ihre Identität  hängt daran. Wissen Sie, worüber zwei Männer als Erstes sprechen? Die erste Frage ist immer: „Was machst du beruflich?“ Unsere Identität hängt an unserer Arbeit. Haben Sie Ihrem Mann schon einmal für seine Arbeit gedankt? „Danke, dass du arbeiten gehst und dein Bestes tust, unsere Familie zu versorgen.“ Unterstützen Sie ihn und machen Sie ihn nicht nieder. Und wenn Ihr Mann gerade arbeitslos ist, dann ist es ganz besonders wichtig, dass Sie ihn in diesem Bereich ermutigen!

 

Ein Ehepaar wurde einmal von einem anderen Ehepaar in deren neues Haus eingeladen. Dieses Paar war sehr wohlhabend und hatte sich sein Traumhaus gebaut. Also luden sie ihre Freunde ein und zeigten ihnen ihr Haus mit dem grandiosen Schlafzimmer und dem gigantischen begehbaren Kleiderschrank, der schicken Badewanne und der riesigen Dusche mit mehreren verschiedenen Duschköpfen. Als sie wieder die Treppe hinuntergingen, sagte die Frau des anderen Ehepaars zu ihrem Mann: „Ich glaube, du brauchst einen zweiten Job.“ Es war einfach nur eine beiläufige Bemerkung, bei der sie sich nichts dachte. Aber wissen Sie, wie die männliche Psyche so einen Satz interpretiert? „Du Versager. Ich respektiere dich nicht. Du machst nicht genug und ich kann dich nicht wertschätzen.“ Also macht er dicht. Zehn Minuten später merkt sie, dass etwas nicht stimmt und fragt ihn: „Was ist denn los?“ „Nichts.“ „Was hast du denn?“ „Nichts.“

 

Verstehen Sie, die Frau hatte sich respektlos über seine Arbeit geäußert.

 

Bei einem anderen Ehepaar wollte der Mann seinen Vorgesetzten um eine Gehaltserhöhung bitten. Er hatte wirklich viel für seine Firma getan, also bat er um die Gehaltserhöhung, rief seine Frau an und sagte: „Der Chef hat Ja gesagt!“ Sie antwortete: „Gut gemacht, Schatz!“ Als er heimkam, erwartete ihn ein Candle-Light-Dinner und eine kleine, wunderschöne Karte neben seinem Teller, auf der stand:

„Herzlichen Glückwunsch! Ich wusste, dass du es schaffst! Dieses Essen soll dir zeigen, wie sehr ich dich liebe!“ Es war wunderbar! Später in der Küche rutschte der Frau eine zweite Karte aus der Tasche, ohne dass sie es merkte. Er hob die Karte auf, öffnete sie und las: „Mach dir nichts draus, dass du die Gehaltserhöhung nicht bekommen hast. Verdient hättest du sie. Dieses Essen soll dir zeigen, wie sehr ich dich schätze.“ Eine sehr, sehr kluge Frau!

 

Zweitens steckt in uns der Wunsch zu beschützen. Und, meine Damen, ich weiß, dass das oft als

 

Kontrollzwang missverstanden wird. Aber wir wollen Sie nicht kontrollieren, sondern beschützen. Manchmal wird es auch als Kritik verstanden, aber das stimmt nicht.

 

Janet ist eine sehr intelligente Frau. Sie hat studiert und ist examinierte Krankenschwester. Eines Abends – wir waren noch nicht so lange verheiratet – wollte sie noch aus dem Haus; es war gegen

20.30 Uhr. Ich fragte: „Wo willst du noch hin?“ Sie sagte: „Ins Einkaufszentrum.“ Ich sagte: „Nein,  lieber nicht.“ Sie sagte: „Doch, ich fahre.“ – Damals lebten wir in einer relativ sicheren Gegend, aber  das Einkaufszentrum war in einer wirklich schlechten Gegend. In der Woche zuvor war auf dem Parkplatz dort eine Frau vergewaltigt worden. Also stellte ich mich vor die Tür. Sie sagte: „Geh mir aus dem Weg.“ Ich sagte: „Ich rühre mich nicht vom Fleck. Du fährst nicht ins Einkaufszentrum.“ Sie versuchte, an mir vorbeizukommen, aber ich ließ sie nicht. Ich sagte: „Nur über meine Leiche!“ Sie war so sauer auf mich! Sie dachte, ich wolle sie kontrollieren! Aber in Wirklichkeit wollte ich sie nur beschützen! Liebe Frauen, wenn nötig, würden wir für Sie sterben! Sie müssen verstehen, dass es nicht um Kontrolle geht.

 

Wissen Sie, wenn ein Mann seine Frau ständig ermahnt, im Wohngebiet langsamer zu fahren, dann kritisiert er nicht ihren Fahrstil. Er versucht damit nicht, sie zu kontrollieren. Vielmehr denkt er: „Wenn jetzt ein Kind hinter einem Ball herläuft und zwischen den Autos hervorkommt und du es anfährst,  dann stürzt du eine andere Familie ins Unglück und du wirst auch selbst niemals damit leben können.“ Er versucht seine Frau davor zu schützen und er denkt an die Zukunft. Er weiß: „Wenn etwas passiert, gibt es eine Gerichtsverhandlung und wir könnten unser Haus verlieren und alles, wofür wir je gearbeitet haben.“ Er will beschützen, nicht kontrollieren. Also sagen Sie Ihrem Mann, dass Sie seine Bemühungen bewundern und respektieren. Schreiben Sie ihm einmal eine kleine Nachricht: „Ich finde es schön, wie du mich beschützt. Ich respektiere dich sehr dafür.“

 

JANET:

Danke, dass du so hart arbeitest. Ich finde es schön, wie du mich beschützt.

 

Okay. Das Zweite, was eine Frau sich wünscht, ist Verständnis. In 1. Petrus 3:7 heißt es nach der Neues-Leben-Übersetzung: „Für euch Männer gilt: Euer Verhalten gegenüber euren Frauen soll von Achtung geprägt sein. Begegnet ihnen verständnisvoll, denn sie sind die Schwächeren. Und vergesst nicht, dass sie wie ihr das ewige Leben von Gott geschenkt bekommen, damit eure Gebete nicht vergeblich sind.“ In einer anderen Übersetzung heißt es: „Lebt verständnisvoll mit euren Frauen zusammen.“ Sie müssen Ihre Frau nicht in allen Einzelheiten verstehen. Ich glaube, kein Mensch kann den anderen völlig verstehen. Aber sie muss merken, dass Sie sie verstehen möchten. Sagen Sie ihr, dass Sie ihrem Herzen vertrauen und dass Sie im Grunde wissen, dass sie ein guter Mensch ist. Ihre Frau ist sehr verletzlich, wenn Sie sich nicht bemühen, sie zu verstehen. Sie will gehört und  verstanden werden. Wenn Sie ihr vermitteln, dass niemand Frauen verstehen kann, besonders Sie nicht oder wenn Sie sie nicht als gleichwertigen Partner im Leben behandeln, schießen Sie sich ein Eigentor. Weil Gott uns geschaffen hat, wie Er uns geschaffen hat, können wir mit solch einer Einstellung nicht leben. Gott sagt in diesem Vers: „Du musst deine Frau behutsam behandeln. Sie ist zerbrechlich und braucht deine Hochachtung.“ Und um sie verstehen zu können, haben Sie als  Männer zwei effektive Mittel mitbekommen, nämlich Ihre Ohren. Hören Sie Ihrer Frau einfach zu und sie wird sich höchstwahrscheinlich verstanden fühlen. Wussten Sie das schon? Hören Sie ihr zu.

 

Manchmal ist das für Ehemänner eine riesige Hürde und sehr schwierig, weil sie darauf angelegt sind, Dinge in Ordnung zu bringen. Wenn Ihre Frau anfängt, Ihnen etwas zu erzählen, analysieren Sie die Situation und suchen eine Lösung. Doch genau das ist oft ein großer Konfliktpunkt in einer Ehe. Also fragen Sie lieber nach: „Möchtest du eine Lösung oder soll ich dir einfach zuhören?“ Ihre Frau wird Ihnen sagen, was sie sich wünscht.

 

Ein zweiter Aspekt zum Bedürfnis, verstanden zu werden, ist das Bedürfnis nach Frieden zwischen ihr und Ihnen. Für mich ist es sehr, sehr wichtig zu wissen, dass wir Frieden miteinander haben, nichts zwischen uns steht, in keinerlei Hinsicht. Sie können sich Männer und Frauen wie zwei unterschiedliche Schaltkreise vorstellen. Wenn in einer Reihenschaltung mit 3000 Lampen ein Licht ausgeht, gehen alle Lichter aus. In einer Parallelschaltung können 1000 Lampen ausfallen, doch die restlichen 2000 leuchten weiter. Das ist der Unterschied zwischen Männern und Frauen. Die Frau ist die mit der Reihenschaltung – wenn ein Licht ausgeht, gehen alle aus, weil alles in ihr miteinander vernetzt ist. Man sagt manchmal, Männer sind wie Waffeln und Frauen wie Spaghetti. Männer haben für alles eine Schublade und bei Frauen ist alles miteinander verwoben. Wenn also bei einer Frau etwas schief geht, wirkt sich das auf ihr gesamtes Wohlbefinden aus. Deswegen wünscht sich eine Frau, im Frieden mit ihrem Mann zu leben. Aber wissen Sie, Konflikte in einer Ehe sind nicht

 

unbedingt ein Zeichen für eine schlechte Ehe. In 1. Korinther 7:28 heißt es: „Wer heiratet, hat zusätzliche Erschwernisse.“ Wenn man zwei Menschen, zwei Individuen zusammenbringt, die eins werden sollen, dann kostet das etwas Arbeit und es wird auch Konflikte dabei geben. Aber es lohnt sich. Es lohnt sich so sehr! Und ich würde sagen: Die Ehe ist vielleicht das Schwerste, was ich je in meinem Leben angepackt habe, was wir in unserem Leben getan haben. Selbst wenn man Pastor ist. Aber wissen Sie was? In einer Ehe bekommt man auch sehr, sehr viel geschenkt. Und wenn man verheiratet ist, wirkt sich die Ehebeziehung auf das gesamte Leben aus.

 

Ich wünschte, wir hätten die Zeit, dieses Thema heute zu Ende zu bringen. Janet und ich hätten noch sehr viel mehr dazu zu sagen. Deswegen schlage ich vor, dass Sie auch zur nächsten Sendung mit Teil 2 unseres Themas wieder einschalten. Wir wollen mit Ihnen umfassend betrachten, was es heißt, dass Frauen ihre Männer respektieren und Männer ihre Frauen lieben sollen. Bis dahin bete ich, dass Gott Sie segnet und Sie in die Praxis umsetzen können, was Sie heute gehört haben. Sicher gibt es etliche Zuschauer, die das Gefühl haben, dass ihre Ehe vorbei ist und nicht mehr gekittet werden kann. Doch Gott kann sogar eine tote Liebe wieder zum Leben erwecken. Legen Sie es in Seine Hände und warten Sie ab, was Er tut. Ich möchte Ihnen Mut machen, Gott zu gehorchen, ganz gleich, was Er von Ihnen verlangt. Beten Sie: „Gott, hier bin ich. Ich möchte Deinen Willen tun. Zeig mir den nächsten Schritt, den ich in meiner Beziehung zu Dir und in meiner Ehe tun soll.“ Lieber Freund, Gott wird Sie führen. Also schalten Sie nächste Woche wieder ein. Gott segne Sie.

 

Lieben Sie Ihre Frau, respektieren Sie Ihren Mann / Teil 2 03.03.2013

Pastor Bayless und Janet Conley

 

Herzlich willkommen! Heute gibt es den zweiten Teil der Sendung zum Thema Beziehungen, die meine Frau und ich gemeinsam gestaltet haben. Wir sprechen darüber, dass Frauen ihre Männer respektieren und Männer ihre Frauen lieben müssen. Es geht direkt an der Stelle weiter, an der meine Frau Janet etwas erklärte. Sie werden meine Frau bestimmt mögen, also hören wir ihr zu.

 

JANET:

Wie können Sie also Frieden mit Ihrer Frau schließen? Erstens: Gehen Sie behutsam mit ihr um. In Sprüche 15:1 heißt es: „Eine sanfte Antwort wendet Grimm ab (besonders den Ihrer Frau!), aber ein kränkendes Wort erregt Zorn.“ Ihre liebevolle Haltung rührt das Herz Ihrer Frau an.

 

Ich erinnere mich an eine Geschichte über einen Teenager, der mit seiner Mutter redete. Sie empfand seine Worte als schroff, also sagte sie zu ihm: „Sohn, ich möchte nicht, dass du noch einmal so mit  mir redest.“ Er sagte: „Ich weiß gar nicht, was so schlimm daran ist. So rede ich doch auch mit meinen Freunden!“ Und sie sagte: „Ich bin nicht dein Freund, sondern deine Mutter und eine Frau. Und so redet man nicht mit Frauen.“ Es war eine gute Lektion für den Sohn, nicht so derb mit Frauen umzugehen. Ihre liebevolle, sanfte Haltung löst etwas im Herzen Ihrer Frau aus. Sie werden staunen. Seien Sie also behutsam. Außerdem tragen Sie zum Frieden bei, wenn Sie ihr keine Vorwürfe machen, sondern Ihren Teil der Schuld eingestehen. Wenn Sie zugeben, dass Sie unrecht hatten, dann entschuldigen Sie sich. Darauf fahren Frauen total ab, wenn ich das so sagen darf. Sicher ist es für Männer manchmal eine Überwindung, sich zu entschuldigen, weil sie vielleicht meinen, ihre Frau könnte den Respekt vor ihnen verlieren. Aber das Gegenteil ist der Fall. Wenn Bayless sich bei mir entschuldigt, bin ich hin und weg. Und weil wir als Frauen einen starken Gerechtigkeitssinn haben, denken wir bei einer Entschuldigung oft gleich: „Moment mal, eigentlich habe ich auch ein bisschen Schuld“ und entschuldigen uns. Sie werden also den Respekt ihrer Frau nicht verlieren, sondern gewinnen, wenn Sie sich entschuldigen. Stimmen Sie mir zu? Frieden zu schließen kann schwierig sein, aber es lohnt sich immer. Eine ehrliche Entschuldigung bringt Ihre Frau eher dazu, Sie auf dem kürzesten Weg ins Schlafzimmer zu ziehen! Verständnis vermittelt einer Frau das Gefühl, geliebt zu sein.

 

BAYLESS:

Der zweite Bereich, in dem Sie Ihren Mann respektieren sollten, sind seine Entscheidungen. Gott hat es in die Natur des Mannes gelegt, zu führen und Probleme zu lösen.

 

Ein Ehepaar hatte vor der Hochzeit beschlossen, dass er in ihrer Ehe und dem gemeinsamen Leben alle großen Entscheidungen treffen würde und sie alle kleinen Entscheidungen. Nach 20 Jahren Ehe fiel ihm auf, dass noch nie eine große Entscheidung angestanden hatte. Ja. Verstehen Sie, was ich damit sagen will?

 

Epheser 5:22-24

„Ihr Ehefrauen sollt euch euren Männern unterordnen, so wie ihr euch dem Herrn unterordnet. Denn der Mann ist das Haupt seiner Frau, wie Christus das Haupt seines Leibes – der Gemeinde – ist, für die er sein Leben gab, um sie zu retten. So wie die Gemeinde sich Christus unterordnet, sollt ihr  Ehefrauen euch auch euren Männern in allem unterordnen.“

 

Es ist nicht erniedrigend für die Frau, wenn sie sich ihrem Mann unterordnet. Eigentlich ist das ein militärischer Begriff und bedeutet, einen niedrigeren Rang einzunehmen. Gott hat eine Ordnung für  die Familie aufgestellt. Sie als Ehepaar sind gleichwertige Partner, aber einer muss eben die letzte Entscheidung treffen. Janet und ich sind nicht immer einer Meinung. Sie hat eigene Ansichten und ist sehr klug. Sie sagt mir, was sie denkt, und ich sage ihr, was ich denke. Wenn wir unterschiedlicher Meinung sind, bete ich darüber und wir sprechen darüber. Aber wenn ich danach immer noch denke, dass wir in eine andere Richtung gehen sollten – dann ordnet sie sich unter. Sie vertraut auf Gott. Und wissen Sie was? Manchmal gebraucht Gott mich. Er führt durch mich. Nun werden manche Frauen sagen: „Ja, aber mein Mann ist so passiv. Wenn ich nicht die Entscheidungen treffe, passiert gar nichts.“ Könnte es sein, dass er einen Vorschlag gemacht hat, aber Sie hatten eine bessere Idee?  Und Sie haben darauf bestanden und waren unnachgiebig, und schließlich hat er nachgegeben?

 

Bei manchen Ehepaaren ist es so, dass jedes Mal, wenn der Mann versucht hat, eine Entscheidung zu treffen, die Frau sich über ihn weggesetzt hat. So hat er einfach resigniert und lässt sie machen,

 

weil es so weniger Konflikte gibt. Sie bekommt sowieso, was sie will – eher lässt sie keine Ruhe. Manche Frauen sagen: „Er soll ja die Führung übernehmen – solange er macht, was ich will.“ Das ist das Problem. Was, wenn er eine Entscheidung trifft, die Sie nicht für die beste Lösung halten?  Wehren Sie sich? Reagieren Sie launisch und sagen: „Okay, ich ziehe mit, aber du wirst es bereuen“? Beharren Sie auf Ihren Rechten? Das bedeutet in der Regel, dass Sie ihm respektlos begegnen. Ich will Ihnen ein kleines Geheimnis verraten. Sie werden viel öfter bekommen, was Sie wollen, wenn Sie anerkennen und respektieren, dass Gott den Wunsch zu führen in Ihren Mann hineingelegt hat. Dazu müssen Sie Gott vertrauen. Aber wenn wir Gott vertrauen und tun, was Sein Wort sagt, werden wir staunen. Sie werden feststellen, dass Gott Ihren Mann führt, wenn Sie einfach ruhig seine Meinung und seine Entscheidungen respektieren. Und ich glaube, Sie werden merken, dass Ihr Mann ganz unbewusst liebevoll mit Ihnen umgeht, wenn Sie diesen Wunsch zu führen und zu entscheiden anerkennen.

 

Janet und ich haben uns abgesprochen und ich möchte Ihnen eine kleine Geschichte erzählen. Es  gab bei uns einmal eine Situation, in der ich etwas hätte erledigen sollen, aber ich hatte es liegen gelassen. Es lag eine Weile brach und es war etwas, bei dem ich hätte die Initiative ergreifen sollen. Schließlich machte ich mich an die Arbeit. Wir brauchten einen Anwalt, um die Sache zu klären. Also sagte ich eines Tages: „Wir werden uns mit dem und dem Anwalt treffen.“ Aber Janet weigerte sich. Sie mochte diesen Anwalt nicht und schaltete auf stur. Ich weiß, warum sie ihn nicht mochte. Ich mochte ihn sehr. Er war sehr direkt. Sie fand ihn ungehobelt. Aber ich fand seine Arbeitseinstellung gut: „Ich bin nicht da, um Ihr Freund zu sein, sondern um Ihre Fragen zu beantworten.“ Sie hätte lieber jemanden gehabt, der mehr eine Beziehung zu uns aufbaut. Jedenfalls mochte ich ihn und sie nicht. Also schaltete sie auf stur. Und jedes Mal, wenn ich etwas sagte, hatte sie eine andere Ausrede. Schließlich merkte ich, wie ich innerlich dichtmachte. Am Ende sagte ich: „Weißt du was? Ich gehe  kurz vor die Tür.“ Ich ging also in den Garten und setzte mich in die Sonne. Innerlich spielte ich die Sache immer wieder durch. Ich war wütend, weil mein männliches Gehirn dachte: „Sie respektiert   mich nicht. Sie respektiert meine Entscheidung nicht.“ Aus meiner männlichen Perspektive heraus dachte ich: „Jetzt habe ich endlich die Initiative ergriffen und etwas unternommen und statt darüber begeistert zu sein, stellst du dich quer!“ Also dachte ich: „Vergiss es einfach. Vergiss die ganze  Sache.“ Aber meine Frau ist sehr klug. Nach einer Weile kam sie zu mir und sagte: „Schatz, es tut mir leid. Ich weiß, dass du weißt, dass ich diesen Kerl nicht leiden kann. Vielleicht könnten wir einfach  noch mit einem anderen Anwalt reden? Dann kannst du die Entscheidung treffen. Wenn du immer noch diesen Anwalt willst, nehmen wir ihn. Aber könnten wir bitte eine zweite Meinung einholen?“ In diesem Moment hatte ich das Gefühl, sie hätte mich mit einer Wagenladung Respekt überschüttet.  Das änderte alles. Sie sagte: „Ich respektiere deine Führungsrolle und deine Entscheidungen. Aber können wir das ausprobieren? Dann kannst du trotzdem die letzte Entscheidung treffen.“ Und indem sie das tat, war ich viel offener dafür, dem Anwalt abzusagen, den ich wollte und ihren Anwalt zu wählen. So sind wir Männer angelegt. Und außerdem liegt es in unserer Natur, Probleme zu lösen und Dinge zu reparieren, wie Janet gesagt hat.

 

Als Gott Adam schuf und in den Garten Eden setzte, gab er ihm als Erstes eine Aufgabe. Wenn Adam einen Konflikt oder ein Problem hatte, konnte er entweder mit Gott reden oder die Sache mit sich  selbst ausmachen. Als Gott die Frau erschuf, gab er ihr als Erstes eine Beziehung. Wenn sie ein Problem hat, will sie zuerst reden und eine Verbindung schaffen. Es ist sehr wichtig, das zu verstehen. Meine Damen, wenn Sie ein Problem ansprechen, wollen wir es sofort lösen. So sind wir nun einmal angelegt. Wenn Sie uns von einem Problem erzählen, warten wir nur ab, bis wir genügend Informationen haben, um Ihnen eine Lösung liefern zu können. Wenn wir meinen, wir hätten genug Informationen, ziehen wir uns zurück. Wir denken nach. Ihre Lippen bewegen sich, aber wir hören  nicht mehr, was Sie sagen. Wenn Sie keinen „Reparaturplan“ wollen, sondern wir einfach zuhören sollen, dann sagen Sie es uns. Das ist okay. Aber Sie müssen es uns sagen. Andernfalls präsentieren wir Ihnen eine Lösung. Und wenn Sie dann weiter über das Problem reden und unsere Lösung nicht  zu schätzen wissen, interpretiert die männliche Psyche das als Missachtung. „Sie hat nach einer Lösung gefragt, ich habe ihr eine Lösung gezeigt, aber die wollte sie gar nicht.“ Also respektieren Sie, wie Gott uns geschaffen hat, unseren Wunsch, zu führen und zu reparieren. Loben Sie Ihren Mann für seine Bemühungen, selbst wenn seine Entscheidung nicht die beste war. Vielleicht wollte er etwas tun und trotz aller Gespräche und Gebete macht er es am Ende trotzdem und Sie denken: „Gott im Himmel, alle Engel und ich wissen, dass dies nicht die beste Entscheidung ist. Aber ich werde mich unterordnen, und zwar mit einem Lächeln auf dem Gesicht.“

 

Und noch etwas: Wenn es schief geht und er es bemerkt und es klar wird, dass seine Entscheidung nicht die beste war, dann sagen Sie nicht: „Ich hab’s dir doch gesagt, du Idiot.“ Sagen Sie lieber: „Ich bin froh, dass du die Initiative ergriffen und eine Entscheidung getroffen hast. Ich respektiere dich für

 

deine guten Absichten.“ Sagen Sie ihm, dass Sie ihn respektieren, weil er die Initiative ergriffen hat, und Sie werden staunen. Geben Sie ihm, was er braucht und er wird Ihnen unbewusst geben, was Sie brauchen.

 

JANET:

Das Dritte, was eine Frau unbedingt braucht, ist Wertschätzung. Sie möchte wertgeschätzt werden. Sie will wissen, dass sie für ihren Mann sein Ein und Alles ist. Bin ich dein Ein und Alles?

 

BAYLESS:

Das bist du, mein Schatz.

 

JANET:

Im Hohelied 2:10 heißt es: „Mein Geliebter sagte zu mir: Steh auf, meine Liebste, meine Schöne, und kommt mit mir!“ Das hört eine Frau immer gern: „Nur du bist meine Liebste.“

 

Vor einigen Tagen unterhielt ich mich mit einer Witwe. Sie erzählte mir, wie ihr verstorbener Ehemann sie immer wieder berührte oder ihr quer durch den Raum Blicke zuwarf und sagte: „Ich bin der glücklichste Mann auf Erden! Ich bin so glücklich, dass ich dich in meinem Leben habe.“ Sie erzählte davon und wie viel es ihr bedeutet hatte. Frauen wollen das Ein und Alles ihrer Männer sein. Sie wollen wertgeschätzt werden. Und eine Frau braucht in diesem Bereich immer wieder Bestätigung. Das sollte Ihnen bewusst sein. Machen Sie sich nicht über sie lustig.

 

Sicher kennen viele von Ihnen den Witz von den vier Golfern, die eine Beerdigungsprozession vorbeiziehen sehen. Plötzlich richtet sich einer der Golfer kerzengerade auf, nimmt seine Mütze ab, hält sie über sein Herz und beugt den Kopf. Die anderen schauen ihn an und fragen ihn: „Was ist los? Wir wussten gar nicht, dass du so respektvoll bist!“ Er antwortete: „Ja. Sie war eine großartige Frau. Ich war 43 Jahre lang mit ihr verheiratet.“

 

Wissen Sie, solchen Humor finden wir von Natur aus gar nicht gut. Wir mögen Loyalität und Hingabe. In Sprüche 5:18 steht: „Erfreue dich an der Frau deiner Jugend!“ Und wie können Sie Ihrer Frau vermitteln, dass Sie sie wertschätzen? Tun Sie alles, was in Ihrer Macht steht, um ihr zu zeigen, dass Sie ihr treu hingegeben bleiben werden, solange Sie beide leben. Sagen Sie es ihr immer wieder! Wir Frauen hören das gern. Und meinen Sie es ernst.

 

Noch etwas anderes: Sprechen Sie in Gegenwart anderer gut von ihr. Epheser 5 ruft uns auf, im Wasserbad des Wortes gereinigt zu sein. Sprechen Sie hochachtungsvoll von ihr. Ihre Worte sind sehr wichtig für Ihre Frau. Sie hört jedes Wort, das Sie sagen. Worte sind wichtig. Und noch etwas: Danken Sie ihr, nicht nur weil sie ist, wer sie ist, sondern auch für alles, was sie tut. Vielleicht kennen Sie die Geschichte von dem Ehemann, der von der Arbeit nach Hause kommt. Als er aus dem Auto steigt, muss er erst einmal die Fahrräder und Dreiräder der Kinder aus der Einfahrt räumen. Er kommt ins Haus und überall stapelt sich Geschirr. Die Kinder bemalen die Wände mit Buntstiften und Filzstiften und die schmutzige Wäsche liegt in großen Haufen im Haus. Überall liegen Kleider herum. Es ist wirklich unordentlich. Und er sucht seine Frau im ganzen Haus, findet sie aber nicht. Schließlich geht  er ins Schlafzimmer und sieht, dass sie dort schläft. Er fragt: „Was tust du da? Die Kinder machen,  was sie wollen und im Haus herrscht das Chaos.“ Und sie sagt: „Weißt du, wenn du nach Hause kommst, fragst du mich immer, was ich den ganzen Tag gemacht habe. Heute habe ich es nicht gemacht.“ Also danken Sie ihr für ihre Arbeit. Ihre Worte bedeuten ihr viel.

 

In Sprüche 31:28-29 heißt es: „Es treten ihre Söhne auf und preisen sie glücklich, ihr Mann tritt auf und rühmt sie: Viele Töchter haben sich als tüchtig erwiesen, du aber übertriffst sie alle!“

 

Du übertriffst sie alle. Seine Worte bedeuten ihr so viel. Und letzten Endes ist mir am wichtigsten, dass die Beziehung zu meinem Mann gut ist und er mich liebt und wertschätzt. Darüber denke ich mehr als alles andere nach. Und ich will wissen, dass ich auch in seinen Gedanken bin, und zwar nicht unter

„ferner liefen“. Ich möchte mich als sein Schatz fühlen, als die wichtigste Frau auf der Erde für ihn, als die am meisten geliebte Frau auf Erden. Halten Sie Ihrer Frau doch einfach einmal die Autotür auf  oder eine andere Tür. Das bedeutet uns viel. Und natürlich kann kein Mann einer Frau so viel Wertschätzung zeigen, wie sie sich eigentlich wünscht. Aber Ihre Worte und symbolische Handlungen können einen großen Teil dieses Defizits überbrücken. Vergessen Sie nicht ihren Geburtstag oder den Hochzeitstag. Einmal habe ich allerdings selbst unseren Hochzeitstag vergessen. Das war echt verrückt. Damals stellte man noch für alles Mögliche Schecks aus. Jedenfalls schrieb ich einen   Scheck mit dem Datum 9. Januar. Und ich dachte: „9. Januar, da war doch was. Was Besonderes.

 

Was war da nur?“ Aber ich konnte mich nicht erinnern. Doch dann kam die Post und ich bekam eine Karte zum Hochzeitstag. Den hatte ich völlig vergessen! Aber das ist schon lange her. Und bei Geschenken kommt es uns Frauen gar nicht so sehr auf den Preis an, sondern wie viel Gedanken der Mann sich darüber gemacht hat. Eine Frau bekam einmal Blumen von ihrem Mann. Das war eine Seltenheit, also behielt sie die Blumen drei Monate lang, bis nur noch Stängel übrig waren. Jedes Mal, wenn sie sie anschaute, wurde sie an die Liebe ihres Mannes erinnert und daran, dass er an sie dachte. Diese Frau war ich. Nein! War nur ein Witz! – Aber Blumen und Geschenke zeigen uns Ihre Liebe und dass Sie an uns denken. Ich sage Ihnen, Sie können nie falsch liegen, wenn Sie Ihrer Frau Blumen schenken. Sind die Frauen hier meiner Meinung? Ja; damit machen Sie nie einen Fehler.

 

Noch eine lustige Geschichte zu Blumen. Bayless ist gut, er schenkt mir Blumen. Aber vor einiger Zeit hatten wir Besuch von einem anderen Ehepaar. Die beiden sind sehr großzügige Menschen und wollten uns etwas schenken. Als sie kamen, brachten sie Bayless ein Geschenk mit und mir einen Strauß Blumen. Für seine Frau aber hatte der Mann einen Ring entworfen, einen wirklich schönen Ring. Er hatte ihn selbst entworfen. Und dann buchte er für sie beide eine Reise nach Paris. Sie fuhren hoch auf den Eiffelturm und er gab ihr den Ring. Und Bayless schickte ihm eine SMS: „Hör auf damit! Du legst die Messlatte zu hoch!“ Er investierte so viel Fantasie und das bedeutete ihr unglaublich viel! Sie wusste sich von ihm wertgeschätzt. Also Nähe… eine Frau wünscht sich Nähe, Verständnis und Wertschätzung. Immerhin ist sie Gottes Tochter und Er will, dass Sie behutsam mit ihr umgehen.

 

BAYLESS:

Der dritte Bereich, und damit wollen wir schließen, sind die körperlichen Bedürfnisse des Mannes. Respektieren sie seinen von Gott gegebenen Wunsch nach Gemeinschaft und Sexualität. Reden wir zuerst über Gemeinschaft. In Titus 2:4 spricht Paulus davon, dass die älteren Frauen die jüngeren lehren sollen. Dort steht:

 

Titus 2:4

„… damit sie die jungen Frauen unterweisen, ihre Männer zu lieben, ihre Kinder zu lieben.“

 

Interessanterweise ist das griechische Wort für die Liebe, in der die älteren Frauen die jüngeren unterweisen oder zu der sie sie ermutigen oder anleiten sollen, das Wort „phileo“, das Wort für Freundschaft. Daher kommt auch das Wort „Philadelphia“. Philadelphia ist die Stadt der brüderlichen Liebe. Der Name stammt von diesem griechischen Wort „phileo“ ab. Die älteren Frauen sollen die jüngeren ermutigen und ermahnen, mit ihren Männern befreundet zu sein. Wenn man die meisten Männer fragt: „Liebt deine Frau dich“, werden sie antworten: „Ja, sie liebt mich.“ Aber wenn sie die gleichen Männer fragen: „Mag deine Frau dich?“, dann zögern viele, weil sie es nicht genau wissen. Meine Damen, Männer kommunizieren durch gemeinsame Erlebnisse. Reden ist nicht unbedingt  nötig, wenn wir Beziehungen aufbauen. Gemeinsame Erfahrungen sind uns viel wichtiger. So bauen wir Verbindungen und Freundschaften auf. Sie sagen als Frau: „Ohne zu reden kann man keine Beziehungen aufbauen.“ Doch, Mann kann. Wenn Ihr Ehemann den ganzen Tag mit seinen Freunden beim Angeln war und Sie ihn abends fragen: „Worüber habt ihr denn geredet?“, dann antwortet er wahrscheinlich: „Ich weiß nicht. Über nichts. Wir haben nicht viel geredet.“ „Wie konntet ihr sieben Stunden zusammen sein und nicht viel reden?“ Aber so sind wir Männer nun einmal.

 

Eine Frau besuchte einmal ihren Ehemann in seiner Werkstatt. Das hatte sie noch nie zuvor getan.  Sie setzte sich einfach auf einen Hocker, während er in der Werkstatt hantierte. Er spannte etwas in die Schraubzwinge ein und feilte daran herum. Das fand er seltsam. Er schaute sie an und lächelte und sie lächelte zurück, ohne etwas zu sagen. Eine Viertelstunde später schaute er wieder zu ihr, lächelte ihr zu, und sie lächelte zurück. 45 Minuten später sagte er: „Ich weiß nicht, was du da machst, aber mach weiter.“ Sie gab ihm Kraft, indem sie einfach bei ihm war.

 

Hören Sie: Wenn Ihr Mann Sie bittet, mit ihm fernzusehen, dann will er kein Gespräch. Am besten sagen Sie gar nichts! Vielleicht meinen Sie, dass dies nichts zum Aufbau Ihrer Beziehung beiträgt. Aber so sehr Sie sich auch unterhalten möchten, wir wollen einfach freundschaftlich mit Ihnen zusammen sein. Seien Sie mit Ihrem Mann befreundet.

 

Manche von Ihnen haben das vielleicht vor Ihrer Hochzeit getan. Sie haben sich Fußballspiele mit ihm angeschaut und Zeit mit ihm verbracht und er dachte: „Die muss ich heiraten, und zwar ganz schnell! Die darf ich nicht wieder davonlaufen lassen!“ Damit stillen Sie ein tiefes Bedürfnis in seinem Leben und zeigen ihm Ihren Respekt in diesem Beziehungsbereich. Doch wenn Sie nach der Hochzeit damit aufhören, wird er sich betrogen fühlen. „Sie ist nicht mehr die Frau, die ich geheiratet habe.“

 

Respektieren Sie ihn, indem Sie ihm geben, was er braucht, und er wird Ihnen unbewusst geben, was Sie brauchen.

 

Das Gleiche gilt für Ihre sexuelle Beziehung. Die Message-Bibel umschreibt 1. Korinther 7:1-4 folgendermaßen: „Nun zu den Fragen, die ihr mir in eurem Brief an mich gestellt habt. Erstens: Ist Geschlechtsverkehr etwas Gutes? Natürlich! Aber nur in einem bestimmten Rahmen. Es ist gut für einen Mann, eine Ehefrau zu haben und für eine Frau, einen Ehemann zu haben. Der sexuelle Trieb ist stark, aber die Ehe ist stark genug, um ihm einen festen Rahmen und euch ein erfüllendes Sexualleben in einer Welt voller sexueller Unordnung zu bieten. Das Ehebett muss ein Ort der Gegenseitigkeit sein. Der Mann muss darum bemüht sein, seine Frau zu befriedigen und umgekehrt. Die Ehe ist nicht der Ort, um auf den eigenen Rechten zu bestehen. Die Ehe ist eine Entscheidung, dem anderen zu dienen, im Bett und außerhalb davon.“

 

Ein Mann füllte einmal ein englischsprachiges Bewerbungsformular aus. An dem Punkt „Sex“, also der Angabe, ob man Mann oder Frau ist, schrieb er einfach: „Nicht genug.“ Wir wissen, Frauen brauchen innerliche Nähe, sie wollen sich geliebt und wertgeschätzt fühlen, um sich sexuell zu öffnen. Meine Damen, das verstehen wir. Aber für Männer ist es genau umgekehrt. Der sexuelle Akt bringt uns der Frau nahe. Wir versuchen zu lernen, wie Sie angelegt sind, aber Sie müssen uns auch respektieren. Wir sind so geschaffen. Fragen Sie nicht: „Was ist nur los mit dir? Kannst du denn an nichts anderes denken?“ Gott hat ihn so gemacht. Er steigt aus der Dusche und Sie sagen: „Du tropfst den ganzen Fußboden voll. Stell dich bitte auf die Badematte!“ Ich garantiere Ihnen, wenn Sie aus der Dusche steigen, sieht er das Wasser auf dem Fußboden nicht einmal. Ein Blick und er ist startklar. Das ist  nicht unnormal. Respektieren Sie, wie Gott ihn erschaffen hat.

 

Denken Sie daran: Sie bekommen nicht, was Sie brauchen, wenn Sie Ihrem Partner vorenthalten, was er braucht. Und mit Gottes Gnade wird er oder sie anfangen, Ihre Bedürfnisse zu erkennen und zu erfüllen, wenn Sie anfangen, ihn in den wichtigen Bereichen Arbeit, Entscheidungen und Bedürfnisse zu respektieren.

 

Neben Ihrer Beziehung zu Gott ist die wichtigste Beziehung in Ihrem Leben die mit der Person, die Sie beschließen zu heiraten. Ganz gleich, ob Sie eine wunderbare, mittelmäßige oder schlechte Ehe führen, ob Sie Single sind und gern heiraten würden oder ob Sie geschieden sind – ich möchte Ihnen empfehlen, sich diese Sendung noch einmal auf CD anzuhören oder auf DVD anzuschauen. Lesen  Sie noch einmal die Bibelverse nach, über die wir gesprochen haben, am besten im Zusammenhang. Setzen Sie alles daran, diese wichtige Beziehung so stark wie möglich zu machen. Schalten Sie doch auch beim nächsten Mal wieder ein. Wir haben Ihnen viele wunderbare Dinge zu sagen. Gott segne Sie.

 

Jule 16. Februar 2013 Keine Kommentare Trackback URI Comments RSS

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